E D E Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG Lager und Transport Wuppertal
Selbe AdresseGüterbeförderung im Straßenverkehr
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Wolf seit 13.8.2015 | Geschäftsführer |
Sven Müller seit 13.8.2015 | Prokura |
Uwe Zarrath seit 13.8.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Die Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler Gesellschaft mit beschränkter Haftung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FT-Holding GmbHWuppertalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Der FT-Holding GmbH Konzern (im Folgenden E/D/E Gruppe) ist ein europaweit agierender Einkaufs- und Marketingverbund für den mittelständischen Produktionsverbindungshandel (PVH). Als Europas führende Verbundgruppe im Produktionsverbindungshandel sind wir derzeit in 27 Ländern Europas aktiv. Die zum 31. Dezember 2021 rund 1.170 angeschlossenen Mitglieder sind Fachhändler, die vorwiegend gewerbliche Abnehmer aus Industrie, Handwerk und Kommunen beliefern. Sie handeln schwerpunktmäßig mit Werkzeugen und Maschinen, Stahl, Beschlägen und Bauelementen, Haustechnik sowie Industriebedarf. Als Systemzentrale garantiert die E/D/E Gruppe seinen Mitgliedern eine umfassende Unterstützung zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition mit Angeboten wie Zentraleinkauf, Marketing, Logistik sowie Finanzdienstleistungen oder auch E-Business. Die E/D/E Gruppe wird überwiegend durch die Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH Wuppertal (E/D/E GmbH) geprägt. Danach sind die folgenden sieben Unternehmen hervorzuheben, die von besonderer Bedeutung für den Konzernabschluss sind: EDE International AG, Zürich, ETRIS Bank GmbH (ETRIS BANK), EURO-DIY GmbH & Co. KG (EURO-DIY), e + h Services AG, Däniken, Toolineo GmbH & Co. KG (Toolineo KG), Tarxter Technologies GmbH & Co. KG (Tarxter KG) sowie die E/D/E Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal (LTW). Von der im Dezember 2011 gegründeten EDE International AG, an der die E/D/E GmbH zu 100 Prozent beteiligt ist, werden grundsätzlich die Geschäftsaktivitäten außerhalb Deutschlands gesteuert und entwickelt. Die ETRIS BANK ist ebenfalls ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der E/D/E GmbH und hat als Spezialinstitut für Zentralregulierung, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung das Finanzgeschäft, insbesondere die Zentralregulierung und Delkrederehaftung der E/D/E GmbH übernommen. Zusammen mit der E/D/E GmbH bildet sie einen stabilen Haftungsverbund. An der LTW, die sich mit Lagerungs- und Logistikaufgaben für die E/D/E GmbH befasst, hält die E/D/E GmbH zum Bilanzstichtag 78,6 Prozent der Kommanditanteile, während die restlichen Gesellschaftsanteile auf Mitgliedsfirmen entfallen. Die EURO-DIY ist ein 70-prozentiges Tochterunternehmen der E/D/E GmbH und hat verschiedene Dienstleistungen für Mitgliedsunternehmen der E/D/E GmbH zum Geschäftsgegenstand. Die e + h Services AG ist das führende Schweizer Handelsunternehmen für Markenartikel aus den Fachbereichen Haushalt, Geschenke, Werkzeuge, Gartenmöbel und Gartentechnik. Für das E/D/E Strategieprojekt Toolineo, dem zentralen Marktplatz für den Online-Handel zwischen den E/D/E Mitgliedern und deren Endkunden, fungieren die Tarxter KG als Technologiegesellschaft sowie die Toolineo KG als Betreibergesellschaft. Die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind von nachrangiger Bedeutung. In den Konzernabschluss sind insgesamt 38 Gesellschaften einbezogen. Die einbezogenen Gesellschaften unterteilen sich in 36 verbundene Unternehmen und zwei assoziierte Beteiligungsunternehmen, wobei die E/D/E Gruppe überwiegend durch die E/D/E GmbH geprägt wird. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, durch den die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hat Auswirkungen auch auf fast jeden Zweig der Wirtschaft. Insbesondere die als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus weltweit ergriffenen unternehmensexternen und -internen Maßnahmen - vor allem Ausgangs-, Kontakt- und Reisebeschränkungen sowie Betriebsschließungen - haben dazu geführt, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse teilweise gravierend geändert haben, seien es die Verhältnisse auf den Beschaffungs- oder Absatzmärkten, seien es die Produktions-, Handels- oder Dienstleistungsprozesse. Ebenfalls nicht von untergeordneter Bedeutung für das Wirtschafts- und Konjunkturklima 2021 waren vor allem die Knappheit von Halbleitern, Mikrochips und weiteren Rohstoffen, sowie steigende Energiepreise und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Transportkapazitäten. Dies führte zu einer Abschwächung der konjunkturellen Erholung in Europa. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2021 um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Damit ist die deutsche Wirtschaft in 2021 - nach dem coronabedingten Einbruch in 2020 - wieder gewachsen. Das BIP im Euroraum und der EU stieg nach ersten Schätzungen von Eurostat 2021 um 5,2 Prozent. Lage der Branche Vor allem bei seinen Mitgliedern im Baugeschäft verzeichnete das E/D/E eine hohe Auftragslage, die von einer sehr positiven Entwicklung des Handwerks sowohl im Objekt- wie auch im Privatkundengeschäft getrieben wurde. Das starke Wachstum im Wohnungsbau und die steigenden Privatinvestitionen sorgten für eine besonders positive Entwicklung in den baunahen Warengruppen. Das Industriegeschäft nahm ebenfalls wieder deutlich an Fahrt auf. Der Maschinenbau und die Chemiebranche, aber auch der Flugzeugbau, entwickelten sich gut. Steigende Umsätze waren die Folge. Im Einzelhandel sorgte der pandemiebedingte Lockdown zeitweise für eine Ausnahmesituation, während die Investitionsbereitschaft privater Konsumenten für das Heim und den eigenen Garten anhielt. Die E/D/E Haustechnik verzeichnete 2021 ebenfalls gute Wachstumsraten. Dieser Erfolg ist vor allem auf ein starkes Heizungsgeschäft zurückzuführen. Der Stahlhandel erzielte deutlich zweistellige Handelsvolumenzuwächse. 2.2 Geschäftsverlauf Der Unternehmenswert auf Ebene der E/D/E Gruppe wird maßgeblich durch finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Als finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere das Handelsvolumen, der Konzernjahresüberschuss, der Brutto-Cashflow, das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote zu nennen. Mit einem Handelsvolumen von 7,620 Milliarden Euro verzeichnete die E/D/E Gruppe einen Anstieg von 1,179 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Jahr 2021 war pandemiebedingt allerdings durch einen uneinheitlichen Jahresverlauf gekennzeichnet. Der Start im ersten Quartal war positiv, was einen Anstieg von 6,7 Prozent zum Vorjahr bedeutete. Im zweiten Quartal nahm das Handelsvolumen in Folge der gelockerten Maßnahmen und Nachholeffekten im Vergleich zum Vorjahr um 29,1 Prozent zu. Im dritten Quartal setzte sich die Entwicklung fort und der Vorjahreswert wurde um 23,7% übertroffen. Das vierte Quartal wurde mit einem Anstieg zum Vorjahr in Höhe von 15,1% abgeschlossen. In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Handelsvolumens der E/D/E Gruppe 2021 aufgeschlüsselt nach Warengruppen dargestellt.
Abbildung 1: Handelsvolumen nach Warengruppen Der Stahlbereich erzielte ebenfalls deutlich zweistellige prozentuale Handelsvolumenzuwächse. Die Mitgliedergruppe SteelPower hat sich erfolgreich weiterentwickelt und konnte durch Mengenbündelung Einkaufsvorteile zum Nutzen aller angeschlossenen Mitglieder erzielen. Die Konzentration der Mengen auf die Lieferpartner des Stahlbereichs stiegen im Jahr 2021 kontinuierlich. Durch die zunehmende Mengenkonzentration auf das E/D/E beim Stahl erzielen die Mitgliedsunternehmen höhere Rückvergütungen und profitieren zudem von Preisvorteilen im Tagesgeschäft. Das Handelsvolumen stieg auf rund 1,491 Milliarden Euro. Die E/D/E Haustechnik verzeichnete 2021 einen Wachstumsschub in Höhe von insgesamt mehr als 200 Mio. Euro auf 1,76 Mrd. Euro. Dieser Erfolg ist vor allem auf ein starkes Heizungsgeschäft zurückzuführen. Ein gutes Wachstum registrierte der europäisch ausgerichtete Partner VGH International. Alle VGH-Mitglieder verzeichneten eine sehr gute Entwicklung. Erstmals wurde ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro mit dem E/D/E reguliert. Das E/D/E hat zudem seine Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner IGH weiter vertieft und eine deutliche Steigerung des regulierten Volumens auf 70 Mio. Euro erzielt. Der WUPPER-RING, die Gemeinschaft starker Haustechnik-Händler im E/D/E, konnte von den verstärkten Investitionen der Privatkonsumenten ins eigene Heim profitieren. Der WUPPER-RING verzeichnete ein Wachstum seines Handelsvolumens von 8 Mio. Euro auf 414 Mio. Euro. Als Teil der neuen Strategie wurden alle Produkte aus den E/D/E Haustechnik-Bereichen Sanitär, Heizung und Installation unter der Dachmarke FORMAT gebündelt. Um insbesondere jüngere Zielgruppen von den Angeboten zu überzeugen und den neuen einheitlichen Markenauftritt von FORMAT zu stärken, setzte das E/D/E erstmalig auch auf Influencer-Kampagnen und sendete einen deutschlandweiten Kino-Werbespot. Die beteiligten Händler profitieren von der guten Warenverfügbarkeit der Marke. Der Bereich Werkzeuge entwickelte sich positiv: Das Handelsvolumen mit Handwerkzeugen stieg von 309 auf 346 Mio. Euro an, bei Präzisionswerkzeugen wuchs das Handelsvolumen von 99 auf 110 Mio. Euro. Das baunahe Geschäft mit Werkzeugen und Maschinen für die Holzbearbeitung wies mit rund 179 Mio. Euro ebenfalls ein deutliches Wachstum auf. Der Warenbereich Werkzeuge im E/D/E konnte sich somit insgesamt gut behaupten und erzielte ein Gesamtvolumen von 654 Mio. Euro im Vergleich zu 567 Mio. Euro im Vorjahr. Das Handelsvolumen der baunahen Sortimente (Geschäftsbereich II) legte im vergangenen Jahr um 140 Mio. Euro auf 1,661 Milliarden Euro zu. Das Segment Baubeschläge inklusive der Sicherheitstechnik hat sich mit einem Wachstum von 66 Mio. Euro auf 916 Mio. Euro gut entwickelt. Hohe Steigerungsraten erzielte insbesondere der Bereich Fensterbeschlag. Das Lagergeschäft ist mit +10 Prozent stark gewachsen. Die logistischen Anforderungen sind durch die Objektsortimente ohnehin auf einem sehr hohen Niveau, sodass das eLC hier für spürbare Entlastung gesorgt hat. Die E/D/E Mitglieder nutzten 2021 verstärkt die im eLC vorrätigen Standardsortimente im Beschlag, um ihre Endkunden direkt zu beliefern und so Prozesskosten zu optimieren. Als Wachstumstreiber in der Logistik erwiesen sich automatisierte und digitale Lösungen für Tür und Fenster. Der Bereich Bauelemente ist aufgrund der starken Baukonjunktur von 277 auf 294 Mio. Euro überproportional gewachsen. Das E/D/E hat die Entwicklung durch Konzepte wie z. B. ELEMENTARES Services unterstützt. Dies sorgte 2021 für zusätzliche Wachstumsimpulse beim E/D/E im Vergleich zur Entwicklung des Gesamtmarktes. Mit der neuen Gruppe ELEMENTec reagiert das E/D/E auf das Zusammenwachsen der beiden Marktfelder Bauelemente und -beschläge. Die Befestigungstechnik hat gleichermaßen von der Konjunktur im Bau profitiert und verzeichnete ein deutliches Plus von 27 Mio. Euro auf 198 Mio. Euro. Wie bei den Beschlägen wurden insbesondere bei den Baugeräten die Lagerkonzepte als Mehrwert angenommen und das Sortiment ausgebaut, was zu einer überproportionalen Entwicklung im Lagergeschäft führte. Die Warengruppe Baugeräte erlebte somit insgesamt einen deutlichen Wachstumsschub und steigerte das Handelsvolumen von 181 auf 210 Mio. Euro. Das Geschäft im Geschäftsbereich III ist geprägt durch die Branchen Industrie, Bau und Handwerk. Das Handelsvolumen bewegte sich mit 898 Millionen Euro über Vorjahresniveau (+ 13,5 Prozent). Elektrowerkzeuge verzeichneten ein starkes Wachstum im zweistelligen Prozentbereich im Zusammenhang mit einem zunehmenden Online-Handel. Insgesamt realisierten die Händler mit dem E/D/E in diesem Warenbereich 608 Mio. Euro Handelsvolumen - ein Zuwachs von 63 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage in industrienahen Bereichen wie Betriebseinrichtungen und Schweißtechnik war hoch. Die Schweißtechnik verzeichnete ein Wachstum von knapp 10 Mio. Euro auf 52 Mio. Euro. Ebenfalls zweistellig wuchs der Bereich Betriebseinrichtung mit einem Plus von 34 Mio. Euro auf 238 Mio. Euro. Das Handelsvolumen im Segment Arbeitsschutz und Technischer Handel (Geschäftsbereich IV) ist 2021 auf über 774 Mio. Euro gewachsen. Wie bereits im Vorjahr profitierte der Arbeitsschutz von der hohen Nachfrage nach Pandemieartikeln und wuchs überproportional - in diesem Jahr um 27 Mio. Euro auf 489 Mio. Euro. Im Technischen Handel betrug das Wachstum ebenfalls 27 Mio. Euro. Damit stieg das Handelsvolumen dort auf 285 Mio. Euro an. Hierzu trug insbesondere die positive Entwicklung im Zuge der weiteren Internationalisierung der Handelsmarke E-COLL bei. Im Bereich DIY, Gartentechnik und Sonstiges stieg das Handelsvolumen 2021 auf 387 Millionen Euro (+ 62,8 Prozent). Diese Steigerung wurde insbesondere durch die ETRIS BANK im Rahmen des Drittmarktgeschäfts realisiert. Insgesamt zeigt sich eine ausgewogene Struktur des Handelsvolumens der Warenbereiche, sodass keine übermäßige Abhängigkeit von der Entwicklung eines einzelnen Bereiches besteht und dahingehend eine solide Differenzierung gegeben ist.
Abbildung 2: Handelsvolumen nach Geschäftsarten Das Handelsvolumen in der Geschäftsart Lager hat sich um 3,2 Prozent erhöht. In der Geschäftsart Zentralregulierung/Reihengeschäft war ein Zuwachs von 19,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das Budgetziel für 2021 wurde deutlich übertroffen. Die anhaltende Corona-Pandemie hat sich in den europäischen Märkten unterschiedlich im Geschäft der E/D/E Mitglieder niedergeschlagen. Viele Märkte erzielten ein zweistelliges Wachstum. In der Gesamtbetrachtung verzeichnete das internationale Geschäft für das Jahr 2021 ein Wachstum von knapp 20 Prozent. Das Handelsvolumen stieg auf 1,9 Milliarden Euro. Hierfür verantwortlich waren neue Mitglieder und Lieferanten, der Ausbau der zahlreichen Vertriebsaktivitäten sowie das Wachstum der VGH International. Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Berichtsjahr 20,7 Millionen Euro (Vorjahr: 15,2 Millionen Euro). Der Brutto-Cashflow 2021 auf Konzernebene beträgt 31,0 Millionen Euro nach 28,3 Millionen Euro im Vorjahr. Er zeigt und stärkt die Finanzkraft und Investitionsfähigkeit der E/D/E Gruppe. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 beträgt 54,3 Prozent (Vorjahr: 57,2 Prozent). Saldiert man die aufgrund der Delkrederezusage übernommenen Lieferantenverbindlichkeiten mit den korrespondierenden Kundenforderungen, ergibt sich ein Eigenkapital, das zum Betrachtungszeitpunkt des aktuellen Abschlusses 58,0 Prozent der Bilanzsumme beträgt. 2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Unternehmenswert der E/D/E Gruppe wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Arbeitnehmern und Mitgliedern sowie gesellschaftliche Belange. Arbeitnehmer 1.135 Mitarbeiter waren Ende 2021 in der Gruppe beschäftigt. Im Jahr 2021 wurden fünf Auszubildende und sechs duale Studierende eingestellt. Zehn Auszubildende und fünf dual Studierende wurden nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung übernommen. Das betriebliche Ausbildungsangebot zielt darauf ab, Nachwuchskräfte zu gewinnen und zu fördern, um die wichtigen Zukunftsaufgaben für den PVH mit qualifizierten Fach- und Führungskräften zu gestalten. Dank des konsequent eingehaltenen Hygienekonzepts konnten Corona-Ausbrüche im Unternehmen verhindert werden. Somit blieb die Leistungsfähigkeit des E/D/E über den gesamten bisherigen Pandemiezeitraum erhalten. Im Rahmen einer betrieblichen Impfkampagne wurden im Sommer mehr als 650 Mitarbeiter und deren Angehörige geimpft. Diese Kampagne hat einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter geleistet. Mitglieder Im Jahr 2021 haben 11 neue Handelspartner die Zusammenarbeit mit der E/D/E Gruppe aufgenommen. Zu den Zugängen zählen ausschließlich PVH-Unternehmen, keine Einzelhandelsunternehmen. Demgegenüber stehen insgesamt 32 Mitgliederabgänge, wovon 19 Händler dem Bereich PVH und 13 dem Einzelhandel zuzuordnen sind. Diese liegen hauptsächlich in Geschäftsaufgaben aufgrund fehlender Nachfolgeregelungen und Insolvenzen begründet. Ende 2021 gehören dem Verbund damit 1.166 Mitgliedsunternehmen an (951 im Bereich PVH / 215 im Bereich EH). Insgesamt setzt sich der Konzentrationsprozess im PVH branchenübergreifend durch. Im E/D/E ist diese Entwicklung ebenfalls zu erkennen. Die Anzahl an Unternehmen mit mehr als 5 Millionen Euro Handelsvolumen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Gesellschaftliche Belange Das E/D/E übernimmt Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt. Die E/D/E Stiftung, die E/D/E Gruppe und die Mitarbeiter haben 2021 an dieser Verantwortung festgehalten und zahlreiche soziale Projekte in der Region Wuppertal unterstützt. So fand erneut die beliebte Wunschstern-Aktion statt, bei der E/D/E Mitarbeiter hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen aus Wuppertaler Heimen eine Weihnachtsfreude bereiten. Auch in der Fachkräftequalifizierung für die PVH-Branche ist die Verbundgruppe in Kooperation mit dem Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH-Bildungswerk) durch die Vergabe von Stipendien weiterhin stark engagiert. Das E/D/E beobachtet im gesamten Verbund, dass das Thema Nachhaltigkeit immer bedeutender wird. Das gesamte unternehmerische Verständnis des E/D/E baut darauf auf, Ressourcen und Services zu bündeln, Partner zu vernetzen und die Zukunftsfähigkeit seiner mittelständischen und familiär geprägten Mitglieder mit wettbewerbsfähigen Konzepten zu sichern. Um ein gemeinsames nachhaltiges Handeln zu fördern, steht Mitgliedern und Mitarbeitern eine zunehmende Anzahl von Angeboten zur Verfügung. Hierzu bietet die E/D/E AKADEMIE den Mitgliedern beispielsweise Trainings und Barcamps an. Die einzelnen Nachhaltigkeitsaktivitäten und -projekte sind transparent auf der eigenen E/D/E Nachhaltigkeitswebsite (www.ede-nachhaltigkeit.de) zusammengestellt. Außerordentliches Engagement in der Heimatregion erforderte im Juli die Hochwasserkatastrophe. Unter den Betroffenen befanden sich auch Mitglieder, Partner und Mitarbeiter. Das E/D/E hat schnelle Unterstützung geleistet. Geräte wie Bautrockner und Zubehör wie Kabeltrommeln und Schläuche wurden bereitgestellt und pragmatische, flexible Logistiklösungen angeboten. Um auf künftige Ereignisse dieser Art vorbereitet zu sein, hat das E/D/E ein spezielles und komplett lagerverfügbares Hochwassersortiment entwickelt. Mitarbeiter halfen zudem den Opfern in Eigeninitiative vor Ort und engagierten sich gemeinsam bei Aufräumaktionen. Betroffene aus der Region wurden zudem mit Spenden unterstützt. 2.4 Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme der E/D/E Gruppe zum 31. Dezember 2021 beträgt 810,0 Millionen Euro. Sie liegt damit um 10,7 Prozent über dem Vorjahreswert (732,0 Millionen Euro). Auf der Aktivseite spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme maßgeblich im Umlaufvermögen wider. So ist das Umlaufvermögen um 77,4 Millionen Euro oder 12,0 Prozent auf 724,4 Millionen Euro (Vorjahr: 647,0 Millionen Euro) angestiegen. Der Wert des Anlagevermögens liegt mit 84,1 Millionen Euro um 0,7 Millionen Euro oder 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert (83,4 Millionen Euro). Die Finanzanlagen sind zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Wert angesetzt und entfallen überwiegend auf Wertpapiere. Diese werden durch die Anlagestrategie für das strategische Wertpapierportfolio bestimmt. Die Vorräte liegen infolge der Ausweitung des Lagergeschäfts mit 67,4 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahrs (53,0 Millionen Euro). Der stichtags- und damit zahlungsbedingte Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum 31. Dezember 2021 um 45,3 Millionen Euro oder 13,7 Prozent auf 376,0 Millionen Euro zum Bilanzstichtag gestiegen (Vorjahr: 330,8 Millionen Euro). Im Rahmen des Debitoren- und Kreditorenmanagements kommt in diesem Zusammenhang eine mit vorsichtigem Ansatz bewertete Risikovorsorge zur Anwendung. Der Wert setzt sich größtenteils aus Buchforderungen an Mitgliedsfirmen sowie Darlehen und Wechseln zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Wert von 17,7 Millionen Euro enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen in Verbindung mit dem Auslandsgeschäft. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist zum Bilanzstichtag auf 263,3 Millionen Euro angestiegen, nach 250,4 Millionen Euro im Vorjahr. Auf der Passivseite entfällt der Anstieg der Bilanzsumme überwiegend auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Rückstellungen sowie das Eigenkapital, die den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der sonstigen Verbindlichkeiten überkompensieren. Die Gewinnrücklagen wurden gemäß der seit Jahren konsequent verfolgten Unternehmenspolitik der Innenfinanzierung erneut deutlich um 17,8 Millionen Euro aufgestockt. Das konsolidierte Eigenkapital der E/D/E Gruppe erreicht damit einen Wert von 439,4 Millionen Euro (Vorjahr: 419,1 Millionen Euro). Den Rückstellungen für Pensionen liegen die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe basiert auf dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,87 Prozent. In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 152,5 Millionen Euro sind im Wesentlichen Boni und sonstige Rückvergütungen enthalten, die 2022 zur Ausschüttung an die Mitgliedsunternehmen gelangen. Die überwiegend langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2021 6,9 Millionen Euro und betreffen im Wesentlichen Fremdwährungsdarlehen im Zusammenhang mit der e + h Services AG. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigen einen stichtags- und zahlungsbedingten Anstieg um 33,2 Millionen Euro oder 27,9 Prozent auf 152,2 Millionen Euro (Vorjahr: 119,0 Millionen Euro). Finanzlage Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines zentralregulierenden Einkaufsverbundes sind im Besonderen zwei Kernaspekte von maßgeblicher Bedeutung. Zum einen ist der Cashflow ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Finanzkraft. Der Brutto-Cashflow 2021 auf Konzernebene beträgt 31,0 Millionen Euro nach 28,3 Millionen Euro im Vorjahr. Er zeigt und stärkt die Finanzkraft und Investitionsfähigkeit der E/D/E Gruppe. Zum anderen ist die Fähigkeit ausschlaggebend, die übernommenen Zahlungsverpflichtungen und Haftungszusagen jederzeit unzweifelhaft und vollumfänglich erfüllen zu können. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 beträgt 54,3 Prozent (Vorjahr: 57,2 Prozent). Saldiert man die aufgrund der Delkrederezusage übernommenen Lieferantenverbindlichkeiten mit den korrespondierenden Kundenforderungen, ergibt sich ein Eigenkapital, das zum Betrachtungszeitpunkt des aktuellen Abschlusses 58,0 Prozent der Bilanzsumme beträgt. Die E/D/E Gruppe konnte im Berichtsjahr ausnahmslos und vollumfänglich den gestellten finanziellen Anforderungen aus den Handelsgeschäften gerecht werden. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden grundsätzlich in erster Kondition und unter Einsatz von Eigenmitteln erfüllt. Für den kurzfristigen Bedarfsfall standen darüber hinaus Kreditlinien der Hausbanken in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Der Umfang der Neuinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände beläuft sich auf 0,7 Millionen Euro. Es handelt sich hierbei um die Anschaffung von Software. Die Neuzugänge im Sachanlagevermögen betreffen neben den üblichen Ersatzbeschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung insbesondere die Anschaffung einer Verpackungsmaschine in der Logistik. Das Abschreibungsvolumen auf das immaterielle und auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 7,1 Millionen Euro bewegt sich planmäßig. Ertragslage Die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung ist grundsätzlich gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse in der Berichtsperiode betragen 889,2 Millionen Euro. Bezogen auf den Vorjahreswert (728,6 Millionen Euro) entspricht dies einem Anstieg um 160,6 Millionen Euro oder 22,0 Prozent. Im Bereich des Streckengeschäfts/ der Zentralregulierung beziffern sich die handelsrechtlichen Umsatzerlöse im Jahr 2021 auf insgesamt 797,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 179,9 Millionen Euro oder 29,1 Prozent (Vorjahr: 617,8 Millionen Euro). Im Lagergeschäft konnten die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr auch infolge der Ausweitung des Lagersortiments um 10,7 Millionen Euro oder 3,2 Prozent auf 349,9 Millionen Euro (Vorjahr: 339,2 Millionen Euro) gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der sonstigen Erlöse sowie der Erlösschmälerungen ergeben sich dann die in der handelsrechtlichen Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung ausgewiesenen Umsätze. Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen von 18,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 14,5 Millionen Euro resultiert überwiegend aus dem vorjährigen Eingang von in Vorjahren abgewerteten Forderungen und - gegenläufig - höheren Erträgen aus der Auflösung von Einzelabwertungen. Der Materialaufwand ist um 142,9 Millionen Euro oder 25,2 Prozent auf 709,4 Millionen Euro (Vorjahr: 566,5 Millionen Euro) angestiegen. Der Personalaufwand im Jahr 2021 beträgt 75,8 Millionen Euro und liegt damit um 3,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (79,4 Millionen Euro). Die Abschreibungen entwickeln sich planmäßig und sind von 10,2 Millionen Euro auf 7,1 Millionen Euro zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 74,1 Millionen Euro um insgesamt 7,1 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (67,0 Millionen Euro). Höhere Logistikkosten sowie höhere Aufwendungen für Risikovorsorgen insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie trugen zu diesem Anstieg bei. Das betriebliche Ergebnis 2021 liegt mit 37,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 24,0 Millionen Euro. Das maßgeblich durch das aktuelle Zinsumfeld bestimmte Finanzergebnis ist im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Millionen Euro auf 0,4 Millionen Euro zurückgegangen. Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Berichtsjahr 20,7 Millionen Euro (Vorjahr: 15,2 Millionen Euro). Aus dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von 10,5 Millionen Euro wurden insgesamt 8,6 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens eingestellt. Diese Dotierung entspricht erneut einer Thesaurierungsquote von rund 90 Prozent und unterstreicht die Bedeutung der Innenfinanzierung als Element der Unternehmensstrategie. 3. Prognosebericht Extreme wirtschaftliche Bedingungen - gepaart mit der Ungewissheit über die Dauer der Corona-Pandemie, das Risiko für Rückfälle, die Auswirkungen der staatlichen Unterstützung und die Frage, wie die Erholung letztlich aussehen wird - bedeuten, dass zukunftsgerichtete Beurteilungen höchst ungewiss und schwierig zu treffen sind. Gleichzeitig könnten historische Zusammenhänge zwischen Schlüsselvariablen nicht mehr bestehen, da vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen in der Vergangenheit noch nie vorgelegen haben. Steigende Energie- und Rohstoffpreise, Produktionsengpässe aufgrund von Kapazitätsproblemen und die Knappheit bei einigen Baukomponenten, Rohstoffen und Transportkapazitäten haben bei der gleichzeitig starken Nachfrage im In- und Ausland im Jahr 2021 für einigen Aufwärtsdruck bei den Verbraucherpreisen gesorgt. Im Jahr 2022 könnte sich dieser Druck allmählich abschwächen, wenn sich die Produktionsengpässe auflösen und Angebot und Nachfrage stärker konvergieren. Darüber hinaus drohen geopolitische Risiken insbesondere durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine, die weitreichende Folgen auf Lieferketten, globale Automobil- und Industrieproduktion, Frachtraten, Rohstoff- und Energiepreise, Inflation und Wirtschaftsentwicklung sowie viele andere mehr nach sich ziehen könnten. Sämtliche getroffenen Prognosen für 2022 sind vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Ukraine und der nach wie vor anhaltenden Pandemie von Unsicherheit geprägt. Mit Stand von Januar 2022 rechnet der IWF für das laufende Jahr noch mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 4,4 Prozent, für die Eurozone von 3,9 Prozent. Das BMWI erwartet für 2022 ein Wachstum des BIP um 3,6 Prozent. Nach bisheriger Einschätzung des E/D/E dürfte die positive Grundhaltung im baunahen Handwerk und im Bau sowie in der Industrie auch 2022 anhalten. Lieferengpässe, steigende Preise und der Fachkräftemangel dürften den Handel und damit auch seine Endkunden weiter belasten. In welchem Ausmaß sich die aktuellen Entwicklungen um die Ukraine herum auswirken, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Nach interner Einschätzung gleichen sich im Kerngeschäft das erwartete organische Wachstum und negativ wirkende Struktureffekte weitgehend aus. Für das Drittmarktgeschäft der ETRIS BANK wird ein starkes Wachstum erwartet, deren Grundsteine im Jahr 2021 gelegt wurden. Vor dem Hintergrund der Prognosen zur Marktentwicklung und im Hinblick auf die geplanten Aktivitäten erwartet die E/D/E Gruppe für das Jahr 2022 ein Handelsvolumenplus von 20,7 Prozent oder 1,579 Milliarden auf 9,192 Milliarden Euro (Zentralregulierung plus 21,6 Prozent / 1,565 Milliarden, Lager plus 4,0 Prozent / 14 Millionen Euro). Damit wird der eingeschlagene Wachstumspfad fortgesetzt. Beim Ergebnis vor Steuern erwarten wir einen Betrag über Vorjahresniveau. Unsere Strategie der Innenfinanzierung durch eine hohe Thesaurierungsquote soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Wir rechnen daher mit einem Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 in Höhe von rd. 460 Millionen Euro. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres erzielten wir mit 1,492 Milliarden Euro ein Handelsvolumen über dem Zielkorridor. Die drei stärksten Geschäftsbereiche in Bezug auf das Handelsvolumen waren der Geschäftsbereich Stahl (304 Millionen), der Geschäftsbereich II (296 Millionen Euro) und das Drittmarktgeschäft der ETRIS BANK (241 Millionen Euro). Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancenbericht Unter Chancen verstehen wir positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen an das wirtschaftliche Umfeld sowie die Lage der E/D/E Gruppe. Die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im Jahr 2022 die Erwartungen übertreffen. So kann die Stabilisierung der Eurozone vor dem Hintergrund der Folgen der Corona-Pandemie schneller vorangehen als von den Wirtschaftsforschungsinstituten unterstellt. Dies könnte sich positiv auf das von uns regulierte Handelsvolumen und damit korrespondierend auf unsere Ertragslage auswirken. Die Wahrung strategischer Chancen, resultierend aus dem Ausbau der Geschäftstätigkeit in Europa, ist in den Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe im Jahr 2022 berücksichtigt. Dennoch kann die tatsächliche Entwicklung noch positiver ausfallen, sofern die Effekte aus einzelnen Maßnahmen die Erwartungen übertreffen sollten. Auch können im Jahresverlauf etwa in Form von strategischen Partnerschaften neue strategische Chancen auftreten, die nicht Bestandteil der Planung sind. 4.2 Risikobericht Die E/D/E Gruppe verfügt über ein konzernweites Risikomanagementsystem, das alle Unternehmensbereiche einschließlich der Konzerngesellschaften umfasst. Die seit Jahren erfolgreich implementierten Instrumente des Risikomanagementsystems und internen Kontrollsystems wurden zeitgerecht eingesetzt. Sie erfüllen die Verpflichtung der Geschäftsführung, ein Risikoüberwachungssystem einzusetzen, mit dem diejenigen Risiken frühzeitig erkannt werden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Im Rahmen der bestehenden Risikomanagement-Richtlinien werden in einem Standardprozess einzelne Risikofaktoren identifiziert. Die nachfolgende Klassifizierung erlaubt es, wirksame Gegenmaßnahmen zur Abschirmung zu entwickeln. Im Berichtsjahr wurde den Richtlinien folgend erneut eine systematische und sorgfältige Inventarisierung, Kategorisierung und Neubewertung aller erkennbaren Risiken durchgeführt. Bestehende und neue Risikopositionen wurden jeweils auf Einzelfallbasis einer Due Diligence unterzogen, die die zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Schadenshöhe bewertet. Die Ergebnisse wurden in einem umfangreichen Risikoportfolio zusammengefasst und an die Führungskräfte bzw. Riskowner kommuniziert. Alle Bereiche der E/D/E Gruppe sind in einen strukturierten Prozess der Strategieentwicklung, der operativen Planung und der Budgetierung eingebunden. Hierbei kommt ein umfassender Bottom-up-Ansatz zur Anwendung, in dessen Rahmen die Planansätze systematisch von den erwarteten Marktentwicklungen unter Berücksichtigung der strategischen Zielsetzungen und der verabschiedeten Maßnahmenpläne abgeleitet werden. Auf dieser Grundlage werden jeweils unter der Vorgabe eines konkreten Ziel- und Handlungsrahmens für die operative Führung konkrete Umsatz-, Ertrags- und Aufwandsplanungen einschließlich Finanz- und Bilanzplanung aufgestellt. Die unterjährige Überwachung erfolgt durch ein operatives Berichtssystem mit täglichen, monatlichen und quartalsmäßigen Meldungen. Diese wird durch eine intensive Regelkommunikation ergänzt, in die alle Führungsebenen einbezogen sind. Neben der reinen Kontrolle, das heißt des Abgleichs von Soll- und Ist-Werten, werden im Rahmen des Controllings erkennbare Abweichungen unverzüglich analysiert und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt. Die Ergebnisauswirkungen werden in Szenario-Rechnungen nachgehalten. Die E/D/E Gruppe ist neben den allgemeinen systematischen Risiken aus der konjunkturellen und wettbewerbsbedingten Marktentwicklung im Besonderen den spezifischen Risiken ausgesetzt, die dem Geschäftsmodell eines Zentralregulierers mit Übernahme des Delkredere zugrunde liegen. Zu den wesentlichen Risiken gehören das Kontrahentenrisiko gegenüber unseren Mitgliedern sowie Liquiditätsrisiken. Dem gegenüber ist die Diversifikation durch Betätigung in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und unterschiedlichen Sortimenten mit ausgewogenen Sortimentsstrukturen als ein entscheidender Faktor zur Vermeidung von Risikokonzentrationen zu werten. Das erreichte Handelsvolumen der E/D/E Gruppe im Geschäftsjahr 2021 zeigt, dass die Mitgliedsfirmen sich im Wettbewerb - auch unter den herrschenden Rahmenbedingungen - gut behauptet haben. Das Debitorenrisiko wird vor dem Hintergrund des implementierten marktnahen Monitorings insgesamt für überschaubar und beherrschbar angesehen. Zur Gewährleistung einer zeitnahen Überwachung und zur Beurteilung der Kreditrisiken wird darüber hinaus ein IT-gestütztes Managementinformationssystem eingesetzt, das kurzfristig eine Verschlechterung im Zahlungsverhalten einzelner Debitoren anzeigt. Einzelne Großrisiken werden einem kontinuierlichen und intensiven Monitoring unterzogen. Risiken aus dem Auslandsgeschäft werden durch gesonderte Sicherungsmaßnahmen kontrolliert. Unter Anwendung einer auf die vorhandenen, werthaltigen Sicherungsinstrumente abgestellten Ausfallrechnung werden im Falle eines verschlechterten Zahlungsverhaltens sowohl Rechnungswesen als auch Bonität des Debitors umgehend einer Due Diligence unterzogen. Diese wird regelmäßig um ein persönliches Gespräch ergänzt. An dieser Stelle ergänzt das 2006 eingeführte E/D/E-Rating die beschriebenen Maßnahmen und leistet einen nachhaltig positiven Beitrag zum Kreditrisikomanagement. Im Einklang mit den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) lassen wir uns die wirtschaftlichen Verhältnisse durch Vorlage der Jahresabschlüsse unserer Mitglieder offenlegen. Darauf basierend bewerten wir die Kreditrisiken im Debitorenbereich anhand eines Ratingsystems. Das Verfahren wird im Rahmen einer kontinuierlichen Fortentwicklung stetig verfeinert und erweitert. Aufgrund der vorhandenen Rating-Daten ist die E/D/E Gruppe in der Lage, aussagekräftige, auf die einzelnen Branchen zugeschnittene Betriebsvergleiche zu erstellen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der E/D/E Gruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die E/D/E Gruppe finanziert sich zu einem großen Teil über Eigenkapital. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit den Hausbanken zusätzlich Kreditlinien vereinbart. Neben den zuvor beschriebenen Risiken aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine könnten insbesondere die als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus weltweit ergriffenen und möglicherweise noch zu ergreifenden unternehmensexternen und -internen Maßnahmen - vor allem Ausgangs-, Kontakt- und Reisebeschränkungen sowie Betriebsschließungen negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der E/D/E Gruppe haben. Eine vorausschauende unternehmensweite Corona-Policy hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Durch ein kluges Management und eine hohe Disziplin in der Belegschaft konnten Ansteckungen im E/D/E weitgehend vermieden werden. 4.3 Gesamtaussage Die Geschäftsführung der FT-Holding GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage der E/D/E Gruppe zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts positiv. Der Konzern ist mit seinem Leistungsportfolio und seinem Finanzprofil gut im Markt aufgestellt. In den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres 2022 lag die Geschäftsentwicklung über den Erwartungen. Die E/D/E Gruppe hat in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse erzielt, stets vorsichtig bilanziert und konservativ finanziert, das Eigenkapital systematisch gestärkt und das Controlling zur strategischen und operativen Steuerung des Unternehmens aufgebaut. Die Unabhängigkeit in der Refinanzierung ist bewahrt geblieben, die Liquidität ist ausgezeichnet und die Wettbewerbsfähigkeit ist dank leistungsstarker Teams gegeben. Die E/D/E Gruppe genießt darüber hinaus in hohem Maße das Vertrauen seiner Partner - sowohl im Mitgliederkreis als auch bei den Vertragslieferanten. Den eigenen Anspruch nach Abkoppelung von der allgemeinen Marktentwicklung will die E/D/E Gruppe weiterhin aufrechterhalten. Die Investitionsplanung und die Personalpolitik sind auf diese Zielsetzung ausgerichtet und die beschlossene Wachstumsstrategie hat unverändert Gültigkeit.
Wuppertal, 04. April 2022 Dr. Eugen Trautwein Dr. Andreas Trautwein Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der FT-Holding GmbH, Wuppertal (Amtsgericht Wuppertal, HRB 24540) zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Aufstellung erfolgt in Tausend Euro und unter teilweiser Ergebnisverwendung. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss des Unternehmens wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Gemäß § 264 Abs. 3 bzw. 264 b HGB wird bei allen Tochtergesellschaften mit Ausnahme der PVH FUTURE LAB GmbH auf die Bekanntmachung des Jahresabschlusses dieser Gesellschaften im Bundesanzeiger verzichtet. B. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft FT-Holding GmbH insgesamt 37 weitere Gesellschaften einbezogen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden weitere Anteile an der E D E Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal, Wuppertal, in Höhe von 0,4% sowie der EHH EURO HAUSTECHNIK-Handel GmbH, Wuppertal i.H.v. 50% erworben. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sind neben der Muttergesellschaft folgende 37 Gesellschaften enthalten: Direkte Beteiligungen
Indirekte Beteiligungen
Die gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB geforderten Angaben zu Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind wie folgt:
1) Anteile werden mittelbar gehalten
2) Angabe gem. Jahresabschluss 2020
Durch die erstmalige Einbeziehung der EHH EURO HAUSTECHNIK-HANDEL GmbH in den Konzernabschluss in Form der Vollkonsolidierung (Vorjahr: Quotenkonsolidierung) ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 nicht eingeschränkt, da die Auswirkungen dieser Veränderung auf Bilanz- und GuV-Posten nicht wesentlich sind. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgten, wird unverändert nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F., § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (Erwerbsmethode). Die Kapitalkonsolidierung des Konzerns Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH erfolgte zum Einbringungsstichtag in die FT-Holding GmbH zum 04.10.2012 unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung ermittelte passive Unterschiedsbetrag von € 264,3 Mio war technischer Natur und wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Der Einzelabschluss der Mutter und die der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, erfasst. Ein im Geschäftsjahr 2015 entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Diese Einschätzung der Nutzungsdauer basiert auf Analysen der langfristigen Beziehungen mit Mitgliedern und Lieferanten. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Planmäßige Abschreibungen erfolgen i.d.R. linear. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die langfristigen Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Buchwertmethode "at equity" bilanziert. Eine Anpassung der Jahresabschlüsse an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden findet nicht statt. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Von der Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahren bei Hilfs- u. Betriebsstoffen nach § 240 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, unter Abzug gebotener Wertberichtigungen, angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos werden Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Aus dem Abschluss der ETRIS Bank GmbH ist die Position "Fonds für allgemeine Bankrisiken" übernommen worden. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren (MTV) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den zu erwartenden Erfüllungsbeträgen bewertet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Die auf fremde Währung lautenden Abschlüsse werden gemäß der Vorschrift des § 308 a HGB in Euro umgerechnet. Dabei werden die Bilanzposten - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Monatsdurchschnittskursen und die Posten des Eigenkapitals (ohne das Jahresergebnis) mit historischen Kursen umgerechnet. Die sich aus den Wechselkursänderungen ergebenen Umrechnungsdifferenzen werden im Konzerneigenkapital unter dem Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:
Von den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
Im Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten:
Pensionsrückstellungen: Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind Rückdeckungsversicherungsansprüche mit dem Erfüllungsbetrag dieser Verpflichtung saldiert worden. Der resultierende Passivüberhang wurde unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.
Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwaig vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Im Personalaufwand verrechnete Beträge:
Im Finanzergebnis verrechnete Beträge:
Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Da die Pensionszusagen unabhängig von der Gehaltsentwicklung sind, wurde eine langfristige Gehaltsentwicklung nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren stellt sich wie folgt dar:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
Daneben bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Aufgrund der von unseren Kunden an die Vertragslieferanten bis zum 31. Dezember 2021 erteilten, aber noch nicht berechneten Aufträge bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme in nicht bezifferbarer, allerdings den gewöhnlichen Geschäftsumfang nicht übersteigender Höhe. Auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Prognose der künftigen Entwicklung wird unter Berücksichtigung der Erkenntnisse am Bilanzstichtag nicht mit einer Inanspruchnahme zu Lasten der Gesellschaft gerechnet. Haftungsverhältnisse aus der von der ETRIS Bank GmbH übernommenen Delkredere-Haftung aus der Zentralregulierung bestehen zum 31. Dezember 2021 in Höhe von T€ 206.790. Zudem bestehen weitere Verpflichtungen u.a. aus offenen Kreditzusagen in Höhe von T€ 2.235. In den Handelsbilanzen I bzw. II der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird gemäß § 274 Abs. I S.2 HGB auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Von der gemäß § 274 Abs. I S. 2 i.V.m. §§ 298 und 300 Abs. II HGB bestehenden Möglichkeit, dieses Wahlrecht im Konzernabschluss abweichend auszuüben, wird kein Gebrauch gemacht. Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden nach Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:
Die passiven latenten Steuern nach § 306 HGB resultieren aus den Sachanlagen und dem Vorratsvermögen.
Der Bewertung wird ein Steuersatz von 32,9% für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern kann wie folgt dargestellt werden:
Im Geschäftsjahr 2021 wurden 24,9% des Umsatzes in insgesamt 26 Ländern außerhalb Deutschlands getätigt. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind T€ 228 als außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 1.668 aus dem Eingang von in Vorjahren abgewerteten Forderungen enthalten. E. Sonstige Angaben Im Wesentlichen bestehen T€ 14.988 finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2029. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (Vorjahresangaben wurden angepasst) betrug:
Für die erbrachten Dienstleitungen des Konzernabschlussprüfers sind Honorare in Höhe von T€ 142 als Aufwand im Geschäftsjahr angefallen. Davon entfallen T€ 137 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 5 auf andere Bestätigungsleistungen. Für die erbrachten Dienstleitungen anderer Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von T€ 220 als Aufwand im Geschäftsjahr angefallen. Davon entfallen T€ 204 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 16 auf andere Bestätigungsleistungen. Zum Bilanzstichtag liegen folgende Geschäfte mit Finanzinstrumenten und Derivaten vor: Zur Absicherung des Cashflow-Risikos, das aus Schwankungen künftiger Zinszahlungen im Zusammenhang mit variabel verzinslichen Anteilen der bestehenden Investitionsdarlehen erwächst, wurden Payer-Zinsswaps abgeschlossen, durch die die den Darlehen zugrundeliegenden variablen Zinssätze wirtschaftlich betrachtet in feste Zinssätze umgewandelt werden. Da die Änderung des Zahlungsstromes aus dem Grundgeschäft mit der Änderung des Zahlungsstromes aus dem jeweiligen Zinsswap kompensiert wird, werden die Zinsswaps und die Darlehen zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst, so dass diese Geschäfte vollumfänglich bilanzunwirksam sind.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Zinskontrakte errechnen sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows auf Basis der geltenden Marktzinsen für die Restlaufzeit der Verträge. Die Gesellschaft setzt betragsgleiche Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen bestehende Währungsrisiken aus Fremdwährungsverbindlichkeiten abzusichern. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Lieferantenbeziehungen, welche auf US-Dollar Basis abgerechnet werden. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der E/D/E GmbH und Kreditinstituten abgewickelt werden (so genannte Over-the-counter-Produkte (OTC-Produkte). Da die bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten durch betrags- und laufzeitkongruente Devisenterminkontrakte abgesichert werden, besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft im Rahmen einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB. Die Marktwerte der einzelnen Geschäfte wurden durch die jeweiligen Kontrahenten (Kreditinstitute) ohne Angabe der Bewertungsverfahren zur Verfügung gestellt.
Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro-Hedges, bei denen das aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierende Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Alle Finanzderivate sowie die zugrundeliegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Als Vorgang von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, ist der begonnene Krieg Russlands gegen die Ukraine zu nennen. Dieser könnte weitreichende Folgen auf Lieferketten, globale Automobil- und Industrieproduktion, Frachtraten, Rohstoff- und Energiepreise, Inflation und Wirtschaftsentwicklung sowie viele andere mehr nach sich ziehen. Fundierte Prognosen zu den finanziellen Auswirkungen sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht möglich.
Wuppertal, den 04. April 2022 Geschäftsführer der FT-Holding GmbH sind: Dr. Eugen Trautwein Dr. Andreas Trautwein Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FT-Holding GmbH, Wuppertal Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der FT-Holding GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist,sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. April 2022 AWADO
GmbH
Christian Buschfort, Wirtschaftsprüfer Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer |
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