Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 18912
Eingetragen
15.9.2010
Branche
Bauträger für andere Gebäude und BauwerkeBauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Die Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen für eigene oder fremde Rechnung unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern, Mietern, Pächtern oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- und Nutzungsrechte und die wirtschaftliche Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben als Baubetreuer im fremden Namen für fremde Rechnung. Handwerkliche Leistungen werden nur durch Dritte erbracht. Die Gesellschaft ist weiterhin zur Vornahme aller Handlungen berechtigt, die für die Gesellschaft vorteilhaft sind oder sein könnten und nicht gesetzlich verboten sind, insbesondere Patente, Warenzeichen, Lizenzen, Franchise Verträge und alle anderen gegenständlichen und immateriellen Eigentumsrechte zu erwerben, zu benutzen, zu übertragen oder zu verkaufen sowie Grundstücke und Rechte an Grundstücken zu erwerben, zu verkaufen, zu mieten oder mit Hypotheken, Grundschulden oder anderen Rechten zu belasten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerlando Giarrizzo
seit 15.9.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GG Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GG Bauprojekte GmbH

St. Ingbert

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31.12.2022

GG Bauprojekte GmbH Vorber.u.Durchf.v.Bauvorhaben i.eig., St. Ingbert

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.716,00 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 18.750,00
2. Beteiligungen 361.875,00 363.375,00
3. sonstige Ausleihungen 1.166.806,40 0,00
1.528.681,40 382.125,00
Summe Anlagevermögen 1.772.397,40 382.125,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.222.866,03 9.966.445,39
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.184.044,51- 0,00
38.821,52 9.966.445,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.100.371,51 2.640.930,22
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.000,00 5.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.161.707,29 4.224.045,18
10.267.078,80 6.869.975,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.297.300,47 10.084.067,01
Summe Umlaufvermögen 22.603.200,79 26.920.487,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.898,27 1.524,39
24.378.496,46 27.304.137,19

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.272.274,50 1.926.027,44
III. Jahresüberschuss 7.778.494,35 1.346.247,06
Summe Eigenkapital 9.075.768,85 3.297.274,50
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.839.029,00 459.187,00
2. sonstige Rückstellungen 366.650,00 486.640,00
3.205.679,00 945.827,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 172.949,14 179.366,91
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.458.363,72 19.879.199,91
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 634.153,91 1.201.841,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.350,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.819.481,84 1.782.977,70
12.084.948,61 23.044.735,69
D. Passive latente Steuern 12.100,00 16.300,00
24.378.496,46 27.304.137,19

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

GG Bauprojekte GmbH Vorber.u.Durchf.v.Bauvorhaben i.eig., St. Ingbert

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.154.845,56 16.339.745,82
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.743.579,36 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 473.243,31 246.906,77
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.693.002,17 14.490.596,96
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 34.158,96 29.938,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.063,84 6.503,03
42.222,80 36.441,03
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 28.824,82 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 152.360,92 254.486,89
8. Erträge aus Beteiligungen 20,00 0,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.327,01 113.126,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.691,41 3.820,41
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.251.966,44 565.575,32
12. Ergebnis nach Steuern 7.779.787,96 1.348.858,03
13. sonstige Steuern 1.293,61 2.610,97
14. Jahresüberschuss 7.778.494,35 1.346.247,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

GG Bauprojekte GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die GG Bauprojekte GmbH hat ihren Sitz in 66386 St. Ingbert und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Saarbrücken unter HRB 18912.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter der Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschluss wurde teilweise von den größenabhängigen Erleichterungen des HGB Gebraucht gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Die Bewertung erfolgte unter der begründeten Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Im Vorjahr wurden Ausleihungen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Da die Ausleihungen bestimmt sind dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB) sind diese zwingend im Anlagevermögen auszuweisen.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Sofern die beizulegenden Leistungswerte am Bilanzstichtag niedriger als die Herstellungskosten waren, wurden entsprechend des strengen Niederstwertprinzips Bewertungsabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen.

Die dem Baufortschritt entsprechenden erhaltenen Anzahlungen werden im Geschäftsjahr 2022 erstmalig vollständig von den unfertigen Bauleistungen gemäß dem Wahlrecht nach § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB offen aktivisch abgesetzt. Im Vorjahr wurde von diesem Wahlrecht kein Gebrauch gemacht. Bei den saldierten Anzahlungen handelt es sich nicht um Vorauszahlungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgestände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Der Ansatz erfolgte zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Der Bestand aus liquiden Mitteln wurde zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde mit dem Nominalwert angesetzt.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten zu erwartende Steuerabschlusszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Diese werden mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst.

Der Ausweis der Materialaufwendungen und damit korrespondierend die Bestandsveränderung wurde im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr geändert. Daher sind die Materialaufwendungen nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, da im Vorjahr keine Bestandsveränderung ausgewiesen wurde. Im Geschäftsjahr wurden die Kosten in 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen umgegliedert.

III. Angaben zur Bilanz

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen.

Der Anteilsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungen Höhe der Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
in % in TEUR in TEUR
GVG Eurobahnhof Verwaltungs GmbH, St. Ingbert 15 25,0 2,0
GVG Bürozentrum Eurobahnhof GmbH & Co. KG, St. Ingbert 6 6.000,0 409,0

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 2.149.231,89 Euro (Vorjahr: 1.000.000,00 Euro) enthalten.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen über 333.050,00 Euro sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten über 32.600,00 Euro enthalten.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr davon > 5 Jahre Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.495,31 166.453,83 139.374,59 172.949,14
(Vorjahr) (6.391,42) (172.975,49) (147.524,53) (179.366,91)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.458.363,72 0,00 0,00 9.458.363,72
(Vorjahr) (19.879.199,91) (0,00) (0,00) (19.879.199,91)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 634.153,91 0,00 0,00 634.153,91
(Vorjahr) (1.201.841,17) (0,00) (0,00) (1.201.841,17)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.350,00) (0,00) (0,00) (1.350,00)
sonstige Verbindlichkeiten 1.819.481,84 0,00 0,00 1.819.481,84
(Vorjahr) (1.782.977,70) (0,00) (0,00) (1.782.977,70)
- davon aus Steuern 1.819:481,84 0,00 0,00 1.819.481,84
(Vorjahr) (1.782:977,70) (0,00) (0,00) (1.782.977,70)
Gesamtsumme 11.918.494,78 166.453,05 139.374,59 12.084.948,61
Vorjahr (22.871.760,20) (172.975,49) (147.524,53) (23.044.735,69)

Aus handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Sachanlagen, aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten ergibt sich per Saldo ein Überhang an passiven latenten Steuern. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern haben sich um 4.200,00 Euro auf 12.100,00 reduziert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen nicht vor.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne vom § 251 i.V.m. 268 Abs 7. HGB bestehen nicht.

sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen und betragen jährlich insgesamt 16.959,12 Euro.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 6,4 Mitarbeiter.

Geschäftsführung:

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Herrn Gerlando Giarizzio, St. Ingbert, geführt.

Gemäß § 286 Abs. 4 wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans verzichtet.

Ergebnisverwendung:

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

St. Ingbert, 04.06.2025

Gerlando Giarrizzo

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

GG Bauprojekte GmbH Vorber.u.Durchf.v.Bauvorhaben i.eig., St. Ingbert

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.146,00 352.513,82 95.968,93 257.690,89
Summe Sachanlagen 1.146,00 352.513,82 95.968,93 257.690,89
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.750,00 18.750,00 0,00
2. Beteiligungen 363.375,00 1.500,00 361.875,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 1.166.806,40 1.166.806,40
Summe Finanzanlagen 382.125,00 1.166.806,40 20.250,00 1.528.681,40
Summe Anlagevermögen 383.271,00 1.519.320,22 116.218,93 1.786.372,29
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.146,00 28.824,82 15.995,93 13.974,89
Summe Sachanlagen 1.146,00 28.824,82 15.995,93 13.974,89
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.146,00 28.824,82 15.995,93 13.974,89
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022 Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.716,00 0,00
Summe Sachanlagen 243.716,00 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 18.750,00
2. Beteiligungen 361.875,00 363.375,00
3. sonstige Ausleihungen 1.166.806,40 0,00
Summe Finanzanlagen 1.528.681,40 382.125,00
Summe Anlagevermögen 1.772.397,40 382.125,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

GG Bauprojekte GmbH, Sitz in St. Ingbert

1. Grundlagen des Unternehmens

Die GG Bauprojekte GmbH ist regionaler Komplettanbieter für Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen für eigene und fremde Rechnung sowie die wirtschaftliche Vorbereitung (Projektentwicklung) und Durchführung von Bauvorhaben als Baubetreuer im fremden Namen und für fremde Rechnung. Handwerkliche Leistungen werden nur durch Dritte erbracht.

Sie bündelt leistungsfähige Unternehmen aus der Baubranche, um in dieser Konstellation eine effiziente, ressourcenschonende und qualitativ hochwertige Umsetzung von Baumaßnahmen zu gewährleisten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2022

Das Jahr 2022 war für die Bauwirtschaft in Deutschland und insbesondere im Saarland durch eine Vielzahl von Herausforderungen geprägt. Neben den wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die noch zu Beginn des Jahres spürbar waren, beeinflussten steigende Baukosten, Lieferengpässe und geopolitische Unsicherheiten wie der Krieg in der Ukraine die Branche erheblich. Zum Jahresende gab es einen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von real 5,1 %.

• Auswirkungen der Corona-Pandemie:

Die Bauwirtschaft erholte sich nach den pandemiebedingten Einschränkungen langsam. Während Lieferketten im Jahr 2021 stark unter Druck standen, verbesserten sich die Materialverfügbarkeiten ab der zweiten Jahreshälfte 2022 leicht. Dennoch führten Arbeitskräftemangel, krankheitsbedingte Ausfälle, Insolvenzen und gestiegene Baukosten weiterhin zu Verzögerungen bei Bauprojekten.

• Entwicklung der Baukosten:

Die Baupreise in Deutschland stiegen im Jahr 2022 weiter an. Laut dem Statistischen Bundesamt lagen die Baupreise für Wohngebäude im August 2022 18,6 % über dem Vorjahresniveau, der höchste Anstieg seit 1970. Besonders betroffen waren Baustahl (+50 %), Holz (+35 %) und Dämmstoffe (+30 %).

• Gründe für den Preisanstieg waren:

Erhöhte Energiekosten durch den Ukraine-Krieg und steigende Gaspreise

Lieferkettenprobleme, insbesondere bei Stahl und Elektronikkomponenten

Fachkräftemangel und steigende Lohnkosten

Zinsentwicklung & Finanzierungsbedingungen:

Die steigenden Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Bekämpfung der Inflation führten zu einer Verteuerung von Baufinanzierungen. Insbesondere im Wohnungsbau machte sich dies bemerkbar, da Bauherren und Investoren angesichts hoher Baukosten und steigender Zinsen zögerlicher agierten. Die Zinsen für Immobilienkredite haben sich im Zeitraum teilweise vervierfacht.

Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen:

Förderungen für energieeffizientes Bauen (KfW & BEG-Programme) sorgten für eine Nachfrage nach nachhaltigen Bauprojekten.

Neue Vorschriften zum CO 2 -Preis auf Baustellenmaterialien beeinflussten die Kalkulation.

Die Reform der Grundsteuer hatte Auswirkungen auf Baugrundstücke und Immobilienbewertungen.

Trotz dieser Herausforderungen konnte sich die GG Bauprojekte GmbH in diesem anspruchsvollen Umfeld behaupten.

2.2. Geschäftsverlauf GG Bauprojekte im Jahr 2022

Die GG Bauprojekte GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 eine solide Projektpipeline aufrechterhalten und die Beauftragung mehrere Bauprojekte generieren und auch erfolgreich abschließen.

• Umsatzentwicklung:

Trotz steigender Baukosten konnte der Umsatz um 41,71% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Anpassung der Kalkulation und der Fokus auf margenstarke Projekte halfen, die Wirtschaftlichkeit zu sichern.

Projektentwicklung & Bauvorhaben:

Fertigstellung mehrerer Wohnbauprojekte im Saarland

Beginn neuer Gewerbe- und Industriebauten trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Ausbau nachhaltiger Baukonzepte und energieeffizienter Lösungen

• Auftragslage & Geschäftsentwicklung:

Der Auftragsbestand zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung sichert die Geschäftstätigkeit für mindestens 18 bis 24 Monate.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr konnte die Gesellschaft trotz steigender Baukosten einen Umsatz von 23.155 TEUR erzielen, was einer Steigerung von 41,71 % gegenüber dem Vorjahr (16.340 TEUR) entspricht. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung -3.744 TEUR ergibt sich eine Gesamtleistung von 19.411 TEUR (Vorjahr: 16.340 TEUR).

Die Materialaufwendungen enthalten Aufwendungen für bezogene Leistungen die im Vergleich zum Vorjahr von 14.490 TEUR auf 8.693 TEUR gesunken sind. Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Materialaufwendungen und damit korrespondierend die Bestandsveränderung gegenüber dem Vorjahr geändert. Daher sind Materialaufwendungen nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, da im Vorjahr keine Bestandsveränderung ausgewiesen wurde. Im Geschäftsjahr wurden die Kosten in 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen umgegliedert.

Der Personalaufwand hat sich aufgrund der gestiegenen Anzahl der Beschäftigten von 36 TEUR auf 42 TEUR erhöht. Die Anzahl der Beschäftigten lag im Jahresdurchschnitt bei 6,4

Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens lagen im Jahr 2022 bei 29 TEUR gegenüber 0 TEUR im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 254 TEUR auf 152 TEUR reduzierzt.

Im Jahr 2022 wurden Zinserträge von 75 TEUR (Vorjahr: 113 TEUR) erzielt, denen Zinsaufwendungen von 12 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) gegenüberstehen.

Zusammenfassend zeigt die Ertragslage im Jahr 2022 eine positive Entwicklung des Umsatzes und des Jahresergebnisses.

2.3.2 Finanzanlage

Der Finanzmittelfonds hat sich von 10.084 TEUR auf 12.297 TEUR erhöht.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 4.396 TEUR.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrugt -138 TEUR. Den Einzahlungen aus Anlagenverkäufen von 151 TEUR standen Auszahlungen für Investitionen des Anlagevermögens von 353 TEUR gegenüber.

Zudem lag der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit bei -2.000 TEUR.

2.3.3 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2022 ist die Bilanzsumme um 2.926 TEUR auf 24.378 TEUR gesunken.

Die wesentlichen Veränderungen ergaben sich aus dem Anstieg der Finanzanlagen um 1.147 TEUR, der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 3.397 TEUR sowie der Reduzierung der Vorräte um 9.928 TEUR. Im Vorjahr wurden Ausleihungen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Da die Ausleihungen bestimmt sind dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB) sind diese zwingend im Anlagevermögen auszuweisen.

Die unfertigen Bauleistungen sind von 9.966 TEUR auf 6.223 TEUR gesunken, wobei Anzahlungen in Höhe 6184 TEUR im Vergleich zum Vorjahr zu 0 TEUR offen abgesetzt wurden. Im Berichtsjahr wurde erstmalig von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Daher ist das Berichtsjahr nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die liquiden Mittel erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 2.213 TEUR auf 12.297 TEUR.

Das Eigenkapital erhöhte sich im aktuellen Geschäftsjahr von 3.297 TEUR auf 9.076 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 37,2% und konnte im Vergleich zum Vorjahr (12,1%) gesteigert werden.

Die Rückstellungen haben sich um 2.260 TEUR erhöht. Die Steigerung resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen (Körperschaft- und Gewerbesteuer).

Die Verbindlichkeiten sanken um 10.960 TEUR auf 12.085 TEUR.

Die Veränderungen ergaben sich im Wesentlichen durch die Minderung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 10.421 TEUR sowie die um 568 TEUR geminderten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen als auch der sonstigen Verbindlichkeiten.

Insgesamt zeigt die Vermögenslage des Unternehmens im Jahr 2022 eine positive Entwicklung mit einer gestärkten Eigenkapitalquote.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancenbericht:

Steigende Nachfrage nach energieeffizientem und nachhaltigem Bauen

Anhaltende Nachfrage im Bereich Projektentwicklung als Komplettanbieter im Saarland

Digitalisierung und BIM-Technologie (Building Information Modeling) zur Optimierung der Bauprozesse

3.2 Risiken:

Weiter steigende Material- und Energiekosten könnten die Kalkulation verteuern

Fachkräftemangel als kritischer Engpass für die Bauwirtschaft

Zinsanstieg & nachlassende Baukonjunktur, insbesondere im Wohnungsbau

3.3. Prognose

Trotz der Herausforderungen bleibt die GG Bauprojekte GmbH für das Jahr 2023 zuversichtlich:

Die strategische Fokussierung auf nachhaltige Bauprojekte und energieeffiziente Gebäude wird weiter ausgebaut.

Der Auftragsbestand im Bereich Projektentwicklung sichert eine stabile Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren.

Durch effizientes Kostenmanagement und digitale Bauplanung sollen steigende Baukosten besser abgefedert werden.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einer Jahresbauleistung auf Vorjahresniveau und einem Ergebnis unterhalb des Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2024 und 2025 wird mt einer Jahresbauleistung und einem Ergebnis unterhalb des Geschäftsjahres 2023 gerechnet.

Das Jahr 2022 stellte die Bauwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere durch steigende Baukosten, Lieferengpässe und die Zinspolitik der EZB. Dennoch konnte sich die GG Bauprojekte GmbH durch strategische Anpassungen und eine starke Marktposition behaupten. Die Fähigkeit, auf externe Krisen wie steigende Materialkosten und Fachkräftemangel flexibel zu reagieren, wird auch in den kommenden Jahren entscheidend sein. Die konsequente Ausrichtung auf nachhaltiges Bauen und die fortschreitende Digitalisierung bieten Chancen für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Geschäftsleitung sieht trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten optimistisch in die Zukunft und setzt auf nachhaltiges Wachstum, Innovationen und eine solide Finanzstrategie.

 

St. Ingbert, 04.06.2025

Gerlando Giarrizzo, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GG Bauprojekte GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GG Bauprojekte GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GG Bauprojekte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmä- ßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillingen, den 04.06.2025

W+ST Wirtschaftsprüfung AG & CO. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Treib, Wirtschaftsprüferin

Philipp Gödicke, Wirtschaftsprüfer

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