Herta Produktions GmbHLiquidiert

45701 Herten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 5494
Eingetragen
15.3.2006
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenFleischverarbeitung a. n. g.Herstellung von Fertiggerichten
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Fleischwaren und anderen Nahrungsmitteln aller Art im In- und Ausland für eigene oder fremde Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Andreas Singer
seit 15.7.2022
Prokura
Johannes Kölker
seit 3.5.2022
Geschäftsführer
Prokura
Jan Spicker
seit 14.8.2017
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herta Produktions GmbH

Herten

Jahresabschluss/Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

I. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftsverlauf

Die Herta Produktions GmbH ist seit dem 1. Juli 2020 eine Betriebsführungsgesellschaft der Herta GmbH und von dieser mit der Herstellung der Produkte für den Vertrieb in Deutschland und im europäischen Ausland beauftragt. Die Gesellschaft arbeitet bei der Durchführung ihrer Aufgabe im eigenen Namen, mit eigenem Personal, jedoch auf Rechnung der Herta GmbH. Sämtliche Aufwendungen werden nach Abzug angefallener Erträge der Herta GmbH in Rechnung gestellt, sodass als Gewinn - vor Ergebnisabführung - lediglich das Betriebsführungshonorar von TEUR 9 verbleibt (Vorjahr: Rumpfgeschäftsjahr TEUR 4,5).

Auf Grund des bestehenden Betriebsführungsvertrages mit der Herta GmbH werden das betriebsnotwendige Anlage- und Umlaufvermögen seit dem 1. Juli 2020 von der Herta GmbH gehalten.

Zur Sicherstellung der Produktqualität und -sicherheit hat die Herta Produktions GmbH ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem etabliert und ist nach International Featured Standards Food (IFS) sowie QS zertifiziert.

Die Herta Produktions GmbH setzt zudem auf eine hohe Umweltverträglichkeit der Geschäftspraktiken und verfügt über ein nach ISO 14001 bzw. ISO 50001 zertifiziertes Umwelt- und Energiemanagementsystem. Die Gesellschaft hat sich dem Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich verpflichtet und arbeitet in verschiedenen Themenfeldern an der Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit des Unternehmens.

Die Herta Produkions GmbH sieht motivierte und qualifizierte Mitarbeiter als einen wichtigen Erfolgsfaktor an und ist bestrebt die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowohl in der Verwaltung als auch an den Produktionslinien zu schützen. Im Bereich Arbeitssicherheit ist die Herta Produktions GmbH nach ISO 45001 zertifiziert und ist mit dem Gütesiegel "Sicher mit System" der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) ausgezeichnet.

Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die Herta Produktions GmbH 323 Mitarbeiter (i. Vj. 293 Mitarbeiter). Darunter waren 9 Auszubildende (i. Vj. 4) und keine geringfügig Beschäftigten (i. Vj. keine).

Die Anteile der Herta Produktions GmbH werden zu 100% von der Herta GmbH gehalten. Seit dem 1. Juli 2020 gehört die deutsche Herta-Gruppe zu dem Konzern der Herta Foods S.L., Gurb/Spanien, einem Joint Venture der Nestlé S.A., Cham und Vevey/Schweiz, und dem spanischen Familienunternehmen Casa Tarradellas, Gurb/Spanien.

Mit der Änderung des Betriebsführungsvertrages vom 30. Juni 2020 hat die Herta GmbH alle Rechte und Pflichten der Nestlé Deutschland AG übernommen.

Das Geschäftsjahr der Herta Produktions GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Aufgrund der geänderten Konzernzugehörigkeit in 2020 wurden in 2020 zwei Rumpfgeschäftsjahre gebildet. Das zweite Rumpfgeschäftsjahr umfasste den Zeitraum vom 1.07.2020 bis zum 31.12.2020. Daher sind die Zahlen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

II. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage

Bei einer um TEUR 165 niedrigeren Bilanzsumme von TEUR 2.752 weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 0,91% (i. Vj. 0,86%) aus.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen TEUR 2.475 (i. Vj. TEUR 2.529) und bestehen vollständig gegen die Gesellschafterin Herta GmbH. Der Rückgang ergibt sich aus den geringeren Kostenerstattungsansprüchen in Zusammenhang mit der Betriebsführung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 54 gesunken. Der Rückgang ist vor allem auf gesunkene Forderungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung aus dem Nestlé-Konzern im Vorjahr zurückzuführen.

Der Rückgang des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens ist aufgrund der Aktualisierung von vertraglichen Vereinbarungen um TEUR 57 im Vergleich zum zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2020 gesunken.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich von TEUR 2.016 um TEUR 214 auf TEUR 1.803, was im Wesentlichen aus der in Anspruch genommenen Restrukturierungsrückstellung resultiert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von TEUR 876 um TEUR 48 auf TEUR 924, was im Wesentlichen auf eine höhere Verbindlichkeit aus Lohn- und Kirchensteuer zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten sind in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

Um eine verbesserte Vergleichbarkeit der Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung darstellen zu können, wurden die Vorjahreswerte aus dem zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2020 linear auf einen Zwölf-Monats-Zeitraum hochgerechnet.

Die Umsatzerlöse liegen im Geschäftsjahr bei TEUR 16.128 (i. Vj. TEUR 7.574; angepasster Vorjahreswert: TEUR 15.148). Sie resultieren aus den Kostenerstattungen durch die Herta GmbH im Rahmen des Betriebsführungsvertrages und somit im Wesentlichen aus den Personalaufwendungen der Gesellschaft. Aufgrund des Personalaufbaus um ca. 30 Mitarbeiter im Vorjahresvergleich sind die Personalkosten und entsprechend der Umsatz aus der Weiterbelastung an die Herta GmbH gestiegen.

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Auflösungen von Rückstellungen waren im Geschäftsjahr 2021 deutlich höher als im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2020.

Der Personalaufwand liegt bei TEUR 15.842 (i. Vj. TEUR 7.252; angepasster Vorjahreswert: TEUR 14.504). Der Anstieg des Personalaufwands ist vor allem in der gestiegenen Mitarbeiterzahl begründet.

Im Geschäftsjahr sind sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 389 (i. Vj. TEUR 320; angepasster Vorjahreswert: TEUR 640) angefallen. Dieser Rückgang ist insbesondere auf in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2020 ausgewiesene Aufwendungen für Einzelpersonalmaßnahmen zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung beträgt TEUR 9 und entspricht dem vertraglich vereinbarten Betriebsführungshonorar sowie der im Lagebericht des Vorjahres getroffenen Prognose.

Die Herta Produktions GmbH ist in das Cash-Pool Verfahren der Herta GmbH eingebunden.

III. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Herta Produktions GmbH erfolgt unter Kosteneffizienzaspekten. Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator ist hierbei der Personalaufwand. Dieser war im Geschäftsjahr 2021 durch einen Mitarbeiteraufbau geprägt, wodurch der Personalaufwand im Vergleich zum angepassten Vorjahreswert um 9,2% gestiegen ist. Ursache war die seit dem 1.04.2021 geänderte Gesetzgebung zur Arbeitnehmerüberlassung in der Fleischindustrie. Aufgrund dieser Gesetzesänderung ist der Personalaufwand stärker gestiegen als von uns geplant.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Aufgrund des beschriebenen Betriebsführungs- sowie Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags sind keine Risiken für die Herta Produktions GmbH ersichtlich. Etwaige Chancen oder Risiken werden sich bei der Herta GmbH niederschlagen. Das gilt auch für die Auswirkungen, die mit dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 zu erwarten sind. Für das Geschäftsjahr im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird daher erneut ein Ergebnis in Höhe des vereinbarten Betriebsführungshonorars von TEUR 9 erwartet, das im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags an die Herta GmbH abgeführt wird.

Als Teil des Cash Pools der Herta GmbH hat die Gesellschaft jederzeit Zugang zu liquiden Mitteln. Die Herta GmbH ist im Rahmen des Verkaufes mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet worden, um sowohl das operative Geschäft als auch die geplanten Investitionen abzudecken. Weiterhin finanziert sich die Herta GmbH durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Aufbau eines Herta-Konzern internen Cash-Pools ist für 2022 geplant. Insofern besteht kein Liquiditätsrisiko, solange die Gesellschaft Teil der Herta-Gruppe ist.

Hinsichtlich des finanziellen Leistungsindikators Personalaufwand erwarten wir für das Folgejahr einerseits eine leichte Steigerung im Einklang mit dem derzeit gültigen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, andererseits ist ein moderater Personalaufbau zur Abwicklung der geplanten Volumensteigerungen durch die steigende Nachfrage geplant.

 

Herten, den 17. Mai 2022

Die Geschäftsführung

Marc Auclair

Johannes Kölker

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Gesellschafter 2.474.566,00 2.529.011,02
2. Sonstige Vermögensgegenstände 22.143,81 76.433,58
2.496.709,81 2.605.444,60
B. Rechnungsabgrenzungsposten 254.894,32 311.537,44
2.751.604,13 2.916.982,04

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.802.890,64 2.016.476,32
C. Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten 923.713,49 875.505,72
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 923.713,49 (Vorjahr: EUR 875.505,72)
davon aus Steuern: EUR 316.128,19 (Vorjahr: EUR 226.692,14)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 81.495,43 (Vorjahr: EUR 4.115,71)
2.751.604,13 2.916.982,04

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1.1.-31.12.2021 1.7.-31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.128.452,69 7.574.136,92
2. Sonstige betriebliche Erträge 119.545,70 3.635,61
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.979.841,04 5.948.887,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.862.614,15 1.303.695,91
davon für Altersversorgung: EUR 133.438,29 (Vorjahr: EUR 90.301,19)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 388.788,94 320.381,82
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 9.794,77
davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 9.794,77)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.754,26 10.102,25
davon aus Aufzinsung: EUR 7.754,26 (Vorjahr: EUR 9.877,00)
7. Ergebnis nach Steuern 9.000,00 4.500,00
8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) -9.000,00 -4.500,00
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Herta Produktions GmbH, Herten, zum 31.12.2021 wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des GmbHG in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt. Die Gesellschaft ist mittelgroß gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Herta Produktions GmbH ist seit dem 01. Juli 2020 eine Betriebsführungsgesellschaft der Herta GmbH und von dieser mit der Herstellung der Produkte für den Vertrieb in Deutschland und im europäischen Ausland beauftragt. Die Gesellschaft arbeitet bei der Durchführung ihrer Aufgabe im eigenen Namen, mit eigenem Personal, jedoch auf Rechnung der Herta GmbH. Sämtliche Aufwendungen werden nach Abzug angefallener Erträge der Herta GmbH in Rechnung gestellt, sodass als Gewinn lediglich das Betriebsführungshonorar von TEUR 9 verbleibt.

Darüber hinaus regelt der bestehende Betriebsführungsvertrag, dass sämtliche Aktiva auf die Herta GmbH übergehen. Auf Grund des bestehenden Betriebsführungsvertrages mit der Herta GmbH werden das betriebsnotwendige Anlage- und Umlaufvermögen seit dem 1. Juli 2020 von der Herta GmbH gehalten.

Die Herta Produktions GmbH wird beim Amtsgericht Recklinghausen (HRB 5494) geführt und gehört seit dem 1. Juli 2020 zum Konzernkreis der Herta Foods S.L., Gurb (Spanien). Die Herta Produktions GmbH wird in den Konzernabschluss der Herta Foods S.L., die den Konzernabschluss sowohl für den größten als auch den kleinsten Konzernkreis aufstellt, einbezogen. Der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Konzernabschluss der Herta Foods S.L. wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Das Geschäftsjahr der Herta Produktions GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Aufgrund der geänderten Konzernzugehörigkeit in 2020 wurden in 2020 zwei Rumpfgeschäftsjahre gebildet. Das zweite Rumpfgeschäftsjahr umfasste den Zeitraum vom 1.07.2020 bis zum 31.12.2020. Daher ist ein Vergleich mit den Vorjahreswerten nur eingeschränkt möglich.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse ausschließlich im Rahmen des Betriebsführungsvertrages mit der Herta GmbH.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzieren sich im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 109 auf TEUR 2.497. Forderungen gegen die Gesellschafterin resultieren aus den Betriebsführungs- und Ergebnisabführungsverträgen und betragen TEUR 2.475 (i. Vj. TEUR 2.529). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 255 (i. Vj. TEUR 312) und steht im Zusammenhang mit den Verträgen vom 18. Juni 2020 zur Übernahme der Pensionsverpflichtungen für weiterhin aktive Mitarbeiter der Herta Produktions GmbH durch die Nestlé Deutschland AG. Die jährlichen Aufwendungen richten sich nach der verbleibenden erwarteten Betriebszugehörigkeit der entsprechenden Mitarbeiter. Die Reduzierung ergibt sich aus einer vertraglich vereinbarten Aktualisierung zum 31. Dezember 2021.

Aufgrund der Einbindung in den Cash-Pool der Herta GmbH verfügt die Herta Produktions GmbH über keine flüssigen Mittel.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist voll eingezahlt.

Die gebildeten Rückstellungen betragen TEUR 1.803 (i. Vj. TEUR 2.016) und betreffen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Rückvergütung für Restrukturierung 391 648
Rückstellungen aus dem Personalbereich 1.383 1.339
Übrige sonstige Rückstellungen 29 29

Die Verbindlichkeiten erhöhen sich um TEUR 48 auf TEUR 924.

Die Umsatzerlöse werden aus Leistungen im Rahmen des Betriebsführungsvertrags mit der Herta GmbH erzielt. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

1.01.- 31.12.2021 1.07.-31.12.2020
EUR EUR
Kostenerstattung 16.119.452,69 7.569.636,92
Vergütung für die Betriebsführung 9.000,00 4.500,00
16.128.452,69 7.574.136,92

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 120 (i. Vj. TEUR 4) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 389 (i. Vj. TEUR 320) enthalten im Wesentlichen Sachaufwendungen in Zusammenhang mit Personal.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 10) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter:

1.01.-31.12.2021 1.07.-31.12.2021
Arbeiter 242 223
Angestellte 67 65
Summe 309 288
Auszubildende 9 4
318 292

In der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer ist - wie im Vorjahr - kein geringfügig Beschäftigter enthalten.

IV. Mitglieder der Geschäftsführung

Tim Düllmann (bis 28. Februar 2022)

- Vorsitzender der Geschäftsführung, technischer Geschäftsführer

Bettina Fürstenberg (bis 16. Februar 2022)

- Mitglied der Geschäftsführung

Marc Auclair (seit 16. Februar 2022)

- Mitglied der Geschäftsführung, Vorsitzender der Geschäftsführung Herta S.A.S., Noisy le Grand, Frankreich

Johannes Kölker (seit 3. Mai 2022)

- Vorsitzender der Geschäftsführung

Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

V. Gewinnabführung

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Herta GmbH und der Herta Produktions GmbH wurde das Ergebnis in Höhe von EUR 9.000,00 an die Herta GmbH abgeführt.

VI. Nachtragsbericht

Mit dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 sind kurz- und mittelfristige Konsequenzen für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbunden. Über mögliche Auswirkungen auf die Herta Produktions GmbH wird im Risikobericht des Lageberichts eingegangen.

Darüber hinaus haben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben.

 

Herten, 17. Mai 2022

Die Geschäftsführung

Marc Auclair

Johannes Kölker

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Herta Produktions GmbH, Herten

Wir haben den Jahresabschluss der Herta Produktions GmbH, Herten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herta Produktions GmbH, Herten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 17. Mai 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer

Angela Schroeder, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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