Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 110080
Eingetragen
14.3.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb einer Zahnradfabrik. Gegenstand der Gesellschaft sind darüber hinaus alle Geschäfte, die mit der Herstellung von Zahnrädern und artverwandten Produkten im weitesten Sinne im Zusammenhang stehen. Gegenstand der Gesellschaft ist auch die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Stelter
seit 10.3.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
39.19%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stelter Zahnradfabrik GmbH

Bassum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Stelter Zahnradfabrik GmbH ist als Zulieferer für zerspanend hergestellte, qualitativ hochwertige Zahnräder und Zahnradbaugruppen für Getriebe und Motoren tätig. Stelter Produkte werden in der Automobilindustrie, den klassischen Industriebereichen sowie der Windkraft- und Bahnindustrie (Großzahnradfertigung) eingesetzt. Die Produktion erfolgt ausschließlich am Standort in Bassum (Niedersachsen) und zeichnet sich durch einen modernen hochautomatisierten Maschinenpark aus. Neben der Produktion von Einzelaufträgen werden auch komplette Getriebeplattformen, beispielsweise aus der Automobilindustrie, mit Zahnrädern von Stelter ausgestattet. Aufgrund des hohen Automatisierungsgrades in der gesamten Fertigung, werden im Wesentlichen mittlere und große Serien bevorzugt gefertigt. Alle erforderlichen Fertigungsprozesse sind im eigenen Hause verfügbar.

Ziele und Strategien

Die strategischen Aktivitäten des Unternehmens haben das Ziel die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu wahren und auszubauen, um den Fortbestand des Unternehmens am Standort Deutschland und damit sichere Arbeitsplätze und Perspektiven für unsere Mitarbeiter zu gewährleisten. Unsere primären Ziele sind es, unsere vorhandenen Produkte und Prozesse stetig zu optimieren und innovativ weiterzuentwickeln. Zudem sind wir bestrebt unsere Vertriebs- und Kundenstruktur auszubauen und zu festigen. Hier gilt es insbesondere die Internationalisierung unseres Kundenportfolios deutlich zu erweitern, um dadurch ferner unsere Stellung im Markt durch organisches Wachstum beständig auszuweiten.

Weiterhin ist das Unternehmen ständig bestrebt, das Produktspektrum im Bereich verzahnter Bauteile zu erweitern und die Stärken des Unternehmens auf andere neuartige Produktfamilien anzuwenden.

Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen

Zur Planung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftes hat die Gesellschaft das bestehende Steuerungssystem im Geschäftsjahr 2023 weiter ausgebaut. Kennzahlen werden in regelmäßigen Abständen zur Bewertung der Beschaffungssituation (Bezugspreise, Einsatzfaktoren), der Ertragslage (Umsatz, Jahresergebnis) sowie der Finanz- und Vermögenslage (Investitionen, Working Capital, Liquidität, Verschuldung) herangezogen. Weitere zentrale Steuerungskennzahlen (KPIs) sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis und die Eigenkapitalquote. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Qualitätssituation (Reklamationen, Ausschuss, etc.) sowie die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich "Forschung und Entwicklung" sind die Aktivitäten zur Anwendung des 3D - Druckverfahrens in 2023 weiter fortgeführt worden.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist im Jahr 2023 nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz um ca. 0,3 % gesunken. Dieser Abwärtstrend hatte sich bereits in den letzten Monaten des Jahres 2022 abgezeichnet. Insgesamt war das Jahr 2023 für nahezu alle Industriebereiche und insbesondere in der Absatzregion Europa ein herausforderndes Jahr, da weiterhin Lieferkettenunterbrechungen und vor allem der Beginn des Ukraine Konfliktes und dadurch bedingte signifikante Preissteigerungen ihre Spuren hinterlassen haben.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Das Jahr 2023 hat aus der Unternehmenssicht je nach Geschäftsbereich zu unterschiedlichen Auswirkungen auf den Umsatz geführt. Insgesamt sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ca. 12,0 %. Dies lag im Wesentlichen an den Umsatzrückgängen im klassischen Industriebereich (-23 %) sowie dem Bereich der Großzahnräder für die Windkraftindustrie (-28 %). Der Automotive Bereich konnte annähernd stabil gehalten werden. Der ursprüngliche für 2023 geplante Umsatz wurde insgesamt um ca. 20 % deutlich unterschritten. Die Stagnation der Windkraftindustrie und dessen teilweise Abwanderung nach Asien einerseits und die Rezession in Deutschland werden als wesentliche Gründe für die oben genannten Umsatzrückgänge gesehen, die durch intensive Vertriebsaktivitäten nicht kompensiert werden konnten.

Trotz der teils erheblichen Umsatzrückgänge konnte noch ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

Bei unseren Kunden waren in 2023 keine Zahlungsausfälle zu verzeichnen.

Beschaffungsmarkt

Die Preise beim wichtigsten Rohmaterial Stahl haben in 2023 kontinuierlich nachgelassen. Gleiches gilt für den Strompreis im Vergleich zum Vorjahr. Die Gaspreise haben ebenfalls nachgelassen, haben sich aber nicht so stark wie die Strompreise reduziert. Für alle übrigen Hilfs- und Betriebsstoffe sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr weitgehend gleich geblieben.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt rd. 25,8 Mio. Euro investiert. Der wesentliche Anteil entfiel auf Investitionen für den Ausbau der Produktionsflächen sowie der Fertigungskapazitäten im Bereich Automotive, um einen neu gewonnenen Großkunden in 2023 und Folgejahren mit Zahnrädern beliefern zu können. Ein weiterer Teil der Investitionen entfiel auf die Fertigstellung einer Photovoltaikanlage.

Personalbereich

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 406 Mitarbeiter, darunter 18 Lehrlinge, im Unternehmen beschäftigt.

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch nahestehende Unternehmen, von denen das gesamte Anlagevermögen angemietet wird.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in Höhe von ca. 14,2 Mio. Euro geplant. Der wesentliche Teil wird für den Abschluss des Aufbaus weiterer Hallenflächen und Fertigungskapazitäten für den Automotive Bereich erforderlich sein.

Qualität, Umweltschutz, Energiemanagement

Der Umweltschutz, die Energieeffizienz und ein hoher Qualitätsstandard sind wesentliche Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Diese wichtigen Querschnittsthemen wurden wie auch in den Jahren zuvor in 2023 erfolgreich weiterentwickelt und optimiert. Neben einer Reihe von erfolgreichen Kundenaudits wurden alle geforderten allgemeinen Zertifizierungen in diesem Geschäftsjahr zufriedenstellend abgeschlossen.

Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zu den Vorjahren zeigt die folgende Übersicht:

31.12.2023
TEuro
% 31.12.2022
TEuro
% 31.12.2021
TEuro
%
Vermögensstruktur
Anlagevermögen 4.143 12,9 2.464 8,4 551 2,5
Umlaufvermögen 27.903 87,1 26.821 91,6 21.850 97,5
Aktiva 32.046 100,0 29.285 100,0 22.401 100,0
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2020
TEuro % TEuro % TEuro %
Kapitalstruktur
Eigenkapital 20.460 63,8 20.810 71,1 15.795 70,5
Rückstellungen 3.907 12,2 3.725 12,7 3.138 14,0
Fremdkapital 7.679 24,0 4.750 16,2 3.468 15,5
Passiva 32.046 100,0 29.285 100,0 22.401 100,0

Das kurzfristige Vermögen ist im Geschäftsjahr um TEuro 1.082 auf T€ 27.903 gestiegen. Maßgeblich hierfür ist die Erhöhung der Vorräte (TEuro 2.268).

Das Eigenkapital der Stelter Zahnradfabrik GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr unter Berücksichtigung der Ausschüttung in Höhe von TEuro 1.500 und durch das Jahresergebnis von TEuro 1.150 auf TEuro 20.460 leicht verringert.

Bei einer Bilanzsumme von TEuro 32.046 ergibt sich somit eine Eigenkapitalquote von 63,8% (Vorjahr: 71,1%).

Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist gut. Alle Zahlungsverpflichtungen konnten erfüllt werden.

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023
TEuro
2022
TEuro
Mittelzufluss/ -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 75 4.676
Mittelzufluss/ -abfluss aus der Investitionstätigkeit -1.911 -2.032
Mittelzufluss/ -abfluss aus Finanzierungstätigkeit 571 564
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -1.265 3.208
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 6.474 3.266
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.209 6.474

Der Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Fertigstellung der Photovoltaikanlage.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr aufgenommenen Darlehen von TEuro 1.200.

Im Ergebnis führt dies zu einem Finanzmittelbestand am Ende der Periode von TEuro 5.209 (Vorjahr: TEuro 6.474). Der Finanzmittelbestand zum Geschäftsjahresende setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammen.

Ertragslage

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

2023 2022 +/- Vorj.
TEuro % TEuro % TEuro
Rohergebnis 44.289 61,3 52.173 64,8 -7.883
Personalaufwand 20.145 27,9 20.873 25,9 -728
Fremdlöhne 2.041 2,8 1.338 1,7 703
Sonstige betriebliche Erträge 1.345 1,8 686 0,9 660
Abschreibungen 277 0,4 136 0,2 141
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.584 29,9 22.704 28,2 -1.120
Betriebsergebnis 1.587 2,1 7.807 9,7 -6.220
Erträge aus Beteiligungen 0 0,0 0 0,0 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45 0,1 18 0,0 28
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83 0,1 3 0,0 80
Finanzergebnis -38 0,0 14 0,0 -53
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 399 0,5 2.307 2,9 -1.908
Jahresüberschuss 1.150 1,6 5.515 6,8 -4.365

Das Rohergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEuro 7.883 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Personalkosten haben sich um TEuro 728 verringert.

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 6.220 auf TEuro 1.587 verschlechtert. Die Veränderung des Betriebergebnisses resultiert damit vor allem aus dem reduzierten Rohergebnis.

Insgesamt wurde ein Jahresergebnis von TEuro 1.150 (Vorjahr: TEuro 5.515) erwirtschaftet. Daraus ergibt sich in 2023 eine Umsatzrendite von 1,65 % (Vorjahr: 6,97 %). Die Erwartung des Vorjahres, dass das Jahresergebnis sich unterhalb des Vorjahres bewegt, ist damit mehr als eingetreten.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sind zur Zeit nicht erkennbar.

Neben den branchenüblichen Risiken, Risiken aus der Marktentwicklung und steigenden Rohstoffpreisen sind wesentliche Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht erkennbar. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Da die Hauptumsatzbereiche im EURO-Währungsraum liegen, sind Währungsrisiken von untergeordneter Bedeutung. Nach der aktuellen Finanzplanung ist die Liquidität der Gesellschaft als gesichert und komfortabel anzusehen. Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken in der künftigen Entwicklung der Gesellschaft sind nicht erkennbar.

Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen in Form von Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unsere Vertragspartner werden jedoch laufend auf Außenstände und Ausfallrisiken überwacht. Absatz- und Beschaffungsrisiken bestehen bei Reduzierungen von geplanten Stückzahlen bzw. unvorhergesehenen Materialpreisteuerungen. Durch das Prozess- und Qualitätsmanagement werden Gewährleistungsrisiken minimiert. Darüber hinaus bestehen entsprechende Versicherungen zur flankierenden Absicherung der oben benannten Risiken. Eine Bewertung weiterer eventueller Risiken aus dem Ukraine Konflikt können an dieser Stelle seriös nicht vorgenommen werden.

Voraussichtliche Entwicklung

Vor dem Hintergrund des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023, dem anhaltenden Ukraine Konfliktes und einer weiterhin instabilen Inflation, kann eine Umsatzabschätzung auch für 2024 erneut nur bedingt vorgenommen werden. Die Zunahme an globalen Krisen macht eine Konjunktur und damit Umsatzbewertung nahezu unmöglich. Auch wenn die Energie und Rohstoffpreise nachgelassen haben, ist eine Rezession aufgrund der hohen Inflation nicht auszuschließen. Es bleibt also weiterhin das oberste Ziel mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die Liquidität des Unternehmens stabil zu halten, um sich den zukünftigen Herausforderungen trotzdem stellen zu können. Unterm Strich geht die Stelter Zahnradfabrik GmbH für das kommende Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Gefahr einer rezessiven Konjunktur von einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres aus.

 

Bassum, den 17. Dezember 2024

Dr. Christoph Westerkamp, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.143.276,00 2.463.728,00
I. Sachanlagen 4.083.276,00 2.403.728,00
1. technische Anlagen und Maschinen 3.656.055,00 22,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.221,00 498.856,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.904.850,00
II. Finanzanlagen 60.000,00 60.000,00
1. Beteiligungen 60.000,00 60.000,00
B. Umlaufvermögen 27.829.590,23 26.758.138,61
I. Vorräte 15.230.259,00 12.962.042,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.047.476,00 2.364.156,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 10.711.033,00 8.610.766,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.471.750,00 1.987.120,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.390.338,23 7.100.887,50
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.393.344,06 5.397.782,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.062,47 885.134,83
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.971.931,70 817.969,97
III. Wertpapiere 0,00 220.792,64
1. sonstige Wertpapiere 0,00 220.792,64
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.208.993,00 6.474.416,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.461,57 63.600,92
Bilanzsumme, Summe Aktiva 32.046.327,80 29.285.467,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 20.459.670,91 20.810.086,21
I. gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnrücklagen 11.229.665,67 11.229.665,67
1. andere Gewinnrücklagen 11.229.665,67 11.229.665,67
III. Bilanzgewinn 8.718.713,36 9.069.128,66
B. Rückstellungen 3.906.882,53 3.725.130,77
1. Steuerrückstellungen 361.822,00 361.822,00
2. sonstige Rückstellungen 3.545.060,53 3.363.308,77
C. Verbindlichkeiten 7.679.774,36 4.750.250,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.968.430,44 1.800.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.475.175,94 1.615.086,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 125.882,73 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.110.285,25 1.335.164,27
Bilanzsumme, Summe Passiva 32.046.327,80 29.285.467,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 69.645.428,98 79.157.195,84
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.584.897,00 1.379.701,80
3. sonstige betriebliche Erträge 1.344.448,90 686.653,01
4. Materialaufwand 27.941.117,24 28.364.343,10
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.193.888,68 22.968.936,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.747.228,56 5.395.406,88
5. Personalaufwand 20.144.552,67 20.872.698,82
a) Löhne und Gehälter 16.651.725,29 17.227.975,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.492.827,38 3.644.723,58
6. Abschreibungen 277.085,36 136.428,44
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 277.085,36 136.428,44
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 23.625.151,54 24.042.116,99
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.159,67 17.527,38
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83.467,50 3.207,61
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 398.975,54 2.307.382,14
11. Ergebnis nach Steuern 1.149.584,70 5.514.900,93
Jahresüberschuss 1.149.584,70 5.514.900,93

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.149.584,70 5.514.900,93
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.069.128,66 4.054.227,73
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 1.500.000,00 500.000,00
4. Bilanzgewinn 8.718.713,36 9.069.128,66

Anhang

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben

Die Stelter Zahnradfabrik GmbH, Bassum, (AG Walsrode, HRB 110 080) ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss ist nach Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert geblieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Für die Zugänge wurden zeitanteilig für den Monat des Zugangs und die folgenden Monate Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu Euro 800,00 wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen Euro 250,00 und Euro 1.000,00 wurden in Vorjahren in einen Sammelposten eingestellt und über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Für maschinengebundene Werkzeuge, die die Voraussetzungen des § 240 Abs. 3 HGB erfüllen, wird ein Festwert gebildet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. AKTIVA

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgendem Anlagenspiegel:

Vortrag 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Technische Anlagen und Maschinen 2.915.091,56 3.718.000,09 0,00 6.633.091,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.430.880,46 143.483,27 0,00 1.574.363,73
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.904.850,00 -1.904.850,00 0,00 0,00
Beteiligungen 60.000,00 0,00 0,00 60.000,00
Summe Anlagevermögen 6.310.822,02 1.956.633,36 0,00 8.267.455,38
Abschreibungen
Technische Anlagen und Maschinen 2.915.069,56 61.967,09 0,00 2.977.036,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.024,46 215.118,27 0,00 1.147.142,73
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.847.094,02 277.085,36 0,00 4.124.179,38
Buchwert
Technische Anlagen und Maschinen 22,00 3.656.055,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.856,00 427.221,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.904.850,00 0,00
Beteiligungen 60.000,00 60.000,00
Summe Anlagevermögen 2.463.728,00 4.143.276,00

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

II. PASSIVA

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro 511.291,88 / DM 1.000.000,00 und ist noch nicht auf Euro umgestellt.

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Urlaubs- und andere Personalrückstellungen (TEuro 324), ausstehende Rechnungen (TEuro 1.110), Garantierückstellungen (TEuro 2.086) und sonstige (TEuro 25).

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr
Euro
mehr als einem Jahr
Euro
davon mehr als fünf Jahren
Euro
gesamt
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 386.094,17 2.582.336,27 895.666,06 2.968.430,44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.475.175,94 0,00 0,00 3.475.175,94
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 125.882,73 0,00 0,00 125.882,73
Sonstige Verbindlichkeiten 1.110.285,25 0,00 0,00 1.110.285,25
5.097.438,09 2.582.336,27 895.666,06 7.679.774,36

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 505.254,14 (Vorjahr: Euro 58.493,49), davon gegenüber Gesellschafter Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche gegenüber Gesellschafter in Höhe von Euro 5.809,33 (Vorjahr: Euro 0,00).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von Euro 216.907,63 (Vorjahr: Euro 317.963,13) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe Euro 140.780,79 (Vorjahr: Euro 211.434,30) enthalten.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

- nach geografischen Märkten: 2023
TEuro
Inland 26.084
Ausland -EU- 43.266
Ausland -Nicht EU- 295
Summe 69.645

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. v. TEuro 58 enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind solche für Altersversorgung in Höhe von Euro 12.479,33 (Vorjahr: Euro 12.418,23) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEuro 4 enthalten.

D. Sonstige Pflichtangaben

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzten sich wie folgt zusammen:

Anteilsbesitz
%
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
AF Aus- und Fortbildung GmbH & Co. KG 27211 Bassum 39,22% -138 -13
AF Beteiligung GmbH 27211 Bassum 39,19% 27 0

Finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus einem Mietvertrag bestehen in Höhe von rd. TEuro 7.039 p. a, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von rd. TEuro 7.039.

Aus mehrjährigen Leasing- und Mietvereinbarungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEuro 178. Diese Verpflichtungen beziehen sich hauptsächlich auf Technische Anlagen und Maschinen sowie auf Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber Kreditinstituten bestehen Bürgschaften in Höhe von Euro 33.646.218,26, davon insgesamt zugunsten von verbundenen Unternehmen Euro 33.646.218,26.

Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 201.810,30 abgetreten bzw. sicherungsübereignet, davon gegenüber verbundenen Unternehmen Euro 0,00.

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften wird nicht mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft gerechnet.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Arbeitnehmer:

2023 2022
Angestellte 78 47
Gewerbliche Arbeitnehmer 310 347
Auszubildende 18 19
Gesamt 406 413

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 beträgt TEuro 20.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hartmut Stelter GmbH + Co. KG, Bassum, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt zu machen.

Organe der Gesellschaft

Im Jahr 2023 wurde die Geschäftsführung von

Herrn Dr. Christoph Westerkamp

wahrgenommen.

Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Bezüge der Geschäftsführung nicht offen gelegt.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, bestanden nicht.

 

Bassum, den 17. Dezember 2024

gez. Dr. Christoph Westerkamp, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stelter Zahnradfabrik GmbH, Bassum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stelter Zahnradfabrik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stelter Zahnradfabrik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Vechta, den 17. Dezember 2024

Freese Feldhaus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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