Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 5286
Eingetragen
20.3.1978
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Komponenten und Teilen für Kraftfahrzeuge, die Veredelung von Kraftfahrzeugen, der Handel mit Kraftfahrzeugen und die Durchführung anderer, der Förderung vorgenannter Zwecke dienender Geschäfte. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen und Maßnahmen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen geeignet sind. Sie darf Zweigniederlassungen errichten und andere Unternehmen, deren Gegenstand mit den Satz 1 bezeichneten Tätigkeiten zusammenhängt, gründen, erwerben, veräußern, sich an ihnen beteiligen und sie unter einheitlicher Leistung zusammenfassen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Constantin Buschmann
seit 23.5.2018
Geschäftsführer
Jörn Gander
seit 1.2.2018
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
TSC Holding GmbH
Germany
94.00%
C********* B********
3.60%
S****** B********
1.20%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brabus GmbH

Bottrop

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.794.385,91 1.404.549,14
1.794.385,91 1.404.549,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.488.346,68 13.234.624,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.829.582,72 2.357.499,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.367.943,68 3.347.546,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.431.434,42 100.547,75
21.117.307,50 19.040.217,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.771.877,84 1.771.877,84
2. Beteiligungen 3.373.903,97 3.433.903,97
5.145.781,81 5.205.781,81
28.057.475,22 25.650.548,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren 24.369.047,52 22.493.546,04
2. Fertige und unfertige Erzeugnisse/Leistungen 12.664.787,03 8.243.337,00
3. Fahrzeuge 37.461.605,33 29.392.174,01
4. Geleistete Anzahlungen 1.765.020,98 3.151.867,43
76.260.460,86 63.280.924,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.834.756,09 3.057.016,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.946.169,52 19.915.914,19
3. Forderungen gegen Gesellschafter 10.537.402,90 7.628.795,25
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.510,68 8.958,53
5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.495.175,13 2.152.433,30
34.817.014,32 32.763.117,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.001.616,95 4.205.807,78
113.079.092,13 100.249.849,57
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 183.219,41 89.544,90
141.319.786,76 125.989.942,81

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.559.000,00 2.559.000,00
II. Bilanzgewinn 95.409.452,63 85.344.602,15
97.968.452,63 87.903.602,15
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 364.473,59 408.221,05
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 78.833,00 107.974,00
2. Steuerrückstellungen 1.304.370,16 2.673.368,09
3. Sonstige Rückstellungen 4.326.467,92 3.352.448,03
5.709.671,08 6.133.790,12
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.069.729,26 708.323,53
2. Erhaltene Anzahlungen 17.523.833,41 15.253.499,35
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.303.766,40 4.403.258,66
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.848.103,29 1.310.696,98
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.388.928,00 7.671.528,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33.562,05 55.230,58
7. Sonstige Verbindlichkeiten 918.775,10 1.770.550,44
(davon aus Steuern € 252.947,93; Vorjahr: € 390.274,32)
36.086.697,51 31.173.087,54
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.190.491,95 371.241,95
141.319.786,76 125.989.942,81

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 125.631.838,57 102.797.402,69
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/Leistungen und Fahrzeugen 13.288.313,35 1.678.029,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.014.991,99 742.211,10
(davon aus Währungsumrechnung: € 25.346,29; Vorjahr: € 89.507,18)
139.935.143,91 105.217.643,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 83.749.231,17 54.481.225,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.464.015,04 1.016.426,07
85.213.246,21 55.497.651,60
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.134.536,61 14.171.813,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.804.514,42 2.515.976,02
(davon für Altersversorgung € 23.002,09; Vorjahr: € 167.427,45)
18.939.051,03 16.687.789,34
6. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.648.220,28 3.301.622,26
b) auf Vermögengsgegenstände des Umlaufvermögens 0,00 300.000,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.193.261,46 13.397.606,24
(davon aus Währungsumrechnung: € 37.343,81; Vorjahr: € 64.646,13)
8. Erträge aus Gewinnübernahme 341.777,07 227.477,29
9. Erträge aus Beteiligungen 150.000,00 75.000,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 871.067,84 368.866,89
(davon aus verbundenen Unternehmen € 308.906,82; Vorjahr: € 236.186,87)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 287.484,38 48.777,53
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 60.000,00 200.000,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 663.767,36 115.011,65
(davon an verbundene Unternehmen € 266.634,80; Vorjahr: € 15.218,66)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.896.120,51 5.446.339,50
15. Ergebnis nach Steuern 10.396.837,59 10.894.189,32
16. Sonstige Steuern 331.987,11 117.400,06
17. Jahresüberschuss 10.064.850,48 10.776.789,26
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 85.344.602,15 85.006.992,97
19. Ausschüttung 0,00 10.439.180,08
20. Bilanzgewinn 95.409.452,63 85.344.602,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die BRABUS GmbH hat ihren Sitz in Bottrop und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Nummer HRB 5286 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (drei bzw. fünf Jahre; lineare Methode) bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt worden. Die Herstellungskosten umfassen angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Nach Verrechnung mit Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen ergibt sich, wie im Vorjahr eine Pensionsrückstellung.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem Kurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung des § 256a Abs. 2 HGB umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel auf Seite 5 zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Name und Sitz Eigenkapital zum 31.12.2023 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis
BRABUS Service GmbH, 1. Bottrop € 25.564,59 100,0% € 0,00
Brabus Automotive GmbH, 2. Bottrop € 620.957,78 100,0% € 0,00
3. BRABUS International U.S. Inc., € 1.969.367,00 € 699.375,00
Delaware, Kalifornien/USA (TUSD 2.174) 100,0% (TUSD 772)
4. smart-BRABUS GmbH, Bottrop € 4.888.938,00 50,0% € 59.889,00
German Tuning Corporation 5. Inc., € 821.913,00 90,0% € -40,768,00
Irvine, Kalifornien/USA (TUSD 907) (TUSD -45)
Brabus Middle East LLC, Dubai/Vereinigte Arabische 6. Emirate € 40.852,00 49,0% € 1.406.615,00
(TAED 166) (TAED 5.703)
BB Asia Pacific Holding (HK) 7. Limited, Hong Kong € 474.109,00 100,0% € -3.187,00
(THKD 4.117) (HKD -27.674,89)
Brabus Private Aviation GmbH, 8. Bottrop € 18.531,62 100,0% € -1.413,65
Beijing BRABUS Automotive 9. Sales & Service Co. Ltd., Beijing € 4.107.239,00 € 6.811,28
(TCNY 32.142) 31,0% (TCNY 54)
CSP GmbH Carbon Super 10. Parts, Bottrop € 651.549,17 50,0% € 222.361,85
Beijing BRABUS Automobile Sales & Service Co. Ltd. 11. (BOSU), Beijing € -244.683,00 100,0% € -57.985,20
(TCNY -1.926) (TCNY -454)
Brabus (Shanghai) Automotive 12. Sales Co., Ltd. € -1.055.704,64 100,0% € -1.087.557,32
(TCNY -8.262) (TCNY -8.511)

(Zwischen der Brabus GmbH und den Unternehmen der Ziffern 1. und 2. bestehen jeweils Ergebnisabführungsverträge. Ausgewiesen ist der Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme.)

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Gesellschafter weisen ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 6.200 mit einer Laufzeit bis 31.12.2025 aus. Außerdem wurden Darlehen an den Geschäftsführer und die Gesellschafter in Höhe von T€ 3.688 mit einer Restlaufzeit bis 31.12.2025 gewährt. Neben den Darlehen werden die Salden der Verrechnungskonten gegenüber den Gesellschaftern ausgewiesen. Sowohl das Darlehen als auch die Monatsendsalden der Verrechnungskonten werden vereinbarungsgemäß mit 2 % p. a. über dem Basiszinssatz verzinst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine Darlehensforderung in Höhe von T€ 272 mit einer Restlaufzeit bis zum 31.12.2027.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 2.559. Es ist in voller Höhe eingezahlt.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn sind ein Gewinnvortrag von T€ 85.345 sowie der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 10.068 enthalten.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten enthält zwei zweckgebundene Zuschüsse für Investitionen. Die Auflösung der Sonderposten erfolgte entsprechend der Abschreibung der begünstigten Vermögensgegenstände.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln 2018 G nach dem PUC-Verfahren berechnet, wobei zukünftig erwartete Rentensteigerungen (1,0 %), Gehaltstrends (0,0 %) und ein Diskontierungszinssatz von 1,82 % bei der Ermittlung der Verpflichtung verwendet wurde. Bei dem Diskontierungszinssatz handelt es sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, anstelle des sieben Jahres-Durchschnittssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Von den in Höhe von T€ 855 (Vorjahr: T€ 905) dotierten Pensionsrückstellungen sind Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 776 (Vorjahr: T€ 797) verrechnet, so dass sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 79 ergibt.

Der Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen zwischen dem 10-Jahres- Durchschnittssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittssatz beträgt T€ 1 (Vorjahr: T€ 5). Das entspricht dem ausschüttungsgesperrten Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Ansprüche Mitarbeiter und Tantiemen 2.759 1.956
Garantieleistungen 1.026 830
Ausstehende Rechnungen 157 156
Übrige 384 410
4.326 3.352

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und deren Fristigkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre mehr als 5 Jahren
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.070 3.954 116 0
Vorjahr 708 333 375 0
Erhaltene Anzahlungen 17.524 17.524 0 0
Vorjahr 15.253 15.253 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.304 3.304 0 0
Vorjahr 4.403 4.403 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.844 1.844 0 0
Vorjahr 1.311 1.311 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.389 8.389 0 0
Vorjahr 7.672 7.672 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33 33 0 0
Vorjahr 55 55 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 919 919 0 0
Vorjahr 1.771 1.552 0 0
(davon aus Steuern) (253) (253) (0) (0)
(Vorjahr) (390) (390) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0)
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
36.083 35.967 116 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ursprünglich in Höhe von T€ 3.977 durch Grundpfandrechte gesichert.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Geldeingänge für beauftragte Fahrzeuge und Umbauten.

Im Wesentlichen beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten diverse Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von T€ 180 sowie Steuerverbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 253.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und geographischer Abgrenzung wie folgt:

2023 2022
T€
Inland
Geschäftsbereich Tuning / KFZ-Erlöse 15.634 10.917
Aerodynamik 10.038 8.970
Bremsen / Motoren 6.576 5.547
Felgen, Reifen, Kompletträder 4.990 4.707
Sonstige 15.605 10.374
52.843 40.515
Ausland
Geschäftsbereich Tuning KFZ-Erlöse 23.764 17.538
Aerodynamik 16.079 14.734
Bremsen / Motoren 6.970 7.211
Felgen, Reifen, Kompletträder 6.010 6.786
Sonstige 20.288 16.428
73.111 62.697
abzüglich:
Boni, Skonti, Rabatte -322 -415
125.632 102.797

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 44 (Vorjahr: T€ 44).

In den übrigen Erträgen werden Erträge aus Währungsumrechnung nach § 256a HGB in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 90) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Vertriebsaufwendungen in Höhe von T€ 7.553 (Vorjahr: T€ 4.613), Betriebsaufwendungen in Höhe von T€ 5.196 (Vorjahr: T€ 4.289) und Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 2.488 (Vorjahr: T€ 2.338).

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Währungsumrechnung nach § 256a HGB in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 65) ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Krediten in Höhe von T€ 523 sowie Zinserträge aus Verrechnungskonten verbundener Unternehmen in Höhe von T€ 334 enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ -22 enthalten (Vorjahr: T€ -22).

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Im Vorjahr bestanden ebenfalls keinerlei Haftungsverhältnisse.

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von T€ 155 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen. Die Verträge haben Restlaufzeiten von bis zu 60 Monaten.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer ist Herr Kaufmann Constantin Buschmann, Bottrop, bestellt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Personalbestand

Der Mitarbeiterstand (nach Köpfen) zum 31.12.2023 setzt sich einschließlich 12 kaufmännischer und 19 gewerblicher Auszubildender folgendermaßen zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Angestellte 155 134
Gewerbliche Arbeitnehmer 193 159
348 293

Im Jahresdurchschnitt waren 331 Mitarbeiter (Vorjahr: 293) einschließlich 31 Auszubildende (Vorjahr: 29) beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen mehrerer Gesellschaften und zugleich Tochterunternehmen der TSC Holding GmbH, Bottrop (Mehrstufiger-Konzern). Die TSC-Holding GmbH stellt einen befreienden Konzernabschluss sowie einen befreienden Konzernlagebericht auf, in welche die Brabus GmbH einbezogen wird. Die Brabus GmbH nimmt die Befreiung von der Verpflichtung einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen nach § 291 Abs. 1 S. 1 HGB in Anspruch. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der TSC Holding GmbH werden im Unternehmensregister veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird von der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch gemacht, da die Angaben im Konzernabschluss der TSC Holding GmbH enthalten sind.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von € 95.409.452,63 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bottrop, 16. Oktober 2024

Geschäftsführung

gez. Constantin Buschmann

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstande
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.060.003,65 1.427.160,07 0,00 5.487.163,72
4.060.003,65 1.427.160,07 0,00 5.487.163,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.852.542,57 121.750,00 0,00 26.974.292,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.739.789,64 985.232,35 8.241,10 6.716.780,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.906.096,84 1.252.368,05 42.102,25 19.116.362,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.547,75 2.330.886,67 0,00 2.431.434,42
50.598.976,80 4.690.237,07 50.343,35 55.238.870,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.992.343,50 0,00 0,00 2.992.343,50
2. Beteiligungen 4.133.903,97 0,00 0,00 4.133.903,97
7.126.247,47 0,00 0,00 7.126.247,47
61.785.227,92 6.117.397,14 50.343,35 67.852.281,71
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstande
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.655.454,51 1.037.323,30 0,00 3.692.777,81
2.655.454,51 1.037.323,30 0,00 3.692.777,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.617.918,37 868.027,52 0,00 14.485.945,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.382.290,39 513.145,88 8.238,10 3.887.198,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.558.550,65 1.229.723,58 39.855,27 15.748.418,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.558.759,41 2.610.896,98 48.093,37 34.121.563,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.220.465,66 0,00 0,00 1.220.465,66
2. Beteiligungen 700.000,00 60.000,00 0,00 760.000,00
1.920.465,66 60.000,00 0,00 1.980.465,66
36.134.679,58 3.708.220,28 48.093,37 39.794.806,49
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstande
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.794.385,91 1.404.549,14
1.794.385,91 1.404.549,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.488.346,68 13.234.624,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.829.582,72 2.357.499,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.367.943,68 3.347.546,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.431.434,42 100.547,75
21.117.307,50 19.040.217,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.771.877,84 1.771.877,84
2. Beteiligungen 3.373.903,97 3.433.903,97
5.145.781,81 5.205.781,81
28.057.475,22 25.650.548,34

Weitere Angaben zur Offenlegung:

Der vorstehende Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist von der Gesellschafterversammlung am 17.12.2024 festgestellt worden.

Die Gesellschafterversammlung vom 17.12.2024 hat entgegen dem Vorschlag der Geschäftsführung eine Ausschüttung in Höhe von € 11.000.000,00 beschlossen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Brabus GmbH mit Sitz in Bottrop hat sich vom weltweit größten konzernunabhängigen Tuner für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, AMG und Maybach hin zu einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich "Luxury Mobility" entwickelt. Neben dem Verkauf von veredelten Fahrzeugen (Komplettfahrzeuge) gehören das Tuning von Kundenfahrzeugen und der Verkauf von Tuningzubehör wie Leichtmetallräder, Aerodynamikteile, Hubraummotoren, Leistungssteigerungen oder luxuriöse Innenausstattungen zum Angebotsumfang der Brabus GmbH sowie aber auch seit einigen Jahren die Veredelung von Booten unter dem Begriff "Shadow" und Motorrädern (BRABUS 1300 R Masterpiece auf Basis von KTM Super Duke 1290 R). Darüber hinaus werden im Geschäftsbereich "BRABUS Classic" Old- und Youngtimer restauriert und verkauft.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft produziert am Standort Bottrop in sechs Werken.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt sowohl im Direktgeschäft als auch über Brabus- Importeure bzw. Brabus-Händler weltweit. Dabei bedient sich die Brabus GmbH auch eigener Landesgesellschaften. Das sind die Brabus Middle East LLC in Dubai, die German Tuning Corporation in Kalifornien, U.S.A. sowie die in 2021 gegründete Gesellschaft "BoSu Shanghai" als Hauptquartier in der V.R. China.

2. Forschung und Entwicklung

Mercedes-Benz Fahrzeuge

Komplettfahrzeuge:

Mit der Markteinführung der BRABUS 1300R MY23, zu Beginn des Jahres, wurde die Kooperation mit KTM im Motoradbereich weitergeführt. Das Modelljahr 2023 der BRABUS 1300R wurde in vielen Bereichen überarbeitet und weiter industrialisiert, um den höheren Stückzahlen bei noch höherem Qualitätsstandard gerecht zu werden.

Mit dem BRABUS G900 DEEP BLUE und dem BRABUS GLS900 SUPERBLACK wurde die Produktpalette um den BRABUS 900PS Hubraummotor um zwei spezielle Sondermodelle erweitert.

Im Laufe der ersten Jahreshälfte wurden der BRABUS G800 4x42 mit zwei Sonderversionen, STEALTH GREEN und SUPERBLACK, vorgestellt.

Im Rahmen der BRABUS Signature Night im Juni 2023 erfolgte die Präsentation und Markteinführungen einer ganzen Reihe an neuen BRABUS Supercars.

Mit den Modellen BRABUS XLP800 6x6 und XLP900 6x6 wurde eine der aufwendigsten BRABUS Entwicklungen abgeschlossen und präsentiert. Der BRABUS XLP 6x6 zeichnet sich durch: 3-Achsen, 6 Räder, Einzelradaufhängung rundum, Portalachsen, Pickup Aufbau und extremste Off Road Performance aus.

Auf Basis des Porsche 911 (992) Turbo S wurde mit dem BRABUS Rocket R ein 900PS starker Supersportler vorgestellt. Neben hoher Fahrperformance zeichnet den BRABUS Rocket R eine sehr hohe Alltagstauglichkeit mit hohen Komfortlevel aus. Dabei ist der zu 70% aus Carbon bestehende Exterieur Umbau 62 mm breiter als das Basisfahrzeug.

Der BRABUS 600 auf Basis des Range Rovers erweitert das BRABUS Modellprogramm um einen weiteren luxuriösen SUV. Mit 600 PS und einem aufwendigen BRABUS Masterpiece Exterieur und Interieur Umbau zeigt das Fahrzeug die üblichen BRABUS Differenzierungen.

Als Hommage und Erinnerung an den Gründer der BRABUS GmbH, Prof. h.c. Bodo Buschmann, wurde zu Beginn der BRABUS Signature Night der BRABUS SL750 Bodo Buschmann Edition präsentiert. Das auf 25 Exemplare limitierte Sondermodell, auf Basis des SL63, wird in einer Bodo Buschmann spezifischen Ausstattung (All Black) produziert und ist nur so erhältlich.

Karosserie/Aerodynamik:

Für den neuen Mercedes-AMG SL (Baureihe R232) wurden Exterieur Umfänge aus Prepreg Carbon, entwickelt. Der Umfang bestehend aus Frontspoiler, Frontaufsätzen, Kotflügelaufsätzen, Heckspoiler und Heckdiffusor.

Ein ebenfalls aus Frontspoiler, Frontaufsätzen, Kotflügelaufsätzen, Heckspoiler und Heckdiffusor bestehendes Prepreg Carbon Exterieur Paket wurde für den Mercedes- AMG S63 (BR 223) und den modellgepflegten Mercedes-AMG GT63 (X290) entwickelt.

Für die Erweiterung der Produktpalette wurde für den Range Rover ein komplettes Karosserie-Programm entwickelt. Dieses umfasst eine Frontschürze und Heckschürze, welche aus Polyurethan bestehen und aus aufwendigen Aluminiumwerkzeugen produziert werden.

Für die GLC-Klasse (X/C 254) wurde ein neues Exterieur Paket bestehend aus Frontspoilerecken, Frontaufsätzen und Heckspoiler, passend für die AMG-Line, entwickelt.

Das umfangreiche Produktprogramm für die Mercedes-Benz G-Klasse wurde um eine speziellen BRABUS Widestar Kit mit Carbon Verbreiterungen für den Mercedes-AMG G63 4x42 ergänzt.

Motor / Leistungssteigerung/Sportauspuffanlagen:

Die BRABUS Produktlinien BRABUS PowerXtra wurden ausgebaut, und diverse neue Varianten für die verschiedenen Mercedes-Benz Modelle in den Markt eingeführt. Insgesamt wurden 16 neue Leistungskits (Diesel-, Benzin- und Hybrid-Motoren) für die Mercedes-Benz Produktpalette entwickelt bzw. adaptiert.

Die in 2022 begonnene Entwicklung für einen V12 Hubraummotor mit 6,3 Liter Hubraum und 850PS für den neuen Mercedes Maybach S680 wurde abgeschlossen und in den Markt eingeführt.

Das bestehende Programm an BRABUS Sport- und Klappenauspuffanlagen wurde für die neuen Mercedes Baureihen erweitert. Für den Range Rover wurde eine spezielle Klappenauspuffanlage entwickelt.

Aluminium Räder & Fahrwerk:

Mit der BRABUS Monoblock P wurde das BRABUS Felgen Programm erstmals um eine Aero-Designfelge erweitert. Die BRABUS Monoblock P zeichnet sich dabei durch aus Aluminium und Carbon gefertigte, integrierte, Aero-Blades aus. Entwickelt wurden zwei Versionen in 21- und 22-Zoll mit einer Zentralverschlussanbindung für den BRABUS Rocket R und eine 5-Lochanbindung für den BRABUS Rocket 1000.

Das BRABUS Radprogramm wurde um ein neues Flächendesign ergänzt. Die BRABUS Monoblock ZM wurde als 22-Zoll Rad-Reifenkombination entwickelt und mit dem BRABUS Tuning Programm für den Mercedes-AMG S63 in den Markt eingeführt.

Für den Smart #1 in 19-Zoll und den Smart #3 in 20-Zoll wurden BRABUS Monoblock Z Räder entwickelt, welche 2024 in den Markt eingeführt werden. Diese Räder sind in den jeweiligen Seriengrößen ausgeführt und sind zunächst, im BRABUS Radprogramm, nach der ECE R124 homologiert. Ergänzend dazu wurde für beide Smart Modelle eine 21-Zoll Schmiederad Rad-Reifen-Kombination entwickelt, welche ebenfalls in 2024 den Kunden präsentiert wird.

Nach der in 2022 gestarteten Entwicklung, der BRABUS Monoblock II EVO, einer neuen Interpretation des legendären BRABUS Monoblock II Designs, wurde diese mit der BRABUS SL750 Bodo Buschmann Edition erfolgreich in den Markt eingeführt.

Das bestehende Programm von BRABUS Monoblock Rädern wurde in verschiedenen Größen und Kombinationen für die neuen Mercedes Baureihen GLC-Klasse (X/C 254), C 43AMG (BR206), EQE Lim. (V295) und S-Klasse (BR223) erweitert.

Für die bestehende Steuergeräte-Hardware, zur Tieferlegung von Fahrzeugen mit Airmatic und Magic-Body-Control-Fahrwerken, wurde das Anwendungsportfolio auf die neuen Mercedes-Benz Baureihen erweitert. Zudem wurde die Anwendung auf den Range Rover erweitert.

Technologien:

Durch die im Jahr 2022 angefangenen Modernisierungsmaßnahmen in der Sattlerei (Anschaffung Tajima, Zünd Cutter, 2. KSL Portalsteppmaschine) wurde begonnen die Produktionsabläufe zu industrialisieren, um eine Steigerung der Quantität mit konstanter Qualität zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist zur Erreichung dieses Ziels ein spezieller Postprozessor für die Anbindung der Konstruktion auf die Tajima programmiert worden. Dieser ermöglicht eine schnellere Umsetzung der Designidee bei Muster und Perforation in das fertige Bauteil. Parallel wurde der Zünd Cutter um einen visuell unterstützten Entnahmebereich und eine In-house gefertigte Beschattung ergänzt. Ein weiterer großer Fortschritt im Bereich der Qualitätssicherung im Wareneingang der Sattlerei ist durch die Anschaffung der Lederqualifizierungsanlage "DIVA" gemacht worden. Hiermit wurde es möglich, die Qualität und die Quantität des angelieferten Leders zu begutachten, die Daten zu archivieren und für Folgeprozesse zur Verfügung zu stellen.

Aufbauend auf den Investitionen aus 2022 zur Steigerung der Produktion in der Zerspanung wurde der Maschinenpark um eine CNC Biegemaschine "Trumpf TruBend5170" und eine Entgrat- und Verrundungsmaschine erweitert. Damit ist es möglich geworden Kapazitäten bei den Facharbeitern für andere Aufgaben freizusetzten. Die Biegemaschine ist ein technologischer Meilenstein, da die Qualität der Biegungen, die Umsetzungsgeschwindigkeit der einzelnen Projekte sowie die Länge der Biegungen und die verarbeitbare Materialstärke ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist. Das Personal wurde für die jeweiligen Maschinen intensiv geschult.

Alle diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, das Unternehmen technologisch modern und zukunftsorientiert auszurichten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingung

Weltweit wurden im Jahr 2023 79,5 Mio. Personenkraftwagen produziert, was gegenüber dem Jahr 2022 ein Zuwachs von + 7,4 Mio. Personenkraftwagen bzw. + 10,3 % ausmacht. Dabei haben sich die meisten relevanten PKW-Produktionsländer positiv entwickelt, wenn auch in unterschiedlicher Größenordnung. So ist zum Beispiel die Automobilproduktion in China (abermals) um + 2,3 Mio. Einheiten bzw. + 10,0 %, in den U.S.A. um + 0,5 Mio. Einheiten bzw. + 5,4 % sowie in Deutschland um + 0,6 Mio. Einheiten bzw. + 18,1 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten diesmal auch die wesentlichen Autoproduktions-Länder Großbritannien mit + 0,1 Mio. Einheiten bzw. + 16,8 % und Japan mit + 1,2 Mio. Einheiten bzw. + 18,3 % von dem positiven Trend profitieren. Absolut wurden 2023 in Deutschland etwa 4,1 Mio. Personenkraftwagen produziert, in China 25,9 Mio. Einheiten und in den USA 10,3 Mio. Einheiten.

Die Weltautomobilproduktion deutscher Hersteller war nach einer längeren Phase des Rückgangs nach 2022 im Berichtsjahr zum zweiten Mal in Folge im "Vorwärtsgang". Insgesamt wurden 14,1 Mio. Personenkraftwagen hergestellt, was nach 13,1 Mio. Personenkraftwagen im Jahr 2022 einem Zuwachs von + 7,8 % darstellt. Von dem Aufschwung konnte im Berichtsjahr zum zweiten Mal in Folge nach vielen Jahren des Rückgangs auch die Inlandsproduktion partizipieren (+ 18,1 %), sogar deutlich mehr als die Produktion im Ausland (+ 4,1 %). Absolut wurden im Inland 4,1 Mio. Personenkraftwagen deutscher Hersteller produziert gegenüber 3,5 Mio. im Vorjahr. Im Ausland wurden 10,0 Mio. Einheiten produziert gegenüber 9,6 Mio. im Vorjahr.

In Deutschland ist die Pkw-Produktion deutscher Hersteller im Jahr 2023 wie berichtet zwar um + 18,1 % auf 4,1 Mio. Einheiten gestiegen, was aber dennoch nur zu etwa dem Produktionsstand des Jahres 1985 entspricht. Zudem wurden in Deutschland 2,8 Mio. Personenkraftwagen im Jahr 2023 zugelassen, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg in Höhe von + 7,3 % entspricht. Dabei hatten die deutschen Automobilhersteller einen Marktanteil von 68 % erreicht. Dieser lag somit leicht über dem Niveau des Vorjahres (67 %).

Der Umsatz in der deutschen Automobilindustrie war mit 564,2 Mrd. € im Jahr 2023 um + 11,5 % gegenüber dem Vorjahreswert angestiegen. Dieser weit über dem Mengenwachstum (+ 7,8 %) liegende Wert ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Nachfrage nach wie vor über dem Angebot lag (z.B. in Folge der noch immer nicht völlig entspannten Teileverfügbarkeit), so dass Automobilhersteller deutlich bessere Durchschnittserlöse pro Fahrzeug erzielen konnten. Im Übrigen stiegen die Durchschnittserlöse pro Fahrzeug auch, weil im Vergleich zum Vorjahr vor allem der Absatz an größeren bzw. teureren Fahrzeugklassen zugenommen hat. Die Exportquote der in Deutschland produzierten Personenkraftwagen betrug in 2023 75,7 % und lag damit leicht unter dem Vorjahr.

Die deutsche Automobilindustrie hat sich im Jahr 2023 weiter erholt nach einem schwierigen Verlauf in 2021. Ungeachtet der Entwicklung des Gesamtmarktes ist für BRABUS vor allem der weltweite Absatz von Mercedes-Benz Fahrzeugen des relevanten Bereichs "Mercedes-Benz Cars" maßgeblich, der im Berichtsjahr annähernd identisch mit dem Vorjahr war bei 2,0 Mio. Einheiten. Hier kommt beinahe die gesamte für BRABUS relevante Modellpalette sehr gut bei den Kunden an und auch immer noch die für unser Haus besonders relevante Baureihe W463A ("G- Klasse"). Die Branche kommt aber aufgrund der immer noch nicht völlig abgeschlossenen Diesel-Abgas-Affäre, den allgemeinen Umweltdiskussionen und des auf Basis politischer Vorgaben notwendigen Wechsels auf batterieelektrische bzw. alternative Antriebe immer mehr unter (Kosten-) Druck. Welche Konsequenzen sich hieraus ergeben ist nach wie vor noch nicht abschließend einschätzbar. Zudem könnten sich jederzeit weitere Konsequenzen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ergeben z.B. in Folge von weiteren Sanktionen oder insbesondere durch den sich anbahnenden "Wirtschaftskrieg" zwischen der EU und der V.R. China.

2. Geschäftsverlauf

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres lag mit 10,1 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorjahr stellte sich ein Rückgang des Jahresüberschusses in Höhe von - 0,7 Mio. € bzw. - 6,6 % ein, wobei zu beachten ist, dass im Berichtsjahr der Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" mit + 3,8 Mio. € deutlich zugenommen hat, insbesondere wegen Aufwendungen, die im Rahmen von Gebäudesanierungen zu verkraften waren und aufgrund von gestiegenen Marketing- Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte BRABUS einen Umsatz in Höhe von 125,6 Mio.€. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Umsatz um + 22,8 Mio. € bzw. + 22,2 %. Dabei war neben dem für das Unternehmen sehr wichtigen Geschäftsbereich "HANDEL" auch der Bereich "TUINING" wesentlicher Treiber der Entwicklung.

3. Lagebeurteilung

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Die Exportquote betrug im Geschäftsjahr 2023 62,2 % nach 62,1 % im Vorjahr. Allerdings ist davon auszugehen, dass Teile der ins Inland gelieferten Waren in der weiteren Folge ins Ausland geliefert werden.

Der Rohertrag stieg von 49,0 Mio. € um + 4,7 Mio. € auf 53,7 Mio. € bzw. um + 9,7 %.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um + 2,3 Mio. € auf 18,9 Mio. € gestiegen. Ursächlich hierfür sind insbesondere ein höherer Beschäftigungsstand und auch allgemeine Lohnsteigerungen.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Berichtsjahr von 13,4 Mio. € um + 3,8 Mio. € auf 17,2 Mio. € oder um + 28,3 %. Dies liegt im Wesentlichen an der Erhöhung von Marketingaufwendungen aufgrund (a) der wieder vermehrt stattfindenden Präsenz-Veranstaltungen als aber auch allgemein (b) durch den deutlichen Aufbau von "online" Marketing Kapazitäten sowie aufgrund erhöhter Aufwendungen infolge von Restaurationsaufwendungen an Betriebsgebäuden.

Das Zinsergebnis reduzierte sich im Berichtsjahr auf + 207 T€ nach + 254 T€ im Vorjahr, was im Wesentlichen im Zusammenhang mit höheren Zinsaufwendungen an Intercompany-Gesellschaften steht.

Im Berichtsjahr wurden Dividenden in Höhe von 150 T€ verbucht, aber auch Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 287 T€.

Insgesamt hat die Brabus GmbH im Jahr 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 15,1 Mio. € und einen Jahresüberschuss von 10,1 Mio. € erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich das Ergebnis vor Ertrags-Steuern um + 1,1 Mio. €. Trotz des unter Vorjahr liegenden Ergebnisses vor Ertragsteuern war das Geschäftsjahr 2023 ein ausgesprochen erfolgreiches und ertragreiches Geschäftsjahr, was vor allem von dem Segment "TUNING" getragen wurde aber auch der Bereich "Business Development" hat einen wesentlichen Ergebnisbeitrag beigesteuert. Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr wie schon im Vorjahr rund 33 %.

b. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 von 31,2 Mio. € um + 4,9 Mio. € auf 36,1 Mio. €. Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Verbindlichkeiten 2023 in Mio. € 2022 in Mio. € Diff. In Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4,1 0,7 + 3,4
Erhaltene Anzahlungen 17,5 15,3 + 2,2
Verbindlichkeiten aus L. u. L. 3,3 4,4 - 1,1
Übrige Verbindlichkeiten 11,2 10,8 + 0,4
Summe 36,1 31,2 + 4,9

Die bisherigen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr planmäßig mit 0,3 Mio. € getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um - 1,1 Mio. € auf 3,3 Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um + 2,2 Mio. € auf 17,5 Mio. €, was im Wesentlichen im Zusammenhang mit Anzahlungen für Komplettfahrzeuge steht.

Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag weiterhin vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das Eigenkapital der Brabus GmbH hat sich von 87,9 Mio. € um + 10,1 Mio. € oder + 11,5 % auf 98,0 Mio. € erhöht. Die Erhöhung entspricht dem Jahresüberschuss. Die Bilanzsumme stieg auf 141,3 Mio. € nach 126,0 Mio. € im Vorjahr nochmals an. Nachfolgend aufgeführt sind Positionen, die sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr substantiell verändert haben:

(a) Erhöhung der Vorräte + 13,0 Mio. €
(b) Verminderung der Forderungen gegenüber Verb. Unternehmen - 4,0 Mio. €

sowie

(c) Erhöhung der Forderung gegenüber Gesellschafter + 2,9 Mio. €

Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtsjahr auf 69,3 % gegenüber 69,8 % im Vorjahr reduziert infolge der Bilanzverlängerung.

Die vorhandenen Finanzmittel sowie weitere Liquiditätsreserven gewährleisten nicht nur ständige Zahlungsfähigkeit, sondern auch die Inanspruchnahme von Lieferantenskonti. Darüber hinaus verfügt die Brabus GmbH über ausreichend freie Kreditlinien zur Finanzierung künftigen Wachstums.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 126,0 Mio. € um + 15,3 Mio. € bzw. + 12,2 % auf 141,3 Mio. € erhöht. Die Finanzanlagen haben sich infolge einer Abwertung der Gesellschaft smart-BRABUS GmbH leicht auf 5,1 Mio. € verringert. Diese befindet sich in Liquidation. Die Vorräte erhöhten sich deutlich von 63,3 Mio. € um + 13,0 Mio. € auf 76,3 Mio. €, was hauptsächlich mit einem höheren Niveau an Fahrzeugen zusammenhängt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich ebenfalls von 32,8 Mio. € um + 2,0 Mio. € auf 34,8 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 3,0 Mio. € um + 2,7 Mio. € auf 5,7 Mio. €.

Insgesamt entwickelt sich das Umlaufvermögen wie folgt:

Umlaufvermögen 2023 in Mio. € 2022 in Mio. € Diff. in Mio. €
Vorräte 76,3 63,3 + 13,0
Forderungen & sonst. VG 34,8 32,8 + 2,0
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2,0 4,2 - 2,2
Summe 113,1 100,3 + 12,8

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um + 10,1 Mio. € auf 98,0 Mio. €.

Die Rückstellungen reduzierten sich leicht um - 0,4 Mio. € auf 5,7 Mio. €.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere die Kennzahlen Personalwertschöpfungsfaktor (PWF), Eigenkapitalrentabilität und Brutto-Cashflow herangezogen. Die Eigenkapitalrentabilität wird mit dem Jahresergebnis im Verhältnis zum Eigenkapital berechnet, der Brutto-Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträgen.

Der Personalwertschöpfungsfaktor (PWF) als Verhältnis von Wertschöpfung zu Personalaufwand reduzierte sich leicht gegenüber Vorjahr auf 2,8, was insgesamt als ein sehr guter Wert aufgefasst werden kann. Die Anzahl der Beschäftigten stieg stichtagsbezogen um 34 von 314 auf 348. Im Monatsdurchschnitt hat sich ein Personalstand in Höhe von 333,3 ergeben.

Die Eigenkapitalrentabilität reduzierte sich im Berichtsjahr auf 10,3 % nach 12,3 % im Vorjahr. Die Reduktion resultierte insbesondere aus der im Vorjahr vorgenommenen Reduktion des Eigenkapitals infolge der Ausschüttung an die Gesellschafter, die im Berichtsjahr keine Entsprechung hatte.

Der Brutto-Cashflow als Maß für die Finanzierungskraft reduzierte sich leicht um ca. - 3,3 % bzw. - 0,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 13,7 Mio. €.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Mitarbeiter & Ausbildung

Der Erfolg der Brabus GmbH basiert ganz maßgeblich auf dem Know-how und dem Engagement ihrer Mitarbeiter. Um auch weiterhin den Anforderungen der Märkte gerecht zu werden und die internationale Führungsrolle in ihrem Segment zu behaupten sowie die Basis für ein nachhaltiges Wachstum zu stellen, ist eine stetige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter von fundamentaler Bedeutung. Zu diesem Zweck bestehen diverse Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und Universitäten. Darüber hinaus genießt die Ausbildung im Hause Brabus traditionell einen sehr hohen Stellenwert, um den demographischen Herausforderungen zu entsprechen und die für das Unternehmen spezifischen Kenntnisse zu vermitteln. Im Berichtsjahr betrug die Quote der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft stichtagsbezogen 8,9 %.

b. Entwicklung & Innovation

Die Entwicklung neuer Produkte und die Implementierung neuer Technologien in einer höheren Geschwindigkeit als der Serienhersteller ist Teil des Erfolgskonzepts von BRABUS. Siehe hierzu auch die Ausführungen unter 1.2.

c. Markt & Kunde

Um die Innovationskraft der Organisation und das Engagement der Mitarbeiter in einen nachhaltigen Erfolg zu münzen, ist es erforderlich, die Wünsche der (potentiellen) Kunden genau zu kennen, um ein optimales Produkt- und Dienstleistungsangebot bereitstellen zu können. Dies ist nur über ein konsequentes Feedback aus den Märkten zu erreichen. In diesem Zusammenhang bekommt das Internet eine immer größere Bedeutung und vor allem auch die Interaktion mit den Kunden und Interessenten über entsprechende "Soziale Medien". Permanent werden Daten wie "Anzahl Follower" (z.B. Facebook 593.630, Instagram 2.9 Mio. und Youtube 187.000 per 31.12.2023) auf den entsprechenden Kanälen detailliert analysiert. Die anlässlich des Automobilsalons Genf 2019 veröffentlichte vollkommen überarbeitete BRABUS Homepage wird kontinuierlich weiterentwickelt, um bei den aktuellen und potentiellen Nutzern interessant zu bleiben, was sich auch in den Zugriffszahlen in Höhe von 12,9 Mio. (Sitzungen gesamt, 2,4 Mio. neue Nutzer) im Jahre 2023 eindrucksvoll widerspiegelt. Nichtsdestotrotz bleibt der direkte Kundenkontakt z.B. auf Präsenzmessen oder kundenspezifischen Events ein wichtiger Gradmesser bezüglich der Ermittlung von Kundenzufriedenheit und Kundenerwartung.

Von entscheidender Bedeutung ist überdies, die sich durch die Globalisierung ergebenden Chancen für das Unternehmen bestmöglich zu nutzen. Die Brabus GmbH baut weiter permanent Ihr Vertriebsnetz aus, um überall dort präsent zu sein, wo entsprechende Umsatzpotenziale generiert werden können. Derzeit ist das Unternehmen mit eigenen Vertriebsgesellschaften oder über Vertragspartner in über 100 Ländern der Welt aktiv.

III. Prognosebericht

Erwartete Entwicklung der gesamt- und branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen:

Angesichts vieler Krisen liegen frühere Wachstumsraten außer Reichweite. So prognostiziert der IWF (Internationale Währungsfonds) in seiner Mittelfristprognose für die nächsten Jahre ein Wachstum der Weltwirtschaft um ca. 3%, was historisch betrachtet sehr niedrig ist.

Für das aktuelle Jahr pendelt die Erwartung für das Wachstum der Weltwirtschaft gemäß des IWF ebenfalls um die 3% (Projektion Juli 2024) und liegt damit gleich auf mit der Erwartung der OECD. Dabei ist die Einschätzung der Wirtschaftslage für unterschiedliche Regionen durchaus sehr abweichend. So wird die Entwicklung für die Bundesrepublik Deutschland recht pessimistisch gesehen und es wird erneut vom "kranken Mann Europas" gesprochen. Die Wachstums-Erwartung liegt für das laufende Jahr 2024 bei ca. 0,2% und liegt damit deutlich unter dem Wachstum der Weltwirtschaft insgesamt. Dagegen wird speziell in Indien (+ 7,0%) und China (+ 4,8%) eine vergleichsweise dynamische Entwicklung erwartet.

Dessen ungeachtet sind die Trends, die das Geschäftsmodell der BRABUS prägen, intakt. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass sich im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Kumulation von ungünstigen Effekten, insbesondere Lifecycle-Effekten von relevanten Fahrzeugen, gemäß der operativen Planung des Geschäftsjahres und des aktuellsten Forecasts ein Jahresüberschuss deutlich unter dem Niveau des Berichtsjahres erwarten lässt. Dabei ist zu beachten, dass, historisch betrachtet, das Berichtsjahr ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr war.

Bezogen auf die wesentlichsten finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir wegen der Kumulation ungünstiger Umstände für das Geschäftsjahr 2024 entsprechend der "Operativen Jahresplanung" vorübergehend eine deutliche Reduktion der Eigenkapitalrentabilität auf 3 % bis 4 % bevor diese in den Geschäftsjahren 2025 und 2026 wieder deutlich anziehen sollte. Daneben erwarten wir einen Brutto Cashflow von 6 Mio. € bis 7 Mio. €.

Bei den bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir eine gleichbleibende Quote unserer Auszubildenden und planen eine gleiche Qualität an Ausbildung zur Verfügung zu stellen. Daneben planen wir die Zugriffszahlen bei unseren Online-Aktivitäten in 2024 leicht zu steigern im Vergleich zum Berichtsjahr.

IV.Chancen- und Risikobericht

Die Brabus GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem. Die Gesellschaft besitzt damit geeignete Instrumentarien zur Risikofrüherkennung und Risikosteuerung bzw. -bewältigung.

1. Risikobericht

Im Berichtsjahr hat BRABUS weltweit weitere Vertriebspartner akquirieren können. Es ist ein Fokusziel der Brabus GmbH dauerhaft neue Märkte und/oder Vertriebspartner zu erschließen, um Risiken zu minimieren, so dass im Berichtsjahr die Vertriebsaktivitäten weiter intensiviert wurden. Dabei kann sich BRABUS - wie andere Anbieter auch - naturgemäß nicht von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder sonstigen branchenspezifischen Sondereffekten abkoppeln, so dass die Gesellschaft konjunkturellen Schwankungen unterliegt. Es liegt in der Natur des Geschäfts der Brabus GmbH, dass der modische Geschmack der Kundschaft getroffen und mit immer wieder neuen Produkten die Faszination und damit die Kaufbereitschaft für die Produkte geweckt werden muss. Die unternehmerische Aufgabe besteht darin, schnell und flexibel auf die ständig wechselnden Marktgegebenheiten zu reagieren und durch Schnelligkeit und Kreativität sowie Vertrauen in die Qualität die Chancen zu nutzen, ohne ein überhöhtes Risiko einzugehen.

Die Hauptaufgabe der internen Überwachung ist eine ständige Kontrolle der Warenbestände auf Ihre Gängigkeit und Menge, die Überwachung der Forderungen und Verbindlichkeiten, die Kontrolle der Liquidität und der Inanspruchnahme der Kreditlinien sowie der Abläufe und Prozesse. Es findet eine enge Zusammenarbeit der Geschäftsleitung mit den Abteilungen Einkauf, Forschung & Entwicklung, Marketing und Finanzen statt, wobei eine klare Aufgaben- und Entscheidungsstruktur definiert ist.

Die Sicherheit im Bereich der IT-Struktur wird ständig überprüft. Die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen ist gewährleistet.

Im Abstand eines Monats erfolgt das Controlling der Bestände auf Höhe und Altersstruktur, ebenso der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ebenfalls monatlich werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abgestimmt. Täglich erfolgt eine Kontrolle der Konten auf unbefugten Zugriff. Ferner wird wöchentlich eine Kassenprüfung durchgeführt. Zudem werden im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Managementbesprechungen die Umsätze in den jeweiligen Produktgruppen besprochen und Lagerrisiken lokalisiert. Im Bedarfsfall werden Abhilfemaßnahmen eingeleitet.

Risiken aus Produkthaftpflichtfällen sind in ausreichendem Maß versichert. Darüber hinaus bestehen Rückgriffs-Möglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Regelungen auf die jeweiligen Hersteller der Veredelungsteile. Weiterhin existieren interne Qualitätskontrollen sowie Qualitätsaudits im Rahmen von ISO-Zertifizierungen.

Das Forderungsmanagement spielt bei der Eingrenzung des Finanzrisikos eine große Rolle. Ein straffes und klares Forderungsmanagement sichert der Brabus-Gruppe die notwendige Liquidität und bewahrt vor unerwarteten Forderungsausfällen. Die Planbarkeit anstehender Investitionen ist somit ebenfalls gegeben.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind gegenüber dem(n) Vorjahr(en) stark rückläufig und haben die Brabus GmbH nicht mehr einschränkend getroffen. Die Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine (insbesondere Energiesektor) haben Deutschland insbesondere Im Jahr 2022 stark getroffen und wirken auch noch bis in die Gegenwart fort. Durch die Einführung vorläufiger Strafzölle der EU auf E-Fahrzeuge aus der V.R. China könnten sich durch entsprechende Gegenmaßnahmen ernstzunehmende Handelskonflikte entwickeln. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zuvor genannten Themen zukünftig auch negativ auf das Ergebnis der Brabus GmbH auswirken könnten, auch wenn dies zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts nicht erkennbar ist.

2. Chancenbericht

Chancen werden insbesondere in einer Wiederbelebung der Aktivitäten in Ländern gesehen, die derzeit rückläufige Absatzzahlen aufweisen. Zudem wird in der permanenten Fort- und Neuentwicklung fortschrittlicher Technologien und deren Adaptierung in das bestehende Produktprogramm versucht weiteres Potenzial zu generieren und auszuschöpfen. Ebenfalls werden weiterhin komplett neue Geschäftsfelder erschlossen und dadurch eine gesteigerte Diversifikation angestrebt. Darüber hinaus wird die digitale Präsenz von BRABUS laufend erweitert. Zudem wird von der Produktseite her (z.B. Basisfahrzeuge Mercedes-Benz) insbesondere durch die Einführung des Facelifts der Mercedes-Benz G-Klasse W465 ab Q3/2024 entsprechenden "Rückenwind" für die Verkäufe erwartet. Dies wird zudem untermauert durch den erfolgreichen Start der Tuningprodukte für Nicht-Mercedes-Benz Fahrzeuge Mitte des Jahres 2022 und dem kontinuierlichen Ausbau dieses Bereichs mit z.B. sehr erfolgreicher Markteinführung von Veredelungs-Produkten auf Basis von Porsche 992 oder des Range Rover.

3. Gesamtaussage

Alle zum Jahresabschluss erkannten Risiken sind in der Bilanz erfasst und gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet worden. Risiken, die den Fortbestand der Brabus GmbH gefährden könnten, waren für den Berichtszeitraum nicht erkennbar. Zukünftig können möglicherweise Gegenmaßnahmen der V.R. China auf Importzölle für Elektrofahrzeuge aus chinesischer Produktion durch die EU oder die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine auch negative Auswirkungen für die Brabus GmbH haben, die aber zum Erstellungszeitpunkt nicht abschätzbar sind.

 

Bottrop, 16. Oktober 2024

Geschäftsführung

gez. Constantin Buschmann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BRABUS GmbH, Bottrop

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BRABUS GmbH, Bottrop - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRABUS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 17. Oktober 2024

Märkische Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stuschke, Wirtschaftsprüfer

Hengst, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

12 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.