Riwald Electronics Recycling GmbH

Heilbronner Straße 13, 75031 Eppingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 100989
Vorher
R-plus Recycling GmbHALBA R-plus GmbHALBA Electronics Recycling GmbH
Eingetragen
3.4.1968
Branche
Rückgewinnung sortierter WerkstoffeGroßhandel mit Altmaterialien und ReststoffenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Sammeln und Verwerten von Alt- und Restmaterial, die Rückgewinnung von Wertstoffen aller Art zur Wiederverwendung durch Sortierung, Zerlegung und Aufbereitung (Recycling), der Handel mit Neu-, Alt- und Recyclingmetallen und materialien aller Art, der Schrotthandel sowie die Verwertung von Reststoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Wolff
seit 10.1.2025
Prokura
Mario Marcevic
seit 11.11.2024
Prokura
Andreas Kobrow
seit 13.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert5.25% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Quadra International Services B.V.NLD
3.94%
ArcelorMittal S.A.LUX
1.31%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Riwald Electronics Recycling GmbH

Eppingen

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu dem Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023

An die Riwald Electronics Recycling GmbH, Eppingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Riwald Electronics Recycling GmbH, Eppingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Riwald Electronics Recycling GmbH, Eppingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 11. September 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer

Anlage 1

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.900,58 14.017,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.491.130,29 2.608.000,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.930.413,79 3.793.626,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.740.139,91 792.694,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 789.178,34 8.950.862,33 682.248,18 7.876.568,49
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 900.687,57 713.143,52
2. Unfertige Erzeugnisse 916.000,51 592.810,67
3. Fertige Erzeugnisse 4.012.887,08 5.829.575,16 3.229.543,24 4.535.497,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.554.628,35 8.489.570,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 481.643,21 1.114.434,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 774.898,11 10.811.169,67 484.541,89 10.088.547,29
III. Schecks, Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 685.286,83 2.062.294,16
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 37.240,06 41.142,55
26.323.034,63 24.618.066,92

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.600.000,00 1.600.000,00
III. Jahresüberschuss 0,00 4.100.000,00 1.666.238,19 5.766.238,19
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ä. Verpflichtungen 1.058.285,20 1.240.658,20
2. Steuerrückstellungen 281.356,00 281.356,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.736.616,14 8.076.257,34 5.323.923,00 6.845.937,20
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 219.189,70 479.711,66
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 219.189,70; Vorjahr EUR 479.711,11)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.298.160,59 1.017.481,27
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 2.298.160,59; Vorjahr EUR 1.017.481,27)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.082.021,73 3.089.222,23
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 582.021,73; Vorjahr EUR 3.089.222,23)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.439.626,74 6.690.505,76
(davon mit einer Restlaufzeit mehr als 1 Jahr EUR 6.690.505,76; Vorjahr EUR 6.690.505,76)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 107.778,53 14.146.777,29 728.970,61 12.005.891,53
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 107.778,53; Vorjahr EUR 728.970,61)
(davon aus Steuern EUR 53.754,18; Vorjahr EUR 54.279,34)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 30.715,12; Vorjahr EUR 0,00)
26.323.034,63 24.618.066,92

Anlage 2

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023 1. Juli 2022 - 31. Dezember 2022
EUR EUR ( * legal)
1. Umsatzerlöse 68.934.965,55 35.227.506,81
2. Erhöhnung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.106.533,47 198.455,95
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.082.780,68 1.000.744,20
(davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 5.245,58; Vorjahr EUR 2.782,92)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -35.283.068,81 -19.435.792,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.500.559,75 -50.783.628,56 -7.069.524,15 -26.505.316,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.127.430,24 -3.134.184,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.344.512,51 -8.471.942,75 -708.377,95 -3.842.562,13
(davon für Altersversorgung EUR -20.222,28; Vorjahr EUR -18.337,91)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.859.232,56 -823.704,45
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.799.366,66 -2.924.870,98
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR -20.081,57; Vorjahr EUR -16.061,85)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.959,03 229,00
(davon Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 1.152,00; Vorjahr EUR 229,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -75.696,01 -13.847,34
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR -56.303,00; Vorjahr EUR -2.780,95)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 0,00; Vorjahr EUR -10.386,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,55 -636.652,87
11. Ergebnis nach Steuern 2.141.372,74 1.679.981,52
12. Sonstige Steuern -392.251,76 -13.743,33
13. Aufwendungen aus Gewinnabführung -1.749.120,98 0,00
14. Jahresüberschuss 0,00 1.666.238,19
1. Januar 2022 - 31. Dezember 2022
EUR ( * informativ)
1. Umsatzerlöse 76.709.913,67
2. Erhöhnung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 739.497,66
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.311.319,50
(davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 5.245,58; Vorjahr EUR 2.782,92)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -43.627.884,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.531.698,63 -57.159.582,63
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.616.969,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.492.152,84 -8.109.121,84
(davon für Altersversorgung EUR -20.222,28; Vorjahr EUR -18.337,91)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.612.653,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.155.716,01
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR -20.081,57; Vorjahr EUR -16.061,85)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 256,17
(davon Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 1.152,00; Vorjahr EUR 229,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -98.713,01
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR -56.303,00; Vorjahr EUR -2.780,95)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 0,00; Vorjahr EUR -10.386,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -636.652,87
11. Ergebnis nach Steuern 3.988.547,24
12. Sonstige Steuern -30.007,59
13. Aufwendungen aus Gewinnabführung -2.292.301,46
14. Jahresüberschuss 1.666.238,19

Anlage 3

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Riwald Electronics Recycling GmbH hat ihren Sitz in 75031 Eppingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Registernummer HRB 100989). Alleiniges Mutterunternehmen ist die ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss umfasst den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 (im Folgenden Geschäftsjahr).

Der Abschluss wird in Euro aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Die Aufstellung der GuV erfolgt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023 in Vergleich mit dem Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli 2022 - 31. Dezember 2022 ( * legal), sowie dem aus den beiden Rumpfgeschäftsjahren zusammengerechneten Geschäftsjahr 1. Januar 2022 - 31. Dezember 2022 ( * informativ), um eine Vergleichbarkeit der Positionen herbeizuführen (§ 265 Abs. 2 S.1 HGB).

Die im Anhang genannten Vorjahreswerte der GuV-Positionen verstehen sich gem. § 265 Abs. 2 S. 3 HGB als die kumulierten Werte der beiden Rumpfgeschäftsjahre 2022.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und planmäßig abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§ 253 Abs. 3 HGB). Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250 werden sofort im Aufwand erfasst und innerhalb der Wertgrenze von EUR 250 bis EUR 800 aktiviert und sofort abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in einer entsprechenden Anlagenklasse ausgewiesen.

Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten bzw. zu den um zwischenzeitlich vorzunehmende planmäßige Abschreibungen verminderten fortgeführten Anschaffungskosten.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden auf der Passivseite als erhaltene Anzahlung unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei auch die direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten aktiviert werden. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet (gemäß § 253 Abs. 4 HGB).

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für drohende Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen werden bei Bedarf Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind - soweit sie un- oder niedrigverzinslich sind - mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (i. Vj. 1,78 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (i. Vj. 3,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,1 % (i. Vj. 2,2 %) berücksichtigt.

Die aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 notwendige Neubewertung der Pensionsverpflichtung, führte zu einem höheren Wertansatz der Pensionen. Die Unterschiede, die sich aus der Neubewertung ergaben, werden ratierlich bis zum 31. Dezember 2024 zugeführt und mindestens zu 1/15 jährlich ergebniswirksam angesammelt. Die Zuführung erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen".

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Personalaufwand erfasst.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zur Ermittlung der Steuerrückstellungen wurde ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,83% und ein Gewerbesteuersatz in Höhe von 13,03% herangezogen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

Vorräte

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 901 713
Unfertige Erzeugnisse 916 593
Fertige Erzeugnisse 4.013 3.230
5.830 4.535

Vorräte mit negativem Wert (im Folgenden: "Entsorgungsware") werden auf der Passivseite ausgewiesen. Entsorgungswaren im Eingang werden als "erhaltene Anzahlungen" und Entsorgungswaren im Ausgang als "sonstige Rückstellungen" bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 10.811 (i. Vj. TEUR 10.089) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 9.555 (i. Vj. TEUR 8.490). Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 482 (i. Vj. TEUR 1.114) enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich von TEUR 41 auf TEUR 37 reduziert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt gemäß Gesellschaftsvertrag TEUR 2.500.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 1.600.

Die Anteile am gezeichneten Kapital (Stammkapital) werden im Vorjahresvergleich unverändert wie folgt gehalten:

Name und Sitz des Unternehmens Höhe des Anteils am Kapital
(%)
Eigenkapital zum 31.12.2023
(TEUR)
ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 100 2.500

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Der Unterschiedsbetrag aus der Diskontierung der Pensionsverpflichtung mit dem siebenjährigen und dem zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung beträgt TEUR 11. In Höhe des Unterschiedsbetrages besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten eine Ertragssteuerrückstellung (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) in Höhe von TEUR 281 (i. Vj. TEUR 281).

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestand ein Gewinnabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von TEUR 5.324 auf TEUR 6.737 erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (TEUR 5.013, i. Vj. TEUR 4.164), Sondervergütungen (TEUR 218, i. Vj. TEUR 380), für Urlaubsansprüche (TEUR 234, i. Vj. TEUR 202) sowie für Berufsgenossenschaftsbeträge (TEUR 185, i. Vj. TEUR 172) gebildet. Außerdem werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung (TEUR 210, i. Vj. TEUR 82) vorgenommen, welche in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.

Die sonstigen Personalrückstellungen i.H.v. TEUR 289 umfassen Aufwendungen für zu erwartende tarifliche Sonderzahlungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 3.082 (i. Vj. TEUR 3.089) und resultieren im Wesentlichen aus einem neu aufgenommen Darlehen mit der ArcelorMittal Germany Holding GmbH in Höhe von TEUR 2.500 (i. Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben sich von TEUR 6.691 auf TEUR 8.440 erhöht und resultieren aus der Cash-Pool Verbindlichkeit gegenüber dem Altgesellschafter, welche im Zuge der Übernahme von ALBA auf ArcelorMittal übertragen wurde, sowie einer Verbindlichkeit aus einem Gewinnabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Berlin Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.749 (i. Vj. TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 108 (i. Vj. TEUR 729) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 54 (i. Vj. TEUR 54) und Verbindlichkeiten gegenüber den Krankenkassen aufgrund einer Betriebsprüfung der Sozialversicherung in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 0).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 6.691 (i.Vj. TEUR 6.691). Sämtliche weitere Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 68.935 (i. Vj. TEUR 76.710). Die Umsatzerlöse gliedern sich gemäß der Produktgruppen wie folgt:

Produkt 1.1.2023 - 31.12.2023
in TEUR
1.1.2022 - 31.12.2022
in TEUR
FE 29.372 31.233
NE 5.954 8.177
E-Schrott 32.791 37.053
Overhead 818 247
Summe 68.935 76.710

FE: Eisenmetalle

NE: Nicht-Eisenmetalle

E-Schrott: Elektroschrott

Overhead: Verwaltung und nicht dem jeweiligen Verbraucher direkt zuordbare Kosten

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge TEUR 1.083 (i. Vj. TEUR 1.311) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge TEUR 513 (i. Vj. TEUR 129) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 139, i. Vj. TEUR 1.119) sowie Erträge aus Anlagenabgängen TEUR 98 (i. Vj. TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. TEUR 7.799 (i. Vj. TEUR 7.156) setzen sich wie folgt zusammen:

sonstige betriebliche Aufwendungen 1.1.2023 - 31.12.2023
in TEUR
1.1.2022 - 31.12.2022
in TEUR
Instandhaltung 3.126 2.492
Beratungskosten 1.222 0 *
Sonstige 864 1.041
Versicherungen 555 0 *
Raumkosten 518 1.096
Anmietung LKW, PKW, Arbeitsmaschinen 497 377
Fuhrpark, Treibstoffe 360 469
IT-Kosten 350 0 *
Verwaltung 307 1.681
Gesamt 7.799 7.156

* Nicht getrennt ausgewiesen

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Erträge aus Zinsen betragen für die laufende Periode TEUR 7 (i. Vj. TEUR 0) und beinhalten ausschließlich Zinszahlungen von verbundenen Unternehmen im Rahmen des konzerninternen Cash Poolings.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Aufwendungen für Zinsen betragen TEUR 76 (i. Vj. TEUR 99) und betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für das Intercompany Darlehen TEUR 56 (i. Vj. TEUR 56).

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betragen TEUR 392 (i. Vj. TEUR 30) und betreffen im Wesentlichen die Grunderwerbsteuer TEUR 358 (i. Vj. TEUR 0).

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen weder Eventualverbindlichkeiten noch Haftungsrisiken der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 3.622 und entfallen vollständig auf Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen.

Davon fällig bis zum 31. Dezember 2024 2.724
Davon fällig zwischen 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2029 570
Davon fällig ab 1. Januar 2030 328

Die Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen betreffen die Anmietung der Grundstücke in Lustadt und Wiedergeltingen.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr waren für die Gesellschaft folgende Geschäftsführer tätig:

Andreas Kobrow, Hockenheim

Geschäftsführer für den Stahl- & Metallhandel sowie Administration

Ingo Groschup, Karlsruhe

Geschäftsführer für den Bereich E-Schrott sowie Betrieb

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist Gebrauch gemacht worden, sodass keine Gesamtbezüge der Geschäftsführung angegeben werden.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

1.1.2023 - 31.12.2023 1.7.2022 - 31.12.2022 1.1.2022 - 30.6.2022
Gewerbliche Arbeitnehmer/Angestellte 148 156 154
Auszubildende 5 7 2
153 163 156

Konzernverhältnisse / Angaben zum Mutterunternehmen

Die Riwald Electronics Recycling GmbH gehört (über die Muttergesellschaft ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg) zur ArcelorMittal-Gruppe und wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A., Luxemburg, einbezogen.

Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 19 Avenue de la Liberté, Luxemburg, und stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz oder unter www.arcelormittal.com erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register-Nr. CIK 000124349 veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr 2023 bestand ein Gewinnabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg.

Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers bemisst sich auf TEUR 35 und entfällt ausschließlich auf die Abschlussprüfung.

 

Eppingen, den 11.09.2024

Herr Andreas Kobrow, Geschäftsführer

Herr Ingo Groschup, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.750,92 0,00 0,00 0,00 104.750,92
104.750,92 0,00 0,00 0,00 104.750,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.994.204,82 70.265,92 0,00 0,00 9.064.470,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.270.682,60 568.313,25 -44.635,78 2.630.070,17 24.424.430,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.305.393,65 1.627.903,14 -187.008,67 -2.003.407,16 4.742.880,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 682.248,18 739.593,17 -6.000,00 -626.663,01 789.178,34
36.252.529,25 3.006.075,48 -237.644,45 0,00 39.020.960,28
36.357.280,17 3.006.075,48 -237.644,45 0,00 39.125.711,20
Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -90.733,92 -5.116,42 0,00 -95.850,34 8.900,58 14.017,00
-90.733,92 -5.116,42 0,00 -95.850,34 8.900,58 14.017,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -6.386.204,51 -187.135,94 0,00 -6.573.340,45 2.491.130,29 2.608.000,31
2. Technische Anlagen und Maschinen -17.477.056,60 -1.248.728,47 -1.768.231,38 -20.494.016,45 3.930.413,79 3.793.626,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -4.512.699,65 -418.251,73 1.928.210,33 -3.002.741,05 1.740.139,91 792.694,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 789.178,34 682.248,18
-28.375.960,76 -1.854.116,14 159.978,95 -30.070.097,95 8.950.862,32 7.876.568,49
-28.466.694,68 -1.859.232,56 159.978,95 -30.165.948,29 8.959.762,90 7.890.585,49

Anlage 4

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur

Die Riwald Electronics Recycling GmbH (nachfolgend auch kurz "Gesellschaft" oder "RER") betreibt die Entsorgung von Abfällen innerhalb der Standorte Eppingen, Lustadt und Wiedergeltingen.

Die RER ist seit Juli 2022 eine Geschäftseinheit innerhalb der ArcelorMittal Gruppe, welche ihren Hauptsitz in Luxemburg hat.

A.2. Produkte und Dienstleistungen

Die Gesellschaft unterteilt sich in drei Teilbereiche, welche sich auf die Standorte verteilt. Der Standort Eppingen ist auf die Entsorgung der FE- und NE-Bereiche spezialisiert. Die E-Schrott-Aufbereitung befindet sich an den Standorten Lustadt und Wiedergeltingen.

Die Begriffe FE (ferrous) und NE (non-ferrous) kommen aus dem lateinischen Sprachgebrauch und bedeuten eisenhaltig und nicht eisenhaltig. Am Standort Eppingen werden Alt- und Neuschrotte gesammelt und verarbeitet. Nach der Aufbereitung erfolgt der Transport zu Stahlwerken, Gießereien und Metallhütten, um diese mit Eisen- und Nichteisenmetallen zu versorgen. Die beiden Bereiche unterscheiden sich nicht nur in den Materialeigenschaften, sondern auch in ihrer Werthaltigkeit, die bei NE-Metallen deutlich höher ist. Die Aufwertung von Produktions-, Gewerbe- und Konsumschrott zu hochwertigem Shredderschrott für den internationalen Handel erfolgt in industriellen Anlagen und mit modernen Trenntechniken.

Die E-Schrott-Aufbereitung, welche durch WEEE- Richtlinie überwacht wird, übernimmt die Sammlung und umweltschonende Zerlegung von Elektro- sowie Elektronikaltgeräten und deren Komponente. Mit extra dafür konstruierten Anlagen werden in den Niederlassungen Lustadt und Wiedergeltingen Altgeräte in zertifizierten Verfahren behandelt und einer stofflichen Verwertung zugeführt.

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Rohstahlproduktion sank im ersten Halbjahr um rund 5,3 %. Das sind ungefähr 18,5 Mio. Tonnen weniger Rohstahl als im Vorjahr. Auf das ganze Jahr 2023 betrachtet sank die Rohstahlproduktion um 35,3 Mio. Tonnen. Die Rohstahlproduktion ist fast so niedrig wie während der letzten Finanzmarktkrise 2009.

Grund für diesen Rückgang ist die angespannte Situation in der Baubranche. Hierbei geht es in den meisten Fällen um die hohen Produktionskosten und um die hohen Energiekosten, welche sich ungefähr um das Dreifache erhöht haben. Die Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Kerstin Maria Rippel, stellt deutlich klar, dass die hohen Stromkosten zum Rückgang der inländischen Produktion führen und, dass politische Handeln erforderlich sei, um die Stahlindustrie wieder zu einem Aufschwung zu bringen.

In diesem Sinne ist auch die Eisen- und Stahlpreisentwicklung rückläufig. Die Preisentwicklung sank im Jahre 2023 kontinuierlich.

Der Bereich Elektroschrott ist im Jahr 2023 rückläufig, dies ist eine Nachwirkung der Corona-Pandemie, denn während dieser Pandemie haben viele Haushalte ihre Keller und Dachböden aufgeräumt und dementsprechend viele Altgeräte entsorgt. Dies ist ein Defizit von rund 1,1 Mio. Tonnen. Im Gegensatz zum Jahr 2020 ist die Sammelquote um 5 % gefallen und liegt nun bei 32 %. Der Trend ist gerade weiterhin rückläufig, da zwar mehr neue Geräte auf den Markt gebracht werden, aber die Rücknahme ausbleibt. In Deutschland gibt es momentan nur eine Rücknahmepflicht für Elektrohändler und Supermärkte ab einer gewissen Größe.

Dieser Rückgang ist bei fast allen Sammelgruppen zu sehen, die einzige Ausnahme hierbei sind die Kleingeräte. Während die Kleingeräte ihre Rücklaufquote um knapp 3 % erhöhen konnte, fallen andere Sammelgruppen im Kurs. Die Menge an kleinen Telekommunikationsgeräten ist um rund 20 % gefallen, die Quote der Großgeräte sank um 2 %. Die Kühlschränke nahmen ebenfalls um rund 2 % ab. Eine höhere Einbuße haben die Bildschirmgeräte, da nahm die Sammelgruppe um 7 % ab.

Die Auswirkungen der Energiekrise und die andauernden weltpolitischen Spannungen verunsicherten Produktionen, Investitionen und den privaten Konsum. Daraus resultierte ein Abschwung des weltweiten Handels, welcher sich direkt auf die deutsche Exportindustrie auswirkte. Ein weiterer Faktor für die fehlende Konjunktur sind die hohen Preise. Die Erhöhung des Zinssatzes erschwert auch die Finanzierungsbedingungen, welche sich auf die Baubranche auswirkte. Der Rückgang ist in den energieintensiven Branchen zu sehen, darunter auch in der Metallindustrie.

B.2. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen

Zum 1. Januar 2023 stiegen die LKW Maut Gebühren. Verantwortlich für diese Erhöhung war ein Beschluss der Europäischen Union. Diese Gesetzesänderung wurde am 1. Dezember 2023 um eine CO 2 Komponente verändert. Hier wird eine Abgabe in Folge des CO 2 Ausstoßes gestaffelt. Eine Ausnahme bildet hier der E-LKW, hierfür fallen keine Kosten an. Hier wurde eine Befristung bis Ende 2025 festgelegt. Die Maut Gebühren bewegen sich immer noch auf einem sehr hohen Niveau, was zu einer Verteuerung von Transport und Logistik führte.

B.3. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte den Absatz auf rund 128.000 Tonnen erhöhen (Vergleich zu 2022: 127.000 Tonnen). Diese Steigerung beträgt 0,8 %. Die RER hatte mit einem Output von rund 146.000 Tonnen gerechnet. Dieser konnte sie nicht erreichen.

Die Umsatzerlöse gingen um circa 8 Mio. Euro zurück und betrugen im Geschäftsjahr 68.935 TEUR (im Vorjahr: 76.710 TEUR). Bei den Umsatzerlösen war die Gesellschaft mit dem Plan auf einer Linie.

Die Gesellschaft tätigte Investitionen von über 2,5 Mio. Euro, welche sich im Großteil auf den Fuhrpark auswirkten. Hierbei wurden viele Stapler, Bagger und Radlader erneuert. Ein sehr großes Projekt, welches den Shredder betrifft, ist noch in Planung und wird voraussichtlich in den folgenden Jahren realisiert.

Das Ergebnis nach den Steuern beträgt im Jahr 2023 2.147 TEUR. Das ist eine Steigerung von 27,77 % (Vorjahr: 1.680 TEUR). Das ist ebenfalls eine Steigerung im Vergleich zum Plan der Gesellschaft (Plan der RER: 1.881 TEUR).

B.4. Lage

B.4.1. Ertragslage

Bei dem letzten Geschäftsjahr handelt es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr. Die Darstellung der Ertragslage erfolgt zur besseren Vergleichbarkeit mittels Vergleichs zum Kalenderjahr 2022.

Die Umsatzerlöse der RER sind im Jahr 2023 um 10,14 % gesunken. Ein großer Faktor für diesen Rückgang ist die negative Preisentwicklung auf dem Absatzmarkt. Durch den anhaltenden Konflikt zwischen Russland und Ukraine ist auch im Jahr 2023 keine Steigerung der Umsatzerlöse in Sicht.

Die Kosten für Materialen stiegen deutlich an. Mit einer Erhöhung von 11,15 % im Vergleich zum Vorjahr war zu rechnen. Grund hierfür sind die immer wieder steigenden Produktions- und Herstellungskosten. Zurückzuführen ist dies auf die Energiekrise, welche die Preise in ganz Europa in die Höhe treibt.

Die Personalkosten sind um rund 360 TEUR gestiegen. Der Mitarbeiterstab ist größtenteils unverändert geblieben.

Bei den Abschreibungen beinhaltet die gewöhnliche Abschreibung des Geschäftsjahres. Es gab im Geschäftsjahr 2023 keine außerplanmäßigen Abschreibungen in der Gesellschaft.

Das EBIT reduzierte sich um -53,10 % im Vergleich zum Vorjahr.

B.4.2. Vermögenslage

Im Vergleich zum Jahr 2022 konnte die Gesellschaft ihre Bilanzsumme um mehr als 1,7 Mio. Euro erhöhen. Dies ist eine Steigerung von 6,93 %.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um mehr als 1 Mio. Euro, aufgrund einer Steigerung im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Vorräte im Umlaufvermögen weisen eine Steigerung von ungefähr 1,3 Mio. Euro auf. Allein im Bereich Fertige Erzeugnisse und Waren gab es eine Wertsteigerung von rund 800 TEUR. Die Position Unfertige Erzeugnisse erhöhte sich um ca. 320 TEUR und die RHB-Stoffe weisen eine Erhöhung in Höhe von 187 TEUR auf.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich auf 10,8 Mio. Euro erhöht. Dies ist eine Steigerung von ungefähr 720 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Das Eigenkapital verringerte sich auf 4,1 Mio. Euro und somit sank auch die Eigenkapitalquote von 23,4 % auf 15,6 %.

Die Rückstellungen, insbesondere die Sonstigen Rückstellungen, haben sich erhöht. Im Jahr 2023 belaufen sich die Rückstellungen auf über 8 Mio. Euro, im Jahr 2022 beliefen sie sich auf 6,8 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten sind um 2 Mio. Euro gestiegen.

B.4.3. Finanzlage

Die RER konnte über das ganze Jahr die Zahlungsfähigkeit gewährleisten und erfüllte somit das oberste Ziel des Finanzmanagements. Des Weiteren ist die Gesellschaft ins Cashpool-Verfahren des Mutterkonzern ArcelorMittal integriert und stellt somit auch in Zukunft die Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Gesellschaft ist in der Lage sich aus den operativen Tätigkeiten und den vorhandenen finanziellen Mitteln zu finanzieren.

B.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der RER

Der Geschäftsverlauf war geprägt von der schlechten wirtschaftlichen Lage. Das EBIT war im Jahr 2023 recht stabil und konstant.

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Ergebnis zufrieden.

C. Chancen- und Risikobericht

C.1. Chancenmanagement

Die Gesellschaft befindet sich in einem dynamischen Marktfeld, in dem sich laufend neue Chancen ergeben. Ein wesentlicher Faktor für den Wachstum der RER ist das Erkennen von Chancen und das Vermeiden von unnötigen Risiken.

In einem Chancenmanagement werden Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Umweltfaktoren ausgewertet. Des Weiteren befasst sich die RER mit der Ausrichtung des Produktportfolios, den Strukturkosten sowie den potenziellen Erfolgsfaktoren der Branche.

Die Gesellschaft verfügt über zuverlässige Steuerungsstrukturen. Durch diese Strukturen werden Chancen, unter Berücksichtigung von notwendigen Investitionen und einem Risikoprofil bewertet und gegebenenfalls verfolgt.

Im Kapitel C.3. werden die möglichen Risiken aufgezählt und bewertet. Hierbei wird auf kommende Geschäftsjahre geschaut.

Das Risikomanagement dient zur Überwachung von finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Ein wesentlicher Bestandteil der finanziellen Leistungsindikatoren ist die Ermittlung der Einkaufspreise, welche unter ständiger Überwachung steht. Bestandteile der nicht finanziellen Leistungsindikatoren ist neben den täglichen Mengeneingängen auch die Mitarbeiterzufriedenheit.

C.2. Risikomanagementsystem

Die RER ist ein international agierendes Unternehmen in der Recyclingbranche. Dadurch ist die Gesellschaft nicht nur vielen Chancen, sondern auch vielen Risikoquellen ausgesetzt. Unter dem Begriff "Risiko" versteht man eine Entscheidung, bei der entweder ein erwarteter Vorteil ausbleibt, oder im schlimmsten Fall ein Schaden in unbekannter Höhe entsteht. Ein Risiko kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

In der Recyclingbranche geht es nicht darum Risiken zu vermeiden, sondern um das Kontrollieren der Risiken und das Umwandeln eines Risikos in eine Chance. Die Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg ist es Risiken, unter Beachtung von Grenzen, einzugehen. Sobald ein Risiko kalkulierbar ist und man eine wertsteigernde Chance sieht, kann es eingegangen werden.

Das Risiko wird in verschiedene Stufen eingestuft. Hierbei ist ein Risiko, welches als "sehr gering" eingestuft wird, ein Risko bei dem die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe sehr gering sind. Bei einem Risiko, welches als "sehr hoch" eingestuft wird, ist die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe immens hoch.

C.3. Chancen und Risiken

Rechtliche Rahmenbedingungen

Durch zunehmende Eingriffe von seiten des Staates könnten negative Auswirkungen auf die Marge eintreten. Diese Eingriffe in Form von Marktregulierungen wirken sich nachhaltig auf die Ergebnissituation aus. Dem Risiko durch rechtliche Rahmenbedingungen begegnet die RER mit regelmäßigen Beobachtungen der wichtigsten Absatzmärkte, um rechtzeitig auf die neuen Gegebenheiten reagieren zu können.

Aus diesen Rahmenbedingungen können sich mögliche Risiken als auch mögliche Chancen ergeben. Diese Chancen werden ebenfalls durch eine permanente Marktbeobachtung identifiziert und bewertet.

Die Risiken und die Chancen durch rechtliche Rahmenbedingungen werden als gering eingestuft.

Markt und Wettbewerb

Die RER steht im Wettbewerb mit anderen Unternehmen der Recyclingbranche. Durch Beobachtungen des Marktes und des Wettbewerbs können Risiken frühzeitig erkannt werden und geeignete Gegenmaßnahmen und Aktionen eingeleitet werden. Des Weiteren wird der Markt hinsichtlich neuer Chancen beobachtet. Chancen ergeben sich durch Vertiefung der Wertschöpfungskette oder eine Spezialisierung auf gewinnbringende Geschäftsfelder.

Insgesamt werden sowohl Risiken als auch Chancen aus Markt und Wettbewerb als gering eingestuft.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigt eine Vielzahl von Mitarbeiter im gewerblichen und kaufmännischen Bereich. Hierbei besteht das Risiko qualifizierte Fach- und Führungskräfte aufgrund von altersbedingten Ausscheiden, persönlicher Neuorientierung oder Fluktuation zu verlieren. Um dieses Risiko zu minimieren, bietet die RER den Mitarbeitern ein angenehmes und modernes Arbeitsumfeld. Die RER fokussiert sich auf die Gewinnung von qualifiziertem Personal, außerdem werden jährlich mehrere Ausbildungsplätze im gewerblichen und kaufmännischen Bereich angeboten.

Durch die Installation von Sicherheits- und Kontrollsystemen wurde die Möglichkeit von betrügerischen Handlungen individueller Personen minimiert, dennoch können diese Systeme keine absolute Sicherheit gewährleisten.

Die Risiken im Personal werden als gering eingestuft.

Zins- und Währungsänderung

Aufgrund der Finanzierungen durch die Muttergesellschaft bestehen aktuell keine Zinsänderungsrisiken. Muttergesellschaft ist die ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH.

Das Risiko durch Zins- und Währungsänderung wird als sehr gering eingestuft.

Liquidität

Die Gesellschaft war im Jahr 2023 jederzeit in der Lage alle finanziellen Verpflichtungen durch die aus den operativen Cashflows zur Verfügung stehende Liquidität zu erfüllen.

Die Wahrscheinlichkeit eines Risikos aus Liquiditätsproblemen wird als gering eingestuft.

Stagflation

Durch die hohe Inflation in der Weltwirtschaft und das Voranschreiten der Abwärtstendenzen werden bedenkliche Einflussfaktoren freigesetzt, welche unmittelbare Auswirkungen auf die Tätigkeiten der RER haben. Die Gesellschaft begegnet derartigen Risiken mithilfe einer strikten Preispolitik sowie einer variablen Produktionsplanung. Außerdem werden die Entscheidungen der Zentralbanken analysiert, um Erkenntnisse für eine potenzielle Entwicklung vorherzusagen, damit die Gesellschaft dementsprechende Maßnahmen ergreifen kann.

Das Risiko der Stagflation wird als moderat eingestuft.

Ukraine-Konflikt

Durch den, seit über zwei Jahren, anhaltenden Konflikt waren viele Unternehmen gezwungen über eine Neustrukturierung der weltweiten Handelsbeziehungen nachzudenken. Die Gesellschaft hat keine unmittelbaren Geschäftsbeziehungen mit den Parteien, die direkt am Konflikt beteiligt sind, aber durch das Anhalten des Konflikts kommt es zu einer Verwerfung im Bereich Energiewirtschaft. Da die Gesellschaft ein sehr energieintensives Unternehmen ist, besteht ein Risiko im Bereich Preissteigerung in der Energiewirtschaft.

Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer stetigen Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs im Rahmen eines Energiemanagements.

Das Risiko Ukraine-Konflikt wird als moderat eingestuft.

Gruppenzugehörigkeit ArcelorMittal

Durch den finanzstarken Eigentümer ArcelorMittal entstehen neue Möglichkeiten im Rahmen der technischen Weiterentwicklung. Es eröffnet sich eine Chance zu einer tieferen Wertschöpfung im Recyclingverfahren. Mit einer neuen technischen Weiterentwicklung besteht die Möglichkeit ein Verfahren zu entwickeln, welches der zielgerichteten Herstellungen von bestimmten Qualitäten dient.

Die Chance aus der Gruppenzugehörigkeit ArcelorMittal werden als moderat eingestuft.

Gesamteinschätzung

Alle Risiken werden überwacht und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit eines größeren, unkalkulierbaren Risikos sehr gering. Es besteht keinerlei Bestandsgefährdung für die Weiterführung der Geschäftstätigkeiten der RER.

D. Weitere Angaben

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung im üblichen Sinne betreibt die RER nicht. Durch Investitionen werden die technischen Anlagen und die notwendigen Maschinen gewartet oder erneuert, damit die Produktionsprozesse dem neusten Stand der Technik entsprechen.

E. Prognosebericht

Die Einschätzung bezüglich der Entwicklung der Gesellschaft basiert auf Annahmen, die Ereignisse in der nahen Zukunft beinhalten und dementsprechende Auswirkungen auf die RER haben.

Die Geschäftsführung geht von einem deutlichen Rückgang der Investitionen aus, welche aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden.

Als Grundlage für die zukünftige Erwartung wird das Jahr 2024 mit dem Jahr 2023 verglichen. Es wird ein leicht höherer Absatz und dadurch auch eine leichte Erhöhung der Umsatzerlöse erwartet. Das Ergebnis nach Steuern wird nur im geringen Maße steigen.

 

Ingo Groschup, Geschäftsführer

Andreas Kobrow, Geschäftsführer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 20.09.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

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