E. Winkemann GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Westphal seit 4.6.2012 | Geschäftsführer |
Bernd Heinrich Dr. Ing Sent seit 4.6.2012 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Origo Wista GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernlagebericht Origo Wista GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2016I. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen Origo Wista GmbH und der Tochtergesellschaft E. Winkemann GmbH. Der Konzern ist im Wesentlichen Automobilzulieferer. Mit rd. 63 % (VJ: rd. 65 %) werden zu einem großen Anteil die OEM's direkt und mit rd. 25 % (VJ: rd. 23 %) werden deren Zulieferer beliefert. OEM Kunden sind sowohl Hersteller im Premiumsegment als auch Volumenhersteller. Dabei werden alle Standorte der Kunden weltweit vom Standort in Plettenberg aus bedient. Hergestellt werden technisch erläuterungsbedürftige Produkte, die gemeinsam mit den Kunden und der fertigungstechnischen Expertise des Produktmanagements des Konzerns entwickelt werden. Der Konzern liefert systemrelevante Präzisionsstanzteile für den automobilen Antriebsstrang, die mit unterschiedlichen Fertigungstechniken (Wärmebehandeln, Schleifen, Waschen unter Restschmutzbedingungen, kamerabasierte 100 % Sortierung) weiter bearbeitet werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine hohe Logistik-und Qualitätsperformance gelegt. 2. Forschung und Entwicklung Die wesentlichen Aufgaben der Abteilungen Forschung & Entwicklung und Produktmanagement sind:
In dem F & E Bericht für das Geschäftsjahr 2016 werden die Entwicklungsstrategie und die daraus abgeleiteten Projekte festgelegt. Diese Projekte zielen auf eine produkt- und kundenbezogene Weiterentwicklung des Konzerns ab und dienen damit der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Während in 2011 weltweit rd. 13,0 Mio. PKW's durch die deutschen Hersteller produziert wurden, kam es im Jahr 2012 zu einer Steigerung von rd. 5 % auf 13,2 Mio. PKWS. Im Jahr 2013 wurden 14,1 Mio. PKWS produziert. Vergleichend dazu wurden im Jahr 2014 14,9 Mio. PKWS produziert. Dies entspricht einer Steigerung von rd. 6,1 %. Demgegenüber fiel die Steigerung in 2015 mit 1,3 % auf 15,1 Mio. produzierten PKW's nur moderat aus. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 15,8 Mio. PKWS durch die deutschen Hersteller produziert. Dies entspricht einer Steigerung von 4,5 %. Begründet durch vorgezogene Einmaleffekte im Jahr 2015 hat der Konzern an dieser Steigerung nur mit 0,6 % Umsatzwachstum partizipiert. 2. Geschäftsverlauf Der Konzern hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse von T€ 79.860 realisiert. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 entspricht das einer Steigerung von rd. 0,6 % (rd. T€ 509). Eine regionale Analyse des Umsatzes zeigt folgendes Bild: T€ 59.301 entfielen auf Umsätze mit inländischen Kunden. T€ 20.558 wurden mit ausländischen Kunden realisiert, die mit T€ 15.997 überwiegend Kunden aus dem Gebiet der Europäischen Union betreffen. Mit Kunden aus Drittländern wurden Umsatzerlöse von T€ 4.561 erzielt. Während die Inlandsumsätze um 4,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken sind, war bei den Auslandsumsätzen ein signifikanter Anstieg von 19,9 % zu verzeichnen. Dieser deutliche Anstieg der Auslandsumsätze ist im Wesentlichen durch die Geschäftsausweitung mit dem Kunden Mitsubishi MTEE verursacht. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2016 als gut zu bezeichnen. 3. Lage des Konzerns i. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern Umsatzerlöse von T€ 79.860 (VJ: T€ 79.351). Unter Berücksichtigung eines Bestandsaufbaus (T€ 159), der im Wesentlichen aus einer auftragsbedingt höheren Bevorratung mit unfertigen Erzeugnissen und einem deutlichen Abbau der Fertigerzeugnisse zum 31.12.2016 resultiert, und der aktivierten Eigenleistungen (T€ 1.037) ergibt sich eine Gesamtleistung von T€ 81.056 (VJ: T€ 80.683). Die aktivierten Eigenleistungen entfallen im Wesentlichen auf die Herstellung von Werkzeugen für die Produktion von Stanzteilen. Die Rohertragsmarge des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2016 mit 62,1 % leicht um 0,4%-Punkte gegenüber der Rohertragsmarge des Vorjahres (61,7 %) angestiegen. Der Betriebsaufwand des Konzerns wurde im Berichtsjahr im Wesentlichen von den Personalkosten (T€ 22.281) sowie von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 5.923) geprägt, die zusammen rd. 35 % (VJ: rd. 35 %) der Gesamtleistung des Konzerns ausmachen. Die Erhöhung der Personalaufwendungen um T€ 518 (+2,4 %) auf T€ 22.281 resultiert im Wesentlichen aus:
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 754 auf T€ 5.923 bei gleichzeitigem leichtem Anstieg der Gesamtleistung ist im Wesentlichen mit geringeren Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen (-T€ 505) und Zeitarbeitspersonal (-T€ 448), dem insbesondere höhere Zuführungen zur Rückstellung für Werkzeugkostenzuschüsse (+T€ 280) sowie Aufwendungen für Leihemballagen (+T€ 190) gegenüber standen, zu begründen. Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 1.036 (VJ: T€ 1.370) enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 844 (VJ: T€ 1.025). Der Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von T€ 23.079 (VJ: T€ 22.631) erzielen. Im Jahresvergleich ist damit eine EBITDA-Marge von 28,5 % auf dem Niveau des Vorjahres (28,0 %) festzustellen. Kostensteigerungen, insbesondere für Personalaufwendungen, wurden mit geringeren Aufwendungen u. a. für Material, Instandhaltung und Zeitpersonal sowie einer Steigerung des Rohertrags kompensiert. In Folge leicht rückläufiger Abschreibungen ist die EBIT-Marge von 14,8 % auf 15,7 % gestiegen. Das EBIT lag absolut bei T€ 12.726 (VJ: T€ 11.931). Das Finanzergebnis (-T€ 2.887) resultiert hauptsächlich aus Zinsaufwendungen für langfristige Bank- und Gesellschafterdarlehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Kommanditanteile an der E. Winkemann GmbH & Co. KG im Jahr 2012. Die Verbesserung des Finanzergebnisses um T€ 1.484 resultiert überwiegend aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen sowie der gemäß § 253 Abs. 2 HGB geänderten Abzinsung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, ausgehend von einem über 10 Jahre an Stelle von einem bisher über 7 Jahre ermittelten durchschnittlichen Zinssatz. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (T€ 9.895; VJ: T€ 7.617) ist durch Sondereffekte von T€ 6.246 (VJ: T€ 6.333) aus der Übernahme der E. Winkemann GmbH & Co. KG im Jahr 2012 belastet. Hierbei handelt es sich um die planmäßigen Abschreibungen des um aufgedeckte stille Reserven erhöhten Anlagevermögens sowie des Geschäfts- oder Firmenwertes. Aus der Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Buchwerten resultierte im Geschäftsjahr 2016 ein Ertrag von T€ 666, der durch laufende Ertragsteueraufwendun-gen für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von T€ 3.864 überkompensiert wurde. Insgesamt beläuft sich der Ertragsteueraufwand des Berichtsjahres somit auf T€ 3.199 (VJ: T€ 2.382). Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 6.640 (VJ: Jahresüberschuss T€ 5.178). ii. Finanzlage a. Kapitalstruktur Zur Finanzierung des Erwerbs der Kommanditanteile an der E. Winkemann GmbH & Co. KG im Jahr 2012 wurden dem Konzern langfristige Gesellschafter- und Bankdarlehen zur Verfügung gestellt. Das Gesellschafterdarlehen ist im Jahr 2037 endfällig. Um den Zinsvorteil der Bankdarlehen gegenüber den Gesellschafterdarlehen intensiver zu nutzen, wurden die Bankdarlehen am 29.07.2016 um T€ 6.000 aufgestockt. Nach planmäßigen Tilgungen von T€ 2.800 liegen die Darlehensvaluten von T€ 21.800 am 31.12.2016 um T€ 3.200 über dem Vorjahreswert. Mit der Aufstockung der Bankdarlehen sind günstigere Konditionen und eine Verlängerung der Laufzeiten um ein Jahr auf ca. fünf bzw. ca. sechs Jahre verbunden. Der Konzern hat sich im Darlehensvertrag gegenüber den Kreditinstituten zur Einhaltung von Finanzkennzahlen verpflichtet, die im Berichtsjahr vollumfänglich eingehalten wurden. Aus der Aufstockung der Bankdarlehen und einem vorhandenen Liquiditätsüberschuss wurden die Gesellschafterdarlehen um T€ 16.000 zurückgeführt. Das Gesellschafterdarlehen valutiert zum 31.12.2016 mit T€ 21.984 (VJ: T€ 35.728). Bedingt durch den Jahresüberschuss von T€ 6.640 ergibt sich ein bilanzielles Eigenkapital von T€ 14.951. Das wirtschaftliche Eigenkapital des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag T€ 36.935 unter Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens (T€ 21.984). Bei einer um T€ 4.062 auf T€ 70.324 gesunkenen Bilanzsumme ergibt sich eine hohe wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 52,5 % (VJ: 59,2%). b. Investitionen Im Geschäftsjahr 2016 wurden T€ 3.118 in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände investiert, die überwiegend in Höhe von T€ 984 den Bau von Werkzeugen und in Höhe von T€ 2.134 überwiegend andere Sachanlagen betreffen. Die wesentlichen Anlagen-Investitionen waren:
c. Liquidität Am 31.12.2016 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von T€ 1.302 (VJ: T€ 395). Aus dem operativen Geschäft wurde ein deutlich positiver Cashflow zur Finanzierung von Kapitaldienst und notwendigen Investitionen erwirtschaftet. Im Jahr 2016 wurden die Bankdarlehen von T€ 18.600, unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgungen, auf T€ 21.800 erhöht. T€16.000 wurden zur vorzeitigen Tilgung von Gesellschafterdarlehen eingesetzt. Die relativ niedrigen liquiden Mittel zum Bilanzstichtag resultieren aus freiwilligen Sondertilgungen der langfristigen Darlehen. Die Finanzierung der zukünftigen Geschäftstätigkeit ist durch das langfristig bereitgestellte Gesellschafterdarlehen, die Bankdarlehen und den weiterhin erwarteten positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft sichergestellt. Ferner steht dem Konzern ein Kontokorrentkredit zur Verfügung. iii. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum Stichtag 31.12.2016 beträgt T€ 70.324 (VJ: T€ 74.386). Insbesondere verringerte sich das langfristig finanzierte Anlagevermögen auf T€ 48.313 (VJ: T€ 55.562).Die Anlagenintensität ist mit. 68,7 % (VJ: 74,7 %) leicht gesunken. Darin enthalten ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von T€ 31.934 (VJ: T€ 37.921), der aus der Anwachsung der E. Winkemann GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2012 resultierte und bis 2022 planmäßig abgeschrieben wird. Der Anteil des Vorratsvermögens am Konzernvermögen beträgt 13,4 % (VJ: 12,2 %) und beinhaltet die fertigen und unfertigen Stanzerzeugnisse (T€ 5.527) sowie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (T€ 3.887), die überwiegend aus Rohmaterialien bestehen. Auftragsbedingt haben sich die Bestände an Rohstoffen und unfertigen Erzeugnissen gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Insgesamt sind die Vorräte zum 31.12.2016 mit T€ 362 über dem Vorjahreswert festzustellen. Die bis auf T€ 331 kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 7.450; VJ: T€ 6.178) stellen 10,6 % (VJ: 8,3 %) der Bilanzsumme des Konzerns dar. Innerhalb der kurzfristigen Forderungen stellen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 6.911 (VJ: T€ 5.716) den größten Posten dar. Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insbesondere auf, gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, höhere Umsatzerlöse in den Monaten November und Dezember 2016 zurückzuführen. Auf der Passivseite führte der Abbau der Verbindlichkeiten (-T€ 11.679), dem ein Anstieg der Rückstellungen (+T€ 976) und des Eigenkapitals (+T€ 6.640) gegenüber stand, zur Abnahme der Bilanzsumme um T€ 4.062 auf T€ 70.324. Der Aufbau der sonstigen Rückstellungen um T€ 599 auf T€ 4.589 resultiert im Wesentlichen aus einer Rückstellung für mögliche Preisnachlässe für Kunden. III. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren1. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Konzern wird über folgende finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert:
Diese Kennzahlen werden in einem Monatsreporting den Plan- und Vorjahreszahlen gegenübergestellt. 2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren a. Personal Das Tochterunternehmen ist Vollmitglied im Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein Westfalen e.V. Der aktuelle Tarifvertrag findet volle Anwendung. Grundsätzlich werden die von den Tarifparteien vereinbarten Tariferhöhungen in vollem Umfang an die Mitarbeiter weitergegeben. Einige Mitarbeiter erhalten darüber hinaus weiterhin übertarifliche Entgeltbestandteile vergütet. Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt 35 Stunden. Mehrarbeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden gemäß Tarifvertrag vergütet. Am Stichtag 31.12.2016 waren im Konzern 356 Mitarbeiter/-innen (VJ: 344 Mitarbeiter/-innen) inklusive 2 Geschäftsführer beschäftigt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 sind 30 Mitarbeiter/-innen zur Verstärkung in unterschiedlichen Bereichen eingestellt worden. Davon sind 19 Leiharbeiter in befristete Arbeitsverhältnisse übernommen worden. 18 Mitarbeiter/-innen sind ausgeschieden. Unter Bereinigung der Anzahl der Austritte um 4 Mitarbeiter, die in den Ruhestand getreten sind, ergibt sich eine Fluktuationsquote von 4,1 % (VJ: 2,6 %). Mit der Einstellung von 2 Auszubildenden zum 01.08.2016 in allen erforderlichen Fachbereichen hat der Konzern zum 31.12.2016 11 (VJ: 15) Auszubildende beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 3,1 % (VJ: 4,4 %). Wegen der rückläufigen Quote werden verstärkt Aktivitäten unternommen, weitere Auszubildende für das Tochterunternehmen zu gewinnen. b. Umwelt Im Berichtsjahr gab es keine umweltrelevanten Vorkommnisse. Im Geschäftsjahr 2016 sind folgende Maßnahmen bearbeitet worden:
Besonderes Augenmerk wird im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen auf folgende Schwerpunkte gelegt:
IV. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageAufgrund
konnte der Konzernjahresüberschuss des Vorjahres von T€ 5.178 auf T€ 6.640 gesteigert werden. Er liegt oberhalb unserer Erwartungen. Im Vergleich zur Planung für das Geschäftsjahr 2016 ergaben sich im Ist auch bei den Umsatzerlösen, der Gesamtleistung, dem EBITDA sowie dem EBT positive Abweichungen. Vor diesem Hintergrund ist die Ertragslage insgesamt als gut zu bezeichnen. Durch den Konzernjahresüberschuss konnte das bilanzielle Konzerneigenkapital deutlich gestärkt werden. Unter Berücksichtigung des langfristigen Gesellschafterdarlehens ergibt sich bei wirtschaftlicher Betrachtung eine hohe Konzerneigenkapitalquote von 52,5 % (VJ: 59,2 %). Aufgrund des erneut hohen operativen Cashflows wurden planmäßig Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geleistet und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern reduziert. Die Finanzlage ist vor dem Hintergrund der bestehenden langfristigen Finanzierung, der weiterhin erwarteten Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit, der liquiden Mittel und der verfügbaren Kontokorrentkreditlinien als gut zu bezeichnen. Der Auftragsbestand ist gegenüber dem Vorjahr in Folge hochlaufender Neuaufträge und guter Konjunktur deutlich gestiegen. Er betrug zum 31.12.2016 € 62,1 Mio. (VJ: € 48,0 Mio.). Davon entfallen auf Liefertermine der nächsten 12 Monate € 52,0 Mio. (VJ: € 44,9 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von 15,8 %. V. Chancen- und RisikoberichtZur Früherkennung möglicher Chancen und Risiken wird ein Balanced Score-Card-System geführt und als Steuerungsinstrument für den Konzern eingesetzt. In dieser Score-Card sind Kennzahlen zu folgenden Bereichen dargestellt:
Für die Entwicklung des Konzerns bestehen folgende wesentliche Chancen und Risiken: Konjunktur: Die aktuellen Voraussagen der Bundesregierung beziffern die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts 2017 mit +1,4 %. Der leichte Wachstumsrückgang gegenüber den Vorjahren (2015: 1,7 % und 2016: 1,9 %) soll nicht Ausdruck einer sich eintrübenden wirtschaftlichen Perspektive sein, sondern wird zum großen Teil auf den Effekt einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen zurückgeführt. Nach Aussage des VDA aus Dezember 2016 soll die Wachstumskurve der weltweiten Automobilindustrie grundsätzlich mit rd. 2 % oder 83,6 Mio. Einheiten flacher verlaufen. Die Entwicklung in den einzelnen Märkten ist dabei differenziert zu betrachten. Während für den westeuropäischen Automobilmarkt eine stabile Entwicklung im Volumen von 13,9 Mio. Einheiten erwartet wird, soll der chinesische Pkw-Markt um 5 % wachsen. Kundenstruktur: Der Konzern weist eine Fokussierung auf die Automobilindustrie und innerhalb dieser Branche auf deren deutsche Premiumkunden auf. Mit rd. 63 % (VJ: rd. 65 %) werden direkt die Automobilhersteller und mit rd. 25 % (VJ: rd. 23 %) werden deren Zulieferer beliefert. Damit wird der Umsatz mit rd. 88 % (VJ: 88 %) in der Automobilindustrie realisiert. Qualität: Verbunden mit der Annahme von komplexeren Produkten, die direkt an den OEM an seine internationalen Standorte geliefert werden, können Qualitätsrisiken entstehen, die mit entsprechenden vorbeugenden Maßnahmen in der Technik und in den produktionsbegleitenden Fertigungsprüfungen reduziert werden müssen. Termine (Bandstillstand beim Kunden, insbesondere in der Automobilindustrie): In wöchentlichen Besprechungen der Geschäftsführung mit der Produktion, dem Vertrieb und dem Einkauf werden die aktuelle Liefersituation und die daraus resultierenden Maßnahmen besprochen. Vormaterialbeschaffung: Für das Jahr 2017 werden deutlich steigende Vormaterialpreise erwartet. Als Planungsprämisse wurde eine Erstattung des Preisanstieges durch die Kunden unterstellt. Elementarschäden (Hochwasser, Blitz): Es ist ein funktionierender Notfallplan mit Rufbereitschaft umgesetzt worden. Versicherungen: Zur Überwälzung von Risiken wurde in 2016 im jährlichen Turnus der Versicherungsschutz überprüft und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Finanzierung: Vor dem Hintergrund der akquisitionsbedingten Finanzierungsstruktur ist die Aufrechterhaltung der Kapitaldienstfähigkeit von der weiterhin erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns abhängig. Zusammenfassend können als größte marktbezogene Chancen und Risiken für das Jahr 2017 identifiziert werden:
VI. PrognoseberichtNach dem verhaltenen Start des Jahres 2016 nahm das zweite Halbjahr doch deutlich Fahrt auf. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wieder. Mit Stand vom 18.11.2016 sind für das Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse von T€ 81.853 (VJ: T€ 79.860) geplant worden. Eine Analyse des Auftragsbestandes zum 09.02.2017 zeigt in Verbindung mit einer entsprechenden Hochrechnung eine deutliche Planüberschreitung. Demzufolge wird das erste Quartal voraussichtlich mit einer Um-satzplanüberschreitung von ca. € 1,6 Mio. und das erste Halbjahr 2017 voraussichtlich mit einer Umsatzplanüberschreitung von ca. € 3,3 Mio. verlaufen. Aktuell ist ein deutlicher Anstieg der Vormaterialpreise von ca. 120 €/to zu verzeichnen. Diese Preiserhöhung wird mit den Kunden verhandelt. In der Vergangenheit konnte eine solche Preiserhöhung immer beim Kunden durchgesetzt werden. Der Personalaufwand wurde aufgrund von erwarteten Gehaltsanpassungen im Rahmen der Tarifverhandlungen geringfügig oberhalb des Niveaus des Vorjahres geplant. Für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sind im Geschäftsjahr 2017 rd. € 6,6 Mio. geplant. Insgesamt erwarten wir in 2017 wegen der voraussichtlich deutlichen Überschreitung im Umsatz einen leichten Anstieg des EBITDA, der auch zu einem leichten Anstieg des Jahresüberschusses führen soll.
Plettenberg, den 20. März 2017 Origo Wista GmbH Dr. Bernd Sent Jürgen Westphal Konzernbilanz der Origo Wista GmbH, München, zum 31. Dezember 2016Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Origo Wista GmbH, München, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016
Konzernanhang der Origo Wista GmbH, München, für das Geschäftsjahr 20161. Allgemeine AngabenDie Origo Wista GmbH, München (Amtsgericht München, HRB 197133), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB erstellt. Im Berichtsjahr wurden die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG) geänderten Vorschriften des HGB erstmals angewandt. Die Änderungen betreffen insbesondere die Anwendung des geänderten Gliederungsschemas für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Umgliederungen vom Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in die "Umsatzerlöse". Aufgrund der Änderungen ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur bedingt gegeben. Im Übrigen entsprechen Darstellung und Gliederung des Konzernabschlusses den Vorjahresgrundsätzen. Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der vorgenommenen Bewertungsänderungen bei den Pensionsrückstellungen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die gesetzlich in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehenen Angaben im Anhang aufgeführt. 2. Abgrenzung des KonsolidierungskreisesDer Konsolidierungskreis besteht aus dem Mutterunternehmen Origo Wista GmbH und ihrer Tochtergesellschaft E. Winkemann GmbH, an der die Origo Wista GmbH 100 % der Anteile hält. 3. KonsolidierungsgrundsätzeDem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2016. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Folgekonsolidierung erfasst den Konzernanteil, der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die konzerninternen Erträge und Aufwendungen vollkonsolidiert. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschieden) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer der empfangenden Gesellschaft. Die Steuersätze betragen insgesamt 31,58 % (VJ: 31,58 %). Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethode beachtet. 4. RechnungslegungsgrundsätzeIm Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisstetigkeit beachtet. Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen aufgestellt. 4.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der bestehenden Kundenbeziehungen sowie der langfristigen Produktlebenszyklen über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. 4.2 Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für Werkzeuge aus eigener Fertigung werden nach zurechenbaren Personal- und Maschinenstunden für Konstruktion und Werkzeugbau die Herstellungskosten ermittelt. Die Bewertung erfolgt mit differenzierten Stundensätzen. Diese tragen der in dem jeweiligen Leistungsmonat bestehenden Kostenrelationen Rechnung und berücksichtigen auch sämtliche Gemeinkosten. Die Abschreibungen auf die Werkzeuge werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Teilweise werden Maschinen und technische Anlagen im Zweischichtbetrieb genutzt. Die Nutzungsdauer dieser Vermögensgegenstände wird entsprechend gekürzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über € 150,00 und bis € 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. 4.3 Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit ihrem Anteil von Einzel- und Gemeinkosten an der Fertigung angesetzt. Soweit sich nach Abzug von Vertriebs- und Verwaltungskosten von dem jeweils für das Geschäftsjahr 2017 gültigen Verkaufserlös ein geringerer Wert ergibt, ist der Bestand per 31.12.2016 zu diesem bewertet. Als un-gängig identifizierte Vorräte sind mit ihrem Schrottwert angesetzt. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurden angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung in die Herstellungskosten einbezogen. 4.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Diese Wertberichtigung wird für Inlandsforderungen mit 0,5 % (VJ: 0,5 %) und für solche an ausländische Kunden mit 0,1 % (VJ: 0,1 %) angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips. 4.5 Latente Steuern Latente Steuern wurden im Wesentlichen gebildet auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sachanlagen, den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaften verwendet. 4.6 Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem modifizierten handelsrechtlichen Teilwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung der Neuregelungen des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,01 %. (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 3,89 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31.12.2016 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen (Bewertungsänderung) in Höhe von T€ 463 (Unterschiedsbetrag). Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten und von 1,75 % bzw. 1,0 % bei den Renten ausgegangen. Ferner wurde eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 2,00 % p. a. berücksichtigt. Die Bewertung berücksichtigt keine Fluktuationsrate. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Erträge aus der Abzinsung werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr wird verzichtet. Für die an Kunden fakturierten Zuschüsse für die Herstellung von Neuwerkzeugen werden Rückstellungen auf der Basis einer monatsgenauen Verteilung auf die der Werkzeugfertigstellung folgenden 36 Monate gebildet. 4.7 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestanden am Bilanzstichtag 2016 nicht. 5. Erläuterungen der Konzernbilanz5.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 4) im Geschäftsjahr 2016 ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. 5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 331 (VJ: T€ 335) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Nach den Vorschriften des BilMoG sind Aufwandsrückstellungen nicht mehr zulässig. Dies betrifft die Rückstellung für die Generalüberholung von Produktionsanlagen. Für die zum Umstellungsstichtag 01.01.2010 vorhandene Rückstellung wurde von der E. Winkemann GmbH & Co. KG anstelle der Auflösung zu Gunsten der Rücklagen für die Fortführung optiert. Nach den Planungen der Gesellschaft wird die verbliebene Rückstellung in vollem Umfang in Anspruch genommen werden. 5.4 Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 714 (VJ: T€ 1.475) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 7 (VJ: T€ 8) ausgewiesen. 6. Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung6.1 Änderungen durch BilRUG bei Ausweis und Gliederung Darstellung und Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Berichtsjahr an die durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB angepasst. Infolge der geänderten Gliederungsvorschriften des § 275 HGB ist der im Vorjahr ausgewiesene Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" (€ 7.616.667,68) entfallen. Neu eingefügt wurde im Berichtsjahr der Posten "Ergebnis nach Steuern". Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG wurden bislang unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Erträge im Berichtsjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden zulässigerweise nicht angepasst, weshalb eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr diesbezüglich nicht gegeben ist. Unter Anpassung der Vorjahreszahlen hätten sich für das Jahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 79.410 ergeben. 6.2 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
6.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 950 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit T€ 844 sowie um Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten mit T€ 106. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die Rückstellungen für Werkzeugkostenzuschüsse, welche periodisierenden Charakter haben. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 361 enthalten, die insbesondere aus der Bildung von Rückstellungen für mögliche Preisnachlässe der Jahre 2014 und 2015 (T€ 345) resultieren. 6.4 Aufwendungen für Altersversorgung In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 36 (VJ: T€ 31) enthalten. 6.5 Auf- und Abzinsung von Rückstellungen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von T€ 20 (VJ: T€ 5) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von T€ 87 (VJ: T€ 519) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 6.6 Kursgewinne und -verluste In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 1 (VJ: T€ 7) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von T€ 3 (VJ: T€ 2). 6.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von T€ 666 (Vj. T€ 877). 7. Sonstige Angaben7.1 Offenlegungserleichterungen Für die E. Winkemann GmbH, Plettenberg, werden die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. 7.2 Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverpflichtungen in Höhe von T€ 31.600 aus einem Konsortialkreditvertrag zu Gunsten eines Tochterunternehmens, den die Origo Wista GmbH gemeinsam mit diesem als Verpflichtete geschlossenen hat. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und der Generierung eines ausreichenden positiven Cashflows des Tochterunternehmens als gering eingeschätzt. 7.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen:
7.4 Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31.12.2016 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. 7.5 Personal Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 331 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Zusammensetzung stellt sich wie folgt dar:
7.6 Geschäftsführung des Mutterunternehmens Geschäftsführer sind:
7.7 Honorar des Konzernabschlussprüfers
Von den Abschlussprüferleistungen entfallen T€1 auf das Geschäftsjahr 2015. 7.8 Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelbestand besteht ausschließlich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten. 7.9 Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung latenter Steuern bei der Origo Wista GmbH in Höhe von T€ 3.687 einer Ausschüttungssperre. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen der E. Winkemann GmbH mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (in Vorjahren: sieben Jahre) ergab sich zum Bilanzstichtag 2016 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 463. Auf der Grundlage des BMF-Schreibens vom 23. Dezember 2016 hat die Gesellschaft ihren handelsrechtlichen Gewinn ohne Berücksichtigung der ansonsten gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu beachtenden Ausschüttungssperre im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Origo Wista GmbH abgeführt. Dem Mutterunternehmen stehen am Bilanzstichtag insgesamt T€ 6.264 (VJ: T€ 289) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. 7.10 Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung der Origo Wista GmbH schlägt vor, den Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von T€ 9.951 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 20. März 2017 Origo Wista GmbH Dr. Bernd Sent Jürgen Westphal Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Origo Wista GmbH, München, im Geschäftsjahr 2016
Konzernkapitalflussrechnung der Origo Wista GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2016
Konzerneigenkapitalspiegel der Origo Wista GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk: Wir haben den von der Origo Wista GmbH, München, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 21. März 2017 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 der Origo Wista GmbH, München, ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 5. Mai 2017 gebilligt worden. |
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