Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 1807
Vorher
EZL Elektronik-Zentrum Limburg GmbHEN ElectronicNetwork Limburg GmbH
Eingetragen
5.2.2003
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Die Fertigung und Lieferung von elektronischen Bauteilen und Systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Ohl
seit 10.12.2025
Prokura
Patricia Wehler
seit 14.9.2022
Prokura
Philipp Jost
seit 7.4.2017
Prokura
Geschäftsführer
Georgios Giantsios
seit 21.9.2012
Geschäftsführer
Gerd Hubert Ohl
seit 10.3.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

27.15% identifiziert72.85% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Eva Appelt
27.15%

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Appelt Vermögensverwaltung Gesellschaft
Germany
218.026 €
51.00%
Gerd Ohl
Alten-diez
128.250 €
30.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Limtronik GmbH

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.870,00 62.957,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.324,00 2.282,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 501.983,00 515.789,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.374,00 290.338,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.715,36 51.394,59
879.396,36 859.803,59
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 213.251,01 213.251,01
1.175.517,37 1.136.011,60
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.787.014,74 9.414.479,30
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 462.932,64 236.919,65
3. Fertige Erzeugnisse 124.835,39 57.693,84
4. Geleistete Anzahlungen 29.628,44 48.734,90
9.404.411,21 9.757.827,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.617.199,63 29.376,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 450.000,00 650.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 538.069,90 516.850,22
3.605.269,53 1.196.227,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 216.065,89 380.067,86
13.225.746,63 11.334.122,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 148.080,76 212.954,34
14.549.344,76 12.683.088,69

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 427.500,00 427.500,00
II. Kapitalrücklage 166.166,55 166.166,55
III. Gewinnvortrag 5.048.860,48 4.729.890,07
IV. Jahresüberschuss 948.389,13 448.970,41
6.590.916,16 5.772.527,03
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 750.000,00 742.000,00
2. Steuerrückstellungen 590.772,40 262.517,42
3. Sonstige Rückstellungen 953.632,04 854.190,75
2.294.404,44 1.858.708,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 655.504,33 432.452,41
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 281.566,43 369.372,38
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.164.764,32 2.852.021,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203.336,55 406.384,11
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.350.278,53 978.397,63
- davon aus Steuern: EUR 622.142,91 (Vorjahr: EUR 226.831,16)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 14.098,19 (Vorjahr: EUR 11.795,84)
5.655.450,16 5.038.628,49
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.574,00 13.225,00
14.549.344,76 12.683.088,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.918.498,75 32.002.805,34
2. Bestandsveränderungen der unfertigen und fertigen Erzeugnisse 287.363,79 -136.827,43
3. Gesamtleistung 44.205.862,54 31.865.977,91
4. Sonstige betriebliche Erträge 473.662,66 420.654,60
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 212.451,56 (Vorjahr: EUR 247.673,83)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -31.418.765,31 -21.666.252,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -4.888,75
-31.418.765,31 -21.671.141,22
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.754.553,02 -4.880.625,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.068.778,25 -928.406,48
-6.823.331,27 -5.809.032,09
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -257.950,00 -184.693,37
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 219.196,17 (Vorjahr: EUR 450.124,63) -4.276.826,35 -3.487.803,68
9. Betriebsergebnis 1.902.652,27 1.133.962,15
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.130,35 24.294,42
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 28.941,67 (Vorjahr: EUR 24.294,42)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -200.094,27 -402.937,18
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -363.432,81 -130.960,99
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 16.468,83 (Vorjahr: EUR 7.562,59)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 8.000,00 (Vorjahr: EUR 8.000,00)
13. Finanzergebnis -534.396,73 -509.603,75
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -418.087,41 -172.684,99
15. Ergebnis nach Steuern 950.168,13 451.673,41
16. Sonstige Steuern -1.779,00 -2.703,00
17. Jahresüberschuss 948.389,13 448.970,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN UND BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben

Die Limtronik GmbH hat ihren Sitz in Limburg und ist im Handelsregister Limburg unter der Nummer HRB 1807 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

An der Limtronik GmbH sind die Appelt Vermögensverwaltung GmbH, Limburg, mit 51 %, Herr Gerd Ohl mit 30 % und Herr Georgios Giantsios mit 19 % beteiligt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet und zeitanteilig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei kann die Spanne gemäß AfA-Tabellen zwischen 24 und 180 Monaten schwanken. Zur Anwendung kommt die lineare Abschreibungsmethode. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 mit Zugang im Jahr 2023 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden mit dem gewogenen Durchschnittspreis nach § 240 Abs. 4 HGB angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren sind gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 bis 4 HGB zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet worden.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat November 2019 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer Restlaufzeit von 1 Jahr ergibt (gem. Insolvenzplan). Dieser Zinssatz beträgt 1,09 %.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen zum Anlagevermögen werden mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt.

Beteiligungsverhältnisse

Gesellschaft Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Limtronik Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Limburg 90,0 136,9 0,0

Zwischen der Limtronik GmbH und der Limtronik Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH besteht seit 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Darlehen i.H.v. TEUR 450. Das Darlehen sowie alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb von einem Jahr fällig.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern entstehen durch zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch.

Rückstellungen für Pensionen

Im Zuge der Sanierung hat sich die Gesellschaft gegenüber dem Pensionssicherungsverein verpflichtet, einen Teil der Verpflichtungen aus gewährten Pensionszusagen zurückzunehmen, wenn das kumulierte positive Ergebnis vor Steuern der Geschäftsjahre 2020 bis 2023 einen Wert von TEUR 500 erreicht. Der hierfür im Insolvenzplan festgelegte Betrag i.H.v. TEUR 750 wird als Pensionsrückstellung dargestellt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten die Verpflichtungen des abgelaufenen Geschäftsjahres und die des Vorjahres.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personal (TEUR 440), Jahresabschlusserstellungskosten und Prüfungskosten (TEUR 69) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 306).

Zudem hat die Gesellschaft diverse Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten zwischen Januar und Dezember 2024 abgeschlossen. Die negativen Marktwerte betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 78 und wurden als Drohverlustrückstellung im Abschluss abgebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich folgendermaßen dar:

Restlaufzeiten
bis 1 Jahr Vorjahr 1 bis 5 Jahre Vorjahr über 5 Jahre Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.165 2.852 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 656 433 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203 406 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 281 369 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.123 623 227 356 0 0
5.428 4.683 227 356 0 0
Gesamt
31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.165 2.852
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 656 433
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203 406
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 281 369
Sonstige Verbindlichkeiten 1.350 979
5.655 5.039

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Limtronik Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 200 enthalten.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Währungskursgewinnen (TEUR 212) sowie periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 119) zusammen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 219 aus Währungskursverlusten enthalten.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr bestehen keine Verbindlichkeiten aus Bürgschaften.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft setzt zur Liquiditätsoptimierung einzelner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die entsprechend gesichert sind, Factoring ein. Eine Inanspruchnahme der Linie zum Bilanzstichtag ist in Höhe von TEUR 5.130 erfolgt.

Der Nutzung eines Teils der Produktionsanlagen liegen Operating-Leasingvereinbarungen zugrunde. Dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingvereinbarungen haben noch eine Restlaufzeit von bis zu sechs Jahren und betragen insgesamt TEUR 3.749. Sie betreffen vollständige Leasingverträge und teilen sich nach der Fälligkeit wie folgt auf:

TEUR
In 2024 712
2025 bis 2027 2.328
Nach 2027 709

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit der Limtronik Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Limburg, einen Mietvertrag abgeschlossen. Gegenstand des Mietvertrags ist die Anmietung von Büro-, Gewerbe- und Lagerräumen durch die Limtronik GmbH als Mieter. Das Mietverhältnis hat eine Laufzeit bis zum 31.05.2025 und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn keine der Parteien spätestens sechs Monate zum Ende der Laufzeit der Verlängerung widerspricht. Für die Zukunft ergeben sich hieraus jährliche Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 1.001.

Insgesamt hat die Gesellschaft unterschiedliche Miet- und Dienstleistungsverträge abgeschlossen, welche Gesamtverpflichtungen von TEUR 2.390 zur Folge haben. Die Aufteilung nach Fälligkeiten sieht wie folgt aus:

TEUR
In 2024 1.452
2025 bis 2027 925
Nach 2027 13

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

- Herr Dr.-Ing. Anjou Appelt, Diplom-Ingenieur für Maschinenbau, Speyer

- Herr Gerd Ohl, staatlich geprüfter Techniker (MSR), Altendiez

- Herr Georgios Giantsios, Diplom-Kaufmann (FH), Heiligenhaus

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Lohnempfänger 80 72
Gehaltsempfänger 56 50
Auszubildende 16 13
Gesamt 152 135

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 948 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Limburg, den 15. März 2024

Limtronik GmbH

Geschäftsführung

Dr. Anjou Appelt

Georgios Giantsios

Gerd Ohl

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchung Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.430.940,44 11.650,09 34.844,00 7.300,00 1.470.134,53
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.212,85 0,00 0,00 0,00 44.212,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.931.919,26 103.259,25 6.062,39 139.046,67 2.902.194,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.634.744,03 126.068,17 10.488,20 131.373,04 1.639.927,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.394,59 58.715,36 -51.394,59 0,00 58.715,36
4.662.270,73 288.042,78 -34.844,00 270.419,71 4.645.049,80
III. FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 213.251,01 0,00 0,00 0,00 213.251,01
6.306.462,18 299.692,87 0,00 277.719,71 6.328.435,34
Aufgelaufene Abschreibungen
1. Jan. 2023 Zuführungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.367.983,44 26.580,09 7.299,00 1.387.264,53
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.930,85 958,00 0,00 42.888,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.416.130,26 123.123,64 139.042,67 2.400.211,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.344.406,03 107.288,27 129.140,94 1.322.553,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.802.467,14 231.369,91 268.183,61 3.765.653,44
III. FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.170.450,58 257.950,00 275.482,61 5.152.917,97
Buchwerte
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.870,00 62.957,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.324,00 2.282,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 501.983,00 515.789,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.374,00 290.338,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.715,36 51.394,59
879.396,36 859.803,59
III. FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 213.251,01 213.251,01
1.175.517,37 1.136.011,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. GRUNDLAGE DES UNTERNEHMENS

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Limtronik GmbH mit Sitz in Limburg an der Lahn ist Joint Development Manufacturing (JDM)-Partner und Experte für Electronic Manufacturing Services (EMS). Das Unternehmen begleitet seine Kunden von der Produktentwicklung bis zu den fertigen, auslieferbereiten Endprodukten. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung und Fertigung von elektronischen Baugruppen sowie maßgeschneiderten Systemen für die Kunden. Der Spezialist ist bereits seit dem Jahr 1970 in der Herstellung von elektronischen Baugruppen und Geräten tätig und nach der IATF16949 zertifiziert. Die gelebte Philosophie des Unternehmens ist es, flexibel, zuverlässig und individuell sämtliche Kundenanforderungen zu erfüllen.

Es werden keine Zweigniederlassungen betrieben.

II. ALLGEMEINES GESCHÄFTSKLIMA / LAGE DER ELEKTRO- UND ELEKTRONIKINDUSTRIE

Auch in 2023 wurde laut ZVEI auf dem Weltmarkt für elektrotechnische und elektronische Produkte ein zweistelliger Zuwachs (+10,9 %) erreicht (Hochrechnung zu konstanten Wechselkursen aus dem August 2023), wenngleich dieser nicht zuletzt auch inflationsgetrieben sein dürfte. Damit wird eine Marktgröße von ca. 5.500 Mrd. € erreicht. Im kommenden Jahr 2024 sollte sich das Wachstum dann wieder normalisieren und bei 3 Prozent weltweit liegen. Das Wachstum der deutschen Elektro- und Elektronikbranche für 2024 wiederum zeigt dann nur ein Wachstum von einem Prozent auf. (Quelle ZVEI - 1; https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/die-globale-elektro-und-digitalindustrie-daten-zahlen-und-fakten)

2023 insgesamt schloss die Branche (nach vorläufigen Berechnungen des ZVEI) mit einem aggregierten Umsatz von 238,1 Mrd. Euro ab, was einem Wachstum von 6,0 % entspricht und insbesondere in Q3 und Q4 schwächelte (noch im August 2023 wurde von einem Wachstum von 9,0 % ausgegangen).

Der Inlands- und Auslandsumsatz kamen dementsprechend auf 115,0 Mrd. Euro (+ 7,2 %) und 123,1 Mrd. Euro (+ 5,1 %). Die Umsätze mit Kunden aus dem Euroraum erhöhten sich 2023 um 5,8 % auf 44,0 Mrd. Euro, die mit Drittländern um 4,7 % und damit auf 79,1 Mrd. Euro.

Die branchenweite Kapazitätsauslastung hat sich im 2. Halbjahr 2023 und auch in 2024 zu Beginn des Jahres reduziert. Mit dem 4. Quartal 2023 verglichen, ging sie um knapp 1,5 % auf 80,5 % der betriebsüblichen Vollauslastung zurück. Gleichzeitig gab die Auftragsreichweite von 4,8 auf 4,1 Produktionsmonate nach. (Quelle ZVEI - 1; https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-elektro-und-digitalindustrie-mit-ruecksetzer-zum-jahresende)

Daher geben die Wachstumsanalysen weltweit für 2023 aber die Lage am Elektronikmarkt in Deutschland nicht korrekt wieder. Hierbei ist insbesondere für die Limtronik einerseits die Entwicklung des Halbleitermarktes als auch der der EMS Branche ausschlaggebend. Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wurde für 2023 mit einem Umsatz von 20,8 Mrd. Euro zum Jahresende und damit einem Plus von 9,7 % prognostiziert. Positiv ist, dass damit das Vorkrisenniveau von 2019 übertroffen wurde. Für den europäischen Markt insgesamt wird mit einem Wachstum um 5,3 % und damit mit einem Umsatz von 77,7 Mrd. US-Dollar (72,1 Mrd. Euro mit einem Wachstum von 3,5 Prozent) für 2023 gerechnet.

Der deutsche Markt für den EMS Markt (Bereich der elektronische Baugruppen) verzeichnet dabei einen Umsatzrückgang von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr und wird mit 31,4 Mrd. Euro das Geschäftsjahr 2023 beenden. Jedoch in Bezugnahme auf den Weltmarkt fällt dieses Minus moderat aus, denn der europäische Baugruppen-Markt wächst leicht um 4,3 % auf 138,6 Mrd. US-Dollar, wobei der weltweite Markt um 7,9 % auf einen Gesamtumsatz von 1.190 Mrd. US-Dollar zurück ging. Generell ist damit festzustellen, dass der europäische Markt in der Wertschöpfung der Elektronikfertigung robust ist. Die Umsatz- und Wachstumszahlen der anderen Weltregionen scheinen dagegen in 2023 und voraussichtlich auch 2024 rückläufig zu sein. (Quelle ZVEI - 2; https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-erwartet-2023-erholung-der-maerkte-der-elektronischen-bauelemente-
und-der-elektronikfertigung#:~:text=90%2F2023,Umsatz%20von%2077%2C7%20Mrd.)

Insgesamt war 2023 damit einerseits wieder ein erfolgreiches Jahr für die Elektro- und Digitalindustrie, andererseits waren im 2. Halbjahr Tendenzen einer Sättigung des Marktes zu erkennen.

Die seit 2020 vorhandenen Probleme entlang der Lieferkette (Verknappung/Allokation/Transportschwierigkeiten) führten auch im Jahre 2023 zu erhöhten Anstrengungen der Limtronik. Erst im 2. Halbjahr 2023 konnten positive Tendenzen im Hinblick auf die Materialverfügbarkeiten ausgemacht werden. Leider betraf das nur die reine Beschaffbarkeit der Komponenten jedoch nicht die Normalisierung hinsichtlich Wiederbeschaffungszeiten und Preise. Eine Prognose für 2024 wird durch Gegebenheiten, wie den Krieg im Gaza-Streifen, als auch diverser Naturereignisse (z.B. Erdbeben in Japan) immer schwieriger.

Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr

Auch das dritte Geschäftsjahr nach dem erfolgreichen Sanierungsverfahren in 2020 konnte positiv abgeschlossen werden. Nahezu alle betriebswirtschaftlichen Ziele konnten erreicht bzw. sogar deutlich überschritten werden.

Auf der Verkaufsseite konnte der höchste Umsatz seit über 10 Jahren generiert werden. Bestandskunden konnten ausgebaut, viele Neukunden gewonnen werden. Das schon seit Jahren erfolgreiche Marketing rund um Limtronik und die SEF Smart Electronic Factory e.V. machen sich hierbei stark bemerkbar.

Durch die zusätzliche Betriebsmittellinie der Commerzbank AG konnte das Wachstum sichergestellt werden. Im zweiten Halbjahr wurde die Entscheidung zur Kapazitätserweiterung im Bereich der SMD-Bestückung getroffen, welche im 1. Quartal 2024 realisiert werden soll.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verlief das Geschäftsjahr sehr positiv. Sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig konnten alle Quartale den Vorjahreszeitraum aber auch die unternehmenseigene Planung schlagen.

Mit einem Umsatz von Mio. EUR 43,9, der mit +37 % deutlich über dem des Vorjahres (Vorjahr: Mio. EUR 32,0) und auch über dem geplanten Umsatz lag, erreichte die Limtronik erneut einen Spitzenwert.

Die Auftragseingänge entwickelten sich im Jahr 2023 mit Mio. EUR 37,9 deutlich über Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio. EUR 33,2).

Durch die Umstellung bei einem Kunden auf Lieferpläne reduzierte sich der fixe Gesamtauftragsbestand zum 31. Dezember 2023 auf Mio. EUR 11,6 (Vorjahr: Mio. EUR 17,6).

Beschaffung

Der Mangel an Halbleitern blieb auch für lange Zeit in 2023 noch das beherrschende Thema - Halbleiter für Autoindustrie, Computing und Datenspeicher sowie drahtlose Kommunikation machten hier auch wie 2022 die größten Probleme (z.B. Wiederbeschaffungszeiten von größer 70 Wochen). Jedoch konnte im 2. Halbjahr beobachtet werden, dass wir uns am Ende des Verknappungszyklus befanden.

Die weltweite Halbleiterindustrie steht generell vor einem Wachstumsjahrzehnt und kann bis 2030 zu einer Billion-Dollar-Branche werden. Dies geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey & Company zum Chipmarkt hervor. Der Umsatz der Branche lag 2021 bei 600 Mrd. US-Dollar und könnte in diesem Jahrzehnt um jährlich 6-8 % wachsen. Damit würde die Industrie die Schallmauer von 1-Billion-US-Dollar 2030 durchbrechen. (Quelle: Halbleiterindustrie vor einem Wachstumsjahrzehnt | McKinsey & Company)

Dies vorher geschickt, war 2023 jedoch ein Jahr der Wachstumsdelle. 2023 sind die weltweiten Halbleiterumsätze um 10,9 % auf 534 Mrd. Dollar gesunken, so die Analysten von Gartner. Die starke Nachfrage nach Chips zur Unterstützung von Künstlicher Intelligenz, wie etwa Grafikprozessoren reicht einfach nicht aus, um die Halbleiterindustrie vor diesem Rückgang zu bewahren. Die geringere Nachfrage von Smartphones- und PC-Kunden sowie die geringen Ausgaben für Rechenzentren beeinflussten den Umsatzrückgang am stärksten. Für 2024 prognostizieren die Analysten von Gartner aber einen Aufschwung. Konkret sollen in 2024 weltweit 624 Mrd. Dollar mit Halbleitern umgesetzt werden, was einer Steigerung von 16,8 % entspräche.

(Quelle: https://www.itreseller.ch/Artikel/99821/Globaler_Halbleitermarkt_wird_2024_um_168_Prozent_zulegen.html#:~:text=Nach%20einem%20R%C3%
BCckgang%20um%20knapp,auf%20624%20Milliarden%20Dollar%20ansteigen)

Bekannte Trends wie Home offices, KI und auch die Elektrifizierung des Verkehrs und die Automatisierung allgemein führen zu einer verstärkten Nachfrage nach Halbleitern. Gegenläufige Einflüsse wie zum Beispiel die höhere Inflation und hohe Zinsen sind hierbei nicht als permanent anzusehen und wirken daher punktuell/temporär. Heißt, sie werden den Trend, wie auch in 2023 zu beobachten, nicht generell stoppen.

Im Jahre 2023 waren Sonderaktionen im Einkauf als auch in den Bereichen der Logistik und der Wareneingangsprüfung insbesondere in den ersten beiden Quartalen noch stark beeinflussend. Jedoch zeigte sich gegen Ende des vergangenen Jahres in den Beschaffungssegmenten eine Stabilisierung der Situation. In der Summe betraf das erst einmal ein Ende der Verknappung und die höhere Verlässlichkeit der Wiederbeschaffungszeiten und in einigen Segmenten (z.B. Roh-Leiterplatten) sogar eine Reduzierung. Für 2024 bedeutet dies, dass man sich von einer Konzentration auf die reine Beschaffung der Vormaterialien im Einkauf wieder den strategischen Themen parallel widmen kann.

Wie im Vorjahr berichtet, sind auch in dieser Situation als positiv zu bewerten, dass bereits aufgebaute Beziehungen mit einer breiten Basis internationaler Partner der Limtronik GmbH existieren, mit deren Hilfe man die Zeit der Engpässe und Logistikprobleme meistern konnte, die aber nun auch als Partner am Ende des sog. "Schweinezyklus" zu sehen sind.

Zusätzlich gilt es, in 2024 den "Umschwung" von Beschaffung in einer Allokationsphase zum strategischen Einkaufen zu bewältigen. Dies beinhaltet das permanente Beobachten des eigenen Bestandes und der Bestellobligos bei sich verkürzenden Lieferzeiten, als auch die nun notwendigen, permanenten Checks bzgl. sich verbessernder Konditionen.

Wie schon in den vergangenen Jahren sind Beschaffungszeiten als auch Preise derzeit i.d.R. nicht mehr vertraglich fest über einen längeren Zeitraum zu vereinbaren - oder werden kurzfristig mehrmals im Jahr durch die Hersteller erhöht, was zu einer bleibenden Notwendigkeit der ständigen Überprüfung der gültigen Situation inkl. der Kommunikation der Veränderungen mit dem Kunden führt. Der volatile Währungskurs ist hierbei eine weitere Variable, die insbesondere im Einkauf an Wichtigkeit gewinnt.

Investitionen

Insgesamt sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen i.H.v. Mio. EUR 0,3 getätigt worden. Zudem wurden Anlagen mit einem Wert von Mio. EUR 0,7 geleast. Die Investitionsquote (Investitionen inklusive Leasing) bezogen auf die Gesamtleistung betrug im Geschäftsjahr 2023 2,3 %.

Mit dem Kauf eines Flying Probes der Firma Takaya baut die Gesellschaft Ihr Dienstleistungsspektrum rund um die Prüftechnik weiterhin aus.

Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 152 Mitarbeiter (Vorjahr: 135) bei der Limtronik beschäftigt.

Zur Abdeckung von Produktionsspitzen sowie zum Ausgleich von Kapazitätsschwankungen wurden im Produktionsbereich ebenfalls Zeitarbeiter beschäftigt.

Als Folge der deutlichen Umsatzsteigerung wurden in nahezu allen Bereichen, aber insbesondere im Bereich der Fertigung, Mitarbeiter eingestellt. Weitere Personaleinstellungen sind geplant. Jedoch gestaltet sich die Suche nach Facharbeiter insbesondere auch in den fertigungsnahen Bereichen wie Engineering und Qualitätssicherung als sehr schwer. Auf Grund dessen hat Limtronik im zweiten Halbjahr eine Recruitingoffensive gestartet, bei der u.a. die Bereiche Social Media zur Verbesserung der Reichweite genutzt werden sollen.

III. ERTRAGSLAGE, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES UNTERNEHMENS

Nachfolgend erläutern wir die Ertragslage, den Finanz- und Vermögensaufbau der Limtronik GmbH im Geschäftsjahr 2023 und am 31. Dezember 2023.

Ertragslage

2023 Vorjahr +/-
TEUR % TEUR % %
Umsatzerlöse 43.919 99,4 32.003 100,4 37,2
Bestandsveränderung 287 0,6 -137 -0,4 >-100,0
GESAMTLEISTUNG 44.206 100,0 31.866 100,0 38,7
Sonstige betriebliche Erträge 474 1,1 421 1,3 12,6
Materialaufwand -31.419 -71,1 -21.671 -68,0 45,0
ROHERGEBNIS 13.261 30,0 10.615 33,3 24,9
Personalaufwand -6.823 -15,4 -5.809 -18,2 17,5
Abschreibungen -258 -0,6 -185 -0,6 39,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.277 -9,7 -3.488 -10,9 22,6
BETRIEBSERGEBNIS 1.903 4,3 1.134 3,6 67,8
Finanzergebnis -535 -1,2 -510 -1,6 4,9
Ergebnis vor Steuern 1.368 3,1 624 2,0 >100,0
Steuern -420 -1,0 -175 -0,5 >100,0
JAHRESÜBERSCHUSS 948 2,1 449 1,4 >100,0

Rundungsdifferenzen aufgrund der Darstellung in TEUR möglich.

Das Jahresergebnis hat sich mehr als verdoppelt. Ursächlich sind insbesondere die stark gestiegenen Umsatzerlöse als auch das deutlich bessere Betriebsergebnis (beides wesentliche Leistungskennziffern der Limtronik GmbH).

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 11.916 gestiegen, dies resultiert insbesondere aus einer positiven Entwicklung der Neukundenumsätze sowie deutlich höheren Materialverkäufen zur Befüllung der Kundenkonsignationsläger.

Im Vorjahr wurde der Umsatz mit EUR 30-32 Mio. prognostiziert, die wesentliche Abweichung vom Plan resultiert aus einer aufgrund der geopolitischen Spannung eher konservativen Planung. Darüber hinaus konnten außerplanmäßige Erfolge auf der Umsatzseite erzielt werden. Hinzu kamen die erhöhten Materialverkäufe, welche ebenfalls nicht Teil der Planung waren.

Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr um 38,7 % erhöht werden. Bedingt durch Materialverkäufe und der damit einhergehenden höheren Materialeinsatzquote hat sich das Rohergebnis nur unterproportional um 24,9 % auf TEUR 13.261 (Vorjahr: TEUR 10.615) verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erstattungen/Zuschüssen (TEUR 25), Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen (TEUR 160) sowie Währungs- und Kursgewinnen (TEUR 212) zusammen. Der Anstieg ist in höheren Auflösungen für Wertberichtigungen und Rückstellungen begründet.

Die Erhöhung des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern als auch auf die tariflich bedingten Lohn- und Gehaltserhöhungen. Ebenfalls wurde den Mitarbeitern eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 800 € je Vollzeitkraft ausbezahlt.

Der Großteil der Investitionen wurde über Leasing finanziert. Dennoch führten die durch eigene Mittel getätigten Investitionen zu höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Die Abschreibungen erhöhten sich um 39,7 % auf TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 185).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich kräftig auf TEUR 4.277 (Vorjahr: TEUR 3.488). Der größte Teil der Aufwendungen entfiel auf Mieten und Leasing TEUR 1.309 (Vorjahr: TEUR 826), Kursverluste TEUR 219 (Vorjahr: 450) sowie Wartung und Instandhaltung TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 378). Der Anstieg resultiert aus erhöhten Leasingaufwendungen und höheren Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen für Mieten und Verwaltungskosten.

Das Betriebsergebnis stieg aufgrund der vorgenannten Entwicklungen auf TEUR 1.903. Es verbesserte sich um 67,8 % im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Umsatzerlöse.

Dadurch weicht ebenfalls das geplante Betriebsergebnis von der Vorjahresprognose ab.

Das Finanzergebnis ist leicht gestiegen insbesondere aufgrund stark gestiegener Zinsaufwendungen aus erhaltenen Krediten. Nach Abzug des negativen Finanzergebnisses von TEUR 534 konnte ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.368 nach TEUR 624 im Vorjahr erzielt werden.

Finanzlage

Das Finanzmanagement der Limtronik GmbH umfasst insbesondere das Liquiditäts- und das Fremdwährungsmanagement.

Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Hierzu werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollierenden Planung erfasst. Das Ziel ist es, eine für notwendig erachtete Liquidität kostenoptimal bereitzustellen. Die Limtronik GmbH konnte im gesamten Geschäftsjahr 2023 ihren Zahlungsverpflichtungen durchgängig und ohne Beanstandungen nachkommen.

Mit der Deutschen Factoring Bank besteht ein Factoringvertrag in Höhe von Mio. EUR 8,0. Der aktuell gültige Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2024.

Neben der Betriebsmittellinie der Deutschen Bank AG in Höhe von Mio. EUR 2,0 wurde mit der Commerzbank AG eine weitere Kontokorrentlinie in Höhe von Mio. EUR 1,0 vereinbart, so dass der Gesellschaft ausreichende liquide Mittel zur Verfügung stehen, um das weitere Wachstum finanzieren zu können.

2023 Vorjahr +/-
TEUR TEUR TEUR
Jahresüberschuss 948 449 499
Cashflow aus der Umsatztätigkeit 694 913 -219
Cashflow aus dem Working Capital -1.198 -689 -509
Operativer Cashflow 444 673 -229
Cashflow aus Investitionstätigkeit -298 -481 183
Free Cashflow 146 192 -46
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -310 -148 -162
Netto Cashflow -164 44 -208
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 380 336 44
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 216 380 -164

Rundungsdifferenzen aufgrund der Darstellung in TEUR möglich.

Der operative Cashflow, welcher sich ausgehend vom Jahresüberschuss bereinigt um Abschreibungen, Veränderungen der Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Forderungen ohne Finanzierungscharakter, Vorräte und Rechnungsabgrenzungsposten berechnet, ist Vergleich zum Vorjahr um TEUR 229 gesunken. Ursächlich sind trotz der Verdopplung des Jahresüberschusses im Wesentlichen gesunkene Zunahmen in den Rückstellungen und gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch einen Kunden, welcher nicht über das Factoring läuft.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet die Investitionen in das Anlagevermögen. Die Veränderung des Cashflows ist dadurch begründet, dass im Vorjahr Investitionen in die Kapazitätserweiterung in Produktionsanlagen getätigt wurden.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst die Veränderung in Anspruch genommener Kreditlinien/Darlehen, Gewinnausschüttungen an Gesellschafter und Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaft Limtronik Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH (LIB). Die Veränderung des Cashflows ist insbesondere auf die Zahlung der Verlustübernahme der LIB aus dem Jahr 2022 zurückzuführen (im Vorjahr Einzahlung der Gewinnabführung 2021).

Die Finanzmittel haben sich um TEUR 164 auf TEUR 216 reduziert.

Vermögenslage

Aktiva

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um TEUR 40. Der leichte Anstieg liegt darin begründet, dass in 2023 die im Bau befindlichen Investitionen aus 2022 im Geschäftsjahr in Betrieb genommen werden konnten und nur geringere Zusatzinvestitionen erforderten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 258. Die Erhöhung resultiert durch die Inbetriebnahme der Investition in 2023 und damit der Beginn des Abschreibungslaufs. Zudem lag dadurch die Investitionsquote (Getätigte Investitionen des Geschäftsjahres im Verhältnis zum Anfangsbestand des Anlagevermögens) am Ende des Geschäftsjahres nur bei 26,4 % (Vorjahr: 73,6 %).

2023 Vorjahr +/-
TEUR TEUR TEUR
Anfangsbestand 1.136 839 297
Zugang zu Anschaffungs- und Herstellkosten 300 618 -318
Anlagenabgänge zu Restbuchwerten -2 -136 134
Abschreibungen -258 -185 -73
Endbestand 1.176 1.136 40

Rundungsdifferenzen aufgrund der Darstellung in TEUR möglich.

Trotz des gestiegenen Umsatzes haben sich die Vorräte von TEUR 9.758 auf TEUR 9.404 leicht reduziert. Die Vorräte sind aufgrund wieder laufenden Lieferketten insbesondere im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen deutlich im Wesentlichen aufgrund einer stichtagsbedingten Forderungszunahme eines Kunden, welcher nicht über das Factoring abgewickelt wird.

Die gewährten Darlehen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum Ablauf des Geschäftsjahres auf TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 650) und reduzierten sich um TEUR 200 aufgrund einer Rückzahlung.

Passiva

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 1.866 von TEUR 12.683 auf TEUR 14.549 erhöht.

Die Eigenkapitalquote zum Stichtag 31. Dezember 2023 blieb relativ konstant bei 45,3 % (Vorjahr: 45,5 %) trotz der Verdopplung des Jahresüberschusses und einer Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag von TEUR 130. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten aufgrund der Steigerung der Geschäftstätigkeit in 2023 begründet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im Rahmen der Insolvenz auf den Pensionssicherungsverein übertragen. Im Zuge der Sanierung hat sich die Gesellschaft gegenüber dem Pensionssicherungsverein verpflichtet, einen Teil der Pensionszusagen zurückzunehmen, wenn das kumulierte Ergebnis vor Steuern der Geschäftsjahre 2021 bis 2023 einen Wert von TEUR 500 überschreitet. Der hierfür im Insolvenzplan festgelegte Wert i.H.v. TEUR 750 wird als diskontierte Rückstellungen für Pensionen dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 69) und Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 306) sowie für Personalkosten (TEUR 405). Der Anstieg um TEUR 99 resultiert im Wesentlichen aus Zunahme der Personalrückstellungen bedingt durch die Erhöhung der Mitarbeiterzahl.

Die Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 5.655 enthalten in erster Linie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.165), sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 1.350) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 656. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Darlehen aus Mietkäufen i.H.v. TEUR 306 enthalten.

Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage ist sehr positiv verlaufen und daher äußerst zufriedenstellend. Das für das Geschäftsjahr aufgestellte Budget konnte sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig deutlich übertroffen werden.

Auch die Mitarbeiter der Limtronik haben mit einem großen Engagement dazu beigetragen, dass Produktionsspitzen durch Mehrarbeit abgefangen werden konnten.

IV. DARSTELLUNG DER WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN

Risikomanagement

Die Limtronik GmbH verfügt über ein wirksames System zur Früherkennung, Kommunikation und Behandlung von Risiken. Ziel ist es, die im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge- sowie Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Hierzu dient eine Vielzahl an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, die täglich, wöchentlich bzw. monatlich berichtet werden und einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagementsystems darstellen. Die Daten zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens werden in regelmäßigen Treffen des Führungskreises bewertet. Orientiert wird sich bei der Betrachtung der Kennzahlen an den jeweiligen zum Jahresbeginn abgestimmten Eckdaten. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen werden unterjährig durch einen Forecast der entsprechenden Entwicklung angepasst.

Risikobericht

Geschäftlicher Erfolg resultiert aus der Erarbeitung und Nutzung von Chancen bei gleichzeitiger Begrenzung der Risiken. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil unseres zertifizierten Qualitätssicherungssystems.

Die nachfolgenden Risiken sind in der absteigenden Reihenfolge ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer geschätzten Auswirkungen aufgeführt.

Branchenrisiken

Branchenüblich sind EMS-Unternehmen von zwei bis drei Großkunden abhängig. Für eine bessere Planung hat die Limtronik langfristige Rahmenvereinbarungen mit ihren Kunden abgeschlossen. Der Hauptumsatzanteil ist mittlerweile auf mehrere Großkunden verteilt. Mögliche Krisen einzelner Kunden bzw. Branchen können so in Zukunft deutlich besser überstanden werden. Das Risiko eines Totalausfalls eines Großkunden ist weiterhin als gering einzuschätzen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die globale Beschaffung birgt Verfügbarkeits-, Qualitäts- und Kostenrisiken. Durch ein intensives Beschaffungsmanagement und den engen Kontakt zu den wesentlichen Lieferanten reduzieren wir dieses Risikopotential. Im Geschäftsjahr 2024 ist weiterhin in besonderer Weise mit Verfügbarkeitsrisiken zu rechnen. Die Angriffe der Huthi-Rebellen führen nicht nur zu Störungen der Supply Chain, sondern auch zu erhöhten Transportkosten. Teilweise muss auf teure alternative Frachtwege zurückgegriffen werden, um die Lieferverpflichtungen nachkommen zu können.

Umfeldrisiken

Das Unternehmen kann sowohl von internen als auch von externen Risiken betroffen sein. Als inhabergeführtes Unternehmen haben die geschäftsführenden Gesellschafter ein großes Interesse, die Zukunft der Limtronik GmbH positiv zu gestalten. Ebenfalls kann das Unternehmen auf einen langjährigen Mitarbeiterstamm zurückgreifen, so dass der Verlust von Wissensträgern als eher unwahrscheinlich einzuordnen ist. Um Problemen entgegenzuwirken, agiert die Geschäftsleitung mit einer aktiven Informationspolitik.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen ist mit der im letzten Jahr aufgestellten Finanzierung gut positioniert. Die Forderungen werden über eine ausreichende Factoringlinie, die Vorräte über zwei Betriebsmittellinien und Investitionen über unterschiedliche Leasinggesellschaften finanziert. Die anhaltende Entwicklung auf dem Beschaffungsmarkt hatte im vergangenen Geschäftsjahr teilweise Auswirkungen auf die Vorratsentwicklung der Gesellschaft. Um eventuellen Liquiditätsrisiken im Zusammenhang mit der weltweiten Allokationsproblematik entgegenzuwirken, setzt die Limtronik erfolgreich auf ein intensiv gesteuertes Bestandsmanagement.

Wir gehen davon aus, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen in Anbetracht der derzeitigen Auftragslage voll erfüllen zu können.

Personalrisiken

Als spezialisierter EMS-Dienstleister mit tiefen Kenntnissen verschiedener Produktionsverfahren hängt der Erfolg von Limtronik maßgeblich von gut geschulten und Mitarbeitern ab. Dabei besteht das Risiko, dass Limtronik diese nicht im benötigten Umfang finden oder nicht langfristig halten kann. Dem wirkt das Unternehmen mit gezielter Personalentwicklung, interessante Karrieremöglichkeiten sowie einem attraktiven Entlohnungsmodell entgegen.

Chancenbericht

Mit einer Produktion auf dem Stand der Technik und einem qualifizierten Mitarbeiterstamm sieht sich die Limtronik zukünftig bestens vorbereitet. Insbesondere wurden die Kapazitäten im Bereich der SMT-Fertigung im letzten Jahr gezielt aufgebaut, was für die Gesellschaft erhebliche Umsatz- und Ertragschancen bieten kann.

Ein langjähriger Kundenstamm als auch eine Vielzahl vielversprechender Projekte bei Neukunden stellen eine hervorragende Basis für die nächsten Jahre dar.

Gesamtaussage

Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich aktuell nicht erkennen.

V. PROGNOSEBERICHT

Basierend auf unserer Rahmenplanung und den Forecasts der Kunden erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau zwischen EUR 38,0 Mio. und EUR 40,0 Mio. Dieses Niveau wird neben dem wachsendem Bestandskundengeschäft durch einige Neukundenprojekte unterstützt. Die Umsatzplanung ist somit in großen Teilen durch fixe Aufträge und Lieferplänen gesichert.

Aufgrund der stark gestiegenen Betriebskosten erwarten wir für das kommende Jahr ein im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziertes Betriebsergebnis zwischen EUR 1,7 Mio. und EUR 1,9 Mio.

Die künftige tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren abweichen.

 

Limburg a.d. Lahn, den 15. März 2024

Limtronik GmbH

Geschäftsführung

Dr. Anjou Appelt

Georgios Giantsios

Gerd Ohl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Limtronik GmbH, Limburg a.d. Lahn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Limtronik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Limtronik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. März 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Nicole Steinsträßer, Wirtschaftsprüferin

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