Vtours
GmbH
Aschaffenburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022
bis zum
31. Oktober 2023
I.
Marktlage / Geschäftsverlauf
Das Geschäftsmodell der Vtours GmbH ist die
Organisation und Veranstaltung von Reisen und deren Vertrieb
im deutschen Markt mit den Marken vtours, vfly und
urlaubstransfers.
Das Geschäftsjahr 2022/2023 war das erste
Geschäftsjahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr
2020, welches praktisch komplett ohne
Ein-/Beschränkungen hinsichtlich Ein- und Ausreise in
den jeweiligen Urlaubsländern oder des Flugverkehrs als
solchem verlief. Auch ein mögliches "Flugchaos", wie im
Sommer 2022 erlebt, blieb aus. Dementsprechend lagen die
Umsätze, insbesondere in der Wintersaison (November -
April), deutlich über denen des Vorjahres, welches noch
durch die letzte große Welle von Covid-19 ab November
2021 bis in den Frühling 2022 beeinträchtigt war.
Die Frühbucherphase im Januar/Februar 2023 verlief
deutlich besser als erwartet, und Bedenken, dass dadurch das
Kurzfristbuchungsverhalten im Sommer 2023 negativ beeinflusst
würde, bewahrheiteten sich nicht. Trotz zwar mit
reduziertem Tempo, aber nichtsdestotrotz weiterhin
ansteigender Verbraucherpreise blieb die Reiselust der
Menschen offensichtlich ungebrochen.
Insgesamt konnte die Vtours GmbH einen Gesamtumsatz
für das Geschäftsjahr von 356,5 Mio. EUR erzielen
und damit das Vorjahr um 71,8 Mio. EUR (+25,2 %)
übertreffen.
II.
Lage der Gesellschaft
Ertragslage
Der Umsatz aus Reiseveranstaltungen (Pauschalreisen,
Nur-Hotel, Nur-Flug, Nur-Transfer) konnte im Vergleich zum
Vorjahr um 25,3 % (vtours +30,0 %, vfly +17,1 %,
urlaubstransfers +10,2 %) auf 345,9 Mio. EUR gesteigert
werden. Die Stornoerlöse blieben im Vergleich zum
Vorjahr praktisch konstant und lagen bei 5,8 Mio. EUR (-1,1 %
vs. Vorjahr). Der Rohertrag I (Umsatzerlöse ./.
Reisevorleistungen) stieg um 26,3 % leicht besser als der
Umsatz. Der Rohertrag II (= Umsatzerlöse ./.
Reisevorleistungen ./. Vermittlungsprovisionen) lag bei +20,8
% zum Vorjahr. Die im Vergleich zum Rohertrag I
verschlechterte Entwicklung ist insbesondere auf erhöhte
Provisionsaufwendungen durch das überdurchschnittliche
Wachstum von Vertriebspartnern mit
überdurchschnittlichen Provisionssätzen
zurückzuführen. Die Personalkosten stiegen um 18,8
% im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern liegt
bei -0,29 Mio. EUR, der Jahresüberschuss bei -0,24 Mio.
EUR. Die Vorjahresprognose zur Umsatzentwicklung konnte
übertroffen werden, beim Jahresergebnis konnte die
Planung hingegen nicht erfüllt werden, dies ist im
Wesentlichen auf stark erhöhte IT-Projektkosten
zurückzuführen, welche für die Migration der
noch verbliebenen touristischen Altsysteme in die
Hotelplan-SAP Umgebung entstanden sind.
Finanzlage
Die Gesellschaft hält selbst weiterhin keine
Beteiligungen an anderen Unternehmen, so dass das
Finanzmanagement der Vtours GmbH die Zahlungsströme aus
dem laufenden Geschäftsbetrieb erfasst. Kernaufgabe des
Finanzmanagements ist es, die nachhaltige Versorgung mit
liquiden Mitteln sicherzustellen und Wechselkursrisiken beim
Einkauf von touristischen Leistungen außerhalb der
Euro-Zone zu minimieren.
Der Finanzmittelbestand betrug zum Stichtag 1,71 Mio.
EUR und war somit um 0,21 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.
Hinzu kommen Kontokorrentkonten bei der Muttergesellschaft
MTCH AG, welche unter den Forderungen ausgewiesen sind, und
zum Bilanzstichtag einen Bestand von 1,59 Mio. EUR auswiesen.
Allen Zahlungsverpflichtungen konnte durch die Bereitstellung
einer langfristigen Kreditlinie durch die MTCH AG
uneingeschränkt nachgekommen werden.
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit von -0,13 Mio. EUR lag um - 0,13
Mio. EUR unter dem Vorjahr (0,00 Mio. EUR). Im
Geschäftsjahr wurden außerbilanzielle
Finanzierungsinstrumente nur im Rahmen der üblichen
Geschäftstätigkeit in Form von
Leasingverträgen genutzt.
Investitionen
Branchentypisch ist das Geschäft der Vtours GmbH
nicht anlagenintensiv. Im vergangenen Geschäftsjahr
wurden Investitionen in Höhe von 0,08 Mio. EUR
getätigt. Demgegenüber stehen Abschreibungen in
Höhe von 0,11 Mio. EUR.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag 56,67 Mio. EUR und
war somit um 21,57 Mio. EUR oder 61,4 % höher als zum
vorangegangenen Geschäftsjahresende.
Auf der Aktivseite erhöhten sich als
größte Positionen die geleisteten Anzahlungen um
22,89 Mio. EUR vornehmlich aufgrund im Vergleich zum Vorjahr
früheren Auszahlungszeitpunkten von touristischen
Vorauszahlungsvereinbarungen mit Flug und
Landleistungsträgern für das folgende
Geschäftsjahr sowie die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen um 3,37 Mio. EUR auf 5,18 Mio. EUR, primär
bedingt durch verzögerte Zahlungseinzüge zum
Geschäftsjahresende. Demgegenüber steht eine
Reduktion um 5,69 Mio. EUR bei den Forderungen gegen
verbundene Unternehmen, insbesondere durch geringere
Bestände auf den Kontokorrentkonten mit der Mutter MTCH
AG.
Auf der Passivseite erhöhten sich insbesondere die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 16,91
Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr, was vornehmlich auf eine
temporäre Verschiebung der Zahlungstätigkeit kurz
vor dem Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr
zurückzuführen ist, sowie die erhaltenen
Anzahlungen auf Bestellungen um 5,49 Mio. EUR, bedingt durch
die bereits angesprochene verbesserte Buchungslage verglichen
mit dem Vorjahr.
III.
Risiken und Chancen
Risiken
Die Handhabung von unternehmensspezifischen Risiken ist
eine wesentliche Aufgabe der Geschäftsführung. Zur
Kontrolle und Überwachung der Risiken stehen diverse
Kontrollsysteme zur Verfügung. Kernstück des
Risikomanagements soll das interne Berichtswesen sein, das
ein Controlling ausgewählter wirtschaftlich relevanter
Eckdaten ermöglicht. Hierbei werden im Wesentlichen die
Deckungsbeitragssituation und die Umsatzerlöse
wöchentlich analysiert und überwacht. Darüber
hinaus erfolgt eine tägliche und wöchentliche
Beobachtung der Buchungseingänge. Das Berichts- und
Kontrollsystem soll eine zeitnahe und sachgerechte
Information der Entscheidungsträger sicherstellen.
Wesentliche Risiken werden bei Auftreten/Bedarf oder im
Rahmen von unterjährigen Reporting-Events (Forecast,
Monats- oder Jahresabschluss) mit der
Hotelplan-Konzernleitung besprochen.
Gesamtwirtschaftliche Risiken/ Corona-Pandemie /
Inflation
Das Buchungsverhalten von Reisenden ist durch
verschiedene ökonomische und soziale Einflussfaktoren
gekennzeichnet. In den letzten Jahren gab es
regelmäßige externe Ereignisse wie z.B.
Terroranschläge, Naturkatastrophen,
Krankheiten/Epidemien oder politische Unruhen, die die
Entwicklung des Gesamtmarktes negativ beeinflusst haben. Die
weltweite Corona-Pandemie scheint überstanden und stellt
derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko mehr dar. Das
Thema Inflation hat im Laufe des Jahres an Bedeutung
verloren, stellt aber nach wie vor ein nicht zu
unterschätzendes Risiko für die Nachfrage dar,
welches sich auch auf den Bereich Urlaub und Reisen auswirken
kann. Das Risiko hieraus wird für die Gesellschaft als
moderat erachtet.
Risiko aus der Insolvenz eines Leistungsträgers
Im Falle der Insolvenz eines Leistungsträgers kann
es zu Verlusten kommen, insbesondere, wenn Vorauszahlungen
auf Leistungen an die entsprechenden Partner geleistet
wurden.
Das Risiko hieraus wird für die Gesellschaft als
moderat erachtet.
Liquiditätsrisiko
Aufgrund der Zugehörigkeit zum
Migros/Hotelplan-Konzern und deren kontinuierlicher
Bereitschaft zur Bereitstellung benötigter
Liquidität wird das Risiko für die Gesellschaft als
gering erachtet.
Forderungsausfallrisiko
Ausfallrisiken von Forderungen wird durch das
Forderungsmanagement (u.a. über einen Rechtsanwalt und
ein Inkassounternehmen) und Wertberichtigungen Rechnung
getragen. Das Risiko hieraus wird für die Gesellschaft
als moderat erachtet.
Preisänderungsrisiken
Preisänderungsrisiken werden auf der Verkaufsseite
durch laufende Wettbewerbsbeobachtungen des
Produktmanagements analysiert und überwacht. Das Risiko
hieraus wird für die Gesellschaft als gering erachtet.
Branchenrisiken
Branchenübliche Risiken wie z.B.
Währungsrisiken, Auslastungsrisiken von
Fixkapazitäten und Preisänderungen sind im
Geschäftsmodell des Veranstalters Vtours vergleichsweise
gering, da erst im Moment der Nachfrage aktuell kontrahiert
wird. Zur Absicherung von Währungsrisiken für den
Einkauf künftiger Reisevorleistungen, die in USD, THB,
GBP oder CHF zu bezahlen sind, werden
Devisen-Termingeschäfte für alle in
Fremdwährung zu bezahlenden Vorausleistungen
abgeschlossen. Mögliche Haftungsrisiken und
Schadensfälle aus dem täglichen Geschäft sind
durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Eventuelle
Ausfallrisiken der wichtigsten IT-Lösungen sind durch
entsprechende Service-Level-Agreements abgesichert. Das
Risiko hieraus wird für die Gesellschaft als gering
erachtet.
Risiken aus dem Klimawandel
Der fortschreitende Klimawandel birgt für die
Gesellschaft durchaus Risiken. Einerseits kann es zu einem
verändertem Nachfrageverhalten kommen, welches die
Gesellschaft möglicherweise nur bedingt bedienen kann
(z.B. Urlaub ohne Flug, ggf. mit Zuganreise), andererseits
könnte es zu einer Erhöhung der Risiken bei der
Durchführung von Reisen aufgrund extremer
Wetterphänomene (z.B. Überschwemmungen, Hurricanes)
kommen. Das Risiko hieraus wird derzeit für die
Gesellschaft als gering erachtet.
Zusammenfassung der Risikolage
Das größte Risiko für die Gesellschaft
wird im Risiko aus gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, der
Insolvenz eines wichtigen Leistungsträgers und dem
generellen Forderungsausfallrisiko gesehen. Es sind derzeit
keine Risiken zu erkennen, die den Bestand der Gesellschaft
gefährden könnten.
Chancen
Neben den beschriebenen Risiken eröffnen sich aber
auch Chancen.
Chancen aus stärkerer Fokussierung auf
Nachhaltigkeit
Die Hotelplan-Gruppe möchte sich zukünftig
noch stärker für Nachhaltigkeit einsetzen. Das
Thema rückt auch bei Kunden und Partnern immer
stärker in den Fokus, so dass sich hier positive Impulse
auf die Geschäftstätigkeit ergeben können. Die
Chance hieraus wird als mittel erachtet.
Chancen durch Synergiepotentiale innerhalb des
Konzerns
Durch die Zusammenlegung von Funktionen innerhalb der
Hotelplan-Gruppe (z.B. zentraler Einkauf der
Volumenveranstalter) entstehen Potentiale zur
Kosteneinsparung. Diese Chance wird als mittel erachtet.
Chancen durch Konzernzugehörigkeit
Die Zugehörigkeit zu einer soliden
Unternehmensgruppe wie der Migros stärkt das Vertrauen
bestehender und neuer Kunden in das Unternehmen und
führt damit zu mehr Buchungen. Diese Chance wird als
mittel erachtet.
Chancen durch günstige Kreditbeschaffung
Die Konzernzugehörigkeit eröffnet des
Weiteren durch den Zugang zu konzerninternen
zinsgünstigen Darlehen Möglichkeiten (z.B.
Sicherung günstiger Einkaufskonditionen durch
Vorauszahlungen, Anzahlung der Provision an
Vermittlungsagenturen bei Buchung, o.ä.), die
Mitbewerber in dieser Form nicht oder nur unter schwierigeren
Bedingungen haben. Die Chancen hieraus werden als hoch
erachtet.
Zusammenfassung der Chancenlage
Als größte Chance wird der einfache Zugang
zu Liquidität über die Muttergesellschaft Hotelplan
und der daraus resultierenden Möglichkeit
buchungssteigernder Maßnahmen gesehen.
IV.
Prognosebericht
Die Vorjahresprognose/Budgetplanung für das
Geschäftsjahr 2022/2023 konnte im Hinblick auf den
Umsatz übertroffen werden, und zwar um 17,3 %. Die noch
in der Budgetplanung erwartete Preisexplosion bei den
Energiepreisen blieb glücklicherweise aus, so dass die
Nachfrage nach Urlaubsreisen sowohl im Lang- wie auch im
Kurzfristbereich stabil blieb.
Beim Ergebnis vor Steuern konnten die Erwartungen und
die Vorjahresprognose hingegen nicht erfüllt werden. Mit
einem Verlust vor Steuern von -0,3 Mio. EUR lag das Ergebnis
um 0,7 Mio. EUR unter der Planung. Diese Entwicklung ist
vornehmlich auf stark erhöhte IT-Projektkosten
zurückzuführen, welche für die Migration der
noch verbliebenen touristischen Altsysteme in die
Hotelplan-SAP-Umgebung entstanden sind.
Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein
Umsatz von 392,3 Mio. EUR erwartet, einem Plus von 10 %
gegenüber Vorjahr. Neben erwarteten Preissteigerungen
zwischen 2-3 % wird vor allem von Mengensteigerungen
ausgegangen, die im Pauschalreise- und Flugbereich
insbesondere durch verstärkt genutzte
Vorauszahlungsvereinbarungen und Volumendeals und damit
verbundenen günstigeren Einkaufspreisen erreicht werden
sollen. Die Buchungen für Abreisen ab November 2023
liegen derzeit sehr deutlich zweistellig im Plus, allerdings
schrumpft dieses Plus wöchentlich, vornehmlich bedingt
durch reduzierte Nachfrage für das Zielgebiet
Ägypten aufgrund des Gaza-Konfliktes sowie aufgrund
eingeschränktem Flugportfolio für Winterabreisen im
Nachgang der angesprochenen Systemmigration. Die Erreichung
des Umsatzziels ist von der weiteren Entwicklung in diesen
Bereichen abhängig. Das Geschäftsjahresergebnis vor
Steuern liegt gemäß Planung bei 0,58 Mio. EUR und
damit um 0,87 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Hier wird
neben erhöhtem Deckungsbeitrag durch Mengenwachstum vor
allen Dingen erwartet, dass die jährlichen IT-Kosten
deutlich sinken, da die Systemmigration im November 2023
abgeschlossen wurde.
Für die erkennbaren Herausforderungen ist die
Vtours GmbH aufgrund der Unterstützung durch die
Muttergesellschaft MTCH AG angemessen finanziert und
verfügt hierdurch bei Bedarf über genügend
Liquiditätsreserven.
Im vorliegenden Lagebeicht werden Annahmen und
Schätzungen berücksichtigt. Aus diesem Grund sind
die Angaben hinsichtlich der Prognose keine Garantie, da
Annahmen immer Risiken und Unsicherheiten enthalten. Die
vorliegenden Aussagen werden unterjährig nicht
aktualisiert und Entwicklungen, die nach dem Erstellungsdatum
liegen, werden nicht berücksichtigt.
Aschaffenburg, den 15.
Dezember 2023
Vtours
GmbH
Die
Geschäftsführung
Sabine
Jordan-Glaab
Torge
Petersen
Bilanz
Aktiva
|
|
31.10.2023
EUR |
31.10.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
99.572,06 |
130.163,06 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
35.376,06 |
42.172,06 |
| 1.
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
35.376,06 |
42.172,06 |
| II.
Sachanlagen |
61.232,00 |
85.027,00 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
31.758,00 |
36.295,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
29.474,00 |
48.732,00 |
| III.
Finanzanlagen |
2.964,00 |
2.964,00 |
| 1.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
2.964,00 |
2.964,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
54.258.812,49 |
33.014.796,22 |
| I.
Vorräte |
40.478.188,46 |
17.589.524,68 |
| 1.
geleistete Anzahlungen |
40.478.188,46 |
17.589.524,68 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
12.069.882,83 |
13.512.736,91 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.179.296,73 |
1.807.186,95 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
3.344.666,61 |
9.036.007,07 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
3.545.919,49 |
2.669.542,89 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
58.191,15 |
58.190,33 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.710.741,20 |
1.912.534,63 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
2.306.807,64 |
1.953.883,61 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
56.665.192,19 |
35.098.842,89 |
Passiva
|
|
31.10.2023
EUR |
31.10.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.015.256,23 |
3.256.954,42 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
40.000,00 |
40.000,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
2.975.256,23 |
3.216.954,42 |
| davon
Gewinnvortrag |
3.216.954,42 |
657.101,04 |
| B.
Rückstellungen |
4.305.526,23 |
4.199.461,23 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
97.564,00 |
213.708,17 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
4.207.962,23 |
3.985.753,06 |
| C.
Verbindlichkeiten |
49.344.409,73 |
27.642.427,24 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
8.097,77 |
19.618,40 |
| 2.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
13.947.555,33 |
8.453.846,84 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
13.947.555,33 |
8.453.846,84 |
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
21.414.411,30 |
4.500.050,93 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
21.414.411,30 |
4.500.050,93 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
12.139.058,03 |
13.692.941,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
12.139.058,03 |
13.692.941,00 |
| 5.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.835.287,30 |
975.970,07 |
| davon
aus Steuern |
90.189,36 |
80.048,80 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
90.189,36 |
84.410,83 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
56.665.192,19 |
35.098.842,89 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.11.2022 - 31.10.2023
EUR |
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
356.463.889,39 |
284.651.527,84 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
2.961.235,15 |
3.192.197,37 |
| 3.
Materialaufwand |
337.626.678,16 |
269.053.980,65 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
310.366.069,46 |
248.121.671,77 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
27.260.608,70 |
20.932.308,88 |
| 4.
Personalaufwand |
7.254.315,37 |
6.106.498,65 |
| a)
Löhne und Gehälter |
6.022.795,43 |
5.095.897,57 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.231.519,94 |
1.010.601,08 |
| davon
für Altersversorgung |
29.122,77 |
33.243,00 |
| 5.
Abschreibungen |
106.455,28 |
122.690,22 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und
Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
106.455,28 |
122.690,22 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
13.794.401,07 |
9.527.681,76 |
| 7.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
0,00 |
599,20 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
143.694,87 |
21.343,05 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
127.458,12 |
5.813,15 |
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.076.175,26 |
271.569,45 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
1.076.175,26 |
270.512,34 |
| 10.
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit |
-289.205,73 |
2.783.246,73 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
-47.507,54 |
223.393,35 |
| Jahresfehlbetrag |
241.698,19 |
-2.559.853,38 |
Ergebnisverwendung
|
1.11.2022 - 31.10.2023
EUR |
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR |
| 1.
Jahresfehlbetrag |
241.698,19 |
-2.559.853,38 |
| 2.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
3.216.954,42 |
657.101,04 |
| 3.
Bilanzgewinn |
2.975.256,23 |
3.216.954,42 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
C. Angaben zu Posten der Bilanz
D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlust-Rechnung
E. Sonstige Angaben
I. Mutterunternehmen
II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und
Haftungsverhältnisse
III. Derivate Finanzinstrumente
IV. Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer
V. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
VI. Gewinnverwendung
VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Abschlussstichtag
VIII. Geschäftsführer/in
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Angaben zur
Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Vtours GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Aschaffenburg |
| Registereintrag: |
Handelsregister B |
| Registergericht: |
Aschaffenburg |
| Register-Nr.: |
9085 |
Der Jahresabschluss der
Vtours GmbH mit Sitz in Aschaffenburg für das
Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis 31. Oktober 2023
wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend hierzu waren
die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren erstellt. Um die Aussagefähigkeit
des Abschlusses zu erhöhen, wurde die gesetzliche
Bezeichnung "Materialaufwand" entsprechend dem wesentlichen
Posteninhalt in die Bezeichnung "Aufwendungen für
touristische Leistungen" umbenannt und über das
gesetzliche Schema der Gewinn- und Verlustrechnung hinaus ein
Posten "Aufwendungen für Provisionen" hinzugefügt.
Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erfasst, da es sich um
Betriebskosten handelt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
große Kapitalgesellschaft.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden
die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und
davon-Vermerken teilweise an dieser Stelle gemacht.
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im
Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen für
Kapitalgesellschaften.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind
einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden.
Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die
bis zum Abschlussstichtag entstanden sind,
berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen
Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des
Jahresabschlusses bekannt geworden sind.
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen
handelt es sich um erworbene Software und Lizenzen. Die
Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten entsprechend ihrer
Nutzungsdauer, vermindert um planmäßige lineare
Abschreibungen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer. Ausgenommen
hiervon werden entgeltlich erworbene, nicht abnutzbare
Internet-Domains mit ihren ursprünglichen
Anschaffungskosten aktiviert und es erfolgt keine
Abschreibung bzw. bei Bedarf erfolgt eine
außerplanmäßige Abschreibung.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um
planmäßige lineare Abschreibungen vermindert, die
sich grundsätzlich nach den von der Finanzverwaltung
veröffentlichten AfA-Tabellen richten, die den
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern entsprechen. Die
Nutzungsdauern liegen in der Regel zwischen 3 und 10 Jahren.
Selbständig nutzungsfähige bewegliche
Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem
Netto-Einzelwert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs
in vollem Umfang als Abschreibungen behandelt.
Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den
Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten
bilanziert. Abschreibungen erfolgen nur aufgrund
voraussichtlich dauernder Wertminderung.
Bereits verauslagte Leistungsträgerrechnungen, die
Reisen im nächsten Geschäftsjahr betreffen, werden
unter den geleisteten Anzahlungen in den Vorräten
erfasst.
Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bzw. dem
niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag bewertet.
Bei den Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen, die grundsätzlich zu
Anschaffungskosten angesetzt wurden, sind alle erkennbaren
Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Bei der pauschalierten Einzelwertberichtigung von
Kundenforderungen wurden dabei auch Forderungen
berücksichtigt, die noch nicht an ein Inkassounternehmen
zur weiteren Beitreibung übergeben worden waren.
Für die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurde am Bilanzstichtag eine
Pauschalwertberichtigung von 0,3 % (Vorjahr 0,3 %) vom
Netto-Forderungsbestand abgesetzt.
Kassenbestand und Bankguthaben wurden zum Nominalwert
(Anschaffungskosten) angesetzt.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aktiviert, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag
darstellen.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen
Rückstellungen wurden für ungewisse
Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden
Geschäften in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags gebildet. Bei der Bewertung des
Erfüllungsbetrags waren aufgrund der gegebenen
Fristigkeiten keine Kostensteigerungen einzurechnen und keine
Abzinsungen vorzunehmen.
Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Latente Steuern werden auf temporäre oder
quasipermanente Unterschiede in den Bilanzansätzen der
Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich
diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich
abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert.
Aktive latente Steuern ergeben sich durch die
handelsrechtliche Bewertung von Urlaubsrückstellungen
und passive latente Steuern ergeben sich aufgrund der
Fremdwährungsbewertung von Verbindlichkeiten bei einem
Steuersatz von ca. 29 %. Der sich ergebende
Aktivüberhang wird nicht angesetzt.
Soweit Posten enthalten sind, die ursprünglich auf
fremde Währung lauteten, wurden diese zu den Kursen zum
Zeitpunkt der Erstverbuchung (Entstehung) oder bereits zu den
endgültigen Euro-Erfüllungswerten umgerechnet.
Soweit sich zum Erfüllungszeitpunkt Kursdifferenzen
ergaben, sind diese nachfolgend bei den Erläuterungen
zur Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige betriebliche
Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen"
aufgeführt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung,
deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt,
werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
bewertet. Aus der Stichtagsbewertung resultierende Gewinne
werden bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von kleiner einem Jahr ergebniswirksam erfasst.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen bei der
Gesellschaft nicht.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen
davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl
realisierte als auch nicht realisierte
Währungskursdifferenzen.
C. Angaben zu Posten der Bilanz
Hinsichtlich der Aufgliederung und Entwicklung des
Anlagevermögens und die Angabe der
Abschreibungen des Geschäftsjahres wird auf den
Anlagenspiegel verwiesen, der als Anlage diesem Anhang
beigefügt ist.
Die
Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände sind mit
Ausnahme der Kautionen und Deposits in Höhe von T€
1.297 (Vorjahr T€ 721, ausgewiesen jeweils unter den
sonstigen Vermögensgegenständen) innerhalb eines
Jahres fällig. Unter den sonstigen
Vermögensgegenständen sind zudem
Steuererstattungsansprüche von T€ 1.532 (Vorjahr
T€ 669) ausgewiesen.
Bei den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt
T€ 3.345 (Vorjahr T€ 9.036) handelt es sich um
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.758
(Vorjahr T€ 562) und dem Guthaben aus Cashpooling mit
1.587 (Vorjahr T€ 8.474).
Die
sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen mit T€ 973 Rückstellungen für
Rückforderungsrisiken/Reklamationen, mit T€ 818
Rückstellungen für Staffelprovisionen, mit T€
716 Rückstellungen für fehlende Rechnungen, mit
T€ 509 Rückstellungen für offene Rechnungen
von der Germania Fluggesellschaft mbH und mit T€ 388
Rückstellungen für Superprovisionen.
Die
Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 49.344
(Vorjahr T€ 27.642) beinhalten Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 21.414
(Vorjahr T€ 4.500), erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen in Höhe von T€ 13.948 (Vorjahr T€
8.454), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€
1.835 (Vorjahr T€ 976) sowie Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 8
(Vorjahr T€ 20), alle mit einer Restlaufzeit von weniger
als einem Jahr, sowie Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 12.139
(Vorjahr T€ 13.693). Die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen unterteilen sich in
Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 10.000
(Vorjahr T€ 13.000) und Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.139
(Vorjahr T€ 693), mit einer Restlaufzeit von weniger als
einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht bestellt.
D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die
Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren im
Wesentlichen aus Reiseveranstaltungen und Provisionen
für die Vermittlung von Reisen fremder Veranstalter und
Versicherungen. Die Umsätze werden mit Reisebeginn
realisiert.
Aufgliederung nach Zielgebieten:
|
|
|
|
2022 / 2023
|
2021 / 2022
|
|
|
|
|
TEUR
|
TEUR
|
Mittelmeer
|
|
|
|
287.261
|
229.411
|
Fernreisen
|
|
|
|
40.016
|
34.009
|
Sonstige
|
|
|
|
29.187
|
21.231
|
|
|
|
|
356.464
|
284.651
|
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
|
|
|
|
2022 / 2023
|
2021 / 2022
|
|
|
|
|
TEUR
|
TEUR
|
Veranstaltung
|
|
|
|
352.805
|
282.404
|
Vermittlung
|
|
|
|
605
|
385
|
Dienstleistungen
|
|
|
|
3.054
|
1.862
|
|
|
|
|
356.464
|
284.651
|
Bei den
sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich
vorwiegend um Intercompany-Erträge (T€ 1.526,
Vorjahr T€ 1.849) und periodenfremde und Erträge
außergewöhnlicher Größenordnung aus der
Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen (T€ 480,
Vorjahr T€ 385). In den sonstigen betrieblichen
Erträgen sind weitere periodenfremde Erträge aus
Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von
T€ 367 (Vorjahr T€ 230) und Zahlungseingängen
aus bereits abgeschriebenen Forderungen (T€ 272, Vorjahr
T€ 330) enthalten.
Die
Aufwendungen für Provisionen betreffen
Provisionsabgaben an Dritte für die Vermittlung von
Reisen.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
überwiegend mit T€ 5.903 (Vorjahr T€ 3.314)
Aufwendungen für Support/Wartung für Hard- und
Software, mit T€ 2.225 (Vorjahr T€ 1.703)
Aufwendungen für Insolvenzversicherung, mit T€
1.086 (Vorjahr T€ 893) Buchungsgebühren, mit
T€ 735 (Vorjahr T€ 380) Werbe- und Reisekosten und
mit T€ 332 (Vorjahr T€ 306) Aufwendungen aus
Kursdifferenzen/Währungsumrechnung. Innerhalb der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in
Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 1) ausgewiesen.
E. Sonstige Angaben
I. Mutterunternehmen
Der Konzernabschluss des kleinsten und
größten Konsolidierungskreises wird vom Migros-
Genossenschafts-Bund, Zürich (Schweiz), erstellt und ist
unter www.migros.ch verfügbar.
II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und
Haftungsverhältnisse
Aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen bestehen
nach dem Vertragsstand zum Ende des Geschäftsjahres
für die folgenden Jahre die nachfolgend
aufgeführten Zahlungsverpflichtungen (jeweils ohne
Umsatzsteuer), wobei die Verpflichtungen bis zum Ende der
ersten ordentlichen Kündigungsmöglichkeit,
längstens jedoch für die nächsten 5 Jahre,
ausgewiesen werden:
|
|
|
|
EUR
|
2023 / 2024
|
|
|
|
404.825,17
|
2024 / 2025
|
|
|
|
79.067,18
|
2025 / 2026
|
|
|
|
0,00
|
2026 / 2027 folgende
|
|
|
|
0,00
|
Summe
|
|
|
|
483.892,35
|
Die Miet- und Leasingverträge betreffen im
Wesentlichen die Mietverträge der Büroflächen
sowie die Miete von Servern.
In allen Fällen handelt es sich um sog.
Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der
Objekte führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt
in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und
im Wegfall des Verwaltungsrisikos. Risiken könnten sich
aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht
mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es
derzeit keine Anzeichen gibt.
III. Derivate Finanzinstrumente
Zum Zweck der Absicherung der Einkaufspreise für
künftige zum Bilanzstichtag fest kontrahierte
Reisevorleistungen, die in der Währung USD, THB und CHF
zu bezahlen sind, hat die Gesellschaft entsprechende
Devisen-Termingeschäfte abgeschlossen.
Am Abschlussstichtag bestanden schwebende
Devisen-Termingeschäfte in Höhe von nominal
insgesamt USD 2.000.000,00 bzw. EUR 1.835.169,49 (Vorjahr:
USD 639.612,80 bzw. EUR 636.407,31), THB 30.000.000,00 bzw.
EUR 799.356,48 (Vorjahr: THB 12.199.924,69 bzw. EUR
333.601,46) und CHF 0,00 bzw. EUR 0,00 (Vorjahr: CHF
41.391,16 bzw. EUR 42.603,71) die jeweils zu bestimmten
Zeitpunkten innerhalb eines Zeitraums bis zu 7 Monaten nach
Abschlussstichtag entsprechend des prognostizierten
Zahlungszeitpunkts der Reisevorleistungen fällig werden.
Der in den sonstigen Rückstellungen enthaltene negative
Zeitwert, der aus der Differenz von Terminkursen und
Stichtagskursen resultiert, beträgt am Bilanzstichtag
T€ 11 (Vorjahr T€ 13).
IV. Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
2022 / 2023
|
|
2021 / 2022
|
Angestellte
|
148
|
|
129
|
geringfügig
Beschäftigte
|
10
|
|
12
|
Gesamtzahl
durchschnittlich beschäftigter Arbeitnehmer
|
158
|
|
141
|
V. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Das für das Geschäftsjahr 2022/2023
berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für
Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich
einschließlich Auslagenersatz auf T€ 58. Andere
Honorare wurden für den Abschlussprüfer nicht
aufgewendet.
VI. Gewinnverwendung
Der Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2022/2023
in Höhe von EUR 2.975.256,23 wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Abschlussstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine für die
Gesellschaft relevanten Ereignisse eingetreten.
VIII. Geschäftsführer/in
Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte der
Gesellschaft geführt von:
Sabine Jordan-Glaab, Reiseverkehrskauffrau Torge
Petersen, Diplom-Kaufmann (FH) (seit 01.07.2023)
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge wurde
von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die
entsprechenden Angaben unterlassen. Kredite, Vorschüsse
und Haftungsverhältnissen wurden nicht gewährt bzw.
eingegangen
Aschaffenburg, den 15.
Dezember 2023
Sabine
Jordan-Glaab, Geschäftsführerin
Torge
Petersen, Geschäftsführer
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
davon
FK-Zinsen
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.11.2022
|
|
|
|
|
31.10.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
4.282.719,83
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.282.719,83
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
4.282.719,83
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.282.719,83
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
40.050,43
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
40.050,43
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
818.053,04
|
75.864,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
893.917,32
|
Summe Sachanlagen
|
858.103,47
|
75.864,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
933.967,75
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
2.964,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.964,00
|
Summe Finanzanlagen
|
2.964,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.964,00
|
Summe Anlagevermögen
|
5.143.787,30
|
75.864,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
5.219.651,58
|
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte
Abschreibungen
|
|
01.11.2022
|
|
|
|
|
31.10.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
4.240.547,77
|
6.796,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.247.343,77
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
4.240.547,77
|
6.796,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.247.343,77
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
3.755,43
|
4.537,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
8.292,43
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
769.321,04
|
95.122,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
864.443,32
|
Summe Sachanlagen
|
773.076,47
|
99.659,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
872.735,75
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
5.013.624,24
|
106.455,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
5.120.079,52
|
|
Zuschreibungen
Geschäftsjahr
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
|
31.10.2023
|
31.10.2022
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
35.376,06
|
42.172,06
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
35.376,06
|
42.172,06
|
Sachanlagen
|
|
|
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
31.758,00
|
36.295,00
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
29.474,00
|
48.732,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
61.232,00
|
85.027,00
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
2.964,00
|
2.964,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
2.964,00
|
2.964,00
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
99.572,06
|
130.163,06
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.12.2023 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Vtours GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Vtours GmbH,
Aschaffenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vtours GmbH
für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum
31. Oktober 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober
2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben.
Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich,
auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu
bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder
rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese
Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das
Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können;
• gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte und damit zusammenhängenden
Angaben;
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage
der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann;
• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau
und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt;
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit
dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung
und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des
Unternehmens;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten
Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den
gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 19. Dezember 2023
Ernst
& Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Kreninger
Wirtschaftsprüferin
Middelhoff
Wirtschaftsprüferin
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