Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 9528
Eingetragen
27.8.2002
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugErzeugung von Roheisen, Stahl und FerrolegierungenHerstellung von Düngemitteln und Stickstoffverbindungen
Gegenstand
die Produktion von Eisensulfaten und der Handel und der Vertrieb von Chemikalien und Rohstoffen für die Zement-, Beton-, Wasser-, Futtermittel und Düngemittelindustrie sowie die Behandlung von Abfällen jeglicher Art einschließlich Recycling und Wiederaufbereitung im Rahmen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (Circulate Economy) sowie die Herstellung, der Verkauf und der Betrieb von Anlagen im Rahmen der Umsetzung der ESG- und CO2-Richtlinien sowie die Findung von nachhaltigen Geschäftslösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Cleff
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Dominik Dr. Lichte
seit 23.8.2024
Prokura
Carsten Nass
seit 10.8.2021
Prokura
Jessica Loock
seit 13.10.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

24.90% identifiziert75.10% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
24.90%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lafayette Mittelstand Capital Fund III SCSLUX
75.10%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LMC NewCo B4 GmbH
Germany
563.250 €
75.10%
amaTEQ Holding GmbH
Germany
186.750 €
24.90%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ferro Duo GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen Ferro Duo GmbH, Duisburg (kurz "Ferro Duo" genannt), produziert Produkte für den Einsatz in den verschiedensten Industriezweigen, wie Hütten-, Zement- und Betonindustrie, in der Stahl- und Chemieindustrie, in der Futter- und Düngemittelindustrie, in der Wasserwirtschaft sowie in der Pigmentherstellung. Ferner ist Ferro Duo ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb für verschiedenste Neben- und Abfallprodukte (z.B. Asche und Stäube aus Müllverbrennungsanlagen). Alle vorgenannten Aktivitäten werden weltweit, auch als Streckengeschäft, ausgeführt (speziell Italien, Schweiz, Frankreich, Spanien, Großbritannien und USA). Damit ist Ferro Duo von der konjunkturellen Entwicklung in den einzelnen Branchen abhängig.

Ferro Duo hat sich verpflichtet seine Produkte und den Vertrieb von Chemikalien für die Zement- und Betonindustrie sowie für Anwendungen in der Wasserwirtschaft, mithilfe des integrierten Managementsystems also die Produkt- und Prozessqualität nach DIN EN ISO 9001:2015, das Umweltschutzmanagement nach DIN EN ISO 14001:2015 als auch das Arbeitsschutzmanagement DIN ISO 45001:2018 sicherzustellen und kontinuierlich zu verbessern. Ferner besitzt Ferro Duo Zertifikate für die Herstellung von Futtermittelzusatzstoffen (GMP+ B1) für einen Standort sowie für den Handel mit Futtermittelzusatzstoffen (GMP+ B3). Für einen weiteren Standort verfügt Ferro Duo über ein Zertifikat als "Entsorgungsfachbetrieb" gemäß § 56 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit der Entsorgungsfachbetriebeverordnung.

II. Forschung und Entwicklung

Wir haben verschiedene Verfahren zur Umwandlung von Industrieabfällen und Nebenprodukten sowie zur Rückgewinnung von Rohstoffen und chemischen Komponenten von hohem industriellem Wert entwickelt. Im Rahmen der Produktion werden am Standort Duisburg neben den bezogenen Abfall- und Nebenprodukten aus der Chemie- und Stahlindustrie (=Rohstoffe) zusätzlich geeignete mineralische Abfälle und Nebenstoffe verwendet, so dass hier gleichzeitig ein abschließendes Reycling im Geltungsbereich des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) erfolgt.

Die Rohstoffe werden in der Produktion gemahlen, zerkleinert, gemischt, granuliert und/oder getrocknet.

In den zwei Werken am Standort Duisburg verfügen wir über zwei Mischanlagen, zwei thermische Trockner, eine Granulieranlage und umfangreiche Lager- sowie Aufbereitungskapazitäten. Werk I ermöglicht eine jährliche Umschlag- und Produktionsleistung bis zu 220.000 Tonnen. In Werk III liegt die maximale Produktionskapazität bei ca. 24.000 Tonnen p.a.

Durch eigene Standorte und Kooperationspartner in Deutschland, Italien, der Schweiz, Großbritannien, den USA, Spanien und China verfügen wir über ein umfassendes, langjähriges Netzwerk, welches Kunden und Lieferanten mit Know-how über Produkte und spezielle Aufbereitungsmethoden, einem Portfolio von industriellen Nebenanlagen sowie innovativen Logistiklösungen auf globaler Ebene unterstützt.

Die italienische Tochter finalisiert aktuell den Aufbau der einer Granulierungsanlage für die Produktion in Piombino. Hier konnte die Gesellschaft eigenständig eine Fremdfinanzierung in Höhe von TEUR 1.400 einwerben. Die ansässige Geschäftsführung geht davon aus, dass die Anlage bis August 2024 vollumfänglich einsatzbereit sein und die Produktion dadurch deutlich ausgeweitet wird.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Geschäftsjahr 2023 durchgängig geprägt von Stagnation bei hohen, aber rückläufigen Inflationsraten von durchschnittlich 5,9 % (2022 6,9 %). Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf die Nachwirkungen der Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Dazu kommt eine geringere Wachstumsdynamik in der Weltwirtschaft und dämpfende Effekte durch geopolitische Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 sinkt um 0,1%. Damit wurde das Vorjahresniveau nahezu bestätigt

Die Arbeitslosenquote bleibt im Geschäftsjahr 2023 trotz Konjunkturschwäche nahezu stabil bei 5,7 % (2022 5,4 %).

Wo das weltweite Bruttoinlandsprodukt in 2022 noch um 3,9 % auf 100,2 Billionen EUR gestiegen war, wächst der Welthandel in 2023 deutlich langsamer (0,09 %).

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. EUR, nach 160,4 Mrd. EUR im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %.

Gemäß den Angaben des Verbandes der Deutschen Chemieindustrie (VCI) ging die Produktion in der Chemisch-Pharmazeutischen Industrie gegenüber 2022 um 7,9 % zurück und der Umsatz sank um 12,2 % auf insgesamt 229,3 Mrd. EUR.

II. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Umsatz- und Ertragssituation von Vor-Krisen-Zeiten (2019) erreicht werden. Die Bilanzierung von Entwicklungskosten beeinflusst das Ergebnis hier als Sondereffekt positiv (siehe Vermögenslage). Aufgrund von steigenden Materialpreisen hat sich die Marge zum Vorjahresniveau reduziert. Teilweise konnten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 noch Preisnachlässe auf Lieferantenseite vereinbart werden. Diese wurden nicht nur in das Geschäftsjahr 2024 übertragen, sondern konnten noch weiter nach unten angepasst werden. Die Materialverfügbarkeit, und damit Planungssicherheit, konnte ab Mitte/Ende 2023 durch eine neue Lieferantenbeziehung strategisch und langfristig gesichert werden. Die Auslastung des Produktionsstandorts konnte erst Ende des Geschäftsjahres durch die Akquirierung weiterer Servicedienstleistungen verbessert werden. Die Ausweitung des Gesamtgeschäfts wird mittelfristig auch durch größere Investition in neue Projekte angestrebt (Ausführungen Forschung und Entwicklung).

Kapazitätsengpässe traten nicht auf und sind auch aktuell nicht zu erwarten.

Das Produktionsprogramm konnte mengen- und zeitmäßig bewältigt werden. Beschaffung und Liefersicherheit konnten durchgängig erhalten und durch den Aufbau von neuen Lieferketten erweitert werden.

Die durchschnittliche Zahl der Festangestellten (inklusive Auszubildender) lag mit (52) Mitarbeitern unter dem Vorjahresniveau (55).

III. Lage

1. Ertragslage

Die Umsätze beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 24.866, eine Reduzierung von TEUR 4.693 (15,9 %) gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert aus reduzierten Absätzen bei gleichzeitig sinkenden Verkaufspreisen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um TEUR 142 auf TEUR 847.

Die Materialaufwendungen bewegen sich insgesamt mit TEUR 13.598 auf Vorjahresniveau (TEUR 13.413). Ursächlich dafür waren, bei reduzierten Absätzen, insbesondere gestiegene Einkaufspreise von Rohmaterialien und Waren. Die Materialeinsatzquote bezogen auf den Umsatz ist im Jahr 2023 von 45,4 % auf 54,7 % gestiegen.

Der Personalaufwand ist von TEUR 3.733 im Jahr 2022 um TEUR 242 (6,5 %) auf TEUR 3.491 im Jahr 2023 gesunken. Die Reduktion resultiert aus einer gesunkenen Anzahl der Beschäftigten sowie weniger Sonderzahlungen für die Mitarbeitenden (in Jahr 2023 keine Inflationsausgleichsprämie etc.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 2.489 im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beliefen sich auf TEUR 6.592 (Vorjahr: TEUR 9.081). Im Wesentlichen reduzieren sich die Kosten der Warenabgabe um TEUR 1.486 auf TEUR 2.560. Dies resultiert aus verminderten Absätzen im Geschäftsjahr 2023. Außerdem haben sich die Projektkosten im Vorjahresvergleich um mehr als TEUR 200 reduziert.

Der Zinsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 195 auf TEUR 376. Die Zinserträge stiegen von TEUR 71 auf TEUR 233. Die Zinserträge resultieren in Höhe von TEUR 191 aus Intercompany Darlehensgewährungen.

Insgesamt ergaben sich im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.701 (Vorjahr TEUR 3.291) und ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 2.237).

Im Geschäftsjahr 2024 wird eine Verdopplung des Absatzes in Tonnen erwartet. Die Umsatzsteigerung wird durch sinkende Verkaufspreise nicht im gleichen Maße steigen. Das Ergebnis kann aufgrund von erhöhten Einkaufspreisen und daraus resultierenden sinkenden Margen ebenfalls nicht im gleichen Maße gesteigert werden wie der Absatz in Tonnen.

2. Finanzlage

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags verkauft. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand zum Nominalwert von TEUR 1.809 (Vorjahr: TEUR 3.097) verkauft.

Im Geschäftsjahr 2023 kann ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 3.657 erzielt (Vorjahr: TEUR 1.771) werden.

Die Bilanzsumme reduziert sich um TEUR 649 auf TEUR 15.541. Per 31. Dezember 2023 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 38,4 % (Vorjahr: 38,8 %).

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.936 erhöht. Das immaterielle Anlagevermögen erhöht sich hier um TEUR 1.121 und das Sachanlagevermögen um TEUR 820. Der Aufbau des immateriellen Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf die Aktivierung von Entwicklungskosten zurückzuführen. Diese setzen sich zusammen aus Kosten für Materialien/Dienstleistungen und Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer, die bei der Erzeugung des immateriellen Vermögenswertes verbraucht wurden oder angefallen sind. Des Weiteren werden Aufwendungen für die Schaffung von Rechtsansprüchen, Patenten und Lizenzen, die zur Erzeugung des immateriellen Vermögensgegenwerts genutzt wurden, aktiviert.

Der Vorratsbestand reduziert sich stichtagsbezogen deutlich um TEUR 1.320 auf TEUR 1.774.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich ebenfalls stichtagsbedingt von TEUR 3.737 um TEUR 993 auf TEUR 2.744.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

in TEUR IST 2022 IST 2023
Umsatz 29.559 24.866
EBIT 3.380 1.844
EBITDA 4.392 2.410
EBT 3.290 1.701

V. Gesamtaussage zur Lage

Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als stabil eingestuft.

Das Geschäftsjahr 2024 begann plankonform stärker als das Vorjahr. Im Januar 2024 konnte im Vorjahresvergleich der Absatz verdoppelt werden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der erhöhten Materialkosten und angepassten Verkaufspreisen ein geringes Ergebnis (EBITDA ca. TEUR 1.938) erreichen wird. Die Nachfrage nach verlässlichen Lieferanten/Produzenten im europäischen Markt ist weiterhin hoch, wodurch Ferro Duo mit der vorhandenen Expertise und teilweise unlimitierten Materialverfügbarkeiten weitere Marktpotenziale nutzen wird.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen- und Risikobericht

Zielsetzung der Geschäftsführung ist es weiter frühzeitig Risiken zu identifizieren, die die Ertragskraft des Unternehmens negativ beeinflussen können und rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen bzw. sich bei nicht vorhersehbaren Problemstellungen kurzfristig darauf einzustellen und die nötigen Entscheidungen zu treffen. Hierzu sollen weiterhin innovative Projekte vorangetrieben werden, um Risiken im Bestandsgeschäft abwenden und Marktpotenziale ergreifen zu können.

Die Gesellschaft wird sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren. Hierbei jedoch durch den Ausbau des Kundenportfolio sowie Aufbau neuer Produktionseinheiten insgesamt den Absatz erhöhen.

Unserer Konkurrenz werden wir mit unserer deutlich gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit sowie Zuverlässigkeit, technologischer Innovation und hohen Qualitätsansprüchen begegnen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile bereits kurzfristig branchenübergreifend durch das Nutzen von Marktpotenzialen aufgrund der erhöhten Materialverfügbarkeiten und durch von uns erstellten neue Problemlösungskonzepte ausdehnen zu können.

Die Risiken aus dem Forderungsbestand sind gegen Ausfälle über Kreditversicherer abgesichert und überwiegend über ein Factoring-Programm refinanziert. Das Factoringvolumen wurde den Planungsprämissen entsprechend mit dem Factor angepasst oder erhöht. Der Abschluss langfristiger Finanzierungsverträge vermindert das Finanzierungsrisiko.

Weitere Chancen sehen wir in der fortlaufenden Optimierung unserer Wertschöpfung sowie der kontinuierlichen Steigerung unserer Qualität und Effizienz. Dabei sind unsere entscheidenden strategischen Säulen Kundenzufriedenheit, eine hohe Produktivität mit geringem Energie- und Ressourcenverbrauch, motivierte Mitarbeiter durch eine zielorientierte Führung und all dies wird umgesetzt in Anlehnung an die ESG (Environmental, Social and Corporate Governance) Kriterien. Als Unternehmen der "Circular Economy" ist es unser Bestreben bereits frühzeitig die Richtlinien der EU "Corporate Sustainability Reporting Directive" (CSRD) auf unser Unternehmen anzuwenden.

Ferro Duo ist einer der europaweit führenden Anbieter, wenn es darum geht, mit innovativen Technologien aus industriellen Abfallstoffen wieder verwertbare Wertstoffe zu machen. Ferro Duo wird auch weiterhin diese Kompetenzen nutzen, um mineralische Stoffe aus industriellen Produktionen für die Wiederverwendung in der Zement- und Stahlindustrie aufzubereiten. Des Weiteren soll versucht werden weitere Problemlösungskonzepte auch auf Kunden- und Lieferantenseite zu implementieren und/oder lizensieren.

Ferner sind keine Probleme in der Materialversorgung ersichtlich. Wir können nach momentanen Prämissen durch variablen und innovativen Einsatz der vorhandenen Eingangsmaterialien, sowie der neuen Kooperation mit unserem europäischen Partner (Lieferant), zu jeder Zeit für das gesamte Jahr 2024 unsere Kundenkontrakte erfüllen. Hierdurch stellen wir uns unabhängig von den Produktionsschwankungen und anderen Problemstellungen unserer alten wesentlichen Vorlieferantenbeziehung auf. Des Weiteren wird es uns teilweise gelingen aufgrund von freien Mengen, Chancen am Markt wahrzunehmen.

Unsere Erwartung ist, dass die Marktpreise sich von ihrem Allzeithoch 2022 wieder auf dem Vor-Corona-Niveau stabilisieren.

Die Margenverluste werden durch erhöhte Absatzmengen in 2024ff. aufgefangen. Durch die verbesserte Materialverfügbarkeit können die insgesamten Vertriebsaktivitäten deutlich ausgeweitet werden.

Die beiden geplanten Anlagen zur Aufbereitung von Hüttensand und Walzzunder werden Mitte 2025 am Standort Duisburg ihre Produktion aufnehmen. Die Vorarbeiten hierzu sind abgeschlossen.

Insgesamt wird der Aufbau des Projektgeschäfts mit dem Ziel der Entwicklung und des Baus weiterer Anlagen zur Abfallbehandlung vorwiegend bei den Kunden der Stahl-, Zement-, Wasser- und der Chemieindustrie als große Zukunftschance gewertet.

Gesamtaussage zur Risikoanlage

Die Gesellschaft ist in der Lage, die aufgeführten Risiken durch die zur Abwendung des Eintritts vorhandenen Maßnahmen zu bewältigen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir insgesamt derzeit nicht.

II. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Verdopplung der Absätze bei einer stabilisierter Ertragssituation. Grundsätzlich wird mittelfristig angestrebt die Produktion am Duisburger Standort wieder auf das Niveau von 2018 zurückzuführen. Aufgrund von steigenden Material- und Energiepreisen wird sich die Marge weiter reduzieren. Die Materialverfügbarkeit und damit Planungssicherheit wird durch die Ende 2023 final umgesetzte neue Lieferantenbeziehung angestrebt. Die Auslastung des Produktionsstandorts wird weiter forciert durch das Anbieten weiterer Produktions- und Servicedienstleistungen. Die Ausweitung des Gesamtgeschäfts wird mittelfristig durch größere Investition in neue Projekte angestrebt (Ausführungen Forschung und Entwicklung). Die Personalstärke bleibt vorerst bestehen.

Kapazitätsengpässe traten bisher nicht auf und sind auch aktuell nicht zu erwarten.

III. Sonstige Angaben

Zweigniederlassungsbericht

Bis zum 31.12.2023 bestehen folgende Zweigniederlassungen:

Ferro Duo Schweiz, Sitz in Glarus

Ferro Duo Italien, Sitz in Mailand

Ferro Duo USA, Sitz in Delaware

Ferro Duo UK, Sitz in Birmingham

Erklärung zur Unternehmensführung

Wir beurteilen somit die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens als positiv.

Wir blicken optimistisch der Zukunft entgegen.

 

Duisburg, den 24. März 2024

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.311.321,15 6.375.129,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.724.028,09 603.195,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 495.449,00 558.032,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 1.203.905,09
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 24.674,00 45.163,00
II. Sachanlagen 4.580.195,66 3.759.648,08
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 413.526,00 432.239,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.651.038,75 2.687.074,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 235.566,00 185.596,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.280.064,91 454.739,01
III. Finanzanlagen 2.007.097,40 2.012.286,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 968.466,41 968.466,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.023.630,39 1.043.820,48
3. Sonstige Finanzanlagen 15.000,60
B. Umlaufvermögen 7.119.114,38 9.636.458,95
I. Vorräte 1.774.035,54 3.094.226,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.284.552,69 6.501.589,68
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 934.504,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.939.807,27 2.717.037,62
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.344.745,42 2.850.047,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 60.526,15 40.642,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 110.528,98 178.853,37
Aktiva 15.540.964,51 16.190.442,29

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.974.119,37 6.290.390,44
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Kapitalrücklage 13.716,46 13.716,46
III. Gewinnvortrag 4.066.673,98 3.289.361,06
IV. Jahresüberschuss 1.143.728,93 2.237.312,92
B. Rückstellungen 1.298.696,73 1.287.955,01
C. Verbindlichkeiten 7.707.348,41 8.430.596,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.834.537,48 4.505.590,28
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.315,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.283,08
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.864.495,51 3.901.723,48
D. Passive latente Steuern 560.800,00 181.500,00
Passiva 15.540.964,51 16.190.442,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.084.450,57 17.211.265,20
2. Personalaufwand 3.491.033,08 3.733.255,46
a) Löhne und Gehälter 2.959.401,36 3.150.156,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 531.631,72 583.098,92
davon für Altersversorgung 38.432,54 29.637,50
3. Abschreibungen 1.152.407,29 1.011.951,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.152.407,29 1.011.951,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.591.905,63 9.080.748,21
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 19.922,75 23.328,21
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.467,07
davon aus verbundenen Unternehmen 20.467,07
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 232.996,92 70.928,79
davon aus verbundenen Unternehmen 191.182,52 68.259,50
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 376.153,28 180.789,54
davon an verbundene Unternehmen 7.482,59 4.218,22
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 557.476,57 1.053.244,08
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 379.300,00 5.600,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.148.471,64 2.242.672,42
10. sonstige Steuern 4.742,71 5.359,50
11. Jahresüberschuss 1.143.728,93 2.237.312,92

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Ferro Duo GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Duisburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Duisburg
Register-Nr.: HRB 9528

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zu den Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bankguthaben in ausländischer Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten dienen einer periodengerechten Erfolgsermittlung. Sie werden gemäß § 250 HGB gebildet und bestimmt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Ihr Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die latenten Steuern mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Bauten auf fremden Grundstücken 8 bis 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 20 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Forschungs- und Entwicklungskosten

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige linerare Abschreibungen vermindert.

Bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind die Wahlbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden.

Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten beträgt im Geschäftsjahr 1.203.905,09 € EUR. Der Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Umlaufvermögen

Die Vorräte, fertige Erzeugnisse und unfertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden an ein Factoringinstitut (echtes Factoring) veräußert. Zum 31.12.2023 sind Forderungen in Höhe von 1.809 T€ (Vorjahr: 3.097 T€) verkauft und saldiert ausgewiesen.

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.952.206,65 EUR (Vorjahr: 1.680.360,30 EUR).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen am Bilanzstichtag 1.939.807,27 € (Vorjahr: 2.717.037,62 €)

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf 0,00 € (Vorjahr: 934.504,69 €).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit 126.580,92 € (Vorjahr: 122.080,92 €) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Im Übrigen sind die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten am Bilanzstichtag im Wesentlichen Forderungen aus einer Kaution (126 T€), Steuererstattungen 754 T€, Stromsteuerrückforderungen (41 T€), Factoringverrechnungskonto (425 T€) sowie übrige sonstige Forderungen (46 T€).

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten dienen einer periodengerechten Erfolgsermittlung. Sie werden gemäß § 250 HGB gebildet und bestimmt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für die Folgejahre, die periodengerecht abgegrenzt werden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Steuerrückstellungen in Höhe von 879 T€,

Personalkostenrückstellungen in Höhe von 178 T€ und ausstehende Rechnungen in Höhe von 195 T€.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 33,2% zugrunde gelegt. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 560.800,00 € EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 379.300,00 € EUR. Die Zusammensetzung und die Laufzeit der Verbindlichkeiten ergeben sich im Übrigen aus der nachstehenden Aufstellung:

Im laufenden Jahr ergaben sich folgende Restlaufzeiten:

- von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 84.380,29 € (Vorjahr: 132.019,92 €) auf Steuern und 5.669,63 € (Vorjahr 6.775,05 €) aus Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

A. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 105 T€ (Vorjahr 53 T€), Erträge aus Währungsumrechnung i Höhe von 23 T€ (Vorjahr: 180 T€), periodenfremde Erträge in Höhe von 664 T€ (Vorjahr: 313 T€) enthalten. Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 23 T€) enthalten. Weiterhin werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 52 T€ (Vorjahr: 350 T€) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach Abwägung aller Risiken und nur im Zusammenhang mit der eigenen Geschäftstätigkeit ein. Bis zum Aufstellungszeitpunkt liegen der Gesellschaft keine Erkenntnisse über Haftungsinanspruchnahmen vor. In der Vergangenheit wurde die Gesellschaft aus bestehenden Haftungsverhältnissen nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer Haftungsinanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt betrug die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter 52 (Vorjahr 55).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 976 T€ sowie Leasingverträgen in Höhe von. 231 T€. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2030.

Zum 31.12.2023 besteht ein Avalverpflichtungskonto bei der Deutschen Bank AG, das mit einem Saldo von 31.373,25 € valutiert.

Die Gesellschaft hat eine Bürgschaft für ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 700 T€ übernommen, das am Bilanzstichtag mit 671 T€ valutiert.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Ferro Duo GmbH verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoringinstitut. Das Delkredere-Risiko obliegt dem Factoringinstitut (echtes Factoring). Neben der Factoringgebühr stellt das Factoringinstitut Zinsen auf Basis des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines festen Zinsaufschlages (Marge) in Rechnung. Die Vorfinanzierungslinie beträgt 5 Mio. €.

Marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Unternehmen und marktüblichen Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Personen wurden nicht getätigt.

Das Unternehmen hat für die Jahre 2020 bis 2023 Forschungszulagen in Höhe von 449 T€ beantragt, für die am Bilanzstichtag noch keine Genehmigung vorlag. Insofern konnte der Anspruch im vorliegenden Jahresabschluss noch nicht berücksichtigt werden

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Marc Hommel, Kaufmann, Hamburg

Alexander Kehrmann, Kaufmann, Münster ab 13.06.2023

Pietro Squilla, Kaufmann, Zürich / Schweiz

Terence Walsh, Kaufmann, Manchester / Vereinigtes Königsreich bis 13.06.2023

Sebastian Giltjes, Rheinberg ab 27.03.2023

Axel Sommerfeld, Kaufmann, Scharnebeck ab 22.03.2023

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 971.092,50 EUR gewährt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.143.728,93 EUR. Auf neue Rechnung werden 5.210.402,91 EUR vorgetragen.

 

Duisburg, 29. Februar 2024

Marc Hommel, Geschäftsführer

Pietro Squilla, Geschäftsführer

Alexander Kehrmann, Geschäftsführer

Axel Sommerfeld, Geschäftsführer

Sebastian Giltjes, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Alexander Kehrmann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ferro Duo GmbH, Duisburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ferro Duo GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ferro Duo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oberhausen, den 11. April 2024

Niederrhein GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hesse, Wirtschaftsprüfer

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