Octapharma Biopharmaceuticals GmbH

Im Neuenheimer Feld 590, 69120 Heidelberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 714599
Vorher
Octagene GmbH
Eingetragen
29.9.1997
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Entwicklung von humanen Zelllinien zur Herstellung von rekombinanten Proteinen als Therapeutikum sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Dr. Güttler
seit 23.12.2025
Prokura
Prokura
Torben Schmidt
seit 4.11.2021
Geschäftsführer
Ingo Grodde
seit 4.11.2021
Prokura
Andreas Dr. Volk
seit 4.11.2021
Prokura
Guido Dr. Kohla
seit 27.3.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Octapharma Nordic ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Octapharma Nordic AB
Sweden
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Octapharma Biopharmaceuticals GmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der Octapharma Biopharmaceuticals GmbH mit Sitz in Heidelberg ist die Auftragsforschung und Entwicklung von therapeutischen Proteinen, welche in rekombinant veränderten, humanen Zelllinien hergestellt werden, sowie die Entwicklung und der Betrieb von Forschungsplattformen als Grundlagen für die Entwicklung von Medikamenten für die Octapharma AG, Lachen/Schweiz. Die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH ist dabei eine der zentralen Forschungsgesellschaften der Octapharma-Gruppe. Das grundlegende Interesse besteht in der Entwicklung von Biopharmazeutika mit einer verbesserten Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit für die Patienten, sowie einer verlängerten Halbwertszeit. Der Fokus der Gesellschaft liegt damit in der Entwicklung von rekombinanten Arzneimitteln als moderne Alternative zu Plasmaprodukten. Die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH erbringt diese Forschungs- und Entwicklungsleistungen als Dienstleistung für die konzernzugehörige Octapharma AG.

Die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH hat neben ihrem Hauptsitz in Heidelberg Niederlassungen in Frankfurt und Berlin. Aufgaben dieser Niederlassungen sind insbesondere spezielle biochemische Analytik und zellbiologische Assays, Forschung im Gebiet der Gerinnung, Untersuchungen der Virus- und Prionensicherheit sowie Testungen von humanem Plasma mit molekularbiologischen Methoden. Diese Arbeitsschwerpunkte tragen auch zum Ziel der Octapharma-Gruppe, der Entwicklung von humanen Proteinen mit verbesserter Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit, bei.

Zum 31. Dezember 2023 sind in Berlin 29 bzw. in Frankfurt 33 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Am Standort Heidelberg sind zum 31. Dezember 2023 122 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Steuerungssystem

Die Gesellschaft betrachtet die Kennzahlen Rohergebnis und Jahresergebnis aufgrund der festgelegten Forschungsaktivitäten als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Hierzu werden im Jahresbudget die erforderlichen Produktionsfaktoren ermittelt und die entsprechenden Kosten eingeplant. Die gesamten Aufwendungen der Forschungsaktivitäten werden an die Octapharma AG mit einem Gewinnaufschlag nach der Cost-Plus-Methode mit einem festen Prozentsatz in Rechnung gestellt.

Forschung und Entwicklung

Anhand des Funktions- und Risikoumfangs, welcher im Rahmen der Geschäftsbeziehung mit der Octapharma AG besteht, ist die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH als typisches Auftragsforschungsunternehmen einzustufen und erbringt diese Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen ausschließlich gegenüber der Octapharma AG. Es erfolgt dabei ein Zukauf der erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie von externen Unterstützungsleistungen in Form von Dienstleistungen.

Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ist TEUR 31.160 (i. Vj. TEUR 26.853) und damit 96 % vom Umsatz (i. Vj. 96 %). Es wurden hierfür in 2023 TEUR 4.746 an Investitionen getätigt (i. Vj. TEUR 3.667) und im Durchschnitt 174 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 171). Es wurden im Berichtsjahr 0 Patente angemeldet (i. Vj. 0).

Derzeit werden keinerlei Entwicklungskosten bei der Gesellschaft aktiviert.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH erbringt ihre Leistungen ausschließlich für die Octapharma AG. Die Gesellschaft ist somit nur mittelbar von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungstendenzen abhängig, da sie ihre Aufträge innerhalb des Konzerns erhält.

Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis stieg im Jahr 2023 um ca. 18,4 % von TEUR 24.678 auf TEUR 29.211. Die im Rohergebnis enthaltenen Umsatzerlöse stiegen ebenfalls deutlich an. Der Anstieg ergibt sich überwiegend aus einer höheren Erstattung für die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, denen leicht gesunkene Materialaufwendungen gegenüberstehen. Die höheren Personalaufwendungen resultieren insbesondere aus Tariferhöhungen sowie aus einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023. Die Planung des Vorjahres wurde trotzdem im Geschäftsjahr 2023 deutlich unterschritten, da mit mehr Kosten gerechnet wurde.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Jahresüberschuss 2023 reduzierte sich deutlich um TEUR 266 (51,2 %) auf TEUR 253 (i. Vj. TEUR 519) und entsprach nicht unseren Erwartungen. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen deutlich höheren Zinsaufwand im Jahr 2023 zurückzuführen. Neben den bereits im Rohergebnis enthaltenen Materialaufwendungen sind Personalaufwendungen, planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wesentliche Kostenbestandteile.

Die Gesellschaft hat keine Bankverbindlichkeiten. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch kurz- und langfristige Kapitalbereitstellung durch eine Konzerngesellschaft. Die bereitgestellte Kreditlinie von Mio EUR 30,0 ist zum Stichtag unverändert in Höhe von Mio EUR 22,7 ausgeschöpft. Stichtagsbedingt nahmen die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ab, während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des im Jahr 2012 fertiggestellten Neubaus des Betriebsgebäudes in Heidelberg. Für das dazugehörige Grundstück wurde in der Vergangenheit ein langfristiges Erbbaurecht bestellt.

Die im Jahr 2023 getätigten Investitionen betreffen im Wesentlichen den Gebäudeausbau in Heidelberg sowie Investitionen in technische Anlagen, Geräte und Maschinen im Rahmen der Erweiterung der technischen Infrastruktur. Die Zugänge waren im Berichtsjahr geringer als die planmäßigen Abschreibungen, was insgesamt zu einer leichten Reduzierung des Anlagevermögens im Berichtsjahr führte. Für 2024 sind weitere Investitionen, insbesondere in die technische Infrastruktur, geplant. Das geplante Investitionsvolumen für 2024 liegt wesentlich über dem Niveau der im Jahr 2023 getätigten Investitionen, insbesondere aus der Verschiebung von Projekten nach 2024 resultierend.

Das ausgewiesene Bestellobligo für vorgesehene Investitionen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 223.

Bedingt durch den Jahresüberschuss von TEUR 253 weist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 15.540 (i. Vj. TEUR 15.287) aus.

Alles in allem entsprach das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 nicht ganz unseren Erwartungen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes schätzt die Unternehmensleitung die Vermögens- und Finanzlage als befriedigend, die Ertragslage aufgrund der nachhaltigen Jahresüberschüsse als insgesamt gut ein.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die COVID-19-Pandemie sehen wir als überwunden an. Für unsere Planung 2024, die wir im Dezember 2023 fertiggestellt haben, mussten wir auch keine Nachwirkungen berücksichtigen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir aufgrund der von der Octapharma AG vorgegebenen Erweiterung von Forschungsprojekten insgesamt mit einem deutlich steigenden Kostenniveau im Bereich von ca. 18 %, das zu einem entsprechenden Anstieg der Erstattungen durch die Octapharma AG führen wird, sodass für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt ein entsprechend deutlich steigendes Rohergebnis sowie ein korrespondierend deutlich steigender Jahresüberschuss erwartet werden.

Wir weisen darauf hin, dass es sich um Prognosen handelt, die mit Unsicherheiten verbunden sind. Konkrete Aussagen zu den einzelnen Projekten finden sich nachfolgend im Chancen- und Risikobericht.

Chancen- und Risikobericht

Unter Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Unter Risiken verstehen wir mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Risiken

Die einzelnen Risiken werden in den einzelnen Risikogruppen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit dargestellt, das Risiko mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit wird als erstes in der jeweiligen Risikogruppe aufgeführt. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, soweit möglich oder vorhanden werden bereits implementierte Gegenmaßnahmen, die den Risiken entgegenstehen, dargestellt.

Das wesentlichste Risiko der Gesellschaft als reine konzerninterne Dienstleistungsgesellschaft ist die Auftragsvergabe durch die Octapharma AG.

Die Jahre 2012 bis 2022 sind noch nicht bestandskräftig. Die Geschäftsjahre 2012 bis 2014 sind im Einspruchsverfahren und die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 derzeitig Gegenstand von laufenden Betriebsprüfungen. Da die Gesellschaft auf Basis des Cost-Plus-Vertrags mit der Octapharma AG, Lachen (Schweiz), gesteuert wird, besteht ein bedeutsames Risiko, dass die derzeitigen Verrechnungspreise angepasst werden könnten. Unsere Muttergesellschaft hat erklärt, dass sie uns von sämtlichen Steuern einschließlich Nebenleistungen (wie z. B.: Zinsen), die infolge der Feststellungen des Fachprüfers für Außensteuer und Verrechnungspreis-Angelegenheiten im Rahmen der steuerlichen Außenprüfungen bei den jeweiligen Tochtergesellschaften bestandskräftig festgesetzt werden und von den Tochtergesellschaften (zusätzlich) zu zahlen sind, freistellt.

Für das Jahr 2024 wurde eine weitere routinemäßige Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2019 bis 2021 angekündigt.

Darüber hinaus ergeben sich für die Octapharma-Gruppe Risiken, die im Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit stehen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eines pharmazeutischen Unternehmens sind naturgemäß einem relativ hohen Risiko des Scheiterns ausgesetzt, das die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH, da sie Forschungs- und Entwicklungsleistungen als konzerninterne Dienstleistung erbringt, mittelbar trifft: Entwicklungsprojekte können sowohl an technischen Schwierigkeiten, die sich als nicht zu bewältigen erweisen können, scheitern, als auch an negativen biologischen Erkenntnissen im Laufe der präklinischen (Tierversuche) und der klinischen Entwicklung (Prüfungen am Menschen). Da die Octapharma-Gruppe jedoch ihre F&E Projekt-Portfolien aus den Therapie-Gebieten auswählt, in denen der Konzern aufgrund langjähriger Erfahrung eine hohe Expertise besitzt und/oder die Projekte zu einem guten Teil auf einem bereits erbrachten "proof of concept" beruhen, d. h. der Erkenntnis, dass ein Proteinwirkstoff definierter Aminosäuresequenz auch mit bestimmten Modifikationen, durch z. B. Zuckerketten am Protein, sich bereits bei klinischen Versuchen von Mitbewerbern als sicher, wirksam und verträglich bewährt hat, kann dieses Risiko für Octapharma-Projekte im Bereich der Gerinnungsfaktoren minimiert werden. Dies gilt prinzipiell auch für die neuen Projekte aus dem Bereich der "mimetischen" Wirkstoffe, bei deren Entwicklung klinische Erfahrungen von Mitbewerbern berücksichtigt werden. Durch die insgesamt kürzeren klinischen Erfahrungen mit Produkten dieser Wirkstoffklasse ist das Risiko etwas höher einzuschätzen. Insgesamt stellt die Mischung von Entwicklungsprojekten mit sehr niedrigem Risiko und innovativen Konzepten mit etwas höherem Risiko - wie 2018 aufgesetzt und bis 2023 weitergeführt - eine sinnvolle Strategie für das Jahr 2024 und darüber hinaus dar.

Da zudem die Finanzierung des Unternehmens über eine Konzerngesellschaft erfolgt, die Forschungs- und Entwicklungsaufträge an die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH erteilt, ist die Prognose für das kommende Jahr sehr gut, d. h. alle Entwicklungsprojekte des Unternehmens werden durch solide und detaillierte Budgetplanung und ständige Budget- und Fortschrittskontrolle engmaschig überwacht. Der Finanzierungsbedarf wird durch die Budget-Zusagen des Mutterunternehmens gesichert.

Mögliche weitere Risiken bestehen für die Octapharma-Gruppe und damit auch für die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH vor allem in der Abhängigkeit von behördlichen Genehmigungen, der erteilten Herstellerlaubnis nach GMP (good manufacturing practice) sowie durch internationale Behörden, die für die Produktion von klinischem Material vor Start von klinischen Prüfungen am Menschen benötigt werden. Diese wurden durch erfolgreich durchgeführte Audits und die erfolgreiche Erteilung der GMP-Lizenz durch die deutschen Behörden wesentlich verringert.

Risiken für Octapharma bestehen außerdem in der Verflechtung mit Zulieferunternehmen, die teilweise aufgrund von bestehendem Patentschutz Monopolstellungen im Markt haben und wichtige Komponenten für die Auftragsforschung der Octapharma Biopharmaceuticals GmbH zuliefern.

Des Weiteren bestehen technische und biologische Risiken in den einzelnen Entwicklungsprojekten, soweit sie innovativen Charakter haben, d. h., dass zwar Teilaspekte in der Wirkstoffzusammensetzung - wie oben ausgeführt - bekannt sind, andere aber noch nicht biologisch am Menschen getestet und für sicher, wirksam und verträglich befunden wurden. Diese Befunde können erst im Laufe eines mehrjährigen und finanziell aufwändigen Prozesses erbracht und bewertet werden.

Ein generelles Risiko besteht außerdem in der sich ständig ändernden wettbewerblichen Umgebung, in der sich die Octapharma-Gruppe bewegt. Mitbewerber könnten an ähnlichen oder gleichartigen Wirkstoffen arbeiten, Wirkstoffe mit neuen Wirkmechanismen entwickeln und ggf. durch eine schnellere Entwicklung früher am Markt sein, somit Marktanteile erwerben, die die hauseigenen Wirkstoffe ökonomisch unattraktiver oder gar unrentabel machen könnten. Gegen dieses Risiko versucht die Octapharma-Gruppe uns einerseits durch ständige Marktbeobachtung und Bewertung der Wettbewerbssituation, andererseits durch ein strategisches Forschungsportfolio, die Etablierung neuer Forschungsplattformen wie die Nanobody-Technologie und die Beschleunigung der Entwicklungszeiten von Entwicklungsprojekten abzusichern.

Als weiteres Risiko seien Patente von Mitbewerbern genannt, die für Entwicklungsprojekte ggf. zusätzliche Hürden darstellen und zu einem höheren Entwicklungsaufwand führen können. Zur Vermeidung entsprechender Schwierigkeiten beobachtet Octapharma das Patentumfeld seiner Therapiegebiete und Projekte ständig und bewertet regelmäßig, im Laufe des Projektfortschritts auch mit zunehmender Intensität, die jeweilige Patentsituation. Die Octapharma AG reicht selbst Patente zu Wirkstoffen, Formulierungen und Herstellungsverfahren ein, um eine eigene, werthaltige Patentsituation zu schaffen und zu erhalten.

Ein Ende der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Dieser Konflikt hat ebenfalls zu einer allgemeinen und länger anhaltenden gestiegenen Inflation geführt. Es besteht das grundsätzliche Risiko steigender Preise bei Einkauf von Waren und Dienstleistungen. Aufgrund der mit unserer Muttergesellschaft abgeschlossenen Cost-Plus-Vereinbarung sehen wir derzeit keine überdurchschnittlichen finanziellen Risiken aus dem Konflikt.

Unsere Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 15.540 aus. Aufgrund des mit Wirkung zum 1. Januar 2013 geschlossenen "Service Agreement" auf "Cost-Plus"-Basis mit der Octapharma AG sowie der durch diese Gesellschaft zur Verfügung stehenden freien Kreditlinien sehen wir den Fortbestand der Gesellschaft als überwiegend wahrscheinlich an.

Chancen

Eine wesentliche Chance der Gesellschaft besteht in der Konzernzugehörigkeit zur Octapharma-Gruppe und der damit verbundenen Marktpositionierung der Gruppe, die künftige Forschungsaktivitäten unterstützen wird.

Darüber hinaus bestehen Chancen in der raschen Umsetzung von Erkenntnissen, die das Unternehmen im Rahmen der Entwicklung und Zulassung des ersten rekombinanten Wirkstoffs rhFVIII (Nuwiq) gewonnen hat, und die es nun auch für die nachfolgenden Projekte im Portfolio zielführend anwenden kann. Beispiele hierfür sind verfahrenstechnische Erkenntnisse in den Bereichen Zellkultur von HEK 293F-Zellen, Protein-Reinigungsverfahren, Formulierungskenntnisse, Produktionsmethoden, analytische Verfahren zur detaillierten Untersuchung von Proteinen und zur Bestimmung von Modifikationen der Proteine (z. B. durch Zuckerketten, die von der Herstellungszelllinie an das Protein nach der Biosynthese angehängt werden), u. v. m.

Insbesondere das Konzept der Verwendung einer humanen Zelllinie für die Herstellung des rhFVIII und die damit erzielte vorteilhafte Modifikation durch Zucker- und Sulfat-Reste haben sich mit positiven Ergebnissen in der klinischen Prüfung, auch hinsichtlich Verträglichkeit und geringen Nebenwirkungen, bewährt.

Neben der Umsetzung von Erkenntnissen, die aus der Entwicklung von rekombinanten Biopharmazeutika gewonnen wurden, etabliert die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH eine innovative Entwicklungsplattform auf der Basis so genannter Nanobodies. Diese innovative Technologie erlaubt die Entwicklung von Wirkstoffen im Geschäftsfeld der Octapharma mit neuen Wirkmechanismen und verbesserten Produkteigenschaften.

 

Heidelberg, den 28. Juni 2024

Octapharma Biopharmaceuticals GmbH

Torben Schmidt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.155.281,44 213.226,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.744.785,21 18.653.312,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.297.509,24 14.667.591,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 503.292,73 33.545.587,18 1.440.279,39 34.761.183,00
34.700.868,62 34.974.409,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 614.273,25 678.560,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände 1.273.723,18 1.045.450,32
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.350,71 2.282,39
1.890.347,14 1.726.292,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 647.006,75 669.328,32
37.238.222,51 37.370.031,05

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
Stammkapital (DM 50.000,00)
abzgl. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.782,30 -12.782,30
Eingefordertes Kapital 12.782,29 12.782,29
II. Kapitalrücklage 11.000.000,00 11.000.000,00
III. Bilanzgewinn 4.527.527,10 4.274.317,85
15.540.309,39 15.287.100,14
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.198.431,78 2.050.016,80
2.198.431,78 2.050.016,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.194.175,59 1.406.806,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.107.485,52 18.474.230,27
3. Sonstige Verbindlichkeiten 197.820,23 151.877,21
- davon aus Steuern EUR 197.820,23 (i. Vj. EUR 151.877,21) -
19.499.481,34 20.032.914,11
37.238.222,51 37.370.031,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 29.210.985,44 24.678.049,32
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.507.532,80 -10.148.884,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -2.055.142,82 -13.562.675,62 -1.869.191,75 -12.018.076,24
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.011.417,47 -4.265.515,91
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.191.587,22 -7.145.282,68
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -860.202,84 -418.459,24
- sämtlich an verbundene Unternehmen -
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -331.893,04 -311.449,76
7. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 253.209,25 519.265,49
8. Gewinnvortrag 4.274.317,85 3.755.052,36
9. Bilanzgewinn 4.527.527,10 4.274.317,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Angaben

Die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH, Heidelberg, ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Mannheim unter der Nummer HRB 714599 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Im Neuenheimer Feld 590, 69120 Heidelberg, Deutschland.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen.

Sämtliche Geschäftsanteile der Gesellschaft werden zum Bilanzstichtag von der Octapharma Nordic AB, Stockholm/Schweden, gehalten.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen der §§ 266 Abs. 2 und 3, 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldenposten erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden abweichend von den steuerlichen Vorschriften nach konzerneinheitlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear über einen Zeitraum von drei Jahren (Software), drei bis fünf Jahren (Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) bis zu 25 Jahren (Gebäude) vorgenommen.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet die Gesellschaft auf den Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren ergebende Steuerentlastung aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten größer als ein Jahr wird dabei das Imparitätsprinzip und das Realisationsprinzip beachtet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf einen Betrag in Höhe von TEUR 177 (i. Vj. TEUR 177) innerhalb eines Jahres fällig und enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Personalrückstellungen (Boni und Prämien für Mitarbeiter, Urlaubsverpflichtungen sowie sonstigen Personalkosten) in Höhe von TEUR 1.645 (i. Vj. TEUR 1.503) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 553 (i. Vj. TEUR 546) gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen mit TEUR 22.688 (i. Vj. TEUR 22.688) aus einem verzinslichen Darlehen der Octapharma AG, Lachen/Schweiz, mit einer vertraglichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Saldo gegenüber der Octapharma AG sind des Weiteren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.309 (i. Vj. TEUR 6.438) enthalten, die mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 420 (i. Vj. TEUR 198), mit Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 270 (i. Vj. TEUR 2.019 Verbindlichkeiten) sowie mit Darlehen gegenüber der Octapharma AG in Höhe von TEUR 22.688 (i. Vj. TEUR 22.688) saldiert wurden, da auf Grund der jederzeitigen vorfälligen Erfüllbarkeit des Darlehens eine Aufrechnungslage gegeben ist. Gegenüber der Gesellschafterin Octapharma Nordic AB, Stockholm/Schweden, bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 0). Gegenüber weiteren Gesellschaften der Octapharma-Gruppe bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 8). Bis auf die Darlehen der Octapharma AG in Höhe von TEUR 22.688 (i. Vj. TEUR 22.688), die eine Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren haben, haben alle anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 728 (i. Vj. TEUR 2.225) wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis enthält im Wesentlichen an die Octapharma AG weiterbelastete Forschungs- und Entwicklungskosten abzüglich Materialaufwendungen. Die darin enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit TEUR 8 (i. Vj. TEUR 5) aus Währungsgewinnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Gebäudeaufwendungen, Beratungsaufwendungen sowie Aufwendungen des laufenden Laborbedarfs. Sie enthalten Währungsverluste in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 8).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.527.527,10, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 253.209,25 und dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.274.317,85, auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Aus einem langfristigen Erbbaupachtvertrag für Grund und Boden betreffend des Standortes in Heidelberg, aus dem jährliche Zahlungen resultieren, aus Mietvertragsverpflichtungen der Standorte Frankfurt und Berlin sowie aus Verträgen für die Nutzung von Software und Patente bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.206 (davon bis zu einem Jahr TEUR 1.031, davon über einem bis zu fünf Jahren TEUR 1.417, davon über fünf Jahren TEUR 4.758). Die Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) betragen zum Bilanzstichtag TEUR 223.

Die Verträge wurden zur Verbesserung der Liquiditätslage abgeschlossen. Risiken bestehen über die Verpflichtung selbst hinaus nicht.

Geschäftsführer

Torben Schmidt, Hanau, Diplom-Ingenieur, Biotechnologie

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die durchschnittliche Anzahl von Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 174 (i. Vj. 171). Im Einzelnen:

2023 Mitarbeiter 2022 Mitarbeiter
Männliche Angestellte 65 69
Weibliche Angestellte 109 102
174 171

Das oberste Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Octapharma Nordic AB, Stockholm/Schweden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Heidelberg, den 28. Juni 2024

Octapharma Biopharmaceuticals GmbH

Torben Schmidt

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 964.429,46 1.519.116,08 744,00 0,00 2.482.801,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.141.425,77 164.779,07 8.677,99 54.800,00 29.352.326,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.882.610,51 2.748.971,28 253.885,12 1.195.538,26 39.573.234,93
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.440.279,39 313.351,60 0,00 -1.250.338,26 503.292,73
66.464.315,67 3.227.101,95 262.563,11 0,00 69.428.854,51
67.428.745,13 4.746.218,03 263.307,11 0,00 71.911.656,05
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäfts-Jahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 751.202,48 577.061,62 744,00 1.327.520,10 1.155.281,44 213.226,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.488.113,62 1.119.971,53 543,51 11.607.541,64 17.744.785,21 18.653.312,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.215.019,05 3.314.384,32 253.677,68 24.275.725,69 15.297.509,24 14.667.591,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 503.292,73 1.440.279,39
31.703.132,67 4.434.355,85 254.221,19 35.883.267,33 33.545.587,18 34.761.183,00
32.454.335,15 5.011.417,47 254.965,19 37.210.787,43 34.700.868,62 34.974.409,98

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH, Heidelberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Octapharma Biopharmaceuticals GmbH, Heidelberg​, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Octapharma Biopharmaceuticals GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023​ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften​​ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB​​ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB​​ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung​​​ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter​​ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften​​ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB​​ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung​ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 6. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kis, Wirtschaftsprüfer

Kern, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Octapharma Biopharmaceuticals GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 12.11.2024 festgestellt.

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