Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 31514
Vorher
Magellan EDV-Netzwerke GmbHMagellan Netzwerke GmbHfernao magellan GmbH
Eingetragen
16.6.1992
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Im- und Export von EDV Bestandteilen, die Entwicklung und Installation von EDV Netzwerken und die Beratung von Unternehmen jeglicher Art in Fragen der Hard- und Softwaretechnik, bei Projektplanungen und Einrichtung von Netzwerken sowie die Durchführung aller branchenüblichen Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Niemeitz
seit 9.12.2025
Geschäftsführer
Zoran Olujic
seit 9.12.2025
Geschäftsführer
Heiko Bundesmann
seit 28.2.2025
Prokura
Natalie Bodenteich
seit 28.2.2025
Prokura
Julian Funke
seit 28.2.2025
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Axians IT Service GmbH
Germany
48.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fernao magellan GmbH (vormals: Magellan Netzwerke GmbH)

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die fernao magellan GmbH, Köln, bietet ihren Kunden Lösungen im erweiterten Cyber-Security Bereich an. Dabei wird das Thema Security ganzheitlich betrachtet - zu der Kernkompetenz Cyber Security & Defense gehören ebenso Lösungen und Services aus den Bereichen Digital Infrastructure, Data Analytics sowie Network Visibility zum Portfolio. Der ganzheitliche Ansatz versetzt das Unternehmen in die Lage, wirkungsvoll Protection- und Detection-Maßnahmen zum Schutz vor allen denkbaren Angriffsszenarien umzusetzen. Der Einsatzbereich reicht von der Konzeption über die Realisierung bis hin zum Betrieb der Security-Umgebungen der Kunden. Das Leistungsspektrum umfasst dabei neben Hard- und Softwarelieferungen die Dienstleistungen Beratung, Planung, Implementierung und Managed Services, die durch die Business Unit Network & Security Operations (NSO) und das Security Operations Center (SOC)-Team "Cyber Defense" 24x7 an 365 Tagen im Jahr geleistet werden. Die Gesellschaft konzentriert sich dabei auf mittelständische und große Kunden.

b) Ziele und Strategien

Ziel der fernao magellan GmbH ist es, in den kommenden Jahren unter dem Dach der Konzernmutter fernao group GmbH, Köln, ihre Stellung als eine der führenden Service Anbieter im Bereich Cyber-Security weiter auszubauen. Dazu werden insbesondere die Managed Security Services aus NSO und SOC weiterentwickelt und verbreitert sowie die Bereiche Sales und Professional Services weiter sukzessive ausgebaut, was in der Kombination zu einem Wachstum des operativen Ergebnisses führen wird.

c) Forschung und Entwicklung

Erstmals hat die Gesellschaft im Jahr 2018 ein Dienstleistungsprodukt basierend auf eigener Software- und Regelwerk-Entwicklung etabliert. Das Produkt "Managed Threat Detection and Alerting - MTDA" als Teil des Produktportfolios des SOC Teams.

Das MTDA erhöht die Cyber Security bei den Kunden durch Überwachungs-, Analyse- und Alarmierungsmechanismen und liefert entsprechende Berichte über die aktuelle Bedrohungslage. Durch den Einsatz der entwickelten Managed Security Services wird sehr schnell ein erhöhter Reifegrad der Kunden-Organisation bezogen auf Cyber-Security erreicht. Kunden können sich somit auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und besitzen ein Sicherheitsniveau, das modernen Angriffsvektoren gewachsen ist. Dieses Produkt wird bereits vermarktet und kontinuierlich weiterentwickelt sowie um neue Funktionen erweitert.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts in 2023 um 0,3% gesunken. Die Gründe für den Rückgang der Wirtschaftsleistung lägen unter anderem an hohen Preisen, ungünstigen Finanzierungsbedingungen und einer schwachen Nachfrage. Der Rückgang sei vor allem auf das produzierende Gewerbe (-2,0%, preisbereinigt) zurückzuführen, wohingegen die Dienstleistungsbereiche gewachsen seien (Information, Kommunikation +2,6 %, preisbereinigt). Der Rückgang ist in nahezu allen Ausgabenbereichen zu verzeichnen, hervorzuheben ist der Rückgang im Außenhandel bei den Exporten (-1,8%, preisbereinigt) und den Importen (-3,0%, preisbereinigt). Lediglich bei den Ausrüstungsinvestitionen wurde eine positive Veränderung zum Vorjahr verzeichnet (+3,0%, preisbereinigt).[1]

Die Inflationsrate im Jahr 2023 ist gemäß dem Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Jahresdurchschnitt um 5,9% gestiegen.[2]

Der Wechselkurs Euro/US-Dollar war geprägt von starken Schwankungen, startete mit einem Wert von 1,0683 Euro/US-Dollar in das Jahr 2023 und erreichte seinen Höchststand im Juli mit 1,1255. Den Tiefstand des Jahres erreichte der Wechselkurs mit einem Wert von 1,0469 Euro/US-Dollar im Oktober und beendete das Jahr mit einem Kurs von 1,105 Euro/US-Dollar.[3]

Der Leitzins im Euroraum wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) von zuletzt 0,00% im März 2016 seit dem Jahr 2022 schrittweise auf bis zuletzt im Dezember 2023 4,5% angehoben. Es ist nach aktuellem Stand nicht mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Die US-Zentralbank hat seit dem Jahr 2022 den Leitzins schrittweise von bisher 0,25% auf 5,5% im Juli 2023 erhöht.[4] [5]

Die Erwerbstätigkeit ist im Jahr 2023 gem. dem Statistischen Bundesamt weiter gestiegen (+0,7%) und liegt aktuell auf dem höchsten Stand seit der deutschen Vereinigung. Dies sei vor allem auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte wie auf eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückzuführen.[6]

[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile

[2] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html

[3] https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html

[4] https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2023/html/ecb.mp231214~9846e62f62.de.html

[5] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/419455/umfrage/leitzins-der-zentralbank-der-usa/

[6] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_001_13321.html

b) Die Entwicklung des IT-Marktes

Der Markt kann weiterhin ein stabiles Wachstum verzeichnen. Die Digitalisierung sorgte im Jahr 2023 für in der Informationstechnik gestiegene Umsätze von insgesamt 2,2%, was auf eine Erhöhung insbesondere im Bereich Software von 9,6% zurückzuführen ist. Im Bereich IT-Hardware ging das Marktvolumen um 5,4% zurück. Nach den neuesten Prognosen des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ist für das Jahr 2024 im Bereich der Informationstechnik mit einem Umsatzwachstum von 6,1% zu rechnen. Im Einzelnen wird ein Wachstum im Bereich Software um 9,4%, IT-Hardware um 4,6% und im Bereich IT-Services um 4,8% erwartet.[7]

Auch die Arbeitsmarktsituation im Bereich der IT- und Telekommunikationsbranche entwickele sich positiv, so wird für das Jahr 2024 mit einem weiteren Wachstum gerechnet, wobei sich der Fachkräftemangel hemmend auswirke.

[7] Bitkom, IDC, ITK-Marktzahlen (Stand: Januar 2024), abgerufen unter https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland

c) Geschäftsverlauf

Wie prognostiziert und unten detailliert dargestellt, konnte die fernao magellan GmbH den Rohertrag (+TEUR 2.880, bzw. +7,6%) sowie das EBITDA (+TEUR 2.481, bzw. +38,2%) trotz einer Reduktion des Umsatzes (- TEUR 3.856, bzw. -3,0%) im Vergleich zum Vorjahr erhöhen.

Die einzelnen Meilensteine der Geschäftsentwicklung 2023 waren:

Reorganisation der Service Bereiche für Professional Services (PSC) und Managed Security Services aus dem Cyber Defense Operation Center (CDOC) in einzelne, technologiebasierte Business Units, Wachstum des Service Umsatzes um 12,4%.

Umgliederung des SOC Teams "Cyber Defense" aus NSO in die Business Unit "Cyber Defense & Analytics", um vor dem Hintergrund der gleichen Know How-Schwerpunkte effizienter arbeiten zu können und skalierbarer zu sein.

Trennung der Abteilung Sales Support nach Aufgaben in die Teams Inside Sales (Abteilung Sales) und Order Management (Abteilung Business Services), um fokussierter und damit effizienter und qualitativ besser arbeiten zu können.

Ausbau des Neukundengeschäft mit mehreren Kunden aus den TOP 100 Unternehmen in Deutschland

Die Gesellschaft trifft ihre betriebswirtschaftlichen Entscheidungen auf Basis der Rentabilitätsrechnung unter Berücksichtigung von Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Steuerung der Geschäftstätigkeit erfolgt primär auf Basis der Entwicklung von Umsatz, Rohertrag und EBITDA. Die Geschäftsführung überprüft die Zielerreichung regelmäßig anhand von Plan-Ist-Vergleichen und der Analyse von Monatsabschlüssen.

Der Umsatz im Inland ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.066 bzw. 4,2% gesunken. Die Umsatzerlöse im Ausland haben sich um TEUR 1.210 bzw. 22,0% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Gesamtumsatz ist um TEUR 3.856 bzw. 3,0% gesunken und liegt bei TEUR 122.625 (Vorjahr TEUR 126.481). Der Rückgang resultiert aus einem niedrigeren Geschäftsvolumen mit Handelsware (-TEUR 6.487, bzw. -6,2%), das nicht durch das wachsende Dienstleistungsgeschäft (+TEUR 2.687, bzw. +12,4%) ausgeglichen werden konnte.

Der Rohertrag liegt mit insgesamt TEUR 40.686 bzw. 7,6 % (3,1 Prozentpunkte) über dem Vorjahr (TEUR 37.806) und konnte somit gesteigert werden. Dies ist insbesondere auf eine bessere Marge im Bereich Handelsware wie auch im Bereich Dienstleistungen durch einen geringeren Einsatz von Fremdleistungen zurückzuführen.

Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.481 bzw. 38,2% (2,2 Prozentpunkte) gestiegen, was im Wesentlichen auf den gestiegenen Rohertrag zurückzuführen ist.

d) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum im Verhältnis zum Vorjahr um 13,6% auf TEUR 55.193 erhöht.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich nur gering von TEUR 4.816 auf TEUR 4.758 gemindert. Den Zugängen in Höhe von TEUR 1.042 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.021 und eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 79 gegenüber.

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 534. Hierbei handelt es sich um die Produkte Managed Threat Detection and Alerting - MTDA und Planview. Das MTDA bietet Kunden die Übernahme der Überwachung des Unternehmensnetzwerkes in Echtzeit. Sicherheitsrelevante Events können damit frühzeitig erkannt und nach definierten Eskalationsregeln umgehend behandelt werden. Im Jahr 2023 wurden Erweiterungen vorgenommen. Bei Planview handelt es sich um ein weiterentwickeltes und an das Unternehmen angepasstes Projektplanungs- und Steuerungssystem.

Bei den Zugängen zu Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Arbeitsplatzausstattung und Büroausstattung sowie um Datacenter Erweiterungen in Höhe von TEUR 508.

Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.440 abzüglich einer Reduzierung des Kassenbestands in Höhe von TEUR 8.756.

Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite aus den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.391 abzüglich gesunkener sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.846.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der fernao group GmbH, Köln, nicht verändert.

Finanzlage

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen regelmäßig innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten bestehen nicht.

Ertragslage

Das EBITDA der Gesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 8.969 und ist gegenüber dem Vorjahr somit um TEUR 2.481 bzw. 38,2% gestiegen.

Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 122.625 erwirtschaftet werden. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Reduzierung von TEUR 3.856 bzw. -3,0%, welche ausschließlich auf den Bereich Handelsware zurückzuführen ist. In den Dienstleistungsbereichen konnte der Umsatz gesteigert werden.

Während im Vorjahr Erlöse in Höhe von TEUR 5.489 für Support- und Wartungsverträge sowie Dienstleistungskontingente über den Bilanzstichtag hinaus abgegrenzt wurden, sind zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 4.911 als passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt worden. Die Reduzierung ist auf zwei größere Kundenprojekte zurückzuführen, welche im Geschäftsjahr vollständig realisiert wurden.

Die Materialaufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 82.473 (Vorjahr TEUR 88.681). Der Materialeinsatz (inkl. bezogener Leistungen), bezogen auf die Gesamtleistung, beträgt 67,0% (Vorjahr 70,1%) und liegt damit 3,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Der Rohertrag ist um TEUR 2.880 auf TEUR 40.686 bzw. 33,0% gestiegen. Die Reduzierung der Materialaufwandsquote ist auf das leicht gesunkene Geschäft mit Handelswaren zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist von TEUR 22.757 auf TEUR 23.129 um TEUR 372 bzw. 1,6% gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die erstmalig ganzjährig berücksichtigten Gehälter von den im Jahr 2022 bestellten Geschäftsführern, höhere Aufwendungen für die Rufbereitschaft und allgemeine Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um TEUR 226 von TEUR 11.200 im Vorjahr auf TEUR 10.974. Hintergrund ist im Wesentlichen die Reduzierung der Aufwendungen aus der Währungsumrechnung im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr (- TEUR 981) in Verbindung mit gestiegenen Raum-, KFZ-, Lizenz- sowie Werbe- und Reisekosten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags und der ertragsteuerlichen Organschaft durch die fernao group GmbH, Köln, getragen.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung ist um TEUR 2.479 gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt TEUR 7.951.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss an die Gesellschafterin fernao group GmbH, Köln, abgeführt.

e) Gesamtaussage

Die relevanten Kenngrößen Rohertrag und EBITDA konnten trotz Umsatzrückgang, wie im letztjährigen Lagebericht prognostiziert, erhöht werden.

Das Geschäftsjahr 2023 kann insgesamt als sehr erfolgreich bezeichnet werden.

3. Prognosebericht

Auch in den folgenden Jahren rechnen wir mit einem kontinuierlichen Wachstum der Gesellschaft, da der Bedarf an unserem Portfolio unserer Einschätzung nach weiterhin zunehmen wird.

Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem Anstieg der Umsatzerlöse von ca. 6% und des Rohertrags von ca. 8,5% sowie einer Verbesserung der EBITDA-Marge um ca. 1 Prozentpunkt.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt. Zukünftig wird ein kontinuierlicher strategischer Aufbau unserer Managed Services das weitere Wachstum des Unternehmens in allen Produktbereichen zusätzlich fördern.

Im Jahr 2024 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Beim Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung erwarten wir über dem Niveau des Jahres 2023 zu liegen.

4. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und Methoden

Die Gesellschaft versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung, die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Dazu setzt sie eine Software ein (MONARC), die bei der Erfassung, Beurteilung und Überwachung von Risiken zentral unterstützt. Neben Markt- und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken (z. B. Liquidität) anhand verschiedenartiger Parameter qualifiziert. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien und die Einschätzung der Vertriebskräfte herangezogen.

Ausstehende Forderungen werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Kundenbonität überprüft. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement. Branchenüblich werden Forderungen innerhalb der eingeräumten Zahlungsfrist gezahlt. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Jahr 2020 zur Absicherung der Forderungen eine Kreditversicherung mit Euler Hermes Deutschland abgeschlossen.

Allgemeiner Risikobericht

Als Risiken (in abnehmender Reihenfolge der Bedeutung) sind hervorzuheben:

Unberechtigte Zugriffe auf die IT-Infrastruktur der fernao magellan GmbH würden wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen selbst und/oder seine Kunden nach sich ziehen. Dieses Risiko wurde durch einen Ausbau der Security-Strukturen und durch gezieltes Training und spezielle Schulungen der entsprechenden Mitarbeiter weiter minimiert. Im Rahmen der ISO27001 Zertifizierung ist hier ein umfangreiches Information Security Management System (ISMS) mit möglichen Risiken, deren Bewertung, Maßnahmen zur Risikobewältigung und Verantwortlichkeiten entstanden. Darüber hinaus wurde ein Business Continuity Management (BCM) aufgebaut, das die Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsprozesse im Krisen- oder Notfall gewährleistet. Wichtige Elemente sind dabei die Fortführung der Prozesse in einem Notbetrieb als auch der schnelle Wiederanlauf des normalen Geschäftsbetriebs nach der Krise.

Die Mitarbeiter der fernao magellan GmbH sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Eine hohe Fluktuation oder aber die fehlende Besetzung von neuen Stellen im Unternehmen würden sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken wird durch attraktive, leistungsorientierte Vergütungsmodelle, die Pflege einer offenen Unternehmenskultur und die Schaffung eines guten Arbeitsklimas sowie durch attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten begegnet.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Währungsschwankungen können auch in 2024 Risiken in Form von Preisänderungen hervorrufen. Zum heutigen Zeitpunkt sind solche Risiken vor dem Hintergrund der hohen Volatilitäten im Bereich des Dollars und aufgrund der konjunkturellen Entwicklung des IT-Sektors zwar schwer einschätzbar, werden aber durch Währungs-Gleitklauseln in Angeboten oder aber direkt durch Abgabe von Angeboten in Dollar abgefangen.

Die COVID-19 Pandemie verursachte in den vergangenen Jahren weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die Unterbrechung länderüberschreitender Lieferketten führte zu zeitweisen Produktionsstopps vieler Unternehmen. Es bestehen weiterhin Beeinträchtigungen der gesamtwirtschaftlichen Produktionsprozesse.

Der Krieg in der Ukraine und der unsichere Ausgang dieser geopolitischen Krise haben in kurzer Zeit die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen nochmals verändert. Die bestehenden Verzögerungen und Probleme in den globalen Zuliefernetzwerken wurden teilweise verschärft und die wirtschaftliche Erholung und Rückkehr zur Normalität gestaltet sich langsam.

Pandemie und Ukraine-Krieg hatten und haben wechselseitige Wirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld der fernao magellan GmbH:

Auf der einen Seite hatten Maßnahmen der Bekämpfung der Pandemie, wie Ausgangsbeschränkungen, Versammlungs- und Kontaktverbote die fernao magellan GmbH und unsere Kunden zum digitalen und mobilen Arbeiten gezwungen. Eine verschärfte Bedrohungslage im Bereich Cyber-Security, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, erhöhte zudem die Bereitschaft unserer Kunden, in IT Security zu investieren.

Auf der anderen Seite ist aufgrund der angespannten Situation die gesamte Investitionsbereitschaft der Kunden noch nicht auf Vorkrisenniveau. Nicht nur hohe Energiepreise und Inflationsraten und ein nicht absehbares Ende des Krieges in der Ukraine, auch der in fast allen Branchen bestehende Personalmangel hemmt die Investitionsfreude.

Nach unserer derzeitigen Erwartung kompensieren sich die o.a. Effekte weitestgehend und die fernao magellan GmbH erreicht die geplanten Ziele.

Chancenbericht

Der IT Security Markt ist ein weiterhin stark wachsender Markt. Treiber sind neben der gestiegenen Sensibilität (Cyberrisiken auf Platz 1 im Allianz Risk Report 2024)[8] die zunehmende Professionalisierung von Cybercrime als illegalem Geschäftsmodell, sich ausweitende regulatorische Anforderungen an die IT-Sicherheit insbesondere an Unternehmen kritischer Infrastrukturen (KRITIS und NIS2), aber auch allgemein gestiegene Anforderungen im Zusammenhang mit der Umsetzung und Einhaltung der DSGVO.

Dazu kommt, dass die Corona Pandemie ein starker Treiber für das Thema Digitalisierung war und ist. Eine Vielzahl neuer Endgeräte im Home-Office-Bereich wurde an Firmennetzwerke angebunden. Der nachhaltige Schutz dieser neuen mobilen Systeme im Verbund mit den zentralen Rechenzentren der Unternehmen wurde aufgrund des erforderlichen Tempos häufig zunächst vernachlässigt. So lässt sich zurzeit eine stark gestiegene Anzahl von digitalen Einbrüchen in Unternehmensnetzwerke (Breaches) beobachten.

Hier sind die Unternehmen gefordert, durch nachhaltige Security-Konzepte die entstandenen Sicherheitslücken zu schließen. In diesem Kontext fehlt vielen Unternehmen die Expertise, um ein notwendiges Sicherheitsniveau mit schneller Reaktion zu gewährleisten.

Der Mangel an Fachkräften begünstigt dabei insbesondere das Wachstum von leistungsfähigen Managed Security Services.

Vor dem Hintergrund sehen wir unser Geschäftsmodell auf Dauer in einem Wachstumsumfeld.

[8] Allianz Commercial, Allianz Risk Barometer: Die wichtigsten Geschäftsrisiken 2024

 

Köln, 29. April 2024

gez. Hendrik Sauer, Geschäftsführer

gez. Stefan Ploder, Geschäftsführer

gez. Ulrich Weller, Geschäftsführer

gez. Olaf Siemens, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.758.109,84 4.815.879,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.729.765,03 3.629.150,28
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.700.559,03 2.364.775,28
davon fertige 2.700.559,03 1.607.512,00
davon in Entwicklung befindlich 757.263,28
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.179,00 120.780,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 963.027,00 1.143.595,00
II. Sachanlagen 1.028.344,81 1.107.893,81
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.530,00 87.398,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 956.814,81 1.020.495,81
III. Finanzanlagen 0,00 78.835,05
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 78.835,05
B. Umlaufvermögen 48.956.232,73 41.853.818,78
I. Vorräte 1.328.237,76 1.380.676,97
1. fertige Erzeugnisse und Waren 1.328.237,76 1.380.676,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 42.003.971,15 26.093.051,59
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.853.697,90 21.414.122,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.919.370,94 4.505.748,76
3. sonstige Vermögensgegenstände 230.902,31 173.180,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.624.023,82 14.380.090,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.478.725,57 1.929.733,09
Summe Aktiva 55.193.068,14 48.599.431,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.204.181,24 7.204.181,24
I. Gezeichnetes Kapital 48.000,00 48.000,00
II. Kapitalrücklage 120.665,00 120.665,00
III. Gewinnvortrag 7.035.516,24 7.035.516,24
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.029.851,73 3.035.849,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 220.619,00
2. Steuerrückstellungen 14.103,63 14.103,63
3. sonstige Rückstellungen 3.015.748,10 2.801.127,26
C. Verbindlichkeiten 40.048.126,31 32.870.370,74
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.230.492,61 184.526,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.176.658,90 16.785.302,86
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.164.806,44 7.578.484,17
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.476.168,36 8.322.057,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.910.908,86 5.489.029,14
Summe Passiva 55.193.068,14 48.599.431,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 122.624.944,66 126.480.893,86
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 -562.279,41
3. andere aktivierte Eigenleistungen 533.988,79 568.392,98
4. sonstige betriebliche Erträge 2.420.383,15 2.680.695,50
5. Materialaufwand 82.472.824,73 88.681.012,18
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 82.361.123,73 88.154.288,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 111.701,00 526.723,56
6. Personalaufwand 23.128.629,56 22.756.870,80
a) Löhne und Gehälter 20.114.391,39 19.740.980,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.014.238,17 3.015.890,20
7. Abschreibungen 1.021.227,48 1.000.152,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.021.227,48 1.000.152,40
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.973.906,49 11.199.951,58
9. Erträge aus Beteiligungen 191.580,67 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.369,27 45.000,00
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 78.835,05 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 142.928,83 53.514,45
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31.787,41 7.101,27
14. Ergebnis nach Steuern 7.986.126,99 5.514.100,25
15. sonstige Steuern 34.917,07 41.631,00
16. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.951.209,92 5.472.469,25
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die fernao magellan GmbH (vormals Magellan Netzwerke GmbH), Köln (Amtsgericht Köln HRB 31514) ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 des Handelsgesetzbuches (HGB).

Die Umfirmierung von der Magellan Netzwerke GmbH in die fernao magellan GmbH erfolgte zum 05. Oktober 2023.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB erstellt worden. Die Bilanz wurde nach § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen unter den nachfolgenden Erläuterungen zu den Bilanzposten dargestellt.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Im Berichtsjahr wurden Entwicklungsleistungen in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 533.988,79 (Vorjahr EUR 568.392,98) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten und um planmäßige kumulierte Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen werden linear über die gewöhnliche Nutzungsdauer von 7 bis 10 Jahren vorgenommen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 20 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden in einem gesonderten Posten unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von dem Wahlrecht, die erhaltenen Anzahlungen aktivisch offen von den Vorräten abzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei den Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 0,5 % gebildet.

Bankguthaben und andere liquide Mittel wurden durch Bankauszüge und Kassenberichte nachgewiesen und sind ebenfalls mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen und decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen ab.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Rechnungsabgrenzungsposten sind für Aufwendungen und Erträge des folgenden Geschäftsjahres gebildet worden.

III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023

Allgemeines

Die Vorschriften des HGB für alle Kaufleute (§§ 238 ff.) und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung über den Jahresabschluss sowie die Rechnungslegung wurden beachtet.

Die Verarbeitung der Geschäftsvorfälle für die Bereiche Sachkonten, Debitoren, Kreditoren sowie die Anlagenbuchhaltung erfolgte während des Geschäftsjahres mit Hilfe des EDV-Systems der Firma Sage Software GmbH.

Die Verarbeitung der Geschäftsvorfälle für den Bereich Löhne und Gehälter erfolgte während des Geschäftsjahres durch die AHW Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte GbR, Köln, über das Lohnbuchhaltungsprogramm der DATEV eG, Nürnberg.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 lässt sich aus den Konten der Buchhaltung entwickeln. Die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze sind durch Urkunden, Inventurlisten, Auszüge, Rechnungen und andere geeignete Unterlagen nachgewiesen.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der dem Anhang beigefügt ist.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte beinhalten einen immateriellen Vermögensgegenstand, welcher bereits vermarktet und stetig weiterentwickelt wird, das Produkt "Managed Threat Detection and Alerting - MTDA". Das MTDA bietet Kunden die Übernahme der Überwachung des Unternehmensnetzwerkes in Echtzeit. Sicherheitsrelevante Events können damit frühzeitig erkannt und nach definierten Eskalationsregeln umgehend behandelt werden. Die Abschreibungen werden seit der Markteinführung im Jahr 2021 planmäßig vorgenommen.

Es ist ebenfalls das Ticketsystems "KIX" enthalten. KIX ist ein an das Unternehmen angepasstes Ticketsystem für das Cyber Defense Operation Centers (CDOC). Als Kontaktstelle und Vorgangsverwaltung mit erweiterten Funktionen wie z.B. der direkten Schnittstelle zum Zeiterfassungssystem ist es essenziell für die Leistungserbringung der Managed Security Produkte der fernao magellan GmbH. KIX wird mittlerweile auch für die Erfassung und Bearbeitung interner Anfragen in den Bereichen IT und Finance genutzt. Die Abschreibungen werden seit der Markteinführung im Jahr 2022 planmäßig vorgenommen.

In Entwicklung befindet sich seit dem Jahr 2021 der Vermögensgegenstand "Planview". Bei Planview handelt es sich um ein weiterentwickeltes und an das Unternehmen angepasstes Projektplanungs- und steuerungssystem. Planview wurde zum 31. Dezember 2023 in der ersten Version fertiggestellt. Abschreibungen wurden im Jahr 2023 noch nicht vorgenommen.

Die Bewertung aller Produkte erfolgt zu Herstellungskosten, d.h. mit den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen (§255 Abs. 2a HGB); diese entsprechen den Vollkosten (§255 Abs. 2 HGB).

Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 HGB). Die angenommene Nutzungsdauer begründet sich damit, dass davon ausgegangen wird, dass mindestens über diesen Zeitraum von diesen Werten profitiert wird.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht in voller Höhe dem im Rahmen der Verschmelzung der Solit Sytems GmbH, Jena, auf die Magellan Netzwerke GmbH, Köln, zum 1. Mai 2019 entstandenen Verschmelzungsmehrwert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 HGB). Die angenommene Nutzungsdauer begründet sich damit, dass davon ausgegangen wird, dass mindestens über diesen Zeitraum von diesem Wert profitiert wird.

Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und sind um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen vermindert worden. Die Abschreibungen auf das bewegliche Sachanlagevermögen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen nach der linearen Methode.

Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Sachanlagevermögen vorgenommen.

Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Beteiligung an der datadirect Taicang Ltd., Taicang/Jiangsu, China, außerplanmäßig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten sämtliche zum Stichtag bestehenden Kundenforderungen. Die Forderungen wurden zum Nennwert angesetzt und stimmen mit der Liste der offenen Posten der Debitoren überein. Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen. Allgemeine Ausfallrisiken wurden mit Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die pauschale Wertberichtigung wurde mit 0,5% der Nettoforderung angesetzt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von EUR 1.244.566,39 (Vorjahr EUR 1.015.303,66) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Des Weiteren beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände Kautionen in Höhe von EUR 116.425,58 (Vorjahr EUR 161.081,92) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin fernao group GmbH (vormals Fernao Networks Holding GmbH), Köln, aus gewährten Darlehen in Höhe von EUR 2.898.099,55 (Vorjahr EUR 3.950.866,67), aus Umsatzsteuer in Höhe von 1.412.186,24 (Vorjahr 0,00) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 143.944,96 (Vorjahr EUR 124.075,23).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand laut Finanzbuchhaltung stimmt mit den Kassenbüchern und der Kassenprüfung überein. Die Banksalden entsprechen den Kontoauszügen der entsprechenden Banken.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz angesetzt für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus der Abgrenzung von Wartung und Supportverträgen, die im Kundenauftrag eingekauft wurden und eine Laufzeit über den Bilanzstichtag hinaus aufweisen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 48.000,00 und ist voll eingezahlt und wird zu 100 % von der fernao group GmbH, Köln, gehalten.

Mit Ergebnisabführungsvertrag vom 12. Februar 2016 verpflichtet sich die fernao magellan GmbH seit dem 1. Januar 2016 ihren ganzen Gewinn an die Gesellschafterin, die fernao group GmbH, Köln, abzuführen.

Zum 31. Dezember 2023 besteht in Höhe von EUR 1.836.380,14 eine Ausschüttungssperre aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (§ 268 Abs. 8 HGB) abzüglich der passiven latenten Steuern.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich sein wird.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für Personal in Höhe von EUR 2.293.648,10 (im Vorjahr: EUR 2.191.337,01), für Gewährleistung in Höhe von EUR 362.000,00 (im Vorjahr: EUR 390.000,00) sowie aus übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 360.100,00 (im Vorjahr: EUR 219.790,25).

Die Rückstellung für nicht genommenen Urlaub wurde unter Berücksichtigung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung gebildet.

Die Rückstellung aus Aufbewahrungspflicht ergibt sich aus gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtungen und berücksichtigt insbesondere Raumkosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden durch die Summen- und Saldenliste der Kreditoren nachgewiesen. Der Saldo stimmt mit dem Ausweis lt. Sachkonto überein. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch verlängerten Eigentumsvorbehalt gesichert.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, fernao group GmbH, Köln, aus der Gewinnabführung in Höhe von EUR 7.951.209,92 (im Vorjahr EUR 5.472.469,25), aus Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von EUR 217,22 aus Vorjahren (im Vorjahr EUR 1.848.909,15) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 45.393,35 (Vorjahr EUR 12.164,92).

Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.230.492,61 1.230.492,61 0,00 0,00 184.526,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.176.658,90 25.443.499,25 733.159,65 0,00 16.785.302,86
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.164.806,44 8.164.806,44 0,00 0,00 7.578.484,17
sonstige Verbindlichkeiten 4.476.168,36 4.239.901,12 236.267,24 0,00 8.322.057,71
davon aus Steuern 3.139.038,00 3.139.038,00 0,00 0,00 340.523,61
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 69.390,36 69.390,36 0,00 0,00 66.851,50
40.048.126,31 39.078.699,42 969.426,89 0,00 32.870.370,74

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite der Bilanz angesetzt für Einnahmen, die vor dem Bilanzstichtag realisiert wurden, jedoch erst Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die einzelnen Posten sind gemäß § 275 II HGB gegliedert.

Umsatzerlöse

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Bereichen 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Handelsware 98.143.292,52 104.630.755,58
Dienstleistungen 24.314.042,66 21.627.341,79
Sonstiges 167.609,48 222.796,49
122.624.944,66 126.480.893,86
Umsatzerlöse nach Regionen 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Deutschland 115.919.671,62 120.985.975,43
Erlöse übrige EU-Länder 3.588.205,40 4.106.316,48
Erlöse außerhalb EU-Länder 3.117.067,64 1.388.601,95
122.624.944,66 126.480.893,86

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungsgewinne in Höhe von EUR 957.969,26 (Vorjahr EUR 1.780.326,86).

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 35.335,53 (Vorjahr EUR 35.129,55).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden ausschließlich planmäßig vorgenommen.

Die Abschreibung auf Finanzanlagen wurde außerplanmäßig vorgenommen. Die Abschreibung betrifft die Beteiligung an der datadirect Taicang Ltd., Taicang/Jiangu, China, und beträgt EUR 78.834,05.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 10.973.906,49 (Vorjahr EUR 11.199.951,58) beinhalten im Wesentlichen Raumkosten, Fahrzeugkosten, Aufwendungen befristeter Lizenzen und Support, Service Leistungen der Gesellschafterin fernao group GmbH, Köln für Marketing, Buchführung, Personalwesen und rechtliche Beratung sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 944.343,84 (Vorjahr EUR 1.925.486,34).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinserträge enthalten Zinserträge aus Darlehen an die fernao group GmbH, Köln, in Höhe von EUR 12.000,00 (Vorjahr EUR 45.000,00).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Aufwendungen für Zinsen bestehen im Wesentlichen aus Finanzierungskosten von Forderungsverkäufen und Reverse Factoring sowie aus Zinsen für die vorzeitige Zahlung von Forderungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufgrund der ertragssteuerlichen Organschaft ergeben sich keine Steuern vom Einkommen und Ertrag für das Berichtsjahr.

Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss beträgt aufgrund der vereinbarten Gewinnabführung EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Mietverpflichtungen für Büroräume in Höhe von EUR 2.059.975,71 (davon kurzfristig EUR 1.092.279,09) und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 1.766.249,18 (davon kurzfristig EUR 1.005.021,87).

Haftungsverhältnisse

Zum 30. Juli 2021 hat die fernao group GmbH, Köln, als Darlehensnehmerin einen Darlehensvertrag mit der APERA Private Debt Fund II SCSP (Term Loan B) von EUR 30.000.000 und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG (Term Loan A) von EUR 8.500.000 geschlossen. Im Zuge von Unternehmenskäufen wurden im Jahr 2023 weitere Darlehen (Committed Acquisition Facility Commitment) von EUR 7.566.000 abgerufen. Die in diesem Zusammenhang bestehende Verbindlichkeit beträgt zum Bilanzstichtag EUR 42.763.917,37.

Mit Vertragsabschluss vom 21. Juli 2021 ist die fernao magellan GmbH, Köln, dem Darlehensvertrag als Bürge beigetreten und haftet gesamtschuldnerisch für alle bestehenden und künftigen Verpflichtungen, die sich aus dem Darlehensvertrag ergeben.

Gegenüber der fernao group GmbH, Köln, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Nach § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Körperschaft- und Gewerbesteuer des Organträgers.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen für die verbundenen Unternehmen wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gering eingestuft.

Gesellschaftsorgane und verbundene Unternehmen

Während des abgelaufenen Wirtschaftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch

Herrn Hendrik Sauer, Kaufmann, Köln

Herrn Stefan Ploder, Kaufmann, Köln

Herrn Ulrich Weller, Kaufmann, Niederkassel

Herrn Nico Birk, Kaufmann, Niederkassel (bis 03. Januar 2023)

Herrn Olaf Siemens, Kaufmann, Kleinmachnow (ab 03. Januar 2023)

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Die Firma wird unter der Handelsregisternummer HRB 31514 im Handelsregister des Amtsgerichts Köln geführt.

Die Firma wird beim Finanzamt Köln unter der Steuernummer 216/5870/2491 geführt.

Die Geschäftsführerbezüge beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 1.133.717,03 (Vorjahr EUR 693.748,09).

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln. Die Verwaltung befindet sich in Köln in angemieteten Räumen. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über folgende weitere Betriebstätten.

Essen Nordhofstraße 2 45127Essen
Hamburg Zippelhaus 5a 20457 Hamburg
München Kaflerstr. 4 81241 München
Berlin Normannenstraße 1-2 10367 Berlin
Bielefeld Osningstraße 1 33605 Bielefeld
Stuttgart Königstraße 22 70713 Stuttgart
Hanau Sophie-Scholl-Platz 8 63452 Hanau
Jena Mälzerstr. 5 07745 Jena
Freiburg Jechtinger Str. 13 79111 Freiburg

Gesellschafter und Konzernverhältnis

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Fernao Networks Group GmbH mit Sitz in Köln (größter Konsolidierungskreis) sowie der fernao group GmbH mit Sitz in Köln (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Fernao Networks Group GmbH, Köln, wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft ist aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss nach § 285 Nr. 17 HGB bei der fernao group GmbH, Köln, von der Angabe der Honorare für Jahresabschlussprüfungsleistungen des Jahresabschlussprüfers befreit.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich im Geschäftsjahr 237 Mitarbeiter und 7 Auszubildende. Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt auf die entsprechenden Abteilungen:

Business Services 27 Mitarbeiter
Business Operations & Internal Services 20 Mitarbeiter
Project & Quality Management 9 Mitarbeiter
Solution Consulting 7 Mitarbeiter
Business Unit Cyber Analytics & Defense (CAD) 31 Mitarbeiter
Business Unit Network Visibility (VIS) 14 Mitarbeiter
Business Unit Security (SEC) 28 Mitarbeiter
Business Unit Digital Infrastructure Services (DIS) 21 Mitarbeiter
Business Unit Network & Security Operations (NSO) 39 Mitarbeiter
Sales 41 Mitarbeiter

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, auf die hier hinzuweisen wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Köln, 29. April 2024

gez. Hendrik Sauer, Geschäftsführer

gez. Stefan Ploder, Geschäftsführer

gez. Ulrich Weller, Geschäftsführer

gez. Olaf Siemens, Geschäftsführer

ANLAGESPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.882.801,36 267.985,04 -,-- 1.023.267,03 3.174.053,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 541.149,85 -,-- -,-- -,-- 541.149,85
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.805.677,28 -,-- -,-- -,-- 1.805.677,28
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte (in Entwicklung) 757.263,28 266.003,75 -,-- -1.023.267,03 -,--
4.986.891,77 533.988,79 -,-- -,-- 5.520.880,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 190.025,83 -,-- -,-- -,-- 190.025,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.525.633,64 508.304,44 57.813,86 4.976.124,22
4.715.659,47 508.304,44 57.813,86 -,-- 5.166.150,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.835,05 -,-- -,-- -,-- 78.835,05
78.835,05 -,-- -,-- -,-- 78.835,05
Summe Anlagevermögen 9.781.386,29 1.042.293,23 57.813,86 -,-- 10.765.865,66
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 275.289,36 198.205,04 -,-- 473.494,40
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 420.369,85 54.601,00 -,-- 474.970,85
3. Geschäfts- oder Firmenwert 662.082,28 180.568,00 -,-- 842.650,28
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte (in Entwicklung) -,-- -,--
1.357.741,49 433.374,04 -,-- 1.791.115,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 102.627,83 15.868,00 -,-- 118.495,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.505.137,83 571.985,44 57.813,86 4.019.309,41
3.607.765,66 587.853,44 57.813,86 4.137.805,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -,-- 78.835,05 -,-- 78.835,05
-,-- 78.835,05 -,-- 78.835,05
Summe Anlagevermögen 4.965.507,15 1.100.062,53 57.813,86 6.007.755,82
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.700.559,03 1.607.512,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.179,00 120.780,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 963.027,00 1.143.595,00
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte (in Entwicklung) -,-- 757.263,28
3.729.765,03 3.629.150,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.530,00 87.398,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 956.814,81 1.020.495,81
1.028.344,81 1.107.893,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -,-- 78.835,05
-,-- 78.835,05
Summe Anlagevermögen 4.758.109,84 4.815.879,14

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die fernao magellan GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fernao magellan GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang zum 31. Dezember 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fernao magellan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 30. April 2024

AC CHRISTES & PARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Christes, Wirtschaftsprüfer

gez. Hauschildt, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 03. Juni 2024 festgestellt.

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