Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 5224
Eingetragen
4.8.1992
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Übernahme der Stellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin in der Kommanditgesellschaft unter der Firma "Fairway Spezialversand GmbH & Co. Kommanditgesellschaft" in Aachen, deren Gegenstand ist der Einzel- und Versandhandel von Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie von Gebrauchgütern aller Art sowie die Übernahme der Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters bei anderen Kommanditgesellschaften sowie die Übernahme von Beteiligungen an anderen Gesellschaften, insbesondere auch ausländischen Gesellschaften. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aachen
45.300 €
75.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fairway GmbH

Aachen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 zum 30. April 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Schwerpunkt der Unternehmensgruppe ist seit mehr als 60 Jahren der Handel mit Endverbrauchern. Ausgehend von einem stationären Einzelhandelsgeschäft in Aachen wurden schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die Weichen in Richtung Versandhandel gestellt. Der Distanzhandel ist bis zum heutigen Tage der wichtigste Vertriebsweg der im Einzelhandel tätigen Unternehmen.

Die Junghans Wollversand GmbH & Co. KG zählt zu den führenden Anbietern im Handarbeitsmarkt in Deutschland.

Die Pro-Idee GmbH & Co. KG handelt seit 1985 mit ausgesuchten Consumer Goods und bedient anspruchsvolle Kundschaft schwerpunktmäßig in den Ländern Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden.

Die Pro-Idee Catalog GmbH, ein Beteiligungsunternehmen der Pro-Idee GmbH & Co. KG ist seit 2003 mit Pro-Idee Produkten und seit 2008 mit Junghans Produkten schwerpunktmäßig in den Ländern Schweiz und Österreich tätig.

Die Pro Idee GmbH & Co KG vertreibt besonders empfehlenswerte Consumer Goods. Die Fokussierung liegt darin besondere Produkte zu finden und zu präsentieren, so dass eine begründete Kaufempfehlung geschaffen wird.

Diese Produktempfehlungen durch Print- und Online-Medien zu kommunizieren und dabei kaufkräftige, anspruchsvolle, kritische Zielgruppen und Stammkunden anzusprechen, mit dem Ziel sowohl Impulskäufe als auch bedarfsdeckende Kaufentscheidungen auszulösen.

Der vorrangige Vertriebsweg ist der Distanzhandel, ergänzt durch einige stationäre Verkaufsstellen in Deutschland. Regional liegt der Focus in den Stammmärkten Deutschland, Frankreich und Niederlande, sowie durch die Kooperation mit einer Tochtergesellschaft auf den Märkten Schweiz und Österreich. Die Kunden sind überwiegend Privatpersonen.

Bei den empfohlenen Waren handelt es sich vorwiegend um Gebrauchsgüter aus den Bereichen Technik, Haushalt, Kleidung, Kunst, Schmuck sowie um Weine. Durch diese Vielfalt wird eine starke Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Warenarten vermieden.

Eine Ergänzung der Wertschöpfungskette deckt das Unternehmen ab durch Kaufabschluss, inhouse-Warenlogistik und Zahlungsabwicklung zur Bedienung der generierten Kundennachfrage. Dieses Handelsgeschäft wird bei Bedarf begleitet durch persönliche Kundenberatung, After-Sales- und Retouren-Service und technischen Kundendienst.

Die weiteren Unternehmen des Konsolidierungskreises sind in den Geschäftsfeldern Vermietung und Verpachtung sowie in der Unternehmensfinanzierung und Unternehmensführung tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in den Stammmärkten der Unternehmensgruppe im Jahr 2022 mit dem Auslaufen der Auswirkungen durch die Coronapandemie weiter erholt DE+ 1,8%;

FR +2,6% & NL +4,5% AT +5,0% CH +2,1%. 1 Somit wächst das BIP leicht trotz der schwierigen Wirtschaftslage infolge des Ukraine-Konflikts.

Die Inflationsrate betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 7,8 % und blieb im Jahresverlauf relativ konstant. Die Fördermengen für Energieprodukte sind nach wie vor gedrosselt, hinzu kommen Sanktionen für Energieprodukte aus Russland, die die Preise in die Höhe treiben. Eine weitere Auswirkung des Krieges in der Ukraine sind die gestiegenen Lebensmittelpreise, die teilweise bis zu 23% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. 2

1 BMF-Monatsbericht Mai 2023; Destatis
2 Destatis

Eine weitere Auswirkung des Ukrainekrieges ist, dass nach einem positiven Start des E-Commerce 2022 in Deutschland die Kauffreude der Haushalte, bedingt durch die ungewisse und angespannte Lage, stark abgenommen hat. 3

Der Euro wertete im Geschäftsjahr gegenüber dem US-Dollar um + 4,78 % auf und lag zum 30.04.2023 bei 1,10, obwohl der Euro/Dollar-Kurs im Geschäftsjahr zeitweise bei 0,97 lag. 4

Seit 2016 verfolgte die EZB eine Nullzinspolitik, die im Juli 2022 aufgrund der weiter steigenden Inflation geändert wurde. So wurde der Leitzins in mehreren Schritten jeweils um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Im Laufe des Geschäftsjahres endete der Leitzins auf einem Niveau von 3,5 Prozentpunkten. 5

Das Umsatzwachstum im Onlinehandel ist erstmals seit 2018 wieder rückläufig (gegenüber 2021; -8,8%), das Umsatzvolumen des Onlinehandels liegt dennoch über dem Niveau von 2020. 6 Dieser Trend zeichnet sich auch beim Onlineanteil am Einzelhandel ab. Der Onlineanteil verzeichnet einen Rückgang von -1,3% gegenüber 2021, während das Umsatzvolumen des deutschen Einzelhandels insgesamt auf 632 Mrd. Euro steigt (+7,1% gegenüber 2021). 7 Das ist vor allem auf eine Erholung des stationären Einzelhandels zurückzuführen.

Dabei verzeichnet das für die Pro-Idee GmbH & Co. KG wichtigste Segment Bekleidung den zweitgrößten Rückgang im E-Commerce-Umsatz (-12,8% zu 2021). Außerdem verzeichnen auch Elektronikartikel einen hohen Rückgang zum Vorjahr mit -12,5%. Einzig die Segmente des täglichen Bedarfs verzeichnen leichte Umsatzsteigerungen. 8

Der für die Junghans Wollversand GmbH & Co. KG relevante deutsche Markt für Handarbeitsbedarf wird zu Endverbraucherpreisen im Jahr 2022 auf rd. 1 Mrd. € (2021: 1,25 Mrd. €, -16,6 %) beziffert (niedrigster Wert seit 2018). Nach Auslaufen aller Corona-Maßnahmen sind die Verbraucher deutlich häufiger außer Haus als im Jahr 2020 bzw. 2021, wodurch die Nachfrage nach Handarbeitsbedarf sinkt. Eine weitere Entwicklung ist, dass die Verbraucher aufgrund der anhaltend hohen Inflation weniger Geld für Hobbys wie z.B. Stricken ausgeben. 9

3 Manow-Le Ruyet, C. (2022, 12. April). Ukraine-Krieg bremst E-Commerce aus: Deutsche hamstern, eCommerce Magazin.
4 Ariva.de
5 http://www.leitzinsen.info/eurozone.htm
6 bevh Interaktiver Handel in Deutschland Ergebnisse 2022 S. 16
7 HDE Online Monitor 2023 S. 10
8 bevh Interaktiver Handel in Deutschland Ergebnisse 2022 S. 21
9 Herausforderung für die Kreativbranche: Der Handarbeitsmarkt 2022 in Zahlen, Initiative Handarbeit e.V., S. 3ff.

In der Aufschlüsselung des Gesamtmarktes des Handarbeitsbedarfs wird das Segment Strick & Häkelgarne umsatzstärkster Bereich 2022 mit 350 Mio. € trotz eines Rückganges um -12,5% zum Vorjahr, denn das Segment Stoffe verzeichnet einen Rückgang um -22% zum Vorjahr und erzielt einen Umsatz von ca. 330 Mio. (-22% zum Vorjahr). 10

In Deutschland ist zu beobachten, dass die Online-Umsätze mit Waren im 1. Quartal 2023 um 15 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum liegen. Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten sinkt die Bereitschaft, Waren des nicht täglichen Bedarfs zu bestellen, deutlich. 11

Eine weitere Entwicklung, die sich abzeichnet, ist der Trend im E-Commerce zu immer weniger kostenlosen Lieferungen und Retouren. Der Trend geht vielmehr in Richtung eines Mindestbestellwertes. So zeigt eine Studie, dass im November 2021 noch 33 von 100 Online-Shops versandkostenfreie Lieferungen anboten, während es im Juli 2022 nur noch 12 von 100 Online-Shops waren. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Mindestbestellwert: Im November 2021 hatten 29 von 100 Shops einen Mindestbestellwert für versandkostenfreie Lieferungen. Im Juli 2022 waren es schon 46 von 100 Shops. Auslöser war der Beginn des Krieges in der Ukraine, der zu Preissteigerungen führte. 12

Der Einzelhandel im Jahr 2022 wurde stark von der Energiekrise beeinflusst. Diese Krise ist das Ergebnis einer Kombination aus Produktionsengpässen, geopolitischen Spannungen und einer weltweit steigenden Nachfrage, die zu einer Verteuerung und zeitweiligen Verknappung von Energie geführt hat. Der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise wirkte sich nicht nur direkt auf den Handel aus, sondern führte auch zu einer allgemeinen Verteuerung von Produkten und Dienstleistungen. Als direkte Folge sank das Konsumklima, da sich die Verbraucher mit steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert sahen. Gleichzeitig verschärften sich der Fachkräftemangel und die Nachfolgeproblematik im Handel, was die Branche zusätzlich unter Druck setzte. 13

Im Vergleich zu 2021 hat sich der Fachkräftemangel weiter verschärft, so sind laut einer Studie 2022 mehr als 630.000 Stellen aufgrund nicht qualifizierter Bewerber unbesetzt. In kaufmännischen Berufen sind teilweise bis zu drei von zehn Stellen unbesetzt. 14

10 Herausforderung für die Kreativbranche: Der Handarbeitsmarkt 2022 in Zahlen, Initiative Handarbeit e.V., S. 2ff.
11 bevh: Konsolidierung im E-Commerce setzt sich im ersten Quartal fort
12 https://www.onlinehaendler-news.de/c-commerce-trends/logistik/136720-gratisversand-online-shops-immer-seltencn abgerufen am 18.05.2023
13 handelsverband-nrw: Jahresempfang 2023
14 tagesschau: Fachkräftemangel 2022 auf Rekordniveau

2.2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der rückläufigen Entwicklung des E-Commerce-Marktes sowie einer Verschiebung hin zum stationären Handel im Jahr 2022 ist auch die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr mit -16,1% rückläufig. Wegen steigender Preise (Energie und Lebensmittel) sinkt die Kaufkraft der Haushalte für Produkte des nicht täglichen Bedarfs.

Durch die im Vorjahr aufgebauten hohen Lagerbestände und die im abgelaufenen Geschäftsjahr geänderte Einkaufsstrategie konnte trotz gestiegener Einkaufspreise ein prozentualer Rohertrag auf Vorjahresniveau liegend erzielt werden. Ein weiterer Vorteil war, dass die nicht Lieferbarkeit zurückgegangen ist.

Die im Vorjahr gekaufte Logistikimmobilie in der Unternehmensgruppe, wird zukunftsorientiert den Grundstein in der Versandabwicklung legen. Hierdurch wird die Logistik effizienter und kostengünstiger abgewickelt werden.

Aufgrund der gestiegenen Papierkosten wurden Auflagenkürzungen bei Werbekatalogen durchgeführt. Der in der Konsequenz ausgelöste Nachfragerückgang blieb in einem ausgewogenen Verhältnis zur Auflagenkürzung.

2.3. Lage

Die Unternehmensgruppe weist unverändert eine solide Vermögens- und sichere Finanzlage auf.

Die Ertragslage hat sich aufgrund der schwierigen Marktsituation rückläufig entwickelt.

2.3.1. Ertragslage

Das Gesamtergebnis verschlechtert sich um -13,5 Mio. € und endet bei einem Jahresüberschuss von 2,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Ergebnissituation wird im Wesentlichen durch die rückläufige Umsatzentwicklung beeinflusst.

2.3.2. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 30,4 Mio. € und der Cashflow aus Investitionstätigkeiten beträgt -28 Mio. €.

2.3.3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft geht um -1,3 Mio. € zurück. Zur Risikominimierung und Diversifikation, wird ein Teil der freien Liquidität in Finanzanalgen investiert.

Die Eigenkapitalquote ist mit 4,8 % leicht über dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

4. Prognosebericht

Der anhaltende Krieg in der Ukraine und sein ungewisser Fortgang gehen mit Preissteigerungen einher und tragen zu einer weiteren Kaufzurückhaltung bei. Die in den Prognosen dargestellten Inflationsraten deuten für das Geschäftsjahr 2023/2024 auf eine weiterhin schwierige Situation hin. Es ist weiter mit einer Normalisierung im stationären Einzelhandel zu rechnen, die in der Konsequenz zu einem Rückgang im Onlinebereich führen wird.

Es zeigt sich bereits jetzt die Tendenz zu sinkenden Papierpreisen. Somit gehen wir bereits im neuen Geschäftsjahr von wieder erhöhten Werbeaktivitäten der Unternehmungen aus. Diese Maßnahmen werden zu einer steigenden Nachfrage führen.

Der Arbeitsmarkt wird sich auch mittelfristig wachstumsbremsend auswirken. Der Fachkräftemangel, der eine Stellenbesetzung stark verzögert und das Mindset junger Mitarbeiter mit einem neuen Anspruch an das Arbeitsumfeld stellen eine große Herausforderung für die Unternehmen und insbesondere für den Mittelstand dar.

Auf Grund des angesprochenen Kaufes einer neuen Logistikimmobilie im letzten Geschäftsjahr durch eine Tochtergesellschaft, wird in den kommen Jahren nach deren Modernisierung, der Pro-Idee GmbH & Co. KG ein modernerer Logistik-Standort zur Verfügung stehen, in der die Logistik effizienter abgewickelt werden, wird.

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Risikobericht

5.1.1. Branchenspezifische Risiken

Der Anteil von Online-Marktplätzen ist zum Vorjahr konstant geblieben und macht mittlerweile 51 % des gesamten E-Commerce-Umsatzes aus und wird als Gatekeeper gesehen. 15 Die Bereitschaft von Herstellern ihre Ware über Einzelhändler etc. zu verkaufen sinkt.

Zunehmender Datenschutz macht es schwerer die Kunden ausreichend zu analysieren und gezielt ansprechen zu können. Für die Umsetzung der bestehenden Datenschutzrichtlinien fallen schon hohe Kosten an. Mit weiteren Einschränkungen und entsprechenden Umsetzungsaufwendungen ist in den nächsten Jahren zu rechnen.

Durch eine anhaltende Inflation wird die Kaufkraft der Haushalte gehemmt, wodurch weniger Produkte abgesetzt werden und eine Verschärfung der Preispolitik nach sich ziehen kann.

In einer globalisierten und stark vernetzten Wirtschaft sind kurze Verzögerungen in Lieferketten sofort sichtbar und zeigen größere Auswirkungen auf den nationalen und internationalen Märkten.

5.1.2. Ertragsorientierte Risiken

Aufgrund einer anhaltenden Kaufzurückhaltung der Haushalte besteht die Gefahr eines weiteren Umsatzrückgangs, der in der Konsequenz zu einem verzögerten Abverkauf der Lagerbestände führt. Neuanlieferungen von Waren belasten sodann die Lagerkapazitäten und erhöhen den Bedarf nach Lagerflächen.

In der Unternehmensgruppe, bei welcher der überwiegende Teil der Werbemaßnahmen auf Katalogen basiert, besteht das Risiko, Preiserhöhungen nur verzögert umsetzen zu können. Somit kann auf verschlechterte Einkaufspreise und veränderte Marktsituationen nur zeitverzögert reagiert werden.

Die wachsende Digitalisierung, eine flexiblere, mobile Arbeitswelt erhöht die Komplexität in den eingesetzten IT-Systemen. Das Risiko Ziel eines Hacker-Angriffes zu werden wächst stetig an.

15 bevh Interaktiver Handel in Deutschland Ergebnisse 2022 S. 35

Vertrauliche Kunden-, Lieferanten- oder Mitarbeiter-Daten könnten entwendet werden. Lösegeldforderungen, Reputationsverluste und/oder der Ausfall der eingesetzten IT-Systeme wären mögliche Folgen. Die Unternehmung wird in den nächsten Perioden weiterhin in IT-Security-Maßnahmen investieren.

5.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind keine besonderen Risiken erkennbar.

Die Ausweitungen der getätigten Finanzanlagen sind kurzfristigen Ertragsschwankungen unterlegen. Da aber eine langfristige Ausrichtung auch bei den Finanzanlagen die Basis bildet, sind keine Risiken, die die Unternehmung nachhaltig gefährden, zu erkennen.

5.2. Chancenbericht

Bei den beschriebenen Rahmenbedingungen und erkannten Risiken liegt der Fokus auf der Abwehr von Risiken.

Mittelfristig birgt die Renovierung des Versandhauses und des neuen Logistikstandortes einer Tochtergesellschaft, die Möglichkeit kostengünstiger und optimierter zu arbeiten.

Durch die stabile Finanzlage hat die Unternehmung die Mittel bei einer rückläufigen wirtschaftlichen Lage gute Akquisitionsmöglichkeiten anderer Unternehmen zu finden.

5.3. Gesamtaussage

Systematisch und zielgerichtet werden auch zukünftig Entwicklungschancen und wirtschaftliche Optimierungspotenziale und die sich hieraus ergebenden Risiken gegeneinander abgewogen und individuell evaluiert. Über Werbeinvestitionen wird, soweit sie gemessen und quantitativ bewertet werden, nach dem Kriterium des positiven Deckungsbeitrages während der Gesamtdauer eines Kundenlebens entschieden. Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung sollen hierbei immer in einem ausgewogenen Verhältnis gestaltet werden. Potenzielle Geschäftschancen, die unternehmensgefährdende Risiken erkennen lassen, werden nicht in Betracht gezogen. Um Risiken entgegenzuwirken, werden die Prozesse und Kapazitäten stetig modernisiert und überarbeitet. Investitionen in logistische Kapazitäten und Abläufe bilden in den nächsten Monaten den Fokus. Darüber hinaus wird die Digitalisierung vorangetrieben, gepaart mit Investitionen in IT. Damit wird ein wesentlicher Baustein für eine zukunftsfähige und sichere IT-Systemlandschaft gelegt. Ab dem Geschäftsjahr 24/25 wird die Logistik durch Einführung eines neuen EWM-Systems zukunftsfähig und effizient aufgestellt werden. Die anschließende Einführung des ERP-Systems SAP S4 Hana schließt sich daran an.

Im Geschäftsbereich der Vermietung und Verpachtung ist durch langfristig abgeschlossene Verträge die Ertragslage auch in der Zukunft gesichert.

 

Aachen, 30.06.2023

Dieter Junghans

Ulf Bergjohann

KONZERNBILANZ ZUM 30. APRIL 2023

Fairway GmbH

AACHEN

AKTIVA

30.04.2023 Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.736,86 6.337,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.586.027,30 6.351.797,40
2. technische Anlagen und Maschinen 554.988,09 629.084,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.964.443,28 2.670.387,00
4. Filialein- und -umbauten 136.726,37 242.591,01
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.793.239,79 1.140.470,46
11.035.424,83 11.034.330,10
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 400,00 400,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.396.848,52 7.530.066,25
3. sonstige Ausleihungen 138,36 13.038.801,49
7.397.386,88 20.569.267,74
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.007.793,07 850.195,34
2. unfertige Erzeugnisse und Waren 0,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 34.596.094,98 38.923.607,69
4. geleistete Anzahlungen 272.277,68 632.315,59
35.876.165,73 40.406.118,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.817.641,14 6.602.149,01
2. sonstige Vermögensgegenstände 129.190.981,12 105.307.745,67
135.008.622,26 111.909.894,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.339.904,93 9.099.804,33
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 549.243,25 521.804,55
192.211.484,74 193.547.557,54

PASSIVA

30.04.2023 Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Konzernbilanzgewinn 1.750.194,03 1.670.287,16
III. Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Dritter 7.372.387,41 7.458.387,48
9.182.581,44 9.188.674,64
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.286.298,00 14.322.912,00
2. Steuerrückstellungen 7.590.685,37 8.365.908,72
3. sonstige Rückstellungen 3.729.248,39 4.450.645,55
25.606.231,76 27.139.466,27
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.208.416,60 4.029.164,53
3. sonstige Verbindlichkeiten 152.006.317,57 153.000.754,76
- davon aus Steuern: € 1.645.355,18 (Vorjahr: € 3.250.887,10) 157.214.734,17 157.029.919,29
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.057,58 (Vorjahr: € 3.802,69)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 207.937,37 189.497,34
192.211.484,74 193.547.557,54

KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. MAI 2022 BIS 30. APRIL 2023

Fairway GmbH

AACHEN

2022/2023 2021/2022
1. Umsatzerlöse 146.133.097,21 174.241.407,90
2. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 1.544.873,44 3.002.748,72
4. Materialaufwand -64.015.830,08 -76.166.420,86
Rohergebnis 83.662.140,57 101.077.735,76
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.227.583,46 -18.617.477,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.286.319,47 -4.496.493,14
- davon für Altersversorgung: € 536.264,89 (Vorjahr: € 976.875,82) -22.513.902,93 -23.113.970,36
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.588.993,62 -1.551.887,35
7 sonstige betriebliche Aufwendungen -48.423.192,48 -50.040.844,29
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 214.344,37 229.314,41
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 592.502,18 412.490,51
- davon aus der Aufzinsung von Forderungen € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
10. Abschreibung auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -387.664,90 -803.367,45
-davon außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 (3) Satz 6 HGB € 803.367,45 (Vorjahr: € 93.107,91)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.991.246,96 -4.853.355,83
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 262.431,00 (Vorjahr: € 305.970,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.494.462,70 -4.840.884,71
13. Ergebnis nach Steuern 3.069.523,53 16.515.230,69
14. sonstige Steuern -166.965,03 -157.984,97
15. Konzernjahresüberschuss 2.902.558,50 16.357.245,72
16. Auf konzernfremde Dritte entfallender Gewinn 2.822.651,63 16.276.184,46
79.906,87 81.061,26
17. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.670.287,16 1.589.225,90
18. Konzernbilanzgewinn 1.750.194,03 1.670.287,16

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. MAI 2022 BIS 30. APRIL 2023

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gem. der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Konzernstichtag ist der 30. April 2023. Sämtliche Einzelabschlüsse der in dem Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen wurden auf diesen Stichtag aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen:

1.

Fairway GmbH

2.

Delivery GmbH & Co. KG

3.

Delivery Management GmbH

4.

Junghans Wollversand GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

5.

Junghans Wollversand Geschäftsführungs-GmbH

6.

Pro-Idee GmbH & Co. KG

7.

Pro-Idee Geschäftsführungs GmbH

8.

Junghans Anlagen GmbH & Co. KG

9.

Junghans Anlagen Geschäftsführungs-GmbH

10.

JK International GbR

11.

Pro-Idee Catalog GmbH

12.

LC Anlagen GmbH & Co. KG

13.

Junghans 2004 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

14.

Pro-Idee Management GmbH

Alle Gesellschaften haben ihren Sitz in Aachen und sind im Handelsregister beim Amtsgericht Aachen eingetragen. Die Fairway GmbH ist unter HR B 5224 am 04. August 1992 eingetragen worden.

Die Fairway GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der nachfolgend aufgeführten Kommanditgesellschaften:

Delivery GmbH & Co. KG

Junghans Wollversand GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

Pro-Idee GmbH & Co. KG

Junghans Anlagen GmbH & Co. KG

LC Anlagen GmbH & Co. KG

Junghans 2004 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

Diese Kommanditgesellschaften haben von der Befreiungsmöglichkeit gem. § 264b HGB, den Jahresabschluss und Lagebericht offen zu legen, Gebrauch gemacht.

Die Fairway GmbH ist nicht am Vermögen der Kommanditgesellschaften beteiligt, jedoch ist sie auf Grund ihrer Komplementärstellung in der Lage unmittelbar einen beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die jeweiligen Geschäftsführungs-GmbH's der Kommanditgesellschaften wurden in den Konsolidierungskreis einbezogen. Es handelt sich um folgende Unternehmen:

Delivery Management GmbH

Junghans Wollversand Geschäftsführungs-GmbH

Pro-Idee Geschäftsführungs GmbH

Junghans Anlagen Geschäftsführungs-GmbH

Diese GmbH's sind nicht am Vermögen der Kommanditgesellschaften beteiligt. Auch diese Geschäftsführungs-GmbH's haben von der Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB, den Jahresabschluss und Lagebericht offen zu legen, Gebrauch gemacht.

Die vorstehend aufgeführte Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB haben auch die Pro-Idee Catalog GmbH und die Pro-Idee Management GmbH in Anspruch genommen.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind untereinander nicht am Vermögen beteiligt. Insoweit entfällt eine Kapitalkonsolidierung.

Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen sind im Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter erfasst. Entsprechend wird auch das auf konzernfremde Dritte entfallende Jahresergebnis in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sind eliminiert.

Umsatzerlöse und andere Erträge aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen haben nicht vorgelegen.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Fremdwährungsumrechnung)

Für die Erstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf die Zugänge erfolgten zeitanteilig.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibungen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, aktiviert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr 2022/2023, mit Anschaffungskosten bis € 800,00, werden gem. § 6 (2) EStG voll abgeschrieben.

Die sonstigen Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlagenbuchführung, die durch die Berichtsgesellschaft erstellt wird, ersichtlich. Als Anlage ist im Bericht ein Anlagenspiegel (Blatt 5 zu Anlage III) beigefügt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie des Warenbestandes erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Skonti und Rabatten. Wertkorrekturen wurden bei älteren Beständen durch Bewertungsabschläge vorgenommen und listenmäßig dokumentiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert abzüglich einer das allgemeine Kreditrisiko abdeckenden Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % bilanziert. Zweifelhafte Forderungen wurden unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit länderspezifisch mit max. 75 % einzelwertberichtigt; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Die Abschlüsse aller Konzernunternehmen wurden in Euro aufgestellt. Soweit Fremdwährungen vorhanden, erfolgte die Umrechnung zum Tageskurs per 30. April 2023.

Die folgenden Positionen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bilanziert:

sonstige Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Körperschaftsteuerguthaben, die mit ihrem Barwert bilanziert wurden

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Rechnungsabgrenzungsposten

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt Euro 60.000,00.

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten der Gesellschaft Prof. Dr. E. Neuburger & Partner, München, vom 29. März 2022 zu Grunde. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das modifizierte Teilwertverfahren nach Engbroks angewandt. Im Rahmen der Gutachten wurde die Neuregelung der Art. 75 EGHGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 HGB berücksichtigt. Die hieraus resultierende Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 716.863,00.

Für die Berechnung wurden folgende Trendannahmen getroffen:

Zinsfuß 1,58 %
Gehaltstrend 2,00 %
Rententrend 10,38 % alle 4 Jahre

Die Steuerrückstellungen wurden für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer nach entsprechenden Berechnungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

a) Personal 1.445.367,14
b) Kunden 1.403.825,40
c) Sonstige 880.055,85

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Ein Verbindlichkeitenspiegel ist als Anlage (Blatt 6 zu Anlage III) beigefügt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 150.078.698,86 enthalten.

ANLAGENSPIEGEL ZUM 30. APRIL 2023

Anschafftungs- und Herstellungskosten
Stand 01.05.2022 Zugänge Zugänge It. Betriebsprüfung
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Kundenadressen 14.650.687,21 2.517,57 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 25.287.678,04 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.699.341,72 23.858,92 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.999.530,22 802.734,36 0,00
4. Filialein- und umbauten 1.331.819,40 0,00 0,00
5- geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.140.470,46 652.769,33 0,00
41.458.839,84 1.479.362,61 0,00
III. Finanzanlagen 21.746.972,39 29.235.479,58 0,00
77.856.499,44 30.717.359,76 0,00
Anschafftungs- und Herstellungskosten
Zuschreibung Abgänge Umbuchungen Stand 30.04.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Kundenadressen 0,00 0,00 0,00 14.653.204,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 25.287.678,04
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 54.518,64 0,00 7.668.682,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 43.447,92 0,00 6.758.816,66
4. Filialein- und umbauten 0,00 0,00 0,00 1.331.819,40
5- geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 1.793.239,79
0,00 97.966,56 0,00 42.840.235,89
III. Finanzanlagen 0,00 42.383.461,28 0,00 8.598.990,69
0,00 42.481.427,84 0,00 66.092.431,36
Abschreibungen
Stand 01.05.2022 Zugänge Zugänge lt. Betriebsprüfung
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Kundenadressen 14.644.349,69 4.118,23 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 18.935.880,64 765.770,10 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.070.257,49 97.955,06 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.329.143,22 508.678,08 0,00
4. Filialein- und umbauten 1.089.228,39 105.864,64 0,00
5- geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
30.424.509,74 1.478.267,88 0,00
III. Finanzanlagen 1.177.704,65 23.899,16 0,00
46.246.564,08 1.506.285,27 0,00
Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen Stand 30.04.2023 Zuschreibungen
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Kundenadressen 0,00 0,00 14.648.467,92 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 19.701.650,74 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 54.518,64 0,00 7.113.693,91 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.447,92 0,00 3.794.373,38 0,00
4. Filialein- und umbauten 0,00 0,00 1.195.093,03 0,00
5- geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
97.966,56 0,00 31.804.811,06 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 1.201.603,81 0,00
97.966,56 0,00 47.654.882,79 0,00
Buchwert
Stand 30.04.2023 Stand 30.04.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Kundenadressen 4.736,86 6.337,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 5.586.027,30 6.351.797,40
2. technische Anlagen und Maschinen 554.988,09 629.084,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.964.443,28 2.670.387,00
4. Filialein- und umbauten 136.726,37 242.591,01
5- geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.793.239,79 1.140.470,46
11.035.424,83 11.034.330,10
III. Finanzanlagen 7.397.386,88 20.569.267,74
18.437.548,57 31.609.935,36

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 30.04.2023

insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Vorjahr aktuell bis 1 Jahr
1. gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
2. aus Lieferungen und Leistungen 4.029.164,53 5.208.116,60 5.208.116,60
3. Sonstige 153.000.754,76 152.006.317,57 152.006.317,57
(davon aus Steuern) (1.645.335,18) (802.886,59)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (4.057,58) (3.135,48)
157.029.919,29 157.214.434,17 157.214.434,17
davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten über 1 Jahr davon über 5 Jahre davon gesichert gesichert durch
1. gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
2. aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige 0,00 0,00 0,00
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)
0,00 0,00 0,00

V. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

Für die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Mio. €
Bundesrepublik Deutschland 108
Europa (ohne Bundesrepublik Deutschland) 38
146

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

- Abschlussprüfung € 72.000,00

VI. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführer der Fairway GmbH sind:

 

Herr Dieter Junghans, Aachen

 

Herr Ulf Bergjohann, Aachen

Auf die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen beschäftigten im Jahresdurchschnitt 501 Arbeitnehmer (Vorjahr = 519).

Vorgänge von besonderer Bedeutung:

Die direkten Auswirkungen der Coronapandemie waren zu Beginn des Geschäftsjahres kaum noch zu spüren. Die E-Commerce Branche musste nach einem extremen Anstieg der Umsätze zu Beginn der Pandemie nun mit flächendeckenden Umsatzrückgängen umgehen. Die Kunden kaufen wieder im Einzelhandel ein. Hohe Bestandssituationen belasten die Ergebnisse und führen zu starken Preisnachlässen. Allerdings hat neben der Coronapandemie der Krieg Russlands gegen die Ukraine in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zusätzlich zu erheblichen Unsicherheiten geführt.

Herausforderungen wie Lieferkettenengpässe, Inflation und steigende Zinsen, Handelsbeschränkungen und -sanktionen, Energie- und Klimakrise sowie Arbeitskräftemangel und eine zu erwartende Rezession in Europa sind Probleme, denen sich Unternehmen derzeit zu stellen haben.

Vor diesen Herausforderungen sind die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen weiterhin schwer einzuschätzen.

 

Aachen, 14.07.2023

Dieter Junghans

Uff Bergjohann

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

30.04.2023 30.04.2022 Veränderungen
T€ T€ T€
1 Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss-/ -fehlbetrag) 2.903 16.357 -13.454
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.608 2.000 -392
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.042 -479 -563
4. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.595 -4.067 22.662
5. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.151 -5.213 9.364
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -388 2.231 -2.619
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 5.398 4.441 957
8. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.494 4.840 -2.346
9. -/+ Ertragsteuerzahlungen -3.271 -2.459 -812
10. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 30.448 17.651 12.797
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0 0
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3 -5 2
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7 33 -26
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.479 -7.177 5.698
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.847 4.440 -2.593
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -29.235 -3.931 -25.304
17. + Erhaltene Zinsen 593 412 181
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -28.270 -6.228 -22.042
19 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzung an Gesellschafter des Mutterunternehmens -3.230 -7.917 4.687
20. - Gezahlte Zinsen -5.708 -4.591 -1.117
21. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.938 -12.508 3.570
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.760 -1.085 -5.675
23. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.100 10.185 -1.085
24. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.340 9.100 -6.760

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL

Stand 01.05.2022 Umgliederungen im Eigenkapital Ausschüttungen an Gesellschafter
EUR EUR EUR
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00
III. Gewinnrücklagen 0,00
IV. Konzern-Bilanzgewinn/-verlust 1.670.287,16
V. Anteile anderer Gesellschafter 7.458.387,48
Eigenkapital 9.188.674,64
Jahresergebnis 2022/2023 Konsolidierung/ Sonstiges (Währungs-) Differenzen Stand 30.04.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00
III. Gewinnrücklagen 0,00
IV. Konzern-Bilanzgewinn/-verlust 79.906,87 1.750.194,03
V. Anteile anderer Gesellschafter -86.000,07 7.372.387,41
Eigenkapital -6.093,20 9.182.581,44

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fairway GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernjahresabschluss - bestehend aus Konzernbilanz zum 30. April 2023, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung sowie Konzerneigenkapitalspiegel der Fairway GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2022 bis 30. April 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fairway GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Baesweiler, 11. Dezember 2023

Gatzweiler • Thouet • Ehlen Partnerschaftsgesellschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hermann Gatzweiler, Wirtschaftsprüfer

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