G.D. Baedeker GmbHLiquidiert

01189 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 21814
Eingetragen
19.5.1958
Branche
Einzelhandel mit BüchernVerlegen von BüchernVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Der Betrieb einer Verlags- und Sortimentsbuchhandlung sowie Verlagsgeschäfte aller Art, ferner der Betrieb einer Theateragentur und der Vorverkauf für Veranstaltungen aller Art

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Helmreich
seit 12.8.2014
Geschäftsführer
Ingo Kretzschmar
seit 29.8.2013
Prokura
Gerald Winter
seit 15.7.2007
Prokura
Tom Kirsch
seit 2.12.2004
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

G.D. Baedeker GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum 30. September 2013

Lagebericht Geschäftsjahr 2012/13

G.D. Baedeker GmbH

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Entwicklung von Branche und Unternehmen

Der Buchmarkt in Deutschland verändert sich weiter. Die Digitalisierung prägt in zunehmendem Maße die gesamte Wertschöpfungskette. Herstellung, Vertrieb, Verkauf - alle zentralen Aufgaben der Marktteilnehmer fallen darunter. Globale Akteure haben durch ihre wachsende Marktmacht die traditionellen Wertschöpfungsketten verändert, das E-Book gewinnt weiter an Marktrelevanz, die Debatte um das Urheberrecht wird schärfer. Dies sind Themen, die das Branchenjahr 2012 geprägt haben.

Nach sieben Wachstumsjahren melden die buchhändlerischen Betriebe zum zweiten Mal in Folge leicht rückgängige Gesamtumsätze - wobei die Einbußen 2012 nicht so ausgeprägt sind wie 2011. Nach Berechnungen des Börsenvereins ist der Umsatz mit Büchern und Fachzeitschriften 2012 um 0,8 Prozent gefallen, auf 9,52 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,60 Milliarden Euro). Vor der größten Herausforderung steht hierbei das stationäre Sortiment. Während der gesamte Einzelhandel weiter wächst, muss der stationäre Buchhandel auch 2012 wieder Minuszahlen verkraften: Der Umsatz im Sortimentsbuchhandel sank der Verbandsschätzung zufolge von 4,775 auf 4,598 Milliarden Euro (minus 3,7 Prozent). Schon in den Vorjahren hatten die Umsätze der stationären Händler nachgegeben (Quelle: Buch und Buchhandel in Zahlen 2012).

Dies ist ein Trend, der sich im Zuge der steigenden Bedeutung von digitalen Produkten weiter fortsetzen wird.

Trotzdem konnte sich der Umsatz im stationären Buchhandel 2013 nach einem starken Frühjahr auf Vorjahresniveau etablieren. Im September 2013 weist der buchreport-Umsatztrend für den stationären Buchhandel ein Plus von 0,2 % für die kumulierte Umsatzentwicklung nach neun Monaten aus. (Quelle: buchreport.express Nr. 41 - 9. Oktober 2013).

Umsatzentwicklung und Stellung des Unternehmens im Markt

Durch die Shopbetreiber-Verträge erfolgt die Umsatz- und warenwirtschaftliche Abwicklung der G.D. Baedeker GmbH Filialen durch die Reinhold Gondrom GmbH & Co. KG bzw. die Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH. Die G.D. Baedeker GmbH erhält hierfür eine Provision zur Deckung der Filialkosten wie Personal, Miete und sonstige Aufwendungen.

Die G.D. Baedeker GmbH bildet mit ihren Schwestergesellschaften

 

Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH, Hagen

 

Thalia-Buchhandlung Erich Könnecke GmbH & Co. KG, Hamburg

 

Reinhold Gondrom GmbH & Co. KG, Kaiserslautern

 

Grüttefien GmbH, Varel

 

Thalia Franchise GmbH & Co. KG, Hagen

 

textunes GmbH, Berlin

 

buch.de internetstores AG, Münster

den deutschen Buchbereich der Douglas Gruppe.

Vor dem Hintergrund der beschleunigten Umsatz-Kanalverschiebungen und ihrer fortgesetzten negativen Auswirkung auf die Ertragskraft des Unternehmens, hat die Geschäftsführung der G.D. Baedeker GmbH in Zusammenarbeit mit ihren Schwestergesellschaften und unter Leitung der Thalia Holding GmbH ihr bisheriges Geschäftsmodell überprüft und im Frühjahr 2012 einen Strategiewechsel beschlossen. Die Neuausrichtung begegnet den weiterhin erwarteten rückläufigen Umsätzen im stationären Sortimentsbuchhandel mit Anpassungen der Filialanzahl sowie der Filialgrößen. Darüber hinaus versucht die Thalia Gruppe durch die Erweiterung und Neuaufnahme weiterer zum Kerngeschäft Bücher passender Sortimente den rückläufigen Buchumsatz aufzufangen.

Der Anpassungsprozess wurde in Form eines Restrukturierungsprogramms im letzten Geschäftsjahr begonnen und wird das Unternehmen bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres belasten. Die im vergangenen Geschäftsjahr gebildeten Rückstellungen für bereits beschlossene und verkündete Maßnahmen wurden verbraucht oder entsprechend den neuen oder veränderten Strategien angepasst.

Wichtige operative Entwicklungen und Veränderungen

Investitionen

Das Investitionsvolumen in 2012/13 betrug 34 -T€ und reflektiert im Wesentlichen Investitionen im Zusammenhang mit Filialmodernisierungen.

Weitere bedeutende Einflussfaktoren des Geschäftsverlaufes

Geprägt wurde 2012/13 für die Thalia Gruppe durch die Umsetzung des Restrukturierungsprogrammes. Ferner wurden Sortimentserweiterungen, zum Beispiel im Bereich Yellow Karner, getestet.

2. Darstellung der Lage

Die Netto-Umsatzerlöse der G.D. Baedeker GmbH sanken im Geschäftsjahr 2012/13 von 13.554 T€ (2011112) auf 132 T€. Grund hierfür war die warenwirtschaftliche Übergabe der Filialen an die Reinhold Gondrom GmbH & Co. KG sowie die Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH nach Abschluss eines Shopbetreiber-Vertrags im Vorjahr. Das Ergebnis des Geschäftsjahres vor Ertragsteuern und Restrukturierungsergebnis beläuft sich auf einen Verlust von 145 T€ gegenüber einem Gewinn vor Ertragsteuern und Restrukturierungsaufwand von 2.271 T€ im Vorjahr. Grund für die deutlich verschlechterte Ertragslage vor Restrukturierungsergebnis ist der Wegfall der Internetprovisionen i. H. v. 360 T€ durch die Anderung des Multi-Channel-Vertrages mit buch.de, der seit diesem Geschäftsjahr ausschließlich bei der Thalia Holding GmbH ausgewiesen wird. Die Änderung wurde durchgeführt, um eine bessere Trennung zwischen stationärem und Internetgeschäft darzustellen. Außerdem wurden in diesem Geschäftsjahr die Umlagen der Thalia Holding wieder in voller Höhe durchgeführt. Diese belaufen sich auf 654 T€. Letztes Geschäftsjahr verzichtete die Thalia Holding einmalig auf diese Umlagen, als Unterstützung der Restrukturierungsbemühungen. Ferner ist die Ertragslage durch die Zuführung zu einer Rückstellung im Zusammenhang mit einer Schadensersatzklage (T€ 1.000) belastet.

Unter Berücksichtigung des Restrukturierungsergebnisses von 237 T€ erzielt die Gesellschaft einen Gewinn vor Ertragsteuern in Höhe von 92 T€.

Die Anzahl der Filialen sank durch 2 Schließungen im Zuge der Restrukturierung von 13 auf 11 Filialen, die ausschließlich im Shopbetreiber-Modell betrieben werden.

Beschäftigt werden Angestellte in Voll- und Teilzeit, Aushilfen und Auszubildende. Insgesamt betrug der Personalaufwand 2.168 T€ (Vorjahr: 2.794 T€).

Die Lage der Gesellschaft ist insgesamt durch die Notwendigkeit der Anpassung an die beschleunigte Veränderung der Marktbedingungen gekennzeichnet.

3. Risikomanagementziele und -methoden

Für die G.D. Baedeker GmbH ist das Risikomanagement ein wichtiger Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Risikomanagement kennzeichnet die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Erfolgspotenziale. Ziel ist es, Risiken frühestmöglich zu identifizieren und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, um hierüber eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden.

Zur Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich möglicher Risiken sowie zur systematischen Erfassung, Kontrolle und Begrenzung dieser Risiken nutzt die G.D. Baedeker GmbH das von der Douglas Holding AG (DHAG) entwickelte Risiko-Radar. Mittels dieses Früherkennungssystems wird die Risikosituation EDV-gestützt abgebildet.

Zweimal jährlich werden alle wesentlichen Risiken in Zusammenarbeit mit der DHAG systematisch dokumentiert. Diese werden entsprechend ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet sowie mit Maßnahmen zur Risikominderung beziehungsweise Risikovermeidung hinterlegt. Die dokumentierten Risiken werden entweder turnusmäßig oder bei Überschreitung festgelegter Meldegrenzen ad hoc der Geschäftsführung gemeldet, sodass die zeitnahe Informationsversorgung für wesentliche Risiken gewährleistet ist.

Insgesamt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt festzustellen, dass keine den Fortbestand der G.D. Baedeker GmbH gefährdenden Risiken bestehen und zukünftige Risiken nicht erkennbar sind. Gleichwohl bestehen für die einzelnen Finanzinstrumente folgende Risiken:

Liquiditätsrisiken

Die Aktionäre der Douglas Holding AG haben das Übernahmeangebot des US-Investor Advent International am 07.12.2012 angenommen. Bereits im Vorfeld wurden als Folge der neuen Eigentümerstruktur die zwischen Thalia Holding GmbH und Buch & Medien GmbH sowie zwischen Buch & Medien GmbH und Douglas Holding AG bestehenden Ergebnisabführungsverträge mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 aufgehoben. Die Thalia Holding GmbH schied damit nach dem letztmaligen Zahlungsausgleich im Januar 2013 aus dem Douglas Cash-Pool aus. Ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die Thalia-Gruppe zusätzlich durch eine Liquiditätszuführung von 35 Mio. € seitens der Gesellschafter so ausgestattet, dass die Finanzierung bis zum Weihnachtsgeschäft 2014 sichergestellt ist. Die Konditionen dieser Liquiditätsausstattung orientieren sich an den Bedingungen des Kapitalmarkts und sind daher aufgrund der derzeitigen Risikostruktur der Thalia-Gruppe erheblich ungünstiger als die bisher vom Douglas-Konzern erhaltenen Konditionen. Diese höhere Zinsbelastung wird hingegen durch eine Verminderung der Verschuldung abgemildert, welche durch die letztmalige Verlustübernahme innerhalb des Douglas-Konzerns eingetreten ist. Darüber hinaus konnte die Thalia Holding mit diversen Banken zusätzliche Kontokorrentlinien vereinbaren.

Preisänderungsrisiken

Um attraktive und aktuelle Sortimente dauerhaft zu gewährleisten, unterhält die Thalia Gruppe Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Lieferanten und Herstellern. Potenziellen Preisänderungsrisiken begegnet Thalia in erster Linie mit langfristig ausgerichteten Lieferbeziehungen und kontinuierlichen Marktbeobachtungen. Darüber hinaus unterliegt der überwiegende Teil des Sortiments der Buchpreisbindung. Das Risiko der richtigen Sortimentsauswahl wird durch weitgehende Remissionsvereinbarungen gemindert. Risiken in der Bewertung neuer Sortimente außerhalb der Buchpreisbindung und ohne Remissionsrecht begegnet Thalia mit branchenüblichen Reichweiten- und Gängigkeitsabschlägen.

Forderungsausfallrisiko

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen im aktuellen Geschäftsjahr 0 € und sind daher ohne Relevanz. Durch die kontinuierliche Bewertung und Überwachung der Forderungen mittels eines aktiven Forderungsmanagements minimiert sich das Risiko eines Forderungsausfalls. Risiken des baren und bargeldlosen Zahlungsverkehrs werden durch unternehmensweit gültige Richtlinien sowie systematische Prüfverfahren begrenzt. Die Ausfälle infolge gefälschter Banknoten sind aufgrund eingerichteter Kontrollverfahren unwesentlich.

4. Risiko- und Prognosebericht

Für die nächsten beiden Geschäftsjahre erwartet die Gesellschaft eine Fortsetzung der Vertriebskanalverschiebung zu Gunsten des Internet-Handels sowie der Digitalisierung, welche sowohl Risiken als auch Chancen bergen. Rückläufige Flächenproduktivitäten auf Seiten des stationären Buchhandels verlangen eine Anpassung der Flächen bzw. Sortimente bei gleichzeitiger Zunahme des Internetbuchhandels bzw. des Multichannel-Gedankens.

Auf Liefer- wie auch auf Handelsseite wird der Konzentrationsprozess voranschreiten.

Mittel- bis langfristige Marktrisiken ergeben sich aus der nach wie vor anhängigen Diskussion um die Buchpreisbindung.

Thalia stellt sich diesen Herausforderungen durch das begonnene Restrukturierungsprogramm. Erste Erfolge konnten bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielt werden.

So rechnet die Gesellschaft für die nächsten beiden Geschäftsjahre insgesamt mit schwierigen Anpassungsprozessen bei einem etwa ausgeglichenen operativen Ergebnis.

Aufgrund der bis zum heutigen Tage realisierten Umsätze, der eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Geschäftsprozesse und der benötigten und vorhandenen finanziellen, technischen und personellen Ressourcen geht die G.D. Baedeker GmbH mittelfristig von einer positiven Anpassung an die geänderten Marktbedingungen aus.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

 

Hagen, den 25. November 2013

Geschäftsführung der G.D. Baedeker GmbH

Tom Kirsch

Dr. Andreas Laabs

für die Offenlegung verkürzte Bilanz zum 30. September 2013

Aktiva

Stand 30.09.2013 Stand 30.09.2012
T€
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Geschäfts- oder Firmenwert   49.063,00 78
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (insbesondere Filialausbauten) 255.713,00   312
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.284,00   579
    702.997,00 891
    762.060,00 969
Umlaufvermögen      
B. Vorräte   0,00 46
I. Forderungen und sonstige      
II. Vermögensgegenstände   8.914.465,19 9.255
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: € 8.715.389,55 (Vorjahr: T€ 8.932)      
(- darin enthalten: Forderungen gegenüber Gesellschaftern : € 1.118.987,07 (Vorjahr: T€ 1.119)      
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   0,00 11
    8.914.465,19 9.312
C. Rechnungsabgrenzungsposten   14.623,64 16
    9.681.148,83 10.297

Passiva

     
    Stand 30.09.2013 Stand 30.09.2012
  T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   5.113.000,00 5.113
II. Kapitalrücklage   130.129,40 130
III. Gewinnrücklagen      
andere Gewinnrücklagen   399,00 1
IV. Bilanzgewinn   2.632.082,15 2.586
    7.875.610,55 7.830
B. Rückstellungen   1.426.111,15 1.380
C. Verbindlichkeiten   379.427,13 1.087
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: € 54.974,95 (Vorjahr: T€ 1)      
    9.681.148,83 10.297

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013

2012/2013 2011/2012
T€
1. Rohergebnis   5.991.690,17 8.630
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -1.815.232,05   -2.332
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen -352.352,42   -462
    -2.167.584,47  
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -251.340,74 -359
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.732.696,93 -3.259
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   16.188,14 57
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 15.738,64 (Vorjahr: T€ 57) -      
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.852,00 -3
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung: € 1.777,00 (Vorjahr: T€ 2) -      
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -145.595,83 2.272
8. Außerordentliche Erträge 326.729,29   0
9. Außerordentliche Aufwendungen -89.607,32   -1.130
10. Außerordentliches Ergebnis   237.121,97  
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -45.883,00 -90
12. Sonstige Steuern   -136,00 -1
13. Jahresüberschuss   45.507,14 1.051
14. Gewinnvortrag   2.586.575,01 1.535
15. Bilanzgewinn   2.632.082,15 2.586

Anhang für das Geschäftsjahr 2012/2013

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB und den ergänzenden §§ 264 bis 288 HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss ist in den Positionen Umsatz, Materialaufwand und sonstige betriebliche Erträge sowie Vorräte und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, da die G.D. Baedeker GmbH, Dresden, (GDB) im Geschäftsjahr 2011/2012 mit zwei anderen Gesellschaften der Thalia-Gruppe einen Shopbetreiber-Vertrag abgeschlossen hat, wonach die Vorratsbestände von 12 Filialen an diese Gesellschaften unter Ausweis eines Gewinns von T€ 714 (sonstige betriebliche Erträge) veräußert wurden und der Verkauf der Waren seitdem von der GDB im Namen und für Rechnung dieser anderen Gesellschaften erfolgt. GDB erhält dafür von den Vertragspartnern eine Rohertrags-Provision. Die Durchführung des Vertrags erfolgte im Vorjahr sukzessive mit Integration der Filialen in das von den anderen Gesellschaften genutzte Warenwirtschaftssystem und wirkt sich daher im Geschäftsjahr 2012/2013 erstmalig ganzjährig im Jahresabschluss der GDB aus.

Ferner sind die sonstigen betrieblichen Erträge durch den Wegfall von Internetprovisionen, die aufgrund vertraglicher Änderungen seit dem Geschäftsjahr ausschließlich bei Thalia Holding GmbH, Hamburg, (Thalia Holding) ausgewiesen werden, im Vergleich zum Vorjahr um T€ 360 gemindert.

Darüber hinaus ist die Vergleichbarkeit der sonstigen betrieblichen Aufwendungen eingeschränkt, da die Thalia Holding im Vorjahr zur Unterstützung der Vertriebsgesellschaften bei ihren Restrukturierungsbemühungen einmalig auf die Verrechnung von Umlagen verzichtete, welche sich bei GDB im Geschäftsjahr auf T€ 654 belaufen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Es werden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Geschäfts-oder Firmenwert: 5 Jahre
Filialausbauten: Laufzeit der Mietverträge, höchstens 12 Jahre
Betriebsvorrichtungen: 7 - 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 - 10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden für die Jahre 2008 bis 2010 in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Seit dem Jahr 2011 erfolgt eine Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter von € 150,00 bis € 410,00.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ihre Erfüllung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für die Jubiläumsrückstellungen entspricht der Rechnungszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB dem von der Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten aus noch nicht eingelösten Gutscheinen erfolgt unter Berücksichtigung des tatsächlichen Einlöseverhaltens auf Basis von Erfahrungswerten. Ansonsten sind die Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Währungsumrechnung erfolgt im Zugangszeitpunkt mit dem Kurs des Transaktionstages, zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs.

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2013

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am
01.10.2012
Zugänge Abgänge Stand am
30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software 714,00 0,00 714,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 209.502,00 0,00 0,00 209.502,00
  210.216,00 0,00 714,00 209.502,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (insbesondere Filialausbauten) 594.565,21 0,00 2.868,08 591.697,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.488.431,87 34.445,74 98.637,96 2.424.239,65
  3.082.997,08 34.445,74 101.506,04 3.015.936,78
  3.293.213,08 34.445,74 102.220,04 3.225.438,78
Kumulierte Abschreibungen
Stand am
01.10.2012
Zugänge Abgänge Stand am
30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software 714,00 0,00 714,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 131.746,00 28.693,00 0,00 160.439,00
  132.460,00 28.693,00 714,00 160.439,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (insbesondere Filialausbauten) 282.072,21 56.780,00 2.868,08 335.984,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.909.725,87 165.867,74 98.637,96 1.976.955,65
  2.191.798,08 222.647,74 101.506,04 2.312.939,78
  2.324.258,08 251.340,74 102.220,04 2.473.378,78
Restbuchwerte
Stand am
30.09.2013
Stand am
30.09.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 49.063,00 77.756,00
  49.063,00 77.756,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (insbesondere Filialausbauten) 255.713,00 312.493,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.284,00 578.706,00
  702.997,00 891.199,00
  752.060,00 968.955,00

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem vorstehenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 1.119 (Vorjahr: T€ 1.119) enthalten.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt € 5.113.000,00. Der ausgewiesene Bilanzgewinn enthält mit € 2.586.575,01 einen Gewinnvortrag.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden insbesondere für Schadensersatzansprüche und Prozesskosten (T€ 1.000) und Restrukturierungsmaßnahmen (T€ 223) gebildet.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 184 enthalten, denen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 78 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüberstehen.

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Für Filialschließungen und Flächenverkleinerungen infolge der Fortentwicklung des Restrukturierungsplans wurden Erträge von T€ 327 und Aufwendungen von T€ 90 erfasst.

Ertragsteuerspaltung nach § 285 Nr. 6 HGB

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen zum weit überwiegenden Teil auf das außerordentliche Ergebnis.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Mietverträgen für die angemieteten Verkaufsstellen (Mietaufwand 10/2012 - 09/2013: T€ 913) sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung (Mietaufwand 10/2012 - 0912013: T€ 1).

Unter Berücksichtigung des Restrukturierungsprogramms ist für die folgenden Geschäftsjahre von etwa gleichbleibenden Mietverpflichtungen auszugehen.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 77 Arbeitnehmer, darin enthalten sind 6 Auszubildende.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Beauty Holding One GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen, die im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2012/2013 bestellt:

 

Lutz Gehrken, Kaufmann (bis zum 1. August 2013)

 

Tom Kirsch, Kaufmann

 

Dr. Andreas Laabs, Kaufmann

Die Geschäftsführer haben keine Bezüge erhalten.

 

Dresden, den 8. November 2013

G.D. Baedeker GmbH

Tom Kirsch

Dr. Andreas Laabs

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB oder nachträgliche Aufstellungserleichterungen in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der G.D. Baedeker GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 25. November 2013

RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Rudolph

Wirtschaftsprüfer

Schaefer

Wirtschaftsprüferin

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss zum 30. September 2013 wurde am 19. Dezember 2013 festgestellt.

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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