Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 791207
Eingetragen
7.11.2000
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Produkten im Bereich der Automobilzulieferindustrie, insbesondere von Schaltern und Schaltsystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Man Hei Vincent Chu
seit 16.5.2024
Geschäftsführer
Man Chung Stanley Chu
seit 16.5.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert49.78% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
der Volksrepublik ChinaCHN
39.00%
BJ AUTOMOTIVE (HK) LIMITEDCHN
10.78%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BJ AUTOMOTIVE (HK) LIMITED
HKG
97.500 €
39.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BJ Automotive GmbH

Kirchardt (vormals: Hamm)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die BJ Automotive GmbH (im Folgenden kurz „BJA“) mit einem neuen Sitz in Kirchardt ist Partner von Herstellern und Zulieferern im internationalen Automobilsektor. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickelt und produziert das Unternehmen anforderungsspezifische Schalter, Taster und Systeme. BJ Automotive GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des chinesischen Unternehmens BJ Automotive (HK) Limited mit Sitz in Hongkong und gehört damit zur Defond-Gruppe.

Innerhalb der Gruppe steht BJ Automotive GmbH für die Kompetenz im Automobilsektor.

Das Projekt- und Qualitätsmanagement am Standort Kirchardt ist durch eine klare Aufgabenteilung mit den Kapazitäten und der hohen Wertschöpfungstiefe innerhalb der Defond-Gruppe verknüpft.

Daraus ergeben sich synergetische und wirtschaftliche Effekte, die zu einer nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Kunden und des Unternehmens führen. Das Unternehmen verfügt über eine gute Marktposition und wird durch die Geschäftsführung gesteuert.

Zur Steuerung des Unternehmens wird ein Management-Informationssystem eingesetzt, das Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan darstellt. Auf Abweichungen kann so zügig mit Gegenmaßnahmen reagiert werden. Im Rahmen der operativen Unternehmensplanung werden mit allen Führungskräften der Unternehmensgruppe Ziele und Maßnahmen vereinbart und diese aufeinander abgestimmt. Die Zielerreichung wird überprüft. Wesentliche Leistungsindikatoren sind der Umsatz und der Jahresüberschuss; Veränderungen bei den Leistungsindikatoren gab es nicht.

Im Rahmen der Prognoseberichterstattung zu den Leistungsindikatoren werden folgende Bandbreiten mit den entsprechenden Beschreibungen der Intensität der Abweichung gewählt:

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Abweichung zum Vergleichswert Beschreibung der Intensität
-10 % bis +10 % leicht, moderat, nicht wesentlich
-10 % bis -20 % und +10 % bis +20 % deutlich, spürbar, merklich, bemerkbar, fühlbar, wahrnehmbar
> +/- 20% signifikant, erheblich

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Gesamtwirtschaft im Jahr 2022 war geprägt von den Folgen des Ukraine-Krieges, verschärften Material- und Lieferengpässen sowie extremen Energiepreiserhöhungen.1

Krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte wie Versorgungsengpässe und deutliche Preissteigerungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen prägten den gesamten Jahresverlauf. Die Inflationsrate war im gesamten Jahr 2022 hoch und lag im Jahresdurchschnitt bei 7,9 %. Mit +10,4 % wurde im Oktober 2022 der höchste Wert verzeichnet.2

Im 4. Quartal 2022 sank das BIP um -0,4 % gegenüber dem Vorquartal. Bei der Bruttowertschöpfung war sogar ein Rückgang um 1,4% zu verzeichnen. Der Rückgang der Bruttowertschöpfung erstreckte sich dabei auf fast alle Bereiche der Wirtschaft. Mit -0,6 % war auch das produzierende Gewerbe betroffen.3

Die Inflationsrate lag im abgelaufenen Jahr bei durchschnittlich 7,9 % und erreichte im Oktober ihren in diesem Jahr höchsten Wert mit 10,4 % Hierbei verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr die Energieprodukte um 34,7 %, Dienstleistungen um 2,9 % und Nahrungsmittel um 13,4 %.4

Die deutschen Exporte stiegen im Jahr 2022 auf rund 1,59 Billionen Euro. Die Importe stiegen ebenso im gleichen Zeitraum auf 1,49 Billionen Euro.5

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stellt sich trotz der Belastungen insgesamt stabil dar. Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung ist die Zahl der Erwerbslosen (nach international vergleichbarer ILO-Definition) in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr erneut um 13,6 % auf 1,3 Millionen gesunken. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe aus Erwerbstätigen und Erwerbslosen, stieg im gleichen Zeitraum um 354.000 Personen (+ 0,8 %) auf 46,8 Millionen. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen, sank gegenüber dem Vorjahr von 3,3 % auf nunmehr 2,8 %.6

2. Entwicklung der Branche

Die Automobilbranche in Deutschland hatte im Jahr 2022 trotz angespannter wirtschaftlicher Lage eine positive Entwicklung im Bereich der Umsätze. Ein Teil dieser Entwicklung liegt allerdings in der Inflation begründet. Getrieben war dieses Wachstum durch 29,0 % höhere Exporte, meist in Länder außerhalb der Eurozone.7

2022 hat sich der weltweite Vormarsch der Elektromobilität bei den PKW-Neuzulassungen fortgesetzt. Es wurden weltweit 10,5 Mio. PKW mit einem elektrischen Antrieb zugelassen. Davon sind 74 % rein elektrisch. Der mit Abstand größte Markt für E-PKW ist China, gefolgt von den USA und Deutschland.8

2022 waren Produktionsmengen vor allem durch Lieferengpässe behindert. Die weiterhin bestehende Halbleiterkrise, die zu einem Mangel an Chips und elektronischen Komponenten führt, hat die deutschen Standorte besonders stark betroffen, da Premiumprodukte und Fahrzeuge mit Elektroantrieb überdurchschnittlich viele Chips für Assistenzsysteme, Bildschirme und Steuerungen benötigen. Insgesamt lag Deutschland im Länderranking nach Stückzahlen auf Platz 5 hinter China, USA, Japan und Indien.9

Laut Verband der Automobilindustrie ist der deutsche Pkw-Markt in 2021 das zweite Mal in Folge um 10 % auf 2,6 Mio. Neuzulassungen gesunken.10

Laut Kraftfahrtbundesamt haben 2022 die Neuzulassungen in Deutschland um 1,1 % zugenommen. Bei den deutschen Marken lagen dabei nur Audi (+17,3 %), Mercedes (+8,3 %), Ford (+3,9 %) und Porsche (+1,3 %) im positiven Bereich. Alle anderen deutschen Marken waren rückläufig. Der Anteil benzinbetriebener PKW lag nur bei 32,6 %, dieselbetriebene PKW lagen bei 17,8 %, hybridangetriebene PKW bei 31,2 % und elektrobetriebene PKW bei 17,7 %.11

3. Geschäftsentwicklung 2022

Der Unternehmenserfolg der BJ Automotive GmbH hängt laut der Geschäftsführung nicht nur von der gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland und Europa ab, sondern die am Markt durchsetzbaren Mengen und Preise hängen vor allem von den Entwicklungen in der Automobilwirtschaft ab. Die Geschäftsführung der BJ Automotive GmbH sieht sich trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges in einer stabilen Wettbewerbssituation und als Anbieter hochwertiger Kundenlösungen gut im Markt aufgestellt.

4. Überschuldung und Patronatserklärung

BJA weist eine bilanzielle Überschuldung von T€ 32.108 zum 31. Dezember 2022 aus.

Die Planung sieht für die Jahre 2024 und 2025 eine positive Entwicklung des operativen Cashflows vor. Dies ist trotz der unsicheren Entwicklung der Automobilbranche auf den vorhandenen Auftragsbestand und die gesicherten Einkaufspreise zurückzuführen.

Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und zur Vermeidung einer möglichen künftigen insolvenzrechtlichen Überschuldung liegt eine Patronatserklärung mit Rangrücktritt der obersten Konzernmuttergesellschaft Defond Electrical Industries Limited, Hongkong und der Muttergesellschaft BJ Automotive (HK) Ltd., als Gesamtschuldner, mit Datum vom 20. August 2024 vor. Die erforderlichen Mittel werden der BJA jeweils auf erstes Anfordern als Darlehen gewährt. Für diese Verbindlichkeiten wurde ein Rangrücktritt erklärt. Bei Beendigung der Patronatserklärung werden die Patroninnen der BJA letztmalig die Mittel zur Verfügung stellen und auszahlen, die erforderlich sind, um eine dann gegebenenfalls bestehende Überschuldung abzuwenden. Diese Vereinbarung endet mit Ablauf von 24 Monaten nach Erteilung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers über den Jahresabschluss der BJ Automotive GmbH, Kirchardt, zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr.

Zum 31. Dezember 2022 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong, in Höhe von T€ 23.097. Diese Verbindlichkeiten haben einen kurzfristigen Charakter.

Ausgehend von der beschriebenen Entwicklung, den bestehenden Erklärungen bzw. Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorhandenen liquiden Mittel von rd. € 2,08 Mio. geht die Geschäftsführung der BJ Automotive GmbH von einem - noch ungeprüften leicht erhöhten Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 aus. Für das 2024 plant die BJA im Vergleich zu 2023 ein leicht reduziertes Jahresergebnis. Der Plan für das Geschäftsjahr 2025 sieht im Vergleich zum Forecast 2024 ein Jahresergebnis auf gleichem Niveau vor. Entsprechend der Planungsrechnung geht die Geschäftsführung davon aus, dass BJ Automotive GmbH jederzeit zahlungsfähig sein wird.

5. Entscheidung zur Geschäftsverlagerung

Die Rückstellungen für Abfindungen (T€ 84) sowie für die Verlagerung und den Rückbau der Produktionsstätte in Kirchardt (T€ 666) des laufenden Geschäftsjahres stehen im Zusammenhang mit der beschlossenen Verlagerung der Geschäftsaktivitäten von Hamm nach Kirchardt. Diese Geschäftsverlagerung begründet sich im Wesentlichen darin, dass sich Kirchardt als zukunftsweisender Standort in der Automobilindustrie entwickelt. Die Region verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur und Zugang zu wichtigen Transportwegen und Häfen, die für den Export und Import von Waren wichtig sind. Darüber hinaus gibt es in der Region gut ausgebildete und qualifizierte Arbeitskräfte. Durch die Verlagerung der Produktion nach China wurde der Fertigungsstandort Hamm sukzessive zurückgebaut. Der Rückbau war im Juni 2023 abgeschlossen.

6. Produkte, Produkt- und Sortimentsentwicklung

Die BJA entwickelt und vertreibt in enger Zusammenarbeit mit seinen internationalen Kunden für die Automobilindustrie:

Innenraumkomponenten mit Schaltereinheiten

Schaltermodule

Lichtdrehschalter

Warnblinkschalter

Fensterhebertaster

Sitzverstelltaster

Weitere Einzelschalter für verschiedene Funktionen

7. Absatz- und Beschaffungspolitik, Umsatz

Die wichtigsten Kunden sind u.a. Audi, Porsche, Volkswagen, Bentley, BMW und PSA. Lieferverträge erstrecken sich immer über die Zeit einer Modellreihe. Durch diese langfristige Vertragsbindung wird beiden Vertragspartnern Planungssicherheit gewährleistet.

Durch die Zugehörigkeit zum Defond-Konzern ist die BJA in die Beschaffungskette der Konzerngesellschaften stark integriert. Gemeinsam mit der Defond-Gruppe kann eine gemeinsame Technologie- und Kostenführerschaft angestrebt werden. Wir sehen uns hier sowohl von der EDV-Technischen Ausstattung als auch vom personellen Know-how gut aufgestellt, um diese Geschäftsprozesse strukturiert und zeitnah abzuwickeln.

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr teilen sich auf folgende Bereiche auf:

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2022
T€
Umsatzanteil
%
2021
T€
Umsatzanteil
%
Veränderung
T€
Serien- und Ersatzteilverkäufe, Handelswaren 53.669,00 93,66% 46.667,00 89,76% 7.002,00
Werkzeuge und Entwicklungsleistungen 3.632,00 6,34% 5.324,00 10,24% -1.692,00
Gesamt 57.301,00 100,00% 51.991,00 100,00% 5.310,00

8. Produktion

Durch die Verlagerung der Produktion nach China, die für das nächste Geschäftsjahr geplant ist, erwartet sich die Geschäftsleitung eine wesentliche Verbesserung der Prozessabläufe. Kostensenkungspotentiale werden ausgeschöpft.

Kontinuierliche Verbesserungen bei den Geschäftsprozessen, insbesondere auf den Gebieten der Produktentstehung und des Qualitätsmanagements, standen und stehen unverändert im Fokus, was zu erfolgreichen Ergebnissen bei Auditierungen und Zertifizierungen führte. In diesem Zusammenhang zeigten sich Fortschritte bei der Markteinführung neuer Produkte ab.

9. Investitionen

Das Gesamtvolumen der Investitionen für das Geschäftsjahr 2022 belief sich auf T€ 452 (Vorjahr T€ 274). Es wurde zu im Wesentlichen in Software und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Es sind auch weiterhin ausreichende Produktionskapazitäten für das kommende Geschäftsjahr vorhanden. Wesentliche Investitionsverpflichtungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

10. Finanzierung

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt neben der Darlehensfinanzierung im Konzernverbund der Defond aus dem laufenden Cashflow, aus vorhandenen liquiden Mitteln und über Anzahlungen der Kunden.

Durch die positive Ertragsentwicklung der Gesellschaft ist gemäß der für die Jahre 2024 bis 2025 erstellten Planungsrechnung eine ausreichende Liquidität sichergestellt.

Die bestehenden Darlehen gegenüber dem gegenüber dem verbundenen Unternehmen Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg in Höhe von T€ 30.774 (Vorjahr T€ 30.630) sind ohne Laufzeit und werden mit 0,5 % p.a. verzinst.

Auf Basis des Geschäftsanteilsverkaufs- und Abtretungsvertrags vom 27. Dezember 2022 hat die ehemalige Gesellschafterin Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg 100 % ihrer Anteile an BJ Automotive GmbH, Kirchardt mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 an die Schwestergesellschaft BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong veräußert. Die Forderungen der Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg gegen BJ Automotive GmbH, Kirchardt zum 31. Dezember 2022 sind nicht übertragen worden.

Bedingt durch die Einkaufsgeschäfte im Konzernverbund besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Liquidität über die Ausweitung von Zahlungszielen mit der BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong, als Lieferantin zu generieren. Darüber hinaus sind wir bis zum 31. Dezember 2026 gegenüber dieser Gesellschaft berechtigt, die Zahlung etwaiger überfälliger Verbindlichkeiten auszusetzen.

Zusätzlich können wir im Bedarfsfall mit der Unterstützung unserer Konzerngesellschaft, Defond Electrical Industries Limited, Hong Kong und der Muttergesellschaft BJ Automotive (HK), Limited, Hong Kong, rechnen. Mit Datum vom 20. August 2024 haben diese Gesellschaften eine kombinierte Patronatserklärung und Rangrücktrittserklärung als Gesamtschuldner unterzeichnet, in der sie sich bereit erklären, zur Gewährleistung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit die BJA direkt oder indirekt mit finanziellen Mitteln auszustatten und hinter allen gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen anderer Gläubiger der BJA, im Range zurückzustehen. Diese Vereinbarung endet nach Ablauf von 24 Monaten nach Erteilung des Bestätigungsvermerkes des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss der BJ Automotive GmbH, Kirchardt, zum 31. Dezember 2022 sowie den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr.

Wegen der grundsätzlich positiven Entwicklung der Gesellschaft und den zuvor beschriebenen Erklärungen bzw. Vereinbarungen sehen wir keine Zweifel an der Fortführung des Unternehmens.

11. Personal

Die Mitarbeiterzahl belief sich im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich auf 61 (Vorjahr: 65). Zum Bilanzstichtag waren 56 Mitarbeiter (Vorjahr 63 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der Leiharbeitnehmer beläuft sich per 31. Dezember 2022 auf durchschnittlich 15 Personen (Vorjahr 15 Personen). Zum Stichtag 31. Dezember 2022 beläuft sich die Anzahl der Leiharbeitnehmer auf 27.

Auch nach dem Umzug nach Kirchardt, gilt zunächst weiterhin der Tarifvertrag der nordrheinwestfälischen Metallindustrie, der im November 2022 um weitere 36 Monate verlängert wurde. Ab Ende 2023 wird auf den TV Baden-Württemberg umgestellt, der bis November 2024 gültig ist.

12. Umwelt

Öffentliche Produktions- und produktionsbedingte Auflagen werden von der Werksleitung kontinuierlich überwacht. Umweltschädigende Fertigungstechnologien werden bei BJA nicht eingesetzt.

13. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet hauptsächlich auftragsbezogen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Die Entwicklungsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 384 T€.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Die Ertragslage entwickelte sich wie folgt:

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2022 2021 Ergebnisveränderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 57.301 96,4 51.991 102,9 5.310 -6,5
Bestandsveränderung 2.120 3,6 -1.480 -2,9 3.600 6,5
Gesamtleistung 59.421 100 50.511 100 8.910 0
Materialaufwand 51.854 87,3 42.851 84,8 9.003 3
Rohergebnis 7.567 12,7 7.660 15,2 -93 -2,5
Sonstige betriebliche Erträge 1.602 2,7 1.018 2 584 0,7
Personalaufwand 5.281 8,9 6.153 12,2 -872 -3,3
Abschreibungen 187 0,3 153 0,3 34 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.168 5,2 7.861 15,6 -4.694 -10,4
Sonstige Steuern 2 0,0 1 0,0 1 0,0
Betriebsaufwand 8.638 14,4 14.168 28 -5.530 -13,6
Betriebsergebnis 596 1,0 -5.490 -10,9 6.086 11,9
Finanzergebnis 228 -0,4 -245 -0,5 17 0,1
Steuern vom Einkommen und Ertrag 32 0,1 -22 0 54 0,1
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 400 0,7 -5.757 -11,4 6.157 12,1

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 57.301 (Vorjahr T€ 51.991). Der Rohertrag des Geschäftsjahres 2022 liegt bei T€ 7.567 (Vorjahr T€ 7.660), womit die Rohertragsmarge (Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung) 12,7 % (Vorjahr 15,2 %) beträgt. Die Verschlechterung der Rohertragsmarge resultiert aus Verschiebungen im Produktmix.

Der Personalaufwand befindet sich mit insgesamt T€ 5.281 (Vorjahr T€ 6.153) wieder auf dem Niveau von 2020, begründet durch den Sozialplan und Interessensausgleich im Jahr 2022. Die Personalaufwandquote beträgt 8,9 % gegenüber 12,2 % im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 4.494 auf T€ 3.168, im Wesentlichen durch den Wegfall der Verlagerungskosten, die im Geschäftsjahr 2021 angefallen waren, gesunken.

Insgesamt hat die BJA im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung von Steuerzahlungen in Höhe von T€ 32 (Vorjahr T€ -22) einen Gewinn von T€ 400 (Vorjahr Verlust T€ 5.757) erwirtschaftet.

2. Vermögens- und Finanzlage

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31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
T€ % T€ % T€
Vermögensstruktur
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 208 0,3% 170 0,3% 38
Sachanlagen 493 0,8% 268 0,5% 224
700 1,1% 438 0,8% 262
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 15.765 25,2% 9.701 17,4% 6.063
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.830 18,9% 10.166 18,3% 1.664
Liquide Mittel 2.082 3,3% 2.718 4,9% -636
Rechnungsabgrenzungsposten 70 0,1% 78 0,1% -8
29.748 47,6% 22.663 40,8% 7.083
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 32.108 51,3% 32.507 58,5% -399
62.555 100,0% 55.608 100,0% 6.946

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 262 erhöht. Den Zugängen in Höhe von T€ 452 stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 187 und Abgänge in Höhe von T€ 3 gegenüber.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund der Zunahme der Vorräte (T€ 6.063), der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenständen (T€ 1.664) um insgesamt T€ 7.083 erhöht.

Innerhalb des Vorratsvermögens sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um T€ 2.386 gesunken, die unfertigen Erzeugnisse um T€ 2.785 und die Handelswaren um T€ 5.664 gestiegen.

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 2.937) infolge gestiegener Zahlungsziele. Gegenläufig verringerten sich die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 988) durch einen geringeren Vorsteuerüberhang.

Die Kapitalstruktur entwickelte sich wie folgt:

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31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
T€ % T€ % T€
Kapitalstruktur
Eigenkapital 0 0 0 0 0
Mittel- und langfristige Fremdmittel*
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.915 4,7 2.652 4,8 263
Sonstige Rückstellungen 8 0,0 32 0,1 -24
2.923 4,7 2.684 4,8 239
Kurzfristige Fremdmittel
Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen 4.225 6,8 8.185 14,7 -3.960
Verbindlichkeiten 0,0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 438 0,7 0 0,0 438
aus Lieferungen und Leistungen 804 1,3 871 1,6 -67
ggü. Verb. Unternehmen 53.870 86,1 42.420 76,3 11.450
Sonstige 295 0,5 1.448 2,6 -1.153
59.632 95,3 52.924 95,2 6.708
62.555 100,0 55.608 100,0 6.947

* im Rahmen einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise als mittel-bzw. langfristig betrachtet.

Innerhalb des kurzfristigen Fremdkapitals zeigt sich eine Erhöhung in Höhe von T€ 6.708. Die wesentlichen Veränderungen in dieser Position in Höhe von T€ 11.450 betreffen der Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen im Konzernverbund durch veränderte Lieferbedingungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der unmittelbaren Gesellschafterin betragen T€ 23.097 (Vorjahr T€ 30.630). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist durch den Wechsel der Gesellschafterin begründet. Mit dem Wechsel der Gesellschafterin zum 31. Dezember 2022 von der Waverton zur BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong (Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 27. Dezember 2022) wurden 100 % der Geschäftsanteile auf die BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong übertragen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem verbundenen Unternehmen Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg in Höhe von T€ 30.774 (Vorjahr T€ 30.630) bleiben weiterhin bestehen.

Die Finanzlage wird anhand der nachfolgenden vereinfachten Kapitalflussrechnung erläutert:

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2022
T€
2021
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -187 29
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -449 -274
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -636 -245
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 2.718 2.963
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 2.082 2.718

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ -187 (Vorjahr T€ 29). Der Rückgang des operativen Cashflows ist insbesondere auf den durch die Verlagerung der Produktion bedingten Aufbau des Vorratsvermögens zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit entfällt in voller Höhe auf Investitionsausgaben. Es wurden weder Zinsen gezahlt noch Tilgungen geleistet. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag T€ 2.082 nach T€ 2.718 im Vorjahr.

Eigene Kreditlinien bei Banken bestehen nicht.

3. Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Der Jahresüberschuss entsprach vor allem aufgrund der hohen Kosten für die Verlagerung des Betriebes im Wesentlichen den Erwartungen. Trotz der durch die im Jahr 2021 entstandenen Unsicherheiten in den Bereichen der Lieferketten, Halbleiterproduktion sowie der fortschreitenden Pandemie und des ausgebrochenen Ukrainekrieges waren die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022 positiv und es wurde mit einer Steigerung der Umsätze gerechnet. Im Jahr 2022 erhöhen sich die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2021 um 10,2 % von T€ 51.991 auf T€ 57.301.

Es liegt im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 400 (Vorjahr Verlust T€ 5.757). Die im Lagebericht des Vorjahres 2021 prognostizierte positive Entwicklung des Jahresergebnisses 2022 ist damit eingetreten und entspricht im Wesentlichen den Erwartungen.

IV. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Prognose der deutschen Wirtschaft 2023 und 2024:

Alles in allem dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 aufgrund des schwachen Winterhalbjahres um 0,3 Prozent sinken (Frühjahrsprognose: +0,5 Prozent). Für das kommende Jahr rechnen das IfW, Kiel, mit einem Anstieg von 1,8 Prozent (Frühjahr: 1,4 Prozent). Die Inflation wird sich im Verlauf des Jahres 2023 deutlich verringern. Im Durchschnitt werden die Verbraucherpreise im Jahr 2023 jedoch noch einmal kräftig um 5,8 Prozent steigen. Für 2024 zeichnet sich eine deutlich niedrigere Inflationsrate von rund 2 Prozent ab. Der Arbeitsmarkt wird weniger durch die derzeitige wirtschaftliche Schwächephase als durch das demographisch bedingt sinkende Arbeitskräfteangebot belastet, das im Jahr 2024 zu einem Rückgang der Erwerbstätigen führen dürfte. Das Budgetdefizit des Staates dürfte trotz der schwachen wirtschaftlichen Dynamik von 2,7 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt auf 0,9 Prozent im Jahr 2024 sinken.12

Branchenentwicklung:

Prognose der Branchenentwicklung 2023:

Die internationalen Automobilmärkte haben im ersten Halbjahr dieses Jahres mehrheitlich Steigerungen der Neuzulassungen verzeichnet. Das turbulente erste Halbjahr des Vorjahres 2022, in das unter anderem der Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und umfangreiche Lockdowns in chinesischen Metropolregionen fielen, führte zu geringen Marktvolumina. Dementsprechend beobachtet der VDA im Jahr 2023 teilweise überzeichnete Wachstumsraten. Die zuletzt verbesserte Versorgungslage führte im ersten Halbjahr 2023 zu einer gestiegenen Fahrzeugverfügbarkeit. Die automobilen Kernmärkte konnten von dieser Entwicklung profitieren, sodass der VDA seine Marktprognosen nach oben anpassen kann. Nichtsdestotrotz sind die aktuell positiven Zahlen trügerisch: Insbesondere aufgrund der rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage infolge hoher Teuerungsraten und Geldentwertung in zahlreichen Regionen werden die kommenden Quartale auf breiter Front sehr herausfordernd.13

Entscheidung zur Geschäftsverlagerung:

Um die Stabilität im Markt zu erhalten und schnell auf zukünftige Marktanforderungen reagieren zu können, hat die Geschäftsführung beschlossen, die Geschäftstätigkeit im Jahr 2021 nach Kirchardt zu verlagern. Die Synergieeffekte, die sich hier durch die sukzessive Verlagerung der Produktion nach China und die gute Infrastruktur im Landkreis Heilbronn ergeben, werden so optimal genutzt und haben sich bereits im Jahr 2022 positiv ausgewirkt.

Gleichzeitig wird auch die Lagerhaltung sukzessive auf einen externen Logistikdienstleister übertragen. Durch die Produktionsverlagerung nach China, die bis Sommer 2023 abgeschlossen wird, erwartet sich die Geschäftsleitung eine wesentliche Verbesserung der Prozessabläufe. Kostensenkungspotentiale sollen weiter ausgeschöpft werden.

Mit der Produktionsverlagerung ist der Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplans im Juni 2021 konsequent verbunden. Dieser sieht einen sozialverträglichen Personalabbau für die Bereiche Produktion und Lager am Standort Hamm sowie die Verlagerung der übrigen Bereiche an den Standort Kirchhardt vor.

Am neuen Standort in Kirchardt wurde in die Ausgestaltung der neuen Räume sowie die Auslagerung der Logistik zu einem renommierten Logistikdienstleister investiert. Die Investition umfassten im Wesentlichen die Netzwerk- und Infrastruktur.

Geschäftsentwicklung:

Für 2023 zeigen sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Stand 2022 moderat verbessert. Auch das Jahresergebnis ist positiv und erreicht den Wert aus dem Jahresüberschuss 2022. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft kein erhebliches Umsatzwachstum im Vergleich zu 2021 und im Vergleich zu 2022 und 2023 einen Rückgang. Das Jahresergebnis 2024 wird demzufolge bedingt durch inflationäre Kostensteigerungen, ein höheres Entgeltniveau am Standort Kirchhardt, sowie sich noch zu stabilisierender Prozesse entlang der Logistik, die im Zuge der Verlagerung auf einen externen Dienstleister übertragen wurde, auf dem Niveau des Jahres 2022 erwartet. Für 2025 zeigen sich die Umsatzerlöse gegenüber 2024 leicht rückläufig. Trotz der Abnahme der Umsatzerlöse wird das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2025 auf dem Vorjahresniveau erwartet.

Bezüglich der vorstehenden Umsatz- und Ergebniserwartungen wird darauf hingewiesen, dass unsere aktuellen Einschätzungen auf Erfahrungswerten und Annahmen beruhen, so dass die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen können. Die Planungen enthalten somit Chancen als auch Risiken.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die BJ Automotive GmbH ist aufgrund seiner internationalen Lieferbeziehungen und infolge des nach wie vor intensiven Wettbewerbs einer Anzahl von Risiken ausgesetzt, die unvermeidlich mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die bekannten Risiken werden in unserer monatlichen Berichterstattung benannt, die der Geschäftsleitung zur Verfügung steht.

Märkte und Marktumfeld: Die deutsche Automobilindustrie war 2022 in besonderem Maße von der Lockdown-Phase der Corona-Krise in China und dem Ukraine-Krieg betroffen. Die Gesellschaft erwartet auch im Wirtschaftsjahr 2022 weiterhin kompetitive Marktverhältnisse in Deutschland. Die Entwicklung der Gesellschaft wird auch davon abhängen, wie es gelingt, den Marktveränderungen zu begegnen.

Risikokonzentration: Aufgrund des Geschäftsmodells und der Unternehmensstrategie liegt keine branchenunspezifische Risikokonzentration auf einzelne Kunden, Lieferanten und Produkte vor.

Lieferantenportfolio: Durch die Einbindung in den Defond-Konzern und die damit verbundene Belieferung durch die Muttergesellschaft ist grundsätzlich eine hohe Liefertreue und Produktqualität gewährleistet.

Die Risiken werden im Folgenden in der Reihenfolge Ihrer Bedeutung erläutert:

1.1 Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung / Corona-Pandemie/Ukraine-Krieg

Die aktuelle Situation der Weltwirtschaft ist durch den Ukraine-Krieg gezeichnet. Eine globale Rezession ist eingetreten und die konstanten Wachstumsraten der letzten Jahre gehören der Vergangenheit an. In den für die Gesellschaft wichtigen Märkten Deutschland und Westeuropa ist durch den langsamen Wiederanlauf die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt negativ. Der weitere Verlauf der Pandemie beeinflusste die Wirtschaft auch im Jahr 2022. Die Corona Pandemie hat ihren volatilen Verlauf beibehalten. Das RKI schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung im Jahr 2022 immer noch als insgesamt moderat ein.14 Die BJA hat alle empfohlenen Schutzmaßnahmen implementiert und hält Mitarbeiter und Vorgesetzte immer auf aktuellem Informationsstand. Erst im April 2023 wurde die Schutzmaßnahmen aufgehoben.

Eine nachhaltige konjunkturelle Schwächung hat negative Auswirkungen auf die BJ Automotive GmbH.

1.2 Risiken aus der Überschuldung

Wir verweisen an dieser Stelle auf die Ausführungen unter Gliederungspunkt II.4 und II.10.

1.3 Risiken des Beschaffungsmarktes

Im Beschaffungsbereich liegen die Risiken in der Volatilität von Rohstoffen. Im Bereich Produktion und Technik können zudem Komponentenengpässe, insbesondere im Bereich Elektronik, sowie steigende Energiekosten mit den daraus resultierenden verspäteten Kundenlieferungen zu Risiken führen. Wir werden die Partnerschaften mit unseren Lieferanten weiter intensivieren, um die Versorgungssicherheit zu wirtschaftlichen Preisen weiter zu gewährleisten.

Der Mangel an Halbleitern im Jahr 2021 hat deutlich vor Augen geführt, wie die Knappheit an Halbleitern die Automobilindustrie beeinflusst. Laut einer Einschätzung der Unternehmensberatung AlixPartner wird der Halbleitermangel die Produktion bis 2024 einbremsen. Die Lieferprobleme hatten zwar im Jahr 2022 leicht nachgelassen, verschwanden aber im Jahr 2023 nicht vollständig, da verlorenen Volumina nicht kurzfristig nachproduziert werden konnten, und der Bedarf durch die gestiegenen Mengen im Bereich Elektroautos deutlich anstieg, da dort etwa 10-mal so viele Chips verbaut werden, wie in Verbrennermodellen.15

1.4 Währungsrisiken und finanziellen Risiken

Die Gesellschaft ist Währungsrisiken aus Nicht-Euro-Ländern ausgesetzt (insbesondere US-Dollar).

Im Bereich der Finanzierung sehen wir aufgrund unseres Kapitalmanagements keine wesentlichen Zins- und Währungsrisiken.

Zu den Risiken aus der Überschuldung verweisen wir auf obigen Abschnitt V.1.2.

1.5 Qualitätsrisiken

Die BJ Automotive ist nach ISO 16949 zertifiziert, weiterhin sind im Unternehmen weitere qualitätsverbessernde Prozesse im Einsatz. Dennoch besteht das Risiko, dass Produkte mangelnder Qualität ausgeliefert werden. Der Einsatz fehlerhafter Produkte kann beim Kunden zu außerplanmäßigen Reparaturmaßnahmen oder Rückrufaktionen führen, die Haftungsansprüche auslösen können. Auf derartige Risiken reagiert BJ Automotive GmbH mit strengen Qualitätssicherungsmaßnahmen und laufenden Prozessverbesserungen in der Produktion, um die Wahrscheinlichkeit für solche Risiken gering zu halten; weiterhin bestehen Versicherungen, um bei Eintritt eines Haftungsfalles die wirtschaftlichen Folgen für BJ Automotive auszuschließen bzw. zu begrenzen.

1.6 Branchenrisiken

Wir müssen uns nach wie vor auf eine Volatilität in den für uns relevanten Märkten einstellen. Da unsere Produkte jedoch in einer breiten Palette von Fahrzeugen eingesetzt werden und dies in einem globalen Umfeld, sehen wir in Zeiten konjunkturellen Aufschwungs auch die Chance, zu einem überproportionalen Wachstum innerhalb der Fahrzeugindustrie.

1.7 Risiken aus dem Einsatz von IT-Systemen

Den informationstechnischen Risiken wurde durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen Rechnung getragen, so dass eine Funktionsfähigkeit der IT-Systeme im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeiten ausreichend sichergestellt werden kann.

Die Hardware-Strukturen der BJA haben in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 eine Modernisierung erfahren. Eine weitere Modernisierung erfolgt im Rahmen des Umzugs im Jahr 2023.

1.8 Personelle Risiken

Personalrisiken können sich aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie bei Rekrutierung von neuen Mitarbeitern ergeben. Gerade die Verlagerung an den Standort in Kirchhardt stellt aufgrund des Fachkräftemangels aktuell eine Herausforderung dar. BJA hat eine Personalabteilung, die sich laufend in Fragen der Personalplanung mit der Geschäftsführung abstimmt und sämtliche Personalthemen steuert und kontrolliert.

1.9 Risiko der Verlagerung

Die Verlagerung der Geschäftstätigkeit ist ein komplexes Vorhaben. Eine gute Planung des Unterfangens ist ein wesentlicher Bestandteil für deren Gelingen. Die BJ Automotive sieht aber in der Verlagerung der Geschäftstätigkeit nach Kirchardt eine große Chance im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben und Prozesse zu stabilisieren. Die positiven Effekte, die aus der Verlagerung resultieren sind bereits in 2022 sichtbar.

1.10 Risiken in Form direkter Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine stellt für die BJ Automotive direkt nur ein geringes Risiko dar, als dass er nur die Transportwege betrifft. Es wurden zwar vor dem Ausbruch des Krieges Waren per Zug von China durch unter anderem Russland und die Ukraine nach Deutschland transportiert, allerdings war es kein Problem die Transporte von der Bahn wieder auf Seefracht umzustellen.

1.11 Übrige Risiken

Wesentliche übrige Risiken wie zum Beispiel rechtliche Risiken (Schadensersatzansprüche, Rechtsstreitigkeiten) oder Regulierungs- und Umweltrisiken sehen wir zurzeit nicht.

2. Chancenbericht

Die Chancen für die Gesellschaft sieht die Geschäftsführung in den folgenden Bereichen, die in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert werden:

BJA strebt weiterhin eine engere Zusammenarbeit mit dem Konzern Defond an. Durch die Ausweitung der Kapazitäten in China ist ausgeprägtes Wachstum möglich. So kann die BJA mittelfristig, neben dem Produktionsunternehmen, insbesondere auch als Handelsunternehmen fungieren und größere Stückzahlen umsetzen.

Des Weiteren ist der Standort auch für unsere Kunden, die größtenteils in Deutschland ansässig sind, von großer Bedeutung. Um weiterhin die umfassende Sortimentstiefe liefern zu können, ist eine qualitativ hochwertige Produktion gefragt. Für die Massenproduktion mit anschließender Qualitätsprüfung und Zwischenlagerung in Deutschland, ist China der optimale Standort. Die Kombination der Produktions- und Entwicklungs-Standorte China und Deutschland zeigt steigende Synergieeffekte, die weiter ausgebaut werden können. Über die in den geplante Standortverlagerung des Betriebs vom Standort Kirchardt nach Kirchardt können bestehende Prozesse optimiert sowie die geographische Nähe zu unseren Hauptkunden verbessert werden.

Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie einzelne relevante Märkte könnten sich insgesamt nach überstandener Coronakrise besser entwickeln als derzeit erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich auch positiv auf die BJA auswirken. Unsere Marktposition und unsere strategische Ausrichtung eröffnen uns Chancen, von einer nach Überstehen der Coronakrise positiven Markt- und Konjunkturentwicklung zu profitieren. Aufgrund unserer Einbindung in den Defond-Konzern können wir neue Chancen flexibel nutzen.

Um Chancen noch besser nutzen zu können, unterwirft sich die BJ Automotive GmbH im Jahr 2023 einem TISAX-Audit. Die hier vorgenommenen Investitionen sorgen für eine Verbesserung im Bereich Informationssicherheit.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikoeinschätzung

Die Gesamtsituation der zuvor erläuterten Einzelrisiken stellt sich für die BJ Automotive GmbH durch das Risikomanagementsystem als transparent und steuerbar dar. Von den vorgenannten Risiken sind aktuell die Risiken aus der Überschuldung und die Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Situation am bedeutendsten einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf das Vermögen, Finanz- und Ertragslage bestehen nicht.

Chancen werden insbesondere in der intensivierten Zusammenarbeit mit dem Defond-Konzern sowie der Standortverlagerung gesehen. Zwar erscheinen die Risiken aus der Corona-Pandemie durch die Eindämmung des Virus mittlerweile beherrschbar, jedoch sind auch weitere Risiken für die Automobilindustrie in Form geopolitischer Risiken oder des Halbleitermangels hinzugekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir die Risiko- und Chancenlage aus unserer Sicht daher im Wesentlichen nicht verändert.

 

Kirchardt, den 30.08.2024

BJ Automotive GmbH

Hans-Werner Rückwardt, Geschäftsführer

Man Chung Stanley Chu, Geschäftsführer

Man Hei Vincent Chu, Geschäftsführer

Wai Cheong Wilson Chu, Geschäftsführer

1 Energiepreise: Hohe Steigerungen auf allen Wirtschaftsstufen - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2 Inflationsrate im Jahr 2022 bei +7,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
3 KORREKTUR: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
4 Inflationsrate im Jahr 2022 bei +7,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
5 Exporte im Dezember 2022: -6,3 % zum November 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
6 Erwerbstätigkeit 2022 auf höchstem Stand seit der deutschen Vereinigung - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
7 Umsatzdaten der Automobilindustrie in Deutschland | VDA
8 https://www.vda.de/de/themen/elektromobilitaet/marktentwicklung-europa-international
9 https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/marktentwicklungen/produktion-der-deutschen-automobilindustrie- internationalisiert-sich-weiter
10 https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/neuzulassungen-pkw-und-e-pkw/national
11 https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2023/pm01_2023_n_12_22_pm_komplett.html
12 https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/deutsche-wirtschaft-im-sommer-2023-konjunktur-tastet-sich-aus-der-krise-25906/
13 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230720_PM_VDA_passt_Markt_und_Produktionsprognosen_an
14 https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz- hygiene/informationen-zu-coronavirus/lage-in-baden-wuerttemberg/
15 https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/studie-chipmangel-belastet-autoindustrie-noch- 2024/28461044.html :~:text=Der%20Halbleitermangel%20d%C3%BCrfte%20die%20Autoindustrie%20einer%20Studie%20zuf olge%20bis%20mindestens%202024%20bremsen.&text=Bild%3A%20dpa- ,Der%20Halbleitermangel%20d%C3%BCrfte%20die%20Autoindustrie%20einer%20Studie%20zufolge%20bis%20mindestens, Chips%20wie%20Benziner%20oder%20Dieselautos.

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

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31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.634,59 170.194,27
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 120.692,72 45.640,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371.947,38 222.454,52
492.640,10 268.095,43
700.274,69 438.289,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.533.960,22 7.920.309,69
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.786.447,96 1.001.535,43
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.444.483,64 779.093,12
15.764.891,82 9.700.938,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.656.868,55 7.720.070,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 482.437,45 765.455,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 692.029,33 1.680.307,13
11.831.335,33 10.165.832,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.081.544,87 2.718.304,49
29.677.772,02 22.585.075,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.891,13 77.660,96
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 32.107.523,13 32.507.386,27
62.555.460,97 55.608.411,97

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 1.283.875,65 1.283.875,65
III. Verlustvortrag -34.041.261,92 -28.283.968,45
IV. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 399.863,14 -5.757.293,47
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 32.107.523,13 32.507.386,27
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.914.763,00 2.651.914,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.232.519,57 8.216.875,55
7.147.282,57 10.868.789,55
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 438.325,20 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 803.974,09 871.202,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.870.379,29 42.420.273,21
4. Sonstige Verbindlichkeiten 295.499,82 1.448.146,86
(davon aus Steuern € 57.831,86; Vorjahr € 40.592,35)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 2.895,90; Vorjahr € 0,00)
55.408.178,40 44.739.622,42
62.555.460,97 55.608.411,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

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2022
2021
1. Umsatzerlöse 57.301.419,35 51.991.264,76
2. Erhöhung/ Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.120.148,90 -1.480.272,91
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.666.958,50 1.019.465,35
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 821.491,15; Vorjahr € 995.744,38)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 50.020.961,99 42.000.855,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.833.372,39 849.911,36
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.336.447,56 5.388.373,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 944.263,53 765.047,38
(davon für Altersversorgung € 270.871,46; Vorjahr € 84.000,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 187.446,13 153.017,80
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.168.180,66 7.862.068,56
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 1.141.148,83; Vorjahr € 823.929,22)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 228.127,28 244.763,10
(davon an verbundene Unternehmen € 143.477,28; Vorjahr € 143.477,28)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 84.621,00; Vorjahr € 101.285,82)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31.777,93 22.459,81
10. Ergebnis nach Steuern 401.505,14 -5.756.039,47
11. Sonstige Steuern 1.642,00 1.254,00
12. Jahresüberschuss /- fehlbetrag 399.863,14 -5.757.293,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurden unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den rechtsformspezifischen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die BJ Automotive GmbH ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft firmiert unter der Firma BJ Automotive GmbH. Sie hat ihren Sitz von Hamm, (Amtsgericht Hamm HRB 2672) nach Kirchardt verlegt. Die neue Nummer, unter der die Gesellschaft in das Handelsregister Stuttgart eingetragen ist, lautet HRB 791207.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet (§ 275 Abs. 2 HGB).

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt (vgl. dazu Gliederungspunkt III.).

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Software beträgt grundsätzlich 3 Jahre.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und linear vorgenommen.

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Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2- 16
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang ausgewiesen. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000 werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt (für Waren auch Absatzmarkt) unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Herstellungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und die Fertigungsgemeinkosten. Im Rahmen der direkt zurechenbaren Kosten wurde die Durchschnittsmethode angewandt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zu Nennwerten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von € 32.107.523,13 aus.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Es ist voll eingezahlt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der projizierten Einmalbetragsmethode unter Berücksichtigung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Heubeck berechnet. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,78 % (Vorjahr 1,87 %). Der bei der Rückstellungsermittlung berücksichtigte Rententrend beträgt 2,50 %. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Eine Fluktuation wurde nicht unterstellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben und der vergangenen zehn Jahre beträgt T€ 142 (Vorjahr T€ 202). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Verpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 1,44 % (Vorjahr 1,35 %) für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Bei der Ermittlung der genannten Rückstellungen wurde eine Fluktuation von 2,50 % unterstellt. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

Die Rückstellungen für Sterbegeldverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Verpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 1,44 % (Vorjahr 1,35 %) für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Bei der Ermittlung der genannten Rückstellungen wurde eine Fluktuation von 2,50 % unterstellt. Der bei der Rückstellungsermittlung berücksichtigte Rententrend beträgt 2,0 %.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Restlaufzeiten verteilen sich demnach wie folgt:

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Restlaufzeit Prozentualer Anteil
kleiner 1 Jahr 30%
2 Jahre 35%
3 Jahre 35%

Der bei der Ermittlung der Rückstellung auf den garantiebehafteten Umsatz angewendete Prozentsatz beträgt 1,0 %.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Sie berücksichtigen alle am Abschlussstichtag erkennbaren Risiken. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind unter Zugrundelegung der prognostizierten zukünftigen negativen Deckungsbeiträge bewertet worden.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Forderungen belaufen sich Forderungen mit einer Laufzeit über 1 Jahr in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen.

Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für den Aktivüberhang der latenten Steuern keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der personalbezogenen Rückstellungen sowie aus den bestehenden Verlustvorträgen. Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf einem Steuersatz für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer von insgesamt 32,1 %.

Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von € 32.107.523,13 aus.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Quicksavings (T€ 1.295), für Gewährleistung (T€ 780), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (T€ 713), im Zusammenhang mit der Betriebsverlagerung entstehende Kosten (T€ 666) sowie für Personal (T€ 393).

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten mit den entsprechenden Restlaufzeiten ist aus dem nachfolgenden Verbindlichkeiten Spiegel ersichtlich:

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davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 bis zu einem Jahr über einem Jahr davon mehr als 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 438.325,20 438.325,20 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus LuL 803.974,09 803.974,09 0,00 0,00
(Vorjahr) (871.202,35) (871.202,35) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unt. 53.870.379,29 53.870.379,29 0,00 0,00
(Vorjahr) (42.420.273,21) (42.420.273,21) (0,00) (0,00)
davon Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter 23.096.665,21 23.096.665,21 0,00 0,00
(Vorjahr) (30.630.236,80) (30.630.236,80) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 295.499,82 295.499,82 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.448.146,86) (1.448.146,86) (0,00) (0,00)
Gesamt 55.408.178,40 55.408.178,40 0,00 0,00
(Vorjahr) (44.739.622,42) (44.739.622,42) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit € 23.096.665,21 (Vorjahr € 11.790.036,41) aus Lieferungen und Leistungen, mit € 30.773.714,08 (Vorjahr € 30.630.236,80) aus Darlehen, die mit 0,5 % p.a. verzinst werden, inklusive € 2.078.268,88 (Vorjahr € 1.934.791,60) aus diesbezüglichen Zinsverbindlichkeiten. Mit dem Wechsel der Gesellschafterin zum 31. Dezember 2022 von der Waverton zur BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong (Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 27. Dezember 2022) wurden 100 % der Geschäftsanteile auf die BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong übertragen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem verbundenen Unternehmen Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg in Höhe von € 30.773.714,08 (Vorjahr € 30.630.236,80) bleiben weiterhin bestehen.

Umsatzerlöse

Der Umsatz des Geschäftsjahres beträgt TEUR 57.301 (Vorjahr TEUR 51.991).

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche auf:

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● Umsatz mit Warenverkäufen: 53.667
(93,7%)
● Umsatz mit Entwicklung und Werkzeugen: 3.634
(6,3%)

und teilen sich auf in

TEUR 20.873 Inland (36,4%)

TEUR 21.250 EU-Ausland (37,1%)

TEUR 15.178 Drittland (26,5%)

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.667 (Vorjahr TEUR 1.019) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 503 (Vorjahr TEUR 729) und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 821 (Vorjahr TEUR 996). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 220 (Vorjahr TEUR 1) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 3.168 (Vorjahr TEUR 7.862). Hierin enthalten sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.141 (Vorjahr TEUR 824).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen in Höhe von TEUR -32 (Vorjahr TEUR 22).

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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2022
T€
2021
T€
Bis zu 1 Jahr: 1.209 803
Zwischen 1 und 5 Jahre: 91 19
Über 5 Jahre 4 0
Summe 1.304 822

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen lagen nicht vor.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Honorar des Abschlussprüfers

Nach § 285 Nr. 17 HGB ergibt sich das als Aufwand erfasste Honorar im Geschäftsjahr wie folgt:

a) Abschlussprüferleistungen (TEUR 184)

b) Steuerberatungsleistungen (TEUR 8)

Anzahl der Beschäftigten

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 61, davon 30 kaufmännische und 31 gewerbliche Mitarbeiter. Im Vorjahr wurden im Jahresdurchschnitt 65 Mitarbeiter beschäftigt, davon 37 kaufmännische und 28 gewerbliche Mitarbeiter.

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Herr Hans-Werner Rückwardt, Kaufmann, Göllheim (bis 30. September 2024)

 

Herr Wilson Chu, Hong Kong / China (ab 23. Februar 2023 bis 19. Juni 2023, ab Mai 2024)

 

Herr Man Hei Vincent Chu, Hong Kong / China (ab Mai 2024)

 

Herr Man Chung Stanley Chu, Hong Kong / China (ab Mai 2024)

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung werden gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Angaben zu Bezügen früherer Organmitglieder und zu entsprechenden Pensionsverpflichtungen nach § 285 Nr. 9b HGB werden gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Am Bilanzstichtag 31.Dezember 2022 werden 100 % der Anteile an der BJ Automotive GmbH, Kirchardt, von der BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong, gehalten. Vormals wurden die Anteile von der Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg, gehalten. Auf Basis eines Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrages vom 27. Dezember 2022 gingen zum 31. Dezember 2022 100% der Anteile an die BJ Automotive (HK) Limited über. Die BJ Automotive (HK) Limited gehört ebenfalls zum Konzernverbund der Defond.

Das oberste Konzernmutterunternehmen Defond Electech Co. Ltd. mit Firmensitz in Hongmei-Guangdong, China stellt zugleich für den kleinsten und größten Teil des Konzerns einen Konzernabschluss auf, der am Sitz des Unternehmens erfolgt. Die BJ Automotive GmbH wird im Konzern mitkonsolidiert.

Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Neuer Firmensitz

Auf Basis des Gesellschafterbeschlusses vom 8. Dezember 2022 wurde der Firmensitz der BJ Automotive GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 in die Industriestr. 27, 74912 Kirchardt, verlegt.

Krieg Russlands gegen die Ukraine

Im Jahr 2022 hat neben der Coronapandemie auch der Krieg Russlands gegen die Ukraine in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu erheblichen Unsicherheiten geführt. Herausforderungen wie Lieferkettenengpässe, Inflation und steigende Zinsen, Handelsbeschränkungen und -sanktionen, Energie- und Klimakrise sowie Arbeitskräftemangel und eine zu erwartende Rezession in Europa sind Probleme, denen sich Unternehmen derzeit zu stellen haben. Diese Risiken wurden in der geschäftsinternen Risikomatrix aufgenommen und entsprechend bewertet und mit Gegenmaßnahmen belegt.

Veränderungen in der Geschäftsführung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 9. Februar 2023 wurde Herr Wilson Chu, geboren am 16.03.1957, wohnhaft in Hong Kong, zusätzlich zum einzelvertretungsberechtigen Geschäftsführer ernannt und mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juni 2023 wieder abberufen.

Gesellschafterwechsel

Auf Basis des Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrags vom 27. Dezember 2022 sind die Anteile an der BJ Automotive GmbH, Kirchardt, mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 an die BJ Automotive (HK) Limited, Hong Kong, veräußert worden.

Überschuldung und Finanzierung

Mit Datum vom 31. August 2006 gab die damalige Mehrheitsgesellschafterin Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg, eine Rangrücktrittserklärung über € 25.603.386,00 ab. In der Rangrücktrittserklärung erklärt sich Waverton bereit, hinter allen gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen anderer Gläubiger der BJA, im Range zurückzustehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg, betragen zum 31. Dezember 2022 T€ 30.774 (Vorjahr T€ 30.630).

Darüber hinaus besteht eine kombinierte Rangrücktritts- und Patronatserklärung für gegenwärtige und zukünftige Forderungen seitens der Konzernobergesellschaft Defond Electrical Industries Limited, Hong Kong und der Muttergesellschaft BJ Automotive (HK), Limited, Hong Kong vom 20. August 2024.

Zusätzlich erklärt sich die Muttergesellschaft BJ Automotive (HK), Limited, Hong Kong in einer Rangrücktrittserklärung vom 28. August 2024 bereit, hinter allen gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anderer Gläubiger der BJA, im Range zurückzustehen.

Die kombinierte Rangrücktritts- und Patronatserklärung seitens der Konzernobergesellschaft Defond Electrical Industries Limited, Hong Kong und der Muttergesellschaft BJ Automotive (HK), Limited, Hong Kong hat Vorrang vor der am 31. August 2006 von der Waverton Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg, an die BJ Automotive GmbH, Hamm/Deutschland, gegebenen Rangrücktrittserklärung. Danach werden die Defond Electrical Industries Limited Hong Kong und BJ Automotive (HK) Limited, als Gesamtschuldner, die BJ Automotive GmbH, Kirchardt/Deutschland, jeweils auf erstes Anfordern mit den zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten notwendigen finanziellen Mitteln ausstatten. Bei Beendigung dieser Patronatsverpflichtung durch Kündigung oder Zeitablauf wird die Defond Electrical Industries Limited, Hong Kong und BJ Automotive (HK) Limited, letztmalig der BJ Automotive GmbH, Kirchardt/Deutschland, diejenigen Mittel zur Verfügung stellen und einzahlen, die zu einer dann ggf. bestehenden Überschuldungsabwendung erforderlich sind. Diese Vereinbarung endet nach Ablauf von 24 Monaten nach Erteilung des Bestätigungsvermerkes des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss der BJ Automotive GmbH, Kirchardt/Deutschland, zum 31. Dezember 2024 sowie den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr. Somit erfolgte die Bewertung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Die Fortführung der Gesellschaft ist für die Zukunft gegeben, da im Geschäftsjahr 2022 ein positives Jahresergebnis erzielt werden konnte. Nach aktuellem Stand wurde das Jahr 2023 mit einem weiteren Gewinn abgeschlossen. Die Budgetplanung für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 sehen wieder ein positives Jahresergebnis vor. Somit rechnet die BJ Automotive GmbH mit einer ausreichenden Liquidität.

Bedingt durch die Einkaufsgeschäfte im Konzernverbund besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Liquidität über die Ausweitung von Zahlungszielen mit der BJ Automotive (HK) Limited, China, als Lieferantin zu generieren. Für überfällige Verbindlichkeiten gegenüber der BJ Automotive (HK) Limited besteht darüber hinaus auf Basis einer mit Datum vom 27. August 2024 getroffenen Vereinbarung die Möglichkeit, diesbezügliche Zahlungen in einem Zeitraum bis zum 31. Dezember 2026 auszusetzen.

Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die, wenn sie vorher eingetreten wären, zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Kirchardt, den 30. August 2024

BJ Automotive GmbH, Kirchardt

Hans-Werner Rückwardt, Geschäftsführer

Man Chung Stanley Chu, Geschäftsführer

Man Hei Vincent Chu, Geschäftsführer

Wai Cheong Wilson Chu, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.323.734,09 122.687,64 0,00 1.446.421,73
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.446.408,24 83.562,20 0,00 2.529.970,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.826.066,41 245.822,99 2.641,71 4.069.247,69
6.272.474,65 329.385,19 2.641,71 6.599.218,13
7.596.208,74 452.072,83 2.641,71 8.045.639,86
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Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.153.539,82 85.247,32 1.238.787,14
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.400.767,33 8.510,39 2.409.277,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.603.611,89 93.688,42 3.697.300,31
6.004.379,22 102.198,81 6.106.578,03
7.157.919,04 187.446,13 7.345.365,17
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Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.634,59 170.194,27
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 120.692,72 45.640,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371.947,38 222.454,52
492.640,10 268.095,43
700.274,69 438.289,70

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BJ Automotive GmbH, Kirchardt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BJ Automotive GmbH, Kirchardt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BJ Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 11. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andre Knufmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Unger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde noch nicht festgestellt.

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