Lutherstift gGmbHLiquidiert
15232 Frankfurt (Oder), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Doris Wilde seit 30.9.2015 | Prokura |
Christiane Dr. med. Neumann seit 25.7.2008 | Geschäftsführer |
Karsten Dr. med. Bittigau seit 22.12.2006 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lutherstift gGmbHFrankfurt (Oder)Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Lutherstift gGmbH betreibt das Evangelische Krankenhaus Lutherstift Frankfurt (Oder)/Seelow. Das Krankenhaus besteht aus den Fachabteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Geriatrie. Die Einrichtung erbringt stationäre, teilstationäre und ambulante Krankenhausleistungen für Menschen insbesondere in den Brandenburger Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie der Stadt Frankfurt (Oder). Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft ein Altenpflegeheim mit 50 vollstationären Plätzen und bietet 20 Plätze betreutes Wohnen am und im Heim für ältere Menschen an. Außerdem werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung in einer Einrichtung mit insgesamt 24 Plätzen betreut sowie Angebote für ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung bereitgehalten. Die Gesellschaft gehört zum Unternehmensverbund Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin (EDBTL), Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Steuerung erfolgt bei einer strategischen Gesamtausrichtung des Unternehmensverbundes dezentral. 1.2 Ziele und Strategien Die Lutherstift gGmbH will in ihrem Zeugnis und ihrem Handeln Wesens- und Lebensäußerung der Kirche Jesu Christi sein. Sie folgt dem Auftrag Jesu Christi zum Beten und Tun des Gerechten und will das Evangelium von der Barmherzigkeit Gottes den Menschen in der Nähe und in der Ferne durch Wort und Tat weitergeben. Es stellt den Menschen als bedingungslos wertvoll vor Augen und weist in besonderer Weise an die Schwachen und Hilfsbedürftigen. Die Mitarbeitenden verstehen ihre Arbeit als "Dienst" und gestalten diesen so, dass er nicht nur als technische, physische oder medizinische Unterstützung, sondern als persönliche Zuwendung erfahrbar wird. Der Dienst ist dabei eine Form des Beistandes, der zu einem gelingenden Leben in größtmöglicher Selbstbestimmung verhelfen will. Die Lutherstift gGmbH steht für medizinische Kompetenz und hohe sowohl fachliche als auch ethische Standards, für regionale Verantwortung und wirtschaftliche, am Wohlergehen und den Bedürfnissen seiner Patienten orientierte Leistungsangebote. Durch die kontinuierliche und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des medizinischen und pflegerischen Leistungsangebotes wird die Qualität der gesundheitlichen Versorgung in der Region sichergestellt und verbessert. Für diese Aufgabe ist eine stabile wirtschaftliche Entwicklung des Krankenhauses maßgeblich. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2014 wuchs die deutsche Wirtschaft relativ kräftig um preisbereinigt 1,5 % und damit deutlich stärker als in den beiden Vorjahren. Nach einem dynamischen Wachstum im Winterhalbjahr 2013/2014 kam es in den Frühjahrs- und Sommermonaten aufgrund einer Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfeldes zunächst zu einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaftsleistung. Gestützt durch die anhaltende Einkommens- und Beschäftigungsexpansion mit einem Anstieg des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte um 2,2% waren insbesondere die privaten Konsumausgaben sowie Impulse durch Investitionen in Ausrüstungen und Bauten maßgeblich für die zum Jahresende einsetzende Erholung. Der sinkende Ölpreis sorgte zusätzlich für stimulierende Effekte. Die Geschäftserwartungen der deutschen Wirtschaft hellten sich in den Herbstmonaten spürbar auf. Dabei verliehen die gedämpfte Entwicklung des außenwirtschaftlichen Umfelds sowie geopolitische Risiken der konjunkturellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft nur geringe Impulse. Die sich abzeichnende weltwirtschaftliche Erholung konnte nur wenig an Fahrt gewinnen; weltwirtschaftliche Frühindikatoren deuteten nicht auf eine Beschleunigung des Wachstums hin. Dennoch hat der deutsche Außenhandel im zweiten Halbjahr 2014 mit einem moderaten Anstieg der Nettoexporte zum Aufschwung der Wirtschaftsleistung beigetragen. Der schwache Euro lieferte in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Impulse. Der Aufwärtstrend bei der Beschäftigung in Deutschland hat sich trotz der konjunkturell bedingten Unruhe in den Sommermonaten in einem grundsätzlich robusten Arbeitsmarkt fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote sank mit durchschnittlich 6,7 % auf den niedrigsten Wert seit der Deutschen Einheit. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt um 372.000 auf einen neuen Höchststand von 42,65 Millionen Beschäftigten an. Die Haushalte von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen waren aufgrund der positiven Wirtschafts- und Beschäftigungslage weitestgehend ausgeglichen. Das deutliche Ansteigen der Steuerdeckungsquote des Bundes auf 91,6 % (gegenüber 84,4 % im Jahr 2013) ist auf die gestiegenen Steuereinnahmen, vor allem aber auf erhebliche Haushaltseinsparungen zurückzuführen. Auch die Sozialversicherungssysteme konnten differenziert zum Haushaltsüberschuss beitragen. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.2.1 Krankenhäuser Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den größten und bedeutendsten Branchen der deutschen Wirtschaft und hat damit für Deutschland eine erhebliche ökonomische Bedeutung. Aufgrund der Innovationskraft und Beschäftigungsintensität verzeichnet der Gesundheitssektor ein stetiges Wachstum. Der Anstieg der Bruttowertschöpfung des Gesundheitssektors liegt für den Zeitraum 2007 bis 2012 bei jährlich 3,7% und damit deutlich über dem Wachstum der Gesamtwirtschaft mit 2,3%. Zu den wesentlichen Wachstumsfaktoren zählen:
Die Kosten für die Gesundheitsversorgung erhöhten sich in den letzten Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2012 lag der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 11,3% (Vorjahr: 11,2%).
Quelle: Statistisches Bundesamt Im Rahmen der dualen Finanzierung sind die Länder für die Finanzierung der Investitionskosten der Krankenhäuser zuständig. Dieser Verpflichtung kommen die Länder jedoch seit längerem nur unzureichend nach. So lag die Fördersumme im Jahr 2013 bei lediglich 2,72 Milliarden Euro. Dies führt dazu, dass die Krankenhäuser zunehmend wichtige Bau- und Investitionsvorhaben selbst finanzieren und in jedem Fall die Vor- bzw. Zwischenfinanzierung von Investitionsmaßnahmen sicherstellen müssen. In den vergangenen Jahren ist eine kontinuierliche Verschlechterung der Finanzierungssituation der deutschen Krankenhäuser zu verzeichnen. Die wirtschaftliche Situation war von Grundlohnratenkürzungen, Mehrleistungsabschlägen und der fehlenden Refinanzierung von Tarifsteigerungen geprägt. Die finanzielle Lage insbesondere von mittleren und kleinen Krankenhäusern wird zudem durch die erforderlichen Vorhaltestrukturen von qualifiziertem medizinischem Personal und technischer Ausstattung zur Sicherstellung einer qualifizierten medizinischen Versorgung auch in ländlichen Strukturen beeinflusst. Die dadurch verursachten Vorhaltekosten werden über das DRG-System nicht finanziert. Die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung in Deutschland wurden im Jahr 2014 wie bereits in den Vorjahren durch zahlreiche gesetzliche Reformen und Neuregelungen auf Bundes- und Landesebene sowie Beschlüsse der gemeinsamen Selbstverwaltung beeinflusst. Das seit dem 1. August 2013 geltende "Beitragsschuldengesetz", mit dem u.a. die angespannte finanzielle Lage der Krankenhäuser in Deutschland verbessert werden soll, entfaltete auch im Jahr 2014 Wirkung. Der Versorgungszuschlag, durch den die sogenannte "doppelte Degression" über die Krankenhäuser insgesamt neutralisiert wird, belief sich im Jahr 2014 auf einen prozentualen Aufschlag in Höhe von 0,8% auf die DRG-Fallpauschalen. Ebenfalls im Jahr 2014 wurde die letzte Stufe der Konvergenzphase erreicht, die die schrittweise Angleichung der bundesweit unterschiedlichen Landesbasisfallwerte an den Bundesbasisfallwertkorridor in den Jahren 2010 bis 2014 beinhaltet. Der Landesbasisfallwert ohne Ausgleiche und Berichtigungen für 2014 betrug EUR 3.117,36 (Vorjahr: EUR 3.013,00) und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,46%. Der Landesbasisfallwert in Brandenburg wie auch in einigen weiteren Bundesländern erreichte damit die untere Korridorgrenze des Bundesbasisfallwertes. Das vereinbarte Casemix-Volumen stieg gegenüber 2013 um 0,53% auf 568.000 Punkte. Die Zahl der Krankenhauspatienten ist wie in den Vorjahren weiter gestiegen. Deutschlandweit wurden im Jahr 2013 knapp 18,8 Mio. Fälle (zum Vorjahr: +0,9%) behandelt, in Brandenburg waren es über 556.600 Fälle (zum Vorjahr: +1,5%). Die durchschnittliche Verweildauer ist dabei weiter gesunken und lag bundesweit bei 7,5 Tagen (Vorjahr: 7,6 Tage). In Deutschland wurden in 2013 knapp 1,9 Millionen ambulante Operationen durchgeführt. Dies bedeutet eine Verdreifachung in den letzten zehn Jahren, gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl der ambulanten Operationen um knapp 30.000 erhöht. Die Zahl der Frauen, die 2013 im Krankenhaus entbunden haben, ist in Brandenburg gegenüber dem Vorjahr 2012 um ca. 0,3% gestiegen, in der Bundesrepublik dagegen liegt der Anstieg bei etwa 1,2%. Die Kosten der Krankenhäuser sind im Jahr 2013 auf 90,0 Mrd. Euro gestiegen (2012: 86,8 Mrd. Euro). Dies ist zum einen auf einen Anstieg der Personalkosten auf 53,8 Mrd. Euro (+3,8% gegenüber Vorjahr) und zum anderen einen Anstieg der Sachkosten auf 33,8 Mrd. Euro (+3,7% gegenüber Vorjahr) zurückzuführen. Die Kosten je Behandlungsfall haben sich gegenüber dem Jahr 2012 um 2,3% auf 4.152 Euro erhöht. Im Land Brandenburg lagen die durchschnittlichen stationären Behandlungskosten mit 3.667 Euro am niedrigsten und deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Für die stationäre Behandlung von Patienten standen im Jahr 2013 mit 500.585 Betten knapp 900 Betten weniger als im Jahr 2012 zur Verfügung. Dieser Trend zeigt sich auch in Brandenburg, dort reduzierte sich die Anzahl der aufgestellten Betten im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 87 Betten auf insgesamt 15.191 Betten. Die Zahl der deutschen Krankenhäuser ist ebenfalls weiter zurückgegangen und beläuft sich in 2013 auf insgesamt 1.995 (Vorjahr: 2.017). Der Anteil der Krankenhausbetten in öffentlicher Trägerschaft erhöhte sich auf 48,0% (Vorjahr: 47,9%), während der Anteil der privatgewerblichen Häuser mit 18,0% unverändert blieb. Der Anteil der freigemeinnützigen Krankenhäuser blieb nahezu gleichbleibend und liegt im Jahr 2013 bei 34,0% (Vorjahr: 34,1%). Im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitation standen im Jahr 2013 1.187 Einrichtungen mit insgesamt 167.000 Betten in Deutschland zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen damit um 2 % und die Anzahl der aufgestellten Betten um 1,2 % verringert. In privaten Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen befanden sich knapp zwei Drittel (65,2%) der aufgestellten Betten. Öffentliche und freigemeinnützige Einrichtungen hielten 18,5% bzw. 16,3% der insgesamt aufgestellten Betten vor. Die Zahl der Patienten, die in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen im Jahr 2013 behandelt wurden ist gegenüber dem Vorjahr geringfügig gesunken (-0,6%). Die durchschnittliche Verweildauer lag im Jahr 2013 bei 25.3 Tagen und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau. Kennzahlen zur stationären Versorgung in Deutschland
1 nach Bruttogesamtkosten Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland war in 2013 unverändert sehr kritisch, hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch nicht weiter verschlechtert. Nach den in 2014 veröffentlichten Angaben des Krankenhaus-Rating-Reports und des Krankenhaus-Barometers schrieben im Jahr 2013 ca. 42,0% der Krankenhäuser ein negatives Jahresergebnis. In kleineren Krankenhäusern mit bis zu 300 Betten fällt das Jahresergebnis in 2013 tendenziell am schlechtesten aus, 44% der Häuser erzielten hier einen Jahresfehlbetrag. Der Trend der Anbieterkonzentration durch Übernahmen und Fusionen setzt sich dementsprechend weiter fort. Verbundstrukturen werden somit für einzelne Krankenhäuser immer wichtiger, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen stellt sich dem gegenüber unverändert stabil dar. Im ersten bis dritten Quartal 2014 verfügen die gesetzlichen Krankenkassen weiterhin über Finanz-Reserven in Höhe von 16 Mrd. Euro. Dabei konnten die Krankenkassen an ihre Versicherten insgesamt 750 Mio. Euro an Prämien und freiwilligen Leistungen ausschütten. Schätzungen zufolge werden sich die Liquiditätsreserven aus dem Gesundheitsfond zum Jahreswechsel 2014/2015 auf 12,6 Mrd. Euro belaufen. Zum 1. Januar 2014 ist die Fortschreibung des Landeskrankenhausplans in Kraft getreten. Zur Sicherung einer bedarfsgerechten und wohnortnahen Versorgung wurden die vorhandenen 62 Standorte der 52 Brandenburger Krankenhäuser fortgeschrieben. Die Anzahl der Betten wurde unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklungen auf 15.191 Betten angepasst. Einen deutlichen Bettenzuwachs gab es in den Fachabteilungen Geriatrie (+44%), Innere Medizin (+10%) und Neurologie (+7%). Der Koalitionsvertrag der neu gebildeten Landesregierung in Brandenburg sieht als gesundheitspolitische Ziele u.a. die Sicherung der medizinischen Versorgung durch Kooperationen, Vernetzungen und Anreize für die Facharztausbildung vor. Zur Umsetzung dieser Ziele und als Maßnahme gegen den Ärztemangel insbesondere in den ländlichen Regionen Brandenburgs wurde am 28. Oktober 2014 die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane unter privater Trägerschaft gegründet. Damit hat Brandenburg als letztes Flächenland eine Hochschule zur Ausbildung von Medizinern erhalten. Ziel ist die langfristige Bindung der Mediziner an die Region und damit die Sicherung der ärztlichen Versorgung im Land Brandenburg. Zudem rückt im Gesundheitswesen immer mehr die Qualitätsdiskussion in den Vordergrund. Um die Qualitätssicherung und -transparenz in der stationären und ambulanten Versorgung zu verbessern, wurde durch den Gemeinsamen Bundesausschuss die Gründung der Stiftung für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen sowie des gleichnamigen Instituts beschlossen. 2.2.2 Altenhilfe Die demographische Entwicklung zeigt, dass die Geburtenzahl in Deutschland weiterhin rückläufig ist. Der Anteil Älterer an der Gesamtbevölkerung wird in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen. Die gegenwärtigen sozialen Sicherungssysteme sind unzureichend auf die sich verändernde Bevölkerungsentwicklung vorbereitet. Dies betrifft sowohl das Rentensystem, als auch die Krankenversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die Pflegeversicherung. Die allgemeine Marktentwicklung in der stationären Pflege ist weiterhin von einer kontinuierlichen Zunahme der Zahl der Einrichtungen gekennzeichnet. Nach den neuesten Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder waren im Dezember 2013 rund 2,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). 83% der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter; 85 Jahre und älter waren immerhin noch 37% (2011: 36%). Mehr als zwei Drittel (71% bzw. 1,86 Millionen) der Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten knapp 1,2 Millionen Pflegebedürftige ausschließlich Pflegegeld; das bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein durch Angehörige gepflegt. Laut Pflegestatistik 2013 gab es in Deutschland rd. 13.030 (2011: 12.354) vollstationäre Altenpflegeeinrichtungen. Der Anteil der Pflegeeinrichtungen in privater Trägerschaft hat sich im Zeitraum 2003-2013 von 37% auf 41% erhöht, während der Anteil freigemeinnütziger Träger sich leicht von 55,5% auf 54,0% reduzierte. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil öffentlicher Träger von 7,5% auf 5,0%. In freigemeinnütziger Trägerschaft befanden sich 2013 insgesamt 46,9% (2011: 38,8%) aller stationären Pflegeeinrichtungen. Hinsichtlich der Zahl der Plätze dominiert eindeutig die Dauerpflege. Von den insgesamt 903.000 Plätzen (2011: 876.000) entfielen 848.000 (94%) auf die vollstationäre Dauerpflege. Das Platzangebot im Dauerpflegebereich war bundesweit durchschnittlich zu 89% ausgelastet. 2.2.3 Jugend- und Behindertenhilfe Die Zahl der Menschen mit Behinderung in Deutschland steigt laut Erhebungen des Statistischen Bundesamtes kontinuierlich an. Die letzte repräsentative Erhebung der Zahl der Menschen Behinderung in Deutschland ist aus dem Jahr 2013. Damals lebten 7,5 (2011 7,3) Millionen schwerbehinderte Menschen im Land. Das waren rund 260.000 oder 3,6% mehr als zum Jahresende 2011. Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 20,4% (2011 20,09%) aller Fälle. Aufgrund der Statistiken der Krankenkassen ist davon auszugehen, dass der Zuwachs ausschließlich auf die Zunahme von psychischen Erkrankungen zurückzuführen ist während die Zahl der Menschen mit geistiger Behinderung eher rückläufig ist. Auch in Berlin und Brandenburg lassen sich diese Tendenzen beobachten. Die Zahl der Menschen mit Behinderung steigt (Berlin 2011: 345.414, 2009: 342.968; Brandenburg 2011: 237.747, 2009: 221.629), während der Anteil der Menschen mit geistiger Behinderung daran abnimmt. Im Koalitionsvertrag des Bundes wurde im November 2013 die Schaffung eines Bundesleistungsgesetzes/ Bundesteilhabegesetzes für Menschen mit Behinderungen und die Prüfung der Einführung des Bundesteilhabegeldes vereinbart. Aktuell wird zwischen Bund und Ländern um die Finanzierung von Leistungsausweitungen, einen in Aussicht genommenen Entlastungsbeitrag von EUR 5 Mrd pro Jahr sowie um den Terminplan gerungen. Somit waren im laufenden Geschäftsjahr noch keine Auswirkungen zu spüren und belastbare Tendenzen sind voraussichtlich erst Ende 2015 Anfang 2016 erkennbar. Das Gleiche gilt sinngemäß für das Ziel, die Ansprüche von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung wie die aller Kinder und Jugendlichen in das SGB VIII aufzunehmen, um im Interesse von Kindern mit Behinderung und ihren Eltern die Schnittstellen in den Leistungssystemen zu überwinden. Im Koalitionsvertrag des Landes Brandenburg vom Oktober 2014 finden sich überwiegend allgemeine politische Aussagen zur UN-BRK und zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen, z.B. dass Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft gehören. Dazu gehören die Verbesserung der Barrierefreiheit, eine stärkere Arbeitsmarktöffnung für Menschen mit Behinderungen und eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. 2.3 Geschäftsverlauf 2.3.1 Kapazitäten und Leistungsentwicklung 2.3.1.1 Krankenhaus Das Evangelische Krankenhaus Lutherstift wird für das Jahr 2014 in der Fortschreibung des Dritten Krankenhausplan des Landes Brandenburg mit 170 Betten und 22 Tagesklinikplätzen ausgewiesen. Als Krankenhaus der Grundversorgung werden die Fachabteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Geriatrie vorgehalten. Die Gesamtleistung des Krankenhauses gemessen in CM-Punkten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,71%. Die Fallzahl konnte insgesamt um 3,34% gesteigert werden. Die Chirurgie konnte das Vorjahresergebnis bei Fallzahl und CM-Punkten bestätigen. Die Innere Medizin hat etwa 12% mehr Fälle behandelt und die Summe der Bewertungsrelationen um runde 1,5% gesteigert. Die Geriatrie hat wegen personeller Probleme und als Folge des Baubeginns am Standort Frankfurt (Oder) fast 5% weniger an Fällen behandelt. Die CM-Punkte sanken um gut 6% im Vergleich zum Vorjahr. Die Tagesklinik, die zum Oktober 2013 die Platzzahl auf 10 aufgestockt hatte, konnte im ganzjährigen Betrieb die Fallzahl um etwa 55% und die Zahl der abrechenbaren Pflegetage um knapp 35% steigern. Weiterhin können aufgrund der baulichen Situation am Standort in Frankfurt (Oder) in der geriatrische Fachabteilung abweichend von der Planbettenzahl nur 66 von mittlerweile insgesamt 80 Betten aufgestellt werden. Eine wirtschaftliche Leistungserbringung ist wegen kleiner Stationsgrößen nur eingeschränkt möglich. Mit der für Anfang 2016 geplanten Inbetriebnahme des Ersatzneubaus werden sich die Strukturen und Prozesse in der Geriatrie deutlich verbessern.
Die Budgetverhandlungen für die Jahre 2013 und 2014 fanden am 22. Mai 2014 statt mit Wirkung ab 1. September 2014. 2.3.1.2 Altenhilfe Der Bereich Altenhilfe in der Lutherstift gGmbH unterhält eine Altenpflegeeinrichtung mit 50 vollstationären Plätzen sowie 18 Plätze betreutes Wohnen am und im Heim für ältere Menschen. Die Kapazitäten sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 unverändert. Die Nachfrage nach stationären Leistungen des Bereichs Altenhilfe liegt erneut auf hohem Niveau. Die in der stationären Einrichtung abgerechneten Belegungstage haben sich gegenüber Vorjahr um 36 Tage vermindert. Die Belegung der Wohnungen hat dagegen deutlich nachgelassen.
Die Auslastung der über Tagessätze vergüteten stationären Einrichtung konnte im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr mit durchschnittlich 99,70% gehalten werden. Damit liegt die vollstationäre Einrichtung weiterhin deutlich über dem Landes- bzw. Bundesdurchschnitt. Anders als im Vorjahr wurde für das Theodor-Flieder-Haus in 2014 keine Pflegesatzverhandlung geführt, da die durchschnittlichen Personalkosten der stationären Einrichtung durch die Notlagenregelung im Lutherstift unter den durch den Pflegesatz refinanzierten Personalkosten lagen. 2.3.1.3 Jugend- und Behindertenhilfe Der Bereich Behindertenhilfe in der Lutherstift gGmbH besteht aus dem Hanna-Keller-Haus mit 24 stationären Plätzen. In den beiden Wohnstätten stehen 12 Plätze für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und 12 Plätze für Erwachsene mit geistiger Behinderung zur Verfügung. Darüber hinaus werden bis zu 10 Plätze im ambulant betreuten Wohnen für Erwachsene mit geistiger Behinderung in Birnbaumsmühle angeboten.
Auch im Jahr 2014 war das Hanna-Keller-Haus sehr gut belegt, wobei die gute Auslastung darauf zurückzuführen ist, dass die Wohnstätte auch ein Angebot für Erwachsene mit geistiger Behinderung vorhalten kann. Der Rückgang der Belegungstage ergibt sich aus dem Abbau der Überbelegung. Diese war nur vorübergehend genehmigt und lief Ende 2013 aus. In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt und dem Landesjugendamt wurde nach Lösungen gesucht, die den Erhalt der Kindereinrichtung oder die Umwandlung in eine Erwachseneneinrichtung ermöglichen, damit für das Hanna-Keller-Haus als Ganzes eine dauerhafte Perspektive entwickelt werden kann. Dieser Prozess dauert noch an. Im Bereich ambulantes Wohnen konnte im laufenden Jahr eine weitere Betreuung realisiert werden, so dass nunmehr 5 Erwachsene mit geistiger Behinderung in der Wohngemeinschaft Birnbaumsmühle betreut werden. Der Beschluss der Brandenburger Kommission aus dem Januar 2014 sieht eine Fortschreibungsrate der Vergütungen ab dem 1. Juli 2014 bis zum 31. Dezember 2015 in zwei Etappen vor. Danach werden zum 1. Juli 2014 und 1. Januar 2015 die Personalkosten jeweils um 2,7% und die Sachkosten um 1,5% bzw. 1,7% gesteigert. Für das Hanna-Keller-Haus wurde das pauschale Fortschreibungsangebot vereinbart. Keine Veränderung gab es bei der Vergütung der Fachleistungsstunde des ambulant betreuten Wohnens. 2.3.2 Personalentwicklung Die Anzahl der Vollkräfte hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 228 VK auf 221 VK verringert. Die bereits im Jahr 2012 aus den Beschlüssen der Arbeitsrechtlichen Kommission AVR DWBO resultierenden Tarifsteigerungen wirkten sich auf das Personalkostenvolumen 2014 für die Brandenburger Einrichtungen mit einer Steigerung von 3,35 % aus. Das Personalkostenvolumen erhöhte sich im ärztlichen Dienst um 1,49 %. 2.4 Vermögens- Finanz- und Ertragslage 2.4.1 Ertragslage
1 Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und Übrige betriebliche Erträge 2 Materialaufwendungen, Personalaufwand, Abschreibung eigenfinanzierter Vermögensgegenstände, andere Sachaufwendungen und Ergebnisunabhängige Steuern
Der Fehlbetrag des Krankenhauses liegt bei TEUR 1.205 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 1.722). Der Bereich Altenhilfe schließt mit einem positiven Ergebnis von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 154) ab und konnte damit sein Planergebnis nicht ganz erreichen. Die Jugend- und Behindertenhilfe trägt mit einem positiven Ergebnis von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 48) zum Ergebnis bei und liegt damit über ihrem Planergebnis. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 196 auf TEUR 17.786 (Vorjahr: TEUR 17.590). Davon entfielen TEUR 14.948 auf das Krankenhaus, wo mit TEUR 16.155 deutlich höhere Erlöse erwarten worden waren. Die Gesamtleistung des Krankenhauses liegt im Vergleich zum Vorjahr um 112 BWR (2,71%) niedriger; die Planannahmen gingen dagegen von einer deutlichen Steigerung aus. Wesentliche Ursachen bildet ein deutlicher Rückgang der Geriatrie, deren räumlichen Bedingungen sich erst nach Fertigstellung des Neubaus nachhaltig verbessern werden. Ein deutlich gestiegener Landesbasisfallwert und Mehrleistungen in der Geriatrischen Tagesklinik haben die Ergebnisse positiv beeinflusst. Die Umsatzerlöse des Bereichs Altenhilfe sind aufgrund einer Steigerung bei der stationären Pflege trotz der schlechteren Auslastung des betreuten Wohnens gegenüber Vorjahr um insgesamt TEUR 10 gestiegen und liegen im Korridor der Planung. Trotz leicht gestiegener Vergütungen sind die Umsatzerlöse in der Behindertenhilfe gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegen damit auch unter Plan. Ursache hierfür ist zum einen der Abbau der Überbelegung. Zum anderen beendeten Kinder ihre Schullaufbahn und wechselten somit den Leistungstyp und in die damit verbundene niedrigere Vergütung des Erwachsenenwohnbereiches. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation konnte mit der Mitarbeitervertretung für das Jahr 2014 eine Dienstvereinbarung gemäß Anlage 17 AVR DWBO zur Reduzierung der Personalkosten geschlossen werden. Durch Ausübung von arbeitsrechtlichen Möglichkeiten wurden die jeweils gültigen Tabellenentgelte befristet bis zum 31. Dezember 2014 abgesenkt. Die erste Hälfte der Jahressonderzahlung kam im November 2014 nicht zur Auszahlung: die zweite Hälfte wird nach Anwendung der Anlage 14 AVR DWBO ebenfalls nicht zur Auszahlung gelangen. Die deutliche Verbesserung des Krankenhausergebnisses um TEUR 517 resultiert im Vergleich zum Vorjahr in erster Linie aus der Erhöhung des Landesbasisfallwerts mit TEUR 218 sowie aus der Verringerung der Personalkosten und Ausgaben für Leihpersonal um insgesamt TEUR -215. Der Rückgang beruht auf einer erfolgreichen Substituierung des Honorarkräfteeinsatzes durch eigene Anstellungen, zum Teil auch längeren Vakanzen im administrativen Bereich sowie nach Abschluss einer entsprechenden Dienstvereinbarung mit der MAV zur prozentualen Absenkung der AVR-Tarife und des Einbehalts der Jahressonderzahlung. Diese Entwicklung ist auch für das gesamte Lutherstift festzustellen: Trotz einer Ausweitung des Vollkräftevolumens in der Altenhilfe verringerte sich der Aufwand für Personalkosten einschließlich Leihpersonal um TEUR -136. Dementsprechend reduzierte sich der Materialaufwand vor allem wegen der geringeren Inanspruchnahme von Honorarärzten deutlich um TEUR 863 auf TEUR 4.640 in 2014. Die Planung für das Geschäftsjahr lag mit TEUR 5.464 bei deutlich mehr erwarteten Leistungen noch höher Das Finanzergebnis hat sich aufgrund der rückläufigen Liquidität und zusätzlicher Darlehensaufnahmen weiter verringert. Das neutrale Ergebnis ist durch periodenfremde Einmaleffekte geprägt. 2.4.2 Vermögens- und Finanzlage
3 abzüglich Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung Die Bilanzsumme (nach aktivischer Absetzung der Fördermittel) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 13.770. Die langfristigen Vermögenswerte haben sich durch Anzahlungen auf den Ersatzneubau Geriatrie am Standort Frankfurt (Oder) und die damit verbundenen Maßnahmen im Saldo um TEUR 1.760 bzw. 8,7% erhöht. Vom Anlagevermögen sind insgesamt TEUR 12.226 (Vorjahr: TEUR 12.483) aus Fördermitteln nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz, durch Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand sowie durch Zuweisungen Dritter finanziert. Nach Verrechnung des Anlagevermögens (TEUR 21.908) mit den im Sonderposten passivierten Fördermitteln (TEUR 12.226) weist das Anlagevermögen einen Anteil von 70,3 (Vorjahr: 68,6%) am Gesamtvermögen von TEUR 13.770 (Vorjahr: TEUR 11.176) auf. Investitionen ins Anlagevermögen sind in Höhe von TEUR 2.800 (Vorjahr: TEUR 1.253) getätigt worden und betreffen im Wesentlichen das Neubauvorhaben am Standort Frankfurt (Oder). Die Investitionen umfassten darüber hinaus insbesondere Ersatzinvestitionen in der medizintechnischen Ausstattung. Der Fördermitteldeckungsgrad ist auf insgesamt 55% (Vorjahr: 61%) gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Darlehensaufnahmen zur Finanzierung der Neubaumaßnahme Geriatrie und weiterhin Mittel für den Bau des Altenpflegeheims und das betreute Wohnen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 18,3% (Vorjahr: 32,7%). Das Anlagevermögen von TEUR 9.917 ist zu etwa einem Fünftel durch Eigenmittel langfristig finanziert.
Die Finanzlage in 2014 war angespannt. Der zur Sicherung der Liquidität bestehende Kontokorrentkredit wurde zum Stichtag mit TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 480) in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2014 betrug das kurzfristige Vermögen TEUR 4.088 (Vorjahr: TEUR 3.511). Dem standen kurz- und mittelfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.212 (Vorjahr: TEUR 5.233) gegenüber. Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel erhöhen sich um TEUR 468 auf TEUR 1.392 (Vorjahr: TEUR 926). Im Geschäftsjahr beträgt der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 737 (Vorjahr: TEUR 1.684). Die Abnahme resultiert insbesondere aus dem verringerten Jahresfehlbetrag in Folge der gestiegenen Umsatzerlöse und sonstiger Erträge und den realisierten geringeren Aufwendungen für bezogene Leistungen. Es wurden weitere Anstrengungen zur Finanzierung des Bauvorhabens "Neubau Geriatrie" nach Wegfall der Einzelförderung durch das Land Brandenburg unternommen. Für die Finanzierung wurde im Geschäftsjahr ein Bankdarlehen in Anspruch genommen und das im Vorjahr zum Zwecke der Zwischenfinanzierung aufgenommene Gesellschafterdarlehen konnte vollständig abgelöst werden. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 2.800 (Vorjahr: TEUR 1.252). Von den Mittelabflüssen entfallen TEUR 232 auf die Ersatzbeschaffung von Medizintechnik und TEUR 2.489 auf Anlagen im Bau (Geriatrie). TEUR 270 für weitere infrastrukturelle Maßnahmen wurden in 2014 aktiviert. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 4.004 (Vorjahr: TEUR 2.668) resultiert aus Darlehensaufnahmen und dem Zufluss der neu geschaffenen Investitionspauschalen des Landes Brandenburg einschließlich der mit Zustimmung des Ministeriums erfolgten Abtretung innerhalb der Krankenhäuser des Verbundes. Zur Überwachung der Finanzlage werden regelmäßig Liquiditätsvorschauen erstellt. Damit wird gesichert, dass ausreichend Mittel zur Erfüllung der laufenden Verpflichtungen zur Verfügung stehen. Weiterhin wird die Finanzierungsstruktur langfristig ausgerichtet, um Wachstum und Investitionen finanzieren zu können. 3. NachtragsberichtEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. 4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht4.1 Chancenbericht Die Gesundheitsbranche erwirtschaftet bereits heute rund 11,3 % der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung und zählt damit zu den wichtigsten und größten Sektoren der deutschen Volkswirtschaft. Zur Stabilisierung der Finanzlage der Krankenhäuser wurde mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz die Verlängerung des Versorgungszuschlags und des Mehrleistungsabschlags über das Jahr 2014 hinaus umgesetzt. Hierdurch soll auch zukünftig die Belastung der Krankenhäuser durch die "doppelte Degression" ausgeglichen und eine Stabilisierung der finanziellen Situation der Krankenhäuser erreicht werden. Das bereits im Jahr 2014 aufgestellte Eckpunktepapier zur Krankenhausreform wird im Jahr 2015 mittels Gesetzen und Regelungen umgesetzt. Zukünftig wird der Qualitätsaspekt als weiteres Kriterium bei der Krankenhausplanung Berücksichtigung finden. Leistungen mit außerordentlich guter Qualität sollen zudem durch Zuschläge honoriert werden. Über Sicherstellungszuschläge soll die medizinische Versorgung auch zukünftig in strukturschwachen ländlichen Regionen gesichert werden. Die Fortschreibung des Dritten Krankenhausplans des Landes Brandenburg sieht für das Ev. Krankenhaus Lutherstift zum 1. Januar 2014 eine Erhöhung der Bettenkapazitäten auf 170 Planbetten und eine Aufstockung der tagesklinischen Kapazitäten auf 22 Plätze vor. Der sich bereits im Bau befindende Neubau der Klinik für Geriatrie des Lutherstifts am Standort Frankfurt (Oder) ist so konzipiert, dass sowohl die aktuelle krankenhausplanerische Kapazität von 80 Betten als auch die besonderen Anforderungen an eine umfassende geriatrische Medizin berücksichtigt sind. Das Raumkonzept ermöglicht eine Optimierung von Abläufen und Prozessen in der Patientenversorgung und schafft die Voraussetzungen für einen optimalen Personaleinsatz. Der Neubau stellt einen wesentlichen Baustein in der Erlössteigerung, Qualitätsentwicklung und Personalbindung dar. Der zu erwartende Rückgang der Haus- und Facharztpraxen in der ländlichen Region wird verstärkt durch die Krankenhäuser kompensiert werden müssen. Zur Sicherung der Patientenversorgung und der Zuweisungen in das Krankenhaus werden bereits Krankheitsvertretungen von niedergelassenen Ärzten durch die Krankenhausärzte organisiert und übernommen. Die Kooperation mit anderen Leistungserbringern, insbesondere den niedergelassenen Ärzten, ist für die Krankenhäuser ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Auf- und Ausbau der Beziehungen zu den niedergelassenen Ärzten, anderen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird systematisch fortgeführt und intensiviert. Die Palliativversorgung in Deutschland zeichnet sich durch eine große Dynamik aus. Die Palliativmedizin widmet sich der Behandlung, Pflege und Begleitung von Menschen mit einer nicht mehr heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität für die Menschen zu erhalten bzw. diese wieder her zu stellen. Die Entwicklung und Etablierung der Palliativversorgung im Gesundheitswesen führte zu einer gesellschaftlichen Aufmerksamkeit, die zunehmend die Bedürfnisse unheilbar kranker Menschen wahrnimmt und sich darum bemüht, diesen auch strukturell gerecht zu werden. Die Erweiterung des Leistungsspektrums bzw. der Fachkompetenz im stationären Bereich ist ein wichtiger Bestandteil der Zukunftssicherung des Krankenhauses. So wurde im Jahr 2014 die palliativ-medizinische Behandlung am Standort Frankfurt (Oder) ausgebaut und erste Voraussetzungen für die Erbringung palliativ-medizinischer Leistungen am Standort Seelow geschaffen. Zudem wurden die Intermediate-Care-Zimmer am Standort Seelow zu einer IMC-Einheit auf einer Station des Krankenhauses zentral zusammengelegt. Zukünftig wird es hier möglich sein, überwachungs- und beatmungspflichtige Patienten zu betreuen. Zur Entwicklung ambulanter medizinischer Leistungsstrukturen wurde durch die Medizinische Einrichtung gGmbH Teltow ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) am Standort Frankfurt (Oder) betrieben. Mit der Auflösung des MVZ zum 31. Dezember 2014 entfallen für das Lutherstift auch weitere finanzielle Verpflichtungen. Durch die Zugehörigkeit der Gesellschaft zum Unternehmensverbund Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin (EDBTL) und den damit verbundenen Kooperationsmöglichkeiten können zahlreiche Synergie- und Kosteneffekte realisiert werden. Wirtschaftliche Reserven können durch verbundweite, organisatorische und technische Maßnahmen effizienter genutzt werden, so in den Bereichen Einkauf, Qualitätsmanagement, IT, Immobilienmanagement, Recht, Controlling, Hygiene, Pflege u.a. Schnittstellen. Die im Jahr 2014 auf Grundlage der Strategie des Unternehmensverbundes EDBTL und der Geschäftsfeldstrategie des UB Gesundheit erarbeitete Standortstrategie wird in 2015 überprüft und fortgeschrieben. Das zur Unterstützung der operativen Steuerung und strategischen Planung eingeführte verbundweite Managementinformationssystem wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das unternehmensinterne Berichtswesen wird hierüber abgebildet und soll eine tagesaktuelle und einheitliche Information der Leitungskräfte ermöglichen. Personalmanagement Im Personalmanagement wurden Maßnahmen ergriffen, die die Personalbindung und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erhöhen sollen. An allen Standorten ist seit dem 1. Januar 2012 die Dienstvereinbarung "Mitarbeiterjahresgespräch" geschlossen worden, die zurzeit in die gelebte Praxis umgesetzt wird. Jeder Mitarbeitende wird von seinem Vorgesetzen einmal jährlich zu einem Gespräch eingeladen, in dem die Zusammenarbeit im letzten Jahr und die zukünftigen Entwicklungspotenziale besprochen werden sollen. Auch die klaren Regelungen zur Förderung von Fort-, Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden, die die Dienstvereinbarung "Fort-, Aus- und Weiterbildung" von 2014 einheitlich regelt, soll die Zufriedenheit von Mitarbeitenden stärken. Sie macht transparent, wie im EDBTL diese Maßnahmen gefördert werden. Zur Bindung und Förderung von ärztlichen Führungskräften werden die unternehmensinternen Führungskräfteschulungen fortgesetzt und zudem auf nachgeordnete Leitungsebenen ausgerollt. Es sind hierdurch weitere positive Effekte insbesondere auch hinsichtlich der unternehmensinternen Kommunikation unter ärztlichen Führungskräften zu erwarten. Die Arbeit in den Medical-Boards unterstützt dabei den fachlichen Austausch im Unternehmensverbund. Auf dem Arbeits- und Beschäftigungsmarkt zeigt sich für Krankenhäuser ein Wandel zum Arbeitnehmermarkt. Auch das Evangelische Krankenhaus Lutherstift sieht sich einem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmer ausgesetzt. Dem Fachkräftemangel im ärztlichen Bereich soll im Bundesland Brandenburg mit der Gründung der Medizinischen Hochschule Theodor Fontane entgegengewirkt werden. Der Unternehmensverbund wird sich durch Stipendien an der Förderung der medizinischen Ausbildung und Sicherung der medizinischen Versorgung im Land Brandenburg beteiligen mit dem Ziel, so frühzeitig wie möglich ärztliche Fachkräfte an das eigene Haus zu binden. Immobilienmanagement Durch die Schaffung des neuen zentralen Referats Immobilienmanagement ist es bereits bei vielen Themen gelungen, die immobilienspezifische Arbeit der dezentralen Geschäftseinheiten zu standardisieren. Ein wesentlicher Meilenstein war der Beginn der einheitlichen digitalen Erfassung der Daten des Gebäudebestandes im gesamten Unternehmensverbund. Auf dieser Basis sollen zukünftig neue Strategien und Handlungsansätze entwickelt werden. 4. 2 Risikobericht 4. 2 .1 Risikomanagementsystem Über das bereits bestehende Risikomanagementsystem (RMS) mit seinem Berichtswesen hinaus, wurde im Jahr 2014 ein einheitlich strukturiertes Risikomanagementsystem für den gesamten Unternehmensverbund implementiert. Es beinhaltet im Kern die laufende Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken und ergänzt bestehende Managementinstrumente. Wesentlich Grundlagen für das RMS bilden die Risikostrategie des UV und das Risikohandbuch. Die Risikobereitschaft ist insgesamt gering. Dies gilt in besonderer Weise für die Risiken, denen Menschen ausgesetzt werden, die sich den Diensten des UV EDBTL anvertrauen. Die körperliche und seelische Unversehrtheit von Menschen zu bewahren, zu fördern oder wiederherzustellen ist grundlegendes Ziel des UV EDBTL und seiner Gesellschaften. Notwendig einzugehende Risiken werden durch fachlich versierten, christlich orientierten und menschlich zugewandten Dienst minimiert. Personenschäden aufgrund nicht notwendiger Risiken sind abzuwehren. Hinsichtlich materieller Werte ist die risikopolitische Ausrichtung grundsätzlich vorsichtig. Ziel ist es, das Vermögen der Stiftung und ihrer Tochtergesellschaften nachhaltig zu bewahren und zu mehren, um dauerhaft den Satzungszweck erfüllen zu können. Zur Erreichung satzungsgemäßer Zwecke oder eines Versorgungsauftrages können allerdings auch bewusst größere Einzelrisiken eingegangen werden, solange eine ausgewogene Chance auf langfristig stabilen Wertertrag besteht. Um nicht zu hohe Risiken einzugehen, werden geringere Erträge aus der Geschäftstätigkeit akzeptiert. Im September 2014 wurde die Implementierung des RMS mit der Vorlage eines ersten Risikoberichtes abgeschlossen. Dieser bezieht sich auf die Periode Juli 2013 bis Juni 2014 und bildet die Grundlage für das Risikocontrolling. Dabei wird dem Vorstand quartalsweise zu den Einzelrisiken hinsichtlich ihres Bestehens, ihrer Bewertung und ihrer Bewältigung berichtet. Im Fokus stehen die Risiken mit einem besonders hohen Indexwert, welcher sich aus Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt. Das seit 2011 etablierte Klinische Risikomanagement wurde im Jahr 2014 weitergeführt und erweitert. Der Schwerpunkt der Internen Audits des Qualitätsmanagements wurde im Jahr 2014 auf die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen (z. B. Medizinproduktegesetz, Medizinprodukte-Betreiberverordnung, Betäubungsmittelgesetz) gelegt. Die Auswertungen und ggf. die Maßnahmenableitung in Form von Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen zur ständigen Verbesserung erfolgen weiterhin kontinuierlich. Ergänzend wurden in den operativen Bereichen die OP- Sicherheitschecklisten dem WHO- Standard angepasst. Die Meldung von Beinahezwischenfällen erfolgt in Form eines Critical Incident Reporting Systems (CIRS) über einen softwarebasierten Meldeweg, der für alle Mitarbeitenden zugänglich ist. Das Beschwerdemanagement, CIRS, Fehlermanagement, Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen sind weiterhin ein fester Bestandteil des Qualitätsmanagements. 4. 2 .2 Risiken Im Evangelischen Krankenhaus Lutherstift überwiegen derzeit Risiken, die nicht oder nur bedingt durch Maßnahmen der Unternehmenssteuerung beeinflussbar sind. So besteht das grundsätzliche Risiko, dass die regelmäßige Anpassung des Landesbasisfallwertes nicht den tatsächlichen Kostensteigerungen entspricht, die das Krankenhaus zu bewältigen hat. Eine vergleichbare Situation entsteht durch die Abhängigkeit von der Krankenhausplanung, die jeweils durch das Land Brandenburg vorgenommen wird. Das Management versucht, durch aktive Beteiligung in Gremien bestehende Möglichkeiten der Einflussnahme zu nutzen. Wettbewerbsrisiken ergeben sich für die Krankenhäuser des EDBTL dadurch, dass Konkurrenzhäuser mit höheren Versorgungsstufen, z.B. durch den Abschluss von Selektivverträgen von Krankenkassen tendenziell bevorzugt werden. Die Krankenhäuser des EDBTL wirken dieser Tendenz durch Öffentlichkeitsarbeit und Spezialsierungen in Teilbereichen, aber auch durch Verbands- und Gremienarbeit entgegen. Im Blick auf die Kunden besteht aufgrund der Abnahme der Anzahl der niedergelassenen Ärzte das Risiko einer rückläufigen Zahl von Einweisungen, die mit Erlöseinbußen verbunden sind. Die Geschäftsführung hat vor diesem Hintergrund entschieden, die eigenen Medizinischen Versorgungszentren zu stärken bzw. deren Strukturen auszubauen. Daneben pflegt die Gesellschaft im direkten Kontakt das Gespräch mit niedergelassenen Ärzten. Für die Gesellschaft stellt der sich verschärfende Fachkräftemangel ein ernstzunehmendes Risiko dar. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Pflege und des ärztlichen Dienstes. Die Gesellschaft wirkt dem mit verschiedensten Maßnahmen der Personalentwicklung und bindung entgegen. Diese reichen von der Etablierung eigener Angebote für Freiwilligendienste (FSJ und BFD) über die Ausbildung bis hin zu Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der sich zunehmend verschärfende Kostendruck in den Krankenhäusern führt zu einer steigenden Bedeutung des Forderungs-/Abrechnungs- und MDK-Managements. Eine umfassende, nachvollziehbare und genaue Dokumentation und Kodierung ist die Voraussetzung für eine prüfungssichere Abrechnung gegenüber den Krankenkassen. Regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden sowohl im ärztlichen Bereich (DRG-Schulungen) als auch im Bereich der Kodierung unterstützen dabei. Zudem führen die Tarifsteigerungen im Personalbereich sowie die Unterfinanzierung im Bereich der Bau- und Investitionsfinanzierung zu einer starken Belastung der Krankenhausbudgets. Zur Gewährleistung einer sicheren und transparenten Patientenversorgung und zur Vermeidung von Patientenschäden durch Behandlungsfehler trägt die Etablierung des klinischen Risikomanagements im Rahmen des Qualitätsmanagements bei. Eine neue Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) gilt ab 1. Januar 2015 für alle Patientenaufnahmen. Die Vereinbarung beinhaltet insbesondere Regelungen über den Zeitpunkt der Datenübermittlung, das Verfahren bei Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Abrechnungen, über den Zeitpunkt der Beauftragung des MDK, die Prüfungsdauer und den Prüfungsort, die Abwicklung von Erstattungsforderungen sowie eine Vielzahl von Fristen. Die PrüfvV konfrontiert die Krankenhäuser insbesondere mit einer durchaus erheblichen Zahl zu beachtender Fristen, deren Missachtung zu erheblichen Kürzungen der Rechnungsbeträge führen könnte. Zu weiteren finanziellen Auswirkungen könnte die Durchführung einer Rechnungsprüfung durch den MDK führen, wenn diese bis zur Verjährungsfrist von 4 Jahren dauern würde. Bei derartigen Unsicherheiten zu eventuellen Erstattungsforderungen wären auch die jährlichen Budgetverhandlungen gefährdet. Informationstechnologien Die Kern- und Supportprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation werden im Evangelischen Diakonissenhaus zwar in unterschiedlich ausgeprägtem, jedoch konstant zunehmendem Maße durch eine moderne Informationstechnik getragen und unterstützt. Wesentliche Störungen oder ein Ausfall der unternehmensweiten oder lokalen IT-Systeme oder Teilsysteme können zu einem Datenverlust und einer deutlichen Beeinträchtigung oben beschriebener Prozesse führen. Aus der Notwendigkeit, in den Kernprozessen mit personenbezogenen Daten von Patienten, Bewohnern und Klienten zu arbeiten, ergeben sich besondere Aufgaben und Risiken aus Sicht des Datenschutzes. Mit der Verabschiedung einer konzernweiten Sicherheitsleitlinie, dem begonnenen Aufbau einer umfassenden Organisation für das IT-Risikomanagement, mit der Festlegung von Zugriffsberechtigungen und korrespondierenden Verantwortlichkeiten sowie der Implementierung eines periodischen Berichtssystems werden die Grundlagen für ein kontinuierliches und nachhaltiges Risikomanagementsystem innerhalb der Informationstechnik gelegt. Als weiteres Instrument wurde ein IT-Board, welches sich aus Führungskräften und Experten der einzelnen Unternehmensbereiche und des Vorstandes zusammensetzt, gegründet. Dieses Gremium erarbeitet u.a. Vorschläge zur Entwicklung und Fortschreibung der IT-Strategie, bereitet Entscheidungen zur Übernahme neuer Technologien im Unternehmensverbund vor und erörtert aktuelle Problemlagen der IT-Sicherheit und daraus abgeleitete Konzepte zur Gefahrenabwehr. Diese werden dann nach entsprechenden Beschlüssen in den Ebenen umgesetzt. Ferner wurden und werden die Mitarbeitenden zu Fragen des Datenschutzes geschult. Neue Mitarbeitende unterzeichnen mit dem Arbeitsvertrag eine Verpflichtungserklärung zum Datenschutz. Tarifentwicklung Der innerhalb der Diakonie Deutschlands angewendete "Dritte Weg" ist nach den Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts insoweit ergänzt worden, dass die Beteiligung der Gewerkschaften sowie die ausnahmslose Tarifbindung an die jeweilige AVR kirchengesetzlich festgeschrieben worden sind. Die Umsetzung in die Satzungsbestimmungen der jeweiligen Diakonischen Werke ist zum Jahresbeginn 2015 erfolgt. Mit der auf diesem Weg erzielten Vereinheitlichung der Träger innerhalb der Diakonie werden die Anforderungen an ein leistungsgerechtes, Regionen und Branchenspezifika abbildendes Tarifsystem voraussichtlich eher steigen. Erhöhungen des Personalkostenbudgets mit nicht refinanzierten Steigerungsraten, wie sie aus Vorjahren insbesondere die Krankenhaus-Budgets noch immer nachhaltig belasten, führen in eine für alle Beteiligte erkennbare Sackgasse der nicht vollständigen Bedienung der Jahressonderzahlung und der Inanspruchnahme weitergehender Regelungen zur Absenkung des tariflichen Niveaus. Ohne Berücksichtigung zusätzlicher struktureller Aufwendungen stellen sich die Auswirkungen auf das Personalkostenbudget folgendermaßen dar:
Die aktuellen Tarifbeschlüsse der Arbeitsrechtlichen Kommission DWBO zu den AVR im Einzelnen:
Bereits jetzt ist erkennbar, dass die Berechnung des Landesbasisfallwerts für die Krankenhäuser diese Steigerungen wiederum nur in Teilen berücksichtigen wird. 4. 3 Prognosebericht Der Landesbasisfallwert erhöht sich ab dem 1. Januar 2015 von bislang EUR 3.117,36 auf EUR 3.190,81.Er liegt damit auf der Höhe der unteren Korridorgrenze des einheitlichen Basisfallwertkorridors gemäß § 10 Abs. 9 KHEntG. Zudem erhalten somatische Krankenhäuser auch im Jahr 2015 einen bundeseinheitlichen Versorgungszuschlag gemäß § 8 Abs. 10 KHEntG. Der als prozentualer Aufschlag auf die DRG-Fallpauschalen ausgestaltete Versorgungszuschlag beläuft sich ab 1. Januar 2015 auf 0,8 % des DRG-Abrechnungsvolumens. Dies führt zu einer erhöhten Einnahmesituation. Aufgrund der demografischen Entwicklung im Einzugsgebiet des Krankenhauses ist mit einem weiteren Anstieg der vollstationären Leistungen in der Geriatrie sowie einen stetigen Leistungszuwachs in den Fachbereichen Innere Medizin und Chirurgie zu rechnen. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2015 bei leicht steigendem Umsatz ein deutlich negatives Jahresergebnis.
Frankfurt (Oder), 17. April 2015 Dr. Karsten Bittigau, Geschäftsführer Dr. Christiane Neumann, Geschäftsführerin BilanzAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. In Abweichung zum Vorjahr werden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter unter der Position Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen; die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen linearen Abschreibungen sind nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessen (Gebäude 20 bis 50 Jahre, Außenanlagen 15 bis 30 Jahre, technische Anlagen 10 bis 15 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten über EUR 150 und unter EUR 1.000 wird ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Davon ausgenommen sind EDV Geräte, welche unabhängig von der Höhe ihrer Netto-Anschaffungskosten nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben werden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für dauerhafte Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden durch körperliche Bestandsaufnahme der Lager zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB mit den gleitenden Durchschnittspreisen bzw. mit Einstandspreisen. Unfertige Leistungen werden durch Buchinventur ermittelt. Es handelt sich um Patienten, deren Behandlung am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen ist und mit einer DRG-Fallpauschale vergütet wird. Dabei werden aus der für das Berichtsjahr geltenden DRG-Kalkulation des InEK unter Zugrundelegung des für 2014 vereinbarten Basisfallwertes Näherungswerte unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für nicht den Herstellungskosten zuzurechnender Kostenbestandteile ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Abweichend zu dem nach KHBV aufgestellten Einzelabschluss des Krankenhauses wird im vorliegenden HGB-Abschluss der Ausgleichsposten für Eigenmittelförderun g (TEUR 2.830) mit der Kapitalrücklage verrechnet. Als Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung werden die Abschreibungen auf die aus Eigenmitteln des Krankenhausträgers vor Beginn der Förderung beschafften Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen. Ein Ausgleich für die Abnutzung in der Zeit ab der Förderung nach dem KHG kann erst bei Ausscheiden des Krankenhauses aus dem Krankenhausplan geltend gemacht werden. Der Ausgleichsposten hat den Charakter einer Bilanzierungshilfe. Zur Finanzierung des Anlagevermögens erhaltene Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz, von der öffentlichen Hand sowie sonstigen Fördergebern werden nicht von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt, sondern auf der Passivseite der Bilanz als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Sonderposten werden nach Maßgabe der Abschreibungen auf die mit Zuweisungen und Zuschüssen finanzierten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt und vollständig eingezahlt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird auf Basis der Vollkräftezahl anhand eines standardisierten Berechnungsschemas ermittelt. Die angesetzten Restlaufzeiten richten Sie nach den Jubiläumsintervallen der AVR DWBO. Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 4,20% bei 10 Jahren, 4,62% bei 25 Jahren bzw. 4,47% bei 35 Jahren Restlaufzeit. Der Berechnung liegt ein durchschnittlicher Kostentrend von 1,64% zu Grunde. Verbindlichkeiten sind entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens zu Bruttowerten ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Unter der Position "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" werden Kosten für den Ersatzneubau Geriatrie am Standort Frankfurt (Oder) und Infrastrukturmaßnahmen ausgewiesen. Unter den Finanzanlagen sind ein Pflichtanteil mit einem Nennwert von TEUR 11 an der EDG Beteiligungsgenossenschaft eG, Kiel und der Wohngenossenschaft Frankfurt (Oder) Süd eG ausgewiesen. Die Beteiligung in Höhe von 1,975 %, entsprechend TEUR 15, an der Radio Paradiso Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin wurde in Vorjahren vollständig abgeschrieben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen öffentliche Sozialträger sowie Selbstzahler aus Leistungen des Krankenhauses und der Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um die abgetretenen Investitionspauschalen für die Jahre 2013 und 2014 der Kliniken Lehnin (TEUR 120), des Evangelischen Krankenhauses Luckau (TEUR 486) sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen an verbunden Unternehmen enthalten mit TEUR 270 (Vorjahr TEUR 22) Forderungen gegen Gesellschafter . Es handelt sich im Wesentlichen mit TEUR 120 um o.a. abgetretene Investitionspauschalen, mit TEUR 147 (Vorjahr TEUR 22) um Rückerstattungsansprüche sowie mit TEUR 20 um sonstige Forderungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Im Rechnungsabgrenzungsposten sind für das Folgejahr geleistete Vorauszahlungen abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 1.000 und ist vollständig eingezahlt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.110. Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres wurde in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Sonderposten entspricht in seiner Höhe dem durch die öffentliche Hand oder sonstigen Zuwendungen geförderten Anteil des Anlagevermögens. Der Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens dient der Neutralisierung anfallender Abschreibungen geförderter Vermögensgegenstände. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Darstellung:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte gesichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Darlehensverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen. Der Posten enthält mit TEUR 3.375 (Vorjahr TEUR 2.632) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter und betrifft ganz überwiegend Darlehensverbindlichkeiten. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 116), gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 112) und gegenüber Sozialleistungsträgern in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: 12) erfasst. Des Weiteren sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten nach dem KHG aus noch nicht verwendeten Fördermittel nach §§ 16 und 17 BbgKHEG in Höhe von TEUR 1.007 (Vorjahr TEUR 442) und Rückzahlungsverpflichtungen aus Ausgleichsbeträgen nach dem KHEntgG in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr T€ 348) ausgewiesen. Die weiterhin hier ausgewiesenen Verbindlichkeiten nach dem GSG in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 3) betreffen berechnete Investitionszuschläge, die an das zuständige Ministerium des Landes Brandenburg abzuführen sind. Im Rechnungsabgrenzungsposten sind darüber hinaus für das Folgejahr erhaltene Vorauszahlungen abgegrenzt. 3. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse: Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von TEUR 14.948 (Vorjahr TEUR 14.728) im Krankenhausbereich und TEUR 2.839 (Vorjahr TEUR 2.863) in den Sozialeinrichtungen erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 180) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 886) Erträge aus der Auflösung von Sonderposten, mit TEUR 805 (Vorjahr: TEUR 531) Erträge aus der Förderung von Investitionen, mit TEUR 597 (Vorjahr TEUR 2) periodenfremde Ausgleichsbeträge für frühere Geschäftsjahre und mit TEUR 454 (Vorjahr: TEUR 170) andere periodenfremde Erträge. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 590 (Vorjahr: TEUR 559) Instandhaltungskosten und in Höhe von TEUR 951 (Vorjahr: TEUR 974) Miet-, Pacht-, Versicherungs- und sonstige Verwaltungskosten. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.286 (Vorjahr: TEUR 280) enthalten u.a. TEUR 688 (Vorjahr TEUR 52) Verrechnung von Erlösausgleichen und TEUR 688 (Vorjahr: TEUR 52) Lieferungen und Leistungen früherer Geschäftsjahre. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen weiterhin TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 537) auf Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten bzw. Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Anlagevermögens. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr keine Zinserträge aus verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 93 (Vorjahr TEUR 58) Zinsaufwendungen gegenüber verbundene Unternehmen. 4. Sonstige AngabenMitarbeiterinnen und Mitarbeiter Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich jährliche Verpflichtungen i.H.v. TEUR 32,5 für den Zeitraum von 2015 bis 2017. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein Abschlussprüferhonorar in Höhe von netto TEUR 21 und für Bestätigungsleistungen ein Honorar in Höhe von netto TEUR 6 einschließlich Auslagen vereinbart. Konzernverhältnis Gesellschafterin ist die Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin, Stiftung bürgerlichen Rechts, mit Sitz in Berlin. Die Stiftung stellt zum 31. Dezember 2014 freiwillig einen Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht. Die Geschäftsführer sind:
Die Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.
Frankfurt (Oder), den 17. April 2015 Dr. Karsten Bittigau, Geschäftsführer Dr. Christiane Neumann, Geschäftsführerin Anlagennachweis
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lutherstift gGmbH, Frankfurt (Oder), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 20. Mai 2015 PricewaterhouseCoopers
Michael Ey, Wirtschaftsprüfer ppa. Ilke Brandl, Wirtschaftsprüferin Feststellung JahresabschlussDie Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss der Lutherstift gGmbH, Frankfurt (Oder), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 am 26. Juni 2015 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.109.988,80 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen