Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 67064
Eingetragen
22.9.2020
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnGroßhandel mit Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen
Gegenstand
Erd-, Bagger- und Abbrucharbeiten, Montage- und Demontagearbeiten, die Herstellung und der Vertrieb alternativer Baustoffe und sonstiger Recyclingprodukte, der Handel mit Sand, Kies und anderen Baustoffen, die Entsorgung von Erdaushub und Bauschutt, die Ausführung von Transportaufträgen, der Bau- und Industrieservice sowie die Vermittlung aller vorgenannten Arbeiten an Nachunternehmer.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Stephan Kreßer
seit 16.1.2026
Geschäftsführer
Thomas Corbet
seit 11.6.2025
Prokura
Stephan Heberger
seit 22.9.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Scherer & Kohl GmbH

Ludwigshafen am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Chancen- und Risikobericht

IV. Prognosebericht

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Scherer & Kohl GmbH kann in ihrem operativen Bereich auf eine mittlerweile über sechs Jahrzehnte andauernde Historie zurückblicken. Während der Firmengründer bereits im Jahr 1960 den operativen Start zunächst mit einem einfachen Fuhrunternehmen wagte und später sukzessive diverse Abbruchdienstleistungen in das Tätigkeitsspektrum integrierte, agiert die Gesellschaft heute als kompetenter Spezialanbieter in den Bereichen Rückbau, Flächenrecycling sowie Entsorgung und Recycling von mineralischen Abfällen. Nach wie vor konzentrieren sich die operativen Tätigkeiten vornehmlich auf die Metropolregion Rhein-Neckar. Seit ihrer Integration in die Jakob Becker Gruppe zum 01. Januar 2008 bildet die Gesellschaft mit ihrem Know-how, den innovativen Verfahrenstechniken, einem modernen Fuhrpark und ihrer spezialisierten Anlagentechnik eine wesentliche Säule innerhalb des Konzernverbundes.

Neben dem Hauptsitz der Gesellschaft in Ludwigshafen bestehen noch Betriebsstätten in Mannheim und Göllheim. Während die operativen Tätigkeiten zur Erbringung der unterschiedlichsten Entsorgungsdienstleistungen sowie diverse Verwaltungsleistungen in den einzelnen Niederlassungen der Scherer & Kohl GmbH dezentral abgewickelt werden, hat man aus Effizienzgründen zentrale betriebliche Funktionsbereiche wie strategisches Management, Controlling, Finanzen, Finanzbuchhaltung, Einkauf, IT, Qualitätsmanagement sowie Recht und Versicherung in die geschäftsleitende Holding der Becker-Firmengruppe ausgelagert.

Umfangreiches Spezialwissen in den Bereichen selektiver Rückbau, Entkernung sowie Demontage- und Verschrottung versetzen die Scherer & Kohl GmbH in die Lage als kompetenter Partner bei der Realisierung diverser Großprojekte auftreten zu können. Für den zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb stellt auch die Bewegung größerer Erdmassen kein Problem dar. Eine hervorragende Infrastruktur in Verbindung mit entsprechend geschultem Personal ermöglichen es der Gesellschaft ihren Kunden rechtssichere komplette Entsorgungsdienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Infolge dessen wird die Firma Scherer & Kohl GmbH bereits seit vielen Jahren auch von Großkonzernen als zuverlässiger Rahmenvertragspartner mit diversen Entsorgungsdienstleistungen beauftragt. Unter dem Postulat der Nachhaltigkeit sehen wir unsere eigen- und fremdüberwachten Recycling-Baustoffe nach wie vor als konkurrenzfähig zu den vorhandenen Naturbaustoffen an. Faire Marktpreise sorgen dabei für eine stabile Nachfrage unserer Kunden in den Bereichen Frostschutz- und Tragschichtmaterialien, Zuschlagstoffe für die Beton- und Asphaltherstellung, Splitte, Sande, Mutterböden sowie sonstiger individueller Baustoffgemische. Die recycelten Baustoffe können im Rahmen von Flächenrecyclingmaßnahmen unter Einsatz des vorhandenen modernen Maschinenparks mit lasergeführten Planiereinrichtungen einer sinnvollen Wiederverwertung zugeführt werden. Durch Auftrag bzw. Abtrag von Böden inklusive der entsprechenden Nachweisführung können Grundstücke funktional verändert und wieder in den Wirtschafts- und Naturkreislauf eingegliedert werden.

Die Tochtergesellschaft eneotech Umwelt GmbH bietet Management- und Serviceleistungen im Bereich Wassertechnik an. Dabei erstreckt sich das Tätigkeitsspektrum der Gesellschaft von der Planung über den Bau bis hin zur Betreibung von Anlagen zur Wasserreinigung. Seit dem 01. Januar 2021 ist die Gesellschaft über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Scherer & Kohl GmbH angebunden. Rückwirkend zum 01. Januar 2023 wurde zudem die Köster Umwelttechnik GmbH mit Firmensitz in Berlin im Rahmen eines Share-Deals übernommen. Mit dem Erwerb dieser eigenständigen Tochtergesellschaft kann künftig das Dienstleistungsspektrum der eneotech Umwelt GmbH sinnvoll ergänzt werden. Diese neu erworbene Gesellschaft ist bereits seit 1998 als kompetenter Dienstleister für Grundwassersanierung, Bodenluftsanierung sowie Grundwasserhaltung aktiv.

Die im Jahr 2017 gemeinsam mit einem Kooperationspartner gegründete Mineralstoff Vorderpfalz GmbH beschäftigt sich vornehmlich mit Sandabbau, dem Betrieb einer Recyclinganlage und dem Verfüllen einer Sandgrube in Otterstadt. Damit bildet die Gesellschaft für die Scherer & Kohl GmbH nach wie vor eine wichtige zusätzliche Ressource im Segment Erdbauarbeiten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 mussten die Unternehmen wiederum unter schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren. Trotz einer langsamen Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den massiven Preissteigerungen im Bereich der Energiekosten infolge des von Russland geführten Angriffskrieges gegen die Ukraine sorgten neue Herausforderungen wie die Eskalation bestehender bzw. neuer Kriege für weitere Unsicherheiten. Geopolitische Ereignisse wie der neu entfachte Konflikt im Nahen Osten, der andauernde Krieg in der Ukraine sowie die bestehenden Spannungen zwischen den USA und China belasteten die Entwicklung der Weltwirtschaft und können zu neuen Energiekrisen und verstärkter Fluchtmigration führen. Zudem bremsten hohe Inflationsraten und ein signifikanter Anstieg der Zinsen die Wachstumsdynamik der weltweiten Konjunktur entsprechend ein.

Aus der Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute vom März 2024 geht hervor, dass der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts im Berichtsjahr 2,7% betrug und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag. Auf nationaler Ebene bescheinigen die Experten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute der deutschen Wirtschaft eine schwache Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und bezeichnen diese im internationalen Vergleich sogar als angeschlagen. Dies belegen auch die Daten des Statistischen Bundesamts mit einem um 0,2% unter dem Vorjahreswert liegenden preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ein höheres Zinsniveau innerhalb eines inflationären Umfelds entfaltete dabei auch im Inland negative Wirkungen auf die Investitionstätigkeit und das Konsumverhalten der Bürger. Eine spürbare Eintrübung der Baukonjunktur und eine geringere Nachfrage nach Bauleistungen in Deutschland lassen sich auf gestiegene Materialkosten und unterbrochene Lieferketten zurückführen.

Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt war im Verlauf des Jahres 2023 von einer zunehmenden Arbeitskräfteknappheit geprägt. Dies wird sich aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland in den kommenden Jahren noch spürbar verschärfen. Längst herrscht eine große Diskrepanz zwischen dem Bedarf der Unternehmen an qualifizierten Mitarbeitern und dem Angebot auf dem Arbeitsmarkt, was auch der Verschiebung des Verhältnisses von Erwerbstätigen zu Ruheständlern geschuldet ist. Dabei fehlen nicht nur qualifizierte Fachkräfte sondern zunehmend auch Arbeitskräfte aller Qualifikationsstufen. Die Suche nach Mitarbeitern mit adäquaten Fähigkeiten und Kenntnissen stellt die Unternehmen bereits seit geraumer Zeit vor größere Herausforderungen. Neben einer schwächelnden Konjunktur wirkten sich auch erhöhte Krankenstände entsprechend negativ auf den Arbeitsmarkt aus. Insgesamt weist die Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute die Anzahl der Erwerbstätigen im Inland mit 45,9 Mio. aus. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt führte im Vorjahresvergleich zu einer leicht erhöhten Arbeitslosenquote in Höhe von 5,6%.

In den kommenden Jahren stehen die Unternehmen der Entsorgungsbranche bezüglich der Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ökologie vor weiteren großen Herausforderungen. Da Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft bereits seit vielen Jahren auf der Agenda der Marktteilnehmer in der Branche stehen, gilt es mit aller Kraft den erforderlichen Umbau der Wirtschaft diesbezüglich aktiv mitzugestalten. Dabei sehen sie die systemische Einführung der Circular Economy in allen Bereichen als eine große Chance, um das Klima und die Umwelt nachhaltig zu schonen. Mit dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als fundamentaler Bestandteil des sogenannten europäischen Green Deals sind neben den Unternehmen selbst auch die Behörden und die Verbraucher gleichermaßen gefordert ihren Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Ziele zu leisten. Dabei soll eine Vielzahl an Maßnahmenpaketen das übergeordnete Ziel eines klimaneutralen Europas bis zum Jahr 2050 sicherstellen. Insbesondere die Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen, die dauerhafte Entkoppelung des Wirtschaftswachstums von der Ressourcennutzung, der Schutz der Menschen vor umweltbedingten Risiken sowie die Wiederherstellung der Biodiversität müssen in diesem Kontext mit aller Kraft vorangetrieben werden. Die Kreislaufwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen leisten. In diesem Kontext ist jedoch auch die Politik gefordert, zeitnah verlässliche Rahmenbedingungen mit praxistauglichen Lösungen zu schaffen. Nur so können die vorhandenen Standortdefizite des rohstoffarmen Industriestandortes Deutschland entsprechend gemindert werden.

Die Abfallwirtschaft und das Abfallrecht haben sich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an gesetzlichen Änderungen zu einer immer komplexer werdenden Materie entwickelt, was die Unternehmen der Entsorgungsbranche bei der Umsetzung der zum Teil komplexen juristischen Sachverhalte zunehmend fordert. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es in vielen Bereichen Änderungen bzw. Neujustierungen im Abfallrecht gegeben. Exemplarisch kann man an dieser Stelle die Mehrwegangebotspflicht im Rahmen der Änderung des Verpackungsgesetzes (VerpackG2), die europaweiten Änderungen der Gefahrgutvorschriften für den Straßenverkehr (ADR), die EU-Batterieverordnung sowie die nach mehrjährigen Diskussionen in Kraft getretene Mantelverordnung nennen.

Hinzu kamen neue gesetzliche Anforderungen und entsprechende Berichtspflichten im Rahmen des Inkrafttretens des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) ab 01. Januar 2023 und des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) am 02. Juli 2023 sowie die Ausweitung der Mautpflicht zum 01. Dezember 2023. All diese und noch weitere nicht genannte neue Anforderungen stellen bei einer zeitnahen, ordnungsgemäßen Umsetzung enorme Herausforderungen und auch erhebliche Kosten für die Unternehmen und hierbei insbesondere für die mittelständischen Marktteilnehmer dar.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war auch für die Scherer & Kohl GmbH aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut ein herausforderndes Geschäftsjahr. Insbesondere gegen Ende des Jahres 2022 gestiegene Baukosten und vorhandene Finanzierungslücken seitens der Auftraggeber führten zum Teil zur Einstellung bzw. Kündigung bestehender Aufträge. Dennoch kann die Gesellschaft auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurückblicken und weist trotz aller vorhandenen Schwierigkeiten eine respektable Betriebsleistung in Höhe von TEUR 36.427 auf. Dabei entfielen im Berichtsjahr TEUR 36.737 auf die Umsatzerlöse, TEUR -813 auf Bestandsveränderungen sowie TEUR 503 auf die sonstigen betrieblichen Erträge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Scherer & Kohl GmbH wiederum einige anspruchsvolle Aufträge im Unternehmensbereich Abbruch und Flächenrecycling abwickeln. Nachdem das Großprojekt ARGE Rückbau Wiesloch bereits im Vorjahr termingerecht fertiggestellt und mängelfrei abgenommen wurde, folgte im Berichtsjahr eine weitere Beauftragung zum Rückbau von Hallen und Bürogebäuden sowie den dazugehörigen Freiflächen in Wiesloch. Die im Rahmen solcher Projekte gesammelten positiven Erfahrungen bezüglich der Zusammenarbeit in Arbeitsgemeinschaften bestärken die Geschäftsleitung darin auch künftig größere Baumaßnahmen mit ausgewählten Partnerfirmen und klarer Leistungsverteilung gemeinsam durchzuführen. Dabei bleibt der Fachkräftemangel nach wie vor eine der größten Herausforderungen, um auch zukünftig eine reibungslose Abwicklung der Bauprojekte gewährleisten zu können. Eine gezielte Verstärkung durch qualifiziertes Personal ist im Berichtsjahr wiederum nur in Teilbereichen gelungen. In diesem Problemfeld sieht die Geschäftsleitung eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren.

In den Recyclingwerken in Ludwigshafen und Mannheim wurden im Berichtsjahr bedarfsgerecht ca. 200.000 Tonnen an Recyclingbaustoffen hergestellt. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Volumina sind auf erhebliche Stillstandzeiten infolge von Personal- und Fachkräftemangel und auf Revisionsarbeiten an der Anlagentechnik zurückzuführen. Die Produktion von Zuschlagsstoffen für Asphalt und Recyclingschotter war im Berichtsjahr aufgrund geringerer Rohmaterialmengen gegenüber den Vorjahren rückläufig. Als Rahmenvertragspartner der Deutschen Bahn können wir dem allgemein steigenden Bedarf an Betonzuschlägen mittelfristig gerecht werden. Mit der erfolgreichen Teilinbetriebnahme des neuen Geländes im Kaiserwörthhafen können nun die zum Umschlag vom Land auf das Schiff vorgesehenen Materialien noch zielgerichteter behandelt und gelagert werden. Die Nutzung einer nachhaltigen Transportlogistik über den Schiffsweg erscheint sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll und bildet mittlerweile eine feste Größe in der Betriebslogistik bei der Scherer & Kohl GmbH. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Schiffsumschlag über unsere Verladestellen in Mannheim und Ludwigshafen trotz gestiegener Frachtkosten auf ca. 280.000 Tonnen gesteigert werden.

Neben regelmäßigen Qualitätssicherungsmaßnahmen sorgten vorgenommene Modifizierungen an den vorhandenen Anlagen sowie Investitionen in neue Technik einerseits für qualitative Verbesserungen unserer Produktion und andererseits für deutlich reduzierte Stillstandszeiten. Innerhalb der seit einigen Jahren bestehenden Kooperation mit dem Partner für die Eigenüberwachung der Frost- und Tragschichten erfolgt eine zügige Bereitstellung der Untersuchungsergebnisse aus den Materialprüfungen. Sich anschließende Ergebnisbesprechungen mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort garantieren dabei eine gleichbleibend hohe Produktqualität.

Mit der zum 01. August 2023 in Kraft getretenen Ersatzbaustoffverordnung konnte unsere interne Projektgruppe rechtzeitig alle Erstprüfungen und Betriebsbeurteilungen für die Frost- und Tragschichten sowie für die Bauprodukte mit CE-Zertifizierung vorlegen. Trotz der bestehenden zweijährigen Übergangsfrist im Rahmen der Umsetzung der lange angekündigten Baustoffverordnung war bei vielen unserer Kunden ein hohes Maß an Verunsicherung diesbezüglich beobachtbar. Durch die gezielte Vorbereitung war unsere interne Arbeitsgruppe jedoch in der Lage einerseits Aufklärungsarbeit zu leisten und andererseits unseren Kunden individuelle Lösungsmodelle anzubieten.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blickt die Scherer & Kohl GmbH im Bereich Entsorgung und Vertrieb von Recyclingbaustoffen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Ein guter Branchenmix aus öffentlichen, gewerblichen und industriellen Auftraggebern bildete hierfür eine gute Basis. Zudem ist es der Gesellschaft gelungen weitere Aufträge im Bereich der Hausmüllverbrennung zu akquirieren. Als zuverlässiger Entsorgungspartner im Rahmen zweier Großprojekte in der Stadt Ludwigshafen sehen wir uns mittlerweile auch bei einem größeren überregionalen Infrastrukturprojekt wie der Generalsanierung der Riedbahn in der Lage die anstehenden Entsorgungsmaßnahmen begleiten zu können.

Mit der im November 2021 in die Jakob Becker Gruppe integrierten Mülldeponie Framersheim Betriebs-GmbH & Co. KG stehen der Gesellschaft mittlerweile auch entsprechende Entsorgungskapazitäten mit dem am Standort in Framersheim vorhandenen Deponievolumen zur Verfügung. Die Planung und Kalkulation größerer Abbruchprojekte gestaltet sich dadurch für die Scherer & Kohl GmbH wesentlich einfacher und bietet entsprechende kompetitive Vorteile.

Die bereits seit Jahren erfolgreich etablierte Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO 9001:2015 sowie die bereits implementierten Standards Entsorgungsfachbetrieb und Sicherheits Certifikat Contraktoren - SCC ** sorgen für die notwendige Transparenz der operativen Prozesse. Unseren Mitarbeitern sind die damit verbundenen Handlungsanforderungen bekannt. Diese werden turnusmäßig überprüft bzw. entsprechend aktualisiert. Mit dieser Vorgehensweise erhöhen wir die Akzeptanz des implementierten Systems und aktivieren die Mitverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Scherer & Kohl GmbH wird dem Umgang mit der Thematik Arbeitssicherheit stets eine hohe Priorität beigemessen. Zur Erhaltung der Gesundheit und Arbeitskraft unserer Mitarbeiter werden konsequent alle Vorgaben der gesetzlichen, behördlichen, zertifizierungs- und betriebskonformen Regelungen umgesetzt. Dies wird sowohl durch eine interne als auch durch eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit in Verbindung mit den Mitarbeitern der für unsere Gesellschaft zuständigen Berufsgenossenschaft sichergestellt. Ein regelmäßiger Kontakt mit den jeweils zuständigen Behörden ist für uns ebenso selbstverständlich. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit führt regelmäßig Unterweisungen, Sicherheitsüberprüfungen und Belehrungen durch. Ein permanenter Austausch mit den Mitarbeitern stellt zudem sicher, dass zeitnah mögliche Schwachstellen erkannt werden können.

Um für unsere Auftraggeber eine termin- und qualitätsgerechte Arbeitsweise sicherzustellen, kommen in den spezialisierten Aufgabenbereichen nur entsprechend unterwiesene und qualifizierte Mitarbeiter zum Einsatz. Die Geschäftsführung der Scherer & Kohl GmbH legt dabei besonderen Wert auf Prävention, turnusmäßige Sicherheitsunterweisungen und fachspezifische Schulungen. Die genannten Maßnahmen sorgen für die Gewährleistung hoher Sicherheitsstandards sowie für die Minimierung von Ausfalltagen und Unfallzahlen. Unsere Mitarbeiter sind bereits seit Jahren für die wichtige Thematik Arbeits- und Gesundheitsschutz entsprechend sensibilisiert. Die sehr gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitsschutzteam und dem Betriebsarzt der Scherer & Kohl GmbH hat entscheidend dazu beigetragen, dass im Berichtsjahr lediglich 8 meldepflichtige Arbeitsunfälle zu verzeichnen waren.

Am 31. Dezember 2023 waren in der Gesellschaft 128 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 125 Mitarbeiter), davon 89 gewerbliche Arbeitnehmer, 34 Angestellte sowie 5 Auszubildende. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich zunehmend und zwingt die Unternehmen die Personalarbeit verstärkt in den Fokus zu rücken. Ein sich spürbar verschärfender Arbeits- und Fachkräftemangel erschwert die Suche nach qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern erheblich. Der Schwerpunkt liegt heute und auch künftig auf einer zeitnahen Rekrutierung von geeigneten Personal, um letztendlich auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens aufrecht erhalten zu können. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, rückt neben der Akquise gut ausgebildeter Fachkräfte auch die Bindung des vorhandenen qualifizierten Personals immer mehr in den Vordergrund der Personalarbeit.

Die Scherer & Kohl GmbH besitzt mit der eneotech Umwelt GmbH, der Mineralstoff Vorderpfalz GmbH und seit 01. Januar 2023 mit der Köster Umwelttechnik GmbH drei Tochtergesellschaften mit klar abgegrenzten Tätigkeitsfeldern. Die vornehmlich im Bereich der Umwelttechnik tätige eneotech Umwelt GmbH betreibt neben dem operativen Hauptstandort in Bitterfeld auch noch weitere Anlagen zur Reinigung und Wiederverwendung industrieller Wässer oder Abwässer an diversen anderen Standorten. Mittlerweile kann diese Gesellschaft im Bereich Wasser- und Abwasserreinigung auf eine Vielzahl an erfolgreich abgeschlossenen Referenzprojekten verweisen. Weitere Dienstleistungen in den Bereichen der Deponiesanierung inklusive Deponienachsorge, des Wassermanagements für große Bauprojekte sowie der Altlastensanierung runden das Tätigkeitsspektrum der Gesellschaft ab. Die Gesellschaft führte im Rahmen des seit 01. Januar 2021 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages im Berichtsjahr ein Ergebnis in Höhe von TEUR 707 an ihre Muttergesellschaft ab.

Als 50%-ige Beteiligung der Scherer & Kohl GmbH befasst sich die Mineralstoff Vorderpfalz GmbH vornehmlich mit Sandabbau, dem Betrieb einer Recyclinganlage und dem Verfüllen einer Sandgrube in Otterstadt. Das abgelaufene Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft mit einem im Vergleich zum Vorjahr verminderten Ergebnis in Höhe von TEUR 101 abschließen. Die zum 01. Januar 2023 übernommene Köster Umwelttechnik GmbH mit Firmensitz in Berlin ergänzt das Dienstleistungsspektrum der eneotech Umwelt GmbH adäquat und ist bereits seit 1998 als kompetenter Dienstleister für Grundwassersanierung, Bodenluftsanierung sowie Grundwasserhaltung aktiv. Das erste Geschäftsjahr innerhalb der Jakob Becker Gruppe schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 11 ab.

a) Ertragslage

Den nachfolgenden Ausführungen über die Ertragslage der Gesellschaft liegt die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens zugrunde. Eine Steigerung der Betriebsleistung um TEUR 1.145 auf TEUR 36.427 verbunden mit einem um TEUR 2.171 deutlich reduzierten Materialaufwand in Höhe von TEUR 20.056 führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.316 gesteigerten Rohertrag in Höhe von TEUR 16.371. Unter Berücksichtigung der Steigerungen bei den Personalaufwendungen um TEUR 270, bei den Abschreibungen um TEUR 445 sowie leicht verminderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 14 errechnet sich ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 3.243.

2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsleistung 35.281 36.427 1.145 3,2%
Materialaufwand -22.227 -20.056 2.171 9,8%
Rohergebnis 13.054 16.371 3.316 25,4%
Personalaufwand -6.246 -6.516 -270 -4,3%
Abschreibungen -1.536 -1.981 -445 -29,0%
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.617 -4.630 -14 -0,3%
Betriebsergebnis (EBIT) 655 3.243 2.588 395,0%
Finanzergebnis 2.791 1.075 -1.716 -61,5%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 3.446 4.318 872 25,3%
Jahresüberschuss 2.355 2.939 584 24,8%

Die vorgenannten Effekte sowie ein um TEUR 1.716 vermindertes Finanzergebnis in Höhe von TEUR 1.075 führten letztendlich zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.318. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie der sonstigen Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.939. Das Ergebnis vor Zins, Steuer, Abwertung und Abschreibung (EBITDA) lag im Berichtsjahr bei TEUR 5.224, was einer EBITDA-Marge von 14,34% entspricht.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,69% (absolut) auf nunmehr 62,18% erhöht und liegt damit im Branchenvergleich weiterhin auf einem sehr komfortablen Niveau. Im Bereich des Fremdkapitals besitzt die Scherer & Kohl GmbH zum 31. Dezember 2023 insgesamt 18 Darlehen bei 4 verschiedenen Kreditinstituten. Von den insgesamt getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 2.889 (Vorjahr: TEUR 5.273) entfielen TEUR 102 auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 2.196 auf Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie TEUR 591 auf Finanzanlagen. Der Zugang innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände stammt aus dem Wettbewerbsverbot im Rahmen des Beteiligungserwerbs an der Köster Umwelttechnik GmbH (TEUR 100) sowie aus Investitionen in Software (TEUR 2).

Der größte Teil der Investitionen innerhalb der Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.632 wurde in den Fuhrpark investiert. Einen zweiten Schwerpunkt bildeten Investitionen in Maschinen und Betriebsvorrichtungen in Höhe von TEUR 222. Die restlichen Investitionen verteilen sich auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen (TEUR 201), auf Gebäude und Anlagen im Bau (TEUR 100), auf Außenanlagen (TEUR 31) sowie auf Geringwertige Wirtschaftsgüter (TEUR 11). Die Zugänge bei den Finanzanlagen entfallen auf die Beteiligung an der Köster Umwelttechnik GmbH in Höhe von TEUR 559 und die Beteiligung an der Boden & Bauschutt GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 32.

Im Berichtsjahr wurden 8 Finanzierungen komplett getilgt und 3 neue Darlehen bei Kreditinstituten mit einem Volumen von insgesamt TEUR 346 und jeweiligen Laufzeiten von 60 Monaten aufgenommen. Unter Berücksichtigung der im Jahr 2023 vorgenommenen Tilgungen in Höhe von TEUR 998 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 653 verminderter aggregierter Darlehensstand. Die langjährige reibungslose Zusammenarbeit mit den externen Refinanzierungspartnern möchte die Scherer & Kohl GmbH auch in Zukunft so beibehalten.

Ergänzend zu den externen Finanzierungsangeboten bietet die Holding der Jakob Becker Gruppe ihren Tochtergesellschaften flexible Möglichkeiten der Mittelanlage bzw. Mittelaufnahme zu attraktiven Konditionen. Ein in der Jahresplanung für 2023 im Cash-Flow-Statement ablesbarer Mittelabfluss hat sich aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses trotz einer defensiven Aufnahme von Fremdmitteln auf TEUR 155 deutlich reduziert. Im August 2023 wurde eine Erhöhung des Stammkapitals auf TEUR 10.000 aus den bereits vorhandenen Gewinnrücklagen planmäßig durchgeführt und ein Teilbetrag vom Jahresergebnis 2022 in Höhe von TEUR 855 an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Die Scherer & Kohl GmbH war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Scherer & Kohl GmbH betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 26.439 und lag damit 5,9% über dem Vorjahreswert von TEUR 24.970. Auf der Aktivseite resultiert dies aus Steigerungen des Anlagevermögens um 9,2% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 10.772 sowie des Umlaufvermögens um 4,4% auf nunmehr TEUR 15.574.

2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Aktiva
Anlagevermögen 9.865 10.772 907 9,2%
Umlaufvermögen 14.922 15.574 652 4,4%
Rechnungsabgrenzungsposten 70 30 -39 -56,4%
Aktive latente Steuern 113 62 -51 -45,1%
Passiva
Eigenkapital 14.355 16.439 2.084 14,5%
Rückstellungen 4.304 3.636 -667 -15,5%
Verbindlichkeiten 6.311 6.364 52 0,8%
Bilanzsumme 24.970 26.439 1.469 5,9%

Innerhalb des Anlagevermögens waren Erhöhungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen um TEUR 64, bei den Grundstücken und Geschäftsbauten um TEUR 68, bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen um TEUR 477 sowie bei den Finanzanlagen um TEUR 591 zu verzeichnen. Dem standen Minderungen bei den technischen Anlagen und Maschinen um TEUR 232 und bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau um TEUR 62 gegenüber. Die Erhöhung des Umlaufvermögens resultiert aus den Anstiegen bei den Vorräten um TEUR 1.534 und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.650 bei gleichzeitiger Minderung bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.212, bei den Forderungen gegen beteiligte Unternehmen um TEUR 8, bei den sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR 197 sowie des Kassenbestandes bzw. Guthabens bei Kreditinstituten um TEUR 115. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrug TEUR 30 und die aktiven latenten Steuern TEUR 62. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 2.939 sowie der am 31. August 2023 vorgenommenen Ausschüttung in Höhe von TEUR 855 ergibt sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 16.439.

Die Rückstellungen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 3.636 und die Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht um TEUR 52 auf TEUR 6.364. Dabei waren Erhöhungen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 850, bei den Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen um TEUR 56 sowie bei den sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 7 zu verzeichnen, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 613, die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 205 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 43 reduzierten.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Innerhalb der Jakob Becker Gruppe werden zur Steuerung der derzeit 29 Konzerngesellschaften im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen:

Betriebsleistung

Umsatzrendite (Jahresergebnis / Betriebsleistung)

EBIT (Betriebsleistung ./. Materialaufwand ./. Personalaufwand ./. Abschreibungen ./. sonstige betriebliche Aufwendungen)

Cash-Flow einfach (Jahresergebnis + Abschreibungen)

Investitionen (Zugänge in das Anlagevermögen)

Trotz einer zunehmenden Dynamik an vielen Märkten inklusive auftretender Preis- und Mengenschwankungen sehen wir unser langjährig bestehendes Reporting-System als geeignetes Steuerungsinstrument für das Management der Holding als auch für die Verantwortlichen der operativen Einheiten an. Differenzierte unterjährige Plan-Ist-Abweichungsanalysen erlauben dabei eine gezielte und zeitnahe Identifizierung von kritischen Kosten- bzw. Erlösfaktoren in den einzelnen Niederlassungen, Profitcentern und bei Kostenträgern.

Innerhalb der letzten Dekade konnte die Betriebsleistung der Gesellschaft um durchschnittlich 3,1% gesteigert werden. Die mittlere gewichtete Umsatzrendite betrug im gleichen Zeitraum 8,4%. Im Vorjahresvergleich hat sich der Cash-Flow (einfach) um 26,5% auf TEUR 4.920 erhöht. Sowohl das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 2.939 als auch der ausgewiesene einfache Cash-Flow haben die geplanten Werte deutlich übertroffen. Die Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr mit TEUR 2.889 unter dem Niveau der durchschnittlichen Investitionstätigkeit der letzten drei Geschäftsjahre (TEUR 3.428).

4. Gesamtaussage

Insgesamt konnte die Scherer & Kohl GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer sehr guten Performance überzeugen. Dabei überzeugte die Gesellschaft im Berichtsjahr mit der bisher höchsten Betriebsleistung und dem dritthöchsten Jahresergebnis seit der Integration in die Becker-Firmengruppe zum 01. Januar 2008. Vor dem Hintergrund schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen erscheint dies bemerkenswert. Im Berichtsjahr ist es der Scherer & Kohl GmbH erneut gelungen einige anspruchsvolle Projekte erfolgreich abzuschließen. Die langjährig positive Geschäftsentwicklung und eine in den letzten Jahren praktizierte defensive Ausschüttungspolitik der Gesellschafter führten letztendlich zu einem historischen Höchststand bei der absoluten Höhe des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 16.439 sowie bei der Eigenkapitalquote in Höhe von 62,18%.

Fünfjahresübersicht 2019
TEUR
2020
TEUR
2021
TEUR
2022
TEUR
2023
TEUR
Ergebnisrechnung
Betriebsleistung 28.947 32.371 31.780 35.281 36.427
Betriebsergebnis (EBIT) 1.573 2.489 3.278 655 3.243
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 1.272 1.826 4.890 2.355 2.939
Investitionen, Abschreibungen
Investitionen gesamt 1.930 780 2.121 5.273 2.889
davon in immaterielles Vermögen 26 3 1 0 102
davon in Sachanlagen 1.904 777 2.121 5.273 2.196
davon in Finanzanlagen 0 0 0 0 591
Abschreibungen -1.411 -1.344 -1.385 -1.536 -1.981
Personal
Personalaufwand -5.896 -5.937 -6.138 -6.246 -6.516
Mitarbeiteranzahl zum Jahresende 134 126 130 125 128
Fünfjahresübersicht Veränderung zum VJ
TEUR %
Ergebnisrechnung
Betriebsleistung 1.145 3,2%
Betriebsergebnis (EBIT) 2.588 395,0%
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 584 24,8%
Investitionen, Abschreibungen
Investitionen gesamt -2.384 -45,2%
davon in immaterielles Vermögen 102 k.A.
davon in Sachanlagen -3.077 -58,4%
davon in Finanzanlagen 591 k.A.
Abschreibungen -445 -29,0%
Personal
Personalaufwand -270 -4,3%
Mitarbeiteranzahl zum Jahresende 3 2,4%

Ähnlich wie im Vorjahr konnte die seit 01. Januar 2021 über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Scherer & Kohl GmbH angebundene eneotech Umwelt GmbH wiederum ein deutlich über den geplanten Werten liegendes Ergebnis für die Muttergesellschaft erwirtschaften. Auch die beiden kleineren Beteiligungsgesellschaften Mineralstoff Vorderpfalz GmbH und Köster Umwelttechnik GmbH konnten das abgelaufene Geschäftsjahr positiv abschließen.

Eine im Branchenvergleich überdurchschnittlich gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterstreicht dabei eindrucksvoll die wirtschaftliche Stabilität der Gesellschaft. Die vorhandene Rentabilität sollte in Verbindung mit der komfortablen Eigenkapitalausstattung eine entsprechende Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft gewährleisten. Die Geschäftsführung sieht die Gesellschaft aufgrund hervorragender infrastruktureller Voraussetzungen, der finanziellen Stabilität sowie der sich bietenden Marktchancen gut aufgestellt, um sich auch künftig in einem dynamischen, herausfordernden Marktumfeld innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar entsprechend behaupten zu können.

III. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsaktivitäten der Scherer & Kohl GmbH sind mit Risiken aber auch mit Chancen verbunden, wobei die Risiken sowohl durch externe Faktoren als auch durch das eigene Handeln im unternehmerischen Alltag hervorgerufen werden können. Im Bereich der allgemein kaum beeinflussbaren Risiken sind vor allem die zunehmenden geopolitischen Spannungen, klimabedingte Extremwetterereignisse, weitere Pandemien, Terroranschläge oder auch Turbulenzen auf den Finanzmärkten anzuführen. Zudem beeinflussen Lieferengpässe, hohe Energie- und Rohstoffpreise, ein außerordentlich schneller technologischer Wandel sowie die voranschreitende Digitalisierung die wirtschaftliche Entwicklung in allen Branchen erheblich. Insgesamt ist eine fundierte Abschätzung des Umfangs und der Dauer von wirtschaftlichen Folgen aus diesen genannten und weiteren Risikofaktoren von starken Unsicherheiten geprägt.

Die Risiko- und Chancenlage für die Firmen der Jakob Becker Gruppe wird auch weiterhin von einem dynamischen Marktumfeld in der Entsorgungsbranche geprägt. Dabei sieht das Management neben den bereits genannten und als wesentlich erachteten allgemeinen Risiken auch den Umgang mit Veränderungen der branchenbezogenen Rahmenbedingungen innerhalb der Entsorgungswirtschaft und der damit einhergehenden Vielzahl an jährlichen Neuerungen innerhalb der Gesetzgebung als wichtige Aufgabe einer verantwortungsvollen Risikopolitik an. Im Bereich der operationalen Risiken stuft man innerhalb der Jakob Becker Gruppe auch die im Folgenden beschriebenen Risikofelder als wesentlich ein:

Risikofelder Beschreibung Auswirkungen / Risiken Maßnahmen / Vorkehrungen
Personelle Risiken - Arbeits- und Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels - Stellen können nicht zeitnah und adäquat besetzt werden - gezielte Ausbildung junger Nachwuchskräfte
- Nutzung neuer Medien bei der Personalgewinnung
Finanzwirtschaftliche Risiken - Liquiditätsrisiken - Forderungsausfälle - zentrales Management der bilateralen Kreditbeziehungen im Darlehens-, Aval- und Kontokorrentbereich
- Zinsrisiken - Insolvenzen - Warenkreditversicherung
- Kostensteigerungen - Integrierte Finanzplanung
Informationstechnische Risiken - fortschreitende Digitalisierung und komplexere Prozesse - Gefahr von Cyber-Angriffen und Ausfall geschäftskritischer IT-Anwendungen - zentrale Überwachung und Verwaltung der eingesetzten Informationstechnologien
- laufende Aktualisierung der informationstechnischen Systeme nach "Stand der Technik"
Beschaffungsrisiken - geopolitische Konflikte und Handelsstreitigkeiten beeinflussen zunehmend die Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Dienstleistungen - Verfügbarkeitsrisiken, welche in Form von unvorhersehbaren Lieferengpässen, Materialknappheit oder auch mangelnden Produktionskapazitäten bei Lieferanten entstehen - zentrale Einkaufsabteilung mit gezieltem Lieferantenmanagement und Bündelung bestimmter Beschaffungsgüter auf Konzernebene
Preisänderungsrisiken - zunehmende Volatilität an den Energie- und Rohstoffmärkten - steigende Einkaufspreise für Dieselkraftstoff, Strom, Gas etc. - permanente Marktbeobachtung
- steigende Preise für Abfallverbrennung - zeitnahes Reagieren bei auftretenden Veränderungen
- schwankende Preise an Sekundärrohstoffmärkten - Kontingentverträge zu festen Preisen
- indexgebundene Sekundärrohstoffvergütungen

Die beschriebenen Risiken und auch derzeit noch nicht bekannte Risiken können die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft jederzeit nachhaltig beeinflussen oder auch negativen Einfluss auf bereits getroffene Prognosen haben. Mit den Möglichkeiten des integrierten Risikomanagementsystems werden die Verantwortlichen der Scherer & Kohl GmbH in die Lage versetzt die wesentlichen Risiken frühzeitig zu identifizieren, entsprechend zu bewerten sowie auf veränderte Risikolagen angemessen reagieren zu können. Um eine verantwortungsvolle Risikopolitik zur Erreichung der gesetzten finanziellen und strategischen Unternehmensziele entsprechend sicherstellen zu können, muss ein adäquater Umgang mit vorhandenen Unsicherheiten sowie eine zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung stets im Vordergrund stehen.

Dabei sollte ein vorausschauendes und effizientes Risikomanagement mit einer aktiven Risikosteuerung stets dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit folgen und den Fokus auf die wesentlichen Risiken richten, wobei das Eintreten von Risiken auch trotz umfangreicher Analysen niemals ausgeschlossen werden kann. In der Jakob Becker Gruppe werden überschaubare Risiken kontrolliert eingegangen, um damit verbundene Wachstumspotenziale und Ertragschancen auch entsprechend nutzen zu können. Zudem ermöglicht ein konsequentes Erschließen neuer Chancen die Sicherung sowie den Ausbau der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Bei der Verfolgung der Hauptziele einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und der Bestandssicherung wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken angestrebt, wobei die Sicherung der kurz- und langfristigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften stets im Vordergrund steht.

Zur Erreichung einer angemessenen Risikokultur und einem wirkungsvollen Risikomanagement definiert die Holding der Jakob Becker Gruppe mit Prozessvorgaben, Richtlinien und Vorschriften die wesentlichen Regelungen für die verschiedenen Fachabteilungen der Unternehmen des Konzerns, welche in dem Handbuch zum Internen Kontrollsystem (IKS, Stand 31.12.2022) verankert sind. Zu deren Einhaltung und permanenten Überprüfung sind in allen wichtigen Entscheidungsfeldern des Unternehmens entsprechende Kontrollmechanismen implementiert. Die Erstellung des Konzernabschlusses wird zentral durch die Holding der Jakob Becker Gruppe durchgeführt.

Des Weiteren stellt das Berichtswesen ein wesentliches Element zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken dar. Dabei werden neben der externen Berichterstattung auch speziell an die Bedürfnisse eines mittelständischen Unternehmens angepasste monatliche interne Auswertungen in Form diverser Abweichungsanalysen erstellt. Diese nutzen die Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen des Konzerns zur Analyse und Diskussion der wesentlichen Finanzkennzahlen und möglichen Abweichungen von den geplanten Werten. Mit Hilfe dieser Reporting-Systeme und den damit verbundenen Berichtsprozessen können auch unterjährig auftretende Risiken zeitnah lokalisiert bzw. entsprechend untersucht werden. Unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen innerhalb der einzelnen Risikofelder und unserer Stellung im Markt sieht die Geschäftsführung in ihrer Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancenlage im Berichtsjahr keine Risiken als existent an, die sowohl als lokal auftretende Einzelrisiken als auch als konzernübergreifende Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen könnten oder als existenzgefährdend einzustufen wären.

IV. Prognosebericht

Anhaltende und nach wie vor ungeklärte geopolitische Spannungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf das makroökonomische Umfeld sorgen dafür, dass die Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 auch weiterhin hohen Unsicherheiten unterliegen. Schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen mit den bestehenden Inflations- und Rezessionsrisiken, hohen Zinsen, Material- und Lieferengpässen, einem zunehmenden Fachkräftemangel und deutlich steigenden Lohnkosten gestatten derzeit keinen allzu optimistischen Ausblick.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geht die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrer Frühjahrsprojektion von leicht verbesserten Aussichten für die Weltkonjunktur aus. Dabei veranschlagt sie für das aktuelle Jahr ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5% und für das darauffolgende Jahr 2025 ein Wachstum von 2,6%. Bezüglich der Inflationsraten erwarten die Experten einen deutlichen Rückgang in 2024 auf 2,6% und prognostizieren für das Folgejahr eine Entwicklung in Richtung der 2%-Marke. Für die deutsche Wirtschaft rechnen die Ökonomen mit Steigerungen des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts für 2024 um 0,1% und für 2025 in Höhe von 1,4% sowie Arbeitslosenquoten von 5,8% für das Jahr 2024 und 5,5% für das Folgejahr.

Nach wie vor basiert das Geschäftsmodell der Scherer & Kohl GmbH in nicht unwesentlichem Ausmaß auf dem Projektgeschäft. Die Gesellschaft kann mittlerweile auf eine Vielzahl erfolgreich absolvierter Referenzprojekte innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar verweisen. Dennoch sorgt eine derzeit rückläufige Baukonjunktur für geringere Beauftragungen der Scherer & Kohl GmbH seitens der Auftraggeber. Exakte Prognosen bezüglich der Nachfrage nach unseren Dienstleistungen scheinen in diesem wirtschaftlichen Umfeld schwierig, weshalb die Geschäftsführung der Scherer & Kohl GmbH auch für das Jahr 2024 wie gewohnt einen eher konservativen Planansatz wählt. Dabei geht man von einer nahezu identischen Ertragserwartung in Höhe von TEUR 771 im Vergleich zur Jahresplanung des Vorjahres aus.

Im Vergleich zu den Ist-Werten des Geschäftsjahres 2023 geht man in der Jahresplanung für 2024 von einer um TEUR 4.807 deutlich reduzierten Betriebsleistung in Höhe von TEUR 31.620 und einem um TEUR 2.168 verminderten Jahresergebnis in Höhe von TEUR 771 aus. Dies ist insbesondere auf ein derzeit schwer planbares Projektgeschäft, anstehende Personalkostensteigerungen sowie in Summe reduzierte Gewinnerwartungen für die Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 verlief der Start in das Jahr 2024 bei der Scherer & Kohl GmbH bisher besser als geplant. Aus diesem Grund schaut die Geschäftsführung der Gesellschaft derzeit durchaus optimistisch in die Zukunft und geht nach wie vor von einer Erreichung der gesteckten Planziele für das Jahr 2024 aus, wenngleich die derzeit vorherrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung makroökonomischer und geopolitischer Entwicklungen verlässliche Zukunftsprognosen mehr als je zuvor erschweren.

In den Jahren 2024 und 2025 wird die Geschäftsführung der Scherer & Kohl GmbH für den Standort in Ludwigshafen (Kaiserwörthhafen) neben der Errichtung einer neuen Aufbereitungsanlage für Mineralstoffe ihren Fokus vor allem auf eine tiefere Aufbereitung von Hausmüllschlacken legen. Die zum 01. Januar 2023 übernommene Köster Umwelttechnik GmbH wird ab 01. Januar 2024 über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft angebunden.

Die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt werden viele Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2024 vor große Herausforderungen stellen und letztendlich eine effektive Geschäftstätigkeit erheblich erschweren. Aus diesem Grund sieht das Management der Scherer & Kohl GmbH innerhalb des Personalbereichs sowohl die erfolgreiche Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern als auch eine langfristige Bindung der vorhandenen Fachkräfte als wesentlich an. Dies gilt gleichermaßen für technische und auch nichttechnische Geschäftsbereiche. Insgesamt bilden bei der Scherer & Kohl GmbH eine selektive Projektauswahl, unsere qualitativ gut ausgebildeten Mitarbeiter sowie eine hervorragende Infrastruktur jedoch gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Geschäftsentwicklung.

 

Ludwigshafen, im August 2024

Stephan Heberger

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

2023
EUR
2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.772.360,43 9.865.223,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.598,00 5.102,00
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.598,00 5.102,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen 10.099.125,43 9.847.620,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.079.913,72 2.012.038,72
2. technische Anlagen und Maschinen 4.008.721,08 4.240.697,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.999.941,61 3.522.521,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.549,02 72.362,60
III. Finanzanlagen 603.637,00 12.501,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 559.137,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00
5. Beteiligungen 44.500,00 12.500,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 15.573.832,15 14.921.694,44
I. Vorräte 1.534.374,68 0,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 566.956,66 556.999,63
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.017.064,35 2.787.488,59
3. fertige Erzeugnisse und Waren 301.580,85 344.278,05
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
5. erhaltene Anzahlungen -1.351.227,18 -3.688.766,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.815.823,52 14.583.427,90
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.408.849,95 2.759.307,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.070.687,94 11.283.027,36
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0,00 0,00
4. Forderungen gegen beteiligte Unternehmen 0,00 7.886,78
5. sonstige Vermögensgegenstände 336.285,63 533.206,42
6. eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 0,00
III. Wertpapiere 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Wertpapiere 0,00 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 223.633,95 338.266,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.425,46 69.708,05
D. Aktive latente Steuern 62.100,00 113.100,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0,00
F. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
26.438.718,04 24.969.726,03

Passiva

2023
EUR
2022
EUR
A. Eigenkapital 16.438.932,39 14.354.754,42
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 7.500.000,00
1. eingezahltes Kapital 10.000.000,00 7.500.000,00
2. eingefordertes Kapital 0,00 0,00
3. nicht eingefordertes Kapital 0,00 0,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnrücklagen 3.000.000,00 4.000.000,00
1. gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
2. Rücklage für eigene Anteile 0,00 0,00
3. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
4. satzungsmäßige Rücklagen 0,00 0,00
5. andere Gewinnrücklagen 3.000.000,00 4.000.000,00
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 0,00 0,00
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.938.932,39 2.354.754,42
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.636.244,56 4.303.656,40
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 821.298,18 1.125.585,65
3. sonstige Rückstellungen 2.814.946,38 3.178.070,75
C. Verbindlichkeiten 6.363.541,09 6.311.315,21
1. Anleihen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.324.844,72 2.937.625,87
3. erhaltene Anzahlungen 0,00 204.647,39
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.399.294,64 1.549.496,46
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.333.511,29 1.376.200,28
7. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
8. Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 55.729,61 58,79
9. sonstige Verbindlichkeiten 250.160,83 243.286,42
davon aus Steuern 53.855,22 53.936,90
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 34.655,28 32.256,69
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
E. Passive latente Steuern 0,00 0,00
26.438.718,04 24.969.726,03

 

Ludwigshafen am Rhein, den 08.08.2024

Stephan Heberger

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 36.736.577,41 32.596.400,25
a) Umsatzerlöse 33.874.943,88 29.788.729,58
b) Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 3.171.200,84 2.912.267,90
c) Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
d) Umsatzerlöse mit beteiligten Unternehmen 102.723,95 80.867,68
e) Erlösschmälerungen -412.291,26 -185.464,91
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -813.121,44 1.512.418,49
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 699.766,21
4. sonstige betriebliche Erträge 503.141,22 472.607,16
Betriebsleistung 36.426.597,19 35.281.192,11
5. Materialaufwand -20.056.032,82 -22.227.053,84
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.552.321,54 -3.340.082,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.503.711,28 -18.886.971,39
Rohergebnis 16.370.564,37 13.054.138,27
6. Personalaufwand -6.516.217,21 -6.246.413,82
a) Löhne und Gehälter -5.389.472,55 -5.167.700,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.126.744,66 -1.078.713,47
davon für Altersversorgung -5.043,49 -4.641,64
7. Abschreibungen -1.981.204,44 -1.536.010,73
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.981.204,44 -1.536.010,73
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.630.424,83 -4.616.627,68
Betriebsergebnis (EBIT) 3.242.717,89 655.086,04
9. Erträge aus Beteiligungen 101.691,04 1.695.498,93
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
10. Erträge aus Gewinnabführung 706.504,43 1.005.477,01
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 374.509,44 154.470,55
davon aus verbundenen Unternehmen 364.817,45 152.338,42
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -107.599,67 -64.570,90
davon an verbundene Unternehmen -65.870,53 -24.572,15
Finanzergebnis 1.075.105,24 2.790.875,59
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 4.317.823,13 3.445.961,63
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.316.069,56 -1.031.720,44
davon latente Steuern -51.000,00 -74.300,00
17. Ergebnis nach Steuern (EAT) 3.001.753,57 2.414.241,19
18. sonstige Steuern -62.821,18 -59.486,77
19. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
20. Aufwendungen aus Gewinnabführung 0,00 0,00
21. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.938.932,39 2.354.754,42

 

Ludwigshafen am Rhein, den 08.08.2024

Stephan Heberger

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

‎Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Scherer & Kohl GmbH hat ihren Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter HRB 67064 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Für die Bilanz wird das gesetzliche Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze wurden beibehalten.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, vollständig im Anhang aufgeführt.

Der Ausweis der Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen der Becker-Gruppe orientiert sich am Konsolidierungskreis der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen (Konzernholding).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Beim beweglichen Sachanlagevermögen erfolgten die Abschreibungen linear, im Zugangsjahr zeitanteilig.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 800,00 EUR wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten bzw. den fortgeführten Buchwerten bilanziert.

Bei den Anlagegegenständen, bei denen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden entsprechend dem Grad der Fertigung zu den angefallenen Herstellungskosten bewertet.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergaben, haben wir in angemessenem und ausreichendem Umfang durchgeführt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalwert bewertet.

Die aktive Rechnungsabgrenzung betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern ergeben sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden unverrechnet angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren einzelnen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB gliedert sich wie folgt:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
eneotech Umwelt GmbH, Ludwigshafen 100 2.724 707
Mineralstoff Vorderpfalz GmbH, Schifferstadt 50 286 101
Köster Umwelttechnik GmbH, Berlin 100 380 11

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 278 665
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 1.) (278) (665)
- aus Finanzverkehr 8.764 10.608
- aus Umsatzsteuerlicher Organschaft 28 10
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 5.) (8.792) (10.618)
9.071 11.283
davon entfallen auf die Gesellschafterin 8.678 10.608

Forderungen gegen beteiligte Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 0 8
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 1.) (0) (8)
0 8

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen sind vollständig, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beträgt TEUR 30 und setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
- Versicherungsbeiträge 5
- Lizenzgebühren 4
- Sonstiges 21
30

Latente Steuern

Für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz wurden folgende latente Steuern gebildet:

aktiv 01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
- Sonstige Rückstellungen 64 -2 62
- Abschreibungen Firmenwert 49 -49 0
113 -51 62

Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von 30,7% zu Grunde gelegt.

Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 10.000.000,00 EUR wird zu 100% von der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen gehalten und ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 633), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 34), Entsorgungskosten (TEUR 1.260), unterlassene Instandhaltung (TEUR 66), Rückbauverpflichtungen (TEUR 565), Garantieverpflichtungen (TEUR 29), fehlende Eingangsrechnungen (TEUR 30) und Sonstiges (TEUR 200) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 101 163
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 4.) (101) (163)
- aus Finanzverkehr 1.232 1.213
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 9.) (1.232) (1.213)
1.334 1.376
davon entfallen auf die Gesellschafterin 23 11

Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 56 0
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 4.) (56) (0)
56 0

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Die nach § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 3.800 entfallen in Höhe von TEUR 63 auf Bürgschaften bzw. Garantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Auf Grund der fortlaufenden Erfüllung der verbürgten Vertragsverhältnisse schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme derzeit als gering ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich wie folgt:

bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen ein und fünf Jahren
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasing- und Mietverträge für Kfz und Hardware 80 13 93
Mietverträge für Grundstücke 998 3.850 4.847

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach ihren Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
- Verwertungen / Beseitigungen 18.013 17.534
- Transporte 540 503
- Stoffvergütungen 2.398 1.426
- Abbruch / Bauleistungen 12.780 8.405
- Entsorgungen 2.541 3.366
- Sonstige 875 1.548
- Erlösschmälerungen -412 -185
36.737 32.596

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 fast ausschließlich im Inland erzielt worden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen aus:

2023
TEUR
2022
TEUR
- Anlagenverkäufen 82 222
- Versicherungsentschädigungen 97 40
- PKW-Nutzungen 122 115
- Zuschüssen 71 26
- Übrige 3 45
Periodenfremden Erträgen
- Auflösung von Rückstellungen 70 9
- Auflösung von PWB und EWB 48 3
- Abgeschriebene Forderungen 11 13
504 473

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:

2023
TEUR
2022
TEUR
- Personalkosten 113 100
- Raum- und Grundstückskosten 1.477 1.556
- Werbung und Reisekosten 145 165
- Instandhaltungen 1.109 939
- Konzernpauschalen 666 628
- Versicherungen 151 119
- Miete für Einrichtungen 418 402
- Übrige 551 680
Periodenfremde Aufwendungen
- Forderungsverluste 1 27
4.631 4.617

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern in Höhe von TEUR 1.316 entfallen mit TEUR 1.244 auf das Ergebnis des laufenden Jahres, auf Aufwendungen des Vorjahres TEUR 21 und auf Aufwendungen aus latenten Steuern mit TEUR 51.

VI. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, die sich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens hätten auswirken können, sind nicht eingetreten. Bezüglich der Ausführungen zu den Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges verweisen wir auf den Gliederungspunkt IV. Prognosebericht im Lagebericht.

Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr war zum Geschäftsführer bestellt: Stephan Heberger, kaufm. Geschäftsführer, Schifferstadt

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anzahl der Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
- gewerbliche Arbeitnehmer 83 87
- Angestellte 33 36
- Auszubildende 5 5
- Geschäftsführer 1 1
122 129

Abschlussprüferhonorare

Der Honoraraufwand des Abschlussprüfers, der FWP EURO AUDIT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Worms, beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 27 und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen, als oberster Muttergesellschaft einbezogen. Dieser wird nach den gesetzlichen Bestimmungen beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Der Konzernabschluss, der nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird, kann dort eingesehen werden. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Scherer & Kohl GmbH nach § 291 HGB gibt es dadurch nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von 26.438.718,04 EUR sowie einem Jahresüberschuss von 2.938.932,39 EUR festzustellen. Von dem vorgenannten Jahresüberschuss soll ein Teilbetrag in Höhe von 1.500.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen eingestellt werden. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von 1.438.932,39 EUR soll per 30.09.2024 an die Gesellschafterin, die Jakob Becker GmbH & Co. KG, ausgeschüttet werden.

 

Ludwigshafen am Rhein, den 08.08.2024

Stephan Heberger

Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB zum 31.12.2023

Bilanzpositionsbezeichnung Hist. AK/HK 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Hist. AK/HK 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 596.852,43 101.821,00 -10.094,56 0,00 688.578,87
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. 596.852,43 101.821,00 -10.094,56 0,00 688.578,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.172.615,86 30.793,00 0,00 99.735,40 4.303.144,26
2. technische Anlagen und Maschinen 10.354.897,44 221.508,34 -306.295,79 61.813,58 10.331.923,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.066.445,48 1.844.095,12 -323.922,20 0,00 13.586.618,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.362,60 99.735,40 0,00 -161.548,98 10.549,02
Summe II. 26.666.321,38 2.196.131,86 -630.217,99 0,00 28.232.235,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 559.136,00 0,00 0,00 559.137,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Beteiligungen 12.500,00 32.000,00 0,00 0,00 44.500,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 12.501,00 591.136,00 0,00 0,00 603.637,00
Anlagevermögen insgesamt 27.275.674,81 2.889.088,86 -640.312,55 0,00 29.524.451,12
Bilanzpositionsbezeichnung Abschreibung 01.01.2023 Zugänge Zuschreibung Abgänge
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -591.750,43 -37.324,00 0,00 10.093,56
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. -591.750,43 -37.324,00 0,00 10.093,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.160.577,14 -62.653,40 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen -6.114.199,85 -515.290,92 0,00 306.288,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.543.923,85 -1.365.936,12 0,00 323.183,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. -16.818.700,84 -1.943.880,44 0,00 629.471,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt -17.410.451,27 -1.981.204,44 0,00 639.565,02
Bilanzpositionsbezeichnung Umbuchungen Abschreibung 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -618.980,87 69.598,00 5.102,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. 0,00 -618.980,87 69.598,00 5.102,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -2.223.230,54 2.079.913,72 2.012.038,72
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 -6.323.202,49 4.008.721,08 4.240.697,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -9.586.676,79 3.999.941,61 3.522.521,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 10.549,02 72.362,60
Summe II. 0,00 -18.133.109,82 10.099.125,43 9.847.620,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 559.137,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Beteiligungen 0,00 0,00 44.500,00 12.500,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 603.637,00 12.501,00
Anlagevermögen insgesamt 0,00 -18.752.090,69 10.772.360,43 9.865.223,54

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon
Verbindlichkeiten allgemein a) aus Steuern zwischen mehr als 5 Jahre
b) im Rahmen der soz. Sicherheit 1 bis 5 Jahren
Stand 31.12.2023
EUR
c) gegenüber Gesellschaftern Stand 31.12.2022
EUR
1. Anleihen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.324.844,72 893.408,29 0,00 1.431.436,43 0,00 2.937.625,87
3. erhaltene Anzahlungen 0,00 204.647,39
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.399.294,64 2.399.294,64 1.549.496,46
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.333.511,29 1.311.004,62 c) 22.506,67 1.376.200,28
7. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
8. Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 55.729,61 55.729,61 c) 0,00 58,79
9. sonstige Verbindlichkeiten 250.160,83 161.650,33 a) 53.855,22 243.286,42
b) 34.655,28
c) 0,00
6.363.541,09 4.821.087,49 a) 53.855,22 1.431.436,43 0,00 6.311.315,21
b) 34.655,28
c) 22.506,67

Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt TEUR 2.246 durch Sicherungsübereignungen und Grundschulden gesichert.

Diese entfallen in voller Höhe auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Scherer & Kohl GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Scherer & Kohl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scherer & Kohl GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den sie ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Worms, den 30. August 2024

FWP EURO AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Theo Reiß, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Die Jakob Becker GmbH & Co. KG, vertreten durch deren Komplementärin, die Becker Verwaltungs-GmbH, diese wiederum vertreten durch ihre Geschäftsführerin Frau Annemarie Becker und ihren Geschäftsführer Herrn Thomas Becker, ist alleinige Gesellschafterin der im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen unter HRB 67064 eingetragenen

Scherer & Kohl GmbH mit Sitz in Ludwigshafen/Rhein.

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz und Satzung für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgesehenen Formen und Fristen beschließen die Gesellschafter einstimmig was folgt:

1.

Der Jahresabschluss der Scherer & Kohl GmbH zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 26.438.718,04 EUR und einem Jahresüberschuss von 2.938.932,39 EUR wird festgestellt.

2.

Von dem vorgenannten Jahresüberschuss wird ein Teilbetrag in Höhe von 1.500.000,00 EUR in die Gewinnrücklage eingestellt.

3.

Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von 1.438.932,39 EUR wird per 30.09.2024 an die Gesellschafterin, die Jakob Becker GmbH & Co. KG, ausgeschüttet.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

Mehlingen, den 20.09.2024

Annemarie Becker

Thomas Becker

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