Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Oberbayern - Presse - GmbHLiquidiert
84503 Altötting, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simone Anne Edith Tucci-Diekmann seit 7.2.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Simone Anne Edith Tucci-DiekmannPassauer Neue Presse GmbH+1 | 30.09% |
Alexander DiekmannPassauer Neue Presse GmbH+1 | 30.09% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.90% | |
Dr. Hans Kapfinger Stiftung | 5.92% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Verlagsgruppe Passau GmbHPassauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Anlagen 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung 4. Konzern-Eigenkapitalentwicklung 5. Konzern-Kapitalflussrechnung 6. Konzernanhang 7. Konzernlagebericht BestätigungsvermerkWir haben den von der Verlagsgruppe Passau GmbH, Passau, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Fi-nancial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards an Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfling so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Verlagsgruppe Passau GmbH, Passau. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bonn, den 11. Juli 2017 Flick Gocke Schaumburg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Hötzel, Wirtschaftsprüfer Leverkus, Wirtschaftsprüfer Bei der Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfling hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
* Vorjahreszahlen angepasst (siehe Anhang Abschnitt III, (14) und (15)) Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Eigenkapitalentwicklung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernanhang für das Konzerngeschäftsjahr 2016I. Allgemeine Erläuterungen 1. Grundlagen Die Verlagsgruppe Passau GmbH ist ein internationaler Medienkonzern mit Sitz in 94036 Passau, Medienstraße 5. Die Herausgabe und der Druck regionaler Tageszeitungen sind die Hauptgeschäftsbereiche. Der Konzernabschluss der Verlagsgruppe Passau wird gemäß § 315a Abs. 3 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vorn International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen IFRS, die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC). Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals und eine Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2016 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Er wurde am 10. Juli 2017 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben. Bis zum Zeitpunkt der Billigung durch die Gesellschafterversammlung können die Geschäftsführung oder die Gesellschafterversammlung Änderungen am Abschluss vornehmen. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Verlagsgruppe Passau GmbH 33 (Vorjahr 20) inländische und 8 (Vorjahr 10) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die entweder von der Verlagsgruppe Passau GmbH kontrolliert werden oder an denen der Verlagsgruppe Passau GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Verlagsgruppe Passau nach § 313 Abs. 2 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt. 3. Akquisitionen Im Geschäftsjahr 2016 hat die Verlagsgruppe Passau die Donaukurier-Gruppe in Ingolstadt (Erstkonsolidierungsstichtag 31. Dezember 2016) und die VGP Nieruchomości Sp. z o.o. in Polen (Erstkonsolidierungsstichtag 31. Dezember 2016) erworben. Die Akquisitionen haben zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung folgende Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden der Verlagsgruppe Passau:
Die Akquisitionen des Geschäftsjahres 2016 hätten zu einem ca. 25 % höheren Umsatz und unter Berücksichtigung der Kaufpreisallokationen zu einem ca. 5 % niedrigeren Ergebnis geführt, wenn diese Akquisitionen bereits zum 1. Januar des Geschäftsjahres stattgefunden hätten. 4. Konsolidierungsmethoden Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten ohne die Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen am Erwerbsstichtag. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt. Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert. Passive Unterschiedsbeträge werden als Ertrag aus günstigem Unternehmenserwerb erfolgswirksam vereinnahmt. Die Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 5. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Devisenmittelkurs zum Geschäftsjahresende umgerechnet. Firmenwerte aus den Jahresabschlüssen der ausländischen Gesellschaften werden als Vermögenswerte in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung sowie Anpassungen von Vermögenswerten und Schulden an die Zeitwerte aus Unternehmenserwerben vor dem 31. Dezember 2005 werden als Vermögenswerte und Schulden der Verlagsgruppe Passau angesehen und zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands-und Ertragsposten werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen, die Bestandteil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden erfolgsneutral in den Posten "Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung" eingestellt. Realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen werden erst bei Abgang oder Teilabgang von Eigenkapitalanteilen an dem entsprechenden ausländischen Geschäftsbetrieb im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Die für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen mit Ausnahme von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegruppen. Im Verlagsgruppe-Konzern sind folgende Abschreibungsdauern festgesetzt:
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt jährlich eine Prüfung auf Werthaltigkeit. Reparaturkosten, die die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand gebucht. Finanzierungsleasing: Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Leasinggegenstände zu Beginn des Leasingverhältnisses oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder - wenn kürzer - über die Laufzeit des Leasing-vertrages. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert. Zuwendungen der öffentlichen Hand: Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten verrechnet. Finanzanlagen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden - sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt - nach der Equity-Methode bewertet. Die übrigen Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert bilanziert, soweit ein solcher verfügbar ist. Marktwertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Ist ein Marktwert nicht verfügbar, werden sie wie Ausleihungen mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bei der Bewertung der Vorräte kommt überwiegend das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt. Forderungen: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine gesellschaftsindividuelle Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Pensionsrückstellungen: Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach dem "Anwartschaftsbarwertverfahren" (Projected-Unit-Credit-Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Steigerungen von bei-trags- und leistungsorientierten Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,75 % (Vorjahr 2,5 %), ein erwarteter Rententrend von 1,5 % (Vorjahr 1,5 %) und eine durchschnittliche Fluktuation von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) zu Grunde. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie die damit zusammenhängenden latenten Steuern werden im Jahr ihres Entstehens sofort und in vollem Umfang im sonstigen Ergebnis innerhalb der Gesamtergebnisrechnung erfasst und im Eigenkapital als Teil des erwirtschafteten Eigenkapitals dargestellt. Latente Steuern: Latente Steuern werden auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und Verlustvorträge vorgenommen. Latente Steuerabgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Für die Bewertung der latenten Steuern werden - unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens - die zum Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften verwendet. Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Derivative Finanzinstrumente: Derivative Finanzinstrumente werden zum Marktwert bewertet Bei derivativen Finanzinstrumenten, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, werden die Veränderungen des Marktwerts ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Umsatzrealisierung: Umsätze werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind. Schätzungen: Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen sind insbesondere hinsichtlich der Bewertungsparameter zur Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, der Festlegung der Nutzungsdauer der Sachanlagen sowie der Realisierbarkeit von steuerlichen Vorteilen aus der Nutzung von Verlustvorträgen getroffen worden. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. 7. Neue Rechnungslegungsvorschriften Im Januar 2016 wurde IFRS 16 "Leasing" veröffentlicht, der IAS 17 ablöst und für Geschäftsjahre anzuwenden ist, die ab dem 1. Januar 2019 beginnen. Nach IFRS 16 haben Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer entsprechenden Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Davon ausgenommen sind Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte. Die Übernahme in europäisches Recht ist bisher noch nicht erfolgt. Zu Auswirkungen der Neuregelung auf den Konzernabschluss können bisher keine Angaben gemacht werden, die über die im Anhang angegebenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingzahlungen hinausgehen. Darüber hinaus sind bis zur Aufstellung des Abschlusses auch weitere neue Standards und Interpretationen in Kraft getreten, deren Anwendung erstmalig in späteren Geschäftsjahren verpflichtend ist. Die Verlagsgruppe Passau verzichtet auf eine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass diese voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. II. Erläuterungen zur Bilanz (1) Immaterielle Vermögenswerte Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte.
Die Werthaltigkeit der Firmenwerte und der Titelrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer wurde überprüft. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurden im Jahr 2016 die PNP-Gruppe und die Polska Press-Gruppe identifiziert. Den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden Firmenwerte und Titelrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer mit folgenden Buchwerten zugeordnet:
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 wurde kein Impairment-Test durchgeführt, da die letzte Berechnung des erzielbaren Betrags bei der PNP-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 einen Wert ergab, der den Buchwert der Einheit wesentlich überstieg. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer aktualisierten Ermittlung der erzielbare Betrag niedriger wäre als der aktuelle Buchwert des Vermögenswerts, wurde als äußerst gering eingestuft, so dass der Impairment Test entfallen konnte. Die Werthaltigkeit der im Geschäftsjahr erworbenen Titelrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurde im Rahmen der Kaufpreisverteilung getestet. (2) Sachanlagen Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Sachanlagen.
Grundstücke, Gebäude und Maschinen mit einem Restbuchwert von EUR 24,3 Mio. (Vorjahr EUR 35,9 Mio.) dienen als Sicherheit für verzinsliche Finanzschulden. In den technischen Anlagen und Maschinen sind zum Bilanzstichtag keine als Finanzierungsleasing klassifizierten gemieteten Vermögenswerte mehr enthalten. Im Vorjahr betrug der Restbuchwert dieser Vermögenswerte EUR 0,5 Mio. (3) Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen Mit dem Erwerb der Donaukurier-Gruppe wurden auch Anteile an der Funkhaus Ingolstadt GmbH & Co. KG mit Sitz in Ingolstadt erworben, die zum 31. Dezember 2016 nach der Equity-Methode bilanziert wird. Die Funkhaus Ingolstadt GmbH & Co. KG betreibt private Hörfunksender in der Region Ingolstadt. Im Vorjahr wurden mit der Veräußerung der tschechischen VLP auch die Anteile an dem nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen Prvni novinova spolecnost a.s. (PNS) abgegeben. (4) Latente Ertragsteuern Die aktiven latenten Ertragsteuern resultieren aus der Berücksichtigung von Verlustvorträgen, die erst in den Folgejahren mit entsprechenden Gewinnen verrechnet werden sowie aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses. Die passiven latenten Ertragsteuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses vor allem im Sachanlagevermögen und bei immateriellen Vermögenswerten. Insgesamt werden für Verlustvorträge aktive latente Ertragsteuern in Höhe von EUR 0, l Mio. (Vorjahr EUR 0,3 Mio.) gebildet. Aktive und passive latente Ertragsteuern derselben Gesellschaft wurden verrechnet. Es bestehen Verlustvorträge in Höhe von EUR 6,3 Mio. (Vorjahr EUR 7,1 Mio.), für die keine aktiven latenten Ertragsteuern (EUR 1,1 Mio.; Vorjahr EUR 1,3 Mio.) gebildet wurden. Diese Verlustvorträge verfallen ganz überwiegend innerhalb eines Zeitraums von einem bis fünf Jahren (wie Vorjahr). (5) Sonstige langfristige Vermögenswerte
Die Beteiligungen sowie die Ausleihungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da ein Marktwert nicht verfügbar ist. (6) Vorräte
(7) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die folgende Tabelle enthält eine Analyse der Altersstruktur der zum Bilanzstichtag bestehenden, überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen:
(8) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
(9) Pensionsrückstellungen Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene bei deutschen Konzernunternehmen gebildet. Es handelt sich um Leistungszusagen (Defined Benefit Plans), deren Höhe sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter richtet. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Pensionsaufwand. die Pensionsrückstellung sowie der Anwartschaftsbarwert haben sich wie folgt entwickelt:
Die Pensionsrückstellungen würden sich bei einer Senkung des zu Grunde gelegten Rechnungszinsfußes bzw. bei einer Erhöhung des Rententrends von jeweils 50 Basispunkten um EUR 1,5 Mio. bzw. um EUR 1,2 Mio. erhöhen. Die Änderungen würden, unter Berücksichtigung latenter Steuern, unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet, wodurch sich keine Wirkung auf den Pensionsaufwand ergäbe. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen betrug rd. 14 Jahre. (10) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Personalrückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für Altersteilzeit und Urlaubsrückstellungen. (11) Verzinsliche Finanzschulden Die Zusammensetzung der verzinslichen Finanzschulden ist in der nachfolgenden Tabelle abgebildet:
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt teilweise durch dingliche Sicherheiten. Es handelt sich dabei überwiegend um Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen. (12) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
(13) Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte Bei den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten des Vorjahres handelte es sich um polnische Immobilien, die nicht mehr betrieblich genutzt und kurzfristig veräußert werden sollten. Im Geschäftsjahr sind die Vermögenswerte zum Teil mit einem geringfügigen Gewinn veräußert worden, der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen wird, und zu einem anderen Teil ins Anlagevermögen umgegliedert worden. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (14) Umsatzerlöse
Zur besseren Darstellung der Ertragslage wurden Mieterträge und Erträge aus der Kostenerstattung Dritter, die im Vorjahr als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen wurden, in diesem Jahr als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Vorjahresvergleichswert der übrigen Umsatzerlöse wurde entsprechend angepasst (TEUR 1.904). (15) Sonstige betriebliche Erträge
Zur besseren Darstellung der Ertragslage wurden Mieterträge und Erträge aus der Kostenerstattung Dritter, die im Vorjahr als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen wurden, in diesem Jahr als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend angepasst (Mieterträge: TEUR 1.241; Erträge aus der Kostenerstattung Dritter: TEUR 663). (16) Materialaufwand
(17) Personalaufwand
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (ohne Zusteller) setzt sich nach Ländern wie folgt zusammen:
(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(19) Sonstiges Finanzergebnis Im sonstigen Finanzergebnis ist ein Währungsergebnis von EUR -0,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.) enthalten. (20) Ertragsteuern
Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
(21) Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrifft die im Vorjahr veräußerte tschechische VLP-Gruppe. IV. Sonstige Erläuterungen (22) Sonstiges Ergebnis Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
(23) Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtsjahres. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Es wurden Zinsen in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) vereinnahmt und Zinsen in Höhe von EUR 12 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.) gezahlt. Im Geschäftsjahr wurden im Saldo Steuerzahlungen in Höhe von EUR 5,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,2 Mio.) geleistet. Die Konzern-Kapitalflussrechnung enthält für das Vorjahr Cashflows, die den nicht fortgeführten Aktivitäten zuzurechnen sind. Beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind dies EUR 2,4 Mio., beim Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR -0,3 Mio. und beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR -3,2 Mio. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen im Vorjahr wurden um veräußerte flüssige Mittel von EUR 2,8 Mio. reduziert. (24) Finanzinstrumente und Kapitalmanagement Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach den Bewertungskategorien des lAS 39:
Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Zeitwerten, die auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3 gemäß !FRS 13 _Bemessung des beizulegenden Zeitwerts") ermittelt wurden. Aufgrund der zum Bilanzstichtag bestehenden vertraglichen Vereinbarungen über die zuvor dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich für Zinsen und Tilgungen undiskontiert folgende Zahlungsmittelabflüsse:
Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten:
Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet wurden, ergibt sich wie folgt:
Die folgende Übersicht gibt den Bestand und den beizulegenden Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente an:
Für die derivativen Finanzinstrumente bestehen keine öffentlich notierten Marktpreise. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2 gemäß IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts") zum Bilanzstichtag ermittelt. Die einzelnen Risiken im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten der Verlagsgruppe Passau einschließlich der Sensitivitätsanalysen werden im Lagebericht dargestellt. Die Ziele des Kapitalmanagements beinhalten die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität sowie die Aufrechterhaltung einer angemessenen Kapitalstruktur der Verlagsgruppe Passau. Die Steuerung erfolgt im Wesentlichen durch Bankdarlehen. (25) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
(26) Angaben zu nahe stehenden Personen Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. Mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden folgende Transaktionen getätigt:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben bei der Verlagsgruppe Passau GmbH und ihrer Tochtergesellschaften belaufen sich für das Berichtsjahr auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.). Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Passau GmbH, die zum 31. Dezember 2016 mit einem Wert von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr EUR 0,8 Mio.) bilanziert sind. (27) Abschlussprüferhonorar Der Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen des Konzernabschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 65. (28) Befreiung inländischer Gesellschaften von der Offenlegung Für folgende Tochtergesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 2016 die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB bezüglich der für diese Gesellschaften ansonsten geltenden Offenlegungsvorschriften in Anspruch genommen:
Passau, den 10. Juli 2017 Simone Tucci-Diekmann, Geschäftsführerin Alexander Diekmann, Geschäftsführer Aufstellung des Anteilsbesitzes
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016Konzernstruktur Die Verlagsgruppe Passau ist ein internationaler Medienkonzern mit verlegerischen Aktivitäten in Deutschland (Verlagshaus Passauer Neue Presse sowie ab dem Jahreswechsel 2016/2017 Verlagshaus Donaukurier) und Polen (Verlagshaus Polska Press). Kerngeschäft aller Verlagshäuser innerhalb der Verlagsgruppe Passau ist die Herausgabe regionaler und überregionaler Abonnement- und Kaufzeitungen sowie anderer Periodika wie kostenloser Sonntagszeitungen, Anzeigenblätter, Zeitungsbeilagen und Zeitschriften. Hinzu kommen Aktivitäten im Onlinebereich. im Druck von Zeitungen und Werbeprospekten, im Bereich der Zustellung von Post- und Werbesendungen sowie als Werbe- und Kommunikationsagentur. Geschäftsverlauf Gesamtkonzern Das Umfeld für die Medienbranche bleibt weiterhin schwierig: Unverändert sind rückläufige Werbeumsätze in den Printmedien und rückläufige Auflagen zu beobachten, worin insbesondere der fortschreitende strukturelle Wandel hin zu den digitalen Medien zum Ausdruck kommt. Die Verlagsgruppe Passau konnte vor diesem Hintergrund im Geschäftsjahr 2016 das Ergebnis des Vorjahres -bezogen auf die fortgeführten Aktivitäten-nicht ganz wiederholen, das Ergebnisniveau aber doch in etwa halten. Zum Jahresende 2016 erfolgten mit dem Erwerb der Donaukurier-Gruppe durch ein Tochterunternehmen der Passauer Neue Presse GmbH sowie dem Kauf einer polnischen Immobiliengesellschaft zwei bedeutsame Akquisitionen. Der Erwerb des Donaukuriers stellt den mit Abstand größten Zukauf in der Unternehmensgeschichte der Passauer Neuen Presse dar und wird die Position der Verlagsgruppe Passau auf dem bayerischen Zeitungsmarkt ganz erheblich stärken. Mit einer verkauften Auflage von 86.608 erreichen die Ausgaben des Donaukurier mehr als die Hälfte der Auflage der Passauer Neuen Presse (162.412, jeweils IV. Quartal 2016; Quelle IVW). Das Verbreitungsgebiet des Donaukuriers und seiner Lokalausgaben umfasst neben der Stadt Ingolstadt die Landkreise NeuburgiSchrobenhausen, Eichstätt, Pfaffenhofen sowie Teile der Landkreise Roth, Kelheim und Aichach/Friedberg. Der Erwerb der Immobiliengesellschaft in Polen wird die Ergebnisse der polnischen Gruppe dauerhaft stabilisieren. Die Gesellschaft hält Immobilien in mehreren Großstädten Polens, die teilweise von der Polska Press Gruppe angemietet und teilweise fremdvermietet sind. Als Folge dieser Akquisitionen erhöhte sich 2016 erstmals nach mehreren Jahren der konsequenten Entschuldung die Konzernverschuldung wieder deutlich. Dennoch liegt die Eigenkapitalquote mit einem Wert von ca. 44 % weiterhin auf hohem Niveau. Geschäftsverlauf in den Landesgruppen Die deutsche PNP-Gruppe konnte 2016 das sehr gute Ergebnis des Vorjahres nicht ganz erreichen. Ursache hierfür war unter anderem, dass die letzte Stufe bei der Einführung des Mindestlohns vollzogen wurde und dadurch vor allem bei den Personalkosten im Bereich der Zustellung ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen war. Nach den Übernahmen zweier Verlage in Oberbayern in den Jahren 2012 und 2014 erfolgten im Geschäftsjahr weitere Schritte zur organisatorischen Optimierung. Zudem blieb im Geschäftsjahr die strategische Weiterentwicklung des Verlags im Bereich Internet ein wesentlicher Schwerpunkt. Dabei entwickelt sich der Internetauftritt des Verlags hinsichtlich der Zahl der Visits sehr erfreulich. Die Entwicklung bei der im Jahr 2013 neugegründeten Tochtergesellschaft minzgrün, die als Agentur für Werbung und Kommunikation Dienstleistungen insbesondere im Bereich Suchmaschinen-Marketing und Web-Design anbietet, verläuft weiter im Rahmen der Planung. Im Bereich Druck-Weiterverarbeitung wurde mit der PNP Excom GmbH eine eigenständige Gesellschaft gegründet, die intern und extern Dienstleistungen der Kommissionierung und Expedition von Presseerzeugnissen erbringt. Im Geschäftsjahr 2016 konnten, wenngleich mit einer etwas geringeren Dynamik, wie in den Vorjahren abermals die Umsatzerlöse gesteigert werden. Sowohl die Anzeigen- als auch die Beilagenerlöse sind gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Dieser insgesamt in Deutschland beobachtbare Rückgang bei den Werbeerlösen im Bereich Tageszeitungen hält nun seit mehreren Jahren unverändert an. Bei den Vertriebserlösen ist hingegen ein spürbarer Zuwachs zu verzeichnen. Die verkaufte Auflage fiel zwar erneut -wenn auch der Rückgang geringer ausfiel als im Branchendurchschnitt-, die Erhöhung der Bezugspreise konnte dies aber mehr als ausgleichen. Die Druckerlöse schließlich konnten gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant gehalten werden. Bei der Polska Press-Gruppe in Polen war das Jahr 2016 nach zunächst gutem Beginn geprägt von erneuten deutlichen und in dieser Höhe nicht erwarteten Umsatzrückgängen insbesondere bei den Anzeigenerlösen in den Printprodukten. Dem gegenüber standen die im Vorjahr bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung durch die Reorganisation von Abläufen, die den Umsatzrückgang jedoch nicht vollständig kompensieren konnten. Strategisch stand weiterhin die Entwicklung des Onlinebereichs im Mittelpunkt. Hier konnten bei den Visits und Page Views ebenso wie bei den Werbeerlösen erneut große Fortschritte erzielt werden. Zur weiteren Stärkung der Marktposition wurde eine große Marketingkampagne für das Rubrikenportal gratka.pl (Immobilien, Autos, Arbeitsstellen etc.) durchgeführt, die zwar als laufender Aufwand rechnerisch das Ergebnis 2016 belastet, wirtschaftlich aber als Investition für die Zukunft anzusehen ist. Als weiterhin sehr schwierig erweist sich hingegen die Einführung von Bezahlmodellen für Online-Inhalte. Im Druckbereich ergab sich im Herbst die Gelegenheit zum Erwerb gebrauchter Druckanlagen, die vom Maschinentyp genau dem Maschinenpark in Sosnowiec entsprechen und diesen ideal ergänzen. Nach Abschluss der notwendigen Baumaßnahmen und der Installation der Anlagen können aufgrund dieser Investition im Lauf des ersten Halbjahres 2017 die Druckstandorte Breslau und Tarnobrzeg geschlossen und Effizienzsteigerungen realisiert werden. Gegenüber dem Voijahr sind sowohl die Anzeigen- und Vertriebserlöse als auch die Druckerlöse gesunken. Zwar konnte erneut eine deutliche Steigerung der Werbeerlöse im Onlinebereich realisiert werden. Diese Zuwächse bleiben in der absoluten Höhe jedoch hinter den Rückgängen bei den Werbeerlösen im Printbereich zurück. Die erfreulichen Zuwächse bei den Werbeerlösen im Onlinebereich sind dabei sowohl bei den Rubrikenportalen unter der Marke Gratka als auch bei den Internetauftritten der Zeitungstitel und den lokalen Informationsportalen unter der Marke Nase Miasto beobachtbar. Deutliche Rückgänge waren bei den Vertriebserlösen beobachtbar, da der anhaltende starke Auflagenrückgang nicht durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden kann. Ebenfalls rückläufig waren schließlich die Druckerlöse, insbesondere auch durch den Verkauf des Druckbetriebes in Warschau. Aufgrund dieser Erlösrückgänge und der hohen Marketingaufwendungen zur Stärkung des Onlineportals Gratka konnten so die Ergebnisse auf Höhe des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wiederholt oder gar verbessert werden. Aufgrund auslaufender Abschreibungsdauern und damit sinkender Abschreibungen fällt jedoch zumindest das operative Ergebnis besser aus als im Vorjahr. Ertragslage Im Ergebnis des Vorjahres war aufgrund der Veräußerung das Ergebnis der tschechischen VLP-Gruppe separat als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. In den einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen waren keine Beträge der VLP enthalten. Im folgenden werden nur die Ergebnisse aus den fortgeführten Aktivitäten betrachtet.
Die Außenumsätze der fortgeführten Aktivitäten des Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2016 bei 212,8 Mio. EUR und damit um 11,5 Mio. EUR oder 5,2 % unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür ist neben der branchenweit zu beobachtenden rückläufigen Anzeigen- und Auflagenentwicklung auch der negative Effekt durch die Wechselkursentwicklung des polnischen Zloty zum Euro. Von diesen Umsatzerlösen entfallen 38,8 % auf Anzeigen- und Beilagenerlöse, 40,6% auf Vertriebserlöse und 12,3 % auf Druckerlöse. Gegenüber dem Vorjahr sind sowohl die Werbe- und Vertriebserlöse als auch die Druckerlöse rückläufig. Gleichzeitig konnten durch anhaltende Kostendisziplin und Sparanstrengungen auch die operativen Kosten um insgesamt 9,8 Mio. EUR oder 5,0 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die Personalaufwandsquote beträgt 44,3 %, die Materialaufwandsquote 30,6 %. Per Saldo ergibt sich ein EBITDA in Höhe von 27,7 Mio. EUR, der damit um 2,9 Mio. EUR oder 9,5 % unter dem Vorjahreswert liegt. Die Höhe der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (12,1 Mio. EUR) liegt erstmals deutlich unter dem Vorjahreswert von 15,1 Mio. EUR. Insgesamt errechnet sich hieraus ein EBIT von 15,6 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahreswert von 15,5 Mio. EUR konnte das Ergebnis auf Höhe des EBIT konstant gehalten werden. Erneut verbessert zeigt sich das Finanz- und Beteiligungsergebnis in Höhe von -0,8 Mio. EUR gegenüber -1,2 Mio. EUR im Vorjahr. Insgesamt Führt dies zu einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14,8 Mio. EUR (Vorjahr 14,4 Mio. EUR). Der Steueraufwand beträgt 4,8 Mio. EUR (gegenüber 4,2 Mio. EUR im Vorjahr). Somit ermittelt sich nach Berücksichtigung der Ertragsteuern ein Konzernergebnis in Höhe von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr 10,2 Mio. EUR). Davon entfielen 9,7 Mio. EUR auf die Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau GmbH (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) und auf die außenstehenden Gesellschafter 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR). Finanzlage
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Jahr 2016 unter anderem durch den Wegfall der tschechischen Aktivitäten nur noch ein Cash Flow in Höhe von 20,9 Mio. EUR erwirtschaftet werden, was gegenüber dem Vorjahr (33,3 Mio. EUR) einen deutlichen Rückgang bedeutet. Vor allem aufgrund der Akquisitionen ist beim Cashflow aus Investitionstätigkeit ein deutlicher Zahlungsmittelabfluss von per Saldo 136,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Höhe der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls angestiegen, liegt aber weiterhin insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Im Vorjahr ergab sieh im Bereich der Investitionstätigkeit ein Einzahlungsüberschuss in Höhe von 44,7 Mio. EUR, der überwiegend aus dem Verkauf der tschechischen Aktivitäten resultierte. Zur Finanzierung der Akquisitionen wurden Finanzverbindlichkeiten per Saldo von 74,6 Mio. EUR aufgenommen. Daneben wurden 0,3 Mio. EUR an die Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau und 0,3 Mio. EUR an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet. Der Bestand der liquiden Mittel reduzierte sich um 42,0 Mio. EUR.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich durch die Akquisitionen die Bilanzsumme deutlich um 110,8 Mio. EUR bzw. 36,0 % auf 418,9 Mio. EUR. Auf der Aktivseite bilden die immateriellen Vermögenswerte mit 199,2 Mio. EUR (47,5 % der Bilanzsumme) durch die Akquisitionen nun erstmals den größten Posten innerhalb des langfristigen Vermögens. Die Sachanlagen betragen 120,3 Mio. EUR (28,7 %). Der Wert der Anteile at equity bewerteter Unternehmen erhöht sich akquisitionsbedingt ebenfalls auf 5,8 Mio. EUR (1,4 % der Bilanzsumme). Die aktiven latenten Steuern und sonstigen langfristigen Vermögenswerte ergeben zusammen 5,9 Mio. EUR (1,4 %). Beim kurzfristigen Vermögen belaufen sich die Vorräte auf 6,4 Mio. EUR, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen summieren sich auf 20,1 Mio. EUR. Liquide Mittel sind am Bilanzstichtag in einer Höhe von 13,3 Mio. EUR vorhanden. In Summe ergeben die Sonstigen Vermögenswerte (einschließlich der Rechnungsabgrenzungsposten) 47,9 Mio. EUR. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital von 178,2 Mio. EUR um 5,1 Mio. EUR (2,8 %) auf 183,3 Mio. EUR. Dem positiven Konzernergebnis (10,0 Mio. EUR) wirkte hierbei vor allem ein negativer Effekt aus der Währungsumrechnung (-3,8 Mio. EUR) entgegen. Da gleichzeitig beim Fremdkapital ein Anstieg um 105,8 Mio. EUR zu verzeichnen war, sank die Eigenkapitalquote zum Stichtag von 57,8 % am Ende des Vorjahres auf nun 43,7 %. Das Fremdkapital (235,7 Mio. EUR bzw. 56,3 % der Bilanzsumme) umfasst verzinsliche Finanzschulden in Höhe von insgesamt 146,9 Mio. EUR (35,1 %; Vorjahr 72,5 Mio. EUR bzw. 23,5 %). Die Rückstellungen für Pensionen betragen 22,4 Mio. EUR, die Rückstellungen für latente Steuern 15,9 Mio. EUR und alle übrigen Rückstellungen zusammen 25,9 Mio, EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 8,0 Mio. EUR, alle übrigen Verbindlichkeiten ergeben in Summe 16,6 Mio. EUR. Mitarbeiter Insgesamt waren 2016 in den (vollkonsolidierten) Konzernunternehmen durchschnittlich 3.499 Personen (Vorjahr 3.626) beschäftigt. Auf Deutschland und Österreich entfallen dabei 1.027 und auf Polen 2.472. Im Vorjahr verteilten sich die Mitarbeiter folgendermaßen auf die einzelnen Länder: Deutschland/Österreich 988 und Polen 2.638. Der Personalaufwand (incl. Sozialabgaben) im Konzern beträgt 94,1 Mio. EUR gegenüber 95,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Rückstellungen für die betrieblichen Pensionszusagen in Deutschland belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 22,4 Mio. EUR (Vorjahr 17,2 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den im Zusammenhang mit der Akquisition der Donaukurier-Gruppe übernommenen Verpflichtungen. In den übrigen Ländern gibt es vergleichbare Verpflichtungen nicht. Risikomanagement Die Überwachung und Steuerung der Risiken erfolgt mit Hilfe verschiedener ineinander greifender Teilsysteme: Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung der Entwicklung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung und im Berichtswesen erfasst und gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld im Rahmen der Investitionsprüfung identifiziert, bewertet und im Berichtswesen verfolgt. Für die operativen Prozesse der Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, der Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie der Kommunikation darüber sind die jeweiligen Bereiche bzw. Konzerngesellschaften zuständig. Darüber hinaus fungieren die Abschlussprüfer als unabhängige Kontrollinstanzen. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere aus Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Währungsrisiken werden traditionell nur in geringem Umfang abgesichert. Dies resultiert aus der im Langfristvergleich beobachtbaren Konvergenz des polnischen Zloty zum Euro. Zum Bilanzstichtag bestehen keine auf Euro lautenden Finanzierungen ausländischer Tochterunternehmen. Angesichts einer überwiegenden Finanzierung der Verschuldung der Gruppe auf Basis kurzfristiger Geldmarktsätze besteht ein Zinsänderungsrisiko, das zum Teil durch geeignete Zinsderivate gehedgt wird. Eine Sensitivitätsanalyse für die finanziellen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2016 eine kurzfristige Zinsbindung aufweisen, hat dementsprechend ergehen, dass ein Anstieg des Marktzinsniveaus zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte im Geschäftsjahr 2017 das Ergebnis und Eigenkapital des Konzerns in einer Größenordnung von etwa 0,4 Mio. EUR belasten würde. Zur langfristigen Liquiditätssicherung bestehen zum Bilanzstichtag langfristige Finanzierungsvereinbarungen bzw. -zusagen mit den finanzierenden Banken. Die im Geschäftsjahr neu abgeschlossenen Kreditverträge enthalten nicht-finanzielle und finanzielle Nebenbedingungen, die den kreditgewährenden Banken bei Nichterfüllung ein Kündigungsrecht einräumen. Die Einhaltung dieser Nebenbedingungen wird laufend überwacht. Für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf sind Kreditlinien in ausreichendem Umfang vorhanden. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine wesentlichen Ereignisse oder Entwicklungen eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft beeinflussen. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet die Verlagsgruppe Passau aufgrund der erstmaligen ergebnismäßigen Einbeziehung der Ende 2016 erworbenen Gesellschaften mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses. Aber auch ohne diesen Einfluss der neu erworbenen Aktivitäten wird eine leichte Steigerung der Ergebnisse erwartet. Bei den Umsätzen wird zwar weiterhin mit einem Rückgang gerechnet, auf der Kostenseite sollten sich aber weitere Einsparungen realisieren lassen. Der Fokus bleibt weiterhin auf strikter Kostendisziplin in allen Bereichen. Bei der PNP-Gruppe in Deutschland dürften die Werbeumsätze wie im Trend der letzten Jahre leicht sinken. Auch wird erwartet, dass sich die Rückgänge bei den Auflagen fortsetzen und sogar leicht beschleunigen. Durch eine gleichzeitige Abo-Preiserhöhung sollten die Vertriebserlöse dennoch erneut gesteigert werden können. Auf der Kostenseite werden die Papierpreise voraussichtlich tendenziell stagnieren, die Personalkostenerhöhungen sind weitgehend von der Inflationswirkung bestimmt und werden daher weiterhin moderat ausfallen. Aufgrund der fortgesetzten Anstrengungen im Bereich der Kosteneinsparungen und weiter sinkender Abschreibungen sollte insgesamt 2017 das operative Ergebnis in der PNP-Gruppe ohne Berücksichtigung der Donaukurier-Akquisition gegenüber 2016 etwas verbessert werden. Strategisch stehen in 2017 und in den nächsten Jahren zum einen die Zusammenführung der bisherigen PNP-Gruppe und der Donaukurier-Gruppe und die Hebung von Synergiepotentialen, zum anderen die Weiterentwicklung im Bereich Online, Post und Online Agenturgeschäft im Vordergrund. In Polen ist ebenfalls bei den Werbeerlösen im Printbereich mit weiter rückläufigen Zahlen zu rechnen. Andererseits entwickelt sich jedoch der Onlinebereich -auch aufgrund der Stärkung der Rubrikenportale "Gratka" durch die große Marketingkampagne 2016- weiter sehr positiv. Die Werbeerlöse aus diesem Bereich haben inzwischen einen bedeutenden Anteil an den Gesamtwerbeumsätzen der Polska Press-Gruppe. Bei den Vertriebserlösen werden die Auflagenrückgänge nicht durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden können. Auch in Polen werden weitere Sparmaßnahmen auf der Kostenseite umgesetzt, so dass sich das operative Ergebnis 2017 der Polska Press Gruppe voraussichtlich gegenüber 2016 etwas verbessern sollte. Hinzu kommen in Polen ab 2017 die stabilen Ergebnisse der erworbenen Immobiliengesellschaft. Strategisch werden neben dem ständigen Bemühen um Steigerungen der Kosteneffizienz in allen Bereichen insbesondere die Analyse und Reorganisation des Anzeigenverkaufs sowie die weitere Stärkung der Internet-Aktivitäten sowohl im Bereich der Nachrichten- und Unterhaltungsportale als auch im Bereich der Rubrikenportale im Mittelpunkt stehen. Wesentliche Investitionen im Bereich der Sachanlagen sind für das Jahr 2017 weder in Deutschland noch in Polen geplant und auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Insgesamt geht die Verlagsgruppe Passau sehr stabil und gut gerüstet in die kommenden Jahre. Dank der Verlagsakquisitionen der letzten Jahre und speziell dank des Erwerbs der Donaukurier-Gruppe ist sowohl in Deutschland als auch in Polen die Marktposition deutlich gestärkt worden. Auf dieser Basis sollten die operativen Ergebnisse im Jahr 2017 ein höheres Niveau erreichen. Um dieses Niveau dauerhaft zu halten, müssen nun konsequent Synergien gehoben und das strikte Kostenmanagement fortgeführt werden. Auch müssen mittelfristig neue Erlösquellen etwa im Bereich der digitalen Medien und der Erbringung weitergehender Werbedienstleistungen konsequent erschlossen werden.
Passau, den 10. Juli 2017 Simone Tucci-Diekmann, Geschäftsführerin Alexander Diekmman, Geschäftsführer |
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