SD Development GmbH
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Herker seit 10.1.2024 | Prokura |
Günther Heinz seit 21.12.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ProElectra GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Gesellschaft zu behandeln. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.976 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Gemäß den Planungen der Gesellschaft kann aus den künftigen Liquiditätszuschüssen, aus der Realisierung der teilfertigen Leistungen sowie dem zum 31. Dezember 2023 nicht abgerufenen Darlehensrahmen des Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 3.210 die Gesellschaft bevorstehende sowie künftige Liquiditätsabflüsse abdecken. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 wurde der Darlehensrahmen um TEUR 7.200 erweitert. Vor diesem Hintergrund sowie den mittelfristigen Planungsrechnungen hat die Gesellschaft ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die Geschäftsführung davon ausgeht, dass die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist. 2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und BewertungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Von größenabhängigen Erleichterungen hat die Gesellschaft teilweise Gebrauch gemacht. In Anwendung der Regelungen des § 42 Abs. 3 GmbHG und des § 265 Abs. 5 HGB wurde zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz der Posten "Verbindlichkeiten" durch "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" weitergehend untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethodena) AllgemeinesDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. b) AnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des AnlagevermögensDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 Jahre), bewertet. Geschäfts- oder FirmenwertDie Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Schätzung der Nutzungsdauer basiert auf der erwarteten Nutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden einschließlich des nicht differenzierbaren Wertes des Kundenstamms. SachanlagenDie Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren), bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Abgang wird nach 7 Jahren unterstellt. c) VorräteDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Die Ermittlung erfolgte im Rahmen der Einzelbewertung. Abschreibungen aufgrund verlustfreier Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren erforderlich. Die erhaltenen Anzahlungen werden - soweit sie auf die aktivierten unfertigen Erzeugnisse entfallen - gemäß § 268 Abs. 5 HGB aktivisch vom Vorratsbestand abgesetzt. Soweit Anzahlungen nicht durch unfertige Erzeugnisse gedeckt sind, werden sie unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. d) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. e) Liquide MittelDie liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. f) PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen sind nach dem Teilwertverfahren im Sinne des § 6a EStG (Anwartschaftsbarwertverfahren) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,82 % und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet worden. Darüber hinaus wurden bei der Bewertung erwartete Rentensteigerungen von 1,75 % berücksichtigt. g) sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Beträge der sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer individuellen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. h) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. 4. Angaben zur Bilanza) AnlagevermögenZur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang). b) VorräteBei den unfertigen Erzeugnissen waren Wertminderungen aufgrund verlustfreier Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 1.453 (Vorjahr: TEUR 380) erforderlich. c) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 0). d) PensionsrückstellungenAufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2. e) Sonstige RückstellungenIn den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 477), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 96) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 30), enthalten. f) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.001 (Vorjahr: TEUR 8.036). Diese Verbindlichkeiten wurden saldiert mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 86). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen erhaltene Darlehen einschl. Zinsen in Höhe von TEUR 14.492 (Vorjahr: TEUR 7.391) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 5). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich die Restlaufzeiten und Besicherungen aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. 5. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAufzinsung / Abzinsung von RückstellungenUnter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 6. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus folgenden Rechtsverhältnissen:
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 49). b) Angaben zu MitarbeiternDie durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 betrug 92 (Vorjahr: 98). Diese setzen sich wie folgt zusammen: 36 Angestellte 56 gewerbliche Arbeitnehmer c) Angaben zur Geschäftsführung und AufsichtsorganenDie Geschäftsführung bestand im Berichtszeitraum aus folgenden Mitgliedern: Herrn Günter Heinz, Neu-Isenburg, Diplom-Ingenieur Herrn Gerd Kroll, Grande, Kaufmann (bis zum 14. März 2023) Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. d) Angaben zu KonzernbeziehungenDie Gesellschaft ist weiterhin gemäß § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der GZS Digital GmbH. e) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. f) Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Neu-Isenburg, den 30. Mai 2025 gez. Günter Heinz, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft1.1 GeschäftsmodellZum 1. Januar 2022 startete das Geschäftsfeld Bahntechnik, das aus der ZECH Sicherheitstechnik GmbH hervorging, unter der neuen Marke ProElectra. Der geschäftliche Schwerpunkt der ProElectra GmbH liegt auf elektrotechnischen Leistungen für die Deutsche Bahn. Diese Leistungen umfassen Projektmanagement, Projektabwicklung und Realisierung. Das Leistungsspektrum deckt u. a. Brandmeldeanlagen, Einbruchmeldeanlagen, Videoüberwachung, 50-Hz-Projekte und Mittelspannungsprojekte zur Energieversorgung ab. Alle Leistungen werden bundesweit und einheitlich für die Deutsche Bahn, deren verbundene Unternehmen oder als Subunternehmer im erweiterten Umfeld der Bahninfrastruktur erbracht, wobei derzeit die Revitalisierung von Bahnhöfen im Vordergrund steht. 1.2 OrganisationProElectra GmbH hat ihren Sitz in Neu-Isenburg und betreibt Stützpunkte in Burkhardtsdorf, Langenhagen, Grimma und Essen mit rund 80 Mitarbeitern zum Stichtag. Die administrativen Funktionen wie Buchhaltung, Controlling, Personal und IT werden zentral von der Zech Management GmbH, Bremen, übernommen. Dieses Modell hat sich als äußerst erfolgreich und wirtschaftlich sinnvoll erwiesen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWährend die Weltkonjunktur im Jahr 2023 trotz hartnäckiger Inflation und einer massiv gestrafften Geldpolitik moderat expandieren konnte, hatte die deutsche Wirtschaft Mühe aus dem Nullwachstum herauszukommen. Die geringen Zuwächse der ersten Jahreshälfte gingen durch eine rückläufige Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nahezu wieder verloren. Der rückläufige Konsum, ein schlechtes Auslandsgeschäft und sinkende Bauaktivitäten waren Faktoren der konjunkturellen Schwäche. Die Einschätzung der Unternehmen zur Geschäftslage sank im dritten Quartal so stark wie zuvor nur während der Finanzkrise und zu Beginn der Pandemie. Erschwerend kommt die sich durch das Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Haushaltskonsolidierung hinzu. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel war in seiner Vorjahresprognose für das Jahr 2023 noch von einem leicht positiven Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) (+0,3 Prozent) für Deutschland ausgegangen. Im Konjunkturbericht vom 5. März 2024 geht das IfW nun von einem um 0,6 Prozentpunkte niedrigeren und damit leicht negativen BIP-Wachstum (-0,3 Prozent) für Deutschland aus. Die Verbraucherpreise beruhigten sich in 2023 und sanken infolge sinkender Energiepreise. Im Jahr 2023 stiegen die Verbraucherpreise gemäß Statistischem Bundesamt um 5,9 Prozent. Zum Jahresende ist die Inflationsrate im Vergleich zu den Vormonaten des Jahres deutlich gesunken. Die Inflationsrate lag im November 2023 bei 3,2 Prozent, während sie im Oktober 2023 noch 3,8 Prozent betrug. Im Dezember ist die Veränderung der Verbraucherpreise aufgrund der Energiekomponente wieder auf 3,7 Prozent gestiegen, insgesamt ist die Inflation rückläufig. 2.2 GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen des Wachstums unserer Gesellschaft. Der Fokus lag auf der erfolgreichen Akquisition neuer Aufträge und der Umsetzung bestehender Projekte. Durch sorgfältige Auftragsauswahl konnten wir unsere Kunden von unserer Kompetenz und Qualität überzeugen und somit die für die Gesellschaft definierten Ziele erfolgreich erreichen. Unsere konsequente Ausrichtung auf Kernkompetenzen und die optimale Anpassung an die Bedürfnisse unserer Kunden haben sich weiterhin bewährt. Trotz den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des anhaltenden Ukrainekonflikts war die Auftragslage sehr gut, und wir konnten kontinuierlich Vollbeschäftigung gewährleisten. Somit konnten die Auswirkungen des anhaltenden Krieges in der Ukraine auf unseren Geschäftsverlauf auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich bewältigt werden. Zwar kam es weiterhin vereinzelt zu Lieferengpässen, die in einigen Fällen erneut zu Projektverschiebungen führten, doch die Situation bei den Materialpreisen entspannte sich deutlich. Auch die globale Stabilisierung der Lieferketten wirkte sich zunehmend positiv auf unsere Geschäftsprozesse aus. Trotz des allgemein herausfordernden Umfelds mit anhaltend hohen Energiekosten und gestiegenen Zinssätzen konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern und nachhaltig stärken. Die im Vorjahresbericht prognostizierte Gesamtleistung von TEUR 28.000 und das positive Ergebnis von ca. TEUR 200 konnten erreicht werden. 2.3 VermögenslageDie Bilanzsumme inklusive des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 578 auf TEUR 21.127 erhöht. Das Anlagevermögen reduzierte sich um TEUR 424 auf insgesamt TEUR 3.448. Die Vorräte des Umlaufvermögens - vor Verrechnung mit Anzahlungen - erhöhten sich um TEUR 7.002 auf TEUR 28.288. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 504. Der Bestand an liquiden Mitteln reduzierte sich von TEUR 826 auf TEUR 599. Die Passivseite erhöhte sich aufgrund der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen sowie Pensionsrückstellungen um TEUR 596 und der Reduzierung der Verbindlichkeiten um TEUR 19. Das Umlaufvermögen setzt sich vorwiegend aus unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 28.153 (Vorjahr: TEUR 21.194), welche mit erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 15.662 (Vorjahr: TEUR 9.586) saldiert werden, aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.077 (Vorjahr: TEUR 882), Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 0) und aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 1.092) zusammen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.976 (Vorjahr: TEUR 2.174) aus. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert insbesondere aus nicht aktivierbaren Vertriebs- und Finanzierungsnebenkosten der Bauprojekte, denen noch keine realisierten Verkaufserlöse aus der Abnahme der in Bau befindlichen Projekte gegenüberstehen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 603) betreffen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 43), verschiedene Aufwendungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 476), Gewährleistungsrückstellung in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 30) und sonstiges in Höhe von TEUR 376 (Vorjahr: TEUR 53). Die Verbindlichkeiten setzen sich aus dem passivischen Überhang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit TEUR 2.601 (Vorjahr: TEUR 2.255), den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung mit TEUR 1.748 (Vorjahr: TEUR 2.093), den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 7.950), den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit TEUR 14.494 (Vorjahr: TEUR 7.396), den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 152) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Darlehen in Höhe von TEUR 14.490 (Vorjahr: TEUR 7.390), welche der Refinanzierung der Kaufpreiszahlung (TEUR 4.000) sowie der Finanzierung der künftigen Liquiditätsabflüsse (TEUR 10.490) dienen. 2.4 FinanzlageDie Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 826). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte ausschließlich durch zwei Rahmendarlehensverträge mit unserer Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.700 und TEUR 4.000, welche zum Bilanzstichtag mit TEUR 10.490 und TEUR 4.000 in Anspruch genommen wurden. Die Verzinsung der Inanspruchnahme wird mit 5,5 Prozent p. a. vollzogen. Die Gesellschaft ist ihren finanziellen Verpflichtungen im vergangenen Geschäftsjahr stets termingerecht nachgekommen. 2.5 ErtragslageDie Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 21.153 (Vorjahr: TEUR 4.557). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 185) resultieren im Wesentlichen aus verrechneten Sachbezügen in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 140) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 26). Die Gesamtleistung abzüglich der Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 17.342 (Vorjahr: TEUR 18.040) führen zu einem Rohergebnis in Höhe von TEUR 10.991 (Vorjahr: 6.803). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) beträgt 61 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent). Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 6.207 (Vorjahr: 6.075). Daraus resultiert eine Personalaufwandsquote (Personalaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) von 22 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent). Die durchschnittliche Beschäftigtenanzahl inklusive der Auszubildenden und Geschäftsführer beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 97 (Vorjahr: 102) Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.405 (Vorjahr: TEUR 3.027) bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für administrative Dienstleistungen (TEUR 990; Vorjahr: TEUR 857), für Mieten und Mietnebenkosten (TEUR 775; Vorjahr TEUR 635), Hotelkosten (TEUR 499; Vorjahr: TEUR 485), Kosten des Fuhrparks (TEUR 371; Vorjahr: TEUR 436), sowie übrigen Kosten (TEUR 770; Vorjahr: TEUR 590). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 541) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 225). Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1) betreffen ausschließlich Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss von TEUR 198 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 2.192) ausgewiesen. 3. Forschung und EntwicklungAls Systemintegrator werden keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterhalten. 4. Chancen- und Risikobericht4.1 Chancen- und RisikomanagementDas Unternehmensrisiko umfasst die Gefahr, dass Ereignisse oder Handlungen die Zielerreichung oder erfolgreiche Umsetzung von Strategien verhindern. Ein bewusster und kontrollierter Umgang mit Risiken kann Wettbewerbsvorteile schaffen. Unsere kontinuierlichen Anpassungsmaßnahmen zur Verbesserung und Optimierung begleiteten uns auch im vergangenen Geschäftsjahr. Fehlentwicklungen wurden korrigiert und die Transparenz der Entwicklung der einzelnen Standorte und Märkte wurde kontinuierlich bewertet. Risikomanagementsystem:Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Im Rahmen eines Risikomanagementsystems identifiziert die Gesellschaft Risiken und Chancen und ihre jeweiligen Auswirkungen sowohl auf operativer als auch strategischer Basis. Die erfassten Risiken werden laufend überprüft, angepasst, ergänzt und gesteuert. Das Risikomanagement ist in die Strategie-, Planung- und Controlling-Prozesse integriert. Im Zuge der gesamtwirtschaftlich angespannten Zeit wurde das Projektcontrolling angepasst und intensiviert, um frühzeitig Risiken in den Projekten zu erkennen. 4.2 ChancenberichtDie Erschließung neuer Märkte birgt immer ein Risiko, dem wir durch langsames und kontrolliertes Wachstum begegnen. Die Konzentration auf das Kerngeschäft und die Zielrendite wird uns auch im laufenden Jahr begleiten. Die gestiegenen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit betrachten wir als Chance, um uns weiter zu verbessern und uns gegenüber unseren Kunden und dem Wettbewerb positiv abzuheben. Der hohe Auftragsbestand und geplante Investitionen der Deutschen Bahn lassen uns optimistisch ins neue Jahr blicken. Auch im neuen Jahr werden wir von den Investitionen, insbesondere im Bereich der kritischen Infrastruktur der Deutschen Bahn, profitieren. Das Sondervermögen für die Infrastruktur, welches von der neuen Bundesregierung beschlossen wurde, wird zusätzlich für die kommenden Jahre Investitionen der öffentlichen Hand ermöglichen. 4.3 RisikoberichtMögliche Risiken in der Projektausführung, in der Projektfertigstellung und solchen, die sich aus Beschaffungs- und Absatzmärkten ergeben, wird durch ein Risikomanagement begegnet. Dabei kommen Bonitätsprüfungen und kontinuierliche Liquiditätskontrollen zum Einsatz. Außerdem hat die Einhaltung zeitlicher und finanzieller Vorgaben in der Projektabwicklung oberste Priorität. Der drohende Nachwuchs- und Fachkräftemangel, bedingt durch die demografische Entwicklung in Deutschland, ist eine zentrale Herausforderung, der die ProElectra GmbH mit intensiver Aufmerksamkeit begegnet. Durch die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung von Geschäftsprozessen sind Bedrohungen der Cyber- und Informationssicherheit zu einer zentralen Herausforderung für Unternehmen geworden. Die Angriffsmethoden und Technologien der Cyberkriminellen werden immer raffinierter. Das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe schätzen wir weiterhin als sehr hoch ein. 5. PrognoseberichtUnsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden unverändert das Fundament unserer Kompetenzen und sind entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung unserer Projekte. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass wir zahlreiche Produktmarktsegmente im Bereich der kritischen Infrastruktur der Deutschen Bahn bedienen. Die Nachfrage in diesen Segmenten bleibt weiterhin stabil und hoch. Wir gehen deshalb davon aus, dass wir auch im nächsten Geschäftsjahr mit konstanten Umsatz- und Ergebniszahlen rechnen können. So ist in den betriebswirtschaftlichen Zahlen bereits jetzt absehbar, dass das Geschäftsjahr 2024 gut verlaufen ist. Das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einer Gesamtleistung von TEUR 27.649 und einem vorläufigen Ergebnis von TEUR 2.163 abgeschlossen. Für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 rechnen wir mit einer Gesamtleistung von TEUR 31.000 bzw. TEUR 33.000 und jeweils einem ungefähren Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024.
Neu-Isenburg, den 30. Mai 2025 gez. Günter Heinz, Geschäftsführer Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ProElectra GmbH:PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ProElectra GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProElectra GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 25. Juni 2025 dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Beering, Wirtschaftsprüfer Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer Den Jahresabschluss zum 31.12.2023 hat die Gesellschafterversammlung am 17.07.2025 festgestellt. |
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