RP Automobile GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Putzke seit 3.9.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.01% | |
Roland Putzke | 48.99% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RP Automobile GmbHSchwabhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtGrundlagen des Unternehmens Gegenstand unserer 1997 gegründeten Gesellschaft ist der Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie alle damit zusammenhängenden Serviceleistungen und Geschäfte. Wir sind Vertragshändler und Servicepartner der Marke Hyundai. Der Sitz der Gesellschaft ist in Schwabhausen. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 stand die deutsche Volkswirtschaft unter dem Eindruck tiefgreifender globaler und regionaler Herausforderungen. Trotz widriger Rahmenbedingungen konnte sich die Wirtschaft jedoch insgesamt behaupten und verzeichnete ein moderates Wachstum. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr; kalenderbereinigt betrug das Wachstum 2,0 %. Damit lag die Wirtschaftsleistung rund 0,7 % über dem Vorkrisenniveau von 2019. Das wirtschaftliche Umfeld war maßgeblich durch den Krieg in der Ukraine, gestiegene Energiepreise, weltweite Lieferengpässe und eine insgesamt hohe Inflation geprägt. Die Energiekrise infolge der geopolitischen Spannungen führte zu erheblichen Kostensteigerungen für Unternehmen und private Haushalte. Gleichzeitig wirkten sich die fortgesetzten Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie der zunehmende Fachkräftemangel negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Dennoch konnte sich die Binnenwirtschaft über den Jahresverlauf stabilisieren, gestützt durch staatliche Maßnahmen, Konsumnachholeffekte und eine weiterhin robuste Beschäftigungslage. Auf sektoraler Ebene zeigte sich eine heterogene Entwicklung. Die größten Wachstumsimpulse kamen aus dem Dienstleistungsbereich. Besonders stark legten die Bereiche „sonstige Dienstleistungen“ - darunter Freizeit, Kultur und Unterhaltung - sowie Information und Kommunikation zu. Auch das Gastgewerbe und der Verkehrssektor profitierten deutlich vom Abbau pandemiebedingter Einschränkungen. Die Bruttowertschöpfung insgesamt stieg um 1,8 %. Demgegenüber entwickelte sich die Industrie verhalten, belastet durch hohe Energie- und Materialkosten. Auch das Baugewerbe stagnierte angesichts steigender Zinsen und unsicherer Rahmenbedingungen. Der konjunkturelle Verlauf im Jahresverlauf war von Unsicherheit und schwankenden Impulsen geprägt. Während im ersten Quartal noch ein moderates Wachstum verzeichnet wurde, stagnierte die Wirtschaft im zweiten Quartal. Erst im dritten Quartal kam es wieder zu einem leichten Anstieg des BIP, bevor sich die Lage zum Jahresende erneut eintrübte. Der private Konsum sowie Investitionen in Ausrüstungen wirkten dabei phasenweise stabilisierend, während der Außenhandel - insbesondere aufgrund rückläufiger Exporte - eher dämpfend auf die Konjunktur wirkte. Ein zentrales strukturelles Problem blieb der Fachkräftemangel. In vielen Bereichen - vor allem im Handwerk, Gesundheitswesen und Gastgewerbe - konnten offene Stellen nur schwer besetzt werden. Diese Entwicklung wurde durch die demografische Entwicklung, pandemiebedingte Marktveränderungen und unzureichende Qualifikationsangebote weiter verschärft. Trotz einer Vielzahl externer Belastungen und struktureller Engpässe entwickelte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 widerstandsfähig. Das moderate Wachstum des BIP, die Erholung des Dienstleistungssektors sowie die weitgehend stabile Arbeitsmarktlage zeigen, dass sich die konjunkturelle Erholung nach der Pandemie fortsetzte - wenn auch unter schwierigen Bedingungen. Die Herausforderungen durch geopolitische Risiken, Energiepreise, Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel bleiben jedoch auch über das Jahr 2022 hinaus bestimmend für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden in Deutschland rund 2,65 Millionen Pkw neu zugelassen. Das bedeutete zwar einen leichten Anstieg von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dennoch blieb das Zulassungsniveau im historischen Vergleich auf einem der niedrigsten Stände seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019, in dem etwa 3,6 Millionen Pkw neu zugelassen worden waren, fiel das Ergebnis deutlich schwächer aus. Diese Entwicklung war weniger auf eine schwache Nachfrage zurückzuführen als vielmehr auf massive Produktionsengpässe in der Industrie. Lieferprobleme bei Halbleitern und Kabelbäumen - Letztere auch als Folge des Kriegs in der Ukraine - sowie stark steigende Materialkosten führten dazu, dass viele Hersteller trotz voller Auftragsbücher nicht in der Lage waren, Fahrzeuge zeitgerecht zu produzieren und auszuliefern. Am Jahresende kam es durch das Auslaufen der staatlichen Förderungen für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge zu einem regelrechten Zulassungsboom: Im Dezember 2022 wurden etwa 38 Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahresmonat. Viele Käufer nutzten die Gelegenheit, um sich noch staatliche Zuschüsse aus dem alten Fördersystem zu sichern. Ein zentrales Merkmal des Jahres 2022 war der anhaltende Trend zur Elektrifizierung des Fahrzeugmarkts. Insgesamt wurden 470.559 batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und 362.093 Plug-in-Hybride (PHEV) neu zugelassen. Damit erreichten elektrifizierte Pkw einen gemeinsamen Marktanteil von rund 31 Prozent - ein neuer Rekordwert. Beide Antriebsarten verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein starkes zweistelliges Wachstum. Entsprechend sank der Anteil klassischer Verbrenner deutlich: Benzin- und Dieselfahrzeuge machten zusammen nur noch etwa 51,7 Prozent der Neuzulassungen aus, nach rund 58 Prozent im Jahr 2021. Besonders bemerkenswert war dabei die steigende Bedeutung der Elektromobilität im Privatkundensektor. Mehr als die Hälfte aller neu zugelassenen BEV - konkret 51,6 Prozent - entfielen auf private Halter. Dies zeigt, dass Elektrofahrzeuge zunehmend auch in der Breite des Marktes angekommen sind und nicht mehr nur in gewerblichen Flotten verbreitet sind. Bei den Marken behauptete sich Volkswagen mit 480.967 Pkw-Neuzulassungen erneut an der Spitze des deutschen Markts, trotz eines leichten Rückgangs um 1,9 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgten Mercedes-Benz mit 243.999 Fahrzeugen, Audi mit 213.410 und BMW mit 209.722 Zulassungen. Tesla konnte seine Marktposition erheblich ausbauen. Allein im Dezember verkaufte der US-Hersteller rund 17.500 Fahrzeuge in Deutschland und kletterte damit auf Rang 14 im Gesamtjahresranking aller Marken. Besonders erfolgreich war das Model Y, das es erstmals unter die zehn meistverkauften Modelle schaffte. Auch bei der Segmentverteilung blieben SUVs die dominierende Fahrzeugklasse, gefolgt von Kompakt- und Kleinwagen. Zwar gab es im SUV-Segment leichte Rückgänge in absoluten Zahlen, ihr Anteil blieb jedoch hoch. Auffällig war zudem das Wachstum im Bereich der Großraum-Vans, die allerdings weiterhin nur einen kleinen Teil des Gesamtmarkts ausmachen. Die Inlandsproduktion der Automobilindustrie lag 2022 bei rund 3,4 Millionen Einheiten - ein Plus von etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber weiterhin deutlich unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Auch hier war die Produktion stark durch Engpässe bei Rohstoffen und Komponenten begrenzt. Die Nachfrage im In- und Ausland übertraf das tatsächliche Produktionsvolumen bei Weitem. Die Folge waren lange Lieferzeiten, ein zunehmender Trend zum Gebrauchtwagenkauf und steigende Preise auf dem gesamten Fahrzeugmarkt. Zusammenfassend war 2022 ein Jahr der Gegensätze für die deutsche Kfz-Branche: Auf der einen Seite stand eine ungebrochen hohe Nachfrage, insbesondere im Bereich elektrifizierter Fahrzeuge. Auf der anderen Seite verhinderten strukturelle Engpässe bei der Produktion eine echte Markterholung. Die Elektrifizierung nahm weiter an Fahrt auf, mit erstmals mehr als 30 Prozent Marktanteil für BEV und PHEV zusammengenommen. Hersteller mit hohen Elektrifizierungsraten wie Tesla oder die deutschen Premiumanbieter mit Hybridstrategien profitierten deutlich von diesem Wandel. Das Auslaufen der Umweltprämien zum Jahresende führte zu einer kurzfristigen Überzeichnung der Nachfrage, was die Marktzahlen zum Jahresende verzerrt. Mittel- und langfristig bleibt der Ausblick für die Branche volatil - abhängig von der Ladeinfrastruktur, der Förderpolitik, globalen Lieferketten und dem technologischen Fortschritt. Dennoch zeigt sich ein klarer Trend: Die Elektromobilität setzt sich zunehmend durch. Für die Industrie bedeutet dies tiefgreifende Veränderungen, sowohl im Produktportfolio als auch in der Produktions- und Vertriebsstruktur. c) Die Importmarke Hyundai am deutschen Kfz-Markt Im Jahr 2022 konnte sich die Importmarke Hyundai trotz herausfordernder Rahmenbedingungen erfolgreich am deutschen Automobilmarkt behaupten. Mit insgesamt 105.074 Pkw-Neuzulassungen erreichte Hyundai einen stabilen Marktanteil von rund 4 Prozent und behauptete damit seine Position als stärkste asiatische Importmarke in Deutschland. Im Markenranking belegte Hyundai den neunten Platz unter allen Herstellern und lag im Importsegment lediglich hinter den volumenstarken europäischen Marken des VW-Konzerns. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Privatkundenbereich aus. Mit 49.448 Zulassungen stieg die Anzahl der privat zugelassenen Hyundai-Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um 28,1 Prozent. Der daraus resultierende Marktanteil von 5,2 Prozent sicherte Hyundai erstmals eine Platzierung unter den Top fünf der privaten Neuzulassungen in Deutschland. Auch das Flottengeschäft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hyundai verbuchte in Deutschland eine Steigerung um 17,6 Prozent auf 21.690 Zulassungen. Der Marktanteil in diesem Segment verbesserte sich auf 2,5 Prozent. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die konsequente Ausrichtung auf alternative Antriebe. Bereits rund 67 Prozent aller Hyundai-Neuzulassungen im Jahr 2022 waren mit einem elektrifizierten Antrieb ausgestattet - darunter reine Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride, Vollhybride sowie Brennstoffzellenfahrzeuge. Besonders hervorzuheben ist die starke Position von Hyundai im batterieelektrischen Segment. Mit über 32.400 rein elektrischen Neuzulassungen belegte das Unternehmen Platz drei im BEV-Markt hinter Tesla und Volkswagen und erreichte damit einen beachtlichen Marktanteil von 7,1 Prozent. Erfolgreichste Elektro-Modelle waren der Hyundai KONA Elektro mit mehr als 17.700 Einheiten und der IONIQ 5 mit rund 14.700 Zulassungen. In vielen Modellreihen machten Fahrzeuge mit Elektroantrieb inzwischen den Großteil der Verkäufe aus. Hyundai profitierte 2022 von einer breiten Modellpalette, die vom effizienten 48-Volt-Hybrid über den rein batterieelektrischen Crossover bis hin zum Brennstoffzellenfahrzeug reicht. In einem Marktumfeld, das durch Produktionsengpässe, Preissteigerungen und Veränderungen in der Förderlandschaft geprägt war, konnte sich die Marke durch frühzeitige Modellverfügbarkeit, attraktive Leasingangebote und eine starke Händlerstruktur gut positionieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hyundai im Jahr 2022 eine stabile Marktposition gehalten und in wichtigen Zukunftsbereichen wie der Elektromobilität deutliche Akzente gesetzt hat. Die Kombination aus wachsendem Privatkundengeschäft, hoher Elektrifizierungsquote und Modellvielfalt machte Hyundai zu einem der erfolgreichsten Importhersteller auf dem deutschen Markt. Die starke Entwicklung untermauerte das Ziel der Marke, sich langfristig als führender Anbieter nachhaltiger Mobilität im europäischen Raum zu etablieren. d) Geschäftsverlauf der RP Automobile GmbH Die RP Automobile GmbH blickt auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2022 zurück, das trotz anhaltender Herausforderungen in der Lieferkette und der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten durch einen soliden Geschäftsverlauf geprägt war. Die im Vorjahr eingeleiteten strategischen Maßnahmen zur Stabilisierung und Effizienzsteigerung haben auch im Berichtsjahr nachhaltig gewirkt. Infolge dessen konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert und der Rohertrag aus dem Kerngeschäft weiter ausgebaut werden. Besonders positiv wirkte sich die kontinuierliche Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben aus, die durch gezielte Verkaufsmaßnahmen, Schulungen sowie die Ausweitung des Angebots aktiv gefördert wurde. Die Einführung weiterer innovativer Modelle durch den Hersteller hat das Produktportfolio zusätzlich gestärkt und neue Kundengruppen erschlossen. Die Kombination aus verbesserter Verfügbarkeit, steigender Akzeptanz für Elektromobilität und einer serviceorientierten Betreuung führte zu einer Steigerung des Absatzvolumens über nahezu alle Vertriebsbereiche hinweg. In der Neuzulassungsstatistik des Landkreises konnte die RP Automobile GmbH ihre starke Marktstellung bestätigen und erneut vor vielen etablierten deutschen Herstellern platziert werden. Dies unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit und lokale Verankerung des Unternehmens. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens verlief im Geschäftsjahr 2022 insgesamt stabil und legt eine solide Grundlage für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Auf Basis der Gewinn- und Verlustrechnung gibt es hinsichtlich der Ertragslage folgende Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr:
Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert, was sich in einem Rohertrag von 6.205 TEUR widerspiegelt - eine Steigerung um 5,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von 5.893 TEUR. Auch das Betriebsergebnis konnte auf 3.554 TEUR ausgebaut werden, was einem Anstieg von 5,4 % entspricht. Die positive Entwicklung im Kerngeschäft resultiert vor allem aus der Erweiterung der Modellpalette durch den Hersteller - insbesondere im Bereich der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben - sowie der nach wie vor hohen Markentreue der Kundschaft. Diese Faktoren führten zu einem stabilen Absatz über das gesamte Jahr hinweg und trugen dazu bei, die Position der RP Automobile GmbH in der Region zu festigen. Dem Anstieg der betrieblichen Erträge standen jedoch auch höhere Aufwendungen gegenüber: Die ordentlichen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 5,2 % auf 2.651 TEUR. Wesentlich belastender wirkte sich jedoch das deutlich verschlechterte Finanzergebnis aus, das sich auf 2.145 TEUR belief (Vorjahr: -1.499 TEUR). Der Anstieg um 43,1 % ist insbesondere auf marktbedingte Faktoren im Wertpapiergeschäft zurückzuführen. Insgesamt konnte das Vorjahresergebnis somit trotz gestiegenem Betriebsergebnis nicht erreicht werden. Es liegt mit 393 TEUR deutlich unter dem Vorjahresniveau. b) Vermögenslage
Das Anlagevermögen steht am Ende des Wirtschaftsjahres mit insgesamt 3.479.533,56 EUR in etwa konstant zum Vorjahr. Die Anlagenintensität beträgt 13,19 %. Trotz des geringeren Betriebsergebnisses, konnte das Eigenkapital um 0,7 % gesteigert werden. Das langfristige Vermögen ist zu 590,8 % durch Eigenkapital gedeckt.
Die Eigenkapitalquote sinkt im Berichtsjahr leicht auf 77,9 %. Sie liegt damit weiterhin weit über dem Branchendurchschnitt. c) Finanzlage Die Finanzlage der RP Automobile GmbH stellt sich zum 31. Dezember 2022 weiterhin als solide dar. Bei einer Bilanzsumme von 26.401.609,07 EUR verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 4.600.641,18 EUR, was einem Anteil von rund 17,4 % der Bilanzsumme entspricht. Diese Kennzahl liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt mittelständischer Autohäuser, bei denen liquide Mittel typischerweise zwischen 5 % und 10 % der Bilanzsumme betragen. Die vergleichsweise hohe Liquiditätsquote unterstreicht die ausgeprägte Zahlungsfähigkeit und die konservative Ausrichtung der Unternehmensfinanzierung. Insbesondere in einem von Zinserhöhungen, Lieferkettenrisiken und Förderunsicherheiten geprägten Marktumfeld bietet dieser Bestand an frei verfügbaren Mitteln eine komfortable finanzielle Flexibilität, um kurzfristige Schwankungen im Fahrzeugbestand, Vorführwagenmanagement oder Investitionen im Bereich Digitalisierung und Ladeinfrastruktur ohne Fremdmittel decken zu können. Das Unternehmen war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es bestanden keinerlei Liquiditätsengpässe. Die bestehenden Kreditlinien wurden planmäßig genutzt und konnten - trotz gestiegener Finanzierungskosten - im Rahmen des laufenden Finanzmanagements bedient werden. Die hohe Eigenfinanzierungsquote und der Bestand an Zahlungsmitteln bilden zudem eine solide Grundlage für strategische Weiterentwicklungen in den kommenden Jahren. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft stellt sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
Die geringe Verbindlichkeitsquote der kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten bewirkt, dass die Liquidität 2. Grades im Berichtsjahr erneut weit über 100,0 % liegt. Alle kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten werden durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistung gedeckt. Das Anlagevermögen ist zu 100 % eigenfinanziert. Die Veränderung des Netto-Geldvermögens sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der Nachfolgenden Cash-Flow-Rechnung aufgezeigt:
Die Kapitalflussrechnung zeigt, dass der Finanzmittelbestand mit 4.601 TEUR konstant geblieben ist. Dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. -3 TEUR und dem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. 2.032 TEUR und steht ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. 2.048 TEUR gegenüber. Prognosebericht sowie Chancen- und Risikobericht Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die RP Automobile GmbH trotz weiterhin herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine stabile Entwicklung im Kerngeschäft. Die Nachfrage nach Neufahrzeugen bleibt branchenweit volatil, ist jedoch in wesentlichen Marktsegmenten - insbesondere bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben - weiterhin robust. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der Rohertrag aus dem Fahrzeug- und Werkstattgeschäft auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden kann. Die weiterhin bestehende Unsicherheit in den Lieferketten, steigende Herstellerpreise sowie energie- und zinsbedingte Kostensteigerungen stellen auch im Jahr 2023 operative Herausforderungen dar. Dennoch geht die Geschäftsführung unter Berücksichtigung aktueller Bestandsentwicklungen, der regionalen Marktlage sowie einer stabilen Kundenbindung von einer insgesamt soliden Geschäftsentwicklung aus. Positive Impulse erwartet das Unternehmen durch Modellneuheiten des Herstellers, den weiteren Ausbau des Angebots an elektrifizierten Fahrzeugen sowie aus Investitionen in Digitalisierung und Serviceprozesse. Das Finanzergebnis wird im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Jahresergebnis nehmen. Die aus dem Vorjahr erkennbaren Belastungen durch Zinssteigerungen und Bewertungsanpassungen werden sich nach aktueller Einschätzung nicht wiederholen oder deutlich abflachen. Die Gesellschaft erwartet daher ein in etwa ausgeglichenes bis leicht negatives Finanzergebnis, das durch den stabilen Ertrag aus dem operativen Geschäft vollständig aufgefangen werden kann. Insgesamt rechnet die RP Automobile GmbH bei weiterhin funktionierenden Lieferbeziehungen und stabiler Nachfrage daher mit einem deutlich positiven Jahresergebnis 2023. Nachtragsbericht Zu den berichtspflichtigen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2022. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die RP Automobile GmbH wird beim Handelsregister Jena unter der Registernummer HRB109871 geführt. Die Ersteintragung erfolgte am 28.01.1998. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Gottlieb-Daimler-Straße 1-2 in 99869 Schwabhausen. Der Jahresabschluss der RP Automobile GmbH wurde nach den Vorschriften des Dritten Buchs des HGB unter besonderer Beachtung der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Absatz 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahresbeträge sind vergleichbar. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibung verringert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00€ und 800,00 wurden im abgelaufenen Wirtschaftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 € wurden direkt analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Die Finanzanlagen wurden mit dem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt worden. Erkennbaren Einzelrisiken wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zweifelhafte Forderungen wurden ausgesondert und bei nachweislicher Uneinbringlichkeit direkt abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag gebildet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Gewährleistungsansprüche wurde eine Gewährleistungsrückstellung in Höhe von 0,5 % auf die vom Unternehmen zu vertretenen Gewährleistungen (Anpassungsmethode) gebildet. Umsätze, für die der Hersteller Gewährleistungen trägt, wurden dabei nicht berücksichtigt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Erträge nach dem Bilanzstichtag gebildet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, soweit vorstehend nicht erläutert, gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, bis auf die Forderungen und Darlehen an Mitarbeiter, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Urlaubsrückstellungen und Gewährleistungsrückstellungen zusammen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung In den übrigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 5.766,63 EUR (VJ: 6.393,60 EUR) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 5.493,66 EUR (VJ: 8.822,96 €). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge stammen aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf das Gesamtunternehmensergebnis. Nachtragsbericht Weitere Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags- Finanz- und Vermögenslage der RP Automobile GmbH auswirken könnten, lagen nicht vor. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden 36 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 26 Mitarbeiter vollzeit- und 6 Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt. Weiterhin waren 4 Auszubildende beschäftigt. Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer war Michael Putzke bestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurden zutreffender Weise in Anspruch genommen. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Aus abgeschlossenen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen ergeben sich jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 147.769,62 EUR.
Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnungen vorzutragen.
Schwabhausen, 04.08.2025 Michael Putzke, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.08.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RP Automobile GmbH, Schwabhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RP Automobile GmbH, Schwabhausen - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RP Automobile GmbH, Schwabhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter und unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen u. a. den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 12.08.2025 Drescher Dersch GmbH Dersch, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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