Beteiligungsgesellschaften
Aalberts hfc GmbH
Steinbrink 7, 42555 Velbert, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Koert Arthur Munnik seit 4.12.2025 | Geschäftsführer |
Christian Kruse seit 22.2.2024 | Geschäftsführer |
Michael Böing seit 19.5.2023 | Prokura |
Frank Dorka seit 20.10.2021 | Prokura |
Dirk Petrich seit 28.5.2020 | Prokura |
Uwe Richter seit 29.12.2016 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flamco GmbHVelbertJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 (1. Januar bis 31. Dezember 2021)1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen b. Geschäftsverlauf c. Leistungsindikatoren d. Ertragslage e. Finanzlage f. Vermögenslage 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen der Gesellschaft Die Flamco GmbH ist eine Gesellschaft, an der die Flamco STAG Behälterbau GmbH, Genthin, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Flamco Holding B.V., Bunschoten/Niederlande, zu 100 % beteiligt ist. Die Flamco Holding B.V. ist wiederum Teil der Aalberts N.V., Utrecht/Niederlande. Innerhalb der Flamco-Gruppe übernimmt die Gesellschaft den Vertrieb von hochwertigen Produkten für den Heizungs- und Sanitärbereich in den Kernmärkten Deutschland und Österreich. Insbesondere spielen die Sanierung von Immobilien im Bestand sowie der Absatz von Neubauten eine bedeutende Rolle für die Geschäftstätigkeit. Die Produkte werden vorwiegend durch Konzernschwestergesellschaften in Deutschland und in den Niederlanden entwickelt und produziert. 2. Wirtschaftsbericht a) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Unverändert ist zu beobachten, dass Anleger verstärkt Geld in sicheren Investitionsalternativen wie Immobilien anlegen. Dies führt insgesamt dazu, dass sich die Baukonjunktur in Deutschland stabil entwickelt. So hat sich das Baugewerbe 2021 mit einem nominalen Wachstum der Auftragseingänge von 9,4 % positiv entwickelt (Quelle: Internetseite www.bauindustrie.de - Baujahr 2021 schließt im Plus: Mehr neue Jobs als erwartet, 25.02.2022). Ein wesentlicher Teil der Bautätigkeit entfällt auf die Flächenheizung und -kühlung im Rahmen des Neubaus oder der Sanierung von Immobilien. Hier hat sich der Markt mit einem Absatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % ebenfalls positiv entwickelt (Quelle: Pressemitteilung des BDH - Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie - vom 24. Februar 2022). Mit Blick auf die Produkte der Flamco GmbH waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus unserer Sicht somit positiv und haben den Geschäftsverlauf entsprechend begünstigt. Große Handelsverbände gewinnen allerdings immer mehr an Bedeutung und bedingt durch den erhöhten Wettbewerb unter den Großhändlern geraten die Verkaufspreise zunehmend unter Druck. b) Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 sind die Umsatzerlöse um 139,1 % bzw. TEUR 74.300 angestiegen und das EBIT hat sich um 159,2 % bzw. TEUR 9.156 verbessert. Der Anstieg der Geschäftsentwicklung resultiert insbesondere aus der Übernahme des Vertriebs der Produkte der Schwesterunternehmen Meibes System-Technik GmbH, Gerichshain, ab dem 1. Juli 2020 sowie der Simplex Armaturen & Systeme GmbH, Argenbühl, ab dem 1. April 2021. Die von der Meibes System-Technik GmbH und Simplex Armaturen & Systeme GmbH hergestellten Produkte werden nach deren Fertigstellung von der Flamco GmbH eingekauft. Entsprechend hat sich der Warenbestand zum Jahresende erhöht. Zusätzliches Personal z.B. für den Vertrieb dieser Produkte wird derzeit nicht benötigt. Stattdessen werden angefallene Aufwendungen konzernintern weiterbelastet. c) Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung und Überwachung des Unternehmens zieht das Management insbesondere die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren heran:
Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: Vorjahresvergleich
Ist zu Plan
Hinsichtlich der Entwicklung der Leistungsindikatoren wird auf die Erläuterungen zur Ertragslage verwiesen. Personal Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter war im Jahresdurchschnitt auf Vorjahresniveau, da die Aufwendungen für zusätzlich benötigtes Personal konzernintern an die Gesellschaft weiterbelastet wurden. d) Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft konnte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um TEUR 74.300 bzw. 139,1 % auf TEUR 127.720 gesteigert und die Planung somit deutlich übertroffen werden. Die über dem Budget liegenden Umsatzerlöse lassen sich auf eine höher als erwartete Absatzmenge zurückführen. Die Steigerung zum Vorjahr lässt sich hauptsächlich auf den oben erläuterten Vertriebsmerger mit den Schwesterunternehmen Meibes System-Technik GmbH, Gerichshain, und Simplex Armaturen & Systeme GmbH, Argenbühl, zurückführen sowie auf einen verstärkten Fokus auf Projektgeschäfte sowie strategische Kooperationen mit Großhändlern. Die aus dem Verkauf der Produkte der bisherigen Flamco GmbH erzielten Umsatzerlöse betrugen vor Erlösschmälerungen rd. TEUR 46.803 (Vorjahr: TEUR 38.610), für Produkte der Meibes System-Technik GmbH rd. TEUR 42.383 (Vorjahr: TEUR 14.189) und für Produkte der Simplex Armaturen & Systeme GmbH rd. TEUR 39.517 (Vorjahr: TEUR 0). Zudem wurden TEUR 21.550 (Vorjahr: TEUR 9.768) konzerninterne Umsatzerlöse erzielt. Die Materialintensität (= Materialaufwand bezogen auf die Betriebsleistung bestehend aus den Umsatzerlösen zzgl. sonstige betriebliche Erträge) hat sich von 72,9 % auf 73,8 % leicht erhöht. Die Entwicklung ist grundsätzlich beeinflusst durch die vereinbarten konzerninternen Einkaufspreise. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 199 erhöht. Der Personalbestand ist dabei gleichgeblieben und der Anstieg des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf fluktuationsbedingt höhere Gehälter zurückzuführen. Die Personalintensität (= Personalaufwand bezogen auf die Betriebsleistung) liegt mit 1,8 % unterhalb des Vorjahresniveaus (4,0 %). Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich daraus, dass die Mitarbeiterzahl konstant und damit ungefähr auf Planniveau blieb und die Vertriebsmitarbeiter, die für den Verkauf der von Schwesterunternehmen bezogenen Produkte verantwortlich sind, bei den Schwesterunternehmen weiterhin angestellt sind und die entsprechenden Personalkosten mittels konzerninterner Weiterbelastungen an die Flamco GmbH erfasst werden, welche unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 16.178 (Vorjahr: TEUR 6.671) deutlich über Vorjahresniveau. Hauptgründe hierfür sind erhöhte konzernintern weiterberechnete Managementgebühren sowie weiterberechnete Servicegebühren aufgrund der übernommenen Vertriebsaktivitäten der Schwesterunternehmen. Zudem sind die Aufwendungen für Ausgangsfrachten stark angestiegen, im Wesentlichen durch das gesteigerte Umsatzvolumen. Aufgrund der genannten Effekte hat sich das EBIT insgesamt um TEUR 9.156 bzw. 159,1 % auf TEUR 14.906 erhöht. Zwar sind die Umsatzerlöse über dem Plan, jedoch sind sonstige betriebliche Aufwendungen überproportional gestiegen. Im Ergebnis wurde das geplante EBIT leicht untertroffen. e) Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.072 gestiegen, was hauptsächlich auf das gestiegene Geschäftsvolumen und damit das deutlich höhere Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) zurückzuführen ist. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit spiegelt vollständig Investitionen in Software wider. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Zahlung der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2019. Neben dem Eigenkapital steht die Pensionsverpflichtung der Gesellschaft zur langfristigen Finanzierung zur Verfügung. Das langfristige Kapital übersteigt daher das langfristige Anlagevermögen um ein Vielfaches. Die Eigenkapitalquote liegt bei 5,7 % (Vorjahr: 10,3 %). f) Vermögenslage
Die Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 18.316 gegenüber dem Vorjahr resultiert auf der Aktivseite hauptsächlich aus den höheren Forderungen aus Cash-Pooling sowie aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines gestiegenen Umsatzvolumens. Der Warenbestand wurde ebenfalls aufgrund des höheren Geschäftsvolumens um TEUR 5.469 aufgebaut. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten insbesondere aufgrund des höheren konzerninternen Warenbezugs sowie aufgrund der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag des Geschäftsjahres 2021 abzüglich der Zahlung aus dem Ergebnisabführungsvertrag des Geschäftsjahres 2019 um insgesamt TEUR 14.402 gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich hauptsächlich aufgrund höherer Kundenboni im Zuge des höheren Umsatzvolumens um TEUR 3.919 erhöht. 3. Prognosebericht Gemäß dem Jahresabschluss (konzerninternes Reporting Package) der Flamco GmbH für das Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse von Mio. EUR 127,7 auf Mio. EUR 167,3 erhöht bei einem EBIT von 11,9 % (Vorjahr: 11,7 %). Die angestellte Mitarbeiterzahl bei der Flamco GmbH hat sich auf 52 Mitarbeiter erhöht, da in 2022 die Außendienstmitarbeiter der Schwestergesellschaften Meibes System-Technik GmbH und Simplex Armaturen & Systeme GmbH auf die Flamco GmbH übergegangen sind. Für 2023 wird ein Rückgang für das Bauhauptgewerbe von bis zu 6 % erwartet. Insbesondere durch den Krieg in der Ukraine kam und kommt es zu einer Verteuerung der Baumaterialen und zu Versorgungsengpässen, was das Baugewerbe behindert. Dennoch wird mit einer Verbesserung der Versorgungslage und rückläufigen Materialpreisen gegenüber dem Jahr 2022 gerechnet (Quelle: Internetseite www.bauindustrie.de - Pressemitteilung vom 27. Februar 2023). Vor dem Hintergrund der geplanten Energiewende gehen wir für den Bereich Flächenheizung und -kühlung von zum Teil kompensierenden Wirkungen aus. Vor dem Hintergrund der o.g. Entwicklungen wird für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Steigerung bei den Umsatzerlösen in Höhe von rd. Mio. EUR 15 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022, ein EBIT von rd. 14 % und eine Mitarbeiterzahl von 86 zum Jahresende 2023 geplant. Trotz des herausfordernden Umfelds, hauptsächlich bedingt durch den Krieg in der Ukraine, wird mit einer Steigerung der Umsatzerlöse insbesondere durch Preissteigerungen gerechnet. Die politischen Rahmenbedingungen zur Förderung des energieeffizienten Bauens werden als positiver Treiber beurteilt. Die Beschaffung erfolgt hauptsächlich durch verbundene Unternehmen, wodurch wir von positiven Effekten trotz anhaltender Inflation ausgehen, die sich in einer Verbesserung des EBIT niederschlagen. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl beruht auf der Übernahme von Außendienstmitarbeitern sowie weiteren Vertriebsmitarbeitern von der Simplex Armaturen & Systeme GmbH sowie der Meibes System-Technik GmbH. 4. Chancen- und Risikobericht Die Beschaffungsmärkte sind grundsätzlich für uns als Vertriebsgesellschaft als relativ stabil zu bewerten. Auch in der Corona-Pandemie haben sich keine wesentlichen Risiken dank ausreichender Lagerhaltung ergeben. Im Zuge des Kriegs in der Ukraine wird es jedoch herausfordernder für die Produktionsbetriebe und somit auch für uns als deren Kunde, die benötigten Materialien in der gewünschten Zeit zu beschaffen. Wie in der Vergangenheit werden wir auch weiterhin versuchen, Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite an unsere Kunden, unter der Maßgabe keine gravierenden Mengenanteile zu verlieren, weiterzugeben. Dies setzt vertrauensvolle Kundenverhältnisse voraus, welche wir auch in Zukunft weiter pflegen und intensivieren werden. Dem steht eine zunehmende Konzentration in der Kundenstruktur durch Großhandelsorganisationen, welche bestrebt sind, durch Bündelung der Nachfrage auf wenige Lieferanten verbesserte Einkaufskonditionen zu erzielen, gegenüber. Dem daraus resultierenden erhöhten Preisdruck, insbesondere im Bereich der OEM-Produkte, begegnen wir durch die Akquisition neuer Kunden sowie durch die ständige Entwicklung und Markteinführung von Produktinnovationen im Unternehmensverbund. Dennoch können hieraus positive wie auch negative Abweichungen von der prognostizierten Umsatz- und Ergebnisentwicklung resultieren. Durch ein integriertes Konzern-Kontrollberichtswesen werden Geschäftsführer und Gesellschafter zeitnah über Soll-/Ist-Verläufe informiert. Hieraus können notwendige Maßnahmen erkannt und sofort getroffen werden. Die Risiken werden einerseits im Rahmen der gesamten Flamco-Gruppe erfasst und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung festgelegt. Andererseits sind spezielle Risiken der einzelnen Unternehmen wesentlicher Teil der laufenden operativen Arbeit und Berichterstattung. Das Forderungsausfallrisiko wird im Wesentlichen durch unsere Warenkreditversicherung begrenzt. Wir gehen nicht davon aus, dass wesentliche Forderungsausfälle eintreten. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken, denen die Gesellschaft als Vertriebsgesellschaft ausgesetzt ist, werden durch Versicherungen abgemildert. Zudem werden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die Markteinführung neuer innovativer Produkte, die sich zurzeit noch in der Produktentwicklung befinden, bietet in den nächsten Geschäftsjahren die Möglichkeit, weitere Umsätze zu generieren. Je nach Erfolg der Produkte können sich sowohl positive als auch negative Effekte auf die Prognose auswirken. Weiterhin gute Möglichkeiten bietet das Projektgeschäft. Darüber hinaus erwarten wir gute Verkaufschancen durch den Vertriebsmerger mit den Schwesterunternehmen Meibes System-Technik GmbH (seit 1. Juli 2020) sowie Simplex Armaturen & Systeme GmbH, Argenbühl (ab 1. April 2021). Ziel ist es, Kunden mehr Systeme aus einer Hand anstatt Komponenten anzubieten sowie als ein Unternehmen am Markt aufzutreten. Arbeitnehmeraspekten wird von Seiten der Gesellschaft ein hoher Stellenwert eingeräumt. Regelmäßige Mitarbeiterschulungen sowie leistungsbezogene Entlohnungskomponenten für Schlüsselmitarbeiter sollen helfen, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und eine gute Unternehmensperformance sicherzustellen. Wir sehen diesen Aspekt als eine wesentliche Chance der künftigen Entwicklung, uns als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Aus aktueller Sicht sind weder aus Einzel- noch aus kumulativer Betrachtung bestandsgefährdende Risiken über den Prognosezeitraum ersichtlich.
Velbert, den 16. Juni 2023 Geschäftsführer
Geschäftsführer
Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Flamco GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie hat ihren Sitz in Velbert. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 18522 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wird auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss ist in EUR unter Angabe der Vorjahreszahlen in TEUR aufgestellt. Die Gliederung der Gewinnund Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren und entspricht den Vorgaben des § 275 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung für immaterielle Vermögensgegenstände erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren. Von dem Wahlrecht zum Ansatz selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt ebenfalls linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer:
Geringwertige Anlagegüter im Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten eingestellt, der planmäßig über einen Zeitraum von fünf Jahren aufgelöst wird. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten unter EUR 250,00 liegen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen für individuell ermittelte Einzelrisiken. Einem darüber hinausgehenden allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Liquiden Mittel sowie der Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Passiva Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,87 % (Vorjahr: 2,31 %) auf Basis der Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG ermittelt. Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftige erwartete Rentensteigerungen wurden bei der Bewertung mit einem Satz von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) in der Bewertung abgebildet. Eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge sowie Fluktuation wird wie im Vorjahr nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB, der sich zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, beträgt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5). Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf den Ausweis latenter Steuern wurde wegen der steuerlichen Organschaft verzichtet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 19.331 (Vorjahr: TEUR 12.055) aus Cash-Pooling und in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 1.153) aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 110) den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung und weisen daher eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen zu gewährende Bonusgutschriften (TEUR 7.319; Vorjahr: TEUR 4.323), Skonti (TEUR 457; Vorjahr: TEUR 152), Personalrückstellungen (TEUR 179; Vorjahr: TEUR 103), ausstehende Rechnungen (TEUR 266; Vorjahr: TEUR 164) sowie Gewährleistungen (TEUR 388; Vorjahr: TEUR 215). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zu TEUR 8.314 (Vorjahr: TEUR 4.379) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, zu TEUR 20.849 (Vorjahr: TEUR 10.340) aus der Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber dem Mutterunternehmen Flamco STAG Behälterbau GmbH, Genthin, und zu TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 188) aus der mit der Flamco STAG Behälterbau GmbH bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen resultieren ausschließlich aus dem einzigen Geschäftsbereich Heizung- und Sanitärtechnik. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt auf:
Jahresergebnis Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 15.021 (Vorjahr: TEUR 5.828) wird an die Muttergesellschaft im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Flamco GmbH ist Teil des konzerninternen Cashpoolings. Für mögliche Verbindlichkeiten des Cashpoolführers gegenüber dem Kreditinstitut haften die beteiligten Konzernunternehmen gesamtschuldnerisch. Aufgrund des derzeit insgesamt positiven Saldos des Cashpoolführers wird aktuell kein Risiko bezüglich einer Inanspruchnahme der Haftung gesehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus über das Jahresende hinaus festgelegten Laufzeiten für Leasing- und Mietverträge bestehen Verpflichtungen von insgesamt TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 296), deren Laufzeiten zwischen 2022 und 2024 enden. Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen dabei TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 0). Der Abschluss derartiger Geschäfte trägt auch zur Verminderung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko jeweils beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Diese Verpflichtungen verteilen sich auf die Jahre wie folgt:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie nachstehend aufgeführt zusammen: Maarten van de Veen, Ederveen/Niederlande,
Geschäftsführer Vertrieb Aalberts hydronic flow
control
Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt. Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 117 betreffen einen ehemaligen Geschäftsführer. Mitarbeiter Im Geschäftsjahresdurchschnitt wurden 32 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 32 Mitarbeiter), davon 23 (Vorjahr: 22) kaufmännische und 9 (Vorjahr: 10) gewerbliche Angestellte. Mutterunternehmen/Konzernverhältnisse Gesellschafterin ist zu 100 % die Flamco STAG Behälterbau GmbH, Genthin. Der Jahresabschluss der Flamco GmbH wird in den Konzernabschluss der Flamco Holding B.V., Bunschoten/Niederlande, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss wird offengelegt bei der Kamer van Koophandel voor Gooi-, Eem-, en Flevoland, unter der Nr. 32091768. Darüber hinaus erfolgt eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der Aalberts N.V., Utrecht/Niederlande (größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Aalberts N.V. ist beim dortigen Handelsregister unter der Registrierungsnummer 30089954 hinterlegt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der Aalberts N.V., Utrecht/Niederlande, enthalten. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Russland führt seit dem 24. Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine, wodurch es in Deutschland aber auch in Europa zu Beeinträchtigungen des Wirtschaftslebens gekommen ist. Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich dadurch insgesamt verschlechtert und das Inflationsniveau ist gestiegen. Weiterhin kommt es zu schlechteren Finanzierungsbedingungen, wodurch geringe Investitionen und zurückhaltendes Kaufverhalten zu beobachten sind. Die Flamco GmbH ist derzeit von den Auswirkungen des Krieges bislang nicht direkt betroffen. Es werden Umsätze von <5% der gesamten Umsatzerlöse mit Kunden in der Region erzielt. Unübliche Forderungsausfälle oder überfällige Forderungen sind nicht zu verzeichnen. Davon abgesehen ist die Flamco GmbH grundsätzlich durch die Inflationsauswirkungen indirekt von den Entwicklungen betroffen. Wesentliche negative Effekte auf die Margen konnten bislang jedoch vermieden werden.
Velbert, den 16. Juni 2023 Geschäftsführer
Geschäftsführer
Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Flamco GmbH, Velbert Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flamco GmbH, Velbert, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flamco GmbH, Velbert, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 16. Juni 2023 Deloitte
GmbH
(Marco
Feldhoff)
(Henrik
Arndt)
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