Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 272054
Vorher
ATOS Klinik Perlach GmbH
Eingetragen
28.12.2021
Branche
Herstellung von orthopädischen ErzeugnissenArztpraxen für AllgemeinmedizinGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Gründung und Betrieb von Akutkliniken, insbesondere im Bereich der Orthopädie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Zauter
seit 19.3.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ATOS Starmed Klinik GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die ATOS Gruppe GmbH & Co. KG mit dem Sitz in München ist das Mutterunternehmen der ATOS Gruppe. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registrierungsnummer HR A 108111 eingetragen.

Der Konzernabschluss der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 298 HGB i.V.m. § 266 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren linear abgeschrieben. Unterschiedsbeträge zwischen dem Kaufpreis und den im Rahmen des Erwerbs übernommenen Vermögenswerten und Schulden werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich im Wesentlichen auf die Vorteile erwarteter Synergien, zukünftigen Gewinnwachstums und den übernommenen Mitarbeiterstamm der Klinikgruppe. Es wird davon ausgegangen, dass diese Vorteile im Wesentlichen im Laufe der nächsten zehn Jahre realisiert werden. Daher wird der Geschäfts- oder Firmenwert über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 15 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten über 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Für die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wird die gewogene Durchschnittsmethode angewendet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert aktiviert. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten, Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderung Rechnung getragen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Nominalwerten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zu jedem Bilanzstichtag aufgrund der getätigten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, ermittelt.

Die zur Finanzierung des Anlagevermögens bewilligten Zuwendungen und Zuschüsse wurden entsprechend § 5 Abs. 3 KHBV in Sonderposten eingestellt und entsprechend den anteiligen Abschreibungen aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen betreffen nicht veranlagte Steuern des laufenden Geschäftsjahrs sowie der früheren Geschäftsjahre. Die Steuerrückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag bestehende ungewisse Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Abzinsung der Rückstellungen wird der entsprechende durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der monatlich berechnet und durch die Deutsche Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlicht wird, verwendet. Effekte aus der Änderung der Abzinsungssätze werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten stellen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag dar, die aufgrund der Periodenabgrenzung Erträge nach diesem Stichtag sind.

Latente Steuern werden aufgrund temporärer Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögenswerte, Schulden und Abgrenzungsposten bzw. aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden unter Anwendung unternehmensspezifischer Steuersätze zu dem Zeitpunkt bewertet, an dem sich die Unterschiedsbeträge voraussichtlich umkehren werden. Diese Beträge werden nicht abgezinst. Latente Steuerentlastungen und Steuerbelastungen werden miteinander verrechnet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen operativen Konzerngesellschaften erbringen vornehmlich Leistungen durch den Betrieb von Krankenhäusern. Hinsichtlich des aus der Konsolidierung stammenden Geschäfts- oder Firmenwerts werden keine latenten Steuern berücksichtigt. Soweit temporäre Unterschiede auf Ebene von Personenhandelsgesellschaften bestehen, werden diese auf Ebene der übergeordneten Kapitalgesellschaft bzw. des Gesellschafters berücksichtigt.

Auf Einzelbilanzebene der konsolidierten Gesellschaften ergaben sich keine latenten Steuern. Bei der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen ergaben sich keine weiteren Steuerabgrenzungen.

Aktive latente Steuern (im Wesentlichen auf steuerliche Verlustvorträge) werden nicht angesetzt, da das gesetzliche Wahlrecht nach § 274 HGB dahingehend genutzt wird.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Zur Absicherung bzw. Begrenzung von Zinsänderungsrisiken wurden im Geschäftsjahr erstmalig Finanztermingeschäfte abgeschlossen. Diese dienen ausschließlich Sicherungszwecken und werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes werden im Jahresabschluss durch Anwendung der Einfrierungsmethode nicht ausgewiesen. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst.

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Sachanlagen

Die Entwicklung der Anlageposten ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Daraus sind die kumulierten Anschaffungskosten und Abschreibungen je Anlagenposition ersichtlich. Die Anlagenposten wurden mit den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und außerplanmäßige Wertminderungen bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden vollständig abgeschriebene Vermögensgegenstände in den kumulierten Anschaffungskosten als auch in den kumulierten Abschreibung eliminiert. Weitere, unwesentliche Bereinigungen, die aus früheren Migrationen neu erworbener Gesellschaften resultierten wurden im im Anlagenspiegel vorgenommen. Die Summe des Restbuchwertes im Anlagevermögen bliebt dabei unverändert.

Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung

Zum 21. September 2016 erfolgte die Erstkonsolidierung des Konzerns. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Rahmen der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Geschäfts oder Firmenwert wird über eine Laufzeit von zehn Jahren linear abgeschrieben. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes auf Werthaltigkeit zum Stichtag vor. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der Einzelgesellschaft (sog. zahlungsmittelgenerierenden Einheit), denen er zugeordnet werden kann, getestet. Im Berichtsjahr gibt es keinen Anlass zur außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Zugänge des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung wurden im Anlagenspiegel unter den Konsolidierungskreis bedingten Änderungen ausgewiesen.

Vorratsvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 2.581 (Vj. TEUR 2.614) umfassen die Bestände des medizinischen Bedarfs sowie des Wirtschafts- und Verwaltungsbedarfs, die im Rahmen einer körperlichen Bestandsaufnahme kurz vor dem Stichtag ermittelt wurden. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten soweit gemäß Niederstwertprinzip kein niedrigerer Wert anzusetzen ist.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Patienten, die zum Stichtag in der Mitternachtsstatistik enthalten sind (sog. "Überlieger") sowie noch nicht abgerechnete Leistungen. Nach Handelsrecht stellen die Überlieger "unfertige Leistungen" dar und sind deshalb zum Jahresende unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips für das Umlaufvermögen mit den Herstellungskosten zu bewerten. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der jeweiligen DRG-Erlöse. Dabei wird über die Verweildauer je nach Partition der DRG für eine festgelegte Anzahl an Behandlungstagen eine Gewichtung vorgenommen. Im Berichtsjahr ergeben sich "unfertige Leistungen" in Höhe von TEUR 138 (Vj. TEUR 155).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassten vor allem Forderungen an Kostenträger und Patienten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen für Gewerbesteuerüberzahlungen und Vorsteuerüberhänge. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds) belaufen sich auf TEUR 16.333 (Vj.TEUR 22.162).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 639 (Vj. TEUR 1.180) umfasst im Wesentlichen die bereits geleisteten Mietzahlungen.

Eigenkapital

Die Bestandteile und Änderungen im Konzerneigenkapital werden im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. In 2022 ergibt sich durch den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 10.664 sowie die Entnahme der Gesellschafterin von TEUR 10.958 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 8.021, der auf der Aklivseite der Bilanz ausgewiesen wird. Bei der Ermittlung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags wurde der positive Buchwert der Minderheitenanteile gem. § 307 Abs. 1 HGB von TEUR 3.608 mit einbezogen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.217 (Vj.TEUR 833) umfassen insbesondere die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 2.965 (Vj. TEUR 3.233) für Ansprüche der Mitarbeiter aus Überstunden, Resturlaub, Jubiläen, Bereitschaftsdiensten sowie Sonderzahlungen.

Darüber hinaus umfassen die sonstigen Rückstellungen Zahlungsverpflichtungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 2.110 (Vj. TEUR 2.909), MDK-Fälle TEUR 309 (Vj. TEUR 627), Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen TEUR 401 (Vj. TEUR 521), Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 219 (Vj. TEUR 195) sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 171 (Vj. TEUR 155). Von den sonstigen Rückstellungen entfallen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 1.336 (Vj. TEUR 1.505) auf den Fixkostendegressionsabschlag.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen die folgenden Restlaufzeiten auf:

31.12.2022 bis zu einem Jahr über 1 Jahr über 1 Jahr (davon über 5 Jahre) Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 137 120.655 120.792
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.903 0 0 8.903
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 742 0 0 742
Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 2.931 0 0 2.931
sonstige Verbindlichkeiten 4.209 352 2.496 7.057
Summe 16.784 490 123.150 140.424

In 2022 wurde ein Konsortialkreditvertrag im Volumen von EUR 130,0 Mio zur Fi-nanzierung der Wachstumsstrategie von der Gesellschafterin übernommen über-nommen; darin enthalten ist eine Betriebsmittel-Kreditlinie in Höhe von EUR 15,0 Mio, die zum Stichtag in Anspruch genommen war. In Zusammenhang mit der Übernahme des Kreditvertrags erfolgte eine Entnahme der Gesellschafterin aus den Rücklagen der ATOS Gruppe in Höhe von TEUR 10.958. Die Ansprüche des Konzerns aus der Übernahme des Kreditvertrags sowie die Verpflichtung aus der Entnahme aus den Rücklagen wurden zahlungsmittelneutral mit Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen verrechnet.

Im Geschäftsjahr wurde der Darlehensrahmen um weitere EUR 31,5 Mio., insbesondere zur Finanzierung weiterer Zukäufe, aufgestockt. Diese war zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Der Zinssatz wird auf Basis des 3- bis 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Spreads festgelegt. Als Sicherheiten wurden Garantien verschiedener Konzerngesellschaften, die Verpfändung der Anteile an verschiedenen Konzerngesellschaften sowie die Verpfändung von Bankguthaben und eine Globalzession verschiedener Konzerngesellschaften gewährt. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 7 Jahre.

Im Rahmen der Finanzierung wurden nachfolgende Sicherheiten begeben:

Garantien (Bürgschaften) der folgenden Gesellschaften:

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG• ATOS Orthoparc Klinik GmbH• ATOS MediaPark Klinik GmbH• ATOS Klinik München GmbH & Co. KG• ATOS Klinik München Verwaltungs-GmbH• ATOS Orthopädische Klinik Braunfels GmbH & Co. KG• ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg GmbH & Co. KG• ATOS Starmed Klinik GmbH• ATOS Management GmbH• Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15, Heidelberg GmbH & Co. KG• Orthopädische Klinik Braunfels Verwaltungs GmbH• Fleetinsel Holding GmbH• Klinik Fleetinsel Verwaltungs GmbH• ATOS Holding GmbH• Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15 Heidelberg Verwaltungs-GmbH

Verpfändungen von Geschäftsanteilen an den folgenden Gesellschaften:

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG• ATOS Orthoparc Klinik GmbH• ATOS MediaPark Klinik GmbH• ATOS Klinik München GmbH & Co. KG• ATOS Klinik München Verwaltungs-GmbH• ATOS Orthopädische Klinik Braunfels GmbH & Co. KG• ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg GmbH & Co. KG• ATOS Starmed Klinik GmbH• ATOS Management GmbH• Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15, Heidelberg GmbH & Co. KG• Orthopädische Klinik Braunfels Verwaltungs GmbH• Fleetinsel Holding GmbH• Klinik Fleetinsel Verwaltungs GmbH• ATOS Holding GmbH• Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15 Heidelberg Verwaltungs-GmbH

Verpfändung aller Bankkonten und Globalzession der folgenden Gesellschaften:

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG• ATOS Orthoparc Klinik GmbH• ATOS MediaPark Klinik GmbH• ATOS Klinik München GmbH & Co. KG• ATOS Klinik München Verwaltungs-GmbH• ATOS Orthopädische Klinik Braunfels GmbH & Co. KG• ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg GmbH & Co. KG• ATOS Starmed Klinik GmbH• ATOS Management GmbH• Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15, Heidelberg GmbH & Co. KG• Orthopädische Klinik Braunfels Verwaltungs GmbH• Fleetinsel Holding GmbH• Klinik Fleetinsel Verwaltungs GmbH• ATOS Holding GmbH• Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15 Heidelberg Verwaltungs-GmbH

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Finance Lease, Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern des Konzerns sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

In 2022 bestanden drei Zinscaps, welche die Zinsrisiken eines variabel verzinszlichen Darlehens absichern sollen. Das Nominalvolumen entspricht den unsaldierten Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente (Brutto-Nominalvolumen). Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsderivate erfolgt durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und Zinsstrukturkurven. Der Nominalwert aller Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 63.750. Die Zeitwerte der Sicherungsinstrumente zum 31.12.2022 betragen insgesamt TEUR 836. Der Absicherungszeitraum begann am 21.11.2022 und endet am 19.11.2025.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der ATOS Gruppe stellen sich im Geschäftsjahr wie nachfolgend dar. Alle Umsatzerlöse werden im Inland erzielt.

TEUR 2022 2021
Erlöse aus Krankenhausleistungen 113.394 97.686
Erlöse aus Wahlleistungen 9.251 7.316
Erlöse aus ambulanten Leistungen 19.664 10.772
Nutzungsentgelte der Ärzte 4.521 3.366
sonstige Umsatzerlöse 5.759 5.437
152.589 124.577

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen von TEUR 1.018 (Vj. TEUR 1.246), Bonusrückvergütungen der Lieferanten von TEUR 824 (Vj. TEUR 661), Erträge aus MDK-Aufwandspauschalen in Höhe von TEUR 106 (Vj. TEUR 78), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtungen von TEUR 353 (Vj. TEUR 308) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.506 (Vj. TEUR 2.141), davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.235 (Vj. TEUR 1.593).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Implantate und Transplantate in Höhe von TEUR 13.217 (Vj.TEUR 10.836), TEUR 7.125 (Vj.TEUR 5.808) für Narkose- und sonstigen OP-Bedarf, TEUR 1.650 (Vj. TEUR 1.394) für Arzneimittel, TEUR 1.165 (Vj.TEUR 1.003) für Lebensmittel sowie TEUR 2.393 (Vj.TEUR 2.101) für ärztliches sowie pflegerisches Verbrauchsmaterial.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für ärztliches und pflegerisches Personal in Höhe von TEUR 3.855 (Vj. TEUR 2.895). Des Weiteren werden unter dieser Position Aufwendungen für Leiharbeit in Höhe von TEUR 2.404 (Vj. TEUR 716), Aufwendungen für Speisenversorgung in Höhe von TEUR 288 (Vj. TEUR 268) sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen im Bereich der Physiotherapie von TEUR 879 (Vj. TEUR 841) ausgewiesen.

Personalaufwendungen

Die Position der Löhne und Gehälter setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Personalaufwendungen für den ärztlichen Dienst in Höhe von TEUR 23.357 (Vj. TEUR 15.601), TEUR 9.303 (Vj. TEUR 8.771) für den Pflegedienst, TEUR 9.032 (Vj. TEUR 6.942) für den Verwaltungsdienst, TEUR 7.435 (Vj. TEUR 6.993) für den Funktionsdienst, TEUR 4.747 (Vj. TEUR 2.496) für den medizinisch-technischen Dienst, TEUR 3.286 (Vj. TEUR 2.718) für den Wirtschafts- und Versorgungsdienst sowie TEUR 847 (Vj. TEUR 737) für den technischen Dienst.

In den sozialen Abgaben in Höhe von TEUR 8.738 (Vj.TEUR 7.087) sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 377 (Vj.TEUR 168) enthalten.

Im Durchschnitt wurden im Berichtsjahr drei Geschäftsführer beschäftigt sowie 1.317 Mitarbeiter (Vj.drei Geschäftsführer und 1.120 Mitarbeiter).

Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt:

2022 2021
Kliniken 1.103 928
Sonstige 217 195
Gesamt 1.320 1.123

Der Bereich "Sonstige" umfasst alle Mitarbeiter der Sportmedizinisches Rehabilitations- und Trainingszentrum der ATOS Klinik Marienhaus GbR, der Grundbesitzgesellschaft Bismarckstr 9-15 Heidelberg GmbH & Co. KG, der ATOS Klinikservice GmbH sowie der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten insbesondere planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 4.243 (Vj. TEUR 3.981) sowie Abschreibungen auf Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.093 (Vj. TEUR 4.002).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Miete von TEUR 13.044 (Vj.TEUR 10.918), Instandhaltungs-, Wartungs- und Reparaturmaßnahmen in Höhe von TEUR 4.709 (Vj.TEUR 3.577), Rechts- und Beratungsaufwendungen von TEUR 5.744 (Vj.TEUR 3.283), Aufwendungen für Strom, Wasser und Gas von TEUR 2.260 (Vj.TEUR 2.057)

Aufwendungen für die Öffentlichkeitsarbeit bzw. Werbemaßnahmen von TEUR 1.658 (Vj. TEUR 1.636), Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten / Verbindlichkeiten von TEUR 1.246 (Vj. TEUR 1.246), Versicherungsaufwendungen von TEUR 917 (Vj. TEUR 803), periodenfremde Aufwendungen von TEUR 1.176 (Vj. TEUR 1.125) sowie Aufwendungen für Fremdleistungen, Wäsche und Fremdarbeiten von TEUR 1.571 (Vj. TEUR 1.438).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Hierin sind die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer enthalten.

Periodenfremdes Ergebnis

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.506 (Vj. TEUR 2.132) enthalten, wovon TEUR 1.235 aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.176 (Vj. TEUR 1.125) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten v.a. die Zinsaufwendungen für die Finanzierung der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG TEUR 4.691 (Vj. TEUR 2.009).

E. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Die rechnerische Herleitung ist aus der Kapitalflussrechnung ersichtlich.

Die Gesamtzahlungen zum Erwerb neu konsolidierter Unternehmen, nachträglichen Kaufpreiszahlungen sowie Zukäufen von Praxen betrugen in 2022 TEUR 21.436.

F. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ATOS Gruppe GmbH & Co. KG direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Der Stichtag der einbezogenen Jahresabschlüsse ist der 31. Dezember 2022.

Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils in %
ATOS Gruppe GmbH & Co. KG (Mutterunternehmen) München
ATOS Holding GmbH München 100,0 %
Grundbesitzgesellschaft Bismarckstr 9-15 Heidelberg Verwaltungs GmbH Heidelberg 100,0 %
Grundbesitzgesellschaft Bismarckstr 9-15 Heidelberg GmbH & Co. KG Heidelberg 100,0 %
ATOS Klinik Heidelberg GmbH & Co. KG Heidelberg 66,9 %
ATOS Klinik Heidelberg Verwaltungs GmbH Heidelberg 61,0 %
Sportmedizinisches Rehabilitations- und Trainingszentrum der ATOS Klinik Marienhaus GbR Heidelberg 65,6 %
ATOS Klinik München Verwaltungs-GmbH München 100,0 %
ATOS Klinik München GmbH & Co. KG München 100,0 %
Orthopädische Klinik Braunfels Verwaltungs GmbH Braunfels 100,0 %
ATOS Orthopädische Klinik Braunfels GmbH & Co. KG Braunfels 100,0 %
ATOS Starmed Klinik GmbH München 100,0 %
ATOS Orthoparc Klinik GmbH Köln 100,0 %
ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg GmbH & Co. KG Hamburg 100,0 %
Fleetinsel Holding GmbH München 100,0 %
Klinik Fleetinsel Verwaltungs GmbH München 100,0 %
ATOS Klinikservice GmbH München 100,0 %
ATOS MediaPark Klinik GmbH Köln 100,0 %
ATOS Klinik Stuttgart GmbH Stuttgart 100,0 %
ATOS MVZ München GmbH München 100,0 %
ATOS Privatklinik Fleetinsel GmbH Hamburg 100,0 %
MVZ ATOS Braunfels GmbH Braunfels 100,0 %
MVZ ATOS Hamburg GmbH Hamburg 100,0 %
MVZ ATOS Rheinland GmbH Heidelberg 100,0 %
MVZ ATOS Stuttgart GmbH Stuttgart 100,0 %
ATOS Trading GmbH München 100,0 %
ATOS Klinik T6 GmbH München 100,0 %
MVZ OCWi GmbH Wiesbaden 77,5 %
Metropol Medical Clinic GmbH Nürnberg 100,0 %
ATOS Klinik Frankfurt GmbH Frankfurt 100,0 %
ATOS Klinik Mittelhessen GmbH Braunfels 100,0 %
ATOS Klinik Perlach GmbH München 100,0 %
ATOS Viktoria Klinik GmbH Bochum 100,0 %
Dr. Rosenthal und Kollegen MVZ GmbH Bochum 100,0 %
MVZ ATOS Nordniedersachsen GmbH München 100,0 %
MVZ ATOS Berlin GmbH Berlin 100,0 %
ATOS Klinik Viernheim GmbH München 100,0 %
ATOS Parkklinik München GmbH München 100,0 %
Acuteco Tenant S.à r.l. Luxemburg 100,0 %

Zwei Beteiligungen wurden gem. § 311 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung nicht mit der Equity-Methode bewertet.

Den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen stellt die ATOS Gruppe GmbH & Co. KG, München, als Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14a HGB auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Im Berichtsjahr wurden die folgenden Gesellschaften neu gegründet:

MVZ ATOS Nordniedersachsen GmbH

MVZ ATOS Berlin GmbH

ATOS Klinik Viernheim GmbH

ATOS Parkklinik München GmbH

Durch die im Geschäftsjahr neu erworbenen Gesellschaften erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.920; das EBITDA vor Einmaleffekten reduzierte sich um TEUR 311.

Die Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte der Konzernbilanz und -GuV ist aufgrund der untergeordneten Bedeutung der neugegründeten Gesellschaften weiterhin gegeben.

G. Angaben zu Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt als Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis zum Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der Tochter-/Enkelunternehmen in den Konzernabschluss.

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsansätze mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital zum vorstehend genannten Zeitpunkt und im Rahmen der Folgekonsolidierung verrechnet. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden auf 10 Jahre abgeschrieben (vgl. hierzu auch Punkt C.). Passive Unterschiedsbeträge werden nach dem Eigenkapital ausgewiesen und bei Entstehung der Verluste aufgelöst.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Zwischengewinne im Anlagevermögen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Zwischengewinne im Vorratsvermögen waren weder zum Bilanzstichtag noch zum Vorjahresstichtag vorhanden. Die Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet.

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen wurden in Euro aufgestellt; es erfolgte daher keine Währungsumrechnung.

H. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
in TEUR in TEUR in TEUR
Miet- und Pachtverträgen unbewegliche Wirtschaftsgüter 13.823 46.337 125.290
Miet- und Pachtverträge bewegliche Wirtschaftsgüter 237 178 0
Leasingverträge 504 1.187 705
Wartungsverträge 1.599 314 44
Gesamt 16.164 48.015 126.039

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG obliegt der ATOS Management GmbH, die wiederum von Martin von Hummel, CEO, Christa Hoffmann, CFO, und Dr. Lars Timm, COO, vertreten wird.

Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB

Folgende Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:

ATOS Klinik Heidelberg Verwaltungs GmbH

ATOS Klinikservice GmbH

ATOS Klinik München Verwaltungs-GmbH

ATOS Holding GmbH

Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15 Heidelberg Verwaltungs-GmbH

Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15 Heidelberg GmbH & Co. KG

Klinik Fleetinsel Verwaltungs GmbH

Fleetinsel Holding GmbH

ATOS MediaPark Klinik GmbH

Orthopädische Klinik Braunfels Verwaltungs GmbH

ATOS Orthoparc Klinik GmbH

ATOS Starmed Klinik GmbH

ATOS Orthopädische Klinik Braunfels GmbH & Co. KG

ATOS Klinik Heidelberg GmbH & Co. KG

ATOS Klinik München GmbH & Co. KG

ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg GmbH & Co. KG

ATOS MVZ München GmbH

ATOS Klinik Stuttgart GmbH

ATOS Privatklinik Fleetinsel GmbH

MVZ ATOS Braunfels GmbH

MVZ ATOS Hamburg GmbH

MVZ ATOS Rheinland GmbH

MVZ ATOS Stuttgart GmbH

ATOS Trading GmbH

ATOS Klinik Mittelhessen GmbH

ATOS Klinik Perlach GmbH

MVZ OCWi GmbH

ATOS Klinik Frankfurt GmbH

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG

ATOS Klinik T6 GmbH

Metropol Medical Clinic GmbH

ATOS Viktoria Klinik GmbH

Dr. Rosenthal und Kollegen MVZ GmbH

MVZ ATOS Nordniedersachsen GmbH

MVZ ATOS Berlin GmbH

ATOS Klinik Viernheim GmbH

ATOS Parkklinik München GmbH

Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB

Nachfolgende Unternehmen sind bzw. waren im Geschäftsjahr unbeschränkt haftende Gesellschafter der jeweils unten angegeben Unternehmen:

Orthopädische Klinik Braunfels Verwaltungs GmbH: Komplementärin der ATOS Orthopädischen Klinik Braunfels GmbH & Co. KG

ATOS Klinik Heidelberg Verwaltungs GmbH: Komplementärin der ATOS Klinik Heidelberg GmbH & Co. KG

ATOS Klinik München Verwaltungs-GmbH: Komplementärin der ATOS Klinik München GmbH & Co. KG

Klinik Fleetinsel Verwaltungs GmbH: Komplementärin der ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg GmbH & Co. KG

Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15 Heidelberg Verwaltungs-GmbH: Komplementärin der Grundbesitzgesellschaft Bismarckstraße 9-15, Heidelberg GmbH & Co. KG

Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB

Im Geschäftsjahr fanden keine zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Personen statt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, München) für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 144 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 61 für sonstige Leistungen.

Vergütungen der Geschäftsführung

Die Schutzklausel des § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres, die wesentlichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage hätten, sind nicht zu verzeichnen.

Ergebnisverwendung der Muttergesellschaft

Der Jahresfehlbetrag im Einzelabschluss der Muttergesellschaft i.H.v. TEUR 777 wurde in die Rücklagen eingestellt.

 

München, den 5. Mai 2023

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG

Vertreten durch die Komplementärin ATOS Management GmbH

ATOS Management GmbH

Martin von Hummel

Christa Hoffmann

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zu-/Abgänge durch Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.083.085,42 25.495,73 151.872,14 0,00 0,00 2.260.453,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.572.869,92 16.644.744,95 2.411.732,52 0,00 0,00 70.629.347,39
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
53.655.955,34 16.670.240,68 2.563.604,66 0,00 0,00 72.889.800,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.841.628,03 1.584.023,11 727.835,38 0,00 0,00 22.153.486,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.291.168,75 1.075.551,02 3.877,24 0,00 0,00 3.370.597,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.015.347,12 1.438.092,90 7.060.002,31 35.035,54 107.428,92 49.441.048,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.485.096,33 79.532,10 8.747.305,63 -35.035,54 0,00 22.276.898,52
76.633.240,23 4.177.199,13 16.539.020,56 0,00 107.428,92 97.242.031,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 590.811,07 0,00 0,00 0,00 590.811,07
0,00 590.811,07 0,00 0,00 0,00 590.811,07
130.289.195,57 21.438.250,88 19.102.625,22 0,00 107.428,92 170.722.642,75
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zu-/Abgänge durch Veränderung des Konsolidierungskreises Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.835.424,81 23.549,72 138.300,71 0,00 0,00 1.997.275,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.046.067,45 0,00 5.450.587,15 0,00 0,00 23.496.654,59
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
19.881.492,26 23.549,72 5.588.887,85 0,00 0,00 25.493.929,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.693.522,62 497.930,11 774.701,72 0,00 0,00 11.966.154,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.391.637,78 687.912,67 201.898,27 0,00 0,00 2.281.448,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.071.732,18 1.186.217,16 2.770.206,88 0,00 107.070,61 34.921.085,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 542,60 0,00 265,27 0,00 0,00 807,87
43.157.435,18 2.372.059,94 3.747.072,14 0,00 107.070,61 49.169.496,65
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
63.038.927,44 2.395.609,66 9.336.060,99 0,00 107.070,61 74.663.426,48
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 263.178,06 247.660,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 47.132.692,79 33.526.802,47
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
47.395.870,85 33.774.463,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.187.332,07 9.148.105,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.089.148,29 899.530,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.519.963,34 9.943.614,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.276.090,65 13.484.553,73
48.072.534,35 33.475.805,05
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 590.811,07 0,00
590.811,07 0,00
96.059.216,27 67.250.268,13

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 263.178,06 247.660,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 47.132.692,79 47.395.870,85 33.526.802,47 33.774.463,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.187.332,07 9.148.105,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.089.148,29 899.530,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.519.963,34 9.943.614,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.276.090,65 48.072.534,35 13.484.553,73 33.475.805,05
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 590.811,07 0,00
96.059.216,27 67.250.268,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.581.407,20 2.614.434,29 -33.027,09
2. Unfertige Leistungen 138.292,46 154.692,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.719.699,66 101.178,26 2.870.305,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.160.486,80 19.845.439,27
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 3.449.246,39 663.941,55
3. Forderungen gegenüber Gesellschaftern 1.114.606,13 1.063.510,60
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.810.839,27 34.535.178,59 3.399.825,38 24.972.716,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.333.416,16 22.162.371,63
53.588.294,41 50.005.393,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 638.605,58 1.179.551,94
D. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.021.291,74 0,00
158.307.408,00 118.435.213,93

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 14.984.461,85 25.942.731,67
II. Rücklagen der Kommanditisten 788.171,43 1.565.143,90
III. Differenzbetrag für das gegenüber dem MU niedrigere Konzernergebnis, soweit durch Eigenkapital gedeckt -15.772.633,28 -16.870.106,75
IV. Nicht beherrschende Anteile 0,00 3.813.658,35
0,00 14.451.427,17
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 2.995.009,10 2.741.129,08
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.217.048,19 832.654,73
2. Sonstige Rückstellungen 13.630.516,14 12.452.138,24
14.847.564,33 13.284.792,97
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 120.791.975,04 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 0 (Vj. TEUR 0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 14.500,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 0 (Vj.TEUR 15)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.902.551,93 7.155.032,65
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 8.903 (Vj. TEUR 7.155)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 741.692,79 73.001.970,34
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 742 (Vj.TEUR 73.002)
5. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 2.931.292,80 3.313.302,96
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 2.931 (TEUR 3.313)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.056.582,78 4.444.509,69
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 4.209 (Vj. TEUR 3.705)
- davon aus Steuern EUR TEUR 260 (Vj. TEUR 409)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 9 (Vj. TEUR 22)
140.424.095,34 87.929.315,64
E. Rechnungsabgrenzungsposten 40.739,23 28.549,07
158.307.408,00 118.435.213,93

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten Rücklagen der Kommanditisten Differenzbetrag für das gegenüber dem MU niedrigere Konzernergebnis, soweit durch Eigenkapital gedeckt Nicht durch Eigenkapital gedeckter Differenzbetrag für das gegenüber dem MU niedrigere Konzernergebnis Summe
EUR EUR EUR EUR
1. Januar 2022 25.942.732 1.565.144 -16.870.107 0 10.637.769
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile -10.958.270 0 0 0 -10.958.270
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -1.497 0 -1.497
Konzernjahresfehlbetrag 0 -776.972 1.098.970 -11.628.892 -11.306.894
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0 0 0 11.628.892 11.628.892
31. Dezember 2022 14.984.462 788.171 -15.772.633 0 0
Nicht beherrschende Anteile
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Summe
EUR
1. Januar 2022 0 3.813.658 3.813.658
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -849.055 0 -849.055
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 642.997 0 642.997
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 206.058 -3.813.658 -3.607.601
31. Dezember 2022 0 0 0
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
1. Januar 2022 14.451.427
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile -10.958.270
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -849.055
Sonstige Veränderungen -1.497
Konzernjahresfehlbetrag -10.663.898
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 8.021.292
31. Dezember 2022 0

Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 152.589.073,73 124.576.511,00
2. Minderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen -33.027,09 66.067,12
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 24.993,80 47.595,70
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.743.565,04 159.324.605,48 6.890.397,54 131.580.571,36
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 26.813.031,94 22.519.170,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.986.904,00 38.799.935,94 9.037.458,00 31.556.628,10
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 59.619.226,89 48.489.985,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.115.509,47 7.255.565,21
68.734.736,36 55.745.550,73
- davon für Altersversorgung TEUR 377 (Vj. TEUR 168) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 9.336.060,99 7.982.832,30
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.675.304,59 36.418.348,27
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 77.933,18 2.615,17
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.305.371,33 2.814.205,88
11. Betriebsergebnis -9.448.870,55 -2.934.378,75
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.048.994,85 559.893,65
13. Ergebnis nach Steuern -10.497.865,40 -3.494.272,40
14. Sonstige Steuern 166.032,26 275.232,16
15. Konzernjahresfehlbetrag -10.663.897,66 -3.769.504,56
16. davon nicht beherrschende Anteile 642.996,81 821.499,87

Konzernkapitalflussrechnung

2022
TEUR
Periodenergebnis -10.663.897,66
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.336.060,99
Zunahme der Rückstellungen 1.041.577,90
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.870.909,66
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.907.374,06
Zinsaufwendungen/Zinserträge 5.227.438,15
Ertragsteueraufwand 1.048.994,85
Ertragsteuerzahlungen -664.601,39
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -637.962,76
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -151.872,14
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 4.200,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -14.430.588,38
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -590.811,07
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -20.845.178,98
Erhaltene Zinsen 38.615,50
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -35.975.635,07
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0,00
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 38.094.752,89
Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-)Krediten 0,00
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzierungsleasing -264.093,84
Auszahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen -1.136.491,15
Gezahlte Zinsen -5.909.525,54
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 30.784.642,36
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.828.955,47
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 22.162.371,63
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.333.416,16

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ATOS Gruppe GmbH & Co. KG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 5. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Harald Hofmeister, Wirtschaftsprüfer

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

der ATOS Gruppe GmbH & Co. KG, München

A. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die ATOS Gruppe GmbH & Co. KG (hiernach "ATOS Gruppe") agiert als Holding für eine Gruppe spezialisierter Fachkliniken und MVZs und betrieb in 2022 elf Kliniken und sieben MVZs an den Standorten in Heidelberg, München, Stuttgart, Braunfels, Köln, Hamburg, Nürnberg und Bochum sowie eine Rehabilitationseinrichtung in Heidelberg.

Der Fokus der Klinikgruppe liegt auf der Erbringung hochspezialisierter medizinischer Qualität im Feld der elektiven Chirurgie. Das Leistungsspektrum variiert von Klinik zu Klinik und reicht von der Diagnostik über eine operative und interdisziplinäre Behandlung bis hin zur Rehabilitation. Die Kliniken sind teilweise im Bettenplan und teilweise als reine Belegarzt-Kliniken organisiert. Schwerpunkt bildet die Orthopädie.

Der Konzern konzentriert sich auf eine Wachstumsstrategie: Ziel des Konzerns ist es, durch Akquisition und durch organisches Wachstum, z. B. Ausweitung der Indikationen, sein Angebot an Gesundheitsleistungen auf dem deutschen Markt auszubauen und den Patienten bestmögliche Therapiekonzepte anzubieten. Dies ermöglicht Verbesserungen über Standardisierung durch Prozesse und Tools, insbesondere Software, sowie durch Skaleneffekte im Wesentlichen über einen gruppenweiten Einkauf umzusetzen.

Der Ausblick für den Gesamtmarkt ist durch das Wachstum der älteren Bevölkerung in Deutschland 1 und die sich weiterentwickelnden medizinisch-technischen Möglichkeiten positiv.

1 Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz zu Bevölkerung im Wandel: Ergebnisse der 15. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, 2022, S.2

2. Steuerungssysteme

Der Konzern setzt für die Steuerung und Überwachung der Patientenversorgung sowie für die Abwicklung von Verwaltungsprozessen Standard-Softwareprogramme ein. Das Management erhält Auswertungen über die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Häuser und der Gruppe, aber auch differenzierte Analysen über die Erfüllung der medizinischen Vorgaben seitens der Kostenträger wie z. B. den gesetzlichen Qualitätsmessungen und regelmäßige Analysen klinikintern ermittelter Qualitätsindikatoren.

Zur strategischen Steuerung des Konzerns werden Kennzahlen täglich, wöchentlich oder monatlich ermittelt, u.a. Case Mix Index, Betten-/Saalauslastung, Verweildauer, mit der Planung abgeglichen und für ein Benchmarking zwischen den Kliniken herangezogen. Wochen- und Monatsberichte der Klinikleiter sowie monatliche Treffen mit den Klinikleitern sorgen für einen transparenten Überblick. Bei Abweichungen von den Konzernvorgaben kann auf diese Weise jederzeit zeitnah gegengesteuert werden.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns, die auch für interne Steuerungszwecke genutzt werden, sind Umsatzerlöse und das operative Ergebnis bzw. EBITDA vor Einmaleffekten (Einmaleffekte sind außergewöhnliche, einmalige bzw. sich nicht regelmäßig wiederholende oder nicht operative Geschäftsvorfälle). Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden für die interne Steuerung vor allem die erbrachten Case Mix Punkte und Fallzahlen betrachtet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Jahr 2020 durch die Covid-19 Pandemie in eine Rezession gefallen. Im Jahr 2021 hatte sich die gesamtwirtschaftliche Lage gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt wieder verbessert 2. Während das Bruttoinlandsprodukt in 2022 in den ersten drei Quartalen zunahm, schwächte sich diese Dynamik im vierten Quartal deutlich ab. Für das Gesamtjahr 2022 bedeutet dies eine Steigerung von 1,8 % nach einem Wachstum von 2,6 % im Vorjahr. 3 Die privaten Konsumausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 4,3 %. 4 Die Anzahl der Erwerbstätigen hat in 2022 mit 45,6 Mio. Personen im Jahresdurchschnitt einen neuen Höchststand erreicht und lag deutlich über dem Vorjahr (44,9 Mio.). 5 Der Verbraucherpreis-Index stieg in 2022 um 7,9 % und damit deutlich stärker als in 2021 (+3,1 %). Extreme Preisanstiege gab es insbesondere bei Energie und Nahrungsmitteln. 6

Der Gesundheitssektor stellt aufgrund von zunehmenden medizinisch-technischen Möglichkeiten sowie der Beschäftigungsintensität einen der wichtigsten Wirtschaftsbereiche und Beschäftigungstreiber dar (gemäß den Zahlen des Statistischen Bundesamts war die Steigerung ggü. Vorjahr der preisbereinigten Bruttowertschöpfung des Bereichs Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit 2,4 % in 2022 stärker ausgeprägt als das Wachstum der preisbereinigten Gesamt-Bruttowertschöpfung in Deutschland (1,8 %)). 7

Aufgrund der demographischen Entwicklung 8 erwarten wir, dass der Kostendruck auf die Sozialversicherungssysteme und privaten Kostenträger in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Entscheidend für die Branchenentwicklung sind die geplante Krankenhausreform sowie Änderungen der allgemeinen Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber.

Die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2021 1.887 (Vj. 1.903). Während die Anzahl der freigemeinnützigen und öffentlichen Einrichtungen zurückging, stieg die Anzahl der privaten Krankenhäuser in 2021 leicht an auf 733 (Vj. 732). Die Zahl der aufgestellten Betten verzeichnete einen geringfügigen Rückgang von 0,9 % auf 483.606 (Vj. 487.783). Die Fallzahl lag mit 16,7 Mio. Behandlungen leicht unter Vorjahr (Vj. 16,8 Mio.). Die durchschnittliche Verweildauer lag wie im Vorjahr bei 7,2 Tagen. 9 Im Jahr 2021 betrug das Gesamtvolumen der stationären Krankenhausbehandlungen in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes EUR 109,3 Mrd. (Vj . EUR 104,6 Mrd.). Das Volumen stieg damit um 4,5 % gegenüber 2020. 10

Die Kliniken des ATOS Konzerns sind aufgrund ihrer hohen Spezialisierung als Fachkliniken und medizinischen Qualität bereits heute überregionale Leistungsanbieter. Das Konzept der hochspezialisierten Fachkliniken hat sich während der Covid-19 Pandemie als Wettbewerbsvorteil insbesondere ggü. größeren Häusern wie Unikliniken herauskristallisiert. Wettbewerber der ATOS Gruppe sind sowohl Anbieter in regionaler Nähe zu den ATOS Kliniken als auch überregional tätige, spezialisierte Fachkliniken mit orthopädischem Schwerpunkt.

2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 074 vom 25. Februar 2022
3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 070 vom 24. Februar 2023
4 Statistisches Bundesamt, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen - Wichtige Zusammenhänge im Überblick 2022, 2023, S.12

5 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 001 vom 02. Januar 2023
6 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 022 vom 17. Januar 2023
7 Statistisches Bundesamt, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen - Inlandsproduktberechnung Vierteljahresergebnisse 2022, 2023, S.19
8 Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz zu Bevölkerung im Wandel: Ergebnisse der 15. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, 2022, S.2
9 Statistisches Bundesamt, Krankenhäuser 2021 nach Trägern und Bundesländern, 2022
10 Statistisches Bundesamt, Kosten der Krankenhäuser 2021 nach Bundesländern, 2022

Die ATOS Kliniken erhielten 29 Auszeichnungen des FOCUS-Siegels "TOP Klinik 2023" bzw. "TOP Privatklinik 2023". 11 Zudem wurden die in den ATOS Kliniken tätigen Operateure mit 55 FOCUS-Spiegeln ausgezeichnet. 12 Damit nimmt der ATOS Konzern die Spitzenposition in Deutschland für den Bereich Orthopädie ein und verfügt somit über eine sehr wettbewerbsfähige Ausgangsposition. Durch Wachstum und den Ausbau hochqualitativer medizinischer Leistungen soll die Wettbewerbssituation der Gruppe künftig weiter gestärkt werden.

2. Geschäftsverlauf

Die ATOS Gruppe war in 2022 stärker als in den Vorjahren durch die Covid-19 Krise geprägt, welche zu zahlreichen Schwierigkeiten und Einschränkungen führte. Durch höhere Inzidenzen in vereinzelten Bundesländern konnte nicht die Anzahl an geplanten Operationen durchgeführt werden. Kurzfristige Absagen von Operationen konnten nicht immer und vollständig kompensiert werden. Covid-19-bedingte erhöhte Krankheitsquoten führten dazu, dass vermehrt Personaldienstleistungen von Externen in Anspruch genommen werden mussten. Die Kosten für Leiharbeit belasteten das Jahresergebnis 2022 außerordentlich. Förderungen im Rahmen der Verordnung zur Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser des Bundesministerium für Gesundheit wurden im Jahr 2022 in unwesentlichem Umfang gewährt. Der Umsatz der Gruppe lag 22,5 % über Vorjahr und somit deutlich über der Prognose (8-10 %). Das EBITDA vor Einmaleffekten lag leicht über dem Vorjahresniveau und konnte die prognostizierte Steigerung von 8-10 % über Vorjahr nicht erreichen. Wesentliche Gründe für die Abweichung resultieren aus Kostensteigerungen sowie Covid-19-bedingten Ausfällen von Operationen, die nicht kurzfristig kompensiert werden konnten.

Zum Bilanzstichtag umfasste der Konzern elf spezialisierte Fachkliniken in Heidelberg, München, Stuttgart, Braunfels, Köln, Hamburg, Nürnberg und Bochum, eine Rehabilitationseinrichtung in Heidelberg sowie sieben MVZs in München, Stuttgart, Braunfels, Großraum Frankfurt, Bochum, Köln und Hamburg. Das Konzernergebnis wurde im laufenden Geschäftsjahr durch im Rahmen von Akquisitionen anfallende nicht aktivierbare Transaktionskosten, damit verbundenen Beratungsaufwendungen und andere einmalige Sondersachverhalte negativ beeinflusst. Zudem belastet die planmäßige Abschreibung des Goodwills das Konzernergebnis. Das für Steuerungszwecke relevante EBITDA vor Einmaleffekten war in 2022 deutlich positiv und der Konzern erwirtschaftete eine zweistellige EBITDA-Umsatzrendite.

11 FOCUS Siegel, 2022
12 FOCUS Siegel, 2022

a) Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 lag der Umsatz der Unternehmensgruppe bei TEUR 152.589 (Vj. TEUR 124.577). Der Umsatz basierte im Wesentlichen auf der stationären Behandlung von 19.695 Patienten (entspricht den Fallzahlen, Vj. 17.869). Dabei wurden 21.103 Case Mix Punkte erbracht (Vj. 18.381). Der Case Mix Index lag in diesem Zeitraum bei 1,07 (Vj. 1,03).

b) Finanzierungstätigkeiten

Zum 31. Dezember 2022 finanziert sich der Konzern im Wesentlichen über Gesellschaftereinlagen sowie über Darlehen von Kreditinstituten.

Die Finanzierung setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2022
Kapitalanteile 14.984
Fremdkapital aus Darlehen ggü. Kreditinstituten 120.792
135.945

Weitere Erläuterungen zur Finanzierung sind dem Abschnitt zur Finanzlage zu entnehmen.

c) Investitionen

Der Konzern investierte im Geschäftsjahr neben dem Erwerb von MVZs im Wesentlichen in die Ausstattung seiner Klinken. Der Geschäfts- oder Firmenwert erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 16.645 vor Abschreibungen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen zurückzuführen. Zusätzlich wurden Investitionen in Medizintechnologie sowie den Umbau einer Klinik getätigt.

d) Personalentwicklung und Soziales

Der Konzern ist nicht Mitglied eines Arbeitgeberverbandes und, bis auf eines unserer Plankrankenhäuser, nicht tarifgebunden. Die Mitarbeiter werden zum Teil nach internen Tarifverträgen entlohnt.

C. Lage des Konzerns

1. Ertragslage

Im Jahr 2022 erwirtschaftete der Konzern mit TEUR 152.589 (Vj. TEUR 124.577) Umsatzerlösen einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -10.664 (Vj. Konzernjahresfehlbetrag TEUR -3.770). Auf die Minderheiten entfällt ein Ergebnisanteil in Höhe von TEUR 643 (Vj. TEUR 821). Dabei wurde ein EBITDA in Höhe von TEUR 5.115 (Vj. TEUR 7.860) erwirtschaftet. Die planmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung (Goodwill) belastet das Konzernergebnis mit TEUR 4.243.

EUR 2022 2021
Umsatzerlöse 152.589.074 124.576.511
Minderung (-)/Erhöhung (+) des Bestands an unfertigen Leistungen -33.027 66.067
Andere aktivierte Eigenleistungen 24.994 47.596
Materialaufwand 38.799.936 31.556.628
Sonstige betriebliche Erträge 6.743.565 6.890.398
Personalaufwendungen 68.734.736 55.745.551
Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.675.305 36.418.348
EBITDA 5.114.629 7.860.044
Abschreibungen 9.336.061 7.982.832
EBIT -4.221.432 -122.788
Finanzergebnis 5.227.438 2.811.591
Ergebnis vor Steuern -9.448.871 -2.934379
Ertragsteuern und sonstige Steuern 1.215.027 835.126
Konzernjahresfehlbetrag (vor Minderheiten) -10.663.898 -3.769.505

Die Umsatzerlöse umfassten in erster Linie stationäre Krankenhausleistungen (TEUR 113.394; Vj. TEUR 97.686), Umsätze aus Wahl- und Komfortleistungen (TEUR 9.251; Vj. TEUR 7.316), Umsätze aus ambulanten Leistungen (TEUR 19.664; Vj. TEUR 10.772), Nutzungsentgelte von Kooperationsärzten (TEUR 4.521; Vj. TEUR 3.366) sowie sonstige Umsätze, v.a. Umsätze aus der Vermietung von Gebäudeflächen an Kooperationsärzte und Arztpraxen (TEUR 5.759; Vj. TEUR 5.437). Das jeweilige Umsatzwachstum ist verursacht im Wesentlichen durch organisches Wachstum sowie durch den Erwerb von drei neuen Klinikstandorten in Nürnberg, Bochum und Frankfurt sowie durch neu erworbene MVZ-Standorte in Bochum sowie Köln in 2022.

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 38.800 (Vj. TEUR 31.557) enthält TEUR 11.987 (Vj. TEUR 9.037) für bezogene Leistungen. Die verbleibenden TEUR 26.813 (Vj. TEUR 22.519) entfallen auf Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren.

Sonstige betriebliche Erträge (TEUR 6.744; Vj. TEUR 6.890) wurden wesentlich durch erhaltene Fördermittel nach KHG, Erträge aus Lieferantenboni, Erträge aus MDK-Aufwandspauschalen sowie durch periodenfremde Erträge beeinflusst.

Der Anstieg der Personalaufwendungen auf TEUR 68.735 (Vj. TEUR 55.746) resultiert im Wesentlichen aus der Anstellung von neuen Operateuren, dem Aufbau von Personal durch neu erworbene Klinik- und MVZ-Standorte während des Geschäftsjahres sowie der Ganzjahreseffekte, der im Vorjahr erworbenen neuen Standorte.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG in Höhe von TEUR 1.246 (Vj. 1.246 TEUR), Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen von TEUR 4.709 (Vj. TEUR 3.577), Rechtsberatungskosten von TEUR 5.744 (Vj. TEUR 3.283) sowie Energiekosten von TEUR 2.260 (Vj. TEUR 2.057) enthalten. TEUR 13.044 (Vj. TEUR 10.918) betreffen Miet- und Pachtaufwendungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 5.451; Vj. TEUR 3.981) und Abschreibungen auf Inventar der Kliniken (TEUR 3.885; Vj. TEUR 4.002).

Das Finanzergebnis enthält im Geschäftsjahr Zinsen und ähnliche Aufwendungen, die im Wesentlichen aus Darlehen von Kreditinstituten beziehungsweise Gesellschafterdarlehen resultieren.

Das EBITDA beläuft sich auf TEUR 5.114 (Vj. TEUR 7.860) und vor Einmaleffekten auf TEUR 17.002 (Vj TEUR 16.799). Die Einmaleffekte sind im Wesentlichen einmalige Beratungsaufwendungen (TEUR 4.409; Vj. TEUR 2.000), Personalkosten für z. B. Abfindungen, einmalige Bonuszahlungen, Gehaltsfortzahlungen (TEUR 2.244; Vj. TEUR 2.756), Covid-19-bedingte Kosten für Leiharbeit (TEUR 1.745; Vj. TEUR 0), Mietaufwendungen (TEUR 457, Vj. TEUR 364), einmalige EDV-Kosten (TEUR 250, Vj. TEUR 380) sowie einmalige Personalbeschaffungskosten (TEUR 724; Vj. TEUR 404).

2. Vermögenslage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zum Stichtag 31. Dezember 2022 zusammengefasst:

EUR 31.12.2022 31.12.2021
Langfristige Vermögenswerte 96.059.216 67.250.268
Immaterielle Vermögensgegenstände 47.395.871 33.774.463
Sachanlagen 48.072.534 33.475.805
Finanzanlagen 590.811 0
Kurzfristige Vermögenswerte 54.226.900 51.184.946
Vorräte 2.719.700 2.870.305
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 34.535.676 24.972.717
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.333.416 22.162.372
Übrige Vermögenswerte und RAP 638.606 1.179.552
Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.021.292 0
Summe Aktiva 158.307.408 118.435.214
Eigenkapital 0 14.451.427
Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 2.995.009 2.741.129
Lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten 123.639.888 739.688
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 120.791.975 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.847.913 739.688
Kurzfristige Verbindlichkeiten 31.672.510 100.502.969
Rückstellungen 14.847.564 13.284.793
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 14.500
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.902.552 7.155.033
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 741.693 73.001.970
Sonstige Verbindlichkeiten 7.139.962 7.018.124
Übrige Verbindlichkeiten und RAP 40.739 28.549
Summe Passiva 158.307.408 118.435.214

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Kliniken (TEUR 47.133; Vj. TEUR 33.527). Der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) wird über eine Gesamtnutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben.

Die wesentlichen Investitionen in 2022 in das Sachanlagevermögen waren Umbauten in der Klinik in Braunfels sowie in Wiesbaden, Klinikeinrichtungen sowie neueste Medizintechnologie.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern des Konzerns, gegenüber dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern sowie Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht.

3. Finanzlage

Der Cash Flow des Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:

EUR 2022 2021
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -637.963 134.125
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -35.975.635 -25.191.193
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 30.784.642 30.116.947
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.828.955 5.059.879
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 22.162.372 17.102.493
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.333.416 22.162.372

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält die Einmaleffekte bzw. die außerordentlichen Geschäftsvorfälle. Die Einmaleffekte sind im Wesentlichen einmalige Beratungsaufwendungen (TEUR 4.409; Vj. TEUR 2.000), Personalkosten für z. B. Abfindungen, einmalige Bonuszahlungen, Gehaltsfortzahlungen (TEUR 2.244; Vj. TEUR 2.756), Kosten für Leiharbeit (TEUR 1.745; Vj. TEUR 0), Mietaufwendungen (TEUR 457, Vj. TEUR 364), einmalige EDV-Kosten (TEUR 250, Vj. TEUR 380) sowie einmalige Personalbeschaffungskosten (TEUR 724; Vj. TEUR 404).

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Auszahlungen für den Erwerb der neuen MVZs.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Ein- und Auszahlungen von Bankdarlehen, die Zahlung von Zinsen sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften.

Innerhalb des Konzerns wird die Liquidität mittels eines Liquiditätsberichts laufend überwacht, um mögliche Finanzierungsengpässe möglichst frühzeitig zu erkennen. Der Konzern war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

In 2022 wurde ein Konsortialkreditvertrag im Volumen von EUR 130,0 Mio zur Finanzierung der Wachstumsstrategie von der Gesellschafterin übernommen; darin enthalten ist eine Betriebsmittel-Kreditlinie in Höhe von EUR 15,0 Mio, die zum Stichtag in Anspruch genommen war. In Zusammenhang mit der Übernahme des Kreditvertrags erfolgte eine Entnahme der Gesellschafterin aus den Rücklagen der ATOS Gruppe in Höhe von TEUR 10.958. Die Ansprüche des Konzerns aus der Übernahme des Kreditvertrags sowie die Verpflichtung aus der Entnahme aus den Rücklagen wurden zahlungsmittelneutral mit Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen verrechnet.

Im Geschäftsjahr wurde der Darlehensrahmen um weitere EUR 31,5 Mio., insbesondere zur Finanzierung weiterer Zukäufe, aufgestockt. Diese war zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Der Zinssatz wird auf Basis des 3- bis 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Spreads festgelegt. Als Sicherheiten wurden Garantien verschiedener Konzerngesellschaften, die Verpfändung der Anteile an verschiedenen Konzerngesellschaften sowie die Verpfändung von Bankguthaben und eine Globalzession verschiedener Konzerngesellschaften gewährt. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 7 Jahre.

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR -8.021 (Vj. Eigenkapital TEUR 14.451) sowie im Berichtsjahr einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -10.664 (Vj. TEUR 3.770) aus. Ursächlich für die Abnahme des Eigenkapitals war neben dem Konzernjahresfehlbetrag die Entnahme der Gesellschafterin aus den Rücklagen der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 10.958. Aufgrund des Konsortialkreditvertrags ist der Konzern finanziell so ausgestattet, dass dieser in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Umsatz der Gruppe ist ggü. dem Vorjahr um 22,5 % gewachsen, verursacht im Wesentlichen durch organisches Wachstum, Preissteigerung und den Erwerb neuer Klinik- und MVZ-Standorte. Insgesamt wurden in den ATOS Kliniken in 2022 19.695 Patienten stationär behandelt (Vj.17.869), dabei wurden 21.103 Case Mix Punkte (Vj.18.381) erzielt. Der im Vorjahr für 2022 prognostizierte Anstieg der Fallzahlen und Case Mix Punkte von 7-8 % konnte damit erreicht werden. Der Case Mix Index belief sich auf 1,07 (Vj.1,03). Das EBITDA vor Einmaleffekten lag bei TEUR 17.002 und damit leicht über dem Vorjahr und unterhalb der Prognose (8-10 % ggü. Vorjahr) für das Geschäftsjahr. Wesentliche Gründe für die Abweichung resultieren aus Kostensteigerungen sowie Covid-19-bedingten Ausfällen von Operationen, die nicht kurzfristig kompensiert werden konnten.

Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde eine Vielzahl von Aktivitäten zur Stärkung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns angestoßen, wie z.B. die weitere Hebung von Synergien im Einkauf oder Kostensenkungen, welche die Ergebnisse zukünftig nachhaltig positiv beeinflussen.

D. Hinweise auf die Risiken der künftigen Entwicklung

Die fortlaufende Überwachung der Geschäftsrisiken ist ein integraler Bestandteil der Tagesordnung der Führungsebene des Konzerns. Die für die frühzeitige Risikoerkennung genutzten Instrumente sind in erster Linie die täglichen und wöchentlichen Berichte zur Leistungsentwicklung und Liquidität sowie die monatliche Berichterstattung der KPIs, der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Personalsituation und Klinikauslastung an die Geschäftsführung sowie für externe Risiken Publikationen und Fachnewsletter unterschiedlicher Organisationen, wie z. B. DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft), VPKA (Verband der Privatkrankenanstalten Bayern), KMA (Krankenhaus Management) und myDRG (DRG Forum).

Risiken werden definiert als mögliche künftige Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer negativen Abweichung von den prognostizierten Zielen führen könnten und anhand folgender Risikomatrix bewertet:

> TEUR 1.000 mittel hoch hoch
TEUR 250 bis TEUR 1.000 gering mittel mittel
<TEUR 250 gering gering gering
Auswirkung / Eintrittswahrscheinlichkeit < 33 % 33 - 66 % >66 %

Wesentliche Risiken, die sich insgesamt bedeutsam auf die VFE-Lage und die beschriebenen Leistungsindikatoren auswirken können:

Operative Risiken, wie z. B. Infektionen, Nichtnutzbarkeit von Räumen werden minimiert durch angemessene Steuerungsmechanismen und den Einsatz qualifizierter, erfahrener und geschulter Mitarbeiter. Die Workflows sind in Form von dokumentierten Informationen in den Qualitätsdokumentationssystemen hinterlegt. Diese werden fortlaufend aktualisiert. Um Mängel und Fehler zu minimieren, wurde das klinische Risikomanagement eingeführt, die Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und weiter ausgebildet. Daher wird das Risiko eines operativen Ausfalls und damit eines korrespondierenden Umsatzrückgangs als gering eingeschätzt.

Dem Zinsänderungsrisiko wird seit dem Geschäftsjahr 2022 durch den Abschluss von Sicherungsinstrumenten (Zins-Cap) begegnet. Für detailliertere Ausführungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss verwiesen. Das Risiko wird als mittel eingestuft.

Dem möglichen Fehlen qualifizierten Personals setzt der Konzern entsprechende externe Maßnahmen im Bereich Personalwerbung sowie interne Maßnahmen durch umfassende Personalentwicklungsprogramme entgegen. Dem allgemeinen Engpass geschulten Klinikpersonals begegnen wir mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen, z. B. zielgerichtete Kampagnen in vielen social media Kanälen, eine neue website oder die Teilnahme an Messen sowie eigene Veranstaltungen. Dies ermöglicht uns qualifizierte und motivierte Mitarbeiter anzuwerben und den hohen Qualitätsstandard der Behandlung zu halten. Gleichzeitig schulen wir junge Mitarbeiter und binden sie an die Gruppe. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für bedeutsame Auswirkungen auf die VFE-Lage durch fehlendes Personal wird als mittel bewertet.

Das Kreditrisiko ist definiert als das Risiko des Ausfalls einer Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Verpflichtungen, was zu einem finanziellen Verlust für den Konzern führen könnte. Da der Großteil der Schuldner des Konzerns gesetzliche Krankenkassen oder private Krankenversicherungen sind, wird dieses Risiko als gering erachtet. Sonstige Schuldner, insbesondere Selbstzahler, müssen häufig Abschlagszahlungen für ihre Behandlung im Voraus leisten. Darüber hinaus sind diese Kundenforderungen kleinteilig und stellen kein Klumpenrisiko dar. Das Ausfallrisiko von Kundenforderungen ist im Jahresergebnis bereits durch Wertberichtigungen abgebildet. Deshalb werden negative Entwicklungen auf das Konzernergebnis als gering eingeschätzt.

Risiken aus der Akquisition von Kliniken oder MVZs werden durch eine detaillierte Due Diligence, vertragliche Absicherung sowie einer schnellen Integration und Realisierung von Synergien Rechnung getragen und werden deshalb als gering bewertet.

Sonstige Risiken, wie Umweltrisiken sowie Risiken hinsichtlich der Management- und Kontrollsysteme oder unserer IT-Systeme werden als gering erachtet. Generell bestehen Risiken im Bereich der IT-Sicherheitsmaßnahmen inkl. Cyber, Kontrollen und Inspektionen, die aufgrund fortlaufender Investitionen in moderne Hard- und Software sowie interne Schulungen als gering eingeschätzt werden.

Weitere Risiken infolge von regulatorischen Änderungen im Gesundheitswesen sind für den Konzern potenziell relevant. Dazu gehören einerseits potenzielle Gesetzesinitiativen zu Veränderungen der privaten Krankenversicherung oder Beihilfe sowie andererseits negative Änderungen bei der Bewertung von Leistungen oder im DRG- Katalog. Durch die hohe konstante Zahl an Privatversicherten in Deutschland (etwa 8,7 Mio.) 13 sowie die hohe Anzahl der Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftssegment wird das Risiko einer grundlegenden Änderung als unwahrscheinlich eingeschätzt. Aufgrund der potenziell kritischen negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird das Risiko dennoch als mittleres Risiko eingestuft.

Das Risiko, dass die Krankenhäuser im Bettenplan (Plankrankenhäuser) durch die geplante Krankenhausreform nicht mehr weiterbetrieben werden können, wird als sehr gering erachtet. Obgleich die Strukturvorgaben noch nicht klar sind, werden alle Maßnahmen ergriffen, um die Auflagen für die Weiterführung möglich zu machen. Das Risiko des Weiterbetriebs von MVZs wird ebenfalls als sehr geringeingeschätzt. Selbst wenn die weitere Akquisition von MVZs nicht möglich sein sollte, ist das weitere Wachstum der Gruppe wenig gefährdet.

Aus der Nichteinhaltung von Covenants aus Finanzierungsvereinbarungen ergibt sich ein weiteres Risiko. Diesem Risiko wird durch eine laufende Überwachung der Einhaltung der vereinbarten Covenants Rechnung getragen. Deshalb wird das Risiko als gering eingeschätzt, allerdings angesichts der andauernden Covid-19 Krise sowie der aktuellen Entwicklungen der Ukraine Krise mit potenziell negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird das Risiko temporär mit mittel bewertet.

13 Bundeszentrale für politische Bildung, Krankenversicherungsschutz, 2022 (https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61813/krankenversicherungsschutz/)

Die Covid-19 Krise hat die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auch im Jahr 2022 belastet. Die wesentlichen Gründe dafür sind die sehr hohen Ansteckungsraten (Inzidenzen), die zu erhöhten Ausfällen im Personalbereich sowie zu kurzfristigen Absagen von (infizierten) Patienten, die zu Umsatzausfällen führten. Gegenmaßnahmen konnten nur bedingt diese Lücken schließen. Dazu kam eine nur unwesentliche Förderung im Rahmen der Verordnung zu Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser des Bundesministeriums für Gesundheit. Durch das Ende der COVID-19 Regulierungen wird allerdings für 2023 eine Normalisierung erwartet, weshalb das Risiko als gering eingeschätzt wird.

Die Ukraine-Krise wird auch 2023 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermutlich belasten. Für 2023 werden eine nach wie vor hohe Inflation, Preissteigerungen für Material und Energie sowie teilweise Lieferengpässe erwartet. Dem wird mit zahlreichen kostensenkenden Maßnahmen und Preissteigerungen sowie durch ein tägliches und enges Monitoring der Umsetzung der Einzelmaßnahmen entgegengesteuert. Das Risiko aus inflationsbedingten Preissteigerungen für u.a. Material, Miete, Personal wird mittelfristig über Preissteigerungen kompensiert. Vor die- und Ertragslage derzeit als mittel eingeschätzt.ine Krise auf die Vermögens-, Finanz-

E. Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen sind definiert als mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine positive Abweichung von den geplanten Zielen implizieren. Aus den nachfolgend beschriebenen Chancen können sich demnach positive Auswirkungen auf die dargestellten Leistungsindikatoren ergeben.

Aufgrund der demographischen Entwicklung (Wachstum der älteren Bevölkerung in Deutschland) 14 und der damit in Zusammenhang stehenden Entwicklung der in Zukunft auftretenden Krankheitsbilder ist auch weiterhin mit einer großen Nachfrage nach den durch den Konzern angebotenen Leistungen zu rechnen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingeschätzt.

Ein weiteres Wachstum durch die Akquisition neuer Kliniken oder MVZs wird die Stellung der Gruppe als Anbieter hochqualitativer, akutstationärer sowie ambulanter medizinischer Leistungen in Deutschland weiter unterstützen und eine noch höhere Konkurrenzfähigkeit bieten. Durch die permanente Weiterentwicklung von medizinischen Standards in der Gruppe und konsequenter Weiterbildung unserer Mitarbeiter wollen wir unseren Patienten und Partnern auch künftig qualitativ hochwertige Leistungen anbieten und unsere Marktposition ausbauen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit mittel bewertet.

14 Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz zu Bevölkerung im Wandel: Ergebnisse der 15. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, 2022, S.2

Die Betrachtung der unterschiedlichen Risiken der Gruppe führt zur Einschätzung, dass wir keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt sind. Wir sind überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch zukünftig erfolgreich zu meistern. Gleichzeitig verfolgen wir die sich bietenden Chancen und werden neue Möglichkeiten aktiv suchen, deren Umsetzung prüfen und gegebenenfalls vorantreiben. Sofern sich zusätzlich zu den prognostizierten Entwicklungen Chancen ergeben oder diese schneller als erwartet eintreten sollten, könnte dies positive Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage haben.

G. Ausblick

Aufgrund der negativ beeinflussten Leistung durch Covid-19 in 2022 sowie Effekten der in 2022 und 2023 akquirierten Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren wird in 2023 mit einer Zunahme von Fallzahl und Case Mix Punkte von rund 9-11 % ggü. Vorjahr gerechnet. Beim Umsatz- und EBITDA Wachstum vor Einmaleffekten wird eine Steigerung ggü. 2022 in etwa 15-20 % erwartet.

Die Simulation verschiedener Szenarien zeigt, dass es aus heutiger Sicht auch in pessimistischen Szenarien gelingt, die Liquidität der Gruppe zu sichern und die Financial Covenants bis mindestens Mitte 2025 einzuhalten. Annahme der Szenarien sind eine Entspannung der Covid-19 Einschränkungen und -entwicklung sowie keine europaweite Ausweitung der Ukraine-Krise.

 

München, den 5. Mai 2023

ATOS Gruppe GmbH & Co. KG

vertreten durch die Komplementärin ATOS Management GmbH

Martin von Hummel

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