Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 721263
Vorher
Mitsui Machine Tool Europe Gesellschaft mit beschränkter HaftungMFS Europe Gesellschaft mit beschränkter HaftungMG Finance GmbH
Eingetragen
17.9.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Bereitstellung von Geldmitteln im Rahmen des Leasinggeschäfts und der Vermietung, des Kaufs und Verkaufs, des Vertriebs, des Im- und Exports von Gütern aller Art, wobei Werkzeugmaschinen, die nicht durch die DMG MORI AG oder die DMG MORI CO., LTD. oder eines der mit ihnen verbunden Unternehmen i.S.d. §§ 15 ff. Aktiengesetz hergestellt wurden, hiervon ausgeschlossen sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Kretschmer
seit 5.2.2024
Prokura
Martin Simon Liehr
seit 5.7.2023
Geschäftsführer
Robert Schaden
seit 30.10.2019
Prokura
Christian Bergemann
seit 14.2.2019
Prokura
Manfred Wehrmann
seit 24.4.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
SUMITOMO MITSUI FINANCE AND LEASING COMPANY, LIMITEDJPN
50.10%
42.55%
DMG MORI Company Ltd.JPN
7.35%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

SUMITOMO MITSUI FINANCE AND LEASING COMPANY, LIMITED
Japan
7.515.000 €
50.10%
Germany
6.382.500 €
42.55%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DMG MORI Finance GmbH

Filderstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Barreserve
Kassenbestand 205,88 0
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 5.070.513,19 3.227
3. Forderungen an Kunden 245.131.677,69 209.054
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
Kommunalkredite EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.166.000,00 3.581
5. Leasing- und Vermietvermögen 584.884.275,99 522.095
6. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.201.655,77 5.759
6.201.655,77 5.759
7. Sachanlagen 697.488,54 469
8. Sonstige Vermögensgegenstände 29.976.741,92 27.093
9. Rechnungsabgrenzungsposten 1.601.594,74 1.911
876.730.153,72 773.189

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 814.742.041,87 697.996
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
a) andere Verbindlichkeiten
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 13.832.088,97 25.703
13.832.088,97 25.703
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.746.766,76 7.436
4. Rechnungsabgrenzungsposten 11.605.803,48 10.417
5. Passive latente Steuern 1.096.106,91 404
6. Rückstellungen
c) andere Rückstellungen 1.639.063,88 1.420
1.639.063,88 1.420
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
b) Kapitalrücklage 310.416,58 310
c) Bilanzgewinn 12.757.865,27 14.503
28.068.281,85 29.813
876.730.153,72 773.189
Eventualverbindlichkeiten
a) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 43.931,11 84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Leasingerträge 256.292.567,96 214.213
2. Leasingaufwendungen 134.718.272,82 113.265
121.574.295,14 100.948
3. Zinserträge aus
Kredite- und Geldmarktgeschäften 11.994.420,55 8.153
4. Zinsaufwendungen 20.398.014,06 9.273
-8.403.593,51 -1.120
5. Provisionsaufwendungen 1.001.500,56 862
1.001.500,56 862
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.957.636,79 1.679
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.255.035,09 4.713
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.283.966,62 1.203
darunter: für Altersversorgung EUR 444.423,07 (Vorjahr: TEUR 379)
6.539.001,71 5.916
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.563.229,15 2.348
10.102.230,86 8.264
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasing- und Vermietvermögen immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
a) auf Leasingvermögen 102.592.403,55 88.546
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 872.868,12 491
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.424.309,36 496
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 533
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 357.116,62 0
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 415.000,00 0
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -922.857,41 2.315
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 822.551,66 947
darunter passive latente Steuern EUR 692.551,70 (Vorjahr: passive latente Steuer TEUR 817)
15. Jahresfehlbetrag -1.745.409,07 1.368
16. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 14.503.274,34 13.135
17. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 12.757.865,27 14.503

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die DMG MORI Finance GmbH (kurz: DMF) ist unter der Nr. HR- B 721263 im Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Filderstadt. Gesellschafter sind die Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/Japan mit einem Anteil von 50,1 % (TEUR 7.515,0), die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld/Deutschland mit einem Anteil von 42,55 % (TEUR 6.382,5) und DMG MORI Co. Ltd., Nagoya, Aichi/Japan mit einem Anteil von 7,35 % (TEUR 1.102,5).

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft betreibt das Finanzdienstleistungsgeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG und unterliegt damit seit dem Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 (JStG 2009) und den damit verbundenen Änderungen im KWG (Art. 27 des JStG 2009) am 25. Dezember 2008 der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) erstellt. Die Jahresbilanz wird nach dem Formblatt 1 RechKredV und die GuV nach Formblatt 3 RechKredV aufgestellt.

Für Unternehmen, die das Finanzdienstleistungsgeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG bereits vor Inkrafttreten des JStG 2009 betrieben haben und die zuvor keine Erlaubnis gemäß § 32 KWG hatten, gilt die Erlaubnis zum Betreiben von Finanzdienstleistungsgeschäften im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG gemäß § 64j Abs. 2 KWG bereits im Wege einer Fiktion und ohne materielle Prüfung ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des JStG 2009 als erteilt, sofern eine Anzeige bei der BaFin bis zum 31. Januar 2009 erfolgt. Die Gesellschaft hat mit Schreiben vom 31. Januar 2009 sowie der Nachlieferung vom 12. März 2009 eine entsprechende Anzeige erstattet.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die liquiden Mittel (Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute) sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag, vermindert um notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und Anschaffungskosten der Forderungen haben Zinscharakter und werden ab dem Jahr 2022 unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Dies betrifft Zinserträge aus Mietkaufverträgen. Die Auflösung erfolgt annuitätisch über die Laufzeit der Mietkaufverträge. Die Erträge aus der Auflösung werden unter den Zinserträgen ausgewiesen.

Der Anlagespiegel orientiert sich strukturell an der Jahresbilanz.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten abzüglich einer außerplanmäßigen Abschreibung gemäß §253 Abs. 3 Satz 5 HGB bewertet.

Das gehaltene Leasingvermögen (Vermietvermögen) wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zum Ablaufzeitpunkt der Leasingverträge hat die Gesellschaft regelmäßig ein einseitiges Andienungsrecht in Höhe des jeweiligen Restbuchwerts. Zugänge werden unter der Anwendung der linearen Methode auf den vertraglich vereinbarten Restwert des Leasinggegenstandes über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Außerdem erfolgt bei Vorliegen von Hinweisen auf eine dauernde Wertminderung des Mietgegenstandes eine Überprüfung des Anlagenwertes und ggf. eine außerplanmäßige Abschreibung. Im Berichtszeitraum wurde eine entsprechende Bewertung durchgeführt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und eigengenutzten Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird unter Anwendung der linearen Methode jeweils die Nutzungsdauer zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag, vermindert um notwendige Wertberichtigungen, bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet überwiegend das Disagio aus abgegrenzten Zinsen. Diese werden linear über die Laufzeit der Darlehensverträge aufgelöst. Der Auflösungsaufwand wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Refinanzierung der Leasing-, Mietkauf- und Mietverträge erfolgt über fest- und auch variabel verzinsliche Bankkredite. Die Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Krediten werden über betrags- und laufzeitkongruente Finanzderivate gesichert (Mikro Hedges). Die zinsbezogenen Sicherungsgeschäfte (derzeit nur: Amortization Payer Swaps) dienen ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft abgegrenzte Erträge aus Mietsonderzahlungen aus Leasingverträgen. Die Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzung erfolgt linear über die Laufzeit der Leasingverträge. Die Erträge aus der Auflösung werden unter den Leasingerträgen ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung berücksichtigt. Alle Rückstellungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr, so dass eine Abzinsung unterbleiben konnte.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Von der Bewertung ausgenommen sind Fremdwährungsverbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit Bewertungseinheiten zur Absicherung von Währungsrisiken stehen.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen täglich fällige Bankguthaben.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderg. aus Mietkaufverträgen noch nicht fällig 236.432 200.190
Forderg. fällig aus Leasing- und Mietverträgen, Mietkauf 11.001 12.320
Wertberichtigung auf Forderungen -2.301 -3.456
245.132 209.054

Der Anstieg der Forderungen resultiert im Wesentlichen aus dem Neugeschäft.

Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und Anschaffungskosten der Forderungen haben Zinscharakter und werden ab dem Jahr 2022 unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Nach Restlaufzeiten setzen sich die Forderungen wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis drei Monate
Forderungen aus Leasing- und Mietverträgen, Mietkauf 24.943 24.623
Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr 24.943 24.623
Forderungen aus Leasing- und Mietverträgen, Mietkauf 44.431 39.424
Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 44.431 39.424
Forderungen aus Mietkaufverträgen 157.193 135.273
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 157.193 135.273
Forderungen aus Mietkaufverträgen 20.870 13.194
20.870 13.194
Wertberichtigung auf Forderungen -2.305 -3.460
245.132 209.054

Forderungen an verbundene Unternehmen bestehen nicht.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Hierbei handelt es sich um die 100 %-Beteiligung an der DMG MORI Finance SARL, Rueil Malmaison/Frankreich. Das Stammkapital beläuft sich auf TEUR 3.581. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 984) erzielt; das Eigenkapital zum Bilanzstichtag nach Ergebnisverwendung inkl. Sonderposten beträgt TEUR 3.154 (Vorjahr: TEUR 3.423).

Leasing- und Vermietvermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Leasing- und Vermietvermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen. In der Bewertung des Leasing- und Vermietvermögens sind Sonderabschreibungen in Höhe von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 430) für voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen enthalten.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber ausländischen Steuerbehörden aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 13.866 (Vorjahr: TEUR 11.516) sowie den Posten der Linearisierung progressiver und degressiver Leasingraten mit TEUR 13.815 (Vorjahr TEUR 12.996).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 1.314) im Wesentlichen Nebenkosten zu Kreditaufnahmen, die über die Laufzeit der Kreditvereinbarung verteilt werden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis drei Monate 152.125 126.786
Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr 145.686 132.107
Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 488.967 419.152
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 27.939 20.018
814.717 698.063

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis drei Monate
Verbindlichkeiten aus Kautionen 21 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 13.797 25.118
13.818 25.118
Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr
Verbindlichkeiten aus Kautionen 6 0
6 0
Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
Verbindlichkeiten aus Kautionen 8 585
8 585
13.832 25.703

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Kauf von Werkzeugmaschinen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus erhaltenen Anzahlungen sowie kreditorische Debitoren.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit TEUR 11.606 (Vorjahr: TEUR 10.411) die Abgrenzungen der Mietsonderzahlungen aus dem Leasinggeschäft, die die Gesellschaft zu Vertragsbeginn erhalten hat und die über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam aufgelöst werden. Der Anstieg resultiert aus dem vermehrten Abschluss von Cross-Border-Geschäften, bei denen die Gesellschaft vorab Mietsonderzahlungen bereits bei Vertragsabschluss verlangt.

Passive latente Steuern

Die temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus der Abweichung zwischen handelsrechtlicher und steuerlicher Abschreibung beim Leasing- und Vermietvermögen.

Die Ermittlung der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.096 (Vorjahr: TEUR 404) erfolgt mit dem Steuersatz der Gesellschaft von 29,66 %.

Rückstellungen

Für das Jahr 2023 wurden keine Steuerrückstellungen gebildet, da das nach steuerrechtlichen Vorschriften ermittelte Jahresergebnis negativ ausfällt.

Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.639 (Vorjahr: TEUR 1.420) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 15.000 und ist vollständig eingezahlt.

Fremdwährungsaktiva und -passiva

Zum 31.12.2023 bestehen Fremdwährungsforderungen in Höhe von TEUR 12.612 und Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 149.703.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Erlöse

Von einer geographischen Aufteilung der Erlöse wird abgesehen, da sich die Tätigkeit weiterhin überwiegend auf das Inland beschränkt und sich diese inländische Tätigkeit nicht wesentlich von ausländischen Märkten unterscheidet.

Leasingergebnis

2023 2022
TEUR TEUR
Leasingerträge 256.292 214.213
Leasingaufwendungen -134.718 -113.265
121.574 100.949

Die Leasingerträge setzen sich im Wesentlichen aus den Erlösen des laufenden Leasing- und Mietkaufgeschäftes sowie aus dem Verkauf von Leasinggegenständen zusammen. Die Leasingerträge umfassen ebenfalls die Erlöse aus dem Verkauf der Objekte im Zusammenhang mit Mietkaufverträgen.

Die Leasingaufwendungen betreffen ausschließlich den Wareneinsatz des Mietkaufgeschäftes und den Abgang der Restbuchwerte aus Anlagenverkäufen bzw. der Rücknahmen. Die laufende Abschreibung der Leasinggegenstände wird unter der Position "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen sowie immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Die Gesellschaft tritt bei Mietkaufverträgen i. d. R. in die Verträge der Kunden ein. Somit sind die Erträge und Aufwendungen aus dem Kauf und Verkauf der Werkzeugmaschinen ohne Margenaufschlag. Die Erträge aus dem Mietkaufgeschäft, die nicht im Zusammenhang mit An- und Verkauf der Objekte stehen, haben Zinscharakter und werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zinsergebnis

2023 2022
TEUR TEUR
Zinserträge 11.994 8.153
Zinsaufwendungen -20.398 -9.273
-8.404 -1.120

Die Zinserträge resultieren überwiegend aus der Auflösung abgegrenzter Mietkaufforderungen, die über die Laufzeit über den passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgswirksam aufgelöst werden.

Mietkaufverträge beinhalten häufig Förderzulagen von Aufbaubanken, die im Zeitpunkt des Zugangs in voller Höhe erfolgswirksam vereinnahmt werden.

Dem Zinsertrag stehen Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung des Leasing-, Miet- und Mietkaufgeschäftes gegenüber.

Provisionsergebnis

Die Provisionsaufwendungen stehen im Zusammenhang mit der Vermittlung von Neugeschäft.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von erhaltenen Ausfallgarantien und Nutzungsentschädigungen sowie weder den Leasing-, Zins- noch Provisionserträgen direkt zuordenbaren betrieblichen Erträgen. Um den Markteintritt der Hersteller zu unterstützen, geht DMG MORI Finance GmbH Risiken ein, die durch Garantien der Hersteller im Falle eines Adressausfallrisikos abgesichert sind. In Fällen von insolventen Kunden, bei denen der Geschäftsbetrieb durch den Insolvenzverwalter weitergeführt wird, erfolgt der Ausweis der Erträge gesondert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen auf Leasing- und Vermietvermögen sowie immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

2023 2022
TEUR TEUR
Personalaufwand 6.539 5.916
Anderer Verwaltungsaufwand
Kraftfahrzeug- und Reisekosten 742 540
Versicherungen, Beiträge, Rechts- und Beratungskosten 1.437 799
Büro- und Informationskosten 867 619
Werbekosten 57 29
Raumkosten 460 361
3.563 2.348
Abschreibungen auf Leasing- und
Mietvermögen 102.592 88.546
(davon außerplanmäßige Abschreibung) 490 0
auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 115 83
auf immaterielle Vermögensgegenstände 758 408
103.465 89.037
107.028 91.385

Andere Verwaltungsaufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Versicherungen, Beiträge, Rechts- und Beratungskosten sowie Büro- und Informationskosten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der sonstige betriebliche Aufwand betrifft im Wesentlichen die Sicherstellung von insolventen Maschinen, Aufwendungen aus der Rückabwicklung von Verträgen und Fremdleistungen für Personal.

Abschreibungen und Wertberichtigung auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

2023 2022
TEUR TEUR
Forderungsverluste 593 519
Zuführung zur Wertberichtigung -1.155 -198
Wirtschaftsauskünfte 205 212
-357 533

Die Forderungsverluste resultieren im Wesentlichen aus der Endabwicklung insolventer Kunden und stellen den nach Ausbuchung der offenen Posten und nach Verwertung der Leasinggüter verbliebenen Verlust dar.

V. NACHTRAGSBERICHT

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

VI. ERGEBNISVERWENDUNG

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. SONSTIGE ANGABEN

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag waren bei der DMG MORI Finance GmbH außerbilanzielle Geschäfte in Form von Amortisation-Zins-Swaps über ein aktuelles Nominalvolumen in Höhe von Mio. EUR 458 mit einem positiven Marktwert von Mio. EUR 10.368 und einem negativen Marktwert von Mio. EUR 6.028 im Bestand. Davon enthalten Zins-Swaps mit einem Nominalvolumen von Mio. EUR 11,4 und einem positiven Marktwert von Mio. EUR 0,14 zusätzlich einen Floor. Die Amortisation-Zins-Swaps dienen der betrags- und laufzeitkongruenten Transformation von variablen Zinszahlungen aus gewährten langfristigen Krediten in feste Zinszahlungen. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte besteht darin das Zinsänderungsrisiko zu minimieren.

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 15 Verträge auf US-Dollar-Basis (USD), 110 Verträge auf GBP-Basis (GBP), 25 Verträge auf CHF-Basis (CHF) und 10 Verträge auf JPY-Basis (JPY) neu abgeschlossen. Die Finanzierung dieser schwebenden Geschäfte erfolgt durch betrags- und fristenkongruente Fremdwährungsdarlehen in entsprechender Währung. Das Grundgeschäft (Verträge in USD, GBP, CHF oder in JPY) und das Sicherungsgeschäft (Refinanzierung in USD, GBP, CHF und JPY) werden zum 31. Dezember 2023 zu Bewertungseinheiten zusammengefasst (Portfolio Hedge). Die abgesicherten Volumina am Bilanzstichtag betragen insgesamt für USD Mio. EUR 28,8, für GBP Mio. EUR 77,4, für CHF Mio. EUR 24,7 und für JPY Mio. EUR 1,2.

Die Wertänderungen von Grundgeschäften und Sicherungsinstrument werden bilanziell nach der "Einfrierungsmethode" abgebildet.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen für 4 Mietkaufverträge Haftungsverhältnisse gegenüber Aufbaubanken in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: 84). Die Aufbaubanken behalten sich vor, die zur Verfügung gestellten Mittel bei nicht durchgeführter Fördermaßnahme zurückzufordern. Hier ist die DMG MORI Finance GmbH Mitverpflichtete, sollte der Kunde, der die Fördermaßnahme in Anspruch genommen hat, nicht in der Lage sein, diese zurückzahlen zu können.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Mieten der Geschäftsräumlichkeiten, dem Leasing von Büro- und Geschäftsausstattung sowie dem Leasing von Firmenfahrzeugen. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehen für alle sonstigen Verpflichtungen für den 4-Jahreszeitraum bis 12/2027 hierbei kontrahierte Zahlungsverpflichtungen von insgesamt TEUR 1.370 (Vorjahr: TEUR 968).

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 58 (Vorjahr: 58), bzw. die Anzahl durchschnittlicher Vollzeitäquivalenter (FTE) lag bei 54 (Vorjahr: 55).

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 118 davon aus Vorjahren TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 110), für andere Beratungsleistungen TEUR 11 davon aus Vorjahren TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 10), für Steuerberatungsleistungen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 16).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der DMG MORI Finance GmbH sind:

Herr Hubert W. Benger, Krefeld, Geschäftsführer Marktfolge (Managing Director) bis 30.06.2023

Herr Dr. Martin Liehr, Frankfurt, Geschäftsführer Marktfolge (Managing Director) ab 01.07.2023

Herr Manfred Wehrmann, Albstadt, Geschäftsführer Markt (Managing Director)

Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs.4 HGB unterlassen.

Beirat

Zur Überwachung der Geschäftsführung hat die Gesellschaft einen Beirat eingerichtet. Die Bestimmungen des § 52 GmbHG und die darin genannten Bestimmungen des AktG sind auf den Beirat nicht anzuwenden. Der Beirat setzt sich aus drei Mitgliedern der Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., zwei Mitgliedern der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (vormals Gildemeister AG) und einem Mitglied der DMG MORI Co. Ltd. (vormals Mori Seiki Co. Ltd) zusammen. Die Amtszeit der Mitglieder läuft bis zur Beendigung der Gesellschafterversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der jeweiligen Amtszeit beschließt.

Mitglieder des Beirats sind bzw. waren:

Herr Eiji Ishida (General Manager Overseas Business)

Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/ Japan

Vorsitzender des Beirats

Herr Masatoshi Takesako (General Manager)

Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/ Japan

Tsutomu Tasai (General Manager International Planning Department)

Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/ Japan

(bis 31.03.2024)

Tomoyuki Tanaka (Managing Executive Officer)

Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/ Japan

(ab 01.04.2024)

Herr Björn Biermann (Member of the Executive Board, Chief Financial Officer CFO)

DMG MORI AG, Bielefeld/ Deutschland

(bis 31.12.2023)

Herr Steffen Burghoff (CFO Products Plants DMG MORI AG/Managing Director)

Gildemeister Beteiligungen GmbH, Bielefeld/ Deutschland für

DMG MORI AG, Bielefeld/ Deutschland

(bis 31.03.2024)

Herr Hirotake Kobayashi (Executive Vice President, Member of the Board)

DMG MORI Co. Ltd., Nagoya, Aichi/ Japan

Konzernzugehörigkeit

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da das Tochterunternehmen DMG MORI Finance SARL für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung ist.

Der Abschluss der DMG MORI Finance GmbH, Filderstadt, wird in den Konzernabschluss der Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/Japan einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co. Ltd., Tokyo/Japan einsehbar.

 

Filderstadt, 24. Mai 2024

Manfred Wehrmann, Geschäftsführer

Dr. Martin Liehr, Geschäftsführer

Anlagespiegel für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.581.000,00 0,00 0,00 0,00 3.581.000,00
II. Leasing- und Vermietvermögen
1. Leasing- und Mietgegenstände 657.034.439,15 0,00 214.354.778,65 105.807.739,22 765.581.478,58
2. Mietgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Zur Vermietung bestimmtes Vermögen 112.013.998,41 374.999.888,69 -214.354.778,65 171.498.443,43 101.160.665,02
769.048.437,56 374.999.888,69 0,00 277.306.182,65 866.742.143,60
III. Immaterielle Anlagenwerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.758.517,98 1.949,00 1.198.616,56 0,00 7.959.083,54
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.198.616,56 -1.198.616,56 0,00 0,00
6.758.517,98 1.200.565,56 0,00 0,00 7.959.083,54
IV. Sachanlagen 958.563,32 343.448,02 0,00 0,00 1.302.011,34
780.346.518,86 376.543.902,27 0,00 277.306.182,65 879.584.238,48
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 415.000,00 0,00 0,00 415.000,00
II. Leasing- und Vermietvermögen
1. Leasing- und Mietgegenstände 246.953.228,11 102.592.403,55 0,00 67.687.764,05 281.857.867,61
2. Mietgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Zur Vermietung bestimmtes Vermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
246.953.228,11 102.592.403,55 0,00 67.687.764,05 281.857.867,61
III. Immaterielle Anlagenwerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 999.597,74 757.830,03 0,00 0,00 1.757.427,77
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
999.597,74 757.830,03 0,00 0,00 1.757.427,77
IV. Sachanlagen 489.484,71 115.038,09 0,00 0,00 604.522,80
248.442.310,56 103.880.271,67 67.687.764,05 284.634.818,18
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.166.000,00 3.581.000,00
II. Leasing- und Vermietvermögen
1. Leasing- und Mietgegenstände 483.723.610,97 410.081.211,04
2. Mietgegenstände 0,00 0,00
3. Zur Vermietung bestimmtes Vermögen 101.160.665,02 112.013.998,41
584.884.275,99 522.095.209,45
III. Immaterielle Anlagenwerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.201.655,77 5.758.920,24
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
6.201.655,77 5.758.920,24
IV. Sachanlagen 697.488,54 469.078,61
594.949.420,30 531.904.208,30

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Beziehungen zu den Gesellschaftern

Die DMG MORI Finance GmbH (nachfolgend: DMF oder DMG MORI Finance) ist über ihren Hauptgesellschafter Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co., Ltd. (SMFL) ein Konzernunternehmen der SMFL, die ihrerseits assoziiertes Unternehmen der SMBC-Bankengruppe, Japan ist.

DMF bietet maßgeschneiderte Finanzierungslösungen rund um die Produkte des DMG MORI Konzerns: Wir begleiten unsere Kunden während des Beschaffungsprozesses und unterstützen sie mit attraktiven, individuellen Finanzierungsmodellen auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Mit dem Wissen über Maschinen und deren Anwendungen sind wir in der Lage, das passende Finanzierungsangebot aus einer Hand anzubieten.

DMF betreibt das Finanzierungsgeschäft für die beiden Gesellschafter und Werkzeugmaschinenhersteller DMG MORI CO., LTD., Nagoya/Japan und DMG MORI Aktiengesellschaft, Bielefeld/Deutschland. Durch die langjährige Integration der DMF in die Konzernstruktur der Werkzeugmaschinenhersteller kann das Technologie-Know-how genutzt und Kunden dadurch besser beraten werden. Die Gesellschaft betreibt das Hersteller-Finanzierungsgeschäft seit Dezember 2006.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 15.000 und ist vollständig eingezahlt.

Zum 31. Dezember 2022 werden die Gesellschaftsanteile, ohne Veränderung zum Vorjahr, gehalten von

• Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Co., Ltd., Tokyo/Japan 50,10 % (TEUR 7.515,0)
• DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld/Deutschland 42,55 % (TEUR 6.382,5)
• DMG MORI CO., Ltd., Nagoya, Aichi/Japan 7,35 % (TEUR 1.102,5)

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden nicht durchgeführt.

b) Finanzierungsprodukte der Gesellschaft

Die Gesellschaft bietet folgende Finanzierungsprodukte für ihre Kunden an:

• Leasing und Vermietung

Die Laufzeit der kurzfristigen Vermietung von Maschinen beträgt i. d. R. 6 - 24 Monate. Die Maschinen werden als Anlagevermögen bilanziert. Nach der Vermietung gehen die Maschinen wieder an die Gesellschaft zurück und werden anschließend weitervermietet, verleast, in einen Mietkaufvertrag eingebracht oder verkauft.

Des Weiteren bestehen Leasingverträge mit Andienungsrecht. Anhand wirtschaftlicher Überlegungen entscheidet die Geschäftsführung über die Ausübung des Andienungsrechts. Die Maschinen werden ebenfalls als Anlagevermögen bilanziert.

• Mietkaufverträge

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Geschäfts sind Mietkaufverträge. Die entsprechenden Maschinen werden nicht bilanziert, da die Gesellschaft nicht wirtschaftlicher Eigentümer ist. Durch den Kauf- und Verkaufsvorgang der Maschinen wird keine Marge erzielt, da die Gesellschaft in die Verträge des Endkunden mit den Herstellern eintritt.

c) Tochtergesellschaften/Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hält sämtliche Anteile an der DMG MORI Finance SARL, Rueil Malmaison/Frankreich (nachfolgend auch: DMF Frankreich) mit einem Stammkapital von TEUR 3.581. Mit einer in Frankreich etablierten Leasinggesellschaft wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur Verwaltung der DMF Frankreich geschlossen. Der Geschäftsbesorger übernimmt vor Ort die Aufgabenbereiche Abwicklung des Vertragsbestandes sowie alle buchhalterischen Aufgaben bis zur Bilanzerstellung. Zur Finanzierung der Geschäftsaktivitäten hatte die DMF Darlehen zur Verfügung gestellt, die im Geschäftsjahr 2022 vollständig zurückgeführt wurden. Das für die Muttergesellschaft geltende Geschäftsmodell wurde auf die DMF Frankreich übertragen. DMF Frankreich betreibt das Finanzierungsgeschäft für Werkzeugmaschinen der DMG MORI-Landesgesellschaft in Frankreich. Zum Ende des Jahres 2018 wurde das Neugeschäft von DMF Frankreich eingestellt. Die DMF France wurde zum 20. März 2024 aufgelöst. Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellte sich zum Jahreswechsel 2023/24 insbesondere im Zuge des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen anhaltend schwach dar. Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3%. Auch das 4. Quartal 2023 konnte mit einem gegenüber dem Vorquartal um 0,3% gesunkenen Bruttoinlandsprodukt keine positiven Signale setzen 1.

Die Leasing-Wirtschaft hingegen ist 2023 deutlich gewachsen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten finanzierte die Branche für mehr als 85 Milliarden Euro in Deutschland Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Infrastruktur und andere Wirtschaftsgüter. Das Neugeschäftsvolumen, basierend auf einer Hochrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), entspricht einer Steigerung von 22,4% gegenüber 2022. Neben einer gestiegenen Nachfrage resultierte der starke Zuwachs aus Preissteigerungen sowie aus Nachholeffekten aufgrund von Lieferverzögerungen aus dem Vorjahr 2.

b) Entwicklung der Branche und Wettbewerbsumfeld

Die wirtschaftliche Gesamtlage, insbesondere das fehlende Vertrauen in den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, führte für das gesamte Jahr zu einem zweistelligen Oderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real um 12% deutlich unter ihrem Vorjahreswert. Insbesondere im vierten Quartal 2023 verzeichnete das Inlandsgeschäft mit minus 15% deutlich höhere Rückgänge als das Ausland (minus 6%) 3.

Die Investitionen der Leasing-Branche mittels reinem Leasing-Neugeschäft, bestehend aus Immobilien- und Mobilien-Leasing, verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen (nicht preisbereinigten) Zuwachs von 25%. Eine nominal leichte Dynamik zeigte sich beim Mietkauf mit einem um 8% (nicht preisbereinigt) gestiegenen Volumen. Bei den Mobilen stieg die Leasingquote, im Wesentlichen getrieben durch den Pkw-Markt, um 3,7 %-Punkte auf 26,7% im Jahr 2023 an. Der Leasinganteil an Pkw-Neuzulassungen erhöhte sich in 2023 auf knapp 50%.

1 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz; Pressemitteilung März 2024
2 Institut der deutschen Wirtschaft: Leasing-Marktbericht im Auftrag des BDL
3 VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.; Pressemitteilung Februar 2024

Bei den Produktionsmaschinen zeigte sich keine merkliche Veränderung. Der Anschaffungswert dieser Objektgruppe blieb im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei EUR 5,6 Mrd. Mit einem Anteil von 6,6% an allen Leasingobjekten, die mittels Leasing oder Mietkauf finanziert wurden, sind die Produktionsmaschinen nach Pkw bzw. Busse/Lkw weiterhin drittstärkste Objektgruppe 4.

DMG MORI Finance als Absatzfinanzierer von Werkzeugmaschinen nimmt in dieser Objektgruppe eine Sonderstellung ein. Lediglich ein weiterer Hersteller von Werkzeugmaschinen in Deutschland verfügt über eine herstellereigene Leasinggesellschaft zur Absatzfinanzierung. Dessen Produktpalette steht jedoch nicht in Konkurrenz zu den Produkten von DMG MORI. Insofern ist die DMG MORI Finance die einzige Leasinggesellschaft für die Art von Werkzeugmaschinen der DMG MORI in Deutschland.

DMF steht im Wettbewerb mit anderen Vollsortiment-Leasinggesellschaften und Kreditinstituten. Der in den Vorjahren beobachtete verstärkte Wettbewerb mit Kreditinstituten hat sich im Berichtsjahr fortgesetzt. Die Gesellschaft ist hier vermehrt, jedoch weiterhin selektiv, in den Preiswettbewerb eingestiegen. Durch den im Berichtsjahr weiter forcierten Ausbau des Netzwerkes der DMF in den Konzern von DMG MORI, hier insbesondere durch die Ausweitung des Finanzierungsgeschäftes in nunmehr 29 Ländern, die Präsenz bei Messen, den gemeinsamen Werbeauftritt, Hinweise auf die integrierte Finanzierungsgesellschaft beim Produktmarketing etc., ist die DMG MORI Finance für die Kunden eine interessante Alternative, um "alles aus einer Hand" zu erhalten.

c) Geschäftsverlauf

Das Neugeschäft der DMF hat sich in 2023 trotz der Nachwirkungen der vorangegangenen und aktuellen Krisen mit EUR 276 Mio. Finanzierungsvolumen erfreulich stabil entwickelt und ist trotz des schwachen konjunkturellen Umfeldes in Deutschland das zweihöchste der Firmengeschichte. Die Diversifikation der DMF über verschiedenste Branchen und Länder hinweg wirkt als stabilisierender Faktor. In 2023 ist DMF in 29 Ländern mit dem Cross-Border Geschäft aktiv. 45% unseres Vertragsbestands stammt von Kunden außerhalb von Deutschland. Hinzu kommt eine breite Streuung über verschiedenste, unabhängige Branchen, wie Luftfahrt, Medizin, Halbleiter, Automotive, Werkzeugmaschinenbau etc.

Auf dieser Basis konnte trotz der zunehmenden Wettbewerbsintensität die Penetrationsrate der DMF im Berichtsjahr bei über 20% gehalten werden (24,43% bezogen auf Stückzahl bzw. 20,11% bezogen auf Volumen).

Auf der anderen Seite ist unser Geschäftsverlauf 2023 maßgeblich durch die geldpolitische Straffung im Zuge der geopolitischen Instabilitäten beeinflusst worden. Durch diese haben sich die Refinanzierungskosten der DMF signifikant auf EUR 11,1 Mio. erhöht (+ 120,0% gegenüber Vorjahr). Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der hohen Wettbewerbsintensität in der Werkzeugmaschinenfinanzierung, in der sich Kreditinstitute, vornehmlich Hausbanken, in 2023 stark engagiert haben, wurde dieser Kostenanstieg nicht bzw. nur verzögert an den Markt weitergegeben. Daher konnte die Durchschnittsmarge der DMF im Vergleich zu den Vorjahren nicht gehalten werden mit entsprechender Auswirkung auf die Gesamtprofitabilität. Allerdings konnte der bereits in 2022 einsetzende Margenrückgang in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres erfolgreich umgekehrt werden. Auf der Grundlage einer Reihe von effektiven und aufeinander abgestimmten Maßnahmen verzeichnen wir wieder eine nachhaltig positive Margenentwicklungen.

4 Institut der deutschen Wirtschaft: Leasing-Marktbericht im Auftrag des BDL

d) Neugeschäft

Das Neugeschäft der DMF entwickelte sich durch die gemeinsame Vertriebsstruktur der OEM-Gesellschafter und den fortschreitenden Ausbau des Cross-Border-Geschäftes weiterhin positiv. Die Bemühungen der Gesellschaft, optimale Rahmenbedingungen unter einer ausreichenden Risikobetrachtung für die Kunden und deren Finanzierung zu gestalten, haben zu einem kontrahierten Neugeschäft von 42,7% über Plan beigetragen. Nach Vertragstypen stellt sich das aktivierte Neugeschäft wie folgt dar:

Anzahl Neugeschäft
2023 Stück 2022 Stück Veränderung %
Mietkaufverträge 319 309 3,24
Teilamortisationsverträge 557 557 0,00
Vermietungen 18 23 -21,74
894 889 0,56

Das aktivierte Neugeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr bezogen auf die Stückzahlen um 0,56% geringfügig auf 894 Einheiten erhöht. Die relative Verteilung der jeweiligen Vertragstypen blieb im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr konstant. Somit stellen die Teilamortisationsverträge weiterhin die stärkste Kraft dar.

Das kontrahierte Neugeschäftsvolumen in EURO verringerte sich auf hohem Niveau im Vergleich zum Vorjahr (EUR 306 Mio.) um 10% auf EUR 276 Mio. Das aktivierte Neugeschäftsvolumen lag mit EUR 283 Mio. um 16% deutlich über dem Vorjahr (EUR 243 Mio.). Die Differenz des aktivierten zum kontrahierten Neugeschäftsvolumen begründet sich insbesondere durch kürzere Lieferzeiten der Hersteller und spiegelt sich im Wesentlichen in einem im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Lieferüberhang von EUR 190 Mio. (Vorjahr: EUR 231 Mio.) wider.

Zusammenfassend hat sich das Neugeschäft weiter positiv entwickelt.

e) Vermögenslage

Die langfristigen Objektwerte des Vermietvermögens und die nicht fälligen Forderungen aus kontrahierten Mietkaufverträgen sind mit 97% der Bilanzsumme (Vorjahr: 95%) weiterhin die bedeutendsten Positionen der Vermögenswerte.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Posten der Vermögenslage
Leasing- und Mietvermögen 584.884 522.095
Forderungen aus Mietkaufverträgen (nicht fällig) 264.632 216.081
Forderungen an Kreditinstitute 5.071 3.227
Bilanzsumme 876.730 773.189

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,4% erhöht, was im Wesentlichen auf die in Folge des gestiegenen Neugeschäftes dann gestiegenen Neuaktivierungen von Verträgen zurückzuführen ist. Das Miet- und Leasingvermögen konnte von TEUR 522.095 auf TEUR 584.884 und somit um 12,0% gesteigert werden. Der Bestand an nicht fälligen Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 264.632 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 216.081, was einer Erhöhung von 22,5% entspricht.

Die Vermögenslage ist geordnet.

f) Finanzlage

Als Beteiligungsunternehmen der DMG MORI CO., Ltd. partizipiert DMF an deren Konzernstruktur. Die Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC) ist eine der Hausbanken von DMG MORI CO., LTD. und Gesellschafterin Sumitomo Mitsui Finance and Leasing Company, Limited.

Aus diesem Grund liegt es für DMF nahe, SMBC als Geschäftsbank und Haupt-Refinanzierer einzusetzen. Zusätzlich bestehen Kredite und freie Kreditlinien bei deutschen Banken und bei einer japanischen Auslandsbank in Deutschland. Zum Stichtag und auch unterjährig stehen insgesamt ausreichende und verschiedene Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Aufnahme neuer Refinanzierungslinien ist mit der Neugeschäftsplanung abgestimmt. Die Zusammensetzung, Höhe und Veränderungen der Refinanzierungslinien sind von vertraglichen Konditionen abhängig. Die seitens der SMBC zur Verfügung gestellten Kreditlinien können in einzelnen Tranchen zur fristenkongruenten Refinanzierung abgerufen werden, auch im Falle einer Refinanzierung in Fremdwährung, wie US-Dollar, Pfund Sterling, Schweizer Franken und Japanische Yen.

Die Liquiditätslage ist durch die Kreditrahmen und die weiteren Refinanzierungsmöglichkeiten abgesichert. Die Art und die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten können dem Anhang entnommen werden. Die Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 812.348 (Vorjahr: TEUR 697.996) und Verbindlichkeiten gegenüber den Werkzeugmaschinenherstellern TEUR 13.832 (Vorjahr: TEUR 25.703) zusammen.

Verbindlichkeiten gegenüber Refinanzierungspartnern werden entsprechend vertraglicher Vereinbarung und Verbindlichkeiten gegenüber Herstellern gemäß Zahlungsziel zurückgeführt. Fremdwährungsverbindlichkeiten liegen im Wesentlichen in britischen Pfund im Gegenwert von TEUR 79.199 (Vorjahr: TEUR 71.134), in Schweizer Franken im Gegenwert von TEUR 30.090 (Vorjahr: TEUR 26.092), in US-Dollar im Gegenwert von TEUR 33.700 (Vorjahr: TEUR 10.002) und in Japanische YEN im Gegenwert von TEUR 1.286 (Vorjahr: TEUR 0) vor.

Die Finanzlage ist geordnet.

g) Ertragslage

Die wesentlichen Eckdaten der Ertragslage stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Leasingergebnis 121.574 100.949
Zinsergebnis -8.404 -1.121
Provisionsergebnis -1.002 -862
Sonstige betriebliche Erträge 1.958 1.680
Abschreibungen auf Leasing- und Vermietvermögen -103.465 -89.037
Personalaufwand -6.539 -5.916
Andere Verwaltungsaufwendungen -3.563 -2.348
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge -865 2.849
Nettorisikoaufwendungen -58 -533
Betriebsergebnis nach Risikovorsorge -923 2.316
Jahresfehlbetrag -1.745 1.368

Der Anstieg des Leasingergebnisses resultiert nahezu ausschließlich aus dem Anstieg der Erträge aus Leasing- und Mietraten. Das Neugeschäft bei Mietkaufverträgen schlägt sich im Leasingergebnis nicht nieder. Die Erträge aus dem Mietkaufgeschäft, die nicht im Zusammenhang mit An- und Verkauf der Objekte stehen, haben Zinscharakter und werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Refinanzierungskosten (Zinsaufwendungen) betrugen insgesamt TEUR 20.398 und haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (+120%; Vorjahr: TEUR 9.273). Aufgrund des weiterhin hohen Neugeschäfts, des daraus resultierenden hohen Refinanzierungsbedarfes und der weiterhin sehr angespannten Lage auf dem Kapitalmarkt hat sich der Zinsaufwand um TEUR 11.125 gegenüber dem Vorjahr signifikant erhöht. Diesen stehen um TEUR 3.841 gestiegene Zinserträge, überwiegend aus dem Mietkaufgeschäft, gegenüber, so dass sich insgesamt das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.284 deutlich verschlechtert hat.

Die Provisionsaufwendungen stehen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der Vermittlung von Neugeschäft und sind im Berichtsjahr um TEUR 139 bzw. 16% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen spiegelt sich die Besonderheit der Gesellschaft als Absatzfinanzierungsgesellschaft wider. DMG MORI Finance kontrahiert mit Kunden, um den Verkauf von Werkzeugmaschinen zu fördern bzw. den Gesellschaftern den Markteintritt bei speziellen Kunden zu ermöglichen. Um das Risiko für die Gesellschaft zu minimieren, werden mit den Herstellern in begrenzten, ausgewählten Fällen Rückkaufgarantien bzw. so genannte First-Loss-Garantien abgeschlossen. Die Erträge aus Inanspruchnahmen dieser Garantien werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Entwicklung dieser Position liegt aus Sicht der Gesellschaft im Rahmen der Geschäftsentwicklung. Ferner werden Nutzungsentschädigungen im Rahmen von Insolvenzen oder Sanierungsmaßnahmen, bei denen der Geschäftsbetrieb des Kunden weitergeführt wird, unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und nicht unter dem Leasing- bzw. Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Abschreibungen auf Leasing- und Vermietvermögen erhöhten sich geschäftsvolumenbedingt.

Die Steigerung des Personalaufwands ist im Wesentlichen in der turnusmäßigen Gehaltserhöhung und dem planmäßigen Ausbau des in 2019 eingeführten Programms zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) begründet. Der Ausbau der bAV ist auf einen Zeitraum von 6 Jahren bis Ende 2024 ausgelegt.

Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert vor allem aus gestiegenen IT-Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem im Vorjahr neu eingeführten ERP-System sowie höheren Beratungskosten, hauptsächlich durch den weiteren Ausbau unseres Cross-Border-Geschäftes.

Das Kundenportfolio der DMF ist, mit Ausnahme der Branchenzugehörigkeit, sehr granular verteilt. Die bereinigte Nettorisikovorsorge kann, in Anhängigkeit des Neugeschäftes, im Ergebnis als weitgehend stabil angesehen werden. Schwankungen resultieren in Einzelfällen aus insolventen Kunden. Im Geschäftsjahr ergab sich im Vergleich zum Vorjahr eine Auflösung der Risikovorsorge in Höhe von TEUR 357 (Vorjahr Aufwand Risikovorsorge: TEUR 533). Die Auflösung der Risikovorsorge im Jahr 2023 wurde unter Beachtung der Vorgaben des IDW RS BFA 7 zur Bildung von Pauschalwertberichtigungen für das latente Kreditrisiko im Kreditgeschäft durchgeführt

Auf die Beteiligung an unserer Tochtergesellschaft DMF Frankreich wurde mit Blick auf die Auflösung der Gesellschaft in Q1 2024 eine Abschreibung aufgrund dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 415 vorgenommen.

Im Geschäftsjahr beträgt die Gewerbesteuer unverändert 13,825% (Hebesatz seit November 2022 395%). Der Steuersatz für die Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlages ist unverändert geblieben.

Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge fällt nach einem Vorjahresergebnis von TEUR 2.316 mit TEUR -923 negativ aus. Zwar wurde das Ergebnis durch ein hohes Aktivierungsvolumen im Jahresverlauf positiv beeinflusst. Allerdings lag der Rohertrag TEUR 624 bzw. 5,7% unter dem Vorjahr, insbesondere auf Grund signifikant gestiegener Refinanzierungskosten. Daneben haben gestiegene IT-Kosten für unser neues ERP-System und der damit verbundenen deutlichen Erhöhung der Abschreibung auf die immateriellen Anlagewerte, die oben erwähnte außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der DMF Frankreich sowie höhere laufende Aufwendungen für unsere Auslandsmärkte das Betriebsergebnis belastet. Nach Zuführung zu den passiven latenten Steuern weist die DMF für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR -1.745 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 1.368).

Die Ertragslage hat sich aufgrund der oben genannten Einflussfaktoren nicht wie ursprünglich geplant entwickelt.

h) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
Eigenkapitalrendite nach Steuern % -6,22 4,59
Jahresfehlbetrag TEUR -1.745 1.368
EBT TEUR -923 2.316
Neugeschäft (aktiviert) TEUR 282.940 243.253

Mit Blick auf das Neugeschäft sind wir mit der Entwicklung im Geschäftsjahr zufrieden. Das aktivierte Neugeschäft liegt ca. 9% über Plan. Unsere Ziele hinsichtlich der weiteren Leistungsindikatoren konnten wir nicht erreichen. Bezüglich der Gründe für das negative Jahresergebnis verweisen wir auf das Kapitel zur Ertragslage. Wir haben bereits im Geschäftsjahr 2023 Maßnahmen zur Reduzierung der Refinanzierungs- und Verwaltungskosten sowie zur Verbesserung von Ertrags- und Einkommenskomponenten ergriffen, die sich in 2024 in verbesserten finanziellen Leistungsindikatoren widerspiegeln werden.

i) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Entwicklung des Kundenstamms

Der Kundenkreis setzt sich überwiegend aus klein- und mittelständischen Unternehmen zusammen. Die Kunden sind zu ca. 55% auf Deutschland verteilt, der Rest im Wesentlichen im europäischen Ausland. DMF gewinnt weiterhin Neukunden hinzu, während viele Bestandskunden von den Leistungen der Gesellschaft überzeugt sind und Anschlussverträge bzw. neue Verträge abschließen.

Unternehmensleitbild

Unser Unternehmensleitbild ist auf einen hohen Marktanteil in den für DMG MORI relevanten Absatzmärkten ausgerichtet. Wir verstehen uns als kompetenter Ansprechpartner für Unternehmen mit Finanzierungsbedarf für Werkzeugmaschinen. Kompetenz, Fairness und Vertrauen sind unsere herausragenden und gelebten Werte.

Belegschaft

Wir verfügen über sehr gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit dies so bleibt, sehen wir es als moderner und verantwortungsvoller Arbeitgeber als wichtige Aufgabe an, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neben interessanten und fordernden Aufgaben sowie einem attraktiven Arbeitsumfeld und flexiblen Arbeitszeiten auch eine leistungsgerechte Vergütung anzubieten. Sie werden unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion gefördert. Die Frauenquote beträgt zum Jahresende 42% (Vorjahr: 45%).

3. Risikobericht

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a S. 1 KWG und unterliegt somit der laufenden Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Die Aufsicht beinhaltet unter anderem die Erfüllung der Anforderungen an das Risikomanagement gemäß § 25a KWG und den MaRisk, in der letzten Fassung vom 29.06.2023, bei deren Umsetzung sich die Gesellschaft an Art, Umfang und Risikogehalt orientiert. Der neuen MaRisk-Novelle Rechnung tragend beschäftigt sich die DMF mit der Verankerung der ESG-Thematik und ihrem fortgesetzten Ausbau in der Gesellschaft.

Das Risikomanagement basiert auf einem umfassenden Reporting und Monitoringsystem, das alle wesentlichen Bereiche des Unternehmens umfasst. Es beinhaltet, "real-time" Informationen aus dem Data Warehouse der DMF (aufbereitet über Power BI) oder dem Credit Application Manager, CAM, die tagesaktuell zur Verfügung stehen sowie Wochen-, Monats- und Quartalsberichte zur wirtschaftlichen Entwicklung, Risikosituation und die für DMF relevanten regulatorischen Anforderungen. Das Monitoring und die Steuerung von Kosten- und Profitabilitätskennzahlen bilden einen besonderen Schwerpunkt. Daneben sind unter anderem die Entwicklung des Neu- und Bestandsgeschäftes, die Bonitätsentwicklung der Bestandskunden sowie Bilanz- und GuV-Kennzahlen Bestandteile des Monatsreporting, das regelmäßig mit Vertretern des Beirats der Gesellschaft erörtert wird.

Die interne Liquiditätsplanung wird auf Basis der Geschäfts- und Risikostrategie über einen Planungshorizont von mehreren Jahren erstellt und dient als Grundlage für die Planung der Kreditlinien und Gesprächen mit refinanzierenden Instituten. So wird sichergestellt, dass für die Bedienung der finanziellen Verbindlichkeiten jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen - die Zahlungsfähigkeit entsprechend immer gegeben ist.

Die Gesellschaft erstellt anlassbezogen und mindestens jährlich eine Risikoinventur. Diese umfasst anhand der Geschäftsaktivitäten, unterteilt in Teilrisiken, alle Risiken (unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen), die Ziele der Risikosteuerung sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Risikosteuerung. Hauptsächliches Ziel der Risikoinventur ist die Identifizierung von Risiken, die in einer Risikomatrix mit "hoch" eingestuft sind, um Strategien zu deren Vermeidung bzw. Reduktion zu implementieren. Innerhalb der Risikoinventur sind die Adressenausfallrisiken, die operationellen Risiken, die Marktpreisrisiken, die Liquiditätsrisiken sowie die sonstigen Risiken als wesentlich eingestuft.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung ist so aufgebaut, dass jederzeit erkennbar ist, ob die wesentlichen Risiken unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind. Bei der regelmäßig sowie anlassbezogenen Berechnung von Stressszenarien werden außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse erfasst. Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr sowie zum Stichtag immer gegeben.

In regelmäßigen Abständen werden die in der Risikoinventur klassifizierten Risiken und die in der Risikotragfähigkeit ermittelten Werte den tatsächlichen Werten gegenübergestellt. Somit ist sichergestellt, dass frühzeitig Maßnahmen zur Risikosteuerung bzw. -vermeidung eingeleitet werden können. Weiterhin erstellt der Risikomanager vierteljährlich einen Risikobericht unter Hervorhebung der Risikokennzahlen und deren Entwicklung sowie den Erkenntnissen aus dem Risikofrüherkennungsverfahren.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird ein inverser Stresstest durchgeführt, bei dem die DMF untersucht, welche Ereignisse zu einer existenzgefährdenden Entwicklung führen können. Die als kritisch eingestuften Ereignisse werden genauer betrachtet und gegebenenfalls Lösungsansätze abgeleitet.

• Adressenausfallrisiken

Das Kernrisiko ist das Adressenausfallrisiko. Das Adressenausfallrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das im Rahmen der Risikotragfähigkeit ermittelte Limit wurde im Geschäftsjahr nur geringfügig beansprucht. Zum Stichtag lag die Auslastung des Limits in Höhe von EUR 53,8 Mio. bei 3%.

Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken auf Ebene des Kundenengagements setzt DMF insbesondere entsprechende Abfragen der Creditreform und gegebenenfalls ausländischen Auskunfteien, und - bei Bestandskunden - zusätzlich eigene Zahlungserfahrungen ein. Die Gesellschaft hat in 2020 ein Credit-Application-Management-Standardtool zur Verbesserung der Bonitätseinschätzung eingeführt, um das Adressenausfallrisiko weiter zu mindern. Die zuvor verwendete Kreditentscheidungsmethodik wurde in dieses System überführt.

Im Rahmen der Angebotserstellung erfolgt für jeden Kunden eine Bonitätsprüfung mit Hilfe der Abfrage von Creditreform-Auskünften und eines internen Bilanzanalyse- und Bewertungstools. Die laufende Überwachung beinhaltet, neben regelmäßigen Besuchen der Kunden, das Mahnwesen sowie automatische Informationen über Veränderungen der Bonität durch die Creditreform. Eine Risikoklassifizierung der Engagements qualifiziert und quantifiziert die daraus resultierenden Risiken.

• Operationelle Risiken

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht definiert das operationelle Risiko als "die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten". Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, beinhaltet aber nicht strategische oder Reputationsrisiken.

Um diesem Risiko entgegenzutreten, setzt die Gesellschaft insbesondere auf standardisierte Vertragsgestaltungen. Weiterhin ist der gesamte Maschinenbestand entweder direkt durch die Kunden oder durch die Gesellschaft entsprechend versichert. Zudem lässt sich DMF in rechtlichen und steuerlichen Fragen durch entsprechende Spezialisten beraten. Des Weiteren wird von der DMF eine Schadensfalldatenbank geführt.

Bei den operationellen Risiken lag die Auslastung des Risikolimits unterjährig bei maximal 60%. Zum Stichtag wurde das Limit von EUR 7,7 Mio. zu 46% beansprucht.

• Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Währungsrisiko, das Restwertrisiko aus der Objektverwertung sowie das Risiko aus außerordentlichen Vertragsbeendigungen. Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden Verträge in Japanische Yen zusätzlich zu den Schweizer Franken-Verträgen, US-Dollar-Verträgen und Pfund Sterling-Verträgen in Fremdwährung abgeschlossen. Das Währungsrisiko wird hier durch laufzeitkongruente Refinanzierungen in US-Dollar, Pfund Sterling, Schweizer Franken und Japanische Yen minimiert.

Die Refinanzierung in EUR erfolgt überwiegend über Kreditlinien bei der SMBC und von der SMBC arrangierten syndizierten Darlehen. Aus diesen Kreditlinien werden entsprechende Tranchen abgerufen. Zusätzlich besteht eine Kreditlinie bei einer deutschen Bank zur Refinanzierung von Inlandsgeschäften in Höhe von EUR 30 Mio. sowie weitere Kredite, die zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 54,75 Mio. in Anspruch genommen wurden. Des Weiteren bestehen bilaterale Darlehen mit einer Auslandsbank, die zum 31.12.2023 mit EUR 78,75 Mio. (Vorjahr: EUR 78,75 Mio.) valutierten. Der Zinssatz orientiert sich an dem im Zeitpunkt der Kreditzeichnung aktuellen Kreditmarktzins. Das Zinsänderungsrisiko wird durch die fristenkongruente Refinanzierung und durch die in den Vertragsklauseln verankerte Möglichkeit der Zinsanpassung vor Vertragsaktivierung minimiert.

Das Restwertrisiko ist aufgrund der engen Beziehung zu den Herstellern und der daraus resultierenden Einschätzung zur Vermarktung gebrauchter Objekte verhältnismäßig gering. Durch die Spezialisierung der Gesellschaft in Finanzprodukte für DMG MORI sind die Werteverläufe der Objekte bekannt. Zusätzlich kann sich die DMF des Gebrauchtmaschinen-Verkaufsnetzwerks der Gesellschafter bedienen. Im grenzüberschreitenden Geschäft hat die Gesellschaft in wesentlichen Märkten zum Teil weitreichende Remarketing-Unterstützung durch die lokalen Hersteller-Vertriebsgesellschaften. Weiterhin wird dem Restwertrisiko aus der Objektverwertung durch vertraglich geregelte Andienungsrechte bzw. über Verlängerungen des Vertrages entgegengetreten. Aus dem Vertragsbestand resultierende Ausfallrisiken werden durch deren Analysen erfasst und durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen auf Forderungen und Abschreibungen auf das Leasingvermögen wegen dauernder Wertminderung (Teilwertabschreibungen) vorausschauend abgesichert. In Einzelfällen sind die Restwertrisiken durch Vereinbarungen mit den Maschinenherstellern abgesichert. Da die Werkzeugmaschinen ausgesprochen werthaltig sind, die Remarketing-Prozesskette professionell organisiert ist und diese Prozesse im Geschäftsjahr weiter optimiert wurden, ist das Objektrisiko im Verhältnis zum Adressenausfallrisiko von untergeordneter Bedeutung.

Die Auslastung des Risikolimits lag unterjährig unter 20%. Zum Stichtag wurde das Limit von EUR 7,7 Mio. zu 18% beansprucht.

• Sonstige Risiken

Sonstige Risiken werden im Wesentlichen in strategischen und Geschäftsrisiken gesehen.

Das strategische Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung und aufgrund der veränderten Gesellschafterstruktur ergeben. Strategische Risiken resultieren zudem aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage und geschäftspolitischen Entscheidungen der Gesellschafter mit negativem Effekt auf die Qualität und Schnelligkeit der Annahmepolitik der Gesellschaft.

Die Steuerung strategischer Risiken basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen. Grundlage hierfür ist die strategische sowie die operative Planung. Die Zielerreichung wird durch ein monatliches Reporting der wesentlichen Erfolgsfaktoren überwacht.

Das Risikolimit wurde im Geschäftsjahr nur geringfügig zu maximal 9% beansprucht. Zum Stichtag lag die Auslastung des Limits in Höhe von EUR 7,7 Mio. ebenso bei 9%.

• Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass finanzielle Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen bzw. kein neues Kapital für das Wachstum bereitgestellt werden kann. Durch die vorhandenen Kreditlinien, die weiteren Refinanzierungslinien und die freien Guthaben, die zusammen eine freie Liquidität von EUR 112 Mio. (Vorjahr: EUR 139 Mio.) zum Bilanzstichtag darstellen und entsprechend dem geplanten Wachstum der Gesellschaft zur Verfügung stehen, ist die Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft für das nächste Jahr gesichert. Zusätzlich hierzu steht der Gesellschaft seit Anfang Januar 2024 eine Refinanzierungslinie aus einem syndizierten Kredit in Höhe von EUR 100 Mio. zur Verfügung. Im Rahmen der Optimierung der Refinanzierungslösungen plant die Gesellschaft das Aufsetzen einer Asset-Backed-Security-Struktur für das Jahr 2024. Die zukünftigen Mittelab- und Mittelzuflüsse sind in einer Liquiditätsplanung und Liquiditätsvorschau nachgehalten.

Zum Management möglicher Verluste aus rückläufigen Marktwerten unsere Maschinen wurde neben der Ausweitung der Lagerkapazitäten bei unserem Vermarktungspartner DMG MORI Used Machines GmbH ein Außenlager bei unserem Logistiker und ein zusätzliches Außenlager mit Verkaufsraum der DMF angemietet. Damit wurde der zeitliche Druck aus der Vermarktung vermehrter Maschinenrückläufer genommen. Der Asset Manager der DMF vermarktet u.a. auch direkt aus dem Außenlager an Interessenten. Darüber hinaus hat sich die langjährige Vermarktungsstrategie mit hochwertiger Reparatur und Instandsetzung der Gebrauchtmaschinen zur Erzielung höchstmöglicher Verwertungserlöse bewährt.

4. Prognosebericht

Für das laufende Jahr 2024 revidieren die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten ihre Prognose deutlich nach unten und erwarten einen Zuwachs der Wirtschaftsleitung in Deutschland von nur noch 0,1%. Im Herbstgutachten standen noch 1,3% in Aussicht. Für das kommenden Jahr 2025 belassen sie die Prognose mit plus 1,4% nahezu unverändert.

Im laufenden Jahr avanciert der private Konsum zur wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur, im kommenden Jahr vermehrt das Auslandsgeschäft. Derzeit bewegt sich die Wirtschaftsleitung auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liegt.

Die Effektivverdienste werden in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich um 4,6 bzw. 3,4% steigen und die Reallohnverluste aus den Jahren 2022 und 2023 langsam wieder aufholen. Insgesamt erwarten die Institute einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3% im laufenden und um 1,8% im kommenden Jahr. Bereinigt um den dämpfenden Effekt der Energiepreise ergeben sich Kerninflationsraten von 2,8 (2024) und 2,3% (2025).

Insgesamt dürften die privaten Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge im Jahr 2024 um 3,2% abnehmen. Vor dem Hintergrund der sich verbessernden Finanzierungsbedingungen erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute für das kommende Jahr 2025 einen Anstieg der privaten Ausrüstungsinvestitionen um 1,4%. Deutliche Impulse für die Ausrüstungsinvestitionen werden von der öffentlichen Hand erwartet. Im Zuge der Digitalisierung und Dekarbonisierung der Wirtschaft dürften die Investitionen in diesen Segmenten robust ausgeweitet werden und um 0,9% in diesem Jahr und im Jahr 2025 um 1,8% zulegen. Insgesamt wird ein Rückgang der gesamtem Ausrüstungsinvestitionen um 1,8% in 2024 erwartet sowie ein Zuwachs um 3,3% in 2025 5.

Durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit und eine Verstärkung der Präsenz der DMF bei den Vertriebsgesellschaften planen wir unseren Finanzierungsanteil an verkauften Werkzeugmaschinen der Gesellschafter dauerhaft über durchschnittlich 20% zu halten. Des Weiteren planen wir gezieltes Zusatzgeschäft durch die Finanzierung von sonstigen Maschineninvestitionen unserer Bestandskunden.

5 Gemeinschaftsdiagnose (Frühjahrsgutachten) 2024 der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute

Um Finanzierungen in weiteren Ländern, in denen die Gesellschafter mit Vertriebsgesellschaften vertreten sind, anbieten zu können, planen wir das Cross-Border-Finanzierungsgeschäft weiterhin gezielt auszubauen.

Allgemein kann festgehalten werden, dass sich die Gesellschaft weiterhin Wettbewerbern mit insbesondere nach dem rapiden Zinsanstieg nochmals günstigeren Finanzierungszinsätzen konfrontiert sieht, weshalb der Margendruck in 2024 und nach 2025 hinein weiterhin hoch sein wird. Die DMF hat bereits im Geschäftsjahr 2023 geeignete Maßnahmen insbesondere zur Reduzierung der Refinanzierungs- und Verwaltungskosten eingeleitet, um dem Margendruck entgegenzuwirken. Mit deren Umsetzung erwarten wir bereits im laufenden Geschäftsjahr und fortgesetzt in 2025 eine nachhaltige Verbesserung der Gesamtprofitabilität.

Wie in den vergangenen Perioden stehen die Erwartungen unter der Unsicherheit der Risikoeinschätzung der Unternehmen. Wir haben die zu erwartenden Auswirkungen der auch im Jahr 2024 weiterhin anhaltenden geopolitischen Instabilitäten auf das Neugeschäft unserer Herstellergesellschafter antizipiert und gehen für das Geschäftsjahr 2024 von einem im Vergleich zu 2023 moderaten Rückgang des Finanzierungsneugeschäftes aus.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir vor dem Hintergrund der sich bereits in 2024 abzeichnenden verbesserten Finanzierungsbedingungen und dem Rückgang der Inflationsrate wieder einen Anstieg unseres Neugeschäfts auf das Niveau von 2023. Die im Zuge der Dekarbonisierung steigenden Investitionen in nachhaltige Wirtschaftsgüter und Anlagen zur klimaneutralen Energieproduktion werden das Neugeschäft der DMF als Finanzierer von Maschinen und Anlagen als wesentliche Produktionsmittel in diesem Segment nachhaltig stützen.

Der in 2023 erwartete Anstieg an Insolvenzen von Unternehmen aus unserem Portfolio ist trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgeblieben. Für das laufenden Geschäftsjahr rechnen wir trotz eines aktuell leichten Anstiegs der Insolvenzfälle im ersten Quartal mit einer stabilen Entwicklung der Unternehmensausfälle auf niedrigem Niveau.

Die IT-Systeme der Gesellschaft werden in den kommenden Jahren kontinuierlich an die Erfordernisse unseres Geschäftes angepasst und entsprechend optimiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Steigerung von Produktivität und Qualität unserer Dienstleistungen für Kunden und Gesellschafter sowie die Erfüllung regulatorischer Anforderungen.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und erwarten einen leicht positiven Jahresüberschuss sowie eine leicht positive Eigenkapitalrendite nach Steuern. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im europäischen Wirtschaftsraum und insbesondere in Deutschland planen wir das Neugeschäft stabil und auf gleichem Niveau wie im Vorjahr zu halten.

 

Filderstadt, 24. Mai 2024

DMG MORI Finance GmbH

Die Geschäftsführung

Manfred Wehrmann, Geschäftsführer

Dr. Martin Liehr, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DMG MORI Finance GmbH, Filderstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DMG MORI Finance GmbH, Filderstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DMG MORI Finance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 24. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Bauer, Wirtschaftsprüfer

Carina Mark, Wirtschaftsprüferin

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