Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 3716
Vorher
GEA Energietechnik GmbH
Eingetragen
5.12.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Kühlsystemen sowie Wärmetauschern, Rohrreinigungsanlagen und Kühlwasserfiltern sowie von Maschinen und Anlagen nebst zugehörigen Betriebsmitteln einschließlich Kundendienst. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte vornehmen und alle Maßnahmen ergreifen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind (einschließlich der Gewährung von Sicherheiten an verbundene Unternehmen i.S.d. §§ 15 ff. AktG). Die Gesellschaft kann insbesondere Zweigniederlassungen, Betriebsstätten und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten, andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an solchen Unternehmen beteiligen sowie Unternehmensverträge jeder Art abschließen. Die Gesellschaft kann Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenfassen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken Die Gesellschaft kann ihren Geschäftsbetrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen. Sie kann ihre Tätigkeit auch auf einen Teil der in Absatz 1 bezeichneten Geschäftsfelder und Tätigkeiten beschränken.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ulrich Stadermann
seit 13.1.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mangrove LuxCo IV S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ENEXIO Management GmbH
Germany
5.421.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENEXIO Germany GmbH

Herne

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.403,43 115.620,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.804,66 61.224,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.155.167,65 10.155.168,65
2. Beteiligungen 22.009,05 10.177.176,70 22.009,05 10.177.177,70
10.291.384,79 10.354.023,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 139.604.679,87 137.112.077,03
2. Geleistete Anzahlungen 734.100,30 2.409.769,75
abzüglich erhaltener Anzahlungen -138.987.964,17 1.350.816,00 -130.106.380,68 9.415.466,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 543.569,10 172.368,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.961.807,32 41.120.198,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 927.131,68 46.432.508,10 2.703.961,96 43.996.528,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 198.585,62 1.155.562,39
47.981.909,72 54.567.557,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.037,37 53.586,91
58.318.331,88 64.975.167,24

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.421.000,00 5.421.000,00
II. Kapitalrücklage 101,80 101,80
III. Gewinnrücklage 3.126,00 3.126,00
IV. Gewinnvortrag 6.324.050,70 6.324.050,70
11.748.278,50 11.748.278,50
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.947.743,00 2.976.857,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.915.732,18 8.267.245,94
7.863.475,18 11.244.102,94
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.936.027,90 5.938.172,56
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.192.053,27 12.642.638,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.406.292,44 22.950.761,85
4. Sonstige Verbindlichkeiten 172.204,59 451.212,64
- davon aus Steuern EUR 132.215,00 (i. Vj. EUR 275.212,64) -
38.706.578,20 41.982.785,80
58.318.331,88 64.975.167,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft wird unter der Firma ENEXIO Germany GmbH beim Amtsgericht Bochum unter der HRB Nr. 3716 geführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und den Ereignissen und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf den Lagebericht (Kapitel III.2. "Chancen- und Risikobericht") verwiesen.

Im März 2020 haben unsere Gesellschafter beschlossen, dass die Geschäftstätigkeit der ENEXIO Germany langfristig eingestellt wird. Die angearbeiteten Projekte werden noch geordnet durchgeführt und abgewickelt, es wird jedoch kein Neugeschäft angenommen. Entsprechend wird das Personal abgebaut und die Aktivitäten entsprechend Fortschritten bei der Projektabarbeitung vermindert. Für die Kosten dieser Geschäftseinstellung haben unsere Gesellschafter hinreichend Rückstellungen gebildet, so dass unsere Verluste im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichen werden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear unter Zugrundelegung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern abgeschrieben.

In Orientierung an den steuerlichen Afa-Tabellen werden die Abschreibungen auf der Basis folgender Nutzungsdauern sämtlich linear vorgenommen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Entgeltlich erworbene EDV-Programme und -Anwendungen 3-5
Bauten auf fremden Grundstücken 5-25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-20

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bezogen auf den Absatzmarkt (Nettoveräußerungswert). Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten entsprechend § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Dabei wurden neben einzeln zuzuordnenden Materialkosten im Wesentlichen geleistete Projektstunden angesetzt, die zu Herstellungskostensätzen bewertet wurden, die auch Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten beinhalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen, jedoch die im Rahmen der Finanzierung anfallenden Avalprovisionen. Bei unfertigen Leistungen wird der Nettoveräußerungswert aus den vereinbarten Projekterlösen abzüglich der gemäß mitlaufender Projektkalkulation noch zu erbringenden Leistungen ermittelt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaften unter Berücksichtigung zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,8 % bei den Entgelten und 1,8 % bzw. 1,0 % (garantiert) bei den Renten ausgegangen. Die angenommene Fluktuation beträgt 2%. Der zu Grunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 2,71 % (Vorjahr 3,21 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (gerechnet mit dem 7 - Jahres - Durchschnitts-Zinssatz von 1,97 %) beträgt EUR 604.337 (i.Vj. EUR 506.762).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei wird vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von einer sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung als aktive latente Steuern Gebrauch gemacht.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zunächst mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Sofern jedoch die Umrechnung der Währungsposten zum Kurs des Bilanzstichtags einen niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Betrag ergibt, erfolgt die Bewertung mit den Umrechnungskursen zum Bilanzstichtag.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz.

Unternehmen Eigenkapital
TEUR
Anteil am Kapital
%
Jahresergebnis
TEUR
ENEXIO Energy Technology (Beijing) Co., Ltd, Beijing, China -13.539 100,0 -2.916
ENEXIO POWER COOLING TECHNOLOGY (CHINA) LTD., Langfang, China 55.573 100,0 4.669
GEA Shanxi Thermal Equipment Company Ltd., Taiyuan, China, in Liquidation - 48,0 -
ENEXIO Power Cooling Solutions India Private Limited, Chennai, Indien * 4.871 51,0 70

* Zahlen zum 31. März 2019

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen besteht in Höhe von TEUR 416 (i.Vj. TEUR 343) Mitzugehörigkeit zu den Liefer- und Leistungsforderungen. Im Übrigen handelt es sich um sonstige Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 44.550 (i.Vj. TEUR 39.656) die Gesellschafterin ENEXIO Management GmbH.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Am 19. Januar 2016 wurde mit der ENEXIO Management GmbH als herrschendem Unternehmen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. In diesem Vertrag verpflichtet sich die ENEXIO Germany GmbH, ihren ganzen Gewinn an die ENEXIO Management GmbH abzuführen. Diese wiederum verpflichtet sich zur Verlustübernahme entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG. Entsprechend dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde das Ergebnis als Verbindlichkeit gegenüber der bzw. Forderung gegen die ENEXIO Management GmbH ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistung, nachlaufende Auftragskosten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Personalaufwendungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht in Höhe von TEUR 8.932 (i.Vj. TEUR 17.771) Mitzugehörigkeit zu den Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. Im Übrigen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehenden Steuerverbindlichkeiten des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme wird infolge der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers als gering eingeschätzt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 738 betreffen Mieten für das Bürogebäude, Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge und Kopierer sowie Kosten für die Aktenarchivierung. Im Geschäftsjahr 2020 werden TEUR 677 fällig.

Im Rahmen der Finanzierungsverträge der Konzernobergesellschaft Galapagos S.à r.l. bzw. seit Oktober 2019 Mangrove LuxCo IV S.à r.l. ist die ENEXIO Germany GmbH in eine Globalbesicherung für die Kreditgeber eingetreten und hat alle Aktiva als Sicherheiten verpfändet. Nach der jüngst erfolgten Refinanzierung im Oktober 2019 gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 975 (i.Vj. TEUR 632) enthalten. Im Berichtsjahr betragen die periodenfremden Erträge TEUR 3.963 (i.Vj. TEUR 1.364), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Es sind nur unbedeutende periodenfremde Aufwendungen angefallen.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr und danach an:

Jörg Marzi, Geschäftsführer Finanzen, Bochum,

Jürgen Körner, operative Geschäftsführung, Westerburg,

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe zu den Geschäftsführervergütungen wird von dem Unterlassungsrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Mitarbeiter beträgt 29 (i.Vj. 51). Es werden ausschließlich Angestellte und keine gewerblichen Mitarbeiter beschäftigt.

Nachtragsbericht

Im März 2020 haben unsere Gesellschafter beschlossen, dass die Geschäftstätigkeit der ENEXIO Germany eingestellt wird.

Bedingt durch die Corona-Pandemie kommt es bei Projekten zu Verzögerungen im Baufortschritt und bei notwendigen Abnahmeterminen, was Auswirkungen auf die Prognosefähigkeit für die Gesamtleistung und das Ergebnis Darüber hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers (ausschließlich Jahresabschlussprüfung) beträgt für 2019 TEUR 64.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wurde in den Konzernabschluss der Mangrove Lux III S.à.r.l. Luxemburg/Luxembourg einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

 

Herne, 19. August 2020

Die Geschäftsführung

Jürgen Körner

Jörg Marzi

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 2018
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 10.740.782,90 717.254,61
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 2.492.602,84 63.386.193,78
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.396.197,29 2.506.058,76
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 974 772,62 (i. Vj. EUR 631 993,11) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.370.945,74 51.903.450,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.365.832,35 11.736.778,09 4.964.740,61 56.868.191,19
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.689.165,51 6.759.510,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 819.607,95 3.508.773,46 884.431,01 7.643.941,98
- davon für Altersversorgung EUR 456.883,03 (i. Vj. EUR 256.241,75) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 67.256,81 251.616,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.422.914,90 11.283.958,58
8. Erträge aus Beteiligungen und ähnliche Erträge 0,00 1.859.665,78
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 1.859.665,78) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 568.486,63 536.409,17
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 568.486,63 (i. Vj. EUR 536.409,17) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.037.444,95 488.071,36
- davon an verbundene Unternehmen EUR 922.097,12 (i. Vj. EUR 386.264,46) -
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 94.007,00 (i. Vj. EUR 99.189,00) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (sämtlich vororganschaftlich bzw. ausländische Quellensteuer betreffend) 173.136,30 194.785,47
12. Ergebnis nach Steuern -5.748.234,85 -7.724.983,12
13. Sonstige Steuern 1.627,91 7.240,69
14. Erträge aus Verlustausgleich 5.749.862,76 7.732.223,81
15. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
1.1.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 476.997,40 0,00 0,00 476.997,40 361.376,79
476.997,40 0,00 0,00 476.997,40 361.376,79
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.521.425,02 4.619,32 0,00 1.526.044,34 1.460.200,05
1.521.425,02 4.619,32 0,00 1.526.044,34 1.460.200,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.257.362,14 0,00 102.194,49 10.155.167,65 102.193,49
2. Beteiligungen 2.856.120,44 0,00 0,00 2.856.120,44 2.834.111,39
13.113.482,58 0,00 102.194,49 13.011.288,09 2.936.304,88
15.111.905,00 4.619,32 102.194,49 15.014.329,83 4.757.881,72
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.217,18 0,00 407.593,97
46.217,18 0,00 407.593,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.039,63 0,00 1.481.239,68
21.039,63 0,00 1.481.239,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 102.193,49 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 2.834.111,39
0,00 102.193,49 2.834.111,39
67.256,81 102.193,49 4.722.945,04
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.403,43 115.620,61
69.403,43 115.620,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.804,66 61.224,97
44.804,66 61.224,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.155.167,65 10.155.168,65
2. Beteiligungen 22.009,05 22.009,05
10.177.176,70 10.177.177,70
10.291.384,79 10.354.023,28

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der ENEXIO Germany GmbH, Herne

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ENEXIO Germany GmbH (kurz: EG) ist im Bereich von Kühlsystemen für die Prozess- und Kraftwerksindustrie tätig. Unser Produktportfolio umfasst neben direkter und indirekter Trockenkühlung auch Nasskühltürme und Hybridlösungen. Seit Jahrzehnten entwickelt EG Kühlsysteme auf der ganzen Welt: Vom Bau neuer Systeme zur Leistungsverbesserung bis hin zur Wartung und Optimierung bestehender Systeme - immer nach den höchsten Qualitätsstandards und unter Einbeziehung der neuesten Erkenntnisse aus den eigenen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen.

Unsere Tätigkeit ist die ingenieurtechnische Lösungserarbeitung sowie innerhalb der Projektsteuerung die Koordination der Beschaffungsaktivitäten sowie die technische Prozessbegleitung durch unsere Ingenieurkapazitäten. Die Fertigung erfolgt überwiegend bei unserem Tochterunternehmen in China.

2. Forschung und Entwicklung

Die EG hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, in der zwei Mitarbeiter beschäftigt sind. Hier erfolgt u.a. die wärmetechnische Auslegung der Wärmetauscherbündel insbesondere hinsichtlich Stärke und Rippenhöhe. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Leistungssteigerung des ALEX-Rohres. Die Abteilung arbeitet direkt und eng mit den Fertigungsgesellschaften in China zusammen.

In enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren der einzelnen Kunden werden individuelle Lösungen entwickelt. Im Berichtsjahr stand die Verbesserung unseres Produktportfolios im Fokus unserer Tätigkeit.

Die Mitarbeit im Forschungsprojekt MinWaterCSP wurde Ende 2018 planmäßig beendet. In diesem von der EU geförderten Projekt zur Entwicklung von fortschrittlichen Kühl- und Spiegelreinigungstechnologien zur Reduktion des Wasserverbrauchs bei solarthermischen Kraftwerken war die ENEXIO Germany GmbH für die im Januar 2016 beginnende dreijährige Projektphase einer von 14 Partnern.

Schwerpunkt für uns war die Entwicklung eines hybriden Kühlsystems für Kraftwerke. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Patent neu angemeldet. Im Rahmen des Projektes wurden zwei Prüfstände entwickelt, einer für die Untersuchung des sogenanntes Fouling bei Nasskühlung, betrieben vom Partner Iresen in Marokko, und einer installiert bei der Universität Stellenbosch sowohl zum Testen von neuen Lüftern als auch zum Simulieren des Nasskühlteils des hybriden Kühlsystems. Solche neuen hybriden Kühlsysteme verbrauchen weniger Kühlwasser im Vergleich zu Nasskühlsystemen, erbringen gleichzeitig aber eine bessere Leistung im Vergleich zu Trockenkühlsystemen.

Im März 2019 wurden im Rahmen des erfolgreichen Projektabschlusses die finanziellen und technischen Berichte vollständig an die EU übergeben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branchen und Gesamtwirtschaft

Vor dem Hintergrund der ökonomischen Rahmenbedingungen in Europa, aber auch der politischen Veränderungen in Folge der Fukushima-Katastrophe sowie einer sich verändernden Nachfrage nach neuen Atom- als auch Kohlekraftwerken in Europa sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit geraumer Zeit als sehr schwierig zu bezeichnen. Entsprechend ist ein Rückgang der Investitionen der Power-Industrie zu verzeichnen und die Nachfrage nach unseren Produkten in Europa sinkt. Demgegenüber entwickelt sich der Bedarf im mittleren Osten erfreulich konstant, jedoch wird der Wettbewerb zunehmend intensiver.

2. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang verminderte sich im Berichtsjahr auf TEUR 890, nachdem im Vorjahr ein Auftragseingang von TEUR 6.127 erreicht werden konnte. Infolge der Personalanpassungsmaßnahmen war die Auslastung der Ingenieurkapazitäten mit der Abarbeitung des Bestandes an langlaufenden Aufträgen gewährleistet. Die handelsrechtlichen Umsätze werden zeitverzögert realisiert. Im Berichtsjahr wurde nur ein größeres Projekt abgerechnet, so dass sich der Bestand der unfertigen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr erhöhte.

Im Berichtsjahr wurde von der Muttergesellschaft ein Verlust in Höhe von TEUR 5.750 ausgeglichen, nach einem Verlustausgleich von TEUR 7.732 im Vorjahr.

Die für unsere interne Unternehmenssteuerung bedeutsamsten finanziellen Kennzahlen sind die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) sowie das Geschäftsergebnis (Betrag der Ergebnisabführung).

2.1 Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2019 lagen mit TEUR 10.741 erheblich über denen des Vorjahres (TEUR 717). Dies resultiert aus den langen Auftragsdurchlaufzeiten der in den Vorjahren generierten Projekte und daran, dass im Berichtsjahr ein größeres Projekt abgerechnet werden konnte. Durch eine im Vorjahresvergleich nur unwesentliche weitere Anarbeitung der in Vorjahren gewonnenen Aufträge verminderte sich die Gesamtleistung bei einer Bestandserhöhung von TEUR 2.493 auf TEUR 13.233. Im Vorjahr betrug die Gesamtleistung TEUR 64.103, hauptsächlich getrieben durch eine Bestandserhöhung von TEUR 63.386.

2.2 Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2019 ist ein Verlust vor Verlustausgleich in Höhe von TEUR 5.750 angefallen (Vorjahr: Verlust vor Verlustausgleich TEUR 7.732).

Das Ergebnis war einerseits durch die Marktschwäche, in deren Folge weltweit kaum Aufträge vergeben wurden, andererseits durch die Fortführung der Restrukturierung belastet. Im Berichtsjahr keine Dividenden (im Vorjahr TEUR 1.860) von verbundenen Unternehmen vereinnahmt.

2.3 Investitionen

Im Berichtsjahr wurden nur unbedingt notwendige Ersatzinvestitionen durchgeführt. Die Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 23).

2.4 Umweltschutz/Arbeitssicherheit

Unser Unternehmen hat im Berichtsjahr die Erstzertifizierung nach DIN ISO 45001, Fassung 2018, (Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) erfolgreich absolviert.

In diesem Zusammenhang verfügt die ENEXIO Germany GmbH über die erforderlichen beauftragten Personen wie z.B. der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASi), einem Betriebsarzt, Brandschutz- und Ersthelfer.

Entsprechende Unterweisungen zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz wurden absolviert. Die Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der FASi und einem externen Dienstleister im Bereich Facility Management. Zum wiederholten Male, so auch im Jahr 2019, kam es zu keinen Arbeitsunfällen.

Die ENEXIO Germany GmbH hat per November 2019 erfolgreich das Überwachungsaudit durch den TÜV Nord, bezogen auf das IMS (Integrierte Management System) gemäß DIN EN ISO 9001:2015/ DIN ISO 45001:2018 (Qualitätsmanagementsystem/ Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit), absolviert.

Im Verlaufe des Jahres 2019 erfolgte die Implementierung eines SharePoint basierenden IMS, zwecks optimierter Kommunikation und Lenkung von Dokumenten.

2.5 Interne Kontrollen

Es erfolgt eine monatliche detaillierte Berichterstattung an die Muttergesellschaft ENEXIO Management GmbH. Interne Kontrollen erfolgen durch die Geschäftsleitung regelmäßig über die Durchsprache der mitlaufenden Kalkulationen der gesamten Großprojekte.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Berichtsjahr von TEUR 64.975 auf TEUR 58.318. Dabei veränderte sich die Bilanzstruktur wie folgt:

Das Anlagevermögen verminderte sich von TEUR 10.354 (15,9 %) auf TEUR 10.291 (17,7 %) und betrifft fast ausschließlich die Finanzanlagen.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich von TEUR 54.568 (84,0 %) auf TEUR 47.982 (82,3 %). Ursächlich ist die Reduzierung der Vorräte. Einem höheren Anarbeitungsgrad stehen dabei deutlich gestiegene erhaltene Anzahlungen gegenüber, so dass 99,0 % der unfertigen Leistungen und projektbezogenen Anzahlungen durch die Anzahlungen gedeckt sind.

Auf der Passivseite reduzierten sich die Rückstellungen von TEUR 11.244 (17,3 %) auf TEUR 7.863 (13,5 %). Ebenso reduzierten sich die Verbindlichkeiten von TEUR 41.983 (64,6 %) auf TEUR 38.707 (66,4 %). Das Eigenkapital blieb auf Grund des Ergebnisabführungsvertrags unverändert, die Eigenkapitalquote stieg im Berichtsjahr von 18,1 % auf 20,1 %.

3.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über den eigenen operativen Cash-Flow. Zudem ist die Gesellschaft in die Cash-Pool-Finanzierung des Mangrove-Konzerns eingebunden. Zum Stichtag unterhält die Gesellschaft bei der ENEXIO Management GmbH ein Guthaben in Höhe von TEUR 39.257 (Vorjahr: TEUR 39.656).

3.3 Ertragslage

Bei einer Reduktion der Gesamtleistung um 79,4 % auf TEUR 13.233 reduzierte sich der Materialaufwand ebenfalls um 79,4 % von TEUR 56.868 auf TEUR 11.737. Die Materialaufwandsquote blieb unverändert bei 88,7 %.

Der Personalaufwand reduzierte sich von TEUR 7.644 auf TEUR 3.509. Im Vorjahr war der Personalaufwand mit Kosten für Abfindungen von TEUR 2.007 belastet. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter verminderte sich in Folge dieser Personalmaßnahmen auf 29 nach 51 im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von TEUR 11.284 auf TEUR 8.423. Im Wesentlichen reduzierten sich die Vertriebsaufwendungen. Der Anstieg der Beratungskosten wird hauptsächlich durch das implementierte Shared Service Center in Ungarn für Finance and Accounting und prozesstechnische Beratung begründet.

Wir waren mit der Entwicklung der wirtschaftlichen Lage, bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt, vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation im Jahr 2019 nicht zufrieden, so dass wir die in den Vorjahren begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen konsequent weiterverfolgt haben.

III. Prognosebericht mit wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Die ENEXIO Germany GmbH vertreibt ihre Produkte hauptsächlich an globale Engineering-, Procurement- und Construction-Contractors, kurz EPC-Contractors, bei denen wir als Teilelieferant für das als Generalauftragsabwickler auftretende Unternehmen agieren.

Mit unserer jahrelangen Erfahrung decken wir die gesamte Bandbreite auf dem Gebiet der Trockenkühlsysteme für die Prozess- und Kraftwerksindustrie ab. Auf Grund der stetigen Weiterentwicklung von Produkten und Lösungen sehen wir uns für das Marktumfeld gut aufgestellt. Für die kommenden Jahre erwarten wir weiterhin eine Stagnation an Aufträgen in Europa, während sich die internationalen Zielmärkte in Asien bzw. dem mittleren Osten dynamischer entwickeln sollten. Dabei wird es jedoch wichtig sein, den erarbeiteten technischen Vorsprung weiter zu vertiefen und auszubauen, um den zunehmenden Preisdruck unserer internationalen Konkurrenten zu kompensieren.

Wegen der international anhaltenden Schwäche des Energiemarktes war es weiterhin schwierig, neue Projekte zu erhalten. Daher haben wir uns auf die Abarbeitung des vorhandenen Auftragsbestandes und die Weiterentwicklung der Kooperation mit der ENEXIO Hungary Zrt konzentriert. Dies spiegelt sich auch in der Übernahme unseres Rechnungswesens durch diese Gesellschaft wider.

Im März 2020 haben unsere Gesellschafter beschlossen, den operativen Geschäftsbetrieb unserer Gesellschaft langfristig einzustellen. Die bereits angearbeiteten Aufträge werden vertragsgemäß abgearbeitet, jedoch keine neuen Aufträge angenommen. Parallel wird derzeit auch ein kurzfristiger Verkauf des gesamten Unternehmens in Erwägung gezogen. Für die im Rahmen der Einstellung der Geschäftstätigkeit erwarteten Kosten haben unsere Gesellschafter hinreichend bilanzielle Vorsorge getroffen.

Bedingt durch die Corona-Pandemie verschieben sich derzeit vereinbarte Milestones bei den kontrahierten Projekten, so dass wir bezüglich des Zeitpunktes der handelsrechtlichen Umsatzrealisierung keine belastbare Prognose geben können. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Umsätze der angearbeiteten Projekte bis spätestens 2021 handelsrechtlich realisiert werden. Die weitere Anarbeitung der Projekte im laufenden Geschäftsjahr wird sich auf einem sehr geringen Niveau bewegen, so dass wir für den Fall, dass kein bedeutsames Projekt abgerechnet werden kann, einen deutlichen Rückgang der Gesamtleistung und eine Verbesserung des weiterhin negativen Ergebnisses vor Verlustausgleich erwarten.

2. Chancen- und Risikobericht

Monatlich werden in einem Konzernreporting die Ergebnisse und wichtige Kennzahlen aufbereitet und analysiert. Hierin werden auch die wesentlichen operativen und strategischen Risikofaktoren nach einem einheitlichen System identifiziert, bewertet und den getroffenen bzw. geplanten Maßnahmen zur Risikosteuerung und -limitierung gegenübergestellt. Regelmäßige Projektmeetings und die mitlaufende detaillierte Kalkulation der Projekte sorgen für kontinuierliche Risiko- und Chancentransparenz.

Die Ziele dieses etablierten Projektmanagementsystems der Gesellschaft liegen darin, eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, um ggf. angemessen agieren bzw. frühzeitig reagieren zu können.

Wesentliche Risiken der Gesellschaft sind neben bestandsgefährdenden Risiken aufgrund der Corona-Pandemie die systemimmanenten Risiken des internationalen Anlagenbaus, Konjunktur-, Beschaffungs- und Wechselkurs-, Ausfall- und personalbezogene Risiken, die in absteigender Bedeutungsreihenfolge nachfolgend dargestellt sind:

Seit Oktober 2019 sind wir Teil der Mangrove-Gruppe, und über diese in den Haftungsverbund der Konzernfinanzierung eingebunden. Im Zusammenhang mit der seit Januar 2020 grassierenden Corona-Pandemie hat uns das Management der Mangrove LuxCo IV S.à r.l. mitgeteilt, dass die Fähigkeit, eine verlässliche Prognose der finanziellen Leistung der Gruppe zu erstellen, aufgrund der damit verbundenen inhärenten Ungewissheit, die sie mit sich gebracht hat, begrenzt ist, so dass die Gruppe einem erhöhten Risiko der Nichteinhaltung ihrer finanziellen Verpflichtungen und damit einem bestandsgefährdenden Risiko ausgesetzt ist.

Obwohl das Management der Gruppe, und damit auch der ENEXIO Germany GmbH, das Risiko einer Insolvenz aufgrund einer möglichen Verletzung der Mindest-EBITDA-Vereinbarung, der Mindestliquiditätsvereinbarung oder der Gesamtnettoverschuldungsvereinbarung als Folge der Krise zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts für unwahrscheinlich hält, bleiben die Auswirkungen der Krise auf das Geschäft der Mangrove-Gruppe und damit unmittelbar auch auf unsere Gesellschaft insgesamt ungewiss.

Als Unternehmen im internationalen Anlagenbau, der gekennzeichnet ist von der Erbringung der vereinbarten Qualitätsmerkmale der technischen Anlagen innerhalb der strikten Zeitpläne gibt es Pönale- und Gewährleistungsrisiken. Entsprechend haben wir Maßnahmen implementiert, um bereits vor der Abgabe eines bindenden Angebots eine vollumfassende Risikoanalyse abgeschlossen zu haben sowie projektbegleitend die Beschaffung, die Fertigung und die Installation so zu monitoren, dass etwaige Projektrisiken frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, um so die Risiken möglichst zu vermeiden oder zu vermindern.

Da unsere Kunden vor allem im internationalen Kraftwerksbau tätig sind, sind wir von der weltweiten Konjunktur und Wechselkurs-Effekten abhängig. Eine nachlassende Konjunkturdynamik und die politisch verursachten Risiken auf wichtigen Absatzmärkten können auch unsere Wachstums- und Ergebnisziele entscheidend negativ beeinflussen. Wir werden solchen extern verursachten Nachfrageschwankungen mit allen uns möglichen Maßnahmen entgegenwirken, um die Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage so gering wie möglich zu halten.

Beschaffungsrisiken durch Engpässe auf der Marktseite sowie unvorhergesehene Preiserhöhungen auf Grund von Wechselkurseffekten können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Sie werden jedoch durch Sicherung der Fremdwährungsgeschäfte limitiert. Dies betrifft insbesondere die Beschaffung von Komponenten, Vormaterialien und Dienstleistungen von Dritten. Diesen möglichen Negativfaktoren wird mit einem engen Controlling und der Qualifizierung von Lieferanten entgegengewirkt.

Ausfallrisiken von Kunden sind über ein zeitnahes Forderungsmanagement sehr begrenzt. Nennenswerte Ausfallrisiken sehen wir auch auf Grund der soliden Bonität unseres Kundenkreises nicht.

Die in den Vorjahren begonnenen Outsourcing-Prozesse, mit denen bislang selbst wahrgenommene Prozesse und Funktionen an Schwesterfirmen ausgelagert wurden, sind erfolgreich abgeschlossen.

 

Herne, 19. August 2020

Jürgen Körner, Geschäftsführer

Jörg Marzi, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENEXIO Germany GmbH, Herne

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENEXIO Germany GmbH, Herne - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENEXIO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe II. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs die Angabe A. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang und auf die Angaben im Abschnitt III.2. "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft seit Oktober 2019 Teil der Mangrove-Gruppe ist und über diese in den Haftungsverbund der Konzernfinanzierung eingebunden. Das Management der Mangrove LuxCo IV S.à r.l. hat im Zusammenhang mit der seit Januar 2020 grassierenden Corona-Pandemie mitgeteilt, dass die Fähigkeit, eine verlässliche Prognose der finanziellen Leistung der Gruppe zu erstellen, aufgrund der damit verbundenen inhärenten Ungewissheit, die dies mit sich gebracht hat, begrenzt ist, sodass die Gruppe einem erhöhten Risiko der Nichteinhaltung ihrer finanziellen Verpflichtungen und damit einem bestandsgefährdenden Risiko ausgesetzt ist.

Obwohl das Management der Gruppe das Risiko einer Insolvenz aufgrund einer möglichen Verletzung der Mindest-EBITDA-Vereinbarung, der Mindestliquiditätsvereinbarung oder der Gesamtnettoverschuldungsvereinbarung als Folge der Krise zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts für unwahrscheinlich hält, bleiben die Auswirkungen der Krise auf das Geschäft der Mangrove-Gruppe, und damit unmittelbar auch auf das Geschäft der ENEXIO Germany GmbH insgesamt ungewiss.

Wie in Angabe II. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang und im Abschnitt III2. "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen

Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. August 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Uhde, Wirtschaftsprüfer

van der Lake, Wirtschaftsprüfer

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