NetUSE Aktiengesellschaft

Dr.-Hell-Straße 6, 24107 Kiel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 5358 KI
Eingetragen
4.11.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen, der Handel mit Soft- und Hardware, insbesondere für vernetzte Datenverarbeitungsanlagen und die Schaffung von Infrastrukturen für Datenkommunikation und jegliche damit verbundenen Geschäftsaktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Kastens
seit 11.3.2021
Vorstandsmitglied
Stefanie de Koster
seit 25.5.2018
Prokura
Jörg Dr. Posewang
seit 8.3.2007
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NetUSE Aktiengesellschaft

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die 1992 gegründete und im Jahr 2000 in eine Aktiengesellschaft umfirmierte NetUSE AG hat sich als eines der größten und erfolgreichsten IT-Systemhäuser in Norddeutschland etabliert. Mit seinen knapp 120 Mitarbeitenden deckt die NetUSE AG die gesamte Wertschöpfungskette ab. Von der Beratung und der Konzepterstellung über die Beschaffung und Implementierung bis hin zum kompletten Betrieb und dem rund um die Uhr Service liefert das Unternehmen alles aus einer Hand.

Basierend auf fundiertem technischem Know-how werden gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte individuelle IT-Lösungen konzipiert. Im Fokus steht dabei der optimierte und sichere Ablauf der in der IT abgebildeten Geschäftsprozesse der Kunden aus unterschiedlichen Branchen. Durch langjährige Erfahrung, technische Kompetenz und in Zusammenarbeit mit starken Partnern ist die NetUSE AG in der Lage, die konzipierten Lösungen schnell, flexibel und qualitativ hochwertig aufzubauen bzw. umzusetzen. Die kontinuierliche Verfügbarkeit von IT-Services wird durch einen eigenen Helpdesk und einen 7x24h-Support unterstützt, dem die persönliche Betreuung der Kunden zugrunde liegt. Der Schwerpunkt der Aktivitäten ist Deutschland.

Aus ihrem Hauptsitz in Kiel betreibt die NetUSE AG technische Systeme sowohl in Rechenzentren am Hauptsitz als auch in abgesetzten Standorten.

2. Forschung und Entwicklung

Als Managed Service-Provider entwirft und implementiert die NetUSE AG neue Dienste (Services), sowohl als Standardleistung, als auch als dedizierte Entwicklung für einzelne Kunden. Mit Blick auf die allgemeine Entwicklung am Markt und dem weiteren Boom von Cloud-Lösungen verstärkt die NetUSE AG ihre Aktivitäten bei der Entwicklung von Managed Services.

Wichtig ist bei diesen neuen Lösungen ein hoher Grad an Automation und die Integration von Cloud-Services der großen internationalen Anbieter. Auch wenn die Bereitschaft zum kompletten Wechsel auf Cloud-Services im Mittelstand eher zögernd stattfindet, so dürfte dies in den nächsten beiden Jahren stark an Fahrt aufnehmen. Hierbei greift die NetUSE AG auf am Markt erhältliche Lösungen zurück und erbringt die klassischen Leistungen eines Systemintegrators im eigenen Hause. Vorhandene Dienste orientieren sich an den kontinuierlich veränderten Anforderungen des Marktes und werden insbesondere im Umfeld der Lösungen und Services zur IT-Sicherheit an die aktuellen Risiken und Bedrohungen angepasst. Insbesondere bei letzterem ist die Grenze zwischen Betrieb (Software-Updates und Upgrades) und Entwicklung im Sinne einer Weiterentwicklung sehr unscharf und fließend. Ebenso geht das Wissen und die Erfahrung aus Kundenprojekten, zum Aufbau von Services bei (großen) Kunden in den eigenen Betrieb über und wird dort, sofern bei KMUs ein Markt gesehen wird, zur Bereitstellung neuer Services eingebracht.

Die NetUSE AG hat bei ihren Kunden im Security-Bereich eine Bewegung hin zu Co-Managed- Services erkannt, die dem Kunden zum einen die Sicherheit über den Betrieb seiner Lösungen bieten, aber auch eine gewisse Flexibilität bei der Umsetzung ausgewählter Anforderungen. Entsprechend wurden neue Services entwickelt und dieser Weg wird auch in 2025 fortgesetzt.

Da keine Trennung der Betriebsaufwände zwischen "Entwicklung" und "Implementierung/Installation" vorgenommen wird, der Transfer zwischen Projekten und sich daraus ergebenden Services für KMU in der Regel über längere Perioden hinzieht (12-36 Monate), werden diese Aufwände nicht explizit ausgewiesen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Informationen des ifo Instituts aus dem September 2024 steckt die deutsche Wirtschaft in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3 % im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5 % zunehmen wird.

Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien (https://www.ifo.de/fakten/2024-09-05/ifo-konjunkturprognose-herbst- 2024-deutsche-wirtschaft-steckt-in-krise-fest).

Zur Jahresmitte zeichnete sich hingegen für Deutschlands digitale Wirtschaft ein stabiles Wachstum ab. Für 2024 kündigt der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) im deutschen Markt ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 224,8 Milliarden Euro an. Für 2025 wird ein Wachstum auf ähnlichem Niveau in Höhe von 4,7 Prozent auf 235,4 Milliarden Euro erwartet. Der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex lag im Juni bei 7,9 Punkten. Er notiert damit weiter über dem ifo Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft, der mit minus 6,3 Punkten im negativen Bereich verharrt. "Die Digitalbranche entwickelt sich 2024 in einem schwierigen Umfeld insgesamt stabil.

Nach der Juni Prognose werden 2024 mit IT 151,2 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent. Am stärksten wachsen dabei die Umsätze mit Software (+9,8 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro). Besonders stark legen die Umsätze von Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software zu (+12,8 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro). Künstliche Intelligenz wächst innerhalb dieses Segments massiv um 39,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Ebenfalls stark legen die Geschäfte mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen (+8,4 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro) zu. Sicherheits-Software steht dabei mit plus 12,7 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro an der Wachstumsspitze. Mit sonstigen Software-Anwendungen werden 23,5 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von 8,8 Prozent. Überdurchschnittlich zulegen können in diesem Bereich Kollaborations-Tools, also Anwendungen zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, mit denen 1,3 Milliarden Euro umgesetzt werden, 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen im laufenden Jahr um 4,5 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro. Starkes Wachstum gibt es insbesondere im Bereich Infrastructure-as-Service, also bei gemieteten Servern, Netzwerk- und Speicherkapazitäten.

Nach aktuellen Informationen aus dem September 2024 verschlechtert sich der Bitkom-ifo- Digitalindex wieder. Der ifo Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft notiert bei Minus 13,4 Punkten, 2,8 Zähler schwächer als im Vormonat. Sowohl die Geschäftslage (Minus 4,6 Zähler auf Minus 7,6 Punkte) als auch die Geschäftserwartungen (Minus 1,1 Zähler auf Minus 19,1 Punkte) geben nach. Das Geschäftsklima in der Digitalbranche verzeichnet einen Rückgang von 3,5 Zählern auf Minus 1,7 Punkte und liegt damit erstmals seit Mai 2020 wieder im negativen Bereich. Für die kommenden Monate bewerten die Unternehmen der IT- und Telekommunikation (ITK) die Geschäftserwartungen schwächer als im Vormonat (Minus 2,1 Zähler auf Minus 8,7 Punkte). Die Geschäftslage gibt um 4,9 Zähler nach und notiert bei 5,6 Punkten. (https://www.bitkom.org/Digitalindex aus dem September 2024)

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die NetUSE AG hat das Rohergebnis von 10,8 Mio. EUR im Vorjahr um 7,4 % auf 11,6 Mio. EUR gesteigert. Diese positive Entwicklung des Rohergebnisses ist im Wesentlichen auf die gesteigerten Aktivitäten im Bereich Vertrieb zurückzuführen, wodurch der Umsatz durch neue Kundenverträge gesteigert werden konnte.

Trotz gestiegener Kosten konnte das Jahresergebnis mit 1.116 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (967 TEUR) deutlich gesteigert werden.

Wesentliche Änderungen bei der Wettbewerbssituation oder Marktstellung haben sich nicht ergeben.

3. Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Ergebnisquellen TEUR TEUR TEUR
Zinsergebnis 43,8 4,0 39,8
Jahresergebnis 1.116,2 967,4 148,8

Das Zinsergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Geldanlagen. Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs sowie geringer Vorfinanzierungsnotwendigkeiten konnte im Geschäftsjahr 2023/24 auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden.

Das um 15,4 % auf 1.116,2 TEUR gestiegene Ergebnis lässt sich auf das Umsatzwachstum vor allem in den Bereichen Wartungen und Projekte zurückführen.

4. Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit 16,1 Mio. EUR rund 1,3 Mio. über dem Wert des Vorjahres. Die Rechnungsabgrenzungen bilden mit 53,3 % im Aktiva und 61,8 % im Passiva weiterhin den größten Anteil (Vorjahr 56,4 % Aktiva und 61,3 % Passiva). Diese entstehen im Wesentlichen durch bereits in beide Richtungen fakturierte Wartungsverträge, welche in den kommenden bis zu fünf Jahren geleistet werden. Hierdurch konnte bereits ein Teil des Geschäftes für die nächsten Jahre sichergestellt werden.

Durch das gestiegene Ergebnis sowie die Erhöhung der Gewinnrücklagen konnte die Eigenkapitalquote trotz gestiegener Bilanzsumme auf 25,6 % gesteigert werden (Vorjahr 25,1 %).

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 1.299,7 1.475,9 -176,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.676,8 3.120,6 -443,8
liquide Mittel 2.948,1 1.147,1 1.801,0
Rechnungsabgrenzung 8.562,5 8.347,2 215,3
Passiva
Eigenkapital 4.120,8 3.704,7 416,1
Rückstellungen 1.538,8 1.312,1 226,7
Rechnungsabgrenzung 9.932,8 9.057,7 875,1
Bilanzsumme 16.077,4 14.787,4 1.290,0

Das Anlagevermögen liegt aufgrund der regelmäßigen Erneuerungen und durchgeführter Investitionen sowie der planmäßigen Abschreibungen mit 1.299,7 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres (1.475,9 TEUR).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund einer leicht verschobenen Abrechnung auf 2.676,8 TEUR (Vorjahr 3.120,9 TEUR) gesunken und die liquiden Mittel um 1.801,0 TEUR auf 2.948,1 TEUR gestiegen.

Durch weiteres Umsatzwachstum im Bereich der Wartungsverträge ist der aktive Rechnungsabgrenzungsposten um 215,3 TEUR auf 8.562,5 TEUR gestiegen. Der korrespondierende passive Rechnungsabgrenzungsposten ist aufgrund einer Periodenverschiebung mit 875,1 TEUR etwas stärker auf 9.932,8 TEUR angestiegen.

Das Eigenkapital liegt aufgrund der Erhöhung der Gewinnrücklagen bei 4.120,8 TEUR (Vorjahr 3.704,7 TEUR) und die Rückstellungen sind hauptsächlich aufgrund des höheren Ergebnisses von 1.312,1 TEUR auf 1.538,8 TEUR gestiegen.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Analyse-Fokus neben anderen Parametern auf:

Umsatzentwicklung,

Unternehmensergebnis,

Umsatzrendite.

Für die interne Unternehmenssteuerung wird neben anderen Parametern die Umsatzentwicklung, das Unternehmensergebnis und die Umsatzrendite herangezogen.

Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs konnte die Rohertragsrendite im Vergleich zum Vorjahr (9,0 %) auf 9,6 % gesteigert werden.

6. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird weiterhin als gut eingeschätzt. Die positive Entwicklung des Umsatzes sowie die Ausweitung der langfristigen Verträge mit Kunden ist erfreulich.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Bei Lieferverbindlichkeiten mit Skonto konnten im Berichtsjahr durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, den Warenbestand und Verfügungsrahmen bei den Banken gedeckt.

Die Unternehmensleitung fühlt sich durch den positiven Geschäftsverlauf in ihren Entscheidungen bestätigt.

III. Prognosebericht

1. Branchenentwicklung

Im kommenden Jahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2024 um 4,7 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 235,4 Milliarden Euro erreichen.

In der Informationstechnik wird für 2025 ein Umsatz von 160,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2024 ein Wachstum um 6,2 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,9 Prozent auf 51,2 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,9 Milliarden Euro (+3,6 Prozent) auch im Jahr 2025 noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 5,4 Prozent auf 54,4 Milliarden Euro.

Die Anzahl und die Auswirkungen von Angriffen auf IT-Strukturen sind sowohl qualitativ als auch quantitativ im Vergleich zum Vorjahr noch stärker angestiegen. Eine Vielzahl erfolgreicher Angriffe auf große und mittelständische Unternehmen wurde bekannt. Insbesondere der Einsatz KI-basierter Attacken führt zu einer neuen Qualität von Angriffen. Diese Bedrohungslage - in Kombination mit erhöhten Anforderungen (IT Sicherheitsgesetz 2.0) - erfordert bei vielen Unternehmen hohe Investitionen in technische Lösungen aber auch die Weiterentwicklung von passenden Prozessen. Es ist festzustellen, dass Kunden auch im kommenden Jahr die Investitionen in IT-Infrastrukturen mit sehr viel Bedacht vornehmen und auf notwendige Bereiche beschränken. Trotzdem ist mit einer weiter steigenden Durchdringung der IT in allen Lebensbereichen zu rechnen. Insbesondere im Internet of Things (IoT)-Bereich und durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird es zukünftig eine positive Entwicklung mit entsprechenden Geschäftschancen für IT Unternehmen geben, vor allem für Unternehmen mit einer fundierten Basis an IT-Sicherheits Know-how. Darüber hinaus nutzen immer mehr Kunden die Angebote von Cloud Services und hybriden Infrastrukturen. Aus diesem Grund entstehen immer komplexere IT-Lösungen, mit einer steigenden Zahl von Beteiligten, wobei gleichzeitig die Abhängigkeit der Unternehmen zunimmt. Daher ist mit einer wachsenden Anzahl von Mitbewerbern und neuen Marktteilnehmern im IT-Bereich zu rechnen.

Langfristige Verträge mit Kunden, vor allem im Bereich der Managed Services und der Wartungsverträge, werden das Geschäft der Gesellschaft auch in den nächsten Jahren deutlich stabilisieren und tragen einen guten und planbaren Anteil zu den Geschäftszielen bei.

2. Entwicklung der NetUSE AG

Die Gesellschaft hat sich im letzten Jahr erneut sehr gut entwickelt. Trotzdem die deutsche Wirtschaft durch konjunkturelle und strukturelle Faktoren nach wie vor in der Krise steckt, konnte die NetUSE AG in allen Geschäftsbereichen Zuwächse verzeichnen. Insbesondere die positive Entwicklung der Managed Services, sowie des Handels- und Wartungsgeschäfts haben einen großen Anteil an dem Wachstum und werden auch zukünftig weiter ausgebaut und fokussiert. Darüber hinaus hat das Engagement in der Neukundengewinnung erneut zur Entwicklung vieler neuer Kunden geführt. Das Neukundengeschäft hat im letzten Jahr etwa 10 % des Gesamtgeschäfts ausgemacht und trägt damit auch zukünftig einen signifikanten Anteil zum Wachstum bei.

Um dieses Wachstum intern abzusichern und nachhaltig zu gestalten, wurden einige interne Projekte vorangetrieben und abgeschlossen. So konnte im Februar 2024, das zweite Überwachungsaudit der ISO27001 Zertifizierung im ersten Anlauf abgeschlossen werden, wobei in der Führung die Anforderungen der Norm übertroffen werden konnten. Im kommenden Jahr steht die Rezertifizierung nach der aktuellen Norm ISO27001:2022 an, um die aktualisierten Anforderungen an ein ISMS abzubilden. Darüber hinaus konnten die Kundenanforderungen an ein 7x24 SOC gemeinsam mit Partnern erfolgreich umgesetzt werden und das Managed Service Portfolio erweitert werden. Im Personalbereich konnte die Mitarbeiterfluktuation nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten und eine Vielzahl an neuen Fachkräften gewonnen werden, sodass die Gesellschaft mittlerweile rein organisch auf knapp 120 Mitarbeitende angewachsen ist. Die NetUSE AG bildet weiterhin sehr aktiv aus und übernimmt viele Mitarbeitende nach Abschluss der Ausbildung.

Für 2025 plant die NetUSE AG weiteres Umsatzwachstum und bei erwartungsgemäß steigenden Kosten, die neben den allgemein steigenden Preisen auf Investitionen in neue Technologien, Entwicklung neuer Services sowie Investitionen in die Personalentwicklung zurückzuführen sind, ein etwas geringeres Ergebnis in Höhe von 680 TEUR. Darüber hinaus wird eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. IT-Sicherheit

Die zunehmend strikteren Vorgaben im Bereich der IT-Sicherheit, die steigende Anzahl von immer ausgereifteren Angriffen auf die IT der Kunden und andauernde Berichterstattung in den Medien werden zu einer Zunahme des Geschäfts mit Managed Services, Hard- und Software sowie Beratungen im Bereich der IT-Sicherheit sorgen.

Die NetUSE AG hat sich in diesem Segment in den letzten Jahren eine gute Reputation am Markt erarbeitet - auch im Bereich von börsennotierten Großunternehmen. Daher werden gute Chancen gesehen, Aufträge in großem Umfang zu akquirieren und so das geplante Umsatzwachstum zu erfüllen.

Die Überführung der EU-NIS2 Richtlinie in nationales Recht wird die Anforderungen an Cybersecurity für ca. 25.000 größere Unternehmen in Deutschland erhöhen. Dieses bietet für die NetUSE AG ein zusätzliches Potential für weiteres Wachstum. Der Effekt wird sich vermutlich erst ab Mitte 2025 bemerkbar machen, da die Umsetzung in nationales Recht noch nicht erfolgt ist.

Die geopolitische Lage, insbesondere der andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat weitreichende Auswirkungen auf die Cybersicherheit in Deutschland und Europa. In Zukunft wird der Anteil an Cyberangriffen als paralleles Angriffsinstrument noch stärker steigen. Dies bedeutet eine erhebliche Verschärfung der Cybersicherheitslage in Deutschland und Europa. Gleichzeitig hat diese Situation das Bewusstsein für die Notwendigkeit robuster Cyberabwehrstrategien geschärft und internationale Zusammenarbeit verstärkt. Dennoch bleibt die Herausforderung groß und eine dauerhafte Wachsamkeit sowie fortlaufende Investitionen in Sicherheitstechnologien und Bildung sind essenziell. Hier wird die NetUSE AG mit der Mission "NetUSE Kunden sind sicher!" noch stärker wirksam und unterstützt seine Kunden optimal. Durch den Einsatz moderner Cyberabwehrstrategien entsteht für die NetUSE AG weiteres Wachstumspotential.

Die Information und Sichtbarkeit über die eigene IT-Umgebung mit allen Assets, Schnittstellen zu Partnern und Lieferanten - genau wie eine transparente und nachvollziehbare Beurteilung möglicher Angriffe - ist für eine schnelle Reaktion bei Notfällen eine wichtige Grundlage. Hierbei unterstützt die NetUSE AG mit wichtigen Dienstleistungen und unterstützt z.B. beim Aufbau, dem Betrieb oder Auslagerung von Security Operations Center (SOC)-Leistungen und Assessment von extern und intern.

2. Managed Services

Die Nachfrage nach Managed Services ist weiterhin steigend. Einige IT-Systemhäuser wechseln ihre Ausrichtung und bieten Kunden nur noch Managed Services an. Die Herausforderung für viele Kunden ist, die Vielzahl an eingesetzten Managed Services und deren Anbieter zu koordinieren. Die NetUSE AG wird in diesen Bereichen Kundennähe und Kenntnis der Kundenumgebungen nutzen, um hierbei die Kunden zu unterstützen und den Einsatz von Managed Services auch im Securitykontext sicherzustellen. Der Bereich der Managed Security Services wird noch stärker fokussiert.

Die NetUSE AG entwickelt neben den Managed Services auch Beratungs- und Betreuungskonzepte, die zunehmend auch mehr Cloud-Leistungen Dritter integrieren, und stellt den Kunden maßgeschneiderte Angebote bereit.

3. Cloud - Security

Die Nutzung von Cloud-Diensten nimmt nun auch in Deutschland massiv zu. Hier ergibt sich ein zunehmend wachsender Bedarf an Security-Lösungen. Security bei Cloud-Diensten und Hybrid-IT hat andere Rahmenbedingungen und Herausforderungen als klassische On-Premise-IT. Die notwendigen Technologien und Konzepte zur Sicherung dieser Umgebungen sind vorhanden und müssen individuell angepasst werden. Um die Kunden dabei zu unterstützen und um neue Kunden zu erreichen, wird in diesem Bereich verstärkt Know-how und Ressourcen aufgebaut. Ein relevanter Teil hierbei ist auch im Beratungsumfeld zu sehen, damit Kunden weiterhin einen guten Überblick über ihre Kundenumgebungen und Notfallprozesse haben.

Durch die Einführung von NIS2 werden bestehende Anforderungen an Services in Public-Cloud- Umgebungen durchsetzungspflichtig. Daraus folgt unmittelbar, dass Maßnahmen, die bereits für lokal betriebene Services erfolgt sind, auch für Cloud-Lösungen wirksam umgesetzt werden müssen. Hierbei kann die NetUSE AG mit umfangreichen Wissen aus dem Betrieb von Services unterstützen.

4. Risiken

Im Allgemeinen werden die Risiken kontinuierlich im Rahmen des Qualitätsmanagements und des in der ISO27001 hinterlegten Risikoplans und kontinuierlich gepflegten Risikoregisters betrachtet. Bei der Erstellung und der Aktualisierung von Prozessen und Abläufen werden fortlaufend Maßnahmen zur Risikominderung und Risikovermeidung berücksichtigt.

Bei fortlaufender angespannter geopolitischer Sicherheitslage und nationaler Wirtschaftslage besteht das Risiko, dass sich das Geschäft rückläufig entwickelt und Investitionen bei den Kunden weiter nach hinten geschoben werden. Im Speziellen wird dieses Risiko monatlich neu bewertet, um gegebenenfalls schnelle Maßnahmen ableiten und umsetzen zu können.

Es ist festzustellen, dass bei vielen Kunden Projekte aufgrund von Personalengpässen stark verzögert werden. Dies kann zu Veränderungen bei geplanten Projektlaufzeiten und damit auch auf die Einnahmesituation der Gesellschaft haben und wird daher beobachtet.

Durch Einkauf in fremden Währungen, hauptsächlich USD, entstehen Währungsrisiken. Diese Währungsrisiken werden durch Devisentermingeschäfte, den Vorabtausch bei Auftragseingang sowie durch Preisgleitklauseln in Angeboten hinreichend gemindert.

Die Bonitätsbeurteilung bei relevantem Neukundengeschäft sowie laufendes Forderungsreporting und -management führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen. Im Berichtsjahr gab es wie im Vorjahr keine Forderungsverluste.

Auslandsgeschäfte mit ihren Risiken treten im Wesentlichen als Ergänzung zu einer inländischen Geschäftsbeziehung auf. Die Konzentration auf den deutschen Markt reduziert dieses Risiko.

Zudem wird auf nicht finanzielle Indikatoren wie z.B. Mitarbeiter- oder Kunden-Fluktuation geachtet.

Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaft werden keine Risiken gesehen, welche die Entwicklung beeinträchtigen oder den Bestand gefährden.

Für Deutschland ist kein Wirtschaftswachstum zu erwarten. Es ist eher von einer Rezession auszugehen. Im Gegensatz dazu haben alle anderen relevanten EU-Länder ein zum Teil deutliches Wachstum. Die mögliche Abwanderung von Unternehmen in andere EU-Länder - und die damit verbundene Ausweitung des Geschäfts innerhalb anderer EU-Länder - wird fortlaufend eingeschätzt.

Unterschrift des Vorstandes

 

Kiel, den 22. November 2024

Dr. Jörg Posewang, Vorstand

Dr. Roland Kaltefleiter, Vorstand

Uwe Kastens, Vorstand

Bilanz zum 30. September 2024

NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel

AKTIVA

30.9.2024 30.9.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 336.295,00 425.427,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 963.439,00 1.035.387,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.089,00
963.439,00 1.050.476,00
1.299.734,00 1.475.903,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 590.303,86 696.577,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.676.769,60 3.120.617,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.948.079,39 1.147.087,26
6.215.152,85 4.964.281,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.562.516,11 8.347.186,10
16.077.402,96 14.787.370,79

PASSIVA

30.9.2024 30.9.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Grundkapital 450.000,00 450.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.554.654,56 2.287.225,32
III. Bilanzgewinn 1.116.159,72 967.429,24
4.120.814,28 3.704.654,56
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.538.750,90 1.312.062,99
C. VERBINDLICHKEITEN 485.022,89 712.916,83
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.932.814,89 9.057.736,41
16.077.402,96 14.787.370,79

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/24

NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel

2023/24 2022/23
EUR EUR
1. Rohergebnis 11.608.891,99 10.807.521,96
2. Personalaufwand
a) Gehälter -6.648.744,91 -6.034.836,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.101.063,03 -1.014.502,59
-7.749.807,94 -7.049.339,40
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -386.084,13 -406.648,85
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.871.061,18 -1.927.120,46
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.825,01 3.987,64
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -528.043,03 -459.519,65
7. Ergebnis nach Steuern 1.117.720,72 968.881,24
8. Sonstige Steuern -1.561,00 -1.452,00
9. Jahresüberschuss 1.116.159,72 967.429,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel

I. Allgemeine Angaben

Die NetUSE Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Kiel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRB 5358 eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des AktG wurden beachtet. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungen werden zeitanteilig bemessen.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die erhaltenen Anzahlungen wurden offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 450.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen wurden mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in dem Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt.

Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Eigenkapital

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von EUR 450.000,00 ist eingeteilt in:

Grundkapital EUR
450 Stück Stammaktien zum Nennwert von je EUR 1.000,00 450.000,00

Es handelt sich um Namensaktien.

Die Gewinnrücklagen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Gewinnrücklagen EUR
Gewinnrücklagen per 1.10.2023 2.242.225,32
Einstellung in die Gewinnrücklage aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres durch Beschluss der Hauptversammlung 267.429,24
Gewinnrücklagen per 30.9.2024 2.509.654,56

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Bilanzgewinn EUR
Gewinnvortrag per 1.10.2023 967.429,24
Ausschüttung -700.000,00
Einstellung in die Gewinnrücklagen -267.429,24
Jahresüberschuss 1.116.159,72
Bilanzgewinn per 30.9.2024 1.116.159,72

Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 485.022,89 (Vorjahr: EUR 712.916,83), Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bzw. fünf Jahren bestanden, wie auch im Vorjahr, nicht.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

30.9.2024 30.9.2023
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 104.000,00 104.000,00

Die Haftungsverhältnisse sind nicht besichert.

Am Bilanzstichtag bestehen keine Anhaltspunkte, dass mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen zu rechnen ist.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Die NetUSE AG mietet ihre Geschäftsräume, hieraus ergibt sich eine Miete in Höhe von EUR 299.712,48 je Jahr zzgl. Nebenkosten, Instandhaltung und Mieterhöhungen. Die voraussichtliche Restmietzeit beträgt 9,25 Jahre.

Für Kfz, Fahrräder und E-Bikes wurden Leasingverträge mit jährlichen Kosten in Höhe von EUR 75.859,44 abgeschlossen. Die vertraglichen Restlaufzeiten liegen zwischen 1 und 3,5 Jahren.

Für Verträge im Bereich Infrastruktur wurden zwei Verträge abgeschlossen, die jährlichen Kosten betragen EUR 8.800,00. Die Restlaufzeit dieser Verträge betragen 1 und 3 Jahre.

Die im Rahmen von Kundengeschäften gemieteten Leitungen sind kongruent unkündbar an Kunden vermietet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von EUR 341.382,31 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR 303.156,66 enthalten.

In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 49.006,80 (Vorjahr: EUR 48.994,05) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Die NetUSE AG, Kiel, sichert US-Dollar Wareneinkäufe durch Devisenterminkontrakte ab. Drohende Verluste aus am Bilanzstichtag schwebenden Devisenoptions- bzw. Devisentermingeschäften werden mit am Bilanzstichtag unrealisierten Gewinnen aus schwebenden Einkaufskontrakten in fremder Währung verrechnet (geschlossene Position). Isoliert betrachtet ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende unrealisierte Gewinne und drohende Verluste aus den Termingeschäften:

Kreditinstitut Absicherungsinstrument abgesichterte Währung Absicherungsumfang Bewertungsstichtag unrealisierte Gewinne Drohende Verluste
EUR EUR
Sydbank A/S Devisentermingeschäft USD 160.000,00 30.09.2024 0,00 5.960,00
Summe 160.000,00 0,00 5.960,00

Den Marktbewertungen der Devisentermingeschäfte liegen sog. "Mark-to-Market"-Bewertungen der Banken zugrunde. Die Bewertungen basieren auf bankeninternen Risikomodellen, die sich durchaus unterscheiden können. Eine eigene Bewertung der Devisentermingeschäfte ist aufgrund der Komplexität der zugrundeliegenden Bewertungsmodelle nicht möglich.

Die gehaltenen derivativen Finanzinstrumente sind Teil von Bewertungseinheiten. Die Absicherungen werden anhand von Micro-Hedges vorgenommen. Der entsprechende Sicherungszusammenhang und die Wirksamkeit der Absicherung werden anhand der Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert (sog. Critical Term Match- Methode).

Die nicht erfassten negativen Marktwerte aus Devisentermingeschäften belaufen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt EUR -5.960.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Zahl
Arbeitnehmergruppen
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 59,75
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 31,00
90,75

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Nr. 7 HGB i.V.m. § 267 Abs. 5 HGB beträgt damit 90,75.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Dr. Jörg Posewang, Chief Executive Officer, bis 1. Oktober 2024 Vorsitzender des Vorstands,

Dr. Roland Kaltefleiter, Chief Technical Officer,

Uwe Kastens, Chief Operating Officer.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Detlev Hübner (Bankfachwirt),

Oliver Fink (IT-Consultant, NetUSE AG),

Prof. Dr. Doris Weßels (Professorin für Wirtschaftsinformatik, Fachhochschule Kiel),

Stefan Mehne (Cloud Architect, NetUSE AG),

Dr. Sebastian Castringius (Rechtsanwalt und Notar, Steen & Partner, Partnerschaftsgesellschaft),

Helmut Bauer (Diplom-Kaufmann und Unternehmensberater, HWB Unternehmerberatung GmbH).

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Detlev Hübner.

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Oliver Fink.

VI. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

In die Rücklagen werden EUR 216.159,72 eingestellt.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von EUR 900.000,00 vorgesehen.

Unterschrift des Vorstandes

 

Kiel, den 22. November 2024

Dr. Jörg Posewang, Vorstand

Dr. Roland Kaltefleiter, Vorstand

Uwe Kastens, Vorstand

Der Jahresabschluss der NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel, wurde am 16. Dezember 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24

NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Okt. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30. Sep. 2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 862.061,34 4.315,12 0,00 63.961,61 802.414,85
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.090.453,29 205.622,01 15.089,00 48.355,90 3.262.808,40
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.089,00 0,00 -15.089,00 0,00 0,00
3.967.603,63 209.937,13 0,00 112.317,51 4.065.223,25
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Okt. 2023 Zugänge Abgänge 30. Sep. 2024
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 436.634,34 93.447,12 63.961,61 466.119,85
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.055.066,29 292.637,01 48.333,90 2.299.369,40
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.491.700,63 386.084,13 112.295,51 2.765.489,25
RESTBUCHWERTE
30. Sep. 2024 30. Sep. 2023
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 336.295,00 425.427,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 963.439,00 1.035.387,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.089,00
1.299.734,00 1.475.903,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NetUSE Aktiengesellschaft, Kiel, für das Geschäftsjahr 2023/24 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgdeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 6. Dezember 2024

tricon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hendrik Heuser, Wirtschaftsprüfer

Knud Oelerking, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss auf den 30.09.2024

1. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr (01.10.2023 bis 30.09.2024) aus:

Detlev Hübner (Vorsitzender)

Oliver Fink (stellvertretender Vorsitzender)

Prof. Dr. Doris Weßels

Stefan Mehne

Helmut Bauer

Dr. Sebastian Castringius

2. Der Aufsichtsrat hat am 01.11.2023; 20.12.2023; 14.02.2024; 28.03.2024; 22.05.2024; 09.07.2024 und 17.09.2024 getagt.

Für alle Sitzungen haben die Vorstände und die Prokuristin jeweils detaillierte Berichte zu den von ihnen verantworteten Bereichen vorab erstellt. Der Austausch mit den handelnden Personen war wie in den Vorjahren stets sachlich, zielführend und angenehm.

3. Inhaltlicher Schwerpunkt des Geschäftsjahrs war die Begleitung und Kontrolle des Vorstands in herausfordernden Zeiten sowie die Verlängerung der Verträge der Vorstandsmitglieder.

4. Dem Aufsichtsrat lag der Prüfbericht vom 06.12.2024 des Jahresabschlusses zum 30.09.2024 sowie der Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023/24 vom 22.11.2024 vor. Ersteller sind die Wirtschaftsprüfer Hendrik Heuser und Knud Oelerking von der tricon GmbH. Ersteller des Jahresabschlusses ist der Steuerberater Veit Susallek von der Kanzlei Take & Maracke und Partner.

Beschlüsse:

1. Der Aufsichtsrat nimmt den vom Vorstand vorgelegten und von den Wirtschaftsprüfern geprüften Jahresabschluss auf den 30.09.2024 zustimmend zur Kenntnis. Nach Auffassung des Aufsichtsrats vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über die Rechnungslegung ein zutreffendes Bild von der Finanz-/Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft.

Es liegt ein Antrag vor, bis zum 31.01.2025 eine Ausschüttung in Höhe von € 900.000,00 für alle Aktionäre zusammen und abzüglich abzuführender Abgaben und Steuern auf Kapitalerträge auszuschütten. Der über die Ausschüttung hinausgehende Gewinn wird in die Gewinnrücklage eingestellt. Der Aufsichtsrat befürwortet, diesem Antrag stattzugeben.

2. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 mit einer Bilanzsumme von € 16.077.402,96 und einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.116.159,72 fest.

 

Kiel, 16.12.2024

Hübner

Fink

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