Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 12414
Eingetragen
4.12.2007
Branche
Herstellung von Würzmitteln und SoßenHerstellung von FertiggerichtenGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
der Handel mit und die Herstellung von Frisch-Convenience-Produkten, Salaten, Feinkost, Saucen und Dressings.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Matthias Koll
seit 4.12.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Hessing B.V.NLD
70.00%
30.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hessing B.V.
Netherlands
35.000 €
70.00%
15.000 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tacken GmbH

Schwalmtal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Mönchengladbach, HRB 12414

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

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Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.179.299,28 4.187.175,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.251.529,93 2.051.029,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.558,65 495.715,43
6.840.387,86 6.733.920,55
6.840.387,86 6.733.920,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.915.900,40 1.954.917,03
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 143.182,07 184.459,32
2.059.082,47 2.139.376,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.745.695,19 4.224.573,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 864.885,76 1.375.617,95
3. Forderungen gegen Gesellschafter 8.052.856,34 4.107.724,51
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.357.535,51 739.484,02
13.020.972,80 10.447.400,18
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 27,36 791,87
15.080.082,63 12.587.568,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.546,60 0,00
22.069.017,09 19.321.488,95

PASSIVSEITE

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Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 13.851.981,86 13.851.981,86
III. Verlustvortrag -976.472,27 -1.671.520,68
IV. Jahresüberschuss 589.523,50 695.048,41
13.515.033,09 12.925.509,59
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 593.374,00 65.618,50
2. Sonstige Rückstellungen 1.553.932,47 1.115.609,35
2.147.306,47 1.181.227,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.548.224,82 4.670.932,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 289.448,32 128.379,05
3. Sonstige Verbindlichkeiten 569.004,39 415.439,62
6.406.677,53 5.214.751,51
22.069.017,09 19.321.488,95

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

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Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 62.235.391,90 59.496.333,62
2. Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -196.422,36 -84.626,36
3. Sonstige betriebliche Erträge 8.147.173,33 3.121.348,43
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -37.648.561,67 -34.720.674,46
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.368.066,45 -8.017.464,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.006.871,50 -1.810.687,50
-11.374.937,95 -9.828.152,03
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.778.155,56 -1.684.822,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.270.459,87 -15.540.773,65
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.387,85 5.870,52
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.919,17 -4.007,54
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -527.973,00 -65.401,00
10. Ergebnis nach Steuern 589.523,50 695.094,75
11. Sonstige Steuern 0,00 -46,34
12. Jahresüberschuss 589.523,50 695.048,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter der Nummer HRB 12414 eingetragen und hat ihren Sitz in Schwalmtal.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den §§ 266 und 275 HGB vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Ausführungen zu Ereignissen und Gegebenheiten im Lagebericht unter Abschnitt „4.2.2. Spezieller Risikobericht“ im Zusammenhang mit dem Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die Nutzungsdauer von 5 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die linearen Abschreibungen erfolgten über die betriebsbedingte Nutzungsdauer von 2 bis 13 Jahren für technische Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren) oder Herstellungskosten (fertige Erzeugnisse) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Bei den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten die erforderlichen Gemeinkosten aktiviert. Vorhersehbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände der Gesellschaft sind zum Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert worden.

Einzelwertberichtigungen werden -soweit erforderlich- in angemessenem Umfang vorgenommen.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Betrags der voraussichtlichen Steuerzahllast gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung angesetzt und in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen):

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

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Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2022 Zugang Abgang Umbuchung Wert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 1.090.651,00 0,00 0,00 0,00 1.090.651,00
1.090.651,00 0,00 0,00 0,00 1.090.651,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.574.480,85 668.001,54 0,00 0,00 7.242.482,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.410.973,42 1.119.298,16 0,00 0,00 6.530.271,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.787.595,11 97.323,17 0,00 0,00 1.884.918,28
13.773.049,38 1.884.622,87 0,00 0,00 15.657.672,25
14.863.700,38 1.884.622,87 0,00 0,00 16.748.323,25
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Abschreibungen
Wert 01.01.2022 Zugang Abgang Wert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 1.090.651,00 0,00 0,00 1.090.651,00
1.090.651,00 0,00 0,00 1.090.651,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.387.305,64 675.877,47 0,00 3.063.183,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.359.943,51 918.798,14 0,00 4.278.741,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.291.879,68 183.479,95 0,00 1.475.359,63
7.039.128,83 1.778.155,56 0,00 8.817.284,39
8.129.779,83 1.778.155,56 0,00 9.907.935,39
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Bilanzwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.179.299,28 4.187.175,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.251.529,93 2.051.029,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.558,65 495.715,43
6.840.387,86 6.733.920,55
6.840.387,86 6.733.920,55

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 8.053 TEUR (Vj.: 4.108 TEUR) betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Lieferungen- und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2022 2021
TEUR TEUR
ausstehende Kostenrechnungen 1.125 685
Rückstellungen des Personalbereichs 203 189
Werbungskostenzuschüsse 125 127
Sonstige 101 115
1.554 1.116

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind 261 TEUR (Vorjahr: 101 TEUR) aus Steuern und 47 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR) aus sozialer Sicherheit ausgewiesen.

Aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz haben sich aktive latente Steuern ergeben, die in Anwendung von § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgewiesen werden.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen mit 67,9% (Vorjahr: 69,3 %) auf Deutschland und im Übrigen auf andere EU-Staaten (im Wesentlichen die Niederlande).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Ertragszuschuss des Mutterunternehmens in Höhe von 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) enthalten, was als Transaktion von außergewöhnlicher Bedeutung eingestuft wird.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen 41 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. Transportkosten, Mieten und Pachten, Kraftfahrzeugkosten, EDV-Kosten sowie Gebühren und Beiträge.

5. Sonstige Angaben

5.1. Haftungsverhältnisse

Zur Absicherung der Konzernfinanzierung hat die Gesellschaft im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung ihr vollständiges Aktivvermögen zugunsten der Kredit gebenden Banken verpfändet. Die Konzernfinanzierung wurde zum Bilanzstichtag durch die Gruppe nicht in Anspruch genommen.

Auf Grundlage der Zahlen für den Konzernabschluss der Hessing BV, Zwaagdijk, für das Geschäftsjahr 2022 geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Financial Covenants der Kreditverträge erfüllt werden und hält daher eine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen für unwahrscheinlich.

5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zukünftigen Miet- und Leasingverpflichtungen betragen am 31. Dezember 2022 für Zeiträume bis Ende 2030 3,6 Mio. EUR. Die Verträge sind zum Zweck der Liquiditätsschonung abgeschlossen, insbesondere um langfristig kapitalbindende Investitionen zu verringern. Im Gegenzug ist die Gesellschaft dem Risiko möglicher zukünftig steigender Miet- und Leasingzahlungen ausgesetzt.

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr beträgt:

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2022 Anzahl
Gewerbliche Mitarbeiter 274
Kaufmännische Mitarbeiter 35
Gesamt 309

5.3. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Alleinige Gesellschafterin (Mutterunternehmen) ist die Hessing BV mit Sitz in Zwaagdijk, Niederlande. Sie wird im Register der Kamer van Koophandel unter Nr. 37099737 geführt.

Der Jahresabschluss der Tacken GmbH wird in den Konzernabschluss der Hessing BV einbezogen. Dieser stellt gleichzeitig den kleinsten und den größten Konzernkreis dar, für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird. Der Konzernabschluss wird im Register der Kamer van Koophandel in den Niederlanden offengelegt (www.kvk.nl).

5.4. Geschäftsführung

Der Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 war Herr Frank Hessing, Kaufmann, Langedijk, Niederlande.

Auf die Angabe der Organbezüge wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.5. Prüfungshonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, weil die Angabe in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss erfolgt.

5.6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5.7. Nachtragsbericht

Aufgrund einer konzerninternen Zentralisierung von Produktionsprozessen wird die Gemüseverarbeitung am Standort in Schwalmtal im Jahr 2023 eingestellt. Stattdessen wird die Obstverarbeitung in Schwalmtal ausgebaut. Für das Jahr 2023 wird gemäß des aufgestellten Jahresabschlusses erwartet, dass die Umsatzerlöse auf rund 52 Mio. EUR zurückgehen, weil Umbaumaßnahmen an den Produktionslinien notwendig sind und insbesondere im ersten Quartal keine volle Auslastung erreicht wird. Für das Jahr 2024 werden im aufgestellten Jahresabschluss nach Abschluss der Umbaumaßnahmen Umsatzerlöse in Höhe von rund 53,9 Mio. EUR und ein positives Ergebnis vor Steuern erwartet. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen im Lagebericht unter 4.1 verwiesen.

 

Schwalmtal, den 30. September 2025

Frank Hessing, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Tacken GmbH mit Sitz in Schwalmtal/Waldniel ist ein mittelständischer Hersteller von Roh- und Feinkosterzeugnissen sowie von frischen Convenience-Produkten. Zu unseren Kunden zählen hauptsächlich Lebensmitteleinzelhandelsketten (LEH). Die Gesellschaft produziert und vertreibt in ihrem Hauptabsatzgebiet Deutschland verschiedene küchenfertige Salate, Salatschalen, frische Salatsoßen sowie mit ihrem „fresh cut“-Portfolio frische Obst-Convenience-Produkte. Rund 70% vom Volumen ist bestimmt für den Deutsche Retail Markt. Die übrigen etwa 30% der gesamten Produktionsmenge der Firma Tacken GmbH werden für andere Gesellschaften der Hessing Gruppe im Wesentlichen in den Niederlanden produziert.

Im Jahr 2022 wurde von den Gesellschaftern beschlossen, dass der Produktionsstandort in Schwalmtal sich ab dem Jahr 2023 vollständig auf die Verarbeitung von geschnittenem Obst konzentrieren soll. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Veränderung werden unter Abschnitt 4.2.2 näher erläutert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds sieht für 2022 ein globales Wachstum von 3,5 % bei einer globalen Inflation von 8,7 %. Der Fokus in der Finanzpolitik liegt auf einer Begrenzung der Inflation, was steigende Zinsen an den Finanzmärkten zur Folge hat (vgl. International Monetary Fonds; World Economic Outlook Update July 2023 (World Economic Outlook Update, July 2023: Near-Term Resilience, Persistent Challenges (imf.org)).

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland hat im Jahr 2022 preisbereinigt 1,8 % betragen, nach 3,2 % im Jahr 2022. Gleichzeitig hat sich eine Steigerung des Verbraucherpreisindizes von 7,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Jahr 2021 ergeben. Damit war die Jahresteuerungsrate deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. Der Anstieg wurde vor allem Getrieben durch einen extremen Preisanstieg für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag 2022 bei 4,0 % und war damit nur etwa halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate. Der Preisanstieg im Einzelhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln hat im Jahr 2022 verglichen mit dem Vorjahr 9,6 % betragen. (Quelle: Destatis; Pressemitteilung Nr. 022 vom 17.01.2023 (Inflationsrate im Jahr 2022 bei +7,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de))

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Kräfteverhältnisse im Lebensmittelhandel in Deutschland sind seit einigen Jahren relativ konstant. Die vier großen Unternehmen Edeka, Rewe, die Schwarz Gruppe und der Discounter Aldi vereinnahmen einen Marktanteil von mehr als 75 %. (Quelle: Statista; Nettoumsatz der führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland im Jahr 2021; veröffentlicht am 29.08.2023 Umsatz der führenden Lebensmittelhändler in Deutschland 2021 | Statista)

Deutschland hat im Jahr 2022 insgesamt gut 6,2 Millionen Tonnen Obst und knapp 4,9 Millionen Tonnen Gemüse importiert. Nach Spanien sind die Niederlande zweitwichtigster Importeur. 16 % der Obst- und Gemüseimporte kamen von dort.

(vgl.: destatis; Pressemitteilung Nr. 044 vom 24. Juli 2023; www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/07/PD23_ N044 51.html)

Die Preise für Obst sind im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 3,0 % gestiegen. Gleichzeitig ist der Absatz von frischem Obst und Gemüse verglichen mit dem Vorjahr um 6,4 % gesunken. Der Absatzrückgang bei frischem Obst lag bei -7,3 % und bei frischem Gemüse bei -5,4 %. (vgl.: destatis; Pressemitteligung Nr. NO02 vom 18. Januar 2023; Ausgewogene Ernährung: Gemüse im Jahr 2022 um 10,7 % teurer als im Vorjahr - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Rückgang des Konsums von Obst von 6.287 Tausend Tonnen in den Jahren 2020/2021 auf 6.076 Tausend Tonnen in den Jahren 2021/2022. (vgl. Statista; Konsum von Obst in Deutschland in den Jahren 2000/01 bis 2021/2022; Konsum von Obst in Deutschland bis 2021/22 | Statista)

2.3. Geschäftsverlauf anhand finanzieller Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis (Nr. 1 - 4 der GuV) und Ergebnis nach Steuern heran.

Das Rohergebnis liegt mit 32,5 Mio. EUR um 4,7 Mio. EUR über dem des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind die deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund eines bestehenden Manufacturing Agreement.

Auf das Ergebnis nach Steuern hat sich zudem im Wesentlichen der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands in Höhe von 2,7 Mio. EUR ausgewirkt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist unter anderem auf die Erhöhung der Managementkosten um 0,9 Mio. EUR und der Elektrizitätskosten um 0,4 Mio. EUR zurückzuführen. Insgesamt verbleibt unter Berücksichtigung der geschilderten Effekte ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 0,6 Mio. EUR, welches um 0,1 Mio. EUR unter dem des Vorjahres (0,7 Mio. EUR) liegt.

Im Jahr 2023 ist der Produktionsprozess der Tacken GmbH auf die reine Verarbeitung von Obst umgestellt worden. Die damit verbundenen Umbaumaßnahmen hatten einen zeitweisen Produktionsstillstand zur Folge. Die Umsatzerlöse werden sich 2023 auf 52,2 Mio. EUR belaufen und damit um rund 10,0 Mio. EUR sinken. Da ein Teil der Kosten produktionsunabhängig ist, erwarten wir ein Ergebnis nach Steuern welches deutlich unter dem des Jahres 2022 liegen wird.

2.4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung legt großen Wert auf angemessenen Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Unsere Arbeitsbedingungen, Prozesse und Verhaltensweisen orientieren sich kompromisslos an geltenden Sicherheitsstandards, um Menschen und Umwelt zu schützen. Schulungen finden regelmäßig statt.

3. Lage des Unternehmens

Die Ertragslage des Unternehmens hat sich wie folgt entwickelt:

Im Jahr 2022 stiegen die Umsatzerlöse auf 62,2 Mio. EUR gegenüber 59,5 Mio. EUR im Jahr 2021. Neben einem Anstieg der Absatzmenge haben auch Preissteigerungen zu dem Anstieg beigetragen. Gleichwohl sind die Umsatzerlöse deutlich hinter der Planung von 67 Mio. EUR zurückgeblieben. Die Preisentwicklung auf dem deutschen Lebensmittelmarkt ist weiterhin nicht zufriedenstellend.

Aufgrund des Anstiegs der Umsatzerlöse sind die Materialaufwendungen 2,9 Mio. EUR höher als im Vorjahr und belaufen sich auf 37,6 Mio. EUR. Neben den Kosten für Obst und Gemüse sind auch die Einkaufspreise für Verpackungsmaterialien deutlich angestiegen. Es wird erkennbar, dass die Steigerung der Umsatzerlöse nicht ausgereicht hat, um die Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt auszugleichen.

Der Personalaufwand insgesamt ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg entfällt mit 1,4 Mio. EUR auf die Löhne und Gehälter und wurde im Wesentlichen ausgelöst durch die deutliche Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Oktober 2022 von 10,45 EUR/h auf 12,00 EUR/h. Im Durchschnitt des Jahres 2022 wurden, wie im Vorjahr, 309 Mitarbeitende beschäftigt. Unterjährigen Auslastungsschwankungen begegnet die Gesellschaft durch die Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsfirmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio. EUR gestiegen. Aus der Steigerung der Absatzmenge folgen höhere Transportkosten. Darüber hinaus sind der Wasserverbrauch und die daraus resultierenden Aufwendungen gestiegen.

Der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltene Ertragszuschuss der Gesellschafterin hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. EUR auf insgesamt 8,1 Mio. EUR erhöht. Das Rohergebnis erhöht sich von 27,8 Mio. EUR im Jahr 2021 auf 32,5 Mio. EUR im Jahr 2022.

Die Kostensituation der Gesellschaft hat sich nach Beginn des Ukraine-Kriegs und den damit verbundenen Preissteigerungseffekten auf der Beschaffungsseite sowie aufgrund der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns erheblich verändert.

Insgesamt hat sich der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR vermindert, liegt aber deutlich unter dem geplanten Ergebnis.

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Mio. EUR auf 22,1 Mio. EUR erhöht.

Ursächlich dafür war auf der Aktivseite im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 2,6 Mio. EUR. Darin enthalten ist der Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 3,9 Mio. EUR, dem ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,5 Mio. EUR gegenübergestanden hat. Der Rückgang der Forderungen ist unter anderem auf im Monatsvergleich sinkende Umsatzerlöse am Jahresende 2022 zurückzuführen. In den Forderungen gegen Gesellschafter ist der Anspruch auf den Ertragszuschuss des Jahres 2022 enthalten.

Den Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,9 Mio. EUR standen Abschreibungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR gegenüber, sodass sich lediglich eine Veränderung um 0,1 Mio. EUR ergeben hat.

Die Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres betraf im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem Modernisierungsmaßnahmen des Produktionsstandortes in Schwalmtal sowie Technische Anlagen und Maschinen.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 25,14 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 24,2 %) und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Die Finanzlage ist durch die Zusagen der Gesellschafterin gekennzeichnet:

Vor allem durch das bestehende Manufacturing Agreement mit einer Mindestlaufzeit bis zum 1. Januar 2027 wurde eine Verpflichtung seitens der Gesellschafterin vertraglich festgelegt, das Jahresergebnis der Tacken GmbH auf eine marktübliche Höhe der operativen Kosten durch entsprechende Zuschussgewährung zu bringen.

Mit dem Manufacturing Agreement zwischen Hessing B.V. und Tacken GmbH vom 1. September 2018 wurde die konzernweite Neugestaltung der Verrechnungspreise manifestiert, wonach die Tacken GmbH als Cost Center mit einer marktüblichen Renditegarantie ausgestattet ist. Das Agreement wurde zum 1. Januar 2024 verlängert. Vor dem Hintergrund der Mindestlaufzeit des bestehenden Manufacturing Agreements bis zum 1. Januar 2027 ist unsere wirtschaftliche Lage zusammenfassend insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; die Gesellschaft ist über das Mutterunternehmen an das gemeinsame Cash-Pooling-System angeschlossen.

4. Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Prognosebericht

Für das Jahr 2023 sieht der Internationale Währungsfonds ein globales Wachstum von 3,2 % bei einer globalen Inflation von 6,8 %. Die Weltwirtschaft hat sich erstaunlich widerstandsfähig gezeigt, obwohl einige Zentralbanken mit höheren Zinsen der Inflation entgegengewirkt haben. Für die Jahre 2024 und 2025 wird ein vergleichbares globales Wachstum erwartet, während die Inflation im Jahr 2024 auf 4,5 % und im Jahr 2025 % voraussichtlich auf 4,5 % sinken wird (vgl. International Monetary Fund; World Economic Outlook, Steady but Slow: Resilience amid divergence; April; 2024; World Economic Outlook Update, July 2023: Near-Term Resilience, Persistent Challenges (imf.org)).

Der Sachverständigenrat erwartet in seinem Frühjahrsgutachten 2024, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2024 um 0,2 % wachsen wird, nachdem es im Jahr 2023 um 0,2% zurückgegangen ist. Dafür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, der zum großen Teil auf die Minderung der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2023 zurückzuführen ist. Im Zeitraum bis Ende 2024 dürften sich die privaten Konsumausgaben angesichts der steigenden realen Einkommen wieder erholen.

Die Inflation ist in Deutschland im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen, betrug aber noch 5,9 %. Der Rückgang ist größtenteils auf geringere Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. Für die Jahre 2024 und 2025 wird eine Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie) von 3,0 % bzw. 2,4 % erwartet. Auch im Euroraum ist die Inflation zurückgegangen. Erste Zinssenkungen an den Kapitalmärkten sind daher im Jahresverlauf 2024 zu finden. Damit dürften sich die Finanzierungsbedingungen im Prognosehorizont verbessern (vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Frühjahrsgutachten 2024; Frühjahrsgutachten 2024 - Kurzfassung (sachverstaendigenratwirtschaft.de)). Es ist zu beobachten, dass sich die Ernährungsgewohnheiten der Menschen in Deutschland verändern. Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit gelangen mehr in den Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher. Essen soll gleichzeitig schnell zubereitet / verzehrfertig und gesund sein. Daher wird das Angebot der Supermärkte von Bowls, Salten und geschnittenem Obst ausgeweitet.

(vgl. Die Zukunft ist flexitarisch: Die 10 TOP Ernährungstrends 2023 (nutrition-hub.de))

Wir erwarten weiterhin ein sehr preisagressives Umfeld im Lebensmitteleinzelhandel. Da die Top 4 Einzelhandelsgruppen unverändert einen Marktanteil von knapp 75 % halten, ist der Kostendruck auf der Verkaufsseite enorm.

Die Inflation ist auch im Jahr 2023 ein bedeutsames Thema. So stieg der Durchschnittspreis von Obst und Gemüse in den Niederlanden bis Anfang August 2023 um 8,1 % während die Absatzmenge um 1 % zurückgegangen ist. Hinsichtlich der Absatzmengen ist zu beobachten, dass das Volumen an verarbeitetem Obst (-16,7%) und Gemüse (-3,9%) stärker zurückgeht als von unverarbeitetem Obst (-2,1 %) und Gemüse (-0,2 %).

(vgl. Circana, Impact Inflatie; YTD 40/2023, Seite 3 und S. 8)

In Deutschland haben die Haushalte im 1. Halbjahr 2023 etwas mehr Obst gekauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Ausgaben für Frischobst sind in diesem Zeitraum gestiegen (vgl. Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, 3.08.2023; Haushalte kauften im 1. Halbjahr etwas mehr Obst ein).

Das Jahr 2023 ist geprägt, von einer Umstrukturierung der Produktion. Die Verarbeitung von Gemüse und Salaten wird vollständig auf andere Unternehmen der Hessing-Gruppe übertragen, während die Verarbeitung von frischem Obst deutlich ausgebaut wird. Am Ende des Umstrukturierungsprozesses wird in Schwalmtal ausschließlich frisches Obst verarbeitet.

Die Umstellung der Verarbeitungslinien von Gemüse auf Obst hat zur Folge, dass Umbaumaßnahmen stattfinden müssen. Das Investitionsvolumen für die Automatisierung von Prozessen beläuft sich auf rund 2,0 Mio. EUR. Wir erwarten, dass sich diese Investitionen kurzfristig durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess refinanzieren.

Die Planung der Gesellschaft erfolgt in der Kostenrechnung nicht im gleichen Schema wie im Gesamtkostenverfahren in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung. Im Folgenden wird daher ausgehend von der Gliederung der Kostenrechnung die Planung erläutert.

Für 2023 ergibt sich ein Rückgang der Umsatzerlöse auf rund 52,2 Mio. EUR (nach 62,2 Mio. EUR im Jahr 2022). Dies ist bedingt dadurch, dass nach der Beendigung der Verarbeitung von Gemüse erst nach der Anpassung der Produktionslinien die Obstverarbeitung und der damit verbundene Absatz ausgebaut werden können. Damit im Zusammenhang steht auch ein Rückgang des Materialaufwands und der Transportkosten, die unmittelbar mit den Umsatzerlösen verbunden sind. Ein großer Teil der Kosten wie beispielsweise Löhne und Gehälter, Miete und Nebenkosten fallen auch während der Umbauphase an. Das Jahresergebnis ist mit -0,1 Mio. EUR leicht negativ.

Der Absatz von geschnittenem Obst teilt sich im Jahr 2023 im Wesentlichen auf die Niederlande (36%) und Deutschland (48%) auf.

Die Umbaumaßnahmen konnten vollständig im 2. Quartal des Jahres 2023 abgeschlossen werden. Der aufgestellte Jahresabschluss sieht für das Jahr 2024 einen Anstieg der Umsatzerlöse auf rund 53,9 Mio. EUR vor. Aufgrund von Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess, die mit der Konzentration auf die ausschließliche Verarbeitung von frischem Obst einhergehen, wurde für 2024 ein verbessertes Ergebnis geplant. Hinsichtlich des Jahresergebnisses 2024 wird eine Verbesserung auf rund 0,3 Mio. EUR erwartet.

2025 werden Umsatzerlöse in Höhe von rund 67,0 Mio. EUR erwartet. Der Jahresüberschuss wird etwa auf dem Niveau des Jahres 2024 liegen.

Daher gehen wir davon aus, jederzeit unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

4.2. Risikobericht

4.2.1. Allgemeiner Risikobericht

Die relevante Risikostruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert, auch wenn sich der Absatz nun auf Obst konzentriert.

Weiterhin sind die hohen gesetzlichen und kundenspezifischen Anforderungen an die Produktsicherheit eine Herausforderung, noch professioneller zu arbeiten. Da wir größtenteils frische, natürliche und schnelldrehende Produkte in großen Mengen vermarkten und distribuieren, verbleibt hier ein Restrisiko. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, unterzieht sich die Gesellschaft einer anerkannten International Food Standard (IFS)- Zertifizierung.

Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel und die entsprechende Abhängigkeit von einigen Kunden stellen ein marktgegebenes Risiko dar; ebenfalls sind die Risiken der steigenden Rohstoffpreise sowie der gestiegenen Mindestlöhne marktinhärent.

Den Risiken auf der Beschaffungsseite begegnen wir durch eine langfristige Zusammenarbeit mit soliden, qualitätsbewussten Lieferanten.

Die veränderte Kostensituation der Gesellschaft nach Ausbruch des Ukraine-Krieges hat sich verfestigt. In Preisverhandlungen auf der Absatzseite liegt weiterhin ein Fokus darauf, diese (und auch zu erwartende künftige) Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben.

Alle erkennbaren Risiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb sind im Jahresabschluss durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt worden.

Die Liquidität der Gesellschaft wird weiterhin durch die Zusage der Gesellschafterin sichergestellt. Das Unternehmen ist durch Eigenkapital finanziert und verfügt zum Ende des Jahres 2022 über ein Eigenkapital von 13,5 Mio. Euro und ein positives Working Capital von 8,6 Mio. Euro.

4.2.2. Spezieller Risikobericht

Unverändert besteht im Lebensmitteleinzelhandel eine erhebliche Konzentration von Absatzvolumen auf wenige große Abnehmer. Die daraus folgende Abhängigkeit von einigen Kunden stellt ein marktgegebenes Risiko dar.

Aufgrund steigender Energie- und Personalkosten besteht auch weiterhin das Risiko steigender Rohstoffpreise.

Wie beschrieben, hat sich der Convenience-Markt in Deutschland nur bedingt entwickelt. Das autonome Wachstum, wie wir es seit 2014 beobachten, wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Allerdings ist das Preisniveau nicht gut, da fast alle Händler den Discounter Aldi spiegeln.

Nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind die Einkaufspreise weiter unter Druck gekommen. Insbesondere Produkte, die importiert werden müssen, verteuern sich stark, weil die Transportkosten per Land, See und Luft durch hohe Ölpreise exponentiell steigen.

Auch Verpackungsmaterialien werden hinsichtlich Verfügbarkeit und Preis stark vom Ölpreis beeinflusst. Papier (Rohstoff für Kartons und Etiketten) ist dazu knapp, was zu langen Lieferzeiten führt, was bedeutet, dass Lagerbestände kritisch sind und Produkte nicht an Kunden geliefert werden können.

Bei der Beurteilung der für das Unternehmen relevanten Risiken hat das Liquiditätsrisiko höchste Priorität. Das Unternehmen ist in das konzernweite Cash-Pooling-System der Muttergesellschaft eingebunden.

Zur Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität wird das Unternehmen mittels der Steuerungs- und Planungsinstrumente der Muttergesellschaft überwacht und kann über das Cash-Pooling-System auf die bei der Muttergesellschaft bestehenden Finanzierungsvereinbarungen zugreifen. Auf Ebene der Muttergesellschaft besteht eine revolvierende Kreditlinie, die ausreicht, um den Finanzierungsbedarf der Hessing-Gruppe einschließlich der Tacken GmbH zu decken.

Die aktuelle Kreditlinie läuft im April 2026 aus. Das Management befindet sich derzeit im Prozess der Verlängerung der Vereinbarung. Es wird erwartet, dass die Kreditlinie zu Konditionen verlängert wird, die im Wesentlichen den derzeit bestehenden Bedingungen entsprechen.

Darüber hinaus ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft derzeit von der finanziellen Unterstützung der Gesellschafterin abhängig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschafterin bei Bedarf weiterhin ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gruppe wird ausgegangen. Sofern die Kreditlinie der Muttergesellschaft nicht verlängert wird, besteht auch auf Ebene der Tacken GmbH ein bestandsgefährdendes Risiko.

Die meisten Kunden verfügen über eine ausgezeichnete Bonität; das Restrisiko des Forderungsausfalls ist durch eine abgeschlossene Warenkreditversicherung abgedeckt.

Soweit Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

4.3. Chancenbericht

Bei unseren Annahmen der zukünftigen Entwicklung im Jahr 2023 gehen wir von einem Umsatzrückgang aufgrund der Umstellung der Produktion sowie unterproportional sinkenden Kosten aus. Dieser Umsatzrückgang wird im Jahr 2024 teilweise wieder kompensiert. Die Umsatzerlöse bleiben aber unter denen des Jahres 2022. Ab dem Jahr 2025 wird erwartet, dass die Umsatzerlöse nach Abschluss der Umstrukturierungen wieder deutlich ansteigen.

Unsere Erwartungen in Bezug auf die Umsatzentwicklung basieren auf einer grundsätzlich positiven Prognose für steigenden Ausgaben der Endverbraucher im Convenience-Bereich für Obst und auf der Durchsetzung von Preiserhöhungen. Mit Unterstützung der Gesellschafterin, die relevante Marktkenntnisse, Know-How und Produktionstechniken mitbringt, erwarten wir, Skaleneffekte im Einkauf und der Produktion nutzen zu können und damit die Kostenstrukturen zu optimieren.

Aus der Spezialisierung auf die Verarbeitung von Obst erwarten wie erhebliche Effizienzsteigerungen, die sich in Zukunft positiv auf die Personalkosten auswirken werden.

Dem Risiko der Umsatzabhängigkeit von einigen Großkunden begegnen wir mit einer kontinuierlichen Anpassung der Produktpalette bei bestehenden Kunden sowie mit der Akquisition von und dem Ausbau der Geschäftsaktivitäten mit Neukunden.

Unsere langjährige Zusammenarbeit mit qualitätsbewussten Lieferanten ermöglicht die Vermarktung hochwertiger Produkte durch das Unternehmen.

Anmerkung:

Dieser Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Tacken GmbH beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Schwalmtal, den 30. September 2025

Frank Hessing, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Tacken GmbH, Schwalmtal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tacken GmbH, Schwalmtal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tacken GmbH, Schwalmtal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "4.2.2. Spezieller Risikobericht" des Lageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter auf die finanzielle Abhängigkeit von der Muttergesellschaft sowie eine bestehende revolvierende Kreditlinie der Muttergesellschaft, welche den Finanzierungsbedarf der Hessing-Gruppe einschließlich der Tacken-GmbH decken soll, hinweisen. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die aktuelle Kreditlinie im April 2026 ausläuft, das Management sich jedoch derzeit in einem Prozess der Verlängerung der Vereinbarung befindet. Die gesetzlichen Vertreter erwarten, dass die Kreditlinie zu ähnlichen wie den bereits bestehenden Bedingungen verlängert wird. Wie in Abschnitt "4.2.2. Spezieller Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes M aß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger M ängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. November 2025

ADKLAG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer

gez. Tim Blome, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 589.523,50 und einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 22.069.017,09 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 28.11.2025 festgestellt.

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