Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 55735
Eingetragen
2.9.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Das Schaffen, Bereitstellen, Betreiben und Vermarkten von Telekommunikationsinfrastruktur und systemen sowie die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen jeglicher Art innerhalb des Gebietes der Region Hannover - teilweise auch außerhalb des Regionsgebietes, wenn dies für die Nutzung des htp-Netzes sinnvoll ist und die Erweiterung dort ihren Anknüpfungspunkt besitzt -. Darüber hinaus ist die Gesellschaft berechtigt, alle Geschäfte durchzuführen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Hierzu zählt auch die Beteiligung an anderen Unternehmen, gegebenenfalls auch an überregionalen Betreibern von Kommunikations- und Datenleitungen und systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fred Behrens
seit 3.1.2022
Prokura
Karsten Schmidt
seit 15.1.2013
Geschäftsführer
Thomas Heitmann
seit 23.2.2006
Geschäftsführer
Carsten Klenke
seit 23.2.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadtwerke Hannover AG
50.00%
EWE AG
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stadtwerke Hannover AG
Germany
12.500.000 €
50.00%
EWE AG
Germany
12.500.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

htp GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die htp GmbH (nachfolgend auch "htp") ist als regionaler Telekommunikationsdienstleister für Privat- und Geschäftskunden in der Region Hannover, den Städten und Landkreisen Hildesheim, Peine, Hameln-Pyrmont und Wolfenbüttel sowie der Stadt Braunschweig tätig. Als Full-Service-Anbieter stehen bei Privatkunden die Vermarktung von Glasfaseranschlüssen, DSL, Telefonie und Mobilfunk im Mittelpunkt der vertrieblichen Tätigkeiten. Für Geschäftskunden werden darüber hinaus symmetrische Internetanschlüsse, Übertragungswege, Rechenzentrumsdienstleistungen, VPN-Lösungen, MPLS-Netze und WLAN-Hotspots vertrieben.

Vollständig begonnen und in weiten Teilen auch fertiggestellt wurden die geplanten Glasfaserausbauten des Jahres 2024. Abgeschlossen wurden die Ausbauten in Derneburg, Hackenstedt, Holle und Luttrum im Landkreis Hildesheim, in Degersen, Devese, Hemmingen-Westerfeld, Holtensen, Jeinsen, Koldingen, Redderse, Sorsum, Wennigsen und Wilkenburg in der Region Hannover, in Jerxheim und Jerxheim-Bahnhof in der Samtgemeinde Heeseberg sowie in Bessingen, Bisperode, Börry, Brüggeanger, Coppenbrügge, Fuhlen, Hasperde, Königsförde, Oldendorf-Benstorf, Osterwald, Salzhemmendorf und Wallensen im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Die Schwerpunkte der Glasfaserausbauaktivitäten des Jahres 2025 liegen auf dem Abschluss des eigenwirtschaftlichen Erstausbaus sowie dem Ausbau mit der Netzgesellschaft Braunschweiger Land mbH.

2. Forschung und Entwicklung

In 2024 wurde das Kooperationsmodell "L2-BSA-Wholbuy" mit der Deutschen Glasfaser Wholesale GmbH erfolgreich aufgebaut. Damit können Vorleistungen der Deutschen Glasfaser Wholesale GmbH an rd. 90.000 Adressen zur Bereitstellung und Vermarktung von eigenen Endkundenprodukten bezogen werden.

Im Bereich Kundenprozessmanagement wurde ein Forschungsprojekt zum Einsatz von KI für die Analyse und Optimierung der kundenzentrierten Prozesse aufgesetzt.

Zur effizienteren Steuerung von Kundenterminen bei Anschaltungen und Entstörungen wurde eine App basierte Lösung für den Vor-Ort-Service implementiert.

Die Technik Plattform der htp wurde um eine XGS-PON Technik erweitert. Damit wurde die Basis geschaffen, um zukünftig Bandbreiten für Standardprodukte > 1Gbit/s bereitstellen zu können.

Insgesamt wurden keine wesentlichen Aufwendungen getätigt. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten darüber hinaus werden nicht vorgenommen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Telekommunikations-Branche

Bei einem weiterhin steigenden Bedarf nach hohen und stabilen Bandbreiten sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden stieg die Glasfaserausbauquote 1 in Deutschland zum 30.06.2024 auf rd. 43 % (30.06.2023: rd. 36 %). Gestiegen ist auch die Glasfaseranschlussquote 2 zum 30.06.2024 auf rd. 23 % (30.06.2023: rd. 18 %). Das anvisierte politische Ziel von mindestens 50 % Versorgung aller Haushalte und Unternehmen bis Ende 2025 bleibt damit erreichbar, das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus bis 2030 dürfte ohne deutliche Veränderungen bei den Rahmenbedingungen (z.B. Regelung zur Kupfer-Glas-Migration und Unterbindung des strategischen Doppelausbaus) verfehlt werden. (Quelle: BREKO Marktanalyse 2024)

Regulierung

Während der Glasfaserausbau in Deutschland voranschreitet, ist weiterhin offen ab wann und unter welchen Bedingungen die Deutsche Telekom mit der Abschaltung ihres Kupfernetzes beginnen wird. Hierbei ist sicherzustellen, dass eine Abschaltung überall dort erfolgt, wo Glasfaseranschlüsse verfügbar sind - und zwar unabhängig davon, ob die Deutsche Telekom oder einer ihrer Wettbewerber das Glasfasernetz gebaut haben. Der diskriminierungsfreie und wettbewerbsneutrale Übergang muss gewährleistet werden, damit die Deutsche Telekom ihre Marktmacht nicht strategisch ausnutzt und nur dort Kupfernetze abschaltet, wo sie selbst Glasfaser ausgebaut hat und in den übrigen Gebieten weiterbetreibt.

Am 19.11.2024 veröffentlichte die Bundesnetzagentur ihre geplante Vorgehensweise zur Regelung des Übergangs von Kupfer- auf Glasfasernetze. Mit dieser Veröffentlichung bekannten sich Bundesnetzagentur und das Bundesministerium für Digitales und Verkehr erstmals explizit zu ihrer Verantwortung, ein eigenes Konzept mit klaren Regelungen für einen wettbewerbs- und verbraucherfreundlichen Übergang von Kupfer- auf Glasfasernetze vorzulegen. Die finale Ausgestaltung der Kupfer-Glasfaser-Migration durch die Bundesnetzagentur bleibt abzuwarten.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) setzt eine Richtlinie (EU) 2019/882 des Europäischen Parlaments über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen in nationales Recht um. Ab 28. Juni 2025 sind elektronische Dienstleistungen, die über eine Webseite angeboten werden, z.B. ein Webshop, barrierefrei zu gestalten. Darüber hinaus sind auch Dienstleistungen und Produkte barrierefrei bereitzustellen. Bei Telekommunikationsdiensten, die Sprachkommunikation ermöglichen, muss z.B. zusätzlich zur Sprachkommunikation Text in Echtzeit angeboten werden.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Entwicklung in 2024

In einem weiterhin wettbewerbsintensiven Marktumfeld wurden die Zielgrößen der wesentlichen Leistungsindikatoren EBIT und Umsatz vollständig erreicht, während die Anzahl der Privat- und Geschäftskunden zum Jahresende knapp unterhalb der geplanten Werte lagen.

Der Umsatz stieg auf rd. 88,7 Mio. € (2023: 85,7 Mio. €) und übertraf die Planerwartungen damit deutlich um rd. 4,6 Mio. €. Verantwortlich für die Abweichung sind im Wesentlichen die mit rd. 1,9 Mio. € oberhalb der Planungen liegenden Umsätze mit Privatkunden aufgrund höherer Durchschnittsentgelte sowie die um rd. 1,8 Mio. € höheren Umsätze im Geschäftskundenbereich durch Zusatzgeschäft in den Bereichen Netz, Internet und RZ.

Unerwartet deutlich stieg auch das EBIT auf rd. 4,4 Mio. € (2023: rd. 1,6 Mio. €) und übertraf damit den Planwert um rd. 3,0 Mio. €.

Aufgrund baulicher Verzögerungen im Netzausbau mit Dritten wurden die Plangrößen von 120.800 Privat- und 9.860 Geschäftskunden knapp verfehlt. Zum Jahresende betrugen die Bestände 120.385 Privatkunden (2023: 116.059) und 9.812 Geschäftskunden (2023: 9.838).

Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 ist insgesamt als sehr erfreulich einzustufen.

2.2 Personal

Am Ende des Jahres 2024 lag der aktive Personalbestand bei 248,40 VZÄ (2023: 250,64 VZÄ). Dieser Wert setzt sich aus 210 Vollzeitbeschäftigten, 26 Teilzeitbeschäftigten (= 18,40 VZÄ) und 20 Auszubildenden und dual Studierende zusammen.

Ein Anstieg auf rd. 4,30 % (2023: rd. 3,73 %) war bei der Krankenquote zu verzeichnen. Die Fluktuationsquote ermäßigte sich deutlich auf rd. 4,42 % (2023: rd. 10,16 %), so dass sich die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit auf rd. 11,19 Jahre (2023: rd. 10,24 Jahre) erhöhte.

Die Planungen sehen für das Jahr 2025 wie im Vorjahr eine Mitarbeiterzahl von 260,0 VZÄ vor. Diese noch zu besetzenden Stellen betreffen weiterhin im Wesentlichen die technischen Unternehmensbereiche.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Netzgeschäft (Übertragungswege und IP-basierte Kundennetze)

Im Netzgeschäft belief sich der Umsatz 2024 auf rd. 11,7 Mio. € (2023: rd. 11,4 Mio. €). Einmalumsätze mit Carriern führten im Wesentlichen zur Überschreitung des Planwertes um rd. 0,9 Mio. €.

Insgesamt waren Ende 2024 138 Kunden (2023: 134) im Bestand der htp.

Folgende Umsätze wurden in den Kundensegmenten erzielt:

Umsatz mit Carriern: rd. 6,0 Mio. €
Umsatz mit Geschäftskunden: rd. 5,7 Mio. €

Für das Jahr 2025 sehen die Planungen aufgrund vorliegender Vertragskündigungen und erwarteter Preisanpassungen einen Umsatz von 11,0 Mio. € vor.

Telefonie-Geschäftskunden

Der Telefonie-Umsatz mit Geschäftskunden erhöhte sich auf rd. 12,4 Mio. € (2023: rd. 12,3 Mio. €) Insbesondere der Abschluss höherwertiger Produkte ist für die Überschreitung des Planansatzes um rd. 0,4 Mio. € verantwortlich.

Zum Jahresende 2024 waren insgesamt 9.812 (2023: 9.838) Geschäftskunden am Netz der htp geschaltet.

Aufgrund von erwarteten Tarifanpassungen insbesondere im kommunalen Umfeld wird für das Jahr 2025 ein Umsatzrückgang auf rd. 12,0 Mio. € erwartet.

Internet-Geschäftskunden und Serverhousing

Beim Geschäft mit Internetfestverbindungen und Serverhousing lag der Umsatz bei rd. 10,9 Mio. € (2023: 10,6 Mio. €). Vertragsanpassungen und Strommehrverbräuche von RZ-Kunden führten zu einem um rd. 0,5 Mio. € oberhalb der Planung liegenden Wert. Die Anzahl der Bestandskunden belief sich zum Jahresende 2024 auf 605 (2023: 617)

Der Umsatz teilt sich auf die Bereiche wie folgt auf:

Internetfestverbindungen: rd. 7,1 Mio. €
Serverhousing: rd. 3,8 Mio. €

Für 2025 ist ein Umsatz von rd. 10,9 Mio. € geplant.

Privatkunden (Telefonie und Internet)

Im Bereich Privatkunden stieg der Umsatz auf rd. 50,3 Mio. € (2023: rd. 45,1 Mio. €). Die positive Planabweichung von rd. 2,3 Mio. € ist im Wesentlichen auf höhere Durchschnittsumsätze zurückzuführen.

Ende 2024 waren insgesamt 120.385 Privatkunden (2023: 116.059) an das htp-Telefon- und Glasfaser-/DSL-Netz angeschaltet.

Die Planungen für 2025 sehen einen Umsatz von rd. 53,1 Mio. € vor.

Zusammenfassende Analyse

In 2024 nahmen die Umsatzerlöse auf rd. 88,7 Mio. € (2023: rd. 85,7 Mio. €) zu und übertrafen damit die Planerwartungen deutlich um rd. 4,6 Mio. €. Der Umsatz in den Geschäftsbereichen Telefonie, Internet und TV (inklusive Interconnection) stieg auf rd. 70,0 Mio. € (2023: rd. 64,5 Mio. €). Im Netzgeschäft erhöhten sich die Umsätze auf rd. 11,7 Mio. € (2023: rd. 11,4 Mio. €). Zulegen konnten auch die Umsätze mit Internet-Geschäftskunden und Serverhousing auf rd. 10,9 Mio. € (2023: rd. 10,6 Mio. €) sowie im Retail auf rd. 1,3 Mio. € (2023: rd. 0,9 Mio. €), während sich die Erlöse aus dem Netzausbau mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont auf rd. 0,4 Mio. € (2023: 3,9 Mio. €) reduzierten.

Unverändert sind die wesentlichen Positionen im Bereich des Materialaufwands 3 der Aufwand für Netzmieten mit rd. 16,4 Mio. € (2023: rd. 14,0 Mio. €) und für die Teilnehmeranschlussleitungen und den IP Bitstream Access mit rd. 10,6 Mio. € (2023: rd. 11,6 Mio. €). In Summe ermäßigte sich der Materialaufwand auf rd. 35,7 Mio. € (2023: 38,3 Mio.€). Die Materialaufwandsquote reduzierte sich um rd. 5 % - Punkte auf rd. 40 % (2023: rd. 45 %).

Bei einem leichten Personalzuwachs und Zielübererfüllungen im variablen Bereich stiegen die Personalaufwendungen auf rd. 18,4 Mio. € (2023: rd. 18,3 Mio. €). Die Personalaufwandsquote blieb konstant bei rd. 21 %.

Die Abschreibungen 4 erhöhten sich auf rd. 14,6 Mio. € (2023: rd. 12,4 Mio. €) bei Investitionen (inklusive Baukostenzuschüssen) von rd. 35,1 Mio. € (2023: rd. 55,8 Mio. €).

Wesentliche Positionen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unverändert die Aufwendungen für Mieten und Strom mit rd. 5,7 Mio. € (2023: rd. 5,4 Mio. €), der Wartungsaufwand mit rd. 3,3 Mio. € (2023: rd. 3,0 Mio. €) und der Werbeaufwand mit rd. 2,1 Mio. € (2023: rd. 1,8 Mio. €). Insgesamt ist ein Anstieg auf rd. 16,9 Mio. € (2023: rd. 16,2 Mio. €) zu verzeichnen.

Das EBIT legte auf rd. 4,4 Mio. € (2023: rd. 1,6 Mio. €) zu. Positiv beeinflusst ist diese Zunahme durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von rd. 0,3 Mio. € (2023: rd. 0,1 Mio. €). Bei zusätzlicher unterjähriger Fremdkapitalaufnahme entwickelte sich das Zinsergebnis auf rd. - 3,1 Mio. € (2023: rd. - 1,6 Mio. €). Aus der skizzierten Entwicklung resultierte ein Steuerergebnis von rd. - 0,9 Mio. € (2023: rd. - 0,2 Mio. €) sowie ein Jahresergebnis von rd. 0,3 Mio. € (2023: rd. - 0,3 Mio. €).

3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Im vergangenen Jahr wurde ein Betrag von rd. 0,3 Mio. € aus den Gewinnrücklagen entnommen und mit dem Jahresergebnis 2023 von rd. - 0,3 Mio. € vollständig verrechnet. Seitens der Gesellschafter erfolgte eine Zuführung von 5 Mio. € in die freie Kapitalrücklage. Aufgrund der geplanten Investitionen musste darüber hinaus weiteres Fremdkapital aufgenommen werden. Der Darlehensbestand betrug zum Jahresende 103 Mio. € (2023: 88 Mio. €). Die Fremdkapitalquote erhöhte sich leicht auf rd. 67 % (2023: rd. 66 %). Im laufenden Geschäftsjahr soll der geplante zusätzliche Finanzbedarf in Höhe von 6 Mio. € durch die Neuaufnahme von Fremdkapital aus bestehenden Kreditrahmenverträgen erfolgen.

Investitionen

In 2024 reduzierten sich die Investitionen 5 auf rd. 35,1 Mio. € (2023: rd. 55,8 Mio. €). Wie in den Vorjahren wurde insbesondere in den Glasfaserausbau (Tiefbau und technische Komponenten) investiert, aufgrund des in einigen Gebieten bereits beendeten Erstausbaus jedoch in deutlich geringerem Umfang als im Vorjahr. Zur weiteren Finanzierung der Ausbauvorhaben der Netzgesellschaft Braunschweiger Land mbH wurden der Beteiligung rd. 0,8 Mio. € Kapital zugeführt. Die Investitionsquote 6 ermäßigte sich auf rd. 17 % (2023: rd. 31 %). Für das Jahr 2025 ist ein Investitionsvolumen von rd. 21,1 Mio. € geplant.

Liquidität

Auf rd. 18,3 Mio. € (2023: rd. 11,1 Mio. €) entwickelte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich durch den Rückgang der Investitionen auf rd. - 32,9 Mio. € (2023: rd. - 54,6 Mio. €), während sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit trotz der Zuführung in die Kapitalrücklage, die Aufnahme von weiterem Fremdkapital und den Zinszahlungen auf rd. 16,8 Mio. € (2023: rd. 43,5 Mio. €) verringerte. Diese Entwicklung führte zu einer Zunahme des Finanzmittelfonds auf rd. 4,0 Mio. € (2023: rd. 1,8 Mio. €).

Das Netto-Umlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €). Zur Finanzierung der Gesellschaft bestehen ausreichende Kreditlinien. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um rd. 21,6 Mio. € auf rd. 217,2 Mio. €. Zurückzuführen ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf die Zunahme des Anlagevermögens um rd. 20,1 Mio. € und der flüssigen Mittel um rd. 2,2 Mio. Die Anlagenintensität erhöhte sich um rd. 1 % - Punkt auf rd. 84 %. Bei einem absoluten Anstieg des Eigenkapitals um rd. 5,5 Mio. € ermäßigte sich die Eigenkapitalquote auf rd. 33 % der Bilanzsumme (2023: rd. 34 %). Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten betragen rd. 110,6 Mio. € (2023: rd. 108,7 Mio. €). Ihr Anteil an der Bilanzsumme nahm um rd. 5 % - Punkte auf rd. 51 % der Bilanzsumme ab.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risiken

1.1 Risiken

Entsprechend der internen Richtlinie wurde das 5-stufige Risikomanagementsystem Ende 2024 auf seine Aktualität hin überprüft und aktualisiert. Risiken mit hoher und sehr hoher Bewertung bedürfen weiterhin zwingend der Hinterlegung mit einem Maßnahmenplan nebst organisatorischer Zuständigkeit.

Maßnahmenpläne liegen für das interne Risiko von Datenschutzverstößen, dem personalwirtschaftlichen Risiko der nicht planmäßig zu besetzenden offenen Stellen, den technischen Risiken von ausbleibenden Lieferantenleistungen beispielweise aufgrund fehlender Bauteile durch Lieferkettenprobleme und dem fehlenden übergreifenden transparenten Netz- und Service-Monitorings sowie dem externen Risiko von Cyber-Angriffen auf Systeme und Personen vor.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen einem intensiven Debitorenmanagement. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird im Jahresabschluss Rechnung getragen.

Darüber hinaus ist eine laufende Überwachung der aktuellen Risikolage durch die Geschäftsführung gewährleistet.

1.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Die größten Chancen für die zukünftige Entwicklung der htp liegen unverändert im Glasfaserausbau (Eigenausbau und Kooperationen). Neben der Netzverdichtung in bereits erschlossenen Erstausbaugebieten und der Realisation von Einzelprojekten (z.B.: in den Bereichen Wohnungswirtschaft, Gewerbegebiete und Neubaugebietserschließungen) liegen Wachstumspotentiale weiterhin insbesondere in den Bereichen Wholesale und Wholebuy von Glasfaserinfrastruktur.

1.3 Zusammenfassung

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Risiken begrenzt und nicht bestandsgefährdend sind. Durch die Entwicklungsmöglichkeiten beim Glasfaserausbau bieten sich daneben zusätzliche Wachstumspotentiale, welche die künftige Geschäftsentwicklung positiver als derzeit geplant beeinflussen könnte.

2. Prognosebericht

Von einer nahezu unveränderten Wettbewerbssituation im deutschen Telekommunikationsmarkt mit fast identischen Absatzpreisen auf niedrigem Niveau und der steigenden Nachfrage nach hohen Bandbreiten ist auch 2025 auszugehen. Der Ausbau von Glasfasernetzen dürfte weiterhin das beherrschende Wachstumsthema bleiben, wobei noch nicht abzusehen ist, inwieweit sich beispielsweise das sinkende Zinsniveau oder regulatorische Rahmenbedingungen auf die Dynamik auswirken werden.

htp plant für das laufende Jahr mit Investitionen im unteren zweistelligen Millionenbereich mit dem unveränderten Fokus auf den Glasfaserausbau im ländlichen Raum, der sich aber nach dem zu erwartenden Abschluss der Erstausbaus auf die Netzverdichtung verlagern wird.

Realisiert werden sollen für 2025 ein Umsatz von rd. 89,4 Mio. € bei einem EBIT von rd. 5,0 Mio. € sowie Jahresendbestände von 124.200 Privat- und 9.835 Geschäftskunden.

 

Hannover, 14. März 2025

Geschäftsführer Thomas Heitmann

Geschäftsführer Karsten Schmidt

Abkürzungsverzeichnis

BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.
BSA Bitstream Access
DSL Digital Subcriber Line
EBIT Earnings before Interest and Taxes
FTTC Fibre to the curbe
Gbit/s Gigabit / Sekunde
IP Internet Protocol
KI Künstliche Intelligenz
KRITIS Kritische Infrastrukturen
L2 Layer 2
Mbit/s Megabit / Sekunde
MPLS Multiprotocol Label Switching
PON Passive Optische Netze
RZ Rechenzentrum
TDM Time Division Multiplexing
TV Television
VZÄ Vollzeitäquivalente
VPN Virtual Private Network
WLAN Wireless Local Area Network
XGS 10 Gigabit symetrisch

1 Glasfaserausbauquote = Anzahl Homes Passed / Anzahl Wohneinheiten, Unternehmen und Behörden
2 Glasfaseranschlussquote = Anzahl Homes Connected / Anzahl Wohneinheiten, Unternehmen und Behörden
3 Materialaufwand - Auflösung Baukostenzuschüsse
4 Abschreibungen + Auflösung Baukostenzuschüsse
5 Investitionen lt. Anlagenspiegel + Baukostenzuschüsse
6 (Investitionen lt. Anlagenspiegel + Baukostenzuschüsse) / (Anlagevermögen + ARAP für Baukostenzuschüsse) * 100

Bilanz zum 31.12.2024

AKTIVA

31.12.2024
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.343.387,00 1.371.942,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 338.111,63 352.601,63
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.689.073,00 139.607.507,00
3. Anlagen in Bau 8.551.566,83 19.332.604,58
179.578.751,46 159.292.713,21
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.351.451,67 2.522.550,00
183.273.590,13 163.187.205,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 0,00 0,00
2. Handelswaren 401.337,81 531.029,91
401.337,81 531.029,91
II. Forderungen und sonstige Vermögens gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.777.898,60 9.371.720,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 83.044,79 1.371.785,22
9.860.943,39 10.743.505,27
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.014.414,29 1.768.238,21
14.276.695,49 13.042.773,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.609.434,43 19.329.962,00
217.159.720,05 195.559.940,60
PASSIVA
31.12.2024
31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000.000,00 25.000.000,00
II. Kapitalrücklage 37.540.000,00 32.540.000,00
III. Andere Gewinnrücklagen 8.942.877,65 9.214.637,85
IV. Jahresüberschuss/- fehlbetrag 333.442,32 -271.760,20
71.816.319,97 66.482.877,65
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 671.618,04 918.490,72
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 909.970,00 446.783,51
2. sonstige Rückstellungen 6.581.214,34 6.690.379,71
7.491.184,34 7.137.163,22
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 103.000.000,00 88.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.034.575,30 4.988.856,59
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 26.281.192,20 26.327.738,33
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.247.183,70 1.004.814,59
136.562.951,20 120.321.409,51
E. Rechnungsabgrenzungsposten 617.646,50 699.999,50
217.159.720,05 195.559.940,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2024 - 31.12.2024

2024
2023
1. Umsatzerlöse 88.669.117,32 85.662.335,33
2. sonstige betriebliche Erträge 1.225.651,56 1.091.388,44
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -1.785.314,96 -5.152.174,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -35.697.888,08 -34.933.193,50
-37.483.203,04 -40.085.368,06
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.586.682,97 -15.490.045,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -2.862.259,38 -2.762.079,50
-18.448.942,35 -18.252.125,31
5. Abschreibungen auf Anlagevermögen -11.724.664,64 -10.588.503,73
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -16.860.442,94 -16.238.286,54
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.900,93 84.833,71
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.007.765,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.159.648,36 -1.715.060,28
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -877.570,20 -202.745,23
11. Ergebnis nach Steuern 360.433,28 -243.531,67
12. sonstige Steuern -26.990,96 -28.228,53
13. Jahresüberschuss/- fehlbetrag 333.442,32 -271.760,20

htp GmbH

Hannover

Amtsgericht Hannover, HRB 55735

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird unter der Firma htp GmbH mit Sitz in Hannover beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregisternummer HRB 55735 geführt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 wurde gem. § 242 ff. HGB, insbesondere entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gem. §§ 252 ff. HGB maßgebend, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit Ausnahme der Grundstücke zu Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundstücke werden zu Anschaffungskosten bewertet. Der gewählten Abschreibungsdauer liegt die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde und betragen 1 bis 40 Jahre. Die Abschreibungen werden dabei nach der linearen Methode berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 1.000 € werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung i.H.v. T€ 1.008.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Dabei werden die Materialeinzelkosten einbezogen. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertminderungen waren zum Abschlussstichtag nicht zu berücksichtigen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen. Risiken im Bestand sind durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Beträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. In den abgegrenzten Baukosten sind auch durch Rechnungen nachgewiesene Positionen enthalten, die noch nicht vollständig beglichen wurden. Zur Einhaltung des Ausweises und der periodischen Auflösung entsprechend der zeitbestimmten Nutzung wurden auch diese Beträge unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aufgrund eines bestehenden Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,625 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,80 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 480 %.

III. Einzelangaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Jahr 2022 wurde eine Beteiligung i.H.v 25,1 % an der Netzgesellschaft Braunschweiger Land mbH erworben. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Wolfenbüttel und wird unter der HRB 209535 beim Amtsgericht in Braunschweig geführt. Auf Basis des vorläufigen Jahresabschlusses 2024 ergibt sich ein Eigenkapital i.H.v T€ 11.380 (Vorjahr: T€ 8.926) und ein Jahresergebnis von - T€ 879 (Vorjahr: - T€ 744).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt T€ 19.609 (Vorjahr: T€ 19.330) besteht im Wesentlichen aus Baukosten im Bereich Kabelbau in Höhe von T€ 18.720 (Vorjahr: T€ 18.472).

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich bezüglich der latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

Bewertungsdifferenzen aufgrund längerer Abschreibungszeiträume in der Steuerbilanz

Bewertungsdifferenzen aufgrund unterschiedlicher Zinssätze bei der Abzinsung von Rückstellungen in der Steuerbilanz

Bewertungsdifferenzen aufgrund unterschiedlicher Bewertungsparameter bei Rückstellungen in der Steuerbilanz

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert 25 Mio. € und ist wie folgt aufgeteilt:

Stammeinlage
in €
Prozent
enercity AG, Hannover 12.500.000,00 50%
EWE AG, Oldenburg 12.500.000,00 50%

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 von € 271.760,20 wurde mit dem in selbiger Höhe aus den Gewinnrücklagen entnommenem Betrag verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 6.581 (Vorjahr: T€ 6.690) setzen sich im Wesentlichen aus T€ 3.864 (Vorjahr: T€ 3.746) für Rückbauverpflichtungen, T€ 1.533 (Vorjahr: T€ 1.436) für Tantieme- und Urlaubsverpflichtungen sowie T€ 867 (Vorjahr: T€ 962) für ausstehende Eingangsrechnungen zusammen.

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 103.000.000,00 18.000.000,00 5.000.000,00 80.000.000,00
Vorjahr: 88.000.000,00 5.000.000,00 23.000.000,00 60.000.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.034.575,30 6.034.575,30 0,00 0,00
Vorjahr: 4.988.856,59 4.988.856,59 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 26.281.192,20 1.281.192,20 25.000.00,00 0,00
Vorjahr: 26.327.738,33 1.327.738,33 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.247.183,70 1.247.183,70 0,00 0,00
Vorjahr: 1.004.814,59 1.004.814,59 0,00 0,00
136.562.951,20 26.562.951,20 30.000.000,00 80.000.000,00
Vorjahr: 120.321.409,51 12.321.409,51 48.000.000,00 60.000.000,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. T€ 80.000 sind besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Restlaufzeitvermerke orientieren sich an den vertraglichen Vereinbarungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Gesellschafter und sind Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen T€ 25.000 (Vorjahr: T€ 25.000) sowie dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 1.281 (Vorjahr: T€ 1.328).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern über T€ 839 (Vorjahr: T€ 562) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit über T€ 33 (Vorjahr: T€ 32) enthalten.

Ergänzende Hinweise zur Bilanz

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo i.H.v. T€ 8.477 (Vorjahr: T€ 16.402).

Aus den mehrjährigen Mietverpflichtungen resultieren folgende Beträge:

Gesamtbetrag
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Mietverpflichtungen Gebäude 4.010.150,09 737.883,51 3.272.266,58 0,00
Vorjahr: 4.318.482,70 740.311,32 2.961.245,28 616.926,10
Kfz-Leasing 393.834,90 215.075,94 178.758,96 0,00
Vorjahr: 430.178,32 219.216,44 210.961,88 0,00
4.403.984,99 952.959,45 3.451.025,54 0,00
Vorjahr: 4.748.661,02 959.527,76 3.172.207,16 616.926,10

Darüber hinaus bestehen branchenübliche - zum Teil mehrjährige - Verträge mit Unternehmen über die Anmietung von Netzleitungen. Diese Vereinbarungen liegen im üblichen Rahmen und sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftstätigkeit der htp GmbH.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage von Bedeutung wären.

IV. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse nach Abzug aller Erlösschmälerungen verteilen sich wie folgt:

2024
T€
2023
T€
Telefonie/Internet 74.839 68.727
Übertragungswege 11.724 11.427
Netzbau Landkreis Hameln-Pyrmont 440 3.882
sonstige 1.666 1.626
88.669 85.662

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen T€ 304 (Vorjahr: T€ 259) Erträge aus Sachbezügen, T€ 283 (Vorjahr: T€ 106) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, T€ 247 (Vorjahr: T€ 331) Erträge aus Zuschüssen und Zulagen, T€ 124 (Vorjahr: T€ 130) Erträge aus Versicherungsleistungen und Schadenersatz sowie T€ 110 (Vorjahr: T€ 107) Erlöse aus Mahngebühren enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 283 (Vorjahr: T€ 106) und Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen T€ 25 (Vorjahr: T€ 4).

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen T€ 28 (Vorjahr: T€ 23).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen T€ 1.008 (Vorjahr: T€ 0).

Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen T€ 110 (Vorjahr: T€ 109).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen T€ 5.709 (Vorjahr: T€ 5.429) Aufwendungen für Mieten und Strom, T€ 3.318 (Vorjahr: T€ 3.014) Aufwendungen für Instandhaltungen, T€ 2.092 (Vorjahr: T€ 1.754) Aufwendungen für Werbung, T€ 1.331 (Vorjahr: T€ 1.694) Aufwendungen für Vertriebsprovisionen, T€ 1.069 (Vorjahr: T€ 1.468) Aufwendungen für EDV-Material, T€ 690 (Vorjahr: T€ 595) Aufwendungen für Fremdpersonal, T€ 670 (Vorjahr: T€ 545) Aufwendungen für Kraftfahrzeuge und T€ 213 (Vorjahr: T€ 232) Aufwendungen für Versand enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Ergebnis ist mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 878 (Vorjahr T€ 203) belastet. Darin enthalten sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 101 (Vorjahr: T€ 44). Das Mindestbesteuerungsgesetz hat hierbei keine Auswirkung.

V. Sonstige Angaben

Angabe des Abschlussprüferhonorars

Die Honorare betragen für die Jahresabschlussprüfung T€ 44 (Vorjahr: T€ 40) und für Steuerberatungsleistungen T€ 15 (Vorjahr: T€ 15).

Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Nennung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiterzahl

Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 210 Vollzeit- und 24 Teilzeitangestellte sowie 20 Auszubildende. (Vorjahr: 210 Vollzeitangestellte, 22 Teilzeitangestellte und 19 Auszubildende).

Geschäftsführung

Dipl. Wirt. Ing. Thomas Heitmann, Hannover, Finanzen und Technik

Dipl. Ök. Karsten Schmidt, Hannover, Vertrieb

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums sind nicht eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung empfiehlt den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklage einzustellen.

Jahresabschluss nach TKG

Mit dem aufgestellten Jahresabschluss sind wir der Verpflichtung gem. § 7 TKG nachgekommen.

 

Hannover, 14. März 2025

Geschäftsführer: Thomas Heitmann

Geschäftsführer: Karsten Schmidt

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2024

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
01. Jan. 2024
Zugänge
Umbuchung
Abgänge
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.621.084,70 840.503,65 0,00 1.475.494,66
4.621.084,70 840.503,65 0,00 1.475.494,66
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke und Gebäude 2.260.276,73 0,00 0,00 0,00
2. Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.045.740,63 23.182.785,25 18.806.373,74 5.582.514,23
3. Anlagen im Bau 19.332.604,58 8.025.335,99 -18.806.373,74 0,00
210.638.621,94 31.208.121,24 0,00 5.582.514,23
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen 2.522.550,00 836.666,67 0,00 0,00
2.522.550,00 836.666,67 0,00 0,00
217.782.256,64 32.885.291,56 0,00 7.058.008,89
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
31. Dez. 2024
01. Jan. 2024
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2024
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.986.093,69 3.249.142,70 869.058,65 1.475.494,66 2.642.706,69
3.986.093,69 3.249.142,70 869.058,65 1.475.494,66 2.642.706,69
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke und Gebäude 2.260.276,73 1.907.675,10 14.490,00 0,00 1.922.165,10
2. Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 225.452.385,39 49.438.233,63 10.841.115,99 5.516.037,23 54.763.312,39
3. Anlagen im Bau 8.551.566,83 0,00 0,00 0,00 0,00
236.264.228,95 51.345.908,73 10.855.605,99 5.516.037,23 56.685.477,49
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen 3.359.216,67 0,00 1.007.765,00 0,00 1.007.765,00
3.359.216,67 0,00 1.007.765,00 0,00 1.007.765,00
243.609.539,31 54.595.051,43 12.732.429,64 6.991.531,89 60.335.949,18
NETTOBUCHWERTE
2024
2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.343.387,00 1.371.942,00
1.343.387,00 1.371.942,00
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke und Gebäude 338.111,63 352.601,63
2. Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.689.073,00 139.607.507,00
3. Anlagen im Bau 8.551.566,83 19.332.604,58
179.578.751,46 159.292.713,21
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen 2.351.451,67 2.522.550,00
2.351.451,67 2.522.550,00
183.273.590,13 163.187.205,21

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die htp GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der htp GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der htp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 26. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer

ppa. Lasse Neubert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 06.05.2025 festgestellt.

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