INO Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Attila Besikcioglu seit 30.4.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Meyer seit 24.6.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Obermark Value (S.à r.l) | 97.00% |
Obermark Value (S.à r.l) | 3.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INOTEC Barcode Security GmbHNeumünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des UnternehmensDie inotec Barcode Security GmbH (im Folgenden "inotec") mit Sitz in Neumünster ist seit mehr als 40 Jahren auf die Herstellung kundenspezifischer Kennzeichnungslösungen durch Barcode- und RFID-Produkte für unterschiedliche Branchen wie Industrie, Logistik, Transport und Medizin spezialisiert. Durch verschiedene Herstellungsverfahren können Etiketten mit individuellen Anforderungen an Beschaffenheit, Größe und Haltbarkeit in Bezug auf mechanischen Abrieb, Druck, Temperatur, Witterung sowie an Eindeutigkeit und Identifikation angeboten werden. Ein internes Entwicklungslabor am Standort Neumünster in Schleswig-Holstein ermöglicht die Qualitätssicherung und die Weiterentwicklung der Produkte. Neben der Produktion sind in Neumünster der Vertrieb und die Verwaltung angesiedelt. Die inotec group besitzt eine Betriebsstätte in München. Für den Vertrieb im europäischen Ausland sind eigenständige Tochtergesellschaften in Frankreich, in den Niederlanden, in Großbritannien und in Tschechien gegründet worden. Es handelt sich um 100 %ige Anteile, mit Ausnahme der französischen Tochtergesellschaft, an der 90 % der Anteile gehalten werden. Kunden in anderen Ländern werden überwiegend von Neumünster aus betreut. Die inotec ist eine 100 %-ige Tochter der INO Holding GmbH, Neumünster, die wiederum zu 100 % in den Konzernabschluss der Obermark Value S.à r.l., Luxemburg, einbezogen wird, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Der nach luxemburgischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellte, befreiende Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Obermark Value S.à r.l. wird im Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, veröffentlicht. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Wirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2023 war weltweit durch die Nachwirkungen der von Materialknappheit und von Störungen in den Lieferketten im Jahr 2022 und den Vorjahren, währenddessen sich viele Unternehmen, so auch die Kunden der inotec, z.T. stark bevorratet haben, geprägt. Im Jahr 2023 hat sich eine deutlich rückläufige Nachfrage der Kunden aufgrund des im Jahr 2022 erfolgen Bestandsaufbaus gezeigt, der in 2023 nun wieder abgebaut wurde. Die Weltwirtschaft erholt sich weiterhin wie erwartet, jedoch ist der für inotec wichtige deutsche Markt deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,2 % gestiegen, nach dem im Jahr 2022 ein Anstieg um 3,6 % zu verzeichnen war. 2.2 GeschäftsentwicklungDie inotec konnte sich im Geschäftsjahr 2023 erneut trotz der erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen behaupten. Produktionsverzögerungen aufgrund von Materialengpässen konnten minimiert werden, Preiserhöhungen bei Rohstoffen wurden durch langfristige oder projektbezogene Rahmenverträge abgemildert oder weitestgehend an Kunden weitergegeben. Der Umsatz 2023 ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund des o.g. Bestandsabbaus der Kunden der inotec und Vorkunden gesunken. Der Geschäftsbereich "Barcode" (inkl. "Inmould-Lösungen") stellt nach wie vor den größten Geschäftsbereich mit ca. 43 % des Umsatzes dar. Eine zunehmend größere Rolle spielt der "RFID-Bereich" (inkl. "Inmould"), über den 2023 ca. 22 % des Umsatzes generiert worden ist. Ebenso erfreulich konnte sich der "Handelsbereich" entwickeln. Das Portfolio wird durch Installationsleistungen sowie Software- und Beratungsleistungen innerhalb der Gruppe ergänzt. 2.3 Lage der Gesellschaft2.3.1 ErtragslageDer Rohertrag, definiert als Umsatzerlöse abzüglich/ zuzüglich der Bestandsveränderung, zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge und abzüglich der Materialaufwendungen, ist im Geschäftsjahr 2023 auf 9,56 Mio. € gesunken, gegenüber 11,64 Mio. € im Vorjahr. Die Umsätze lagen in Summe etwa -7,5 % unter dem Vorjahresniveau. Durch Umsatzzuwächse im margenschwachen Handelsgeschäft ist die Gross Profit Marge (Rohertragsmarge) gesunken. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden vorwiegend in Deutschland beschafft. RFID-Inlays bezieht die inotec insbesondere in USD auf dem Weltmarkt. Die Personalkosten sind 2023 angestiegen. Sie lagen bei 3,71 Mio. € (Vj. 3,43 Mio. €). Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 36 Gewerbliche, 34 Angestellte und 3 Auszubildende. Die Ausbildung junger Mitarbeiter wird konsequent fortgeführt. In verschiedenen Bereichen wurden im Jahresverlauf ergänzend Leiharbeiter eingesetzt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 3,87 Mio. € (Vj. 3,47 Mio. €). Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Managementleistungen und Leasingkosten. Demgegenüber sind die Kosten der Warenabgabe zurückgegangen. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) belief sich zum Stichtag 2023 auf 1,98 Mio. € (Vj. 4,74 Mio. €). Die EBITDA-Marge zur Gesamtleistung ist um -13,8 %-Punkte gesunken. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind von 0,36 Mio. € im Vorjahr auf 0,29 Mio. € im Jahr 2023 gesunken, da weitere Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens aus der Abschreibungsdauer gelaufen sind. Für das Geschäftsjahr 2024 sind weitere Investitionen in den Maschinenpark geplant, um eine solide Basis für weiteres Wachstum zu schaffen. Mit den Tochtergesellschaften bestehen keine Gewinnabführungsverträge. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2022 der ausländischen Gesellschaften wurden im Jahr 2023 ausgeschüttet. Es haben sich daher Beteiligungserträge in Höhe von insgesamt 1,11 Mio. € ergeben (Vj. 0,53 Mio. €). Als Ergebnis nach sonstigen Steuern verblieb ein Jahresüberschuss in Höhe von 2,83 Mio. € gegenüber 4,97 Mio. € im Vorjahr. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der INO Holding ist der Jahresüberschuss 2023 vollständig abgeführt worden. 2.3.2 VermögenslageDie Vermögenslage der Gesellschaft wird nach wie vor als gut beurteilt. Die Bilanzsumme liegt bei 7,41 Mio. € auf gleichem Niveau wie in 2022 (Vj. 7,41 Mio. €). Das Umlaufvermögen ist insgesamt mit 4,50 Mio. € leicht gesunken gegenüber dem Vorjahr (Vj. 4,53 Mio. €). Die Vorräte haben sind um 0,02 Mio. € auf 2,65 Mio. € (Vj. 2,67 Mio. €) und die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 0,38 Mio. € auf 1,22 Mio. € (Vj. 1,60 Mio. €) abgebaut. Forderungsausfälle waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Fremdwährungsforderungen bestanden zum Stichtag nicht. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 in Summe von 2,78 Mio. € auf 2,85 Mio. € erhöht. Investitionen ins Sachanlagevermögen sind für das Geschäftsjahr 2024 bereits beauftragt. Teilweise werden für technische Erweiterungen günstige Finanzierungsmodelle genutzt. Das Eigenkapital ist mit 4,63 Mio. € unverändert zum Vorjahr und führt zu einer Eigenkapitalquote von 63 %. Zum Stichtag sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,07 Mio. € auf 0,43 Mio. € erhöht worden. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt von 2,41 Mio. € im Vorjahr auf 2,35 Mio. € zum Stichtag gesunken, wobei dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber stand. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,90 Mio. € (Vj. 0,65 Mio. €) haben ausschließlich kurzfristigen Charakter. 2.3.3 FinanzlageDas Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten unter Beachtung von Skonto-Möglichkeiten zeitnah zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquiditäts- und Finanzlage der Gesellschaft beurteilen wir im gesamten Geschäftsjahr als gut. Ein Bedarf an Kontokorrentlinien besteht derzeit nicht. Zur Finanzierung des Gebäudes hat die inotec Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,15 Mio. €, davon sind 0,10 Mio. € innerhalb eines Jahres fällig. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die gute Liquiditätssituation wurde auch genutzt, um Verbindlichkeiten auf Gruppenebene zu tilgen. Der operative Cashflow lag im Jahr 2023 bei 2,50 Mio. € (Vj. 4,38 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,20 Mio. € auf 0,80 Mio. € erhöht. In dieser Position sind Erträge aus Beteiligungen enthalten, die im Jahr 2023 höher ausfielen als im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten liegt bei -2,94 Mio. € (Vj. bei -4,99 Mio. €), insbesondere aufgrund des Übertrags des Jahresergebnisses an die Holding in Höhe von -2,83 Mio. € und aufgrund der Rückführung des Darlehens in Höhe von -0,10 Mio. €. a) LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Umsatzentwicklung und dem Anstieg des Rohertrages sowie der Entwicklung des EBITDA. Für die Unternehmenssteuerung werden eine Reihe von internen Kennzahlen herangezogen, die täglich, wöchentlich und/oder monatlich fortgeschrieben werden. Zu den wichtigsten Indikatoren zählen die wöchentliche Auftrags- und Umsatzstatistik, die wöchentlichen Produktionsmengen und Qualitätsmaßnahmen sowie monatliche Sales Forecasts und Auftragsnachkalkulationen. Basis des internen Reportings ist eine jährliche Budgetplanung und eine umfangreiche Fortschreibung der Planung auf weitere fünf Geschäftsjahre. Unterjährig findet eine rollierende Betrachtung des Forecasts statt. Monatsergebnisse werden zeitnah an die Obermark Value S.à. r.l., Luxemburg, übermittelt, Quartalsergebnisse darüber hinaus erläutert. Ziel der wirtschaftlichen Aktivitäten ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes der inotec Gruppe. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden weitere Kennzahlen wie zum Beispiel Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Durchlaufzeiten von Aufträgen in Kombination mit Termintreue und Produktqualität verwendet. b) GesamtaussageDie wirtschaftliche Lage ist insgesamt herausfordernd. Der Geschäftsverlauf 2023 lag unter dem Vorjahr und auch unter dem Budget. 3. Chancen und Risiken, Prognoseberichta) Chancen und RisikenBestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Risiken der zukünftigen Entwicklung bestehen im üblichen Rahmen, insbesondere durch Konjunktur- und Marktveränderungen, unter anderem durch den aktuellen Ukraine-Russland-Konflikt und eine evtl. Ausweitung des Konfliktes. Die inotec ist vom Ukraine-Russland-Konflikt unmittelbar nicht betroffen, da kaum Geschäftsbeziehungen in diese Länder bestehen. Durch die Preisentwicklung bei Rohstoffen, volatile Energiekosten sowie Inflationsrate ist aber ein mittelbarer Effekt zu erwarten. Die Gesellschaft hat bereits Maßnahmen getroffen, um diese Risiken abzumildern, vor allem durch langfristige Lieferantenverträge und aktualisierte Energielieferverträge. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft besteht aus einer regelmäßigen Risikoidentifikation und Risikobewertung im Rahmen der Budgeterstellung, der monatlichen und quartalsweisen Berichterstattung sowie der Forecast-Aktualisierung. Die Risikosteuerung erfolgt auf Ebene der Geschäftsführung. Unterschiedliche Sicherungsinstrumente bei laufenden Auftragsannahmen und -vergaben sollen eine frühzeitige Risikominimierung ermöglichen. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt insbesondere eine Überprüfung der Bonität der Kunden sowohl bei der Entstehung der laufenden Forderungen als auch bei Anlage von Neukunden. Es befindet sich ein wöchentliches Mahnwesen im Einsatz. Forderungsausfälle waren in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen. Nennenswerte Währungsrisiken bestehen weder auf Kundennoch auf Lieferantenseite. Aufgrund des aktuell sehr geringen Umfangs an Fremdwährungen erfolgt keine Absicherung in Form von Devisentermingeschäften oder ähnlichen Finanzinstrumenten. Liquiditätsrisiken bestehen nicht. Um die Marktposition der Gesellschaft weiter aufrecht zu erhalten und zu verbessern, kommt dem Bereich "Label Competence Center" als interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung eine besondere Bedeutung zu. Neue Produktlösungen werden dort entwickelt und getestet, bevor sie in die Produktion gehen. Die Möglichkeit, auf individuelle Kundenanforderungen kompetent einzugehen, festigt die Marktposition der inotec. Die Entwicklung neuer Produkte bzw. Kennzeichnungslösungen soll Chancen für neue Absatzmärkte eröffnen. Das geprüfte und zertifizierte Qualitätsmanagement-System nach DIN ISO 9001:2015 bildet die Basis zur Umsetzung des internen hohen Qualitätsanspruchs. b) PrognoseDie positive Grundannahme der Gesellschaft führt trotz des Verlustes eines Hauptkunden und trotz der gegenwärtigen wirtschaftlichen Risiken zu einem erwarteten Umsatz- und Rohertragswachstum im Jahr 2024 im einstelligen Prozentbereich. Der Auftragseingang Anfang 2024 lag unter dem Vorjahresniveau. Die inotec geht davon aus, dass sich der Auftragseingang in Summe wieder kurzfristiger entwickeln wird, wie es vor dem Eintritt der Covid-19-Phase und entsprechender Auswirkungen auf die globalen Lieferketten war. Nach der in 2022 erfolgten Eröffnung einer Betriebsstätte in Süddeutschland (durch die INO Holding GmbH) sollen auf Gruppenebene die Vertriebsaktivitäten weiter intensiviert und ausgebaut werden und zur positiven Umsatzentwicklung beitragen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 ein deutlich erhöhtes Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtertrags- und Liquiditätslage wird sich voraussichtlich deutlich stabilisieren. Wir rechnen für 2024 mit einem um ca.10% höheren EBITDA bedingt durch einen verbesserten Produktmix durch die Substitution von margenschwächerem Handelsgeschäft durch margenstärkere Produkte aus der Eigenfertigung und einem entsprechend verbesserten Geschäftsergebnis über dem Vorjahresniveau. Es wird beabsichtigt, die Produktion trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Risiken durch geplante Investitionen, die voraussichtlich aus Eigenmitteln und Leasing finanziert werden sollen, auszubauen und zu optimieren, um das Unternehmen langfristig erfolgreich und resilient aufzustellen.
Neumünster, den 15. April 2024 gez. Dr. Ulf Sparka gez. Niels Markus Arens BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der INOTEC Barcode Security GmbH, Neumünster, zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs nach vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die gesetzlichen vorgesehenen Davon-Vermerke insgesamt ebenfalls im Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung wurden die Vorschriften der § 242 ff. HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB angewendet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB und § 276 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht. Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Sofern sie der Abnutzung unterlagen, wurden sie um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear pro rata temporis vorgenommen. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Netto-Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt. Bei Finanzanlagen wurden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach dem Grundsatz der Einzelbewertung unter Berücksichtigung der zulässigen Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden die Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert, der sich aus dem Tageswert am Abschlussstichtag ergibt, wurden entsprechend berücksichtigt. Hierbei wurden das Alter der Bestände, Gängigkeit und Verwertbarkeit bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Alle erkennbaren Risiken aus einer verminderten Verwertbarkeit der Vorräte wurden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert, und soweit erforderlich, abzüglich Einzelwertberichtigungen sowie abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Die Pauschalwertberichtigung wurde wie im Vorjahr in Höhe von 0,5 % des Forderungsbestandes vorgenommen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund des mit der INO Holding GmbH, Neumünster, (Organträgerin) abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags werden die latenten Steuern auf Ebene der Organträgerin ausgewiesen. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende, kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die in Euro umgerechnet wurden. Diese Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 455.629,59 (Vorjahr: EUR 631.804,04) resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Angaben zum Eigenkapital Die Gesellschaft hat mit der INO Holding GmbH, Neumünster, am 10. August 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2017 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der sich sonst ergebende Jahresüberschuss wird daher an die INO Holding GmbH abgeführt. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 150 durch eine erstrangige Grundschuld auf der Betriebsimmobilie gesichert. Darüber hinaus bestehen für weitere Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Im Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 748 (Vj. TEUR 823) aus Ergebnisabführung sowie sonstigen Verrechnungen und eine erhaltene Anzahlung einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 190 (Vj. TEUR 286) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit Tochtergesellschaften. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 28). Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i. V. m. § 285 Nr. 27 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: - Mitbürgschaft in Höhe von EUR 180,0 Mio. (Vj. EUR 100,0 Mio.) für einen Konsortialkredit eines verbundenen Unternehmens, Inanspruchnahme zum Stichtag EUR 166,0 Mio. (Vj. EUR 79,0 Mio.) - Mitbürgschaft in Höhe von EUR 50,6 Mio. (Vj. EUR 16,7 Mio.) für einen weiteren Kredit eines verbundenen Unternehmens (ursprünglicher Nominalbetrag: EUR 48,6 Mio.; aufgelaufene Zinsen, die auf den ursprünglichen Nominalbetrag kapitalisiert wurden: EUR 2,0 Mio.), Inanspruchnahme zum Stichtag EUR 50,6 Mio. (Vj. EUR 16,7 Mio.) Risiken, die zu einer möglichen Inanspruchnahme führen, sind derzeit nicht zu erkennen. Aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit und der Lage des Gesamtkonzerns ist eine Inanspruchnahme der Bürgschaftserklärungen aktuell unwahrscheinlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 1.091.094. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 3.742,68 (Vj. EUR 28.904,48). In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 4.595,04 (Vj. EUR 4.339,04) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 16.911,16 (Vj. EUR 13.135,82) enthalten. In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.108.915,43 (Vj. EUR 528.183,00) enthalten. In den Zinserträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 45.665,46 (Vj. EUR 95.198,68) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 488,00 (Vj. EUR 1.654,00) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.905,11 (Vj. EUR 1.858,69) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 14,00 (Vj. EUR 0,00) enthalten. Sonstige Angaben Namen der Geschäftsführer Die Geschäfte des Unternehmens wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch folgende Personen geführt: - Herr Dr. Ulf Sparka, Geschäftsführer - Herr Niels Markus Arens, Geschäftsführer Die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB unterlassen. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 70 (ohne Auszubildende). Diese untergliedern sich wie folgt: - gewerbliche Arbeitnehmer 36 - Angestellte 34 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
* Diese Position nimmt Bezug auf einen ungeprüften Jahresabschluss. Konzernzugehörigkeit Die INOTEC Barcode Security GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der INO Holding GmbH. Diese Gesellschaft wiederum ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Obermark Value S.à r.l., Munsbach, Luxemburg. Beide Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Obermark Value S.à r.l., Munsbach, Luxemburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Alle zu diesem Konzernkreis zählenden Unternehmen werden im Abschluss als verbundene Unternehmen ausgewiesen. Der Konzernabschluss wird im Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, veröffentlicht. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die INO Holding GmbH abgeführt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB Geschäfte zu nicht marktüblichen Konditionen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgenommen. Nachtragsbericht Der seit dem 24. Februar 2022 andauernde Ukraine-Russland-Konflikt könnte negative Auswirkungen auf die globale Konjunktur im Geschäftsjahr 2024 und somit auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INOTEC haben. Unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht, mittelbare Auswirkungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Das gilt zum Beispiel für die Entwicklung der Einkaufspreise, insbesondere unter Berücksichtigung der Preisentwicklung von Rohstoffen, steigenden Energiepreisen und einer allgemeinen Erhöhung des Preisniveaus. Ebenfalls können negative Effekte auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden nicht ausgeschlossen werden. Die Geschehnisse werden aufmerksam verfolgt und die Geschäftsführung ist bestrebt, den Risiken mit entsprechender Lagerhaltung und langfristigen Energiekontrakten Rechnung zu tragen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel "3. Chancen und Risiken, Prognosebericht". Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Unterschrift der Geschäftsführung
Neumünster, 15. April 2024 gez. Dr. Ulf Sparka gez. Niels Markus Arens Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die INOTEC Barcode Security GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der INOTEC Barcode Security GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INOTEC Barcode Security GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Celle, 16. April 2024 Weilep audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Claudia Zierden, Wirtschaftsprüferin |
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