Neumann Promotion GmbH

Wellseedamm 18, 24145 Kiel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 18317 KI
Vorher
Kalenderteam 365 GmbH
Eingetragen
11.1.2017
Branche
Herstellung von BüromöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von Kalendern, Bürobedarf und anderen Produkten für Wiederverkäufer.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Kurt Klug
seit 11.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Dr. Neumann-Wolff AG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dr. Neumann-Wolff AG

Kiel

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.642.093,99 2.627.743,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.616.411,92 2.820.548,40
3. geleistete Anzahlungen auf immaterielle 448.090,42 327.299,04
5.706.596,33 5.775.591,43
II. Sachanlgen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.687,81 50.943,81
2. technische Anlagen und Maschinen 5.287.094,67 6.308.517,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 974.733,31 933.993,94
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 278.420,64 183.228,14
6.590.936,43 7.476.683,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Beteiligungen 6.984,47 6.984,47
6.985,47 6.985,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.680.202,01 3.916.847,80
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.318.281,60 1.974.849,25
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.017.216,39 955.906,64
4. geleistete Anzahlungen 32.727,60 256.923,79
11.048.427,60 7.104.527,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.253.422,55 20.145.904,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.588.544,87 1.857.039,55
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.746.639,89 6.034.301,25
18.588.607,31 28.037.245,77
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 278.206,86 5.459.461,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 553.661,19 650.600,25
D. Aktive Latente Steuern 376.208,40 343.529,36
Summe Aktiva 43.149.629,59 54.854.624,37

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 51.346,00 51.346,00
II. Kapitalrücklagen 748.654,00 748.654,00
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 5.134,60 5.134,60
IV. Konzernbilanzgewinn 562.284,61 -1.261.030,62
V. Anteile anderer Gesellschafter 6.452.824,14 7.105.943,18
Eigenkapital 7.820.243,35 6.650.047,16
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 213.814,00 222.326,00
2. Steuerrückstellungen 1.102.663,46 1.024.164,77
3. sonstige Rückstellungen 7.172.427,38 8.697.324,90
8.488.904,84 9.943.815,67
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.910.467,82 23.706.328,65
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.655,46
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.763.265,09 5.475.243,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 38.461,42
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.800.000,00 4.050.000,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 3.366.748,49 4.989.072,17
-davon aus Steuern Euro 1.212.060,76 VJ: Euro 2.192.391,83)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 14.581,68 (VJ: Euro 16.431,85)
26.840.481,40 38.260.761,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
E. Passive Latente Steuern 0,00 0,00
Summe Passiva 43.149.629,59 54.854.624,37

 

Kiel, 24.05.2023

Axel Klug

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr 2021
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 55.548.785,46 53.869.717,64
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 928.466,73 -235.143,84
3. andere aktivierte Eigenleistungen 128.952,20 154.773,03
4. sonstige betriebliche Erträge 3.915.169,02 8.555.024,90
- davon aus Währungsumrechnung: Euro 713,78 (VJ: Euro 10.255,83)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.625.668,96 14.034.547,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.862.020,36 5.427.590,47
22.487.689,32 19.462.138,05
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.065.496,20 12.804.778,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für 2.739.528,09 2.695.091,80
- davon für Altersversorgung Euro 111.189,48 (VJ: Euro 109.508,64) 15.805.024,29 15.499.870,37
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.433.761,52 3.754.496,51
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
2.433.761,52 3.754.496,51
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.331.641,60 16.803.367,09
- davon aus Währungsumrechnung: Euro 24.887,43 (VJ: Euro 23.656,67)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.454,48 61.817,22
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.568.229,80 1.483.204,14
- davon an verbundene Unternehmen: Euro 43.256,28 (VJ: Euro 47.820,71)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 629.829,02 801.469,89
- davon Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern: Euro 0,00 (VJ: Euro 291.684,43)
- davon Erträge aus der Veränderung latenter Steuern: Euro 32.679,04 (VJ: Euro 0,00)
12. Ergebnis nach Steuern 2.310.652,34 4.601.642,90
13. sonstige Steuern 360,00 312,00
14. Konzernjahresüberschuss 2.310.292,34 4.601.330,90
15. Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 351.277,26 1.222.146,54
16. Verlustvortrag -1.261.030,62 -4.921.622,10
17. Übrige Veränderungen 0,00 281.407,12
18. Ausschüttungen an Gesellschafter -135.699,85 0,00
19. Konzerngewinn 562.284,61 -1.261.030,62

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Angaben

II. Konsolidierungskreis

III. Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

2. Schuldenkonsolidierung

3. Behandlung des Zwischenergebnisses

4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

5. Währungsumrechnung

6. Latente Steuern

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

3. Eigenkapital

4. Verbindlichkeiten

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2. Sonstige betriebliche Erträge

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

VII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse/Sicherheiten

2. Angaben zu finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB

3. Angaben über Abschlussprüferhonorare gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

4. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

5. Angabe zu den Arbeitnehmern gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB

6. Befreiung von der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB

7. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

8. Konzernzugehörigkeit

9. Angaben zur Kapitalflussrechnung

I. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Dr. Neumann-Wolff AG mit Sitz in Kiel. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister Kiel unter der Nummer HRB 11844 geführt.

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens gemäß § 299 Abs. 1 HGB aufgestellt; die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis

Neben der Muttergesellschaft werden folgende Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital
Neumann & Wolff Werbekalender GmbH & Co. KG Kiel 0,0%
ALPHA EDITION GmbH & Co. KG Kiel 0,0%
Kalenderfabrik Plauen GmbH & Co. KG Plauen 0,0%
Neumann Verwaltungs GmbH Kiel 100,0%
ASCO Schmücker Kalender GmbH (PALAZZI Kalender GmbH) Kiel 100,0%
Neumann Verlage Verwaltungs GmbH (te Neues Verlag Verwaltungs-GmbH) Kiel 100,0%
Neumann Verlage GmbH & Co. KG (te Neues Calendars & Stationery GmbH & Co. KG) Kiel 100,0%
Domberger Calendars GmbH Kiel 100,0%
DuMont Kalenderverlag GmbH Köln 100,0%
DUMONT Kalenderverlag GmbH & Co. KG Kiel 100,0%
TTB Kalender GmbH Kaltenkirchen 100,0%
W. Girardet Verlag und Werbemittel GmbH Essen 100,0%
Kalenderteam 365 GmbH Kiel 100,0%
Zettler Kalender GmbH Schwabmünchen 100,0%
Helios Kalenders B.V. Eibergen 100,0%
NKF Nederlandse Kalenderfabriek B.V. Eibergen 100,0%
arti promotion GmbH Kiel 100,0%
MAUTHE Kalender GmbH Frankenthal 100,0%
Projekt K2 GmbH Kiel 100,0%

Die inzwischen nicht mehr operativ tätige Girardet Kalenderproduktion s.r.o., Decin, Tschechien, mit einem Anteil am Kapital von 100,0%, wird wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen.

Die Einbeziehung der Neumann & Wolff Werbekalender GmbH & Co. KG, ALPHA EDITION GmbH & Co. KG und der Kalenderfabrik Plauen GmbH & Co. KG erfolgt aufgrund der Beherrschung durch die Komplementärin als Tochterunternehmen der Dr. Neumann-Wolff AG und der personenidentischen Besetzung der Geschäftsführung der Muttergesellschaft, der Komplementärin und den drei genannten Kommanditgesellschaften.

III. Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Erstkonsolidierung erfolgt jeweils zu dem Zeitpunkt, an dem das jeweilige Unternehmen ein Tochterunternehmen geworden ist.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen, zu Zeitwerten neubewertetem Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Die sich ergebenen Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden nach ihrem tatsächlichen Wert zugerechnet. Danach verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung, zum Zeitpunkt in dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind, sind Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 6.862.877,39 Euro entstanden, die ursprünglich über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben wurden. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Neueinschätzung der Nutzungsdauer auf 20 Jahre auf Basis der Einschätzung der Nutzungsmöglichkeiten der Absatzmärkte und der jeweiligen Marke. Zum 31. Dezember 2022 sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 2.382.626,92 Euro (VJ: 2.563.727,77) aus der Erstkonsolidierung bilanziert. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierung i.H.v. 181.100,85 Euro (VJ: 687.083,24 Euro) vorgenommen.

2. Schuldenkonsolidierung

Bei der Konsolidierung werden die Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises gemäß § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet.

3. Behandlung des Zwischenergebnisses

Zwischengewinne, die im Rahmen von konzerninternen Veräußerung von Kundenstämmen in Vorjahren stattgefunden haben, wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Auf eine Zwischengewinneliminierung wurde wegen untergeordneter Bedeutung gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Warenlieferungen und Veräußerungen von Anlagengegenständen innerhalb des Konzerns zu Anschaffungskosten bzw. Buchwerten ohne Gewinnaufschläge erfolgen.

4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Umsätze sowie sonstige Aufwendungen und Erträge zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden gemäß § 305 HGB miteinander verrechnet. Ebenso wurden Beteiligungserträge aus in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen herausgerechnet.

5. Währungsumrechnung

Die in den Konzern einbezogenen Einzelabschlüsse wurden in Euro aufgestellt.

In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden die kurzfristigen Forderungen / Verbindlichkeiten in fremder Währung entsprechend § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Auf fremde Währung lautende langfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

6. Latente Steuern

Eine Abgrenzung latenter Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 Abs. 1 HGB wurde im Geschäftsjahr aufgrund von Differenzen zwischen den Wertansätzen im handelsrechtlichen Konzernabschluss und den steuerlichen Wertansätzen durchgeführt, die aus der Vollkonsolidierung nach §§ 300 bis 307 HGB resultierten. Auf die Aktivierung von aktiven latenten Steuern wurde gemäß des Wahlrechtes nach § 274 HGB verzichtet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen bei geschätzten Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren vermindert.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern wurden geschätzt auf Basis der Einschätzung der voraussichtlichen Nutzungsmöglichkeiten des Kundenstammes unter Berücksichtigung des Marktentwicklung des Absatzmarktes. Abweichend zu den Vorjahren wurden im Geschäftsjahr die Nutzungsdauern neu eingeschätzt und auf 20 (Vorjahre: 5 bis 10) Jahre festgelegt. Die Restbuchwerte zum 1. Januar 2022 werden über die jeweils verbleibende Restnutzungsdauer planmäßig Lineal geschrieben.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ermittelt.

Die Nutzungsdauern im Sachanlagevermögen variieren zwischen:

- Technische Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 10 Jahren
- Büro- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren
- PKW zwischen 3 und 5 Jahren

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 800,00 EUR werden im Jahr des Zuganges vollständig abgeschrieben.

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen die hergestellten Druckplatten der jeweiligen Kalendereditionen. Neben den Material- und Fertigungskosten beinhalten die aktivierten Eigenleistungen auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Notwendige Abwertungen aufgrund des Niederstwertprinzips werden vorgenommen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Anschaffungskosten spiegeln die Einstandspreise, vermindert um Anschaffungspreisminderungen, wider.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung bilanziert. Im Rahmen der Ermittlung der Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Für die Material- und Fertigungsgemeinkosten wurden prozentuale Zuschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bewertet worden bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,5 % (VJ: 1,5%) auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet worden.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen aktiviert worden, die vor dem Bilanzstichtag zur Zahlung fällig oder bereits gezahlt waren und Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mittels der sogenannten Anwartschaftsbarwertmethode gebildet. Für die Ermittlung des notwendigen Erfüllungsbetrages sind biometrische Annahmen getroffen worden, zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden zwingend berücksichtigt.

Als Rechnungszins ist der nach § 253 Abs. 2 HGB von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der Verpflichtung verwendet worden. Aus Vereinfachungsgründen wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

zugrunde gelegte Sterbetafeln Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"
Zinssatz 10 Jahre 1,79% (VJ: 1,87%)
Rententrend 1,45% (VJ: 1,35%)
Gehaltstrend 0,00% (VJ: 0,00%)

Es wurde keine Fluktuation bewertet.

Der sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 8.364 Euro (VJ: 13.434 Euro). Die Aufwendungen aus der Veränderung der Zinssätze werden unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Ertragsteuern und werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert.

Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Der Abzinsungssatz entspricht den von der Deutschen Bundesbank für die jeweilige Restlaufzeit ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind nur solche vor dem Bilanzstichtag erhaltenen Einnahmen passiviert worden, die Erträge für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Die zum 31. Dezember 2022 bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 2.616.411,92 Euro (VJ: 2.820.548,40 Euro) resultieren in Höhe von 2.382.626,92 Euro (VJ: 2.563.727,77 Euro) aus der Kapitalkonsolidierung und in Höhe von 233.785,00 Euro (VJ: 256.820,63 Euro) aus den einbezogenen Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- und Firmenwerte wurde im Jahr 2022 neu eingeschätzt und abweichend zum Vorjahr über eine längere Nutzungsdauer abgeschrieben.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.162,94 Euro (VJ: 75.771,89 Euro) sowie sonstige Forderungen in Höhe von 1.578.381,93 Euro (VJ: 1.781.267,66 Euro).

3. Eigenkapital

Das Grundkapital (genehmigtes Kapital) der Dr. Neumann-Wolff AG betrug zum 31. Dezember 2022 51.346,00 Euro (VJ: 51.346,00 Euro) und ist aufgeteilt in 51.346 nennwertlose Stückaktien zu je 1 Euro.

Der Konzernbilanzgewinn (Vorjahr: Konzernbilanzverlust) hat sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2022 -1.261.031 Euro
davon Verlustvortrag - 1.261.031 Euro
Konzernjahresüberschuss 2022 2.310.292 Euro
Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile -351.277 Euro
Ausschüttungen an Gesellschafter -135.700 Euro
Stand 31.12.2022 562.285 Euro

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Beträge in Euro (VJ in Klammern) Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr dv. über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber 15.910.467,82 14.702.884,32 1.207.583,50 0,00
Kreditinstituten (23.706.328,65) (21.316.928,90) (2.389.399,75) 0,00
erhaltene Anzahlungen auf 0,00 0,00 0,00 0,00
Bestellungen (1.655,46) (1.655,46) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus 3.763.265,09 3.432.624,19 330.640,90 0,00
Lieferungen und Leistungen (5.475.243,84) (4.989.000,57) (486.243,27) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber 0,00 0,00 0,00 0,00
verbundenen Unternehmen (38.461,42) (38.461,42) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber 3.800.000,00 900.000,00 2.900.000,00 1.000.000,00
Gesellschaftern (4.050.000,00) (250.000,00) (3.800.000,00) (1.000.000,00)
sonstige Verbindlichkeiten 3.366.748,49 3.366.748,49 0,00 0,00
(4.989.072,17) (4.989.072,17) (0,00) (0,00)
Gesamt 26.840.481,40 22.402.257,00 4.438.224,40 1.000.000,00
(38.260.761,54) (31.585.118,52) (6.675.643,02) (1.000.000,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Globalzessionen, Sicherungsübereignungen von Waren und Inventar, Verpfändungen von Gesellschaftsanteilen, Abtretung von Miet- und Pachteinkommen, Rangrücktrittserklärungen sowie Bürgschaften besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr jeweils in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den Wertansätzen in der Steuerbilanz erfasst.

Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, die erwartungsgemäß auf temporäre Differenzen angewendet werden, sobald sie sich umkehren, und zwar unter Verwendung von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind.

Für die Ermittlung der latenten Steuern wurde ein einheitlicher Ertragssteuersatz von 31,6 Prozent (VJ: 31,6 Prozent) für die Körperschafts- und Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag zugrunde gelegt.

Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung des Konzerns im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben.

Die aktiven latenten Steuern belaufen sich zum 31.12.2022 auf 376.212,98 Euro (VJ: 343.529,36 Euro). Der laufende Ertrag im Geschäftsjahr betrug 65.819,89 Euro (VJ: 291.684,43 Euro), der laufende Aufwand betrug im Betrachtungszeitraum 98.498,92 Euro (VJ: 0,00 Euro).

Die latenten Steuern setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 376.212,98 Euro (VJ: 343.529,36 Euro) zusammen, welche jeweils aus Konsolidierungsmaßnahmen aus der Kapitalkonsolidierung im Zusammenhang mit der Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwertes resultieren. Weiterhin wurde in 2022 eine Korrektur der aktiven latenten Steuern aus Vorperioden um 128.207,21 EUR vorgenommen, abzüglich 25.641,44 EUR die im laufenden Aufwand bereits enthalten sind. Die latenten Steuern resultieren aus den unterschiedlichen Nutzungsdauern zwischen den Konzernbuchwerten und den steuerrechtlichen Ergänzungsbilanzen.

Zum 31.12.2022 bestanden zwei Zinsswaps (Sicherungsgeschäft) zur Absicherung des konzernweiten Zinsrisikos aus der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien (Grundgeschäfte) bei den finanzierenden Banken. Die beiden Zinsswaps sichern eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien in Höhe von 12,875 Mio. EUR ab und haben insgesamt einen positiven Marktwert in Höhe von 938.195,67 EUR.

Die zukünftigen Zahlungsströme aus den Zinszahlungen aus der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien wurde mit den Zahlungsströmen aus den Zinsswaps zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst. Da eine konzernweite durchgängige Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie von mindestens 12,875 Mio. EUR vorliegt und diese einer Zinssatzänderung mit entgegen gerichteter Wirkung unterliegen, ist die Voraussetzung für die Bildung eines Makro Hedges (verschiedene Grundgeschäfte, die durch zwei Zinsswaps abgesichert werden) nach § 254 HGB erfüllt.

Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt grundsätzlich nach der Einfrierungsmethode. Aufgrund der positiven Marktwerte waren keine Rückstellungen für drohende Verluste zu bilden. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wurde anhand von quantitativen Sensitivitätsanalysen im Hinblick auf die Entwicklung des Zinssatzes gemessen. Die Zinsswaps haben positive Marktwerte von zusammen 938.195,67 EUR. Diese Werte wurden nach der Mark-to-Market- Methode ermittelt. Die Zinsswaps haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2023 bzw. bis zum 20.01.2026.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich zu 89% (VJ: 92%) im Inland und zu 11% (VJ: 8%) im Ausland, wovon rd. ein Drittel in Drittländer geliefert wird.

Die Umsatzerlöse verteilen sich zu 35% (VJ: 41%) auf B2C-Umsätze, zu 54% (VJ: 54%) auf B2B-Umsätze sowie zu 10% (VJ: 5%) auf sonstige Umsätze.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In der Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt 3.915.169,02 Euro sind periodenfremde Erträge in Höhe von 305.517,86 Euro enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren sowie aus erhaltenen Gutschriften und Lieferantenboni. Weiterhin sind staatliche Unterstützungen in Höhe von 2.504.174,52 EUR enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der Position sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 15.331.641 Euro sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 880.944,69 Euro enthalten, die insbesondere Remissionen, Erlösschmälerungen und Werbekostenzuschüsse für vorherige Geschäftsjahre betreffen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1.568.229,80 Euro (VJ: 1.483.204,14 Euro) sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 4.027,00 Euro (VJ: 4.372,00 Euro) enthalten.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten im Vorjahr periodenfremde Aufwendungen aus der Passivierung von Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von 178.524,00 Euro.

Im Geschäftsjahr liegen Aufwendungen für Steuernachzahlung für Jahre in Höhe von 55.485 EUR vor.

VII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse/Sicherheiten

Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestehen seitens des Konzerns Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten zu Gunsten verbundenen Unternehmen in Höhe von 4,5 Mio. Euro (VJ: 5,0 Mio. Euro.) In Höhe von 1,0 Mio. Euro (VJ: 1,0 Mio. Euro) wurde eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft abgegeben und in Höhe von 3,5 Mio. Euro (VJ: 4,0 Mio. Euro) besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung aus Darlehensverträgen.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird seitens des Vorstands nicht gerechnet, da die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Liquiditätslage der Hauptschuldner als stabil eingeschätzt werden.

2. Angaben zu finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB

Der Konzern hat sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:

Vertragsart Aufwand jährlich Aufwand bis zum frühestmöglichen Ende
(TEUR) (TEUR)
Mietverträge ggü. Dritten 1.899 12.994
Kfz-Leasing 78 128
sonstiges Leasing 140 392
Summe 2.117 13.515

3. Angaben über Abschlussprüferhonorare gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt 90.600 Euro und setzt sich wie folgt zusammen:

- Honorar für Abschlussprüfungsleistungen: 70.000,00
- Honorar für Steuerberatungsleistungen: 20.600,00
- Sonstige Beratungsleistungen: 0,00

4. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Vorstand der Dr. Neumann-Wolff AG: Herr Axel Klug, Dipl.-Informatiker

Herr Axel Klug ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen wird nach § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Aufsichtsrat der Dr. Neumann-Wolff AG setzte sich im Geschäftsjahr zusammen aus:

Herr Andreas Kühnelt (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Kiel,

Herrn Alexander Weißenfeld (stv. Vorsitzender), Steuerberater, Eutin,

Herrn Helmut Wünderlich, Kaufmann, Kiel.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen im Geschäftsjahr 2022 eine Vergütung von insgesamt 10.800,00 Euro (VJ: 10.800,00 Euro).

5. Angabe zu den Arbeitnehmern gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB

Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die Neumann-Wolff-Gruppe 374 Arbeitnehmer (VJ: 359 Arbeitnehmer) ohne Auszubildende, davon 205 Angestellte (VJ: 158 Angestellte), 158 gewerbliche Arbeitnehmer (VJ: 199 gewerbliche Arbeitnehmer) und 10 Aushilfen (VJ: 2 Aushilfen).

6. Befreiung von der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB

Die Gesellschaften unter Absatz II. Konsolidierungskreis fallen unter § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB. Für die vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird die Offenlegungserleichterung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen.

7. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Der Vorstand der Dr. Neumann-Wolff AG schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Konzernzugehörigkeit

Die Dr. Neumann-Wolff AG, Kiel, ist ein Tochterunternehmen der Clever Invest GmbH, Heikendorf, eingetragen im Handelsregister Kiel unter HRB 13960 Kl. Die Clever Invest GmbH hat bislang keinen Konzernabschluss aufgestellt.

9. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt.

 

Kiel, den 24.05.2023

Axel Klug

Anlagenspiegel zum 31.12.2022 der Dr. Neumann-Wolff AG, Kiel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.039.852 481.922 308.776 -210.671 9.619.879
Geschäfts- oder Firmenwert 7.508.288 0 0 0 7.508.288
Geleistete Anzahlungen 327.299 429.162 -308.371 0 448.090
16.875.439 911.084 405 -210.671 17.576.257
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 195.574 0 0 0 195.574
Technische Anlagen und Maschinen 27.458.021 277.724 31.666 -82.229 27.685.182
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.563.513 296.058 165.254 -113.554 3.911.271
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 183.228 378.198 -197.325 -85.680 278.421
31.400.336 951.980 -405 -281.463 32.070.448
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500 0 0 0 27.500
Beteiligungen 6.984 0 0 0 6.984
34.484 0 0 0 34.484
48.310.259 1.863.064 0 -492.134 49.681.189
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.412.108 572.195 -6.518 6.977.785
Geschäfts- oder Firmenwert 4.687.739 204.137 0 4.891.876
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
11.099.847 776.332 -6.518 11.869.661
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 144.630 256 0 144.886
Technische Anlagen und Maschinen 21.149.503 1.312.514 -63.930 22.398.087
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.629.520 344.660 -37.642 2.936.538
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
23.923.653 1.657.430 -101.572 25.479.511
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.499 0 0 27.499
Beteiligungen 0 0 0 0
27.499 0 0 27.499
35.050.999 2.433.762 -108.090 37.376.671
Nettobuchwerte
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.642.094 2.627.744
Geschäfts- oder Firmenwert 2.616.412 2.820.549
Geleistete Anzahlungen 448.090 327.299
5.706.596 5.775.592
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.688 50.944
Technische Anlagen und Maschinen 5.287.095 6.308.518
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 974.733 933.993
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 278.421 183.228
6.590.937 7.476.683
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
Beteiligungen 6.984 6.984
6.985 6.985
12.304.518 13.259.260

Konzern-Eigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage Konzern-
bilanzgewinn
Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2021 51.346,00 748.654,00 5.134,60 -4.921.622,10 -4.116.487,50
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 281.407,12 281.407,12
Erwirtschaftetes Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 3.379.184,36 3.379.184,36
Stand 31.12.2021 51.346,00 748.654,00 5.134,60 -1.261.030,62 -455.896,02
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 -135.699,85 -135.699,85
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Erwirtschaftetes Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 1.959.015,08 1.959.015,08
Stand 31.12.2022 51.346,00 748.654,00 5.134,60 562.284,61 1.367.419,21
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2021 3.399.960,97 4.016.784,89 7.416.745,86 3.300.258,36
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung -1.532.949,22 0,00 -1.532.949,22 -1.532.949,22
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 281.407,12
Erwirtschaftetes Konzernergebnis 0,00 1.222.146,54 1.222.146,54 4.601.330,90
Stand 31.12.2021 1.867.011,75 5.238.931,43 7.105.943,18 6.650.047,16
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung -1.004.396,30 0,00 -1.004.396,30 -1.140.096,15
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Erwirtschaftetes Konzernergebnis 0,00 351.277,26 351.277,26 2.310.292,34
Stand 31.12.2022 862.615,45 5.590.208,69 6.452.824,14 7.820.243,35

Konzernkapitalflussrechnung für 2022

2022
EUR
Periodenergebnis +2.310.292
+/- Abschreibungen/ Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens +2.433.810
+/- Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen -857.761
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +5.514.336
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.955.210
-/+ Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens +383.998
+/- Zinsaufwendungen/ Zinserträge +1.522.775
+/- Ertragsteueraufwand/ -ertrag -629.829
-/+ Ertragsteuerzahlungen 87.341
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (a) +7.809.753
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -911.084
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -951.980
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0
+ Erhaltene Zinsen +45.454
+/- Cashflow aus der Investitionstätigkeit (b) -1.817.610
- Auszahlungen an Gesellschafter -1.140.096
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.977.968
Gezahlte Zinsen -1.568.230
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (c) -4.686.294
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (a - c) +1.305.849
+/- konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -14.500.543
Finanzmittelfond am Ende der Periode -13.194.694

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2022
EUR
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten +278.207
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -13.472.901
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -13.194.694

Konzernlagebericht zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Konzerns

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage des Unternehmens

2.4 Gesamtaussage

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancenbericht

3.1.1 Branchenspezifische Chancen

3.1.2 Prozess- und Produktionsspezifische Chancen

3.2 Risikobericht

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

3.2.2 Branchenspezifische Risiken

3.2.3 Beschaffungs- und Logistikrisiken

3.2.4 Vertriebsrisiken

3.2.5 Liquiditätsrisiken

3.3 Gesamtaussage

4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

5 Prognosebericht

1 Grundlagen des Konzerns

Die Neumann Gruppe hat derzeit Standorte in Kiel, Frankenthal, Grefrath, Herzebrock-Clarholz, Kaltenkirchen, Köln, Plauen, Schwabmünchen und Eibergen (Niederlande).

Alle Standorte agieren auf dem Kalendermarkt und erzielen den Großteil ihrer Umsätze in der Bundesrepublik Deutschland. Das Geschäftsmodell unterteilt sich dabei im Wesentlichen in zwei Teilmärkte.

Zum einen bedient die Neumann Gruppe den Werbeartikelmarkt, oder auch B2B-Markt genannt. Er zeichnet sich dadurch aus, dass dort Großkunden (z.B. Banken oder Versicherungen) mit individualisierten Kalendern bzw. Werbeartikeln in großen Mengen beliefert werden. Hier spricht man von sogenannter Aktionsware im Full-Service-Bereich. Dazu gehört auch der Markt für Standardverlagsware, die an kleine bis mittlere Unternehmen gerichtet ist und einen geringeren Individualisierungsgrad aufweist.

Der zweite Teilmarkt ist der B2C-Bereich. Dieser Markt ist dadurch gekennzeichnet, dass der Endkunde nicht direkt durch die Neumann Gruppe bedient oder angesprochen wird, sondern der Marktzugang über Buchhändler oder Handelsketten wie zum Beispiel Thalia, Karstadt, Kaufland oder Metro erfolgt.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Teilmärkten sind die Liefer- und Zahlungskonditionen. Während im Werbeartikelmarkt die Zahlungsziele üblicherweise bis zu 30 Tagen betragen, ist im B2C-Markt eine Valutastellung üblich mit längeren Zahlungszielen sowie die die Rückgabemöglichkeit von nicht ab verkauften Kalendern zu Lasten des Dr. Neumann Wolff Konzerns.

Für die Steuerung der operativ tätigen Konzerngesellschaften werden die Kennzahlen Umsatz und Vorsteuerergebnis (EBT) herangezogen. Diese werden monatlich ermittelt und überwacht. Letztere sind unter Punkt 2.3 aufgeführt.

Die nicht operativen Konzerngesellschaften werden über die monatliche Erfolgsrechnung gesteuert.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftsjahr 2022 wurde hauptsächlich durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine geprägt, was zu einer steigenden Inflation deutlich beigetragen hat. Infolgedessen stieg der Leitzins der Europäischen Zentralbank im Laufe des Jahres in mehreren Schritten von 0% auf schließlich 2,5%. Laut dem Jahresbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz stieg die Wirtschaftsleistung dennoch um 1,9% 1. Im Vergleich zu dem Vorjahr (Reduzierung um 0,8%, VJ 2,7%) ist dies eine Steigerung, insgesamt war das BIP 2022 erstmals um 0,7% höher als 2019, also vor Corona. Für 2023 erwartet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz nur noch eine Steigerung um 0,2% (VJ 3,6%) 2 und das ifo-Institut hingegen sogar einen Abschwung des Bruttoinlandproduktes von -0,1 % 3 (VJ: 3,1%). Erst für das Jahr 2024 wird wieder mit einem Anstieg des BIP gerechnet.

Die Kalendermärkte weisen einen hohen saisonalen Charakter auf. Etwa 80 % der Umsätze werden im zweiten Halbjahr erzielt, wobei das vierte Quartal umsatzstärker ausfällt als das Dritte. Neben der Fragmentierung des Kalendergeschäfts, wodurch es zu Übernahmen, Fusionen und Insolvenzen kommt, ist der Kalendermarkt geprägt durch einige wenige größere Verlage. Dazu zählt unter anderem die Neumann Gruppe, deren Kernkompetenz im Kalendergeschäft liegt. Die Umsätze verteilen sich zwischen B2B- und B2C-Geschäft ungefähr gleich.

Innerhalb des B2C-Zweigs sind für die Neumann Gruppe die stationären Buchhandlungen (Fachhandel), die Buchhandelsketten wie zum Beispiel Thalia, Hugendubel oder Mayersche Buchhandlung sowie der Onlinehandel ein wichtiger Bestandteil. Des Weiteren werden auch Nebenmärkte wie zum Beispiel der Lebensmitteleinzelhandel oder Baumärkte beliefert.

2.2 Geschäftsverlauf

In der ersten Jahreshälfte erfolgt im Wesentlichen die Vorproduktion der Waren, welche dann ab dem Sommer verkauft werden. Aufträge erreichten uns teilweise wieder früher als im Vorjahr, was eine optimalere Produktion zuließ. Jedoch haben nicht alle Kunden nach Beendigung der Schutzmaßnahmen wieder bestellt, da einige Branchen (Reisebüros, Buchhändler) von der Pandemie wirtschaftlich schwerer gezeichnet waren als andere. Durch die Corona-Pandemie entstandene Auswirkungen konnten mit staatlichen Zuschüssen größtenteils gedeckt werden.

Im Geschäftsjahr wurden weiterhin diverse Maßnahmen zur Identifizierung und Nutzung von Synergieeffekten eingeleitet. Ein Großteil dieser Maßnahmen bezog sich dabei auf Unternehmen, die die Neumann Gruppe in den vergangen vier Jahren integriert hat. Dabei achtete die Neumann Gruppe speziell darauf, den hauseigenen Standard im Bereich der Nachhaltigkeit weiter beizubehalten.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/Projektionen-der-Bundesregierung/projektionen-der-bundesregierung-jahresprojektion-2023.html
3 https://wwwifo.de/fakten/2023-03-15/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2023-deutsche-wirtschaft-stagniert

Diese Synergieeffekte wurden durch Investitionen in Höhe von 1.863.065 Euro (2.929.849 Euro) unterstützt. Den Großteil der Investitionen machten dabei Programmlizenzen etc. zur Stützung und Aktualisierung der IT-Infrastrukur (911.084 Euro, VJ: 934.165 Euro) aus. Darüber hinaus diente der Kauf einer Maschine zur Weiterverarbeitung, sowie weitere Sachanlagen der Sicherheit von Produktions- und Verwaltungskapazitäten (573.782 Euro, VJ: 481.809 Euro).

Nachdem die Umstrukturierung der einzelnen B2C-Verlage zu einer gemeinsamen Verkaufseinheit (Neumann Verlage GmbH & Co. KG) in 2021 unkompliziert verlief und von unseren Kunden begrüßt wurde, banden die dadurch verursachten technischen Herausforderungen des ERP-Systems auch Anfang 2022 noch Ressourcen.

Umsatzerlöse: Insgesamt betragen die Umsatzerlöse der Neumann Gruppe im Betrachtungszeitraum 55.548.785,46 Euro (VJ: 53.869.718 Euro). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 3,1%. Der ursprünglich geplante Wert von 53.520.900 Euro wurde um 3,7% überschritten (VJ: 2,3%).

EBT: Das positive EBT lag in 2022 mit 2.940.121,36 Euro deutlich unter dem positiven Vorjahres-EBT von 5.402.800,79 Euro aber ebenfalls deutlich über dem geplanten Wert von 1.393.000 Euro.

Etwa 89% (VJ: 92%) der Umsatzerlöse entfallen dabei auf das Inlandsgeschäft, die restlichen 11% (VJ: 8%) verteilen sich zu 68% (VJ: 67%) auf innergemeinschaftliche Lieferungen und zu 32% (VJ: 33%) auf Drittländer.

Die Umsatzerlöse verteilen sich zu 35% (VJ: 41%) auf B2C-Umsätze, zu 54% (VJ: 54%) auf B2B-Umsätze sowie zu 10% (VJ: 5%) auf sonstige Umsätze.

Der Konzernjahresüberschuss lag im Berichtsjahr bei 2.310.292,34 Euro gegenüber einem Konzernjahresüberschuss von 4.601.330,90 Euro im Vorjahreszeitraum.

2.3 Lage des Unternehmens

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2021 soll anhand der nachfolgenden Zahlen dokumentiert werden:

2022 2021
TEuro TEuro
1. Vermögenslage
Anlagenintensität Anlagevermögen / Bilanzsumme 12.305 / 43.132 = 28,5% 13.259 / 54.855 = 24,2%
Anteil des Umlaufvermögens Umlaufvermögen / Bilanzsumme 29.898 / 43.132 = 69,3% 40.601 / 54.855 = 74,0%
2. Finanzlage
Kapitalumschlaghäufigkeit Umsatzerlöse / Gesamtkapital 55.549 / 43.132 = 128,8% 53.870 / 54.855 = 98,2%
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Gesamtkapital 7.820 / 43.132 = 18,1% 6.650 / 54.855 = 12,1%
3. Ertragslage
EBT-Marge EBT / Umsatzerlöse 2.940 / 55.549 = 5,3% 5.403 / 53.870 = 10,0%
Eigenkapitalrentabilität Konzernjahresüberschuss / Eigenkapital 2.310 / 7.820 = 29,5% 4.601 / 6.650 = 69,2%
Gesamtkapitalrentabilität Konzernjahresüberschuss / Gesamtkapital 2.310 / 43.132 = 5,4% 4.601 / 54.855 = 8,4%
Materialintensität Materialaufwand / Umsatzerlöse 22.488 / 55.549 = 40,5% 19.462 = 36,1% 53.870
Personalintensität Personalaufwand / Umsatzerlöse 15.805 / 55.549 = 28,5% 15.500 / 53.870 = 28,8%
Cash Flow (nach DRS 21) aus lfd. Geschäftstätigkeit 7.810 155

Ertragslage:

In 2022 lag die Gesamtleistung (Umsatz zzgl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) bei 56.606.204 Euro (VJ: 53.789.347 Euro), und damit aufgrund der höheren Umsatzerlöse über dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 3.915.169 Euro (VJ: 8.555.025 Euro) und betrafen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen, Erträge aus der Abfallverwertung und Zuschüssen aus staatlicher Unterstützung (z.B. Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfe III+ und IV). Wesentliche Aufwendungen sind der Material- und der Personalaufwand, woraus sich für das Berichtsjahr eine Materialintensität von 40,5% (VJ: 36,1%) und eine Personalintensität von 28,5% (VJ: 28,8%) ergeben. Die höhere Materialintensität ist zurückzuführen auf stark gestiegene Material- und Energiepreise. Die Personalintensität ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. 0,3%-Punkte niedriger. Dies lässt sich mit einem geringeren Personalstand zu Beginn des Jahres begründen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 15.331.641 Euro (VJ: 16.803.367 Euro) sind geprägt durch Ausgangsfrachten, Mietaufwendungen und Lizenzkosten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus geringeren Mietkosten, Ausgangsfrachten, Werbe- und Reisekosten, EDV-Kosten und Forderungsverlusten.

Der kumulierte Auftragseingang zum Jahresende ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um -2,5% (VJ: -4,7%) zurückgegangen. Dabei haben sich die Gesellschaften unterschiedlich entwickelt.

Finanzlage:

Das Kapital des Unternehmens setzt sich aus 7.726.155 Euro (VJ: 6.650.047 Euro) Eigenkapital und 35.329.386 Euro (VJ: 48.204.577 Euro) Fremdkapital zusammen. Das ergibt eine ausgewiesene Eigenkapitalquote von 17,8% (VJ: 12,1%). Das Fremdkapital ist geprägt durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.763.265 Euro (VJ: 5.475.244 Euro), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 15.910.468 Euro (VJ: 23.706.328,65 Euro) und sonstige Rückstellungen in Höhe von 7.172.427 Euro (VJ: 8.697.325 Euro). Von den Verbindlichkeiten sind 17.669.184 Euro (VJ: 31.585.119 Euro) im nächsten Jahr fällig. 1.000.000 Euro (VJ: 1.000.000 Euro) haben eine Laufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Globalzessionen, Sicherungsübereignungen von Waren und Inventar, Verpfändungen von Gesellschaftsanteilen, Abtretung von Miet- und Pachteinkommen, Rangrücktrittserklärungen und Bürgschaften besichert.

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen auf der Grundlage von Miet-, Kfz-Leasing- und sonstigen Leasingverträgen. Der mindestens im nächsten Jahr anfallende Aufwand beträgt 2.117.172 Euro (VJ: 2.039.953 Euro). Insgesamt besteht für die nächsten Geschäftsjahre bis zum Ende der jeweiligen Laufzeiten eine Verpflichtung in Höhe von 13.514.605 Euro (VJ: 13.546.426 Euro).

Die Liquiditätslage des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2022 geprägt durch einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 7.809.753 Euro (VJ: 155.186 Euro), einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -1.817.610 Euro (VJ: -2.799.427 Euro) sowie einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4.686.294 Euro (VJ: -5.664.963 Euro).

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von -951.980 Euro (VJ: -1.824.690 Euro) sowie Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von -911.084 Euro (VJ: -1.105.160 Euro).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist u.a. bedingt durch die Auszahlungen aufgrund von Tilgungen von Bankdarlehen in Höhe von 1.977.968 Euro (VJ: 2.704.909 Euro). Kreditneuaufnahmen erfolgten im Berichtsjahr nicht (VJ: 60.471 Euro).

Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag -13.194.694 Euro (VJ: -14.500.541 Euro) und resultiert hauptsächlich aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten.

Zum Ende des Geschäftsjahres wurden die Kreditlinien zu etwa 54% (VJ: 41 %) nicht ausgenutzt. Im Jahresdurchschnitt wurden die zugesagten Kreditlinien zu etwa 30% (VJ: 32%) nicht ausgenutzt.

Vermögenslage:

Das Vermögen setzt sich aus 12.210.430 Euro (VJ: 13.259.260 Euro) Anlagevermögen und 29.915.242 Euro (VJ: 40.601.234 Euro) Umlaufvermögen zusammen. Daraus ergeben sich eine Anlagenintensität von 28,2% (VJ: 24,2%) und einen Anteil des Umlaufvermögens von 69,7% (VJ: 74,0%). Das Anlagevermögen ist geprägt durch immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5.612.508 Euro (VJ: 5.775.591 Euro) und Sachanlagen in Höhe von 6.590.936 Euro (VJ: 7.476.684 Euro). Die Sachanlagen bestehen im Wesentlichen aus technischen Anlagen und Maschinen mit einem Buchwert zum 31.12.2022 in Höhe von 5.287.095 Euro (VJ: 6.308.518 Euro). Wesentlicher Bestandteil des Umlaufvermögens sind mit 13.253.423 Euro (VJ: 20.145.905 Euro) die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte abgesichert sind.

2.4 Gesamtaussage

Insgesamt ist die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr als befriedigend zu beurteilen.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancenbericht

3.1.1 Branchenspezifische Chancen

Der Kalendermarkt ist ein fragmentierter Markt mit vielen Anbietern und treuem Kundenstamm. Die Marktteilnehmer sind branchenspezifischen Risiken, wie zum Beispiel langen Vorfinanzierungszeiträumen oder hohen Remissionsquoten nahezu ungefiltert ausgesetzt. In den letzten Jahren haben daher einige Verlage Insolvenz angemeldet oder sich zum Verkauf entschlossen, wodurch sich die Marktanteile auf andere Anbieter verteilten. Auch potenzielle neue Wettbewerber sehen sich diesen Risiken gegenüber. Somit sind diese Risiken gleichzeitig als Chance in Form von Markteintrittsbarrieren zu sehen.

Für die Neumann Gruppe bieten sich daraus Möglichkeiten die Marktposition auszuweiten.

3.1.2 Prozess- und Produktionsspezifische Chancen

Die Neumann Gruppe betreibt das Kalendergeschäft entlang der gesamten Wertschöpfungskette, woraus sich gegenüber anderen Anbietern investitionsseitig ein Wettbewerbsvorteil ergibt. Durch die Investition in herstellungsspezifische Technologien und die Entwicklung von Spezialmaschinen für die Produktion können gruppenweite Synergieeffekte genutzt werden mit dem Ziel, erhöhte Auslastungsgrade in den einzelnen Gesellschaften zu erreichen. Somit ist die Neumann Gruppe in der Lage, sich für zukünftige Marktentwicklungen flexibel zu positionieren.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Nach einem starken Absturz des Konsumklimaindex in 2022 durch den Krieg in der Ukraine kann die Neumann Gruppe an der sich aufhellenden Verbraucherstimmung für das Jahr 2023 profitieren, da nahezu 90% der Umsätze im Inland erzielt werden. Auch die langsam sinkende Inflation kann zu einem steigenden Konsumverhalten beitragen.

Nach dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen stieg die Anzahl der Krankheitsbedingten Fehltage pro Arbeitnehmer deutlich an. Dies kann auch im Jahr 2023 zu erhöhten Personalausfällen in allen unseren Bereichen, sowie bei den Zulieferern und Kunden führen.

Eine genaue Beurteilung der genannten Punkte kann aktuell nicht erfolgen, da die weitere Entwicklung nicht absehbar ist.

3.2.2 Branchenspezifische Risiken

Durch den hohen saisonalen Charakter sowie den branchenüblichen langen Zahlungszielen kommt es zu langen Vorfinanzierungszeiträumen. Die Marktteilnehmer müssen über eine solide Finanzierungsstruktur verfügen, um dies abzubilden. Die Neumann Gruppe hat mit ihren Finanzierungspartnern entsprechende Finanzierungen erarbeitet und vereinbart, um die Überbrückung zwischen der Vorfinanzierung von zum Beispiel Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (Papier) und dem Zahlungseingang vom Kunden sicherzustellen.

3.2.3 Beschaffungs- und Logistikrisiken

Bei der Beschaffung gibt es keine wesentlichen Risiken. Der wichtigste Rohstoff für die Neumann Gruppe ist Papier. Durch die Vielzahl von Anbietern ist das Unternehmen nicht von einzelnen Lieferanten abhängig. Der Papierpreis ist durch mehrere Einflussfaktoren geprägt und unterliegt gewissen Schwankungen. Diesen Schwankungen entgegnet die Neumann Gruppe zum Beispiel durch den Frühbezug großer Mengen. Die am Anfang des Jahres 2022 entstandene Papierknappheit und damit verbundene deutliche Preissteigerungen konnten dadurch abgefedert werden. Seitdem zeichnet sich langsam wieder eine Entspannung des Papiermarktes ab. Die überwiegende Fertigung der Neumann Gruppe an eigenen Standorten führt zur Ausnutzung von Synergieeffekten und höhere Auslastungen. Zudem ist ein detaillierter Kenntnisstand über die erforderlichen Mengen und die Distribution der Artikel möglich.

Wechselkurs-Risiken sind vernachlässigbar, da nur ca. 3,5 % des Gesamtumsatzes in Drittländern außerhalb des Euroraums erzielt werden.

3.2.4 Vertriebsrisiken

Die Neumann Gruppe analysiert regelmäßig die Rentabilität ihrer größeren Kunden. Dabei wird das Ziel verfolgt, über Preiserhöhungen oder Konditionsanpassungen margenschwaches Geschäft entweder auszudünnen oder ertragreicher zu gestalten.

Zusätzlich versuchen größere Fachhandelskunden, die Anzahl ihrer Lieferanten zu reduzieren. Dies kann dazu führen, dass die Neumann Gruppe nicht mehr als Lieferant gelistet ist.

Um einem möglichen negativen Effekt entgegenzusteuern, versucht die Neumann Gruppe, die Pflichtlistung (Anzahl der Titel/Produkte bei einem Kunden) bei bestehenden Kunden zu erhöhen bzw. überhaupt in die Pflichtlistung von neuen Kunden mit aufgenommen zu werden. Somit erschließen sich neue Absatzchancen durch neues oder höheres Volumen.

3.2.5 Liquiditätsrisiken

Der in 2021 erhöhte Forderungsbestand konnte in 2022 nahezu komplett auf das normale Niveau reduziert werden. Forderungsausfälle aufgrund der Pandemie oder in Folge des Ukraine-Konflikts können nicht ausgeschlossen werden. In welcher Höhe und mit welcher Wahrscheinlichkeit können wir aktuell nicht einschätzen.

3.3 Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Saisonalität des Gesamtmarktes, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer langjährigen Kenntnis des Kalendermarktes sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns oder der einzelnen Konzerngesellschaften gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben und Darlehen bei Kreditinstituten. Des Weiteren werden zwei Zinsswaps bei den finanzierenden Banken eingesetzt zur Teilabsicherung eines Betrages von insgesamt 12,875 Mio. Euro hinsichtlich des Zinsrisikos. Der Konzern finanziert seine Vorproduktion des Umlaufvermögens hauptsächlich durch verschiedene Kontokorrentkredite, deren Zinssätze variabel sind. Die beiden Zinsswaps minimieren im Rahmen des Makro Hedges das Zinsrisiko. Sie weisen insgesamt einen positiven Marktwert in Höhe von 938.195,67 Euro auf. Die operativ tätigen Konzerngesellschaften verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minderung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement, wozu auch die Inanspruchnahme einer Warenkreditversicherung zählt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit Skonto gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

5 Prognosebericht

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geht (Stand: 25.01.2023) für das Jahr 2023 von einem positiven Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr von 0,2% (VJ: 3,6%) aus.

Die Jahresplanung 2023 der Neumann Gruppe sieht einen Umsatzrückgang von -2,80% gegenüber dem Vorjahr auf 53.990.800 Euro vor. Höhere Materialaufwendungen (8%) und höhere Personalkosten (13%), gering steigende Sachaufwendungen (0,25%) zum Vorjahr sowie nahezu konstante Abschreibungen (1%) führen zu einem EBT, dass mit 678.400 Euro in 2023 um -76,2% unter dem Vorjahr liegt.

Trotz steigendem Wirtschaftswachstum sieht sich auch die Neumann Gruppe den ungewissen Folgen der Preissteigerung und des Ukraine-Konfliktes in 2023 gegenüber.

Der Ukraine Konflikt verunsichert die Kunden, steigende Inflation und höhere Kosten ebenfalls. Auch wenn im Frühjahr nicht die Hauptverkaufszeit für Kalender ist, so wird in dieser Phase des Jahres doch maßgeblich der Saisonverlauf beeinflusst und gesteuert. Mit den Handelspartnern wird über das Produktsortiment, Abnahmemengen, Auflagen etc. entschieden. Aktuell kann die Neumann Gruppe über höhere Auftragseingänge als im Vorjahr verweisen, jedoch ist es aktuell noch unklar, ob und inwieweit dies so fortschreitet. Darüber hinaus ist nicht abzusehen, ob der Endverbraucher wieder zum ursprünglichen Konsumverhalten zurückgekehrt. Trotz eines guten Abverkaufs unsererseits in den Handel könnte die Ware im Herbst/Winter nicht abfließen und somit die Remissionen erhöhen. Dies führt zu einer erhöhten Rückstellungsbildung und somit zu einem niedrigeren Ergebnis.

Auch könnten sich Kunden im späteren Jahresverlauf möglichen Insolvenzen gegenübersehen, obwohl es sich heute noch nicht abzeichnet. Dies würde zu Forderungsausfällen bei der Gesellschaft führen und somit zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen Lage.

Vor diesem Hintergrund wird die Planung regelmäßig mit aktuellen Hochrechnungen kontrolliert, sodass umgehend Maßnahmen ergriffen werden können.

Inwieweit weitere Synergiepotenziale gehoben und somit wettbewerbsfähigere Personal- und Materialaufwandsquoten realisiert werden können, bleibt unter den gegebenen Umständen abzuwarten.

Soweit möglich werden Produktionsprozesse inhouse abgebildet, um die Wertschöpfung innerhalb der Gruppe zu erhöhen sowie externe Fremdleistungskosten zu verringern. Flankierende Maßnahmen dazu sind unter anderem die Anpassung der ERP-Systeme und Prozesse sowie Investitionen in die IT- Infrastruktur der gesamten Gruppe.

 

Kiel, den 24.05.2023

Axel Klug

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dr. Neumann-Wolff AG, Kiel

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dr. Neumann-Wolff AG, Kiel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalspiegels und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dr. Neumann-Wolff AG, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Vermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehrfortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

wir geben zu den einzelnen Angaben im Konzernlagebericht ebenfalls kein eigenständiges Prüfungsurteil ab, sondern ein Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht als Ganzes.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 24.05.2023

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