Großhandel mit Getränken
Zettl GmbHLiquidiert
Goethestraße 40, 75217 Birkenfeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zettl GmbH (in Liquididation)BirkenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009A. VorbemerkungAufgrund einem sich ständig verschlechternden Marktumfeld und der nicht zufriedenstellenden wirtschaftlichen Entwicklungen des Unternehmens hat sich der Gesellschafter der Zettl GmbH, Birkenfeld im Dezember 2008 dazu entschlossen, die gesamten Produktionstätigkeiten in Birkenfeld und in Idar-Oberstein einzustellen. Die Gesellschafterversammlung hat im Dezember 2008 die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 beschlossen. Am 7. Januar 2009 wurde mit dem Betriebsrat ein Interessensausgleich und ein Sozialplan abgeschlossen. Allen Arbeitnehmern wurde zum nächstmöglichen Kündigungstermin gekündigt. Der Beschluss über die Auflösung der Gesellschaft wurde am 28. August 2009 ins Handelsregister eingetragen. Mit Beschluss vom selben Tage wurde Herr Klaus Meerwarth als alleiniger Liquidator bestellt. Mit Datum vom 23. September 2009 machte die Gesellschaft ihre Auflösung im elektronischen Bundesanzeiger bekannt und forderte die Gläubiger auf sich zu melden. Mit der Entscheidung zur Liquidation des Unternehmens wurden sämtliche unternehmerische Aktivitäten auf die Abwicklung und die Veräußerung der Unternehmenswerte ausgerichtet. B. Darstellung des Geschäftsverlaufsa. Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Die Weltwirtschaft erlebte im Berichtsjahr einen dramatischen Einbruch. Nachdem sich das Wirtschaftswachstum in den USA durch die Krise an den Immobilien- und Finanzmärkten rapide abgeschwächt hatte, gerieten im Laufe des Jahres 2008 immer mehr Länder in den Sog des Abschwungs. Entsprechend hatten die vorgelagerten Produktionssektoren sowie die Investitionsgüterindustrie, aber auch der Welthandel die schärfsten Einbrüche zu erleiden, während sich die Konsumenten fast überall noch als Stütze der Konjunktur erwiesen. Die Welt glitt über den Jahreswechsel 2008/2009 und insbesondere im ersten Quartal 2009 in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg ab, wobei die klassischen Exportnationen zunächst besonders betroffen waren. Nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa waren etliche Banken auf Staatsgelder angewiesen. Ende 2008 verschärften sich die rezessiven Tendenzen in den USA, in Japan und in der Europäischen Union weiter. Sogar die Wachstumsrate der chinesischen Wirtschaft verlangsamte sich, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge jeweils kräftig gestiegen war. Rund um den Erdball sahen sich Notenbanken und Regierungen zum Handeln gezwungen. Mit gewaltigen Konjunkturprogrammen stemmten sie sich gegen den Abwärtstrend. Allein in den USA, der Europäischen Union, Japan und China summierten sich die staatlichen Sonderausgaben zur Stützung der Wirtschaft auf mehr als zwei Billionen Euro. Zwar könnten die Konsequenzen in dramatisch wachsenden Defiziten der Staatshaushalte in den kommenden Jahren liegen, gleichwohl trugen diese Maßnahmen erfolgreich dazu bei, den freien Fall der weltweiten Konjunktur zu stoppen. So mehren sich beispielsweise in China, Brasilien und auch in den USA die Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft. Die Industrie- und Schwellenländer, und damit auch Deutschland, befinden sich seit dem zweiten Quartal 2009 wieder auf Wachstumskurs, auch wenn dessen Dynamik und Tragfähigkeit noch sehr schwach ausgeprägt sind. Insgesamt ist die deutsche Wirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der ersten vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2010 im Jahr 2009 erstmals seit sechs Jahren geschrumpft. Mit - 5,0 Prozent war der Rückgang des preisbereinigten BIP so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Der wirtschaftliche Einbruch, fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008 / 2009 statt. Dies stellt unter den Ländern der OECD einen der stärksten Rückgänge dar, die OECD - Länder weisen insgesamt nur einen Rückgang um 3,5 Prozent, die Länder der OECD - Eurozone einen um 4,0 Prozent auf. In Deutschland gilt die Rezession statistisch als beendet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem ersten Quartal um 0,3 Prozent stieg. b. Berichterstattung über die Branchensituation Über die Entwicklung des für uns relevanten Schmuckmarktes stehen die vorläufigen Daten für das Jahr 2009 zur Verfügung. Nach dem Zahlenspiegel des Bundesverbandes Uhren- und Schmuck ging der Umsatz der Schmuck- und Silberwarenindustrie in 2009 deutlich um 19,5 % auf 650 Mio. € zurück. Bei einer als überwiegend schlecht eingestuften Ertragslage und einer Unterauslastung der Kapazitäten trübten die geringer gefüllten Auftragsbücher die Stimmung der Branche. Diese Entwicklung wird angesichts der branchenübergreifenden Konsumzurückhaltung der Verbraucher geprägt, die in Bezug auf Luxusartikel nur geringe Ausgaben tätigen. Des Weiteren werden auch zukünftig die Niedriglohnländer wie China, Indien und Vietnam weitaus günstiger produzieren als am Produktionsstandort Deutschland und der Trend zu preiswertem Schmuck aus Billiglohnländern macht der deutschen Schmuckindustrie zusätzlich zu schaffen. Auch für die kommenden Monate ist nicht mit einer grundsätzlichen Tendenzwende zu rechnen, denn der allgemeine wirtschaftliche Zukunftsausblick wird nach wie vor von ungünstigen Rahmenbedingungen belastet. c. Umsatz- und Auftragsentwicklung Aufgrund des Gesellschafterbeschlusses und der damit verbundenen Einstellung der Produktionstätigkeiten in Birkenfeld und in Idar-Oberstein wurden ab Januar 2009 keine neuen Aufträge mehr angenommen. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr waren im Wesentlichen durch den Verkauf von Edelmetall geprägt. Die Umsatz- und Auftragsentwicklungen auf den Märkten haben für die Zettl GmbH ihre Relevanz verloren, da ein operatives Geschäft nicht mehr vorgenommen wurde. d. Produktion Bis zum Beschluss über die Auflösung der Gesellschaft beschäftigte sich die Zettl GmbH mit der industriellen Herstellung und dem Vertrieb von Schmuckwaren. Aufgrund des Auflösungsbeschlusses wurden die Produktionstätigkeiten an den Standorten in Birkenfeld und Idar-Oberstein zu Beginn des Jahres eingestellt. Vorhandene Aufträge wurden nur noch im Rahmen des Möglichen abgearbeitet. e. Beschaffung Für die Herstellung von Schmuckwaren waren insbesondere der Einkauf von Edelmetallen und Halbwaren (Bleche und Drähte) von großer Bedeutung. Der Zukauf von Gussprodukten und Halbwaren wurde insbesondere unter Berücksichtung von Materialbeistellungen von indischen Lieferanten durchgeführt. Edelmetalle wurden von lokalen Scheideanstalten bezogen. f. Produkt- und Sortimentspolitik, Qualitätssicherungssystem und Datenschutz Weil die Geschäftsgrundlage für die Gesellschaft aufgrund des Auflösungsbeschlusses entfallen ist, konzentrieren sich die gesamten Aktivitäten im Geschäftsjahr auf die Beendigung des operativen Geschäftes. Die Produkt- und Sortimentspolitik wurde nicht mehr aktualisiert. Auswertungen zu den Qualitätssicherungssystemen und zum Datenschutz wurden im Berichtsjahr nicht mehr erfasst und analysiert. g. Produktionsstätten Im Zuge der Liquidation wurde das Mietverhältnis über die ehemals genutzten gewerblichen Immobilienobjekte mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 beendet und die betreffenden Gebäude am Standort Austraße 4, 55743 Idar-Oberstein sowie Goethestraße 40, 75217 Birkenfeld, vertragsgemäß geräumt und an den Vermieter zurückgegeben. h. Investitionen Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Investitionen vorgenommen. Nachdem die Zettl GmbH die werbende Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2009 beendete wurden Fertigungseinrichtungen und die Creolen-Produktion veräußert. i. Finanzierungen Die Investitionen im Anlagevermögen wurden durch die Inanspruchnahme der Kontokorrentkonten finanziert. j. Personal Am 7. Januar 2009 wurde mit dem Betriebsrat ein Interessensausgleich und ein Sozialplan abgeschlossen. Ziel war es einen Ausgleich bzw. Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die den Mitarbeitern durch die Unternehmensstilllegung entstehen, bestmöglich auszugleichen. Hieraus ergaben sich Abfindungszahlungen in Höhe von 1,3 Mio. €. Allen Arbeitnehmern wurde zum nächstmöglichen Kündigungstermin gekündigt. Die konstruktive Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretungen hat wesentlich dazu beigetragen, die zusätzliche Belastung im Rahmen der Liquidation für alle Beteiligten sozialverträglich umzusetzen. k. Umweltschutz Im Bereich Umweltschutz gab es im Geschäftsjahr 2009 keine berichtsrelevanten Vorgänge. Alle bekannten umweltrechtlichen Vorschriften wurden beachtet. Darüber hinaus waren externe Fachleuten beratend tätig. l. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Wie bereits ausführlich erläutert, hat sich der Gesellschafter im Dezember 2008 dazu entschlossen, die gesamten Produktionstätigkeiten in Birkenfeld und in Idar-Oberstein einzustellen und die Auflösung der Gesellschaft vorzunehmen. Am 7. Januar 2009 wurde mit dem Betriebsrat ein Interessensausgleich und ein Sozialplan abgeschlossen. Allen Arbeitnehmern wurde zum nächstmöglichen Kündigungstermin gekündigt. Der Beschluss über die Auflösung der Gesellschaft wurde am 28. August 2009 ins Handelsregister eingetragen. Mit Beschluss vom selben Tage wurde Herr Klaus Meerwarth als alleiniger Liquidator bestellt. Der Liquidator nimmt seit der Aufnahme seiner Tätigkeit die Abwicklung und die Verwertung des Gesellschaftsvermögens vor. Laufende Geschäfte werden beendet, die Verpflichtungen der Gesellschaft erfüllt, Forderungen eingezogen und das Vermögen der Gesellschaft in Geld umgesetzt. Sämtliche Dauerschuldverhältnisse der Gesellschaft wurden gekündigt. Schadenersatzleistungen wegen vorzeitiger Vertragsauflösung konnten begrenzt werden. Darüber hinaus ergaben sich keine weiteren berichtspflichtigen Vorgänge im Geschäftsjahr 2009. C. Darstellung der LageAuf Grund des Beschlusses über die Auflösung der Gesellschaft sowie der dadurch ausgelösten Auswirkungen auf zahlreiche Vermögenspositionen, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Vorjahreswerte nur eingeschränkt vergleichbar. a. Ertragslage
Die Ertragslage hat sich auch im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der andauernden nachfolgend aufgeführten Sachverhalte
weiterhin negativ entwickelt. Die Umsatzerlöse sanken im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.656. Diese negative Entwicklung wird darüber hinaus verstärkt durch Erlöse aus inländ. Edelmetallverkäufen in Höhe von rd. T€ 7.304, die im Wesentlichen auf die Aufgabe des Geschäftsbetriebs zurückzuführen sind. Die Materialaufwandsquote ist, ebenfalls in Folge der Umsatzminderungen und aufgrund der Edelmetallverkäufe, im Vergleich zum Vorjahr erheblich angestiegen. Die Rohertragsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um über 35 % verschlechtert. Der Personalaufwand 2009 betrug trotz ausgesprochener Kündigungen T€ 2.080. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 971 vermindert. Die Abschreibungen haben sich aufgrund der Anlagenverkäufe im Geschäftsjahr um T€ 51 vermindert. Das außerordentliche Ergebnis umfasst die Erträge aus dem Verkauf des Anlagevermögens, Abfindungen an Mitarbeiter und die weiteren Aufwendungen im Rahmen der Liquidation der Gesellschaft. b. Finanzlage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich um T€ 10.925 auf T€ 1.751 vermindert. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des erzielten Jahresfehlbetrages 2009 weiter erheblich reduziert. Aufgrund der Verminderung der Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag rd. 80 %. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Rückgang im Geschäftsjahr 2009 ist durch die Rückführung der Sachwertdarlehen (Gold) in Höhe von 248 kg begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag T€ 126 (= 7,2 % der Bilanzsumme). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2009 um T€ 7.097 zurückgeführt. Das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen insgesamt T€ 1.525 (= 87 % der Bilanzsumme). Die Finanzsituation kann aufgrund des ausreichenden Eigenkapitals als solide beurteilt werden. Der Geschäftsbetrieb lässt sich aus dem erwirtschafteten Cashflow bzw. den Liquiditätsreserven abwickeln. 1. Finanzierungsanalyse Die Summe der liquiden Mittel verminderte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um T€ 2.891 auf T€ 11. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verminderten sich um T€ 1.363 auf T€ 126. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Rückgang dieser Verbindlichkeiten ist auf die Rückführung des Sachwertdarlehens (Edelmetall) in Höhe von T€ 4.635 zurückzuführen. 2. Investitionsanalyse Die Zettl GmbH hat im Geschäftsjahr 2009 keine Investitionen vorgenommen. Die Verminderung des Anlagevermögens ist auf die planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 241 (Vj. T€ 292) und den Buchwertabgang T€ 113 zurückzuführen. 3. Liquiditätsanalyse Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2009 T€ 1.186. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Abnahme der Vorräte veranlasst. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 557. Der Cashflow wurde durch Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens erzielt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2009 T€ -4.635. und betrifft insbesondere die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. c. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich um T€ 10.925 auf T€ 1.751 vermindert. Auf der Aktivseite der Bilanz zeigt sich die Veränderung der Vermögenslage vor allem in der Verminderung der Vorräte (T€ 7.166) und der liquiden Mittel (T€ 2.891). Die Veränderung bei den Buchwerten des Anlagevermögens ergibt sich durch die planmäßigen Abschreibungen (T€ 241) und die Buchwertabgänge (T€ 113). D. NachtragsberichtSeit dem Beginn des Geschäftsjahres 2010 bis zum Datum dieses Lageberichts haben sich keine nennenswerten operativen und strukturellen Veränderungen sowie berichtspflichtige Ereignisse, welche die Aussage des Jahresabschlusses 2009 verändern würden, stattgefunden. E. Chancen- und Risikobericht1. Risiko-, Chancenmanagement und Berichtssystem der Zettl GmbH als werbende Gesellschaft Die Zettl GmbH war bis zum Beschluss über die Auflösung bestrebt, Risiken zu begrenzen und Chancen wahrzunehmen. Die Zettl GmbH war als global operierendes Unternehmen im Rahmen seiner Geschäftsaktivitäten unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement war bei der Zettl GmbH ein integraler Bestandteil als Grundlage der organisatorischen Einbindung aller Entscheidungen der betrieblichen Geschäftsprozesse. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken verfügte das Unternehmen über ein Management-Informationssystem sowie über eine Reihe von Kontroll-/ bzw. Planungsinstrumenten. Dadurch wurde gewährleistet, dass frühzeitig und planmäßig möglicherweise auftretende, potenzielle Risikofaktoren erkannt wurden und diesen entsprechend gegengesteuert werden konnte. Die Zuverlässigkeit des Rechnungswesen und des Berichtswesen sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bleiben darüber hinaus gewährleistet. 2. Risikomanagement und Berichtsystem In Zeiten der Globalisierung und Liberalisierung der Märkte wurden die Rahmenbedingungen komplexer, Managemententscheidungen mussten zunehmend schneller gefällt werden und damit nahm die Zeitspanne für das Abwägen von Chancen und Risiken immer weiter ab. Reaktives Handeln war nicht mehr ausreichend, um im Wettbewerb bestehen zu können. Risiko- und Chancenmanagement mussten daher untrennbarer Bestandteil von Geschäftsprozessen und Unternehmensentscheidungen sein. Die Zettl GmbH war bestrebt, Chancen wahrzunehmen und Risiken zu begrenzen. Die Zettl GmbH war als global operierendes Unternehmen im Rahmen seiner Geschäftsaktivitäten unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Risikomanagement war bei Zettl ein integraler Bestandteil als Grundlage der organisatorischen Einbindung aller Entscheidungen bei den betrieblichen Geschäftsprozessen. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken verfügte das Unternehmen über ein aussagefähiges Management-Informationssystem sowie über eine Reihe von Kontroll-/ bzw. Planungsinstrumenten. Dadurch wurde gewährleistet, dass frühzeitig und planmäßig möglicherweise auftretende, potenzielle Risikofaktoren erkannt werden und entsprechend gegengesteuert werden kann. Unwägbar und entsprechend nicht berücksichtigt sind geopolitische Risiken und Terroranschläge, die die Prognosen deutlich negativ beeinflussen können. Die globale Finanzkrise rief eine Reihe neuer Risiken hervor, denen die Weltwirtschaft im Jahr 2010 und darüber hinaus gegenüber stand, die Überschuldung der Industriestaaten, der Abschwung in China, weiter sinkende Anlagewerte und eine Deflation, gehörten zu den akutesten. 3. Risikoerfassung und -bewertung durch die Zettl GmbH als werbende Gesellschaft (Einzelrisiken) Im Folgenden ist ein kurzen Überblick über die als wesentlich erachteten Risiken aufgeführt: Gesamtwirtschaftliches Risiko Die Entwicklung unseres Geschäfts und der damit verbundenen finanzwirtschaftlicher Ziele hing auch von der konjunkturellen Entwicklung der für unser Geschäft relevanten Länder und Regionen ab. Die frühe Erkennung von Trendwenden in den Konjunkturzyklen war für die Geschäftssteuerung ein wichtiger Informationsbaustein. Dazu war eine kontinuierliche Beobachtung der konjunkturellen Entwicklung in den wichtigsten Ländern und Regionen erforderlich. Unsere Analysen der gegenwärtigen Konjunkturlage sowie die Einschätzungen der mittelfristigen Wirtschaftsentwicklungen wurden zur Unterstützung der operativen Geschäftsplanung herangezogen. Branchenrisiko Umsatz und Ergebnis der Zettl GmbH unterlagen der Volatilität und den Konjunkturzyklen seiner Abnehmer. Die schwache Konjunktur führte zu Umsatzreduzierungen, verbunden mit einem Preisverfall und somit zu einem Rückgang der Margen und zu operativen Verlusten. In der mittelständig geprägten Struktur der regionalen Produzenten kämpften viele Betriebe um ihre Existenz. Bei zum Teil angegriffener Eigenkapitalsubstanz begaben sich diese Anbieter in den Preiswettbewerb. In Konsequenz führte dies zu einer nachhaltigen Marktkonsolidierung. Auch die bestehenden Unsicherheiten, wie stark sich die Auswirkungen der Immobilien-/Finanzmarktkrisen weltweit auf das Konsumverhalten in diesem Sektor auswirken werden, tangierte die Wachstumsimpulse für den deutschen Markt. Beschaffung, Produktion, Logistik und Vertrieb Eine flexible Netzwerkstruktur nach dem Zentralisierungsprinzip ermöglichte es, frühzeitig Risiken auf den Beschaffungsbereich sowie für die Kollektionserstellung zu erkennen und somit eine reibungslose Versorgung zu gewährleisten. Die Auswahl der Lieferanten und Produzenten erfolgte durch die zentrale Beschaffungs- und Produktionsplanungsbereiche. Dabei wurde auf die Vermeidung von gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnissen sowie Liefer- und Produktionsengpässen ebenso geachtet wie auf die Sicherung eines angemessenen Eigenproduktionsanteiles. Die Zentralbereiche steuerten die Auslastung der Produzenten sowie deren Belieferung mit Rohware. Die Produkte unterlagen auf allen Fertigungsstufen einer einheitlichen und zentral gesteuerten Qualitätskontrolle. Eine abschließende Qualitätskontrolle des Endproduktes erfolgte in Birkenfeld, wo auch der Versand koordiniert wurde. Durch diese gebündelte Steuerung wurde gewährleistet, dass die hohen Qualitätsstandards nicht verwässert werden und eine optimale Kapazitätsauslastung erfolgte. Im Vertriebsbereich wurde auf eine ausgewogene Kundenstruktur geachtet. Das detaillierte Berichtswesen ermöglichte eine kontinuierliche und zeitnahe Überwachung des Auftragesbestandes, der Umsätze und weiterer relevanter Vertriebs-Controlling- Kennziffern. Risiken in Vorräten und Forderungen Die Optimierung des Working Capitals, insbesondere die Vorräte und Kundenforderungen, stellte eine der zentralen Aufgaben des gesamten Managements dar. Bestandteil des monatlichen Berichtswesens war somit eine regelmäßige Analyse hinsichtlich der Altersstruktur, saisonaler Abhängigkeiten und alternativer Vertriebsmöglichkeiten des gesamten Warenbestandes. Um die Liquidität nicht über die Maße zu beanspruchen, war es notwendig, dass sich der Lagerbestand häufig umschlägt. Auf diese Weise wurden unvorhergesehene Wertberichtigungen und Probleme in der Vorratsstruktur vermieden und war Voraussetzung für eine effiziente und optimale Disposition. Das Forderungsausfallrisiko wurde durch eine Kreditversicherung auf den Selbstbehalt begrenzt. Die Versicherung gewährleistete eine zugesicherte Deckungsquote. Darüber hinaus wurde ein eigenes Debitorenmanagement betrieben. Dieses konzentrierte sich auf die Vergabe und Einhaltung von Kundenkreditlimits, die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und das Management von zweifelhaften Forderungen. Die Debitorentage waren weiter rückläufig und betrugen 20 Tage. Ende 2009 gab es keine relevante Anhäufung des Kreditrisikos; infolgedessen wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen und das Ausmaß des potenziellen finanziellen Verlustes als sehr gering eingeschätzt. Kollektionsrisiko / Markenschutz Das Unternehmen sah sich mit jeder neuen Saison dem Risiko ausgesetzt, dass die präsentierte Kollektion vom Markt unzureichend angenommen wird. Die Zettl GmbH minimierte dieses Risiko durch die zentrale Kollektionserstellung in Verbindung mit dem internationalen Messeauftritt. Zudem gewährleisten eine ständige Beobachtung des Marktes sowie die Präsenz auf internationalen Schmuckmessen, dass Trends rechtzeitig erkannt wurden und bei der Kollektionserstellung Berücksichtigung fanden. Dabei gewann das Drei-Saison-Konzept zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus wirkten sich die Kollektionsbreite, die Produktvielfalt sowie die Marktpräsenz in über 30 Ländern risikomindernd aus. Marken- und Warenzeichenverletzungen wurden beobachtet und gegebenenfalls rechtliche Maßnahmen eingeleitet. IT-Sicherheits- und Systemausfallrisiken wurden durch entsprechende Systeme und regelmäßige Wartungen minimiert. Versicherung Für alle Risiken, die sich in einem ökonomisch sinnvollen Rahmen versichern lassen, wurden Versicherungen abgeschlossen. Die Gesellschaft wurde dabei von einem namhaften Versicherungsmakler beraten und betreut. Der Umfang der Versicherungen wurde laufend überprüft und bei Bedarf angepasst bzw. erweitert. Rechtliche Risiken In einem international operierenden Unternehmen wie der Zettl GmbH können immer wieder Rechtsstreitigkeiten anfallen, sodass Bedarf an Rechtsberatung bestand. Soweit notwendig wurden für Gerichts- und Rechtsberatungskosten Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet. 4. Risikoerfassung und -bewertung im Liquidationsverfahren Auch im Liquidationsverfahren ist die Gesellschaften Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbundenen sind. Die überschaubaren Sachverhalte ermöglichen die unternehmerischen Risiken zu minimieren. Im Zeitraum nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs können sich Risiken aus der zwangsläufig verlustbringenden Verwertung des Anlage- und Umlaufvermögens ergeben. 5. Chancen im Liquidationsverfahren Nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs können sich Chancen aus einer gewinnbringenden Verwertung des Anlage- und Umlaufvermögens ergeben. Darüber hinaus besteht aufgrund der fortgeschrittenen Liquidation kein großes Chancenpotential. 6. Gesamtrisiko / Risiko der Unternehmensführung Über das übliche Maß hinausgehende Preisänderungs- und Ausfallrisiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt war, bestanden nicht. Entsprechend der Unternehmensgröße und Organisation haben wir eine unternehmensinterne Kommunikation, die uns eine Minimierung der genannten Risiken gewährleistet. Aus heutiger Sicht ist unter Berücksichtigung der Abwicklung der Gesellschaft ein Risiko nicht mehr gegeben. F. Prognosebericht / Ausblick - für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 -Im Prognosebericht werden die Erwartungen zur voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2010 und 2011 festgehalten. Aufgrund der Auflösung der Gesellschaft ist die Zettl GmbH in die Phase der Abwicklung ihrer Geschäfte zwecks Beendigung der Existenz eingetreten. Der Gesellschaftszweck ist in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 auf die Abwicklung und die Verwertung des Gesellschaftsvermögens gerichtet. Im Geschäftsjahre 2010 und 2011 werden die laufenden Geschäfte beendet, die Verpflichtungen der Gesellschaft erfüllt, Forderungen eingezogen und das Vermögen der Gesellschaft in Geld umgesetzt. Das sog. Sperrjahr endet im September 2010. Anschließend kann die Verteilung des Vermögens auf die Gesellschafter erfolgen. Mit der Verteilung des Vermögens auf die Gesellschafter ist die Liquidation beendet. Die Gesellschaft soll im Geschäftsjahr 2011 im Handelsregister gelöscht werden. UMSATZENTWICKLUNG Die Umsatzerlöse in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 beschränken sich auf den Verkauf der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Rahmen der Abwicklung des Geschäftsbetriebs und dem Erlös aus der Einschmelzung edelmetallhaltiger Vorräte. übrige betriebliche Erträge Übrige betriebliche Erträge werden durch den Verkauf der Vermögensgegenstände im Rahmen der Abwicklung des Unternehmens erzielt. WARENEINSATZ Der Wareneinsatz in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 ergibt sich auf dem am Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 noch vorhandenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. INVESTITION Investitionen sind im Geschäftsjahr 2010 und 2011 nicht geplant. Der Liquidator verwertet die Vermögensgegenstände im Rahmen der Abwicklung des Unternehmens. Die Verwertung der verbleibenden Vermögensgegenstände soll bis spätestens 2011 erfolgt sein. MITARBEITER Ein Arbeitsverhältnis besteht in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 nur noch mit dem Liquidator der Gesellschaft. ERGEBNISTRENDS
Angesichts der gewonnenen Erkenntnisse aus dem bisherigen Verlauf der Liquidation wird in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 voraussichtlich ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Liquidation Insgesamt richten sich alle Anstrengungen der Gesellschaft auf das Ziel, dass der Gesellschafter nach Durchführung der Liquidation an einer Vermögensverteilung teilhaben kann, wobei das insgesamt eingesetzte Kapital voraussichtlich nur zu einem Bruchteil zurückbezahlt werden kann. Des Weiteren liegt der Fokus darauf, alle notwendigen Abwicklungsmaßnahmen zügig und möglichst kostenminimal durchzuführen. Nach Abschluss aller Abwicklungsmaßnahmen soll die Löschung beim Handelsregister angemeldet werden. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Die aufgeführten Planungs- und Prognosezahlen berücksichtigen im Geschäftsjahr 2010 und 2011 die Abwicklung der Gesellschaft im Rahmen der Liquidation. Die Angaben im Prognosebericht erfolgten auf Basis der Annahmen zur Unternehmensentwicklung sowie der Planung nach dem vorliegenden Kenntnisstand. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich den Aussagen zugrunde liegende Annahmen als unzutreffend erweisen sollten. Die Zettl GmbH befindet sich in der Abwicklung. Der Liquidator verwertet die Vermögensgegenstände im Rahmen der Abwicklung des Unternehmens. Die Verwertung der verbleibenden Vermögensgegenstände und die Abwicklung des Unternehmens soll bis spätestens 2011 erfolgt sein. G. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGBAufgrund des Auflösungsbeschlusses wurden die Produktionstätigkeiten in der Zweigniederlassung in Idar-Oberstein zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 eingestellt. Der Mietvertrag für die betriebliche Räume in Idar-Oberstein wurde am 31. Dezember 2009 beendet.
Birkenfeld, 2. August 2010 ZETTL GmbH i.L. Klaus Meerwarth, Liquidator Bilanz zum 31. Dezember 2009AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2009A. VorbemerkungAufgrund einem sich ständig verschlechternden Umfeld und der nicht zufriedenstellenden wirtschaftlichen Entwicklungen des Unternehmens hat sich der Gesellschafter der Zettl GmbH, Birkenfeld im Dezember 2008 dazu entschlossen, die gesamten Produktionstätigkeiten in Birkenfeld und in Idar-Oberstein einzustellen. Die Gesellschafterversammlung hat im Dezember 2008 die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 beschlossen. Am 7. Januar 2009 wurde mit dem Betriebsrat ein Interessensausgleich und ein Sozialplan abgeschlossen. Allen Arbeitnehmern wurde zum nächstmöglichen Kündigungstermin gekündigt. Der Beschluss über die Auflösung der Gesellschaft wurde am 28. August 2009 ins Handelsregister eingetragen. Mit Beschluss vom selben Tage wurde Herr Klaus Meerwarth als alleiniger Liquidator bestellt. Der Jahresabschluss 2009 ist wegen der genannten außerordentlichen Einflüsse nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist u.a. durch das außerordentlichen Ergebnis und die entsprechenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Lagebericht ersichtlich. Der Jahresabschluss vermittelt deshalb insgesamt kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild. B. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Gesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 Satz 1 und 288 Satz 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz werden im Anhang gemacht. C. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden, verändert gegenüber dem Vorjahr, die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Dabei wurde im Geschäftsjahr 2009 nicht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt die erforderlichen Wertansätze bei einer Auflösung der Gesellschaft. Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der jeweiligen, steuerlich anerkannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts. D. Angaben zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital von € 500.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für voraussichtliche Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und für die Jahresabschlussprüfung 2009. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Besicherungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe den Gesellschafter. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträge in Höhe von T€ 8. Bei der Berechnung der Leasingverpflichtungen wurden die frühestmöglichen Kündigungstermine bzw. das Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit zugrunde gelegt. E. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Der Ausweis betrifft planmäßige Abschreibungen. Außerordentliche Erträge Unter dem Posten außerordentliche Erträge sind im Wesentlichen die Erträge aus der Veräußerung des Anlagevermögens ausgewiesen. Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufgabe und Einstellung des Geschäftsbetriebs im Geschäftsjahr 2009. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Aperiodische Erträge sind im Wesentlichen durch Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 48 entstanden. Unter den Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen auf Grund von Steuernachzahlungen für frühere Geschäftsjahre in Höhe von T€ 13 enthalten. F. Sonstige AngabenBelegschaft Im Januar 2009 wurde mit dem Betriebsrat ein Interessensausgleich und ein Sozialplan abgeschlossen. Allen Arbeitnehmern wurde zum nächstmöglichen Kündigungstermin gekündigt. Im Jahresdurchschnitt waren 49 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:
Der Geschäftsführer, Herr Vishal J. Mehta, ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, während Herr Anikesh Nandy die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder mit einem Prokuristen vertritt. In der Berichtsperiode haben die Geschäftsführer keine Vergütung erhalten. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die den Geschäftsführern gewährten Darlehen auf T€ 125. Liquidator Herr Klaus Meerwarth (Diplom-Betriebswirt), Bretten, wurde als alleiniger Liquidator bestellt. Er vertritt die Gesellschaft allein, solange er alleiniger Liquidator ist. Im übrigen vertritt er die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Liquidatoren oder einem Prokuristen. Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen des Liquidators wird gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Birkenfeld, 2. August 2010 Klaus Meerwarth, Liquidator Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Anmerkung zum Bestätigungsvermerk Für den zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Zettl GmbH, Birkenfeld den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt. "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Zettl GmbH, Birkenfeld für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Pforzheim, 2. August 2010 dhmp
GmbH & Co. KG
Werner Digel, Wirtschaftsprüfer Ralf Rennung, Wirtschaftsprüfer |
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