Bamboo BidCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Werner seit 18.3.2025 | Prokura |
Stephan Dr. Seck seit 7.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Evotec DS Germany GmbHHalleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023der Firma Evotec DS Germany GmbH, Halle (Westf.)Aktiva
Feststellung des Jahresabschlusses:Die Gesellschafterversammlung der Evotec DS GmbH, Halle (Westf.) hat mit Beschluss vom 17.07.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 16.708.055,58 und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 6.181.143,72 festgestellt. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023der FirmaEvotec DS Germany GmbH, Halle (Westf.)
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDie Evotec DS Germany GmbH ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nr. HRB 7987 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Aufgrund der in § 267 HGB festgelegten Größenklassen handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz ist entsprechend dem ausführlichen Schema (§ 266 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten, anteilige Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Das handelsrechtliche Niederstwertprinzip wird eingehalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden, niedrigeren Wert angesetzt. Flüssige Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 %, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Vorjahr erfolgte die Abzinsung pauschal mit dem veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,79 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2% und Rentensteigerungen von jährlich 2 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 0 % p.a. unterstellt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Aktive latente Steuern wurden durch Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 317 (Vorjahr T€ 123) und noch nicht berechnete Kosten T€ 477 (Vorjahr T€ 210) gebildet worden. Die Verbindlichkeiten haben alle eine Fälligkeit unter einem Jahr und sind nicht besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 14.292 (Vorjahr T€ 14.216). Davon sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern T€ 14.292 (Vorjahr T€ 14.216) und bestehen im Wesentlichen aus Darlehen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungPeriodenfremde Erträge und Aufwendungen waren nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Abführungs- und Ausschüttungsgesperrte BeträgeZum Abschlussstichtag unterliegen der Abführungs- und Ausschüttungssperre ein Betrag in Höhe von T€ 8 des Unterschiedsbetrages aus der Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen aus dem Geschäftsjahr 2023. Sonstige AngabenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 14 aus Leasingverpflichtungen in Höhe von T€ 1.920 aus Mietzahlungsverpflichtungen. Von den Leasingverpflichtungen haben T€ 8 und von den Mietzahlungsverpflichtungen T€ 384 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 62 Mitarbeiter (Vorjahr 58) beschäftigt; dabei handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Angestellte und keine gewerblichen Arbeitnehmer. Der Geschäftsführung der Evotec DS Germany GmbH gehörten im Geschäftsjahr folgende Herren an: Dr. Stephan Seck, Chemiker, Halle/Westfalen, Deutschland Jerome Sebastien Dauvergne, Manager, Negrar di Valpolicella, Italien Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe der Bezüge verzichtet. Nachträgliche EreignisseNach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich keine Ereignisse mit signifikanter wirtschaftlicher Bedeutung ergeben. Angaben zum MutterunternehmenDie Evotec DS Germany GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Evotec SE, Essener Bogen 7, 22419 Hamburg, Deutschland. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Konzernmutter einbezogen. Die Evotec SE ist in Deutschland börsennotiert und veröffentlicht den Konzernabschluss auf der Homepage der Evotec SE. Der Konzernabschluss der Evotec SE wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Zusammenfassendes Ergebnis nach § 264 Abs. 2 S. 1 HGBBesondere Umstände von außergewöhnlicher Bedeutung oder einmaliger Art haben sich im Geschäftsjahr nicht ereignet. Anlagenspiegel
Halle (Westf.), den 18. Juni 2024 gez.: Dr. Stephan Seck gez.: Jérôme Dauvergne Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftszweckGegenstand der Evotec DS Germany GmbH, Halle (Westf.) ist die Forschung und Verfahrensentwicklung auf dem Gebiet der Fein- und Spezialchemikalien, insbesondere von pharmazeutischen Wirkstoffen und Zwischenprodukten nach chemischen und biotechnologischen Verfahren sowie die Herstellung und der Handel von bzw. mit diesen Produkten und damit zusammenhängende Geschäftstätigkeiten. 2. Rechtliche RahmenbedingungenAlleinige Gesellschafterin ist die Evotec SE, Hamburg, Deutschland. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche EntwicklungDie chemisch-pharmazeutische Industrie blickt auf ein weiteres schwieriges Jahr 2023 zurück. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. In der Fein- und Spezialchemie lag der Produktionsrückgang bei 4 Prozent. Auch die Pharmasparte hatte nach dem Impfstoffboom mit schlechten Standortbedingungen zu kämpfen und büßte 3 Prozent ein. Insbesondere der Mittelstand ist betroffen. Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr. 2. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2023 war das erste komplette Jahr unter der Führung des neuen Gesellschafters Evotec SE, Hamburg und geprägt von der Integration des Standortes Halle in die globalen Drug Development Aktivitäten von Evotec SE. Ein Schwerpunkt im Jahr 2023 war die Eingliederung der einzelnen Standortfunktionen wie Produktion, Entwicklung, Analytik, Qualitätssicherung, Logistik und Ingenieurwesen in die entsprechenden globalen Funktionsteams der Standorte in Verona und Abingdon, die in der Zukunft zusammen mit dem Standort in Halle die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen für klinische Phasen 1 bis 3 bis hin zur kommerziellen Produktion nach Marktzulassung innerhalb der Evotec Gruppe durchführen. Als weiteres Schwerpunktthema wurden in 2023 erste Kontakte mit Kunden der Firma Evotec geknüpft, die in Verona und Abingdon pharmazeutische Wirkstoffe entwickeln lassen. Im Dezember 2023 wurde ein erster Auftrag für den Transfer eines Projektes einer amerikanischen Firma an den Standort in Halle abgeschlossen. Mit diesem Transfer und der Nutzung der Kapazitäten in Halle wird Evotec den pharmazeutischen Wirkstoff, für den der Kunde kürzlich die Marktzulassung erhalten hat, in den benötigten Mengen herstellen können. Der Standort in Halle erhielt für sein Engagement im Bereich sozialer Verantwortung für das Jahr 2023 eine Silbermedaille der Ecovadis Organisation. Ebenfalls in 2023 wurde die Zertifizierung des bis 2025 gültigen Zertifikates gemäß DIN EN ISO 14001:2015 und damit das Comittment der Firma zu den Themen Umwelt und Sustainability bestätigt. 3. Verkaufs- und AuftragsentwicklungDer Gesamtumsatz konnte im Geschäftsjahr 2023 auf einem niedrigen Niveau bei 5,6 Mio. EUR konstant gehalten werden. Dieser Umsatz wurde nahezu ausschließlich mit Projekten existierender Bestandskunden aus der Zeit vor der Übernahme durch Evotec realisiert. Im Vergleich zur Prognose lag das Ergebnis unter den Erwartungen, was der Tatsache geschuldet ist, dass der Umsatz mit Neukundenprojekten aus der Evotec Klientel deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. 4. GeschäftsergebnisDer Jahresfehlbetrag der Evotec DS Germany GmbH im Jahr 2023 fällt im Vergleich zum Vorjahr mit 6.2 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR) unverändert aus. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund der Weitergabe von Preiserhöhungen, des beginnenden Neugeschäftes mit der Evotec SE. Während der Materialaufwand um 0,6 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR) sank, war die Verminderung des Bestandes um 0,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR höher als im Vorjahr mit 0,5 Mio. EUR. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) in Höhe von 3,5 Mio. EUR ist gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR gestiegen. Hintergrund ist die verbesserte Margensituation. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 4,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,4 Mio. EUR) und sind damit nahezu unverändert. Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Ersatzbeschaffungen und Neuausstattungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR getätigt. Die Abschreibungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR) auf das Anlagevermögen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,7 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR) im Wesentlichen durch Erstaufwendung im Rahmen der neuen Struktur gestiegen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sanken um 23 TEUR auf 15 TEUR (Vorjahr 38 TEUR). Insgesamt haben sich damit die Erwartungen von deutlich gestiegenen Umsatzerlösen und einem positiven Effekt auf den Jahresfehlbetrag nicht erfüllt. 5. BilanzpostenDie Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Mio. EUR auf 16,7 Mio. EUR (Vorjahr 21,9 Mio. EUR). Die Bilanzbuchwerte stellen sich folgendermaßen dar:
Das Anlagevermögen erhöhte sich bedingt durch Ersatz- und Neuinvestitionen um 0,6 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR). Die Vorräte verringerten sich im Berichtszeitraum um 0,7 Mio. EUR und lagen bei 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind um 0,6 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR) im Wesentlichen durch ein gutes Forderungsmanagement gesunken. Die verfügbaren flüssigen Mittel beliefen sich Ende 2023 auf 10,9 Mio. EUR (Vorjahr 15,8 Mio. EUR) und gingen damit um 4,9 Mio. EUR zurück. Die Rückstellungen sind um 0,5 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) aufgrund der Neuausrichtung des Unternehmens gestiegen. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 15,2 Mio. EUR (Vorjahr 15,1 Mio. EUR) sind im Wesentlichen unverändert geblieben. Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,2 Mio. EUR entwickelte sich das Eigenkapital des Vorjahres in Höhe von 5,7 Mio. EUR auf einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 0,5 Mio. EUR. Auch für 2023 haben wir von unserem Wahlrecht Gebrauch gemacht und auf die Ausweisung von latenten Steuern verzichtet. Benötigte Finanzierungen bzw. kurzfristige benötigte Liquiditätsbedarfe werden durch kurzfristige Darlehen und Kapitalmaßnahmen jederzeit durch den Gesellschafter sichergestellt. Ausreichende Liquidität war im gesamten Geschäftsjahr 2023 stets verfügbar. III. PrognoseberichtUm mögliche zukünftige Investitionspotenziale zu identifizieren, wurde im Dezember 2023 ein externes Ingenieurbüro mit der Durchführung einer Konzeptdesignstudie für die Modernisierung der Produktionsanlagen beauftragt, welche voraussichtlich in Q3 2024 abgeschlossen wird. Im Jahr 2024 wird für die Gesellschaft weiter der Fokus auf der Integration des Standortes in die Konzernstrukturen von Evotec SE liegen. Hinsichtlich der geplanten Standorterweiterung und Standortmodernisierung werden wir nach Abschluss der Konzeptstudie in Q2 2024 in die weiteren Projektplanungsphasen und das Engineering einsteigen. Der Standort wird sich in der Zukunft auch auf die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen (u.a. API-Produkten) fokussieren. Die Gesellschaft wird die bestehenden Kundenprojekte (Intermediates und Feinchemikalien) weiterführen und die Kundenbasis der Evotec SE an den neuen Standort heranführen um zusätzliche Kundenprojekte an den Standort bringen. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem deutlichen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich und einer deutlicheren Verringerung des Jahresfehlbetrages im zweistelligen Prozentbereich aus. IV. Risiko- und ChancenberichtAuf Grund der globalen Vernetzung unserer Geschäftsaktivitäten mit internationalen Zulieferern und Kunden stellen Wechselkursschwankungen, insbesondere in US-Dollar, ein Währungsrisiko dar, welches in Abhängigkeit von der Richtung der Wechselkursänderung das operative Ergebnis negativ oder positiv beeinflussen kann. Die Gesellschaft ist bestrebt, einen negativen Einfluss zu vermeiden, indem je nach Kunde sowie Lieferant und Situation eine Abrechnung in Euro oder US-Dollar erfolgt. Wechselkursrisiken bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Als produzierender chemischer Betrieb tragen wir Verantwortung für die von uns hergestellten und in unserem Auftrag transportierten chemischen Produkte. Die Gesellschaft verfügt gegenwärtig über eine Produkthaftpflichtversicherung und prüft regelmäßig die Angemessenheit des entsprechenden Versicherungsschutzes. Risiken im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (GSU bzw. EHS) werden grundsätzlich präventiv durch die Einhaltung unseres internen hohen Sicherheitsstandards minimiert, erfasst, bewertet und mit dem Ziel der Minimierung bearbeitet. Für den Fall von Schadensereignissen liegen entsprechende Notfallpläne vor, die in regelmäßigen Abständen trainiert werden, um den Einfluss des Ereignisses auf die operative Leistungsfähigkeit so gering wie möglich zu halten. Um erfolgreich und wettbewerbsfähig die Produkte unserer Kunden entwickeln und produzieren zu können, ist Evotec DS Germany GmbH auf unterschiedliche Fachkräfte aus den Bereichen Labor und Betrieb angewiesen. Der Personalbestand und -bedarf wird laufend unter Berücksichtigung unserer operativen Planungen überprüft und angepasst. 2023 wurde die Ausbildung unserer Lehrlinge für den Beruf des Chemiekantens zur Sicherstellung des eigenen Nachwuchses in der chemischen Produktion mit dem 2. Lehrjahr fortgesetzt und zwei weitere Auszubildende für den Beruf des Chemikanten eingestellt. Wir fördern aktiv Vielfalt und Einbezug (DI, Diversity & Inclusion) und stellen im Rahmen der geschäftlichen Erfordernisse allen Mitarbeitern Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Arbeitsalltages entsprechend ihren beruflichen Fähigkeiten, sozialen Kompetenz sowie persönlichen Neigungen zur Verfügung, unabhängig von Geschlecht, Abstammung oder ihrer Religion. Als klassischer Lohnentwickler und Auftragshersteller unterliegt die Gesellschaft den branchenspezifischen Risiken ihrer Kunden aus der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie. Diesen begegnen wir in vielfältiger Weise. So sehen wir diese beiden Sparten zwar als schwerpunktmäßige, aber eben nicht als einzige Kundenzielgruppe an. Dem Einfluss von Regelungen nationaler Gesundheitssysteme begegnet die Gesellschaft in ihrer Offenheit für Kunden aus verschiedenen Regionen. Der international gewachsenen Konkurrenz aus China und Indien stellen wir bestmögliche Kundenorientierung, individuelle Lösungen und höchsten wissenschaftlich-technischen Leistungen einerseits sowie Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsinitiativen andererseits entgegen. Die Finanzierung der Gesellschaft ist über Gesellschafterdarlehen sichergestellt, wobei im Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus sämtliche Linien unverändert gewährt werden. V. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch die UnternehmensleitungDie vorstehenden Ausführungen beschreiben die vielfältigen Risiken, denen sich die Evotec DS GmbH, Halle (Westfalen) gegenübersieht, sowie die entsprechenden Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen. Insgesamt ist die Gesellschaft gut aufgestellt. Darüberhinausgehende Risiken können wir zum Berichtszeitpunkt nicht erkennen. Der Jahresabschluss wurde aufgrund von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (§328 Abs. 1 S. 3 HGB). Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Evotec DS Germany GmbH, Halle (Westf.)PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Evotec DS Germany GmbH, Halle (Westf.), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evotec DS Germany GmbH, Halle (Westf.), für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 18. Juni 2024 Westerfelhaus
Audit GmbH
Michael Rogalski, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Bambauer, Wirtschaftsprüfer |
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