K 10 Management & Trust Services GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dietrich Karl Heinrich Dr. Schrapper seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Joel Euler seit 12.6.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Corius LuxHoldCo S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Corius Group GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die Corius Group GmbH (nachfolgend "CGG" oder "Gesellschaft") ist unter HRB 279151 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Die CGG wurde am 17. Januar 2022 gegründet. Mit Wirkung zum 20. April 2022 hat die CGG 100% der Anteile der Corius AG übernommen. Diese war die bisherige Muttergesellschaft der Corius Gruppe. Der 1. Mai 2022 wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt. Alleinige Gesellschafterin der CGG ist die Corius LuxHoldCo S.a.r.l. mit Sitz in Luxemburg (Luxemburg) (nachfolgend "LuxHoldCo"). Der Konzernabschluss (nachfolgend "Konzernabschluss") der CGG, des Wirtschaftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (nachfolgend "Berichtsjahr") wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Konzernbilanz ist gemäß § 266 HGB und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Die Postenbezeichnungen des Konzernabschlusses wurden teilweise nach § 265 Abs. 6 HGB dem Posteninhalt angepasst. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Konzernanhang aufgeführt. Die CGG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Inland, in den Niederlanden und in der Schweiz tätig. 2 Konsolidierungsgrundsätze 2.1 Konsolidierungskreis Die CGG ist die Konzernholding und bildet den Gesamtkonzern (nachfolgend "Corius- Konzern") der Corius-Gruppe. Neben der CGG wurden die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen: Gesellschaften mit Sitz in Deutschland:
* aufgrund eines
Ergebnisabführungsvertrages
Gesellschaften mit Sitz in der Schweiz:3
Gesellschaften mit Sitz in den Niederlanden:
Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden im wesentlichen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Im Berichtsjahr hat die CORIUS Gruppe weitere Tochtergesellschaften in Deutschland erworben. Deren Erstkonsolidierung erfolgte zu diversen Zeitpunkten des laufenden Jahres. Am 1. April 2023 wurde zudem die niederländische Gruppe "Ceulen Klinieken" (nachfolgend "CK Health") im Rahmen eines Share Deals erworben. Am 1.10.2023 wurde folgend die niederländische Gruppe "Mohs Klinieken" (nachfolgend "Mohs") im Rahmen eines Share Deals erworben. Weiterhin waren mit den MVZ-V19 bis MVZ-V28 zehn Konzerngesellschaften als Neuzugänge zu verzeichnen. Diese wurden als Vorratsgesellschaften neu gegründet. 2.2 Konsolidierungsmethoden Konzerninterne Transaktionen und Salden zwischen Mutter- und Tochterunternehmen bzw. zwischen Tochterunternehmen wurden eliminiert. Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023 und das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. 2.2.1 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte in Übereinstimmung mit DRS 23 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit dem neubewerteten anteiligen Eigenkapital der erworbenen Unternehmen zum Zeitpunkt, in dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungs- posten entspricht. Der für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein aus der Neubewertung entstandener aktiver Unterschiedsbetrag wird in einem ersten Schritt unter Aufdeckung von stillen Reserven und von stillen Lasten bzw. passiven latenten Steuern auf die übernommenen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten allokiert. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") aktiviert. Ein technischer passiver Unterschiedsbetrag ("Badwill") wird ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Auf die Aufdeckung von stillen Reserven im Sachanlagevermögen im Zuge der Erstkonsolidierungen wurde auch im Jahr 2023 aus Wesenlichkeitsgründen verzichtet, auch weil die anzusetzende Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens nahezu der des somit höher ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerts entspricht und daher kein Ergebniseffekt resultiert hätte. 2.2.2 Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung haben sich keine Unterschiedsbeträge ergeben. 2.2.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten wurden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Unternehmen verrechnet. 2.2.4 Zwischenergebniseliminierung Zwischengewinne sind nicht entstanden. 2.2.5 Latente Steuern Auf die durch die Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven wurden entsprechende passive latente Steuern gebildet, die über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer der aufgedeckten stillen Reserven steuermindernd aufgelöst werden. 3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden für Konzernzwecke - soweit nachfolgend nicht abweichend vermerkt - einheitliche und Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den Vorschriften des HGB an. 3.1 Anlagevermögen Im Grundsatz werden historische Wertansätze gewählt. Dabei wird das Sachanlagevermögen zu Anschaffungswerten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen bilanziert. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Praxiswerte und der Goodwill werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, soweit von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Die im Konzernabschluss enthaltenen Praxiswerte und der Goodwill werden über eine Dauer von sieben Jahren linear abgeschrieben, da sich dieser Zeitraum im Zeitpunkt der Aktivierung aufgrund der Marktgepflogenheiten als betriebliche Nutzungsdauer voraussehen lässt. Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 250,00 € (netto) werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Die Bilanzierungsrichtlinie schreibt u.a. Nutzungsdauern sowie sämtliche hier genannten Bilanzierungsgrundsätze auch den ausländischen Tochterunternehmen vor. Folgende Nutzungsdauern werden angewendet:
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die Aufdeckung der stillen Reserven aus asset deals und share deals auf Ebene der Tochtergesellschaft erfolgte ausschließlich in der Geschäfts- und Betriebsausstattung im Sachanlagevermögen. Für die Ermittlung der stillen Reserven wurden die Anschaffungen zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen wie folgt angesetzt:
Für die Ermittlung der Nutzungsdauer wurde auf die ursprüngliche Nutzungsdauer zurückgegriffen, wobei diese aus Wesentlichkeitsgründen auf maximal fünf Jahre begrenzt wurde. Für Vermögensgegenstände mit einem Wert von maximal 800,00 € (netto) wurde eine Nutzungsdauer von einem Monat angenommen. 3.2 Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden die Waren und Verbrauchsmaterialien zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten bewertet (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Nach einer fallbezogenen Einzelwertberichtigung wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten das Ausfallrisiko durch eine zeitbezogene Pauschalwertberichtigung auf die verbleibenden Forderungen berücksichtigt. Forderungen, die in schweizer Franken lauten, wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Ausgaben, die auf einen bestimmten Zeitraum entfallen und nachfolgenden Berichtsjahren zuzurechnen sind, werden abgegrenzt und als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt. 3.3 Rückstellungen Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. 3.4 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 4 Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Konzernanlagespiegel - Anlage zum Konzernanhang - zu entnehmen. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Berichtsjahres. Grundsätzlich erfolgt der Ausweis von Zugängen aus Unternehmenstransaktionen unter Fortführung der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kummulierten Abschreibungen. Im speziellen Fall des Erwerbs der MK Health Gruppe in den Niederlanden waren zum 31. Dezember 2022 diese Daten kurzfristig nicht valide verfügbar weshalb lediglich der Nettozugang von EUR 33,8 Mio. (brutto EUR 45,4 Mio.) ausgewiesen wurde. Per 1. Januar 2023 wurden die Vortragswerte entsprechend angepasst. 4.2 Vorräte Die Vorräte beinhalten im wesentlichen Waren und Verbrauchsmaterial. 4.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Von den Forderungen haben alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. 4.4 Sonstige Vermögensgegenstände Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. 4.5 Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bankguthaben unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. 4.6 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ein Damnum (4.964 Tsd. €), das aufwandswirksam ratierlich über die Laufzeit der Akquisitionsfinanzierung bis 2028 verteilt wird, sowie vorausbezahlte Aufwendungen. 4.7 Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. Das gezeichnete Kapital der CGG in Höhe von 26 Tsd. € ist voll eingezahlt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschafterin LuxHoldCo 44.618 Tsd. € in die Kapitalrücklage eingezahlt. Der Konzernbilanzverlust beinhaltet den Jahresfehlbetrag in Höhe von -95.452.625,32 € sowie den negativen Ergebnisvortrag in Höhe von 45.389.587,37 €. Im Ergebnisvortrag ist eine technisch bedingte Anpassung aus den Konzerneröffnungsbilanzwerten zum 1. Januar 2023 in Höhe von 1.541.235,90 € enthalten. 4.8 Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen teilen sich auf die folgenden Positionen auf:
4.9 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben die folgenden Restlaufzeiten:
Im Rahmen des Kreditvertrags für die Akquisitionsfinanzierung mit einem Debt Fund haften alle konsolidierten Gesellschaften als Kreditnehmer und/oder als Garanten unter dem Kreditvertrag. Darüber hinaus haben alle operativen Gesellschaften im Rahmen einer Globalzession sämtliche Forderungen an den Debt Fund abgetreten sowie sämtliche Bankkonten an den Debt Fund verpfändet. Des Weiteren hat die CGG sämtliche Geschäftsanteile an ihren wesentlichen Tochtergesellschaften an den Debt Fund verpfändet. Bei den Erhaltenen Anzahlungen handelt es sich ausschließlich um in Vorkasse vereinnahmte Anzahlungen für zukünftige Behandlungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten für Waren- und Dienstleistungsbezüge. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffend einer Darlehensfinanzierung. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen unverzinsliche Kaufpreisverbindlichkeiten. Abgesehen von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind die Verbindlichkeiten entweder gar nicht besichert oder es bestehen in geringem Umfang branchenübliche Eigentumsvorbehalte. 4.10 Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung bzw. Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Passive latente Steuern bestanden im Berichtsjahr im Corius-Konzern aufgrund eines abweichenden Wertansatzes von Sachanlagevermögen durch die Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen von früheren Kapitalkonsolidierungen auf Ebene der Enkelgesellschaften. Dabei kamen Steuersätze zwischen 15,8 und 43,5 % zur Anwendung. 5 Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzerlöse Nachfolgend sind die Umsätze nach Ländern und Tätigkeitsbereichen aufgegliedert:
Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 306 Tsd. € (14 Tsd. €). 5.2 Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit 577 Tsd. € periodenfremde Erträge aus Vorjahren. 5.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit 1.065 Tsd. € periodenfremde Aufwendungen aus Vorjahren. 5.4 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme von Akquisitionsfinanzierung, Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme von Gesellschafterdarlehen sowie Arrangierungsgebühren. 5.5 Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Berichtsjahr stehen Steueraufwendungen in Höhe von 2.547 Tsd. €, (davon 1.902 Tsd € aus den Niederlanden) Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von 24 Tsd. € und die Auflösung von passiven latenten Steuern in Höhe von 12 Tsd. € gegenüber. 5.6 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen in der Höhe von -4.341 Tsd. € erfasst, die nicht dem gewöhnlichen Geschäftsgang zuzurechnen waren. Diese setzen sich zusammen aus Aufwendungen aus Personalaufwendungen für Abfindungen, Karenzgelder und außergewöhnliche Boni (1.737 Tsd. €), (Unternehmens-)Beratungskosten (1.594 Tsd. €), M&A- und Rechtsberatungskosten (857 Tsd. €), IT-Kosten (345 Tsd. €) sowie sonstige Aufwendungen für überwiegend einmalige Sachverhalte (1.389 Tsd. €). 6 Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet ausschließlich die flüssigen Mittel in Höhe von 19.088 Tsd. € sowie Kontokorrente bei Kreditinstituten in Höhe von 25 Tsd. €. 7 Ergänzende Angaben 7.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestehen neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
7.2 Eventualverbindlichkeiten Im Rahmen der Zulassung der medizinischen Versorgungszentren aller operativ tätigen MVZ des deutschen Teilkonzerns unter der MNC durch die zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen hat die MNC gegenüber den entsprechenden Kassenärztlichen Vereinigungen Bürgschaften für etwaige Rückforderungen der entsprechenden Kassenärztlichen Vereinigungen aus Abrechnungen abgegeben. Es sind keine Tatsachen bekannt, wonach eine Inanspruchnahme der MNC aus den Bürgschaften durch Kassenärztliche Vereinigungen wahrscheinlich ist. 7.3 Anzahl Mitarbeitende Jahresdurchschnittlich beschäftigte der Corius-Deutschlandkonzern 1.129 Mitarbeitende, die den folgenden Ländergruppen zuzuordnen sind:
7.4 Zusammensetzung der Organe 7.4.1 Geschäftsführer Die Geschäftsführung der CGG setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Als Beruf üben Heidi Niemöller die Stellung als CEO und Gary Rölle die Stellung als CFO der Corius-Gruppe aus. 7.5 Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen. 7.6 Gesamthonorar der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Das aufwandswirksam erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt 190 Tsd. €. Aufwendungen für andere als Abschlussprüfungsleistungen sind nicht angefallen. 7.7 Ergebnisverwendung Der Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von -95.453 Tsd. € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 7.8 Ereignisse nach dem Stichtag (Nachtragsbericht) Zum 1. Januar 2024 wird die Hautärztliche MVZ Kempten GmbH zu Corius angehören. Die MVZ Corius Hannover wird ab dem 1. April 2024 ihren Betrieb beginnen. Eine MVZ-Zulassung zum 1. Oktober 2024 für die MVZ-Radolfzell wird vorbereitet. Verhandlungen mit weiteren Arztpraxen laufen. Zum 1. Mai 2024 wurde Joel Euler zum Geschäftsführer bestellt.
München, 21. Mai 2024 Heidi Niemöller, Geschäftsführerin/CEO Gary Rölle, Geschäftsführer/CFO Joel Euler, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
Konzernlagebericht für das Berichtsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die Corius Group GmbH, München (nachfolgend "CGG" oder "Gesellschaft"), ist die Muttergesellschaft des Gesamtkonzerns (nachfolgend "Corius Gruppe"). Die Gesellschaft wurde am 17. Januar 2022 gegründet. Mit Wirkung zum 20. April 2022 hat die CGG 100% der Anteile der Corius AG übernommen. Diese war die bisherige Muttergesellschaft der Corius Gruppe. Der 1. Mai 2022 wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt. Der Konzernlagebericht bezieht sich somit auf das Rumpfgeschäftsjahr. Die Corius Gruppe wurde im Jahr 2017 initiiert und hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine Buy-and-Build- Strategie die führende dermatologische Praxis- und Klinikgruppe in Europa aufzubauen, die einerseits medizinisch-kurative Leistungen erbringt und andererseits medizinisch-ästhetische Behandlungen anbietet. Die fachliche Ausrichtung der Corius Gruppe wurde im Jahr 2018 um die operative Lymphologie und im Jahr 2020 um die Phlebologie erweitert. Neben den operativen Aktivitäten der Corius Gruppe in Deutschland betreibt die Corius Gruppe seit dem Jahr 2018 auch dermatologische und phlebologische Arztpraxen in der Schweiz. Seit September 2022 wurden die Aktivitäten weiter auf das europäische Ausland ausgeweitet. Der erste Schritt war die Akquisition der MK Health Gruppe in den Niederlanden. Nukleus des Teilkonzerns in Deutschland ist die "Gesellschaft für Mikroneurochirurgie mbH", Gensingen (nachfolgend "MNC"), mit der angegliederten "MVZ für Neurochirurgie/Neuroradiologie GmbH", Gensingen (nachfolgend "MVZ-Neuro"). Die MNC ist ein nach § 108 Abs. 3 SGB V zugelassenes Krankenhaus mit Versorgungsvertrag, das sich seit mehr als 30 Jahren auf die minimal-invasive Behandlung von Wirbelsäulenleiden spezialisiert hat und damals Vorreiter bei der Einführung von Pauschalen für diagnosebezogene Fallgruppen ("DRG-Fallpauschalen") in Deutschland war. Aufgrund der Krankenhauszulassung nach § 108 Abs. 3 SGB V besitzt die MNC die sogenannte "Gründereigenschaft", Medizinischen Versorgungszentren in der Rechtsform von GmbHs gründen und sich an solchen als Gesellschafterin beteiligen zu können. Im Rahmen der Buy-and-Build-Strategie erwirbt die MNC in Deutschland dermatologische oder phlebologische Arztpraxen über die Zulassung von Medizinischen Versorgungszentren in der Rechtsform von GmbHs. Dies geschieht in der Regel im Rahmen von Nachfolgeregelungen unter enger und partnerschaftlicher Einbeziehung der ehemaligen Praxiseigentümer. Die erworbenen Arztpraxen nehmen einerseits an der kassenärztlichen Versorgung teil und behandeln andererseits Privatpatienten und Selbstzahler. Je nach Behandlungsschwerpunkt der erworbenen Arztpraxen wird ein Umsatzanteil auch mit individuellen Gesundheitsleistungen ("IGeL") bzw. Selbstzahlerleistungen sowie mit medizinisch-ästhetischen Behandlungen erzielt. In den Niederlanden und der Schweiz werden die Gesellschaften jeweils von den Landesholdings erworben. Auch hier werden sowohl Versicherungs- als auch Privatleistungen erbracht. Zudem gehört zur erworbenen Gruppe in den Niederlanden eine rein ästhetische Klinik. 2 Geschäftsbereiche Im Berichtsjahr konnte die Corius Gruppe seine Geschäftsaktivitäten durch weitere Praxiserwerbe deutlich ausweiten.
3 Wirtschaftsbericht 3.1 Wirtschaftliches Umfeld Im abgelaufenen Jahr 2023 wurden die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen immer noch durch den Krieg in der Ukraine sowie die damit verbundene gesamtwirtschaftliche Ungewissheit beeinflusst. 3.1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 durch den Krieg in der Ukraine sowie weltweit erhöhte Inflationsraten und Zinsen belastet. Steigende Energie- und Rohstoffpreise verteuerten viele Produkte und dämpften die Kaufkraft der Konsumenten. Gemäß Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 1 , deuten nach dem schwachen Jahresausklang 2023 mit einem Rückgang des realen BIP um 0,3 Prozent aktuelle Frühindikatoren noch keine Belebung zu Jahresbeginn an. Die Stimmung der Verbraucher*innen und in den Unternehmen hat sich zuletzt wieder eingetrübt. Belastende Faktoren wie die außenwirtschaftliche Nachfrageschwäche, Streiks im öffentlichen Verkehr, hohe Krankenstände bei den Erwerbstätigen sowie geopolitische Spannungen mit Verzögerungen bei Lieferketten können in der Summe dazu führen, dass sich die erwartete konjunkturelle Erholung nochmals verzögert. 3.1.2 Branchenentwicklung Grundsätzlicher Wachstumstreiber im Gesundheitswesen sind der steigende Bedarf an medizinischer Behandlung, der medizinisch-technische Fortschritt, ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein und die demografische Entwicklung. Die vorgenannten Faktoren, eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz von Schönheitsbehandlungen sowie Einflüsse von Social Media sorgen für eine grundsätzlich höhere Bereitschaft für medizinisch-ästhetische Eingriffe. Insbesondere minimal-invasive Eingriffe wie Faltenunterspritzungen, Botulinumbehandlungen und Laserbehandlungen gehören zu den am gefragtesten Schönheitsbehandlungen. Somit ist der Gesundheitssektor weiterhin ein attraktiver Wachstumsmarkt mit einer erwartungsgemäß konjunkturresistenten, mittelfristig steigenden Nachfrage. Laut Bundesärztekammer ist die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2023 geringfügig um 1,7 Prozent auf rund 428.000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte gestiegen. Damit liegt das das Wachstum weiterhin unter der vorpandemischen Zeit. Ungebrochen ist der Trend zu Angestelltenverhältnissen im ambulanten Bereich: hier wurde nach dem Rekordwachstum im Vorjahr (+12,6 %) eine weiter sehr gute Steigerung erreicht (8,1%). 2 3.2 Geschäftsverlauf 3.2.1 Finanzielle Performance Aufgrund unterjähriger Zugänge operativer Einheiten/Praxiserwerbe zum Konsolidierungskreis sind das Berichtsjahr und das Vorjahr nur eingeschränkt miteinander vergleichbar, weshalb zu Vergleichbarkeitszwecken, wenn möglich, eine Pro-forma-Darstellung herangezogen wird. Mit proforma-Darstellung ist die ganzjährige Einbeziehung von Praxis- bzw. Unternehmenserwerben unabhängig vom MVZ-Zulassungsstichtag bzw. Erstkonsolidierungszeitpunkt gemeint. Als geschäftsführende Holding plant und steuert die CGG die Buy-and-Build- bzw. die Wachstumsstrategie der Corius Gruppe. Die Corius Deutschland GmbH (nachfolgend "CDG") erbringt für sämtliche direkten und indirekten Tochtergesellschaften zentrale Dienstleistungen wie Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Personalwesen/Rekrutierung, Marketing, Strategie und Organisation, Praxiskoordination, Steuern/Recht sowie IT/Datenschutz. Daneben betreibt die CDG kleinere Kosmetikinstitute und den Verkauf von Kosmetikprodukten. Die medizinisch-kurativen und medizinisch- ästhetischen Leistungen werden ausschließlich von den Tochtergesellschaften erbracht. Im Berichtsjahr betrug der Konzernumsatz 136.099 Tsd. €. Weiterhin wurden die Zukäufe aufgrund des unterjährigen Erwerbs nur zu teilen berücksichtigt. Bei einer Pro-forma-Darstellung hätte der Konzernumsatz im Berichtsjahr 148.630 Tsd. € betragen. Auf Deutschland entfallen dabei 93.205 Tsd. €. In der Schweiz wurden Pro-forma Umsatzerlöse in Höhe von 12.154 Tsd. € erzielt, in den Niederlanden 43.271 Tsd. €. Der für 2023 auf Pro-forma-Basis geplante Konzernumsatz in Höhe von 155.959 Tsd. € wurde im Berichtsjahr um 7.329 Tsd. € unterschritten, was insbesondere auf die Kaufzurückhaltung aufgrund des Ukraine Krieges sowie geplante, aber nicht besetzte Arztstellen, zurückzuführen ist. Die neben den Umsatzerlösen wesentliche finanzielle Leistungskennzahl EBITDA betrug im Geschäftsjahr 27.891 Tsd. €. Bei einer Pro-forma-Darstellung hätte das EBIDTA im Berichtsjahr 37.518 Tsd. € betragen. Das für 2023 auf Pro-forma-Basis geplante EBITDA in Höhe von 39.887 Tsd. € wurde im Berichtsjahr knapp unterschritten, was auf die erwähnten fehlenden Umsatzerlöse zurückzuführen ist. 3.2.2 Nicht-Finanzielle Performance Zur Steuerung werden auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren genutzt. Für die ambulanten Einrichtungen werden die Fallzahlen für Kassen- und Privatpatienten sowie Selbstzahlerleistungen herangezogen. Im Geschäftsjahr beliefen sich diese auf etwa 470.000 (VJ. 325.000) für GKV-Fälle, 248.000 (VJ. 191.000) für PKV-Fälle sowie ca. 2.000 (VJ. 2.000) Operationen
2
https://www.bundesaerztekammer.de/baek/ueber-uns/aerztestatistik/2023
Als Beispiel hatten wir in der CGL im Jahr 2023 775 Operationen im Vergleich zu 868 Operationen im Vorjahr. Bei der MNC hatten wir 849 Operationen zu 908 Operationen im Vorjahr. Alle Mitarbeiter der Corius Gruppe orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen von Patienten/Patientinnen und Kunden/Kundinnen. Ausgezeichnete medizinische Qualität, Vertrauen, individuelle Betreuung und moderne Behandlungsmethoden sind wesentliche Inhalte der Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums. Ausweislich selbst durchgeführter Bewertungsverfahren sowie Beobachtung der Bewertungsportale genießen wir weiterhin eine sehr hohe Patientenzufriedenheit. Zentraler Bestandteil der Entwicklung des Konzerns sind die Mitarbeitenden. Deren Zufriedenheit ist eine Schlüsselgröße. Konzernintern ist daher die Fluktuationsquote eine entscheidende Steuerungsgröße. Mit verschiedenen Mitteln wird die Zufriedenheit in regelmäßigen Abständen abgefragt und es werden Maßnahmen vorgenommen und weiterentwickelt, die die Zufriedenheit der Mitarbeitenden aufrechterhält und weiter steigert. 3.3 Ertragslage Die Corius Gruppe arbeitet operativ profitabel, die wirtschaftliche Lage ist gut. Für die interne Unternehmenssteuerung und um die ganzjährige Vergleichbarkeit herzustellen, werden einerseits für Umsatz und EBITDA Pro-forma-Darstellungen herangezogen, und andererseits Normalisierungen vorgenommen. "Normalisiert" bedeutet die Korrektur um Einmal- und Sondereffekte sowie um Aufwendungen für den Konzernaufbau und für die Umsetzung der Buy-and-Build-Strategie. Das EBITDA normalisiert und Pro-forma hat sich mit 37.518 Tsd. € weiter gut entwickelt. 3.3.1 Umsatzerlöse Die Pro-forma Umsatzerlöse in Deutschland teilen sich wie folgt auf die vier Geschäftsbereiche auf:
Dazu kommen Pro-forma Umsatzerlöse in der Schweiz in Höhe von 12.154 Tsd. € (VJ: 11.605 Tsd. €) - in den Niederlanden in Höhe von 43.271 Tsd. € (VJ: 38.519 Tsd. €). 3.3.2 Materialaufwand Der Pro-forma Materialaufwand der Gruppe beträgt 23.040 Tsd. € und ist entsprechend der Steigerung der Pro-forma Umsatzerlöse um 6% zum Jahr 2022 gestiegen. Die Materialaufwandsquote in der Proforma Sicht ist somit fast identisch zum Vorjahr (15,5% zu 15,2% im Vorjahr). 3.3.3 Personalaufwand Der Pro-forma Personalaufwand der Gruppe beträgt 67.207 Tsd. € und ist im Pro-forma Vorjahresvergleich aufgrund von Personalbesetzungen zur Sicherstellung des Patientenwohls und Gehaltssteigerungen aufgrund des kompetitiven wirtschaftlichen Umfelds und der Kostensteigerungen sowie aufgrund Sonderzahlungen wie z.B. der Inflationsausgleichsprämie um 8,5% gestiegen. Die Personalaufwandsquote in der Pro-forma Sicht ist dadurch von 43,6% auf 45,2% gestiegen. Wir sind damit aber personell sehr gut aufgestellt und können gerade in den Zentralfunktionen das weiter geplante Wachstum sehr gut auffangen, was wiederum zu einer Reduzierung der Personalaufwandsquote führen wird. 3.3.4 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen in der Höhe von 90.536 Tsd. € beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (87.179 Tsd. €;) und Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (3.356 Tsd. €;). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind insbesondere geprägt von Abschreibungen der Praxiswerte und von der Amortisation des Geschäfts- oder Firmenwerts. 3.3.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Pro-forma sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Berichtsjahr bei 23.046 Tsd. € und damit 17,5% höher als im Pro-forma Vorjahresvergleich. In Relation zum Umsatz sind diese stärker gestiegen durch Mietkostensteigerungen aufgrund der hohen Inflation, erhöhten IT-Aufwand für z.B. Verbesserungen im Cyber-Schutz sowie temporär extern hinzugebuchte Dienstleister im Finanzbereich. 3.3.6 Finanzergebnis Das Finanzergebnis in Höhe von 30.294 Tsd. € beinhaltet Zinsaufwendungen sowie weitere Kosten im Zusammenhang mit der Akquisitionsfinanzierung (Arrangierungsgebühren, Bereitstellungsprovisionen und Zinsabsicherungskosten). 3.4 Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz der Corius Gruppe ist geprägt von hohen Werten an immateriellen Vermögensgegenständen, die aus der Allokation der Kaufpreise auf die erworbenen Vermögensgegenstände resultieren, d.h. der Überschuss des Kaufpreises über die gekauften Anlagegüter wird als Praxiswert bzw. Geschäfts- und Firmenwert bilanziert. Zudem weist die Konzernbilanz einen überschaubaren Forderungsbestand und eine solide Liquidität auf. Die Passivseite der Konzernbilanz spiegelt die Private-Equity-typische Finanzierungsstruktur mit einem soliden Anteil an Eigenkapital und eigenkapitalersetzenden Instrumenten wie nachrangige, langfristige Gesellschafterdarlehen sowie die Akquisitionsfinanzierung wider. Aufgrund der hohen Praxiswert- und Goodwillabschreibungen, über eine kurze Nutzungsdauer, spiegelt das Konzernbilanzergebnis die starke operative Ertragslage des Corius-Deutschlandkonzerns nicht wider. 3.4.1 Anlagevermögen Das Anlagevermögen der Corius Gruppe besteht zu 97 % aus immateriellen Vermögensgenständen, die fast ausschließlich aus den Praxis- und Unternehmenserwerben resultieren. Lediglich 3 % des Anlagevermögens entfällt auf Sachanlagen. 3.4.2 Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen der Corius Gruppe beinhaltet mit 49 % im Wesentlichen liquide Mittel sowie darüber hinaus Drittforderungen mit sehr geringer Ausfallwahrscheinlichkeit. 3.4.3 Eigenkapital Das Eigenkapital ist im Wesentlichen durch die Kapitalrücklage geprägt. Nachrangige Gesellschafterdarlehen bestehen zum Stichtag in Höhe von 192.608 Mio. €. Die rechnerische Eigenkapitalquote beträgt 13 %. Das wirtschaftliche Eigenkapital (unter Einbeziehung der nachrangingen, langfristigen Gesellschafterdarlehen) macht 51 % aus. 3.4.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen zu mehr als der Hälfte auf Personalrückstellungen. 3.4.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden von langfristigen Verbindlichkeiten aus der Akquisitionsfinanzierung, Gesellschafterdarlehen sowie Kaufpreisverbindlichkeiten geprägt. Sämtliche Finanzkennzahlen per 31. Dezember 2023 im Zusammenhang mit der Akquisitionsfinanzierung unterschreiten die gemäß Vertrag maximal zulässigen Schwellenwerte (sog. Covenants). Der Anteil der Verbindlichkeiten an der gesamten Bilanzsumme beträgt 86 %. 3.5 Finanzlage der Corius Gruppe Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist Bestandteil des Konzernabschlusses. Im Berichtsjahr war eine Zunahme des Finanzmittelfonds in Höhe von 1.346 Tsd. € zu verzeichnen. Der deutlich positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (27.865 Tsd. €) unterstreicht die finanzielle Leistungsfähigkeit der Corius Gruppe und den Erfolg unserer Buy-and-Build-Strategie. Die Corius Gruppe wird von einem Debt Fund finanziert. Sämtliche in 2024 geplanten Akquisitionen können durch den Debt Fund sowie entsprechende Gesellschafterdarlehen und/oder Einzahlungen ins Eigenkapital finanziert werden. Somit stehen ausreichend Mittel für das weitere Wachstum der Corius Gruppe zur Verfügung. 4 Prognosebericht 4.1 Budget 2024 Die Konzernleitung beurteilt die zukünftige Entwicklung des Corius-Deutschlandkonzerns positiv und geht von einer nachhaltigen Fortsetzung des organischen Wachstums sowie von einer weiterhin erfolgreichen Umsetzung der Buy-and-Build-Strategie aus. Im Jahr 2024 wurden bereits weitere Praxen in Deutschland akquiriert und eine davon bereits integriert. Weitere Add-on-Akquisitionen werden für das Jahr 2024 erwartet. Für das laufende Budgetjahr 2024 wurde gemäß Konsolidierungslogik ein Pro-forma Konzernumsatz in Höhe von 164.486 Tsd. € und ein Pro-forma EBITDA in Höhe von 41.871 Tsd. € budgetiert. Tatsächlich werden einzelne Praxiserwerbe nicht bereits ganzjährig HGB-erfolgswirksam werden sondern erst mit dem Erstkonsolidierungsstichtag einbezogen. Das geplante Pro-forma- Umsatzwachstum sowie das normalisierte Pro-forma- EBITDA Wachstum werden mehrheitlich auf Add-on-Akquisitionen entfallen. In den Geschäftsbereichen Dermatologie und Phlebologie gehören im laufenden Budgetjahr 2024 neben der Steigerung der Fallzahlen, der weitere Auf- und Ausbau des Arbeitgebermarketings, die aktive Rekrutierung von Fachärzten/Fachärztinnen und potenziellen Nachfolgern/Nachfolgerinnen, der Knowhow-Transfer zwischen den einzelnen Einrichtungen insb. über unser Medical Board sowie die weitere Umsetzung einer gruppeninternen Weiterbildungsordnung zum Facharzt zu den nicht-finanziellen Unternehmenszielen. Dem Arbeitgebermarketing und der gruppeninternen Facharztweiterbildungsordnung kommt eine besondere Bedeutung zu, um bestehende Fachärzte zu binden, neue Weiterbildungsassistenten und Fachärzte zu gewinnen und weitere Nachfolgeregelungen einzuleiten und umzusetzen. Im Geschäftsbereich Lymphologie gelten ähnliche nicht-finanzielle Unternehmensziele wie für die Geschäftsbereiche Dermatologie und Phlebologie. Hauptaugenmerk liegt hier im Budgetjahr 2024 wiederhin auf der Steigerung der OP-Fallzahlen. Nicht-finanzielle Unternehmensziele für den Geschäftsbereich Neurochirurgie sind im laufenden Budgetjahr 2024 die Steigerung der Fallzahlen - insbesondere durch das Eingehen von Kooperationen - und die Verbesserung der Abläufe. Die Planung beruht auf getroffenen Annahmen hinsichtlich angestrebter Fallzahlsteigerungen, Anpassung von Preisen sowie des Einpreisens der gestiegenen Inflation sowie angemessenen Gehaltssteigerungen. Bei der Planung werden dezidierte Annahmen auf Basis jeder einzelnen Entität getroffen, was zu einem nicht unerheblichen Aufwand, zeitgleich aber zu einer hohen Zuverlässigkeit und Qualität der Planung führt. 4.2 Laufendes Geschäftsjahr Q1/2024 Die Geschäftsentwicklung des ersten Quartals im Budgetjahr 2024 ist gut, d.h. Umsatz als auch EBITDA liegen annähernd auf Budget. 5 Risiko- und Chancenbericht In Summe sieht sich die Corius Gruppe mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die von der Konzernleitung mit einer geringen Eintrittswahrscheinlich bewertet werden. Abweichend von den Vorjahren erfolgt im aktuellen Lagebericht eine stärkere Fokussierung auf die zu Planabweichung führenden Risiken. Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Im Chancenbericht werden Geschäftsmöglichkeiten aufgezeigt, die nach Einschätzung der Konzernleitung eine erhebliche Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen und einen signifikanten Einfluss auf das zukünftige Umsatz- und EBITDA-Wachstum der Corius Gruppe haben werden. 5.1 Risikobericht 5.1.1 Risikomanagementsystem Die Corius Gruppe nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanziellen Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen sowie regulatorische und Zulassungsrisiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie der Liquidität und Zahlungsverpflichtungen. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Regionalmanagements (MVZ-Geschäftsführer der CORIUS Zentrale, gemeinsam mit den ärztlichen Geschäftsführern der jeweiligen MVZs) unterstützt durch das Controlling. Falls notwendig, entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Tochtergesellschaften gemeinsam mit der Konzernleitung über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken. 5.1.2 Geschäftsmodell- und brancheninhärente Risiken Regulatorische Risiken/Zulassungsrisiken Aufgrund der hohen Regulierung des Gesundheitssektors sieht sich die Corius Gruppe mit einer Vielzahl von Risiken, die sich aus der Zulassung zur gesetzlichen und privaten Gesundheitsversorgung ergeben, konfrontiert. Medizinische Versorgungszentren, Privatkliniken und Krankenhäuser sind von einer Zulassung, Konzession oder von einem Versorgungsvertrag abhängig. Da sich die Ausgestaltung des Gesundheitswesens laufend verändert, sind regulatorische Veränderungen in der (Neu-)Zulassung von Gesundheitseinrichtungen und in der Bewertung von Versorgungsverträgen nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch ständige Weiterbildung des eigenen Personals sowie durch Konsultation externer Berater begegnet. Um politische Anliegen vorzutragen und um Falschaussagen und Vorurteilen in der Öffentlichkeit zu begegnen, ist die Corius Gruppe Mitglied im "Bundesverbands der Betreiber medizinischer Versorgungszentren e.V.". Dies erweist sich in den aktuellen politischen Diskussionen als sehr wertvoll, um diese auf eine sachliche Ebene zurückzubringen. In den Niederlanden bestehen ähnliche Risiken wie in Deutschland, insb. aufgrund der Direktverhandlungen der Abrechnungs-Budgets mit den Krankenkassen. In der Schweiz kommt seit dem letzten Jahr die Begrenzung der Zulassung von Ärzten hinzu, wonach neue Ärzte nur zugelassen werden, wenn die gleiche Anzahl von Ärzten aufhört zu arbeiten. IT und Datenschutz-Risiken Die Corius Gruppe ist grundsätzlich von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig. Insbesondere Praxis- und Behandlungsabläufe werden von Praxissoftware unterstützt. Dabei kommen der Datenverfügbarkeit, Datenintegrität und Datensicherheit höchste Bedeutung zu. Aufgrund der inzwischen erreichten Größenordnung der Corius Gruppe werden IT-Standards, IT-Infrastruktur und IT-Anwendungen laufend weiterentwickelt, verbessert und vereinheitlicht. Die Anforderungen an einen Gesundheitsdienstleister im Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten sind besonders hoch. Die Corius Gruppe ist in besonderem Maße rechenschaftspflichtig und muss die Integrität und Vertraulichkeit der Datenverarbeitung nachweisen können. Durch Einbindung des internen Datenschutzkoordinators sowie eines externen Datenschützers begegnet die Konzernleitung diesem Risiko adäquat. Das Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) für die Corius Gruppe stellt nach unserer Ansicht sicher, dass angemessene Kontrollen und Prozesse vorhanden sind, um die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Unternehmensinformationen und IT-Ressourcen zu gewährleisten. Das ISMS trägt dazu bei, die IT- und Cybersicherheitsrisiken der Corius Gruppe proaktiv zu identifizieren. Aktuell werden von der IT-Abteilung dafür folgende Aufgaben wahrgenommen:
Erlös-, Dokumentations- und Budgetrisiken Durch die starke gesetzliche Reglementierung bestehen hohe Anforderungen in den täglichen Falldokumentations- und Abrechnungsprozessen sowie bei der jährlichen Entwicklung von Erlösbudgets sowie teilweise unterschiedliche Auffassungen über Fall-, Abrechnungs- und Vergütungsspezifikationen mit den Leistungsträgern. Aufgrund der Größe der Corius Gruppe besteht einerseits die Möglichkeit des gruppeninternen Know-how-Transfers, um solchen Risiken begegnen zu können, sowie die Möglichkeit, Praxen und Kliniken vor Ort bei der Umsetzung solcher Themen zentral zu unterstützen. Wettbewerbsrisiken Im Bereich der Gesundheitsversorgung sind zahlreiche Wettbewerber auf lokaler sowie regionaler Ebene tätig. Zunehmend sind in Deutschland bundesweit tätige Wettbewerber in den Markt eingetreten. Im Ausland besteht dieser Wettbewerb bereits. Mit dem Eintritt neuer Marktteilnehmer besteht das Risiko, dass der eigene Marktanteil negativ beeinflusst wird. Die Corius Gruppe begegnet diesem Risiko mit einem anhaltend hohen Qualitätsniveau und dem Antizipieren von Trends, um das eigene Leistungsspektrum Innovationen und Marktgegebenheiten anzupassen. Sichergestellt wird die u.a. durch das etablierte Medical Board. 5.1.3 Personalrisiken Zu den wichtigsten personellen Einzelrisiken gehören der Fachkräftemangel und die Abwanderung/das Ausscheiden von Schlüsselpersonen. Um dem Risiko des Fachkräftemangels zu begegnen, baut die Corius Gruppe die zentralen und dezentralen Rekrutierungs- und Personalentwicklungsprogramme weiter aus. Durch die Corius Gruppe ergeben sich für die Mitarbeiter Möglichkeiten, wie sie in kleineren Strukturen nicht darstellbar wären, insbesondere im Bereich des Arbeitgebermarketings, der (gruppeninternen) Aus- und Weiterbildung und des Know-how-Transfers. Aufgrund der Zukäufe im Ausland werden zudem grenzüberschreitende Austausche ermöglicht und gefördert. Durch diesen Fokus auf höchste Qualität in der Patientenversorgung stellen wir auch die Bindung der angestellten Ärzte sicher und sind ein attraktiver Arbeitgeber für sowohl junge Ärzte als auch Fachärzte. 5.1.4 Finanzielle Risiken Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn Finanzmittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um fällige Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht bedienen zu können oder ungeplante Ereignisse ungünstigere Finanzierungskonditionen bedingen. Um diesem Risiko zu begegnen, werden Instrumente wie Ergebnis und Cashflow-Prognosen erstellt, detaillierte Monatsanalysen vorgenommen und KPIs systematisch genutzt. Des Weiteren besteht das Risiko, dass in Kreditverträgen vereinbarte Finanzkennzahlen (Covenants) nicht erreicht werden und somit möglicherweise ein einseitiges Kündigungsrecht der finanzierenden Banken besteht. Die Finanzkennzahlen werden regelmäßig berechnet sowie überwacht. Aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Stärke der Corus Gruppe wird das Nichteinhalten der Finanzkennzahlen und somit das Risiko der einseitigen Kündigung durch die finanzierende Bank als niedrig eingeschätzt. 5.2 Chancenbericht Chancen im Buy-and-Build-Bereich Die große Erfahrung der Corius Gruppe in der Akquisition und bei der Integration von Praxen und Kliniken ermöglicht es ihr, Investitionschancen und Akquisitionspotenziale frühzeitig zu identifizieren und zu ergreifen. Inzwischen trägt das eigene Netzwerk maßgeblich zur Neuansprache von potenziellen Praxisverkäufern und neuen Gruppenmitgliedern bei. Im Jahr 2023 wurden weitere Praxen in Deutschland sowie eine Gruppe in den Niederlanden integriert. Derzeit finden Unternehmensprüfungen für weitere Praxiserwerbe statt Darüber hinaus befinden sich Absichtserklärungen für weitere Praxiserwerbe in Verhandlungen. Die Konzernleitung geht davon aus, dass sich aus dieser "Pipeline" im Budgetjahr 2024 weitere, zusätzliche Praxiserwerbe realisieren und vollziehen lassen werden. Chancen im Personalbereich Mit der zunehmenden Feminisierung des Arztberufes, einer abnehmenden Risikobereitschaft zur Selbständigkeit bzw. freiberuflichen Tätigkeit sowie dem steigenden Bedürfnis nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance und Trend zu Arztanstellung ergeben sich aus dem Geschäftsmodell der Corius Gruppe Chancen im Personalbereich. Durch ein gezieltes Arbeitgebermarketing konnte die Corius Gruppe ihre Bekanntheit und Attraktivität steigern. Corius kann als Gruppe Arbeitgebervorteile (z.B. Mitarbeitervergünstigungen, Hospitationen, interne Aus- und Weiterbildungen, etc.) anbieten, über die eine Einzelpraxis nicht verfügt. In Deutschland kommt der Facharztausbildung zum Dermatologen innerhalb der Corius Gruppe eine große Bedeutung zu: Diese kann vollständig innerhalb der Corius Gruppe absolviert werden, ohne dass weitere Ausbildungsschritte an anderen (stationären) Einrichtungen für den angehenden Facharzt erforderlich sind. Strategische Chancen Strategische Chancen sieht die Corius Gruppe insbesondere im Bereich der Praxissoftware und bei der Digitalisierung. Einerseits führt die Corius Gruppe einen einheitlichen Onlineterminkalender ein und prüft die Einführung einer (dermatologischen) Gesundheits-Applikation im Sinne einer digitalen, einheitlichen Patientenkommunikation, -verwaltung und -dokumentation. Darüber hinaus wurden im aktuellen Jahr verschiedene Digitalisierungsprojekte im Finanzbereich umgesetzt. 5.3 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Insgesamt herrscht aus Sicht des Konzerns ein Chancenübergewicht, welches das nachhaltige und stabile Geschäftsmodell und die Positionierung als Qualitätsanbieter bieten. 6 Ausblick Die Corius Gruppe befindet sich weiterhin im Ausbau mit dem Ziel führende dermatologische Gruppe in Europa zu werden. So sollen im Jahr 2024 und in Folge noch weitere Praxen oder Klinik-Gruppen hinzustoßen. Durch die Neuakquisitionen und den Effekt eines vollständigen Geschäftsjahres bei den bestehenden Gesellschaften, rechnen wir auch in der mittelfristigen Zukunft mit einem stabilen anorganischen Wachstum. Der Ausbau rationeller Verwaltungsstrukturen wird die operativen Aufwendungen trotz steigender Personalaufwendungen relativ gesehen senken.
München, 21. Mai 2024 Heidi Niemöller, Geschäftsführerin/CEO Gary Rölle, Geschäftsführer/CFO Joel Euler, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Corius Group GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Corius Group GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Corius Group GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 22. Mai 2024 ETL
AG
Alfred Lein, Wirtschaftsprüfer Fritz Baldus, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses Die Gesellschafterin, vertreten durch Ihre Beiratsmitglieder Herr Dr. Dietrich Schrapper, Herr Andreas Joehle und Herr Marinus Schmitt haben am 30.08.2024 diesen Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 gebilligt.
München, 30.08.2024 gez. Herr Dr. Dietrich Schrapper gez. Herr Andreas Joehle gez. Herr Marinus Schmitt |
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