SecurLog Wertdienste GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 58739
Vorher
Group 4 Falck Geld- und Wertdienste GmbHG4S Geld- und Wertdienste GmbHDBI Wertdienste GmbHWertdienste Kassel GmbHSecurLog Wertdienste Kassel GmbH
Eingetragen
26.7.2004
Branche
Sicherheitsdienste a. n. g.Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenSonstige private Wach- und Sicherheitsdienste
Gegenstand
Der Betrieb eines Sicherheitsunternehmens für Sicherheitsdienstleistungen aller Art.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gero Investments Lux S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gero Investments Lux S. à r.l.
Luxembourg
1.350.000 €
90.00%
Germany
150.000 €
10.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SecurLog Wertdienste GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2006 bis zum 31.12.2006

Lagebericht (vormals G4S Geld- und Wertdienste GmbH, Kassel) für das Geschäftsjahr 2006

1. Wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmen

Die SecurLog Wertdienste GmbH (im Folgenden SLW) entstand 2005 durch Verschmelzung der Unternehmen Securicor Geld- und Wertdienste GmbH, Securicor Wert Logistik GmbH und Group 4 Falck Geld- und Wertdienste GmbH infolge der weltweiten Fusion der beiden Mutterkonzerne. Die Gesellschaft firmierte zunächst unter dem Namen G4S Geld- und Wertdienste GmbH. Am 25. Juli 2007 erfolgte die Eintragung der Umfirmierung in DBI Wertdienste GmbH in das Handelsregister; am 9. Oktober 2007 wurde die Firma in Wertdienste Kassel GmbH und am 30. Oktober 2007 in SecurLog Wertdienste Kassel GmbH geändert. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 8. April 2008 erfolgte die Umfirmierung in SecurLog Wertdienste GmbH und der Sitz der Gesellschaft wurde von Kassel nach Düsseldorf verlegt. Beides wurde am 8. Mai 2008 in das Handelsregister eingetragen.

Bis Ende 2006 war SLW über die deutsche Zwischenholding Securicor International Holding AG Teil der G4S Gruppe, deren britische Obergesellschaft G4S plc. ein börsennotierter Weltkonzern ist. Mit rechtlicher Wirkung von Januar 2007 wurde die SLW über eine andere Zwischenholding mittelbares Eigentum von Herrn Dr. Matthias Berg, der gleichzeitig die Geschäftsführung innehatte. Mit rechtlicher Wirkung vom September 2007 wurde das Unternehmen dann an den inländischen Konkurrenten SecurLog GmbH, Düsseldorf (SL), verkauft und steht seitdem in dessen Eigentum. Die SL gehört über eine luxemburgische Zwischenholding angelsächsischen Finanzinvestoren.

Die Servicebandbreite der SLW umfasst die Dienstleistungen:

Geldtransport (Ver- und Entsorgung),

Geldbearbeitung,

Geldausgabeautomatenservices und -Management,

Wertetransport (Sorten, Edelmetalle, Schmuck, Münzen etc.),

Beleg- und Datenmaterialtransporte (Kurierdienste),

Sonstige Sicherheits- und Dienstleistungen individueller Art einschließlich Inhouse-Services,

die Banken und Handelsunternehmen angeboten werden. Das Kundenspektrum umfasst regionale und überregionale Kunden. Darüber hinaus ist die Gesellschaft regional als Subunternehmer für andere Geld- und Wertdienstleister tätig. Gleichzeitig beschäftigt die Gesellschaft andere Geld- und Wertdienstleister geschäfts- und regionsbezogen als Subunternehmer, hauptsächlich im Kurierdienst. Die flächendeckende Präsenz wird durch 20 Niederlassungen sichergestellt, von denen aus 600 überwiegend gepanzerte Fahrzeuge unterwegs sind. Das Leistungsangebot wird durch eine Übernacht-Verbindung sämtlicher Standorte ergänzt.

Das für das Unternehmen relevante Marktvolumen in Deutschland wird durch den Branchenverband BdGW auf etwa EUR 450 Mio geschätzt. Hiervon deckte SLW im Geschäftsjahr 2006 mit EUR 80,8 Mio etwa 18 % ab. In diesem stark fragmentierten Markt gibt es nur noch einen internationalen (Brink's) und darüber hinaus wenige überregionale Anbieter. Etwa 36 % Marktanteil werden von einer Vielzahl regional tätiger Unternehmen abgedeckt.

Einschneidende Ereignisse der Branche in Deutschland waren der Zusammenbruch des Marktführers "Heros" im Februar 2006 sowie später des Konkurrenten Arnold's, als Folge von betrügerischem Handeln der betreffenden Geschäftsführungen. Im Ergebnis ist bis heute seitens der Kunden ein tiefes Misstrauen gegenüber der gesamten Branche und ihren Mitgliedern zu verzeichnen, obwohl dieses nach einschneidenden gesetzlichen und prozessualen Verbesserungen kaum noch gerechtfertigt erscheint.

Eine durchgreifende Marktbereinigung und damit die allmähliche Tendenz zu höheren Preisen durch den Zusammenbruch von "Heros" ist nicht wie erwartet eingetreten, da die Heros-Aktivitäten unter der Marke SecurLog weitergeführt wurden und somit nur in geringfügigem Umfang Kapazitäten aus dem Markt ausgeschieden sind.

Auch muss mit Bedauern festgestellt werden, dass die Kunden sich im Spannungsfeld zwischen strikter Preisorientierung und dem Wunsch nach Seriosität, Sicherheit und Verlässlichkeit der Geld- und Wertdienstleister immer noch nicht eindeutig für die Qualität entschieden haben. Dies führt dazu, dass die branchenweit erforderliche Preiserhöhung nur zäh erfolgt. Überkapazitäten von Wettbewerbern verleiten diese zu Kampfpreisangeboten.

Der Strategie der Umsatzsicherung zu defizitären Preisen hat sich SLW von vorneherein verschlossen und dafür den Preis kaum gestiegener Umsätze trotz erheblicher Bewegung im Markt bezahlt. Von dieser Linie wird auch nicht abgewichen, da nicht auskömmliche Preise keinen dauerhaften und noch nicht einmal kurzfristigen Erfolg versprechen.

Darüber hinaus ist eine rückläufige Markttendenz zu beobachten, die sich aus einer weiter sinkenden Barzahlungsquote ergibt. Dies wirkt sich auf SLW durch geringere Zählmengen im Cash Center und immer wieder erfolgende Frequenzverlängerungen bei der Entsorgung im Bereich CIT (Cash in Transit) aus.

Die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2006 zwang die Geschäftsleitung zu umfassenden Veränderungen. Diese waren einerseits erforderlich, da sich die Ertragslage des Unternehmens bis zur Jahresmitte auf Grund ständig sinkender Preise im Neugeschäft, die durch Effizienzsteigerungen im regulären Geschäft nicht kompensiert werden konnten, verschlechtert hatte. Zum anderen wurden zwei der größten Kunden, die Deutsche Post sowie die Schlecker-Drogeriekette im Laufe des Jahres verloren. Zwar waren, wegen der niedrigen Preise dieser Kunden, die spezifischen Ergebnisauswirkungen verkraftbar, allerdings mussten Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Bis zum Jahresende 2006 wurden Teile der verlorenen Umsätze durch Neugeschäft kompensiert.

Die wichtigsten im Jahr 2006 ergriffenen Maßnahmen waren:

Nach dem Insolvenzantrag von Heros wurde versucht, mit hohen und profitablen Preisen dem Markt neue Potenziale abzugewinnen. Nachdem die Aktivitäten des insolventen Unternehmens aber im Großen und Ganzen fortgesetzt wurden, erwies sich die Hoffnung auf sprunghafte Preissteigerungen als trügerisch.

Im Nachhinein ist zu vermuten, dass mit moderaterer Preispolitik dem Unternehmen mehr gedient gewesen wäre, also ein höherer Marktanteil mit entsprechender Verdichtung des Geschäfts und Kostendegression möglich war.

Es wurde versucht, den schon länger aufgelaufenen Investitionsstau aufzulösen.

Der Versuch scheiterte allerdings an Restriktionen im Investitionsbudget. Insofern wurden weder eine technische Erneuerung im Bereich der Fahrzeuge noch der Schein- und Münzzählgeräte noch eine dringend gebotene Überarbeitung der IT-Landschaft konsequent in Angriff genommen.

Die Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten in Norddeutschland.

Auf Grund des Eintritts einer Reihe von Mitarbeitern der Führungsebene, die zuvor bei der von Heros gekauften Securitas beschäftigt waren, bot sich die Möglichkeit, das Geschäft in Norddeutschland zu intensivieren. Es wurde daher die dortige Standortdichte erhöht, indem in Flensburg, Kiel und Neustadt/Holstein neue Niederlassungen eröffnet wurden.

Einführung von Veränderungen im Bereich "Operations" (kundenbezogene Produktion).

Neben einem intensiven täglichen Reporting bezogen auf die Geschäftsfelder und die Niederlassungen wurden Abläufe gestrafft, Tourenplanungen und Personaleinsatz optimiert und monetäre Motivationsinstrumente für die Mitarbeiter eingeführt.

Die SecurLog Wertdienste GmbH sah sich im Kalenderjahr 2006 einer Reihe personeller Veränderungen ausgesetzt. So wurde Herr Niels Faergemann am 9. März 2006 als Geschäftsführer abberufen und Herr Franz-Josef Deckers kündigte ebenfalls sein Anstellungsverhältnis und schied zum 30. September 2006 aus. In der Zeit vom 9. März 2006 bis 4. Mai 2006 fungierte Frederik Wedell-Wedellsborg interimistisch als Geschäftsführer bevor am 4. Mai 2006 Oliver Seiter zum Geschäftsführer und zu deren Sprecher berufen wurde. Kurze Zeit später wurde die Geschäftsführung durch die Herren Kai-Olaf Rekittke mit der Zuständigkeit für Personal und Recht sowie Dr. Matthias Berg mit der Zuständigkeit für Operations und IT ergänzt. Im Dezember 2006 wurden 100 % der Anteile an eine von Dr. Matthias Berg beherrschte Gesellschaft (DBI Geldservice Holding GmbH) verkauft; in diesem Zusammenhang wurden die Geschäftsführer Seiter und Rekittke wieder abberufen. Der Vollzug des Verkaufs fand dann im Januar 2007 statt. Später entschloss sich Dr. Berg, als Geschäftsführer auszuscheiden und mit einem externen Beratungsmandat die Entwicklung des Unternehmens weiter zu begleiten. Daher wurde am 18. April 2007 Dr. Kristian Schneider zum Geschäftsführer des Unternehmens berufen. Am 12. November 2007 wurde Herr Peter Zimmermann zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

Im Juli 2007 wurde das Unternehmen an den Konkurrenten und Marktführer SecurLog GmbH veräußert. Die hinter dieser stehende Investorengruppe aus Goldman Sachs und Matlin Patterson verfolgt mit dem Zukauf und der vorgesehenen Zusammenführung des Geschäfts das Ziel einer deutlichen Verbesserung der Kostenstrukturen, einer höheren finanziellen Stabilität und infolgedessen eines besseren Markterfolgs. Der Vollzug des Verkaufs erfolgte im September 2007.

Als Folge des Zusammenschlusses von SL und SLW wurde ein umfassender Integrationsplan aufgestellt und mit seiner Umsetzung begonnen. Er beinhaltet die Integration des gesamten Geschäfts und somit die Bildung eines neuen Netzwerkes, welches ganz Deutschland abdeckt. In diesem Zusammenhang schloss SLW zehn ihrer zuvor 20 Niederlassungen und entließ eine große Zahl von Mitarbeitern, andere konnten von SL übernommen werden. Im Gegenzug übernahm auch SLW eine Reihe von Mitarbeitern, die SL in ihren sog. Schließungsstandorten entlassen hatte. Der gesamte Integrationsplan, genannt PMI Book (PMI - Post Merger Integration) ging in die Umsetzung, nachdem der erforderliche Interessenausgleich mit den Arbeitnehmervertretern im Oktober 2007 gefunden worden war. Die Umsetzung dauert noch an, weil die Schließung weiterer Niederlassungen der SLW (Stuttgart und München) noch bevorsteht.

Ebenfalls noch ausstehend ist die vollzogene, vollständige Zusammenführung des gesamten Geschäfts beider Unternehmen SL und SLW in einem Rechtsträger, insbesondere also die Zusammenführung der Kundenverträge, der Arbeitsverträge der Mitarbeiter, der Immobilien, des Anlagevermögens und anderer Maßnahmen. Nach heutigem Stand agieren die Unternehmen daher noch rechtlich eigenständig. Das operative Geschäft wird in erheblichem Ausmaß durch die gegenseitige Beauftragung von SL und SLW als Subunternehmer geprägt. Die Aufgaben der vormaligen Hauptverwaltung der SLW sind jedoch im Wesentlichen bereits auf die jeweils zuständigen Stellen der SL übergegangen und der Großteil der Mitarbeiter der SLW-Hauptverwaltung wurde im Frühjahr 2008 entlassen.

Die wichtigsten Produktivitätskennziffern der einzelnen Unternehmensbereiche entwickelten sich 2006 wie folgt:

Geld- und Werttransporte 2006 2005 2004
Stopps pro Stunde Stck 3,06 2,90 2,78
Umsatz pro Stop EUR 16,31 17,14 19,77
Kosten pro Stop EUR 17,20 15,68 16,92
Datenmaterialtransporte 2006 2005 2004
Umsatz pro km EUR 1,83 1,50 n. a.
Kosten pro km EUR 0,57 0,54 n. a.
Stopps pro Stunde Stck 1,87 1,98 n. a.
Geldbearbeitung 2006 2005 2004
Gezählte Noten pro Stunde Stck 1.400 1.388 1.297
Umsatz 1.000 Noten EUR 13,28 13,94 15,11
Gezählte Safebags pro Stunde Stck 8,55 8,05 6,21
Noten pro Safebag Stck 164 205 236

Die Zahl der Stopps pro Stunde konnte im Geld- und Werttransport weiter gesteigert werden, worin sich verschiedene Optimierungsansätze verdichten; sowohl auf der Kundenseite als auch beispielsweise bei der Tourenplanung. Der Umsatz pro Stopp ging hier marktbedingt zurück. Darin zeigt sich eines der zentralen Wirtschaftlichkeitsprobleme im Unternehmen und im Markt. Gleichzeitig stiegen die Kosten pro Stopp deutlich an. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass sich die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen zum Bilanzstichtag in den Kosten niederschlägt.

Die Zahlen zum Geschäftsfeld Datenmaterialtransporte zeigen eine sehr erfreuliche Entwicklung. Durch den vermehrten Einsatz von Subunternehmern konnte die Profitabilität erhöht werden.

In der Geldbearbeitung entwickelten sich die Produktivitätskennziffern ebenfalls erfreulich. Sowohl die Anzahl der gezählten Noten als auch die Anzahl der geöffneten Safebags sind gegenüber den Vorjahren gestiegen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich rückläufigen Notenanzahl je Safebag bemerkenswert. Allerdings entwickelte sich der Umsatz rückläufig. Dies hängt mit der Tendenz zu kleineren Noten zusammen, da sich der Trend zur bargeldlosen Zahlung bei den größeren Scheinen mehr auswirkt.

2. Ertragslage

2006 2005
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 80.879 100,0 92.164 100,0
Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen - 83.736 - 103,5 - 73.273 - 79,5
Rohertrag - 2.857 - 3,5 18.891 20,5
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten - 26.811 - 33,2 - 24.415 - 26,5
Sonstige betriebliche Erträge 839 1,0 7.121 7,7
Sonstige Betriebliche Aufwendungen - 2.935 - 3,6 - 4.903 - 5,3
Operatives Ergebnis - 31.764 - 39,3 - 3.306 - 3,6
Finanzergebnis - 1.406 - 1,7 - 1.233 - 1,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 33.170 - 41,0 - 4.539 - 4,9
Außerordentliche Erträge 0 0 1.254 1,4
Außerordentliche Aufwendungen 0 0 - 3.764 - 4,1
Betriebliche Steuern 0 0 - 62 - 0,1
Gesamtergebnis vor Ertragsteuern - 33.170 - 41,0 - 7.111 - 7,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23 0 - 156 - 0,2
Abgeführte Gewinne 0 0 0 0,0
Jahresfehlbetrag - 33.147 - 41,0 - 7.267 - 7,9

Die Umsatzerlöse nahmen gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,3 Mio oder um 12,2 % ab. Hier schlagen sich gesunkene Preise im Neugeschäft sowie der Verlust von Großaufträgen und weitere Volumenverluste nieder. Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erzielt. Sie beinhalten im Besonderen Erlöse aus den Geschäftsfeldern Geldtransport (TEUR 50.416, im Vorjahr TEUR 54.842, Abnahme um 8,1 %), Datenmaterialtransport (TEUR 10.120, minus 32,8 % gegenüber Vorjahr TEUR 15.056), Wertelogistik und -transporte (TEUR 6.426, plus 20,2 % gegenüber Vorjahr TEUR 5.347), Inhouse-Dienste (TEUR 1.119, minus 46,3 % gegenüber Vorjahr TEUR 2.084) und Geldbearbeitung (TEUR 12.577, minus 12,6 % gegenüber Vorjahr TEUR 14.384). Lediglich das Geschäftsfeld der Wertelogistik konnte spürbar ausgeweitet werden.

Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,5 Mio oder 14,3 % gestiegen. Darin sind Personalaufwendungen von EUR 52,5 Mio (plus EUR 4,9 Mio bzw. 10,2 % gegenüber Vorjahr), Fremdarbeiten von EUR 13,7 Mio (plus EUR 0,3 Mio bzw. 2,7 %), Versicherungsaufwendungen von EUR 1,2 Mio (minus EUR 0,2 Mio bzw. 18,8 %) sowie Fahrzeugaufwendungen von EUR 12,2 Mio (plus EUR 3,8 Mio bzw. 44,3 %) enthalten. Übrige Posten sind Miete/Leasing, Wartung/Instandhaltung, Verpackung, Abschreibungen sowie vom Unternehmen zu tragende Schäden. Insbesondere die Personalaufwendungen sind in hohem Maß von Einmalaufwendungen geprägt, die sich auf durchgeführte sowie zum Jahresende noch geplante Maßnahmen beziehen. Zum einen wurden zum Jahresanfang Weihnachtsgelder in Höhe von EUR 0,7 Mio ausgezahlt. Dafür war im Vorjahr auf Grund mangelnder rechtlicher Verpflichtung keine Rückstellung gebildet worden. Zum anderen wurden Rückstellungen für bevorstehende Restrukturierungen (TEUR 1.903) sowie für zu erwartende Abfindungszahlungen (TEUR 750) gebildet. Bei den Fahrzeugaufwendungen wurden die entstandenen Kosten zu einem höheren Anteil als im Vorjahr auf die Herstellkosten geschlüsselt; sie sanken gleichzeitig im Allgemeinen Verwaltungsaufwand deutlich.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,4 Mio oder 9,8 % gestiegen. Die Vertriebskosten enthalten im Wesentlichen Personalkosten mit EUR 2,0 Mio (plus EUR 0,4 Mio bzw. 26,4 %), sonstige Vertriebsaufwendungen sind mit EUR 0,6 Mio (plus EUR 0,1 Mio bzw. 27,4 %) enthalten. Auch die allgemeinen Verwaltungskosten bestehen mit EUR 11,7 Mio (plus EUR 2 Mio bzw. 20,6 %) überwiegend aus Personalaufwand; hinzu kommen Mieten mit EUR 4,9 Mio EUR (plus 0,7 Mio bzw. 16,2 %), Rechts- und Beratungskosten mit EUR 2,3 Mio (plus EUR 1,14 Mio bzw. 96,6 %), Fahrzeugkosten mit EUR 1,4 Mio (minus EUR 2,2 Mio bzw. 60,6 %), Abschreibungen mit EUR 1,9 Mio (plus EUR 0,5 Mio bzw. 42,6 %) und Übrige mit EUR 2,0 Mio (minus EUR 0,3 Mio bzw. 18 %). Der Anstieg der Personalkosten ist auf bereits gezahlte oder zurückgestellte Abfindungen zurückzuführen. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 0,7 Mio auf Goodwill und nicht mehr genutzte Immobilien enthalten.

Das Finanzergebnis wird vom Zinsaufwand geprägt, dieser beträgt 1,4 Mio EUR (plus EUR 0,1 Mio bzw. 8,0 %) wovon EUR 1,1 Mio (plus EUR 0,2 Mio) auf verbundene Unternehmen entfallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 6,3 Mio oder 88,2 % auf noch EUR 0,8 Mio zurückgegangen. Sie enthalten fast ausschließlich auf periodenfremde Erträge, wobei ganz erhebliche Einmaleffekte des Vorjahres nicht wieder auftraten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von EUR 2,2 Mio (minus EUR 0,8 Mio bzw. 26,7 %) und Royalty Fees von EUR 0,7 Mio (0). Im Vorjahr hatten auch hier Einmaleffekte aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie aus der Ausbuchung von Forderungen zu Buche geschlagen.

3. Finanzlage

Eine detaillierte Cash Flow-Rechnung für das Geschäftsjahr 2006 zeigt folgendes Bild; ein Vorjahresvergleich ist wegen der im Geschäftsjahr 2005 erfolgten Verschmelzung nicht möglich:

2006
TEUR
Jahresfehlbetrag - 33.147
+ Abschreibungen 3.056
+ Bildung von Rückstellungen 3.810
- Zunahme der Vorräte, Debitoren sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 2.159
- Abnahme der Kreditoren sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 3.459
= Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit - 31.899
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen - 2.830
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (Buchwerte) 500
= Cash Flow aus der laufenden Investitionstätigkeit - 2.330
+ Einzahlungen aus der Aufnahme/
- Auszahlungen aus der Rückführung von Konzernmitteln
Rückzahlungen Konzerndarlehen (TEUR -3.439)
Inanspruchnahme Cash-Poolkonten (TEUR -18.557)
Ausgleich Cash-Poolkonten (TEUR 15.884)
Ausgleich Verbindlichkeiten aus LuL (TEUR -6.441) - 12.553
+ Einzahlungen in die Kapitalrücklage 46.500
- Netto-Rückführung von Mittelaufnahmen bei Kreditinstituten - 32
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 33.915
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands - 314
+ Finanzmittelbestand am Periodenbeginn 1.910
= Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 1.596

Der Finanzierungsbedarf, der sich aus dem negativen operativen Cash Flow sowie dem negativen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ergab, konnte in 2006 nur durch Stützungsmaßnahmen der damaligen Gesellschafter gedeckt werden. Während des Geschäftsjahres wurde der Bedarf durch ein Verrechnungskonto mit der Inlandsholding Securicor International Holding AG gedeckt; zum Jahresende 2006, nach dem beurkundeten Unternehmensverkauf, erfolgte eine zweite Einzahlung in die Kapitalrücklage. Letztendlich dienten Einzahlungen in die Kapitalrücklage von insgesamt EUR 46,5 Mio somit zur Abdeckung des Cash Flows aus Geschäfts- und Investitionstätigkeit zur Rückzahlung von Konzernverbindlichkeiten in Höhe von EUR 12,4 Mio sowie zur Verlustabdeckung.

Vereinbarungsgemäß hat die G4S Gruppe das Unternehmen im Kalenderjahr 2007 noch mit liquiden Mitteln unterstützt, und zwar durch die Gewährung von Darlehen in der Gesamthöhe von EUR 7,9 Mio, durch die anteilige Übernahme der Kosten der Transportversicherungspolice in Höhe von EUR 2,8 Mio sowie durch die Übernahme von personalbezogenen Restrukturierungsaufwendungen von EUR 1,9 Mio.

Die Eigentümer der SecurLog GmbH unterstützten die SLW ebenfalls finanziell, und zwar durch Darlehen über insgesamt EUR 4 Mio im Zeitraum Juli bis September 2007. Im Geschäftsjahr 2007 leistete die SecurLog GmbH als neue Eigentümerin Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt EUR 9,06 Mio.

4. Vermögenslage

Aktiva

31.12.2006 31.12.2005
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 476 1,8 1.181 4,8
Sachanlagen 8.482 32,8 8.504 34,3
Finanzanlagen 2 0,0 0 0,0
Anlagevermögen 8.960 34,6 9.685 39,1
Vorräte 49 0,2 0 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.139 50,8 9.199 37,2
Forderungen im Verbundbereich 398 1,5 1.713 6,9
Sonstige Vermögensgegenstände 1.609 6,2 2.063 8,3
Liquide Mittel 1.596 6,2 1.910 7,7
Rechnungsabgrenzungsposten 127 0,5 189 0,8
Übrige Aktiva 16.918 65,4 15.074 60,9
Summe Aktiva 25.878 100,0 24.759 100,0

PASSIVA

31.12.2006 31.12.2005
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 26 0,1 26 0,1
Kapitalrücklage 48.707 188,2 2.207 8,9
Verlustvortrag - 7.639 - 29,5 - 371 - 1,5
Jahresfehlbetrag - 33.147 - 128,1 - 7.267 - 29,3
Eigenkapital 7.947 30,7 - 5.405 - 21,8
Rückstellungen 9.602 37,1 5.792 23,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78 0,3 110 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.875 15,0 5.458 22,0
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 1.043 4,0 13.595 54,9
Sonstige Verbindlichkeiten 3.333 12,9 5.209 21,1
Fremdkapital 17.931 69,3 30.164 121,8
Summe Passiva 25.878 100,0 24.759 100,0

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio angestiegen.

Die Investitionstätigkeit bei den Sachanlagen lag in etwa auf Höhe der Abschreibungen. Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Ersatzbeschaffungen bei der Ausstattung der Cash Center sowie bei der IT-Infrastruktur vorgenommen. Bei den Grundstücken, Gebäuden und Anlagen im Bau schlagen der Kauf der Immobilie in Neustadt in Holstein sowie Ausbauten am Objekt in Neu-Isenburg zu Buche. Auf Grund außerplanmäßiger Abschreibungen beim Geschäfts- und Firmenwert sowie Softwareinvestitionen weit unterhalb der Abschreibungen gingen die Buchwerte des Immateriellen Anlagevermögens deutlich zurück.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen trotz rückläufigem Umsatz resultiert aus dem Erfordernis, den Kunden mit verlängerten Zahlungsfristen entgegen zu kommen. Gelegentlich traten im Geschäftsjahr Schwierigkeiten mit der begleitenden Dokumentation zu den Fakturen auf, was die Kunden zu schleppender Zahlungsweise veranlasste.

Die Veränderungen auf der Passivseite resultieren im Wesentlichen aus Verstärkungen der Kapitalrücklage. Die zugeführten Mittel wurden zur Deckung des kumulierten Jahresverlustes, zur Rückführung der Konzerverbindlichkeiten und für die Investition verwendet. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist auf die Dotierung von Rückstellungen für den geplanten Kapazitäts- und Personalabbau zurückzuführen. Das Eigenkapital beträgt EUR 7,9 Mio nach minus EUR 5,4 Mio im Vorjahr.

5. Geschäftliche Entwicklung der SLW nach dem Bilanzstichtag

Ertragslage 2007 der SLW

2007 2006
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 79.865 100,0 80.879 100,0
Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen - 77.700 - 97,3 - 83.736 - 103,5
Rohertrag 2.165 2,7 - 2.857 - 3,5
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten - 22.183 - 27,8 - 26.811 - 33,2
Sonstige betriebliche Erträge 15.471 19,4 839 1,0
Sonstige Betriebliche Aufwendungen - 5.618 - 7,0 - 2.935 - 3,6
Operatives Ergebnis - 10.165 - 12,7 - 31.764 - 39,3
Finanzergebnis - 614 - 0,8 - 1.406 - 1,7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 10.779 - 13,5 - 33.170 - 41
Außerordentliche Erträge 3.198 4,0 0 0
Außerordentliche Aufwendungen - 3.198 - 4,0 0 0
Betriebliche Steuern - 27 0 0 0
Gesamtergebnis vor Ertragssteuern - 10.806 - 13,5 - 33.170 - 41,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 23 0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag - 10.806 - 13,5 - 33.147 - 41,0

Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem Vorjahr geringfügig um EUR 1 Mio oder um 1,3 % zurück; sie werden weiterhin fast ausschließlich im Inland erzielt. Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 6 Mio oder 7,2 % zurückgegangen. Darin sind Personalaufwendungen von EUR 44,9 Mio (minus EUR 7,6 Mio bzw. 14,5 % gegenüber Vorjahr), Fremdarbeiten von EUR 14,0 Mio (plus EUR 0,3 Mio bzw. 1,8 %), Versicherungsaufwendungen von EUR 1,9 Mio (plus EUR 0,7 Mio bzw. 67,2 %) sowie Fahrzeugaufwendungen von EUR 10,3 Mio (minus EUR 1,9 Mio bzw. 15,1 %) enthalten. In der Entwicklung der Personalaufwendungen spiegelt sich der erhebliche Personalabbau in der ersten Jahreshälfte 2007 wider.

Unter den Positionen außerordentlicher Aufwand und außerordentlicher Ertrag werden nach dem Bruttoprinzip eine Reihe von Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit der Restrukturierung Anfang 2007 anfielen, aber von der früheren Eigentümerin G4S noch übernommen wurden. Ihr Saldo ist dementsprechend Null.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf EUR 15,5 Mio (Vorjahr EUR 0,8 Mio) sehr stark angestiegen. Das kommt durch drei hier verbuchte Positionen zustande: EUR 4,6 Mio konnten als Erträge aus Anlagenabgang und durch Auflösung von Rückstellungen erzielt werden, EUR 7,5 Mio sind ein Ertrag durch Darlehensverzicht der früheren Eigentümerin G4S plc. und EUR 3,1 Mio sind die Versicherungsentschädigung für den Anfang 2007 eingetretenen Großschaden.

Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt EUR 5,6 Mio nach EUR 2,9 Mio. Hierin enthalten sind vor allem Aufwendungen in Höhe von EUR 0,8 Mio für die Ausbuchung von Gegenständen des Anlagevermögens, EUR 0,4 Mio Zuführung zur Einzelwertberichtigung sowie die Bildung einer Rückstellung für noch bevorstehende Restrukturierung in Höhe von EUR 4,2 Mio.

Finanzlage 2007 der SLW

Eine detaillierte Cash Flow-Rechnung für das Geschäftsjahr 2007 im Vorjahresvergleich zeigt folgendes Bild:

2007
TEUR
2006
TEUR
Jahresfehlbetrag - 10.806 - 33.147
+ Abschreibungen 2.118 3.056
+ Bildung von Rückstellungen 635 3.810
- Zunahme der Vorräte, Debitoren sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 3.475 - 2.159
+ Zunahme der Kreditoren sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.156 - 3.459
= Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit - 10.372 - 31.899
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 1.943 - 2.830
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 673 500
= Cash Flow aus der laufenden Investitionstätigkeit - 1.270 - 2.330
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Konzernmitteln 26 - 12.552
+ Einzahlungen aus Krediten nahe stehender Gesellschaften 4.000
+ Einzahlungen in die Kapitalrücklage 9.056 46.500
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten - 31 - 32
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 13.051 33.915
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 1.409 - 314
+ Finanzmittelbestand am Periodenbeginn 1.596 1.910
= Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 3.005 1.596

Der Finanzierungsbedarf, der sich aus dem negativen operativen Cash Flow sowie dem negativen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ergab, konnte nur durch Stützungsmaßnahmen der aktuellen Gesellschafter gedeckt werden. Hierunter fallen neben den Einzahlungen in die Kapitalrücklage auch Darlehen einer den Gesellschaftern nahe stehenden Gesellschaft in Höhe von EUR 4 Mio, welches unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wird.

Vermögenslage 2007 der SLW

Aktiva

31.12.2007 31.12.2006
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 249 0,7 476 1,8
Sachanlagen 7.772 23,8 8.482 32,8
Finanzanlagen 93 0,3 2 0,0
Anlagevermögen 8.114 24,8 8.960 34,6
Vorräte 31 0,1 49 0,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.468 41,2 13.139 50,8
Forderungen im Verbundbereich 3.195 9,8 398 1,5
Sonstige Vermögensgegenstände 4.781 14,6 1.609 6,2
Liquide Mittel 3.005 9,2 1.596 6,2
Rechnungsabgrenzungsposten 119 0,3 127 0,5
Übrige Aktiva 24.599 75,2 16.918 65,4
Summe Aktiva 32.713 100,0 25.878 100,0

PASSIVA

31.12.2007 31.12.2006
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 26 0,1 26 0,1
Kapitalrücklage 57.763 176,6 48.707 188,2
Verlustvortrag - 40.786 - 124,7 - 7.639 - 29,5
Jahresfehlbetrag - 10.806 - 33,0 - 33.147 - 128,1
Eigenkapital 6.197 19,0 7.947 30,7
Rückstellungen 10.238 31,3 9.602 37,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47 0,1 78 0,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.241 9,9 3.875 15,0
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 3.866 11,8 1.043 4,0
Sonstige Verbindlichkeiten 9.124 27,9 3.333 12,9
Fremdkapital 26.516 81,0 17.931 69,3
Summe Passiva 32.713 100,0 25.878 100,0

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um knapp EUR 7 Mio angestiegen. Hierfür sind im Wesentlichen konzerninterne Positionen ausschlaggebend, da die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der SL brutto ausgewiesen werden; darüber hinaus fällt die geleistete Vorauszahlung für Aufwendungen der gebildeten Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft ins Gewicht, der in etwa entsprechende Rückstellungen gegenüber stehen.

Die Entwicklung der Sachanlagen ist durch zurückhaltende Investitionstätigkeit sowie erfolgte Wertberichtigungen im Bestand gekennzeichnet.

Auf der Passivseite musste die Kapitalrücklage neuerlich verstärkt werden, um den Jahresfehlbetrag in etwa auszugleichen. Das Eigenkapital beträgt noch EUR 6,2 Mio nach EUR 7,9 Mio im Vorjahr.

Entwicklung 2008 der SLW

Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum Januar bis Mai 2008 ist durch Umsatzerlöse von EUR 31,6 Mio sowie einen Fehlbetrag von EUR 6,3 Mio gekennzeichnet. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 0,2 Mio, der Aufwand für bezogene Leistungen auf EUR 10,7 Mio, der Personalaufwand auf EUR 15,8 Mio, die Abschreibungen auf EUR 0,7 Mio sowie alle übrigen Aufwendungen auf EUR 10,9 Mio.

Das Eigenkapital beträgt per 31. Mai 2008 EUR 2,4 Mio. Für das genannte Darlehen eines nahe stehenden Unternehmens in Höhe von EUR 4 Mio wurde ein Rangrücktritt erklärt.

6. Vorgesehene Verschmelzung von SL und SLW

Wie bereits dargestellt befindet sich die geschäftliche Integration von SL und SLW in fortgeschrittenem Stadium. Die betrieblichen Funktionen befinden sich unter einheitlicher Leitung, und die Hauptverwaltung der SLW ist aufgelöst.

Zwischenzeitlich haben sich die Gesellschafter entschlossen, die Rechtsträger SL und SLW auch formell durch eine Verschmelzung durch Aufnahme in die SL zusammenzuführen. Die entsprechenden Beschlüsse zur rückwirkenden Verschmelzung auf den 1. Januar 2008 sind am 1. August 2008 gefasst worden, wegen des Fehlens der testierten Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2006 und 2007 aber noch nicht zum Handelsregister angemeldet worden.

Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der SLW hat die SL mit Datum vom 1. August 2008 eine Patronatserklärung zu Gunsten der SLW abgegeben, durch die sie sich verpflichtet, die SecurLog Wertdienste GmbH auf erste Anforderung mit notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, dass diese ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann.

7. Geschäftliche Prognose und Ausblick für SL und SLW

Die Veränderungen, die sich durch die eingeleitete Zusammenführung des Geschäfts mit SecurLog ergeben werden, sind in dem genannten PMI-Book erstmals detailliert aufgeführt und durchgeplant. Diese Integration ist bis heute im Wesentlichen planmäßig verlaufen, wobei erforderliche Anpassungen stets zeitnah erfolgt sind.

Auf Grund der neu gewonnenen Erkenntnisse hat die Geschäftsführung der SL in Abstimmung mit derjenigen der SLW die Planung im Mai/Juni 2008 nochmals vollständig überarbeitet und auf das Geschäftsjahr 2009 ausgedehnt. Die Planung erstreckt sich auf die Ergebnisse sowie den Cash Flow. Sie ist detailliert mit den Kapitalgebern diskutiert und von diesen akzeptiert worden. Die von ihnen noch zu leistenden finanziellen Zuschüsse wurden vollständig erbracht. Künftig noch entstehender - vorübergehender - Finanzierungsbedarf soll durch den am 31. Juli 2008 abgeschlossenen, aber noch von der Erfüllung von Auflagen abhängigen Factoring-Rahmenvertrag mit einer spezialisierten Bank gedeckt werden. Die Planung sieht hier einen Bedarf von rund EUR 10 Mio noch im Jahr 2008 und keinen zusätzlichen Bedarf mehr in 2009 vor.

Die Finanzplanung 2008/2009, die bis Mai 2008 auf IST-Zahlen beruht, sieht wie folgt aus:

2008
Mio EUR
2009
Mio EUR
Umsatz einschl. MWSt. 208,1 216,0
Personalkosten ohne Restrukturierung - 122,2 - 118,4
Übrige operative Auszahlungen - 100,7 - 99,0
Restrukturierungs- und Beraterkosten - 18,5 - 6,1
Finanzierung aus Eigenkapital und Krediten 37,9 - 1,5
Cash Flow gesamt 4,6 - 9,0

Der Jahresfehlbetrag von SL und SLW wird kumuliert im Jahr 2008 noch etwas 30 Mio EUR betragen. Im Folgejahr verbessert sich das Ergebnis signifikant, wird aber immer noch im einstelligen Millionenbereich negativ sein.

Die Geschäftsführungen von SL und SLW sind - auch im Lichte aktueller Erkenntnisse - zuversichtlich, die geschäftliche Verbesserung zu erzielen, die sich in der Planung widerspiegelt. Die damit verbundenen Anstrengungen werden die beiden Gesellschaften, bzw. die künftig verschmolzene Gesellschaft, mit allen ihren Repräsentanten aktiv angehen.

Somit beabsichtigt die künftige SecurLog aus ihrer starken Marktstellung und ihrer operativen Qualität auch künftig den maximalen Nutzen zu ziehen und sich weiterhin als Marktführer am deutschen Markt positioniert zu halten. SecurLog beabsichtigt, aktiv an den erforderlichen Preiserhöhungen der gesamten Branche mitzuwirken und seine Ertragslage entsprechend kontinuierlich zu verbessern.

8. Risikobericht

Die Situation des Unternehmens hatte sich durch den Verkauf an einen mittelständischen Privatinvestor Anfang 2007 in vielfältiger Weise verändert. Positive Auswirkungen wurden den Mitarbeitern durch die Kunden signalisiert, da diese die kürzeren Entscheidungswege, die stärkere Kundenorientierung sowie die verbesserte Flexibilität einhellig begrüßten. Auch die interne Führung war verbessert, da starre Konzernregeln und lange Entscheidungswege entfallen waren.

Allerdings stieg das geschäftliche Risiko auf Grund der Tatsache, dass keine Kapitalzuschüsse von Seiten der Eigentümer mehr zu erwarten waren und das Unternehmen sich daher aus dem eigenen Cash Flow - unter Berücksichtigung der durch G4S noch zugesagten Leistungen - finanzieren musste.

Auf Grund der fortdauernden und hartnäckigen Verluste der Gesellschaft in der ersten Jahreshälfte 2007 gestaltete sich die Finanzierung des Unternehmens entsprechend schwierig und es konnten nicht immer alle Zahlungen reibungslos und termingerecht geleistet werden. Trotz der eingetretenen Kostensenkung gelang es nicht, den break even zu erreichen, und zwar weder ergebnisseitig noch im Cash Flow.

Hinzu trat das Problem, dass das Vertrauen der Kunden in die finanzielle Stabilität des Unternehmens nicht ausreichte, um den Markterfolg durchgreifend zu verbessern. Stattdessen tendierten gerade die größeren Kunden zu einer Diversifizierung ihres Risikos und zogen Teile des Geschäfts ab, um es auf Wettbewerber zu verlagern. Es war daher zur Jahresmitte absehbar, dass trotz einer bis dahin noch erhofften Ausweitung der finanziellen Unterstützung durch G4S der Fortbestand des Unternehmens nicht gesichert werden konnte. Hierauf kam es zum Zusammenschluss des Geschäfts mit SecurLog.

Wie erwähnt, sind die Geschäftstätigkeiten von SL und SLW zwischenzeitlich vollständig integriert, und die rechtliche Fusion beider Gesellschaften ist am 1. August 2008 beschlossen, wegen des Fehlens der testierten Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2006 und 2007 aber noch nicht zum Handelsregister angemeldet worden. Für die Zeit bis dahin ist die Zahlungsfähigkeit der SLW durch eine Patronatserklärung mit derjenigen der SL gekoppelt. Somit bilden die Unternehmen eine Risikogemeinschaft.

Das maßgebliche wirtschaftliche Risiko besteht darin, dass sich die Gewinn- und Finanzsituation der Unternehmen in derart eklatanter Weise unterplanmäßig entwickelt, dass weitere Kapitaleinzahlungen der Eigentümer erforderlich werden, die bisher nicht vorgesehen sind. Die Eigentümer könnten nicht bereit sein, solche zu leisten. Allerdings ist der Finanzierungsmantel, der sich vor allem aus der am 31. Juli 2008 abgeschlossenen aber noch von der Erfüllung von Auflagen abhängigen Factoring-Vereinbarung ergibt, so weit, dass ein Überschießen des Finanzmittelbedarfs über diesen Rahmen unwahrscheinlich ist und nicht erwartet wird.

Gelegentlich ist davon zu hören, dass einzelne Kunden in die Rechtsnachfolgerin der insolventen Heros nicht genügend Vertrauen zu entwickeln vermögen. Sowohl die Erfahrungen der SecurLog als auch eigene Erfahrungen der SLW zeigen allerdings, dass es sich bestenfalls um Einzelfälle handelt.

Auch und gerade nach der Zusammenführung sieht sich die Geschäftsleitung mit ihrer Strategie, sich als Premiumanbieter zu positionieren, auf dem richtigen Weg. Hieraus erwachsen unweigerlich Marktchancen. Dem steht das Risiko gegenüber, dass die Kunden letztendlich weniger Leistung und Qualität würdigen und stattdessen eine zu hohe Marktmacht des neuen Anbieters fürchten. Sie könnten erwägen, ihr Risiko durch die Beauftragung mehrere Dienstleister zu diversifizieren oder schlicht den Anbieter wechseln.

SecurLog und SLW steuern den kundenbezogenen Risiken durch eine neu aufgestellte, ausgewählte und intensiv geschulte Vertriebsmannschaft sowie eine offensive und transparente Informationspolitik entgegen, auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die Beobachtung des Marktgeschehens vermittelt den Eindruck, dass dieses ein Alleinstellungsmerkmal und somit ein Erfolgsfaktor ist.

Den operativen Risiken begegnet die Geschäftsleitung wie stets sehr konsequent, indem alle kritischen Geschäftsprozesse sowie alle besonderen Ereignisse eng von der Abteilung Risk Management begleitet werden. Die IT-Systeme laufen stabil und werden ständig weiter verbessert.

 

Düsseldorf, den 1. August 2008

Dr. Kristian Schneider

Peter Zimmermann

Bilanz zum 31. Dezember 2006

Aktiva

31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 475.880,71 747.425,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 475.880,71 433.012,00 1.180.437,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlichder Bauten auf fremden Grundstücken 2.268.605,00 2.637.337,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.636.813,56 3.567.286,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.576.629,32 8.482.047,88 2.299.243,46 8.503.868,08
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.903,98 255,65
8.959.832,57 9.684.561,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.749,99 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.139.074,90 9.199.066,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 398.148,20 1.712.617,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.609.507,82 15.146.730,92 2.063.346,46 12.975.030,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 1.595.885,93 1.909.526,72
16.791.366,84 14.884.557,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.149,96 189.081,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 5.405.765,36
--davon Jahresfehlbetrag EUR 0,00 (i.Vj.EUR 5.405.765,36)--
25.878.349,37 30.163.964,95

Passiva

31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.200,00 26.200,00
II. Kapitalrücklage 48.706.550,24 2.206.550,24
III. Verlustvortrag - 7.638.515,60 - 371.208,09
IV. Jahresfehlbetrag, soweit durch Eigenkapital gedeckt; vgl. im Übrigen Posten Nr. D der Aktivseite - 33.147.339,99 - 1.861.542,15
7.946.894,65 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 87.688,00 96.735,00
2. Steuerrückstellungen 10.007,58 67.108,38
3. Sonstige Rückstellungen 9.504.537,37 5.628.393,59
9.602.232,95 5.792.236,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.933,26 109.897,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.875.090,11 5.458.067,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.043.283,41 13.595.273,98
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.332.914,99 5.208.488,41
--davon aus Steuern EUR 1.164.367,91 (i. Vj. EUR 1.150.581,33)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 24.956,49 (i. Vj. EUR 1.602.710,08)--
8.329.221,77 24.371.727,98
25.878.349,37 30.163.964,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006

2006
EUR
2005
EUR
1. Umsatzerlöse 80.879.054,16 92.163.751,47
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen - 83.735.542,39 - 73.273.319,66
3. Bruttoergebnis vom Umsatz - 2.856.488,23 18.890.431,81
4. Vertriebskosten 2.570.904,96 2.028.853,61
5. Allgemeine Verwaltungskosten 24.239.925,22 22.385.838,11
6. Sonstige betriebliche Erträge 838.699,00 7.120.511,47
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.934.900,02 4.902.660,13
8. Erträge aus Beteiligungen 66,72 29,12
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.101,89 101.921,61
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.442.672,74 1.335.384,77
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 33.170.023,56 - 4.539.842,61
12. Außerordentliche Erträge 0,00 1.253.885,03
13. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 3.763.853,98
14. Außerordentliches Ergebnis 0,00 - 2.509.968,95
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 485,92 155.560,29
16. Sonstige Steuern - 23.169,49 61.935,66
17. Jahresfehlbetrag - 33.147.339,99 - 7.267.307,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2006

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SecurLog Wertdienste GmbH, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2006 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die SecurLog Wertdienste GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft wurde im Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt um TEUR 46.500 durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage gestärkt. Im Wesentlichen wurden damit die Verluste des Geschäftsjahres finanziert; der Restbetrag diente der Rückführung der Konzerndarlehen im Hinblick auf den Gesellschafterwechsel 2007.

Im Kalenderjahr 2007 firmierte die Gesellschaft mehrfach um. Die vorherige Firma war G4S Geld- und Wertdienste GmbH mit Sitz in Kassel.

Der vorliegende Jahresabschluss ist trotz zeitweiliger existenzbedrohender Schwierigkeiten des Unternehmens im Kalenderjahr 2007 unter Wahrung der "Going Concern"-Prämisse aufgestellt. Die Gründe hierfür sind im Detail im Risikobericht genannt, der im Lagebericht enthalten ist.

Die Gesellschaft ist mit Wirkung vom Januar 2007 von der G4S plc., West Sussex, UK, an eine von Dr. Matthias Berg beherrschte Holdinggesellschaft verkauft worden. Im Juli 2007 erfolgte ein weiterer Eigentümerwechsel zur SecurLog GmbH, Düsseldorf, der nach erfolgter Genehmigung durch das Bundeskartellamt im August 2007 rechtswirksam wurde.

Die gesetzlich geforderten Vermerke zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden einheitlich im Anhang zu den jeweiligen Posten angegeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte umfassten erworbene Kundenstämme, die ursprünglich über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren planmäßig abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr wurden diese außerplanmäßig um TEUR 336 auf TEUR 0 abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren.

Das bilanzierte Grundstück und Gebäude in Leipzig wurde auf Grund eines Kaufangebotes auf den derzeitigen beizulegenden niedrigen Teilwert von TEUR 0,5 abschrieben. Die außerplanmäßige Abschreibung betrug TEUR 305.

Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch eine pauschalierte Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird zudem durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % Rechnung getragen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Methoden mit einem Rechnungszinssatz von 6 % p. a. unter Verwendung der im Juli 2005 veröffentlichen neuen Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck gemäß § 6a EStG ermittelt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten in angemessener Höhe gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu den am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkursen, soweit nicht die Kurse am Bilanzstichtag eine Abwertung bzw. Höherbewertung entsprechend dem Imparitätsprinzip erforderlich machten.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von weniger als einen Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt TEUR 398 resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde im Berichtsjahr durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage um insgesamt TEUR 46.500 gestärkt. Die Kapitalrücklage ist durch die Gesellschafterin vollständig eingezahlt. Hierbei handelt es sich um eine Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Im Wesentlichen beseitigten die Einzahlungen die im Vorjahr noch bestehende Überschuldung der Gesellschaft und deckten die laufenden Verluste des Geschäftsjahrs. Schließlich fand die Einzahlung in die Kapitalrücklage Verwendung zur Rückzahlung aller Konzerndarlehen zum Ende des Geschäftsjahres.

Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag per Saldo TEUR 7.947 (i. Vj. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 5.406).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Restrukturierung (TEUR 3.119, i. Vj. TEUR 1.216), ausstehende Rechnungen (TEUR 3.360, i. Vj. TEUR 2.086), Abfindungen (TEUR 1.055, i. Vj. TEUR 305), Urlaubsverpflichtungen (TEUR 802, i. Vj. TEUR 1.243), Berufsgenossenschaft (TEUR 276, i. Vj. 231) sowie Tantieme (TEUR 250, i. Vj. TEUR 133).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert und ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 1.043 (i. Vj. TEUR 13.595) bestehen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 6.389) gegenüber der Gesellschafterin Securicor International Holding AG, Kassel. Diese Verbindlichkeiten resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.040 (i. Vj. TEUR 7.206) resultieren in Höhe von TEUR 789 (i. Vj. TEUR 3.205) aus Darlehen sowie von TEUR 251 (i. Vj. TEUR 4.001) aus Lieferungen und Leistungen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze entfallen auf folgende Tätigkeitsbereiche:

2006
TEUR
2005
TEUR
Geldtransporte 50.416 54.842
Geldauszählung und Hartgeldrollierung 12.577 14.384
Datenmaterialtransporte 10.120 15.056
Wertelogistik und Transporte 6.426 5.375
Inhouse-Dienste 1.119 2.084
Sonstige 221 423
80.879 92.164

Abschreibungen

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 641 vorgenommen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB beinhaltet ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 14.374 (i. Vj. TEUR 13.702).

Personalaufwand

Der Personalaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

2006
TEUR
2005
TEUR
Löhne und Gehälter 55.281 48.390
Soziale Abgaben und Altersversorgung
Soziale Abgaben 10.147 9.978
Altersversorgung 64 72
10.211 10.050
65.492 58.440

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge betreffen in Höhe von TEUR 255 (i. Vj. TEUR 3.180) die Auflösung von Rückstellungen, in Höhe von TEUR 178 (i. Vj. TEUR 2.273) Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie in Höhe von TEUR 148 (i. Vj. TEUR 200) sonstige Erträge früherer Perioden.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 500 (i. Vj. TEUR 1.659) sowie der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1.680 (i. Vj. TEUR 1.333) ausgewiesen.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 33 (i. Vj. TEUR 90).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.138 (i. Vj. TEUR 859) enthalten. Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 200 Zinsen für Vorjahre.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich Vorjahre.

E. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2006 2005
Kaufmännische Angestellte 392 367
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.364 1.413
Teilzeitkräfte 166 123
1.922 1.903

Haftungsverhältnisse

Die zum Stichtag bestehenden Haftungsverhältnisse betreffen:

TEUR
Treuhandverhältnisse 398.458
Bürgschaftsverpflichtungen 817
399.275

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus:

Betrag pro Jahr
TEUR
Gesamtbetrag über die Restlaufzeit
TEUR
Leasingverträge 3.381 9.762
Mietverträge 4.797 36.858
Bestellobligo 463 463
8.641 47.083

Geschäftsführer

 

Niels Henrik Faergemann, Calden, Kaufmann, Vorsitzender

(bis 9. März 2006)

 

Frederik Wedell-Wedellsborg, Kopenhagen/Dänemark, Kaufmann, Vorsitzender

(ab 9. März 2006 bis 4. Mai 2006)

 

Oliver Seiter, Neustadt, Kaufmann, Vorsitzender

(ab 4. Mai 2006 bis 22. Dezember 2006)

 

Franz-Josef Deckers, Heikendorf, Diplom-Kaufmann

(bis 4 August 2006)

 

Olaf Rekittke, Dortmund, Rechtsanwalt

(ab 7. Juli 2006 bis 22. Dezember 2006)

 

Dr. Matthias Berg, Weinheim, Diplom-Ingenieur

(ab 7 Juli 2006 bis 18. April 2007)

 

Dr. Kristian Schneider, Tönisvorst, Kaufmann

(ab 18. April 2007)

 

Peter Zimmermann, Köln, Kaufmann

(ab 12. November 2007)

Organbezüge

Die Organbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 954.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 wird in den Konzernabschluss der Securicor International Holding AG, Kassel, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

Die Group 4 Securicor plc., West Sussex/Großbritannien, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die Gesellschafterin Securicor International Holding AG, Kassel, ihre Anteile an der Gesellschaft an die DBI Geldservice Holding GmbH, Neu-Isenburg, veräußert. Mit Wirkung zum September 2007 veräußerte DBI Geldservice Holding GmbH, Neu-Isenburg, die Anteile sodann an die SecurLog GmbH, Düsseldorf.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2006 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von EUR 33.147.339,99 zuzüglich des Verlustvortrags in Höhe von EUR 7.638.515,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 24. Juli 2008

Dr. Kristian Schneider

Peter Zimmermann

Entwicklung des Anlagevermögens

(folgende Seiten)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SecurLog Wertdienste GmbH, Düsseldorf (vormals G4S Geld- und Wertdienste GmbH, Kassel), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SecurLog Wertdienste GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 1. August 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Krall, Wirtschaftsprüfer

Papenberg, Wirtschaftsprüfer

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