Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 670395
Eingetragen
14.5.1996
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die kaufmännische und technische Leitung von Unternehmen im Bereich der Autokabel- Fertigung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dieter Bolz
seit 7.2.2019
Geschäftsführer
Jens Schumacher
seit 28.5.2010
Geschäftsführer
Michael Döring
seit 4.9.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Auto-Kabel Verwaltungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Auto-Kabel Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
100000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto-Kabel Management GmbH

Hausen im Wiesental

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2020 bis zum 31.01.2021

Lagebericht

1. Grundlagen der Auto-Kabel Management GmbH

1.1 Geschäftsmodell

Das Unternehmen Auto-Kabel Management GmbH ist Teil des global agierenden Auto-Kabel Konzerns mit Sitz am Standort in Hausen im Wiesental. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit sind die Zurverfügungstellung von Dienstleistungen in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Vertrieb, Finanzen, Einkauf, Personal, Projektmanagement und Informationstechnologie für die weltweit agierende Auto-Kabel-Gruppe. Die Auto-Kabel Management unterstützt in Form von "Shared Services" alle weltweiten Produktionsgesellschaften in kaufmännischen und technischen Fragestellungen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung ist als zukunftsweisende Kernfunktion maßgeblich in der Auto-Kabel Management GmbH angegliedert. Die Auto-Kabel-Gruppe ist seit jeher bestrebt, die Stellung als Technologieführer und kompetenter Entwicklungspartner zu stärken sowie mit den Kunden gemeinsam Lösungen für zukünftige Anforderungen zu generieren. Generell lässt sich sagen, dass die Verbringung von Energie im Fahrzeug über einen metallischen Leiter erfolgt. Die angewandte Verfahrenstechnik zur mechanischen und/oder stoffschlüssigen Verbindung der Anschlagpunkte (Schweißverfahren) bildet die Kernkompetenz der Konzernunternehmen. Jede Verbindung muss zu 100% prozesssicher ausgeführt werden. Sowohl für die Be- und Verarbeitung von Kupfer als auch für Aluminium sind neueste und innovative Technologien innerhalb der Auto-Kabel-Gruppe verfügbar.

1.3 Qualitätsmanagement, Umwelt und Personal

Qualität ist in der Auto-Kabel Management GmbH das oberste Ziel und wird durch ein erfolgreich implementiertes Qualitätssicherungssystem reflektiert. Die Abläufe werden über eine kundenorientierte Prozessorganisation definiert und unterliegen einem kontinuierlichen Planungs- Durchführungs-, Kontroll- und Maßnahmentracking. Alle Prozesse werden über eine Process Landscape transparent verwaltet und über eine durchgängig implementierte Balanced-Scorecard gemessen und nachgehalten. Das entsprechend hohe Qualitätsniveau wird durch interne und externe Audits regelmäßig überprüft und bestätigt. Die Auto-Kabel Management GmbH unterliegt dem Qualitätsstandard DIN ISO 9001:2015/IATF 16949:2016, dem Energiemanagement ISO 50001:2011, sowie dem Umweltmanagement nach ISO 14001:2015. Die Zertifizierung nach ISO 45001 zur Absicherung der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz wird bis 2021 angestrebt.

Der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit genießen einen hohen Stellenwert in der Auto-Kabel Management GmbH. Energieverbräuche werden regelmäßig überprüft und wenn möglich in umweltfreundlichere Alternativen umgewandelt.

Die Auto-Kabel Hausen Management GmbH hatte im Berichtsjahr 2020/2021 im Durchschnitt 274 Mitarbeiter beschäftigt. Auto-Kabel achtet bei der Personalbeschaffung auf Qualifikation und langfristige Orientierung an den Unternehmenswerten. Im Berichtsjahr wurden viele Personalentwicklungsmaßnahmen aufgrund der Beschränkungen durch die COVID-19 Pandemie auf die Folgegeschäftsjahre verschoben. Lediglich die notwendigen Qualifikationsschulungen konnten umgesetzt werden, um den Kundenbedürfnissen und der Norm zu entsprechen. Die Treue der Belegschaft wird mit vielseitigen sozialen Benefits, Weiterbildungsmöglichkeiten und diversen Karrierepfaden unterstützt. Zudem konnte die Kurzarbeitssituation mit einer freiwilligen Gehaltsaufstockung seitens des Unternehmens positiv für die Belegschaft gestaltet werden. Im Bereich Recruiting werden die Beschäftigten zunehmend nach interpersonellen Eigenschaften ausgesucht, die zur AK-DNA passen und somit den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen.

Die Auto-Kabel Qualitäts-, Umwelt-, und Energiepolitik ist unternehmensweit und konzernweit gültig und bringt wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Anforderungen in Einklang. Die Auto-Kabel Management GmbH handelt mit dem Ziel nachhaltiger Unternehmensentwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Serviceleistungen der Auto-Kabel Management GmbH für Neuprojekte und für die Betreuung des Bestandgeschäfts mussten aufgrund der indirekten Beeinflussung der COVID-19 Pandemie auf ein niedrigeres Niveau gegenüber Vorjahr abgesenkt werden, um die Produktionseinheiten kostenmäßig mit Umlagekosten entsprechend zu entlasten. Viele Projektarbeiten wurden auf das Notwendigste reduziert, um der Wirtschaftlichkeit und der Kurzarbeit entsprechend Rechnung zu tragen. Die Gesamtleistung der Gesellschaft hat sich somit um 9,3% gegenüber Vorjahr abgesenkt. Das langfristige Unternehmenswachstum (ca. 20% p.a.) erfordert zwar die uneingeschränkte Nachfrage nach "Shared Services" aus der Auto-Kabel Management GmbH, wird jedoch in den Folgejahren lediglich unter der Berücksichtigung aller Wirtschaftlichkeitsaspekte zielorientiert angepasst werden.

2.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEuro 36.320,6 (Vorjahr TEuro 39.760,4) erzielt die Auto-Kabel Management GmbH beinahe ausschließlich aufgrund der Dienstleistungsverträge mit den Unternehmen der Auto-Kabel-Gruppe.

Materialaufwendungen sind uns entstanden in Höhe von TEuro 4.981,6 (TEuro 4.632,3).

Die Muttergesellschaft verpachtet Teile ihres Anlagevermögens an die Auto-Kabel Management GmbH. Die Pachtaufwendungen belaufen sich auf TEuro 2.680,4 (Vorjahr TEuro 2.539,2). Der Pachtzins ist marktüblich.

Als Dienstleistungsunternehmen partizipieren die Personalkosten einschließlich Personalleasing in Höhe von TEuro 19.850,8 (TEuro 22.596,8) mit 54,7 % (56,8 %) an den Umsatzerlösen.

Die restlichen Aufwendungen, hauptsächlich Sachaufwendungen, erreichen TEuro 9.391,3 (Vorjahr TEuro 10.535,0).

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresgewinn nach Steuern von TEuro 1.531,8 (Vorjahr TEuro 1.818,0) ausgewiesen.

Die Geschäftsleitung beurteilt das globale Umsatzwachstum im Automobilmarkt im Berichtsjahr als kritisch, da die ursprünglich erwarteten Wachstumsraten nicht eingetreten sind und final sogar zu einem Umsatzrückgang führten. Die Shared Services der Auto-Kabel Management GmbH sind auf Innovations- und Umsatzwachstum ausgelegt. Die Umlagekosten führten somit in den Produktionswerken aufgrund der fehlenden Umsatzmargen zu überhöhten Strukturkosten. Für die Weiterführung des Bestands- und Zukunftsgeschäfts mussten die Aufwendungen in der Gesellschaft soweit vertretbar drastisch reduziert werden. Zudem wurden alle Stundenkonten und Urlaubssalden auf nahezu Null abgebaut. Dennoch wurden unterjährig vielseitige Korrekturprogramme, wie VAVE, KVP, mäßige Investitionsaktivitäten und restriktive Personalbeschaffungen aufgrund des ausgebliebenen Wachstums umgesetzt.

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Auto-Kabel Management GmbH unterhält selbst nur in geringem Umfang Anlagevermögen, mit der Ausnahme von Fahrzeugen für den Fuhrpark. Hier wurde der Vermögenswert um -20,9% auf TEuro 529,1 (Vorjahr: TEuro 668,6) aufgrund reduzierter Investitionstätigkeit abgeschmolzen. Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen von der Auto-Kabel Verwaltungsgesellschaft mbH gepachtet.

Das Umlaufvermögen besteht maßgeblich aus dem Debitorenbestand aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 20.752,6 (Vorjahr: TEuro 21.332,5).

Das Eigenkapital beläuft sich auf TEuro 18.577,0 (Vorjahr: TEuro 17.045,2). Danach beträgt die Eigenkapitalquote 76,1% (Vorjahr 65,8%)

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Personalverpflichtungen, Kosten für die Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse und Steuererklärungen und bewegen sich im Vergleich zum Vorjahr auf reduziertem Niveau bei TEuro 1.498,3 (Vorjahr TEuro 1.793,9)

Die Verbindlichkeiten betragen TEuro 4.337,9 (Vorjahr TEuro 7.068,8). Hier wurden maßgeblich die Kreditorenverbindlichkeiten mit anderen Auto-Kabel Gesellschaften reduziert.

Der geplante Cashflow konnte im Berichtsjahr trotz der erschwerten Bedingungen der COVID-19-Pandemie und daraus resultierender Einnahmeneinbußen realisiert werden. Hinsichtlich der Finanzierung gibt es für die Gesellschaft keinen zugesagten Kontokorrentrahmen.

Unterjährig wurden im Berichtsjahr konzernweit vielseitige Korrekturprogramme, wie VAVE, KVP, mäßige Investitionsaktivitäten und restriktive Personalbeschaffungen aufgrund des ausgebliebenen Wachstums umgesetzt. Entgegen der kurzfristigen Kostenoptimierungen wurde weiterhin in Zukunftstechnologien und nachhaltiges profitables Wachstum, die Steigerung der Profitabilität und in eine positive Cash-Generierung investiert.

Die Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Auto-Kabel Management GmbH entspricht nicht der erwarteten Entwicklung aus der Planung für das Geschäftsjahr 2020/2021. Dennoch konnte die Gesellschaft durch die schnelle Umsetzung von Kostensparmaßnahmen und sonstigen Korrekturmaßnahmen in einem zwar angepassten aber stabilen Kostenrahmen gehalten werden. In diesem Jahr ergab sich kein nennenswerter Effekt aus realisierten Wechselkursen.

3. Prognose- Risiko und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

In den letzten Jahren haben sich die Automobilhersteller zunehmend in Richtung alternative Antriebskonzepte entwickelt. Besonders massiv zeigt sich die Trendwende zur Elektromobilität. Der weltweite Markt der Elektrifizierung wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren rasant entwickeln. Die Umsatz- und Kostenplanung für die Auto-Kabel Management GmbH erfolgt auf Basis der Kundenlösungen für neue und bestehende Technologien. Maßgeblich wird der Bedarf an "Shared Services" aus der Konzernplanung abgeleitet. Die Finanzierungsquellen beschränken sich satzungsmäßig weiterhin auf den Cashflow. Für die Planung werden keinerlei externe Prognosequellen verwandt. Lediglich zur Plausibilisierung der Marktentwicklung bedient sich die Konzernleitung der üblichen Marktforschungsportale (IHS, etc.).

Für das Planjahr 2021/22 erwartet die Auto-Kabel Management GmbH erhöhte Umsatzerlöse in Höhe von ca. 25% gegenüber Vorjahr aufgrund des geringeren Umsatzes im Berichtsjahr nach den massiven Einschnitten durch die COVID-19 Pandemie und der dadurch erwarteten erhöhten Leistungsnachfrage. Derzeit werden die "Shared Services" maßgeblich für die Betreuung des Bestandsgeschäftes und das anstehende Neugeschäft und für entwicklungslastiges Kundenprojektgeschäft verwandt.

Der tiefgreifende Einbruch durch die COVID-19 Pandemie hat die gesamte Auto-Kabel-Gruppe seit Februar 2020 stark getroffen. Für die Auto-Kabel Management GmbH ergibt sich entgegen der ursprünglichen Planung hierbei ein vorsichtiges Verhalten hinsichtlich der Ressourcenplanung innerhalb der Zentralfunktionen, welche das vorsichtige Umsatzwachstum am Markt unter der Berücksichtigung umfassender Wirtschaftlichkeitsnachweise begleitet. Investitionen in zukünftiges Wachstum stehen bei der Gesellschaft regelmäßig auf dem Prüfstand. Für das laufende Geschäftsjahr wird an der geplanten Gesamtleistung und der Ergebniserwartung der Auto-Kabel Management GmbH festgehalten. Die Kurzarbeit wird zum April 2021 bis auf Weiteres ausgesetzt.

3.2 Chancenbericht

Für die Auto-Kabel Management GmbH bietet speziell die Entwicklung in die Elektromobilität besondere Chancen. Für Energie- und Strom-Verteilung im Fahrzeug wird es weiterhin erweiterte Lösungen brauchen. Ein erhöhter Auftragseingang für Projekte im Bereich Elektromobilität/Hochvolt bestätigt aktuell diese als äußerst positiv zu bewertende Entwicklung.

Aufgrund der COVID-19 Pandemie kann auch eine Chance für die Auto-Kabel Management GmbH entstehen, indem sich der Zuliefermarkt bereinigt und/oder sich der Fokus auf zukünftige Antriebstechnologien erhöht und somit sogenannten "Hidden Champions" weitere Geschäfts- und Ertragschancen zugesprochen werden können.

3.3 Risikobericht

Unter Berücksichtigung der Verdrängung der herkömmlichen Antriebstechniken ergeben sich aber auch einige Herausforderungen, welcher sich die Auto-Kabel Management GmbH im Planjahr 2021/2022 stellen muss:

Den Automobil-Herstellern fällt es schwer, belastbare Absatzzahlen ihrer geplanten Elektrofahrzeug-Modelle (Absatz-Stückzahlen-Bindung) zu benennen.

Bei der Produktkalkulation verschiebt sich der Fokus weg von Eigenfertigung hin zu teuren hochwertigen zuzukaufenden Komponenten (elektrische/intelligente Stecker). Somit entsteht das Risiko der Fremdbestimmung für teure Zukauf-Komponenten und Verlust der Flexibilität.

Sehr hohe Anlauf-Investitionen sind aufgrund der Unsicherheiten im Konsumentenmarkt einem exponentiell höheren Risiko ausgesetzt.

Der tiefgreifende Einschnitt durch die COVID-19 Pandemie kann auch den globalen Automobilmarkt in seinem Wachstum verlangsamen, da Haushalte aufgrund des lang anhaltenden Lock-Downs und der teilweise damit verbundenen Arbeitslosigkeit erheblich an Kaufkraft verlieren. Somit werden teure Investitionen verschoben oder nicht getätigt. Ein reduziertes Wachstum kann ein erhöhtes Risiko für die Auto-Kabel Management GmbH bedeuten, da das Unternehmen schon immer auf Wachstum und Innovation ausgelegt war.

Insgesamt beurteilt und bewertet die Geschäftsführung die Innovations- und Leistungskraft der Auto-Kabel Management GmbH als äußerst positiv und nachhaltig. Allerdings wurden die Aktivitäten aktuell aufgrund der oben beschriebenen Restriktionen auf das Notwendigste reduziert. Die Gesellschaft hält jedoch langfristig an der nachhaltigen Umsatz- und Ergebniswachstumsstrategie fest. Aus diesem Grund wurden auch trotz COVID-19 kein massiver Personal- und/oder Ressourcenabbau vorangetrieben. Aufgrund der hohen Kompetenz an technologisch anspruchsvollen Lösungen und der vorhandenen Flexibilität können sich der Auto-Kabel Management GmbH hierbei besonders in disruptiven Märkten in Zukunft weiterhin vielzählige Chancen bieten.

Bilanz

Aktiva

31.1.2021
EUR
31.1.2020
EUR
A. Anlagevermögen 586.417,52 725.893,52
I. Sachanlagen 529.080,00 668.556,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 529.080,00 668.556,00
II. Finanzanlagen 57.337,52 57.337,52
1. sonstige Ausleihungen 57.337,52 57.337,52
B. Umlaufvermögen 22.651.060,52 23.829.005,10
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.228.762,42 22.293.303,64
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 972.255,03 3.791.002,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.780.445,01 18.285.613,55
3. sonstige Vermögensgegenstände 476.062,38 216.687,57
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.422.298,10 1.535.701,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.175.711,03 1.353.091,50
Bilanzsumme, Summe Aktiva 24.413.189,07 25.907.990,12

Passiva

31.1.2021
EUR
31.1.2020
EUR
A. Eigenkapital 18.576.975,32 17.045.296,56
I. gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 16.994.167,37 15.176.045,98
III. Jahresüberschuss 1.531.678,76 1.818.121,39
B. Rückstellungen 1.498.317,86 1.793.914,56
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 42.848,00 28.965,00
2. Steuerrückstellungen 95.196,86 335.329,56
3. sonstige Rückstellungen 1.360.273,00 1.429.620,00
C. Verbindlichkeiten 4.337.895,89 7.068.779,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 229,64 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 229,64 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 812.572,87 1.561.623,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 812.572,87 1.561.623,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.851.188,66 5.071.173,12
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000.000,00 5.000.000,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 673.904,72 435.982,32
davon aus Steuern 509.742,58 293.812,32
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 70.902,66 117.853,77
Bilanzsumme, Summe Passiva 24.413.189,07 25.907.990,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.2.2020 - 31.1.2021
EUR
1.2.2019 - 31.1.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 37.237.577,15 39.760.355,54
2. sonstige betriebliche Erträge 210.268,06 524.421,73
3. Materialaufwand 4.392.774,60 4.632.276,62
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.392.774,60 4.632.276,62
4. Personalaufwand 19.881.289,41 20.637.695,72
a) Löhne und Gehälter 16.567.960,00 17.528.704,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.313.329,41 3.108.991,26
5. Abschreibungen 204.176,22 205.766,36
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.176,22 205.766,36
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.662.470,03 12.288.358,85
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.896,65 6.786,04
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.260,27 54.287,67
davon an verbundene Unternehmen 74.260,27 54.287,67
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 698.926,84 644.382,97
10. Ergebnis nach Steuern 1.541.844,49 1.828.795,12
11. sonstige Steuern 10.165,73 10.673,73
12. Jahresüberschuss 1.531.678,76 1.818.121,39

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Auto-Kabel Management GmbH, Hausen im Wiesental, ist im Handelsregister unter HRB 670395 beim Amtsgericht Freiburg im Breisgrau eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gesellschaft berichtet als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und diejenigen des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Abschreibungszeitraum beträgt fünf und sechs Jahre. Es wird linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungswerten bilanziert.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt, soweit es sich um Forderungen gegenüber fremden Dritten handelt, grundsätzlich zum Nominalwert. Hierbei wurden erkennbare Einzelrisiken durch eine angemessene Wertberichtigung berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,4 % auf die Netto-Forderungen vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Auto-Kabel-Gruppe sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennwert erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionsansprüche wurden mit dem Wert der Rückdeckungsversicherung verrechnet und nur der verbleibende Betrag als Rückstellung ausgewiesen (§ 246 Abs. 2 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Aufwendungen gebildet, die dem Berichtszeitraum zuzurechnen waren und erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen. Bei der Rückstellungsbemessung wurden alle bis zur Erstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Die Rückstellungsbildung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag erfasst.

C. Angaben zu einzelnen Bilanzpositionen

Das Anlagevermögen entwickelt sich gemäß dem beiliegenden Anlagespiegel.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 19.780.445,01 (Vorjahr Euro 18.285.613,55) sind zugleich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von Euro 91.350,00 (Vorjahr Euro 512.339,03).

Das gezeichnete Stammkapital beläuft sich auf DM 100.000,00, es wird in der Bilanz mit Euro 51.129,19 ausgewiesen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ergab gemäß vorliegendem versicherungsmathematischen Gutachten einen Erfüllungsbetrag von Euro 321.348,00. Die Berechnung erfolgte nach der Projected Unit Credit Method. Hierbei wurde ein Rechnungszinsfuß von 2,26 % p.a. gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angesetzt, des Weiteren ein Rententrend von 1 % p.a. . Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.

Aufgrund der unterschiedlichen Rechnungszinsfüße aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (2,26 %) bzw. sieben Jahre (1,57 %) ergibt sich zum Bilanzstichtag eine geringere Pensionsverpflichtung in Höhe von Euro 16.014,00. In gleicher Höhe liegt eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs.6 HGB vor.

Die Pensionsverpflichtungen sind durch Rückdeckungsversicherungen, die an den Pensionsberechtigten abgetreten sind, abgesichert. Insoweit ist das Saldierungsgebot gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu beachten. Der Wert dieser Pensionsverpflichtung wurde daher mit ihrem Wert von Euro 321.384,00 mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Da die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens in Höhe von Euro 278.536,00 den Betrag der Pensionsverpflichtung nicht vollständig deckt, ist in Höhe von Euro 42.848,00 eine Pensionsrückstellung in der Bilanz ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsversicherungen belaufen sich insgesamt auf Euro 424.845,00.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Posten noch nicht ausbezahlte Vergütungsansprüche des Personals und Archivierungsaufwendungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von Euro 851.188,66 (Vorjahr Euro 71.173,12) auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 438.964,79 (Vorjahr Euro 0,00).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten solche aus Steuern in Höhe von Euro 509.742,58 (Vorjahr Euro 293.812,32) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 70.902,66 (Vorjahr Euro 117.853,77).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung entspricht dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft erzielt 20 % (Vorjahr 21 %) ihrer Erlöse im Inland, 44 % (43 %) im EU-Ausland und 36 % (36 %) in Drittländern.

In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von Euro 25.765,00 (Vorjahr Euro 16.259,00) enthalten.

Unter den sonstigen Zinserträgen sind solche aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen von Euro 14.765,60 (Vorjahr Euro 14.789,60) enthalten. Nach Verrechnung mit Aufzinsungsaufwand aus der Pensionsverpflichtung verbleibt ein Zinsertrag von Euro 7.662,60 (Vorjahr Euro 6.470,60).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 74.260,27 (Vorjahr Euro 54.287,67) enthalten.

E. Sonstige Angaben

2020/2021 2019/2020
Durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiter
Angestellte 264 266
Auszubildende 10 8
274 274

Der Gesellschafterversammlung ist vorgeschlagen, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Das Gesamthonorar für die Abschlussprüfer setzt sich für das Geschäftsjahr 2020/2021 wie folgt zusammen: Euro
a) für die Abschlussprüfung 71.000,00
b) für Steuerberatungsleistungen 100.214,50
c) für sonstige Leistungen 148.145,00

Die künftigen jährlichen Miet- und Pachtaufwendungen für unbewegliche und bewegliche Vermögensgegenstände, die von der Muttergesellschaft überlassen sind, belaufen sich auf voraussichtlich Euro 2.813.006,00.

Geschäftsführer:

Jens Schumacher, Managing Director Sales

Markus Bolz, Managing Director Finance

Jörg Kuck, Managing Director Production (abberufen am 4. Dezember 2020)

Die Geschäftsführung erhielt Gesamtbezüge in Höhe von Euro 730.432,03 (Vorjahr Euro 1.368.408,15).

An die Witwe eines früheren Geschäftsführers wurde eine Pension in Höhe von Euro 30.200,00 (Vorjahr: Euro 29.400,00) geleistet. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen beziehen sich ausschließlich auf die dieser Person zugesagten Versorgungsleistung.

Die Auto-Kabel Verwaltungs-GmbH, Hausen im Wiesental, stellte als Mutterunternehmen zum 31. Januar 2021 einen Konzernabschluss auf. Dieser wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden, liegen nicht vor. Für das kommende Geschäftsjahr rechnen wir weiterhin mit einem vorsichtigen Abrufverhalten seitens der Kunden aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie und deren Auswirkung auf die weltweite Geschäftsentwicklung.

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.02.2020
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.01.2021
Euro
Anlagevermögen
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 21.672,46 0,00 0,00 0,00 0,00 21.672,46
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.750.404,84 64.700,22 0,00 3.557,02 0,00 1.811.548,04
Summe Sachanlagen 1.750.404,84 64.700,22 0,00 3.557,02 0,00 1.811.548,04
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 57.337,52 0,00 0,00 0,00 0,00 57.337,52
Summe Finanzanlagen 57.337,52 0,00 0,00 0,00 0,00 57.337,52
Summe Anlagevermögen 1.829.414,82 64.700,22 0,00 3.557,02 0,00 1.890.558,02
kumulierte Abschreibungen 01.02.2020
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.01.2021
Euro
Anlagevermögen
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 21.672,46 0,00 0,00 0,00 0,00 21.672,46
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.081.848,84 204.176,22 0,00 3.557,02 0,00 1.282.468,04
Summe Sachanlagen 1.081.848,84 204.176,22 0,00 3.557,02 0,00 1.282.468,04
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.103.521,30 204.176,22 0,00 3.557,02 0,00 1.304.140,50
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.01.2021
Euro
Buchwert 31.01.2020
Euro
Anlagevermögen
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 529.080,00 668.556,00
Summe Sachanlagen 0,00 529.080,00 668.556,00
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 57.337,52 57.337,52
Summe Finanzanlagen 0,00 57.337,52 57.337,52
Summe Anlagevermögen 0,00 586.417,52 725.893,52

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hausen im Wiesental, den 26. März 2021

Jens Schumacher, Geschäftsführer

Markus Bolz, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Auto-Kabel Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto-Kabel Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto-Kabel Management GmbH für das Geschäftsjahr vom1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Burscheid, den 26. März 2021

Dipl.-Kfm. Martin Fleschenberg, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Christian Königsmann, Wirtschaftsprüfer

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