Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 2079
Eingetragen
7.2.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung von Software und Internetlösungen, IT-Consulting und Unternehmensberatung und Durchführung von Schulungen und Seminaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Werner Hauser
seit 25.2.2021
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

euregon AG

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht

I. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Die euregon AG entwickelt und vertreibt Software für ambulante und teilstationäre Pflegeeinrichtungen. Der Hauptsitz befindet sich in Augsburg. Die Geschäftsstellen in Berlin, Fulda, Hamburg, Köln und Mühlacker dienen vertrieblichen Zwecken und der Kundenbetreuung.

Die Kunden der euregon AG kommen weiter überwiegend aus den Einrichtungen der Wohlfahrt. Ein wachsender Teil sind private Pflegeeinrichtungen.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentriert sich im Wesentlichen auf die Vereinfachung und Digitalisierung von Prozessen für unsere Kunden. Vorteile für die Pflegeeinrichtungen entstehen beispielsweise durch die durchgängige Prozessorientierung und vollständige Digitalisierung mit .snap von der Klientenaufnahme bis zur Abrechnung, durch die vollständige Integration der Mobillösungen MDA und PAD bis hin zur elektronischen Unterschrift auf der Patienten-App, oder die softwaregestützte Tourenplanung, den Verordnungsscan oder die integrierten Controllingfunktionalitäten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Neue Projekte sind die Anbindung an die Telematikinfrastruktur und die Entwicklung einer Softwarelösung für stationäre Pflegeeinrichtungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die bisherige Wachstumsentwicklung des Marktes hat sich im Jahresverlauf 2023 deutlich abgeschwächt. Insbesondere im 2. Halbjahr 2023 kam es verstärkt zu Insolvenzen und Schließungen von Einrichtungen. Diese sind insbesondere durch starke Kostensteigerungen (Energie, Personal, Inflation) in der Pflege bedingt, während sich die Erlösseite nur unwesentlich verbessert hat. Dazu kommt der personelle Engpass - viele Einrichtungen können deshalb nicht wachsen, obwohl die Nachfrage von Patientenseite vorhanden ist. Unsere Erwartungshaltung aus dem Vorjahr hinsichtlich einer hieraus zu erwartenden Investitionszurückhaltung hat sich damit leider vollumfänglich bestätigt.

Wettbewerbsseitig hat sich die Konsolidierung bei der Zahl der Anbieter für Pflegesoftware weiter - wenn auch auf langsamer Basis - fortgesetzt.

Vor diesem Hintergrund sind wir mit unserer Umsatz- und Ergebnisentwicklung zufrieden. Diese ist allerdings im Wesentlichen durch ein sehr gutes erstes Halbjahr entstanden.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatz und Ergebnis

Die Geschäftsentwicklung im GJ 2022/23 zeigte bei den Umsatzerlösen eine Steigerung von mehr als 30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Bestandsveränderungen bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen unterscheiden sich jedoch in beiden Geschäftsjahren - im abgelaufenen Jahr konnte eine deutliche Reduzierung erreicht werden. Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich entsprechend um 17 % erhöht.

Im laufenden Geschäftsjahr konnte, wie geplant, ein Jahresüberschuss in Höhe von 3,9 Mio. EUR erzielt werden.

2.2 Investitionen

Im Lauf des Geschäftsjahres wurden unwesentliche Neuinvestitionen in das Arbeitsplatzequipment getätigt. Zum Geschäftsjahresende wurde eine größere Investition in ein neues CRM/ERP System getätigt.

2.3 Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahl GJ 2021/22 GJ 2022/23
Angestellte Vollzeit 56 68
Angestellte Teilzeit 19 25
Auszubildende 3 3
Gesamt 78 96

Die Mitarbeiteranzahl wurde im laufenden Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Dies betraf alle Bereiche wie die Beratung, das Marketing, die Entwicklung "Stationäre Pflegesoftware", Produktmanagement oder die Verwaltung.

2.4 Vermögenslage

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage GJ 2021/22 GJ 2022/23
Anlageintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) 19,1% 18,6%
Vorratsintensität (Vorratsvermögen / Bilanzsumme) 14,3% 2,2%
Forderungsintensität (Forderungen aus LuL / Bilanzsumme) 22,2% 17,0%
Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) 58,5% 62,7 %

Die Anlageintensität der euregon AG hat sich im Vorjahresvergleich nur geringfügig reduziert.

Bereits gelieferte Software und Dienstleistungen, die noch nicht abgerechnet wurden, werden im Bereich der Vorräte ausgewiesen. Dieser Posten konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden.

Die Forderungsintensität ist trotz einer deutlichen Steigerung der Gesamtleistung absolut gesunken.

Die gute Eigenkapitalquote hat sich nochmals verbessert.

2.5 Finanz- und Liquiditätslage

Die Liquidität der Gesellschaft war auch im Verlauf dieses Geschäftsjahres weiterhin sehr gut.

Zum Geschäftsjahresende liegt die kurzfristige Liquidität mit verfügbaren Mitteln von 7,0 Mio. EUR nochmals deutlich über dem Vorjahresniveau. Für die Finanzierung des weiteren Geschäftsbetriebs und mögliche kommende Investitionen stehen liquide Mittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Verbindlichkeiten werden innerhalb vorhandener Skontofristen bedient.

2.6 Umsatz- und Ertragslage

GJ 2021/22 GJ 2022/23
Ergebnis vor Steuern (EBT) 5.863 TEUR 5.739 TEUR
Jahresüberschuss 3.977 TEUR 3.935 TEUR

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt im Geschäftsjahr bei 5,739 Mio. EUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% gesunken.

Mit der weiteren Verstärkung der Marktbearbeitung im Bereich private Pflegedienste durch neue Mitarbeiter konnten wir erneut eine Umsatzsteigerung erreichen. Die durch den Personalaufbau und erforderliche Anpassungen bei den Mitarbeitern gestiegenen Personalkosten sowie Projektkosten wie für das Projekt "Stationäre Pflegesoftware" und sonstigen zugehörigen Kostensteigerungen für Fahrzeuge und Veranstaltungen zur Kundengewinnung, konnten dadurch nicht ganz aufgefangen werden. Daher hat sich das Ergebnis leicht verschlechtert, liegt aber immer noch auf hohem Niveau. Der für das Jahr erreichte Auftragseingang lag insbesondere im Neukundengeschäft auf Planniveau.

3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die euregon AG sieht sich hinsichtlich ihrer Geschäftsentwicklung gut aufgestellt und verfügt über die entsprechende Liquidität für mögliche kommende Investitionen. Die Realisierung der gestiegenen Forderungen wird diese weiter positiv beeinflussen.

Eine erfolgreiche Marktbearbeitung auf Basis der Weiterentwicklung unserer Software ist die Grundlage für den bisherigen und weiteren Erfolg. Dies ist uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut gelungen.

III. Prognosebericht sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Prognosebericht

Um weiter wachsen zu können, werden wir noch vorhandene Lücken in den Vertriebsregionen schließen. Intern werden wir ein neues ERP und CRM System einführen, um damit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen. Auf die Investitionszurückhaltung reagieren wir mit einem deutlichen Ausbau des Digitalmarketing.

Als positiven Sondereffekt betrachten wir die anstehende Anbindung der Kunden an die Telematikinfrastruktur, was sich insbesondere im Bestandskundengeschäft positiv auswirken sollte.

Wesentliche Änderungen der operativen Geschäftspolitik sind nicht geplant. Wir rechnen im Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem weiter positiven Geschäftsverlauf und einem leichten Umsatzwachstum. Den Auftragseingang erwarten wir aufgrund der Investitionszurückhaltung nur mit einer leichten Steigerung zum Vorjahr. Ein gutes Ergebnis in ca. Vorjahreshöhe dürfte auch in diesem Jahr wieder erreicht werden.

2. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Die euregon AG verfügt auch weiterhin über ausreichende liquide Mittel für eine stabile Weiterentwicklung und anstehende Investitionen.

In der ambulanten Pflege sinkt der Marktanteil der großen Wohlfahrtseinrichtungen - der bisherigen Hauptzielgruppe der euregon AG - weiter langsam prozentual. Im Bereich der privaten Pflegeeinrichtungen erfolgt insbesondere bei kleineren und mittleren Einrichtungen ein aktuell etwas verlangsamtes Wachstum. Trotzdem werden wir die begonnene, neue Positionierung auf diese Kunden fortsetzen und gewinnen weiterhin schon deutlich mehr private Pflegedienste als Kunden.

Die deutlichen Kostensteigerungen bei den privaten Pflegeeinrichtungen führen zu Investitionszurückhaltung und erschweren die Kundengewinnung. Hierauf reagieren wir mit verstärktem Digitalmarketing und Fokussierung auf die Stärken von .snap hinsichtlich der vorhandenen Module zur Hebung der Wirtschaftlichkeitsreserven.

Im Wettbewerbsumfeld hat sich der Konsolidierungsprozess der Vorjahre durch die Aufgabe kleinerer Anbieter weiterentwickelt. Hieraus ergeben sich nur wenige Kundengewinnungschancen, da teilweise im Vorfeld die Weichen für die Umstellung auf Wettbewerbssysteme gestellt wurden. Ein Anbieter wurde verkauft und die Zukunftsfähigkeit scheint nicht eindeutig. Hieraus können sich für uns Chancen zur Kundengewinnung ergeben.

Im Bereich der größeren Trägereinrichtungen, insbesondere in der Wohlfahrt, verstärkt sich der Marktdruck nach Lösungen für Komplexträger, für private Träger gilt dies meist dort, wo konzernorientiert agiert wird.

Solange wir noch keine Lösung für Komplexträger anbieten, verstärkt sich das Risiko weiter. Wir haben die Entwicklung einer "Stationären Pflegesoftware" daher auch im abgelaufenen Jahr vorangetrieben und gehen davon aus, ab Anfang 2025 den Markteintritt durchführen zu können. Hinsichtlich der eingesetzten Ressourcen sind wir zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. Die Risiken hinsichtlich des Projektfortschritts stufen wir gegenüber dem Vorjahr etwas geringer ein.

Hinsichtlich der geplanten Anbindung der Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur sehen wir in vielen Fällen Chancen, dies für unsere Bestandskunden in den nächsten beiden Jahren durchführen zu können. Bei Komplexträgereinrichtungen besteht jedoch bei jedem Kunden das Risiko, dass der bisherige stationäre Softwareanbieter oder fremde Projektpartner diese Lösung für die Einrichtung umsetzen.

Hinzu wird durch größere Anbieter (wie z.B. Telekom oder Arvato), aber auch durch kleinere Rechenzentren versucht, über die Umsetzung von Rahmenverträgen mit Wohlfahrtseinrichtungen, die Anbindung auf eigene Rechnung für diese Kunden durchzuführen.

Die Corona Pandemie ist beendet und hieraus erwarten wir keine Einschränkungen mehr.

Der Krieg in der Ukraine hat auch weiter keine direkten Auswirkungen auf den Bereich Pflege. Aufgrund der gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation sind die finanziellen Spielräume der Politik für die Pflege jedoch fast nicht mehr vorhanden.

Die Inflation scheint ihren Zenit überschritten zu haben, aber hinsichtlich der gesamten Kostenentwicklung erwarten wir hier für das kommende Jahr noch eine größere Anzahl an Insolvenzen im Bereich der Pflege sowie die Fortsetzung der vorstehend genannte Investitionszurückhaltung.

Chancen

Aufgrund unserer Produktqualität und der durchgängig digitalen Gesamtlösung sehen wir auch künftig gute Chancen, Kunden zu gewinnen. Mit der Positionierung neuer Module wie .snap assist oder der Patienten- und Angehörigen-App sind wir grundsätzlich gut aufgestellt. Zusätzlich werden wir die wirtschaftliche Beratung weiter in den Fokus rücken, die an Gewicht deutlich gewonnen hat.

Neue Chancen ergeben sich durch die deutliche Ausweitung des Online-/Digitalmarketings. Dazu kommt die Verknüpfung von .snap mit der Telematikinfrastruktur und das Angebot "alles aus einer Hand".

Die demografische Entwicklung und der Personalmangel werden den Druck auf die Einrichtungen der Pflege zu weiteren Prozessoptimierungen weiter erhöhen. Mit unseren prozessgesteuerten und modernen Softwarelösungen sehen wir uns grundsätzlich gut aufgestellt, um unsere Kunden wirtschaftlich auf einem erfolgreichen Kurs zu halten oder neue Kunden dorthin zu bringen.

Zusammenfassung

Aufgrund der beschriebenen Marktsituation gehen wir davon aus, in diesem Jahr leicht wachsen zu können.

Mit der Vorbereitung auf den Markteintritt unserer neuen Softwarelösung "Stationäre Pflegesoftware" für Anfang 2025, der internen Umstellung auf ein neues ERP-CRM System sowie einer neuen Helpdesksoftware schaffen wir die Voraussetzungen für das künftig geplante Wachstum.

Aufgrund unserer Ertragskraft sehen wir uns auch in der Lage, strategisch langfristige Entscheidungen für die erfolgreiche Zukunftssicherung der euregon AG treffen zu können.

Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht.

 

Augsburg, den 13.05.2024

Werner Hauser, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.294.664,61 2.022.754,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 316.936,14 24.894,00
II. Sachanlagen 86.933,00 110.566,00
1. technische Anlagen und Maschinen 25.019,00 27.104,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.914,00 81.468,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.994,00
III. Finanzanlagen 1.890.795,47 1.887.294,27
B. Umlaufvermögen 9.972.207,46 8.495.949,50
I. Vorräte 274.361,27 1.512.383,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.661.704,53 2.579.678,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.036.141,66 4.403.887,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.530,46 64.453,63
Aktiva 12.327.402,53 10.583.157,40

Passiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.730.908,86 6.195.707,15
I. Gezeichnetes Kapital 375.000,00 375.000,00
II. Gewinnrücklagen 37.500,00 37.500,00
III. Bilanzgewinn 7.318.408,86 5.783.207,15
B. Rückstellungen 632.906,11 646.227,74
C. Verbindlichkeiten 1.224.407,23 1.167.807,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.673.480,33 2.573.414,84
E. Passive latente Steuern 65.700,00
Passiva 12.327.402,53 10.583.157,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.11.2022 - 31.10.2023
EUR
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.489.526,60 12.585.209,56
2. Personalaufwand 6.791.692,36 5.124.341,16
a) Löhne und Gehälter 5.503.312,42 4.223.859,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.288.379,94 900.481,56
davon für Altersversorgung 15.109,33 10.795,18
3. Abschreibungen 138.430,00 95.040,60
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 138.430,00 95.040,60
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.911.784,51 1.398.586,19
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100.314,45 0,50
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 8.964,24 104.660,19
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.795.922,17 1.878.957,05
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 65.700,00
8. Ergebnis nach Steuern 3.943.047,77 3.983.624,87
9. sonstige Steuern 7.846,06 6.709,71
10. Jahresüberschuss 3.935.201,71 3.976.915,16
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.783.207,15 4.206.291,99
12. Ausschüttung 2.400.000,00 2.400.000,00
13. Bilanzgewinn 7.318.408,86 5.783.207,15

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma euregon AG hat ihren Sitz in Augsburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 2079 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Dementsprechend wurden die Aufstellungserleichterungen der §§ 276 und 288 HGB zum Teil in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss der Firma euregon AG wurde für das Geschäftsjahr 01.11.2022 bis 31.10.2023 grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bewertungs- und Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 und 3 HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, entsprechend der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Stichtagskurse am Bilanzstichtag niedriger waren, so wurden diese angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind mit den zugeflossenen Beträgen angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Erkennbaren und latenten Ausfallrisiken wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet für Ausgaben, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert, erkennbare Risiken wurden angemessen und ausreichend berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet für Einnahmen, soweit dieser Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

D. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen des Jahresabschlusses

Bilanz zum 31. Oktober 2023

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 01.11.2022 bis 31.10.2023 ist in einem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die fertigen Erzeugnisse beinhalten Ansprüche aus bereits zum Stichtag erbrachten Lieferungen und Leistungen, welche den Kunden aber noch nicht in Rechnung gestellt wurden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme eines Betrages von EUR 29.745,36 (i. VJ. EUR 26.784,17) innerhalb eines Jahres fällig.

Das Grundkapital beläuft sich auf EUR 375.000,00. Es ist in 375.000 Namensaktien eingeteilt. Die Ausgabe ist als Stückaktien erfolgt.

Gesetzliche Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Rücklage ist vollumfänglich in Höhe von EUR 37.500,00 erfolgt.

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 3.383.207,15.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind im laufenden und im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 01.11.2022 Veränderung Stand 31.10.2023
Aktive latente Steuer 0,00 20.549,00 20.549,00
Passive latente Steuer 0,00 -86.249,00 -86.249,00
Summe 0,00 -65.700,00 -65.700,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023

Bei der Bewertung der Finanzanlagen wurde vom Wahlrecht gem. § 253 Abs. 3 S. 6 HGB Gebrauch gemacht. Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 8.964,24 (i. VJ. EUR 104.660,19). Gleichzeitig wurden im Geschäftsjahr Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB bei den Finanzanlagen in Höhe von EUR 12.465,44 (i. VJ. EUR 0,00) verbucht.

Im Bereich der Aufwendungen für soziale Abgaben werden Kosten für die Personalsuche in Höhe von EUR 214.238,39 (i. VJ. EUR 116.750,38) ausgewiesen. Zudem sind in diesem Posten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von EUR 15.109,33 (i. VJ. EUR 10.795,18) enthalten.

In der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen i.H.v. EUR 65.700,00 (i. VJ. EUR 0,00) für die Bildung passiver latenter Steuern enthalten.

E. Sonstige Angaben

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 96 Arbeitnehmer.

GJ 2021/2022 GF 2022/2023
Angestellte Vollzeit 56 68
Angestellte Teilzeit 19 25
Auszubildende 3 3
Summe 78 96

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Dauermietverhältnissen bestehen monatliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 26.216,41. Die Verträge sind mit einer Frist zwischen 1 und 56 Monaten kündbar. Aus Leasingverträgen bestehen monatliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 18.317,53. Die Verträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 47 Monaten. Aus einem Mietvertrag für bewegliche Gegenstände besteht eine monatliche Verpflichtung in Höhe von EUR 176,40 mit einer Laufzeit von 31 Monaten.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt aus den oben genannten Verträgen insgesamt TEUR 1.365.

Vorstand im Geschäftsjahr

Herr Werner Hauser, Industriekaufmann/Bilanzbuchhalter, 86157 Augsburg

Mitglieder des Aufsichtsrates

Herr Helmut Ristok, Diplom-Informatiker, 86391 Stadtbergen (Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Yalcin Saracoglu, Kaufmann, 86356 Neusäß (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Otto Leibham, Diplom-Ingenieur, 86199 Augsburg

Herr Rico Bautsch, Diplom-Informatiker, 86159 Augsburg

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrates

Von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.935.201,71 einen Betrag von EUR 2.400.000,00 an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Betrag von EUR 1.535.201,71 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Augsburg, den 13.05.2024

Werner Hauser

Anlage zum Anhang

Anlagenspiegel

Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.11.2022
Zugänge
Umgliederungen
Abgänge
Stand 31.10.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.429,18 309.327,65 0,00 0,00 368.756,83
59.429,18 309.327,65 0,00 0,00 368.756,83
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 41.699,00 0,00 0,00 0,00 41.699,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 238.110,24 97.998,11 1.994,00 486,62 337.615,73
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.994,00 0,00 -1.994,00 0,00 0,00
281.803,24 97.998,11 0,00 486,62 379.314,73
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.991.954,46 0,00 0,00 0,00 1.991.954,46
1.991.954,46 0,00 0,00 0,00 1.991.954,46
2.333.186,88 407.325,76 0,00 486,62 2.740.026,02
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.11.2022
Zugänge
Zuschreibungen
Abgänge
Stand 31.10.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.535,18 17.285,51 0,00 0,00 51.820,69
34.535,18 17.285,51 0,00 0,00 51.820,69
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 14.595,00 2.085,00 0,00 0,00 16.680,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.642,24 119.059,49 0,00 0,00 275.701,73
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
171.237,24 121.144,49 0,00 0,00 292.381,73
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 104.660,19 8.964,24 -12.465,44 0,00 101.158,99
104.660,19 8.964,24 -12.465,44 0,00 101.158,99
310.432,61 147.394,24 -12.465,44 0,00 445.361,41
Buchwerte
Stand 31.10.2023
Stand 31.10.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 316.936,14 24.894,00
316.936,14 24.894,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 25.019,00 27.104,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.914,00 81.468,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.994,00
86.933,00 110.566,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.890.795,47 1.887.294,27
1.890.795,47 1.887.294,27
2.294.664,61 2.022.754,27

Bericht des Aufsichtsrats vom 14.05.2024

Der Aufsichtsrat ist seinen vorgegebenen Aufgaben pflichtgemäß nachgekommen und hat den Vorstand bei der Geschäftsführung laufend beraten und im notwendigen Umfang überwacht.

In den Sitzungen informierte der Vorstand unter anderem über die Geschäftslage, stellte die Planungen dar und berichtete über die Zielerreichungen. Zusätzlich standen der Vorsitzende und die Mitglieder des Aufsichtsrates mit den Vorständen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in direktem Kontakt.

Unter Einbeziehung der Buchhaltung wurden Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 von dem Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfer und der Vorstand erläuterten den Jahresabschluss und den Lagebericht und beantworteten die Fragen des Aufsichtsrates.

Der Aufsichtsrat hat von dem Testat des Abschlussprüfers Kenntnis genommen und dabei festgestellt, dass auch seinerseits keine Beanstandungen zu erheben sind.

Auch der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes geprüft. Dabei ergaben sich keine Beanstandungen.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist und schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den hohen Einsatz.

 

Augsburg, 14.05.2024

Herr Ristok

Herr Saracoglu

Herr Bautsch

Herr Leibham

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die euregon AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der euregon AG- bestehend aus der Bilanz zum 31.10.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der euregon AG für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.10.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 13. Mai 2024

SWMP PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mertl - Hundseder - Guggemos - Schwarzmann - Schwab

DIPLOM-KAUFMANN HOLGER HUNDSEDER, WIRTSCHAFTSPRÜFER

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