Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 87147
Eingetragen
15.7.2019
Branche
Herstellung von gewirkter und gestrickter Wäsche (ohne Miederwaren)Herstellung von WäscheTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Die Herstellung von Miederwaren, Unterkleidung, Strumpfwaren, Badekleidung, Accessoires, Schmuck, Parfums und Kosmetika sowie der Handel mit diesen Erzeugnissen. Weiterhin ist Gegenstand des Unternehmens die Entwicklung, die Vermarktung und die Durchführung von Internetdienstleistungen, einschließlich e-commerce (dem Verkauf und dem Handel mit Waren über das Internet, insbesondere von Kleidung) und von marketingbezogenen Beratungsdienstleistungen für Marken und allen hiermit verbundenen Dienstleistungen, soweit sie nicht zulassungspfiichtig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Lutz
seit 11.2.2026
Prokura
Prokura
Léonore Turquin
seit 19.5.2022
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Chantelle Société AnonymeFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Chantelle Société Anonyme
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Chantelle Lingerie GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.511,33 220.026,80
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.410,49 36.410,49
187.921,82 256.437,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 5.482.424,56 5.070.446,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.298.591,41 1.927.944,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 105.890,58 264.102,98
- davon gegen Gesellschafter EUR 105.890,58 (i. Vj. EUR 264.102,98) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 257.095,52 1.661.577,51 82.988,62 2.275.035,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 399.481,99 434.717,54
7.543.484,06 7.780.199,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.598,97 31.562,84
7.771.004,85 8.068.200,12

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.472.674,22 7.472.674,22
III. Verlustvortrag -5.977.050,78 -5.075.354,46
IV. Jahresüberschuss 14.427,07 -901.696,32
1.535.050,51 1.520.623,44
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.101.438,02 1.363.172,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 308.002,55 143.155,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.366.132,61 4.798.519,68
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 4.271.958,65 (i. Vj. EUR 4.739.098,75) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 460.381,16 5.134.516,32 242.728,97 5.184.404,61
- davon aus Steuern EUR 225.562,06 (i. Vj. EUR 245.528,16) -
5.134.516,32 5.184.404,61
7.771.004,85 8.068.200,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 18.909.641,58 19.589.543,23
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.297.162,96 -4.258.158,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -895.246,15 -919.736,29
- davon für Altersversorgung EUR 76.061,46 (i. Vj. EUR 75.762,62) - -5.192.409,11 -5.177.894,44
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -147.224,17 -198.280,78
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.547.878,27 -15.122.641,93
5. Erstatette Steuern vom Einkommen und Ertrag 77,00 8.106,00
6. Ergebnis nach Steuern 22.207,03 -901.167,92
7. Sonstige Steuern -7.779,96 -528,40
8. Jahresüberschuss
(i. Vj. Jahresfehlbetrag) 14.427,07 -901.696,32

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.575.594,63 € 78.708,70 € 1.290,00 € 9.653.013,33 €
II Finanzanlagen
Anteile an verb. Unternehmen 36.410,49 € - € - € 36.410,49 €
9.612.005,12 € 78.708,70 € 1.290,00 € 9.689.423,82 €
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.355.567,83 € 147.224,17 € 1.290,00 € 9.501.502,00 €
II Finanzanlagen
Anteile an verb. Unternehmen - € - € - € - €
9.355.567,83 € 147.224,17 € 1.290,00 € 9.501.502,00 €
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.511,33 € 220.026,80 €
II Finanzanlagen
Anteile an verb. Unternehmen 36.410,49 € 36.410,49 €
187.921,82 € 256.437,29 €

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkosten-verfahrens zugrunde gelegt. Der Abschluss wird im Geschäftsjahr 2023 erstmalig nicht unter der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden an diese Struktur angepasst.

Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Verbindlichkeiten werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang und nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Chantelle Lingerie GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 87147

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibung der Investitionen in die Ladenlokale orientiert sich entweder an der Laufzeit der jeweiligen Mietverträge oder an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist.

Die Abschreibungsmethoden und betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear 3 - 13 Jahre

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Vorräte

Waren werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungs- und am Absatzmarkt sowie unter Berücksichtigung der Veräußerbarkeit der Bestände ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge (Einzelwertberichtigungen) vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 3,00 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt dabei mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 83) eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Kautionen).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Gesellschafter bestehen - wie im Vorjahr - ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 25 und wird zu 100 % von der Chantelle S.A., Cachan/Frankreich, gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der Chantelle S.A. und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 179), Kundenboni TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 90), Abschriftenbeteiligungen TEUR 619 (Vorjahr: TEUR 476), Mitarbeiterprämien TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 164), an Kunden zu gewährende Werbekostenzuschüsse TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 355), Urlaubsansprüche der Mitarbeiter TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 50) und Abfindungen TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 49) gebildet.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber dem Gesellschafter resultieren - wie im Vorjahr - vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mehrere Miet- und Leasingverträge für Geschäftsräume, Kraftfahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und vertragliche Vereinbarungen für die Renovierung, Aus- oder Umbau von Shop-Einrichtungen abgeschlossen. Die Verpflichtungen für die festen Grundmietzeiten und Aus- und Umbaukosten betragen für die nächsten Jahre:

TEUR
2024 816
2025 499
2026 320
nach 2027 243
1.878

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 89 Mitarbeiter, die ausschließlich Angestellte repräsentieren (Vorjahr: 91), beschäftigt. Es handelt sich um 69 weibliche (Vorjahr: 75) und 20 männliche Mitarbeiter (Vorjahr: 16).

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

Patrice Kretz, Cachan/Frankreich, CEO der Chantelle S.A, Cachan/Frankreich,

Patrick Juliana Vanthillo, Antwerpen/Belgien, hauptamtlicher Geschäftsführer der Chantelle Lingerie GmbH.

Die Angabe der Organbezüge wird unter Verweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Chantelle Lingerie GmbH, Düsseldorf, ist Mutterunternehmen für die SOFRA Textilvertrieb GmbH, Brunn am Gebirge/Österreich, i. S. d. § 290 HGB, die damit auch verbundenes Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB ist. Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile der SOFRA Textilvertrieb GmbH. Zum 31. Dezember 2023 betrug das Stammkapital der SOFRA Textilvertrieb GmbH unverändert zum Vorjahr TEUR 36. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 75). Die SOFRA Textilvertrieb GmbH erzielte einen Jahresgewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 3).

Konzernabschluss

Die Aufstellung eines Konzernabschlusses unterbleibt, weil die Gesellschaft von den größenabhängigen Befreiungen gemäß § 293 HGB Gebrauch macht.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Chantelle S.A., Cachan/Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann am Sitz der Konzernobergesellschaft eingesehen werden.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 14.427,07 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

 

Düsseldorf, den 12. April 2024

Chantelle Lingerie GmbH

Geschäftsführung

gez. Patrice Kretz

gez. Patrick Juliana Vanthillo

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Chantelle Lingerie GmbH (im Folgenden "Chantelle GmbH") ist eine Tochtergesellschaft der Chantelle S.A., Cachan (im Folgenden Chantelle S.A."), die ein französischer Hersteller von hochwertigen Markendesssous für die Marken Chantelle, Chantelle X, Passionata, Femilet, Darjeeling und Livera ist. Die Marken zeichnen sich durch eine hohe Bekanntheit und ein positives, hochwertiges Image beim Verbraucher aus.

Die Chantelle GmbH übernimmt den Vertrieb der Marken Chantelle, Chantelle X, Passionata und Femilet für Deutschland und Österreich. Der Vertrieb erfolgt selektiv über Kaufhäuser, Textilhäuser, den Facheinzelhandel sowie über den Direktversand und den Internethandel. Für die Marke Chantelle erfolgt der Vertrieb in großen Kaufhäusern auch selbstständig auf eigenen, angemieteten Verkaufsflächen ("Concession-Shops").

Die Chantelle GmbH hält 100 % der Anteile an der SOFRA Textilvertrieb GmbH, Brunn am Gebirge, Österreich. Diese übernimmt als Agent die Vertretung für den Vertrieb der Marken der Chantelle-Gruppe in Österreich und erhält dafür eine vereinbarte Umsatzprovision.

Wirtschaftsbericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. 1

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. 1

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. 1

Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im Jahr 2023 um 3,1 % gegenüber 2022, womit die reale Umsatzentwicklung erstmals seit 2013 rückläufig war. Dennoch war der reale Umsatz 2023 um 5,3 % höher als im Jahr 2019. Der nominale Umsatz blieb 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau (+0,1 %), nachdem er im Vorjahr einen besonders hohen Zuwachs (+8,8 %) verzeichnet hatte. Damit lag der nominale Umsatz 2023 um 18,5 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. 2

1 Quelle: DeStatis: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024

2 Quelle: TextilWirtschaft: Bericht vom 31.01.2024

Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real um 3,9 % und nominal um 0,4 % gegenüber 2022 zurück. Die Branche konnte insbesondere in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 sehr hohe Zuwächse verbuchen (+25,1 % bzw. 11,5 %), wohingegen die realen Umsätze in den folgenden zwei Jahren ebenfalls sanken. Infolgedessen waren die Umsätze 2023 real 12,0 % niedriger als im Jahr 2021, jedoch noch immer 22,8 % höher als im Jahr 2019. 2

Branchenentwicklung

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes legten die Umsätze im Einzelhandel mit Bekleidung im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2022 nominal um 2,9% zu. Und auch preisbereinigt verzeichneten die Statistiker mit plus 1,7% eine positive Entwicklung. 3

Eine negative reale Entwicklung wiesen hingegen die Umsätze im Versand- und Internet-Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, usw. auf. Während sie nominal 1,4% höher als im Vorjahr lagen, waren sie real 0,4% niedriger als 2022. 3

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Insgesamt haben sich die Umsätze mit dem Facheinzelhandel und den Key-Accounts für das Geschäftsjahr 2023 besser entwickelt, als erwartet. Auch der Onlinehandel hat sich im Geschäftsjahr 2023 gut entwickelt. Dies ist unter anderem auf eine sehr gute Lieferfähigkeit zurückzuführen.

Demgegenüber hat sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % vermindert. Dies ist zurückzuführen auf eine Änderung der Intercompany-Umlagen. Nähere Ausführungen hierzu folgen unter der Vermögens- und Finanzlage.

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter blieb annähernd gleich: 89 in 2023 und 91 in 2022. Der Personalaufwand hat sich dennoch leicht um TEUR 15 erhöht und beträgt insgesamt TEUR 5.192 (i. Vj. TEUR 5.178). Dies resultiert aus einer Erhöhung der Gehälter der Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.575 auf TEUR 13.548 gesunken. Dies beruht im Wesentlichen auf einer Verminderung und Verlagerung der Aufwendungen für Intercompany Rechnungen an die Chantelle S.A..

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 14 ab (i. Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 902).

2 Quelle: TextilWirtschaft: Bericht vom 31.01.2024

3 Quelle: DeStatis: Pressemitteilung Nr. 041 vom 31.01.2024

Für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte die Geschäftsführung eine moderate Umsatzsteigerung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 und erwartete einen geringfügigen Jahresüberschuss. Die Umsatzerlöse konnten in einem höheren Maße gesteigert werden, als prognostiziert. Die Erwartung hinsichtlich des Jahresergebnisses hat sich erfüllt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzanlage des Unternehmens zum 31. Dezember 2023 wird durch einen leichten Rückgang der Bilanzsumme von 3,7 % gekennzeichnet.

Die Abweichungen der Bilanz sind hauptsächlich auf die Entwicklung der Intercompany-Schulden und Forderungspositionen insgesamt zurückzuführen.

Der Warenbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 412 auf TEUR 5.482 (i. Vj. TEUR 5.070) erhöht. Ursächlich hierfür war, dass sich die Beschaffungs- und Lieferungssituation im Laufe des Jahres weiter verbessert hat und wir unsere Vorräte bedarfsgerecht aufstocken konnten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 1.299 (i. Vj. TEUR 1.928). Die Verminderung basiert auf einem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Forderungsmanagement.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 106 (i. Vj. TEUR 264) und betreffen Lieferungen und Leistungen inkl. Intercompany-Umlagen. Die Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus einer Verlagerung der Intercompany-Umlagen von der Chantelle GmbH zu unserer Muttergesellschaft der Chantelle S.A. im Laufe des Geschäftsjahres.

Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 399 (i. Vj. TEUR 435). Die Gesellschaft ist in das gruppenweite Cash-Pooling der Chantelle S.A. eingebunden.

Die Investitionen betrugen TEUR 104 (i.Vj. TEUR 182). Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 147 entgegen. Die Investitionen entfielen, wie in den Vorjahren, vor allem auf Shop-Einrichtungen. Die Finanzierung erfolgte aus den laufenden finanziellen Mitteln.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 5.135 (i. Vj. TEUR 5.184) und beinhalten mit TEUR 4.366 (i. Vj. TEUR 4.799) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die wesentlich aus dem Einkauf unserer Handelswaren resultieren.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 ist aufgrund des Jahresüberschusses sowie der gesunkenen Bilanzsumme von TEUR 297 von 18,9 % (i. Vj.) auf 19,8 % gestiegen.

Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Die Entwicklung der Gesellschaft in 2023 verlief positiv und wir konnten unsere Ziele, trotz eines intensiven Wettbewerbs und der Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf unsere Kunden, erreichen. Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir unter dem Absatz Prognosebericht einen Ausblick gegeben.

Chancen und Risikobericht

Chancen der künftigen Entwicklung

Die Entwicklung der Chantelle GmbH ist eingebunden in die strategische Ausrichtung der Chantelle-Gruppe. Im November 2023 hat die Chantelle S.A. bekanntgegeben, dass die Marke Passionata Anfang 2024 verkauft wird. Ziel der Chantelle-Gruppe ist es, unter der Dachmarke Chantelle die Aktivitäten neu zu ordnen und zu konzentrieren. Dies wird durch die Einführung neuer Produktserien und Kategorien, sowie der Erweiterung bestehender Produktserien und Kategorien unterstützt. Ziel ist es, unsere Position auf dem Markt für Chantelle weiter zu stärken und auszubauen.

Als weitere wesentliche Chancen sind die Steigerung der Umsätze im Onlinegeschäft (weiterer Ausbau des E-Commerce), die Sicherung der Lieferfähigkeit und Produktionsfähigkeit durch konzerneigene Produktionsstätten sowie die Akquise von neuen Kunden zu nennen.

Risiken der künftigen Entwicklung

Als wesentliche Risiken, die die Erreichung unserer geplanten Ziele gefährden könnten, sind insbesondere die folgenden wesentlichen Risiken zu nennen, welche in Ihrer Bedeutung absteigend benannt sind:

(1) Verkauf unserer Marke Passionata

(2) Lieferkettenprobleme

(3) Warenbezug

(4) Transport

(Punkt 3 + 4 jeweils in Hinsicht auf Abwicklung, Möglichkeiten und Preisgestaltung)

Der Verkauf unserer Marke Passionata wird sich auf den Absatz der Chantelle GmbH im Jahr 2024 auswirken.

Ferner bedingt unser Geschäftsmodell eine gewisse Abhängigkeit von der Muttergesellschaft Chantelle S.A., vor allem im Hinblick auf deren Funktion als Hauptlieferant.

Im Rahmen des Risikomanagement-Systems der Chantelle-Gruppe wird regelmäßig überprüft, ob wesentliche Risiken vorliegen. Vermeidbaren Risiken wird in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Konzerns durch entsprechende Maßnahmen begegnet.

Dem Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begegnet die Chantelle Lingerie durch ein aktives Forderungsmanagement.

Als weitere Risiken für die Erreichung unserer Ziele sind die weitere Entwicklung der Inflation und die Unwägbarkeiten und mögliche weitere Folgewirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine zu nennen.

Anhaltspunkte für die Gefährdung der Unternehmensfortführung liegen uns nicht vor. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Tätigkeit hinausgehen oder bestandsgefährdend sein könnten sind einzeln und kumulativ nicht erkennbar.

Prognosebericht

Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis und das Jahresergebnis. Deren Veränderung wurde bereits in obigen Abschnitten des Lageberichts dargestellt. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer Verminderung des Rohergebnis im niedrigen zweistelligen Prozent-Bereich aus und damit verbunden einem Verlust für das Geschäftsjahr im hohen zweistelligen TEUR-Bereich. Dies steht im Zusammenhang mit dem Verkauf unserer Marke Passionata und den daraus resultierenden geringeren Umsatzerlösen. Die Marke Chantelle wird diesen Rückgang im Geschäftsjahr 2024 nicht komplett ausgleichen können.

Durch die Konzentration auf unsere Kernmarke Chantelle und damit verbundenen Einführung neuer Produktserien und Kategorien entstehen neue Möglichkeiten unsere Marktposition mittelfristig zu stärken und langfristig auszubauen.

 

Düsseldorf, den 12. April 2024

Chantelle Lingerie GmbH, Düsseldorf

Geschäftsführung

gez. Patrice Kretz

gez. Patrick Juliana Vanthillo

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Chantelle Lingerie GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Chantelle Lingerie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Chantelle Lingerie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 12. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
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