HSBC Continental Europe S.A., Germany
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kevin Michalski seit 6.2.2025 | Prokura |
Barbara Czerner seit 10.6.2022 | Geschäftsführer |
Christina Stache seit 2.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
HSBC Continental Europe S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HSBC Service Company Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023der HSBC Service Company Germany GmbHAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der HSBC Service Company Germany GmbH
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Die HSBC Service Company Germany GmbH (HSCG) hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 91397). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) aufgestellt. Das Geschäftsjahr der HSBC Service Company Germany GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der HSBC Continental Europe S.A., Germany (HBDE). Mittelbare Muttergesellschaft ist die HBCE Continental Europe, Europe, 38 Avenue Kléber, 75116 Paris, Frankreich, Registernummer 775 670 284. Der befreiende Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) und der befreiende Konzernlagebericht werden von der HSBC Continental Europe, 38 Avenue Kléber, 75116 Paris, Frankreich, Registernummer 775 670 284, aufgestellt und in englischer Sprache offengelegt. Der Konzernabschluss der HSBC Continental Europe wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Diejenige Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Unternehmenskreis aufstellt, ist die HSBC Holdings plc, 8 Canada Square, London, E14 5HQ, Großbritannien, Registernummer 14259. Der Abschluss wird im Handelsregister Großbritannien in englischer Sprache offengelegt. Der Konzernabschluss der HSBC Holdings plc wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie im Vereinigten Königreich (U.K.) anzuwenden sind. Am 28. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) in Deutschland in Kraft getreten. Es ist erstmals auf Geschäftsjahre, die nach dem 30.12.2023 beginnen, anwendbar. Im MinStG wurden die von der OECD beschlossenen Modellregelungen einschließlich der Safe-Harbour-Regelungen umgesetzt. Die HSBC Holdings Plc als oberste Muttergesellschaft sowie ihre verbundenen Unternehmen fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Die HSCG ist Teil der deutschen Mindeststeuergruppe. Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung zur Beurteilung der Betroffenheit wird erwartet, dass der effektive Steuersatz für Zwecke der Mindestbesteuerung in den nächsten Jahren in Deutschland mehr als 15% beträgt. Die HSCG beabsichtigt, in den kommenden Jahren die Safe Harbour-Regelungen in Anspruch zu nehmen. Für die HSCG wird demnach keine wirtschaftliche Auswirkung aus Pillar II-Gesetzgebung zur Mindestbesteuerung erwartet. Die HSCG hat keine latenten Steueransprüche. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten den entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser ist mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Eine Nutzungsdauer konnte nicht verlässlich geschätzt werden, daher wird die standardisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear und "pro rata temporis". Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag bilanziert. Wertberichtigungen erfolgen jeweils nur auf Einzelbasis. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Bilanzstichtag erfolgten, aber den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Passivseite weist Einnahmen aus, die den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die gegenüber unseren Mitarbeitern bestehenden Verpflichtungen aus Pensionszusagen werden weiterhin auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten in Höhe der Defined Benefit Obligation (DBO) gebildet und nach der Projected Unit Credit Method bewertet. Der Verpflichtungsumfang wird danach mit dem Barwert des bis zum Bewertungsstichtag erdienten Anspruches angesetzt. Für aktive Mitarbeiter wird die angenommene Dynamisierung der erdienten Anwartschaft bis zum Versorgungsfall berücksichtigt. Für alle Begünstigten (Aktive, Ausgeschiedene, Pensionäre und Hinterbliebene) wird außerdem eine Rentendynamik nach Eintritt des Versorgungsfalles in die Berechnung einbezogen. Bei der Bestimmung der Höhe der Pensionsrückstellung wurden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Vermögensgegenstände entsprechen den Anforderungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB. Durch die im Jahr 2016 vorgenommene Verlängerung des Ermittlungszeitraums des durchschnittlichen Marktzinssatzes von 7 auf 10 Jahre ergibt sich ein nicht gebuchter Unterschiedsbetrag aus der geänderten Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 50,9. Für die Mitarbeitenden der HSCG besteht die Möglichkeit, an einem Lebensarbeitszeitkonten-Modell teilzunehmen. Gemäß den Prinzipien der Bruttoumwandlung können Arbeitsentgeltguthaben in Form von Gehaltsbezügen oder Zeitguthaben zur Finanzierung von vergüteten Freistellungszeiten von der Arbeitsleistung verwendet werden. Die umgewandelten Beträge sind im Rahmen eines CTA (Contractual Trust Agreement) gegen Insolvenz gesichert. Zusätzlich zu den umgewandelten Beträgen wird zur Absicherung des späteren Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag ein Pauschalbetrag in Höhe von 20 % des jeweiligen Beitrags auf den Vermögenstreuhänder übertragen. Als zugesagte Leistung garantiert die HSCG eine Mindestverzinsung. Sofern bei Anlage des Wertguthabens die Erträge aus der Kapitalanlage die Summe der Zinsgutschriften überschreiten, werden 50 % des Differenzbetrages dem Lebensarbeitszeitkonto gutgeschrieben. Es werden die Regelungen für wertpapiergebundene Versorgungszusagen gemäß IDW RS HFA 30 angewendet. Die durch den Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge werden zum Barwert der zu erwartenden Zahlungen angesetzt. Die wertpapiergebundenen Versorgungszusagen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet. Die Höhe der Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten bestimmt sich nach dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere, mit denen die Lebensarbeitszeitkonten unterlegt sind. Die Kapitalanlage in Fonds ist qualifiziert als Deckungsvermögen. Es erfolgt eine Bewertung der Fondsanteile zum beizulegenden Zeitwert. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgt eine Saldierung der Rückstellungsverpflichtung mit dem Deckungsvermögen. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB i. V. m. § 266 Abs. 2 HGB als Rückstellung passiviert beziehungsweise als aktiver Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Bereits im Jahr 2019 hat das Management der HSBC Deutschland konzernweite, mehrjährige Programme zur Verbesserung der betriebsinternen Effizienz aufgelegt. Diese Programme sehen grundlegende Umstrukturierungen in Teilbereichen des Konzerns sowie insbesondere die Verlagerung bestimmter Prozesse in Länder, in denen die HSBC-Gruppe bereits Erfahrungen mit der Bündelung von Dienstleistungs- und Zulieferfunktionen gesammelt hat, vor. Gleichzeitig setzt die Gesellschaft künftig verstärkt auf zukunftsorientierte Technologien, wie beispielsweise die Digitalisierung und Automatisierung, um die gesetzten Effizienzziele zu erreichen. Im Rahmen des Effizienzprogramms wurden detaillierte Restrukturierungspläne und Einzelmaßnahmen erarbeitet. Für abgeschlossene Einzelmaßnahmen wurden die in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen entsprechend verbraucht. Gleichzeitig erfolgte die Auflösung für nicht mehr benötigte Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.151,5 (2022: TEUR 376,5) Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 3.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Bestandteil der immateriellen Vermögensgegenstände ist der im Jahr 2021 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert. Die Entwicklung des immateriellen Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 3.2 Umlaufvermögen 3.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 441,5 (2022: TEUR 4.708,9). Diese enthalten ausschließlich Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Bilanzposten enthält ausschließlich kurzfristige Forderungen 3.2.2 Guthaben bei Kreditinstituten Das Guthaben für das bei HBDE geführte Geschäftsgirokonto der HSCG beträgt TEUR 7.260,7 (2022: TEUR 2.279,8). 3.2.3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung (Erfolgsrechnung) eines Unternehmens durch Trennung aufeinander folgender Geschäftsjahre. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten enthält die jeweiligen Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, die jedoch Aufwand einer späteren Periode sind. Bei dem Posten handelt es sich um Vorauszahlungen für Leistungen, die erst im folgenden Jahr empfangen werden. 3.3 Rückstellungen 3.3.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die im Geschäftsjahr 2022 ausgewiesene Unterdeckung der Lebensarbeitszeitkonten und des Altersteilzeitmodells sowie des Übergangsgeldes entsprechen nicht den Merkmalen pensionsähnlicher Rückstellungen, daher erfolgt der Ausweis im Geschäftsjahr 2023 unter den sonstigen Rückstellungen. Die Werte des Vorjahres wurden entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2023 überstieg die gebildete Rückstellung für Pensionen das Deckungsvermögen. Verpflichtung und Deckungsvermögen entwickelten sich wie folgt: Pensionen Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HTNG werden Altersrenten gewährt. Die Ermittlung und Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung der unter Abschnitt 2 genannten Parameter. Entwicklung der Pensionsverpflichtung
Entwicklung des Deckungsvermögen für Pensionen
Die historischen Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen des Depots betragen TEUR 3.000,0. Die Unterdeckung von TEUR 361,9 (2022: TEUR 122,5) wird im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. 3.3.2 Sonstige Rückstellungen Dieser Bilanzposten gliedert sich wie folgt:
Um die Vergleichbarkeit aufgrund der unter Punkt 3.3.1 genannten Ausweisanpassung für die Lebensarbeitszeitkonten, Altersteilzeit und Übergangsgeld zu gewährleisten, wurde der auf die Personalkosten entfallende Betrag des Vorjahres und der daraus resultierende Saldo ebenfalls angepasst. Aus der Verrechnung von Deckungsvermögen und Verpflichtungen für die Lebensarbeitszeitkonten ergab sich eine Unterdeckung. Verpflichtungen und Deckungsvermögen entwickelten sich wie folgt: Lebensarbeitszeitkonto Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten (LAZK) werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden Gehalts- und Rententrends sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.
Die historischen Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen des Depots betragen TEUR 88,5. Die Unterdeckung von TEUR 1,6 (2022: TEUR 1,5) wird im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Altersteilzeit Für Verpflichtungen aus dem Altersteilzeitmodell wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 176,7 gebildet, die in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen wird. Übergangsgeld Im Jahr 2023 beträgt die Rückstellung für das Übergangsgeld TEUR 368,9 (2022: TEUR 368,2). Ferner entfallen auf die Personalkosten zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 1.775,8 (2022: TEUR 4.103,0) auf die gebildete Restrukturierungsrückstellung im Rahmen des Effizienzprogrammes. 3.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit TEUR 2.124,4 gegenüber HSBC Service Delivery (Polska) Sp. z o.o. für die Unterstützung durch das Global Service Center in Krakau und mit TEUR 244,50 gegenüber der HBDE. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der HBDE und resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit dieser. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 140,7 (2022: TEUR 150,0). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. 4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden im Inland erzielt. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Leistungserbringung an die HBDE für Tätigkeiten im Rahmen von Financial Crime Compliance und Middle Office Services. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 betragen insgesamt TEUR 21.443,9 (2022: TEUR 23.405,5). Diese gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Provisionserträge entfallen auf die Verrechnungen von Leistungen, die nicht vollständig über Einzelprodukte definiert sind, sondern über eine Kostenverrechnung zuzüglich Marge. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 2.462,1 (2022: TEUR 624,3) und gliedern sich wie folgt:
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthält vor allem die Auflösung der Restrukturierungsrückstellung über TEUR 1.961,2 (2022: TEUR 376,5). 4.3 Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betragen für das Geschäftsjahr TEUR 10.492,9 (2022: TEUR 6.441,4) und beinhalten im Wesentlichen Charges der HSBC Service Delivery (Polska) für die Unterstützung durch das Global Service Center in Krakau in Höhe von TEUR 10.481,7 (2021: TEUR 6.391,2). 4.4 Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 268,4 (2022: TEUR 281,8) beinhalten im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich planmäßigen Abschreibungen. 4.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 3.264,0 (2022: 3.438,6) gesunken. Sie gliedern sich wie folgt:
4.6 Zinserträge und -aufwendungen Die Erträge und Aufwendungen für die Verpflichtungen aus den Lebensarbeitszeitkonten wurden saldiert. Die Erträge beliefen sich dabei auf TEUR 0,8 (2022: TEUR 0,1) und wurden mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 0,9 (2022: TEUR 0,7) verrechnet. Für die Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein Zinsertrag in Höhe von TEUR 132,5. Im Jahr 2022 erzielte die HSCG einen Zinsaufwand in Höhe von TEUR 522,9. Auf weitere pensionsähnliche Rückstellungen entfällt ein Zinsaufwand von TEUR 5,6 (2022: TEUR 4,5). 4.7 Ergebnisabführung Das Jahresergebnis wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages vollständig an die HBDE abgeführt. Die HSCG besitzt keine aktivierten Vermögensgegenstände im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB, die zu einer Abführungssperre führen könnten. Die Ergebnisabführung umfasst den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 50,9 aus der geänderten Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB. 5. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine weiteren Sachverhalte aufgetreten, die in Art und Umfang einen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz der HSCG nehmen. 6. Sonstige Angaben 6.1 Zahl der Mitarbeitenden Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigten wir 111 (2022: 123) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Wartungsverträgen und sind wie folgt fällig:
6.3 Angaben zu den Organen der Gesellschaft 6.3.1 Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren Mitglieder der Geschäftsführung: Christina Stache, Düsseldorf (Head of Middle Office Operations) Barbara Czerner, Düsseldorf (Head of Operations) Beide Geschäftsführende erhalten eine Vergütung im Rahmen des Anstellungsverhältnisses über die Muttergesellschaft HSBC Continental Europe S.A., Germany. Für die Geschäftsführenden nehmen wir die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Eine Veröffentlichung der Bezüge erfolgt somit nicht. 6.4 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für die Tätigkeiten des Abschlussprüfers fielen im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 53,3 (2022: TEUR 52,0) ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen an.
Düsseldorf, den 21. Oktober 2024 HSBC Service Company Germany GmbH Inhaltsverzeichnis 1. Gesellschaftsrechtliche Grundlage und Geschäftsmodell 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen - Rückblick und Ausblick 2.2 Umsetzung regulatorischer und marktinfrastrukturseitiger Änderungen 2.3 Ertragslage 2.4 Finanz- und Vermögenslage 2.5 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3. Risikobericht 3.1 Der Risikomanagementansatz 3.2 Das strategische Risiko 3.3 Das operationelle Risiko 3.4 Gesamtbild der Risikolage 4. Prognose- und Chancenbericht 1. Gesellschaftsrechtliche Grundlage und Geschäftsmodell Die HSBC Service Company Germany GmbH (HSCG) ist auf Wholesale Support- und allgemeine Operations-Dienstleistungen für HSBC Deutschland und deren Kunden spezialisiert. Die HSCG erbringt Middle und Backoffice-Dienstleistungen schwerpunktmäßig für Corporate and Institutional Banking (CIB) und in einem geringeren Umfang für Global Private Banking-Kunden (GPB) von HSBC Deutschland. Zu den banknahen Dienstleistungen zählen insbesondere Middle Office-Dienstleistungen rund um das Thema Kundenonboarding und -maintenance und weitere Middle Office-Services sowie Dienstleistungen aus Financial Crime Risk Operations zu Sanctions Screening und Geldwäschebekämpfung. Die HSBC Trinkaus & Burkhardt Gesellschaft für Bankbeteiligungen mbH (HTGB), eine 100-%ige Tochtergesellschaft der HSBC Continental Europe S.A., Germany (HBDE), besaß im Laufe des Geschäftsjahres unverändert 100 % der Anteile an der HSCG. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen - Rückblick und Ausblick Anfang des Jahres 2023 verbesserte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Ein milder Winter zerstreute die Befürchtungen einer möglichen Gasrationierung für die Industrie, Energiepreise stabilisierten sich und die Inflationsrate nahm langsam ab. Letztlich war das Jahr 2023 trotzdem von einem wirtschaftlichen Rückgang charakterisiert. Das preis- und kalenderbereinigte BIP fiel um 0,1% 1 und Deutschland verzeichnete damit als einziges G7-Mitglied negatives Wirtschaftswachstum im letzten Jahr. Dies lag unter anderem an der schwachen Weltwirtschaft. Die weltweite restriktive Geldpolitik bremste die Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern aus und zusammen mit einem Rückgang des Pandemie-Auftragspolsters lies dies die deutsche Industrieproduktion im Jahr 2023 schrumpfen. Des Weiteren litt die Baubranche ein zweites Jahr in Folge unter einem schwachen Wohnungsbau sowie dem Rückgang im öffentlichen und gewerblichen Baubereich im Zuge der gestiegenen Immobilienkreditzinsen und fallenden Immobilienpreisen. Zudem hielt wachsende wirtschaftspolitische Unsicherheit im Inland, nicht zuletzt seit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil vom November 2023, welches die Nutzung von Geldern aus dem zweiten Nachtragshaushalt 2021 zur Finanzierung von Projekten aus dem Klima- und Transformationsfonds für nicht konform mit der Schuldenbremse erklärte und damit zu einer Haushaltskrise führte, Unternehmen von Investitionen ab. Letztlich litten auch die Verbraucher aufgrund der hohen Inflation trotz umfangreicher Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung unter erheblichen Realeinkommenseinbußen und hielten Konsumausgaben im Jahr 2023 zurück.
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Im Schlussquartal 2023 schrumpfte die deutsche Wirtschaft und vieles spricht dafür, dass die Konjunktur zu Beginn des neuen Jahres noch nicht wieder Tritt fassen konnte. Die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten BIP-Rückgang im ersten Quartal 2024 ist hoch, was bedeuten würde, dass Deutschland über den Jahreswechsel in eine technische Rezession abgerutscht wäre. Im Januar lag die Industrieproduktion unter dem Wert des vierten Quartals und die Kapazitätsauslastung in der Industrie liegt seit mehr als einem halben Jahr unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Zudem sind neue Industrieaufträge im Januar merklich gefallen, auch wenn man die schwankungsanfälligen Großaufträge herausrechnet. Auch haben sich die Auftragsbestände des letzten Jahres stark verringert, was auf keine kurzfristige Belebung hindeutet. Nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit rückläufigen Einzelhandelsumsätzen ist auch der private Konsum impulslos in das neue Jahr gestartet und angesichts ihrer hohen Sparneigung dürften die Konsumenten wenig Wachstumsimpulse in den nächsten Monaten liefern. In der zweiten Jahreshälfte jedoch sollten reelles Lohnwachstum und erste Zinssenkungen in der Eurozone und auch außerhalb zu einer leichten Konjunkturbelebung führen, allerdings stehen einem kräftigen Aufschwung strukturelle Probleme des Standorts Deutschland im Weg, sodass für das Jahr 2025 mit einem BIP-Wachstum von etwa 1% 2 (Stand Februar) gerechnet wird. Der deutsche Arbeitsmarkt blieb trotz der wirtschaftlichen Schwächephase im Jahr 2023 stabil, auch aufgrund des Fachkräftemangels im Zuge des demografischen Wandels. Hohe Zuwanderung und steigende Erwerbsbeteiligung führten zu einem neuen Höchststand in der Beschäftigung. Erst im Sommer 2023 kam der Beschäftigungszuwachs kurz zum Erliegen. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahresverlauf und die Arbeitslosenquote kletterte bis Dezember auf 5.7%. 3 Der Anstieg schwächte sich allerdings in den letzten Monaten ab und die Beschäftigungsaussichten für das Jahr 2024 sind insgesamt stabil. Die Mehrzahl der Frühindikatoren der Beschäftigung befinden sich weiterhin im neutralen Bereich, und wir erwarten nur einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf knapp 6% 4 , bevor sie ab 2025 wieder leicht sinkt. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Eurozone, wo die Arbeitslosenquote weiterhin auf einem historischen Tiefstand von 6.5% 5 verharrt und nur ein leichter Anstieg prognostiziert wird.
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https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/arb210a.html
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https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/arb210a.html
Die deutschen Arbeitnehmer sind weiterhin in einer guten Position, höhere Lohnforderungen durchzusetzen. Während das Jahr 2023 stark von Inflationsausgleichszahlungen geprägt war, werden in den Jahren 2024 und 2025 die nachgelagerten dauerhaft wirksamen Lohnerhöhungen zum Tragen kommen. In großen Tarifbereichen verzögerten sich Einigungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Jahr 2023. Zusammengenommen mit dem Auslaufen von Tarifverträgen für knapp 12 Millionen Beschäftigte im Jahr 2024, darunter in der chemischen Industrie, der Leiharbeit und dem Bauhauptgewerbe, dürfte dies zu einem weiteren Jahr von kräftigerem Zuwachs der Tariflöhne in 2024/25 führen. Das hohe Lohnwachstum in Deutschland, aber auch in der Eurozone, steht vor dem Hintergrund schwacher Produktivitätszuwächse dem 2% Inflationsziel der EZB im Wege. Allerdings ist der Disinflationsprozess in vollem Gange - die deutschen Verbraucherpreise (HVPI) fielen von ihrem Höchststand im Oktober 2022 (11.6%) 6 bis Februar 2024 auf 2.7% 7 und in der Eurozone lag der HVPI zuletzt bei 2.6% (Februar 2024). Rückläufige Energie- und Nahrungsmittelpreise sollten auch weiterhin zu einer Entspannung der Verbraucherpreisinflation früheren. Fallende Lohnindikatoren auf Jahresbasis in der Eurozone dürften reichen, dass die EZB im Juni 2024 ihre erste Zinssenkung durchführt, nachdem die Einlagefazilität im Verlauf von 2023 in sechs Schritten auf 4.00% 8 angehoben wurde. Eine nachhaltige Rückkehr der Inflationsrate zur 2%-Marke wird jedoch erst Mitte 2025 erwartet, aufgrund des kräftigen Lohnwachstums und steigender Mieten. Daher wird die geldpolitische Lockerung der EZB graduell erfolgen. Der Abbau der Notenbankbilanz (sog. Quantitative Tightening), der im März 2023 begann und im Juli ausgeweitet wurde, führte dazu, dass die EZB alle Reinvestitionen im Rahmen des "Asset Purchase Programme" (APP) einstellte. Die Entscheidung über ein mögliche neue längerfristige strukturelle Refinanzierungsgeschäfte oder die Zusammensetzung eines strukturellen Wertpapierportfolios wurde im Rahmen des EZB "Framework Reviews" auf 2026 verschoben. Ein aktuelles Arbeitspapier der politischen Entscheidungsträger der EZB legt nahe, dass "ein neutrales QT bis dahin im gegenwärtigen Tempo laufen sollte."
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https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Basisdaten/vpi020j.html
Die Energiepreise für deutsche Industrieunternehmen haben sich in den letzten Monaten teilweise von ihrem vorherigen massiven Anstieg erholt, bleiben jedoch immer noch fast doppelt so hoch wie vor dem Ausbruch des Ukrainekrieges. Auch im internationalen Vergleich sind sie hoch. Zusammen mit steigenden Lohnstückkosten und einem hohen Bürokratieaufwand stellen sie eine Bremse für das deutsche Wirtschaftswachstum dar. Vor diesem Hintergrund könnte Deutschland bei unternehmerischen Standortinvestitionsentscheidungen gegenüber dem osteuropäischen Ausland oder den USA, die durch den subventionslastigen Inflation Reduction Act stark profitieren, an Attraktivität verlieren. Dies dürfte sich allerdings erst mittel- bis langfristig in der Produktion bemerkbar machen. Das 3,2 Mrd. Euro 9 (weniger als 0.1% des deutschen BIP) schwere Wirtschaftschancengesetz welches Ende März 2024 beschlossen wurde, dürfte hier trotz Steuererleichterungen nicht ansatzweise ausreichen, um Deutschland attraktiver zu gestalten.
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https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/wachstumschancengesetz-2216866
2.2 Umsetzung regulatorischer und marktinfrastrukturseitiger Änderungen Die HSCG erbringt ausschließlich Serviceleistungen für die HBDE. Demzufolge gibt es auf die Ergebnisse und erbrachten Leistungen der HSCG eine starke Wirkung durch die branchenbezogenen Rahmenbedingen, denen die HBDE unterliegt. Die Entwicklungen in der Bankenbranche, u.a. das Risko von steigenden Kreditausfällen, die positive Zinsentwicklung, die verstärkte Konkurrenzsituation durch im direkten Wettbewerb neu auftretenden FinTech-Unternehmen und die insgesamt immer stärker werdende Regulierung der Finanzbranche haben auch weiterhin Einfluss auf Umfang und Art der Leistungserbringung der HSCG, auch ohne, dass die HSCG als reiner Serviceprovider hier einem direkten branchenbezogenen Einfluss unterliegt. Nach der erfolgreichen Umsetzung der kontinentaleuropäischen Strategie der HSBC-Gruppe und dem damit verbundenen internen Wechsel der Muttergesellschaft per Ende 2022 war das Jahr 2023 - wie in der letztjährigen Prognose erwähnt - insbesondere durch die daraus resultierende allgemeine Harmonisierung und weitere Zentralisierung der Prozesse geprägt. 2.3 Ertragslage Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der Ertragslage:
Für die HSCG sind die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Ertragslage die Anzahl der durchgeführten Kunden-Onboardings und die damit verbundenen Maintenance Aufträge. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen:
Die Grundgesamtmenge an durchgeführten Transaktionen ist im Jahr 2023 angestiegen, welche in Summe auch das angestiegene Volumen der Alerts erklärt. Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen der HSCG sind der erzielte Umsatz aus den erbrachten Serviceleistungen und die für die Erbringung dieser Leistungen eingesetzten notwendigen technischen Kapazitäten und Humanressourcen. Zur finanziellen Steuerung des Unternehmens werden neben den klassischen Instrumenten, wie dem jährlichen Planungs- und Budgetprozess, der monatlichen Aufbereitung der Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz, auch Elemente einer monatlich revolvierenden Planung (Forecast) und die Anwendung von KPI-Rechnung (Key-Performance-Indicator-Rechnung) und SLA-Analysen (Service-Level-Agreement-Analysen) eingesetzt. Die Erträge der HSCG beruhen im Wesentlichen auf den Middle-Office-Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Client Management Group, Client Data Services, Coordination Middle Office und Financial Crime Risk Operations. Für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich unsere Umsatzerlöse auf TEUR 21.443,9 (2022: TEUR 23.405,5). Der Rückgang ist insbesondere auf eine Auflösung einer Restrukturierungsrückstellung zurückzuführen und der damit verbundenen einmaligen Reduzierung der Verrechnungspreise gegenüber dem einzigen Kunden HTDE. Entgegen unserer letztjährigen Prognose, welche von einem stabilen Umsatz ausging, führte dieser Sondereffekt zu verminderten Umsatzerlösen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 2.462,05 gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2022: TEUR 624,3). Bei nahezu unveränderten neutralen Erträgen ist diese Veränderung im Wesentlichen auf die genannte erfolgswirksame Auflösung einer Restrukturierungsrückstellung (TEUR 1.961,2 im Vergleich zu 2022 TEUR 376,5) zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Jahr 2023 auf TEUR 10.492,9 (2022: TEUR 6.441,4) deutlich angestiegen. Dies ist auf die vermehrte Inanspruchnahme von Leistungen der HSBC-Gruppe im Rahmen des Outsourcings an das Global Service Center (GSC) in Krakau (Polen) zurückzuführen. Der Personalaufwand geht deutlich von TEUR 12.593,5 im Jahr 2022 auf TEUR 8.769,8 zurück. Dies ist fast ausschließlich auf die im Vorjahr vorgenommene Zuführungen zu Restrukturierungsrückstellungen sowie der verminderten Inanspruchnahme von Zeitarbeitskräften zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen verzeichnen ein weiterhin gleichbleibendes Niveau von TEUR 281,7 im Jahr 2022 zu TEUR 268,4 in 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf TEUR 3.264,0 gesunken (2022: 3.438,6). Die HSCG nahm im Rahmen von Geschäftsbesorgungs-verträgen verschiedene Leistungen von HTDE in Anspruch, z.B. für Rechenzentrum und Corporate Real Estate (CRE). Dazu hat die HSCG verschiedene Leistungen von der HSBC-Gruppe bezogen. Dies betraf insbesondere die operativen Bereiche (Outsourcing an das Global Service Center (GSC) in Krakau (Polen)) und eine Reihe von IT-Themen rund um Rechenzentrum, End User Devices und IT-Projekten. Ein wesentlicher Teil des Rückgangs ist auf die die nicht erfolgte Inanspruchnahme von Leistungen aus der HSBC-Gruppe zurückzuführen (ausgenommen GSC) sowie eine reduzierte Inanspruchnahme von CRE aufgrund reduzierter Flächen. Das Zinsergebnis von TEUR 126,7 enthält im Wesentlichen wie im Vorjahr die Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen und dem dazugehörigen Deckungsvermögen. Die HSCG verfügt aktuell über keine verzinsten Aktiva. Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) TEUR 1.237,6 (2022: Jahresüberschuss TEUR 746,5 vor Gewinnabführung). Diese Entwicklung entspricht unserer Erwartungshaltung, in der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 sind wir - absolut betrachtet - von einem stabilen Ergebnis vor Gewinnabführung ausgegangen. 2.4 Finanz- und Vermögenslage Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der Bilanz-positionen: Die HSCG weist per 31.12.2023 eine im Vergleich zum Vorjahr veränderte Bilanzsumme von TEUR 9.706,1 TEUR auf (31.12.2022: TEUR 9.135,0).
Zum 31.12.2023 beträgt das Anlagevermögen TEUR 1.865,6 (31.12.2022: TEUR 2.145,5). Der Rückgang beruht auf planmäßigen Abschreibungen des Firmen- und Geschäftswertes. Der Anstieg des Umlaufvermögens von TEUR 6.988,8 (31.12.2022) auf TEUR 7.702,2 zum 31.12.2023 setzt sich aus zwei gegenläufigen Effekten zusammen. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in 2023 beruht auf einer einmaligen Gutschrift an HBDE. Der Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten erklärt sich durch den Ausgleich der Forderungen aus dem Jahr 2022. Zum 31.12.2023 verfügt HSCG über ein Guthaben von TEUR 7.260,7 (31.12.2022: TEUR 2.279,8) auf dem bei HTDE geführten Geschäftsgirokonto. Im aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung werden die Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Schulden aus der Altersversorgungsverpflichtung saldiert. Es handelt sich dabei um Verpflichtungen aus den Lebensarbeitszeitkonten, dem Altersteilzeitmodell sowie den Pensionen. Da die Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 das Deckungsvermögen übersteigen, erfolgt der Ausweis saldiert unter den sonstigen Rückstellungen. Die HSCG verfügt unverändert über ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.000,0. Dieses setzt sich in voller Höhe aus gezeichnetem Kapital zusammen. Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 4.958,5 gesunken (2022: TEUR 6.393,6). Dies ist im Wesentlichen auf die Auflösung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 1.961,2 zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 140,7 (2022: TEUR 840,4) steht ebenfalls im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen. Auch während des Geschäftsjahres 2023 konnte die HSCG ihre finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllen. 2.5 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zum Geschäftsjahresende sind 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der HSCG beschäftigt (Vorjahr: 121). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist auf 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesunken (Vorjahr: 123). Die beiden Geschäftsführerinnen sind Angestellte der HSBC Continental Europe S.A., Germany (vormals. HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH). Die fachliche und soziale Kompetenz, das Handeln im Einklang mit den Werten der HSBC sowie das besondere Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen wir als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Durch eine zielgerichtete Personalentwicklung sind wir in der Lage, stets eine hohe Expertise und einen qualitativ hochwertigen Service anzubieten. Die einzelnen Weiter-bildungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auf den jeweiligen konkreten Bedarf abgestimmt und im Vorfeld durch eine genaue Analyse entwickelt. Ein umfangreiches internes Weiterbildungsangebot steht allen Mitarbeitenden zur Verfügung, welches kontinuierlich weiterentwickelt wird und selbstgesteuertes Lernen fördert. Neben zahlreichen internen Weiterbildungsangeboten aus dem Konzernumfeld sowie Training-on-the-job ermöglichen wir auch die Teilnahme an Fach- und Methodenschulungen etablierter externer Anbieter. Zudem partizipieren wir an verschiedenen Entwicklungs- und Nachfolge-planungsprogrammen der HSBC, um neben unseren Prozessen und Systemen, unser wichtigstes Gut - unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - langfristig zu entwickeln. 3. Risikobericht 3.1 Der Risikomanagementansatz Durch ihre klar auf die Middle Office fokussierte Geschäftsstrategie sowie durch ihr im HSBC-Konzern verankertes Risikofrüherkennungssystem begegnet HSCG den Risiken, denen sie auf Gesellschaftsebene ausgesetzt ist. Der professionelle Umgang mit Risiken ist eine zentrale Managementaufgabe und ein wesentlicher Bestandteil unserer wertorientierten Steuerung der Gesellschaft. Zu den Aufgaben des Risikomanagements zählen insbesondere die Risikofrüherkennung, die Überwachung identifizierter Risiken sowie die Einleitung von Maßnahmen zu ihrer Steuerung und wo notwendig zu ihrer nachhaltigen Minderung, Begrenzung und ggf. sogar Vermeidung. Die eingesetzten Methoden der Risikomessung und -steuerung werden stetig an sich verändernde Anforderungen angepasst und weiterentwickelt. Regelmäßig erfolgt eine Kontrolle der Funktionsfähigkeit und Angemessenheit. Sämtliche Risiken der HSCG werden in den bankweiten Risikoausschüssen auf lokaler und globaler Ebene überprüft. Den Gremien gehören u.a. die Geschäftsführung, die Leitung operativer Bereiche der HSCG sowie Risikoverantwortliche der HBDE an. Grundsätzlich zählen zu den wesentlichen Risiken unseres Geschäftsmodells:
3.2 Das strategische Risiko Strategische Risiken umfassen die Risiken für Geschäftspläne und strategische Ziele, die sich aus einer schlechten Ausführung, der mangelnden Fähigkeit, sich an Änderungen im externen Umfeld anzupassen, oder der Nichterfüllung der Erwartungen der Stakeholder ergeben. Dies können unter anderem sein: Gesetze, Verordnungen und Anforderungen der Aufsichtsbehörden unserer Mandanten und deren Kunden, sowie Wettbewerbssituation, gesamtwirt-schaftliche Rahmendaten, Kundenverhalten, technologischer Fortschritt und sonstige Marktverhältnisse. Strategische Risiken ergeben sich aus dem geänderten Umfeld, dem sich die Gesellschaft anpassen muss. Zur strategischen Position der Gesellschaft gehört das Risiko, dass große Teile der Erträge von Anzahl und Umsatztätigkeit der Kunden von HBDE abhängig sind. Die Diversifizierung unserer Geschäftstätigkeit kann diesem Risiko nur bedingt entgegenwirken. Diese strategische Ausrichtung der Gesellschaft hat sich nicht nur in der Bankenkrise und in der Eurokrise, sondern auch in der COVID-19-Krise bewährt. Wir sind zuversichtlich, dass wir für unsere Kunden ein zuverlässiger und dauerhafter Partner sind und bleiben können. 3.3 Das operationelle Risiko Insbesondere operationellen Risiken ist die HSCG bei der Geldwäscheprävention und im Rahmen der Stammdatenhinterlegung ausgesetzt. Darunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten, die durch Fehler, Unterlassung, Ineffizienz, Systemstörungen, Betrug, unautorisierte Aktivitäten oder externe Ereignisse entstehen. Ebenfalls zu den operationellen Risiken zählen Rechts- und Reputationsrisiken sowie Auslagerungsrisiken. Somit umfassen operationelle Risiken ein weites Spektrum möglicher Probleme und sind inhärent in allen Unternehmensbereichen. Die Hauptkategorien potenzieller operationeller Risiken in der Geschäftstätigkeit der HSCG mit einem hohen Risiko für die Gesellschaft betreffen:
Wir legen besonderen Wert darauf, operationelle Risiken auf ein vertretbares Maß zu reduzieren und wägen dabei Kosten und Nutzen sorgsam gegeneinander ab. Wir setzen eine Vielzahl organisatorischer, personeller und technischer Maßnahmen ein, z.B. Notfallprozesse und Back-up-Lösungen, ständige Kontrollen der Arbeitsabläufe durch Sicherheitsvorkehrungen und nicht zuletzt die laufende Qualifikation der Mitarbeitenden. Die zu den relevanten Prozessen gehörenden Kontrollen sind detailliert in Arbeitsablaufbeschreibungen festgelegt. Die Effizienz unserer implementierten und dokumentierten Kontrollprozesse wird für die relevanten Kontrollen unabhängig von den verantwortlichen Fachbereichen mittels aussagekräftiger Stichproben, Prozessanalysen oder der Überwachung von Frühwarnindikatoren geprüft. Entsprechende Versicherungen decken zusätzlich einen Teil der operationellen Risiken ab. Neben diesen internen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen ist die HSCG in den Prozess für operationelle Risiken von HSBC Deutschland eingebunden. Zum Zwecke der vollständigen Erfassung von operationellen Schadensereignissen nutzt HSCG Gruppensysteme der HSBC-Gruppe. Bei eingehenden Schadensmeldungen wird jeweils analysiert, ob das Risikofeld bereits bekannt ist und/oder ggf. zusätzliche Kontrollen und risikoreduzierende Maßnahmen einzuleiten sind. Das von HSCG durchgeführte Risk and Control Assessment wird regelmäßig einer Prüfung unterzogen und laufend aktualisiert. Die HSCG beobachtet die geopolitischen Entwicklungen weiterhin sehr genau und ist Teil der bei HSBC Deutschland bestehenden Gremien, die sich mit den neuesten Veränderungen beschäftigen. Unsere oberste Priorität ist die operative Stabilität, d.h. dass der Geschäftsbetrieb allen Anforderungen entspricht und widerstandsfähig auf externe Einflüsse reagiert, sowie das Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben eingeübte Notfallmaßnahmen, die sicherstellen, dass kritische Prozesse weiterhin aufrechterhalten bleiben können. Dazu gehören unter anderem Heimarbeit sowie Notstrom- und Notfallarbeitsplätze. Die HSCG ist zudem in das Business Continuity Management von HSBC Deutschland eingebunden. 3.4 Gesamtbild der Risikolage Insgesamt verfügt die HSCG über geeignete Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kontrolle der für sie relevanten Risiken. Die Gesellschaft schätzt die vorstehend genannten und beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit als bestandsgefährdend ein. 4. Prognose- und Chancenbericht Das Jahr 2024 wird weiterhin im Fokus der begonnenen und anhaltenden Zentralisierung stehen. Dies bedeutet für die HSCG sich stetig an Änderungen oder Ausweitungen in den bestehenden Prozessen anzupassen. Damit einhergehend wurden bestehende Verantwortlichkeiten angepasst und Abteilungen verschoben. Per Anfang 2024 wechseln zwei Abteilungen zum einen in die HBDE wie auch in die HTNG. Daher rechnen wir für das Jahr 2024 in Summe mit einer deutlichen Reduzierung der entsprechenden Erlöskomponenten, welche in Summe die gleichzeitige Schmälerung des Kostenblocks übertreffen wird. Auch wenn wir für das Erbringen der verbleibenden Dienstleistungen mit einem konstanten Kostenblock rechnen, erwarten wir aufgrund der genannten Effekte ein leicht rückläufiges Jahresergebnis. Der bereits begonnene Personalabbau wird sich auch im Jahr 2024 weiterhin fortsetzten und wir gehen davon aus, dass per Ende 2024 noch ca. 85 Mitarbeitende bei der HSCG angestellt sein werden.
Düsseldorf, den 19. Juni 2024 HSBC Service Company Germany GmbH Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HSBC Service Company Germany GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der HSBC Service Company Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HSBC Service Company Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 22. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Matthias Grund, Wirtschaftsprüfer |
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