Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 12263
Eingetragen
26.1.2018
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei der Immobilienwirtschaft Soest GmbH & Co. KG; Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum zur Standort- und Quartiersentwicklung; Strukturelle Verbesserung des Wohnungsmarktes; Erwerb und Veräußerung von Grundstücken und bestehender Wohngebäude; Quartiersentwicklung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Reddemann
seit 17.2.2026
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Soest
51.00%
Stadt Soest
49.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadtwerke Soest GmbH
Germany
25.500 €
51.00%
Stadt Soest
Germany
24.500 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WohnBau Soest GmbH

Soest

Jahresabschluss 2023

Testatsexemplar

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der WohnBau Soest GmbH ist neben der Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung der Immobilienwirtschaft Soest GmbH & Co.KG insbesondere die Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum zur Standort- und Quartiersentwicklung. Die Gesellschaft dient der Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ gutem, preisgerechtem Wohnraum. Sie soll diese Aufgabe durch Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnungen in allen Preiskategorien sowie freifinanzierten als auch öffentlich geförderten Wohnraum erfüllen. Darüber hinaus wurde die Gesellschaft mit Betrauungsakt vom 19. Mai 2021 mit den gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen des sozialen Wohnungsbaus betraut; die Betrauung gilt für die Dauer von 10 Jahren.

Gesellschafter der WBS sind die Stadtwerke Soest GmbH (51 %) und die Stadt Soest (49 %). Die Stadtwerke Soest GmbH befindet sich zu 100 % im Besitz der Stadt Soest und erfüllt eine öffentliche Versorgungsfunktion.

2. Ziele und Strategien

Die WBS wurde gegründet, um den in Soest angespannten Wohnungsmarkt mit der nachhaltigen Bereitstellung von auch preisgünstigem Wohnraum zu begegnen. Der Gesellschaftszweck der wirtschaftlichen Unternehmensführung darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden.

3. Steuerungssystem

Die Vorgabe der strategischen Zielrichtung obliegt der Gesellschafterversammlung der WBS im Rahmen der entsprechenden Sitzungen. Vertreter der Gesellschafterversammlung sind der Geschäftsführer der Stadtwerke Soest GmbH und der Bürgermeister der Stadt Soest.

Die operative Unternehmenssteuerung wird durch die Geschäftsführung wahrgenommen. Steuerungsinstrumente sind der jährliche Wirtschaftsplan sowie die Auswertung des Jahres und Halbjahresabschlüsse. Finanzielle Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis, die Planerreichung sowie die Gesamtkapitalrentabilität. Nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Tätigkeit im Wohnungsbau, vgl. unter A. 1. Die WBS ist in das Risikomanagementsystem der Stadtwerke Soest integriert.

4. Entsprechungserklärung zum Public Corporate Governance Kodex

Corporate Governance stellt bei der WohnBau Soest GmbH eine verantwortungsbewusste Leitung und Kontrolle sicher. Sie bildet eine zentrale Grundlage für eine gewissenhafte und werteorientierte Unternehmensführung, die effiziente Zusammenarbeit der Organe der Gesellschaft, Transparenz der Berichterstattung sowie ein angemessenes Risikomanagement.

Die Organe der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2024 mit dem am 27. Oktober 2022 vom Rat der Stadt Soest verabschiedeten Public Corporate Governance Kodex und den damit verbundenen Anforderungen befasst. Die Organe der Gesellschaft erklären hiermit gemeinsam, dass dem Public Corporate Governance Kodex der Stadt Soest in der Fassung vom 27. Oktober 2022 im Geschäftsjahr 2023 entsprochen wurde und wird, wobei die konkrete Umsetzung im Einzelnen noch folgt, und insbesondere die Abweichungen von Empfehlungen des Kodexes noch final aufgeschlüsselt werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 von einem krisengeprägten Umfeld beeinflusst. Obwohl rückläufig, hemmten die unverändert hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Daneben wirkten sich ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland negativ aus, so dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fortsetzte. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verringerte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (PIP) im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die maßgeblichen Ursachen waren neben den gestiegenen Preisen für Nahrungsmittel auch die Energiepreise, die im Unterschied zur Entwicklung auf der Erzeugerebene, noch höher als im Vorjahr waren. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Durch ein deutlich verändertes Zinsumfeld, stark gestiegene Baukosten und die Entwicklung der Energiepreise ist in zahlreichen Bereichen des Wohnungsmarktes eine deutliche Trendwende zu verzeichnen. Die Kaufpreise sinken, die Mieten steigen und zugleich stehen weite Teile der Bauwirtschaft zunehmend vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Diese Veränderungen treffen auf eine stark gestiegene Nachfrage nach bezahlbarem, klimafreundlichem und barrierearmem Wohnraum, der neu geschaffen oder durch Bestandsentwicklung an aktuelle Standards angepasst werden muss. Zudem wuchs infolge des starken Zuzugs, insbesondere aus dem Ausland, im vergangenen Jahr die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen um rund 215.000 auf 18,1 Millionen Personen.

Insgesamt haben sich in 2023 die Rahmenbedingungen für Investitionen in den Wohnungsneubau weiter verschlechtert. Wesentliche Hemmnisse für den Wohnungsneubau waren insbesondere die hohen Baukosten, die aktuellen Kapitalmarktbedingungen sowie die Verfügbarkeit von Baumaterialien. (Sämtliche branchenbezogenen Informationen sind dem Wohnungsmarktbericht NRW 2023 sowie dem NRW.BANK Wohnungsmarktbarometer 2023 entnommen.)

In Soest ist seit 2010 eine tendenziell leichte Bevölkerungszunahme zu verzeichnen. Im Hinblick auf die künftige Wohnungsraumnachfrage ist zudem der Indikator Haushaltsgröße von Bedeutung. In den Jahren 2016 bis 2021 gab es bei den Haushalten einen Zuwachs von 993 Haushalten bzw. 4 %; davon entfielen 863 auf Einpersonenhaushalte. Die Stadt Soest rechnet laut dem letzten herausgegebenen kommunalen Wohnungsmarktbericht aus dem Jahr 2022 mit einem weiter moderaten Anstieg der Haushalte, wobei eine überdurchschnittliche Zunahme bei den Ein- und Zweipersonenhaushalten erwartet wird.

In Soest wurden in den Jahren 2021 und 2022 114 bzw. 144 Wohneinheiten fertiggestellt, darunter 110 Ein- und 148 Mehrfamilienhäuser. Diese Werte liegen unter dem langjährigen Durchschnittswert von 175 Wohneinheiten aus dem Zeitraum 2010 bis 2020.

Im Rahmen des Handlungskonzept Wohnen 2018 wurde ein Bedarf von ca. 150 Wohneinheiten pro Jahr bis 2030 ermittelt. Unter Berücksichtigung der Baustatistiken und der demografischen Rahmenbedingungen besitzen die Prognosen und Ziele aus dem Handlungskonzept Wohnen 2018 nach wie vor ihre Gültigkeit.

3. Geschäftsverlauf

3.1. Allgemein

Die kaufmännische Betriebsführung der WBS wird durch die Stadtwerke Soest durchgeführt.

3.2. Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

Im ersten Bauabschnitt ist der Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit je neun Wohneinheiten fast abgeschlossen; Fertigstellung und Bezug erfolgte im 1. Quartal 2024.

Die Umsatzerlöse von 83 T€ entfallen mit 62 T€ (Vorjahr 55 T€) auf die Hausbewirtschaftung und mit 21 T€ (Vorjahr 0 T€) auf erbrachte Dienstleistungen. Damit wurde der Wirtschaftsplanansatz von 113 T€ deutlich verfehlt; ursächlich waren im Wesentlichen die Verzögerungen bei den Bauprojekten.

3.3. Berichterstattung nach § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NW

Gegenstand des Unternehmens ist die Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum zur Standort- und Quartiersentwicklung. Die Gesellschaft dient der Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ gutem, preisgerechtem Wohnraum.

Die im Anhang und im Lagebericht gegebenen Erläuterungen und Daten veranschaulichen, dass wir dem unserer gesellschaftsvertraglichen Aufgabenstellung folgenden öffentlichen Zweck gerecht werden.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Das abgelaufene Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 63 T€ (Vorjahr 81 T€) und lag um 27 T€ unter dem Planansatz von -90 T€. Ursächlich für diese positive Entwicklung waren im Wesentlichen Zinserträge aus überschüssiger Liquidität von insgesamt 21 T€ (Plan 0 T€).

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 28 T€ auf 83 T€.

Der Materialaufwand lag mit 74 T€ leicht über dem Vorjahresniveau von 71 T€.

Aufgrund schwankender Beschäftigungszahlen verringerte sich der Personalaufwand um 6 T€ auf 43 T€ nach 50 T€ im Vorjahr.

Die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit insgesamt 43 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau von 27 T€. Die Mehraufwendungen resultieren unter anderem aus Inserationskosten (+ 5 T€) und Mieten (+ 2 T€).

Die Zinserträge von insgesamt 21 T€ (Vorjahr 1 T€) resultieren aus dem Cash-Pooling mit der SWS und der Anlage von Festgeldern.

Der Zinsaufwand von 20 T€ (Vorjahr 21 T€) betrifft ausschließlich langfristige Darlehen.

2. Finanzlage

Das langfristige Anlagevermögen von 5.858 T€ (Vorjahr 3.719 T€) ist zu 91 % (Vorjahr 125 %) durch langfristige Finanzierungsmittel (Eigenkapital und Darlehen) gedeckt. Die Unterdeckung zum Stichtag resultiert aus noch nicht vollständig abgerufenen langfristigen Darlehen. Grundsätzlich ist eine vollständige fristenkongruente Finanzierung des Anlagevermögens vorgesehen.

Zum Bilanzstichtag verfügte die WBS über Bankguthaben von 42 T€ (Vorjahr 190 T€).

Die Liquidität der WBS ist gesichert. Die Leerstandquoten sind unverändert niedrig, die Mieteinnahmen sind gesichert, zumal bei vielen Mietern der Wohnungen verschiedene soziale Träger die Mietzahlungen direkt an die WBS leisten.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag abermals deutlich um 1.125 T€ auf 6.131 T€ erhöht. Diese Entwicklung spiegelt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen in einem investitionsbedingt gestiegenen Anlagevermögen wider. Demgegenüber erhöhten sich auf der Passivseite insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Investitionen von insgesamt 2.325 T€ entfallen mit 2.316 T€ überwiegend auf Bauvorbereitungskosten. Den Anlagenzugängen stehen planmäßige Abschreibungen (1 T€) gegenüber.

Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vorjahresvergleich um 1.014 T€. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (-1.075 T€).

Größte Positionen der Passivseite ist das Eigenkapital mit 2.671 T€ (Vorjahr 2.734 T€). Der Rückgang entspricht dem Jahresfehlbetrag. Die Eigenkapitalquote verringerte sich insbesondere aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme um 11 % auf 44 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich investitionsbedingt um 741 T€ (Vorjahr 1.913 T€). Die Anlagendeckung durch langfristige Mittel (Eigenkapital und Darlehen) beträgt stichtagbezogen 91 % (Vorjahr 125 %).

Im kurzfristigen Bereich erhöhten sich im Zuge der Investitionstätigkeiten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 140 T€ bzw. 374 T€ auf 195 T€ bzw. 575 T€.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der wesentlichen finanzielle Leistungsindikator ist das Jahresergebnis, welches unter C.1. erläutert wird.

Der nichtfinanzielle Leistungsindikator (Tätigkeit im sozialen Wohnungsbau) ist mittelfristig zu betrachten. Über die Tätigkeiten im Berichtsjahr wurde unter A. 2 und B. 3.2. berichtet.

C. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht

1. Prognose

Die Gesellschaft rechnet für 2024 bei Umsatzerlösen von 201 T€ mit einem Jahresfehlbetrag von 61 T€. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus den anfallenden Finanzierungskosten aus den Neubauprojekten, denen in 2024 noch keine ganzjährigen Mieteinnahmen gegenüberstehen.

Das geplante Investitionsvolumen für 2024 beläuft sich auf insgesamt 24 T€ und betrifft ausschließlich die zwei Neubauten im Belgischen Viertel.

Die Fertigstellung der beiden Mehrfamilienhäuser soll im ersten Quartal 2024 erfolgen. Weitere Neubauprojekte sind vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Lage vorerst nicht in Planung. Infolgedessen beabsichtigt die WBS, eines der beiden noch unbebauten Grundstücke zu verkaufen.

2. Risiken

Die Risiken der WBS werden über das bei den Stadtwerken Soest installierte Risikomanagementsystem im Zuge der kaufmännischen Betriebsführung abgebildet und regelmäßig analysiert.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden und erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben, existieren nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Die Wirtschaftlichkeit der geplanten öffentlich geförderten Bauvorhaben ist in hohem Maße von der Entwicklung der allgemeinen Baukosten abhängig. In den letzten Jahren sind die Baukosten stetig gestiegen. Dem gegenüber steht ein bei öffentlich gefördertem Wohnraum gedeckelter Mietzins. Insbesondere vor dem Hintergrund der im Vergleich zu den Vorjahren relativ hohen Finanzierungskosten ist eine Wirtschaftlichkeit von öffentlich geförderten Bauvorhaben derzeit nicht realisierbar.

Um mittelfristig wirtschaftlich bestehen zu können, muss die WBS sich ebenfalls am frei finanzierten Wohnungsmarkt beteiligen; eine dauerhafte positive Entwicklung nur mit der Schaffung und Bewirtschaftung von öffentlich gefördertem Wohnraum kann nicht dargestellt werden.

3. Chancen

Die WBS sieht ihre Chancen mit der Etablierung auf dem Soester Wohnungsmarkt durch ein Angebot von gutem preisgerechtem Wohnraum. Dieses Ziel ist jedoch mittel- bis langfristig zu sehen und ist abhängig von der Entwicklung des gesamten Wohnungsmarktes in Soest.

 

Soest, 30. April 2024

WohnBau Soest GmbH

André Dreißen, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 812.088,65 996.905,60
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte o. Wohnbauten 228.086,16 228.086,16
3. andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.693,00 0,00
4. Bauvorbereitungskosten 4.809.555,33 2.493.693,73
5.858.423,14 3.718.685,49
B. Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
1. Grundstücke ohne Bauten 183.832,95 0,00
2. Unfertige Leistungen 6.705,74 6.965,54
190.538,69 6.965,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und Leistung 25.248,10 789,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.950,00 1.080.487,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.040,32 924,84
32.238,42 1.082.201,82
III. Guthaben bei Kreditinstituten 42.497,96 190.142,38
265.275,07 1.279.309,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.538,54 8.118,43
6.131.236,75 5.006.113,66

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 2.929.243,00 2.929.243,00
III. Verlustvortrag -245.186,83 -164.617,53
IV. Jahresfehlbetrag -63.086,13 -80.569,30
2.670.970,04 2.734.056,17
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 25.920,17 19.100,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.654.264,51 1.913.477,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 194.818,06 54.605,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 575.681,33 202.149,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.677,41 80.111,41
3.432.441,31 2.250.343,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.905,23 2.614,23
6.131.236,75 5.006.113,66

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse
a) aus der Hausbewirtschaftung 62.063,32 55.061,69
b) aus anderen Lieferungen und Leistungen 20.705,64 0,00
82.768,96 55.061,69
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen -259,80 5.144,23
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.095,60 20.481,27
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.845,41 6.078,06
5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung -52.894,54 -53.318,18
b) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen -20.793,80 -17.350,76
-73.688,34 -70.668,94
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -34.338,43 -40.400,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.032,47 -9.257,93
-43.370,90 -49.657,97
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.375,46 -984,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -41.384,39 -26.510,30
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.934,91 1.229,15
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.652,12 -20.742,49
11. Ergebnis nach Steuern /Jahresfehlbetrag -63.086,13 -80.569,30

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen

Die WohnBau Soest GmbH, Soest (kurz "WBS oder Gesellschaft") mit Sitz in Soest wird beim Handelsregister des Amtsgerichtes Arnsberg unter der Nr. HR B 12263 geführt.

II. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Jahresabschluss und Lagebericht werden gemäß Gesellschaftsvertrag § 9 Abs. 1 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der Verordnung für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen (Formblatt VO), wobei für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB Anwendung findet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang gemacht.

III. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den planmäßigen und ausschließlich linearen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde (Abschreibungssätze: Wohnbauten 9,09 %).

Die Bewertung der zum Verkauf bestimmten Grundstücke erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungs- oder Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Hinsichtlich latenter Steuern gemäß § 274 HGB werden grundsätzlich sich ergebende Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aus gegenüber der Steuerbilanz abweichenden Wertansätzen saldiert betrachtet. Derzeit bestehenden solche Differenzen nicht; jedoch besteht ein steuerlicher Verlustvortrag. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Im Fall aktiver latenter Steuern wird auf eine Aktivierung, die zu einer teilweisen Ausschüttungssperre führen würde, verzichtet. Da der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem Überhang aktiver latenter Steuern führt, wird auf eine Bilanzierung verzichtet.

2. Angaben zu Positionen der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang ersichtlich.

Die unfertigen Leistungen betreffen ausschließlich noch nicht abgerechnete Betriebskosten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche von 1 T€ (Vorjahr 0 T€) enthalten, die erst im Folgejahr rechtlich entstehen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Disagio ausgewiesen, welches linear über die Laufzeit (15 Jahre) des korrespondierenden Darlehens aufgelöst wird.

Am gezeichneten Kapital und an der Kapitalrücklage sind zu 51 % die Stadtwerke Soest GmbH und zu 49 % die Stadt Soest beteiligt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die externe Prüfung des Jahresabschlusses (15 T€; Vorjahr 11 T€).

Die Struktur der Verbindlichkeiten zeigt folgendes Bild:

31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.654 47 2.607 2.329
Vorjahr 1.913 21 1.892 1.670
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 195 195 0 0
Vorjahr 55 55 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh men 576 576 0 0
Vorjahr 202 202 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8 8 0 0
Vorjahr 80 80 0 0
Gesamt 3.432 826 2.607 2.329
Vorjahr 2.250 358 1.892 1.670

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 1.241 T€ durch eine Grundschuld besichert sowie 1.413 T€ durch eine Hypothek.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 202 T€). Die Gesellschafterin SWS betreffen 44 T€ (Vorjahr 0 T€).

3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren mit 62 T€ (Vorjahr 55 T€) aus der Hausbewirtschaftung und mit 21 T€ (Vorjahr 0 T€) aus anderen Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 4 T€ Vorjahr (5 T€) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 18 T€ (Vorjahr 1 T€) Zinserträge mit verbundenen Unternehmen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte

Finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB oder Verträge über derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.

IV. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Ergänzende Angaben

1. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführer:

André Dreißen, Geschäftsführer der SWS

Herr Dreißen erhält von der WBS keine Vergütung.

2. Konsolidierungskreis

Die SWS und die WBS, beide mit Sitz in Soest, sind verbundene Unternehmen im Sinne der §§ 271 Abs. 2 und 290 Abs. 1 HGB. Aufgrund von Beschränkungen der Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens wird auf eine Einbeziehung der WBS in den Konzernabschluss der SWS verzichtet.

3. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens- und Finanz und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben.

4. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich drei Mitarbeiter (Vorjahr zwei Mitarbeiter).

5. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für den Abschlussprüfer belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 15 T€ (davon 3 T€ für Vorjahre) und betraf vollumfänglich Abschlussprüfungsleistungen.

6. Sonstige Angaben

Die WohnBau Soest GmbH, Soest ist persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Immobilienwirtschaft Soest GmbH & Co. KG, Soest. Die WohnBau Soest GmbH ist nicht am Kapital der Gesellschaft beteiligt.

 

Soest, 30. April 2024

WohnBau Soest GmbH

André Dreißen, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs- und Herstellungskostenkosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Zuschüsse
Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 1.001.826,71 0,00 0,00 183.832,95 0,00 817.993,76
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte ohne eigene Bauten 228.086,16 0,00 0,00 0,00 0,00 228.086,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.084,46 0,00 0,00 0,00 9.084,46
4. Bauvorbereitungskosten 2.493.693,73 2.315.861,60 0,00 0,00 0,00 4.809.555,33
3.723.606,60 2.324.946,06 0,00 183.832,95 0,00 5.864.719,71
Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2023
des laufenden Geschäftsjahres
Abgänge
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 4.921,11 984,00 0,00 5.905,11 812.088,65 996.905,60
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte ohne eigene Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 228.086,16 228.086,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 391,46 0,00 391,46 8.693,00 0,00
4. Bauvorbereitungskosten 0,00 0,00 0,00 0,00 4.809.555,33 2.493.693,73
4.921,11 1.375,46 0,00 6.296,57 5.858.423,14 3.718.685,49

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WohnBau Soest GmbH, Soest

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WohnBau Soest GmbH, Soest, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WohnBau Soest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Unterabschnitt "Entsprechungserklärung zum Public Corporate Governance Kodex" des Abschnitts "A. Grundlagen des Unternehmens" enthaltene Entsprechungserklärung zu den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Entsprechungserklärung zu den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die im Unterabschnitt "Entsprechungserklärung zum Public Corporate Governance Kodex" des Abschnitts "A. Grundlagen des Unternehmens" enthaltene Entsprechungserklärung zu den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 11. Juni 2024

WIBERA Wirtschaftsberatung
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Meyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carsten Möller, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus der Niederschrift der 13. ordentlichen Gesellschafterversammlung der WohnBau Soest GmbH vom 12. Dezember 2024

TOP 1:

Feststellung Jahresabschluss 2023, Ergebnisverwendung, Entlastung der Geschäftsführung

Die Gesellschafterversammlung nimmt den Beschlussvorschlag zustimmend zur Kenntnis und beschließt:

"Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird in der vorgelegten Form mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 63.086,13 € von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Geschäftsführung wird für das Jahr 2023 Entlastung erteilt."

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