Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 5813
Eingetragen
14.2.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, insbesondere der Marke LANDROVER, sowie die Durchführung von Reparatur- und Serviceleistungen an Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft kann sich an ähnlichen oder gleichen Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Kim Johannes Speckmann
seit 12.12.2017
Prokura
Susann Markötter
seit 4.7.2016
Geschäftsführer
Petra Meihöfer
seit 11.9.2015
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Markötter GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/18

Geschäftstätigkeit

Die Markötter GmbH (LMH) ist Land Rover Vertragshändler und operiert an 3 Standorten in Ostwestfalen-Lippe (Gütersloh, Bielefeld, Herford).

Die Standorte arbeiten als Mehrmarkenstandorte, in die sich die LMH eingemietet hat.

Gütersloh (Peugeot, VOLVO, Land Rover), Bielefeld (VOLVO, Land Rover), Herford (wie Gütersloh). Innerhalb des Markötter-Konzern werden ebenfalls in Detmold (Opel, VOLVO, Land Rover) und Paderborn (wie Gütersloh) Land Rover-Fahrzeuge gehandelt. Der Betrieb in Detmold wurde erst im März 2013 übernommen und eröffnet. Die Land Rover Ergebnisse aus den Firmen in Detmold und Paderborn werden jedoch autark innerhalb der jeweiligen Gesellschaften gezeigt und nicht in der LMH. Die LMH arbeitet ebenso wie der übrige Konzern mit einem Geschäftsjahr vom 01.10. bis 30.09. des Folgejahres.

Alle Zahlen und Kennzahlen in diesem Lagebericht werden bereinigt um "Intercompany-Umsätze" gezeigt.

Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Jahr 2018 wurden 3.435.778 (Pkw) neu zugelassenen. Dies war ein leichter Rückgang von - 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie schon 2017 sanken die Neuzulassungszahlen von dieselbetriebenen Pkw weiter (-16,9 %) und der Anteil reduzierte sich um 6,5 Prozentpunkte auf jetzt 32,3 Prozent. Die Zahl der von benzingetriebenen Pkw stieg auf über 2,14 Millionen. Dies entsprach einem Anteil von 62,4 Prozent. Der größte Anstieg im Vergleich zum Vorjahr wurde bei den Pkw mit der bivalenten Antriebsart von Benzin oder komprimiertem Erdgas verzeichnet. Er betrug +305,3 Prozent. Elektrofahrzeuge erzielten eine Zuwachsrate von +43,9 Prozent, Hybridantriebe +53,8 Prozent. Dennoch fristen beide Antriebskonzepte mit einem Anteil von 1,0 Prozent (Elektro) beziehungsweise 3,8 Prozent (Hybrid) am Gesamtvolumen der Neuzulassungen eher ein Schattendasein.

Der Anteil der neu zugelassenen Pkw, die die Schadstoff-Grenzwerte gemäß "Euro-6-Norm" erfüllten, lag fast auf dem Niveau des Vorjahres (-0,4 %).

Während die Anzahl der gewerblich zugelassenen Neuwagen um -1,3 Prozent sank, stieg die der privaten Pkw-Halter um +2,0 Prozent auf rund 1,25 Millionen."

Die Land Rover Zahlen haben sich im Kalenderjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie folgt entwickelt:

Land Rover ./. 23,3% 18.141 Zulassungen Marktanteil 0,5%
(Quelle: KBA 12/2018)

Der Neuwagenmarkt bleibt, bedingt durch den Produktionswahnsinn aller Hersteller stark kompetitiv und dadurch entsprechend renditearm.

Geschäftsbericht

In diesem konjunkturellen Umfeld können wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Unsere Umsätze haben sich bei der LMH um ca. 11,6 % negativ entwickelt.

Fakturiert wurden in 2018 275 Neufahrzeuge. Im Jahr zuvor waren es 338. Das Gebrauchtwagengeschäft hat sich von 338 auf 308 entwickelt, was eine Änderungsrate von knapp 8,9 % bedeutet.

Die verkauften Servicestunden in Höhe von 105.000 haben sich im Vergleich zum Vorjahr (102.660) lediglich unwesentlich geändert.

Der Rohertrag ist von 11,1 % auf 12,0 % leicht gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern und AfA hat sich entsprechend von EUR 906.129 auf EUR 914.758 verbessert. Die Umsatzrendite über das Gesamtgeschäft betrug vor Steuern und AfA 2,91 %.

Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut und geprägt von unserem operativen Geschäft, allerdings nimmt der Wettbewerbsdruck deutlich zu.

Ertragslage

Unsere Ertragslage hat sich zwar verschlechtert, ist aber im Vergleich zu anderen Marken immer noch sehr gut.

Lag unsere Personalquote im vergangenen Geschäftsjahr noch bei 3,6 %, so ist sie in diesem Geschäftsjahr auf 4,1 % gestiegen. Die Personalquote kann somit als stabil angesehen werden.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist sehr stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten immer innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote ist von 23,0 % auf 23,2 % leicht angewachsen. Dies bedeutet, dass die Fremdkapitalquote entsprechend von 77,0 % auf 76,8 % gesunken ist. Wesentlichen Anteil daran haben unsere Gewinne, deren erwirtschaftete Ergebnisse wir im Wesentlichen im Unternehmen belassen.

Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Liquiditätslage ist unverändert gut.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil und liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Das Gesamtvermögen beträgt EUR 12.108.428 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 10.569.385) um 14,6 % verändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. So liegt der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen bei 15,3 %. Dies entspricht einer Änderungsrate von ./. 13,4 %.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz/Absatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, sowie etliche weitere branchenübliche Kennzahlen heran.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

Nachtragsbericht

Wir wurden von der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH (JLRD) informiert, das der Importeur auf Geheiß des Herstellers in Großbritannien die Handelsgebiete in Ostwestfalen neu strukturieren möchte. Ein getrennter Auftritt der Marken Land Rover und Jaguar ist nicht mehr gewünscht. Unser Konzept in Anlehnung an die Wünsche des Herstellers wurde abgelehnt und eine aus unserer Sicht unwirtschaftliche Version eines Wettbewerbers gewählt. Jaguar Land Rover Deutschland (JLRD) hat unsere Händlerverträge daraufhin zum 31.10.2019 gekündigt.

Vor dem Hintergrund des inzwischen öffentlich gewordenen Kündigungsstatus waren Rückgänge im Sales bei Land Rover zu erwarten. Zudem ist die aktuelle Performance des Herstellers bundesweit deutlich zurückgegangen. Nach wie vor gehören wir zu den Top - Performern im Handelsbereich.

Gespräche über die Beendigung der Verträge und eventuelle Verlängerung/Überbrückung finden statt, da insbesondere für die Marktsituation in Paderborn keine rechtzeitige Nachfolge gesichert ist.

Prognosebericht

Zwischenzeitig wurden unsererseits Service-Verträge bei JLRD beantragt. Die Kündigung seitens JLRD wird uns die Möglichkeit nehmen, ab 01.11.2019 Neufahrzeuge von JLRD abzunehmen. Wir erwarten zwangsläufig Umsatzrückgänge. Wir werden unsere Aktivitäten im Gebrauchtwagenzukauf und im Bereich neuer Mobilitätsangebote deutlich verstärken. Durch den Wegfall der Verträge mit JLRD bieten sich eine ganze Reihe Chancen, ohne Beeinflussung durch den Hersteller kostenreduzierende Verschlankungseffekte einzuführen und die Profitabilität zu steigern. Der Gebrauchtwagenbereich wurde professionalisiert und wird streng an KPIs geführt.

Land Rover wird in 2019 ein schwieriges Jahr haben, Qualitätsmängel bei den Fahrzeugen und große Probleme im Ersatzteilbereich senken die Kundenzufriedenheit deutlich. Fahrzeugrückabwicklungen haben sich vervielfacht. Die Unterstützung des Herstellers ist verbesserungsbedürftig.

Das Mietwagengeschäft nimmt in unseren Planungen aktuell keinen großen Platz ein. Insgesamt erwarten wir, dass aufgrund verstärkten Wettbewerbs die Renditen im Einzelgeschäft sinken werden und der Jahresüberschuss deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen wird. Nennenswerte Einflüsse durch die Kündigungen der Verträge erwarten wir 2019 noch nicht.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten und unsichere Sicherheitslagen an internationalen Brennpunkten können die Konjunktur abschwächen. Durch den sogen. Brexit wird sich unser britischer Hersteller neuen Herausforderungen stellen müssen. Definitiv wird der Export britischer Hersteller durch Abschottungs- und Währungsrisiken erschwert.

In Folge der protektionistischen Haltung und nachhaltig überraschenden und unvorhersehbaren Äußerungen der US - amerikanischen Regierung unter Trump und den zunehmend nationalistischen Bestrebungen einiger europäischer Länder bestehen heute nicht absehbare Risiken für den Welthandel, die sicher auch für die deutsche Wirtschaft und nicht zuletzt auf uns negative Einflüsse haben werden.

Fast alle Hersteller beschäftigen sich derzeit intensiv mit Mobilitätsangeboten, die der Handel durch fehlende Einbindung eher kritisch sieht. Die Hersteller versuchen, sich die Kundenbeziehung zu sichern und werden diese Geschäfte (Miet-, Car-Sharing-Modelle) selbst machen wollen. Dadurch entgehen dem Handel hohe Umsätze.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Überkapazitäten in der Branche, nicht zuletzt durch "Dieselgate" und daraus resultierende marktbeeinflussende Aktionen der betroffenen Hersteller zugenommen. Unsere Umstrukturierungsmaßnahmen werden durch Verlagerung auf andere Geschäftszweige verzögert Wirkung zeigen. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe damit verbunden.

Der Entfall von Bezugsmöglichkeiten durch den Hersteller werden wir im 4. Quartal 2019 Ausfälle verzeichnen, auch vorher sind Rückgänge vorprogrammiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Kostenprozesse werden rechtzeitig an die Ertragssituation angepasst. Gemäß § 89 b HGB (Handelsvertreterausgleich) erwarten wir einen nennenswerten Ausgleichsbetrag durch Jaguar Land Rover Deutschland.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Chancenbericht

Die Marke Land Rover hat wie schon zuvor beschrieben ihre sehr positive Entwicklung in den letzten Jahren nicht dazu genutzt, für die Zukunft vorzusorgen. Die eigene Performance des Herstellers und seiner NSCs hat unter starkem Wachstum und zu schwacher Entwicklung eigener Strukturen gelitten. Qualitätsmängel in der Produktion drücken die Kundezufriedenheit deutlich. Hohe Investitionen des Handels drücken auf die Renditen der Händler und sorgen auch dort für Unzufriedenheit. Alles in allem ein Mix, der eine unsichere Zukunft vorhersagt. Aktuell sehen wir sinkende Chancen für die Marke.

In diesem Umfeld ist die Trennung von der Marke eine rechtzeitige Strukturveränderung im Sinne zukünftiger neuer und zu entwickelnder Geschäftsbereiche und Geschäftsmodelle.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem zurückgehenden Erträgen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Die Trennung von Land Rover eröffnet interessante neue Wege und damit Chancen für die Zukunft, die andere Händler möglicherweise noch nicht sehen.

Die positive frühzeitige Entscheidung über die Nachfolge in der Geschäftsleitung in den nächsten 6 Jahren hat neue Kräfte im Unternehmen freigesetzt und die Zusammenarbeit mit den Nachfolgern, die seit langem als Talente im Unternehmen gearbeitet haben ist sehr gut. Hohe Kommunikationsfrequenz sowie frisches Anpacken von neuen Entwicklungsfeldern sichert eine positive Zukunftsprognose.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes große Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Herford, den 31. Mai 2018

Markötter GmbH, Herford

Geschäftsführung

Ralf Markötter

Bilanz zum 30. September 2018

AKTIVA

30.9.2018 30.9.2017
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 178,00   331,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.426,00   47.273,00
3. Geschäfts- und Vorführwagen 1.813.558,76   2.087.588,96
    1.849.162,76 2.135.192,96
    1.849.162,76 2.135.192,96
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.405.606,33   5.281.690,87
    6.405.606,33 5.281.690,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708.069,18   920.735,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.535.763,63   1.667.310,48
3. Sonstige Vermögensgegenstände 578.613,65   512.448,85
    3.822.446,46 3.100.494,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks      
1. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 30.034,02   52.006,62
    30.034,02 52.006,62
    10.258.086,81 8.434.191,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   1.243,99 0,00
    12.108.493,56 10.569.384,91

PASSIVA

     
  30.9.2018 30.9.2017
  EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital   50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag   2.384.595,35 2.008.488,44
III. Jahresüberschuss   373.939,02 376.106,91
    2.808.534,37 2.434.595,35
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Steuerrückstellungen 80.855,39   30.116,33
2. Sonstige Rückstellungen 944.256,00   790.072,00
    1.025.111,39 820.188,33
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.796.392,68   6.661.630,28
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 72.698,50   69.831,93
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 101.044,56   49.969,04
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 247.074,76   351.875,64
       
Unternehmen      
5. Sonstige Verbindlichkeiten 57.637,30   181.294,34
    8.274.847,80 7.314.601,23
    12.108.493,56 10.569.384,91

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017/18

2017/18 2016/17
EUR EUR
1. Umsatzerlöse   31.408.465,96 35.513.093,26
2. Sonstige betriebliche Erträge   23.908,08 25.432,43
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -27.672.603,95   -31.610.045,70
    -27.672.603,95 -31.610.045,70
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -1.081.165,50   -1.088.762,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -197.719,92   -195.013,14
    -1.278.885,42 -1.283.775,90
5. Abschreibungen      
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -349.429,80   -331.011,18
    -349.429,80 -331.011,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -1.471.843,23 -1.658.539,34
7. Betriebsergebnis   659.611,64 655.153,57
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   116,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -94.399,60 -80.035,82
10. Finanzergebnis   -94.283,60 -80.035,82
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -176.663,02 -183.264,84
12. Ergebnis nach Steuern   388.665,02 391.852,91
13. Sonstige Steuern   -14.726,00 -15.746,00
14. Jahresüberschuss   373.939,02 376.106,91

Anhang für das Geschäftsjahr 2017/18

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften (§ 288) wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Markötter GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Herford
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bad Oeynhausen
Register-Nr.: HRB 5813

II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung und erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Geschäftsbetriebs.

(1) Anlagevermögen

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden auf Grundlage der fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen wird der Wertverzehr durch planmäßige Abschreibungen berücksichtigt, die auf Grundlage steuerlich anerkannter Nutzungsdauern und Höchstsätze bemessen werden. Ihnen liegt grundsätzlich die lineare Methode zugrunde. Die Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten EUR 250 bis EUR 800) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

(2) Umlaufvermögen

Die Vorräte (Kraftfahrzeuge und Ersatzteile) werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt.

(3) Rückstellungen/Verbindlichkeiten

Die Werte der Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 II 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

(4) Währungsumrechnung

Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage dargestellt, die Bestandteil dieses Anhangs ist.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind EUR 260.678,06 (Vorjahr Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 313.164,04) gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

(3) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen eine Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen bei Leasinggeschäften (TEUR 834), eine Rückstellung für Gewährleistungen (TEUR 56), eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 27) sowie eine Personalkostenrückstellung (TEUR 8) und eine Rückstellung für Abschlussarbeiten (TEUR 20).

(4) Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 6.085,23 (Vorjahr EUR 20.870,59).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 313.164,04) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

Restlaufzeiten

Gesamtbetrag 30.9.2018 Davon mit einer Restlaufzeit Gesamtbetrag 30.9.2017
bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahre von mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.796.392,68 7.796.392,68 0,00 0,00 6.661.630,28
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 72.698,50 72.698,50 0,00 0,00 69.831,93
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 101.044,56 101.044,56 0,00 0,00 49.969,04
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 247.074,76 247.074,76 0,00 0,00 351.875,64
Sonstige Verbindlichkeiten 57.637,30 57.571,73 0,00 0,00 181.294,34
  8.274.847,80 8.274.782,23 0,00 0,00 7.314.601,23

IV. Sonstige Angaben

(1) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Einzelnen Unternehmen der Firmengruppe Markötter, namentlich Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Markötter GmbH, Herford, Markötter Holding GmbH & Co. KG, Markötter Automobile GmbH, Gütersloh, und Auto Markötter GmbH, Paderborn, wurde von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh e.G. im Rahmen eines Kredit- und Haftungsverbundes eine Betriebsmittelkreditlinie für Kontokorrentkredite und/oder Avalkredite in Höhe von insgesamt TEUR 1.000 zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt - neben der gesamtschuldnerischen Haftung - durch Sicherungsübereignung des Warenlagers mit wechselndem Bestand.

Darüber hinaus haften die Gesellschaften Markötter Automobile GmbH, Markötter GmbH, Autohaus Markötter GmbH, Paderborn, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Herford, Autohaus Markötter GmbH, Detmold, sowie die Markötter Holding GmbH & Co. KG im Rahmen eines Haftungsverbundes für eine Einkaufskreditlinie (TEUR 2.800) der Markötter Holding GmbH & Co. KG bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. Die Besicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen.

Die Volksbank Bad Oeynhausen - Herford e.G. hat der Autohaus Markötter GmbH, Herford und der Markötter GmbH, Herford, einen engagementübergreifenden Rahmenkredit in Höhe von maximal 550.000,00 EUR zur Verfügung gestellt, der als Kontokorrentkredit von beiden Kreditnehmern in Anspruch genommen werden kann. Hierfür haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch sowie durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen.

Darüber hinaus wurde den Gesellschaften der Markötter-Gruppe, namentlich Markötter Automobile GmbH, Markötter GmbH, Auto Markötter GmbH, Paderborn, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Herford sowie Markötter Holding GmbH & Co. KG von der Volksbank Bad Oeynhausen - Herford im Rahmen eines Kredit- und Haftungsverbundes eine Kreditlinie i.H.v. TEUR 2.000 eingeräumt. Diese wird ebenfalls durch gesamtschuldnerische Haftung sowie Sicherungsübereignung von Fahrzeugen besichert.

Ebenfalls wurde einzelnen Unternehmen der Markötter-Gruppe, namentlich Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Markötter Automobile GmbH, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Herford, Markötter GmbH, Auto Markötter GmbH, Paderborn und Autohaus Markötter GmbH, Detmold, von der S-Kredit im Rahmen eines Kredit- und Haftungsverbundes eine Kreditlinie in Höhe von insgesamt TEUR 5.000 zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt - neben der gesamtschuldnerischen Haftung - durch Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen mit wechselndem Bestand.

Ferner haften die Gesellschaften der Markötter-Gruppe, namentlich Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Herford, Markötter GmbH, Herford, Markötter Automobile GmbH, Gütersloh, Auto Markötter GmbH, Paderborn sowie Markötter Holding GmbH & Co. KG gesamtschuldnerisch für eine Kreditlinie i.H.v. TEUR 500 bei der Santander Consumer Bank, welche wechselseitig von den vorstehenden Unternehmen in Anspruch genommen werden kann und außerdem durch die Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen besichert wird.

Zuletzt haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für Einzelkreditlinien anderer Markötter-Gesellschaften bei der Santander Bank, und zwar der Auto Markötter GmbH, Paderborn (TEUR 1.686), der Autohaus Markötter GmbH, Detmold (TEUR 1.660),der Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld (TEUR 3.857), der Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh (TEUR 4.195) sowie der Autohaus Markötter GmbH, Herford (TEUR 2.210).

(2) Arbeitnehmeranzahl

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer des Unternehmens betrug während des Geschäftsjahres 23.

(3) Mutterunternehmen

Die Gesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der Markötter Holding GmbH & Co.KG, Gütersloh.

(4) Geschäftsführung

Herr Ralf Markötter, Diplom-Kaufmann, Bielefeld

Frau Susan Markötter, Kauffrau, Hiddenhausen

(5) Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Herford, den 31.05.2019

Markötter GmbH, Herford

Geschäftsführung

Ralf Markötter
Susan Markötter

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/18

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Okt.
2017
Zugänge Abgänge 30. Sep. 2018
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.135,50 0,00 0,00 6.135,50
  6.135,50 0,00 0,00 6.135,50
SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 764,03 0,00 0,00 764,03
Technische Anlagen und Maschinen 36.177,02 0,00 0,00 36.177,02
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.894,53 13.362,90 -9.557,57 193.699,86
Geschäfts- und Vorführwagen 2.346.378,05 1.518.531,64 1.787.487,44 2.077.422,25
  2.573.213,63 1.531.894,54 1.797.045,01 2.308.063,16
FINANZANLAGEN        
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.579.349,13 1.531.894,54 1.797.045,01 2.314.198,66
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Okt. 2017 Zuführungen Auflösungen 30. Sep. 2018
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.135,50 0,00 0,00 6.135,50
  6.135,50 0,00 0,00 6.135,50
SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 433,03 153,00 0,00 586,03
Technische Anlagen und Maschinen 36.177,02 0,00 0,00 36.177,02
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.621,53 25.209,90 -9.557,57 158.273,86
Geschäfts- und Vorführwagen 258.789,09 324.066,90 318.992,50 263.863,49
  438.020,67 349.429,80 328.550,07 458.900,40
FINANZANLAGEN        
  0,00 0,00 0,00 0,00
  444.156,17 349.429,80 328.550,07 465.035,90
NETTOBUCHWERTE
30. Sep. 2018 30. Sep. 2017
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
  0,00 0,00
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 178,00 331,00
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.426,00 47.273,00
Geschäfts- und Vorführwagen 1.813.558,76 2.087.588,96
  1.849.162,76 2.135.192,96
FINANZANLAGEN    
  0,00 0,00
  1.849.162,76 2.135.192,96

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Markötter GmbH

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Markötter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung/des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt in der Prüfung des Jahresabschlusses

Ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt ist ein solcher Sachverhalt, der nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 war. Dieser Sachverhalt wurde im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesem Sachverhalt ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung des Vorratsvermögens

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Jahresabschluss der Markötter GmbH werden zum Bilanzstichtag 30. September 2018 Vorräte in Höhe von EUR 6.405.606,33 ausgewiesen. Der Posten stellt somit ca. 52,90 % der Bilanzsumme von EUR 12.108.427,99 dar. Vorräte sind in der Handelsbilanz grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen, die auch die Obergrenze für die Bewertung darstellen. Die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ist in § 255 Abs. 1 bzw. 2 HGB geregelt.

Für Umlaufvermögen gilt handelsrechtlich das strenge Niederstwertprinzip. Im Fall eines niedrigeren beizulegenden Wertes ist eine Abschreibung zwingend geboten.

Abschreibungen beim Umlaufvermögen dienen der Abwertung auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag. Sind diese Werte nicht feststellbar, ist auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben (§ 253 Abs. 4 HGB). Hierbei handelt es sich um den Wiederbeschaffungs- (z.B. bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) oder den Nettoveräußerungswert (z.B. bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen und bei Überbeständen). Dabei muss vom vorsichtig geschätzten Verkaufserlös ausgegangen und evtl. noch anfallende Kosten berücksichtigt werden. Die Abwertung von Positionen des Umlaufvermögens ist unabhängig von der erwarteten Dauer der Wertminderung vorzunehmen.

Entfallen zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung ist rechtsformunabhängig im Umfang der Werterhöhung eine Zuschreibung vorzunehmen (§ 253 Abs. 5 HGB). Obergrenze der Wertaufholung sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Bewertung der Vorräte, für die Markötter GmbH im Wesentlichen der Bestand an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, erfolgt zunächst zu Anschaffungskosten. Diese werden in Abhängigkeit von den Standzeiten sowie der dadurch entstehenden Kosten für Lagerung, Aufbereitung, Personal etc. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, um eine Verlustfreie Bewertung zum Abschlussstichtag zu gewährleisten. Hierfür wurde für die Markötter-Gruppen ein Durchschnittswert pro Hersteller für die Neufahrzeuge sowie für den Gebrauchtwagenbestand insgesamt ermittelt und die Fahrzeuge dann aufgrund ihrer individuellen Standzeit abgewertet. Aufgrund der Relevanz der Bewertung sowie der Wesentlichkeit für den Jahresabschluss im Ganzen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst an der gesamten Inventur teilgenommen und uns dann mit der Menge und der Werthaltigkeit der wesentlichen Posten im Vorratsbestand des Umlaufvermögens auseinander gesetzt. Neben der Einholung von Stichprobenbelegen und der Nachvollziehung der Ermittlung des beizulegenden Wertes haben wir im Rahmen der Jahresabschlussprüfung den korrekten Ausweis und die Bewertung der bilanzierten Posten beurteilt. Bezüglich der Werthaltigkeitsprüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung sowie entsprechende Nachweise zu den Beständen im Vorratsvermögen nachvollzogen und Einzelfallprüfungen zur verlustfreien Bewertung durchgeführt. Der Schwerpunkt unserer Prüfung lag auf der kritischen Auseinandersetzung mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten zentralen Kennzahlen. Zusätzlich zu dieser Vorgehensweise haben wir im Rahmen der Funktionsprüfungen einen Cut Off Test durchgeführt, um die richtige Abgrenzung des Materialaufwands und der Vorräte gewährleisten zu können.

Die von der Markötter GmbH angewandten Bewertungsverfahren, -parameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Vorräte sachgerecht vorzunehmen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, 31. Mai 2019

lucrum Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Walter Husemann, Wirtschaftsprüfer

Klaus Bellgardt, Wirtschaftsprüfer

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