Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 267020
Eingetragen
15.6.2021
Branche
Arztpraxen für AllgemeinmedizinErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Die Erbringung ärztlicher und nichtärztlicher Leistungen auf dem Gebiet der Inneren Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Schwerpunkte Hämatologie, internistische Onkologie und Leukämiediagnostik im Rahmen der ambulanten privatärztlichen und vertragsärztlichen Versorgung im gesetzlich zulässigen Umfang, insbesondere im Rahmen der Zulassung als Medizinisches Versorgungszentrum im Sinne des § 95 Abs. 1 SGB V, sowie im gesetzlich zulässigen Umfang die Bildung von Kooperationen mit ambulanten und stationären Leistungserbringern im Bereich des Gesundheitswesens, einschließlich der Durchführung von Selektivverträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

München
12.500 €
50.00%
Starnberg
12.500 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MLL MVZ GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MLL MVZ GmbH (im Weiteren "MLL") mit Sitz in München-Großhadern ist ein Medizinisches Versorgungszentrum. Die MLL MVZ GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 durch formwechselnde Umwandlung i. S. d. §§ 190 ff. UmwG identitätswahrend aus der MHP Münchner Hämatologiepraxis, München gegründet.

Die MLL MVZ erbringt ärztliche und nichtärztliche Leistungen auf dem Gebiet der Inneren Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Schwerpunkte Hämatologie, internistische Onkologie und Leukämiediagnostik. Die Leistungen werden im Rahmen der ambulanten privatärztlichen und vertragsärztlichen Versorgung erbracht - im gesetzlich zulässigen Umfang, insbesondere im Rahmen der Zulassung als Medizinisches Versorgungszentrum im Sinne des § 95 Abs. 1 SGB V sowie im gesetzlich zulässigen Umfang die Bildung von Kooperationen mit ambulanten und stationären Leistungserbringern im Bereich des Gesundheitswesens.

Die MLL MVZ betreibt unter Rückgriff auf die MLL Münchner Leukämielabor GmbH ein national und international arbeitendes Labor für die Diagnostik von Leukämien und Lymphomen. Die in der Unternehmensgruppe verankerte Expertise, Qualitätssicherung und Turnaround-Zeit garantieren optimale Untersuchungsverfahren bei der Verdachtsdiagnose auf eine Leukämie oder ein Lymphom.

Die MLL-Gruppe (bestehend aus MLL MVZ GmbH, München, MLL Münchner Leukämielabor GmbH, München, MLLi GmbH, München, und MLL Dx GmbH, München) stellt ein breites Diagnoseportfolio. Die Kombination der ineinandergreifenden Methoden der Zytomorphologie, Chromosomenanalyse, FISH, Immunphänotypisierung und einer Vielzahl von molekulargenetischen Untersuchungsverfahren ermöglicht es, ein umfassendes Bild der vorliegenden Erkrankung zu erstellen und im nächsten Schritt eine optimal zugeschnittene medizinische Behandlung für die Patient:innen zu gewährleisten. Die methodischen Diagnostikbereiche arbeiten darüber hinaus eng mit der bioinformatischen Abteilung der MLL-Gruppe zusammen. In der Bioinformatik werden u.a. computergestützte Analysen durchgeführt sowie die Organisation und Speicherung von biologischen Daten entwickelt und implementiert.

Der Schwerpunkt der MLL MVZ liegt in der Diagnostik, Therapie und Beratung von Patientinnen mit hämatologischen Erkrankungen.

Die Diagnostik der MLL MVZ umfasst:

- Blutentnahme

- Knochenmarkpunktion

- Pleurapunktion

- Aszitespunktion

- Liquorpunktion

Ultraschalluntersuchungen

- EKG

- ausführliche Beurteilung von Blut - und Knochenmarksproben sowie Liquor und Aszites in enger Kooperation und Absprache mit dem MLL Münchner Leukämielabor

- enge Kooperation mit anderen Diagnostikzentren und Speziallaboren

Für eine erfolgreiche Therapie kombiniert die MLL MVZ eine Vielzahl diagnostischer Methoden sowie moderner Geräte und Technologien:

- Chemotherapie, ggf. auch mittels tragbarer Pumpensysteme

- Antikörpertherapie

- Transfusionen von Blutprodukten wie Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentraten

- Aderlasstherapie

- Hormontherapien

- Bisphosphonat-Therapie bei Osteoporose oder Knochenmetastasierung

- Verabreichung von Immunglobulinen

- Schmerztherapie

- Behandlung von Komplikationen unter der Chemotherapie

- Organisation von parenteraler oder enteraler Ernährung (auch für zu Hause) Beratung und Betreuung von Patienten zusammen mit dem häuslichen Krankenpflegedienst und ihrem Hausarzt

- psychoonkologische Betreuung in enger Kooperation mit Praxen für Psychotherapie und Psychoonkologie

- Teilnahme an verschiedenen Therapieoptimierungsstudien für Leukämien und Lymphome

Der Beschaffungsmarkt entfällt auf medizintechnische Lieferanten sowie Dienstleister. Notwendige Einsatzfaktoren für die Durchführung der Geschäftstätigkeit sind fachkundige Mitarbeiter sowie der Bezug von Reagenzien.

Die MLL MVZ nutzt die MLL Münchner Leukämielabor GmbH für alle im Zuge von Behandlungen ihrer Patient:innen anfallenden Laboranalysen, soweit dies gesetzlich und für die Zwecke der Abrechnung ärztlicher Leistungen möglich ist und MLL die entsprechenden Analysekapazitäten bereitstellt.

Für die Steuerung beobachtet die Unternehmensleitung eine Reihe von Frühindikatoren. Dadurch kann sich die MLL MVZ rechtzeitig und mit geeigneten Maßnahmen auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen.

Die wichtigsten externen Einflussfaktoren für das Geschäft des Unternehmens sind die Entwicklung der Anzahl der eingesandten Proben, die wiederum von gesamtwirtschaftlichen bzw. gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen sowie Fortschritten in der Forschung, Diagnose und Behandlung der hämatologischen Erkrankungen abhängen.

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft auf:

- Umsatzerlöse

- Rohgewinn

- EBITDA

Zum Ziele eines verbesserten Einblicks in die Ertragslage des Unternehmens wird als "Earnings" bei EBT, EBIT und EBITDA das Ergebnis nach Steuern herangezogen. Die aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführten Gewinne (stille Gesellschaft) werden somit nicht in Abzug gebracht und als Teil der Gewinnverwendung betrachtet.

Der Rohgewinn berechnet sich aus dem Betriebsergebnis zuzüglich Personalaufwand, Abschreibungen und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen laut GuV-Rechnung und abzüglich des neutralen Aufwands (Aufwand aus der Anpassung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen und sonstige neutrale Aufwendungen).

Das Betriebsergebnis berechnet sich aus dem EBIT abzüglich dem neutralen Ergebnis (neutralen Ergebnis = neutraler Ertrag (Erträge aus Anpassung von Rückstellungen und sonstige neutrale Erträge) ./. neutraler Aufwand (Aufwand aus der Anpassung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen und sonstige neutrale Aufwendungen).

Im Rahmen von Qualitätssicherungsmaßnahmen nimmt die Gesellschaft regelmäßig an externen Qualitätssicherungsprogrammen der folgenden Anbieter teil:

- INSTAND e.V.

- UK NEQAS

- College of American Pathologists (CAP)

- Berufsverband Deutscher Humangenetiker e.V. (BVDH)

- Gen QA

- European Society for Clinical Cell Analysis (ESCCA)

- Referenzinstitut für Bioanalytik (RfB)

- European Research Initiative an CLL (ERIC)

- MDS Foundation, inc.

Die MLL MVZ ist nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert und hält sich strikt an die Vorgaben der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung sowie an die EU-Verordnung für In-vitro-Diagnostika (IVDR).

Die Akkreditierungsurkunden sind auf der Homepage der Gesellschaft hinterlegt.

2. Forschung und Entwicklung

Die MLL MVZ nimmt an der folgenden klinischen Studie als aktives Studienzentrum teil:

- Deutsche Hodgkin Lymphom Studie (German Hodgkin Study Group - GHSG), Uniklinik Köln

Zudem verfolgen die MLL MVZ und die MLL Münchner Leukämielabor GmbH in enger Zusammenarbeit Forschungsprojekte im Rahmen der Diagnostik von bösartigen Bluterkrankungen und Lymphomen. Ziel ist es, die Diagnostik und die Nachsorgeuntersuchungen bei Leukämie- und Lymphomerkrankungen sicherer, schneller und noch therapierelevanter zu machen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat im Jahre 2023 um 3,9 Prozent zugelegt im Vergleich zu 3,2% im Vorjahr und hat sich trotz der der geopolitischen Risiken als robust gezeigt1. Die konjunkturelle Entwicklung wurde durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. Einen Schub gab es aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, vor allem den Vereinigten Staaten. Die umfangreichen fiskalpolitischen Impulse der Jahre 2020 bis 2022 stützten weiterhin den privaten Konsum und die Unternehmensinvestitionen. Unter den Schwellenländern trug China maßgeblich zum Wachstum bei. 2 Die europäische Wirtschaft hingegen trat auf der Stelle, gebremst von der Energiepreiskrise und der restriktiven Geldpolitik. Der Euroraum trug mit 0,5 Prozent nur wenig zum Wachstum der Weltwirtschaft 2023 bei.3 Die deutsche Wirtschaftsleistung ist gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWI) im Jahre 2023 um 0,3% zurückgegangen. Die Abnahme der Wirtschaftsleistung ist auf die Folgen des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und eines hohen Krankenstands zurückzuführen.

1 DIW/Konjunkturprognose (Wochenbericht 10/2024, S. 145-156)

2 DIW/Konjunkturprognose (Wochenbericht 10/2024, S. 145-156))

3 DIW/Konjunkturprognose (Wochenbericht 10/2024, S. 145-156)

Gleichzeitig steht Deutschland vor grundlegenden strukturellen Herausforderungen wie der geopolitischen Zeitenwende, der Dekarbonisierung, dem demografischen Wandel und der hohen Bürokratiebelastung, deren wirtschaftspolitische Bedeutung in den vergangenen Jahren jeweils stark zugenommen haben. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines im Durchschnitt der vergangenen Jahre bereits geringen Produktivitätswachstums.4 Von den Investitionen sind auch im Jahre 2024 keine positiven Impulse zu erwarten. Angesichts des abwärts tendierenden Auftragsbestandes bei den Herstellern von Investitionsgütern, der historisch niedrigen Baugenehmigungen und der Stagnation des Neukreditvolumens ist ein erneuter merklicher Rückgang zu erwarten.5 Die MLL MVZ ist nicht von einer bestimmten Branche und deren Rahmenbedingungen abhängig, vielmehr wirkt sich auf ihre wirtschaftliche Entwicklung die Anzahl der Leukämieerkrankungen sowie die anerkannten Diagnostikverfahren und deren Vergütung aus.

Labordiagnostik nimmt aus Sicht der Geschäftsführung weltweit zu. Es wird häufiger kontrolliert, vermehrt Untersuchungen im Verlauf der Erkrankung durchgeführt, es gibt stetig mehr Analyte. Für die letzten 25 Jahre wurde dies nur bewältigt durch Automatisierung, Standardisierung und große Laborstraßen. Zudem wird die Arbeit im Labor und die Kommunikation mit externen Einsender:innen beispielsweise durch digitale Systeme, wie das Order-Entry, die Implementierung von Barcodes zur Identifikation von Proben und großer industrieller Entwicklungsleistung bei Maschinen und Verbrauchsmaterialien unterstützt.

Die Automatisierung der speziellen Diagnostik hämatologischer Neoplasien ist aus Sicht von MLL im Vergleich zur klinischen Chemie und auch Mikrobiologie in den meisten Ländern nicht stark entwickelt. Das liegt auch an den speziellen Anforderungen des Materials (z.B. Knochenmark), der phänotypischen Erfassung mehrerer Readouts sowie der teilweisen Verarbeitung viabler Zellen.

In den letzten Jahren stieg im Feld der Leukämiediagnostik der Bedarf an Analyten, der Methodenvielfalt und der Proben massiv an. Parallel wurden immer kürzere Turnaround-Zeiten notwendig. Da sich die im Bereich der Leukämiediagnostik verwendeten Methoden gegenseitig ergänzen, stützen und auch im Workflow korrelieren können, ist ein interdisziplinäres Team von Hämatolog:innen, Zytogenetiker: innen, Laborärztinnen und Molekulargenetiker:innen von immenser Bedeutung für die Erbringung der Leistungen und die Qualität der Befunde.

4 BMWI, Jahreswirtschaftsbericht 2024, "Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken" 5 BMWI, Jahreswirtschaftsbericht 2024, "Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken"

Im Gegensatz zur normalen Labormedizin ist hier die Standardisierung gerade bei den phänotypischen Methoden deutlich schwieriger, die Intra-Untersucher-Reproduzierbarkeit und die Inter-Untersucher-Reproduzierbarkeit ist weltweit bei diesen Methoden je nach Expertise weit entfernt von 100%.

Die epidemiologischen Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts gehen für das Jahr 2022 in ihrer Prognose (es waren nur prognostische Angaben auffindbar) für die drei Krankheitsentitäten Non-Hodgkin-Lymphom, multiples Myelom und Leukämie von folgenden Anzahlen aus:

2022 Neuerkrankungen Prävalenz (10 Jahre)
Non-Hodgkin Lymphom 21.100 107.800
multiples Myelom 6.500 31.000
Leukämie 11.800 66.900
Gesamt 39.400 205.700

In diesen Zahlen sind weitere im MLL MVZ untersuchte Krankheitsbilder, wie myelodysplastische Syndrome, myeloproliferative Neoplasien sowie für Vorstufen von Neoplasien, wie der monoklonalen Gammopathie (MGUS) und der monoklonalen B-Zelllymphozytose (MBL) nicht enthalten.

Ebenso wenig enthalten sind Fälle im Rahmen der Primärdiagnostik, die auf die entsprechenden Verdachtsdiagnosen untersucht werden, bei denen dann aber die vermutete Krankheit ausgeschlossen wird.

Somit ergib sich insgesamt aus der Sicht von MLL für die Diagnostik hämatologischer Neoplasien etwa eine jährliche Anzahl von 200.000 bis 300.000 zu untersuchenden Proben im Rahmen der Primärdiagnostik in Deutschland. Dazu kommen jährlich weitere 200.000 bis 300.000 Verlaufsuntersuchungen.

Diese dargestellten Entwicklungen beeinflussen über die Diagnostik bzw. Untersuchungsaufträge die Geschäftsentwicklung der MLL MVZ und bilden ihre Rahmenbedingungen.

2. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich wieder sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig sehr positiv. Der Bedarf an Spezialdiagnostik im Bereich Leukämien und Lymphomen sowie der Bedarf an therapiesteuernden Verlaufsuntersuchungen hat zugenommen. Die Fallzahlen stiegen um rd. 12% von 195.009 im Geschäftsjahr 2022 auf 218.413 im Geschäftsjahr 2023.

Die Verzahnung der Diagnostik hämatologischer Erkrankungen und deren Therapie sowie die zeitnahen Analysen zur Diagnose haben sowohl zum Anstieg der Honorareinnahmen von den gesetzlichen Krankenkassen aus der ambulanten Versorgung von gesetzlich versicherten Patient:innen im niedergelassenen Bereich und in besonderen Fällen für die ambulante Versorgung von gesetzlich versicherten Patient:innen in Krankenhäusern als auch zum Anstieg der Abrechnung der Honorare von den privaten Krankenkassen für Leistungen an privat versicherte Personen beigetragen. Diese Entwicklung schlägt sich in einem Umsatzwachstum von 9,4 % auf TEUR 98.136 im Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 89.690) nieder.

Auf der Kostenseite haben neben einem höheren Materialaufwand die Anpassung von Rückstellung für Aufbewahrungskosten von Patientenproben von TEUR 395 und für Vergleichszahlungen von TEUR 306 sowie veranlasste Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 717 das Ergebnis vor Steuern belastet.

Das Geschäftsergebnis für 2023 weist einen Gewinn vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR 40.620 (Vorjahr: TEUR 38.880), ein EBIT in Höhe von TEUR 40.610 (Vorjahr: TEUR 38.868) sowie ein EBITDA in Höhe von TEUR 40.801 (Vorjahr: TEUR 38.879) aus, mit einem Rohgewinn von TEUR 71.085 (Vorjahr: TEUR 66.728). Die EBIT-Marge belief sich auf 41,3 % von der Betriebsleistung. Die EBITDA-Marge konnte 41,5 % von der Betriebsleistung erreichen.

Der Umsatz wuchs um 9,4 % auf TEUR 98.136. Der Umsatzanstieg war vor allem durch einen Anstieg der Honorareinnahmen von den gesetzlichen Krankenkassen aus der ambulanten Versorgung von gesetzlich versicherten Patient:innen bedingt.

Die Geschäftsführung der MLL MVZ zeigt sich mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden. Die MLL MVZ hat ihren Erfolgskurs fortsetzen können und eine positive Entwicklungen gezeigt. Das Wachstum des Unternehmens wurde auf gutem Niveau fortgesetzt. Für die Umsatzerlöse wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung zum Geschäftsjahr 2022 im einstelligen Prozentbereich und für das EBITDA ein leicht über dem Jahre 2022 liegendes Niveau prognostiziert. Mit den erzielten Kennzahlen (Zuwachs bei den Umsatzerlösen von 9,4 % und Anstieg des EBITDA um 5%) konnte die MLL MVZ die für 2023 gegebene Prognose erreichen.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Ertragslage

Aufgrund gestiegener Fallzahlen bzw. Probenzahl bei gleichzeitiger Ausweitung der Analysemethoden pro Probe belief sich die Steigerung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 auf 9,4 % von TEUR 89.690 auf TEUR 98.136. Es sind dabei sowohl die Honorareinnahmen von der Kassenärztlichen Vereinigung für Vertragsarztversorgungen als auch die Honorareinnahmen von Privatpatienten und Krankenhäusern angestiegen.

Der Materialaufwand beinhaltet das Verbrauchsmaterial und die von der MLL Münchner Leukämielabor GmbH bezogenen Management- und Serviceleistungen. Die Kosten für Verbrauchsmaterialien sind um 34 % angestiegen, die Management- und Servicedienstleistungen entsprechend der MLL-Gruppenvereinbarung haben sich um 5 % erhöht.

Die Management- und Serviceleistungen beinhalten weiterbelastete Mieten und Mietnebenkosten, Kosten der Medizintechnik, Kosten der IT- und IT-Infrastruktur, Verbrauchsmaterialien sowie externe Kosten der Personalverwaltung und Verwaltungskosten.

Der Materialaufwand beträgt TEUR 27.264 (Vorjahr: TEUR 23.054), gegenüber dem Vorjahr stieg dieser um 18,3 % an. Die Materialaufwandsquote liegt mit 28 % um zwei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 26 %. Ursächlich dafür waren Preissteigerungen beim Verbrauchsmaterial.

Der Rohgewinn beträgt TEUR 71.085 gegenüber TEUR 66.728 im Vorjahr und hat sich damit um 6,5% verbessert. Dies ist auf die erhöhten Umsatzerlöse zurückzuführen.

Der Personalaufwand beträgt im Berichtsjahr TEUR 25.215 und liegt damit mit TEUR 138 über dem Vorjahreswert von TEUR 25.077. Die erstmalige Einstellung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen anlässlich Betriebsjubiläen hatte im Vorjahr den Personalaufwand mit TEUR 4.380 belastet. Dieser Einmaleffekt aus dem Jahre 2022 ist weggefallen. Dafür hat eine höhere Mitarbeiterzahl und ein Anstieg der Gehälter die Personalkosten belastet. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg von 267 im Vorjahr auf 315 im Geschäftsjahr 2023 und betrug zum 31.12.2023 rd. 230 FTE.

Die Personalaufwandsquote ist aufgrund der höheren Betriebsleistung um 2 % von 28 % im Vorjahr auf 26 % im Geschäftsjahr 2023 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 64 % von TEUR 3.165 auf TEUR 5.204. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Anpassung von Rückstellung für Aufbewahrungskosten von Patientenproben und für Vergleichszahlungen sowie auf veranlasste Wertberichtigungen auf Forderungen zurückzuführen. Die umsatzabhängigen Verwaltungskosten der Kassenärztlichen Vereinigung sind ebenfalls angestiegen.

Das ausgewiesene EBITDA 2023 stieg um 5 % auf TEUR 40.801 (Vorjahr: TEUR 38.879). Die EBITDA-Marge belief sich in 2023 auf 42 %. Dem gegenüber stand eine EBITDA-Marge in 2022 von 43 %. Mit einem EBIT in Höhe von TEUR 40.610 (Vorjahr: TEUR 38.868) konnte eine EBIT-Marge von 41 % von der Betriebsleistung erzielt werden, gegenüber 43 % im Vorjahr. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr liegt in dem überproportionalen Anstieg der Materialkosten und der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet. Aufgrund des Wegfalls des Einmaleffektes (Jahr 2022: erstmalige Einstellung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen anlässlich Betriebsjubiläen) liegt der Personalkostenanstieg mit 1% deutlich unter den Umsatzzuwachs von 9%.

Der Jahresüberschuss steht mit TEUR 18.352 gegenüber TEUR 16.707 im Vorjahr zu Buche und liegt damit bei 18,7% der Betriebsleistung gegenüber 18,5% im Vorjahr. Der Gewinnanteil des stillen Gesellschafters hat den Jahresüberschuss mit TEUR 13.540 belastet.

Wesentliche Inflations- bzw. Wechselkurseinflüsse auf die Ertragslage der Einheit waren nicht feststellbar.

3.2 Finanzlage

Cashflow nach DVFA/SG 2023
TEUR
2022
TEUR
Jahresüberschuss 18.352 16.707
Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 191 12
Veränderung langfristiger Rückstellungen
Jubiläumszuwendungen -312 3.895
Elektronische Archivierung 337 -133
Cashflow nach DVFA/SG 18.568 20.481

Die finanzielle Lage kann als positiv bezeichnet werden, Die Barliquidität (liquide Mittel / Verbindlichkeiten) beträgt zum 31. Dezember 2023 31% gegenüber 11% zum Vorjahresende. Wie im Vorjahr übersteigen die flüssigen Mittel sowie kurzfristigen Forderungen, die kurzfristen Verbindlichkeiten. Es wird der goldenen Finanzierungsregel entsprochen, dass die Dauer der Kapitalbindung im Vermögen des Unternehmens der Dauer der Kapitalüberlassung entspricht.

Die Finanzmittel am Bilanzstichtag stehen mit TEUR 5.267 zu Buche gegenüber TEUR 2.031 im Vorjahr.

Es liegen keine Bankverbindlichkeiten vor. Die Zahlungsfähigkeit war unterjährig stets gesichert. Aufgrund des freien Cashflows erwartet die Geschäftsführung für die Liquidität im Geschäftsjahr 2024 keine Engpässe und geht davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit für den Planungszeitraum 2024 und 2025 gesichert ist.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 4.520 auf TEUR 35.209 (Vorjahr: TEUR 30.689) gesteigert.

Auf der Aktivseite sind im Wesentlichen die Flüssigen Mittel und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angestiegen. Das Anlagevermögen hat sich aufgrund eines neuen Praxisübernahmevertrages und der Anzahlung eines Laborroboters um TEUR 750 erhöht. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf das gestiegene Geschäftsvolumen und auf die Abrechnungsmodalität der gesetzlichen Krankenkassen zurückzuführen.

Auf der Passivseite sind hauptsächlich die sonstigen Verbindlichkeiten angestiegen. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des thesaurierenden Gewinns um TEUR 5.313 erhöht. Die Einlagen des stillen Gesellschafters sind aufgrund ihres Fremdkapitalcharakters unter dem Posten "sonstige Verbindlichkeiten" bilanziert. Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 40 %, gegenüber 28 % im Vorjahr.

Das langfristige Fremdkapital beträgt 12 % per 31. Dezember 2023 der Bilanzsumme gegenüber 14 % im Vorjahr und beinhaltet im Wesentlichen langfristige Rückstellungen für Personalverpflichtungen.

Das kurzfristige Fremdkapital beträgt 48 % der Bilanzsumme und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 939 verringert. Wesentlich dazu beigetragen haben niedrigere Steuerrückstellungen. Die Einlage sowie der Gewinnanspruch der stillen Gesellschafterin ist im Posten "sonstige Verbindlichkeiten", ausgewiesen.

Das Net Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten, Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen, abzüglich Rückstellungen und Verbindlichkeiten, lag zum Jahresende bei TEUR 7.618 (Vorjahr: TEUR 6.337).

Wesentliche Inflations- bzw. Wechselkurseinflüsse auf die Vermögenslage der Einheit waren nicht feststellbar.

III. Prognosebericht

Diagnostischer Bereich

Der kontinuierlichen Weiterentwicklung der technologischen Konzepte wird höchste Bedeutung beigemessen. Ziel ist es, mit modernsten molekularen und informationstechnologischen Methoden die Zukunft der hämatologischen Diagnostik und Therapie weiterhin aktiv mitzugestalten.

Die Verbesserung therapeutischer Möglichkeiten resultiert in der Notwendigkeit, das Krankheitsausmaß im Therapieverlauf mittels sensitiver Methoden zu quantifizieren. Im Ergebnis befinden sich daher die Verlaufsuntersuchungen in stetiger Zunahme und umfassen aktuell etwa die Hälfte aller von MLL untersuchten Proben.

Dementsprechend geht MLL von einem Probenaufkommen für diese Indikation in Höhe von jährlich 200.000 und 300.000 aus, in der Summe mit der Primärdiagnostik resultieren gemäß Schätzungen der Geschäftsführung jährliche Zahlen zwischen 400.000 und 600.000.

Trotz dieser Erfolge in der Therapie sind für die meisten dieser Patient:innen weiterhin regelmäßige Nachsorgekontrollen notwendig. Dies führt zu einem Anstieg der Laboranalysen über die nächsten Jahrzehnte.

Die Zunahme des Alters aller lebenden Menschen und die Zunahme der, unter der Therapie lebenden oder durch die Therapie geheilten Patient:innen mit Nachsorgeanalysen sind für die weitere Zunahme der in der Leukämiediagnostik notwendigen Strukturen und Angebote von großer Bedeutung.

Weltwirtschaft

Der IWF prognostiziert in seinem Update für Juli 2024 zum World Economic Outlook, dass die globale Inflation stetig sinken wird, von 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,9 Prozent im Jahr 2024 und 4,5 Prozent im Jahr 2025. Die Inflation der Dienstleistungspreise behindert den Fortschritt bei der Inflationsbekämpfung, was die Normalisierung der Geldpolitik erschwert. Vor dem Hintergrund eskalierender Handelsspannungen und erhöhter politischer Unsicherheit, bestehen weiter Aufwärtsrisiken hinsichtlich der Inflationsentwicklung. 6

Eigene Prognose

Auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung und der internen Planung der MLL MVZ ergeben sich die folgenden Prognosen.

Mögliche weitere Auswirkungen des Krieges in der Ukraine oder des Nahostkonfliktes sind derzeit nicht abschätzbar und damit auch nicht in der nachfolgenden Prognose enthalten.

Insgesamt wird erneut ein Umsatzzuwachs für das Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 im einstelligen Prozentbereich erwartet. Die Digitalisierung, Automatisierung und die vorangetriebenen Projekte von Datenverarbeitung und Übermittlung bis hin zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in Forschung und in Routine werden in Zukunft wichtige Stützen in der Diagnostik und Therapie von Leukämie- und Lymphomerkrankungen sein.

Die Einsparungsmöglichkeiten bei den Materialkosten aufgrund guter Einkaufskonditionen und optimalen Workflows werden sich auch im kommenden Geschäftsjahr deutlich positiv auf das Rohergebnis auswirken und aktuell anbahnende bzw. bereits realisierte Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt überkompensieren.

Für das EBITDA 2024 wir ein Niveau von leicht über dem Vorjahr prognostiziert.

6https://www.imf.orgien/publications/WEO/Issues//world-economic-outlook-update-july-2024, "The Global Economy in a Stick Spot".

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Risiko steigender Beschaffungspreise

Die Geschäftsführung sieht ein wesentliches Risiko in der Preisentwicklung der hochtechnologischen Anlagegüter und Reagenzien, welche im Tätigkeitsbereich des Unternehmens von herausragender Bedeutung sind. Durch eine ausgewogene Kapitalstruktur zur Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierung und sorgfältige Planung von Investitionen wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Risiko der Betriebsunterbrechung

Das Risiko, dass die für die Arbeit im MLL MVZ notwendigen Labore vorübergehend geschlossen werden müssen, da notwendige Materialien oder Dienstleistungen nicht rechtzeitig oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sind, wird von der Geschäftsleitung wegen Erfahrungen aus der Vergangenheit und den Erwartungen für die Zukunft als sehr gering eingestuft. Aufgrund der aktuellen Lage wird von allen regelmäßig verwendeten Reagenzien ein Bestand für drei bis sechs Monate im Lager gehalten und dadurch angemessen auf die teilweise sehr langen Lieferzeiten reagiert.

Marktentwicklungsrisiko

Die Geschäftsführung sieht langfristig ein Risiko in der Entwicklung kostengünstiger Tests für den breiten Markt, welche von den Kund:innen und Patient:innen direkt zu Hause durchgeführt werden. Jedoch wird die Wahrscheinlichkeit für eine derartige Entwicklung in der näheren Zukunft als gering eingeschätzt.

Risiko in Bezug auf Informationstechnologie

Systemausfälle, Verarbeitungsfehler und Cyberattacken stellen für ein stark auf Datenverarbeitung fokussiertes Unternehmen stets ein hohes Risiko dar. Durch eine bestmögliche technische und organisatorische Absicherung gegen derartige Zwischenfälle wird das Risiko so gering wie möglich gehalten.

Datenschutz hat für die MLL MVZ einen besonders hohen Stellenwert. Es werden personenbezogene Daten nur im Einklang mit den anwendbaren datenschutzrechtlichen Anforderungen verarbeitet, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Die Sequenzierungsdaten der MLL liegen komplett anonymisiert in einer privaten AWS (Amazon Web Services)-Instanz der Amazon Cloud in Frankfurt, auf die der Zugriff beschränkt ist. Die dort gespeicherten Daten sind ausschließlich Sequenzierungsdaten, die über einen arbiträren MLL-Identifier verfügen. Es befinden sich keinerlei personenbezogene Daten, wie klinische Parameter oder persönliche Daten in der AWS-Instanz. Die Datensicherheit entspricht hier den höchsten Standards nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die auch von externen Auditor:innen in ihren Berichten inklusive ISO 27001, ISO 27017 und ISO 27018 verifiziert wurden. Darüber hinaus verfügt AWS über das C5-Testat des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Aufgrund der Implementierung des ERP-Systems von SAP in 2023 verbleiben für die Gesellschaft residuelle Risiken hinsichtlich der reibungslosen Abwicklung zukünftiger Geschäftsprozesse. Zur Begrenzung dieser IT-Risiken hat die Gesellschaft Softwareberater und externe Experten beauftragt. Über die gewöhnlichen Projektrisiken hinausgehende Gefahren sind nicht erkennbar.

Risiko des Verlusts von Know-how

Der anhaltende Fachkräftemangel und der harte Kampf um Talente stellt auch für das Unternehmen ein erhebliches Risiko dar. Die Geschäftsführung ist bestrebt, vorhandene Mitarbeiter: innen langfristig zu halten und sich für junge Talente attraktiv zu präsentieren, wodurch dem Risiko entgegengewirkt werden soll.

Wettbewerbsrisiko

Da die Leistungen eines medizinischen Versorgungszentrums grundsätzlich vergleichbar und auf dem Markt Alternativangebote verfügbar sind, legt MLL MVZ größten Fokus auf eine schnelle, zuverlässige und effiziente Beratung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge seiner Patient:innen.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Geschäftsführung ist sich der Risiken, die sich insbesondere aus steigenden Beschaffungspreisen, der Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Dienstleistungen, den Marktentwicklungen hinsichtlich Konkurrenz und Technologie und dem Fachkräftemangel ergeben, bewusst und berücksichtigt diese in allen strategischen und operativen Entscheidungen. Man sieht sich gut auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet.

Zudem dürften die wirtschaftliche Stabilität und die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte im Bereich der Leukämiediagnostik und -forschung - und die damit verbundenen therapeutischen Möglichkeiten - sowie in der Weiterentwicklung der technologischen Konzepte mögliche Risiken und deren finanzielle Auswirkungen abfedern.

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergibt, dass für die MLL MVZ GmbH keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen.

2. Chancenbericht

Marktentwicklung

Grundsätzlich geht die Geschäftsführung von einem jährlichen Anstieg des Gesamtmarktes aus.

Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten stetig erfolgte Verbesserung therapeutischer Möglichkeiten hat nicht nur dazu geführt, dass sich das Überleben der Patient:innen verlängert hat, sondern resultierte auch in der Notwendigkeit, das Krankheitsausmaß im Therapieverlauf mittels sensitiver Methoden zu quantifizieren, um im Fall eines Fortschreitens der Erkrankung frühzeitig eine alternative Therapie einsetzen zu können.

Ausbau molekulargenetischer Untersuchungen

Der Bedarf an Spezialdiagnostik im Bereich von Leukämien und Lymphomen nimmt weiter zu. Das gilt für die umfangreiche und komplexe Primärdiagnostik der Erkrankungen und noch mehr für die zunehmend therapiesteuernden Verlaufsuntersuchungen auf minimale Resterkrankung (MRD).

Zudem kommt durch die neue WHO-Klassifizierung hämatologischer Neoplasien der Molekulargenetik immer mehr Bedeutung zu. Viele Krankheiten basieren nun für eine eindeutige Diagnose auf molekulargenetischen Untersuchungen spezifischer Gene oder sogar erstmalig auf der Ganz-Transkriptom-Sequenzierung des Genoms (WTS-Analyse). Dies wird sich langfristig auch auf die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in MLL MVZ auswirken.

Ausbau der Geschäftsfelder

Die bereits erwähnte Fokussierung auf Forschung und Entwicklung ermöglicht es der MLL-Gruppe und damit auch verbunden dem MLL MVZ, nicht nur in den aktuellen Geschäftsfeldern die Marktposition auszubauen, sondern ebenfalls neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Forschungsentwicklungen in Bezug auf Liquid Biopsy ermöglichen beispielsweise erstmals die genetische Untersuchung solider Tumore aus dem Blut. Ebenso wird der Einsatz der Sequenzierung im Bereich der Kardiologie im Rahmen von Forschungsprojekten getestet. Ebenso prüft die Geschäftsführung die Diagnosestellung im Bereich von Hämoglobinopathien.

Technologische Chancen

Grundvoraussetzung für einen weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit ist eine noch weiter skalierbare Automatisierung. Das Ganze geht einher mit zusätzlicher Digitalisierung und einer jetzt schon begonnenen und rasch ausbaufähigen Unterstützung von Algorithmen, basierend auf künstlicher Intelligenz.

Die aktuell schon etablierten Workflows bis hin zur Implementierung von künstlicher Intelligenz und die zurzeit laufenden Projekte zur massiven Ausweitung genau dieser Bearbeitungsstrategien lassen eine Skalierung inklusive Auswertung um den Faktor 3 bis 5 in den nächsten Jahren möglich erscheinen. MLL MVZ profitiert zunehmend von der automatisierten Diagnostik der MLL-Gruppe.

 

München, den 10. Dezember 2024

Prof. Dr. med. Dr. phil. Torsten Haferlach, Geschäftsführer

Prof. Dr. med. Wolfgang Kern, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 775.072,58 25.324,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 362.252,00 5,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 362.252,00 4,00
II. Sachanlagen 412.820,58 25.319,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.795,71 25.319,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 350.024,87 0,00
B. Umlaufvermögen 34.166.105,78 30.442.567,36
I. Vorräte 4.192.495,07 4.626.501,04
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.192.495,07 4.626.501,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.706.417,57 23.784.855,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.610.454,88 23.380.927,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 95.962,69 403.928,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.267.193,14 2.031.210,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 267.402,66 220.855,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 35.208.581,02 30.688.746,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.927.405,32 8.614.079,09
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.889.810,16 3.889.810,16
III. Gewinnrücklagen 4.699.268,93 0,00
1. andere Gewinnrücklagen 4.699.268,93 0,00
IV. Bilanzgewinn 5.313.326,23 4.699.268,93
B. Rückstellungen 10.034.764,69 13.388.165,38
1. Steuerrückstellungen 3.550.253,00 7.569.014,00
2. sonstige Rückstellungen 6.484.511,69 5.819.151,38
C. Verbindlichkeiten 11.246.411,01 8.686.501,89
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.224.856,08 1.676.117,89
2. sonstige Verbindlichkeiten 9.021.554,93 7.010.384,00
davon aus Steuern 484.622,74 1.770.893,87
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 36.198,39 30.598,15
Bilanzsumme, Summe Passiva 35.208.581,02 30.688.746,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 98.135.549,61 89.690.257,22
2. sonstige betriebliche Erträge 356.187,63 484.546,10
3. Materialaufwand 27.264.021,81 23.053.955,50
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.963.587,69 10.432.615,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.300.434,12 12.621.340,37
4. Personalaufwand 25.215.072,57 25.076.856,90
a) Löhne und Gehälter 21.635.213,69 22.395.342,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.579.858,88 2.681.514,87
davon für Altersversorgung 9.701,92 8.117,57
5. Abschreibungen 190.518,70 11.723,62
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 190.518,70 11.723,62
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.204.425,93 3.164.722,70
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 212.061,05 12.662,85
davon aus verbundenen Unternehmen 167.021,42 12.460,52
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 202.405,00 0,00
davon aus Abzinsung 202.405,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 8.727.468,15 9.212.785,64
10. Ergebnis nach Steuern 31.899.886,13 29.667.421,81
11. sonstige Steuern 7.588,80 -0,11
12. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 13.539.921,78 12.960.069,15
Jahresüberschuss 18.352.375,55 16.707.352,77

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 18.352.375,55 16.707.352,77
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.550.486,81
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 13.039.049,32 19.558.570,65
4. Bilanzgewinn 5.313.326,23 4.699.268,93

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

der MLL MVZ GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der MLL MVZ GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt, die Bestimmungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MLL MVZ GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 267020

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und bis auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert über Nutzungsdauern von 2 bis 10 Jahren vorgenommen. Der aktivierte, entgeltlich erworbene Praxiswert wird über 3 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linearvorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro-rata-temporis.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagegruppe Nutzungsdauer
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13

Geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungskosten. Als solche werden die Wiederbeschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aufgrund dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 4 % auf die Netto-Forderungen ausreichenden Rechnung getragen.

Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von 5 Jahren erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 32,975 %. Dieser setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zzgl. des Solidaritätszuschlags von 5,5 % und dem Gewerbesteuersatz von 17,15 % zusammen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungs-Verordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden, Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgte mit einem pauschalen Zinssatz von 1,74% p.a. Dabei wurde die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Einlagen atypisch stiller Gesellschafter werden im Posten "sonstige Verbindlichkeiten" innerhalb des Fremdkapitals ausgewiesen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung Verbindlichkeiten oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 1.284.758,19

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 1.475.276,89

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.429,31 0,00 0,00 0,00 26.429,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.170.000,00 543.377,80 0,00 0,00 1.713.377,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.196.429,31 543.377,80 0,00 0,00 1.739.807,11
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.652,88 46.864,61 0,00 0,00 160.517,49
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 350.024,87 0,00 0,00 350.024,87
Summe Sachanlagen 113.652,88 396.889,48 0,00 0,00 510.542,36
Summe Anlagevermögen 1.310.082,19 940.267,28 0,00 0,00 2.250.349,47
Stand 01.01.2023
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.428,31 1,00 0,00 0,00 26.429,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.169.996,00 181.129,80 0,00 0,00 1.351.125,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.196.424,31 181.130,80 0,00 0,00 1.377.555,11
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.333,88 9.387,90 0,00 0,00 97.721,78
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 88.333,88 9.387,90 0,00 0,00 97.721,78
Summe Anlagevermögen 1.284.758,19 190.518,70 0,00 0,00 1.475.276,89
Geschäftsjahr
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 1,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 362.252,00 4,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 362.252,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 62.795,71 25.319,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 350.024,87 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 412.820,58 25.319,00
Summe Anlagevermögen 0,00 775.072,58 25.324,00

3.2 Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
EUR
Ausleihungen 0,00
Forderungen 33.719,68
Verbindlichkeiten 8.498.899,34

3.3 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen ein nahestehendes Unternehmen in Höhe von TEUR 6.036 (Vorjahr: TEUR 7.056) und weißt eine Restlaufzeit von über einem Jahr (2 Jahren) auf.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 257) und gegen die stille Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 100) ausgewiesen.

Für alle übrigen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich die Restlaufzeit wie im Vorjahr auf unter einem Jahr.

3.4 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Stand zum 01.01. 4.699,3 7.550,5
Jahresüberschuss 2023 18.352,4 16.707,4
Einstellung in die Gewinnrücklagen -4.699,3 0,0
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,0 0,0
Vorabausschüttung -13.039,1 -19.558,6
Stand zum 31.12.2023 5.313,3 4.699,3

3.5 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

31.12.2023
TEUR
Personal 4.691,3
Aufbewahrung von Patientenproben 395,0
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 366,2
Rechtsstreitigkeiten 780,8
Übrige 251,2
6.484,5

3.6 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Verbindlichkeiten sind daneben nicht weiter besichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden die Einlagen der atypisch stillen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.957 ausgewiesen. Die stille Gesellschaft kann mit einer Frist von 9 Monaten zum Ende jedes Geschäftsjahres gekündigt werden, sodass eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr unterstellt wird.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 8.499 (Vorjahr: TEUR 5.204).

3.7 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen die nachfolgend aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Restlaufzeiten Gesamtbetrag
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
31.12.2023
TEUR
Leasingvertäge 21,4 27,3 0,0 48,7
Wartungsverträge 64,7 64,7 0,0 129,4
Gesamt 86,1 92,0 0,0 178,1

3.8 Geschäfte mit Nahestehenden Unternehmen nach §285 Nr. 21 HGB

Art des Geschäfts Art der Beziehung Verkäufe
TEUR
Käufe
TEUR
Erbringung von DL
TEUR
Erbringung von DL
TEUR
Nahestehende Unternehmen 0 13.130
Summe 0 13.130
Art des Geschäfts Art der Beziehung Lizenserlöse
TEUR
Zinsaufwand
TEUR
Zinserlöse
TEUR
Nahestehende Unternehmen 0 167
Summe 0 167

3.9 Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 6.035.842,09 EUR (Vorjahr: 7.056.480,84 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 11.246.411,01 EUR (Vorjahr: 8.686.501,89 EUR).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
TEUR
Umsatzerlöse Kassenärztliche Vereinigung 56.809,2
Umsatzerlöse Privatpatienten 18.146,7
Umsatzerlöse Krankenhäuser (einschließlich § 116b SGB) 23.179,6
Summe 98.135,5

4.2 Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 15.308,64 EUR enthalten.

Die Erträge wurden im Posten 2. Sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

- Weiterberechnete Beratungskosten 2021 und 2022: TEUR 12,0
- Sonstige betriebliche Erträge: TEUR 3,3

4.3 Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 828.104,13 enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

- Wertberichtigung Forderungen KVB für das 4. Quartal 2021: TEUR 438,9
- Nachforderungen Allianz für die Jahre 2014-2023 lt. Vergleich: TEUR 306,1
- Rechtsanwaltskosten im Zusammenhang mit dem Vergleich Allianz: TEUR 51,9
- Rechtsanwaltskosten im Zusammenhang mit dem Vergleich Allianz: TEUR 24,8
- Nachforderungen für 2020 bis 2022, ERGO Versicherung: TEUR 5,9
- Sonstige betriebliche Aufwendungen periodenfremd: TEUR 0,5

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 313
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 315
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 275
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 40

Die Mitarbeiter sind in folgenden Funktionen tätig:

2023
Technisches Personal 166,0
Wissenschaftler 91,0
Verwaltung 58,0
Summe 315,0

5.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach Fachärztlicher Internist, Hämatologe und Internistischer Onkologe
Prof. Dr. Wolfgang Kern Fachärztlicher Internist, Hämatologe und Internistischer Onkologe
Prof. Dr. Claudia Haferlach Ärztin

5.3 Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEUR 1.287 gewährt.

5.4 Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 36 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 36.

5.5 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.313.326,23 auf neue Rechnung vorzutragen.

5.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Mit Handelsregistereintrag vom 07.10.2024 ist Frau Prof. Dr. Claudia Haferlach von der Geschäftsführung ausgeschieden.

Weiter Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

5.7 Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 31.10.2024

gez. Prof. Dr. med. Dr. phil. Torsten Haferlach, Geschäftsführer

gez. Prof. Dr. med. Wolfgang Kern, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MLL MVZ GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MLL MVZ GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MLL MVZ GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 20. Dezember 2024

Schneider + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christian Seeberg, Wirtschaftsprüfer

Metka Jasper, Wirtschaftsprüferin

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