optus 1010. GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Busch seit 7.5.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LeaseWeb Global B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LeaseWeb Deutschland GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Die Gesellschafterversammlung ist damit The shareholders' meeting is herewith beendet, weitere Beschlüsse werden nicht closed, no further resolutions are passed. gefasst.
Frankfurt am Main, 12. Februar 2025 Leaseweb Global B.V., for whom Leaseweb International B.V. Director, for whom By P.O. Dijkhuis Zwinkels Management B.V. C.A. Zwinkels Für Gesellschaft: Geschäftsführer For Company: Managing Director Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist unter der Firma LeaseWeb Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 89607 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, welche Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passivisch abgegrenzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Für den Firmenwert des im Jahr 2010 übernommenen Unternehmens wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Vorräte Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Ersatzteile i.H.v. TEUR 165 (Vj. TEUR 156) sowie geleistete Anzahlungen i.H.v. TEUR 738 (Vj TEUR 635). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 813 (Vj. TEUR 30) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 2.223 (Vj. TEUR 2.227) kurzfristige Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Forderungen aus Cashpool. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 401 Erstattungsansprüche aus voraus bezahlten Energie- und Colocation-Kosten. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital i.H.v. TEUR 25 sowie die Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 5.389 sind zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Gewinnvortrag aus den Vorjahren beträgt TEUR 837 (Vj. TEUR 72). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sondervergütungen (TEUR 458, Vj. TEUR 424) sowie Urlaubsansprüche (TEUR 48, Vj. TEUR 68) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 264 (Vj. TEUR 4.304). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 837 (Vj. TEUR 2.304) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 3.956 (Vj. TEUR 4.341) kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten.
(A) Die Verpflichtungen des Unternehmens aus Finanzierungsleasingverträgen i.H.v. TEUR 0 (Vj. TEUR 66) sind durch das Eigentumsrecht des Leasinggebers an den geleasten Vermögenswerten gesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Material- und Personalaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres betrug TEUR 9.149 (Vj. TEUR 9.669) und unterteilt sich wie folgt:
In den Materialaufwendungen sind im Wesentlichen Energiekosten (TEUR 3.389, Vj. TEUR 3.370) und Colocation Costs (TEUR 2.900, Vj. TEUR 2.282) enthalten. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand betrug TEUR 3.897 (Vj. TEUR 3.331); dieser gliedert sich wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.742 (Vj. TEUR 4.380) handelt sich im Wesentlichen um die Weiterbelastung von Personalkosten von verbundenen Unternehmen (TEUR 3.742, Vj. TEUR 2.869), Marketingaufwendungen (TEUR 389, Vj. TEUR 345), Miet- und Leasingaufwendungen (TEUR 329, Vj. TEUR 311), Aufwendungen für den Ab- und Aufbau der Colocation von Telehouse nach Iron Mountain (TEUR 251, Vj. TEUR 14), Bildung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 185, Vj. TEUR 197), Kosten des Zahlungsverkehrs (TEUR 124, Vj. TEUR 256) sowie weitere übrige betriebliche Aufwendungen (TEUR 722, Vj. TEUR 388). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 3.142 (Vj.: TEUR 2.365) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen betreffen ausschließlich Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Colocation Services. Geschäftsführung und Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Herrn Marcus Busch ausgeübt. Auf die Angaben der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 9 a HGB wird unter Verwendung von § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 44 (Vj. 44). Konzernverhältnisse Leaseweb International BV, Amsterdam, Niederlande, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser ist hinterlegt bei Netherlands Chamber of Commerce, Amsterdam. Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Ocom BV, Amsterdam, Niederlande erstellt und ist hinterlegt bei Netherlands Chamber of Commerce, Amsterdam. Prüfungs- und Beratungsgebühren Für das im Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird die größenabhängige Erleichterung des § 288 Abs. 2 S. 2 HGB in Anspruch genommen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Es sind keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten. Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 720.480,46 in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Frankfurt am Main, 7. Februar 2025 Geschäftsführung Marcus Busch Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Leaseweb Deutschland GmbH ist ein führender Infrastructure as a Service (laaS) Anbieter, der - gemeinsam mit ihren Schwestergesellschaften (Leaseweb Netherlands B.V. ("Leaseweb Niederlande"), Leaseweb USA, Inc. ("Leaseweb USA"), Leaseweb Asia Pacific PTE. LTD ("Leaseweb Asia"), Leaseweb Australia Ltd. und Leaseweb UK Ltd. - ein weltweites Portfolio von ca. 15.000 Kunden bestehend aus KMUs bis hin zu Großkonzernen betreut. Die Services umfassen Public Cloud, Private Cloud, Dedizierte Server, Colocation, Content Delivery Network und Cyber Security Services, unterstützt durch Kundenservice und technischen Support. Leaseweb stellt seit 1997 Infrastruktur für geschäftskritische Websites, Internetanwendungen, E-Mail-Server sowie Sicherheits- und Speicherdienste bereit. 2. ENTWICKLUNG VON GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE 2.1 Lage der Weltwirtschaft 1 Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation; im Vereinigten Königreich und in Japan ging die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 sogar merklich zurück. Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Während die Expansion in den Vereinigten Staaten angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt verliert, belebt sich die Konjunktur in Europa und Japan mit Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt deshalb wird der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - mit 2,8 % etwas niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr (3,1 %), für das kommende rechnen wir wieder mit einem Zuwachs von 3,1 %. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zwar gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt aber nur noch wenig gesunken. Der Preisauftrieb hat im Verlauf des vergangenen Jahres weltweit deutlich nachgelassen. In den G7-Ländern ist die Inflationsrate seit Oktober 2022 von 8,4 % auf 2,9 % im November 2023 gesunken. Seit her hat sie sich aber nicht weiter verringert. Maßgeblich für die zuletzt stagnierende Inflation ist, dass die Energiepreise ihren Vorjahresstand in immer geringerem Ausmaß unterschreiten. Aufgrund wieder deutlich niedrigerer Energiepreise dämpft die Energiekomponente den Preisauftrieb seit etwa einem Jahr, inzwischen allerdings in abnehmendem Maße. Die Kernrate (Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel) ist somit zwar höher als die Gesamtinflation, ging aber bis zuletzt weiter zurück; sie lag für die Ländergruppe insgesamt im Januar bei 3,8 %.
1 Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, Kieler
Konjunkturberichte
Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere einer Zuspitzung von Handelskonflikten und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. 2.2 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2023 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona- Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 2 Die Lage auf den Energiemärkten hat sich in Deutschland seit Herbst 2022 deutlich entspannt. Die Energiekosten sind sowohl in Bezug auf Strom als auch in Bezug auf Gas wieder auf ein deutlich geringeres Niveau zurückgefallen als zu Spitzen zeiten während des ersten Jahres des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Die Preise für private Haushalte, die im zweiten Halbjahr 2023 einen neuen Strom oder Gasvertrag abgeschlossen haben, liegen unter jenen der zweiten Jahreshälfte 2021. Jedoch liegt das Niveau bei den Großhandelspreisen für Erdgas und für Strom über dem langjährigen Niveau. Zukunftspreise (sog. Futures) zeigen derzeit an, dass dies zumindest auch in den nächsten zwei Jahren so bleiben könnte. 3 Im Jahr 2024 wird mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft um etwa 2,5 % gerechnet. Hierbei wirken vor allem der globale Rückgang der Inflation sowie erste Zinssenkungen verschiedener Notenbanken positiv. Für den Euroraum wird lediglich mit einem realem BIP-Wachstum von 0,75 % gerechnet. Hier belastet die weiterhin hohe Inflation die Konjunktur. Zusätzlich leidet die Industrieproduktion unter verschlechterten Wettbewerbsbedingungen und einer Schwäche der globalen Nachfrage. 4 In Deutschland ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 besonders herausfordernd. Es wird mit einer leichten Rezession und einem Rückgang des realen BIP um 0,2 % gerechnet. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Inflation sich nach den Anstiegen in den Vorjahren deutlich auf 2,2 % verringert. Hauptgründe für die Rezession sind die anhaltend schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie die weiterhin restriktiv wirkende Geldpolitik. Laut Prognosen zeigt sich der Arbeitsmarkt robust. Es wird erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten weiter ansteigt, während die Arbeitslosigkeit nur leicht zunehmen wird. 5 2.3 Branchenentwicklung 6 Die anhaltende Inflation sowie die angespannte Lage an den Finanz-, Rohstoff- und Energiemärkten sind nicht spurlos an unserer Branche vorbeigegangen. Insbesondere steigende Zinsen sowie Energie- und Produktionskosten setzten auch die Internetwirtschaft zunehmend unter Druck und könnten in manchen Bereichen zu sinkenden Margen führen. Die Entwicklung der Energiekosten hat sich zwischenzeitlich beruhigt, wir schätzen die Lage jedoch weiterhin als sehr fragil ein. Dennoch sehen wir nach wie vor in allen Segmenten Wachstumstendenzen, die zeigen, dass die Digitalisierung kein kurzfristiger Trend ist, sondern wir weiter in die nachhaltige digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft investieren müssen.
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
019 vom 15.01.2024
Die Internetwirtschaft bleibt auch in Krisenzeiten ein starker Motor für den Wirtschaftsstandort Deutschland und ein verlässlicher Partner für Anwenderindustrien, Politik sowie Nutzer. Aktuell überwiegt allerdings die Unsicherheit bei den Unternehmen, als auch auf Seite der Kunden. Stabile politische Rahmenbedingungen helfen dabei Unsicherheiten zu reduzieren und somit Investitionen und geschäftliche Weiterentwicklung zu unterstützen (z.B. schnelle und verlässliche Ausgestaltung des transatlantischen Datenschutzabkommens, sowie Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Souveränität und Energieunabhängigkeit). Die anhaltende Inflation und die Energiekrise in Folge des russischen Angriffskriegs verzögern die wirtschaftliche Erholung der Internetbranche, dennoch ist unter anderem durch die rasante Entwicklung im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) bis 2025 mit einem steigenden Umsatzniveau bis etwa 280 Milliarden Euro zu rechnen. So lautet die Prognose des veröffentlichten Updates des Branchenmonitors von eco - Verband der Internetwirtschaft e. V. und Arthur D. Little. Demnach erwarten die Analysten ab 2024 ein verstärktes Wachstum, unter anderem getrieben durch den weiteren Anstieg der Verbraucherausgaben und Reallöhne und unterstützt durch aktuelle Entwicklungen und technologische Fortschritte, die auf Künstlicher Intelligenz basieren. Die aktuelle Wachstumsprognose für die Jahre 2020 - 2025 korrigieren die Analysten daher leicht nach oben und gehen von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 14 % aus (gegenüber in 2022 prognostizierten 12,2 %). In die Analyse flossen sowohl allgemeine makroökonomische Trends als auch spezifische Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen der Internetwirtschaft ein. Auch wenn Künstliche Intelligenz (KI) kurzfristig einen geringen Umsatzeinfluss auf die Internetbranche hat, erwarten die Analysten mittelfristig verstärkte Effekte und langfristig einen signifikanten Wachstumsbeitrag. "Jetzt ist die Zeit, in der Deutschland seine Innovationskraft unter Beweis stellen und mithilfe von Künstlicher Intelligenz mittelfristig deutliche Wachstumseffekte generieren kann", sagte eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. Vorstandsvorsitzender Oliver Süme. "Die schnelle Implementierung auf der Basis von KI sichert langfristige Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich und trägt zum Erreichen von Wachstumszielen bei." Zudem könne KI dabei helfen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, durch eine Fokussierung auf nachhaltige Datenquellen und Infrastrukturen. "Die Internetwirtschaft ist Teil der Lösung für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Die Politik darf die Innovationspotenziale von KI nicht im Keim ersticken", so Süme weiter. Zwar mussten die Wachstumsraten für die Jahre 2022 und 2023 nach unten korrigiert werden, da die Inflation länger anhält und sich die wirtschaftliche Erholung bis zum dritten Quartal 2023 verzögert. Doch für 2024 bis 2025 versprechen die Analysen eine Rückkehr zum Wachstum: "Wir erwarten 2024-2025 eine Rückkehr zu Wachstumsraten von 10-11 Prozent, angetrieben von einer günstigen Geschäftsstimmung und einem erwarteten Anstieg der Verbraucherausgaben und Reallöhne", sagt Lars Riegel, Partner bei der Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL). "KI hat einen weiteren Meilenstein erreicht und hat bereits begonnen, die meisten Branchen signifikant zu transformieren." Riegel erwartet vermehrt öffentliche und private Investitionen in KI, um Innovationen zu beschleunigen. In Deutschland kann KI-gestützte Arbeit laut Analyse die Produktivität jährlich um 0,8-1,4 % steigern. Mit LLMs (Large Language Models) könnten bereits heute 15 % aller Arbeitsaufgaben schneller und bei gleicher Qualität erledigt werden, der Anteil könnte zukünftig auf 56 % anwachsen. Die höchsten Wachstumsraten sind laut Branchenmonitor für das Branchensegment "Services & Applications" zu erwarten. In diesem sogenannten "Layer 2" des eco/ADL Schichtenmodells der Internetwirtschaft beschleunigt die Einführung von Kl bei Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS)-Firmen das mittel- und langfristige Umsatzwachstum. Dies führe von 2020 bis 2025 zu einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 19,4 %. Mit dem Branchensektor "Services & Applications" wächst auch das dazugehörige Segment "Cyber Security" stark, von 11 Milliarden Euro Umsatzvolumen in 2023 auf 13 Milliarden bis 2025. "Sichere digitale Infrastrukturen sind die Grundlage für weiteres Wachstum der Internetwirtschaft. Die IT-Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit von Netzen und IT-Diensten muss systematisch gestärkt und ausgebaut werden. Daher ist es wichtig, dass die Politik gemeinsam im Dialog mit Anwendern und Anbietern einen gemeinsamen Ansatz für mehr IT-Sicherheit verfolgt", sagt eco Vorstand IT-Sicherheit Prof. Dr. Norbert Pohlmann. Nicht nur Künstliche Intelligenz zahlt auf die Nachhaltigkeitsziele ein, auch Rechenzentren leisten einen deutlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, indem sie immer energieeffizienter werden und zugleich Abwärme zum Beheizen von Wohn-, Büro- und Industriegebäuden zur Verfügung stellen, so die Analyse. "Als Rückgrat der Digitalisierung sind Rechenzentren das Fundament einer zukunftsweisenden und digital souveränen Industrie", stellt Volker Ludwig, stellvertretender Sprecher der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen und Senior Vice President und Managing Director Digital Realty DACH, fest. "Die Branche investiert in die Modernisierung bestehender wie auch in den Bau neuer Rechenzentren, um der nachhaltigen Digitalisierung Raum zu geben. Ressourcenschonung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Die Nutzung von Abwärme und Strom aus erneuerbaren Energien sind zwei wesentliche Schritte auf dem Weg zur noch nachhaltigeren Branche. 3. GESCHÄFTSVERLAUF 3.1 Ertragslage Im Jahr 2023 setzte sich die positive Entwicklung bei den Umsatzerlösen weiter fort. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um ca. 6,7 % auf TEUR 24.448 gestiegen von TEUR 22.910 im Vorjahr. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Gewinnung von Neukunden und der Erhöhung unseres Share of Wallet (Anteil am relevanten Einkaufsvolumen des Kunden) bei Bestandskunden zurückzuführen. Der Materialaufwand hat sich um TEUR 520 auf TEUR 9.149 (Vorjahr TEUR 9.669) verringert. Die Materialaufwandsquote konnte verbessert werden (37,4 %, Vorjahr 42,2 %). Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 566 auf TEUR 3.897 angestiegen (Vorjahr TEUR 3.331), um wettbewerbsfähige und branchenadäquate Gehälter sicherstellen zu können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.362 auf insgesamt TEUR 5.742 (Vorjahr TEUR 4.380) gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Kosten bei den Weiterbelastungen für Personalkosten von verbundenen Unternehmen (+ TEUR 873) sowie die Kosten für den Ab- und Aufbau der Colocation von Telehouse nach Iron Mountain (+ TEUR 237). Aufgrund des Anstiegs der Umsatzerlöse und trotz der deutlich erhöhten Kosten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von TEUR 1.083 auf TEUR 1.213 erhöht werden. Im Geschäftsjahr entstanden der Gesellschaft Zinsaufwendungen i.H.v. TEUR 165 im Wesentlichen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 8). Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 720 (Vorjahr TEUR 765), was einem Rückgang von TEUR 44 entspricht. 3.2 Finanzlage Wir rechnen damit, unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können, da kurzfristig ausreichend Liquidität zur Verfügung steht. Nach heutigem Kenntnisstand sind für die nächsten Monate keine Schwierigkeiten bei der Erfüllung unserer Verpflichtungen zu erkennen. Die Finanzlage kann als sehr solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in die notwendigen Betriebsmittel. Finanziert wurden diese Investitionen maßgeblich aus dem operativen Geschäft.
3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 16.988. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 17.348) um 0,2 % verringert. Die Eigenkapitalquote liegt mit 41,0 % über dem Vorjahr (36,0 %). Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 898 auf TEUR 10.719 (Vorjahr: TEUR 11.617). Das Umlaufvermögen (ohne liquide Mittel) erhöhte sich um TEUR 1.304 auf TEUR 4.776 zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: TEUR 3.471). Die liquiden Mittel verringerten sich um TEUR 728 auf insgesamt TEUR 1.485 (Vorjahr TEUR 2.213). Die Verbindlichkeiten verringerten sich um ca. 10,3 % von TEUR 9.426 im Vorjahr auf TEUR 8.452. Die Fremdkapitalquote betrug 59,0 % (Vorjahr 64,0 %). Die Geschäftsleitung ist mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse entsprach der zwar nicht exakt der vorläufigen Prognose aus dem letzten Jahresabschluss, liegt jedoch über dem budgetierten Wert. Das EBIT hat, auf Basis der oben geschriebenen Effekten, sogar den prognostizierten Wert übertroffen. Das in 2023 erreichte CAPEX von TEUR 4.108 entsprach fast dem prognostizierten Wert. 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind, liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung der Umsatzerlöse, des EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und des CAPEX (Anlageinvestitionen). Die Gesellschaft zeigt im Zeitraum nachhaltiges, profitables Wachstum. 4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 4.1 Risikomanagementsystem Zum sicheren Fortbestand der Gesellschaft kommt einem effektiven Risikomanagementsystem eine bedeutende Rolle zu. Das System soll sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig vom Management erkannt werden und auf systematische, nachvollziehbare Weise Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Ziel ist es, Schäden von der Gesellschaft und deren Mitarbeitern abzuwenden. Aus diesem Grund hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft ein effektives Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet und als festen Bestandteil der unternehmenseigenen Auf- und Ablauforganisation integriert. Einzelne Risiken unterliegen in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit oder ihre Auswirkungen regelmäßigen Veränderungen. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass derzeit keine nennenswerten Risiken bestehen, die eine Auswirkung auf den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten. Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus aktueller Sicht die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten. 4.2 Wettbewerbs- und Marktrisiken Die Gesellschaft bewegt sich in wettbewerbsintensiven Wachstumsmärkten mit einem heterogenen Wettbewerbsumfeld (nationale und internationale Wettbewerber). Zum Teil ist es Wettbewerbern möglich, aus einer stärkeren Marktposition heraus zu agieren, was zu Marktanteilsverlusten und Minderung des Wachstums-Potentials führen könnte. Energie, Internetanbindung, Hardware-Einkauf, Softwarelizenzen und der Betrieb von Rechenzentren durch externe Anbieter stellen die wesentlichen Kosten-Faktoren dar. Kostensteigerungen und Abhängigkeiten in diesen Bereichen können in dem wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, zu rückläufigen Margen und Ergebnissen führen. Diesem Risiko wird durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz - auch im Hinblick auf die steigenden Energiepreise - und strategischen Bindungen, aber auch durch diversifizierte Vertragsgestaltungen sowie standardisierten Produkten begegnet. Die unternehmerischen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele existentiell gefährden könnten, werden von der Geschäftsführung überwacht und regelmäßig beurteilt. Bestandgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar. 4.3 Konjunkturelle Risiken Eine günstige wirtschaftliche Entwicklung in den Absatzmärkten sowie auch die Digitalisierung begünstigen die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft. Eine nachhaltige wirtschaftliche Eintrübung kann die Nachfrage nach den Produkten negativ beeinflussen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit effizientem Kosten- Management, mit dessen Hilfe die Profitabilität stabil gehalten werden soll. 4.4 Technische Risiken Unsere Tätigkeit hängt davon ab, dass wir unseren Kunden zuverlässige Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die von uns angebotenen Produkte und Dienstleistungen können aufgrund zahlreicher Faktoren versagen, unter anderem
Probleme in den Anlagen könnten zu Betriebsunterbrechungen oder Beschädigungen der Ausrüstung führen. Deshalb haben wir ein zentrales Risikomanagement implementiert, das für solche Fälle Regelungen entwickelt. Darüber hinaus setzen wir externe Prüfer ein, um die Einhaltung dieser Richtlinien regelmäßig zu überprüfen. Diese Zertifizierungen geben unseren Kunden die Gewissheit, dass Leaseweb sich für die laufende Entwicklung und Aufrechterhaltung eines robusten Managementsystems einsetzt. Zusammenfassend setzt die Gesellschaft auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen, um diesen Risiken zu begegnen. 4.5 Lieferkettenrisiko Der Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt führen zu Störungen in den globalen Lieferketten. Wir begegnen der weltweit angespannten Situation in Bezug auf die Lieferfähigkeit von IT-Komponenten u.a. mit höherer Lagerhaltung und den damit verbundenen Investitionen. 4.6 Missbrauchsrisiko Millionen von Menschen stehen mit unserem Netzwerk in Kontakt, und wir haben uns verpflichtet, eine sichere Online-Umgebung zu schaffen, indem wir Web-Missbrauch und Betrug in unserem Netzwerk bekämpfen. Unsere Kunden haben sich bereit erklärt, sich an unsere Richtlinien bezüglich der akzeptablen Nutzung unserer Infrastruktur zu halten, und wir halten uns an die rechtlichen Anforderungen in allen Gerichtsbarkeiten, in denen wir tätig sind. Wie es jedoch in dem Sektor, in dem wir tätig sind, üblich ist, erhalten wir jeden Monat Missbrauchsmeldungen von Dritten, dass in unserem Netzwerk illegale Aktivitäten stattfänden. Falls wir nicht innerhalb bestimmter Zeiträume auf solche Beschwerde-Mitteilungen reagieren, können wir für die Handlungen unserer Kunden haftbar gemacht werden. Darüber hinaus sind einige Gesetze, die das Internet betreffen, nach wie vor ungeklärt oder in bestimmten Gerichtsbarkeiten nicht angeglichen. Die Verabschiedung oder Änderung von Gesetzen oder Vorschriften in Bezug auf das Internet könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken, insbesondere wenn uns dadurch direkte Kosten entstehen. Wir wenden erhebliche Ressourcen auf, um den Strom von Missbrauchsbeschwerden zu bewältigen und arbeiten intensiv mit den lokalen Behörden zusammen. Wir erweitern die Kapazität und die Instrumente des Anti-Missbrauchs-Teams, das sich innerhalb unseres internationalen Netzwerks mit Fragen des Missbrauchs befasst. Neukunden durchlaufen bereits vor dem Onboarding detaillierte Compliance-Checks, um möglichen Missbrauch bereits frühestmöglich herauszufiltern. 4.7 Personelle Risiken Unser Erfolg hängt von unserer Fähigkeit ab, hoch qualifiziertes technisches Personal und andere Mitarbeiter anzuziehen, zu integrieren, zu motivieren, auszubilden und zu halten. Insbesondere müssen wir erfahrene Fachleute für IT gewinnen. Wir sehen uns in einem intensiven Wettbewerb um diese Arbeitskräfte, und wir erwarten, dass der Wettbewerb intensiv bleiben wird, während die Technologiebranche weiterwächst. Selbst wenn wir erhebliche Ressourcen aufwenden, um qualifiziertes Personal zu rekrutieren, auszubilden und zu halten, werden wir mit unseren Bemühungen möglicherweise nicht erfolgreich sein. Seit 2021 bieten wir Ausbildungsplätze insbesondere im technischen Bereich an. Wir werden auch unseren direkten und indirekten Vertrieb ausbauen und effizienter gestalten, um den Bekanntheitsgrad und Absatz unserer Dienstleistungen auf dem Markt zu erhöhen und höhere Einnahmen zu erzielen. 4.8 Chancenbericht 7 KI wird in den kommenden Jahren zunehmend ein Wachstumstreiber für die Digitalbranche. "Generative KI wie ChatGPT ist 2023 in den Unternehmen angekommen. Doch die Möglichkeiten von KI gehen weit über die automatisierte Erstellung von Inhalten hinaus", sagt eco Vorstandsvorsitzender Oliver Süme. "Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) entlang der gesamten Wertschöpfungskette - etwa aus der Cloud und auf Basis von KI-Ökosystemen - können 2024 die internationale Wettbewerbsfähigkeit jedes Unternehmens stärken." Die Stärken europäischer, insbesondere deutscher Unternehmen, liegen im internationalen Vergleich insbesondere in der konsequenten Umsetzung datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen, deren Berücksichtigung für Kunden unserer Branche immer wichtiger wird. Dadurch ergeben sich Wettbewerbsvorteile für uns, insbesondere gegenüber nichteuropäischen Anbietern. Leaseweb wird sich in diesem Zusammenhang aktiv in die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 2019 ins Leben gerufene Initiative Gaia-X einbringen. Deren Ziel ist es, die Abhängigkeit global agierenden IT-Anbietern und datengetriebenen, marktbeherrschenden Plattformen zu reduzieren. Wir versprechen uns hierdurch Wettbewerbsvorteile nicht nur gegenüber nichteuropäischen Anbietern, sondern auch gegenüber rein national agierenden Mitbewerbern. Durch unsere solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der implementierten Prozesse bei der Kundengewinnung und Kundenbetreuung sehen wir uns entsprechend vorbereitet. Besonderer Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau der Cloud Services, in denen die Gesellschaft weiteres Potenzial sieht. 5. Prognosebericht Die Geschäftsführung erwartet weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Für die Umsatzerlöse wird in 2024, auf Basis ungeprüfter Zahlen, ein Wachstum von etwa 7 % voraussichtlich erzielt werden, für 2025 ein Wachstum von 13%. Nach abgeschlossener Datacenter Relocation ist, auf Basis von vorläufigen ungeprüften Zahlen, das EBIT wieder leicht angestiegen und wird in 2025 voraussichtlich weiter leicht ansteigen. Die Ausgaben für Investitionen (CAPEX) werden in 2024 um etwa TEUR 253 niedriger erwartet, in einem ähnlichen Umfang auch für 2025.
Frankfurt am Main, den 7. Februar 2025 LeaseWeb Deutschland GmbH Marcus Busch, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Leaseweb Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Leaseweb Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leaseweb Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. Februar 2025 Grant
Thornton AG
Thomas Kosing, Wirtschaftsprüfer Fabian Kuhn, Wirtschaftsprüfer |
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