Kaffee-Import-Compagnie GmbH

Pickhuben 5, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 30870
Eingetragen
15.12.1982
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Getränken
Gegenstand
Import-, Transit- und Großhandelsgeschäfte von und mit Rohkaffee, die Übernahme von Agenturen sowie Makler-, Kommissionsund die Vermittlung von Börsengeschäften, insbesondere auf dem Gebiet des Kaffeehandels und alle hiermit in Zusammenhang stehenden erlaubnisfreien Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Vey
seit 27.11.2007
Prokura
Jan Walter
seit 16.8.2006
Geschäftsführer
Jens Walter
seit 30.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.00%
Jens Walter
40.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jan Walter
Hamburg
61.800 €
60.00%
Jens Walter
Stelle/Ashausen
41.200 €
40.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kaffee-Import-Compagnie GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023 30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 101.473,50 42.706,50
davon:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.473,50 42.706,50
III. Finanzanlagen 646.910,05 646.910,05
davon:
1. Beteiligungen 646.910,05 646.910,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.563.079,43 5.151.189,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.942.246,27 1.433.927,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.792,07 14.344,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.467,69 6.429,00
Summe Aktiva 7.259.970,01 7.295.508,15

Passiva

30.06.2023 30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 103.000,00 103.000,00
II. Gewinnvortrag 2.499.733,48 2.673.052,47
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 390.083,40 -173.318,99
Eigenkapital 2.992.816,88 2.602.733,48
B. Rückstellungen 506.025,50 48.712,00
C. Verbindlichkeiten 3.761.127,63 4.644.062,67
davon:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.993.636,78 1.715.468,54
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 309.050,00 309.050,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.280,00 0,00
Summe Passiva 7.259.970,01 7.295.508,15

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

1. Rohergebnis 3.725.860,59 2.747.003,84
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.061.513,78 -948.066,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -102.021,46 -87.631,78
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -27.020,99 -24.269,58
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.666.960,70 -1.649.872,10
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.831,04 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -272.600,54 -209.558,94
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -222.849,76 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 390.724,40 -172.394,99
9. sonstige Steuern -641,00 -924,00
10. Jahresüberschuß (+) / Jahresfehlbetrag (-) 390.083,40 -173.318,99

Amtsgericht Hamburg, HRB 30870

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entwickelt. Die Darstellungsstetigkeit nach § 265 HGB ist gegeben.

Gegenstand der Kaffee-Import-Compagnie GmbH sind gemäß § 2 der Satzung Import-, Transit- und Großhandelsgeschäfte von und mit Rohkaffee, die Übernahme von Agenturen sowie Makler-, Kommissions- und die Vermittlung von Börsengeschäften, insbesondere auf dem Gebiet des Kaffeehandels und alle hiermit in Zusammenhang stehenden erlaubnisfreien Geschäfte. Das Geschäftsjahr entspricht dem Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus dem Jahresabschluss des Vorjahres wurden unverändert übernommen.

AKTIVSEITE

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 13 Jahren. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023 (Brutto-Anlagenspiegel) sind im Anschluss dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 545,38 0,00 0,00 545,38
545,38 0,00 0,00 545,38
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.654,74 85.787,99 0,00 243.442,73
157.654,74 85.787,99 0,00 243.442,73
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 646.910,05 0,00 0,00 646.910,05
646.910,05 0,00 0,00 646.910,05
805.110,17 85.787,99 0,00 890.898,16
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 544,38 0,00 0,00 544,38
544,38 0,00 0,00 544,38
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.948,24 27.020,99 0,00 141.969,23
114.948,24 27.020,99 0,00 141.969,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
115.492,62 27.020,99 0,00 142.513,61
Nettobuchwerte
30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.473,50 42.706,50
101.473,50 42.706,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 646.910,05 646.910,05
646.910,05 646.910,05
748.384,55 689.617,55

Umlaufvermögen

Fertige Erzeugnisse und Waren haben sich zum Bilanzstichtag bei Lagerhaltern oder schwimmend befunden. Die Bewertung der Warenvorräte erfolgt zum Niederstwert gemäß § 253 HGB. Sofern die Wiederbeschaffungskosten, bestehend aus Börsen- und Umrechnungskurs, geringer als die Einstandskosten sind, werden die Wiederbeschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Sie werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem aktuellen Devisenkurs umgerechnet. Effekte aus Kursänderungen wurden durch Neubewertungen am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB berücksichtigt.

Sämtliche Forderungen im Umlaufvermögen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

PASSIVSEITE

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 103.000,00.

Rückstellungen

Rückstellungen werden zu den Beträgen erfasst, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen sind. Die sonstigen Rückstellungen entfallen insbesondere auf Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Urlaubs- und Überstundenansprüchen sowie Tantiemen (TEUR 220, Vorjahr: TEUR 4), ferner auf Verpflichtungen gegenüber Dritten (TEUR 34, Vorjahr: TEUR 19).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Sie werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Devisenkassakurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Folgende Übersicht stellt die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten dar:

... davon mit einer Restlaufzeit von ...
Gesamtbetrag ... bis 1 Jahr ... 1 bis 5 Jahren ... über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.993.636,78 2.993.636,78 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.715.468,54) (1.715.468,54) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 370.199,66 370.199,66 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.444.550,23) (2.444.550,23) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 309.050,00 309.050,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (309.050,00) (309.050,00) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.280,00 14.280,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 73.961,19 73.961,19 0,00 0,00
(Vorjahr) (174.993,90) (174.993,90) (0,00) (0,00)
Summe 3.761.127,63 3.761.127,63 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.644.062,67) (4.644.062,67) (0,00) (0,00)

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 1) und auf Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 22).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich auch Verbindlichkeiten gegen Geschäftsführer.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten sind durch Abtretung von Forderungen sowie durch Sicherungsübereignung der Warenbestände besichert.

Bewertungseinheiten

Sofern die Voraussetzungen des § 254 HGB erfüllt waren, werden schwebende Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte (Warentermingeschäfte) und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzierungsinstrumenten zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode entsprechend bilanziert. Dem jeweiligen Warentermingeschäft steht ein jeweils betragsgleiches Termingeschäft an der Warenbörse in New York gegenüber. Preisänderungen auf der Warenseite werden durch gegenläufige Preisänderungen an der Börse ausgeglichen.

Etwaige zum Bilanzstichtag nicht realisierte Verluste aus Warengeschäften stehen positive Börsenwerte gegenüber. Basiswert und Währung sind beim Grund- und Sicherungsgeschäft jeweils identisch; daher werden sich die Warenentwicklungen bzw. Zahlungsströme voraussichtlich ausgleichen (§ 285 Nr. 23a HGB). Der Wert der Fremdwährungszahlungsströme aus Einkaufs- bzw. Verkaufskontrakten entspricht jeweils gegenläufigen Fremdwährungszahlungsströmen aus Sicherungsgeschäften, so dass kein Preisänderungs- und Währungsrisiko aus Sicherungsgeschäften zum Bilanzstichtag besteht. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte umfassen einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten.

Devisensicherungsgeschäfte (Währungstermingeschäfte) werden zur Absicherung von Forderungen aus bereits abgeschlossenen Warenverkäufen mit Lieferzeitpunkten in der Zukunft zur Sicherung des US-Dollarkurses gegen Schwankungen des Euro mit Banken abgeschlossen. Zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme werden die Vorgänge zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst. Den jeweiligen Forderungen in Euro steht im Rahmen eines Makrohedges jeweils ein Sicherungsgeschäft gegenüber. Die Absicherung dient somit der Vermeidung von Währungskursrisiken aus der Verwirklichung der Kontrakte. Basiswert und Währung sind bei Grund- und Sicherungsgeschäft identisch, daher werden sich die Wertentwicklungen bzw. Zahlungsströme voraussichtlich ausgleichen (§ 285 Nr. 23a HGB). Der Wert der Fremdwährungszahlungsströme aus den Verkaufskontrakten entspricht den gegenläufigen Fremdwährungszahlungsströmen aus den Sicherungsgeschäften, sodass kein Preisänderungs- und Währungsrisiko aus den Sicherungsgeschäften zum Bilanzstichtag besteht. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte umfassen einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfällt ein Teilbetrag von TEUR 1.030 (Vorjahr: TEUR 697) auf solche aus der Währungsumrechnung, TEUR 2.046 (Vorjahr: TEUR 105) auf solche aus Warentermingeschäften und TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 19) auf Versicherungsentschädigungen.

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt ein Teilbetrag von TEUR 1.168 (TEUR 1.127) auf solche aus der Währungsumrechnung und TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 5) auf Forderungsabschreibungen.

Aufwendung für Altersversorgung

Von den Personalaufwendungen entfallen auf Altersversorgung TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10).

Zinsaufwand an Gesellschafter und Geschäftsführer

Von den Zinsaufwendungen entfallen auf Gesellschafter die auch Geschäftsführer sind, TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 18).

Angaben von Anteilsbesitz an Unternehmen von mind. 20% der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehendes Unternehmen berichtet:

Name: List & Beisler Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg

Geschäftsjahr: 1.1. - 31.12.

Höhe des Anteils am Kapital: 40 %

Eigenkapital per 31.12.2022: EUR 4.658.048,81

Ergebnis des Geschäftsjahres 2022: EUR 878.262,47

SONSTIGE PFLICHTANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind (§ 285 Nr. 3 HGB), bestehen wie folgt:

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 32 p.a.

Es bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Lizenzverträgen in Höhe von ca. TEUR 50 p.a.

Mitarbeiter

2022/2023 wurden durchschnittlich sieben Arbeitnehmer (davon sechs Angestellte) sowie zwei Geschäftsführer im Unternehmen beschäftigt.

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Kaffee-Import-Compagnie GmbH waren im Berichtsjahr:

Herr Jens Walter, Kaufmann, Stelle.

Jens Walter vertritt die Gesellschaft allein.

Herr Jan Walter, Kaufmann, Hamburg.

Jan Walter vertritt die Gesellschaft allein.

Von der Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird im Berichtsjahr unter Bezug auf § 286 Absatz 4 HGB abgesehen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

 

Hamburg, den 20. August 2023

Jens Walter

Jan Walter

Lagebericht 01.07.2022-30.06.2023

KAFFEE-IMPORT-COMPAGNIE GmbH.

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Unser Unternehmen befasst sich seit Gründung vor über 40 Jahren mit dem Import, Export und Transithandel von Rohkaffee, den wir weltweit einkaufen und vertreiben. Wir beziehen Rohkaffees aus vielen der wichtigen Erzeugerländer und verkaufen diese entweder bereits direkt mit der Verschiffung aus diversen Erzeugerländern vorwiegend an große und mittlere Röstereien, sowie an andere Rohkaffeehandelsfirmen überwiegend im europäischen Markt, aber auch im außereuropäischen Ausland. Zusätzlich verschiffen wir Kaffees nach Europa und lagern diese bei externen Lagerhaltern für die spätere Auslieferung an unsere Kunden. Neben der reinen Handelstätigkeit unterstützen wir Kunden auch durch Beratung und bei der Auswahl von Kaffees zur Erstellung von Kaffeemischungen.

Preisschwankungen an den Rohkaffeebörsen, Verfügbarkeiten, logistische Herausforderungen bei den Verschiffungen und Qualitätsschwankungen der Rohware sowie Veränderungen in Beschaffungs- und Absatzmärkten sind die wesentlichsten externen Einflussfaktoren auf unseren Unternehmenserfolg.

2. Forschung und Entwicklung

Als Rohstoffhändler führen wir keine Produktveredelung durch und somit entfallen Tätigkeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung weitgehend.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2022 bei 101,56 Billionen USD und hat sich in 2023 auf insgesamt circa 104,8 Billionen USD erhöht. (vgl. Statista)

Als Rohkaffeehändler ist die Kaffee-Import-Compagnie in ihrem Handelsbereich grundsätzlich von konjunkturellen Einflüssen nicht so stark betroffen. Kaffee ist ein relativ preiswertes Getränk und Genussmittel. Es kann quasi als Grundnahrungsmittel angesehen werden. Allgemeine gesamtwirtschaftliche Konjunkturschwankungen haben daher auf die Gesamtnachfrage von Kaffee nur geringeren Einfluss. Allenfalls wird es zu Verschiebungen innerhalb des Segmentes Kaffee kommen, aber höchstens sehr geringfügig zur Verschiebung hin zu Kaffee oder weg von Kaffee.

Nach den Angaben der Internationalen Kaffeeorganisation (ICO) lag die weltweite Produktion von Rohkaffee im Kaffeejahr 2022/23 (01.07.2022- 30.06.2023) nahezu unverändert bei etwa 165,5 Mio. Sack á 60 kg.

Gleichzeitig sank die globale Nachfrage um 1,9 % auf 173,0 Mio. Sack. Damit lag die Produktion trotzdem das dritte Jahr in Folge unterhalb der Nachfrage.

Nach den starken Preissteigerungen des Jahres 2021, die auf hohem Niveau bis Ende des zweiten Quartals 2022 anhielten, bewegten sich die Preise an den Kaffeebörsen während des Berichtszeitraumes mit großen Schwankungen auf einem deutlich niedrigeren Niveau zwischen 145 und 212 und einem Durchschnittspreis von 165 US-Cents/lb.

Nur der Durchschnittspreis für Robusta Kaffee hat sich im Kaffeejahr 2022/2023 auf 112,39 US-Cents/lb. erhöht.

ICO group indicator daily prices

Die Vielfalt der am Markt erhältlichen Kaffeeprodukte und ihre Zubereitungsformen nimmt über die Jahre ständig zu. Neben den preisbewussten Käufern von Kaffee aus dem Supermarktregal hat diese Entwicklung zu einem gestiegenen Qualitätsbewusstsein bei vielen Verbrauchern geführt. Zu beobachten ist, dass Spezialitätenkaffee neben den seit Jahren im Trend liegenden "Boutique-Röstereien" und Coffee-Shop Konzepten vermehrt im Lebensmitteleinzelhandel und in Bäckereien zu finden ist. Daneben statten Arbeitgeber vermehrt ihre Büros mit Kaffeevollautomaten aus, um ihre Mitarbeiter mit qualitativ hochwertigerem Kaffee zu versorgen.

In Coffee-Shops erhältliche kaffeebasierte Milchgetränke heiß und kalt haben den Konsumentenkreis deutlich erweitert. Sie haben besonders dazu geführt, dass das durchschnittliche Einstiegsalter in den regelmäßigen Kaffeekonsum gesunken ist, da diese Getränke besonders junge Menschen ansprechen.

Weltweit ist zu beobachten, dass bei Verbrauchern eine Mehrausgabebereitschaft für besondere Qualitäten besteht. Neben der höheren Qualität suchen Verbraucher zunehmend nach einer Individualisierung gewohnter Produkte.

Wir beobachten in den letzten Jahren wie dem Anspruch an die Qualität des Produktes auch das Thema der Nachhaltigkeit eine immer stärker werdende Relevanz beim Konsumenten einnimmt. Besonders bei Großröstern entsteht so eine erhöhte Nachfrage nach zertifizierten Kaffees. Dies betrifft etablierte Zertifizierungen wie Fairtrade, Demeter und Bio-Zertifikate als auch weitere internationale Nachhaltigkeitszertifizierungen wie Rainforest Alliance.

Durch unsere langjährigen Lieferantenverbindungen in die verschiedenen Ursprungsländer ist die Kaffee-Import-Compagnie in der Lage, auch den wachsenden Ansprüchen unserer Kunden in diesen Themenbereichen gerecht zu werden. Um die enge Bindung im Kunden- und Lieferantenkreis aufrecht erhalten zu können, führen wir regelmäßige Reisen zu unseren Geschäftspartnern in wesentlichen kaffeeproduzierenden Anbauländern sowie Kundenbesuche in den Verbraucherländern durch.

Zusätzlich nehmen ständig steigende regulatorische Anforderungen einen größeren Einfluss auf unser Geschäft, besonders in den europäischen Markt. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (seit 01.01.2023 in Kraft) und die EU-Entwaldungsverordnung erlegen uns auf, unsere Lieferanten auf die Einhaltung der Standards zu verpflichten und die Herkunft unserer Produkte transparent zu machen. So haben wir mit einem Compliance-Officer neues Personal eingestellt, um die regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Bereich des Rohkaffeeimports sind wir in Deutschland und den europäischen Nachbarländern ein seit vielen Jahrzehnten alteingesessener Marktteilnehmer. Der Import von Rohkaffee nach Europa wird von einer relativ begrenzten Anzahl von Firmen betrieben. Das größte Handelsvolumen fällt dabei auf einige wenige multinationale Gruppen. Unser eigener Marktanteil auf dem Rohkaffeemarkt ist dabei schwer abschätzbar. Neben der Direktbelieferung von Röstereien findet zusätzlich ein nicht unerhebliches Handelsgeschäft unter den Importeuren selbst statt, was dazu führen kann, dass ein Kaffee bereits mehrfach gehandelt worden ist, bis er letztlich bei der Rösterei und dann im Einzelhandel bzw. der Gastronomie den Weg zum Verbraucher findet.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 1.008 451 557 +123,4
Finanzergebnis -255 -210 -45 -21,6
Neutrales Ergebnis -141 -415 274 +66,1
Steuern -223 0 -294 -
Jahresergebnis 390 -173 712 +325,1

Das Betriebsergebnis liegt trotz gefallener Umsatzerlöse, welche hauptsächlich durch ein niedrigeres durchschnittliches Preisniveau im Berichtszeitraum zu erklären sind, deutlich über dem Vorjahr. Maßgebliche Ursache dafür ist die Realisierung positiver Ergebnisse aus Börsengeschäften. Aus Währungskursumrechnungen hat sich ein negatives Nettoergebnis von etwa TEUR 100 ergeben. Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen lagen etwas unter dem Vorjahresniveau.

Der Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen hat etwa 20% über dem Vorjahr gelegen, was trotz durchschnittlicher Kreditinanspruchnahme unter einem unter dem Vorjahr liegendem durchschnittlichen Marktpreisniveau durch ein deutlich gestiegenes Zinsniveau zu begründen ist.

Im Vorjahr hat es aufgrund des Negativergebnisses keine Steuerzahlungen gegeben. Für dieses Jahr ist der Steueraufwand entsprechend gestiegen.

b) Finanzlage

Kapitalstrukur

Zum 30.06.2023 betrug das Eigenkapital € 2,99 Mio. (VJ € 2,60 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt mit 41,2 % um 5,5 %-Punkte über dem Vorjahr von 35,7%. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit standen der Gesellschaft im Berichtsjahr Kreditlinien bei Banken in Höhe von USD 8 Mio. zur Verfügung. Zum Stichtag lagen die Verbindlichkeiten insgesamt bei € 3,45 Mio. im Vergleich zu € 4,34 Mio. im Vorjahr.

Zum Stichtag betrug der Wert des Warenbestandes € 3,56 Mio. verglichen mit € 5,15 Mio. zum 30.06.2022.

Durch den Saisonverlauf bei Rohkaffeeernten und -verschiffungen in unseren Hauptlieferantenländern sowie Schwankungen der Rohkaffeepreise entsteht unterjährig regelmäßig erhöhter Liquiditätsbedarf. Angesichts der vorhandenen Eigen- und Finanzierungsmittel war unsere Finanzlage im Berichtszeitraum zu jeder Zeit als komfortabel für die Finanzierung des von uns bewegten Geschäftsvolumens zu bezeichnen.

Investitionen

Im Berichtszeitraum haben wir keine Investitionen durchgeführt. Für die Nutzung des Warenwirtschaftssystem zahlen wir monatliche Nutzungsentgelte. In das System wird seitens des Anbieters investiert und laufend weiterentwickelt.

Liquidität

Regelmäßig ist im Verlaufe des Jahres durch Saisonalitäten in der Rohkaffeebeschaffung und Schwankungen der Rohkaffeepreise sehr variabler Liquiditätsbedarf zu beobachten. Viele Kaffeeerzeugerländer können nur in bestimmten Perioden des Jahres ihre Ernte verschiffen, um negative Auswirkungen auf die Qualität zu vermeiden. Da von der Industrie jedoch ganzjährige Belieferung mit den Qualitäten erwartet wird, kann es periodisch zu erhöhter Lagerhaltung und damit zu erhöhtem Liquiditätsbedarf kommen.

Zusätzlich erhalten einige Kunden Zahlungsziele.

Nach Abschluss des Berichtszeitraumes aber vor Fertigstellung dieses Berichtes sind uns seitens der Kreditgeber Finanzierungsmittel gekürzt worden, so dass die zur Verfügung stehende Liquidität als knapp zu bezeichnen ist. Die reduzierten Finanzierungsmittel sollen durch neue Geldgeber ersetzt werden.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Finanz-/Sachanlagen 748 690 +58 +8,4
kurzfristige Vermögenswerte 6.507 6.592 -85 -1,3
liquide Mittel 5 14 -9 -64,3
Passiva
Eigenkapital 2.993 2.603 +390 +14,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.193 4.518 -325 -7,8
sonstige Verbindlichkeiten 74 175 -101 -57,7
Bilanzsumme 7.260 7.296 -36 -0,4

Das kurzfristige Vermögen liegt mit T€ 6,507 zum Stichtag leicht unterhalb des Vorjahres (T€ 6.592). Der Rückgang ergab sich daher, dass die Reduzierung des Warenlagerwertes größer war als die Erhöhung der Forderungen.

Das volleingezahlte Stammkapital beträgt € 103.000. Darüber hinaus stehen dem Unternehmen nicht ausgeschüttete Gewinne aus den Vorjahren zur Verfügung. Die mit unseren Kreditgebern getroffene Vereinbarung zur wirtschaftlichen Eigenmittelquote (erweitert um nichtrealisierte Gewinne) haben wir zum 30.06.2023 voll erfüllt und insofern ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeiten über den Berichtszeitraum als solide zu betrachten gewesen.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren betrachten wir den Umsatz, das Betriebsergebnis und den Cashflow. Der Umsatz lag im Berichtsjahr aufgrund des gefallenen durchschnittlichen Preisniveaus unter dem Umsatz des Vorjahres.

Das Betriebsergebnis (vor neutralen Effekten) betrug im Berichtsjahr T€ 1.008. Der Cashflow betrug T€ -1.288.

Daneben ist für uns die insgesamt kontrahierte Menge mit Drittkunden (nicht verbundene Unternehmen) unabhängig von der Lieferperiode ein zu betrachtender Leistungsindikator. Diese lag im Berichtsjahr in unserer Gesellschaft um 23,8 % unter dem Vorjahr.

4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022-2023 ist aus unserer Sicht nur bedingt befriedigend verlaufen.

Zwar konnte vorwiegend durch die Realisierung der Börsengeschäfte wieder ein positives Jahresergebnis erzielt werden, jedoch hat andauernder Preisdruck unserer wichtigen Industriekunden dazu geführt, dass wir Absatzzahlen des Vorjahres nur unter Inkaufnahme geringerer Margen und damit unter Erhöhung unseres Risikos hätten halten können. Letztlich haben wir zum Schutz der Marge darauf verzichtet

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Angesichts der vorhandenen Finanzierungslinien konnten im Berichtsjahr alle Verbindlichkeiten fristgerecht bedient werden.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen hat im Geschäftsjahr keine Zweigniederlassungen unterhalten.

IV. Prognosebericht

Prognosen zu Um- und Absatzzahlen sind im Laufe der vergangenen Jahre immer schwieriger geworden. Sie hängen für uns mit limitierten Finanzmitteln in aller erster Linie von der zukünftigen Entwicklung des Marktpreisniveau und des Wechselkurses zum US-Dollar ab. Eine Prognose wäre deshalb für das Jahr 2023-2024 nur sehr eingeschränkt aussagefähig.

V. Chancen- und Risikobericht

Verzögerungen bei Verschiffungen aus den Ursprungsländern sowie anhaltende Probleme in der weltweiten Logistik stellen nach wie vor erhebliche Herausforderungen dar. Ebenfalls müssen wir in unseren Lieferketten sicherstellen, die wachsenden Anforderungen in Bezug auf die gesetzlichen Vorgaben erfüllen zu können (z.B. Lieferkettensorgfaltsgesetz und EU Entwaldungsrichtlinien). Dieses kann für alle Marktteilnehmer zu einer eingeschränkten Auswahl möglicher Lieferanten führen, woraus sich dann sowohl Risiken als auch Chancen ergeben können. Wir gehen davon aus, dass wir uns mit unseren soliden Lieferantenbeziehungen alle Vorgaben erfüllen können und wir uns eher einen Marktvorteil zu anderen Marktteilnehmern erarbeiten können.

Eine sich weiter abschwächende Konjunktur und möglicherweise wieder steigende Inflation und ein damit verbundener Kaufkraftverlust könnte ab einem bestimmten Grad negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, auch wenn dieses für den Bereich Kaffee in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen ist. Kaffee bleibt auch bei hohen Weltmarktpreisen ein weiterhin recht günstiges Genussmittel. Eine negative Auswirkung auf Umsatz und Betriebsergebnis sind dennoch nicht auszuschließen.

Kaffee als landwirtschaftliches Produkt unterliegt erntebedingten Schwankungen in Menge und Qualität. Sofern die Ernte von Lieferanten durch wetter- oder umweltbedingte Faktoren geringer oder ganz ausfällt, könnte die Warenverfügbarkeit bestimmter Kaffees für uns trotz im Voraus abgeschlossener fester Lieferverträge eingeschränkt sein. Wir begegnen diesem Risiko durch eine breite Streuung der Lieferanten sowohl regional - wo möglich - in bestimmten Ursprünge als auch international. Wir verfügen über Lieferantenbeziehungen in verschiedenste, oft schwierige Rohkaffeeursprünge, die wir über lange Zeiträume aufgebaut haben. Diesen Vorsprung mit direktem Zugang zu allen für unser Marktsegment interessanten Kaffees und verlässlichen Partnern werden wir auch zukünftig zu unserem Vorteil nutzen und gehen daher davon aus, dass wir uns am Markt auch weiterhin behaupten können.

Des Weiteren bestehen bei Rohkaffee als börsengehandeltem Commodity klassische Marktrisiken. So haben starke Anstiege der Preise an den Terminmärkten einen negativen Einfluss auf die Liquiditätslage der Firma. Auch muss versucht werden, die von den aktuellen Kreditgebern reduzierten Finanzmittel möglichst kurzfristig durch zusätzliche Kreditgeber wieder zu erhöhen. Preisschwankungen für Rohkaffee sowie Änderungen des USD-Wechselkurses stellen stets einen Unsicherheitsfaktor dar und die Entwicklungen sind nur sehr schwer vorherzusehen. Den überwiegenden Teil unserer Bestände sichern wir über Warentermingeschäfte gegen Preisschwankungen ab. Allerdings gibt es Kaffeequalitäten und auch Preiskomponenten wie Differenziale und Logistikkosten, die nur bedingt absicherbar sind. Bei großen Bewegungen ergeben sich hieraus zusätzliche Chancen und Risiken für die Margensituation.

Der Anteil der Börsenteilnehmer, die kein physisches Interesse an Kaffee haben, ist über die Jahre gestiegen. Durch die Erhöhung des Anteils dieser spekulierenden Marktteilnehmer erhöht sich die Volatilität der Börsenpreise. Wir stellen fest, dass aus Sicht erfahrener Marktteilnehmer relativ unbedeutende Informationen und Nachrichten zu erhöhten Preisbewegungen führen. Eine Absicherung gegen ungewünschte starke Preisbewegungen kann negativen Einfluss auf unser Ergebnis haben.

Es besteht ferner sowohl auf der Lieferanten- als auch auf der Abnehmerseite ein Risiko der Nichterfüllung von Verträgen. Hierdurch können sich erhebliche Verluste aus der Differenz zwischen aktuellem Marktwert und ursprünglichem Kontraktpreis ergeben, die unter Umständen nicht mehr eingefordert werden können. Wir sind bestrebt, durch eine sorgfältige Prüfung der Geschäftspartner dieses Risiko zu kontrollieren und so zu minimieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu keinen wesentlichen Ausfällen in der Belieferung durch Lieferanten sowie zu Ausfällen seitens der Kunden.

Des Weiteren stellen wir wachsenden Druck auf Handelsmargen fest. Ausgehend vom Preisdruck des Einzelhandels auf die Röstereien wird dieser Preisdruck durch die Lieferkette weitergereicht. Multinationale Rohkaffeeimporteure schließen teilweise zu extrem niedrigen Preisen ab, nur um Marktanteile nicht zu verlieren, bzw. sich neue zu sichern.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Risikomanagementziele

Wesentliches Ziel unseres Risikomanagements ist die Identifizierung und Abwendung größerer - insbesondere bestandsgefährdender - Risiken.

Risikomanagementmethoden

Alle Entscheidungen risikorelevanter Schritte werden von der Geschäftsleitung persönlich getroffen. Ein flacher Hierarchieaufbau innerhalb der Unternehmensstruktur ermöglicht schnelles Agieren und Reagieren auf sich verändernde Situationen. Alle Instrumente zur Absicherung gegen Währungs-/ und Warenpreisschwankungen werden in diesem Sinne genutzt. Die Diversifizierung unseres Leistungs-/ und Produktangebotes reduziert das Risiko aus eventuell unerwünschten Entwicklungen in einzelnen Produktions- oder Absatzregionen.

Unser Warenwirtschaftssystem unterstützt uns beim Management unserer Risiken zusätzlich. Handlungsbedarf lässt sich somit schneller erkennen und wir können entsprechend früh auf Veränderungen reagieren.

Darstellung von aus der Verwendung von Finanzinstrumenten resultierenden Risikoarten und deren Ausmaß

Risiken, die sich aus Preisschwankungen im Kaffee ergeben, versuchen wir durch Hedging an den Warenterminbörsen in New York und London zu minimieren. Spekulative Warentermingeschäfte werden nicht durchgeführt.

Der Einsatz von Währungssicherungsinstrumenten erstreckte sich im Berichtsjahr auf die Absicherung zukünftiger Zahlungsströme in EUR und GBP. Spekulative Währungspositionen gehen wir weitestgehend nicht ein.

 

Hamburg, den 1. Dezember 2024

KAFFEE-IMPORT-COMPAGNIE GMBH.

Jens Walter

Jan Walter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Kaffee-Import-Compagnie GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Kaffee-Import-Compagnie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Kaffee-Import-Compagnie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hamburg, den 15. Januar 2025

Dr. Dröge, Wirtschaftsprüfer

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