Consileon Business Consultancy GmbH

Maximilianstraße 5, 76133 Karlsruhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 109578
Eingetragen
20.10.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Unternehmens-, M&A-, IT-Beratung, Datenverarbeitung und Qualitätssicherung, sowie die Entwicklung von Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Schü Vermögensverwaltung GmbH
Germany
10.500 €
42.00%
Consileon Business Consultancy GmbH
Germany
10.000 €
40.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Consileon Business Consultancy GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Consileon Business Consultancy GmbH, Karlsruhe

I. Grundlagen des Unternehmens

A. Unternehmensstruktur, Geschäftsmodell

Die Consileon Business Consultancy GmbH (nachfolgend kurz >>CBC<< genannt) ist Teil der Consileon-Gruppe. Initiieren, konzipieren und implementieren: Für diesen integrierten Ansatz steht die Consileon-Gruppe als mittelständische Management- und IT-Beratung. Die Consileon-Gruppe wurde 2001 mit dem Anspruch gegründet, nachhaltige Strategien für Unternehmen zu definieren und gemeinsam mit den Auftraggebern umzusetzen. Mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Standorten in Deutschland und im europäischen Ausland gehört der Konzern zu den wachstumsstärksten Beratungshäusern in Deutschland. Die Consileon-Gruppe wird seit 2015 kontinuierlich als "Beste Berater" (2015 bis 2023) vom Wirtschaftsmagazin >brand eins< sowie aktuell als "Top Beratung" im Handelsblatt Ranking 2023 ausgezeichnet.

Die CBC wurde am 20.07.2001 gegründet und hat ihren Sitz in Karlsruhe, daneben bestehen Büros in Wolfsburg, Hannover und Köln.

Die Management- und IT-Beratung CBC entwickelt machbare vollständig integrierte Lösungen, die Chancen in nachhaltigen Nutzen verwandeln. Gestützt auf die Integrität unserer Mitarbeiter und auf eine originäre Kultur langfristigen Denkens, stellt die Consileon ihre Strategie-, Prozess- und Technologiekompetenz in den Dienst öffentlicher Institutionen und privater Unternehmen mehrerer Branchen.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

A.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr, vgl. Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

A.2. Entwicklung der Branche

Nach zuletzt vier Rückgängen in Folge ergibt die Konjunkturbefragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) für Q4 2022 beziehungsweise Januar 2023 eine deutlich positivere Einschätzung der Geschäftsentwicklung im Consulting. In der vierteljährlich durchgeführten Geschäftsklimabefragung liegt der Indexwert für die Unternehmensberatungsbranche aktuell bei 103,0 Punkten (Vergleich: Q3/2022: 95,3). Dies entspricht einem Anstieg um 7,7 Punkte. Der Consulting-Branchenindikator entwickelt sich damit im Vergleich mit dem ifo-Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft (ifo-Geschäftsklimaindex 12/2022: 88,6), der nach der gleichen Systematik wie der des BDU erhoben wird, deutlich dynamischer. BDU-Präsident Ralf Strehlau: "Die offensichtlich doch milder als gedacht verlaufende Rezession hat zum Ende des vergangenen Jahres sowie zum Beginn des Jahres 2023 in unserer Branche zu einer Rückkehr der Zuversicht geführt. Ich habe berechtigte Hoffnung, dass die darin erkennbare positive Kundennachfrage in den nächsten Monaten erhalten bleibt und wir eine Trendumkehr erleben.", vgl. Pressemitteilung des BDU vom 02.02.2023.

Besonders kräftig fällt die positivere Konjunktureinschätzung bei den IT-Consultingfirmen aus. Der Geschäftsklima-Indexwert ist in diesem Beratungsfeld am stärksten und zwar um 12,2 Punkte gestiegen und liegt nunmehr bei 103,0 Punkten. Offensichtlich haben die Kunden der IT-Beratungen angesichts des besser als erwarteten Konjunkturverlaufs in der Gesamtwirtschaft ihre Investitionsbereitschaft in größere und länger laufende IT-Projekte wiederaufgenommen. Zuletzt waren die Budgets für solche Projekte aufgrund der unsicheren Multi-Krisen-Situation eher eingefroren worden.

Die deutsche Consultingbranche hat, laut BDU-Pressemitteilung vom 29.03.2023, im Jahr 2022 ein Rekord-Umsatzplus von 15 Prozent hingelegt, der höchsten Steigerung seit dem Jahr 1992. Der Branchenumsatz stieg hierdurch von 38,1 auf 43,7 Milliarden Euro.

Den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bewertet der Großteil der Unternehmensberatungen vor allem als Chance. Dies sind Ergebnisse der Branchenstudie zum Consultingmarkt 2023 sowie der Geschäftsklimabefragung des BDU für März 2023. "Künstliche Intelligenz nutzen viele Marktteilnehmer schon heute, beispielsweise bei Recherche- oder Analyseaufgaben. Der Einsatz im Consulting bringt Vorteile durch Zeitgewinn und Produktivitätssteigerung sowie noch präzisere Datenanalysen. Damit können Unternehmensberatungen sich vom limitierenden Faktor für das eigene Wachstum entkoppeln, der zunehmend durch den Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden entsteht", so BDU-Präsident Ralf Strehlau.

A.3. Personal und Ressourcen

Im Rahmen unserer Tätigkeit stellt die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Mitarbeiter * Innen einen wesentlichen Faktor für die Sicherstellung des erfolgreichen Geschäftskonzeptes dar.

Die Qualifizierung, Weiterentwicklung und Produktivität des bestehenden Personals konnten im Geschäftsjahr gesteigert werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2022 stieg um elf Mitarbeiter gegenüber dem Jahr 2021 von 129 Mitarbeiter auf 140 Mitarbeiter.

B. Geschäftsverlauf

Der Fokus unserer Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 basiert im Wesentlichen auf Projekten im Automobilwesen, Finanz- und Versicherungsgewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Handel & Tourismus, Dienstleistern sowie Gesundheitswesen, Pharma & LifeSciences. Das Wachstum entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv. Generell steht die Vergabe von Projekten im Dienstleistungssektor weiterhin unter einem hohen Preisdruck bei steigenden vertraglichen Anforderungen.

Der Auftragseingang für die CBC lag über Vorjahresniveau. Auf Basis der aktuellen Marktsituation rechnen wir zukünftig mit gleichbleibenden Auftragseingängen im Vergleich zu den Vorjahren.

Der positive Trend der Umsatzrealisierung, welcher sich schon in Vorjahren abzeichnete, hielt auch im Geschäftsjahr 2022 weiter an. Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Jahr 2022 positiv.

Trotz dem guten Auftragseingang konnte aufgrund von Kostensteigerungen für Investitionen in Vertrieb und Marketing das operative Betriebsergebnis des Vorjahres entgegen der Erwartung nicht erreicht werden. Entgegen der Prognose eines operativ gleichbleibenden Betriebsergebnisses wie im Vorjahr 2021, hat das operative Betriebsergebnis einen Rückgang von rund 35 % erfahren.

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CBC hat sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt positiv entwickelt.

C.1. Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresergebnis von TEUR 3.751 (Vorjahr: TEUR 3.921) und damit einem Rückgang von 4,3 % ab. Der Rohertrag betrug im Berichtszeitraum TEUR 18.091 und hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021 (TEUR 18.324) um TEUR 232 vermindert. Als Betriebsergebnis wurden in 2022 TEUR 2.633 erzielt. Im Vorjahr 2021 wurde demgegenüber ein Betrag von TEUR 4.055 ausgewiesen (-35 %).

Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse resultiert sowohl aus Neukundengeschäft als auch aus zusätzlichen Projekten mit Bestandskunden. Die sonstigen betrieblichen Erträge des laufenden Jahres enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Um die hohe Anzahl an Projekten bewältigen zu können, wurden im Jahr 2022 deutlich mehr Fremdleistungen in Anspruch genommen, was sich u.a. auch in der Materialaufwandsquote widerspiegelt. Der Anstieg der Personalaufwendungen steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit Lohnkostensteigerungen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Neueinstellungen im Personalbereich, höhere Aufwendungen für Werbekosten sowie Reisekosten (Fahrtkosten und Übernachtungsaufwendungen) für Mitarbeiter zurückzuführen, nachdem die Corona bedingten Einschränkungen der Vorjahre weitgehend weggefallen sind. Das Finanzergebnis hat eine deutliche Verbesserung durch erhaltene Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften erfahren.

Ertragslage 2022
TEUR %
Rohertrag 18.091 58,8%
- Personalkosten -11.621 -37,8%
- Abschreibungen -201 -0,7%
- Raumkosten -257 -0,8%
- Versicherungen, Beiträge -121 -0,4%
- Reparaturen und Instandhaltung -17 -0,1%
- Fahrzeugkosten -128 -0,4%
- Werbe-/Reisekosten -635 -2,1%
- Kosten der Warenabgabe -878 -2,9%
- Buchwertverluste AV 0 0,0%
- Verwaltungskosten -1.599 -5,2%
- Sonstige Steuern (ohne Ertragsteuern) -1 0,0%
Betriebsergebnis 2.633 8,6%
+ Finanzergebnis 1.650 5,4%
+ Neutrales Ergebnis 286 0,9%
Zwischensumme 4.568 14,8%
- Ertragsteuern -817 -2,7%
Jahresüberschuss 3.752 12,2%
Ertragslage 2021 Ergebnisveränderung
TEUR % TEUR
Rohertrag 18.324 61,7% -232
- Personalkosten -10.826 -36,5% -796
- Abschreibungen -189 -0,6% -13
- Raumkosten -297 -1,0% 40
- Versicherungen, Beiträge -124 -0,4% 3
- Reparaturen und Instandhaltung -19 -0,1% 2
- Fahrzeugkosten -111 -0,4% -17
- Werbe-/Reisekosten -384 -1,3% -252
- Kosten der Warenabgabe -859 -2,9% -19
- Buchwertverluste AV 0 0,0% 0
- Verwaltungskosten -1.456 -4,9% -143
- Sonstige Steuern (ohne Ertragsteuern) -4 0,0% 3
Betriebsergebnis 4.055 13,7% -1.422
+ Finanzergebnis 998 3,4% 652
+ Neutrales Ergebnis 249 0,8% 37
Zwischensumme 5.302 17,9% -734
- Ertragsteuern -1.381 -4,7% 564
Jahresüberschuss 3.921 13,2% -169

C.2. Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgehend sehr gut und gesichert. Zum Bilanzstichtag standen TEUR 14.161 (Vorjahr: TEUR 13.652) an liquiden Mittel zur Verfügung. Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2022 beträgt TEUR 2.872 (Vorjahr: TEUR 2.614), der Cashflow aus Investitionstätigkeit, überwiegend in Sach- und Finanzanlagevermögen, beträgt TEUR - 402 (Vorjahr: TEUR - 716), der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, im Wesentlichen bedingt durch erfolgte Gewinnausschüttungen, beträgt TEUR - 1.960 (Vorjahr: TEUR - 2.000).

C.3. Vermögenslage

Investitionen von insgesamt TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 1.058) in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen führten im Geschäftsjahr nur zu einer geringen Liquiditätsbelastung.

Die Unfertigen Leistungen im Vorratsbereich und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt angestiegen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich insbesondere durch geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen ein Konzernunternehmen zum Bilanzstichtag reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben einen Zugang erfahren, da Steuerforderungen i.H.v. TEUR 851 aktiviert wurden. Die Bankguthaben haben sich durch weitere Tagesgeldanlagen leicht erhöht.

Die Kapitalstruktur spiegelt das gewachsene Geschäftsvolumen und die stichtagsbedingte veränderte Finanzierungsstruktur wider. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (74,3 %) auf 77,3 % erhöht, wobei sich die Bilanzsumme ebenfalls erhöht. Die nominale Veränderung des Eigenkapitals hat einen Zuwachs von TEUR 1.791 erfahren.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Wesentlichen auf Grund höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen erhöht. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich durch veränderte Zahlungs- und Abrechnungszyklen vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer um rd. TEUR 320 reduziert.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch das operative Geschäft. Kredite über Finanzinstitute werden nicht wahrgenommen. Die CBC war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Bilanzstruktur 2022 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände 29 40
Sachanlagen 408 439
Finanzanlagen 4.426 4.864 14,53% 4.539 5.018 15,49%
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte 242 15
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.403 4.750
Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen 2.823 3.884
sonstige Vermögensgegenstände 992 175
Wertpapiere, Bankguthaben 18.897 28.357 84,69% 18.484 27.308 84,27%
RECHNUNGSABGRENZUNG 263 0,78% 81 0,25%
33.484 100,00% 32.408 100,00%
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 15 15
Kapitalrücklage 30 30
Gewinnvortrag 22.079 20.118
Jahresüberschuss 3.751 25.875 77,28% 3.921 24.084 74,32%
RÜCKSTELLUNGEN 2.898 8,66% 2.857 8,82%
VERBINDLICHKEITEN
Kreditinstitute 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 744 1.028
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 2.405 2.589
Sonstige 1.562 4.710 14,07% 1.849 5.467 16,87%
RECHNUNGSABGRENZUNG 0 0,00% 0 0,00%
33.484 100,00% 32.408 100,00%

C.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird anhand der Umsatzerlöse und dem Jahresergebnis (vor Steuern) gesteuert. Diese beiden Steuerungsgrößen sind finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens.

Die Umsatzrendite der CBC betrug im Geschäftsjahr 12,2 %. Im Vorjahr 2021 lag dieser Wert noch bei 13,2 %. Die Eigenkapitalrentabilität verminderte sich ebenfalls von 16,3 % im Vorjahr auf 14,5 % im laufenden Geschäftsjahr. Die Anlagenintensität beträgt unverändert 15,0 %.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

D.1. Prognosebericht

Nach zuletzt drei Wachstumsjahren in Folge ergibt die Konjunkturbefragung des BDU für Q2/2023 einen deutlichen Rückgang, vgl. Pressemitteilung vom 06.07.2023. In der vierteljährlich durchgeführten Geschäftsklimabefragung Juni 2023 liegt der Indexwert für die Unternehmensberatungsbranche aktuell bei 96,7 Punkten (Vergleich: Q1/2023: 105,3, Q2/2022: 100,2). Dies entspricht einem Rückgang um -8,6 Punkte. Der Consulting-Branchenindikator entwickelt sich damit im Vergleich mit dem ifo-Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft (ifo-Geschäftsklimaindex 06/2023: 88,5), der nach der gleichen Systematik wie der des BDU erhoben wird, zwar dynamischer, aber in dieselbe Richtung. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex fällt um -4,8 Punkte.

In der anlässlich des am 26./27. Juni 2023 stattfindenden 24. Deutschen Personalberatertages des BDU vorgelegten Branchenstudie "Facts & Figures zum Personalberatungsmarkt 2023" zeigt sich ein positiver Trend: der Gesamtmarktumsatz der Personalberatungsbranche stieg 2022 mit einem Gesamtmarktwachstum von 12,5 Prozent auf ein neues Allzeithoch von rund 3 Mrd. Euro, dies ist der zweithöchste Anstieg der letzten 10 Jahre. Die durchschnittliche Wachstumsrate liegt in diesem Zeitraum bei 7,1 Prozent.

"Durch die Corona-Pandemie ausgelöst bzw. verstärkt, haben flexiblere Arbeitsformen aufgrund der Zunahme von Remotearbeit sowie der Möglichkeit, Interviews weitestgehend online zu führen, auch zu einem veränderten Arbeitsumfeld in der Personalberatungsbranche geführt", erläutert Arne Adrian, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Personalberatung. Im Jahr 2022 waren in den geschätzten rund 2.450 Personalberatungsunternehmen knapp 17.000 Mitarbeitende beschäftigt, davon rund 9.000 in der Schnittstelle zum Kunden, 4.000 Researcherinnen und Researcher sowie 3.500 im Backoffice. Dies entspricht einem Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint schwierig. Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken erschweren jede Prognose. Aus heutiger Sicht erwarten wir, dass sich im nächsten Jahr und in Folgejahren nach Art und Umfang unsere Geschäftstätigkeit kontinuierlich weiterentwickeln wird. Zur Schaffung der dafür erforderlichen Ressourcen werden weiterhin zusätzliches Personal und Kooperationspartner akquiriert.

Im kommenden Jahr wird mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau gerechnet. Es wird durch einen Anstieg von Personalkosten und Aufwendungen für Personalakquise im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ein deutlich rückläufiger Jahresüberschuss vor Steuern erwartet.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen aufgrund des stabilen Wachstums unverändert bleiben. Um sich jedoch für das verändernde Geschäftsklima der nächsten Jahre zu wappnen und für die Zukunft schlagkräftig aufzustellen, wird in 2023 verstärkt in auf- und ablauforganisatorische Potentiale sowie in weitere Themen- und Produktentwicklung investiert werden.

D.2. Risikobericht

D.2.1. Risikomanagementsystem und - methoden

Die vom Unternehmen eingeführten, weiter verbesserten und weiterentwickelten Maßnahmen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden, haben auch im Geschäftsjahr 2022 dazu geführt, dass das Unternehmenscontrolling eine permanente Überwachung aller Unternehmensprozesse sicherstellen konnte. Das installierte Berichtswesen ermöglicht weiterhin eine zeitnahe und umfängliche Kontrolle jeglicher Unternehmensplanung und der aktuellen Ergebnisse. Die Einbindung der Mitarbeiter der zweiten Führungsebene garantiert eine direkte Informationsrückkopplung aus der aktuellen Geschäftstätigkeit in allen Bereichen. Dieses Risikomanagementsystem trägt dazu bei, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Risikomanagement und Key Performance Indikators sind integrale Bestandteile aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und der Tatsache, dass in der Firmenhistorie noch keine Forderungsausfälle aufgetreten sind, gehen wir davon aus, dass auch in der Zukunft keine Forderungsausfallrisiken vorliegen.

D.2.2. Risiken

Aufgrund der guten Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie der langfristigen Kundenbeziehungen stellt sich die Gesamtrisikolage für das Geschäftsjahr 2023 als unkritisch dar. Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken oder die Existenz des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Mit einem zukunftsfähigen Leistungsportfolio verfügt die Gesellschaft über eine gute Ausgangslage, um die geplanten operativen und strategischen Zielsetzungen zu erreichen.

Wachstumsrisiken ergeben sich aus Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Fachkräften am Markt. Ein Risiko im Personalbereich ist eine Grund-Fluktuation, der wir durch den Austausch von Fachkräften in der Consileon-Gruppe entgegenwirken können. Aus diesem Grund wurde das Personalmanagement in den Bereichen Recruiting und Ausbildung weiter ausgebaut. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Preisentwicklungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Eine Weiterbelastung an Kunden als Gegenmaßnahme wird erwogen, jedoch sind etwaige Auswirkungen auf den Jahresüberschuss (vor Steuern) nicht auszuschließen. Die Geschäftsführung schätzt dieses Risiko allerdings als gering bzw. moderat ein.

Die Liquidität der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2022 trotz getätigter Ausschüttungen kaum verändert. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2023 davon aus, dass der operative Kapitalbedarf auch weiterhin dem operativen Geschäft ohne Finanzierung über Kreditinstitute erfolgen wird.

Der Angriff der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine im Februar 2022 hat zu einer völligen Neueinschätzung der Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene geführt. Wie sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die in der Folge verhängten weitreichenden Sanktionen gegen die Russische Föderation auf Wirtschaft und Märkte mittel- bis langfristig auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung ist daher nur erschwert möglich und mit einer erhöhten Unsicherheit behaftet.

Die Märkte der beiden in den Krieg in der Ukraine involvierten Ländern haben nur einen geringen Einfluss auf das Geschäft der CBC, sodass die Folgen des Kriegs in der Ukraine voraussichtlich zu keinen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2023 führen.

Wir gehen davon aus, dass das Berichtsjahr 2023 ergebnisseitig planmäßig verlaufen und die auf Basis der bisherigen Erfahrungen erstellte Ergebnisplanung voraussichtlich eingehalten werden wird. Ferner wurden Gegenmaßnahmen im Bereich einer drohenden Fluktuation zur Sicherung der zukünftigen Ertrags- und Vermögenslage eingeleitet. Eine laufende Überwachung und Beurteilung der hieraus resultierenden, spürbaren Risiken auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Gesellschaftsebene ermöglicht die zeitnahe Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen, sodass sich bisher keine Einschränkungen in den Bereichen Beschaffung und Vertrieb ergeben haben.

D.3. Chancenbericht

Die Consileon Business Consultancy GmbH hat innerhalb der Großkunden eine langjährig sehr gute Zusammenarbeit in verschiedenen Abteilungen aufgebaut. Die Großkunden sind an langfristigen strategischen Kundenbeziehungen interessiert. Die Erweiterung der Kundenbasis wird auch zukünftig konsequent betrieben. Die langjährigen, kontinuierlich wachsenden Kundenbeziehungen bieten auch in künftigen Jahren Sicherheit und große Wachstumschancen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Karlsruhe, den 29.2.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.863.520,53 5.018.467,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.435,50 40.137,50
II. Sachanlagen 408.340,44 439.166,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 76.434,00 90.338,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.553,50 348.828,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.352,94
III. Finanzanlagen 4.425.744,59 4.539.163,64
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.035.166,86 2.960.466,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 615.541,92 803.660,97
3. Beteiligungen 775.035,81 775.035,81
B. Umlaufvermögen 28.357.752,62 27.308.402,89
I. Vorräte 242.014,00 14.995,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.218.062,47 8.808.971,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.823.030,39 3.883.633,71
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.395.032,08 4.925.338,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 38.310,00 35.850,00
III. Wertpapiere 4.736.304,05 4.832.879,43
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.161.372,10 13.651.556,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 262.734,70 80.816,89
Aktiva 33.484.007,85 32.407.686,92

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 25.875.472,01 24.084.011,93
I. ausgegebenes Kapital 15.000,00 15.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. eigene Anteile -10.000,00 -10.000,00
II. Kapitalrücklage 30.023,40 30.023,40
III. Gewinnvortrag 22.078.988,53 20.118.002,24
IV. Jahresüberschuss 3.751.460,08 3.920.986,29
B. Rückstellungen 2.898.246,00 2.856.880,00
C. Verbindlichkeiten 4.710.289,84 5.466.794,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.404.605,87 2.589.445,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.404.605,87 2.589.445,05
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.305.683,97 2.877.349,94
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.305.683,97 2.877.349,94
Passiva 33.484.007,85 32.407.686,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 18.376.986,09 18.572.576,72
2. Personalaufwand 11.621.269,68 10.825.760,65
a) Löhne und Gehälter 10.138.916,54 9.448.195,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.482.353,14 1.377.565,58
davon für Altersversorgung 2.648,36 12.035,36
3. Abschreibungen 202.238,64 188.501,09
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 202.238,64 188.501,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.633.301,51 3.249.645,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 114,79 21,71
5. Erträge aus Beteiligungen 2.286.484,40 857.282,80
davon aus verbundenen Unternehmen 2.286.484,40 857.282,80
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 183.936,51 140.701,62
davon aus verbundenen Unternehmen 34.236,62 23.455,48
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 820.708,65
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 365.000,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 817.109,44 1.381.219,09
9. Ergebnis nach Steuern 3.752.779,08 3.925.435,08
10. sonstige Steuern 1.319,00 4.448,79
11. Jahresüberschuss 3.751.460,08 3.920.986,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 der Gesellschaft wurde nach den Bestimmungen der §§ 242 und 264 ff. des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Form des Jahresabschlusses, insbesondere die Darstellung und die Gliederung, ist gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung der Aktivposten und Verbindlichkeiten wurden die Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB beachtet.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung als auch bei der Offenlegung des Jahresabschlusses (§§ 288, 327 HGB) wurden in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht Consileon Business Consultancy GmbH
Firmensitz laut Registergericht Karlsruhe
Registereintrag Handelsregister
Registergericht Mannheim
Register-Nr. HRB 109578

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und fünfzehn Jahren) vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Von der Möglichkeit, Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 in einen Sammelposten mit Poolabschreibung über fünf Jahre einzustellen, wurde in Vorjahren Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden die Finanzanlagen zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Soweit die Gründe für eine frühere Abschreibung entfallen sind, erfolgt eine Zuschreibung auf den aktuellen Ertragswert, maximal jedoch auf die ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. den ursprünglichen Nennwert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten mit einbezogen. Bei der Bewertung wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Wertpapiere sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert, jedoch wurde das strenge Niederstwertprinzip beachtet und, soweit nötig, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Bankguthaben sind in Übereinstimmung mit den ausgewiesenen Beständen im Jahresabschluss enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen im Vorjahr beinhalteten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Gründe für die Abzinsung von Rückstellungen liegen nicht vor.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet und in Euro umgerechnet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Finanzanlagen

In 2022 wurden Anteile erworben und als Anteile an verbundenen Unternehmen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Hierzu wurde in 2022 eine Ausleihung in Höhe von EUR 544.800,00 an diese Gesellschaft vorgenommen, die aber selben Jahr um EUR 365.000,00 auf einen Restbuchwert von EUR 179.800,00 wertberichtigt wurde. Die Wertberichtigung war wegen der anhaltenden Verlustsituation der Gesellschaft nach dem Vorsichtsprinzip in der Handelsbilanz zwingend vorzunehmen. Eine Abwertung der Anteile an verbundene Unternehmen wurde nicht vorgenommen.

Hinsichtlich zweier Beteiligungsunternehmen wurden trotz aktuell bestehender Verlustsituation von einer außerplanmäßigen Abschreibung im Berichtsjahr abgesehen, da nicht von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Es handelt sich bei diesen beiden Gesellschaften um Holdinggesellschaften, die wiederum weitere Beteiligungen bilanzieren.

Angabe zu den Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten unter anderem Verrechnungskonten in Höhe von EUR 246.289,67 (Vorjahr EUR 449.112,69) inklusive des Ausgleiches der umsatzsteuerlichen Organschaft als auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.576.740,72 (Vorjahr EUR 3.434.521,02). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden nicht aufgerechnet.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, mit Ausnahme von EUR 133.718,00, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Angabe zu Forderungen gegen Gesellschafter

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf EUR 4.900,66 (Vorjahr EUR 5.115,60).

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind überwiegend Mietkautionsleistungen, Stückzinsen, Steueraktivierungen und Kreditoren mit Soll-Salden erfasst.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen den Geschäftsführer im Gesamtwert von EUR 1.592,03 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um Anleihen.

Eigenkapital

Die eigenen Anteile mit nominal EUR 10.000,00 wurden offen vom Stammkapital abgesetzt. Für die eigenen Anteile wurden Anschaffungskosten in Höhe von EUR 4.831.375,27 aufgewendet. Es besteht insoweit eine Ausschüttungssperre.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Personalangelegenheiten 2.131 TEUR
(Vorjahr: 2.157 TEUR)
Nacharbeiten 322 TEUR
(Vorjahr: 286 TEUR)
Rückvergütung 33 TEUR
(Vorjahr: 9 TEUR)

Die Rückstellungen waren zum Bilanzstichtag nicht abzuzinsen.

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.397.688,87 (Vorjahr EUR 2.564.101,71) und Verrechnungskonten in Höhe von EUR 6.917,00 (Vorjahr EUR 25.343,34). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden nicht aufgerechnet.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 37.402,17 (Vorjahr EUR 14.133,31).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 181.978,00 (Vorjahr: EUR 60.420,00). Er entfällt im Vorjahr ausschließlich auf sonstige Vermögensgegenstände (Mietkautionen).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 4.710.289,84 (Vorjahr: EUR 5.466.794,99) und gliedert sich wie folgt auf:

gegenüber Kreditinstituten 0 TEUR
(Vorjahr: 0 TEUR)
aus Lieferungen und Leistungen 744 TEUR
(Vorjahr: 1.028 TEUR)
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.368 TEUR
(Vorjahr: 2.575 TEUR)
gegenüber Gesellschaftern 37 TEUR
(Vorjahr: 14 TEUR)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.562 TEUR
(Vorjahr: 1.849 TEUR)

Verbindlichkeitsspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
> 1 Jahr
EUR
> 5 Jahre
EUR
davon besichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 743.958,11 743.958,11 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.404.605,87 2.404.605,87 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.561.725,86 1.561.725,86 0,00 0,00 0,00
davon aus Steuern (1.485.963,63) (1.485.983,63) (0,00) (0,00) (0,00)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit (19.732,99) (19.732,99) (0,00) (0,00) (0,00)
4.710.289,84 4.710.289,84 0,00 0,00 0,00

Latente Steuern

Zum 31.12.2022 bestehen ausschließlich bei den sonstigen Rückstellungen Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, aus denen sich Steuerentlastungen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Auf die Aktivierung wurde gemäß § 274 HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Die Consileon GmbH ist als Mithaftende für einen Kreditrahmen zwischen der Wiesbadener Volksbank und der SYRACOM AG (verbundenes Unternehmen) am 16.02.2016 über TEUR 150 als auch für einen Kreditrahmen zwischen der Commerzbank und der SYRACOM AG am 12.07.2016 über TEUR 300 beigetreten. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Darlehensnehmerin wird davon ausgegangen, nicht aus diesem Schuldbeitritt in Anspruch genommen zu werden.

Avalverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Es bestehen folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

EDV/BGA
in TEUR
PKW
in TEUR
Immobilien
in TEUR
Leasing
in TEUR
GESAMT
in TEUR
per 31.12.2022 29,89 93,83 137,92 0,00 261,63
per 31.12.2023 14,54 44,67 54,91 0,00 114,12
per 31.12.2024 0,00 9,75 29,40 0,00 39,15
per 31.12.2025 0,00 0,00 17,64 0,00 17,64
per 31.12.2026 0,00 0,00 5,88 0,00 5,88

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Darstellung und Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Es sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 114,79 (Vorjahr: EUR 21,71) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 140 (Vorjahr 129), davon in Vollzeit 111 (Vorjahr 115).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer:

Dr. Joachim Schü

ausgeübter Beruf:

Geschäftsführer

Auf die Nennung seiner Bezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Gesellschaft Anteilshöhe Eigenkapital ( *)
TEUR
Jahresergebnis ( *)
TEUR
Consileon Frankfurt GmbH, Frankfurt/Main 55,00% 2.596 1.431
Bosse Consulting GmbH, Karlsruhe 100,00% 694 29
Consileon Business Solutions GmbH, Karlsruhe 100,00% 341 220
Consileon (Schweiz) GmbH, CH-Ettingen 55,00% 324 TCHF 202 TCHF
Consileon Polska Spzoo, PL-Szczecin 85,00% 8.224 TPLN 2.560 TPLN
Consileon Business Consultancy GmbH, AUT-Salzburg 51,00% 1.233 212
Syracom AG, Idstein 51,00% 6.568 1.866
ajco Solutions GmbH, Ansbach 51,00% 1.640 503
FiANTEC Provisionslösungen GmbH, Frankfurt/Oder 80,00 % 2.248 379
Lüdke + Döbele GmbH, Mannheim 51,00 % 604 112
Consileon Applied Business GmbH, Karlsruhe 51,00% 273 122
aye4fin GmbH, Köln 51,00% 256 126
Congentics GmbH, Düsseldorf 51,00% 90 -24
Consileon DX GmbH, Karlsruhe 100,00% -363 -385
Agetech2020 GmbH, Pullach 1,89 % 14.624 -532
InsureTech 2021 GmbH, Pullach 7,47 % 8.015 -157

( *) ausgewiesen werden 100,00 % vom Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2022

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schü Vermögensverwaltung GmbH, Sitz in Karlsruhe, einbezogen. Diese erstellt in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31.12.2022 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Consileon-Gruppe. Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3.751.460,08. Einschließlich des zu berücksichtigenden Bilanzgewinnes ergibt sich ein Betrag von EUR 25.830.448,61, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 25.830.448,61 vorgetragen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 232.523,33 232.523,33
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 232.523,33 232.523,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.391,55 131.391,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 806.749,27 224.557,53 100.950,28 930.356,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.352,94 3.352,94
Summe Sachanlagen 938.140,82 227.910,47 100.950,28 1.065.101,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.960.466,86 74.700,00 3.035.166,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 803.660,97 563.661,36 386.780,41 980.541,92
3. Beteiligungen 775.035,81 775.035,81
Summe Finanzanlagen 4.539.163,64 638.361,36 386.780,41 4.790.744,59
5.709.827,79 866.271,83 487.730,69 6.088.368,93
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 192.385,83 10.702,00 203.087,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 192.385,83 10.702,00 203.087,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.053,55 13.904,00 54.957,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 457.921,27 177.632,64 33.750,89 601.803,02
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 498.974,82 191.536,64 33.750,89 656.760,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 365.000,00 365.000,00
3. Beteiligungen 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 365.000,00 365.000,00
691.360,65 567.238,64 33.750,89 1.224.848,40
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.435,50 40.137,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 29.435,50 40.137,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 76.434,00 90.338,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.553,50 348.828,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.352,94 0,00
Summe Sachanlagen 408.340,44 439.166,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.035.166,86 2.960.466,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 615.541,92 803.660,97
3. Beteiligungen 775.035,81 775.035,81
Summe Finanzanlagen 4.425.744,59 4.539.163,64
4.863.520,53 5.018.467,14

Bericht des Aufsichtsrats

n/a

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Karlsruhe, den 29.2.2024

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Consileon Business Consultancy GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Consileon Business Consultancy GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Consileon Business Consultancy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 29. Februar 2024

bkb audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christine Aichele Klocker, Wirtschaftsprüfer

Peter Bayer, Wirtschaftsprüfer

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