Sparkoo Technologies Deutschland GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Runge seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Marco Dr. May seit 13.4.2021 | Geschäftsführer |
Lutz Schade seit 16.4.2014 | Prokura |
Kurt-Jürgen Meß seit 16.4.2014 | Prokura |
Ralf Bechinger seit 2.7.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Refratechnik Holding GmbHMünchenKonzernjahresabschluss 2022zum 31. Dezember 2022 und KonzernlageberichtBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Refratechnik Holding GmbH, MünchenPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Refratechnik Holding GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Refratechnik Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 17. April 2023 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer gez. Hubertus Eichler, Wirtschaftsprüfer AnlagenKonzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20221. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG UND ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENAllgemeine Erläuterungen. Die Refratechnik Holding GmbH ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss aufzustellen. Gliederung, Ansatz und Bewertung der Bilanzposten und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen gem. § 300 und § 308 HGB einheitlich nach den Vorschriften des HGB und den Vorgaben der Refratechnik Holding GmbH. Wenn bei den ausländischen Tochterunternehmen wegen nationaler Vorschriften Abweichungen auftreten, die die Gliederung und bzw. oder die Bewertung betreffen, werden die Abschlüsse der Tochtergesellschaften den Vorgaben der Muttergesellschaft entsprechend angepasst. Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften Refratechnik Cement GmbH und Refratechnik Steel GmbH sind von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Teilkonzernabschlusses befreit. Die Refratechnik Cement GmbH und die Refratechnik Steel GmbH erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und wurden von der Aufstellung eines Lageberichtes sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes beim elektronischen Bundesanzeiger gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 325 HGB befreit. Konsolidierung. Tochterunternehmen, die von der Gesellschafterin Refratechnik Holding GmbH beherrscht werden, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für vor dem 1. Januar 2013 einbezogene Gesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. i.V.m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und anteiligem Eigenkapital wurde anteilig als stille Reserve den betreffenden Vermögensgegenständen zugeordnet und dort über die Nutzungsdauer aufgedeckt. Für die nachfolgend dargestellten, nach dem 31. Dezember 2012 einbezogenen Gesellschaften kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Für die Refratechnik Ceramics GmbH, die Refratechnik India Private Limited, die im Rahmen eines Joint Ventures in 2018 erworbenen Anteile an der Haicheng City Guozheng Mining Co. Limited (Anteilserwerb durch Teilnahme an einer Kapitalerhöhung bei einem noch in der Gründungsphase befindlichen Unternehmen) sowie die Anteile an der Refratechnik Horn Produktions GmbH wurde gemäß § 301 Abs. 1 HGB der Wertansatz der Anteile mit dem Betrag des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Für die Refratechnik Hungaria Kft., die Minex GmbH, die RTMX Servicios S.A.S. sowie für die QMAG Pty Limited wurde die Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt. Dafür wurde zum Zeitpunkt der jeweiligen Erstkonsolidierung ein Zwischenabschluss mit den beizulegenden Zeitwerten aller Aktiva und Passiva aufgestellt. Die aus den abgeleiteten Unternehmenskäufen der Refratechnik Hungaria Kft. und QMAG Pty Limited entstandenen passivischen Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB in der Konzernbilanz als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Für die Refratechnik Hungaria Kft. werden auf Grund der zu erwartenden, positiven Geschäftsentwicklung ergebniswirksame Auflösungen des Unterschiedsbetrages gemäß § 309 Abs. 2 HGB vorgenommen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der QMAG Pty Limited ist im Wesentlichen auf einen mit der Strukturierung des Anteilskaufs realisierten Steuervorteil zurückzuführen. Der Unterschiedsbetrag wird daher entsprechend dem Verbrauch der diesbezüglichen aktiven latenten Steuern aufgelöst. Der in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 aus weiteren Anteilserwerben der Refratechnik Mexico S.A. de C.V. entstandene passivische Unterschiedsbetrag wurde aufgrund des vorhandenen positiven Geschäftsverlaufs im Vorjahr sowie im Berichtsjahr zu jeweils 50% aufgelöst. Der aus dem damit verbundenen indirekten Anteilserwerb an der RTMX Servicios S.A.S. aufgedeckte Geschäfts- oder Firmenwert wurde in der Bilanz im Anlagevermögen ausgewiesen und im Berichtsjahr voll abgeschrieben. Der im Geschäftsjahr 2021 aus einem weiteren Anteilserwerb der Refratechnik Italia S.r.l. resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird ebenfalls in der Bilanz im Anlagevermögen ausgewiesen und linear über vier Jahre abgeschrieben. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden gem. § 303 bis § 305 HGB eliminiert und auf Ergebnisunterschiede, die sich voraussichtlich in Zukunft ausgleichen, eine Steuerabgrenzung nach § 306 HGB vorgenommen. Währungsumrechnung. Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren Währung nicht der Euro ist, werden nach der modifizierten Stichtagsmethode mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag sowie die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Währungsumrechnung des Anlagevermögens ergeben, werden im Anlagenspiegel ausgewiesen. Differenzen aus der Währungsumrechnung des Eigenkapitals gegenüber der Umrechnung des Vorjahres werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse sind im Folgenden aufgezeigt:
Auf fremde Währung lautende Geschäftsvorfälle werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Immaterielle Vermögensgegenstände. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich linear über ihre Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben. Im Rahmen der Konsolidierung aufgedeckte stille Reserven innerhalb immaterieller Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Unentgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit dem Erinnerungswert angesetzt. Aufgrund dessen erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung nur der Nettoausweis der Aufwendungen für zusätzlich benötigte Emissionsrechte bzw. ein Ertrag aus dem Verkauf überschüssiger Rechte. Sachanlagen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich degressiver bzw. linearer Abschreibung oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2007 zugegangen sind, wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Für Anlagegüter, die mehrschichtig genutzt werden, wird eine kürzere Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Von folgenden Nutzungsdauern wird ausgegangen: 8 bis 33 Jahre für Gebäude, 4 bis 15 Jahre für technische Anlagen und Maschinen, 2 bis 13 Jahre für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Finanzanlagen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Marktpreis bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden in Höhe der von den Versicherungsunternehmen bestätigten Guthaben bewertet. Vorräte. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Konzernherstellungskosten umfassen neben den direkten Kosten für Fertigungsmaterial und -löhne anteilige Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Konzerninterne Lieferungen, die sich zum Bilanzstichtag im Bestand befinden, werden gem. § 304 Abs. 1 HGB mit Konzernherstellungskosten angesetzt. Die Konzernherstellungskosten enthalten keine Verwaltungskosten oder Finanzierungszinsen. Forderungen und Verbindlichkeiten. Forderungen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert erfasst; Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rentenverpflichtungen werden mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines laufzeitadäquaten Zinssatzes angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Laufende (kurzfristige) Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber identischen Kreditinstituten werden grundsätzlich zusammengefasst bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten. Zahlungsausgänge im Geschäftsjahr werden, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen, als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und in dem späteren Jahr aufwandswirksam aufgelöst, dem sie zuzurechnen sind. Gleichermaßen werden Zahlungszuflüsse im Geschäftsjahr, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen, als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und in dem späteren Jahr ertragswirksam aufgelöst, dem sie zuzurechnen sind. Latente Steuern. Die Steuerabgrenzung im Konzern folgt der 'liability method' in Verbindung mit der 'net change method' und beruht im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanzen (insb. betreffend das Anlagevermögen und Rückstellungen), Bewertungsanpassungen des Anlagevermögens der ausländischen Tochtergesellschaften und auf ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen (Kapitalkonsolidierung, Schulden- und Zwischengewinneliminierung). Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Aus den Unternehmenskäufen der Refratechnik Hungaria Kft., der QMAG Pty Limited und dem Hinzuerwerb von Anteilen an der Refratechnik Mexiko S.A. de C.V. resultieren passivische Unterschiedsbeträge. Diese werden unter den Voraussetzungen des § 309 Abs. 2 HGB ergebniswirksam aufgelöst. Rückstellungen. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Erfüllungsbetrag nach den Anwartschaftsbarwerten (Projected Unit Credit Method i.S.d. IAS 19) unter Berücksichtigung von Zinssätzen von 1,55 % bis 1,88 % (im Vorjahr 1,2 % bis 2,1%), einem Rententrend von 2,0 %, einem Gehaltstrend von 0 % sowie der Richttafel von Dr. Klaus Heubeck von 2018 G bewertet. Bei der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren zugrunde gelegt, der sich unter Berücksichtigung der tatsächlichen Restlaufzeiten (in 2022 beträgt die bestandsspezifische Duration der einbezogenen Gesellschaften zwischen 11 und 19 Jahren, im Vorjahr zwischen 7 und 20 Jahren) ergibt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden dann gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht und die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Kurzfristige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der Abzinsungssatz für Rekultivierungsrückstellungen, welche die Baymag Inc. sowie die QMAG Pty Limited betreffen, vom Diskontsatz der Deutschen Bundesbank auf einen währungskongruenten Zinssatz umgestellt. Die Umstellung ist sachgerecht, da die Verpflichtungen in Fremdwährung zu erfüllen sind. Aus der Umstellung der Bewertungsmethode ergab sich in 2021 ein einmaliger außergewöhnlicher Ertrag von 3,3 Mio. EUR. Auf fremde Währung lautende Geschäftsvorfälle werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden im Übrigen unverändert fortgeführt. 2. KONSOLIDIERUNGSKREISKonsolidierungskreis. Der Konsolidierungskreis umfasst - neben der Refratechnik Holding GmbH - insgesamt vier in- und fünfzehn ausländische vollkonsolidierte Tochterunternehmen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Anteile der Refratechnik Mexico S.A. de C.V. und damit indirekt auch die Anteile der RTMX Servicios S.A.S. jeweils von 65,4% auf 67,0% aufgestockt. Die Refratechnik Casting GmbH wurde als 100% Tochter der Refratechnik Steel GmbH mit notariellem Verschmelzungsvertrag vom 5. August 2022 rückwirkend zum Verschmelzungsstichtag 31.12.2021 24:00 Uhr auf die Refratechnik Steel GmbH verschmolzen. Die Refratechnik Holding GmbH hält an den vollkonsolidierten Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Anteile. Zu diesen Gesellschaften zählen im Einzelnen:
3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZAnlagevermögen. Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen sind im Konzern-Anlagenspiegel zu finden, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.
Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung bei der Haicheng City Guozheng Mining Co. Ltd. wurde im Geschäftsjahr 2022 in den Posten Grundstücke und Bauten sowie in den Technischen Anlagen und Maschinen eine außerplanmäßige Abschreibung nach §253 Abs.3 S.5 HGB in Höhe von insgesamt TEUR 11.268 vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen sämtlich - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Sonstige Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Von den sonstigen Vermögensgegenständen weisen insgesamt TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 649) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Posten "Sonstiges" beinhaltet zum 31. Dezember 2022 ein kurzfristiges jederzeit kündbares Darlehen in Höhe von TEUR 4.364 an Dritte in Kanada. Steuerabgrenzung. Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Bilanzansätzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen und steuerlichen Verlustvorträgen. Mit der erstmaligen Einbeziehung der QMAG Pty Limited zum 1. Januar 2020 sind die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen infolge eines, verglichen mit der Handelsbilanz, erheblich höheren Abschreibungspotentials in der Steuerbilanz angestiegen. Die vergleichsweise hohen steuerlichen Abschreibungen führen zu steuerlichen Verlustvorträgen, die zukünftig nutzbar sind und einen liquiditätsschonenden Effekt haben werden. Die Steuerabgrenzungen gliedern sich wie folgt:
Die latenten Steuern wurden jeweils mit den nationalen Steuersätzen berechnet und für die Ergebnisunterschiede aus den Konsolidierungsmaßnahmen im Konzern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die bei der Haicheng City Guozheng Mining Co. Ltd. i. H. v. TEUR 3.132 für 2022 in Zusammenhang mit der vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens entstandenen aktiven latenten Steuern wurden in voller Höhe wertberichtigt. Konzerneigenkapital. Der in Anlehnung an DRS 22 aufgestellte Konzern-Eigenkapitalspiegel ist als Anlage 5 beigefügt. Konzernbilanzgewinn. Im Konzernbilanzgewinn von TEUR 295.364 ist ein Konzerngewinnvortrag von TEUR 261.975 enthalten. Nicht beherrschende Anteile. Ausgleichsposten anderer Gesellschafter weisen die Anteile der Fremdgesellschafter am Eigenkapital der folgenden Tochterunternehmen aus:
Davon entfallen insgesamt TEUR -6.553 auf das laufende Ergebnis des Geschäftsjahres. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Der aus dem Unternehmenskauf der Refratechnik Hungaria Kft. entstandene passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.493 wurde auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung bereits zum 31. Dezember 2013 ergebniswirksam in Höhe von 50% aufgelöst (§ 309 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Auf Basis der Geschäftslage wurden für die Geschäftsjahre 2014-2022 weitere 20,0% der Basissumme aufgelöst. Zum 31. Dezember 2022 betrug der bilanzierte Wert dieses Unterschiedsbetrags TEUR 747. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der QMAG Pty Limited (TEUR 5.050 zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) ist im Wesentlichen auf einen mit der Strukturierung des Anteilskaufs realisierbaren Steuervorteil zurückzuführen. Der Unterschiedsbetrag wird daher entsprechend dem Verbrauch der diesbezüglichen aktiven latenten Steuern aufgelöst. Die bisherige Auflösung betrug insgesamt 47,2%, d.h. TEUR 2.383. Der passivische Unterschiedsbetrag hat insgesamt Eigenkapitalcharakter, da in beiden Fällen ein vorteilhafter Anteilserwerb realisiert werden konnte. Sonderposten für Investitionszuschüsse. Zum Anlagevermögen gewährte Investitionszuschüsse werden in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Gegenstände aufgelöst. Pensionsrückstellungen. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des bis 2015 gesetzlich vorgegebenen durchschnittlichen Zinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 763. Sonstige Rückstellungen. Die 'Sonstigen Rückstellungen' setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Rückstellungen für Rekultivierungskosten handelt es sich um Aufwendungen für zukünftige Maßnahmen betreffend den Rückbau von Rohstoffminen. Der Anstieg im Jahr 2022 resultiert im Wesentlichen aus der erhöhten Zuführung der Rückstellung der QMAG Pty Limited. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Diese Position enthält zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr ausschließlich Ausschüttungsbeträge unter Berücksichtigung von Vorauszahlungen. Sonstige Verbindlichkeiten. Der Posten 'Sonstige Verbindlichkeiten' gliedert sich wie folgt:
Von der Gesamtsumme entfallen TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 406) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und TEUR 3.777 (Vorjahr: TEUR 2.680) auf Verbindlichkeiten aus Steuern. Verbindlichkeitenspiegel auf den 31. Dezember 2022:
Verbindlichkeitenspiegel auf den 31. Dezember 2021:
Sicherungen der Verbindlichkeiten. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden keine Sicherheiten gewährt. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, bestimmte festgelegte Kennzahlen (= Covenants) zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einzuhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 22.917, die der Bilanz nicht zu entnehmen sind, handelt es sich im Wesentlichen um ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 10.616 und um Verpflichtungen aus Mietverhältnissen der Bürogebäude und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 12.301. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Maschinen und Personenkraftwagen. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten. Verschiedene Unternehmen der Gruppe sichern Fremdwährungsrisiken im Rahmen von Macro-Hedges. Dazu wird zunächst die risikokompensierende Wirkung ganzer Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet und die sich ergebende Nettorisikoposition mittels Devisen-Swap und Termingeschäften rollierend gesichert. Durch die unbefristet angelegte rollierende Sicherung wird über die gesamte Laufzeit der Grundgeschäfte erwartet, dass sich die jeweiligen Wert- und Zahlungsstromänderungen mit denen der Sicherungsgeschäfte ausgleichen. Die Ermittlung der Nettorisikopositionen setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2022 wurden Fremdwährungsrisiken mit Devisen-Swap und Termingeschäften für eine Nettorisikoposition i. H. v. TUSD 36.920 mit Fälligkeit 17. Januar 2023 bzw. 18./19. Januar 2023 gesichert. Diese Geschäfte weisen zum Bilanzstichtag zusammengefasst einen positiven Marktwert von TEUR 89 aus. Zudem wurden zum 31. Dezember 2022 Fremdwährungsrisiken mit Devisen-Swaps und Termingeschäften für eine Nettorisikoposition i. H. v. TAUD 2.000 mit Fälligkeit 16. Januar 2023 gesichert. Diese Geschäfte weisen zum Bilanzstichtag einen positiven Marktwert von TEUR 8 aus. Ferner wurden zum 31. Dezember 2022 Fremdwährungsrisiken mit Devisen-Swaps und Termingeschäften für eine Nettorisikoposition i. H. v. TJPY 240.000 mit Fälligkeit 17. Januar 2023 gesichert. Diese Geschäfte weisen zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von TEUR -60 aus. In Australien wurden zum 31. Dezember 2022 Fremdwährungsrisiken mit Devisen-Swaps und Termingeschäften für eine Nettorisikoposition i. H. v. TEUR 7.740 mit Fälligkeit 16. Januar 2023 gesichert. Diese Geschäfte weisen zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von TAUD -113 bzw. TEUR -72 aus. Die in die Nettorisikoposition einbezogenen Vermögensgegenstände, Schulden und schwebende Geschäfte sowie die Sicherungsinstrumente werden als Bewertungseinheit betrachtet und jeweils mit dem Stichtagskurs bewertet. Sämtliche Wertänderungen an Grund- und Sicherungsgeschäften werden im Rahmen der Durchbuchungsmethode bilanziell erfasst, so dass sich Sicherungseffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung durch gegenläufige Aufwendungen und Erträge abbilden. Des Weiteren hat die RT Holding im Rahmen eines Micro-Hedges zum 31.12.2022 Fremdwährungsrisiken aus Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen mit Devisentermin- und Devisenswapgeschäften gesichert. Durch die unbefristet angelegte rollierende Sicherung wird über die Gesamtlaufzeit der Grundgeschäfte erwartet, dass sich die Wert- und Zahlungsstromänderungen mit denen der Sicherungsgeschäfte ausgleichen. Die Ausleihungen in ungarischen Forint sind mit einem Devisenswap (Kauf TEUR 962 - Verkauf THUF 400.000 zum Umrechnungskurs 415,71 HUF/EUR, Laufzeit 13.12.2022 bis 16.01.2023, Marktwert TEUR -36) und einem Devisentermingeschäft (Verkauf TEUR 297, Kauf THUF 120.000 zum Umrechnungskurs 404,28 HUF/EUR, Laufzeit 21.12.2022 bis 16.01.2023, Marktwert TEUR 3) gesichert. Die Ausleihung in australischen Dollar ist mit einem Devisenswap (Kauf TEUR 6.419 - Verkauf TAUD 10.000 zum Umrechnungskurs 1,5579 AUD/EUR, Laufzeit 13.12.2022 bis 16.01.2023, Marktwert TEUR 49) gesichert. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöseDie im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich zusammen aus:
Die sonstigen Erträge enthalten Wirtschaftszuschüsse in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr TEUR 900). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge. Die Position beinhaltet Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von TEUR 788 (Vorjahr TEUR 3.331). Der Rückgang zum Vorjahr ergibt sich aufgrund der Umstellung des Abzinsungssatzes für Rückstellungen für Rekultivierung im Geschäftsjahr 2021. Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Die Position beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung für Pensionsrückstellungen i. H. v. TEUR 310 (Vorjahr TEUR 363). Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Rekultivierung i. H. v. TEUR 445 (Vorjahr TEUR 174) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedert sich wie folgt:
Die Ertragsteuern ergeben sich aus den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die latenten Steuern betreffen im Wesentlichen Anpassungen des Anlagevermögens an die Konzernbewertung und sonstige Bewertungsabweichungen zwischen Einzel- und Konzernabschluss sowie Abweichungen zwischen lokalen Handels- und Steuerbilanzen. Latente SteuerDie Veränderung der latenten Steuer gliedert sich wie folgt:
Die Konzernsteuerquote liegt bei ca. 30 %. Der unterschiedliche Ausweis der unterjährigen Veränderung der latenten Steuer innerhalb der Bilanz (TEUR 2.115) und der GuV (TEUR 2.049) ergibt sich aus der Währungsumrechnung zum Stichtagskurs (Bilanz) bzw. Durchschnittskurs (GuV). Außergewöhnliche /periodenfremde Erträge und Aufwendungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 609 (Vorjahr TEUR 4.804) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen mit TEUR 2.351 (Vorjahr TEUR 1.573) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 112 (Vorjahr TEUR 1.059) enthalten. Darüber hinaus kam es zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagenvermögen der Haicheng City Guozheng Mining Co. Ltd. in Höhe von TEUR 11.723, welche ebenfalls außergewöhnliche Aufwendungen darstellen. 5. SONSTIGE ANGABENFirma, Sitz und Handelsregister. Die Muttergesellschaft firmiert als Refratechnik Holding GmbH und hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nr. HRB 138677 eingetragen. BeschäftigungstandDer durchschnittliche Beschäftigungsstand betrug im Berichtsjahr 2022:
Mitglieder der Geschäftsführung:
Der ausgeübte Beruf stimmt mit der Organstellung überein. Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans.Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 2.762 (Vorjahr TEUR 2.250). Gesamtbezüge von früheren Mitgliedern der Geschäftsführung.Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 299 (Vorjahr TEUR 294); für diesen Personenkreis sind insgesamt TEUR 4.493 (Vorjahr TEUR 4.580) für Pensionen zurückgestellt. Honorar des AbschlussprüfersFolgende Honorare wurden als Aufwand für den Konzernabschlussprüfer erfasst:
Bedeutende Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres.Im Zuge des Ukraine-Krieges stellen wir uns die Frage, inwiefern wir als Unternehmen in Europa von Problemen bei der Belieferung mit Rohstoffen und Erdgas betroffen sein können. Als energieintensives Unternehmen besteht das Risiko, von der aktuellen Situation stärker als der Gesamtmarkt getroffen zu werden. Zurzeit sehen wir bei der überwiegenden Mehrheit der Rohstoffe und auch beim Gas keine akuten Versorgungsprobleme. Gleichzeitig rechnen wir aber mit weiteren Störungen von Lieferketten und insgesamt mit noch nicht vorhersehbaren Auswirkungen auf die Weltmärke. Unsere Einkaufsabteilungen bemühen sich, mögliche Auswirkungen bestmöglich abzufedern. Verkaufsseitig wird sich das Geschäft mit Russland und Belarus - auch unabhängig von allen politischen oder moralischen Erwägungen - unter den gegebenen Sanktionsbedingungen drastisch reduzieren. Aufgrund unserer stabilen Aufstellung sind wir überzeugt, auch mit dieser veränderten Situation und der herrschenden Unsicherheit gut umgehen zu können. Ausstehende Forderungen aus den Regionen Russland und Ukraine betrugen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch TEUR 263. Ergebnisverwendung.Der Jahresüberschuss der Muttergesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 45.720. Gemäß § 11 der Satzung des Gesellschaftervertrages werden mindestens 20% (TEUR 9.144) an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Anteile ausgeschüttet. Über die Verwendung des restlichen Jahresüberschusses entscheidet die Gesellschafterversammlung.
München, den 17. April 2023 Refratechnik Holding GmbH Die Geschäftsführung Maleachi Bühringer Silke Karen Denecke Dr. Rainer Gaebel Dr. Michael Frei Konzernkapitalflussrechnung 2022
Erläuterungen:Zunahme/Abnahme der sonstigen nicht zahlungswirksamen Positionen. Der Posten enthält im Wesentlichen Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 3.528 und latente Steuer i. H. v. TEUR 2.115 sowie sonstige nicht zahlungsunwirksame Veränderungen von EUR -718. Auszahlungen für den Erwerb von Unternehmen Minderheitenanteile. Der Posten enthält den Kaufpreis für den Hinzuerwerb weiterer Anteile an der RT Mexico. Konzerneigenkapitalspiegel 2022
Erläuterungen:Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital. Aus dem Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag des Geschäftsjahres und der Vorjahre gebildete Gewinnrücklagen und Ergebnisvortrag (z.B. Jahresüberschüsse/ -fehlbeträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zuzüglich Ergebnisveränderungen aus Konsolidierungsmaßnahmen). Übriges Konzernergebnis. Erfolgsneutrale Kapitalveränderungen, die nicht auf Zahlungen mit Gesellschaftern beruhen (z.B.: erfolgsneutral erfasste Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung). Übrige Veränderungen. Abnahme der Minderheitsanteile durch weiteren Erwerb von Anteilen an der Refratechnik Mexico S.A. de C.V. und RTMX Servicios S.A.S. 1. KONZERNSTRUKTURDie Refratechnik Gruppe ist eine global agierende Unternehmensgruppe der Feuerfestindustrie für die Zement-, Kalk-, Stahl- und Keramikherstellung mit insgesamt 20 Gesellschaften an 26 Standorten auf fünf Kontinenten. Dabei deckt die Gruppe von der Rohstoffgewinnung (Kanada, Österreich, China und Australien) über die Feuerfestproduktion (sechs Produktionsstätten in Deutschland, eine in Spanien, eine in Ungarn, eine in Indien sowie zwei weitere in China), Vertriebsgesellschaften in Mexiko, Kolumbien, Nord Amerika, Italien, China und Hong Kong bis zum Installationsgeschäft für Neuanlagen vollumfassend die Kernbereiche des Industriezweiges aus einer Hand ab. Der Konzern ist aus dem 1950 in Göttingen gegründeten Unternehmen Steinwerke Feuerfest Karl Albert Gesellschaft hervorgegangen und wird in seiner heutigen Form seit mittlerweile rund 24 Jahren unter dem Dach der strategisch tätigen Refratechnik Holding GmbH in München geführt. Seit dem Geschäftsjahr 2011 stehen der Refratechnik Holding GmbH zwei, auf den verstorbenen Unternehmensgründer und Gesellschafter Alexander Tutsek zurückgehende Stiftungen vor, welche die Unternehmensgruppe in ihrer bisherigen Form fortführen. Geleitet werden diese durch Frau Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als Vorsitzende der Alexander Tutsek-Stiftung sowie ihrem Sohn Maleachi Bühringer als Vorsitzender der Alexander Tutsek und Eva-Maria Fahrner-Tutsek-Familienstiftung. 2. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES KONZERNSGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Für die seit 2020 andauernde Corona Krise mit all ihren negativen Folgen für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Lieferketten etc., schien sich Anfang des Jahres 2022 eine Entspannung abzuzeichnen. Die Hoffnung auf "back to normal" wurde am 24. Februar 2022 durch den Einmarsch von Russland in die Ukraine zunichte gemacht. Anfängliche Erwartungen, dass der Krieg mit diplomatischen Mitteln gelöst werden könnte, wurden leider nicht erfüllt. Der Einfluss dieses Krieges besonders für den europäische Wirtschaftsraum, zeigte sich rasch in einem Anstieg der Preise für Energie aufgrund von erst verknappten und dann ganz eingestellten Gaslieferungen aus Russland. Dies gepaart mit der großen Unsicherheit, ob genug Energie in den Wintermonaten für Produktion und Heizung von Wohngebäuden vorhanden sein würde, verstärkte die Unsicherheit und damit die Preisanstiege bis zum Anfang des vierten Quartals in Europa. Die von der EU eingeleiteten Sanktionsmaßnahmen gegen Russland führten bei vielen Unternehmen zum Erliegen von Lieferketten und dem Zahlungsverkehr nach Russland. Viele Unternehmen beendeten ihre geschäftlichen Tätigkeiten in Russland komplett. Auch in anderen Ländern kam es zu Beeinträchtigungen bedingt durch den Krieg. So musste zum Beispiel Australien in bestimmten Landesteilen mit sehr hohen Energiekosten kämpfen. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahr 2022 global um 8,8% im Vergleich zum Vorjahr. Vor der Pandemie waren Werte um die 3,5% (2017-2019) üblich. Die Zentralbanken der Industrienationen versuchten die Inflation durch die klassischen Mittel der Zinsanhebung ab Juli 2022 zu bekämpfen, indem sie die Leitzinsen schrittweise anhoben. Ein Ende der Zinsanhebungen ist auch Ende des 1. Quartals 2023 noch nicht abgeschlossen. Insbesondere in den Industrieländern blieb die Kerninflationsrate vorerst über den Werten vor der Pandemie. Ende des 4. Quartals begannen die Energiepreise langsam zu sinken und Ende des 1. Quartals 2023 waren diese zwar noch höher als vor dem Krieg, aber weitestgehend normalisiert. Trotz dieser vielen Unsicherheiten zeigte sich die Weltwirtschaft in 2022 mit einem BIP Wachstum in Höhe von 3,4 %. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Das Jahr 2022 kann trotz der oben beschriebenen Rahmenbedingungen als insgesamt erfolgreiches Jahr für die Branche angesehen werden. Die Feuerfestbranche befindet sich in der Phase der Konsolidierung, so wurden zwei größere Wettbewerber im Bereich Stahl, die Harbison Walker Inc. und die Feuerfest-Sparte der Imerys im Rahmen einer Buy & Build Strategie von einem Privat Equity Investor (Platinum) übernommen. Auch unser Hauptwettbewerber, die RHIM AG tätigte einige Übernahmen in Indien, China und der Türkei. Ein Technologiewandel ist mittelfristig nicht zu erwarten und im Bereich Feuerfestkapazitäten bestehen eher Überkapazitäten, die sich eventuell durch die aktuelle Konsolidierung der Anbieter bereinigen werden. Es kommt zum Teil zu erheblichen Neuinvestitionen in Produktionsanlagen, die den neuesten technischen Standards entsprechen, um so Kostenvorteile zu erlangen. Im Bereich unserer verschiedenen Marktsegmente zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen: ZementDie Bautätigkeit in den meisten Märkten mit Ausnahme Chinas lief ununterbrochen fort, jedoch machten sich die Preisanstiege betreffend Energie und Zinsen gerade in der zweiten Jahreshälfte negativ bemerkbar. Laufende Projekte werden aktuell noch fertiggestellt, jedoch wurden viele zukünftige Projekte aufgrund der Preisanstiege und der Zinserhöhung "on hold gesetzt" oder ganz abgesagt. StahlDie Preise für Stahl, Nickel, Kupfer, Kobalt sind zu Anfang des Jahres 2022 auf die Jahreshöchstwerte angestiegen und dann mit Beginn des zweiten Quartals wieder erodiert. Die Weltstahlproduktion erreichte den Jahreshöchstwert im Mai und nahm dann wieder ab. Im Jahresvergleich lagen nur zwei Monatswerte über dem Vorjahr. Wachstumsbremsend haben sich neben einer allgemeinen kriegsbedingten Verunsicherung die Unterbrechungen der Lieferketten für Rohstoffe und Fertigprodukte aus China heraus ausgewirkt. Verursacht wurden diese nicht ausschließlich durch Pandemieeffekte, sondern auch durch regulierende Maßnahmen Chinas im Bereich der Energieversorgung und der Umweltverschmutzung. Die anhaltenden Störungen der weltweiten Seefrachtverbindungen und die Chipknappheit haben sich zum Teil auch indirekt auf die Branche ausgewirkt (Kurzarbeit in der Automobilindustrie in Deutschland). In der besonders stromintensiven Aluminiumindustrie haben die rasanten Energiepreisanstiege in Europa zu einem deutlichen Produktionsrückgang beigetragen. Ähnlich negativ wirkten sich die Stromkosten auf die kleineren Stahlwerke aus, die ausschließlich Stahl mit Elektroöfen produzieren. IndustriemineraleIm Bereich Industrieminerale führten die starken coronabedingten Einschränkungen in China und den daraus folgenden Lieferschwierigkeiten aus China heraus zu einem Anstieg der Preise für diese Rohstoffe. Da Industrieminerale auch für die Herstellung von Produkten für zum Beispiel die Kobalt Industrie eingesetzt werden, führte der Preisanstieg bei Kobalt auch zu einer höheren Nachfrage und damit höheren Preisen bei den Produkten. Lage des Unternehmens. Das Geschäftsjahr 2022 war auch für den Konzern gekennzeichnet durch den Krieg in der Ukraine, die Pandemie, EU-Sanktionen und die logistischen Herausforderungen. Bedeutsam für den Geschäftsverlauf waren insbesondere Engpässe im logistischen Bereich mit gestiegenen Kosten, die wir nur verzögert an Kunden weitergeben konnten und dem Problem, überhaupt Lieferkapazitäten zu bekommen, um Ware rechtzeitig ausliefern zu können. Dennoch ist es dem Konzern gelungen, die Preissteigerungen durch Energie, Frachten und Lohnkosten an die Kunden zum Teil weiterzugeben. Die verkaufte Tonnage war auf Vorjahresniveau. Belastet hat den Konzern die Abwertung einer Anlage in China, da diese bisher nicht die erhofften Erträge erwirtschaften konnte. Mit der Restrukturierung dieser Anlage rechnen wir im Jahr 2023. Der Konzern schließt das Jahr mit einem Umsatz und Ergebnis über Plan ab, wir verweisen auf die nachfolgenden Erläuterungen zur Ertragslage. Die betriebswirtschaftliche Ertragslage des Konzerns stellt sich für das Geschäftsjahr 2022 wie folgt dar:
Der Konzern schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 30,13% gegenüber dem Vorjahr ab. Die Umsatzsteigerungen resultieren im Wesentlichen aus Preiserhöhungen, die flächendeckend am Markt umgesetzt werden konnten. Die abgesetzten Tonnagen waren ungefähr auf Vorjahresniveau. Um den Lieferengpässen entgegenzuwirken, wurde unterjährig schon im Geschäftsjahr 2021 begonnen in verschiedenen Außenlägern hohe Lagerbestände aufzubauen, so dass eine schnelle Lieferbereitschaft gewährleistet werden konnte. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte aus diesem Grund ein weiterer Aufbau um TEUR 15.110. Bei den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.729 handelt es sich so wie im Vorjahr maßgeblich um bewertete Stunden eigener Mitarbeiter für aktivierte IT-Projekte. Die Eigenleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 389 erhöht. Die Materialeinsatzquote 2022 errechnet sich mit 56,4% (Vorjahr 57,7%). Dies hängt zum einen am Produktmix und zum anderen daran, dass die Rohstoffpreiserhöhungen und die Preiserhöhungen von Energie und Frachten zum Teil an den Markt weitergegeben werden konnten. Absolut ist der Materialeinsatz jedoch um insgesamt 99,4 Mio. EUR gestiegen. Die Personalkosten sind absolut gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.828 gestiegen, in Relation zur Betriebsleistung jedoch um 2,6%-Punkte gesunken. Die Abschreibungen sind - bereinigt um außerplanmäßige Abschreibungen von 11.723 TEUR, die im neutralen Ergebnis enthalten sind - absolut um TEUR 3.510 gestiegen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen resultieren aus der verlustfreien Bewertung einer Betriebsstätte in China, da aufgrund mangelnder Ertragskraft voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen hängt insbesondere mit der Inbetriebnahme einer Anlage in Kanada und der Fertigstellungen von Digitalisierungsprojekten zusammen. Der Anstieg der - in vorstehender Darstellung um Sondereffekte bereinigten - sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 18.247 resultiert in erster Linie aus Erträgen aus Fremdwährungsgewinnen. Eine Gegenposition in gleicher Höhe finden sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder. Das Ergebnis aus FX Geschäften beläuft sich auf insgesamt TEUR -34. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um TEUR 77.624 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg bei Frachten TEUR 31.782. Des Weiteren ergaben sich Veränderungen bei den Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 19.751. Bedingt durch den hohen Umsatz sind ebenfalls Reisekosten um TEUR 4.928 sowie Provisionen um TEUR 4.268 gestiegen. Hauptsächlich begründet in einigen M&A Projekten in Deutschland, Amerika und Kanada stiegen die Rechts- und Beratungskosten um TEUR 2.158 an. Des Weiteren stiegen Aufwendungen für Wartung für Maschinen um TEUR 2.075 und Mietkosten für Außenlager um TEUR 454. Weitere Steigerungen zeigen sich in fast allen Aufwandsarten im sonstigen betrieblichen Bereich. Das neutrale Ergebnis ergibt sich vor allem aus den oben erwähnten außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 11.723. Zusätzlich sind in 2022 in dieser Position insbesondere die Auflösungen von Wertberichtigungen mit TEUR 2.351 und die Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 608 enthalten. Das Finanzergebnis fällt in diesem Jahr um TEUR 836 niedriger aus. Die Finanzierung des Working Capitals wurde vorwiegend über Kreditlinien getätigt, da damit gerechnet wird, dass sich die Bestände sowohl von Vorräten als auch von Forderungen kurzfristig wieder normalisieren. Die Ertragsteuern sind in 2022 im Vergleich zum Vorjahr trotz des gesunkenen Ergebnisses wegen steuerlich nicht abzugsfähigen Abwertungen gestiegen. Es ergibt sich ein EBIT in Höhe von TEUR 55.919 (6,6 % im Verhältnis zum Umsatz) und ein EBITDA in Höhe von TEUR 91.854 (10,81 % im Verhältnis zum Umsatz). Im Vorjahr betrugen das EBIT TEUR 54.806 und das EBITDA TEUR 75.508. Die Vermögensstruktur des Konzerns stellt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
Das langfristig gebundene Vermögen beträgt 26,7% der Bilanzsumme (Vorjahr 29,0%), wobei das Sachanlagevermögen mit TEUR 175.583 (23,7%) anteilig am größten ist. Der Anstieg bei den immateriellen Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 862 resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in IT-Projekte. Darunter zählen vor allen Dingen die ERP SAP S4 Hana Einführung sowie Software im Bereich des Customer-Relationship-Managements und der Produktionssteuerung. Im Berichtsjahr erhöhte sich das Sachanlagevermögen i. H. v. TEUR 9.491. Die darin enthaltenen Investitionen betreffen im Wesentlichen den Bau des Macarbonwerks in Indien mit ca. TEUR 14.914 und die Abwertung des Joint Venture in China mit TEUR 11.723. Der restliche Betrag resultiert überwiegend aus normalen Ersatzinvestitionen. Der Anstieg der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr beträgt TEUR 52.309 und resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Rohstoffbestände in Höhe von TEUR 47.870. Aufgrund der globalen Lieferengpässe in 2022 wurden bewusst Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Fertigerzeugnissen sowie Handelswaren aufgebaut. Damit wird sowohl die Produktions- als auch die Lieferfähigkeit und somit die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes gewährleistet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt um TEUR 43.047 gestiegen. Dies ist insbesondere der Weitergabe der Preiserhöhungen an die Kunden und dem damit gestiegenen Umsatz geschuldet. Die liquiden Mittel haben sich aufgrund der Finanzierung des Working Capitals um 10,7 Mio. EUR verringert. Die Kapitalstruktur des Konzerns zum 31. Dezember 2022 stellt sich wie folgt dar:
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 56,7% und ist infolge der um TEUR 94.618 höheren Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 3,7 %-Punkte gesunken. Absolut ist das Eigenkapital in 2022 um TEUR 29.370 angestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus der anteiligen Thesaurierung des Vorjahresgewinns zuzüglich Effekten aus der Fremdwährungsbewertung sowie der Ausschüttung an Gesellschafter. Es wird auf den Eigenkapitalspiegel (Anlage 5) verwiesen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ergibt sich im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der QMAG Pty Limited sowie aus dem Hinzuerwerb von Anteilen an Refratechnik Mexico S.A. de C.V. In beiden Fällen hat dieser wirtschaftlich gesehen Eigenkapitalcharakter. Das langfristige Fremdkapital besteht neben mittel-/langfristig fälligen Darlehen, die in 2022 aufgestockt wurden, im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und Rekultivierungsverpflichtungen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg zum Vorjahr beträgt TEUR 47.746 und wurde größtenteils für den Aufbau des Vorratsvermögen und der Forderungen verwendet. Die anderen Positionen unterliegen den normalen Schwankungen innerhalb des Geschäftsjahres. Die Konzernkapitalflussrechnung ist als Anlage 4 Bestandteil des Konzernabschlusses. Abschließend ist festzuhalten, dass sowohl der im Geschäftsjahr erzielte Umsatz mit TEUR 849.588 als auch das Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 57.582 (Umsatzrendite 6,8%) wesentlich höher ausfallen als erwartet (Planumsatz TEUR 620.000 und Planergebnis TEUR 43.400; Umsatzrendite 7,0%). Bereinigt um die Sonderabschreibung der Anlage in China mit TEUR 11.723 hätte die Gruppe mit einer EBT Marge in Höhe von 8,2% das Geschäftsjahr abgeschlossen. Insgesamt zeigt die Gruppe nach wie vor ein stabiles Ergebnis über den Erwartungen und auf insgesamt hohem Niveau. Die Geschäftsführung ist mit der Gesamtentwicklung des Konzerns in 2022 insgesamt mehr als zufrieden. 3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTWettbewerbssituation. Innerhalb der Feuerfestbranche kam es zu weiteren Konsolidierungsbewegungen. Durch den Kauf der Anteile an der Imerys und auch an der Harbison Walker durch einen Privat Equity Investor entstand innerhalb eines Jahres ein Zusammenschluss, der zu den größten Feuerfestunternehmen der Welt gehört. Unser Hauptwettbewerber die RHIM AG, immer noch Platz 1 im Bereich feuerfeste Produkte, übernahm zu Ende des Jahres einen großen Feuerfesthersteller in Indien und einen kleineren Hersteller in China. Wir sehen die Konsolidierungsaktivitäten noch nicht als abgeschossen an und begrüßen die dringend gebotene Marktbereinigung. Als unabhängiges Familienunternehmen und verlässlicher Partner der Industrie gehen wir davon aus, dass wir in der Wahrnehmung unserer Kunden als schnell agierender, innovativer, solider und auch in der Zukunft beständiger Partner weiterhin eine starke Position am Markt haben. Risikomanagement. Durch ihre weltweiten Aktivitäten ist die Refratechnik Gruppe Risiken ausgesetzt, die sich zwangsläufig aus dem unternehmerischen Handeln heraus ergeben. Wir verfolgen als Gruppe das Ziel, globale Risiken (u.a. Rohstoffpreisentwicklung) durch den Strategieträger abzusichern - mit dem Ziel, Synergieeffekte der globalen Risikoabsicherung zu heben - und lokale Risiken in die Hand des Managements der Teilkonzernmutterunternehmen zu überführen, um hier ebenfalls Synergieeffekte zu generieren. Hinsichtlich der Fremdwährungsrisiken wird aktuell ein System erarbeitet, das es erlaubt, die Risiken insgesamt zentral auf Ebene der Holding zu sichern. Für Deutschland und Australien wird dieses System bereits eingesetzt. Das in 2020 ausgerollte gruppenweite digitale Controlling Tool und die damit verbundenen Möglichkeit einer detaillierten und gruppenweiten Analyse einzelner Geschäftsvorfälle - sowohl für die einzelnen Unternehmenseinheiten sowie auch für den Strategieträger - wurde weiter ausgebaut. Herausforderungen aus dem operativen Geschäft lassen sich nun wesentlich schneller erkennen, was wiederum auch der Entstehung etwaiger Risiken vorbeugt. Ein umfassendes Beteiligungscontrolling wurde aufgebaut, um frühzeitig negative Entwicklungen bei den Beteiligungen zu erkennen und diesen aktiv begegnen zu können. Diese Tools werden nun nach und nach in den entsprechenden Fachabteilungen des Konzerns ausgerollt und die Mitarbeiter geschult. Risiken, die die künftige Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns beeinflussen können. Nachfolgende Risiken nebst verbundenen Chancen wurden im Konzern identifiziert und unter Berücksichtigung der Maxime einer Begrenzung des finanziellen Risikos analysiert: Rohstoff-, Energie-, Frachtpreisentwicklung. Die Entwicklung dieser Hauptkostenblöcke ist konzernweit stark schwankend. Wir begegnen diesem Risiko soweit möglich mit Jahres-Lieferverträgen sowie dem steten Marktpreisvergleich und vorausschauendem Einkauf bzw. Bevorratung. Zudem können wir uns mit der in 2020 realisierten Akquisition der QMAG Pty Limited vom Rohstoffmarkt unabhängiger aufstellen und damit teilweise unsere Rohstoffsicherung für die Zukunft gewährleisten. Besonders zu erwähnen sind hier noch die Verwerfungen im Bereich der Energie, denen wir zukünftig sowohl mit weiteren Preiserhöhungen als auch alternativen Absicherungsstrategien begegnen müssen. Besonders im Hinblick auf die Geschehnisse in der Ukraine und in Russland wird diesen Herausforderungen aktuell die höchste Aufmerksamkeit gewidmet. Bezüglich der Frachtraten ist es uns in der Vergangenheit gelungen, die Frachtraten weitestgehend an unsere Kunden weiterzugeben. Trotzdem sehen wir hier höhere Risken als Chancen, so dass wir hier neue Wege beschreiten müssen, um das Risiko besser in den Griff zu bekommen. Währungsentwicklung. Die Zahlungskonditionen in Bezug auf die Fakturawährung und die Laufzeit zwischen den Gesellschaften der Gruppe wurden bereits im Geschäftsjahr 2011 geändert und das Währungsrisiko in den Teilkonzernmüttern gebündelt. Für das aktuelle Berichtsjahr zeigt sich wie schon im Vorjahr der schonende Effekt auf das saldierte Kursergebnis. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden zudem im Rahmen eines Makro-Hedges Devisentermingeschäfte vereinbart. Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuert die Holding die Sicherung der Währungsrisiken der deutschen Gesellschaften zentral, indem die Salden der zu erwartenden Überhänge aus Zahlungseingängen bzw. -ausgängen in fremden Währungen aus offenen Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufträgen und Bestellungen täglich ermittelt und im Bedarfsfall gesichert werden. Seit 2020 wird diese Sicherungsstrategie auch für Australien umgesetzt. Politische Entwicklung. Die Beobachtung der politischen Rahmenbedingungen ist zu einem immer wichtigeren Faktor im Geschäftsleben geworden. Wir betrachten aufmerksam die politischen Bewegungen in China, Russland und Indien. Aber auch die Entwicklungen im arabischen Raum und in Amerika sind für uns von großer Bedeutung. Die weiteren Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine auf den Konzern sind aktuell kaum abschätzbar. Bei einer Auseinandersetzung zwischen China und Taiwan rechnen wir jedoch mit einem größeren Einfluss auf die Geschäfte des Konzerns. Hier verfolgen wir die Strategie möglichst von jedem Kontinent aus unabhängig produzieren und unsere Kunden beliefern zu können (Lieferkettenverschiebung). Demografische Entwicklung. Betreffend des demografischen Alterungsprozesses verfolgen wir bereits seit einiger Zeit die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Altersstruktur unserer eigenen Belegschaft. Weiterhin bauen wir unsere eigene Innovationskraft konsequent durch gezielte Förderprogramme für unsere Fach- und Führungskräfte aus. Hiermit verfolgen wir auch das Ziel, langfristig unsere eigenen Mitarbeiter für Führungspositionen zu entwickeln und uns so nicht in übermäßige Abhängigkeit der sich erschwerenden Bedingungen des externen Arbeitsmarktes zu begeben. Des Weiteren werden die bereits bestehenden IT - Systeme immer weiter verbessert und verstärkt neue IT - Systeme eingesetzt, um nachteilige Effekte aus dem demografischen Alterungsprozess auszugleichen. Risiken durch Cyber-Attacken. Die in den letzten Jahren zunehmenden Cyberattacken sind für uns als global aufgestelltes Unternehmen nicht zu unterschätzende Risken. Wir begegnen diesen Risiken mit umfangreichen Sicherheitsmaßnehmen bezüglich unserer IT-Architektur, Sicherheitsschulungen für unsere Mitarbeiter und ständige Investitionen in die neueste Sicherheitstechnologie. So konnten bis jetzt die durchgeführten Angriffe auf unsere IT abgewehrt werden. Wir schätzen dieses Risiko jedoch weiterhin als sehr hoch ein und widmen diesen Risken unsere höchste Aufmerksamkeit. Produktrisiken. Langfristig könnte die Umstellung auf emissionsärmere Produktionsverfahren bei den Kunden zu Umsatzeinbußen führen. In der Gruppe wird auf das beschriebene Risiko reagiert. Zu den Maßnahmen zählen:
Da eine generelle Verringerung des Bedarfs an Feuerfestmaterial als Folge einer Technologieänderung als Risiko nicht ausgeschlossen bzw. nicht vollständig eliminiert werden kann, wird konsequent das Ziel verfolgt, die starke Abhängigkeit von der Zementindustrie durch Wachstum in anderen Industrien zu relativieren. Zu den Maßnahmen zählen:
Risiken durch Bankenzusammenbrüche. Durch unsere globale Aufstellung und unser Engagement in Amerika wären Risiken aus Bankenzusammenbrüchen durchaus möglich. Die Gruppe versucht sich dagegen abzusichern und arbeitet daher weltweit hauptsächlich mit fünf strategischen Banken zusammen, die alle mit einem guten Rating ausgezeichnet worden sind. Die Ratings unterliegen einem Mentoring. Des Weiteren wird auf eine ausgewogene Verteilung der liquiden Mittel geachtet. Chancen ergeben sich daraus nicht. Risiken aus Steuer- und anderen gesetzlichen Vorgaben. Aus der international ausgerichteten Geschäftstätigkeit resultieren die typischerweise hiermit verbundenen Steuerrisiken, die wir zentral analysieren und denen wir durch umfassenden Einsatz von Beratungsunternehmen zu begegnen versuchen. Den verschiedenen gesetzlichen Entwicklungen im Bereich Compliance, ESG, Lieferkettenschutzgesetz, Datenschutz etc. begegnen wir mit dem Aufbau einer entsprechenden Funktion in der Unternehmensgruppe, die sich dieser Themen annimmt und die Themen konzernweit in der Holding bündelt und weiterentwickelt. Risiko Corona Pandemie. Die Corona Pandemie hatte einen globalen Einfluss auf das gesamte Weltwirtschaftsgeschehen. Es wurden alle Maßnahmen eingeleitet, um unsere Mitarbeiter zu schützen und einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen. Aufgrund der in den zwei letzten Jahren gesammelten Erfahrungen sind wir auch für eine neue Pandemie gut gerüstet. Energierisiko. Aufgrund der Art unserer Produktion ergeben sich Abhängigkeiten von Energielieferungen. Eine Umstellung auf alternative Energie ist zu einem geringen Prozentsatz möglich und wurde auch schon teilweise realisiert. Um jedoch Brennöfen zu betreiben sind wir weiterhin noch abhängig von ausreichenden Gaslieferungen. Projekte für alternative Energiequellen wurden aufgesetzt. Sollten Gaslieferungen komplett ausfallen, könnte dies schwerwiegende Konsequenzen auf die Produktionsfähigkeit in Europa haben. Die daraus resultierende eingeschränkte Lieferbereitschaft aus Europa heraus könnte nicht vollständig aus Asien abgedeckt werden. Wir versuchen diesem Umstand durch Aufbau von Lagerbeständen in Europa entgegenzuwirken. Chancen ergeben sich aus dieser Situation keine. Von den genannten Risiken wird keines als bestandsgefährdend für die Refratechnik Gruppe eingeschätzt. In allen genannten Bereichen wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um bestehende Risiken nicht nur vergangenheitsorientiert zu analysieren, sondern sie auch als Chance für die kontinuierliche Verbesserung der Unternehmensprozesse zu verstehen. Weitere Chancen bestehen in der Realisierung von konzerninternen Synergieeffekten. Hervorzuheben sind insbesondere Potenziale durch den zentralen Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Nutzung der bestehenden Vertriebsorganisation der Gruppe. Der Konzern befindet sich nach wie vor in einer sehr gesunden wirtschaftlichen Verfassung mit einer hohen Eigenkapitalquote und ausreichend Liquidität, so dass wir aktuell keine Risiken sehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. 4. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSBERICHTAllgemeines. Die Refratechnik-Gruppe steht mit ihren innovativen Produkten und konsequenten Qualitätsstrategien seit Jahren an der Spitze internationaler Entwicklungen. Durch konstant hohe Investitionen in die Forschungszentren in Göttingen, Zibo (China), Australien und Exshaw (Kanada) streben wir auch weiterhin an, unsere Spitzenstellung mit Hilfe der Entwicklung zukunftsweisender Produkte auf höchstem Qualitätsniveau auszubauen. Die Konzentration auf anwendungstechnische und ökologische Vorteile der Refratechnik-Produkte resultiert aus der steten Innovationskraft unserer tonerdehaltigen und basischen Produkte für die Stahl-, Zement-, Kalk-, Dolomit-, Keramik- und Magnesitindustrie. Um diesen Vorsprung auch weiterhin sichern zu können, beschäftigt die Refratechnik-Gruppe im Forschungs-/Entwicklungsbereich über 50 qualifizierte Mitarbeiter. Durch die verwandten Fachgebiete der Entwicklungszentren, welche zum Teil auch Synergien zwischen dem Zement- und Stahlbereich beinhalten, ist es möglich, dass Innovationen schnell und vernetzt kommuniziert und weiterentwickelt werden können. Darüber hinaus wird ein ständiger Erfahrungsaustausch mit anerkannten Hochschulen und Fachinstituten gepflegt. Im Bereich der Industrieminerale ergänzen sich die beiden Forschungszentren in Kanada und in Australien in idealer Weise und stellen sicher, dass auf alle Anforderungen der Kunden adäquat reagiert wird. Tätigkeiten im Berichtsjahr. Im Geschäftsjahr 2022 lag der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf folgenden Bereichen:
Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Im Jahr 2023 werden folgende Schwerpunkte gesetzt:
5. SOZIALBERICHTNach wie vor fordern die internationale Ausrichtung der Refratechnik Gruppe und das beständige Wachstum der letzten Jahre eine individuelle Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Hierunter gehören besonders mit Blick auf das globale Umfeld der Gruppe Sprachkurse, welche je nach persönlichem Arbeitsschwerpunkt besucht werden können. Daneben unterstützt die Refratechnik die wachsende Teilnahme an zielorientierten Fachseminaren. Zudem finden regelmäßig interne Workshops statt, an denen Mitarbeiter aus aller Welt zusammenkommen und abteilungsübergreifend aktuelle Problemstellungen diskutieren und versuchen Lösungsansätze zu entwickeln. Um Mitarbeiter mit Kindern bestmöglich zu unterstützen, wurden sofern möglich individuelle Lösungen geschaffen. Beispiele hierfür sind die Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen und maßgeschneiderte Arbeitszeitmodelle, welche eine optimale Betreuung der Kinder unterstützen sollen. Dadurch gelingt es, im Besonderen das Potenzial und das Know-How unserer MitarbeiterInnen innerhalb der Gruppe zu erhalten. Diese Maßnahmen werden von unseren Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen. Im Produktionsbereich werden nach wie vor saisonbedingte Auftragsschwankungen durch flexible Arbeitszeitkonten aufgefangen. Dieses Modell hat sich seit Jahren hervorragend bewährt und trägt auch dem Anspruch der Refratechnik Gruppe Rechnung, ungeplant anfallende Bedarfsspitzen im Sinne der Kunden erfüllen zu können. Um im Unternehmen aufgebautes Wissen - vor allem in Zeiten des demografischen Wandels - langfristig auf hohem Niveau zu halten, vereinbart die Refratechnik seit einigen Jahren mit speziellen Know-How-Trägern und Experten bestimmter Fachbereiche individuelle Übergangslösungen beim Eintritt in das Rentenalter. Als Berater bleiben diese dem Unternehmen noch einige Zeit erhalten, um Spitzen abzufangen und Nachfolger zu unterstützen. Darüber hinaus wurde das Social Intranet, welches die digitale Vernetzung unserer weltweiten Standorte gewährleistet und durch die ständige Verfügbarkeit von spezifischem Wissen interne Standards neu definiert und weiter ausgebaut. Insgesamt sind im Konzern Mitarbeiter aus über 30 verschiedenen Nationen beschäftigt, so zum Beispiel aus Australien, Indien, Pakistan, Kanada, Mexiko, Kolumbien, China, Russland, Polen, Südafrika, Spanien, Italien, USA, Rumänien, der Türkei und Ungarn. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2022 2.138 Mitarbeiter beschäftigt. Pro Mitarbeiter wurden in 2022 TEUR 397 Umsatz erwirtschaftet (Vorjahr TEUR 316). Der Personalaufwand lag zum Stichtag bei insgesamt TEUR 136.408 (Vorjahr TEUR 123.580), woraus sich ein Personalaufwand pro Mitarbeiter in Höhe von TEUR 63,8 (Vorjahr TEUR 60,1) ergibt. Zum Bilanzstichtag waren 2.166 Mitarbeiter in der Refratechnik Gruppe beschäftigt. Geografische Verteilung der Mitarbeiter nach Kontinenten:
6. PROGNOSEBERICHTFür das Geschäftsjahr 2023 glauben wir trotz des Kriegs in der Ukraine, gut gerüstet zu sein. Der Konzern ist mit einer hohen Eigenkapitalquote ausgestattet. Viele Digitalisierungsprojekte, die wir in der Vergangenheit angestoßen haben, ermöglichen uns aktuell schnell und flexibel auf die Herausforderungen reagieren zu können. Wir werden weiterhin unsere Systeme ausbauen, um auf lange Sicht kosteneffizienter und schneller agieren zu können. Durch den Kauf von QMAG Pty Limited können wir uns vom Rohstoffmarkt unabhängiger aufstellen und durch die Möglichkeit an verschiedenen Standorten auch außerhalb von Europa produzieren zu können, bleiben wir auch in Zukunft konkurrenzfähig. Weiterhin sehen wir zukünftig Chancen im Bereich Serviceleistungen, über unsere internationale Aufstellung im Bereich Verkauf und über unser Produktportfolio. Für das Jahr 2023 sehen wir weiterhin eine Normalisierung im Bereich Energie, Rohstoffe und Frachten. Das Ansteigen des Zinsniveaus hat aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung der Gruppe aktuell keine große Bedeutung für uns. Jedoch gehen wir allgemein von einem Abflauen der Weltwirtschaft aus, so dass unsere Einschätzung auf die Entwicklung der Gruppe für das Jahr 2023 doch verhalten ist. Für das Geschäftsjahr 2023 prognostizieren wir daher eine leichte Reduzierung des Konzernumsatzes auf ca. 790 Mio. EUR bei einem Ergebnis vor Steuern von ca. 7%.
München, den 17. April 2023 Refratechnik Holding GmbH Maleachi Bühringer Silke Karen Denecke Dr. Rainer Gaebel Dr. Michael Frei |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen