Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 232064
Eingetragen
16.3.2017
Branche
Wagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen in der Vermögensberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frechta Hassanzada
seit 12.2.2026
Prokura
Carolin Hoja
seit 12.2.2026
Prokura
Stephan Schug
seit 16.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (18)

NameAnteil
C******** A***** H***
6.56%
3.64%
R***** S*********
2.72%

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FINAplus GmbH
Germany
90.892 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

wealthpilot GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 121.676,48 67.196,22
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
-davon:
auf Treuhandkonten EUR 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 411.113,32 242.598,30
ba) täglich fällig EUR 242.598,30
bb) andere Forderungen EUR 0,00
532.789,80 309.794,52
2. Forderungen an Kunden 6.557,96 48.496,32
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
-davon
aa) aus Provisionen EUR 48.496,32 (EUR 3.352,84)
ab) aus Krediten EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)
b) aus sonstigen Tätigkeiten 26.231,83 191.560,47
32.789,79 240.056,79
3. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1,00 1,00
1,00 1,00
4. Immaterielle Anlagewerte 460.770,47 2.171,68
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte EUR 2.171,68
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.843.081,89 8.686,71
ba) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte EUR 8.686,71
2.303.852,36 10.858,39
5. Sachanlagen 11.437,20 13.913,80
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 45.748,80 55.655,20
57.186,00 69.569,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 157.141,09 89.148,62
157.141,09 89.148,62
7. Rechnungsabgrenzungsposten 10.563,32 9.642,63
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 42.253,27 38.570,52
52.816,59 48.213,15
8. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.168.549,86
Summe Aktiva 3.136.576,63 1.936.191,33

PASSIVA

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
aa) täglich fällig EUR 0,00
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist EUR 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
ba) täglich fällig EUR 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist EUR 0,00
0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
-davon: z.Ausfg.v.Zahlungs- vorgängen EUR 0,00
- darunter: auf Zahlungskonten EUR 0,00
-davon: aus d. Ausgabe von E-Geld EUR 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Instituten nach §1 Abs. 3 ZAG 7.651,70 33.709,37
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
7.651,70 33.709,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 42.057,79 99.612,17
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 196.307,35 398.448,67
238.365,14 498.060,84
5. Rechnungsabgrenzungsposten 260.121,64 223.667,89
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.040.486,58 869.921,56
1.300.608,22 1.093.589,45
6. Rückstellungen 60.153,61 62.166,33
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 240.614,46 248.665,34
300.768,07 310.831,67
7. Eigenkapital 88.902,00 79.722,00
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital
eigene Anteile -7.600,00 -600,00
81.302,00 79.122,00
b) Kapitalrücklage 21.995.229,51 17.900.622,44
c) Bilanzverlust -20.787,348,01 -19.148.294,30
8. nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.168.549,86
1.289.183,50 0,00
Summe Passiva 3.136.576,63 1.936.191,33

Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2023

der wealthpilot GmbH

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der wealthpilot GmbH (nachfolgend auch bezeichnet als die " Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (Zahlungsinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechZahlV) und der besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 232064 eingetragen und hat ihren Sitz und Geschäftsanschrift ausschließlich in München.

Nicht belegte Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt, die Gliederung und Nummerierung erfolgte entsprechend der Formblätter 1 und 2 der RechZahlV fortlaufend. Im amtlichen Formblatt vorgesehene, aber nicht belegte Posten werden nicht aufgeführt.

Seit September 2019 verfügt die Gesellschaft über die Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Kontoinformationsdienste für ihre Kunden zu erbringen. Als Zahlungsinstitut unterliegt die Gesellschaft für das Erbringen von Zahlungsdiensten gem. § 36 des Gesetzes über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz - ZAG) der Registrierungspflicht und damit der Aufsicht durch die BaFin. Seitdem hat die Gesellschaft ergänzend die Vorschriften zur Rechnungslegung nach RechZahlV zu beachten.

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Insbesondere erfolgten am 26. Januar 2023 und am 23. September 2023 größere Kapitalerhöhungen, die mit der Zuführung von Eigenkapital in Höhe von insgesamt 4.096.787,07 EUR verbunden waren. Außerdem sind für das Jahr 2024 weitere Kapitalerhöhungen beabsichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute, an Kunden sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände sind gem. § 340e HGB mit dem Nennwert angesetzt, unter Berücksichtigung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Finanzanlagen sind mit dem Nennwert ohne Wertberichtigungen ausgewiesen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger linearer Abschreibungen bewertet. Erstmals wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, selbst erstellte immaterielle Anlagewerte zu aktivieren. Zugrunde lagen der Bewertung insbesondere eigene Personalaufwendungen. Neben der Auswirkung auf die Vermögenslage (Aktivierung von TEUR 2.293) betraf die Inanspruchnahme des Wahlrechts insbesondere auch die Ertragslage mit der Erhöhung des sonstigen betrieblichen Ertrags (aktivierte Eigenleistung) um TEUR 2.293. Als Nutzungs- und Abschreibungsbeginn ist der 1. Januar 2024 vorgesehen.

Das Sachanlagevermögen - Vermögenswerte mit einem Netto-Anschaffungswert von über 800 EUR - wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert von bis zu 800 EUR (GWG) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften aktiviert und abgeschrieben.

Die Abschreibungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre, die des übrigen Sachanlagevermögens 3 bis 15 Jahre.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Preis- und Kostensteigerungen sowie die generelle Abzinsungspflicht gem. § 253 Abs. 2 HGB sind bei der Bewertung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr berücksichtigt.

Bei den latenten Steuern ergab sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartende Verlustverrechnung aufgrund der Nutzung der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge überstieg die aufgrund der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände errechneten passiven latenten Steuern. Der Überhang der aktiven latenten Steuern wurde nicht aktiviert, da vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht wurde.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Forderungen an Kreditinstitute

In dieser Position werden ein Girokonto sowie Forderungen an Banken aus Zahlungsdiensten sowie aus sonstigen Tätigkeiten ausgewiesen. Kontoguthaben sind täglich fällig, die weiteren Forderungen an Kreditinstitute sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Forderungen an Kunden

Sämtliche Forderungen an Kunden sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die immateriellen Anlagewerte betreffen einerseits gewerbliche Schutzrechte (10.858,39 EUR), Softwarelizenzen (2,00 EUR) sowie andererseits - erstmals aktivierte -selbsterstellte Vermögensgegenstände, die die betriebene Software und Plattform betreffen. Diese Software war zum Bilanzstichtag noch nicht abschließend erstellt, wird aber in 2024 fertiggestellt werden. Die Aktivierung erfolgte in 2023 mit 2.292.993,97 EUR (Vj.: 0,00 EUR).

Die Sachanlagen in Höhe von 57.186,00 EUR (Vj.: 69.569,00 EUR) enthalten im Wesentlichen Geschäfts- und Büroausstattung.

Die Finanzanlagen bestehen aus einer Beteiligung an der US-Tochtergesellschaft und zeigen das Stammkapital.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Kautionen (TEUR 22) und Ansprüche aus Darlehen an Geschäftsführer (TEUR 136).

PASSIVA

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es im Geschäftsjahr nicht.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestanden im Geschäftsjahr nicht.

Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinne des § 1 Abs. 3 ZAG

Hier wurden 7.651,70 EUR (Vj.: 33.709,37 EUR) gegenüber einem anderen Institut ausgewiesen und betreffen eine Laufzeit bis zu drei Monaten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Kreditkartenverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lohn-/Kirchensteuer und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Nicht-Kunden. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert insbesondere aus der periodengerechten Abgrenzung von Provisionserträgen aus Dienstleistungen.

Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Personalkosten 225.268,07 232.331,67
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 45.000,00 48.000,00
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht 16.500,00 16.500,00
Rückstellung Berufsgenossenschaft 14.000,00 14.000,00
300.768,07 310.831,67

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital: 88.902,00 EUR (Vj.: 79.722,00 EUR)

Im Geschäftsjahr wurden eigene Anteile in Höhe von 7.600,00 EUR gehalten (Vj.: 600,00 EUR).

Kapitalrücklage: 21.995.229,51 EUR (Vj.: 17.900.622,44 EUR)

Bilanzverlust: 20.787.348,01 EUR (Vj.: 19.148.294,30 EUR)

Eigenkapital gesamt: 1.289.183,50 EUR (Vj.: - 1.168.549,86 EUR)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten Erträge aus dem Kerngeschäft (Bereitstellung der Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) als technische Dienstleistung für Vermögensverwalter und -berater sowie Bereitstellung von Kontoinformationen).

Provisionsaufwendungen

Diese Position enthält Aufwendungen für bezogene Leistungen (Entwicklung).

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält insbesondere die Forschungszulage sowie Sachbezüge sowie im Sinne eines Bruttoausweises den Gegenposten zur Aktivierung des selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands, sowie periodenfremde Erträge

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beinhalten zum einen Personalaufwendungen und zum anderen andere Verwaltungsaufwendungen, hier im Wesentlichen Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter (114.196,45 EUR, Vj.: 171.113,06 EUR), Rechts- und Beratungskosten (140.566,47 EUR, Vj.: 146.362,53 EUR) sowie Werbekosten (77.836,20 EUR, Vj.: 96.418,96 EUR). Des Weiteren werden seit dem Wirtschaftsjahr 2022 Fremdleistungen in diesem Posten gezeigt (1.136.944,44 EUR, Vj.: 1.545.110,65 EUR), sowie Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen (204.221,45 EUR, Vj.: 205.775,86 EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese Position enthält im Wesentlichen geringe Aufwendungen für Währungsumrechnungen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir weisen darauf hin, dass trotz der üblichen Prognoseunwägbarkeiten aus heutiger Sicht kein Risiko für den Fortbestand des Unternehmens besteht. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dem aktuellen Nahost-Konflikt haben wir aufgrund der uns vorliegenden Erkenntnisse und Anordnungen Vorkehrungen getroffen und Maßnahmen definiert.

Aus unserer heutigen Sicht stellen die Auswirkungen der des Ukraine-Krieges und des Nahost-Konflikts bei unverändert finanziellen Rahmenbedingungen durch die Hausbanken und bei unveränderter Lieferbereitschaft ohne Projektverzögerungen seitens unserer Kunden kein Risiko für den Fortbestand des Unternehmens dar.

Sofern sich die Umstände auf der Lieferanten- und/oder der Kundenseite massiv verändern, muss die Situation neu bewertet werden und könnte je nach Schwere der Auswirkungen, den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von -1.639.053,71 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Erläuterungen

Die Gesellschaft ist reiner Kontoinformationsdienstleister im Sinne des ZAG und führt keine Zahlungsvorgänge durch (§ 29 Abs. 4 RechZahlV). Aufgrund der Art der Tätigkeit (Gesamtleistungen) ist die Gliederung in die Anteile "aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld" und "aus sonstigen Tätigkeiten" nicht unmittelbar abgrenzbar. Die Zuordnung wurde durch eine interne Allokationsrechnung ermittelt und diese Quote dann bei den einzelnen Posten verwendet.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse der Gesellschaft bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31. Dezember 2023 künftige Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von mtl. rd. 10.000 EUR (Vj.: 14.330 EUR). Bitte den Gesamtbetrag angeben.

Prüfungs- und Beratungsleistungen des Abschlussprüfers

Für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden für das Geschäftsjahr 39.500,00 EUR aufgewendet. Davon entfielen 39.500,00 EUR auf Abschlussprüfungsleistungen, 0,00 EUR auf andere Bestätigungsleistungen und 0,00 EUR auf Steuerberatungsleistungen.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten folgende Personen der Geschäftsführung an:

- Herr Stephan Schug, Diplom-Kaufmann (univ.), München

- Herr Daniel Juppe, Bachelor of Science, München (ausgeschieden zum 14.06.2023)

- Herr Heiko Rahlfs (ausgeschieden zum 31.12.2023)

Von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB wurde bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der aktiven und der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2023 beschäftigte die Gesellschaft 50 (Vj.: 61) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, berechnet nach Arbeitskapazitäten. Davon sind 38 Arbeitnehmer in Vollzeit (Vj.: 47) und 12 in Teilzeit (Vj.:14) tätig. Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 56 Mitarbeiter beschäftigt (Vj.: 60).

Darüber hinaus gab es nach Ende des Geschäftsjahres 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

WEITERE DATEN

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00 76,05
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00 304,19
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 0,00 0,00
2. Zinsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -617,27 -679,17
b) aus sonstigen Tätigkeiten -2.469,06 -2.716,66
-3.086,33
3. Provisionserträge
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 646.417,65 538.457,69
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.585.670,58 2.153.830,76
3.232.088,23
4. Provisionsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -103.416,16 -105.456,32
b) aus sonstigen Tätigkeiten -413.664,62 -421.825,27
-517.080,78
5. Sonstige betriebliche Erträge
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 488.280,20 9.681,20
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.953.120,78 38.724,78
2.441.400,98
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter -788.480,01 -813.514,99
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -136.586,86 -133.734,61
-darunter: für Altersversorgung EUR -206,62 (EUR -13,50)
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -410.167,58 -515.645,72
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter -3.153.920,05 -3.254.059,96
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -546.347,45 -534.938,43
-darunter: für Altersversorgung EUR -826,46 (EUR -54,00)
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -1.640.670,32 -2.062.582,89
-6.676.172,27
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -6.932,76 -7.190,22
b) aus sonstigen Tätigkeiten -27.731,06 -28.760,87
-34.663,82
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -388,73 -1.177,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten -1.554,90 -4.711,04
-1.943,63
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen u. best. WP
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -16.539,78 -5.061,02
b) aus sonstigen Tätigkeiten -66.159,14 -20.244,08
-82.698,92
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückst. im Kr.geschäft
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 620,57 307,38
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.482,26 1.229,52
3.102,83
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -327.810,74 -1.033.937,49
b) aus sonstigen Tätigkeiten -1.311.242,97 -4.135.749,95
-1.639.053,71
12. Ergebnis nach Steuern
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -327.810,74 -1.033.937,49
b) aus sonstigen Tätigkeiten -1.311.242,97 -4.135.749,95
-1.639.053,71
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -327.810,74 -1.033.937,49
b) aus sonstigen Tätigkeiten -1.311.242,97 -4.135.749,95
-1.639.053,71
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -3.829.658,86 -2.437.851,78
b) aus sonstigen Tätigkeiten -15.318.635,44 -11.540.755,08
15. Bilanzverlust
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -4.157.469,60 -3.471.789,27
b) aus sonstigen Tätigkeiten -16.629.878,41 -15.676.505,03
-20.787.348,01

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die wealthpilot GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der wealthpilot GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der wealthpilot GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben unter "Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie auf die Angaben zur "Fortführung der Unternehmenstätigkeit" unter Punkt 5 des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter darlegt, dass die Gesellschaft aktuell keine durchgehenden positiven operativen Cashflows erwirtschaftet und gegebenenfalls weitere Kapitalerhöhungen erforderlich sind. Wie im Einzelnen dargelegt, verfügt die Gesellschaft aufgrund der im Januar 2023 und September 2023 durchgeführten Kapitalerhöhungen sowie auf Basis der aktuellen Planungen der Gesellschaft über die notwendige finanzielle Stabilität für die Fortsetzung der Wachstumsstrategie. Die Liquidität ist auf Basis der aktuellen Planungen bis mindestens Ende 2025 sichergestellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieser Sachverhalte nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nexia GmbH, Berlin, 3.6.2024

Lagebericht der Gesellschaft

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die wealthpilot GmbH (im Folgenden auch "wealthpilot" oder "Gesellschaft" genannt) mit Sitz in München betreibt die Entwicklung und den Vertrieb von Softwarelösungen in der Finanzindustrie mit Fokus auf Vermögensberatung sowie Vermögensverwaltung. wealthpilot ist dazu von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") seit dem 02. September 2019 als Kontoinformationsdienstleister gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG registriert.

wealthpilot hat seit der Gründung am 10. Februar 2017 eine Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) entwickelt (im Folgenden auch "wealthpilot-Plattform" genannt), die alle liquiden und illiquiden Vermögenswerte von Privatpersonen auf Knopfdruck aggregiert, analysiert, plant und optimiert. Dem Nutzer wird dadurch eine transparente, datengetriebene und zugleich persönliche Beratung zu allen Vermögenswerten ermöglicht. Stand Ende 2023 werden über die SaaS-Plattform Vermögen in der Höhe von rund 200 Milliarden € aggregiert und analysiert und die Kunden auf dieser Basis beraten.

1.2 Produkt, Entwicklung & Forschung

Der Ansatz von wealthpilot kombiniert die Vorteile persönlicher Beratung mit einer hochautomatisierten digitalen Plattform. Dank der Software-Plattform, zu der auch die Endkunden einen direkten Zugang erhalten, sparen Vermögensberater bis zu 70 Prozent ihrer Zeit, allein durch die Automatisierung von Analyseprozessen. Mit nur wenigen Klicks können sie sämtliche Konten, Depots, Versicherungen, Kredite, Immobilien oder Beteiligungen ihrer Kunden auf die wealthpilot-Plattform integrieren und anschließend analysieren. Neben der reinen Zeitersparnis liefert wealthpilot Beratern und Endkunden ein digitales Kundenerlebnis und ermöglicht eine Beratung sowie eine 360-Grad Finanzplanung über alle Assetklassen und Vermögenswerte inkl. Fremdbeständen des Endkunden, welche der Endkunde über seinen Zugang in wealthpilot einliest. Die Datenhoheit der zusätzlich eingelesenen Vermögenswerte liegt dabei ausschließlich beim Endkunden, dieser entscheidet, welche Daten er welchem professionellen Vermögensberater freigeben möchte. Die Transparenz zu allen Vermögenswerten hilft Vermögensberatern und Endkunden, Vermögenswerte sinnvoll umzuschichten, so dass ein Großteil der finanziellen Lebensziele der Endkunden realisiert werden kann.

Die weitere Entwicklung des Produkts betrifft die Auswahl bzw. den Vorschlag konkreter Investment Produkte über den wealthpilot Marketplace. Vorschläge, die bislang lediglich auf Assetklassen-Ebene erfolgten, können nun durch die Auswahl einzelner Finanzprodukte für den Endkunden transparent simuliert werden. Hierbei trifft der Vermögensberater eine Vorauswahl der Produkte, die seinen Mandanten angezeigt werden können. Infolge eines digitalen Risikoprofils werden somit nur tatsächlich passende Produkte vorgeschlagen, die dem Anlageprofil des jeweiligen Mandanten entsprechen.

wealthpilot betrachtet die Forschung im Bereich des digitalen Vermögensmanagements und gleichzeitige Weiterentwicklung des Produktangebots als wichtigen Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft versucht dieses Ziel, ein hochwertiges Vermögensmanagement jedermann zugänglich zu machen, mit Hilfe des eigenen IT-Kernteams durch die Verbesserung der bestehenden Produkte sowie durch neue Produktergänzungen zu erreichen. Dabei handelte es sich in 2023 insbesondere um gänzlich neue Module, wie das Dokumenten-Management-System oder das Nachrichtencenter, sowie um die stetige Verbesserung der bestehenden Plattform (z.B. neues Datenmodell). Des Weiteren wurden neue Oberflächen entwickelt, die in den kommenden Monaten schrittweise an alle Kunden ausgerollt werden.

Wie im Vorjahr bereits begonnen, lag der Schwerpunkt der Entwicklung im Jahr 2023 auf der Weiterentwicklung des neuen Datenmodells, welches es ermöglicht, die wealthpilot-Plattform schneller und skalierbarer zu betreiben. Der Fokus liegt hierbei darauf, die unterschiedlichen Assetklassen, welche über Schnittstellen angebunden wurden, in einem skalierbaren und performanteren Datenmodell abzubilden. Infolge der fortwährenden Modularisierung der Schnittstellen ist es möglich, den Kunden eine Datenaggregation anzubieten, die in der Breite und Tiefe weit über die Möglichkeiten des klassischen Multibankings hinausgehen, das lediglich die reine Aggregation von Konten durch beispielsweise PSD2-Schnittstellen ermöglicht.

In Folge des Gewinns zweier Ausschreibungen großer deutscher Finanzinstitute wurde die Plattform im Jahr 2023 um weitere individuelle Module erweitert. Diese Module umfassten eine direkte Anbindung an die Portfolio-Management-Systeme der Institute sowie individuelle Web- und Mobile-Apps. Die fortwährende Strategie einer Finanzplattform, die eine Vielzahl von Teilnehmern am Finanzmarkt miteinander verbindet, konnte dabei gewahrt und weiterentwickelt werden.

1.3 Ziele und Strategien wealthpilot hat es mit der eigens entwickelten hybriden Vermögensmanagement-Plattform über die letzten Jahre geschafft, die "alte Welt" der persönlichen Beratung bei Banken und Vermögensverwaltungen mit der digitalen Welt zu verbinden. Dies ermöglicht Banken, Vermögensverwaltungen und -beratungen, eine persönliche Beratung einer breiten Zielgruppe profitabel anbieten zu können und gleichzeitig die hohen Erwartungen des digitalen Zeitalters der Endkunden zu erfüllen.

Das Ziel ist, die marktführende Plattform für das hybride Vermögensmanagement in Europa zu werden. Dafür gilt es einerseits das Wachstum im SaaS-Segment in allen B2B-Zielgruppen weiter auszubauen sowie andererseits alle liquiden & illiquiden Anlageklassen in der Datenaggregation und -analyse zu automatisieren sowie auf dem Marketplace abzubilden - von Vermögensverwaltungsstrategien bis hin zu alternativen Anlagen, Versicherungen und Finanzierungen. Die Strategie der Entwicklung einer hochwertigen Plattform, die alle Akteure am Finanzmarkt erfolgreich miteinander verbindet, ist nach wie vor unverändert.

Produktseitig steht der Ausbau der automatischen Datenaggregation, die stetige Erhöhung der Datenqualität sowie die Weiterentwicklung der Beratungsmodule, wie z.B. Immobilienmanagement und Cash-Flow-Planung, für das Jahr 2024 im Fokus.

Im Zusammenhang mit der Konzentration auf die Profitabilität wurden die Pläne zur weiteren Internationalisierung zunächst zurückgestellt und auch das Projekt mit dem Pilotkunden auf dem US-amerikanischen Markt vorerst eingefroren. Aktuell ist die Gesellschaft in Deutschland und Österreich aktiv und sieht hier immer noch ausreichend Marktpotential.

Hinsichtlich der Organisationsentwicklung des Unternehmens ist im Jahr 2023 der Schwerpunkt auf Effizienzsteigerungen und Automatisierung gelegt worden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen (Ukraine-Krieg, Konflikt im Nahen Osten und im Roten Meer) geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge der Inflation blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunkturaussichten. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund gestiegener Zinsen und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 war um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Hierbei gab es erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche, so konnte z.B. die Bankenindustrie von den steigenden Zinsen profitieren. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen.

2.2 Markt & Vertriebssituation

Die genannte gesamtwirtschaftliche Situation hat sich im Jahr 2023 auf Technologieunternehmen im Allgemeinen weiter negativ ausgewirkt. Insbesondere FinTechs waren hierbei betroffen, da sich das Umfeld für Risikokapital weiterhin als schwierig und zurückhaltend darstellt. wealthpilot konnte durch den B2B2C-Ansatz jedoch weiter von dem allgemeinen Digitalisierungsbedarf in der Finanzwirtschaft sowie dem Trend der hybriden Beratung bei Endkunden profitieren und Marktanteile weiter ausbauen.

Durch die Diversifizierung auf alle Bereiche der Finanzwirtschaft, von Vermögensberatungen &-verwaltungen über Banken bis hin zu Versicherungen, ist es wealthpilot gelungen, Schwankungen in einzelnen Bereichen der Finanzwirtschaft durch andere Segmente auszugleichen.

Der Ausbau weiterer Produktmodule für Finanzproduktanbieter wird das diversifizierte Produkt- und Kundenportfolio von wealthpilot weiter verbreitern.

Die Markt- und Vertriebssituation wurde von den erschwerten Marktbedingungen für wealthpilot weitestgehend gering beeinflusst. Das "Professional Advisor"-Segment wächst weiterhin stark. Der Trend zu größeren Accounts mit mehreren Beratern konnte weiter ausgebaut werden. Dadurch, dass Banken im Laufe des Jahres 2023 vermehrt von der Zinswende profitiert haben, bot die insgesamt verbesserte Ertragslage Raum für Investments in digitale Vertriebswege.

In allen drei oben dargestellten Segmenten bestehen mitunter eigene Softwarelösungen der hauseigenen IT von Banken oder Maklerpools etc. und stehen im Wettbewerb mit dem Produkt von wealthpilot. Die eigenen Softwarelösungen können jedoch nicht den Funktionsumfang und die Analysequalität von wealthpilot gewährleisten oder bieten.

2.3 Geschäftsverlauf

Der allgemeine Geschäftsverlauf der Gesellschaft hat sich aus Sicht der Geschäftsführung im Berichtszeitraum trotz aller Umstände weitestgehend positiv entwickelt. Zwar wurde erneut ein Jahresfehlbetrag erzielt, aber die erwartete positive Entwicklung und Steigerung der Provisionserträge ist überwiegend eingetreten.

Insbesondere durch persönliche Kundentermine vor Ort konnte die Abschlussrate auf dem hohen Niveau gehalten werden.

Auch der Besuch einiger branchenbekannter Messen wurde im Jahr 2023 fortgeführt, so dass der persönliche Kundenkontakt weiter im Fokus stand. Persönliche Onboardings, Trainings und Workshops beim Kunden vor Ort wurden vermehrt durchgeführt, wodurch die Ausweitung (Cross- und Up-Selling) bestehender Kunden um 13 Prozent gesteigert werden konnten.

Auf der Aufwandsseite wurde auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. Prognosen reagiert und entgegen der Planung die Mitarbeiterkapazität (Vollzeitäquivalent) von 55 auf 45,5 reduziert. Dies war durch Effizienzsteigerungen möglich. Die Produktentwicklungsteams wurden stabil gehalten und zusätzlich von externen Partnern unterstützt.

2.4 Personal wealthpilot wurde im Jahr 2017 von einem Team aus SaaS-Spezialisten und Wealth-Management-Experten mit Sitz in München gegründet. Die Personallage entwickelte sich wie folgt:

2017: 7 Mitarbeiter

2018: 22 Mitarbeiter

2019: 38 Mitarbeiter

2020: 48 Mitarbeiter

2021: 57 Mitarbeiter

2022: 61 Mitarbeiter

2023: 51 Mitarbeiter Personalentwicklung (Jahresendbetrachtung inkl. Geschäftsführer)

Insgesamt beschäftigt wealthpilot zum 31.12.2023 ein Team von 51 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an den Standorten München und Graz mit dedizierten Experten zu den Themen digitales Vermögensmanagement und Datensicherheit. Der Standort in Graz besteht aus einem Büro, in dem ein Entwicklungsteam arbeitet, weshalb es sich somit nicht um eine Zweigniederlassung im klassischen Sinn (nach § 289 HGB bzw. § 38 ZAG) handelt.

Die Geschäftsführung wurde in 2023 von Stephan Schug sowie von Daniel Juppe und von Heiko Rahlfs ausgeübt, wobei Daniel Juppe im Laufe des Jahres 2023 und Heiko Rahlfs Ende des Jahres 2023 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden sind. Der weitere Organisationsaufbau besteht aus einer erweiterten Führungsebene, in welcher alle operativen Entscheidungen getroffen werden. Die erweiterte Geschäftsleitung besteht aus jeweils erfahrenen AbteilungsleiterInnen aus Vertrieb, Customer Services (bzw. -Success), Marketing, Produktentwicklung, Operations und People & Culture.

Die Entwicklungsteams sind nach dem Scrum-Modell in einer Matrixorganisation organisiert, was dem Unternehmen zwei-wöchentliche Releasezyklen für neue Funktionen ermöglicht.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Die Provisionserlöse konnten weiter um 20% auf TEUR 3.232 gesteigert werden. Dies basierte zum einen auf einem moderaten Anstieg der Anzahl aktiver Berater sowie auf der weiteren Steigerung der Preise auf durchschnittlich monatlich EUR 385 (+3%) pro Kunde. Die EUR-Churnrate konnte trotz eines leichten Anstieges auf einem guten Niveau von 0,99% pro Monat gehalten werden. Auch der Ausbau bestehender Verträge vor allem im Bankensektor konnte weiterhin erfolgreich fortgesetzt werden. Der Trend zur Berechnung von Implementierungsaufwänden konnte erfolgreich fortgesetzt werden und trug mit TEUR 360 zum Ergebnis bei. Durch die vielen erfolgreichen Onboardings neuer Kunden und die damit verbundenen Rechnungsstellungen wurde der Mittelzufluss von Kunden (Cash In) auf TEUR 4.331 erhöht (+26%). Die reduzierten allgemeinen Verwaltungsaufwendungen haben einen positiven Effekt auf das Ergebnis. Das Jahresergebnis wird ebenso durch den erstmaligen Gebrauch des Wahlrechts zur Aktivierung selbst erstellter Software entlastet, so dass aufgrund der aktivierten Eigenleistung ein sonstiger betrieblicher Ertrag von TEUR 2.389 verbucht werden konnte; die Fertigstellung der Software (und damit auch der Abschreibungsbeginn) erfolgt in 2024. Insgesamt konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.531 auf TEUR -1.639 deutlich verbessert werden. Auch ohne den Sondereffekt der Aktivierung selbst erstellter Software konnte das EBITDA um 25% verbessert werden.

3.2 Finanzlage, Investition und Kapitalstruktur

Die Gesellschaft verfügte im Berichtszeitraum jederzeit über ausreichend Liquidität, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können, wodurch das wesentliche Ziel des Finanzmanagements erreicht wurde.

Die täglich fällige Liquidität aus dem laufenden Guthaben gegenüber Kreditinstituten betrug zum Bilanzstichtag TEUR 514 (VJ TEUR 303). Die Geldanlage wird grundsätzlich kurzfristig risikoavers in Form von Giro- oder Tagesgeld vorgenommen. Währungs- und weitergehende Kontrahentenrisiken werden nicht eingegangen.

Das Finanzmanagement von wealthpilot zielt vor allem darauf ab, die Entwicklung der Gesellschaft durch eine stabile Finanzierungsstruktur abzusichern und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.

Da wealthpilot aus dem Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 noch keine ausreichenden Finanzmittel generiert hat, wurden im Januar und September 2023 Kapitalerhöhungen durch die Gesellschafter als Extension des Serie B1 Funding i.H.v. insgesamt 4,1 MEUR durchgeführt.

Für das Jahr 2024 wird der Cash Break Even, der auf monatlicher Basis ermittelt wird, für das zweite Halbjahr angestrebt. Hierfür soll die Kostenstruktur stabil gehalten und die Erträge weiter gesteigert werden. Um dennoch ausreichend Liquiditäts-Spielraum zu haben, hat die Gesellschaft im Februar 2024 eine umsatzbasierte Finanzierungslinie i.H.v. 1 MEUR abgeschlossen.

Um das Berichtswesen der Gesellschaft besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend darzustellen, wurde erstmals von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener Vermögenswerte Gebrauch gemacht und eigenentwickelte Software i.H.v. TEUR 2.293 aktiviert. Hierdurch weist die Gesellschaft ein bilanzielles Eigenkapital i.H.v. TEUR 1.289 aus.

Aus Sicht der Geschäftsführung ermöglicht die derzeit vorhandene Kapitalausstattung die notwendige finanzielle Stabilität für die Fortsetzung des Wachstumskurses und legt die Basis für ein künftig ausgeglichenes Betriebsergebnis sowie bereits eine mögliche operative "Cash Flow"-Profitabilität des Unternehmens im Jahr 2024. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere die aktuelle Verfassung der Finanzmärkte unterstreichen die Wichtigkeit dieses Ziels, da somit auf nicht beinflussbare wirtschaftliche Faktoren besser reagiert werden kann.

3.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Kontext der aktuellen Phase der Unternehmensentwicklung sind aus Sicht der Gesellschaft die Provisionserlöse und hierbei insbesondere die Entwicklung der wiederkehrenden Umsätze aus den Lizenzgebühren als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator relevant. Einen weiteren finanziellen Leistungsindikator stellen die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dar, in denen insbesondere die Personalaufwendungen enthalten sind.

Bei den Provisionserträgen wurde für das Jahr 2023 fast eine Verdopplung der Umsätze (auf MEUR 5,9) angestrebt. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, da sich die gesamtwirtschaftliche Lage und die damit verbundene Unsicherheit im Jahr 2023 nicht wesentlich verbessert hat sowie die Zinswende zu erhöhtem Aufwand und kurzfristigen Prioritätsänderungen seitens der internen Organisation bei Banken geführt hat. Bei dem Modul "Marketplace" waren weitere Entwicklungen am Produkt im Laufe des Jahres notwendig, um die Kundenanforderungen zu treffen. Dies hat zu Verzögerungen geführt. Zum Jahresende 2023 konnten die ersten Verträge geschlossen werden, so dass nun von einem deutlichen Umsatzanstieg ausgegangen werden kann. Auch die Neuabschlüsse im Bereich Core & Cockpit konnten nicht wie geplant gesteigert werden. Gründe hierfür lagen in der weiteren Zurückhaltung der Banken, die stärker als erwartet mit der Zinswende beschäftigt waren.

Positiv stellt sich die Kostenseite dar. Bei den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnte gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung um TEUR 638 auf TEUR 6.676 (-9%) erreicht werden.

Die Betriebskosten der Plattform konnten trotz deutlicher Steigerung der Nutzung mit Provisionsaufwendungen von TEUR 517 (-2%) stabil gehalten werden. Dies war durch die geplanten und erreichten Effizienzsteigerungen möglich.

Die Rohertragsmarge konnte weiter von 82% auf 85% ausgebaut werden. Diese Entwicklung soll mit steigender Skalierung auch in Zukunft weiter fortgesetzt werden.

Den größten Kostenblock stellen nach wie vor die Personalkosten mit TEUR 4.625 (-2%), was einem Anteil an allen Aufwendungen von 63% entspricht, dar.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind bei wealthpilot vor allem die Anzahl der User, die die Plattform aktiv nutzen (im Vorjahr wurde die Gesamtanzahl der Nutzer verglichen, unabhängig von der aktiven oder passiven Nutzung). Die Anzahl der aktiven User stieg bis Ende Dezember 2023 auf 10.560 nach 7.938 im Vorjahr (+33%). Die Anzahl der auf der Plattform integrierten Nutzer konnte sogar auf fast 100.000 gesteigert werden. Auf dem weiteren Aufbau der Nutzung durch Berater und Endkunden wird auch in 2024 ein Fokus liegen.

3.4 Gesamtaussage

In Summe war das abgeschlossene Geschäftsjahr aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Krisen und branchenspezifischen Änderungen herausfordernd. Das Wachstum im neuen Produktbereich "Marketplace" konnte noch nicht in dem geplanten Umfang umgesetzt werden, da weitere Entwicklungen am Produkt im Laufe des Jahres notwendig waren. Organisatorisch konnten in vielen Bereichen die Strukturen und Prozesse weiter verbessert werden. Das Produkt wurde kontinuierlich weiterentwickelt und mit neuen, für die Vermögensberater wichtigen Funktionen ergänzt. Die hohen Erwartungen an das Neugeschäft wurden mit einem Wachstum der Provisionserträge von 20 Prozent zwar verfehlt, allerdings wurden die Abschlussraten sowie die Leadgenerierung weiter verbessert. Das negative Betriebsergebnis konnte weiter, nunmehr deutlich, auf inzwischen TEUR -1.639 reduziert werden. Der Ausblick für das Jahr 2024 ist positiv, um das Ziel des operativen Cash-Flow Break Evens zu erreichen.

4. Risikomanagement

Die Gesellschaft ist im laufenden Geschäftsbetrieb einer Reihe von Risiken, resultierend aus operativen Risiken, Liquiditätsrisiken, dem Reputationsrisiko und rechtlichen Risiken ebenso wie dem Fehlverhalten von Mitarbeitern, technischen Ausfällen und negativen externen Einflüssen ausgesetzt.

4.1 Operative Risiken

Unter den operativen Risiken sind all diejenigen Risiken aufgeführt, die unmittelbar die laufende Geschäftstätigkeit bedrohen. Im Folgenden sind die jeweiligen Teilrisiken und die Maßnahmen zu deren Minimierung dargestellt.

4.1.1 IT-Risiken

IT-Risiken lassen sich in drei Kategorien einteilen:

4.1.1.1 Entwicklungsrisiko

Dieses Risiko umfasst den Verlust oder Diebstahl von Entwicklungsdokumentation und Quellcode. Aufgrund der Cloud-Architektur müssen Daten zwischen Server und Client übertragen werden. Diese können angegriffen werden. Außerdem kann die Datenbank Angriffen von außen ausgesetzt sein.

4.1.1.2 Risiken im IT-Betrieb

Hier ist insbesondere das Risiko des Verlusts oder Diebstahls von Produktionsdaten oder des Missbrauchs von Benutzerzugriffsrechten zu nennen. Dieses Risiko entsteht aus den gleichen Gründen wie das Entwicklungsrisiko.

4.1.1.3 Risiko in der Organisations-IT

Dieses Risiko steht nicht im Zusammenhang mit den laufenden Anwendungen, sondern mit dem möglichen Verlust von Kundendaten oder Verträgen. Dies könnte die Kontinuität des Vertriebs und der Buchhaltung gefährden.

wealthpilot hat die oben genannten Risiken minimiert, indem folgende Maßnahmen unternommen wurden.

4.1.1.4 Technologie

Die Kommunikation zwischen dem Server und dem Client der App ist vollständig verschlüsselt, ebenso wie die Datenbank der App. Die Anwendung ist auch vor externen Angriffen geschützt und die Zugriffe werden kontrolliert. Einzelheiten hierzu können der Sicherheitsrichtlinie entnommen werden.

4.1.1.5 Physisch

Der Zutritt zum Rechenzentrum von DATEV erfolgt durch die jeweiligen Berechtigten über Schleusen mit Buchungsstellen und wird visuell vom Sicherheitsdienst überwacht. Zu den beiden wealthpilot-Büros (München und Graz) ist der Zugang durch digitale Türschlösser geschützt sowie mit einem Berechtigungssystem versehen und daher eingeschränkt.

An die Softwareentwicklung und an die Logik der Software selbst werden hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen gestellt. Das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter wird durch aktuelle Schulungsmaßnahmen, auch zum Thema Social Engineering, gestärkt.

Des Weiteren wurde Anfang 2022 ein ISMS (Information Security Management System) eingeführt, mit dessen Hilfe ein strukturiertes Vorgehens- und Regelwerk ein hohes Maß an IT-Sicherheit in der Organisation gewährleistet. Darüber hinaus verlief die im Berichtzeitraum abgeschlossene Tech Due Diligence sehr erfolgreich und ohne jegliche Beanstandungen.

4.1.2 Risiko der Geschäftsfortführung

Unter Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftskontinuität werden einerseits Geschäftsrisiken (fortgeführter Betrieb) und andererseits technische Risiken von Verlusten durch Unterbrechung der normalen Geschäftstätigkeit verstanden. Diese technischen Risiken können durch vorsätzliche Handlungen (z. B. Streiks, Terrorismus), Naturkatastrophen (z. B. Überschwemmungen) oder andere unvorhergesehene Ereignisse (z. B. Hardwareausfälle, Brände, Netzwerkausfälle) verursacht werden. Da IT-Systeme ein zentraler Bestandteil der regulären Geschäftstätigkeit eines Unternehmens sind, kann dieses inhärente Risiko durch den Einsatz umfassender Überwachungssysteme, BSI- und DSGVO-konformer Datensicherungskonzepte, regelmäßiger Wartung verfügbarer Systeme und IT-Notfallkonzepten minimiert werden. Um sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigt wird, wenn einer der beiden unabhängigen Serverstandorte ausfällt, setzt die serverseitige Anwendung auf eine Hochverfügbarkeitslösung.

4.1.3 Outsourcing-Risiko

Outsourcing-Risiken bestehen aufgrund der möglichen Reduzierung der Datenqualität oder Verfügbarkeit ausgelagerter Tätigkeiten und Dienstleister. Dieses Risiko wurde bei der Auswahl des geeigneten Dienstleistungsunternehmens anhand einer Risikoanalyse bewertet. Dabei werden Dienstleistungsunternehmen und ausgelagerte Aktivitäten anhand vorgegebener Szenarien bewertet und geprüft, ob die Anforderungen erfüllt werden. Darüber hinaus gibt es Service Level Agreements (SLAs) für Verfügbarkeit und Reaktionszeiten. Auch bei größeren Auslagerungen werden Prüfungsberichte im Rahmen der jährlichen Beurteilung eingeholt, sofern vorhanden.

Durch den regelmäßigen Austausch der Contract-Owner bzw. des Fachbereichs mit den jeweiligen Auslagerungsunternehmen werden zusätzlich die ausgelagerten Tätigkeiten in einem Qualitätsreport aufgezeigt, um etwaige Beanstandungen hinsichtlich der Qualität und Verfügbarkeit sicherzustellen zu können.

4.2 Liquiditätsrisiko

Finanzinstrumente oder andere Vermögensgegenstände mit Marktliquiditätsrisiken wurden im Berichtszeitraum nicht gehalten. Liquiditätsrisiken im engeren Sinn, d.h. dass wealthpilot tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, bestanden im Berichtszeitraum nicht. Die sofort verfügbaren Bankguthaben unterschritten zu keinem Zeitpunkt den 30-tägigen Liquiditätsbedarf.

Liquiditätsrisiken im weiteren Sinn, d.h. dass die Gesellschaft zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht oder nicht in vollem Umfang nachkommen kann, stellen dagegen für wealthpilot als junges Unternehmen ein Risiko dar.

wealthpilot war im Geschäftsjahr 2023 noch nicht in der Lage, den laufenden Finanzierungsbedarf aus dem operativen Cash-Flow zu decken.

wealthpilot ist nach Ansicht der Geschäftsführung weiterhin auf Risikokapital in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder nachrangigen Verbindlichkeiten angewiesen. Da die Profitabilität der Gesellschaft jedoch immer näher rückt, verringert sich dies zunehmend. Die Aufgabe der finanzwirtschaftlichen Steuerung und Kontrolle, die die Liquiditätssteuerung und -sicherung umfasst, wird zentral von der Geschäftsführung der Gesellschaft wahrgenommen. Der Liquiditätsstatus wird im Rahmen des wöchentlichen Zahlungslaufs überprüft und durch die Geschäftsführung regelmäßig überprüft.

Zudem werden die Liquidität und die laufenden Erträge und Aufwendungen regelmäßig mit dem prognostizierten Jahresbudgetbedarf abgeglichen.

Im Berichtszeitraum konnten sämtliche Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden. Die Gesellschaft ist derzeit aufgrund der zu erwartenden Fehlbeträge noch darauf angewiesen, dass Investoren der Gesellschaft weiterhin Liquidität zur Verfügung stellen. Dies erfolgte zuletzt mit der Kapitalerhöhung vom Januar und September 2023. Außerdem hat das Unternehmen Anfang des Jahres 2024 eine Finanzierung (Factoring) erhalten, so dass nach der aktuellen Planung die Liquidität für das Gesamtjahr 2024 und darüber hinaus abgesichert ist. Das Ziel der Profitabilität wird in 2025/2026 angestrebt.

4.3 Reputationsrisiko

Für das Geschäftsmodell der Verarbeitung von Vermögensdaten von Endkunden stellt das Reputationsrisiko das größte Risiko dar. Es umfasst für die Gesellschaft jegliche Art negativer Auswirkungen durch negative Wahrnehmung von vor allem externen Parteien, insbesondere Endkunden. Die Hauptursache dieses Risikos können vor allem Schäden bei Endkunden oder Beratern durch fahrlässige oder vorsätzliche Handlungen von Mitarbeitern oder externen Anbietern sein. Als weitere Ursache ist ein Fehlverhalten von Wettbewerbern in ähnlichem Geschäftsfeld, das insgesamt negativ auf ähnliche Produkte und Services abstrahlt, denkbar.

4.4 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken der Gesellschaft bestehen vor allem aus einer fehlerhaften oder unpräzisen Vertragsformulierung bzw. einem fehlerhaften Haftungsausschluss, die mithilfe eines externen anwaltlichen Expertenteams (insbesondere drrp & Lutz Abel Rechtsanwälte) abgedeckt werden. Für IT-spezifische rechtliche Risiken hat die Gesellschaft eine Berufshaftpflichtversicherung (inkl. einer IT-Schutzschirm Plus) abgeschlossen und im Zuge der Registrierung noch eine erweiterte Vermögensschadenshaftpflichtversicherung, die einer gleichwertigen Garantie gemäß § 36 ZAG entspricht. Auch werden alle Vertragswerke mit Kunden und Zulieferern regelmäßig geprüft und erneuert. Eine Compliance-Funktion wurde bereits im Februar 2021 eingeführt, um allen potenziellen rechtlichen Risiken, die bei Nichteinhaltung von handels-, steuer-, arbeits-, datenschutz- und vor allem aufsichts- bzw. melderechtlichen Vorschriften bzw. Auflagen entstehen können, entgegenzuwirken. Zudem besteht weiterhin eine Third Line of Defense (TLoD, Innenrevision), die im Rahmen der Prüfungshandlungen Risiken identifiziert bzw. bewertet und diese mit den entsprechenden Maßnahmen begrenzt.

5. Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Da die wealthpilot GmbH nach wie vor keinen durchgehend positiven operativen Cash-Flow erwirtschaftet, sind gegebenenfalls weitere Kapitalerhöhungen erforderlich. Die Gesellschaft hat im Januar 2023 und September 2023 weitere interne Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen. Aus Sicht der Geschäftsführung ermöglicht die vorhandene Eigenkapitalausstattung die notwendige finanzielle Stabilität für die Fortsetzung der Wachstumsstrategie in den Folgejahren. Die Finanzierungsrunden wurden und werden auch genutzt, um einerseits die Kundenbasis auszubauen sowie das Produkt mit neuen innovativen Produktfunktionen zu stärken.

Mit diesen Finanzierungsrunden kann einerseits eine Wachstumsstrategie bis in die Folgejahre realisiert werden sowie die Profitabilität in den Bestandsmärkten in künftigen Jahren erreicht werden.

Die Liquidität der Gesellschaft ist auf Basis der aktuellen Planungen sichergestellt; die Planungsprämissen führen zu keinen bedeutenden Zweifeln an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, unter Berücksichtigung etwaiger Risiken aus der aktuellen Energie-Krise bzw. stärkerer erwarteter Rezessionen.

6. Chancen, Risiko- und Prognosebericht

6.1 Chancenbericht

wealthpilot ist durch das Produktportfolio in der Lage, den B2B-Kunden bei der Automatisierung von manuellen Prozessen bis zu 70% Zeitersparnis zu ermöglichen sowie im B2B2C-Plattformmodell dem Endkunden einen Zugang zu transparenter und ganzheitlicher Vermögensberatung zu bieten.

Die neutrale Marktpositionierung als B2B2C-Plattform sowie die eigens entwickelten Algorithmen zur hochwertigen Datenaggregation über verschiedene Vermögenslagerstellen hinweg, ermöglicht es Vermögensberatern in allen Segmenten, eine persönliche und transparente Vermögensberatung einer großen Anzahl an Personen zugänglich zu machen. Durch die Etablierung als B2B2C-Plattformmodell, auf welcher die gesamte Vermögensbilanz von Privatpersonen bedient werden kann, hebt sich wealthpilot vom Wettbewerb ab und unterstützt dabei nicht nur das Bestandsgeschäft, sondern trägt auch zur Gewinnung neuer Kundengruppen und Branchen bei. Neben dem Software-as-a-Service Preismodell ermöglicht dieser Ansatz, auch transaktionsbasiert Umsätze zu genieren. Der dazugehörige Marketplace stellt den Nutzern neben der Ist-Analyse und Vermögensplanung auch die Möglichkeit des Abschlusses einzelner Finanzprodukte digital über wealthpilot zur Verfügung.

Die strategische Ausrichtung von wealthpilot berücksichtigt die ständig weiter zunehmende Digitalisierung der Finanzindustrie und des Privatlebens. Diese ermöglicht in der Folge schnellere Umsetzungszyklen neuer Produkte.

6.2 Risikobericht

Die Gesellschaft ist im laufenden Geschäftsbetrieb einer Reihe von Risiken, insbesondere aus dem Fehlverhalten von Mitarbeitern oder externen Anbietern, technischen Ausfällen, IT-Risiken, dem Liquiditätsrisiko und negativen externen Einflüssen ausgesetzt. Insbesondere sieht die Gesellschaft Risiken rund um die Themen Source Code (z.B. durch Manipulation), Source Code und Deployment Artifakte (z.B. durch infizierten Code in benutzten Bibliotheken), Mitarbeiter (z.B. durch Phising-Attacken auf Mitarbeiter) sowie der Produktionsumgebung und Backups (z.B. durch einen Angriff inkl. Zerstörung der Backups).

Vor allem die beschriebenen IT- und rechtlichen Risiken stehen in Verbindung mit dem größten unternehmensspezifischen Risiko: dem Reputationsrisiko. Um das Risiko zu minimieren, werden seit Beginn der ersten Version der Applikation in 2017 höchste Sicherheitsstandards und entsprechende Kontrollen zur Vermeidung fahrlässiger oder vorsätzlicher Handlungen von Mitarbeitern oder externen Dienstleistern eingesetzt. Beispielhaft wäre zu nennen, dass die Kunden- bzw. Finanzdaten gemäß der "Salted" Verschlüsselungsmethode abgespeichert werden, was einen erhöhten Sicherheitsgewinn aufgrund eines quasi "privaten Schlüssels" darstellt.

Darüber hinaus wird die Applikation grundsätzlich regelmäßig einem Penetrationstesting bzw. Pentest unterzogen, bei dem etwaige Schwachstellen gefunden und anschließend behoben werden.

Diese Maßnahmen wurden 2019 im Zuge der Registrierung zum Kontoinformationsdienst bei der BaFin detailliert analysiert und in einer umfangreichen Sicherheitsstrategie dokumentiert.

Die bereits genannte und im Berichtszeitraum erfolgreich abgeschlossene Tech Due Diligence trägt ebenfalls zur Sicherheit und zur positiven Risikobeurteilung der Applikation bei.

Zudem werden umfangreiche PR- und Marketing-Aktivitäten zur Vorbeugung von Reputationsrisiken bzw. Förderung einer positiven Wahrnehmung durchgeführt.

7. Gesamteinschätzung der zukünftigen erwarteten Entwicklung

Für das Jahr 2024 wird auf Basis eines erwarteten, konstanten wirtschaftlichen Umfeldes für wealthpilot von einem weiteren Umsatzwachstum ausgegangen. Auch die Markteinführung neuer Produktfeatures und die Anpassung der Preismodelle unterstützen das weitere Umsatzwachstum positiv.

Für das Jahr 2024 wird mit einer konstanten Personaldecke bei weiter steigenden Erträgen geplant, so dass im zweiten Halbjahr 2024 der monatliche Cash Break-Even angestrebt wird. Im Rahmen der Ereignisse im Zusammenhang mit der weiterhin anhaltenden derzeitigen Kriegssituation in der Ukraine sowie der Inflation und sämtlicher damit einhergehenden, weitreichenden Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei gleichzeitig außergewöhnlich hoher Unsicherheit, ist die Prognosefähigkeit des Unternehmens aus Sicht der Geschäftsführung aber beeinträchtigt.

Die Gesellschaft erwartet für 2024 eine Steigerung der Umsätze / Provisionserträge um 22% auf MEUR 4,2. Dies basiert im Wesentlichen auf einem Ausbau der Marktanteile in allen Kundensegmenten und zum anderen auf dem weiteren erfolgreichen Ausbau des wealthpilot Marketplace.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind mit MEUR 5,2 (Reduktion um ca. 22%) geplant, in denen insbesondere die Personalaufwendungen enthalten sind. Die Provisionsaufwendungen werden stabil mit MEUR 0,5 erwartet. Im Ergebnis wird ein Jahresfehlbetrag von MEUR 2,0 erwartet.

Die Planung der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sieht für die Anzahl der aktiven User mit eigenem Zugang zur Plattform eine Steigerung von 10.560 auf 20.000 Endkunden vor. Auch die Zahl der Berater soll weiter signifikant gesteigert werden.

Aus den letzten Kapitalerhöhungen (01/2023 sowie 09/2023) sowie aus der neuen Finanzierungslinie stehen zur Finanzierung der geplanten Produktentwicklungen und des Ausbaus des Marktanteils ausreichend Mittel zur Verfügung.

Wesentliche Mittelabflüsse resultieren aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus weiteren Investitionen in das Produkt. Der Liquiditätsbedarf wird aus den vorhandenen liquiden Mittel in ausreichendem Maße abgedeckt.

Gestützt auf einen weiterhin erfolgreichen Vertrieb, Innovationen aus der Produktentwicklung sowie auf den stetigen Ausbau von Datenqualität und -quantität in der Datenaggregation von Vermögenswerten, hat die wealthpilot GmbH auch weiterhin eine stabile Basis, um künftig erfolgreich am Markt zu bestehen und weiter außergewöhnlich zu wachsen.

Es sind derzeit für das Geschäftsjahr 2024, bis auf das Liquiditätsrisiko junger Unternehmen, keine Einzelrisiken oder Risikokonzentrationen zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder zukünftig gefährden könnten.

* * *

 

München, den 03. Juni 2024

gez. Stephan Schug

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 04. Oktober 2024

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