Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 6457
Vorher
Sanderink 1. Tochtergesellschaft GmbH
Eingetragen
6.8.2014
Branche
Herstellung von SolarwärmekollektorenGroßhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Gegenstand
Verbreitung umweltfreundlicher Produkte, insbesondere 1. Produktion und Vertrieb von Systemen zur Nutzung dauerhafter Energieformen und energiesparenden Produkten, vor allem von solchen zur Nutzung der Sonnenenergie 2. Herstellung, Verlag, Vertrieb und Versand von literarischen Erzeugnissen 3. Produktion und Vertrieb anderer umweltfreundlicher Artikel

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Udo Geisel
seit 18.8.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sanderink Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sanderink Holding B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wagner Solar GmbH

Kirchhain

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis 31.12.2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Wagner Solar GmbH wurde am 6.8.2014 gegründet und hat mit Wirkung zum 1.9.2014 den Geschäftsbetrieb der in Insolvenz befindlichen Wagner & Co Solartechnik GmbH zu großen Teilen übernommen.

Die Wagner Solar GmbH liefert Anlagen und Produkte zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und zur Energieeinsparung in der Gebäudetechnik. Dazu gehören die Produktbereiche.

Solarwärme mit der Herstellung von Sonnenkollektoren und dem Vertrieb von kompletten Solarwärmesystemen,

Solarstrom mit dem Vertrieb von Photovoltaik-Produkten und Komplettsystemen inkl. Batteriespeichern,

Montagesysteme mit der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten zur Befestigung von Sonnenkollektoren und Photovoltaik-Modulen an Gebäuden und auf Freiflächen sowie

Energiespartechnologien wie z.B. Wärmerückgewinnungssysteme aus Duschwasser.

Die Wagner Solar GmbH beliefert in erster Linie Fachhandwerker und OEM-Kunden (Erstausrüster), aber auch andere gewerbliche und institutionelle Kunden in Deutschland, Europa und anderen Ländern.

In begrenztem Umfang liefert die Wagner Solar GmbH ihre Produkte auch inkl. Planungs- und/oder Montageleistungen (Projektgeschäft).

Die Wagner Solar GmbH entwickelt die Produkte aus eigener Herstellung selbst.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Solarwärme

Der deutsche Markt für Solarwärmeanlagen stagnierte 2021 gegenüber dem Vorjahr. Die neu in Deutschland installierte Kollektorfläche lag auch 2021 wie schon 2020 bei ca. 640.000 m 2. In Europa insgesamt wuchs die neu installierte Kollektorfläche um ca. 8% gegenüber dem Vorjahr, vor allem in Frankreich (Großprojekte) und Italien (Sonderförderung).

Solarstrom

Der deutsche PV-Markt erfährt 2021 ein moderates Wachstum. Der Zubau von PV-Anlagen erhöht sich von 4,9 GW in 2020 auf 5,3 GW in 2021. Kleinere Anlagen im Einfamilienhausbereich - oft mit Stromspeicher - erfreuten sich großer Nachfrage, aber auch gewerbliche Anlagen wurden weiterhin gut nachgefragt, insbesondere zur teilweisen Eigenbedarfsdeckung.

In Europa wachsen die Märkte für die Photovoltaik angesichts der zunehmenden Klimaschutz-Diskussion überwiegend. Der Zubau in Europa beträgt 25,9 GW und steigt damit stärker als in Deutschland (um 34% von 19,3 GW).

Der globale Photovoltaikmarkt wächst auch 2021 deutlich mit 20% Zuwachs auf ca. 175 GW.

Wärmerückgewinnung

Im Herbst 2020 wird schließlich in Deutschland das Gebäudeenergiegesetz GEG verabschiedet, das die Regelungen der EnEV für den Gebäudeenergiebedarf fortschreibt. Mit Inkrafttreten des GEG im November 2020 werden Investitionen in die Wärmerückgewinnung aus Duschwasser anrechenbar bei der Ermittlung des Gebäudeenergiebedarfs. Dies hat sich in den vergangenen Jahren in den Niederlanden und in Großbritannien als Markttreiber für diese Technologie erwiesen, was sich allerdings auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 kaum auswirkte.

2.2. Geschäftsverlauf

Allgemeines

Das Auftreten der Covid-19 Pandemie hatte auf die betrieblichen Abläufe auch 2021 noch erhebliche Auswirkungen. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben ihre Arbeit weiterhin z einem größeren Teil im Home-Office ausgeführt. Persönliche Außenkontakte, insbesondere unseres Vertriebs, blieben weitgehend reduziert. Präsenzveranstaltungen zur Schulung unserer Kunden wurden weiterhin nicht durchgeführt.

Zeitweise war die Beschaffung von Handelswaren oder Produktionsrohstoffen erschwert oder auf andere Lieferanten umzustellen, größere Engpässe konnten aber vermieden werden.

Wie schon an der Entwicklung unserer Absatzmärkte abzulesen, hat die Covid-19 Pandemie für unser Unternehmen 2020 letztlich nicht zu einem Absatzrückgang geführt.

Solarwärme

Bei den deutschen Installateuren verfügt das Unternehmen weiterhin über eine stabile Kundenbasis. Darüber hinaus konnten in den vergangenen Jahren Kunden in Frankreich reaktiviert werden. Einige Projekte im EU-Raum wurden zusätzlich beliefert. Der Umsatz mit Solarwärmesystemen erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 18%.

Negative Auswirkungen durch die Covid-19 Pandemie waren nicht zu verzeichnen.

Solarstrom

Durch den Marktzugang der Wagner Solar GmbH mit einem engmaschigen Handwerkernetz in Deutschland ist die Wagner Solar GmbH im Segment kleinerer Solarstromsysteme weiterhin gut vertreten. Ausschlaggebende Faktoren für das Umsatzwachstum 2021 war eine wachsende Nachfrage nach Photovoltaik-Komponenten und zugehörigen Montagesystemen vor allem auf dem deutschen Markt sowohl für Privatgebäude als auch gewerbliche Anwendungen, befördert durch beginnende Energiepreissteigerungen und die dominierende Klimadiskussion

Der Verkauf von Heimspeichersystemen war weiter geprägt durch eingeschränkte Verfügbarkeit der Batterien, bei wachsender Nachfrage.

Die Lagerbestände an PV-Modulen und Wechselrichtern konnten auch 2021 so gesteuert werden, dass trotz vereinzelter Preissenkungen Abwertungen nur in sehr geringem Umfang vorzunehmen waren.

Montagesysteme

Das Geschäft mit Montagesystemen unter der Marke TRIC aus Entwicklung und Produktion der Wagner Solar GmbH ist zum einen eng mit dem Verkauf der Solarwärme- und Solarstromsysteme an die Handwerkskunden verknüpft. Durch den gestiegenen Absatz von PV-Systemen konnten daher auch 2021 mehr PV-Montagesysteme an diesen Kundenkreis verkauft werden.

Des Weiteren beliefert Wagner Solar GmbH eine Reihe von OEM-Kunden mit Befestigungssystemen für Kollektoren (sowohl Wagner-Kollektoren als auch kundenseitige Kollektoren), PVT-Kollektoren und auch für PV-Module, beide Bereiche 2021 mit weiterem Zuwachs.

Energiesparprodukte

Im Jahr 2015 hat Wagner Solar GmbH mit dem Ziel der Diversifizierung eine Reihe von Produkten zur Energierückgewinnung aus Duschwasser eingeführt. Die Produkte haben 2015 die Zertifizierung des Passivhaus-Institutes erhalten. Im Herbst 2016 sind diese Produkte durch die Initiative einiger Unternehmen in der Branche, u.a. auch der Wagner Solar GmbH, auch in die DIN V 18599 zur Berechnung des Gebäudeenergiebedarfs eingeführt worden. Die Novellierung der Energieeinsparverordnung Enev in Form des neuen Gebäudeenergie-Gesetzes GeG Ende 2020 hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keinen wesentlichen Effekt.

2.3. MitarbeiterInnen

105 Personen, davon 3 Auszubildende waren zum Stichtag am 31.12.2021 bei der Wagner Solar GmbH beschäftigt.

2.4. Raumsituation

Seit Ende 2020 ist die gesamte Geschäftstätigkeit am Standort in Kirchhain konzentriert, nachdem der Standort in Cölbe aufgelöst wurde.

2.5. Ertragslage

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021.

In diesem Zeitraum hat die Wagner Solar GmbH Umsatzerlöse nach Abzug von Skonti/Boni von 51.747.221 € (Vorjahr 45.526.441 €) erzielt, was einer Steigerung um rund 14% entspricht. Inklusive der sonstigen betrieblichen Erträge betragen die Erlöse 51.877.381 € (Vorjahr 45.730.658 €). Der Roherlös nach Abzug von Materialeinsatz und Fremdleistungen beträgt 11.968.982 € (Vorjahr 9.984.088 €) und wächst um knapp 20%.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt 4.205.008 € (Vorjahr 2.842.063 €).

Im siebten vollen Geschäftsjahr seit der Gründung der Wagner Solar GmbH wurde nach Abschreibungen, Zinsaufwendungen und Steuern ein positiver Jahresüberschuss von 2.910.687 € (Vorjahr 1.914.040 €) erzielt.

2.6. Finanz- und Vermögenslage

Zum 31.12.2021 betrug die Bilanzsumme des Unternehmens 17.149.471 € (Vorjahr 15.260.579 €).

Das Eigenkapital beläuft sich auf 8.060.493 € (Vorjahr 5.149.806 €), was einer Eigenkapitalquote von 47,0% entspricht (Vorjahr 33,75%).

Das Anlagevermögen beträgt zum 31.12.2021 6.951.887 € (Vorjahr 6.484.227 €) und das Umlaufvermögen 10.101.405 € (Vorjahr 8.696.403 €), darunter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.507.024 € (Vorjahr 1.013.281 €). Die Anlagenquote beträgt demnach rd. 40% (Vorjahr rd. 42%).

Lieferantenverbindlichkeiten bestanden zum 31.12.2021 i.H.v. 275.151 € (Vorjahr 952.455 €).

Die Bankverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 2.900.000 € (Vorjahr 2.900.000€) und betreffen die Finanzierung des Kaufpreises und der Erweiterung der Immobilie in Kirchhain.

Die Finanzierung des Kaufpreises für den Erwerb des Geschäftsbetriebs im Jahr 2014 und die Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel für den laufenden Geschäftsbetrieb erfolgten durch die Gesellschafterin. Im Laufe des abgeschlossenen Geschäftsjahrs 2021 hat das Unternehmen diese Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin vollständig zurückgeführt, so dass an langfristigen Verbindlichkeiten noch ein Baudarlehen der Gesellschafterin sowie die Fremdfinanzierung für die Gebäude einschließlich der 2020 abgeschlossenen baulichen Erweiterung bestehen. Das Tagesgeschäft wird aus Eigenmitteln und unter Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten finanziert.

Die Finanzlage des Unternehmens ist stabil. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen, meist mit Skontoabzug.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Durch eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden ist das Ausfallrisiko gering. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informiert sich die Wagner Solar GmbH vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des Neukunden.

2.7. Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden in geringem Umfang bauliche Maßnahmen vorgenommen. Zudem erfolgten Investitionen in die IT-Soft- und Hardware IT-Arbeitsplatzausstattung sowie vor allem in die Ausrüstung der Produktion und Logistik mit Maschinen und Betriebseinrichtung.

3. Risikobericht/Chancenbericht

Für die Produktbereiche Solarwärme und Solarstrom besteht weiterhin eine gewisse Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen, die den Absatz beeinflussen können.

Ende 2020/Anfang 2021 wurde vor dem Hintergrund wachsenden Handlungsdrucks in der Klimafrage dann doch eine Lösung für den sogenannten 52 GW-"Deckel" gefunden und das Energieeinspeisegesetz (EEG) novelliert. Auch verringert sich diese Abhängigkeit im Bereich Photovoltaik weiterhin, da die Einsparung selbst verbrauchten Stroms inzwischen Hauptantrieb für die Anschaffung vor allem kleinerer privater und mittelgroßer gewerblicher PV-Anlagen ist.

Auch der nach wie vor nennenswerte Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtvolumen dient der Risikostreuung.

Für die Solarwärme in Deutschland eröffneten sich durch das im Januar 2020 veröffentlichte Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" nach Jahren des Rückgangs 2021 Wachstumsimpulse Chancen, weiter Produkte aus dem Bereich Solarwärme mit hohem Wertschöpfungsanteil zu verkaufen. Auch der Anfang 2022 begonnene Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit einher gehenden massiven Energiepreissteigerungen und Risiken bei der Versorgung mit Erdöl und Erdgas waren grundsätzlich Impulsgeber für die Solarwärme. Der sich aus diesen Entwicklungen ergebende starke Trend zur Wärmepumpe wiederum wird eher eine nachteilige Wirkung auf die Solarwärme haben, da die Kombination von Solarwärme mit Wärmepumpe zwar technisch möglich und durchaus sinnvoll, aber kaum üblich ist.

Für die Photovoltaik hat der Krieg gegen die Ukraine hingegen 2022 zu einer massiven Nachfragesteigerung geführt, die weder von den Installateuren noch von den Distributoren zeitnah gedeckt werden konnte. Hinzu kamen schon 2021, aber stärker noch 2022 massive Auswirkungen der Lieferkettenthematik auf die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen, so dass Smart Meter, Wechselrichter, Optimierer und Batteriesysteme nicht ausreichend lieferbar und fehlende oder nicht verlässliche Liefertermine eine Auftragsplanung massiv erschwert haben. Das Unternehmen hat daher 2022 einen weiteren chinesischen Lieferanten für komplette Systeme mit Wechselrichtern und Speichern ins Programm genommen.

Rohstoffe wie Kupfer und inzwischen vor allem Aluminium sind wichtige Bestandteile der Produkte, deren Preise traditionell schwanken können. Durch Rohstoffpreis-indizierte Verkaufspreise bei OEM-Kunden oder durch gezielte Eindeckung für einzelne Kunden bzw. Rohmaterialien wird dem entgegengewirkt. Die Jahre 2021 und auch 2022 waren geprägt von massiv steigenden Rohstoffpreisen und gleichzeitig verschlechterter Verfügbarkeit bei Aluminium. Die Lieferzeiten stiegen zeitweise auf 6 Monate. Durch eine stringente Absatzplanung für Produkte aus dem Montagesystembereich über 12 Monate im Voraus mit einem über die Unternehmensplanung deutlich hinausgehenden Mengenansatz konnte die Lieferfähigkeit für eine deutliche Umsatzausweitung sichergestellt werden. Notwendige Preiserhöhungen konnten am Markt realisiert werden.

Der Lagerbestand an Rohmaterialien und Fertigprodukten wird im Sinne einer geringen Mittelbindung eng an der Nachfrageerwartung orientiert.

Um den Wertverlust des PV-Modullagers zu minimieren, begrenzt Wagner Solar weiterhin die Bestände und geht proaktiv auf die Lieferanten zu, wenn Bestandsabwertungen zu kompensieren sind.

Im Verlauf des Jahres 2021 und bis zur Erstellung des Jahresabschlusses haben sich weltweit gravierende Auswirkungen durch die Verbreitung des neuen Corona-Virus gezeigt. Auch 2022 bestanden weiter Risiken.

Die Verfügbarkeit von Produkten hatte sich je nach globalem Verlauf der Infektionen mit dem Corona-Virus zeitweise verschlechtert, wie dies 2020 bereits punktuell vorkam. So weit möglich, wird das Unternehmen dies durch Rückgriff auf andere Lieferanten und Produkte kompensieren.

Möglichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens durch personellen Ausfall wurde mit den bekannten Maßnahmen konsequent vorgebeugt.

Ein Nachfragerückgang auf unseren Märkten aufgrund der Pandemie ist bisher nicht nennenswert eingetreten und ist auch nicht mehr zu erwarten.

4. Prognosebericht

Bei einer weiter moderaten Steigerung des Absatzes in den angestammten Vertriebsgebieten plante das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022 mit einem gegenüber 2021 leicht erhöhten Umsatz bei leicht geringerem Roherlös.

Inzwischen vorliegende vorläufige Zahlen aus 2022 zeigen ein doch erhebliches Umsatzwachstum 2022 in Höhe von etwas mehr als 100% gegenüber 2021 bei geringen Veränderungen bei der Marge. Für 2023 ist ein Umsatz von etwa 140 Mio EUR geplant.

Ausschlaggebende Faktoren für das Umsatzwachstum 2022 waren die substanziellen Verbesserungen der rechtlichen Rahmenbedingungen für PV-Installationen in Deutschland, ab dem Frühjahr dann überwiegend die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise, die sowohl ökonomische (Preisanstieg) als auch emotionale Motive (Versorgungssicherheit) für Investitionen in Photovoltaik lieferte.

Parallel hat sich die Störung der internationalen Lieferketten auf die Versorgung mit Produktionsrohstoffen (v.a. hohe Aluminiumpreise mit z.T. sehr langen Lieferzeiten) als auch mit Handelsware (v.a. Produkte mit elektronischen Komponenten wie Wechselrichter und Smart Meter) negativ auf die Verfügbarkeit von Produkten und die Verlässlichkeit von Liefertermin-Zusagen ausgewirkt und den Abwicklungsaufwand im Handelsbereich erhöht. Dies sowie die organisatorischen Grenzen bei der Ausweitung der Ressourcen haben 2022 eine noch größere Umsatzausweitung verhindert.

Deutliche Preissteigerungen aufgrund der verschiedenen Einflussfaktoren (Lieferketten, Frachtraum, Verknappung, Energiekosten, zuletzt auch Lohnkosten) konnte das Unternehmen bisher an die Kunden weitergeben.

Für 2023 und auch darüber hinaus erwartet das Unternehmen eine weiter anhaltende Nachfrage vor allem nach PV-Systemen, sowohl infolge des Energiepreisniveaus als auch wegen der Klimapolitik, die zum Jahreswechsel z.B. eine völlige Befreiung kleinerer PV-Anlagen von jeglicher Besteuerung gebracht hat.

Negative Auswirkungen durch die auch 2022 weiter anhaltende Covid-19 Epidemie waren punktuell zu verzeichnen. Das Unternehmen rechnet mit gewissen Nachwirkungen auch für 2023, erwartet aber keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft.

Der weitere Verlauf des Ukraine-Konflikts ist kaum vorherzusagen, geschweige denn sein Einfluss auf die Nachfrage nach Solartechnik und die Versorgung mit Rohstoffen und Komponenten. Allerdings scheint sich der Energiemarkt zum Zeitpunkt der Berichtserstellung etwas stabilisiert zu haben, auf einem Niveau, das eine anhaltende Nachfrage nach Solartechnik erwarten lässt.

Bestandsgefährdende Risiken für unsere Gesellschaft sehen wir derzeit nicht.

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