HERMES PHARMA GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingrid Burger seit 7.11.2024 | Geschäftsführer |
Peter Mauderer seit 5.6.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Johannes Burges Familienstiftung | 95.00% |
Hermes Arzneimittel Holding GmbHEigenbeteiligung | 2.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hermes Arzneimittel Holding GmbHPullach i.IsartalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022NIEDERSCHRIFT über die ordentliche Gesellschafterversammlung der Hermes Arzneimittel Holding GmbH am 25. Juli 2023Wir, die unterzeichneten alleinigen Gesellschafter der Hermes Arzneimittel Holding GmbH (HRB 2698) halten hiermit, unter Verzicht auf alle durch Gesetz und Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen, eine Gesellschafterversammlung der Hermes Arzneimittel Holding GmbH ab. I.Gesellschafter der Hermes Arzneimittel Holding GmbH:
II.Tagesordnungspunkte (TOP):
III.TOP 1) Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Der Jahresabschluss zum 31.12.2022, versehen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der NOERR Aktiengesellschaft (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft), München, mit einem Jahresüberschuss von € 8.592.251,38 und einer Bilanzsumme von € 110.445.473,85 wird festgestellt. Der Jahresabschluss der Hermes Arzneimittel Holding GmbH zum 31.12.2022 wurde von den stimmberechtigten Gesellschaftern (97,5 %) festgestellt. Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH (2,5 %) hat kein Stimmrecht. TOP 2) Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2022 Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von € 8.592.251,38 wird wie folgt verwendet:
Die verbleibenden € 5.864.211,57 werden auf neue Rechnung vorgetragen. Die Ergebnisverwendung, in der zur Beschlussfassung vorgelegten Form, wurde mit den stimmberechtigten Gesellschaftern (97,5 %) beschlossen. Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH (2,5 %) hat kein Stimmrecht. TOP 3) Entlastung des Geschäftsführers Holger Dietel für das Geschäftsjahr 2022 Dem Geschäftsführer der Hermes Arzneimittel Holding GmbH, Herrn Holger Dietel, Gauting wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. TOP 4) Entlastung des Geschäftsführers Dr. Andreas Schrepfer für das Geschäftsjahr 2022 Dem Geschäftsführer der Hermes Arzneimittel Holding GmbH, Herrn Dr. Andreas Schrepfer, Baierbrunn wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. TOP 5) Entlastung des Geschäftsführers Jörg Wieczorek für das Geschäftsjahr 2022 Dem Geschäftsführer der Hermes Arzneimittel Holding GmbH, Herrn Jörg Wieczorek, Seefeld wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. TOP 6) Billigung des Konzernabschlusses 2022 nach HGB Der Konzernabschluss zum 31.12.2022, versehen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der NOERR Aktiengesellschaft (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft), München, mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 11.907 und einer Bilanzsumme von T€ 305.496 wird gebilligt. Der Konzernabschluss der Hermes Arzneimittel Holding GmbH zum 31.12.2022 wurde von den stimmberechtigten Gesellschaftern (97,5 %) festgestellt. Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH (2,5 %) hat kein Stimmrecht. TOP 7) Bestellung eines Wirtschaftsprüfers für den Jahresabschluss 2023 Zum Wirtschaftsprüfer für den Jahresabschluss 2023 sowie den Konzernabschluss 2023 wird die NOERR Aktiengesellschaft (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft), München, bestellt.
Pullach, 25. Juli 2023 Johannes Burges Familienstiftung Holger Dietel Ingrid Burger Marietta Burges Johannes Burgse Hermes Arzneimittel Hoding GmbH Holger Dietel Jörg Wieczorek Bestätigungsvermerk Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hermes Arzneimittel Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hermes Arzneimittel Holding GmbH, Pullach und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hermes Arzneimittel Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d i.V.m. § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Mai 2023 NOERR
Aktiengesellschaft
Schließer, Wirtschaftsprüfer Ilg, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31.12.2022Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der Hermes Arzneimittel Holding GmbH, PullachI. ALLGEMEINE ANGABEN Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH hat ihren Sitz in der Georg-Kalb-Str. 5-8, 82049 Pullach und ist unter der Handelsregisternummer HRB 2698 beim Registergericht des Amtsgerichts München eingetragen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Hermes Arzneimittel Holding GmbH (im Folgenden "HERMES", "Gesellschaft" oder "Konzern"), Pullach wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und nach den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzernbilanz und die Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gliederung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und besseren Information wurden in der Konzernbilanz und in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und zugehörige Aufgliederungen sowie Davon-Vermerke einheitlich im Konzernanhang wiedergegeben. Die Angaben erfolgen in Tausend Euro (T€), soweit nicht anders vermerkt. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. II. ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS (einschließlich Anteilsbesitz) Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH stellt als Mutterunternehmen gemäß § 290 ff. HGB einen Konzernabschluss auf. In den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 sind neben der Hermes Arzneimittel Holding GmbH als Mutterunternehmen 19 Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die Hermes Arzneimittel Holding GmbH mittelbar oder unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt bzw. eine wirtschaftliche Beherrschung vorliegt. Es werden fünf verbundene Unternehmen ohne Geschäftsbetrieb bzw. mit geringem Geschäftsvolumen gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Umsatzerlöse und das Vermögen der Gesellschaften entsprechen kumuliert weniger als 1 % der Konzernumsätze bzw. des Konzernvermögens und sind somit aus Konzernsicht für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. Die Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH & Co. KG als Tochterunternehmen, das zugleich Mutterunternehmen der BIO-Garten GmbH & Co. KG, der BIO-GARTEN Verwaltungs-GmbH, der Quieta Vertriebsgesellschaft mbH und der Suleika Tee GmbH ist, wird in den Konzernabschluss der Hermes Arzneimittel Holding GmbH (HRB Nr. 2698 des Amtsgerichts München) einbezogen und ist dementsprechend von der Aufstellung eines eigenen (Teil-) Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB befreit. Die Hermes Arzneimittel GmbH als Tochterunternehmen, das zugleich Mutterunternehmen der Hermes Arzneimittel Vertriebsgesellschaft mbH, Wien und der Pharma Topica AG, Balgach ist, wird in den Konzernabschluss der Hermes Arzneimittel Holding GmbH (HRB Nr. 2698 des Amtsgerichts München) einbezogen und ist dementsprechend von der Aufstellung eines eigenen (Teil-) Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB befreit. Die HERMES PHARMA GmbH als Tochterunternehmen, das zugleich Mutterunternehmen der HERMES PHARMA Ges.m.b.H., Wolfsberg und der Topo-Pharma Forschungs- und Produktions- ges.m.b.H., Wien ist, wird in den Konzernabschluss der Hermes Arzneimittel Holding GmbH (HRB Nr. 2698 des Amtsgerichts München) einbezogen und ist dementsprechend von der Aufstellung eines eigenen (Teil-) Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB befreit. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB des Konzerns der Hermes Arzneimittel Holding GmbH befindet sich in den nachfolgenden Tabellen. Verbundene Unternehmen (vollkonsolidiert):
Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert):
Im Geschäftsjahr ergab sich bei den vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen aufgrund der Gründung der 100%igen Tochtergesellschaft Bio-Garten Health GmbH, mit Sitz in Bad Heilbrunn eine Veränderung. Der Anteilsbesitz von nicht konsolidierten Unternehmen blieb unverändert. Die Gesellschaften Hermes Fabrik pharmazeutischer Präparate Franz Gradinger GmbH & Co. KG, Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH & Co. KG, Bad Heilbrunner Naturheilmittel Verwaltungs-GmbH, Pharma "Fleet" GmbH, Hochland Pharma GmbH, Hermes Fabrik pharm. Präparate GmbH, Burges Grundstücks GmbH & Co. KG und Burges Verwaltungs GmbH werden in den Konzernabschluss einbezogen, da eine wirtschaftliche Beherrschung der Gesellschaften durch die Hermes Arzneimittel Holding GmbH vorliegt. Die Gesellschaften Hermes Fabrik pharmazeutischer Präparate Franz Gradinger GmbH & Co. KG, Hermes Fabrik pharm. Präparate GmbH als Komplementärin der Hermes Fabrik pharmazeutischer Präparate Franz Gradinger GmbH & Co. KG, Burges Grundstücks GmbH & Co. KG, Burges Verwaltungs GmbH als Komplementärin der Burges Grundstücks GmbH & Co. KG, Hochland Pharma GmbH sowie die Pharma "Fleet" GmbH sind als Zweckgesellschaft im Sinne von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Hermes Arzneimittel Holding GmbH zu identifizieren. Die Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH & Co. KG sowie die Bad Heilbrunner Verwaltungs-GmbH werden im Rahmen der Vollkonsolidierung nach § 290 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. III. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Jahresabschlüsse, der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Darüber hinaus erforderliche Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung werden vorgenommen. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Jahresabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Kapitalkonsolidierung Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteilig auf das Mutterunternehmen entfallenden neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen. Firmenwerte und passive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung Bei der Erstkonsolidierung in Vorjahren entstandene aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 18.071 wurden als Firmenwert aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 S. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung linear über vier Jahre abgeschrieben. Der Buchwert beträgt T€ 0. Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in Vorjahren entstandene passive Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 1.357 wurden entsprechend dem Eigenkapitalcharakter in die Gewinnrücklagen eingestellt. Nicht beherrschende Anteile Anteile, die von nicht konsolidierten Parteien an den Tochterunternehmen der Hermes Arzneimittel Holding GmbH gehalten werden, sind getrennt vom Eigenkapital der Hermes Arzneimittel Holding GmbH unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Dieser beinhaltet im Wesentlichen die Anteile des Mehrheitsgesellschafters der Hermes Arzneimittel Holding GmbH an der Hermes Fabrik pharmazeutischer Präparate Franz Gradinger GmbH & Co. KG, der Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH & Co. KG, der Hermes Fabrik pharm. Präparate GmbH und der Burges Grundstücks GmbH & Co. KG. Die Fremdanteile am Konzernjahresüberschuss werden den nicht beherrschenden Anteilen innerhalb des Eigenkapitals zugeordnet. Schuldenkonsolidierung Die Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den einbezogenen Konzernunternehmen werden aufgerechnet bzw. eliminiert (§ 303 HGB). Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegenseitig verrechnet (§ 305 Abs. 1 HGB). Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen, sofern nicht durch Dritte realisiert, werden erfolgswirksam eliminiert (§ 304 Abs. 1 HGB). Währungsumrechnung Die Umrechnung der Bilanzposten des auf fremde Währung lautenden Abschlusses eines Tochterunternehmens in Euro erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bzw. zum historischen Kurs beim Eigenkapital. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung der Bilanz, infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskurs, werden grundsätzlich erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend dem Nutzungsverlauf planmäßig linear abgeschrieben. Soweit dauernde Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergaben, wurden gemäß § 309 Abs. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung in jedem der Erstkonsolidierung folgendem Geschäftsjahr planmäßig über vier Jahre abgeschrieben. Immateriellen Vermögensgegenständen wird eine wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen 3 bis 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die im Rahmen der Neubewertung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt aufgedeckten Marken werden bzw. wurden mit einer Nutzungsdauer zwischen 5 und 20 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibung, angesetzt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern zu Grunde:
Bei bestehenden degressiven Abschreibungen wird weiterhin auf die lineare Methode übergegangen, sobald dies zu höheren Abschreibungen führt. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswerte € 250,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Betriebsausgabe abgezogen. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswert € 250,00 aber nicht € 800,00 übersteigen, werden gemäß den steuerlichen Vorgaben im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Zugänge werden ausschließlich linear nach der Pro-rata-temporis-Methode abgeschrieben. Die zuvor angewandte Halbjahresregelung für bewegliche, materielle Vermögensgegenstände wurde für Zugänge ab dem Geschäftsjahres 2021 zur Angleichung an das Steuerrecht aufgegeben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Auch bei nicht dauerhafter Wertminderung wird der niedrigere Börsen- oder Marktpreis bzw. der beizulegende Wert angesetzt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Herstellungs- oder Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt. Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den Einzelkosten für Material, Lohn und Maschinen sowie Kosten der Qualitätskontrolle auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt. Der Fertigungs- und Materialgemeinkostenzuschlagssatz setzt sich zusammen aus den Bereichen Einkauf, Lagerhaltung, Arbeitsvorbereitung und Auftragsabwicklung. Im Vorratsvermögen ist ein Festwert in Höhe von T€ 2.414 (VJ: T€ 2.414) für Werkzeuge und Ersatzteile enthalten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessen vorgenommen. Zudem werden auf Grundlage von Erfahrungswerten pauschalierte Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert und unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen bzw. uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Forderungen in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die eigenen Anteile sind mit ihrem Nennbetrag offen vom Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Sonderposten für Investitionszuschüsse Für von verschiedenen Kunden erhaltene Zuschüsse zu den Kosten des Projekts Serialisierung wurde das Wahlrecht zur Inanspruchnahme der Bildung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse ausgeübt. Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes bis einschließlich Oktober 2023 aufgelöst. Mit dem Projekt Serialisierung wird die verpflichtende EU-Richtlinie hinsichtlich Fälschungssicherheit von verschreibungspflichtigen Medikamenten umgesetzt. Weiter wurden im Berichtsjahr Zuschüsse im Zusammenhang mit der COVID-19-Investitionsprämie bilanziert, die entsprechend der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes zwischen Juni 2025 und einschließlich Juni 2041 aufgelöst werden. Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit Ausnahme der Abfertigungsrückstellung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre und einer angenommenen Restlaufzeit von 2 Jahren, 9 Jahren bzw. von 15 Jahren abgezinst. Die Bewertung der Abfertigungsrückstellung einer österreichischen Tochtergesellschaft erfolgt mit einem durchschnittlichen Markzinssatz der letzten 7 Jahre und einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Regelung des § 253 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 6 HGB wird im Geschäftsjahr angewendet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der "Projected Unit Credit Method" (Methode der laufenden Einmalprämien) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck für die deutschen Konzerngesellschaften sowie für die österreichische Tochtergesellschaft HERMES PHARMA Ges.m.b.H. unter Verwendung der aktuellen österreichischen Pensionssicherungstafeln "AVÖ 2018-P - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung - Pagler & Pagler, Angestelltenbestand". Soweit dies nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches vorgeschrieben ist, wird das Deckungsvermögen mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert. Zeitwertänderungen und laufende Erträge aus dem Deckungsvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen und mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Auf- bzw. Abzinsung der Verpflichtungen verrechnet. Im Geschäftsjahr erfolgte erstmalig die Bewertung nach IDW RH FAB 1.021. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei langfristigen Rückstellungen werden, sofern erforderlich, voraussichtliche Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt mit einem Marktzinssatz der letzten 7 Jahre. Die Fälligkeiten liegen - mit Ausnahme der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen, der Altersteilzeit, der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, von Versorgungsanwartschaften und einer Rückbauverpflichtung für angemietete Büroräume - unter einem Jahr. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt mit einem laufzeitadäquaten Marktzinssatz gemäß der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Für die Rückdeckung der deutschen Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Versicherungen, die gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit der Rückstellung zu saldieren sind. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach der "Projected Unit Credit Method" unter Verwendung der Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet. Der Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt unsaldiert. Bewertungseinheiten Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommt folgender Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatz zur Anwendung: ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen. Demnach werden sich ausgleichende positive und negative Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Einfrierungsmethode). Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Bewertungseinheiten gebildet. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposten und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 stellen sich wie folgt dar: Immaterielle Vermögensgegenstände:
Im Bereich des Sachanlagevermögens sind Anlagegüter enthalten, deren Anschaffungskosten durch von Kunden gewährte Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 288 (2021: T€ 288) gekürzt wurden.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen Gesellschaften, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Finanzanlagen beinhalten insbesondere Anteile an Fonds, die in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt nach § 253 HGB mit dem niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag. (2) Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus sonstige Forderungen in Höhe von T€ 21 (2021: T€ 4). Die Forderungen gegen Gesellschaftern sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3 (2021: T€ 0). Im Vorjahr betrafen die Forderungen ein an einen Minderheitsgesellschafter ausgereichtes Darlehen in Höhe von T€ 140. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich vor allem aus Steuererstattungsansprüchen gegen dem Finanzamt in Höhe von T€ 3.475 (2021: T€ 1.684), Aktivwerten der Rückdeckungsversicherung T€ 1.759 (2021: T€ 1.874), soweit diese nicht gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Rückstellungen zu saldieren sind, Forderungen aus Factoring-Leistungen T€ 757 (2021: T€ 893), Forderungen gegenüber österreichischen bzw. deutschen Gesundheitskassen T€ 348 (2021: T€ 198), debitorischen Kreditoren T€ 218 (2021: T€ 536), geleisteten Anzahlungen und Kautionen T€ 122 (2021: T€ 53), Mitarbeitervorschüsse insbesondere für Reisetätigkeiten T€ 66 (2021: T€ 43), sowie übrigen sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 211 (2021: T€ 331) zusammen. In den Steuerforderungen ist ein antizipativer Posten in Höhe von T€ 389 (2021: T€ 144) enthalten und betrifft Vorsteuern, die in der Folgeperiode abziehbar sind. (4) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Der Ausweis betrifft überwiegend Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 3.664 (2021: T€ 1.639), die zum Nennwert angesetzt sind. (5) Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen vorausbezahlte sonstige betriebliche Aufwendungen und Beiträge zu Rentenversicherungen für folgende Wirtschaftsjahre. Weiterhin ist in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ein Disagio im Sinne des §250 Abs. 3 HGB in Höhe von T€ 86 (2021: T€ 93) ausgewiesen, davon T€ 73 (2021: T€ 80) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. (6) Eigenkapital Die Veränderungen des Eigenkapitals sind in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals in Anlage 4 zu ersehen. Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH hält 2,5 % eigene Anteile am Stammkapital. Die eigenen Anteile setzen sich aus zwei Geschäftsanteilen zu einem Nennbetrag von insgesamt T€ 200 zusammen. Zum Bilanzstichtag standen der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr sowie ein Gewinnvortrag der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 19.283 zur Ausschüttung zur Verfügung. (7) Sonderposten für Investitionszuschüsse Die Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 260 (2021: T€ 473) stammen überwiegend aus von Kunden erhaltenen Zuschüssen zu den Kosten des Projektes Serialisierung T€ 167 (VJ: T€ 413) sowie aus Förderverträgen mit dem Land Kärnten und der KWF. Die Auflösung erfolgt analog zur planmäßigen Abschreibung der Vermögenswerte bzw. den angefallenen Aufwendungen und Zuschüssen und Zulagen entsprechend den behördlichen Auflagen. Weiter wurden im Berichtsjahr T€ 55 (VJ: T€ 14) Zuschüsse im Zusammenhang mit der COVID-19-Investitionsprämie bilanziert. Die Auflösung erfolgt analog zur planmäßigen Abschreibung der Vermögenswerte bzw. den angefallenen Aufwendungen und Zuschüssen und Zulagen entsprechend den behördlichen Auflagen. (8) Rückstellungen
Unter der Position Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind sowohl Pensionsverpflichtungen als auch sogenannte Abfertigungsrückstellungen einer österreichischen Tochtergesellschaft ausgewiesen. Der Bewertung liegen folgende Rechengrößen zugrunde:
Ein Teil der Pensionsrückstellungen wird nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Aktivwert des Deckungsvermögens saldiert. Der Erfüllungsbetrag von T€ 13.693 (2021: T€ 13.430) wurde mit dem Deckungsvermögen von T€ 4.950 (2021: T€ 5.750) saldiert. Hierbei handelt es sich um Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und zur Finanzierung der Pensionszusagen abgeschlossene Direktversicherungen, soweit sie dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden dienen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens gemäß Gutachten der GBG Consulting, Hamburg unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 nach § 246 Abs. 2 HGB beläuft sich auf T€ 84 und steht Anschaffungskosten in Höhe von T€ 82 gegenüber. Dies führt zu einem Unterschiedsbetrag von T€ 2. Gemäß Gutachten der Allianz Lebensversicherung AG, Stuttgart ergibt sich ohne Anwendung des IDW RH FAB 1.021 ein Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 7.837 dem ein Erfüllungsbetrag unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 in Höhe von TEUR 7.585 gegenübersteht. Dies führt zu einem Unterschiedsbetrag von T€ 252. Der Zinsaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt T€ 290 (2021: T€ 302). Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 64 (2021: T€ 68) wurde im Geschäftsjahr hiermit verrechnet und ist unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Rückstellungsberechnung anstelle des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen diesen beiden Rückstellungsbeträgen beläuft sich auf T€ 440. Die Steuerrückstellungen umfassen im Wesentlichen die Belastungen aus der Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, der Gewerbeertragsteuer für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre. Für die Rückdeckung von Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Versicherungen in Höhe von T€ 1.696 (2021: T€ 1.178), die gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit der Rückstellung zu saldieren sind. Der Erfüllungsbetrag der rückgedeckten Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich auf T€ 2.416 (2021: T€ 1.628). Aus diesen Verpflichtungen wurden Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 6 (2021: T€ 14) sowie Verluste aus Deckungsvermögen in Höhe von T€ 26 (2021: Gewinn aus Deckungsvermögen T€ 68) im Geschäftsjahr abgebildet. Für die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit wurde ein Zinssatz (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre) gemäß RückAbzinsV von 0,58 % sowie ein Gehaltstrend von 2,02 % verwendet. Sonstige Rückstellungen:
Die Fälligkeiten liegen - mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen, der Rückstellungen für Altersteilzeit, für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, für Versorgungsanwartschaften sowie eine Rückbauverpflichtung für angemietete Büroräume - unter einem Jahr. (9) Verbindlichkeiten Die Buchwerte und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Gesamtbetrag von T€ 56.796 (2021: T€ 66.633) sind durch nachfolgend dargestellte Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert: Zur Sicherung der Bankdarlehen wurden für die Grundstücke der Hermes Fabrik pharmazeutischer Präparate Franz Gradinger GmbH & Co. KG, der HERMES PHARMA Ges.m.b.H. und der Burges Grundstücks GmbH & Co. KG Grundschulden eingetragen. Die eingetragenen Grundschulden belaufen sich zum 31.12.2022 auf T€ 66.118. Die abgesicherte Verbindlichkeit beläuft sich zum Stichtag auf T€ 55.042 (2021: T€ 62.596). Zur Sicherung verschiedener Darlehen wurde das finanzierte Sachanlagevermögen sicherungsübereignet bzw. ein gewährtes Darlehen mit einem Eigentumsvorbehalt besichert. Die abgesicherte Verbindlichkeit beläuft sich zum Stichtag auf T€ 1.754 (2021: T€ 4.037). Zur Sicherung von drei Darlehen wurde der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich das finanzierte Sachanlagevermögen sicherungsübereignet. Die abgesicherte Verbindlichkeit beläuft sich zum Stichtag auf T€ 1.754 (2021: T€ 3.620). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 23 (2021: T€ 30) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 127 (2021: T€ 12) Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 8.222 (2021: T€ 7.644) betreffen überwiegend ein an die Hermes Arzneimittel Holding GmbH ausgereichtes Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 5.000 (2021: T€ 5.000) sowie Gewinnzuweisungen der im Konzern eingebundenen Kommanditgesellschaften an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von T€ 2.722 (2021: T€ 2.592) (10) Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen steuer- und handelsbilanziellen Wertansätzen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen. Der zu Grunde gelegte Steuersatz beträgt für deutsche Konzerngesellschaften wie im Vorjahr 26 % und setzt sich aus einem Körperschaftsteueranteil inklusive Solidaritätszuschlag von 16 % und einem Gewerbesteueranteil von 10 % zusammen. Im Einzelabschluss ermittelten latenten Steuern wird, soweit es sich um Personengesellschaften handelt, ein Steuersatz von 10 % zu Grunde gelegt. Für ausländische Tochtergesellschaften werden Steuersätze zwischen 14 % und 25 % herangezogen. Aktive latente Steuern resultieren aus steuerlich noch nicht vollständig abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwerten, Kundenstamm etc. sowie aus Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Rückdeckungsversicherungen, der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen, der Urlaubsrückstellungen, der Aufbewahrungsrückstellungen, für eine Rückbauverpflichtung für angemietete Büroräume sowie der Jubiläumsrückstellung. Die passiven latenten Steuern resultieren aus den unterschiedlichen Wertansätzen der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens sowie Rückstellungen für Altersteilzeit. Die latenten Steuerbeträge im Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Umsatzerlöse
Im Berichtsjahr wurde erstmalig bei der geografischen Zuordnung der Umsatzerlöse unserer österreichischen Tochtergesellschaften die Zuordnung geändert. In Österreich erzielte Umsätze werden den Umsatzerlösen EU zugeordnet. Umsätze mit Deutschland werden dagegen bei Umsatzerlösen Inland berücksichtigt.
(2) Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Im laufenden Geschäftsjahr wurde sowohl der Bestand an fertigen Erzeugnissen als auch an unfertigen Erzeugnissen aufgrund des normalen Geschäftsverlaufes aufgebaut. (3) Andere aktivierte Eigenleistungen Bei den aktivierten Eigenleistungen im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 89 (2021: T€ 269) handelt es sich um aktivierungspflichtige Kosten der eigenen Leistungen für diverse im Geschäftsjahr 2022 aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände. (4) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
In diesem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 715 (2021: T€ 4.676) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 535, welche insbesondere die im Vorjahr gebildete Rückstellung für Schadenersatzleistungen und Sonstiges betrifft. (5) Materialaufwand
Die Erhöhung des Materialaufwandes beruht insbesondere auf dem gestiegenen Umsatz sowie dem jährlich veränderten Produktmix und dem damit verbundenen geänderten Materialverbrauch. Ebenfalls machten sich die Auswirkungen aufgrund der Preissituation auf den Beschaffungsmärkten bemerkbar. (6) Personalaufwand
Die sozialen Abgaben beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 1.042 (2021: T€ 2.095). (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 8 (2021: T€ 1) enthalten sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 120 (2021: T€ 21). (8) Finanzergebnis
In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von T€ 361 (2021: T€ 427) enthalten. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 242 verschlechtert. Dies ist insbesondere auf Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens zurückzuführen. (9) Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Aufwand aus tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft im Wesentlichen die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr. Der laufende Steueraufwand für das Geschäftsjahr beträgt T€ 4.673 (2021: T€ 4.670). Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 435 (2021: T€ 26) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 0 (2021: T€ 2) für Steuern aus Vorjahren enthalten. Steuerüberleitung
VII. SONSTIGE ANGABEN Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit dem deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21) "Kapitalflussrechnung" wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode ermittelt. Der Finanzmittelfonds von HERMES umfasst die Bilanzposition "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge ergeben einen Aufwand in Höhe von T€ 13. Diese setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen aus Wertberichtigungen in Höhe von T€ 307, sowie aus zahlungsunwirksamen Erträgen vor allem aus der Auflösung von Förderzuschüssen in Höhe von T€ 265 zusammen. Haftungsverhältnisse Es bestanden keine wesentlichen Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo für 2023 für den Erwerb von Anlagevermögen beträgt im Konzern insgesamt T€ 9.050 davon für 2024 insgesamt T€ 5.595 sowie für den Erwerb von Vorratsvermögen T€ 55.260, davon T€ 4.372 für 2024. Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing und Wartungsverträgen, Sponsoring, Kooperationsverträge sowie Werbeleistungen und sonstigen längerfristigen Verträgen und Auftragsvergaben belaufen sich wie folgt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 314 Nr. 2 HGB) Eine Tochtergesellschaft hat seit mehreren Jahren einen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages abgetreten. Diese Maßnahme dient zur Verbesserung der Liquidität. Zum 31.12.2022 flossen dadurch vor Fälligkeit der zugrundeliegenden Forderungen T€ 6.813 zu. Die Gesellschaft haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Auf die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsverlauf ergeben sowie sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, nehmen wir ausführlich in der Lageberichterstattung unter dem Punkt Prognosebericht Stellung. Auf mögliche Auswirkungen, die sich im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sowie der Krise in der Ukraine ergeben könnten, verweisen wir auf den Risiko- und Prognosebericht in der Lageberichterstattung. Anwendung von Offenlegungserleichterungen Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss und -lagebericht der Hermes Arzneimittel Holding GmbH macht die Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH & Co. KG, Bad Heilbrunn von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Pflicht der Erstellung eines Lageberichtes und der Offenlegung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 b HGB Gebrauch. Auch die folgenden Personengesellschaften nehmen von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 b HGB Gebrauch:
Die Organgesellschaften Bio-Garten Health GmbH, Hermes Arzneimittel GmbH und HERMES PHARMA GmbH nehmen von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Pflicht der Erstellung eines Lageberichtes, eines Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses nach Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 (3) HGB Gebrauch. Beschäftigtenzahl Während des Geschäftsjahres 2022 waren im Konzern bei den vollkonsolidierten Unternehmen durchschnittlich 995 (2021: 967) Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich auf die folgenden Gesellschaften:
Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Geschäftsjahr 2022 sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen getätigt worden. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Wirtschaftsjahr 2022 betrugen T€ 2.959. Das auf den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr anfallende Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 775 und setzt sich aus T€ 485 Abschlussprüfungsleistungen (davon entfallen T€ 85 auf das Geschäftsjahr 2021), aus T€ 216 Steuerberatungsleistungen (davon entfallen T€ 48 auf das Geschäftsjahr 2020 und T€ 6 auf das Geschäftsjahr 2021) und T€ 14 sonstige Leistungen zusammen. Das Honorar für die Abschlussprüfer der österreichischen Tochtergesellschaften beläuft sich insgesamt auf T€ 60 und setzt sich aus T€ 58 Abschlussprüfungsleistungen (davon entfallen T€ 0 auf das Geschäftsjahr 2021) und T€ 2 auf sonstige Leistungen zusammen. Ergebnisverwendung Im Einzelabschluss weist die Hermes Arzneimittel Holding GmbH zum 31.12.2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 8.592.251,38 aus. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernabschluss Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH, Pullach (HRB Nr. 2698 des Amtsgerichts München) stellt als Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis einen Konzernabschluss auf, der beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters zur Veröffentlichung eingereicht wird.
Pullach, 31. Mai 2023 Holger Dietel, Geschäftsführer Dr. Andreas Schrepfer, Geschäftsführer Jörg Wieczorek, Geschäftsführer KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der Hermes Arzneimittel Holding GmbH, PullachGrundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Unternehmensprofil Standorte und Produktion Organisatorische Struktur Forschung und Entwicklung Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Konjunkturelle Ausgangslage Der Gesundheitsmarkt Geschäftsverlauf Lage Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage durch Geschäftsleitung Erklärung zur Unternehmensführung. Risiken und Chancen Risikobericht Angaben zum Risikomanagementsystem Zusammenfassende Darstellung und Angaben zu den einzelnen Risiken Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Chancenbericht Prognosebericht GRUNDLAGEN DES KONZERNS Geschäftsmodell des Konzerns Unternehmensprofil Die Konzerngruppe der Hermes Arzneimittel Holding GmbH (im Folgenden "HERMES", "Gesellschaft" oder "Konzern" genannt) ist ein unabhängiges Pharmaunternehmen mit Standorten in Deutschland und Österreich. HERMES ist ein führender Hersteller von hochwertigen Produkten für die Selbstmedikation und steht für höchste technologische Kompetenz bei der Produktion von Arzneimittel-Brausetabletten und weiteren innovativen Darreichungsformen. HERMES stellt Produkte und Dienstleistungen bereit, die der Wiederherstellung und dem Erhalt der Gesundheit dienen und ihre Kunden unterstützen, ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. Dem fortschreitenden Anspruch der Menschen an ihre Gesundheit trägt HERMES durch die Erarbeitung und Entwicklung neuer Produktlösungen Rechnung. HERMES betreibt das operative Geschäft sowie die finanzielle Konzernsteuerung über drei spezialisierte Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich OTC, der sich in die Bereiche OTC- Inland, OTC-Ausland und OTC-Österreich untergliedert, ist für die Entwicklung und Vermarktung von apothekenexklusiven Marken wie Arzneimittel, diätetische Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder dermopharmazeutische Präparate zuständig. Die für diesen Geschäftsbereich wichtigsten Absatzmärkte innerhalb der Apotheke sind der Markt für topische Muskel- und Gelenkmittel, für Magnesium-Monopräparate, für Vitamin C-Präparate, für Mittel zur Insektenabwehr, für Immunstimulantien, für Medizinprodukte (sowohl Blutdruckmess- und Inhalationsgeräte als auch Schrittzähler und TEN-Geräte) sowie für topische Antisepsis- Präparate und homöopathische Arzneimittel. Mit dem Rechte-, Marken- und Zulassungskauf im Geschäftsjahr 2019 wurde der Absatzmarkt insbesondere um Erkältungspräparate und Präparate für geistige Leistungsfähigkeit erweitert. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 wurde zudem eine Vertriebskooperation für Wundheilungsmittel und Notfallkontrazeptiva eingegangen. Der Geschäftsbereich HERMES PHARMA akquiriert als Systemlieferant mit seiner Prozess-, Produkt- und Marktkompetenz in Europa. Er entwickelt und produziert Brausetabletten, Brausegranulate und andere feste lösliche Darreichungsformen wie zum Beispiel Kautabletten, Direktgranulate oder medizinische Kaugummis für den Geschäftsbereich OTC und für andere Pharmaunternehmen. Im Rahmen des Geschäftsbereiches Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte ist Bad Heilbrunner® als die gesunde Teemarke in potenziellen Wachstumsmärkten etabliert, in denen der Verbraucher Produkte für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden sucht Bad Heilbrunner® ist das Synonym für gesunden Tee. Mit dem Vertrieb unserer Produkte und Leistungen wurden im Berichtsjahr 2022 Nettoerlöse in Höhe von T€ 334.406 (Vorjahr: T€ 275,270) erzielt. Diese verteilen sich auf die Geschäftsbereiche wie untenstehend dargestellt.
HERMES beschäftigte zum Bilanzstichtag 1.011 Mitarbeiter, das sind 56 mehr als zum Vorjahresstichtag. Standorte und Produktion Zu unseren Standorten gehören Pullach/München (Hauptverwaltung), der Verwaltungssitz einer österreichischen Tochtergesellschaft in Wien sowie die Produktionsstandorte in Wolfratshausen, Bad Heilbrunn und Wolfsberg/Österreich (auch Verwaltung), HERMES verfügt über eigene Mitarbeiter im Außendienst, die von ihren Wohnstätten aus im gesamten Bundesgebiet sowie in Österreich Apotheken besuchen. Die Produktion umfasst mehrere Hundert verschiedene Produkte in ca. 1.300 verschiedenen Packungsaufmachungen (SKU Stock Keeping Units) in den Darreichungsformen:
Organisatorische Struktur Die Hermes Arzneimittel Holding GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht und nimmt als Holdinggesellschaft zentrale Dienstleistungs- und Steuerungsaufgaben für den gesamten Konzern wahr. Die Führungsstruktur der Hermes Arzneimittel Holding GmbH umfasst die Geschäftsführer Holger Dietel, Dr. Andreas Schrepfer und Jörg Wieczorek, die gemeinsam für die Unternehmensentwicklung im Konzern verantwortlich sind und gemeinsam die zentrale Steuerung der Tochtergesellschaften und dies insbesondere für die Geschäftsbereiche OTC, HERMES PHARMA sowie Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte verantworten. Die funktionalen Verantwortlichkeiten der Geschäftsführer sind wie folgt verteilt: Holger Dietel trägt die Verantwortung für die Shared Services und ist damit zuständig für die in der Holding angesiedelten Bereiche Finanzen, IT, Infrastruktur- und Applikationsservice sowie Personalmanagement. Dr. Andreas Schrepfer verantwortet die Hausverwaltung. Für den Geschäftsbereich HERMES PHARMA sind die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften HERMES PHARMA GmbH und HERMES PHARMA Ges.m.b.H verantwortlich. Der Produktionsbetrieb in Deutschland mit den Bereichen Qualität, Herstellung und Technik sowie Haus-/Sicherheitstechnik fällt in den Verantwortungsbereich von Dr. Andreas Ulrich, welcher Geschäftsführer bei der HERMES PHARMA GmbH ist. David Brauchart verantwortet als Geschäftsführer der HERMES PHARMA Ges.m.b.H den Produktionsbetrieb in Österreich mit den Bereichen Qualität, Herstellung und Technik sowie Haus-/Sicherheitstechnik. Dr. Thomas Hein (CEO) und Dr. Jürgen Ott (beide HERMES PHARMA GmbH) sind aktuell in 2023 gemeinsam für die Bereiche Einkauf, Entwicklung, Patente, Marken und Neuzulassung sowie Geschäftsentwicklung, Kooperation und Regulatory Affairs für den gesamten Geschäftsbereich HERMES PHARMA zuständig. Der Geschäftsbereich OTC wird von Thomas Stadler, dem Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Hermes Arzneimittel GmbH sowie von Stefan Walk, dem Geschäftsführer der Hermes Arzneimittel Vertriebsgesellschaft mbH, verantwortet. Für den Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte sind die Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Bad Heilbrunner Naturheilmittel Verwaltungs-GmbH, Dr. Heinz Dittrich und Umut Sezer, verantwortlich. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften berichten alle an die Geschäftsführer der Hermes Arzneimittel Holding GmbH. Nachfolgende Übersicht zeigt die zum 31.12.2022 in den Konzernabschluss vollkonsolidiert einbezogenen Tochtergesellschaften:
Im Geschäftsjahr wurde das neue Tochterunternehmen Bio-Garten Health GmbH im Rahmen der Vollkonsolidierung erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Forschung und Entwicklung Im Berichtsjahr wurden vom Geschäftsbereich HERMES PHARMA drei innovative Nahrungsergänzungsmittel präsentiert, die aus einem Strategieprojekt zur Entwicklung von Produktkonzepten in Eigeninitiative hervorgegangen sind. Dazu gehören ein innovativer Vitamin B12 Stick mit Depot-Effekt sowie zwei weitere Stickpacks zur Förderung der männlichen bzw. weiblichen Fertilität. Bereits im Vorjahr gab es eine Patentanmeldung zu einem Direktgranulat mit einer Kombination aus retardiertem und schnellfreisetzendem Magnesium, ein Produkt, das für den Geschäftsbereich OTC entwickelt wurde. Im Berichtsjahr konnte dieses schließlich eingeführt werden. Für die Medizinprodukte wurde in der Zulassung Ende 2022 mit dem erfolgreichen Audit nach der neuen Medizinprodukte-Gesetzgebung MDR (Medical Device Regulation) eine wichtige Hürde genommen. Um Medizinprodukte auch in Zukunft auf dem Markt halten zu können, ist in der EU eine MDR-Zertifizierung verpflichtend. Bad Heilbrunner ist im Geschäftsjahr 2022 u. a. mit einem weiteren tassenfertigen Tee im Stick auf den Markt gekommen. Als Antwort auf den stetig wachsenden Bio-Anteil im Teemarkt wurde im Herbst 2021 eine komplett neue Serie von hochwertigen Bio-Arzneitees im Pyramidenbeutel eingeführt. Diese ist im Berichtsjahr u.a. um die Sorte Einschlaf Tee mit Melatonin im Pyramidenbeutel erweitert worden. Aus strategischen Gründen ist bereits in 2021 der Launch der Zweitmarke Teaya in der Warengruppe "Lebensmitteltee" erfolgt, welche in 2022 erweitert wurde. Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt T€ 8.933 im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) für interne und externe Kosten ausgegeben, was gegenüber dem Vorjahr (T€ 8.668) einen Anstieg von 3,1 % bedeutet. Die F&E-Quote spiegelt den Anteil der F&E-Kosten am Umsatz wider und betrug 2022 2,7 % (Vorjahr: 3,1 %). In den Abteilungen, die Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung als auch Produktsicherung ausüben, sind zum Stichtag insgesamt 62 Mitarbeiter (Vorjahr: 66) beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 6,2 % (Vorjahr: 6,9 %) der Belegschaft. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1 Konjunkturelle Ausgangslage Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % über dem des Vorjahres. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona- Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Der Gesundheitsmarkt Weltmarkt Der Gesundheitsmarkt zählt weltweit zu den bedeutenden und stark wachsenden Wirtschaftszweigen. Begünstigt wird dies durch die demografische Entwicklung (Bevölkerungswachstum und Alterung), den medizinischen Fortschritt und die daraus resultierenden Innovationen, den steigenden Wohlstand (insbesondere in den aufstrebenden Märkten) sowie durch den verbesserten Zugang zu medizinischen Produkten und Dienstleistungen. Zudem besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapiemöglichkeiten für eine stetig steigende Zahl von Krankheiten. Die Innovationskraft in Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ist ungebrochen. Wie nahezu alle Wirtschaftssektoren wurde auch die Pharmabranche von der Coronapandemie beeinflusst. In vielen Sektoren gilt die Pandemie als Katalysator langfristiger Entwicklungen. Auch in der Pharmabranche werden einige langfristig beobachtbare Trends verstärkt oder beschleunigt. Deutschland Im Vergleich zu diesen allgemeinen volkswirtschaftlichen Kennzahlen entwickelte sich der Umsatz des Pharma-Gesamtmarktes (Klinik und Apotheke) in 2022 positiv: Er wuchs gegenüber dem Vorjahr um über 5 % auf rund 56,5 Mrd. € mit etwa 102 Mrd. an Patienten abgegebenen Zähleinheiten (Tabletten, Portionsbeutel, Injektionen etc.). Der Umsatz im Apothekenmarkt betrug dabei 46,6 Mrd. € (+ 6 % im Vergleich zum Vorjahr; zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers inklusive Impfstoffe und Testdiagnostika). Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Präparaten stieg im Betrachtungszeitraum um etwas über 5 % auf 40,3 Mrd. €. Der für HERMES maßgebliche Umsatz mit rezeptfreien Arzneimitteln aus Apotheken und über den Versandhandel stieg im Jahr 2022 um 7 % bzw. 6,3 Mrd. €, der Absatz (980 Mio. Packungen) legte sogar im zweistelligen Bereich zu. Der Gesamtmarkt der rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimittel ist in 2022 nach Wert um 9 % gestiegen und nach Menge sogar um 12 %. Es zeigt sich ein Zuwachs der Verordnungen sowohl auf Privat-Rezept (+ 8 %) als auch bei Empfehlungen auf grünen Rezepten und bei Verordnungen auf GKV (beide + 11 %). Die Selbstmedikation, die den Löwenanteil ausmacht, steigt sowohl nach Umsatz als auch nach Absatz im zweistelligen Bereich. Im Jahr 2022 wuchs der Umsatz mit OTC-Produkten über den Versandhandel um knapp 10 %. Insgesamt bestellten Verbraucher 272 Mio. Packungen (+ 12 %) im Wert von 3,1 Mrd. Euro über den elektronischen/telefonischen Bestellweg. Vor allem der Bereich der OTC-Arzneimittel zeigt mit über 12 % Umsatz- und 16 % Absatzsteigerung das größte Wachstum. Innerhalb der absatzstärksten Produktgruppen bei Arznei- und Gesundheitsmitteln über den Versandhandel legen Husten- und Erkältungsmittel mit + 30 %, Produkte für den Verdauungstrakt mit + 16 % und Schmerzmittel mit + 15 % am deutlichsten zu. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich das Gesamtmarktvolumen für Tee in Höhe von 839 Mio. Euro um -0,2 % gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Absätze präsentieren sich mit 515 Mio. Packungen (-1,3 %) gegenüber Vorjahr rückläufig. Die Bedeutung der Eigenmarken zeigt sich mit einem Umsatzanteil von 25,1 % (+0,1 Prozentpunkte) stabil. Der Bereich "Gesundheitstees" ist durch deutliche Zuwächse im Um- und Absatz gekennzeichnet: im Vergleich zum Vorjahr wächst der Markt auf Umsatzbasis um 15,4 %, während der Absatz um 7,7 % zulegt. Geschäftsverlauf HERMES blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. Die Nettoerlöse belaufen sich 2022 auf T€ 334.406. Dies bedeutet einen Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr von T€ 59.136 beziehungsweise 21,5 %. Im Vergleich zur Unternehmensplanung 2022 (Nettoerlöse T€ 312,396) wurde das Umsatzziel um 7,0 % (T€ 22.010) übertroffen. Nähere Erläuterungen werden untenstehend im Zuge der Analyse der DB-Quoten sowie unter dem Punkt "Ertragslage" gemacht. Die geografische Zuordnung der Nettoerlöse ist im Berichtsjahr angepasst worden. Nettoerlöse der österreichischen Gesellschaften in Österreich werden der EU zugeordnet. Für jene Nettoerlöse, die die österreichischen Gesellschaften in Deutschland erzielen, erfolgt der Ausweis beim Inland. Die Werte unter Anwendung dieser Zuordnung für das Vorjahr werden in Klammern dargestellt. Die Nettoerlöse verteilen sich regional wie folgt:
Der Konzernjahresüberschuss vor Verteilung auf andere Gesellschafter beträgt im Berichtsjahr T€ 11.908. Er ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 278 bzw. 2,4 % gestiegen. Ursächlich für den Anstieg des Konzernjahresüberschusses sind insbesondere die höheren Umsatzerlöse, die die höheren Materialaufwendungen sowie die höheren Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr kompensieren konnten. Der Konzerngewinn beläuft sich im Berichtsjahr auf T€ 10.267 und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 517 bzw. 4,8 % gesunken. Der Anstieg des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Gewinns resultiert aus veränderten Ergebnisanteilen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Das prognostizierte Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von T€ 7.849 konnte um T€ 8.882 bzw. 113,2 % übertroffen werden. Dabei liegen in allen Geschäftsbereichen die geplanten Umsatzerlöse deutlich über der Prognose. Die zusätzlichen Ergebnisbeiträge wirken sich positiv auf das Ergebnis vor Ertragssteuern aus. Den um T€ 22.010 höheren Umsatzerlösen, stehen jedoch insbesondere auf Grund des im Jahr 2022 gestiegenen Kostenniveaus höhere Materialaufwendungen (T€ 7.802) sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen (T€ 6.043) als geplant gegenüber. Nähere Ausführungen finden sich unter dem Punkt "Ertragslage". Abgesehen vom Bereich OTC-Österreich und dem Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte (LEH) konnten im Geschäftsjahr 2022 alle Geschäftsbereiche die geplanten Deckungsbeiträge (DB) (in % zu den Nettoerlösen auf Basis Kostenrechnung), welche zur internen Steuerung herangezogen werden, übertreffen. Somit lagen der Geschäftsbereich (GB) HERMES PHARMA sowie die Bereiche (B) OTC Inland und OTC-Ausland über den Erwartungen. DB-Quote (Deckungsbeiträge 2 in % zu Nettoerlösen auf Basis Kostenrechnung)
Die DB-Quote des Geschäftsbereiches HERMES PHARMA liegt mit 12,5 % um 2,7 %-Punkte über Plan, allerdings um 0,5 %-Punkte unter dem Vorjahreswert. Die Nettoerlöse auf Basis Kostenrechnung liegen um 10,5 % über dem geplanten Wert. Dies liegt im Wesentlichen an den um 47,6 % höheren Umsätzen mit Präparate mit Acetylcystein als geplant. Darüber hinaus fallen alle Kostenarten in den Gesamtkosten im Verhältnis zu den Nettoerlösen niedriger als geplant aus. Der Geschäftsbereich OTC hat seine geplante DB-Quote um 6,5 %-Punkte übertroffen und erreichte eine DB-Quote von 14,6 %. Im Bereich OTC-Inland übertrifft der DB mit 15,8 % den prognostizierten Wert um 6,9 %-Punkte. Dabei konnten die budgetierten Nettoerlöse auf Basis der Kostenrechnung um 6,0 % übertroffen werden. Vor allem die Erkältungsmarken, allen voran algovir®, wurden deutlich über dem kumulierten Plan einverkauft. Auch Superpep® und ANTI BRUMM® verzeichnen starke Umsätze. Demgegenüber verfehlen sowohl die HRA Produkte aus der neuen Vertriebskooperation als auch die Mundipharma Produkte die kumulierte Planung. Im Bereich der Materialkosten war auf Grund des Materialmixes ein niedrigerer Prozentsatz im Verhältnis zu den Nettoerlösen als geplant zu verzeichnen. Zudem liegen die Verwaltungs- und Vertriebskosten ebenso wie die F&E- Aufwendungen, die Produktneben- und Produktionsgemeinkosten unter Plan. Lediglich die Werbekosten liegen über dem geplanten Wert, da auf Grund der guten Umsatzsituation das Budget hierfür im Berichtsjahr erhöht wurde. Der DB des Bereiches OTC-Ausland liegt mit 14,8 % um 8,9 %-Punkte ebenfalls über Plan. Die budgetierten Nettoerlöse auf Basis der Kostenrechnung konnten sogar um 15,9 % übertroffen werden. Die Werbekosten im Verhältnis zu den Nettoerlösen sind jedoch höher als geplant. Zur positiven Planabweichung trugen niedrigere Materialkosten, Verwaltungs- und Vertriebskosten, F&E-Aufwendungen sowie Produktionsgemeinkosten bei. Der Bereich OTC-Österreich konnte mit einem DB von -2,3 % den geplanten Wert (- 0,2 %) nicht erreichen. Das Umsatzziel wurde um 12,4 % verfehlt. Dies lag insbesondere daran, dass ein Produkt aus der Vertriebskooperation mit Mundipharma das ganze Jahr out of stock war. Im Bereich der Materialkosten war ein höherer Prozentsatz im Verhältnis zu den Nettoerlösen als geplant zu verzeichnen. Zudem liegen die Produktionsgemeinkosten und die Werbekosten über Plan. Lediglich die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind niedriger als der geplante Wert. Der Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte liegt mit einer DB-Quote von 11,5 % unter Planniveau (11,7 %) und unter Vorjahr (12,8 %), obwohl der absolute DB den Plan sowie das Vorjahr übertreffen konnte. Während die Nettoerlöse auf Basis Kostenrechnung 4,6 % über Plan liegen, sind die Material- und Produktionskosten sowie die Kosten für Werbung im Verhältnis zu den Nettoerlösen gestiegen. Relative Einsparungen im Bereich F&E, Verwaltung und Vertrieb sowie Produktneben- und Produktionsgemeinkosten konnten die relativen Kostensteigerungen nicht kompensieren. Lage Ertragslage Übersicht über die Ertragslage
1) Materialeinsatzquote = Materialaufwand inkl.
BV/Umsatz
Im Berichtsjahr 2022 wurden Nettoerlöse in Höhe von T€ 334.406 (Vorjahr: T€ 275.270) erzielt. Diese verteilen sich auf die Geschäftsbereiche wie untenstehend dargestellt.
Im Geschäftsbereich HERMES PHARMA ergab sich im Jahr 2022 bei einem handelsrechtlichen Umsatz von T€ 155.090 ein Umsatzanstieg zum Vorjahr von T€ 22.418 (+ 16,9 %). Insbesondere die Präparate mit Acetylcystein, Macrogol, ASS (Acetylsalicylsäure) sowie Calcium + Vitamin D konnten ihre Umsätze deutlich steigern. Präparate mit Magnesium hatten Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Der Geschäftsbereich OTC erreichte im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von T€ 135.608 und steigerte diesen um T€ 31.956 (+ 30,8 %). Der Bereich OTC-Inland schloss das Jahr 2022 mit einem Umsatz von T€ 119.627, welcher im Vergleich zum Vorjahr um T€ 29.221 (+ 32,3 %) höher ausfällt. Die Umsatzsteigerung begründet sich insbesondere aus der neuen Vertriebskooperation mit HRA Pharma. Die Erkältungsmarken algovir® und Aspecton® übertrafen die Vorjahresumsätze deutlich. Zudem waren bei Superpep®, Biolectra® und Vertriebsprodukten von OMRON Steigerungen zu verzeichnen. Mit einem Gesamtumsatz von T€ 7.732 lag der Bereich OTC-Ausland um 2,9 % über dem Vorjahresergebnis. Eine positive Entwicklung zeigten insbesondere die Marken Calcimed®, Richters Tee und Biolectra®, wohingegen der Umsatz mit Cevitt® rückläufig war. Der Bereich OTC-Österreich erzielte seine Umsatzerlöse in Höhe von T€ 8.249 zu 88,8 % mit Produkten aus Vertriebskooperationen. Der Vorjahresumsatz konnte insbesondere durch die neue Vertriebskooperation mit HRA Pharma um 44,0 % gesteigert werden. Mit einem Gesamtumsatz von T€ 43.515 lag der Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte um T€ 4.750 über dem Vorjahresergebnis (+ 12,3 %). Die Gesundheitstees zeigen eine positive Entwicklung, im Segment der Lebensmitteltees hingegen setzt sich der rückläufige Trend des Vorjahres fort. Im Bereich Eigenmarke ist ein Umsatzplus zu verzeichnen. Des Weiteren wurden Umsatzerlöse, die keinem Geschäftsbereich zugeordnet werden können in Höhe von T€ 193 erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr um T€ 3.529 auf T€ 6.540 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 3.535 sowie auf den Rückgang der Erträge aus der Ausbuchung einer Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 660 zurückzuführen. Die Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen sind um T€ 596 auf T€ 267 gesunken. Gegenläufig ist der Anstieg der Erträge aus Kostenumlagen und Weiterberechnungen, insbesondere von in den Aufwendungen für Marketing und Werbung ausgewiesenen und an die Kooperationspartner Mundipharma, Omron und HRA weiterberechneten Werbekosten, um T€ 1.096 auf T€ 4.261. Der Materialaufwand unter Berücksichtigung der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stieg im Vergleich zum Vorjahr um T€ 34.267 auf T€ 149.215 (+ 29,8 %). Die Materialeinsatzquote beträgt im Geschäftsjahr 44,6 % und liegt damit um 2,8 %-Punkte über dem Vorjahresniveau von 41,8 %. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Preissituation auf den Beschaffungsmärkten sowie auf dem jährlich veränderten Produktmix und dem damit verbundenen geänderten Materialverbrauch. Die Personalkosten stiegen um T€ 5.979 (8,2 %) auf T€ 78.913. In den höheren Aufwendungen für Löhne und Gehälter von T€ 6.575 spiegelt sich vorwiegend die im Geschäftsjahr an alle Mitarbeiter ausgelobte Energieprämie in Höhe von insgesamt T€ 2.917 wider. Zudem ist eine sonstige Rückstellung in Höhe von T€ 1.452 enthalten. Gehalts- und Lohnanpassungen sowie der Anstieg der Mitarbeiter lassen die Aufwendungen für Löhne und Gehälter ebenso ansteigen. Der Rückgang der Aufwendungen für soziale Abgaben und für Altersversorgung in Höhe von T€ 596 resultiert insbesondere aus um T€ 1.053 niedrigeren Aufwendungen für Pensionen. Gegenläufig wirken sich die Gehalts- und Lohnanpassungen und der Anstieg der Mitarbeiter in den sozialen Abgaben aus (T€ 456). Der durchschnittliche Personalaufwand (Jahresdurchschnitt Vollzeit 995 MA) lag mit T€ 79,3 über Vorjahresniveau (Jahresdurchschnitt Vollzeit 967 MA, Personalaufwand pro MA T€ 75,4). Der Anteil der sozialen Aufwendungen am Gesamtpersonalaufwand beträgt 16,4 % (Vorjahr: 18,5 %) und ist infolge der um T€ 1.053 niedrigeren Aufwendungen für Pensionen gesunken. Der Umsatz pro Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt Vollzeit 995) beträgt T€ 336,1 und ist damit über Vorjahresstand. Die Personalaufwandsquote, die das Verhältnis zwischen Personalaufwand und Umsatzerlösen beschreibt, beträgt im Geschäftsjahr 23,6 % und sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 %-Punkte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 317 gesunken und betragen im Geschäftsjahr T€ 15.992 (Vorjahr: T€ 16.309). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 14.425 beziehungsweise 22,9 % auf T€ 77.322 (Vorjahr: T€ 62.897) an. Die Aufwendungen für Marketing und Werbung liegen um T€ 8.631 über Vorjahr. Auf Grund der guten Umsatzssituation wurde das Budget insbesondere im Geschäftsbereich OTC im Berichtsjahr erhöht. Während die Kosten für Medienwerbung (Anstieg um T€ 5.646), für sonstige Werbekosten (Anstieg T€ 1.959) und für Werbekostenzuschüsse (Anstieg um T€ 1.118) gestiegen sind, konnte bei den Aufwendungen für Agenturkosten (Rückgang um T€ 91) eine Einsparung realisiert werden. Der Anstieg der Aufwendungen für Gebäudeunterhalt und ähnliche Aufwendungen (T€ 1.785) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg bei den Energiekosten um T€ 1.052. Zudem liegen die Aufwendungen für Instandhaltung (Anstieg um T€ 478) sowie für Reinigung (Anstieg um T€ 235) über Vorjahr. Die Personalnebenkosten sind insbesondere auf Grund höherer freiwilliger Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung bzw. Altersteilzeit um T€ 1.107 über Vorjahr. Die Aufwendungen des Vertriebs übersteigen das Vorjahr um T€ 997. Ursache hierfür sind insbesondere die höheren Umsätze im Berichtsjahr. Die Aufwendungen für einen externen Außendienst (Anstieg um T€ 548) sowie für diverses Verbrauchsmaterial (Anstieg um T€ 525) liegen über Vorjahr. Die Aufwendungen für technische Anlagen, Maschinen und Betriebsausstattung sind um T€ 347 höher als Vorjahr, die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um T€ 331. Zudem waren im Berichtsjahr um T€ 308 höhere Forderungsverluste zu verzeichnen. Ebenso überstiegen die Aufwendungen für Büromaterial (Anstieg um T€ 222), für Versicherungen (Anstieg um T€ 95) und für den Fuhrpark (Anstieg um T€ 64) das Vorjahr. Der Rückgang der Aufwendungen für Beratung um T€ 397 resultiert insbesondere aus den im Vorjahr enthaltenen nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung. Ein Rückgang war zudem bei den Aufwendungen für Lizenzen, Gebühren und Beiträge (T€ 75) sowie beim Verlust aus Anlagenabgängen (T€ 66) zu verzeichnen. Weitere Erläuterungen hinsichtlich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in der Anlage 5 im Konzernanhang unter Punkt VI. (7) ersichtlich. Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 242 (- 9,6 %), von T€ - 2.503 auf T€ - 2.745. Dies resultiert insbesondere aus den um T€ 318 höheren Aufwendungen für Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögen, dem Rückgang der Zinsen und ähnlichen Erträgen um T€ 76 sowie der Erträge aus anderen Wertpapieren um T€ 58. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um T€ 212 aus. Das Ergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern ist aufgrund der oben in Summe genannten Effekte im Vergleich zum Vorjahr um T€ 832 gestiegen und beläuft sich nunmehr auf T€ 16.848. Dies entspricht einem Anstieg von 5,2 %. Das prognostizierte Ergebnis vor Steuern und sonstigen Steuern konnte sogar um T€ 8.857 bzw. 110,8 % übertroffen werden. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag ist im Geschäftsjahr um T€ 576 (13,6 %) auf T€ 4.819 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die um T€ 409 höheren Steuern für Vorjahre, den Anstieg der Gewerbesteuer um T€ 341 sowie die um T€ 163 niedrigeren Erträge aus latenten Steuern zurückzuführen. Gegenläufig wirkt die um T€ 361 niedriger ausfallende Körperschaftsteuer. Die Steuerquote liegt mit 28,6 % um 2,1 %-Punkte über Vorjahresniveau (26,5 %). Vor Zuweisung des auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinnes ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss von T€ 11.908 (Vorjahr: T€ 11.630). Dies entspricht einem Anstieg von T€ 278 (+ 2,4 %). HERMES schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzerngewinn in Höhe von T€ 10.267 (Vorjahr: T€ 10.785) ab. Dies entspricht einem Rückgang von T€ 518 (- 4,8 %). Im Geschäftsjahr entfiel ein Ergebnis in Höhe von T€ 1.641 (Vorjahr: T€ 845) auf andere Gesellschafter. Vermögenslage
Die Bilanzsumme steigt im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % und beträgt im Geschäftsjahr T€ 305.496. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 45,2 % und ist somit konstant zum Vorjahr.
Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 63,6 % (Vorjahr: 70,7 %) und sank im Geschäftsjahr um T€ 9.697 auf T€ 194.265 (Vorjahr: T€ 203.962). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 34,2 % (Vorjahr: 27,3 %) wobei das Umlaufvermögen um T€ 25.688 auf T€ 104.461 gestiegen ist. Der Anteil sonstiger Aktiva (Rechnungsabgrenzung und aktive latente Steuern) an der Bilanzsumme beträgt insgesamt 2,2 % (Vorjahr: 2,0 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen zum Stichtag einen Restbuchwert von T€ 37.302 (Vorjahr: T€ 42.839) auf. Die Zugänge im Geschäftsjahr betrugen T€ 1.177. Wesentliche Aktivierungen betreffen Software in Höhe von T€ 253. In Nutzungsrechte, Filmrechte und Webseiten wurden T€ 302 investiert. Die Anzahlungen betreffen insbesondere die neue Personalsoftware (T€ 381) sowie Webseiten (T€ 167). Die Abschreibungen belaufen sich auf T€ 6.713 (Vorjahr: T€ 7.126). Das Sachanlagevermögen weist zum Stichtag einen Restbuchwert von T€ 153.138 (Vorjahr: T€ 156.959) auf. Die Zugänge im Geschäftsjahr betrugen T€ 5.553. Die wesentlichen Positionen umfassen Anzahlungen in Höhe von T€ 1.408 für zwei neue Sachetlinien sowie in Höhe von T€ 1.118 in die Verlagerung der Aromenproduktion. Die weiteren Aktivierungen betreffen Investitionen für technische Anlagen, Produktionsmaschinen bzw. -anlagen, Hardware und EDV- Erneuerungen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf T€ 9.279 (Vorjahr: T€ 9.183). Das Umlaufvermögen stieg insgesamt um T€ 25.688 auf T€ 104.461 (Vorjahr: T€ 78.773) an. Das Vorratsvermögen hat sich um T€ 15.520 auf T€ 66.222 erhöht. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist der Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren um T€ 12.694 auf T€ 38.782. Dieser resultiert insbesondere aus dem höheren Bestand an Vertriebsprodukten, welcher überwiegend aus der im Berichtsjahr gestarteten neuen Kooperation mit Wundheilungsmitteln und Notfallkontrazeptiva stammt. Zudem sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wegen der bewussten Bevorratung mit Rohstoffen zur Vermeidung von Lieferengpässen um T€ 2.679 auf T€ 26.841 erneut angestiegen. Die unfertigen Erzeugnisse stiegen um T€ 156 auf T€ 599. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist um T€ 6.987 auf T€ 27.582 angestiegen. Dies ist insbesondere auf den im letzten Monat des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Umsatz zurückzuführen. Die Forderungen gegen Gesellschafter sanken im Geschäftsjahr um T€ 137 auf T€ 3. Die sonstigen Forderungen stiegen um T€ 1.343 auf T€ 6.955 (Vorjahr: T€ 5.612). Die Umsatzsteuerforderungen stiegen um T€ 911, die Ertragssteuerforderungen um T€ 880, die Forderungen gegenüber Gesundheitskassen um T€ 150 sowie die geleisteten Anzahlungen um T€ 69. Gegenläufig ist der Rückgang der Debitorischen Kreditoren um T€ 318 und der sonstigen Forderungen um T€ 265. Die Rückdeckungsansprüche aus Pensionszusagen reduzierten sich um T€ 114.
Das Eigenkapital stieg im Geschäftsjahr um T€ 7.756 auf T€ 138.040 an. Die Ausschüttung aus dem Eigenkapital des Mutterunternehmens betrug T€ 134. Eigenkapitalerhöhend wirkte sich der Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 11.908 aus. Die im Eigenkapital ausgewiesenen Anteile anderer Gesellschafter verminderten sich um T€ 2.393 auf T€ 61.677. Dies resultiert aus der Gewinnzuweisung von Personengesellschaften in Höhe von T€ 4.034. Gegenläufig wirkt sich der auf die anderen Gesellschafter entfallende Gewinn in Höhe von T€ 1.641 aus. Die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr beträgt 45,2 % (Vorjahr: 45,2 %) Die Rückstellungen stiegen um T€ 6.064 auf T€ 33.068 (Vorjahr: T€ 27.004.). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um T€ 1.143 auf T€ 14.467 (Vorjahr: T€ 13.324). Dies resultiert insbesondere aus dem Rückgang der mit der Rückstellung saldierungsfähigen Rückdeckungsversicherung um T€ 800. Die Steuerrückstellungen sind um T€ 663 auf T€ 2.613 (Vorjahr: T€ 1.950) gestiegen. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um T€ 4.258 auf T€ 15.888 (Vorjahr: T€ 11.730) beruht im Wesentlichen auf der Bildung der Rückstellung für die an alle Mitarbeiter ausgelobte Energieprämie (T€ 2.332) sowie einer sonstigen Rückstellung im Personalaufwand (T€ 1.154). Zudem ist im Berichtsjahr eine Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen (T€ 318), für Altersteilzeit (T€ 119) zu verzeichnen. Gegenläufig wirkt der Rückgang der Rückstellung für nachträgliche Konditionen (T€ 531). Die Kreditverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.323 auf T€ 93.003 gestiegen. Effekte aus Veränderungen der einzelnen Finanzierungsquellen werden detailliert im Rahmen der Finanzlage dargestellt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 1.784 auf T€ 23.496 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der bewussten Bevorratung mit Rohstoffen zur Vermeidung von Lieferengpässen aufgrund der schwierigen Situation auf den Beschaffungsmärkten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind Vergleich zum Vorjahr um T€ 578 auf T€ 8.222 angestiegen. Dies liegt insbesondere an der Aufnahme eine Darlehens in Höhe von T€ 500. Die Sonstigen Verbindlichkeiten inklusive der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich um T€ 929 auf T€ 3.026 reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Steuerverbindlichkeiten um T€r 707 zurückzuführen. Zudem wurden Zahlungen an ehemalige Minderheitengesellschafter in Höhe von T€ 559 geleistet. Finanzlage Übersicht über die Finanzlage
Insgesamt ist der Cash Flow des Geschäftsjahres mit T€ 1.957 positiv und stieg im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.921. Der Finanzmitteilfonds reduzierte sich auf T€ 313 (Vorjahr: T€ 1.683) nach Abzug der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Disposition der liquiden Mittel in Höhe von T€ 3.364 (Vorjahr: T€ 37). Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist 2022 im Vergleich zum Vorjahr um T€ 17.199 niedriger und beträgt T€ 12.957. Der Konzernjahresüberschuss liegt im Berichtsjahr bei T€ 11.908, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen beläuft sich auf T€ 35.495. Positiv auf den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wirkt sich die Zunahme der Rückstellungen um T€ 6.270 aus. Diese beruht insbesondere auf der Bildung der Rückstellung für die an alle Mitarbeiter ausgelobte Energieprämie, der Erhöhung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie einer sonstigen Rückstellung im Personalaufwand. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva haben um T€ 1.991 zugenommen. Gegenläufig wirkt die zahlungswirksame Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva um T€ 24.192. Diese resultiert aus dem erneuten Vorratsaufbau, insbesondere bedingt durch die im Berichtsjahr gestartete neue Vertriebskooperation sowie der bewussten Bevorratung mit Rohstoffen zur Vermeidung von Lieferengpässen. Zudem haben die Forderungen auf Lieferungen und Leistungen auf Grund des im letzten Monat des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Umsatzes zugenommen. Die Ertragssteuerzahlungen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 6.676. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr T€ - 7.793 (Vorjahr: T€ - 7.760). Der Mittelabfluss für Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen liegt mit T€ 6.559 rund 4,4 % unter dem Vorjahr (T€ 6.862). Die wesentlichen Aktivierungen in den immateriellen Vermögensgegenständen im Berichtsjahr betreffen Software sowie Nutzungsrechte, Filmrechte und Webseiten. Die Hauptinvestitionen im Sachanlagevermögen beruhen auf technischen Anlagen, Produktionsmaschinen bzw. -anlagen, Hardware und EDV-Erneuerungen sowie damit in Zusammenhang geleisteten Anzahlungen. Das im Berichtsjahr geplante Investitionsvolumen von T€ 5.843 wurde deutlich überschritten. In das immaterielle Anlagevermögen wurden insgesamt T€ 1.095 investiert, das sind T€ 435 über Plan (T€ 660). Es wurde mehr für Filmrechte, Webseiten und das neue Personalprogramm ausgegeben als geplant. Im Bereich des Sachanlagevermögens betragen die Auszahlungen für Investitionen T€ 5.464 und liegen damit um T€ 281 über Budget (T€ 5.183). Dies resultiert insbesondere aus den Anzahlungen für die beiden neuen Sachetlinien (T€ 1.408), die nachträglich im Geschäftsjahr 2022 genehmigt wurden. Gegenläufig sind die zeitliche Verschiebung bei der Umsetzung von Investitionsprojekten in das Folgejahr sowie das Nichtausschöpfen des Budgets. Die Investitionen wurden durch langfristig zu nutzende Betriebsmittel sowie aus den laufenden Mitteln finanziert. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit liegt mit einem Mittelabfluss in Höhe von insgesamt T€ 3.207 um T€ 20.073 unter dem Vorjahr (Vorjahr: T€ 23.280). Der Mittelabfluss aus Tilgungen von langfristigen Krediten und langfristig zu nutzender Betriebsmittel liegt im Geschäftsjahr bei T€ 12.496 (Vorjahr: T€ 26.419) und somit T€ 2.356 über der Prognose, jedoch im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen. Der Mittelabfluss für Tilgungen von langfristigen Krediten liegt mit T€ 10.140 auf Planungsniveau. Langfristig zu nutzende Betriebsmittel wurden im Rahmen einer Umschichtung in Höhe von T€ 2.356 getilgt (Plan: T€ 0). Mittelzuflüsse aus lang- und kurzfristigen Krediten belaufen sich auf T€ 14.815 (Vorjahr: T€ 10.495). Langfristige Kredite wurden wie geplant nicht aufgenommen. Auf langfristig zu nutzende Betriebsmittel entfallen Zuflüsse in Höhe von T€ 14.815 (Plan: T€ 5.000). Es handelt sich dabei um Neuaufnahmen von Geldmarktdarlehen (T€ 9.000) sowie die weitere Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien (T€ 5.815). Die ungeplante Zunahme der langfristig zu nutzenden Betriebsmittel ist insbesondere dem Aufbau der Vorräte geschuldet. Die Einzahlungen aus der Aufnahme eines Kredites bei einem Gesellschafter des Mutterunternehmens belaufen sich auf T€ 500. Die Dividendenzahlungen sowie sonstige Einzahlungen und Entnahmen der Gesellschafter führten zu einem Mittelabfluss in Höhe von T€ 3.847 (Vorjahr: T€ 10.142). Finanzierung über Kreditinstitute (Buchwerte zum Stichtag) und Fälligkeitsprofil
Das Fälligkeitsprofil enthält ebenfalls in 2023 geplante Darlehensaufnahmen. Die Buchwerte der verzinslichen langfristigen Darlehen und Betriebsmittelfinanzierungen belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 93.003 (Vorjahr: T€ 90.680). Die vereinbarten Betriebsmittellinien bei der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich, bei der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, bei der ERSTE Bank AG, Wien und bei der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg dienen der mittelfristigen Finanzierung und waren im Berichtsjahr ausreichend. Zinsaufwendungen für verzinsliche Bankkredite und -darlehen liegen mit T€ 1.857 (Vorjahr: T€ 2.072) unter Vorjahresniveau. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage durch die Geschäftsleitung Insgesamt kann HERMES auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurückblicken. Die positive Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich HERMES PHARMA ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Absatz von Präparaten mit Acetylcystein (14,8 Mio. € über Plan; 14,5 Mio. € über Vorjahr) zurückzuführen. Relative Kosteneinsparungen im Vergleich zur Planung konnten bei allen Kostenarten der Gesamtkosten erzielt werden. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich OTC übertraf die Erwartungen. Die Steigerung zum Vorjahr begründet sich hauptsächlich mit den Umsätzen aus der neuen Vertriebskooperation mit HRA Pharma, jedoch konnten hier die geplanten Werte nicht erreicht werden. Die Erkältungsmarken, allen voran algovir®, generierten deutlich höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan. Dank eines erneut sehr guten Mückensommers übertrafen das ANTI BRUMM®-Sortiment ebenso wie die vom Abflauen der Covid-19-Pandemie profitierende Marke Superpep® die Vorjahresumsätze wie auch die Planumsätze deutlich. Rückläufig zum Plan waren hingegen die Umsätze aus der Kooperation mit Mundipharma, zudem verfehlte Biolectra® diesen. Im Bereich OTC-Ausland lagen Calcimed®, Richters Tee und Cevitt® über dem Plan. Im Bereich der Materialkosten war auf Grund des tatsächlichen Materialmixes ein niedrigerer Prozentsatz im Verhältnis zu den Nettoerlösen als geplant zu verzeichnen. Zudem liegen mit Ausnahme der Kosten für Werbung alle Kostenarten unter den geplanten relativen Werten. Bei den Werbekosten wurde das Budget auf Grund der guten Umsatzsituation erhöht. Der Gesamtumsatz im Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte lag insbesondere auf Grund des Umsatzanstiegs bei den Gesundheitstees sowie im Bereich Eigenmarke über dem Vorjahr. Während die Material- und Produktionskosten sowie die Kosten für Werbung im Verhältnis zu den Nettoerlösen gestiegen sind, konnte die Quote bei den Produktneben- und den Produktionsgemeinkosten gesenkt werden. Hinzu kommen Einsparungen im Bereich Verwaltung und Vertrieb sowie F&E. Wir freuen uns, dass alle Faktoren zusammen zu einem erfreulichen Jahresergebnis führen und wir das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 11.908 abschließen können. Vor diesem Hintergrund können wir in wirtschaftlicher Hinsicht optimistisch in die Zukunft blicken. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Es erfolgte keine Festlegung von Zielgrößen und Zielerreichungsfristen im Sinne des § 52 (2) GmbHG. RISIKEN UND CHANCEN Risikobericht Angaben zum Risikomanagementsystem Das Risikomanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um entsprechend gegensteuern zu können. Erkannte Risiken werden zeitnah kommuniziert, systematisch analysiert und kontinuierlich überprüft. Das von der Geschäftsführung implementierte Risikomanagementsystem gilt konzernweit. Es wird stetig weiterentwickelt und überwacht. Identifizierte Risiken bewerten wir nach verschiedenen Messgrößen, darunter Parameter zur Eintrittswahrscheinlichkeit und zum denkbaren Schadenspotenzial. Für jedes Risiko werden Kontrollinstrumente und - sofern möglich - Gegenmaßnahmen festgeschrieben. Unser Risikomanagementsystem umfasst auch das auf die Rechnungslegung bezogene Kontrollsystem. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung erarbeiten wir jährlich eine Mittelfristplanung sowie ein Budget. Die Umsatzplanung und die Überwachung der Zielkonformität erfolgt auf Basis des monatlichen Abschlusses. Die Einhaltung der Kennzahlen kontrolliert die Gesellschaft laufend über ein installiertes Reportingsystem. Zusammenfassende Darstellung und Angaben zu den einzelnen Risiken Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Der anhaltende Preisdruck auf den Beschaffungsmärkten sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen aus dem Konflikt in der Ukraine zeigen Auswirkungen im Kostenniveau. Die drastischen Veränderungen am Energiepreissektor sowie die steigende Inflation führten im Berichtsjahr zu einer weiteren Verschärfung der Preissituation mit unseren Lieferanten. Durch die teilweise Kopplung von Kundenverträgen an Preisentwicklungen können steigende Rohstoffpreise mit Zeitverzögerung ausgeglichen werden. Die Versorgungssicherheit wird durch den steten Ausbau der engen Kontakte zu bestehenden und dem Hinzugewinnen von neuen Lieferanten gewährleistet. Mit dem Ende der epidemischen Lage sieht HERMES ein relativ geringes Risiko aus dem weiteren Verlauf der Coronasituation. Aus heutiger Sicht bestehen keine Risiken, die den Fortbestand von HERMES gefährden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Risikoprofil des Unternehmens derzeit nur unwesentlich verändert. Die von der Gesellschaft direkt beeinflussbaren Risiken sind überschaubar. Für bekannte unternehmensbezogene Risiken ist eine ausreichende Vorsorge in Form von Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen getroffen worden. Entwicklung und Einstufung der Risiken
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken Gesamtwirtschaftliche Risiken: Der Geschäftsverlauf von HERMES ist durch konjunkturelle Entwicklungen, dem öffentlichen Gesundheitswesen sowie den damit einhergehenden Entwicklungen der staatlichen regulatorischen Ausgestaltungen beeinflusst. Den daraus resultierenden Risiken begegnen wir mit unserem Engagement in weniger konjunkturanfällige Geschäftsbereiche zu investieren und auszubauen. Branchenspezifische Risiken: Zu den wesentlichen Risiken zählt die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und dem regulatorischen Umfeld des Gesundheitswesens. Der Geschäftsbereich OTC wird vom überwiegend direkten Umsatz mit den Apotheken bestimmt. Der Geschäftsbereich HERMES PHARMA wird von Großkunden bestimmt; ebenso der Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte vom Lebensmittelhandel und Drogeriemärkten. Die Gesellschaft hat mit ihrer breiteren Aufstellung ihr Risikoprofil deutlich gestreut. Unternehmensspezifische Risiken Strategische Risiken können vorrangig entstehen, wenn Marktentwicklungen falsch eingeschätzt werden. Um dies zu verhindern, steht HERMES in einem engen Kundendialog, kombiniert mit intensiver Markt- und Wettbewerbsbeobachtung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fördern zutreffende Beurteilungen und ermöglichen es auch, Fehlentwicklungen zu vermeiden, also die Konzeption und Herstellung von Produkten, die der Markt nicht annimmt. Alle wesentlichen Strategien sind mit Maßnahmenplänen und Fallback-Positionen unterlegt. Risiken der technischen Entwicklung: Theoretisch ist es denkbar, dass wir Neuentwicklungen des allgemeinen Fortschritts nicht in ausreichendem Maße erkennen und anwenden. Daraus entstehenden Risiken begegnen wir mit einem umfassenden Monitoring. Es deckt Fortentwicklungen ab, die unser Produktspektrum sowie die genutzten Materialien und Herstellungsverfahren betreffen. Rechtliche und regulatorische Risiken: Im Gesundheitswesen können sich gesetzliche Vorgaben auf das Nachfrageverhalten auswirken. Um auf solche Schwankungen zeitnah reagieren zu können, verfolgen wir die regulatorischen Entwicklungen in unseren Ländermärkten. Zudem werden die Prognosen und Ist-Zahlen des Pharmamarktes ausgewertet. Risiken, die sich aufgrund gesetzlicher Regelungen wie der Produkthaftung ergeben, sind grundsätzlich versichert. Personalrisiken: Im Personalbereich liegen die Risiken vorrangig im Verlust von Führungskräften und Wissensträgern aus Schlüsselpositionen. Diesen Gefahren versuchen wir mit einer dem Mittelstand entsprechenden Nachfolgeplanung und einem konzernweiten Wissensmanagement vorzubeugen. Qualitätsrisiken: HERMES fertigt nach höchsten Qualitätsstandards. Unsere Qualitätssicherung beginnt bereits bei der Entwicklung eines Produkts und setzt sich in der Herstellung konsequent fort. Eine Zertifizierung nach den gängigen Qualitätsrichtlinien ist durchgängig vorhanden. Falls es in Ausnahmefällen dennoch zu Austauschaktionen oder Rückrufen kommen sollte, sind unsere Lieferanten mit eingebunden - auch in Bezug auf die Übernahme der Kosten. Produktionsrisiken: Risiken, die sich aus Betriebsunterbrechung oder Produktionsausfällen ergeben können, sind ausreichend versichert. Zudem existieren Ausfallpläne. Zusätzlich achtet HERMES darauf, dass die Komplexität der Herstellungs- und Produktionsprozesse in einer ausgewogenen Relation zu den Anforderungen steht. Diesem Ziel dienen auch mögliche Reduzierungen der Fertigungstiefe. Um Risiken aus Investitionen zu verringern, streben wir an, dass investierte Mittel in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren einen Return on Investment leisten müssen. HERMES hat die notwendigen Maßnahmen getroffen, um eine laufende Produktion zu gewährleisten. Beschaffungsrisiken: In der Materialversorgung ergeben sich Risiken insbesondere aus der Entwicklung der Rohstoffmärkte sowie durch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Zur Einschränkung dieser Risikopotenziale setzt HERMES in relevanten Feldern auf eine Mehrlieferantenstrategie. Im Strategischen Einkauf werden sämtliche Ausgangsmaterialien einer Risikoanalyse unterzogen und alternative Quellen identifiziert und qualifiziert. Diesen ständigen Prozess passen wir laufend an und berücksichtigen im strategischen Sourcing insbesondere nachhaltige Kriterien. Seit jeher sourcen wir mit starkem Schwerpunkt aus europäischen Quellen: kurze Wege, nachhaltige Produktion, hohe Qualität sowie enge und vertrauensvolle Beziehungen mit unseren Lieferanten sichern die Lieferketten ab. Als weitere Absicherungsmaßnahmen werden die Sicherheitsbestände unter Berücksichtigung von verlängerten Lieferzeiten ständig und systematisch überprüft, Lieferantenkontakte intensiviert und die Logistik optimiert. Erhebliche Preissteigerungen bei Ausgangsmaterialien in Folge der Energiekrise sowie durch Auswirkungen des Ukraine Krieges sorgen für eine deutliche Steigerung der Beschaffungskosten. Umweltkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen führen zu Verknappung bei agrarabhängigen Rohstoffen. Davon sind Tablettier- und Granulierhilfsstoffe gleichermaßen stark betroffen. Ein Teil unserer Kundenverträge ist an die Preisentwicklung gekoppelt oder mit entsprechenden Verhandlungsklauseln ausgestattet. Damit besteht hier die Möglichkeit, steigende Rohstoffpreise mit Zeitverzögerung auszugleichen. Informationstechnische Risiken: Auf die Informationstechnik bezogene Risiken werden minimiert, indem wir bedarfsgerechte, leistungsfähige Strukturen vorhalten. Unser umfassendes IT-Sicherheitskonzept reicht von Zugangsbeschränkungen und -kontrollen bis zu Maßnahmen zur Datensicherung. Wichtige Hardwarestrukturen werden gespiegelt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Produktionsstillstands aufgrund von IT-Ausfällen ist somit deutlich reduziert. Unser Konzept zur Minimierung der informationstechnischen Risiken wurde bei der Planung und Implementierung unseres ERP-Systems M3 (Infor) berücksichtigt. Weltweit nehmen Cyber-Angriffe deutlich zu. Einhergehend mit dem stetig steigenden Grad der Digitalisierung stellen die möglichen Auswirkungen von Cyber-Angriffen ein wachsendes unternehmensspezifisches Risiko dar. HERMES hat im Geschäftsjahr diverse Projekte angestoßen und umgesetzt. Hierzu zählen technologische Werkzeuge zur Prävention und frühzeitigen Erkennung von Cyber-Attacken sowie Trainings zur Sensibilisierung von Mitarbeitern. Zudem wurde die Datenschutzorganisation gestärkt um potenzielle Risiken aufgrund erhöhter Anforderungen aus der Datenschutz-Grundverordnung in Zeiten fortschreitender Digitalisierung zu erkennen und zu steuern. Finanzwirtschaftliche Risiken: Ausfallrisiken werden anhand von Erfahrungswerten und anlassbezogen über Bonitätsprüfungen und ein entsprechendes Forderungsmanagement eingeschätzt. Kapitalsteuerung: Vorrangiges Ziel für unsere Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Gläubigerschutzes ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten wird. Wir steuern unsere Kapitalstruktur und nehmen Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur können wir Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Gesellschafter vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2022 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. HERMES überwacht das Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zur Summe des Eigenkapitals und Netto-Finanzschulden entspricht. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Im Falle der Nutzung von Finanzinstrumenten ist der Konzern spezifischen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken umfassen typischerweise das Kredit-, Liquiditäts- sowie das Marktpreisrisiko, insbesondere Wechselkurs-, Zins- und sonstige Preisrisiken. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt durch die zentrale Finanzabteilung (Konzernfinanzabteilung) entsprechend der von der Geschäftsführung vorgegebenen Leitlinien. Die Konzernfinanzabteilung identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Die Geschäftsführung gibt sowohl die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vor, als auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie z. B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und nichtderivativer Finanzinstrumente sowie der Investition von Liquiditätsüberschüssen. Entwicklung und Einstufung der Risiken
Währungsrisiken entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die funktionale Währung des Konzerns bleiben unberücksichtigt (Translationsrisiko). Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Vor diesem Hintergrund ist der Konzern keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Kredit-/Ausfallrisiko: Grundsätzlich schließt der Konzern Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Ebenfalls bei Neukunden wird auf die Forderungssicherung größten Wert gelegt. Unter Berücksichtigung des Geschäftsaufbaus und den damit verbundenen Chancen für das Unternehmen wird von Fall zu Fall entschieden. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Bei Transaktionen, die nicht im Land der jeweiligen operativen Einheit durchgeführt werden, wird keine Kreditierung ohne vorherige Genehmigung durch den Leiter des Forderungscontrollings vorgenommen. Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Wertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringlich sind. Die Indikationen ergeben sich aufgrund eines intensiven Kontaktes im Rahmen des Forderungsmanagements. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen und bestimmte derivative Finanzinstrumente, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Zinsänderungsrisiken können sich aus den variabel verzinslichen Darlehen einzelner Gesellschaften ergeben. Schwankungen des den Darlehen zu Grunde liegenden Euribor, aufgrund der jüngsten Leitzinserhöhungen der EZB, wirken sich auf die an die Banken zu leistenden Zinszahlungen aus. Der Effekt auf die Ertragslage der HERMES ist daher zum Vorjahr gestiegen, insgesamt aber als moderat einzustufen. Der Konzern überwacht und steuert laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungstools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Mietkaufverträgen zu wahren. Chancenbericht Für HERMES bieten sich zahlreiche Chancen, die über die nächsten Geschäftsjahre hinaus Bestand haben und das Wachstum der Gesellschaft und des Konzerns langfristig fördern. Unternehmensspezifische Chancen Unsere Produkte sind auf die maßgeblichen Kaufkriterien der Hersteller und Endnutzer fokussiert. Dabei hat sich die Gesellschaft in seinen Märkten als Qualitätsanbieter positioniert. Unter diesem Aspekt können wir in den verschiedenen Geschäftsbereichen vom zunehmenden Qualitätsbewusstsein der Kunden profitieren. Wachstumstreiber für den Geschäftsbereich OTC sowie Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte sind der hohe Verbreitungsgrad unserer Produkte, also die installierte Basis, die Ausweitung unseres Vertriebsnetzes sowie das kontinuierlich weiter ausgebaute Angebot an Neuprodukten. Ebenso ist unser Technologievorsprung im Bereich HERMES PHARMA bereits heute ein Vorteil, der Wettbewerbern den Eintritt in unseren Markt erheblich erschwert. Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen Unabhängig von allen kurzfristigen Verwerfungen beeinflussen vor allem langfristige Trends die gesundheitswirtschaftlichen Branchen. Der pharmazeutische Sektor ist einer der größten Profiteure einer alternden Gesellschaft, denn mit dem Alter steigt der Anteil chronisch Kranker deutlich an. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines in Deutschland neugeborenen Jungen beträgt aktuell 78,6 Jahre und eines neugeborenen Mädchens 83,4 Jahre. Bis 2060 wird ein weiterer Anstieg erwartet, der Männer und Frauen weitere 4-8 Jahre bzw. 3-6 Jahre älter werden lässt. 3 Eine weitere wesentliche Chance liegt im weltweiten Bevölkerungswachstum und den damit verknüpften Entwicklungen des Gesundheitswesens. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen aus 2022 ist davon auszugehen, dass erst in den 2080er Jahren das Maximum der Weltbevölkerung erreicht wird und etwa 10,4 Milliarden Menschen auf der Welt leben werden. Zu den am stärksten wachsenden Bevölkerungen zählt weiterhin Afrika. 4 Die weltweite Zunahme der Bevölkerung, veränderte - zunehmend auf Gesundheit ausgerichtete - Lebensstile und die demographische Überalterung in Industrieländern lassen darauf schließen, dass auch in Zukunft verstärkt Arzneimittel nachgefragt werden.
3
https://www.nordlb.de/meine-nordlb/download/research-dokument-10227?eHash=da511
96a0d59 1c338c0d55f59a5f34 (Zugriff am 03.07.2022)
PROGNOSEBERICHT Bei den Deckungsbeiträgen der einzelnen Geschäftsbereiche werden für das Geschäftsjahr 2023 folgende DB Quoten (DB im Verhältnis zu den Nettoerlösen auf Basis Kostenrechnung) prognostiziert:
Im Rahmen der Planung 2023 wird im Geschäftsbereich HERMES PHARMA von einem Anstieg der Umsatzerlöse ausgegangen. Dieser resultiert aus einer deutlich höheren Nachfrage nach Macrogol, Calcium + Vitamin D Präparaten, Präparaten mit Magnesium und ASS (Acetylsalicylsäure). Gegenläufig wirkt der Rückgang bei Präparaten mit Acetylcystein. Trotz der höheren Umsatzerlöse gehen wir von einem Rückgang des Bereichsergebnisses insbesondere bedingt durch höhere Materialkosten aus. Zudem steigen die relativen Produktnebenkosten sowie die Kosten für Verwaltung und Vertrieb wie auch für F&E. Die niedrigeren relativen Produktions- und Produktionsgemeinkosten wirken sich dabei positiv aus. Im Geschäftsbereich OTC wird für das Geschäftsjahr 2023 mit höheren Umsatzerlösen gerechnet. Dies begründet sich größtenteils aus den Umsatzzuwächsen bei den Vertriebskooperation mit HRA Pharma und Mundipharma. Zudem sind Steigerungen bei Biolectra® und algovir® geplant. Auf Grund des budgetierten Kostenanstiegs liegt sowohl der geplante DB als auch die DB-Quote im Geschäftsbereich OTC unter dem Wert aus 2022. Wesentliche Treiber des budgetierten Kostenanstiegs sind die Material- und Produktionsgemeinkosten sowie die Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb. Die niedrigeren relativen Werbekosten wirken sich dabei positiv aus. Seit 1. Januar 2022 ist der Geschäftsbereich OTC für den deutschen und österreichischen Vertrieb von HRA Produkten verantwortlich. Am 1. Mai 2023 wurde zudem der Vertrieb für Omega Pharma und Naturwohl Pharma, die wie HRA Pharma der Perrigo Gruppe angehören, übernommen. Ein erwarteter positiver Beitrag aus der weiteren Vertriebskooperation ist nicht in den geplanten Werten des Geschäftsbereiches enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 liegen im Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte die geplanten Umsatzerlöse mit Marken-Produkten ebenso wie die Umsatzerlöse im Eigenmarkengeschäft über denen des Berichtsjahres. Für 2023 wird trotz steigender Umsatzerlöse wegen der höheren relativen Material- und Produktnebenkosten sowie der höheren Kosten für F&E, Werbung, Verwaltung und Vertrieb mit einem Rückgang des Deckungsbeitrags gerechnet. Die niedrigeren relativen Produktions- und Produktionsgemeinkosten wirken sich dabei positiv aus. In den letzten Wochen des Berichtsjahres ist der neue Geschäftsbereich Internethandel gestartet. Der Geschäftsbereich befindet sich mit seinen 11 sowie 4 weiteren geplanten Produkten im Geschäftsjahr 2023 in der Launch-Phase, in welcher mit hohen Marketingausgaben und einer gezielten Preisstrategie Neukunden über den Vertriebskanal Amazon gewonnen werden sollen. Im Geschäftsjahr 2023 wird mit einer DB Quote von - 57,4 % gerechnet. Auf Grund der dargestellten Planung der Geschäftsbereiche wird im Geschäftsjahr 2023 von Umsatzerlösen in Höhe von 363,5 Mio. € ausgegangen. Trotz der höheren relativen Materialaufwendungen sowie steigenden Personalkosten, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Zinsaufwendungen, prognostizieren wir auf Grund der im Geschäftsjahr 2023 geplanten Umsatzsteigerung sowie durch den Rückgang der Abschreibungen einen Anstieg des Ergebnisses vor Ertragssteuern auf 18,0 Mio. €. Für 2023 wird ein Investitionsvolumen in Höhe von 5,0 Mio. € geplant. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ist der Erwerb von Software sowie von Rechten in Höhe von insgesamt 0,8 Mio. € budgetiert. Beim Sachanlagevermögen sind Anschaffungen von insgesamt 4,2 Mio. € geplant; diese umfassen im Wesentlichen Erweiterungen bzw. Ersatzanschaffungen im Produktionsanlagenbereich sowie in der IT-Infrastruktur. Zudem wurde bereits im Berichtsjahr mit der Anschaffung von zwei modernen Sachetlinien mit einem Investitionsvolumen von 6,5 Mio. € bzw. 5,0 Mio. € begonnen. Im Geschäftsjahr 2023 sind hierfür zusätzlich zum Plan 4,2 Mio. € veranschlagt, die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2024 geplant. Die jeweilige Dauer des Anschaffungsprozesses bzw. der Zeitpunkt dessen Beginns kann dazu führen, dass die Umsetzung von Investitionsprojekten erst in den folgenden Geschäftsjahren abgeschlossen wird. Dies bedeutet, dass das für das Geschäftsjahr geplante Investitionsvolumen erst in den Folgejahren ausgeschöpft wird bzw. das Geschäftsjahr Investitionen aus dem Vorjahr beinhaltet. Die Anschaffung der beiden neuen Produktionsmaschinen wird über zwei Darlehen in Höhe von 6,5 Mio. € bzw. 5,0 Mio. € finanziert. Wobei die vollen Darlehenshöhen jeweils in 2023 abgerufen werden. Die restlichen Investitionen des Geschäftsjahres 2023 werden aus dem laufenden Ergebnis finanziert. Die erwartete Tilgungssituation für langfristige Fremdmittel zeigt für 2023 für den Fälligkeitszeitraum < 1 Jahr einen Mittelabfluss in Höhe von 10,2 Mio. €, für den Fälligkeitszeitraum von 1 bis 5 Jahren einen Mittelabfluss in Höhe von 38,6 Mio. €. Langfristig zu nutzende Betriebsmittel werden im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich in Höhe von 0,6 Mio. € getilgt. Der verfügbare Rahmen für langfristige Betriebsmittel wird in 2023 um 15,0 Mio. € aufgestockt. Die globalen Konjunkturaussichten gemäß Sachverständigenrat haben sich 2022 leicht aufgehellt. So mildern sinkende Großhandelspreise für Energie und die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik den für das Jahr 2023 erwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland und im Euro-Raum. Die hohe Inflation dämpft das Wachstum aber bis weit ins Jahr 2024 hinein. Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin von hohen Energiepreisen belastet, hat sich jedoch im Winterhalbjahr gegenüber der Energiekrise recht widerstandsfähig gezeigt. Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte in den Jahren 2023 und 2024 mit 0,2 % und 1,3 % dementsprechend moderat wachsen. Das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum (kalenderbereinigt) dürfte nur rund 0,9 % und 1,5 % betragen. Für die globale Wirtschaftsleistung erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg von 2,2 % in diesem Jahr und 2,7 % im kommenden Jahr. Die Inflation ist nach ihrem starken Anstieg in den vergangenen beiden Jahren seit Herbst 2022 insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückgegangen. Der Rückgang verläuft aber nur langsam und uneinheitlich. Die Verbraucherpreise für Energie im Euro-Raum sind zuletzt etwas gesunken. Die Inflation der restlichen Güter- sowie Dienstleistungspreise dürfte sich jedoch nur langsam abschwächen. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise (VPI) in den Jahren 2023 und 2024 um 6,6 % und 3,0 %. Für den Euro-Raum dürfte die Inflationsrate (HVPI) mit 5,9 % und 2,9 % weiterhin deutlich über dem Inflationsziel der EZB von 2 % liegen. Im weltweiten Durchschnitt erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise um 5,3 % im Jahr 2023 und um 3,5 % im Jahr 2024. Die Konjunkturprognose unterliegt weiterhin verschiedenen Abwärtsrisiken. Zwar wurde eine Gasmangellage in Europa im Winter 2022/23 vermieden, die Versorgungslage im Winter 2023/24 ist aber noch unsicher. Sollte die Inflation langsamer zurückgehen als erwartet, könnte dies eine ausgeprägtere geldpolitische Straffung erfordern. Dies würde die private Nachfrage stärker dämpfen. Zugleich haben die zuletzt gestiegenen Finanzmarktrisiken die Inflationsbekämpfung durch die Zentralbanken erschwert. Sollte die geldpolitische Reaktion aufgrund dieser Abwägungen zu gering ausfallen, könnte die Inflation länger als erwartet hoch bleiben oder sogar nochmal anziehen. Eine Zunahme der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China könnte den globalen Warenhandel und die internationalen Lieferketten erheblich belasten. 5 Die Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im April 2023 bei +7,2 %. Im März 2023 hatte diese noch bei 7,4 % gelegen. Die Inflationsrate hat sich damit den zweiten Monat in Folge abgeschwächt, bleibt jedoch auf einem hohen Niveau. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber März 2023 voraussichtlich um 0,4 %. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind insbesondere die Preise für Energie und Nahrungsmittel merklich angestiegen und haben die Inflationsrate erheblich beeinflusst. Die Preise für Energieprodukte lagen im April 2023 um 6,8 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Teuerung der Energieprodukte hat sich nach einer deutlichen Abschwächung im März 2023 damit wieder verstärkt, lag aber weiterhin unter der Gesamtteuerung. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im April 2023 überdurchschnittlich um 17,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb für Nahrungsmittel hat sich binnen Jahresfrist etwas abgeschwächt, im März 2023 hatte er noch bei + 22,3 % gelegen. 6 Ungeachtet der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist HERMES stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die bereinigten Umsatzerlöse der ersten vier Monate des Jahres in Höhe von T€ 129.773 bedeuten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 14,0 %. Der geplante Umsatz des Geschäftsbereich HERMES PHARMA ist Ende Mai bereits komplett durch den bisher realisierten Umsatz sowie den aktuell vorliegenden Auftragsbestand abgesichert. Wir sind zuversichtlich und erwarten, dass wir das für 2023 prognostizierte Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 18,0 Mio. € erreichen werden.
Pullach, 31. Mai 2023 Holger Dietel, Geschäftsführer Dr. Andreas Schrepfer, Geschäftsführer Jörg Wieczorek, Geschäftsführer
5
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/Konjunkturprognosen/2023/KJ2023_Gesamtausgabe.pdf
(abgerufen am 31.03.2023)
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