AD ART Filmproduktion GmbH
Selbe AdresseHerstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Müller seit 13.2.2018 | Prokura |
Michael Liebing seit 14.12.2017 | Prokura |
Yaser Isa seit 17.2.2016 | Prokura |
Andreas Weller seit 14.12.2011 | Prokura |
Philipp Johannes Hess seit 25.1.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Jakobs Verwaltungs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 79.38% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hans Hess Autoteile GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB geltenden Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Er vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum 1. Januar 2019 aus der Bilanz des Vorjahres übernommen. Die auf die Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Ausweisgrundsätze entsprechen den Vorschriften des Dritten Buches HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264 ff. HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Am 29. März 2019 wurde die Verschmelzung der Schwenker Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Minden, mit anschließender Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG Kraftfahrzeugteile und Werkstattausrüstungen, Minden, auf die Hans Hess Autoteile GmbH, Köln, als aufnehmende Gesellschaft notariell beglaubigt. Diese Vorgänge erfolgten mit gesellschafts- bzw. zivilrechtlicher Wirkung zum 31. März 2019. Insofern ist nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit aller Bilanz- und GuV-Posten mit dem Vorjahr möglich. Die wesentlichen Veränderungen betreffen die folgenden Bilanz- und GuV-Posten: Immaterielle Vermögensgegenstände, Anteile an verbundenen Unternehmen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Umsatzerlöse, Materialaufwand, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. 1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungsdauer des Geschäfts- und Firmenwertes für den Standort Bochum beträgt vor dem Hintergrund der erwarteten langfristigen Vorteilhaftigkeit der Investition an dem Standort zehn Jahre. Der neu erworbene Geschäfts- und Firmenwert aus der Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG Kraftfahrzeugteile und Werkstattausrüstungen wird über eine Restnutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben. Hierbei wird davon ausgegangen, dass der zum Erwerbszeitpunkt in 2017 ursprünglich der Beteiligung innewohnende Geschäfts- und Firmenwert bei grundsätzlich langfristiger Ausrichtung der Kundenbeziehungen in Minden zum Zeitpunkt der Anwachsung in 2019 nur noch einer entsprechend verkürzten Nutzungsdauer unterliegt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern teils linear und teils degressiv berechnet. Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 nach § 6 Abs. 2 und 2a EStG ist für Zugänge des Geschäftsjahres ausnahmslos Gebrauch gemacht worden. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. 2. Umlaufvermögen Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten. Wertminderungen wurden durch Abschläge unter Berücksichtigung von Lagerreichweiten ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Risiken wurden durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für mögliche Kosten- und Ausfallrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Bestände sind zum Nennwert bilanziert. 3. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für zwei Pensionszusagen wurde nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB aufgrund anerkannter versicherungsmathematischer Grundsätze nach der Barwertmethode auf Basis der biometrischen Rechnungsgrundlagen der Richttafeln Heubeck 2018 G durchgeführt. Zum 31. Dezember 2019 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,97 % bzw. 2,22 % (im Vorjahr: 2,70 %) auf Basis der individuellen Restlaufzeiten zugrunde gelegt. Rentenanpassungen waren für die erste Verpflichtung mit 2 % und für die zweite Verpflichtung mit 0 % einzurechnen. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr von insgesamt EUR 24.786,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe desjenigen Erfüllungsbetrages ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich sein wird. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 wird auf den nachfolgenden Anlagenspiegel verwiesen. Die Anfangsbestände im Anlagenspiegel sind zu ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angegeben. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
2. Eigenkapital Die Zusammensetzung des Eigenkapitals ergibt sich aus der Darstellung in der Bilanz. 3. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.000 durch Abtretung von Forderungen aus Bonifikationen besichert. Weitere angabepflichtige Sicherungen der Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sind nicht bestellt. 5. Mitzugehörigkeitsvermerke Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 76) aus Lieferungen und Leistungen und aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 156). Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in Höhe von TEUR 3.088 (Vorjahr: TEUR 10.327) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in voller Höhe aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 322) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.868 (Vorjahr: TEUR 2.134). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beinhalten in Höhe von TEUR 721 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 2.783) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 54.065 (Vorjahr: TEUR 49.434). 6. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 63.938 (Vorjahr: TEUR 70.466). Die Absicherung erfolgt über eine Raumsicherungsübereignung von Umlaufvermögen, der Globalabtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verpfändung von Geschäftsanteilen verbundener Unternehmen. Zudem bestehen Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen für verbundene Unternehmen (bürgschaftsähnliche Rechtsverhältnisse) in Höhe von TEUR 6.274 (Vorjahr: TEUR 7.166). Die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen können von der betreffenden Gesellschaft nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Aufgrund einer einheitlichen Vertriebsstruktur kann eine Aufgliederung auf verschiedene Tätigkeitsbereiche entfallen. Wegen der Angabe nach geographisch bestimmten Märkten wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. 2. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
3. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im aktuellen Geschäftsjahr sind TEUR 3.367 an außergewöhnlichen Aufwendungen angefallen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Restrukturierungsaufwendungen für die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Davon entfallen TEUR 1.298 auf den Personalabbau, welche mit TEUR 1.077 im Personalaufwand und mit TEUR 221 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. Weitere TEUR 2.069 entfallen auf restrukturierungsbedingte Rechts- und Beratungskosten und Versicherungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zukünftigen Verpflichtungen aus Grundstücks- und Gebäudemietverträgen betrugen zum 31. Dezember 2019 TEUR 7.970. Für das folgende Geschäftsjahr sind Verpflichtungen aus diesen Mietverträgen in Höhe von TEUR 1.908 fällig. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2019 Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen unterschiedlicher Laufzeiten für die Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie für Kraftfahrzeuge in Höhe von TEUR 2.217. Für 2020 sind Verpflichtungen aus diesen Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 966 fällig. Zwecke der Leasingverpflichtungen sind die Verbesserung der Liquiditätssituation und die Möglichkeit, die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die Fahrzeuge technisch auf einem aktuellen Stand zu halten. Von dem Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen TEUR 4.737 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. 2. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Hans Hess Autoteile GmbH:
Wegen der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Wegen der Angabe der Gesamtbezüge früherer Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen wird ebenfalls von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionen beläuft sich auf TEUR 573. 3. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hess Holding GmbH & Co. KG in Köln (Mutterunternehmen) einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB wurde in Anspruch genommen, nach der die Gesellschaft von der Verpflichtung befreit ist, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. 4. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 1.127 Arbeitnehmer beschäftigt. Hierauf entfallen auf Vollzeitbeschäftigte 619, auf Teilzeitbeschäftigte 37 und auf Aushilfen 471. 5. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen
Die Gesellschaft verzichtet für weitere Beteiligungen auf die Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB und nimmt die Erleichterungsregelung nach § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB in Anspruch. 6. Honorar des Abschlussprüfers Wegen der Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird von der Erleichterung des § 285 Nr. 17, 2. Hs. HGB Gebrauch gemacht. 7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung beschließt, den Jahresfehlbetrag von TEUR 12.118 mit dem Gewinnvortrag von TEUR 4.660 zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Ausbreitung des sogenannten Coronavirus im Frühjahr 2020 führt derzeit in bislang nicht gekanntem Ausmaß weltweit zu Verwerfungen im Wirtschaftsleben. Die möglichen Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus "COVID-19" können derzeit nicht zuverlässig beziffert werden, diese werden jedoch fortlaufend beobachtet und analysiert. Im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus mussten Niederlassungen mit einem Endverbrauchergeschäft zeitlich befristet ab Mitte März bis zum 19. April 2020 geschlossen werden. Durch den Wegfall des Endverbrauchergeschäftes bei Autoersatzteilen (bei eigenen Niederlassungen und bei unseren Handelskunden) ist die Gesellschaft von Umsatzausfällen betroffen. Dieser Umsatzeinbruch konnte teilweise durch einen gestiegenen Umsatz mit Werkstattkunden kompensiert werden. Angesichts der Umsatzrückgänge haben wir ab dem 16. April 2020 Kurzarbeit bis zu 100% angemeldet bzw. unsere Mitarbeiter bauen Überstunden und Urlaub ab. Weiterhin wurden relevante steuerliche Erleichterungen aufgrund des COVID-Schutzschirmes beantragt. Mit den Banken wurden teilweise Tilgungsaussetzungen vereinbart. Im Rahmen des Konsortialvertrages der Hess Holding GmbH & Co. KG für den Hess-Konzern hat die Gesellschaft die unter "III. 6. Haftungsverhältnisse" angegebenen Bürgschaften übernommen. Unternehmensinterne restrukturierungsbedingte Einflüsse und eine marktbedingte Kaufzurückhaltung der Kunden führten im Geschäftsjahr 2019 sowohl auf Ebene des Hess-Konzerns als auch auf Ebene der Gesellschaft, die den wesentlichen Bestandteil des Hess-Konzerns bildet, zu einem nicht geplanten Umsatzrückgang in Höhe eines niedrigen zweistelligen Prozentwertes gegenüber dem jeweiligen Umsatz des Geschäftsjahres 2018. Aus diesem Grunde wurde eine Aktualisierung des bestehenden Restrukturierungskonzeptes für alle Gesellschaften der Hess-Gruppe vorgenommen und die positive Fortbestehensprognose der Gesellschaften der Hess-Gruppe bei der Umsetzung der im Restrukturierungskonzept vorgesehenen zusätzlichen Maßnahmen und Eintritt der erwarteten Entwicklungen mit Schreiben vom 4. Dezember 2019 im Rahmen eines Gutachtens nach den geltenden Standards bescheinigt. Naturgemäß ergeben sich im Zuge einer solchen Restrukturierung wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit Gegebenheiten und Ereignissen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Die Konzernleitung, die personenidentisch mit der Geschäftsführung der Gesellschaft ist, hat folgende wesentliche Unsicherheiten identifiziert: Um dem Konzern die Umsetzung der ergänzenden Maßnahmen zur bereits fortgeschrittenen Restrukturierung und weiteren Verbesserung der Finanzsituation zu ermöglichen, wurde mit den Finanzierungsparteien neben den Finanzierungsvereinbarungen eine gemeinsame Restrukturierungsvereinbarung getroffen, welche die Finanzierung des Konzerns für die folgenden beiden Geschäftsjahre sicherstellen soll. Im Rahmen der Implementierung dieser gemeinsamen Finanzierungsvereinbarung haben der Konzern und seine Finanzierungsparteien in den Finanzierungsbedingungen u.a. konkrete Finanzkennzahlen vereinbart, deren Einhaltung maßgeblich für die fortgesetzte Gültigkeit der Finanzierungsvereinbarung ist und deren Nichteinhaltung eine Kündigung dieser Vereinbarung zur Folge haben könnte, was seinerseits erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben kann. Diese Vereinbarungen sind mit Änderung des Finanzierungsvertrags vom 12. Februar 2020 erneuert worden. Es liegen der Konzernleitung keine Informationen vor, wonach die Kreditgeber eine Reduzierung oder Kündigung vereinbarter Finanzinstrumente in Betracht ziehen. Weiterhin sind in den Restrukturierungsvereinbarungen wesentliche Maßnahmen definiert worden, die seitens des Konzerns und auch der Finanzierungsparteien zu erfüllen sind, um eine erfolgreiche Restrukturierung weiterhin zu gewährleisten. Die Konzernleitung hat durch die bereits fortgeschrittene Umsetzung einzelner Maßnahmen die Restrukturierung sachgerecht verfolgt und geht trotz derzeitiger Unsicherheiten aus der Corona-Krise davon aus, dass die Restrukturierung gelingen wird. Wesentliche Planungsunsicherheiten ergeben sich nach Einschätzung des Branchenverbands insbesondere im Hinblick auf die Transformation der Autobranche, die ggf. zeitlich verzögert zu einer wirtschaftlichen Herausforderung und einer notwendigen Anpassung des Kfz-Ersatzteilmarktes führen wird. Die erwartete Stagnation im Kfz-Ersatzteilmarkt wird auch Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Hess-Gruppe haben. Der Umfang der nachlassenden Marktdynamik und des erforderlichen Strukturwandels kann derzeit für die gesamte Autobranche nicht abgeschätzt werden. Für den Independent Aftermarket wird allerdings davon ausgegangen, dass die Corona-Krise diesen Markt zukünftig eher etwas beleben wird, da die Fahrzeuge vermutlich länger gefahren werden. Die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie und die dadurch entstandenen allgemeinen Unsicherheiten haben die Hess-Gruppe bereits früh im Jahr 2020 betroffen und haben zu einer kurzzeitigen Abweichung von den geplanten Finanzkennzahlen geführt. Die Geschäftsführung hat auch diese Entwicklung bereits frühzeitig erkannt und aktiv Maßnahmen zur Minderung und Gegensteuerung dieser Pandemie-bedingten Markteinflüsse ergriffen. Hinsichtlich weiterer Ausführungen zur Unternehmensfortführung verweisen wir auf den Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Lagebericht.
Köln, 28. April 2020 Philipp Hess Dirk Schlarmann In der Gesellschafterversammlung vom 23. Juni 2020 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Jahresfehlbetrag zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Lagebericht zum Geschäftsjahr 2019Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Hans Hess Autoteile GmbH ist ein regionaler Versorgungs-Großhändler für PKW Verschleiß- und Zubehörteile. Zu unseren Kunden zählen Fachhändler und freie Werkstätten. Aus unseren 6 Regionallägern in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beliefern wir unsere Kunden bis zu 6-mal am Tag mit mehr als 90.000 Artikeln in der täglichen Verfügbarkeit. Des Weiteren sind wir ein Spezialist für Motorenteile, die wir bundesweit an Motoreninstandsetzer und Motorenspezialisten ausliefern bzw. versenden. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung bezogen auf unsere Handelsprodukte erfolgt durch die jeweiligen Autoteilehersteller. Wir, als Autoteilegroßhändler, entwickeln zur Verbesserung unserer Vertriebskanäle kontinuierlich Kundenbindungskonzepte und innovative Serviceleistungen für unsere Kunden. Diese basieren zum größten Teil auf webbasierten Softwareprogrammen, die teilweise selbst programmiert werden. In 2014 wurde die Hess IT-Entwicklungsabteilung gegründet, die mittlerweile sieben hochqualifizierte Programmierer beschäftigt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage in Deutschland kann weiterhin als sehr gut bezeichnet werden. Im Jahr 2019 ist das Bruttoinlandsprodukt um +0,6 % gewachsen (Vorjahr 1,4 %). Bedingt durch die gegenüber dem Vorjahr weiter gesunkene Arbeitslosenquote, stiegen in 2019 die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Zuwächse fielen jedoch deutlich niedriger aus als in den letzten drei Jahren. Preisbereinigt nahmen die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 % zu. Laut DAT Report 2020 hat das Jahr 2019 den Automobilisten viel abverlangt und der Deutschen "liebstes Kind" steht am Pranger. Auf der einen Seite haben die Menschen Spaß am Autofahren und sogar oftmals einen emotionalen Bezug zum eigenen Pkw. Auf der anderen Seite sahen sie sich konfrontiert mit drohenden Fahrverboten, "Fridays for Future" und sogar dem ganz konkreten Vorschlag einer Verkehrssenatorin, dass sie ihre Autos abschaffen sollen (DAT Report 2020). Für das Jahr 2019 registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Anstieg von 5,0 % bei den Neuwagenzulassungen, während die Besitzumschreibungen auf Vorjahrsniveau geblieben sind. Im Gebrauchtwagenmarkt gab es einen leichten Zuwachs von 1,4 %. Entsprechend des DAT Berichtes 2020 ist die durchschnittliche Anzahl der Wartungen pro Fahrzeug von 0,88 in 2019 gegenüber 0,90 in 2018 leicht gesunken. Die Wartungshäufigkeit variiert nach PKW-Alter. Grundsätzlich liegt die Wartungshäufigkeit bei Fahrzeugen zwischen 4-6 Jahren mit 1,06 und zwischen 6-8 Jahren mit 1,02 über diesem Durchschnitt. Während 90% der bis zu 4 Jahre alten Fahrzeuge in Markenwerkstätten gewartet wurden, sinkt diese Quote mit zunehmendem Alter des Fahrzeugs auf 25 % bei den über zehn Jahre alten Fahrzeugen. Der Marktanteil der freien Betriebe in 2019 stieg auf 40 % (Vorjahr 36 %). Bei Fahrzeugen, die gebraucht gekauft wurden, bestritten die freien Betriebe sogar 49 %aller Wartungen, gegenüber 43 % bei den Markenwerkstätten. Der Do-it-yourself-Anteil sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtfahrzeugen liegt wie im Vorjahr bei 6 %. Dennoch zeigt der Branchenvergleich für den Autoteilehandel des Gesamtverbandes des Autoteilehandels e.V. (GVA) in Verbindung mit dem Institut für Handelsforschung der Universität zu Köln e.V. (IfH) im Gesamtdurchschnitt mit -2,8 % (Vorjahr 1,2 %) eine deutliche Schrumpfung. Bei Unternehmen unserer Größenklasse (> 50 Mio. € Umsatz) betrug die Schrumpfung -2,2 % (Vorjahr 5,7 %). Geschäftsverlauf (Überblick) Für die Steuerung des Unternehmens sind die Umsatzerlöse und die M arge (das Rohergebnis) relevant. Am 29. März 2019 wurde die Verschmelzung der Schwenker Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Minden, mit anschließender Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG, Minden, auf die Hans Hess Autoteile GmbH als aufnehmende Gesellschaft notariell beglaubigt. Diese Vorgänge erfolgten mit gesellschafts- bzw. zivilrechtlicher Wirkung zum 31. März 2019. Aufgrund dessen hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hans Hess Autoteile GmbH im Geschäftsjahr signifikant verändert. Somit kommt es zu folgender Entwicklung der Kennzahlen: Der Geschäftsverlauf in 2019 war durch einen Umsatzanstieg von 50,4 Mio. € (+47,4 %) auf 156,8 Mio. € geprägt. Dieser Anstieg ist auf die o.g. Anwachsung zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der Berichtsgesellschaft in 2019 nach erfolgter Anwachsung haben sich im Vergleich zu der Summe der Vorjahres-Umsatzerlöse der Berichtsgesellschaft und der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG geschäftsjahrübergreifend jedoch verringert. Dieser Rückgang resultiert insbesondere aus Umsatzverlusten im regionalen, internationalen und stationären Handel. Durch die MarktSituation und die Anwachsung hat sich die Materialquote der Hans Hess Autoteile GmbH um 1,8 Prozentpunkte verschlechtert und damit zu einem Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) von 43,8 Mio. € geführt. Außerordentliche Restrukturierungssaufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. €, um 11,3 Mio. €, erhöhte Personalaufwendungen sowie ein negativeres Finanzergebnis als im Vorjahr von 1,2 Mio. € führten zu einem EBT von -12,2 Mio. €. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 156,8 Mio. € (Vorjahr: 106,4 Mio. €) erwirtschaftet, was im Wesentlichen der im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 enthaltenen Prognose entspricht und auf die Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG zurückzuführen ist, bei der die o.g. Gründe für die oben beschriebene Umsatzentwicklung mit Bezug auf die Anwachsung bereits entsprechend antizipiert wurden. Mit dieser Entwicklung ging eine Erhöhung des Materialaufwands um 38,3 Mio. € auf 113,0 Mio. € einher, woraus ein um 12,1 Mio. € auf 43,8 Mio. € erhöhtes Rohergebnis resultierte. Das in Relation zu den Umsatzerlösen unterproportional angestiegene Rohergebnis entstand durch die anwachsungsbedingt verschlechterte Materialquote von nunmehr 72,0 %. Die restrukturierungsbedingten Maßnahmen führten im aktuellen Geschäftsjahr zu einmaligen Mehraufwendungen in Höhe von insgesamt ca. 3,4 Mio. €, die sich in Höhe von 1,1 Mio. € im Personalaufwand und in Höhe von 2,3 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2,1 Mio. € für Berater, Gutachten sowie Versicherungen und 0,2 Mio. € für eine Abfindung im Rahmen der Umlage des Mutterunternehmens) niedergeschlagen haben. Während die Gesellschaft die Arbeitnehmer der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG in Folge der Anwachsung übernommen haben, woraus ein Anstieg der Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2019 resultierte, wurde in 2019 im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen planmäßig Personal abgebaut. Durch die vorgenannten Effekte erhöhten sich die Personalaufwendungen um 11,3 Mio. € auf 32,7 Mio. €. Die vorgenannten Entwicklungen und Maßnahmen, die Anwachsung sowie das verhaltene Marktwachstum führten dazu, dass die Hans Hess Autoteile GmbH das Geschäftsjahr 2019 mit einem Betriebsergebnis von -10,9 Mio. € (Vorjahr: -5,0 Mio. €) und einem Jahresergebnis von -12,1 Mio. € (Vorjahr: - 6,0 Mio. €) abgeschlossen hat, was der Prognose im Lagebericht 2018 für das Geschäftsjahr 2019 entspricht. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fiel im Geschäftsjahr auf -2,3 Mio. € (Vorjahr: 8,6 Mio. €) insbesondere durch das verschlechterte Jahresergebnis in Höhe von -12,1 Mio. €. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit fiel von 1,6 Mio. € in 2018 auf 0,2 Mio. € in 2019. Die Reduzierung begründet sich insbesondere in einem nur das Vorjahr betreffenden Cash-Flow Zufluss aus einer Kaufpreisminderung von erworbenen Anteilen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich insbesondere durch die Gewährung von Darlehen seitens der Muttergesellschaft aus dem ihrerseits aufgenommenen Kredit des Bankenkonsortiums sowie durch Aufnahme eines Darlehens der Aktivbank in Höhe von insgesamt 34,6 Mio. € und getilgten Darlehen in Höhe von insgesamt 29,9 Mio. € nebst gezahlten Zinsen von -1,8 Mio. € auf 3,0 Mio. € (von im Vorjahr -9,9 Mio. €) erhöht. Zusammenfassend konnte somit der Finanzmittelbestand um 1,1 Mio. € auf 3,2 Mio. € verbessert werden. 0,3 Mio. € des Finanzmittelbestandes resultierten aus der Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG per 1. Januar 2019. Mit dem Bankenkonsortium konnten wir bisher die Finanzierung der notwendigen Betriebsmittel planmäßig sicherstellen. Bei weiterer plankonformer Unternehmensentwicklung steht eine weitere Refinanzierung erst Ende 2021 an. Weitere Einzelheiten hierzu werden im Prognose-, Chancen- und Risikobericht dargestellt. Die Liquidität war im Geschäftsjahr stets sichergestellt. Vermögenslage Die wesentlichen Abgänge des Anlagevermögens in Höhe von 6,9 Mio. € betreffen mit 6,4 Mio. € den Abgang der Beteiligung an der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG im Rahmen der Anwachsung und mit 0,5 M io. € den Abgang von Sachanlagevermögen. Die Zugänge des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt 6,7 Mio. € ergeben sich im Wesentlichen aus der Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwertes mit 5,3 Mio. € sowie der Aktivierung von Vermögensgegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 1,1 Mio. €, welche aus der o.g. Anwachsung resultierten. Im Rahmen der Anwachsung erfolgte der Übergang von Vorräten per 1. Januar 2019 in Höhe von 13,0 Mio. €. Insbesondere durch Lagerbereinigungen (-7,3 Mio. €) erfolgte im Geschäftsjahr in Relation dazu insgesamt betrachtet nur eine leichte Erhöhung der Vorräte um 5,7 Mio. € auf 27,8 Mio. €. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,5 Mio. € auf 11,8 Mio. € geht im Wesentlichen mit dem Umsatzanstieg durch die Anwachsung einher. Die Verringerung der Forderungen gegen Gesellschafter um 7,2 Mio. € auf 3,1 Mio. € resultiert aus der Aufrechnung mit Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, die trotz der Aufrechnung aufgrund eines erhöhten Liquiditätsbedarfs um 2,7 Mio. € auf 54,8 Mio. € stiegen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, verminderten sich um 1,9 Mio. € auf 8,3 Mio. €. Die Bilanzsumme stieg aufgrund der oben genannten Veränderungen um 3,5 Mio. €. Aufgrund des Jahresfehlbetrags von 12,1 Mio. € verringerte sich das Eigenkapital von 6,7 Mio. € auf -5,4 Mio. €, das auf der Aktivseite als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich insbesondere durch die Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG um 3,5 Mio. € auf 9,5 Mio. € erhöht. Die Erhöhung durch die im Rahmen der Anwachsung per 1. Januar 2019 zusätzlich passivierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,6 Mio. € konnte demnach betragsmäßig im Geschäftsjahr nur leicht reduziert werden. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die o.g. Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG geprägt, wodurch eine nur eingeschränkte Vergleichbarkeit resultiert. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen der vorgenannten Anwachsung auf die Ertragslage der Gesellschaft war diese durch einen unterproportionalen Umsatzanstieg, eine Verringerung der Rohertragsmarge, die sich leicht besser als im Lagebericht 2018 für 2019 prognostiziert entwickelt hat, sowie signifikante Aufwendungen aus den Maßnahmen zur Restrukturierung gekennzeichnet, die zu einem Jahresergebnis von -12,1 Mio. € geführt haben. Aus dem o.g. Jahresfehlbetrag resultierte ein negatives Eigenkapital in Höhe von -5,4 Mio. €. Der bilanziellen Überschuldung steht ein Rangrücktritt auf ein deutlich höheres Gesellschafterdarlehen gegenüber. Die Gesellschaft verfügt zudem über eine positive Fortführungsprognose. Die Finanzlage ist ausreichend. Insoweit beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Berücksichtigung der restrukturierungsbedingten Sondereffekte insgesamt als zufriedenstellend. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Unternehmenswert der Gesellschaft wird außer von finanziellen auch von nichtfinanziellen Einflussfaktoren bestimmt. Von Bedeutung ist die Beziehung des Unternehmens zu den Mitarbeitern. Die bisherige Restrukturierung hat zu einer Personalreduzierung der Vollzeitangestellten geführt. Die weitere Strategie der Gesellschaft lässt sich nur erreichen, wenn sie als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich bindet und die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter weiter fördert. Dies erfolgt im Wesentlichen durch interne und externe Mitarbeiterschulungen, der individuellen Förderung von Mitarbeitern und dem Anbieten von flexiblen Arbeitszeitenmodellen. Weitere Schwerpunkte im Konzern bilden die Ausbildung von zukünftigen Fachkräften und die Einbindung von Schwerbehinderten Mitarbeitern, in der Logistik, im Rahmen eines Inklusionsprojektes für Schwerbehinderte. Ziel ist es die ausgebildeten Fachkräfte, nach der Ausbildung zu übernehmen und durch interne Fortbildungsmaßnahmen an das Unternehmen zu binden. Durch das Inklusionsprojekt für Schwerbehinderte wurde eine Schwerbehindertenquote von etwa 7% der Vollzeitbeschäftigten erreicht. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Im Rahmen des Konsortialvertrages der Hess Holding GmbH & Co. KG für den Hess-Konzern hat die Gesellschaft die im Anhang unter "III. 6. Haftungsverhältnisse" angegebenen Bürgschaften übernommen. Daher ist für die Prognose der Gesellschaft auch die Entwicklung des gesamten Hess-Konzerns von Bedeutung. Unternehmensinterne restrukturierungsbedingte Einflüsse und eine marktbedingte Kaufzurückhaltung der Kunden u.a. durch Marktkonsolidierung und Verdrängungswettbewerb lassen im Geschäftsjahr 2020 einen weiteren Umsatzrückgang sowohl auf Ebene des Hess-Konzerns als auch auf Ebene der Gesellschaft in Höhe eines einstelligen Prozentwertes gegenüber dem Umsatz des Geschäftsjahres 2019 erwarten. Ursächlich hierfür sind rückläufige Umsätze im stationären Handel und im E-Commerce aufgrund der momentanen allgemeinen Marktentwicklung sowie unternehmensspezifischer restrukturierungsbedingter Einflüsse wie beispielsweise ungeplante als auch geplante Umsatzrückgänge in unterschiedlichen Absatzkanälen. Aufgrund des Umsatzrückgangs im Geschäftsjahr 2019 wurde eine Aktualisierung des bestehenden Restrukturierungskonzeptes für alle Gesellschaften der Hess-Gruppe vorgenommen und die positive Fortbestehensprognose der Gesellschaften der Hess-Gruppe bei der Umsetzung der im Restrukturierungskonzept vorgesehenen zusätzlichen Maßnahmen und dem Eintritt der erwarteten Entwicklungen mit Schreiben vom 4. Dezember 2019 im Rahmen eines Gutachtens nach den geltenden Standards bescheinigt. Naturgemäß ergeben sich im Zuge einer solchen Restrukturierung wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit Gegebenheiten und Ereignissen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Die Konzernleitung, die personenidentisch mit der Geschäftsführung der Gesellschaft ist, hat folgende wesentliche Unsicherheiten identifiziert: Um dem Konzern die Umsetzung der ergänzenden Maßnahmen zur bereits fortgeschrittenen Restrukturierung und weiteren Verbesserung der Finanzsituation zu ermöglichen, wurde mit den Finanzierungsparteien neben den Finanzierungsvereinbarungen eine gemeinsame Restrukturierungsvereinbarung getroffen, welche die Finanzierung des Konzerns für die folgenden beiden Konzerngeschäftsjahre sicherstellen soll. Im Rahmen der Implementierung dieser gemeinsamen Finanzierungsvereinbarung haben der Konzern und seine Finanzierungsparteien in den Finanzierungsbedingungen u.a. konkrete Finanzkennzahlen vereinbart, deren Einhaltung maßgeblich für die fortgesetzte Gültigkeit der Finanzierungsvereinbarung ist und deren Nichteinhaltung eine Kündigung dieser Vereinbarung zur Folge haben könnte, was seinerseits erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben kann. Diese Vereinbarungen sind mit Änderung des Finanzierungsvertrags vom 12. Februar 2020 erneuert worden. Es liegen der Konzernleitung keine Informationen vor, wonach die Kreditgeber eine Reduzierung oder Kündigung vereinbarter Ananzinstrumente in Betracht ziehen. Weiterhin sind in den Restrukturierungsvereinbarungen wesentliche Maßnahmen definiert worden, die seitens des Konzerns und auch der Finanzierungsparteien zu erfüllen sind, um eine erfolgreiche Restrukturierung weiterhin zu gewährleisten. Die Konzernleitung hat durch die bereits fortgeschrittene Umsetzung einzelner Maßnahmen die Restrukturierung sachgerecht verfolgt und geht trotz derzeitiger Unsicherheiten aus der Corona-Krise davon aus, dass die Restrukturierung gelingen wird. Wesentliche Planungsunsicherheiten, ergeben sich nach Einschätzung des Branchenverbands insbesondere im Hinblick auf die Transformation der Autobranche, die ggf. zeitlich verzögert zu einer wirtschaftlichen Herausforderung und einer notwendigen Anpassung des Kfz-Ersatzteilmarktes führen wird. Die erwartete Stagnation im Kfz-Ersatzteilmarkt wird auch Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Hess-Gruppe haben. Der Umfang der nachlassenden Marktdynamik und des erforderlichen Strukturwandels kann derzeit für die gesamte Autobranche nicht abgeschätzt werden. Für den Independent-Aftermarket geht die Konzernleitung allerdings davon aus, dass die Corona-Krise diesen Markt zukünftig eher etwas beleben wird, da die Fahrzeuge vermutlich länger gefahren werden. Die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie und die dadurch entstandenen allgemeinen Unsicherheiten haben die Hess-Gruppe bereits früh im Jahr 2020 betroffen und haben zu einer kurzzeitigen Abweichung von den geplanten Finanzkennzahlen geführt. Die Geschäftsführung hat auch diese Entwicklung bereits frühzeitig erkannt und aktiv Maßnahmen zur Minderung und Gegensteuerung dieser Pandemie-bedingten Markteinflüsse ergriffen. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 neben dem bereits oben beschriebenen Umsatzrückgang eine gleichbleibende Marge und eine leichte Verbesserung des Jahresfehlbetrags aufgrund der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen. Mittelfristig geht das Unternehmen auf Basis der vorliegenden Planung von der Wiedererlangung einer branchen- und wettbewerbsüblichen Rendite aus. Zu der geplanten wirtschaftlichen Restrukturierung gehört auch die nachhaltige Sicherung des Geschäftsmodells durch Reorganisation der Führungsstrukturen. Hierzu wurde u.a. eine Vertriebsberatung beauftragt, die Integration der Unternehmen der Hess-Gruppe und deren Vertriebseinheiten in ein gruppenweites Vertriebsnetz zu unterstützen. Darüber hinaus plant der Hess-Konzern seine bereits stark ausgeprägte Digitalstruktur auf alle Tochtergesellschaften auszuweiten, um den Kunden gruppenweit eine integrierte Plattformlösung zu bieten. Risikobericht Der Rückgang der weltweiten Automobilkonjunktur kann ggf. mit etwas Verzögerung, durchaus durch einen leichten Anstieg des Alters zugelassener Fahrzeuge zunächst positive Auswirkungen auf den Autoteilegroßhandel (Independent Aftermarket) haben. Die Unternehmen des freien Kfz-Teilehandels aber auch die Kfz-Teilehersteller müssen sich zukünftig auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen flexibel einstellen und mit digitalen Lösungen die Kunden noch transparenter bedarfsgerecht bedienen. Die Gesellschaft sieht mittelfristig Risiken in der starken Konsolidierung und dem zunehmenden Wettbewerbsdruck der Branche. Diese bedingen, dass die zu erzielenden Preise für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen weiter unter Druck stehen werden. Durch den Erwerb weiterer Gesellschaften wurde das Einkaufsvolumen verdoppelt und damit eine deutlich relevantere Größenordnung erreicht. Dies sowie der Beitritt in die Select AG wird den Konzern in die Lage versetzen, dem weiteren Preisdruck standzuhalten. Die Emissionsvorgaben und Feinstaubgrenzwerte werden mittelfristig zu einem deutlichen Anstieg der Elektrifizierung des Antriebstrangs führen. Der Zentralverband des Kfz-Handwerks geht hier zunächst von einem sehr starken Anstieg der Hybridfahrzeuge aus, da sie einerseits die Problematik des Feinstaubs in den Ballungszentren reduzieren, aber andererseits nicht die Reichweiteproblematik eines rein elektrischen Fahrzeugs aufweisen. Der hybride Antriebsstrang kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Dessen Wartung ist aufwändiger als der eines konventionellen Verbrennungsmotorstranges. Es fallen auch keine Ersatzteile weg. Deshalb ist auch mittel- bis langfristig kein signifikanter Rückgang des Marktvolumens zu erwarten. Dennoch wird sich langfristig das Marktpotenzial durch den wachsenden Bestand von Elektrofahrzeugen reduzieren, da diese insgesamt deutlich weniger Verschleißteile aufweisen als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Dies kann die Anzahl der privaten Kunden auf Werkstattebene reduzieren, insbesondere da zudem der heute noch schwache, aber bereits wahrnehmbare Trend des Wandels vom "Fahrzeug besitzen" zum "Fahrzeug benutzen" stärker werden wird. Dies hätte dann zur Folge, dass an die Stelle von vielen privaten Servicekunden wenige, große Carsharing-Firmen treten würden. Die fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung der Fahrzeuge bergen großes Konfliktpotential insoweit als die Fahrzeughersteller auf proprietäre Lösungen in den Fahrzeugen setzen und damit Drittanbieter, die freien Werkstätten, ausschließen. Die freien Werkstätten stellen aber ein großes Kundenpotential für unseren Konzern dar. Der Gesamtverband des Autoteilehandels setzt sich dafür ein, dass die Vernetzung über eine standardisierte offene Telematik-Plattform im Fahrzeug gestaltet wird, die auf Wunsch des Autofahrers auch unabhängigen Marktteilnehmern einen direkten Zugang zu den Daten im Auto und dessen Ressourcen ermöglicht. Zur Unterstützung dieser Forderung hat unser Unternehmen zusammen mit anderen Teilnehmern des freien Ersatzteilmarktes die Initiative Carmunication e.V. gegründet. Alle genannten Risiken sind aber dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Regel eine kontinuierliche Entwicklung nehmen und somit für die Geschäftsführung einschätzbar sind. Demzufolge sollte es gelingen, das Unternehmen auf diese Veränderungen rechtzeitig vorzubereiten. Die Ausbreitung des sogenannten Coronavirus im Frühjahr 2020 führt derzeit in bislang nicht gekanntem Ausmaß weltweit zu Verwerfungen im Wirtschaftsleben. Die möglichen Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus "COVID-19" können derzeit nicht zuverlässig beziffert werden, diese werden jedoch fortlaufend beobachtet und analysiert. Langfristig ist durch die Corona-Krise von einem sinkenden Neuwagenbedarf auszugehen, was zu einem steigenden durchschnittlichen Fahrzeugalter und Ersatzteilbedarf führen wird. Hierdurch ergeben sich zusätzliche Potentiale, am Marktwachstum zu partizipieren. Risikobericht in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Forderungsausfallrisiken sind lediglich im üblichen Rahmen gegeben, weil vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung jeder Kunde auf Bonität überprüft wird und Zahlungseingänge regelmäßig durch ein ständiges Forderungsmanagement überwacht werden. Durch den ausschließlichen Absatz unserer Produkte auf Euro-Basis sind wir hinsichtlich unserer Forderungen keinen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Chancenbericht Eine erwartete Eintrübung der Lage im Kfz-Ersatzteilmarkt ändert nichts daran, dass aktuell die "branchennahen" Rahmendaten weiterhin positiv sind: Der Bestand an PKW, Bussen, LKW und Sattelzugmaschinen in Deutschland lag laut Kraftfahrt-Bundesamt zum 1. Januar 2020 bei 65,8 Mio. Einheiten und damit auf Rekordniveau. Das Durchschnittsalter der PKW ist mit 9,6 Jahren so hoch wie nie zuvor. Davon profitieren vor allem die freien Servicebetriebe, da die Halter eines Fahrzeugs mit dessen steigendem Alter bei Wartung und Reparatur tendenziell stärker zu den Mehrmarkenwerkstätten tendieren. Durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wird sich die Gesellschaft verstärkt auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Dies beinhaltet eine Konditions-, Sortiments- und Kundenoptimierung und die weitere Zentralisierung bestimmter Dienstleistungen. Auch werden weitere Bereiche des Einkaufs und des Vertriebs der Tochtergesellschaften der Jakobs-Gruppe weitestgehend integriert werden. Die Gesellschaft erwartet sich hierdurch und insbesondere durch die Verschmelzung der Schwenker Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit anschließender Anwachsung der Wilhelm Schwenker GmbH & Co. KG auf die Gesellschaft deutliche Synergieeffekte und eine weitere Stärkung der digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter. Dadurch sieht sich die Geschäftsführung für den zunehmenden Wettbewerb gerüstet. Gesamtaussage Unter Berücksichtigung der dargestellten bestehenden Unsicherheiten geht die Geschäftsführung nach wie vor von einer erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen aus. Vielmehr sieht die Geschäftsführung trotz der Unsicherheiten durch die Corona-Krise diese Restrukturierungsmaßnahmen auch als Chance, die Gesellschaft im Markt gut gestärkt und fokussiert aufstellen zu können und ist zuversichtlich, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.
Köln, 28. April 2020 Philipp Hess Dirk Schlarmann Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2019 (Bilanzsumme EUR 82.530.523,94; Jahresfehlbetrag EUR 12.117.515,23) und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 der Hans Hess Autoteile GmbH, Köln: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hans Hess Autoteile GmbH VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hans Hess Autoteile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hans Hess Autoteile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir mangels Vorlage nicht geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Kapitel VI. "Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sowohl der Hess-Konzern als auch die Gesellschaft, die den wesentlichen Bestandteil des Hess-Konzerns bildet, in 2019 einen Umsatzrückgang in Höhe eines niedrigen zweistelligen Prozentwertes gegenüber dem Umsatz des Geschäftsjahres 2018 hinnehmen musste. Derzeit gehen die gesetzlichen Vertreter aufgrund einer Aktualisierung des bestehenden Restrukturierungskonzeptes auf Basis eines externen Gutachtens vom 4. Dezember 2019 nach den geltenden Standardsund einer aktualisierten Finanzierungsvereinbarung vom 12. Februar 2020 auch trotz der derzeitigen Unsicherheiten aus der Corona-Krise von einer positiven Fortführungsprognose der Hess Holding GmbH & Co. KG und damit aufgrund deren Finanzierungsfunktion im Hess-Konzern ebenfalls von einer positiven Fortführungsprognose der Gesellschaft aus. Naturgemäß ergeben sich im Zuge einer solchen Restrukturierung wesentliche Unsicherheiten im Hinblick auf die Kündbarkeit der Finanzierungsvereinbarungen, der Nichterreichung bestimmter Restrukturierungsmaßnahmen, die Transformation der Autobranche, die auch zu einer notwendigen Anpassung des Kfz-Ersatzteilmarkts führen wird sowie der unerwarteten Corona-Krise. Wie in den Angaben im Kapitel VI. des Anhangs und im Prognosebericht des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen wesentlicher Unsicherheiten hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Muttergesellschaft und damit aufgrund deren Finanzierungsfunktion im Hess-Konzern an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die einzeln oder gemeinsam ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 (Bilanzsumme EUR 82.530.523,94; Jahresfehlbetrag EUR 12.117.515,23) und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 der Hans Hess Autoteile GmbH, Köln.
Köln, den 29. April 2020 PKF
Fasselt Schlage Partnerschaft mbB
M. Zünkler, Wirtschaftsprüfer C. Renner, Wirtschaftsprüfer |
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