Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 18134
Eingetragen
6.10.2009
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeGüterbeförderung im SchienenverkehrPersonenbeförderung im Eisenbahnverkehr
Gegenstand
Das Betreiben eines Eisenbahnunternehmens für den Güterverkehr.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Wanner
seit 17.3.2025
Prokura
Thomas Dr. Kiefer
seit 9.7.2020
Prokura
Frank Kuhn
seit 9.7.2020
Prokura
Annette Reimsbach
seit 9.7.2020
Prokura
Mike Schmidt
seit 6.10.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Saar Rail GmbH

Völklingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Managementreview der SaarRail

Grundlagen des Unternehmens

Die Saar Rail GmbH, Völklingen, (kurz: Saar Rail) wurde am 22. September 2009 von der Saarstahl AG, Völklingen, (kurz: SAG) gegründet. Am 01.07.2020 sind die Werksbahnen der Unternehmensgruppe DILLINGER, mit dem Standort Dillingen/Saar, und Saarstahl AG, mit den Standorten Burbach, Neunkirchen und Völklingen, zusammengewachsen. Seit dem 31.12.2020 ist die Saar Rail GmbH 100%ige Tochtergesellschaft der Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs- OHG, Dillingen/Saar.

Die Rangieraktivitäten in den Werken bilden das Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens.

Darüber hinaus hat die Saar Rail GmbH eine Genehmigung als öffentliche Eisenbahn und ist dadurch in der Lage, sowohl zwischen den Werken als auch in Deutschland Schienengüterverkehr zu betreiben.

Zur Abwicklung der Bahnverkehre unterhält sie Geschäftsbeziehungen sowohl mit Konzerngesellschaften als auch mit Dritten.

Ziel der Saar Rail GmbH ist es, die werksinternen Eisenbahnaktivitäten der einzelnen Produktionsstandorte zusammenzufassen, die Schnittstellen zu externen Eisenbahnverkehrsunternehmen zu verbessern, die Zwischenwerksverkehre im Roheisen- und Knüppeltransport positiv zu beeinflussen und damit die Transportkosten deutlich zu senken.

Zum 01.05.2023 hat sich die Saar Rail GmbH mit den Kollegen der Straßenbetriebe Transportbetrieb Straße (kurz: TRB-S) in Dillingen und Saar Stahlbau (kurz SSG) in Völklingen im Rahmen eines Betriebsübergang zusammengetan. Wir freuen uns, 54 Mitarbeiter des TRB-S und 12 Mitarbeiter der Saar Stahlbau AG bei uns begrüßen zu dürfen. Mit dieser Zusammenlegung verfolgen wir die Idee, Transportaufgaben im Unternehmen aus einer Hand bearbeiten zu können.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Gemeinsame Leitung

Zur einheitlichen Steuerung der Arbeitsabläufe und des Einsatzes von Mitarbeitern und Betriebsmitteln vereinbaren SHS- Stahl- Holding- Saar GmbH & Co. KGaA , Saarstahl AG und Saar Rail GmbH, sowie andere Tochtergesellschaften einen Gemeinschaftsbetrieb in Völklingen hinsichtlich der personellen und sozialen Angelegenheiten der Mitarbeiter gemäß den nachfolgenden Regelungen.

Die gemeinsame Leitung des Gemeinschaftsbetriebs in personellen und sozialen Angelegenheiten übernimmt die Personalabteilung am Standort Völklingen. Die Personalabteilung ist für alle im Gemeinschaftsbetrieb der Gesellschaften beschäftigten Mitarbeiter zuständig und Ansprechpartner des örtlichen Betriebsrats am Standort Völklingen.

Betriebsrat

An allen Standorten der Saar Rail GmbH sind Betriebsräte der Hütte auch für die Kollegen der Saar Rail GmbH Ansprechpartner.

Gesamtbetriebsrat

Weder bei der Dillinger Hütte, noch bei der Saar Rail GmbH existiert ein Gesamtbetriebsrat.

Der Gesamtbetriebsrat der Saarstahl Aktiengesellschaft bleibt im Rahmen seines regulären Mandats zuständig und unverändert im Amt.

Konzernbetriebsrat

Bei der SHS- Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, der Dillinger Hütte und der Saarstahl Aktiengesellschaft existiert jeweils ein Konzernbetriebsrat. Diese bleiben auch weiter unverändert im Amt.

Wirtschaftsausschuss

Bei der Dillinger Hütte sowie bei der Saarstahl Aktiengesellschaft besteht ein Wirtschaftsausschuss nach § 106 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Diese bleiben auch weiter unverändert im Amt. Bei der Saar Rail GmbH existiert kein Wirtschaftsausschuss.

Wirtschaftsbericht

Bei den Transportmengen ist in 2023 ein großer Rückgang zu verzeichnen. Auch durch Aufschub von Instandhaltung wird der kaufmännische Jahresabschluss positiv ausfallen. Wegen der aktuellen Lieferschwierigkeiten und Ersatzteilversorgung für die alten Loks wurde eine gut gebrauchte Lokomotive beschafft. Der Antrag für die Investition belief sich auf 1,3 Mio. Euro.

Am 04.04.23 wurde Saar Rail auf Antrag bei der Europäischen Eisenbahnagentur (ERA) eine neue Sicherheitsbescheinigung ausgestellt (Gültigkeit bis 03.04.2028). Das eigens dafür erstellte Sicherheitsmanagementsystem (SMS) hat unseren Sicherheitsstandard verbessert. Unter anderem wurde ein Sicherheitsmanagement-Beauftragter (SMS-B) und ein SMS-Manager installiert.

Im Jahr 2023 gab es keine signifikanten Arbeitsunfälle bei Saar Rail. Dies ist zum einen auch auf den Shopfloor-Austausch zurückzuführen, der nun an allen Standorten der Saar Rail erfolgt. Als Vorreiter galt der Standort Dillingen, an dem das Projekt bereits angelaufen war und somit als Erfolgsmodell adaptiert werden konnte. Zum anderen ist eine hohe Reflektion der Sicherheitsinitiative des Arbeitsschutzes zu verzeichnen. Die Erfüllungsquote der Begehungen erreichte im vorgenannten Jahr ein Prozentsatz von 100 %.

Somit konnten die Ziele der Saar Rail erfüllt werden.

Ertragslage

Bei Umsatzerlösen in Höhe von 63,4 Mio. € (Vorjahr: 64,6 Mio. €) weist die Gesellschaft nach Steuern einen Jahresüberschuss vor EAV in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) aus. Der Materialaufwand hat sich von 36,3 Mio. € auf 35,6 Mio. € geringfügig gemindert und der Personalaufwand ist von 20,2 Mio. € - insbesondere in Folge der Übernahme der Kollegen der Straßenbetriebe Transportbetrieb Straße - auf 22,9 Mio. € gestiegen. Insgesamt konnte im Jahr 2023 eine Ergebnisverbesserung von 0,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.

Das EBIT beläuft sich auf 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €), was einer Marge von 0,1 % (Vorjahr: 0,3 %) entspricht. Das EBITDA beträgt 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Dies entspricht einer Marge von 1,7 % (Vorjahr: 1,5 %).

Das Jahresergebnis 2023 hat sich erwartungsgemäß entwickelt, da mit einem positiven Ergebnis für 2023 gerechnet wurde.

Aufgrund des am 28.05.2020 mit der Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dillingen/Saar, abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages sind 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) an die Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dillingen/Saar, abzuführen. Der Jahresüberschuss beträgt danach 0 € (Vorjahr: 0 €).

Finanz- und Vermögenslage und Kennzahlen

Der Geschäftsverlauf der Saar Rail im Jahr 2023 spiegelt sich auch in den Kennzahlen der Vermögens- und Kapitalstruktur wider.

Bei einer Bilanzsumme von 21,2 Mio. € beträgt die Eigenkapitalintensität 24,6 % (Vorjahr: 28,8 %), der Deckungsgrad des Anlagevermögens 97,0 % (Vorjahr: 135,2 %).

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -2,4 Mio. €. Der Cash-Flow aus dem Investitionsbereich beläuft sich auf 1,3 Mio. € und der Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich auf -0,1 Mio. €.

Nachhaltigkeit

Die Eisenbahn an sich ist ein umweltschonender und energiesparender und deshalb nachhaltiger Verkehrsträger.

Personal- und Ausbildungsstand

Saar Rail beschäftigte zum 31. Dezember 2023 332 Mitarbeiter in den Werken Burbach, Dillingen, Neunkirchen und Völklingen (2022: 278 Mitarbeiter). Für den Bahnbetrieb und für die innerwerklichen Transporte auf der Straße sind flexibel einsetzbare und qualifizierte Arbeitskräfte unabdingbar. Das erforderliche Fachwissen über Qualität, Sicherheit, Umweltschutz und rechtliche Anforderungen wird jedem Mitarbeiter im Rahmen von regelmäßigen Schulungen nähergebracht.

Der Stand der Mitarbeiter zum Jahresende 2023 stellt sich wie folgt dar:

Stand Lohnempfänger Gehaltsempfänger
31.12.2020 233 30 263
31.12.2021 242 29 271
31.12.2022 239 29 268
31.12.2023 297 35 332

Arbeitssicherheit

Im Jahr 2023 wurden große Anstrengungen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit im Eisenbahnbetrieb eingeleitet. Vorrangig wurde ein Projekt "1 Stunde Arbeitssicherheit" eingeführt, bei dem jede Führungskraft in enger Taktung Betriebsbegehungen durchführt und Maßnahmen mit hoher Priorisierung abgearbeitet werden. Die nachfolgend dargestellte Kennzahl beschreibt die Ausfalltage je 1 Mio. Arbeitsstunden bei der Saar Rail GmbH (alle Werksteile im Unternehmen).

Strategie und Unternehmenspolitik

Die Saar Rail GmbH verfolgt eine im Sicherheitsmanagementhandbuch veröffentlichte Unternehmenspolitik. Diese Unternehmenspolitik wird von der Geschäftsführung der Saar Rail GmbH in vollem Umfang anerkannt und verfolgt. Die Unternehmenspolitik ist den betroffenen Mitarbeitern bekannt gegeben.

Risiken- und Chancenbericht

Risiken

Die Gesellschaft hat mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit 2011 das bei der Saarstahl AG bereits seit 2001 in Anwendung befindliche Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem übernommen. Die Geschäftsführung wird über die wesentlichen Risiken sowie über Gegenmaßnahmen nach einem einheitlichen System in regelmäßigen Abständen informiert. Das Risikomanagementsystem wurde von dem SHS-Konzern übergreifend für die Saarstahl AG und die AG der Dillinger Hüttenwerke übernommen. Die Saar Rail GmbH ist in das Risikomanagementsystem des SHS-Konzerns eingebunden.

Die Risiken der DILLINGER und Saarstahl AG übertragen sich zum Teil auch auf die Saar Rail GmbH. Als Beispiel für ein Risiko seien die Marktschwankungen genannt. Speziell für die Saar Rail GmbH wurde jedoch ein weiteres Risiko analysiert und im Risikomanagementsystem hinterlegt.

Dem längerfristigen Ausfall von Lokomotiven wird mit einem lang angelegten Investitionsprogramm begegnet. Bis dahin werden Loks vorerst angemietet, um die angespannte Ressource zu entspannen.

Chancen

Eine mögliche Verbesserung der Flexibilität erhofft man sich auf der Personalseite. Dazu werden Gespräche mit der Arbeitnehmerseite geführt.

Im Rahmen einer Kooperation mit der Ausbildungsabteilung des Konzerns bildet Saar Rail "Eisenbahner im Betriebsdienst" für die vier Standorte der GmbH aus.

Ausblick und Prognose 2024

Durch die wirtschaftliche Abhängigkeit von den Mutterunternehmen übertragen sich die Risiken und Chancen der DILLINGER und Saarstahl AG auf die Saar Rail GmbH. Durch gesteigerte Prozesssicherheit und günstige Frachtraten im Schienengüterverkehr leistet die Saar Rail GmbH auch im Jahr 2024 einen wesentlichen Beitrag, um die wachsenden Herausforderungen in der saarländischen Stahlindustrie zu meistern.

Für 2024 rechnen wir aufgrund der geringen Transportmengen bei Saarstahl AG mit einem gerade noch ausgeglichenen Jahresergebnis vor Gewinnabführung und sich entsprechend entwickelnden Kennzahlen EBIT und EBITDA.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen (1) 5.363 3.846
5.363 3.846
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 144 71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2) 6.464 2.782
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (2) 6.088 8.481
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.021 15.717 1.602 12.936
II. Guthaben bei Kreditinstituten 72 1.247
15.789 14.183
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1 -
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 17 -
21.170 18.029

PASSIVA

Anhang 31.12.2023
T-EUR
31.12.2022
T-EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (3) 25 25
II. Kapitalrücklage (3) 3.954 3.954
III. Bilanzgewinn 1.221 1.221
5.200 5.200
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (4) 3.905 2.888
2. sonstige Rückstellungen (4) 3.696 3.751
7.602 6.639
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (5) 1.163 935
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (5) 1.933 1.081
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (5) 3.773 2.401
4. sonstige Verbindlichkeiten (5) 1.458 1.749
8.327 6.166
D. Rechnungsabgrenzungsposten 41 24
21.170 18.029

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anhang GJ 2023
T-EUR
GJ 2022
T-EUR
1. Umsatzerlöse (6) 63.423 64.582
2. sonstige betriebliche Erträge (7) 301 95
63.725 64.677
3. Materialaufwand (8) 35.605 36.263
4. Personalaufwand (9) 22.924 20.207
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.051 768
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (10) 4.110 7.219
33 220
7. Zinsergebnis (11) 238 -137
8. Ergebnis nach Steuern 272 83
9. sonstige Steuern 1 1
10. Aufwendungen aus Gewinnabführung (12) 271 82
11. Jahresergebnis - -
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.221 1.221
13. Bilanzgewinn 1.221 1.221

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss 2023 der Saar Rail GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Saar Rail GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Gem. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB wurden bestimmte Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang erläutert. Ebenso werden die "davon Vermerke" auch im Anhang angegeben.

Die Saar Rail GmbH hat ihren Sitz in der Bismarckstraße 57-59 in Völklingen und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Saarbrücken unter der HRB Nummer 18134 eingetragen.

Alleinige Gesellschafterin von Saar Rail GmbH ist die Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dilligen/Saar, (DHS).

Die Saar Rail GmbH wird jeweils quotal in die Konzernabschlüsse der DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG, Dillingen/Saar, sowie der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KgaA, Dillingen/Saar, einbezogen, die im Unternehmensregister veröffentlicht werden. Beide sind auch am jeweiligen Firmensitz erhältlich.

Die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KgaA stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Am 28.05.2020 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dillingen/Saar, geschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 02.03.2021.

Die latenten Steuern werden gem. § 274 HGB grundsätzlich beim Organträger ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von >250 bis 1.000 € werden aktiviert und als Sammelposten gemäß den steuerlichen Vorschriften über 5 Jahre abgeschrieben.

Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden die steuerlichen Nutzungsdauern gemäß der allgemeinen amtlichen AFA-Tabelle bzw. die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angewandt. Hieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende durchschnittliche Nutzungsdauern:

Bürocontainer 10 Jahre
Lokomotiven und Zubehör 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 Jahre

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen sind abgezinst. Für alle erkennbaren Risiken werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Für nicht erkennbare Risiken in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für bestimmte sonstige Vermögensgegenstände besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 %, die bei den Einzelposten gekürzt ist.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die zum Nennbetrag bewerteten Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; die dazugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,00 % bei den Entgelten und 2,10 % bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,83 % (Vorjahr 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende und ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zur Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinses von sieben Jahren beträgt am 31. Dezember 2023 T€ 61.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten alle weiteren erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Altersteilzeitverpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Altersteilzeitverpflichtungen aus dem zum Bilanzstichtag erdienten Wertguthaben, den individuellen Aufstockungsleistungen und etwaig anfallenden Abfindungsbeträgen unter Berücksichtigung zukünftiger Entgeltsteigerungen. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,00 % bei den Entgelten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich auf 1,75 % (Vorjahr 1,44 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren ergibt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Angaben zur Mitzugehörigkeit 31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.464 2.782
davon aus Lieferungen und Leistungen (1.061) (816)
davon gegenüber Gesellschaftern (5.403) (1.956)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.088 8.481
davon aus Lieferungen und Leistungen (6.088) (8.481)

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig (2022: T€ 319 > 1 Jahr) .

(3) Eigenkapital

Das Stammkapital der Saar Rail GmbH zum 31.12.2023 beträgt unverändert T€ 25.

(4) Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Pensions- und andere Personalverpflichtungen sowie andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft.

Die Rückstellungen fur Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.905 wurden im Rahmen von Betriebsübergängen der Dillinger Bahnbetriebe zum 01.07.2020 sowie der Straßenbetriebe Tranportbetrieb Straße zum 01.05.2023, von der AG der Dillinger Hüttenwerke übernommen. Die übrigen Personalrückstellungen, in Höhe von T€ 2.705, betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Alteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 954, für Urlaubsansprüche in Höhe von T€ 453 und fur Jubiläen in Höhe von T€ 616. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, wurden insolvenzgesicherte Festgeldkonten in Höhe von T€ 153 (2022: T€ 549) mit den Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von T€ 954 (2022: T€ 2.086) verrechnet.

(5) Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.163 1.163 - - 935
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.933 1.933 - - 1.081
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.773 3.773 - - 2.401
Sonstige Verbindlichkeiten 1.458 1.458 - - 1.749
8.327 8.327 - - 6.166

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.933 (2022: T€ 1.081) setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 1.655 (2022: T€ 1.081) und Sonstigen Verbindlichkeiten T€ 278 (2022: T€ 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich auf T€ 288 (2022: T€ 0).

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.773 (2022: T€ 2.401) enthalten.

Aus Steuern bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 290 (2022: T€ 530).

Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 113 (2022: T€ 64).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am 31. Dezember 2023 auf T€ 4.233. Es handelt sich hierbei um, in den Folgejahren anfallenden Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen, Leasingverbindlichkeiten (T€ 2.089 ≤ 1 Jahr; T€ 1.523 > 1 Jahr), sowie Bestellobligen zum 31.12.2023 (T€ 621 ≤ 1 Jahr).

Es bestehen keine Sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Gesellschaften.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Konzern 62.912 63.837
extern 511 745
63.423 64.582

Der Umsatz wird zu 99 % mit Unternehmen des SHS-Konzerns realisiert.

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

2023
T€
2022
T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 235 79
Erträge aus der Erstattung von Versicherungen 0 1
übrige Erträge 66 15
301 95
in den Erträgen sind für Vorjahre enthalten: 235 80

(8) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.339 4.773
Aufwendungen für bezogene Leistungen 31.266 31.490
35.605 36.263

(9) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 18.761 16.473
soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung und sonstige soziale Aufwendungen 4.163 3.734
- davon Aufwendungen für die Altersversorgung (240) (492)
22.924 20.207

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
T€
2022
T€
Dienstleistungen von Konzernunternehmen 498 759
Miete und Pacht 3.282 6.192
Übrige 330 268
4.110 7.219

(11) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen: 2023
T€
2022
T€
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 274 16
- davon aus verbundenen Unternehmen (232) (16)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36 -153
- davon an verbundene Unternehmen (-1) (-23)
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen (-35) (-130)
238 -137

(12) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne / ausgeglichene Verluste

Die Saar Rail GmbH hat am 28.05.2020 mit der Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dilligen/Saar, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. In diesem Vertrag verpflichtet sich die Saar Rail GmbH ihren ganzen Gewinn an die Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dilligen/Saar, abzuführen. Diese wiederum verpflichtet sich zur Verlustübernahme nach den Vorschriften des § 302 AktG.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ist der entstandene Gewinn in Höhe von T€ 271 (2022: T€ 82) an Dillinger Hütte und Saarstahl Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs-OHG, Dilligen/Saar, abzuführen.

Entwicklung des Anlagevermögens

BRUTTOWERTE
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuch.
T€
Stand 31.12.2023
T€
Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 46 - - - 46
2. technische Anlagen und Maschinen 15.821 1.966 - - 17.787
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327 471 15 - 783
Anlagen im Bau 45 131 - - 176
16.239 2.568 15 - 18.792
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuch.
T€
Stand 31.12.2023
T€
Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 22 5 - - 27
2. technische Anlagen und Maschinen 12.121 946 - - 13.067
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250 100 15 - 335
Anlagen im Bau - - - - -
12.393 1.051 15 - 13.428
NETTOWERTE
Stand 31.12.2023
T€
Stand 31.12.2022
T€
Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 19 24
2. technische Anlagen und Maschinen 4.720 3.700
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 448 77
4. Anlagen im Bau 176 45
5.363 3.846

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Mike Schmidt (Maschinenbauingenieur).

Die Angaben über die Bezüge der jetzigen Geschäftsführer entfallen gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Saar Rail GmbH beschäftigt:

2023 2022
Arbeiter 283 240
Angestellte 33 29
316 269

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 15. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Marktunübliche Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB wurden keine getätigt.

 

Völklingen, den 06.05.2024

Saar Rail GmbH

Mike SCHMIDT

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Saar Rail GmbH, Völklingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Saar Rail GmbH, Völklingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Saar Rail GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 7. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Szabo, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Bilanzgewinn in Höhe von 1.221.234,99 €, der sich aus einem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt, wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 10.07.2024 festgestellt.

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