Beteiligungsgesellschaften
Linden Plastic Manufacturing GmbHLiquidiert
58515 Lüdenscheid, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Shekhar Kumar seit 24.9.2024 | Geschäftsführer |
Stephen Edward Kingsley Graham seit 24.9.2024 | Geschäftsführer |
Michael Simon Baker seit 24.9.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Winning Plastics a.s. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Winning Plastics - Linden GmbHLüdenscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 - 31.12.2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.20221. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS SOWIE ZUR IDENTIFIKATION DER GESELLSCHAFT LAUT REGISTERGERICHT GEMÄß § 264 Abs. 1a HGB Die Winning Plastics - Linden GmbH, Lüdenscheid, wird unter der Registernummer HRB 10343 bei dem Amtsgericht Iserlohn geführt. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Lüdenscheid. Die Winning Plastics - Linden GmbH, Lüdenscheid, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Mutterunternehmen ist die Winning Group a.s., Krizikova 2960/72, Brno, Tchechien. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Winning Group a.s., Brno einbezogen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 der Winning Plastics - Linden GmbH, Lüdenscheid, wurde nach den für alle Kaufleute geltenden allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 bis 10 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beträgt zwischen 3 bis 15 Jahren. Das Vorratsvermögen ist unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs angesetzt. Bei einzelnen einzelnen Vorratsbeständen wurden unter Berücksichtigung der Gängigkeit angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden gebildet, um individuelle Risiken abzudecken. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilungen mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen zum Bilanzstichtag ab. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden entsprechend dem handelsrechtlichen Imparitäts- und Realisationsprinzip zum Anschaffungskurs oder jeweiligen niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. 3. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Das Anlagevermögen Im Geschäftsjahr 2022 wurden Teile des Anlagevermögens aus der insolventen Linden GmbH übernommen. Wesentlich besteht dieses zum Stichtag aus immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 77 und Sachanlagen T€ 705. Umlaufvermögen Die in den Vorräten enthalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 1.029, wurden zu Anschaffungskosten nach dem FiFo-Verfahren bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse T€ 711, wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den Einzelkosten die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Vorräte, die länger als zwei Jahre im Bestand gelistet sind, werden zu 100 % abgewertet, da deren Verwendung aufgrund von abgelaufener Haltbarkeit und/oder qualitätskritischer Bedeutung ausgeschlossen ist. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet bzw. das Niederstwertprinzip beachtet. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergaben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen T€ 332 sind zum Nominalwert ausgewiesen. Mit ihrem Nennwert wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 706 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 742 aktiviert. Der Hauptteil der verbundenen Forderungen beinhaltet Forderungen gegen die Linden s.r.o T€ 278 sowie ein Darlehen gegen die Winning IP Lüdenscheid GmbH von T€ 364. Der Wesentliche Anteil der sonstigen Vermögensgegenstände (per 31. Dezember 2022 T€ 664) besteht aus dem Kaufpreiseinbehalt mit der Targobank (T€ 91) bzgl. der Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (echtes Factoring) sowie dem Zahlungseingangsverrechnungskonto mit der Targobank (T€466). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten darüber hinaus sonstige Forderungen aus Kautionszahlungen in Höhe von T€ 20. Diese haben eine Laufzeit von > 1 bis 5 Jahre. Des Weiteren bestehen sonstige Vermögensgegenstände aus Bonusforderungen in Höhe von T€ 30 sowie personalrelevenante sonstige VG in Höhe von T€ 17 Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Das Stammkapital beträgt T€ 25 und ist voll eingezahlt. Rückstellungen Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022 ab. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich, Beratungskosten und Aufwendungen für die Berufsgenossenschaft. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen hauptsächlich aus einem Darlehen der Winning Group a.s.. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen zum Hauptteil aus der Rückstellung von ausstehenden Lieferantenrechnungen. In den Verbindlichkeiten sind insgesamt Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 0,3) enthalten. 4. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß §275 HGB aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind analog zum Vorjahr keine periodenfremden Erträge enthalten. V. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag sind uns nicht bekannt. VI. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Dienstleistungen:
Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt: Sebastian Wagner, kfm. Geschäftsführer Michael Schmidt, kfm. Geschäftsführer Petr Seräk, kfm. Geschäftsführer Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022 hat die Gesellschaft durchschnittlich 91 Mitarbeiter beschäftigt. Diese teilen sich auf die folgenden Gruppen aus:
Vorschlag der Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Lüdenscheid, 31. Juli 2023 Sebastian Wagner, Geschäftsführer Michael Schmidt, Geschäftsführer Petr Seräk, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 - 31.12.2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 -31.12.2022A) Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die Winning Plastics - Linden GmbH - mit Sitz in Lüdenscheid - ist als Spezialist für die Serienfertigung oberflächenveredelter Kunststoffkomponenten im Bereich Automotive tätig. Das Leistungsspektrum umfasst die Wertschöpfungsstufen Artikel-Konstruktion, Kunststoffspritzguss, Oberflächenveredelung, Montage sowie Werkzeugbau. Damit unterstützt die Winning Plastics - Linden GmbH OEM- und Tier1-Kunden von der Designidee bis zum fertigen Serienprodukt. Der Produktionsprozess der Gesellschaft ist eng mit dem der Schwestergesellschaft, der Linden s.r.o, Hustopece, CZ in der Hinsicht verzahnt, dass eine teilweise Verarbeitung von Erzeugnissen in Hustopece erfolgt. Mit wirtschaftlichem Übergang zum 01.01.2022 hat die Winning Plastics - Linden GmbH Vermögensgegenstände und Schulden aus der Insolvenzmasse der Linden GmbH, Herford erworben. In Folge dieser wirtschaftlichen Neugründung hat die Gesellschaft demnach das operative Geschäft im Jahr 2022 aufgenommen und eine Vergleichbarkeit von Kennzahlen und Werten der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit dem Vorjahr ist in diesem Abschluss nicht gegeben. I. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Patente angemeldet. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001, ISO/TS 16949 und DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001, sowie IATF-16949 zertifiziert. Die Winning Plastics - Linden GmbH ist ein nach EN/ISO 14001 zertifizierter Betrieb. Am Standort Lüdenscheid wird daher nach den neuesten Richtlinien für Umweltschutz und Sicherheit gearbeitet. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch externe Dienstleister für Arbeitsschutz und -sicherheit gewährleistet. Darüber hinaus fielen im Geschäftsjahr keine Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung statt, die zu einer Aktivierung führten. B) Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich lt. BMWK im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Gründe für den positiven Verlauf sind Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengpässe. So hat der private Konsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % stark expandiert, da wieder Reisen, Restaurantbesuche, große Kulturveranstaltungen, Feste und Messen möglich waren. Im Jahresdurchschnitt 2022 lagen die Verbraucherpreise um 7,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Inflationsrate hat sich im Dezember 2022 um 1,4 Prozentpunkte auf 8,6 % verringert. Die Dezember-Soforthilfe für Gas und Wärme dürfte für den Rückgang im Dezember eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Teuerung der Energieträger fiel spürbar schwächer aus als in den Vormonaten. Auch zum Jahresende 2022 erweist sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als widerstandsfähig. Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit dürfte zwar nochmals zugelegt haben, sich aber weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Die Arbeitskräfteknappheit wird allerdings zunehmend zur Wachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Jahr 2022 auf ein Höchstniveau. Insbesondere im Dienstleistungssektor suchen fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitenden. Die beantragten Unternehmensinsolvenzen nehmen von einem niedrigen Niveau aus wieder zu. Im Oktober 2022 lagen sie um 17,9 % über ihrem Stand von einem Jahr zuvor. Frühindikatoren deuten auf einen weiteren leichten Anstieg hin, eine "Insolvenzwelle" ist jedoch nicht in Sicht. Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie belief sich im Jahr 2022 auf fast 506,2 Milliarden Euro. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sorgten im Jahr 2020 für einen Rückgang des Umsatzes um 58 Milliarden Euro. Während im Jahr 2021 wieder ein leichter Anstieg verzeichnet werden konnte, erholte sich der Umsatz erst 2022 wieder vollständig und lag sogar deutlich über den rund 436,2 Milliarden Euro aus dem Jahr 2019. Der Großteil der Erlöse wird traditionell im Ausland generiert. Der größte Wirtschaftszweig innerhalb der Automobilindustrie ist die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren. Zwischen 2016 und 2021 ging die Zahl der in Deutschland produzierten Personenkraftwagen gemäß einer Studie der Statista Research Department kontinuierlich zurück. Erst im Jahr 2022 konnten, mit rund 3,4 Millionen, wieder mehr Pkw produziert werden als im Vorjahr. Lieferengpässe, zum Beispiel bei Halbleitern, Werksschließungen und fallende Absatzzahlen, verstärkten den Trend zum Rückgang der produzierten Stückzahlen. Hierbei insbesondere verursacht durch die Folgen des Ukraine-Konfliktes, bspw. die Verknappung des Stahlmarktes und ein extremer Anstieg von Energiekosten, als auch die durch verschiedene Treiber hervorgerufene weltweite Inflation, sorgten für einen weiteren Marktrückgang (- 4%) auf ca. 9,3 Millionen Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) in den Ländern der Europäischen Union im Betrachtungszeitraum (vgl. zum Vorjahr). I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Winning Plastics - Linden GmbH ist als produzierendes Unternehmen im Bereich Automotive insbesondere über die finanziellen Leistungsindikatoren der Umsatzerlöse und EBITDA gesteuert. Die Einhaltung aktueller Umwelt- und Sicherheitsstandards durch entsprechende Zertifizierungen stellt einen nicht-finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft dar, der für die operative Tätigkeit im Automobilsektor erforderlich ist. Im Geschäftsjahr 2022 lagen die Umsatzerlöse bei TEUR 13.428. Bei einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 33, Abschreibungen in Höhe von TEUR 140 und einem negativen Finanzergebnis von TEUR 136 ergibt sich ein EBITDA in Höhe von TEUR 188 zum 31. Dezember 2022. Für das Geschäftsjahr 2022 kann im Hinblick auf den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Neugründung kein Bezug zu Prognosen aus den Vorperioden gezogen werden. Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung die Lage des Unternehmens als zufriedenstellend. I. Ertragslage Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern liegt im Geschäftsjahr 2022 bei 0,3%. Die EBITDA Marge (Jahresergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) lag im Jahr 2022 bei 1,4%. Die Umsatzerlöse teilen sich im Wesentlichen in Artikel- und Werkzeugumsätze auf wobei der Großteil der Umsätze über Artikelumsätze erzielt wird.
Der Materialaufwand liegt zum 31. Dezember bei TEUR 4.686. Bei einer Bestandsveränderung von TEUR 487 ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 36,2 %. Die Betriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 8.302 bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 4.822 und sonstige betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.337. Die Abschreibungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 140. Das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2022 liegt bei TEUR 185. Bei einem Finanzergebnis in Höhe von TEUR -136 und Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 17 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 33. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2022, insbesondere durch den Anstieg von Kosten für den Wareneinsatz sowie Energiekostenentwicklungen bei gleichzeitiger neuer wirtschaftlicher Eingliederung in die Winning Gruppe, stuft die Geschäftsführung das Ergebnis als zufriedenstellend ein. Für das Geschäftsjahr 2023 strebt die Gesellschaft einen moderaten Umsatzwachstum an. Bei planmäßig steigenden Absatzzahlen in der Automobilindustrie geht die Geschäftsführung davon aus, die Marktposition im Zuliefererbereich weiter etablieren zu können. Ziel ist es, die Produktions- und Verwaltungskosten im kommenden Geschäftsjahr nachhaltig zu senken, um somit ebenfalls ein moderates Wachstum im EBITDA sicherstellen zu können. I. Finanzlage Bei einem Stammkapital in Höhe von TEUR 25 und dem beschriebenen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 33 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 1,13%. Die Finanzierung der Gesellschaft ist über einen Rahmenkreditvertrag der Winning Gruppe mit der Raiffeisenbank a.s., Tschechische Republik sichergestellt. Zum Stichtag liegt die Summe der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei TEUR 1.820. Darüber hinaus weist die Gesellschaft zum Stichtag ein Darlehen gegenüber der Schwestergesellschaft Linden s.r.o, Hustopece, Tschechische Republik in Höhe von TEUR 700 aus. Das kurzfristige Fremdkapital beträgt zum Stichtag TEUR 2.537 (63%). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.125, erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 543, sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 331, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 336 sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 183. Das Geschäftsjahr 2022 war für die Gesellschaft geprägt von Investitionen in das Anlagevermögen sowie der Anschaffung von Vermögensgegenständen und Schulden (insbesondere Vorratsvermögen) im Zuge des Asset Deals mit der Linden GmbH, Herford. Für 2022 ergibt sich demzufolge ein negativer Cashflow aus operativer Tätigkeit in Höhe von TEUR 1.697 und ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 919. Durch die Finanzierung durch Aufnahme liquider Mittel sowohl aus dem der Winning Gruppe als auch durch externe Finanzierung bei Kreditinstituten ergibt sich ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 2.716. Insgesamt ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 100. I. Vermögenslage Das langfristig gebundene Vermögen der Gesellschaft lag zum 31. Dezember bei TEUR 783. Die Anlagenintensität beträgt bei einer Gesamtsumme von TEUR 5.115 15,3%. Die Anschaffung im Rahmen der wirtschaftlichen Neugründung beinhaltete im Wesentlichen Anschaffungen von Technischen Anlagen und Maschinen sowie anderer Anlagen und BGA. Neuanschaffungen vielen im Geschäftsjahr darüber hinaus im Bereich der Technischen Anlagen und Maschinen sowie im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände in Form von Lizenzen für das ERP-System an. Das kurzfristig gebundene Kapital liegt zum Stichtag bei TEUR 4.207 (82,3%) und besteht im Wesentlichen aus dem Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 2.094 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.181. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 742 sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 189. Das Vorratsvermögen beinhaltet Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 269. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von TEUR 56 erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 schloss die Gesellschaft eine Factoring Vereinbarung mit der Targobank AG, Mainz ab. Die Gesellschaft veräußert hierbei Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an die Targobank AG. Veräußert werden Forderungen an Kunden in vertraglich festgelegten Ländern und bis zu vertraglich vereinbarten Höchstbeträgen. Zum Stichtag lag das Gesamtvolumen des Factoring Vertrags bei TEUR 1.000 und war zu TEUR 843 ausgenutzt. I. Gesamtaussage Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv. In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld wurde ein zufriedenstellendes Umsatzniveau erzielt und die Finanzierungsfähigkeit der Gesellschaft war stets sichergestellt. C) Risiko- und Chancenbericht Wesentlicher Bestandteil des unternehmerischen Handelns ist die Nutzung von Chancen. Mit dieser Nutzung sind regelmäßig auch unvermeidbare Risiken verbunden. Um diese Risiken zu identifizieren und beherrschbar zu machen, hat die Winning Plastics - Linden GmbH ein Risiko- und Chancenmanagement-System implementiert. Es erfolgt sowohl eine dezentrale Überwachung der Einzelrisiken als auch eine zentrale Risikoüberwachung auf Ebene der Unternehmensleitung. Sofern möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden die vorhandenen Risiken durch geeignete Versicherungen gedeckt. Die bis in 2022 bestehende Corona-Sonderlage sowie der Russland-Ukraine-Krieg trüben die konjunkturelle Entwicklung ein und begrenzen das Maß der Planungssicherheit. Unsicherheiten, die sich im Laufe des Jahres 2022 infolge des Russland-Ukraine-Kriegs, hoher Rohstoff und Energiekosten in Europa sowie steigender Preise und Zinsen, Entwicklungen ansteigender Inflation sowie die weiterhin vorhandenen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden voraussichtlich einen Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 nehmen und die Weltwirtschaft belasten. Lt. Jahreswirtschaftsbericht 2023 erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2023 dennoch eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Beschaffungsrisiken Einzelrisiken im Bereich der Beschaffung ergeben sich im Wesentlichen in Hinblick auf die Verfügbarkeit bestimmter Produkte sowie deren Preisentwicklung. Zur Absicherung dieser Risiken sind mit wesentlichen Lieferanten längerfristige Preisbindungen und Rahmenlieferverträge vereinbart. Zu beobachten bleibt die weiterhin unsichere Entwicklung an den Energiemärkten, hier werden Langfristige Verträge sowie eine Zusammenarbeit der Winning Gruppe angestrebt. Weitere Risiken für die Gesellschaft im Beschaffungsbereich werden im stetigen Kostendruck und in daraus resultierenden Marktkonsolidierungen sowie Produktionsverlagerungen, insbesondere in LCC-Länder, gesehen. Absatzrisiken und -chancen Die Gewinnung bzw. der Verlust von Aufträgen sind wesentliche Chancen bzw. Risiken des gesamten Unternehmens. Der gruppenweite Vertrieb des Winning Plastics Segments aus der Winning Group erlaubt es, Kompetenzen und Kapazitäten der gesamten Gruppe zu bündeln. Die klare Ausrichtung der Unternehmensstandorte im Bereich Automotive auf die jeweiligen Kernkompetenzen Galvanik, Lackierung und Spritzguss/Montage ermöglicht es auch zukünftig, den Kundenbedürfnissen entsprechend, technische Lösungen zu entwickeln und erfolgreich anzubieten. Durch den Erwerb der Vermögensgegenstände der Bolta Werke GmbH in Diepersdorf durch die Winning Gruppe eröffnen sich weitere Möglichkeiten der Kooperation und Skalierung im Absatzmarkt. Grundsätzlich bleibt die Abhängigkeit von der Automobilbranche ein wesentliches Risiko hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Besonders die weiterhin bestehenden Spannungen in der weltweiten Handels- und Wirtschaftspolitik, sowie die anhaltenden Debatten um zukünftige Antriebstechnologie müssen kritisch beobachtet werden. Hinsichtlich der nun innerhalb einer Übergangsfrist von 7 Jahren (September 2017 bis September 2024) anstehenden Umstellung von Chrom-Vl-Verfahren auf alternative Verfahren ergeben sich für die von der Winning Plastics - Linden angewendeten Lösungen für die Herstellung von chrom-farbigen Oberflächen zusätzliche Chancen. Gleichzeitig ermöglicht die seitens der Winning Plastics Gruppe in der Umsetzung befindliche Errichtung einer auf Chrom-Ill-Verfahren basierenden Galvanik am Standort der Schwestergesellschaft SMK in Oberlungwitz zusätzliche Marktchancen für alle Gesellschaften der Gruppe, die im Bereich dekorativer Kunststoffteile tätig sind. Personalbeschaffungsrisiko Weiterhin schwierig bleibt die Einstellung benötigter Fachkräfte. Schwerpunkte der Personalarbeit liegen daher in der Reduzierung der Fluktuation durch Qualifizierungsangebote, Sicherstellung einer marktgerechten Entlohnung und Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Weitere Maßnahme der Mitarbeiterbindung werden in Form von Vorteilen werden zeitnah umgesetzt. Liquiditätsrisiko und Finanzierungsrisiko Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat insbesondere im Zuliefererbereich der Automobilindustrie stellt ein erhöhtes Risiko für Unternehmen mit Liquiditätsproblemen dar. Entsprechend sieht sich die Gesellschaft einem erhöhten Risiko von Zahlungsausfällen konfrontiert. Das Unternehmen verfügt über eine rollierende Liquiditätsplanung. Diese wird unterstützt durch ein Factoring der Targo Bank. Die Liquidität wird selbst gesteuert und ist durch den wirtschaftlichen Austausch mit den einzelnen Gruppenmitgliedern von diesen mit beeinflusst. Darüberhinausgehende Risiken werden in Form von Wertberichtigungen abgefedert. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch eine ausreichend hohe Betriebsmittellinie bei der Raiffeisenbank und dem Factoring durch die Targo Bank gesichert. Weiterhin steht ein Darlehen gegenüber der Linden s.r.o. zur Verfügung. Die Fälligkeit der Betriebsmittellinie mit der Raiffeisenbank a.s wurde im Zeitraum der Jahresabschlusserstellung im Zuge eines halbjährlich stattfindenden Reviewprozess auf den 19. Januar 2024 verlängert. Die Geschäftsführung sieht aktuell keinerlei Zweifel an einer über den Januar 2024 hinausgehenden Verlängerung der Darlehensmittel. Die Gewährung eines Darlehens an die Winning IP in Lüdenscheid wird weiter fortgesetzt. Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken Wesentliche Rechtsgeschäfte unterliegen der Prüfung durch die Geschäftsführung und der Muttergesellschaft. Gesamtrisiko Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation ist aus heutiger Sicht die allgemeine Abhängigkeit von der Entwicklung der Automobilbranche und der gesamtwirtschaftlichen Lage als Hauptrisiko zu nennen. Reduzierungen der Kosten und eine optimale Kanalisierung der Finanzmittel sind ein permanentes Bestreben der Winning Plastics - Linden GmbH, um wettbewerbsfähig zu bleiben. D) Voraussichtliche Entwicklung der Winning Plastics - Linden GmbH Auch im Geschäftsjahr 2022 wurde der Umsatz beinahe ausschließlich mit Kunden aus dem Automobilbereich erzielt. Für 2023 ist kein spürbares Umsatzwachstum im Non-Automotive-Bereich zu erwarten. Die positive Einschätzung der zukünftigen Entwicklung beruht im Wesentlichen auf dem Umfang der akquirierten Projekte, hier zu nennen sind Neuaufträge großer Automobilunternehmen, welche eine Laufzeit von mehreren Jahren haben. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2023 trotz der beschriebenen Herausforderungen von moderat steigenden Umsatzerlösen sowie einem leicht verbesserten Jahresergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 aus. Insofern geht die Geschäftsführung von einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals bzw. einer leichten Erhöhung der Eigenkapitalquote aus.
Lüdenscheid, den 31. Juli 2023 Sebastian Wagner, Geschäftsführer Michael Schmidt, Geschäftsführer Petr Serak, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Winning Plastics - Linden GmbH, Lüdenscheid Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Winning Plastics - Linden GmbH, Lüdenscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winning Plastics - Linden GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Da wir an der Inventur des Vorratsvermögens nicht beobachtend teilnehmen konnten, ist Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 2.094 TEUR nicht hinreichend nachgewiesen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 31. Juli 2023 HSMV-Hansen
Schotenroehr Müller Voets
Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer Manuel Boers, Wirtschaftsprüfer Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 19.12.2023 festgestellt. |
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